1 I * Nr. 291 Orlch-tv, tegü* auß« bonnlags. Dem Gietzene, ?lnzeiger werden im wechsel mit dem hessischen Landwirt die Gictzener SamfHen» blätt« viermal tn bei Woche beiqelegi und xroeimnl wAchenlkichda- X*elsblatt für Sen Kreis Sieben. Zernivrech-An- Ichlutzs. d. Redatt'.on 113 Verlag u. ExpedlNon 51 Blbiefie Wit Tepeich«,, AuzetHer Atetzev. LRnayme wr Anzeige« für' die TaqeSnummer bis vormittags 10 Uhr. Erstes Blatt 157. Jahrgang Mittwoch 11. DezembsrlV07 w M s 1'-. H tietatlsnsbrnd und Verlag der vrühl'schen Univ.-Vvch- mrd Steinörnderet E. Lange. Ueöaftton, Expedition und Druderet i Schuiftratze t. Ve-agS-eets, monatlich 75 s$„ vierteljährlich Mk. 2.20: durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Ps.; durch diePost Ü)tf.2.—• viertel- jährt ausjchl. Beslellg. ZerlenureiS: lokal 16 Üf^ auswärts 20 Viennig, Verantwortlich iür den politischen Teil: E. Anderson; s. Feuilleton und .LennischtesE V Ginko, füt »Gradl il Land- und,V-nchls- saal--. (£. Heb, iür den Anzeigenteil H. Beck. Ire HcrMge Wummer umfaßt 14 Seiten. Zum^Sleverveginn per Yess. Kammcrve atungcu Dlc zweite Stänbekammer tritt auch diesmal wieder erst so spät zu ihre« Winterberatungen zusammen, daß sie kaum noch ein halbes Dutzend Sitzungen vor dem Weihnachtsfest abzuhallen in der Lage ist. Die kurze Frist mag ja jur die Erledigung der momentan vorliegenden Beratungsgegenstände ausreichend sein, es wäre aber zu wünschen gewesen, daß die Kammer die Zeit der Herbstmonate oder wenigstens den Schlußmonat des Jahres dazu benutzt hätte, das große Werk der Berwaltungs- g es etz r e v is io n fest in Angriff zu nehmen, das schon dem 32. Landtag zur Ausgabe gestellt worden ist; die Bor- berarungeu des Sonderausschusses haben sich leider so in die Lange gezogen, daß selbst die beiden von ihm fertig gestellten Gesetzentwürfe über die Landgemeinde - und die Städteordnung nun wohl kaum noch aus eine Verabschiedung iw Laufe des Winters werden rechnen können. Einführung der Fahrkartensteuer und die Tarifresorm des preußischen Eisenbahnministers dieses Jahr einen bedeutenden Rückgang der EisenbahnüLerschüsse zur Folge haben und auch die preußischen Beamtengehaltsausbesse- rungen, die natürlich auch aus die Eisenbahnbeamten ausgedehnt werden, große Summen in Anspruch nehmen. Aber wir dürfen uns diesen Schwankungen in den Eisenbahnerträgnissen zunächst doch mit einiger Ruhe gegenüber* stellen, da wir ja Dank der früheren Borsorge des Finanzministers eben mit Hilfe der Ueberschüsse für alle Fälle einen Ausgleichsfonds von 6 Millionen angelegt haben, der selbst über einige an Eisenbahnerträgnisjen magere Jahre glücklich Hinweghelsen dürfte. Bedenklicher für Hessen, wie für alle übrigen Bundesstaaten würde sich die finanzpolitische Situation allerdings gestalten, wenn es dem Reichskanzler und der Blockmehrheit ün Reichstag nicht gelingen sollte, durch eine eingreifende Operation das gewaltige Reichsdefizit aus der Welt zu schaffen, die riesig angeschwolleueu Matrikularbeiträge können aus die Dauer von keinem Staat getragen werden! Im allgemeinen erfolgt die Wiederaufnahme der Dcwuuerverhandluugen unter verhältnismäßig günstigen Ausblicken. Wir wissen seit der Etatsberätung dieses Frühjahrs, daß sich die Finanzen Hessens wieder in gesunden Bahnen bewegen und mit Hilfe ter „kleinen Finanzcesorm" sogar eine recht erhebliche dauernde Mehrbelastung des Etats durch die wesentliche siuanzlelle Besserstellung der Beamtenschaft und des Lehrerstandes ermöglichten. Der neue Staatshaushaltsetat für 1908, der wie im vorigen Jahre, wenige Tage- vor Weihnachten ober gleich darnach erscheinen wird, stellt sich ganz als ein Kind des diesjährigen bar. Er wird bestem Vernehmen nach keinerlei besondere lleberraschuugen bringen ober neue Probleme in sich bergen, sondern lediglich eine Konsequenz der Kam- merbeschlüsse und Bewilligungen vow Frühjahr 1907 bilden. Am erfreulichsten daran ist die Tatsache, baß es dem iFinanzminister gelungen ist, das gelegentlich der Beratung über die Verbesserung der Lehrergehälter gegebene Versprechen, im nächstjährigen Etat auch auf eine angemessene Gehaltsaufbesserung b er hessischen Lehrerinnen bedacht zu fein, glücklich zur Erfüllung zu bringen. Wie wir schon Ende der vorigen Woche mitteilen konnten, wird ein diesbezüglicher Gesetzentwurf voraussichtlich noch vor dem Weihnachtsfest den Ständekammern vorgelegt werden. Die beträchtlichen, hierfür erforderlichen Mittel neben den nach Hunderttausenden zählenden dauernden Mehrausgaben für die Besserstellung der Beamten und Lehrer aufzubringen und mit dem neuen Staatsvoranschlag in Einklang zu setzen, ist dem Finanzminister gewiß um so schwieriger geworden, als erfahrungsgemäß auch bei nnis in Hessen die Nettoerträge im Stadtsäckel sehr wesentlich hinter den Bruttosummen zurückbleiben. Wir können indessen den verschiedentlich aufgetauchten Gerüchten und Befürchtungen entgegentreten, als würben die hessischen Finanzen 1908 durch die Diinderüberschüsse der preußisch-hessischen Eisenbahngeureinschaft direkt in Mitleidenschaft gezogen. Richtig ist, baß die unglückselige Zu den günstigen Ausblicken auf die kommenden Kammerberatungen berechtigt wohl noch mehr, als die sinauzielle Lage, die allgemeinepolitische Situation. Auch in Hessen haben die Konsequenzen der Reichstagsauflösung vom 13. Dez. 1906 und die Blockpolitik im Reichstag einen heilsamen Einfluß aus die politischen Verhältnisse ausgeübt. Die damalige allgemeine Niederwerfung der Sozialdemokratie hat auch bei uns die Bevölkerung wie von einem schweren Albbruck befreit. Es ist wieder Vertrauen und Zuversicht zur weiteren Entwickelung der politischen Dinge eingekehrt. Die Bürgerschaft hat sich auf sich selbst besonnen, sich ausgerafft und damit in vielen größeren Gemeinden und in den Städten Offenbach, Darmstadt und Gießen Erfolge errungen. Man wird nun zwar nicht erwarten dürfen, daß dies bei der Partei Ulrich-David und Genossen verständigeres Auftreten ihrer Führer in der Kammer zur Folge haben wird. Aber das eigene Gefühl des schwankenden Bodens unter den Füßen und die klare Erkenntnis des Sinkens ihrer Herrlichkeit wird voraussichtlich bei den bürgerlichen Parteien im Lande mehr und mehr bewirken, daß die bisherige Ueberschätzung der Herren von der Internationale in der Volksvertretung und die allzu zarte Rücksichtnahme aufhört, die man ihnen seit langer Zeit von. verschiedenen Seiten erwiesen hat. Dazu wird vielleicht schon in der kurzen Vortagung bis zum Weihnachtsfest Gelegenheit gegeben fein, sei's bei der Debatte über die Interpellationen Dr. Schmitt und Ulrich bezüglich der Vereins- und Versammlungsfreiheit, sei's bei der erneuten Beratung über das Jagdgesetz ober die Wertzuwachssteuervorlage. Und wenn es dann, wie jeder ehrlich liberal gesinnte Mann von Herzen wünschen muß, den fortgesetzten Bemühungen der Regierung vielleicht schon am nächsten Samstag in der gemeinsamen Beratung der beiden Gesetzgebungsausschüsse gelingen sollte, die ersten festen Pfeiler für die Grundlage einer Verständigung über die Einführung des direkten Landtagswahlrechts zu er- Grstzenev SLadttheater. Die lustigen Weiber von Windsor. Von Shakespeare. Am Sonntag war wohl die letzte Wiederkehr des armen deutschen Raub- und Raufritters, 'anr Dienstag die fröhliche Auferstehung des feisten englischen Sauf- und Schnaufritters. Direktor Steingötter hatte den glücklich-tollen Einfall, Shakespeares „Lustige Weiber" aufzuführen. Sie mögen in den letzten zwei Jahrzehnten kaum viel mehr als ein Dutzend Mal auf deutschen Bühnen gefpielr worden sein. Zuletzt wars wohl die englische Beerbohm Tree-Truppe, die im Frühlenz dieses Jahres bei Moll in Berlin damit enttäuschte. („Schauspieler von Anno To)Krck" nennt Hermann Kienzl die englischen Bühnenhelden in seinem soeben erschienenen wertvollen Theaterbuche „Die Bühne ein Echo der Zeit.") Der Inhalt der Komödie ist durch Nicolais reizende Oper und Verdis meisterlichen Falstaftkarneval in seiner ganzen frischen Lustigkeit Wohl auch dem ärgsten Kunstbarbaren bekannt. Aus dem neuesten, vortrefflichen Shakespeare-Buche von Dr. Max I. Wolff (bei Beck in München kam neulich der erste Band heraus) erführt man, daß der Dichter das Drama in 14 Tagen geschrieben hat. So berichtete wenigstens John Dennis im Jahre 1702. Die englische Königin Elisabeth wollte nach dem geistreichen Falstaff in „Heinrich IV." einen verliebten Falstaff sehen, und Shake- jpeare kommandierte die Poesie. So ist denn der Falstaff des zweiten Aufgusses nicht von dem genialen Humor wie der der berühmten Königs- historie, und „Die luftigen Weiber" sind nicht eines jener Stücke, um derentwillen Shakespeare unsterblich ist, sondern eins von denen, die fortleben, weil Shakespeare unsterblich ist. Wir sehen den einstigen Zechkumpan des Prinzen Heinz in seinem Verfall. Er ift in seiner Liederlichkeit verkommen und zur lächerlichen Figur geworden. Arglos läuft der graue eitle Sünder, ein geprellter Preller, in jede Falle. Die lustigen Weiber sind die Hauptpersonen, und die „übelen Humore", die sie mit dem lächerlich gewordenen Ritter spielen, die Hauptsache. Aber eigentlich noch kurzweiliger ist manches Intermezzo, in dem der Dichter, der feine Löwen klaue auch in diesem flüchtig hin- geworjenen Spaß nicht verbergen konnte, statt Handlungsund RequifitenscherLes einen höheren Lebensulk durch die Gegenüberstellung grotesker Temperamente und durch Gespräche gibt, die gleich skurrilen Arabesken und Ornamenten oie Umrisse der Figuren feltsam lächerlich umspielen. Und ihre literarhistorische Bedeutung hat die Komödie dadurch, daß sich hier zum ersten Male der Bürgergeist regt, der den verlumpten Adel verspottet, gerade wie im Don Quixote. Und etwas von der gemütlichen traulichen Stimmung der mittelalterlichen Kleinstadt, von der Liebe zum eigenen Heim und den ftöhlichen Belustigungen der ehrsamen Bürger Altenglands irst über das Werk gebreitet. Vorgänge ähnlicher Art aus nuferen Tagen und in deut schein Lande schildert^uns Reuter immer und immer wieder, und wenn es ein Stück gibt, das in platt deutscher Fassung sehr echt wirken würde, so ist es Shakespeares dramatisiertes Lauschen von den luftigen Weibern. So waren denn mit Recht die Kaltklugen, die in dem Lustspiel nur die Schwachen sehen, gestern in der Minderheit. Gewiß, es ist nicht mehr der Falstaff, m i t dem man lacht, sondern man lacht Über ihn: genau so wie über den Bräsig jn der Berliner Reise, doch mit dem drüsig in der StroMtid. Trotzdem ist her Lachersolg des heiteren Werkes anzuerkennen. Man ließ Shakespeare recht sein, was den heutigen Schwankdichtern billig ist. Besonders aber werden sich unsere Frauen gefreut haben; nimmt doch auch hier wie in allen seinen Eifersuchtsdramen Shakespeare die Partei der sogen, bessere« Meusck>heitshälfte. Und zum Schlüsse wird vielleicht diesem oder jenem ausgefallen sein, daß Shakespeare doch immer wieder, hier wie im „Winter- märchen" rc., groteske Possenspiele mit zauberhafter Märchenromantik versetzt. Wird hier doch der dumme Ritter durch den tollen Waldnachtspuk einer bäuerlichen Farce genarrt. Zuerst vermißte man fa freilich Nicolais prickelnde, einschmeichelnd neckische Musik, die doch so stimmungsvoll ist; in jeder Szene klang sie aufs neue uns im Ohr; dann aber wurde man von dem quellenden, wenn auch mitunter nicht ganz unfreien Humor gesesselt und gepackt. Die Schlußszene aber schrie doch förmlich nach musikalischer Begleitung. Hier hat sich dcr Dichter von der platten Prosa in den Dust der Waldespoesie retten wollen. Das Waldspiel war ja sonst recht hübsch inszenierc, aber diese Mondscheinnacht mit Nixchen und Hexa)en und luftigem Feenr eigen, verhüllt sie nicht nur michsam die Musik, ward nicht förmlich Attlsik ans ihrer Luft geboren, gleicht sie nicht !1 ■ ■■■■■■■ richten, dann werden wir auch in unserm engeren Heimatland mehr und mehr die Früchte einer gesunden bürgerlichen Blockpolitik zu ernten in der Lage jein. * Der 2. Kammer ist eine Regierungsvorlage zugegangen, die mehrere wichtige Ergänzungen des Gesetzes über die Wohnungsfürsorge für Minderbemittelte enthält. In der Begrürw"ng zu dem Entwurf, der mit seiner Ver> offentlichung im Regierungsblatt in Kraft treten soll, ist allgemein bemerkt, daß durch die Vorlage einem Ersuchen der beiden Kämmern entsprochen werde. Die Regierung stehe zwar nach wie vor auf dem Standpunkt, daß die Hauptträger dec Wohnungs- fürforge die Gemeinden feien und es auch bleiben müßten. Im übrigen' wäre zuzugeben, daß eine unmittelbare Darlehens Hingabe an gemeinnützige Bauvereine besonders da von Vorteil fein könne, wo es ländliche Gemeinde-' verwalciingen grundsätzlich ableljuten, Darlehen an gemeinnützige Bauvereine zu üerniitäün. In solchen Fällen würde eine größere Unabhängigkeit der Dauvereine Vvu den Genuinden die gemeinnützigen Bestrebungen fördern unb die selbständige Tätigkeit der Bauvereine weroe mit der Zeit auch die Gemeindeverwaltungen anreg en, sich der Wohnungsfürforge zuzuwenden. Der Entwurf sehe daher unnritlelbare, oorr der Landeskrebitkasse zu gewahrende Darlel-en vor. Außerdem sei die Einleitung des Zwangsverfahrens nach dem Entwurf dadurch erleichtert worden, daß man neben dcm Bau Verein auch dem Landeswoynuugsinspettor das Antragsrecht des Artikel 5 des Gesetzes gegeben und dem Kreisrat die Befugnis erreilt habe, im Wege des Ansimiens an eine Gemeinde diese im Falle bcs Wioerspruchs unter entsprechender Amvenbun, der Borschristen der Kreis- und Prvvlnzialordnung zur Dav- leheusauamhmL für verpflichtet erklären zu ^lassen. Schlief», lich seien die Dvraussetzungen des Zwangsverfahrens geändert Tie geltende Vorschrift spreche von „einem in anderer Weise nicht zu befeitigcnucii Dlluigel von Wohnungen für Minderbemittelte". In Zukunft solle bas Zwcmgsversahren schon bann eingeleitet werden können, wenn in einer Gemeinde ein empsind- lichcr Mangel an guten Mietwohnungen für Minderbemittelte bestehe. Mit diesen Aenderungen der bestehenden Vorschriften werde der Grundgedanke des Gesetzes, der „kommunalen 2ÄH- mmg^tÜTfOrge" verlangt, allerdings abgeschwächt, aber nicht verlassen, sondern von neuem, wenn auch in anderer Form, wieder zum Ausdruck gebracht. Was die Höhe der aus der LandeS- kredilkasse zu gewährenden Darlel^n anlangt, so bemerkt hierzu die Begründung, baß eine ansreichenbe Förderung der gemeinnützigen Bautätigkett bnrch Darlehen aus ber Landeskredittasse, die nur die Höhe von drei Fünftel des Schätzungswertes er-, reichen, nicht zu erwarten sei. Diese füllten deshalb bis zur Höhe von zwei Drittel und bei Bürgschaft ber Gerneinbe bis zur Höhe von neun Zehntel bes in Artikel 2 erwähnten Bettage^ zugelassen werden. Allerdings beständen hiergegen prinzipielle Bedenken. Doch habe man in Anbetracht desngroßen öffentlichen Interesses an einer Förderung ber Mohnungsfürsvrge bas Prin^ zip umso eher verlassen zu können geglaubt, als die Landeskredit-t lasse zu Ö lesen Darlehen nicht verpflichtet, sonbern nur ei>, mächtig! sei, und daher nicht zu befürchten wäre, daß bic Staats- finantzen allzu sehr in Anspruch genommen würden. Bei Ueber- nahrne der einfachen Bürgschaft durch bic Gerneinben werde man unbedercklich bis zu neun Zehntel des oben genannten Betrages gehen können, da auf diese Weise eine ähnliche Sicherheit gewährt sei, wie bei Darlehen nach Artikel 5 des Wohnungsfürforge^ geffieS.', StimmungsLUd aus dem Aeichstage. Berlin, 10. Dezember. Der Thronfolger im Reich Stage! Mit dem! Oberpräjidialrat aus dem preußischen Ministerium des Innern, der chn in die Berwaltungsgeschäfte einführtt ^ohne Musik einem Diadem, daS feiner schönsten Perle bo raubt ist/ Und mehr noch als in allen übrigen muß in? dieser Szene von der Bühne her tolle Lustigkeit wie ein Wirbelwind das Publikum packen und nicht loslajsen. Em rasendes Tempo verlangt die Shakespearesche Farce, unbändiges Gelächter, genialen llebcrmut, um die sorglose Leichtigkeit, das sprühende Witzgefunkel, das durch die lost; Handlung tollt, recht zur Wirkung zu bringen. Die melodische Monotonie der Stimme der Frau Flitt läutete ja auch wie ein feines, wohlklingendes Glöckchen hinein, und markiger unb voller folgte die Begleitung der Frau Pige; dazwischen meckerte die spitze, keifende Stimme! der Frau Hurtig, klang der warme Bariwu des Herrn Flut- unb den sonoren Grundbaß, den letzten tiefen Brummton der Glocke, boten Falstaff und die zwei ausgepichten Weiu- kehlen Bardolphs und Nyms, feiner Kumpane. Aber man merkte doch noch gar sehr die erste Ausführung, das noch nicht ganz Fertige, das Verfehlen der rechten Stellungen, Unsicherheiten im Text (namentlich bei zwei Herren) und das vergebliche Bemühen um daS atemlose Tempo der Tollheit; es mangelte noch an Abtönung, Nüancierung und Rundung der einzettieu Szenen und des ganzen Stückes. Von der Lebhaftigkeit der Schauspieler müssen die Zuschauer blindlings mit fortgenssen werben. Tiefes Pre- stissi'mo in Spiel unb Sprache ward in ein paar Szenen wenigstens versucht. Wenn der Raufbold Eajus feine tauber* welschen Rodomontaden hervorpolterte, höchst aufgeregt unbi ausgebracht hastig und heftig über die Buhne fegte (Herr Gsell tn dieser kleinen Rolle dürfte vorbildlich wirten)^ wenn das Klatschmaul der Frau Hurtig eben,) unermüdlich mit hellen Tönen klapperte und eine eilfertige Betulichkeit ihrer spitzen Zunge nötigen Nachdruck verlieh, baiui hatte man den rechten Stil getroffen. Für die vielköpfige Gesellschaft die geeigneten echt komischen Kräfte zu finden, ist nicht leicht. Schon ber Falstaff selber ift eine Aufgabe heikler Art. Zur unsere Buhne ergab sich dagegen die Falstasfwahl ganz von selbst. Hatte doch im Voriahre Batof bereits in seinem prächtigen Bräsig eine Vorstudie dazu geliefert. Sv war denn voraus- zusehcn, daß sein Falstafsbild meisterlich angelegt sein würde. Der größte Vorzug seiner Leistung war im übrigen das rechte Maß, das er sich auferlcgte. Ohne alle Lieb erlab en* hell mit Nuancen zeigte er feine echte Künstlerschaft m ber Geschlossenheit. Zu sieghaftester Wirkung gelangte seine Brotpreife m Gieße» 82.55 7« Schwurgericht. 143.00 190.00 Berliner Mörse, 11. Dezember. Anfangskurse. ’ Eigene Repara-tarwerksttitte. ktnb Lumpen fast oarüber vergaß. en ver- 147.60 225.20 93.00 82.50 91.70 92.40 96.70 97.70 92 75 103.10 61.60 61.40 93 00 88.10 93.10 140.00 47,60 83.50 61.65 93.60 Dortmunder-Union C. Dresdner Bank . . Tendenz: schwach. Harpeuer Bergwerk Laorah litte Lombarden E. B. Nordd. Lloyd . L'ürkenlose . . Buderus E. W. . . Tendenz: befestigt. Deutsche Bank Deutsch-Asiat. Bank* Diskonto-Koui mandit. Dresdner Bank Kreditaktien . Baltimore- und Ohio- Eisenlahn . , Gotthard bahn . Lombard. Eisenbahn do. Konsols do. Dessen . - 153.40 . 124.50 . 225.50 • 132.50 ■ 169.10 . 137.10 . 198.60 . 82.20 . 28*10 202.50 189.00 114.20 193.00 212.00 104.10 94.75 193 00 212.10 28.10 103.60 Weißbrot 2 Ng. 62’^f' ccbinnrAbrot 2 Kg f>8^n Die D.arttpretse für rröieh und Frucht^ uud die Gießener Fleisch- und Brorpreise am 9. Dezcniber 1907. Rudyard Kipling, bei muoonnia uns Deutsche unartig genug betragen. Fleischpreise in Gieße» und zwar starker als iit der gleichen Zeit des Vorjahres, doch I 1 in k“* gegemowrtige Status trohdem Der^steuer-1 '» Kordd. Lloyd . , Obeischles. Eisen-Industrie Berliner Handelsges. Darmstädter Bank . I G-iessen, I M»rktpl»tz 11. Telephon 407. Anerkannt reelles und leistungsfähiges Geschäft für Juwelen, Öhren, Gold- und Siberwaren. 3^°/o Oberüessen . . . *--* tu«. |tLun।Lvic yiuixnrtieroe von 41.4ÖI Uesterr Goldrente» . Der Wechsel bestand hat in der Berichtswochc I Uesterr. Silberrente ’ """ An uo Ungar. Goldrente . . < tT- - baH bic Wirkung der Getränke gespurt hat. Er OQl nach l^ner Ansicht wohl 3 bis 4 Glas Bier getrunken und U • J^nn lu Wern übergegangen. Am Abend sei die Polin ..ilchaltnc Konkutchka zu Haas gekommen, nm in dessen Spezerei- Handlung Einkäufe zu machen. Das Mädchen hatte noch eine ^andsmannin bei sich. Sarnes erklärt, er habe beide Mädchen nrcyt gerannt, aber gewußt, das; sie aus Hof-Güll die Saison hindurch arbeiten Als die Polinnen das Haassche Haus ver- liegeil, will der vlrigeklagie die Wirtschaft verlassen haben, weil übergeben müssen. Die Polinnen schlugen, uni nach Wohnung zu kommen, einen kürzeren Weg über einen um- gepflugten Acker ein. Der Angeklagte erklärt, er wisse nicht, wie die Sache eigentlich gekommen sei. Anscheinend sei er den Botinnen über den Acker nachgegangen, dort sei die Konkuschka zweimal von selbst hingesallen, und als sie das zweitemal am Boden lag, glaubt er, als ob er sich an sie gemacht hätte, ur wisse das nicht mehr, denn er sei besinnungslos betrunken gewesen. Er wisse nur, daß er plötzlich eine fürchterliche Tracht prügel von jungen Landsleuten der Polin bekommen habe, er sei aufgesprungen und habe sich eiligst fortgemacht, doch er er an jenem Abend noch in der Spinnstube eingekehrt. Der Angenagte gibt zu, daß die Polin ihm an jenem Abend in öen Frnger gebissen hat, wie dies zugegangen ist, will er nicht wissen. Uesterr. Staats Dahn . . . Jeu uu Prinee-Henri-Eisenbahn . 117,— !jjemäßigt£ Drasttk in den Sgeuen mit „Herrn B-ach". Aber Mtch sonst traten alle körperlichen Merkmale eines so ab- normen ------ .. Verlobt: Irl. Sophie Strauß m Offenbach a. M Herrn Hermann Apeler in Frankfurt a. M. ^Dren^tagssitzung der Kronprinz des deutschen Reiches und mnd seinem Adjutanten erschien kurz nach Beginn der wou Preußen in der Hofloge des Reichstags, dauernd ein Mel der neugierigen Ferngläser, die sich von der dichtbesetzten Publikumstribüne auf ihn richteten. Im Saale eine ziemlich beträchtliche Schar fleißiger Volksmandatare: offenbar erwartete man eine nicht uninteressante Sitzung. Und die Erwartung wurde nicht getäuscht. Im Ansang ziemlich eintönig her: Während Graf Stolberg, der in die Hofloge geeilt war, dem Thronfolger die Gruppierung der Parteien im Hause erklärte, hielt der liberale Lothringer Gregoire eine kurze Rede, in der er die Loyalität und das Deutfchbewußtsein seiner Landsleute betonte und gegen das Sprachverbot ins Zeug ging. Ihm folgte der wirkungsvollste Redner des Tages und wahrscheinlich der ersten Lesung, Herr Müller-Meiningen. Die Abfertigung, die er der Zentrumsfraktion und der Zentrumspresse zuteil werden ließ, die Art, wie er die Blocksvrengungsverfuche des Zentrums und dessen kulturkämpferische Tendenzen geißelte, fand mehr als ein- mal den stürmischen Beifall des Hauses und den nicht minder stürmischen Widerspruch des Zentrums. Trat der liberale Sprecher für die Blockpolitik gegen den Antiülock 7, Kg. 82—88 Psg. 7, , 70—80 , 7, „ 70-84 . üieö war ein etwas gehobenes Geschäit'bei nicht erhöhten Dr-u - 9egen den letzten Markt bemerkbar. Dagegen sah es mir w'°d°r flauer aus fo ba6 die Verkäufer °Ltl'ch in " en fc* foiberunnen iututfgeben muBteu, um zu eiuern Geschäft zu f01m‘e&' Die fonltige gute Kundschaft für Halber, bie Siufäi fer uir bi,7« el'- tabte, fehlten am iBlartt und die Kuudichaft ft r d e klei e» stadle belmuptele mit ihren. Angebot beu 3lar/t ba Qu» bf-eßener Metzger ihren itiebarf gröbteuteitä schon vorher hatten. Es wurdet- bezahlt für bas Stüd: küße fnfrfmSrtl und tragend 1. Qual. 450-500 Mk., 2. Cual. 350-420 sto1? 3. Qual. 275-320 Alk. Der Zentner Schlack tgewiclNw^' gehandelt: Fette Rmder 1. Qnal. 74—75 Mk. 2 Qua 7^^ 72 Mk.' fette Hüt), 1. Dual 63-65 Pk., 2. Qual M-Z L' «alber 1. Qual, (über oO PW. schwer) 72—74 Mk. 9 n f,‘ (zwischen 40 und 50 Pfd. wiegende Tiere) 66—70 Alk' “i nUt^ Ueichteie Ware) 58—61 Mk. Feite Qchseli kosten in der (2^Uak beute 7o 78 Mk. der Zentner Schlachtgewicht. Ter Marft^vur^ ziemlich gerannit. ,ü,lc0e Teletonische Kursfijec^chte des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für HamUi und Industrie. Giessen. 1 Frankfurter Börse. 11. Dezember, 1.15 Uhr Keichsanleihe na '*A * ’ Märkte " I Kanada E. B. . . in er«,.. nsÄ_ . I Darmstädter Bank 10. —ez. -_ er Austrieb aus unserm heutigen I Deutsche Bank and nur aus «nn veuiscae uank . f<•. *• .-----' ~■v*-*'*wy ••in in-iiivcm h 4-e,iflaren'- öle ^oheu Preise den knappen ; • vollständig austviegen. Hierzu komme, daß auch die »rti« war. er 'will dE to&TÄt TI Ä 7 «"dit geben .nässen, sich jetzt »lebtet, kann er nicht angeben - getrimE® bSm nnh tü batm m,r mLh* f.° 61,6 eS bester fei, ben Hanbel so viel ™ v rj .von Ihm, das wir berichten können Auf einer Vereinigten Staaten suchte Kipling den Besitz"! Ich L noch nie" !"°bnte, auf unb fagte 4 kurzerhänb: Fr Äe77pr7iVes°L"? bcä Nob-!- dem verstorbenen König Lsfar von Schwel" ^^land widmete dem er dessen hohes Interesse für den cinen Nachrus, m Erhaltung JUC Friedensbewegung und lösung der Uiiion^hekvo7hob^ ?uf- Hagerup einen Boe.rag über die Q;,ö!ntc woraus Loevland mi.t'ilte, daß der F-ü-'denE^erenz tm Haag, ?.ff, ft« SSsF?7»" «..»«»-»-ich«...'LUUKAL, L.ZA ein, so war er doch mit der Erstgeburt der konservativ- liberalen Paarung, dem Bereinsgesetz, keineswegs zufrieden. Aber er hofft, genau wie tags vorher der Nationalliberalc Hieber, auf eine Verständigung m der Kommission, und eine Verständigung, die sich auch auf den § 7, das „Sprachverbot", erstreckt. j Es war vielleicht historisch denkwürdig, daß der Kron- der Angeklagte müsse freigesprochen werden, ^ent^ bitte er 'ibn! -—Ute pnnj beä deutfchen Reiches bte Mahnung des freisinnigen nur wegen tätlicher Beletbtgung zu verurteilen. ' ' ° Gebäre i < U Sprechers an die Regierungen anhörtc, Aertrauen zum Steren sinne wurde der Wahrspruch der Geschworenen Töchterchen. ' P -tinmger unb ö-rau in Erba ein Bolte zu haben, Bertrauen gegen Vertrauen' Es war eine ^Fabrikant ^akob Schetd-Gießen verkündet, toorauf ~ ' Mckliche parlamentarische Jnstruktionsstunde und Wenner säng^urkeilt w"urde^^ Thronfolger fernem kaiserlichen Vater Bericht erstattet, wird--- "dieses kaum unerwähnt bleiben. ' " Kündet. Eine markante Rede des Staatssekretärs v. Beth-~ ans ro ei 3. Der Rückfluß zur ™a " N'Hol lw eg , der diesmal nicht als Ressortchef, son- kn" Mar^rker^als m d"7al"E" .^emderwoche ,ortgesetzt ^rn aL> Stellvertreter des Reichskanzlers mit merkbarer ist zu berücksichtigen, daß der grgcmoarrige (megnng die polnische Frage klarlegte, war die Antwort uwsentlich abgespannter ist, als in den Vorjahren. ucuei^ ixur einen in der Form überaus scharfen Angriff ^-m^enumlauf hat sich zwar von 261.83 Mill. Mk. auf I des Fürsten Radziwill: zog sich doch dieser sonst I Sr nn/ ' / qi ■roür ba^ Snftitut vor einem f° ^°z°°U"/uhrer der polnischen Reichsta^sfrakiion^un'- VLu«f^ »'n 4^8 seres Wissens heute seinen ersten Ordnungsruf zu. Dann Millionen Mk. Der ; • ren^'er^ von 41.48 kam von den kleineren Gruppen außer der Wirtschaft- ^ue Erleichterung um 47.89 Mill. Mk. gegen 56.03 Mül. Mk l " —. lichen auch die sreisinniae Bereiniauna iIm gehabt. Aus Lombard sind 16.67 Mül. Mk. (i. V. 11.37 Italien. Rente . . . /Wort deren Sprecher ?r X Millionen M.) zuruckgeslosten. Ter Effeitenbeftand weist eine 8Portugiesen Serie I . ' <7- Sprecher Dr. Pachnicke, in die bekannte Verminderung um 3.28 Mül. Mk. auf (i. V war eine ©tciacrunn Portugiesen „ m „Kerbe des ,Dr. Muller-Metnrngen" hieb. Und wenn noch um 26^9 Mül Mk. cingcteten). Tie Bemühungen der^Banü 4 XA 79 russ.titaatsani. 19Ua zum Schluß die Rede des einzigen ^Vertreters der D än e n I - b^^stand zu stärken, waren insoweit von (hrtolq' 4^°/o Japan. Staatsanleihe Erwähnung finden mag, so deshalb weil die Anerkennuna diesmal einen Zuwachs von 3.24 Mül. Mk. äetgt^ 4^, Gonv.Türken von 1903 der outen ^iehunap« n M&ettb im Voriahre eine Abnahme von 19.88 Mill. Mk. äu herJ TürkenJ°86...... ,5 f n bem Deutschen Reiche zeichnen war. Ter Nvtenunüauf konnte um 42.33 Mill Mk 4^ Gnech. Monopol-Aul.. unö .Dänemark aus dresem Munde immerhin bemerkens- I suruckgehen gegen nur 18.97"Mill. Mk. i. V. ' ' I W» äussere Argentinier . XDCrt ist. I P r e i sermäßigung für Roheisen. Sie fchon früher I 3°/o -^exiKaner .... allgekundig^e Preisermäßigung ist zum Teil bereits eingelreten Ghinesen .... hldnfc Sfnuta9 ’n Tranksurt a. 3)0 abgehaltenen Konferenz be- Aktien: , fiusenWutget ^nbttat den Preis für Gießerei-Eisen um Bochum Guss..... U SW. herabzusetzen, Die Ursache bildet in erster Linie die Preis- unterbie img der pandlerfirma Klöckner & Eo. mit Roheisen des antzerhald des «Lyndlkats gehenden Hasper Eisen- und Stahlwerkes. Die Zeugenvernehmung geschah größtenteils bei verschlossenen -büren. Die an die Geschworenen gerichteten Schuldfragen lau- teten aus Notzuchtsversuch, oder ob die Begehung unfütlicher Vandlungen vorliege, oder ob die Handlung des Angeklagten als tätliche Beleidigung anzusehen sei. In allen Fällen war die Frage nach mildernden Umständen gestellt. ^ Staatsanwalt R e u ß war der Ansicht, der ^Nachweis sei nicyt erbracht, daß ein Versuch der Notzucht begangen sei. Wohl» -r e be§ Walliser Evans nach Falstaffs Ausdruck i» Ä Besenstiel galoppierend, weniger hvnnett Ader als literarisches Experiment verdieick°bie und manrerftch ,rch gegeben hätte, wäre sie zwar7ch"er L^^ng bcr »lustigen Werber-- au E S7X ^^unerfreulrcher gewesen. und danLar smd die Shalespeare-Les^für jeden zu den Intermezzi bes Stückes. Lüer eingebürgerten Stücke gelegentlich auch I erhielt “tnnh lluv±7'Icri -^ags, ats er die R tummeln Nch prachtvolle Quodlibets menschlicher Sxirle»I €^n ^ können. Die aufgewandte Mü§ lüngert - Unverschämt^ Um überraschenden Post> futaben. Und Hier gabs noch ein paar Helden (^afefyeareJ q? h“rc^ ^nterefie und hen" lauten Beifall'? Dollar!" Sein Siehrn ®ürl" den ich Ä Premrerengaste belohnt. Ä“ unb &o[t. Dreser war bezwingend komisch in der Szene -- Madmaal 'um 7^'7'8~artet “nb nch ein frommes Aie Nobelpreisträger. gu‘ seinen ^e£t beherr chte, |o beeiferte er sich doch die fuI e<§em.ic Buchner-Berlin, den Preis für Medirin Unb b“ dr-is »r SÄ tft "K^icht- Sein?°UnWch^n^M°"fak alle g^7a^: ÄÄ - WS Höchste Schlachtviehpreise in F r a n k i u r l a. 2)i. Ochsen Kälber Schweine 50 Kg. Schlachtgeivicht 78—83 Mk. 7, Kg.Schlachtgew. 92—95 Bi. . 61-00 Jttmann decken Sie Ihren Bedarf für die Feiertage schon jetzt, da in den letzten Tagen vor dem Fest des Andrang zu gross ist. Auf Kredit Möbel, Betten, Polsterwaren eigener Fabrik Herren-, Damen- n. Kinder-Garderobe, Manntaktnr- n Modewaren, Kinder- und Sportwagen etc. Ohne Anzahlung erhalten Kunden und Beamte Waren und Möbel Deutschlands grösstes Möbel- und Warenhaus mit Kreditbewilligung NB. Auf Wunsch Besuch durch meine Reisenden. 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