157. Jahrgang Erstes Blatt SE Las allgemeine Wahlrecht iu Holland. Haag, 12. DEL Die Negierung legte den Kammern einen Gesetzentwurf betr. die Aenderung der Berfa j jung vor. Nach demselben sollen die Beschränkungen des Wahlrechts sortsallen, um das allgemeine W a h l - recht durchzuführen; auch soll den Frauen das aktive und passive Wahlrecht gewährt werden. Die Regierung schlägt nur einige Aenderungen des Vorprojekts der parlamentarischen Kommission in den Kapiteln über die General- und Prcvinzialstände und über die Gemeinderäte vor. Ent- gegen dem Vorprojekt soll der ersten Kammer das Amendementsrecht nicht verliehen werden. kr. 241 1 chelut täglich außer Sonntags. em Gießener Anzeiger erben im Wechsel mit •m hessischen Landwirt c Siebener Familien, ilttei viermal in der loche beigelegt und oeimai wöchentlich das reiLdlatt für den Kreis leben. Fernwrech-An- hlußs. d. Redaktion 112 erlag u. Expedition 51 drehe für Depeschenr «n-eig-« Gtctze«. ahm« een Anzeigen ;t die Tagesnununer ä oormUtags 10 Uhr. Montag 14. Oktober 1907 Ä Be-usspret^ M monatlich 75 viertel- ▲ jj. a jährlich Mk. 2L0; durch k A Ab hole- u. Zweigstellen Marokko. London, 13. Okt. Der Korrespondent des Reuter- schen Bureaus in Rabat hatte eine Unterredung mit Abdul Asis, in welcher dieser erklärte, er sei naturgemäß beunruhigt über die Lage des Landes, hoffe aber, daß guter Wille die Krisis siegreich überwinden und fähig sein werde, die gewünschten Reformen ins Werk zu setzen. Er sei voller Zuversicht, daß die Kämpfe nunmehr ein Ende haben würden. Wenn die französischen Streitkräfte ohne Säumen das Land verließen, so bürge er dafür, daß die Schauja-Stämme eine friedliche Spaltung bewahren wurden; wenn die Truppen aber im Lande blieben, so fürchte er ein beständiges Wiederaufflackern der nationalen Leidenschaften. Er sehe Mulay Hafid nicht als ernstlichen Gegner an und hoffe zuversichtlich, daß diplomatische Verhandlungen die Verhältnisse regeln würden, wenn aber diplomatische Verhandlungen nichts fruchteten, so sei es Zeit, gegen Atulay Hafid vorzugehen. Die Vertreter Mulay Hafids, die gestern hier eingetroffen sind, werden vom Auswärtigen Amte nicht anerkannt. Die Regierung hat bis jetzt von ihrer Anwesenheit nur durch die Zeitungen Kenntnis erhalten. Bisher haben die Abgesandten keine Audienz nachgesuck)t. DeMchss neid?. Berlin, 13. Okt. Das Hebammengesetz ist im Kultusministerium bereits fertiggestellt und wird den Landtag in seiner nächsten Tagung beschäftigen. Der Entwurf regelt die Rechte, Pflichten, Zulassung sowie die Besoldungsverhältnisse der Hebammen für den Umfang der Monarchie. Insbesondere trifft er Bestimmungen darüber, wie die festgesetzten „Mindesteinnahmen und Besoldungen der Bezirkshebammen" aufzubringen freien. — Zur Frage der Steuerprivilegien der Staatsbeamten hat die Regierung bereits Stellung genommen. Es wird beabsichtigt, um nicht die bevorstehenden Gehaltsaufbesserungen durch die Beseitigung des Steuerprivilegs zu beeinträchtigen, den Gemeinden einen Ersatz aus Staatsmitteln zu leisten. Die Vor- Die Dumawahten in Rußland. Warschau, 13. Okt. In den bisherigen Urwahlen in Russisch-Polen siegten durchweg Kandidaten der national-polnischen Partei, trotz der Auslösung des nationalen Blocks, zu dem ursprünglich Gemäßigte, Fortschrittler und die konservativ-loyalen Gruppen gehörten. Radikale und Sozialisten beteiligten sich nicht an den Wahlen, um gegen die Beschränkung des allgemeinen Wahlrechts und der Zahl polnischer Abgeordneter zu demonstrieren. Petersburg, 13. Okt. Professor Wladimir Hessen, der von der Kadettenpartei als Kandidat im Landkreise Petersburg aufgestellt worden war, wurde gestern abend aus der Wählerliste behördlich gestrichen, da er während der Tagung der zweiten Duma, deren Abgeordneter er war, nicht im Landkreise, sondern in der Stadt Petersburg gewohnt und nach der Dumaauflösung gegen zwei Monate im Auslande geweilt hatte. Da die Wahlen im Landkreise Petersburg bereits gestern statt- sanden, so war keine Berufung gegen solche offenbar unrichtige Gesetzesauslegung möglich, und Hessen mußte durch einen anderen Kandidaten ersetzt werden. Man befürchtet, daß dasselbe Verfahren auch anderen oppositionellen Kandidaten gegenüber angewendet wird. Petersburg, 13. Okt. Durch Ukas an den Senat sind die Wahlen der Deputierten für die Reichsduma in ganz Rußland mit Ausnahme der Gouvernements Wilna, Archangelsk, Wladimirsk, Wologda, Woronesch, Kowno, Kursk, Nishnij Nowgorod, Petersburg und Charkow auf den 2 7. Oktober festgesetzt. In den genannten Gouvernements werden die Wahlen am 1. Nov., in Polen am 31. Oktober vorgenommen. Für die griechisch- orthodoxe Bevölkerung der Gouvernements Ljublin und Sjedlez wurden die Wahlen auf den 27. Oktober und für den Kaukasus gleichfalls auf den 27. Oktober angesetzt. trumsfraktion, Lerno dem Abg. Casselmann den Vorwurf gemacht hatte, er habe dem Bischof gegenüber nichtgent- lemanlike gehandelt, ist die liberale Fraktion sofort zusammengetreten und hat beschlossen, vom Zentrum offizielle Erklärung wegen der Insinuationen seines Fraktionsredners gegen Dr. Casselmann bis zur nächsten Sitzung zu fordern, ob der Fra ttionsr ebner oes Zentrums seine eigene Meinung oder die der Partei ausgesprochen habe. Je nachdem wird die liberale Fraktion alsdann die Stelle im Präsidium und ihre Sitze in den SSorftani)^ schäften der Ausschüsse niederlegen. -reitung des inkriminierten Flugblatts „Fürst Bülow rnd der § 175" allein verantwortlich zu sein, bestritt die leleidigende Absicht und behielt sich für alles, was er ge- chrieben und behauptet habe, die Beweise für die Hauptver- ^andlung vor. Er betonte, daß er den Fürsten Bülo w richt einer strafbaren Handlung bezichtigt ) a b e. Ein Konflikt in der bayerischen Kammer. M ü n ch e n, 12. Okt. Nachdem bei der heutigen Staats- >ebatte in der Kammer der zweite Vorsitzende der Zem monatlich 65 Pf.; durch diePost Mk.2.—oierrel- jährl. auSjchl. Bestellg« ZeilenpreiL: lokal 15Pf* auswärts 20 Pfennig. Verantwortlich ¥ - ä ©® zfiA, vT für den politischen Teil: G«era!-Inze!ger sm Gbechchen WM Kotationsirud und Verlag der vrühl'schen Unlv.-Vuch- und Steindruckerei. H. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei; Schulstratzr T. arbeiten für einen entsprechenden Gesetzentwurf werden gegenwärtig im Ministerium des Innern ausgeführt. — Dem „Berl. Tagebl." zufolge berief der Landwirtschaftsminister nach Berlin eine Konferenz der preußischen Landschaften für Dienstag ein zur Beratung der Entschuldung des landwirtschaftlichen Grundbesitzes. Köln, 13. Okt. Aus Bocholt wird gemeldet, daß die Regierung beabsichtige, angesichts der Zunahme der Maul - und Klauenseuche eine absolute Sperrung der holländischen Grenze auch für geschlachtetes Vieh, das gegenwärtig in bedeutenden Mengen eingeführt wird, vorzunehmen. — Der „Berl. Lokalanz." meldet aus München: Der 2lbg. Müller-Meiningen brachte im Landtage einen Antrag ein auf zeitgemäße Reform der Kammer der Reichs räte. Es wird eine Reform in dem Sinne gewünscht, daß einzelne Haupterwerbsgruppen, Landwirtschaft, Industrie, Handel, Handwerk und Arbeiterschast/sowie große Städte durch gewählte .Vertreter Sitz und Stimme im Reichsrate erhalten. Mannheim, 13. Okt. Die „Volksstimme" erklärt die Nachricht, es sei beim sozialdemokratischen Landesvorstand ein Antrag auf Ausschluß der Genossen Dr. Frank und Kolb wegen ihrer Teilnahme an der Beerdigung des Großherzogs von Baden ergangen, für'eine Legende. Hecr Nttd Flotte. i— Der Gene ral der Kavallerie z. D. und Generaladjutant des Kaisers Adolf v. Bülow ist Sams-, tag früh in Potsdam gestorben. Der General ist feiner: Gemahlin, die erst vor wenigen Tagen am Krankenbette: ihres Gatten von einem tödlichen Schlaganfall getroffen wurde, schnell in den Tod gefolgt. ।— Wie die „Dortmunder Ztg." meldet, steht eine neue Besetzung des westfälischen Armeekorps zum Winter bevor. Als Nachfolger des kommandierenden Generals des 7. Armeekorps des Generals der Kavallerie Freiherrn v. B i s s i n g soll der jüngere Bruder des früheren Kriegsministers, der Kommandeur der 11. Division in. Breslau, General v. Goßler ausersehen sein. AuslanS. Wi e n, 13. Okt. Die am Mittwoch im Ministerium des' Aeußern begonnenen Besprechungen üver die mit dem Ausgleich zusammenhängenden staatsrechtlichen Fragen haben heute einen befriedigenden Abschluß gefuirden. Haag, 12. Okt. Der erste japanische De le -> gierte bei der Haager Friedenskonferenz Keiroku. T s u d z u k i, der in seiner Heimat die hohe Stellung eines' Generalsekretärs des Geheimen Rates bekleidet, war vom Mikado für den Posten eines Botschafters in Berlin ausersehen. Wie der Korrespondent der „Frkw Ztg." erfährt, hat Tsudzuki gebeten, von seiner Ernennung Abstand zu nehmen. Er wird sich nach Schluß der Konferenz in Genua auf einem deutschen Dampfer nach seiner Heimat einschiffen. Petersburg, 13. Okt. Halbamtlich wird mitgetellt, der Besuch des Gmerals French trage privaten Charakter. Er sei von König Eduard lediglich beauftragt dem 27. Dragonerregiment, dessen Chef der König ist, Grüße zu überbringen. Gmeral French wird über Moskau und Kiew nach Odessa und von dort zu Schiff nach Konstantinopel fahren. N e w y o r k, 13. Okt. Nach einer Meldung des Newyork Heoald schränkt Japan die Auswanderung ein, indem eine Kaution von 50 000 Yens von den Auswan- derergesellschajten verlangt wird. Sechs derselben Haven sich infolgedessen bereits aufgelöst. Die Regierung verpflichtete die Gesellschaften, dag sie nicht mehr als 35 $er>* jonen monatlich nacb Hawai bringen dürfen. Sitzung des ProvinziaL-Änsschüsies. Gießen, 12. Oktober. Die Buderus'scheu Eisenwerke in Wetzlar bedürfen zum Bau einer Erzwäsche und zur Anlage voll Klärteichen einer Anzahl von Grundstücken in der Gemeinde Atzenhain, die sie zum größten Teil auf gütlichem Wege zu erlangen vermochten. Nur mit einigen Eigentümern konnte eine Einigung nicht erzielt werden, weswegen die Werke Antrag auf Einleitung des Ent- eignungs verfahrens bei dem Großh. Kreisamt Alsfeld stellten. Da auch in dem Termin vor der Lokalkommission eine gütliche Verständigung über den Preis des abzutretenden Geländes nicht zu erreichen war, erwuchs die Sache dem Provinzial- Ausschuß zur Entscheidung. Dieser beschloß heute, durch eine Kommission an Ort und Stelle Einsicht zu nehmen. Tie Feldbereinigungsgesellschaft Hungen hat bei dem Großh. Kreisamt Gießen Antrag auf Genehmigung von drei Abfahrten nach dev K reis st raße Gießen- H ungen gestellt. Ter Äcisausschuß beschloß darauf, die Feld- bereinigungsgesellfchaft zu ersuchen, statt der beantragten Abfahrrm durch Anlage von Parallelwegen die Grundstücke zugänglich zu machen, da die Vermehrung der Abfahrten eine ordnungsmäßige Straßenunterhaltung unmöglich mache. Gemäß Art. 33 des ^kuus:- straßenbesetzes 'beantragte hiernach der Großh. Feldbereinigungs- kommistär zu Friedberg den fraglichen Beschluß aufzuheben und die Anlage der Abfahrten zu gestatten. Nach eingehender mündlicher Verhandlung versagte der Provinzial-Ausschuß die nachgesuchte Genehmigung. Die Königl. Eisenbahndirektion Frankfurt a. M.^ benötigt in Gemarkung Klein-Linden Gelände zu Schneeschutzanlagen. Mit Ausnahme eines einzigen wurde mit allen Besitzern freihändiger Verkauf abgeschlossen. Bei diesem scheiterte der Kaufabschluß an der Forderung des Besitzers. Das vor der Lokalkommission eingeleitete Verfahren hatte kein anderes Are öeutige Kummer umfaßt 10 Seiten« Das Befinden des Kaisers Franz Josef. Wien, 12. Okt. (W B.) Das „Fremdenblatt" erfährt 1 S Schönbrunn: Nachdem der Kaiser am Vormittag 1 e beiden Generaladjutanten und den Kabinettsdirektor c. Schießl empfangen harte, arbeitete er bis Mittagen ahm nn das Dejeuner und empfing am Nachmittag den Oberst- fmeifter, Fürst Montenuovo, zum Vortrag. Beim Tiner igte der Kaiser keinen nennenswerten Appetit. Doch nd versichert, daß die Nahrrmgsaufnahme vollkommen nügend sei; die Appetitlosigkeit wird teils auf den Mangel t der gewohnten Bewegung zurückgejührt, da der Kaiser t zehn Tagen das Zimmer nicht verlassen hat. Die beiden yaudeluden Aerzte sanden sich, wie alltäglich, um 6* Uhr r Abendvisite ein. Die Untersuchung ergab, daß das eber, welches im Lause des Tages wieder um einige -hntel Grade gestiegen war, im Rückgänge begriffen sei, jedoch die katarrhalischen Erscheinungen eine leichte niahme erfahren hätten, die aber nicht wesentlich fei und cht als ungünstiges Symptom gedeutet werden können, nmerlstn müsse bei dem langwierigen Charakter der .ankheit angenommen werden, daß die völlige Wie- rherstellun g des Kaisers einige Wochen bean- ruchen wird, wahrend welcher Zeit der Kaiser das Zirner nicht wird verlassen können. Das Befinden des Kaisers ßt die Ausgabe von Bulletins vollkommen überflüssig scheinen. Das Wiener Corr.-Bureau meldet über das Befinden es Kaisers heute mittag: Der Kaiser verbrachte e letzte Nacht recht gut; der Vionarch stand um r/26 Uhr lf und war um diese Zeit fieberfrei. Erst gegen Uhr stellte sich leichtes Fieber ein, weleyes mit Uillerorech- tgen bis jetzt andauert. Der Katarrh beginnt sich zu [en; der Hustenreiz ist nicht mehr so intensiv, der Aus- urf reichlich; der Krästezustand und die Nahrungs-Auf- ihme sind befriedigend; das objektive Befinden ist all- -metn nicht ungünstig. Ueber das Befiuden des Kaisers wird aus Schön- •unn heute abend mitgeteilt, die Temperatur ist von ittagd an gestiegen, jedoch iricht höher, als an den irhorgehenden Tagen. Der Krästezustand ist befrie- i g e n d, die Nahrungsaufnahme hinreichend. Wien, 14. Oku Nachdem der Zustand des Kaisers irmittags ein relativ günstiger war, trat am Nachmittag ne kleine Verschlechterung im Befinden ein. Der ataril) hat zugenommen, das Fieber ist gestiegen. Nach -r Abend-Visite der beiden Aerzte Hofrat Dr. Neußer und ... Kerzel wurde folgendes Bulletin ausgegeben. Der aifer war vormittags bis gbends fieberfrei, was in der mgebung des Kaisers große' Beruhigung und Befriedigung uworries. Nachmittags ist wieder Fieber eingetreten.! erztäügiüt und Krästezustand waren bosrieoigend, Appetit t minder günstig. Der Kaiser ist gegen Uhr einge- hlasen. — Nachmittags 1/26 Uhr empfing der Kaiser den timster des Aeußeren Baron Aehrenthal, der dem Mon- rcheu das günstige Ergebnis der staatsrechllicheH Aus- ^eichs-Berhandlungen berichtete. Der Kaiser geht im Zimier umher. Besuche der Familien-Mitgtieder dürfen nicht attfinben, um den Wtonarchen nicht aufzuregen. Dernburg auf der Heimreise. Dar-es-Salaam, 13. Okt. Staatssekretär Jernburg hat heute vormittag 6 Uhr die Heiinrei[e n Bord des „Prinzregent" an^etreten. Vor der Abreise es Staatssekretärs hatte der deutsche Klub in Dar-es- 5alaam einen Bierabend veranstaltet. Der Staatssekretär rank auf das Wohl der Deutschen Ostafrikas und erklärte n feinem Trinkspruch, die Regierung werde alles, was in .jrer Macht stehe, für die kommerzielle Erschließung des Schutzgebietes tun; sie habe sich von dem Wert der .olonie und dem Reichtum ihrer natürlichen )ilfsquellen überzeugt. Was das Schutzgebiet ge- lorden sei, danke er nicht zum kleinsten Teil der Arbeit er Beamten, der Missionare beider Konfessionen, der Kaufleute und der Pflanzer. Ihre Leistungen seien nm- omehr anerkennenswert, als sie unter den nach jeder iichtung sehr schwierigen äußeren Verhältnissen vor sich äugen, was die Regierung nicht vergessen werde. Der Prozeß gegen den Schriftsteller Brand. Berlin, 13. Okt. Der „Reichsglöckner"" Joachim ö-ehlsen ist auf dem Charlottenburger Amtsgericht in >erKlagedes Fürsten Bülo wgegenden Schr ift- teller Adolf Brand und in Sachen der vor kurzem »ei ihm abgehaltenen Haussuchung vernommen worden, ldolf Brand, gegen den das Ermittelungsverfahren auf ^rund der Anzeige des Fürsten Bülow eingeleitet ist, ourde bereits am Freitag vor dem Köpenicker Amtsgericht »emommen. Brand verweigerte die Angabe jeglichen Be- veismaterials und erklärte, für Berfasserschaft und Ver- hatte. i x Groß en-Lind en, 13. Okt. r prar jemals gesehen zu haben. Züchter der Riesenkartofsel L ift Scl'miedemeiÜer Ctienrrr rr n n n Ttior t* Die drei F in tse «1 6 suuwvrn. iini r | . der fast aus- atsangehörig' |ül! wegen ihres Bekenntnisses zum Judentum und in H v,iu im eih lat ibl 11 r MryebniS. Auf bat diesbezüglichen Antrag der Eisenbahndirektion erQLrte der PwMnzial-Ausschuß heute einstweilen die Einweisung in den Besitz des beanspruchten Geländes ein gegen Hinter- . - r , , , , ................. tfcgnng der von der Lvkalkommission vorgeschlagcucn Entschädi- Vorgehens bekannt, indem er die Genehmigung dieses Paktes Hurrg für znläffig.en. Es hat die Aufgabe, die von den Lokalkomitees )er einzelnen Länder veranstalteten Studienreisen — soweit ie sich außerhalb der Landesgrenzen bewegen — durch geeignete Verständigung und Vermittlung erfolgreich zu gestalten. Ohne auf die Pläne der Lokalkomitees cin- aus ganz Deutschland beschickt war, nahm nach Vorträgen tor Pwf. Dr. Eo he n-Marburg über ,,Religiöse Postulate" uitf Prost Dr. Ph: lipps 0 n -Berlin und R.-A. Dr. M. L 0 etr Mainz über „Staatsinteresse und Judenpolitik" einstimmig so!- gendc Resolution an: „Die Hauptversammlung des Vei^ bandes Deutscher Juden erklärt: 1. Die durch Reichsgesetz und Verfassung gewährleistete Gleichberechtigung der deutschen Staatsangehörigen j ü d i sch«m Glaubens wiÄ sonwhl im Heere wie bei der Besetzung öffentlicher Aemter sow dauernd verletzt. Der Verband wiederholt seine Forderung cni> licher Durchführung der Gleichberechtigung im Reich und in Der Einezlstaatcn. Er fordert dies auch im Interesse des Staate- sclbst,^ dessen Daseinsberechtigung und wesentlichste Aufgabe ii dem Schutz und ber Aufrechterhaltung von Recht und Gesetz be> steht. Der Verband erhebt Widerspruch dagegen, daß Duro Gewährung staatlicher Vorteile eine Belohnung des Glaubens- lvechsels erfolgt. 2. ^Der Verbaitd erblickt eine Kränkung auo der deutschen Juden in der Ausweisung von Ausländern M ** Arbeiterjn biläurn. Heute sind es 2 5 Jahre, 3 ------ c---- i»3«™ S&ÄÄ&Äafii fabrik von Arnold wrueller arbeitet Aus diesen Anlaß - ■ - — • ■ überreichte der Chef der Firma, Kommerzienrat Gust. Riueller, 'ihm ein Diplom nebst einem Geldgeschenk. Am Abend waren die zurzeit beschäftigten Arbeiter in der Restauration Scharmann, Marburger Straße, bei einem Glase Vier vereinigt. Wir wünschen, daß der Jubilar noch recht lange zur Zufriedenheit seines Chefs feiner Arbeit nachkommen möge. **9!ationalliberalerVerein. Am letzten Donnerstag fand im Kaiserhof die diesjährige Generalversammlung des nationallliberalen Vereins statt. An den ein- P. Sandlofs hei Schlitz, 13. Okt. Gestern morgen 6- brannte hier die Scheuer und Stallung des Landwirt: [II Christian Schmier nieder. In der Scheuer sollte gerat [ mit der Dreschmaschine zu dreschen begonnen werden, aü durch das Umstürzen einer Laterne mit einemmal die ganz: Scheuer in Flammen stand. Ein kleiner Junge, der and) mitbeschäftigt werden sollte, konnte nur mit Mühe auö dem oberen Boden gerettet werden. Dem Bauer verbrannte I den Geschäftsbericht. Er erwähnte den erfreulichen Äusschtoung dcs ^Vereins im letzten Geschäftsjahre, der wohl hauptsächlich durch b:c Preiserhöhungen fast aller not wendigen Lebensmittel infolge der gestiegenen Zölle hcrvorgerufen sei. Ten. Kassenbericht gab der Kassierer P. Niewisch; die Ziffern wurden bereits mrtgeteilt. Das Aussichtsratsmitglieo H. Fourier machte Mitteilung von der abgehaltenen sehr eingehenden Revision, die nur kleine Beanstandungen ergeben habe. Er empfahl die Genehmigung der Jahresrechnung, die einstimmig erfolgte. Der Vorschlag des Vorstandes und Auffichtsratcs: Dem Reservefonds 2000 Akk., dem Spezialreservefonds 1634.90 Mk. zu überweisen, und an die Mitglieder als Erübrigung vom gemeinsamen Einkauf 8096 Mt. zurück zu vergüten, ward gutgeheißen. Der als im Interesse Gießens und deS Nordostvereins liegend 21m« ad-rtA* ! warm empfahl. In der sich anschließenden kurzen Besprechens rrno Mtto, ung erhob sich keinerlei Einwendung gegen das Abkommen, w ™ ,, Gießen, 14. Okt. 1907. da§ einstimmig genehmigt wurde. Als Vertreter des Nordost- IS??^°o3ll^eF" Zu Ehrca dcZpcrcins in bem zu bilbenben Wahlm.sschub wurbcu in .fpanij^en Sc[anbten ~on ~ut Polo be B-rnabi unb bes geheimer Abstimmung Braucreibesiher Förtsch, Kaufmann Alberte bi Passo fand heute mittag Althof, Wcinhänblcr Roth, Architekt Scnling mib Fabrikant Großherzogl. Resibcu^chloß Galatafel zu 26 Ge- Binbcwalb, als Ersatzleute Fabrikant Emil H. Müller ecteu.tlatt. nnb Zimmermcister Ruckstuhl gewählt. Die Kanbibaten- -»ei brm Hulfsausschust für bie Abgebrannten m bcneummg soll in einer späteren Versammlung erfolgen, Herbstein gmgen ferner em: Sammlung m ber Gemembe j„ ber auch ein Referat über bie Aufgabe ber Stabt- ^ollar burch Beigcorbneter Schwalm Mk. 6.—. Verwaltung in bcn nächsten Jahren erstattet werben soll. ... ..ö“1 VcrwaltungSreform. Der Sonberausschrch Mit bcm Wunsche, bah b>e heutige Versammlung uun Woh'e für btc Verwaltungsgesctzrcso.nl wirb, wie man uns aus der Stabt Eichen beitragen >verbe, schloh ber Vorsitzenbe bie Darmstabt brahtluh melbct, n,argen oornnttag unter bem V-rsannnlung, bereu sachlicher unb würbigcr Verlauf bcn -bot1'Ü des Kamuierprasibenten Haas zu einer Sitzung zu- Norböstlern zur Ehre gcrclcht. sa m in endeten. Ko nsu m v e r ei n Gi e ß en un b llmg e g e nb. Tic W a s s e r p r o z^e ß. Wie früher mrigeteilt wurde, gestrige Generalversammlung im Gewerkschastshause war trotz des -ist dem großen Konalisatioirswerk unserer Stadt auch der I berrlichen H^hsttages recht gut besucht, besonders hatten sich dic Stadtbach zum Opfer gefallen der feit lanoar ^it zahlreich emgefnnden. Ter Vorsitzende des Anffichlsrats, -en Gerbcreibesttzern an ber Bahnhofstraße usw. bas 8u Ici'ung1 ix'/sSrototolä2 Erftotete btr G-schüftssichrer^M "Ke ß^lf7 fthrem Gewerbe nötige Wasser lieferte. Einige der inter- - ... . . -- kffierten Gerbereibesitzer strengten einen Prozeß gegen die Stadt ah, um für den Verlust eine Entschädigung zu erhalten. Nachdem der Prozeß in den ersten Instanzen bereits zugunsten der Stadt entschieden worden war, wurde Zentimeter groß und 18.7 Kilogr. durchschnittlich schwer sind Diese Verhältnisse bleiben im wesentlichen durch alle Altersstufti dieselben, und nur in den beiden letzten Schuljahren, bei ben I 13- und 14jährigen Volksschülem tritt eine Verschiebung zu un| I gunstcn Berlins ein. Ta zeigen sich z. B. die Schulknaben i-11 Hinterpommern mit einer durchschnittlichen Größe von 148.(11 Zentimeter den Berliner Attersgenossen um 2 Zentimeter Überlegen | — Alle diese bisher angeführten Zahlen gelten aber nur füi" die Volksschulen. Es besteht nämlich ein wesentlicher Unterschiel zwischen Körperform und Gewicht eines Volksschülers und eines Zöglings _ der höheren Lehranstalten, und zwar zu ungunstet . der Volksschüler. In Berlin befinden sich die Kinder der wenige' N begüterten Klassen hierin in einem ganz erheblichen Nachteil 1 Während ein 12jähriger Gymnasiast im Durchschnitt 145.4 Zenti Bieter, groß ist und 37.1 Kilogr. wiegt, hat es der gleichaltrig ila Volksschüler nur auf 139.7 Zentimeter und 32.9 Kilogr. gebrasst' und Vertreter des Präsidenten der Kattowitzer Direkt? ' auf und 1903 wurde er in gleicher Amtseigenschaft h K'attowitz nach Elberfeld versetzt. Jetzt tritt er an d Stelle des Präsidenten Thoms in Frankfurt a. M e # Klein-Linden, 13. Oktvr. Heute hielt s Kaninchenznchtvercin feine 1. L o ka l - K a n i nche Ausstellung bei Gastwirt Hintcrlang ab. Sie war n'»st recht schönen Exemplaren beschickt und zahlreiche Ehrenvrei' S waren ausgestellt. U. a. hatten auch die Nachbcwvercine ?r Wieseck, Llllendorf, Wetzlar, Nieder-Girmes und Kinzenba s ' Preise gestiftet. Ter Besuch war sehr zahlreich. Preisschies-Z J und Tanzdclustiguug sorgten für die Unterhaltung ber B? sucher. Bei der Preisoerteilung ivurden folgende Züchter um r Preisen bedacht: In der 1. Klasse: 1. Ehrenpreis f Reuschling, 2. Fritz Pannecke, 3. Ludwig Luh III.; 1. ‘ H. Klinket, 2. Curt v. Aiünchow, 3. H. Schmieder; in ? 2- Klasse: 1. Ehrenpreis Fritz Pannecke, 2. G. Dönqcs! 1. Preis G. Dönges, 2. Bierlelhauscn und Panneke, 3. Viertel- ' Hausen; in der 3. Klasse: Ehrenpreis KaSpar dldolph, 1. tu" J Aug. Reuschling und H. Becker, 2. Vicrtelhauscn, 3. W. Volk 1 Die dlusstellung zeigte, daß der noch junge Verein bereite 1 recht günstige Erjolge in der Kaninchenzucht zu verzeichn^ f bar), scheut aber als „Großhändler" vor der Ehe mit ihr zurück, zuwirken, soll es lediglich der internationalen Verständi- Nun ists, im 3. Akte, der Sohn, der dem Vater den Kopf wäscht. - - ...... ’rl und ähnliche Distanzen lassen alle Altersklassen erkennen. Di IN Ursachen, für diese Erscheinungen werden in dem Vorwort zu bei*11}' Tabellen von Dr. Samosch (Breslau) damit erklärt, daß bir? sozialen Verhältnisse für das Wachstum ber Kinder von große) Bedeutung sind. |ey ---------------------- iu i Simmenlaler Stic is: (70) Kühe, 14 (16) Bullen. 61 19 (10) 110 (HO) OcyidjUiaai. Berlin, 13. DEl Der 23 jährige Bankbeamte Ernst We g - mer, dessen Nicsenunterschlagungen bei beut' Bankhanse Friedländer u. Pollak so großes Mssehen erregten, stand gestern vor dem Strafrichter. Die Anklage lautete auf Unterschlagung von 3 0 L 5 6 0 Mk. und schwere Urkundenfälschung. Wegner hat viel 'spekuliert und war nach seiner eigenen Angabe in einem Monat sogar mit fünf Millionen Mark an Spekulationsgeschäften beteiligt. Die Unterschlagungen führen zu einem Fallisement der Firma, die sich mit i hren Interessenten auf 60 Proz. einigte. Das Gericht erkannte auf drei Jahre Gefängnis unter Anrechnung von zwei Monaten Untersuchungshaft. Bremerhaven, 12. Qkt. Das hiesige See amt ver- handeltc heute über den Unfall des Schnelldampfers des Norddeutschen Lloyd „Kaiser Wilhelm II.", welcher sich am 20. Juli im Kaiser Hafen zu Bremerhaven ereignete, wobei das Schiss zum Teil voller Wässer lief. In dem Spruch des See- ArdeiscrdeuiLgNLsg. Wien, 13. Okt. Die passive Resistenz bei der Nordwestbahn sowie bei der Sud-Norddeutschen Verbindungsbahn ist heute aufgehoben worden. Mailand, 13. Okt. Auf Veranlassung der Arbeitskammer hielten die o r g a n i s i e r te n Arbeiter heute eine Versammlung ab, auf der bem Al:trag der Arbeitskammer gemäß beschlossen wurde, die Arbeit morgen früh w i e d e r a u f z u n e h m e n. Die in den öffentlichen Diensten beschäftigten Arbeiter werde:: d-e Arbeit schon heute wieder ausmehmen. Die Buchdrucker nahmen die Arbeit wieder auf. Die Blätter können wieder erscheinen. Ebenso haben die Gasarbeiter die Arbeit wieder ausgenommen. In Bologna wird die .Beendigung des Streiks heute abend verkündigt. Summa: 1231 (1065) 83 (59) 171 (180) Kühe, 33 (2*‘) 3allen. Es geht hieraus hervor, das; die Körungen den Zahlen nach gegen das Vorjahr bedeutend gestiegen sind. Besonders auffallend ist dies sür Simmentaler Rindvieh in den Kreisen Als'Ud und Lauterbach. Aber auch fiiv die Kreise Gießen und Friedberg ergeben sich recht erirenliche Foilschrute, während Büdingen beinahe einen Stillstand verzeichnet. Für die Vogelsberger Zucht konstatiert die Zusammenstellung gegen früher einen Stillstand, er^reulicher- weife keinen Rückgang mehr, wie dies eine Reihe von Jahren der Fall war. Es scheint also, als ob sich die Vogelsberger Zucht in den Gebieten halten wird, in denen sie jetzt noch vorherrscht. Annst und wrs?en?chufr. Lübeck, 12. Okt. Zu Ehren des hundertjährigen Bestehens des Lübecker Schullehrerseminars sand heute in der Aula des Johannerums ein Festakt statt, zu dem der Senat, die Bürgcrschaftsvertretung und Abordnungen zahlreicher hiesiger und auswärtiger höherer Lehranstalten erschienen waren. Senat und Bürgerschaft überreichten dem Seminar eine Stipendienflntung. Am Nachmittag wurde ein Festmahl und am Abend eine Fcstvorstcllung im Stadtthcater veranstaltet. Rom, 13. Okt. 'Im Horatiersaal auf dem Kapitol wurde heute durch den Unterrichtsminister Rava der Internationale medizinische Kongreß für Physiotherapie eröffnet. Als deutscher Ehrenpräsident hielt Professor Lassar-Berlin die Festrede, in der die Kollegialität der beiden Nationen und ihrer Aerzte hervorgehoben wurde. Auf Einladung der sranz. Negierung soll der nächste Kongreß in Paris stattfinden. GrigittQL-Dr«hLmeLHuugeNs Berlin, 14. Okt. Bei c.ncm 50 Kilometerrennen ans der Radrennbahn Treptow rannte in der 66. Runde infolge Rad-Defektes ein Motor in einen Menschenhaufen, toobci ca. 8 Personen zu Boden geschlendert wurden. Während die meisten mit dem Schrecken davonkamen, erlitt ein Schreiner Johnson eine schivere Kopfwunde und ein anderer leichte Verletzungen. Wien, 14. Okt. Wegen Entführungeiner Minderjährigen wurde gestern gegen den Grafen Wladimir Lesosowski Strafanzeige erstattet. Der Graf hatte die spanische Tänzerin Carmen Agluileras kennen gelernt und war mit dem Mädchen nach, einer kurzen Liaison aus Wien au gereift. Später kam das Mädchen aller Mittel entblößt und heruntergekommen zu ihren Eltern nach Barcelona. Der Vater hat gegen den Grafen das strafrechtliche Verfahren beantragt und die Staatsanwaltschaft hat dem Antrag Folge gegeben. London, 14. DEL Wie die Tribuna versichert, ist eine Zusammenkunft zwischen König Eduard und dem Zaren eine fest beschlossene Sache. Die Entrevue wirdi in Kopenhagen stattsindeu. London, 14. Ort. Der Ballon Mammuth, der am Samstag vom Krystall-Palast aufstieg, um einen neuen Rekord auszustellen, ist nach einem Telegramm aus Go ten- b o r g in Schweden dort gelandet. Der Ballon hat damit die Ausgabe erfüllt, da er dadurch sämtliche bisherigen Rekords geschlagen hat. Parts., 14. Okt. Wie das Echo de Paris erfährt, wird in ministeriellen Kreisen versichert, daß die spanische Regierung auf Grund von Mitteilungen der französischen Negierung über die jüngsten Ereiltgisse in Casablanca den Major Santo Olalla nach Spanien zurückberusen würde. Die spanische Regierung würde zwar erklären, daß sie mit den Diensten des Majors zufrieden sei, daß er aber bei verschiedenen Gelegenheiten eine unglückliche Jni-- tiotive ergriffen habe. Barcelona, 14. Okt. In folge Ue bersch wem- mung durch den Lobregosluß ist großer Schaden angerichtet worden. Zahlreiche .Häuser sind eingestürzt, v i e I e1 Personen umgekommen. Kandel. — Die S t e i nk o h l e n g e w i n n u n g des deutschen Reiches war 1906 mit 137,1 Mill. Tonnen um 15,8 Mill. Tonnen ober 23,01 Proz. größer als im Vorfahre. Von dieser Steigerung entfielen allein 72 Proz. auf den Oberbergamtsbezirk Dortmund dessen Forderung mit 76,8 Mill. Tonnen um 11,4 Mill. Tonnen oder 17,5 Proz. bei einer gleichzeitigen Steigerung der Belegschaftsziffer von 267 798 auf 278 719 Mann oder 4,08 Proz. gestiegen ist. Die Ztmahrne der Gewinnung im Oberbergamtsbezirk Breslau betrug 2,7 Mill. Tonnen, in Elfaß-Lothringen nur '/< Mill. Tonnen, in Sachsen 205 000 Tonnen. Der Wert der deutschen Steinkohlen- förderung stellte sich 1906 auf 1225 Mill. Mk. gegen 1050 Mk. im Vorjahr und stieg mithin um 174 Mill. Mk. oder 16,65 Proz. Der Durchschnittswert einer Tonne Steinkohle betrug 8,93 Mk. oder 2? Pfg. mehr als 1905. Mehr als die Halste der gesamten Steiu° kohleuwrderung Preußens lieferte das Ruhrbccken mit 61,02 Proz. (59,03 Proz. in 1905); auf die im Rheinich-Westmlifchen Kohlen- Syndikat verciniglen Zechen entfielen 59,73 (57,86) Proz. Der An- teil Obcrfchlesien^ ging gleichzeitig von 22,91 auf 23,12 Proz., der Oed Saargebrcts von 9,53 aui 8,80 Proz. zurück. Der Anteil der staatlichen Saargruben allein fanf von 9,41 auf 8,68 Proz. Auf Vtiederschles'.en uiib AchemDüren entfielen 4,21 (4,69) beziv. 1,75 (1,99) Pioz. ... amts wird aus geführt, daß her Unfall zurückzu fuhren tff auf em von ten Beteiligten nicht voraus zu sehendes Zu- sammen treff en mehrerer ungünstigen Momente, oatz vas Schiff an der Spundwand und der Böschung der Quaimauer feu» gehalten und bei wachsendem Wasser unvermutet ein plotzlittxs Uebcnteigcn desselben nach Backbord herbeigeftihick wurde. ~ Die Schifssleitung trifft fein Verschulden an bene Unfall. , Mangel der Hafeneinrichtungen, des Schisses oder der'Schiffseinrichtungen lng,en.41üb! vor. ______ Gießener Wetterdienst. DorauSsichtlichc Wittcrung sür Hessen am Dienstag den 15. Oktober: Vielfach trüb, leichte Regenfälle. Temperatur wie heute. Schwache fädliche Winde. Märkte fc. Frankfurt a. M., 14. Okt. (Telegr. Orig.-Bericht des „Gieß. Aiiz."). Amt!. Notiernngeii der heutigen Viebrnarktpreif e. 3um Verkaufe standen: 5C2 Ochsen, 104 ait§ Oesterreich, 54 Bulleri, 0 nns Oesterreich, 0 aus Täiielnark, 1084 Kühe^ Fersen, Stiere und Rinder, 0 ans Dänemark, 357 Kalber, 420 Schase und Hammel, 00 Schafe ans Oesterreich, 0 Ziegen, 2137 Schweiiie. Bezahlt witrde für lOOPfund Schlachtgewicht: Ochsen 1. Qualität 80—84 Mk., 2, Qiml 72—75 Mk., 3. Qual. 66—70All.; Bullen l.Qnal. 71 bis 73 P-'k., 2. Qiial. 67—69 Alk.; Kühe 1. Dital. 73—75 Mk., 2.Qual. Og—70 Mk., 3. Qual. 58-66 Alk, 4. Qnal. 50—54 Mk., 5. Qual. 00—OOMk. Kalbe:: 1. Qual.92—95 Pfg., Lebendgewicht54—57 Pf., 2. Qual. 80—86 Pfg., Lebendgewicht 46—51 Pfg., Schlachtgewicht 60 — 65 Pfg. Schafe: 1. Qual. 82—00, 2. Qual. 75—78 Psg^ 3. Qual. 70—72 Pfg.; Schweiiie 1. Qual. 65-00 Pfg., Lebdaew. 51,5—00.00 Pfg., 2.'Qu. 64-65 Pfg., Lebendgew. 50,00—00 Pfg., 3. D.ual. 56-158 Pfg. Lebendgew. 00 Pfg. Geschäft bei Hornvieh langsam, Ucberstand inittelinähig; bei Kleinvieh mittelmäßig, Ueberslanb mibcDcutenb. fc. Frankfurt a. M., 14. Okt. (Orig.-Telegr. des „Gießen. Anz.") Auitlicho Nolieruiigen der heutigen Fruchtmarktpreif e. Weizeii Alk. 23.25—23.50, Kurhessischer Mk. 23.25—23.50, La Plata Alk. 25.75—26.50, Kansas Alk. 25.00—26.00, Roggen (hiesiaer) Mk. 20.75—21.00, Gerste (Wetterauer) Alk. 19.75—20.50, Fanten- sclder Alk. 20.25—21.00, Hafer 18.50—19.00, Mais Alk. 16.00—16.25. We'zennichl Alk. 33.00-33.50, 00—00, 2. Qualität Atk. 31.50 bis Alk. 32.00, 3. Qualität Mk. 30.50—31.50, Roggenmehl 00 Alk. 29.50—20.00,1.Qualität Mk. 30.00—31.00, Weizenkleie Mk. 12.25 bis Alk. 12.50, Roggenkleie Alk. 13.50—14.00, Alaiskeime Mk. 11.75 bis Mk. 12.00, Franken, Pfälzer, Ried Alk.00.00—00.00. Alles per 100 Kg. ab bicr. LattSwrktschqft. — D i e H e r d b n ch k ö r u n g e n v o u Rindern, die in diefeni Jahre von bemLandwirlfchauskanuner-Ansschiib dnrchgesuhrt ivorden sind, fchliesteii sieb deii Arbeiten des Laiibiv. Vereins für bic Provinz Oberhesscn auf diesem Ge'--'.e vollständig an. Vergleicht man sie daher mit denen der früheren Jahre, so geben sie ein Bilo über die Entwickelung der oberhejsischcn tliindviehzucht. r. übend den Grund sä (um des modernen Staatsrechts, -o Staat,' -soweit er den Religionsgemeinsckmsten Berucksich- Vauna und Förderung gewährt, diese der jüdischen-Religions- [cmeirtfdjaft in gleichem Maße wie den christlichen zu Teil wer- Jl se^ A schaffenburg, 13. Okt. Der wegen Verdacht, dcr 'körder der Telepl-onistin Haas zu sein, festgenommene Fcr- .c st null wurde aus der Unter»uchungshast entlassen, tveil ch feine Unschuld heraus stellte. Es wurde zweifelsfrei fest- csllllt, daß er in der Nacht vor der Tat, also vom 19. auf 0 3imi 1903, in Bergtheim und in der Nacht nach der Tat, liö üvm 20. auf 21. Juni, in der Verpslcgsstation Schwein- irt übernachtet hat. Danach Tann er unmöglich am 20. Juni itf dem Büchelberg gewesen sein. I fc. K assel, 13. Okt. Hier wurde eine Hochstaplerin I U3 Frankfurt a. M. verhaftet, die sich als SckMester in einem ^otel ciiigcniietet hatte. Sie entnahm in hiesigen Geschäften f qiöfA’rcm Umfange Waren auf den Namen von Herrschaften, cren Adressen sie dem Adreßbuch entnommen hatte. Die Waren ! erkaufte sie wieder. (:) Seibelsdorf (Kreis Alsfeld), 12. Oft. In letzter 130d)e sollte der junge H. zum Militär einrücken. Zum Äb- clned wollte er noch einmal seinen Schatz besuchen, was er uorgcns, das es noch dunkelte, ausführte. Entweder wollte nun I ic Torfschöne nichts von Abschied wissen, oder war das Ver- assenwerden der Grund, daß der Bursche^ den Versuch machte, , ein Mädchen, das mit Viehfüttern beschäftigt war, den Hals int einer Sense zu durch schneiden. Das Acädchen schrie I aut um Hilfe, was der Bursche zu verhindern suchte, indem r ihm die Hand in den Mund steckte, die das 9Jtäbä)eii durch biß. "od) hatte man unterdes den Ruf vernonimen, und Leute waren I Bedrohten zu Hilfe geeilt. Da ließ der Unhold nach und irtfloh; das Mädchen aber trug am Halse eine tiefe© ch n i t t- Litnbe davon. Noch an demselben Tag wurde der Bursche )vn der Gendarmerie verhaftet und in das Untersuchungs- .esöngnis nach Alsfeld abgesührL w. Falkenstein, Taunus, 13. DEL Heute mittag 12 Uhr and hier die Grundsteinlegung zum Bau des Offi- : ? r s - G e n e s u n g s h e i m s statt, zu der nur eüt kleiner^Krets ).*»Wner erschienen war. Generalarzt der Armee Tr. Schjer- jkj, Vorstand der Medizinalabteilung des Kriegsministeriums, icrlas die vom Kaiser vollzogene Grund st ein-Urkunde, ir der gesagt ist, daß die Anstalt deutschen Dfftzieren zur Erholung dienen und den Namen „Dffiziers-HeimLaunns" i ühren soll. 15n6vcrfitäts»nad)rid?ten« 0 Marburg, 13. DEL Ter neue Rektor der Universität Geh. Med.-Rat Professor Tr. Tuszek nmrde heute in fein in t ein geführt. Tie Aula der Universität war bis auf )cn letzten Platz gefüllt; die Vertreter der Studenten hatten an )en Seitewvünden Aufstellung genommen. Nachdent ein unter Leitung des Universitäts-Musikdireltors Prof. Senner stehender gemischter Chor gesungen, gab der seitherige Rektor, der Acchäo- ege Prof. Tr. Ludwig v. Sybel, seinen Jahresbericht, indem -r auch die Fürsorge des Staates für die alma mater Philipvine )inwies und auch die Errichtung einer akademischen Lesehalle infünbigte. Nachdem nunmehr Geh. Med.-Rat Prof. Tr. Tus- ,ek die Insignien seiner Würde in Empfang geiwmmeu, sprack) dieser über das Thema: „Gehirn und Gesittung". Tie von Pros. Beneke verfaßte ReUvratsschrift ist betitelt: ,,Tie Entstehung der kongenitalen Atrosie der großen Gallengänge, nebst Bemerkungen über den Begriff der Abschnürung." — Die W. Ztg. meldet die Ernennung des außerordentlichen Professors an der Teckmifchen Hochschule in Karlsruhe, Dr. Rolcmq Scholl, ziliu ordentlichen Professor der Chemie an der Universität Graz. ___________ , Nachstehend bringen wir daher eine Zusammenstellung über die Körungsergebiiisse in den letzwn beiden Jahren. Tie in Klammern beigeseizteii Zahlen gelten für das Jahr 1906. Vogelsberger: ,,v Kühe Bullen Alsfeld 422 (396) 19 (21) Büdingen 100 ( 91) 15 (12) Friedberg 235 (202) 10 (13) Gießen 173 (143) 16 ( 3) Lauterbach 258 (209) 21 ( 9) Scholten 23 ( 24) o ( 1) Danksagung 07766 Gießen, den 14. Oktober 1907. Die trauernden Hinterbliebenen. Atecu m. WMWD! Täglich siißeu A?ftll!is!r frisch von der Kelter. [6452 M Schäfer, Kaiserallee 4. B“Ao Sonntag abend 6 Uhr verschied plötzlich nach langem, schweren Leiden meine liebe Frau, unsere gute Mutter Für die Beweise herzlichster Teilnabnie bei dem Hinscheiden unseres geliebten Verstorbenen, sowie für bic trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Schwabe sagen wir unseren innigsten Dank. trauernden Hinterbliebenen: Familien Seifert, Otterbein und Meckel. KlaVier- Stimnieii Reparieren Polieren Id tadelloser Ausführung durch ID7/, Wilh. Rudolph Großh. Hess. Hoflieferant Pi anoh findig, ru Reparatur- ^/orkstütte, Seltersweg 9L geb. im Alter von 51 Jahren. Die Beerdigung findet Dienstag, den 15. Oktober, nachm. 4 Uhr von der Kapelle des neuen Friedhofs aus statt. 6503 Auf Teilzahlung kauft man reell, gut und billig bei J. JTTMANN, Giessen, Blockstrasse 14-16.^ | 51 “ für reisende ilOSpiZ Damen evang. 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Oberleutnant Wilhelm Filchner-Berlin: Heber seine Erpedrlwn nach Nordost Tibet. uevcv ’cwc ÖronSiM“"*" Unb 1903 £ihet' no5m ciltc -r°k° ®cb. Hofrat Prof. Dr. G. Steinmamr-Boun: Reife in den Kordilleren von Bolrvia und Arscutinien. " Stemmanch Professor der Geologie an der Universität Bonn, mir 190b in Freiburg, war 1883 filtitglied der deutsrben Expedition nach Südgeorgien, ausgezeichnewr Kerumr der M05Bbort6,C Uni> ®e0103ic bcS südlichen SüüamerL zulZ 2. Prof. Dr. Meinardus Münster: Hebet die aSittmin™ UM ii,tcu &inilnil °uf Wleinacöus, Professor der Geographie an der Universität Münster bearbeitete die meteorologischen Ergebnisse der Sü^- polarexpedrtion E. v. Drygalski's. 9 m üeL GbiM®.ätiC0CnCr!tiCr!in: Ucberfemc Reifen im Innere« Wegener ist bekannt durch seine Reisen in Westindier W,e" äB£ 8eit bcä Aufstandes und 4- deiteigung des Cbimboraso und E^Ecuador^ Unb 1897 bcn Kilimandjaro, berelste ttbfm Heidelberg: Die Bodeugeftalt Ostairikas Univ-ItiitvSch «m«" Wrtett‘tUCU atula bcc ieamw brÜe Vortrag wird am 31. Oktober stattnuden V 10 Hausverwalter des Kollegiengebäudes Kindern 3EtottCt Neuuwldungen cm Die Arbeiten und Lieferungen aut Erbauung eines Diensi- wohngebaudes und eines Nebengebäudes für 2 Unterbeanue auf ^^önhof Abendstern wllen verdungen werden. Zeichnungen, Be- dmgungen und Angebotsmuster liegen hier zur Einsicht aus und können nut Ausnahme der Zeichnungen vom hiesigen Bureau für 2 Mr. (nur Postanwersung) bezogen werden. Oeffnung der mit entsprechender Aufschrift versehenen und verschlossenen Angebote eÄ <5n nachmittags 4 Uhr. Bollendungsfriften für die Fertigstellung nn Rohbau 1. April 1908, für die schlüsselfertige Bol lcndung1 Süll E äutolMSfrtit 4 Woche«. Wetzlar, den 11. Oktober 1907. /10 Königliche Eisenbahn-Betriebs-Jnspektion. Glessena.Lahn BEolOSSetllU ’T#* Telefon 644 (frtiher Caf6 ILeib) m . Direktor und Inhaber Albert Rappmann.' 1 e °n SpeseaU^äten-Theatoe- ersten Rennes Täglich grosic Vorstellung. -t? •< m 9iuv 2 Tage, 16. mt^l7. Oktober, Gastspicl her wcltbcrühnSen^Tä'nzm«'"^' 1n 17rr Montan den 14. Oktober^ grosie Vorstellung. Xante JOelcliseni- ofnftrefn 10 Uhr. lowie die übrigen eritrlatNgen Spezialitäten. UFe Uuftreten geger nr.^Mtttwoch den 16. Oktober vollständig neues Künstlerpersonal Abenden STfÄÄ' B"«nd.^ ®”“W 6abeR nar ®äI,,at^1' wenn ne w den beide, ES ladet eSM bQl Sin6°U & Winterfeld ^ Weiler ------------- Albert Rappm^ I monatlicher 6 „ 12 „ Versteigerzrna. NlLb'S-2 ß6’r' "Eg-r- ich 7 'Kronleuchter», W, Aapezter-Artrkel als: ca. d Pfd. Otoühaar, 5 Vfd srunüp ivrtTaL-gFlieg- u. 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