Erstes Blatt Donnerstag 15. August 1907 V n Zellenpreis: lokaNKPf., auswärts 20 Pfennig. BezugSpretSr monatlich 75 Pf^ vierteljährlich Ml. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch diePostMk.2.—viertel- jährl. ausschl. Bestellg. 157. Jahrgang Die Haager Friedens-Konferenz. j, 14. Aug. Friedenskonferenz. In der zweiten Kommission, die vormittags unter dem Vorsitz Bernacrts- Nr. 19(1 Erscheint täglich außer Sonntag». Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem hessischen Landwirt die Sntzcner Familirn- blfltter viermal in der Woche beigelegt und zweimal wöchentlich das Kreisbiati für den Kreis Gießen. Fernsprech-Anschluß f. d. Redaktion 112 Verlag u. Expedition 51 Adresse für Depeschenr Anzeiger Gießen. Annahme von Anzeigen für bie Tagesnummer bis vormittags 10 Uhr. enthaltung angenommen. Ebenso wird ein deutscher Antrag angenommen, der die Verantwortlichkeit dec kriegführenden Parteien für die Verletzung des Reglements über die Gesetze und Gewohnheiten des Krieges estsetzt. England behielt hier seine Stellungnahme vor. Endlich verhandelte man über die Frage der aus Ballons geschleuderten Geschosse. General Amsurel-Frankreich wies darauf hin, um dem russischen Antrag zu entsprechen, würde es genügen, dem schon 1899 beschlossenen Verbot die Worte hinzuzufügen: „durch welches Mittel auch immer*. Rußland und Italien nahmen diesen Zusatz an und zogen ihre Anträge zurück. Der neue Text wird darauf einstimmig angenommen. Bernaert-Belgien stellte dann noch vor Aufhebung der Sitzung fest, daß die von Belgien vorgeschlagene Erneuerung der Deklaration von 1899 von dec Mehrheit angenommen worden sei. — Man nimmt in den Kreisen der Delegierten jetzt an, daß die Haager Konferenz frühestens am 5. September ihre Arbeiten beendet haben wird. Einige der Delegierten drängen zur Beschleunigung, da sie anderen Verpflichtungen nachzukommen haben. So wünscht Leon Bourgeois, Ende des Monats abreisen zu können, da er versprochen hat, einem internationalen Kongresse zu präsidieren. Dec englische Abrüstungsvorschlag wird vecmutlich schon am Donnerstag vor das Plenum gelangen. Die = s - ^ei der Abendtafel hatten beide Herrscher die Uniform 1 55*? Gardedragoner-Regrments angelegt. Die Kapelle des ^I^eglments konzertierte, Im Verlauf des Mahles brachten Kaper ^Allhetm und König Eduard Trinksprüche aus. Nach dec Bafel hielten die Majestäten Cercle ab ' 77 Das Berl Tgbl. meldet aus Wilhelrns'hö he: Nach der Galatafelfand zwpchen König Eduard und Kaiser Wil- helm eine längere persönliche Besprechung statt. Wrlhelmshohe, 14. Aug. Der König von Eng- land rst um 11 Uhr 30 Minuten vou Station Withelmshöt-e abgefahren. Kaiser Wilhelm geleitete den König zur Bahn; hierzu hatte der Kaiser wieder englische Feldmarschalls- unisvrm angelegt. Die Verabschiedung war überaus herzlich m , Sr°!Lb r^ug- Tribüne hofft, König Eduards Besua, werde die herzlichen Beziehungen zwischen D euts chland uy.d En g la nd stärken. Der König und di e Ko n i g\ ii werden nach ste s Jahr einen Besuch in Der Standard hofft, die Zusammen kunst voii Wilhelmshohe werde manche Mißverillürdnisse zerstören, aus denen streit entstehen könnte. Durch die Bande des Blutes und dre AehnliMeit der Ideelle seien England und Deutschland bestimmt, beste Freunde zu fein. 14rz ^bnrbenb latt" schreibt un- term lu. August: König Eduard ist heute von Englaiid ab gereift und wird morgen in Wllhclmshöhe eintreffen. Tie Begegnung der beiden Herrscher, die dem Besuch König Eduards bei unierem Kaiser in Ischl vorangeht, ist ein erfreuliche Zeichen der ireundlichen Beziehungen zwischen Deutschland und England. Nach einer Periode der Spannung die von emern Teile der europäischen Publizistik nicht ohne Sorge be- obaastet wurde, zeigt sich die Politik der beiden großen Länder wieder von g e g e n s e i t i g e m Ve v t r a u en erfüllt. Kvnn- ten sclMi bei der Entrevue vor Swinemünde die durchaus belrieoigenden Dispositionen der europäischen Politik und auch ble ausgezeichneten Aussichten für die dauernde Erhaltung des • srav roziehung>en der beiden Länder, mit deren einem Oester- «utz-Ungar» durch die, in Jahrzvhnlcn bewährte Tradition des ^.rerbunde^ verknüpft ist, ivährend es zu dem anderen in dem Behältnis einer geschichtlich nie unterbrochenen Freundschaft W, durchaus den Intentionen entsprechend sind, von Venen sich die Po.iuk der Boppelmouarchie seit je^r unverrückbar leiten la üt. .. , dem Tee rn schloß Wilhelmsthal besich- bas ^stut m Berberbeck und kehrten dann nach Schloß Wichelmshohe zuruck, wo sie gegen 8 Uhr ein- d. llh^ sand bei den Majestäten auf Schloß Wil- helm-ck-öhe Bafel statt. Hierbei faß der König von Großbri- lamnm und Irland links neben der Kaiserin. Gegenüber saß der Kaper. ! Belgien tagte, wurden folgende Beschlüsse gefasst: Artikel 1 der Konvention von 1899 über die Gesetze und Gewohnheiten des Krieges, betreffend Milizen und Freiwill i g e n k o rp 8 bleibt in der ursprünglichen Fassung, weil das deutsche Amendement, das auf die Forderung abzielte, daß Milizen und Freiwilligenkorps ein bestimmtes, deutliches und von weitem erkennbares Abzeichen tragen sollen, in der vorhergehenden Sitzung abgelehnt, und von Deutschland nicht wieder eingebracht worden war. Artikel 2, dec auf Antrag Deutschlands geändert wurde und bestimmt, daß die Bevölkerung eines nicht besetzten Gebietes freiwillig beim Hecannahen eines Feindes zu den Waffen greift und verpflichtet sein soll, die Waffen offen zu tragen, wird ohne Debatte angenommen; dasselbe geschieht mit Artikel 6, dem Amendement Spaniens und dem Untec- amendement Deutschlands, nach dem kriegsgefangene Offiziere und Unteroffiziere nicht zu Arbeiten verwendet werden dürfen, die ihrem Rang und ihren Fähigkeiten nicht entsprechen. Bei Artikel 17 wird der Text angenommen, der gefangenen Offizieren gleiches Gehalt gewährleistet wie den Offizieren des Landes, dessen Gefangene sie sind. Bei den Artikeln 22 und 44, die sich auf die Dienste beziehen, die man von den Bewohnern besetzter Länder fordern, resp. nicht fordern kann, sah sich die Kommisiion verschiedenen Anträgen gegenüber, die verbieten wollen, daß solche Bewohner zu ihrem Lande nachteiligen Handlungen gezwungen werden. Rach einer warmen Befürwortung durch General de Beer und Poortugael-Holland wird der holländische Antrag mit 23 und 9 Stimmen bei einer Stimm- — ü!er freieSchwarzwälder. Ein lustigerZeitungs-, krieg m zwischen der in Triberg scheinenden Zeitung „Der freie Schwarzwälder" und dem „Ulk", dem witzigen Beiblatt des Bert, ^.gbl., ausgebrochen. Ter „Ulk" hatte die an unfrei- williger Kvmik überreichen Theaterkritiken dieses in der Heimat vfV.Geichworenen im Hauprozcß ziemlich verbreiteten Blättchens 6wfnert und auch _ sonstige Stil proben daraus zum besten gegeben. Etwa die folgende, die der Schilderung eines Garteni feiied entnommen ist: „Im Hinterteil erhrahlte b-eng ick isa-es Feuer, bm? dem Ganzen ein frqches, prangendes Aussehen verleihte." Der gekrankte „Freie Schwarzwälder" antwortet nun mit nachstehender fulminanten Entgegnung, die an die schönsten Tage des stligen „Anzonakickers" ermnert: „Als eine Ehrung in gewissem ^mne betrachten wir es, daß unsere neuesten Theaterberichte zurzeit m den Spülten dec Nr. 29, Reife- und Ferieiinumnier , welcher tn Berlin herausgegeben wird, glänzen. Tie llbsichr des Gewährsmannes des „Ulf1' ist es, wie er eingangs erwähnt, uns ins Lächerliche stellen zu wollen, ob ihm aber Es gelingt, möge in Anbetracht der Hinfälligkeit der Sache und der schnöden Bemerkungen, welche der feine Manu um- Mt^ert, in Frage gestellt werden. In unseren Augen ist der „Ulk"-Artiiler nur eine ganz gemeine Seele und öffnen ivir unsere spalten an erster Stelle nur deshalb, um die wohlverdiente Rüge, zu beten Erteilung wir uns ermächtigt fühlen, vollends zur Geltung zu bringen. Diesbezüglich haben wir zu erwidern, daß uni er ständiger Theaterkritiker in Urlaub war, . . . daß aber unsere Berichte sich ins Kilometerweite ziehen, 'ist eine Feststellung, die nur von geistig nicht ganz normalen Menschen in Berracht gezogen werden kann. Teii Grund, Berliner Zeil- schristen zum Räsonieren zu benutzen, entdecken wir darin, daß der „Ulk"-Schreiber die Absicht hat, auch einer sehr bedenklichen eorte von seinen Landsleuten fein für sachkundig haltendes üreiben zu zeigen. Wir konstatieren, daß uns die Zigeunersprache, die dem Ulker hübsch anwcht, nicht gut be- kommt, und erklärten, daß es dem Freien Schwarzwälder nach wie vor ganz ferne stand, sich mit unwesentreibenden Indi- ar Aröei^ €lJlf Verbindung einzulassen, deshalb ist auch der Ausdruck Unwefen — wir tommeii eventuell des näheren .7“ In Hinsicht hinfällig und Sonnen wir dem rXtf.n' Ulh beiferec Worte zu bedienen, um locwevyolt als Idiot gebranhnarft zu werden, lieber puupt wäre es vrcl zweckmäßiger, seinen von Wahnsinn Ichou l)alb durchleuchten Hirnkasten als Heuscheune zu bctblrlr.d) doch wenigstens der Landwirt-- L ? ? dcu^en sein. Wenn der Arrlikler vielleicht Kubt, durch Heranziehung ,emes Landsmannes Lessing die volle Begründung des ^potüs zu erhalten, so denken luiu doch, daß M aUF, bc‘y öf^tc^e ^veau stellen wird, es wäre lvahr- 11^ ?lC llc^Iay .Xet' rmt Schtoar-zwÄd« wird stuch fein „Landsmann" nicht, wählen? ^lbst sich in der LanÄoirtschalt bester b<^ < Eafset, 15. Aua. Bet der Begrüßung König E d u a r d s auf d ent Bahnhofe gab der Kaiser feiner Freude Ausdruck, ihit so wohl aussehend zu finden. Im Ge- Ivrach wurde die verspätete Ankunft König Eduards enoähut. Ler König iprach 1 ein. Bedauern darüber aus, Störungen in dem semem Empfang getroffen en Arrangement verursacht zu haben, üer Käi|er anllvortete mit dem englischen Sprichwort: Bener jpat a.s niemals, ^sonderbar berührte die Ab wes eil- hett dcs englischen Botschafters in Berlin beim Empsang. Dec Botichafter kam erst um 7 Uhr zur Tafel * Kaiser und König Kduard. Kassel, 14 Aug. Die Ankunft König Eduards erlitt wegen verlangsamter Ueberfahrt im Kanal infolge Nebels eine Verspüt ung. ~ ? nig Eduard traf er ft um 1 Uhr 15 Min. in Wilhelms höhe ein. Der Empfang erlitt jedoch hierdurch keine Beeinträchtigung. Truppen der Residenz Kassel und der um- liegenaen Garnisonen, sowie patriotische Vereine und christliche Gcwerksckniften und Schulen lvaren bereits um 4/zl Uhr zur aufm ar schiert. Die Zahl der Zuschauer wird auf 10 000 geschätzt. Das Wetter ist herrlich. Der Kaiser trug die Uncsorm der Royal Dragons mit dem Hosenbandorden. In Ilster Begleitung befanden sich Fürst Bülow, der Chef des iNilitarkabinetts v. Hülsen-Häselec und der Gesandte v. Jenisch. Um 1 Uhr 15 Mm. lief der Sonderzug des Königs ein. Der König trug die Uniform des 1. Dragoner-Regiments, dessen Ehef er ist, mit dem Bande des Schwarzen Aolerordens. Die Begrüßung b er bei den Monarchen lvar äußerst P 8 Ir ch,' he umarmten sich wiederholt und Mßten sich auf beibe Wangen. Auf der Fahrt nach dem Schlosse wurden die -Jconard>en durch stürmische Zurufe begrüßt, die Truppen präsentierten und die SNUitärkapelle spielte die englische National- Ihjnnie. root dem Schloß niarschierten die an der Spalier- bildung beteiligten Truppen vorbei, nachdem der König die Kaiserin am Schloßportal sehr herzlich begrüßt hatte. Die beiden Aio- naraien hatten auf der Terrasse Platz genommen. W i 1 h e l m s h ö h e, 14. Aug. Vor Ankunft des Zuges sprach der Kaiser mit verschiedenen Herren der Umgebung und dann eingehend bis zur, Ankunft des Zuges mit dem Reichskanzler ■j u rst e nv on Bülow, der die Uniform der Bonner Husaren Mit den Generalsabzeichen und das Band des Schwarzen Adlerordens angelegt hatte. Als der Zug einfuhr, präsentierte die scheukompagnie, und dec Kaiser begab sich allein vor das hübsch Kfd)murrte kleine Stationsgebäude. König Eduard, der die Uni- sorm der preußischeridGarde-Dragoner mit dem Schwarzen Adler- >rden trug, setzte bei der Einfahrt des Zuges den Helm mit den meiherfedern aufs H aupt wnd trat dann an die Tür seüies ^alomvagens. Der Kaiser salutierte und nicfte seinem königlichen -tKini freundlich zu, eine Begrüßung, die von König Eduard ehr herzlich erwidert wurde. Dann entstieg der König dem tragen, unterstützt vom Kaiser. Die nun folgende Begrüßung ruf dem Perron war eine ä u ß e r st h e r z l i ch e. König Eduard >egraute dann mit großer Liebenswürdigkeit den Reichskanzler Fürsten von Bülow, der einige Schritte hinter dem Kaiser '>uid. Er sprach mit ihm einige Zeit, bis der Kaiser ihm die . -rren suiies Gefolges vorstellte. Der König sieht ausgezeichnet us, er bewegt sich elastisch und hat ilicht die beschwerliche . Körperfülle früherer Jahre. Währeiid des militärischen Aktes : >at. B-ck. S3ab“afi>,e5ail§aeoet>enen Bande des „Archivs für hessische d eschichle und ÄilteriumSknnde^, den der Historische Bercin siir , Großherzogtum Hessen der Ludoviciana zur dritten Jahr- : ^"u^rtfeler als Festgabe dargereicht hat rmd-der in keinem allen : ®tendier Haust fehlen dürste, fini>tt sich in einer Firßnote zu der ivertvoUeil Abha,idlung des Darmstädter Archiv-Direktors Fchrn v. Schenk zu Schweinsberg über „Alt-Gießen" eine auch uns plausibel scheinende Erklärung des Namens „Mäusbnra". Freiherr v. Schenk glaubt nicht an eine ehemalige Befestigung der Burg Gletzen diefes Namens. Ec meint vielmehr, daß dort Bürger namens Mauß wohnten, deren Haus Studenten scherziveise Mäns- burg nannten. Dieser Name komme seines Wissens nicht vor 1613 l.i„7unVlcf) vor und war damals wohl noch neu. Herr v. Schenk fuhrt dazu als Parallelle einen alten Keller auf dem sog. Gravelius- berge au, der von Studenten Eulenburg getauft wurde, ein Name dec bleibend wurde. Andere Beispiele halten wir indeß für noch schlagendere Beweise. So tragt seit Olims Zeiten die im Besitze oer Familie Gans hoch oben auf der Höhe an der Landstrcme nach Grimberg gelegene kleine Wirtschaft im Volksmmwe den Naiiien K?rÄHClhc entspricht an der Landstraße nach Lollar dec Wirl)chafts-Name ,W e l l e r s b u r g". Diese populären v la men prechen nut erheblich größerer Beweiskraft für die v. Schenk sche Annahme der Herkmüt des Namens .Mäusburq" imd es stiinde außer Zweifel, daß, wenn sich etwa bei der Ganseburg oder der Wellersburg noch weitere Häuser angesiedclr hatten, sie allesamt in diese Namen einbegriffen worden wären. ™ . schreibt uns aus Frau kfu r t a. M., 14. Aug.: Max Bernsteins Lustspiel „Hertas Hochzeit" sand heute abend emc sehr sreundliche Aufnahme. Ueber die Anschläge ^chvn dagewesene kam man hinaus. Die vielen hübschen ^ituatwnen, die heftigen Worte erregten heitere Lachlust- Bon den Darstellern ist Herr Bauer in der ausgezeich. neten Wredergabe der prachtvollen Rolle des Jakob Rosenthal hervorzuheben. ^ehr gut war Herr Bolz (Puz). Auch die Damen Sangora und König, sowie die Herren Schioarz und Reimann boten gute Leifmngen. 1O . ^as Lessing-Theaier zu Berlin eröffnete am 13. d. fern neues Spielfahr mit einer Aufführung von Ibsens „Hedda Gabler".^ Das künstlerische Ereignis des Abends war wie wir im B.B. E. lesen, das Wiedererscheinen einer langentbehrten^ mr diese Buhne so wichtig gewordenen Darstellerin: der Frau Freue -r r i e s ch. Es rvar zu erwarten, daß die ungefähr acht- monalllche Pause — Frau LamondrTriesch ist in die er Beit Mutter geworden - im öffentlichen Wirken keine Pause im schaffen dieser gewiffenhaften und unermüdlich aus tiefinnerem Drange an ihrer Vervollkommnung arbeitenden Künsllerin bedeuten wurde. Es war zu vermuten, daß die lange Muße ein inneres Erstarken und eine Bereicherimg in dec Mannigsaltigkeit, im Reich- uini und m dec Beseelung ihrer Ausdcucksmitteb bewirken wurde Lo wandte sich denn dem Wiedererscheinen der Fran Triesch ein bepnöeres äntcrefje aller Lreunde unjerej Lesjing-Thcaterü «u. lvüneN Ausgaben?"' l°‘e VevI“Utet' 111 “dctj|'tec ^£it e‘»e Anzahl Ditz M Aleines Feuilleton. --Theobald Kerner. Nun ist Justinus Kerners Sohn, :r 93st.hrige Dichter Theobald Kerner, in dem von ihm ersten Weinsberger Vaterhause gestorben. Mit ihm ist nun der übte dahuigegangen, der aus der Zeit der „schwäbischen Schule" oa, in unsere Tage hineinragte. Der Sohn des Dichters mld isttrsehers Justiiius Kerner hat die gastliche Zeit von Weins- wg, da Leirau, tthland, Gustav Schsoab, Graf Alexander von -ürttemberg und all die anderen, deren Nameii nun ver- ia>en sind, in dem intereffunteii Hause des Vaters verkehrten, ich milgemacht, und der Geist jener schwärmerischen und doch icbec bci'chaulicheu Zeit wehte aus allem, soas Theobald Kerner -rieb. 1817 zu Gaildorf geboren, wurde er Arzt wie der Vater vet. 1848 nahm er an der freiheitlichen Beloegung teil und uche nach Straßburg flüchten. Als er zwei Jahre später liuckket-rte, wurde er verhaftet und mußte 10 Monate auf m Hohcnasperg absitzen. Xou 1853 bis 1863 stand er an der Me einer galvano-magnetischen Heilanstalt in Stuttgart und iinnftaot und __ ließ sich sodann in seiner Heimatstadt als ^t. nieder. In seinen späteren Jahren lebte er fast ans- 'jEich feinen literarischen Neigungen. Von seinen vielen chnfteii fvurdeii die „Sinnigen Gedichte" (1851), die Märchen io Erzuhlungen für Kinder, das Singspiel „Der fliegende Schnei- r und em Lustspiel: „Pastor Haber oder der neue Ahasver" rannt. Als i'.iioizinischer Schriftsteller veröffentlichte er eine Pl'i.tt über „Galvaiiismus und Magnetismus als Heilkraft". 11 interessantesten sind feine Erinnerungen: „Das Kerner haus o feine Gäste", das 1893 in Stuttgart erschien. Nun schien feinen Dod das Schicksal des literargefchichtlich interes- den üernerhauses ungewiß. Doch wird die eigenartige Stätte lallen bleiben. Es war wie zu seines Vaters Zeiten, bis zuletzt le Stalle weitestgehender Gastlill-keit. Er lebte, so erzählte er ber, in feinem Weinsberg und dem Kernerbause wie auf einem lunchen Eiland voll Poesie und phantaftischer Ileberraschungen. dec Sag brachte etwas Neues. Besuche von nah und fern, der seilensten Art, Dichter, Philosophen, Diplomaten, Natur- Ichcr, Welireiscnde, Aerzte, Missionare, Geisttiche, Leute ver- tebenuer Ansicht und Glaubens, flüchtige Polen, Könige, Prinzen d Bischöfe, Kranke und Gesunde, Somnambule und Besessene, ubentranfe jeueii Alters, alles in so buntem, interessantem mengscl. Jetzt liegt das alte Haus in tiefer Trauer still und -iaffen da. Die Beisetzung erfolgte am Mittwoch auf dem iedhof in Weinsberg, an der Ruhestätte seiner Eltern. Land- >sabg. Ben hielt die Grabrede. In eindrucksvollen Worten warf der Redner ein pocsieerfülltes Lebensbild Kerners und Löerte ihn als Kämpfer für Wahrheit und Freiheit, als lieder- 0-en Sänger und als Wohltäter der Menschheit, desseii un- chütterliche Ueberzeugmigstreue jeden, der mit ihm in Verjüng trat, bezauberte. — Woher b er Gießener Straßenname „Ni ä u s- rg" stammt. In dem ueuesten, von Jul. Reinh. Dieterich ] — Me Kaiserin begrüßte den König von England bei erner Ankunft im Schloß und wohnte dann mit den Monarchen em Vorbeimarsch der Truppen bei, ebenso die Prinzessin Vik- -la Lucke, trürft Hohenlohe-Langeiiburg und sämtliche Damen urrd n-rreii der Umgebungen. Hierauf nahmen der Kaiser und die uaiferm mit dem König, den englischen Herren des Gefolges ud uen Herren des Ehrendienstes das Frühstück ein. Um 4y2 u;r Ulachicil die FürstlichkLiten mit sämtlichen Herren der Um- emmgen in Automobilen einen Ausflug n a ch Schloß Lil Helmstal, wo der Tee eingenommen wurde. Beide Herr- her und sämtliche Herren trugen Zivil. Im ersten Automobil ahnien Platz der Kaifer und der König, der Reichskanzler und ar kommanmerende General Herzog Albrecht von Württemberg. )as üublikuni begrüßte die Herrscher allenthalben auf das Haag ££2lLdyte.__ I Kommisiion. das Wort ergreifen und ihrer Sympathie für den Abrüstungsgedanken Ausdruck geben. Geschähe dies, so würde eine Debatte vielleicht schwer zu vermeiden sein. Darum sucht man gegenwärtig die Amerikaner zu bewegen, der englischen Wunschresolution schweigend zuzustimmen. Der amerikanische Telegraphistenstreik. Newyork, 14. Aug. Die Lage des Ausstandes f ft wenig verändert. Die Ausständigen sind trotz ihrer Siegesgewißheit darüber enttäuscht, daß die Eisenbahn- Telegraphisten, deren Zahl an 40000 ist, noch nicht den Ausstand erklärt haben. Die Ausständigen erklärten sich bereit, dringende Nachrichten, wie Todesnachrichten, zu telegraphieren. Die Telegraphengesellschaften erklären eine Intervention der Bundesregierung fcür unnötig. Der Betrieb der Associated Preß ist wieder ziemlich im Gange. Bon beiden Parteien im Telegraphistenstreik wird erklärt, daß die Lage sich gebessert habe. Die Gesellschaften behaupten, daß sie in vergangener Nacht genügend Ersatzkräste erhalten hätten, um den gewöhnlichen Geschäftsbetrieb aller Bureaus in allen Teilen des Landes aufrecht erhalten zu können. Die Telegraphisten erklären, daß der gestrige Zuwachs an Ausständigen die noch Schwankenden anderer Bureaus veranlaßt habe, sich der Bewegung anzu- schließen. Ein Mitglied des Newyorker Staatsdepartements hat den Leitern der Western Union und der Postal Telegraph Company seine Vermittelung angeboten, ober die Antwort erhalten, daß es nichts zu schlichten gebe. Die Newyorker Telegraphisten-Vereinigung erklärte dem Betreffenden, die Telegraphisten seien bereit, sich einer ernst gemeinten schiedsgerichtlichen Entscheidung zu unterwerfen. Die Telegraphen- gesellfchaften haben aber bis jetzt sich hierzu noch nicht bereit erklärt. Die Pacific Cable Company gibt bekannt, daß die telegraphische Verbindung mit Tokio, Osaka, Kobe und Yokohama unterbrochen ist. Eine meitcre Erklärung wird nicht gegeben. Chicago, 14. Aug. Da§ Exekutivkomitee der Telegraphenboten hat beschlossen, den Vorsitzenden zu ersuchen, den sofortigen allgemeinen AuSstand zu verfügen. Berlin, 14. Aug. Infolge deS im Bereiche der nord- amerikanischen Land-Telegraphen-Gesellschaften ausgebrocheiien Streikes sind, wie amtlich mitgeteilt wird, Telegramme nach allen Orten der Vereinigten Staaten außer Newyork und Boston Verzögerungen unterworfen. Ihre Annahme erfolgt nur auf Gefahr des Absenders. Deutsches Reich. / Berlin, 15. Aug. Die „Voss. Ztg" meldet aus H a m- Burg: Die Polizeibehörde wies 13 lästige russische Ausländer aus, darunter 3 Frauen. — Die „Voss. Ztg." erfährt, daß in dem Prozesse, den der Reichskanzler gegen den Herausgeber der kolonialen Zeitschrift A. Herfurth wegen Beleidigung der Angehörigen der Schutztruppe für Deutsch-Südwestafrika angestrengt hat, Verhandlungstermin auf den 23. August anberaumt worden ist. Als Zeuge ist Generalmajor v. Deim- ling geladen. Wilhe lmsh öhe, 14. Aug. Gemeinsam mit dem Fürsten Hohenlohe wurde der Reichskanzler Fürst Bülow zu einem Vortrag über administrative Angel eg eilt) eit en im Reichs la nde vom Kaiser empfangen. Köln, 14. Aug. Der König von Siam ist heute Nachmittag nach Paris abgefahren. Kisumu, 14. Aug. Staatssekretär Ternbnrg ist mit der Ugandabahn von den englischen Behörden überall festlich begrüßt, in Port Florence eingetrosfen; xr reist morgen früh nach Muauza ab. Waldenburg i. Schl., 15. Aug. Herzog von P l e ß, erbliches Mitglied des preußischen Herrenhauses und Kanzler des Schwarzen Adlerordens, ist gestern nachmittag 11/2 Uhr auf Schloß Albrechtsberg gestorben. / —Die neutralen Ge Werkvereine. Die in der tzefamten Arbeiterwelt mit Spannung erwartete Broschüre des Arbeitersekretärs Anton Erkelenz-Berlin: „Tie neutralen Gewerkvereine" ist nunmehr im Verlage der Mitteldeutschen Volkszeitung, Weißenfels a. S. erschienen. Vom Standpunkt des Praktikers und auf Grund langjähriger Studien, beleuchtet der Verfasser die zwischen den einzelnen Organisationen bestehenden Gegensätze. Dieses Buch dürste nicht nur dem Arbeiter, sondern jedem Sozialpolitiker, der sich in die Prinzipien der einzelnen Gewerkschaften zu vertiefen hat, eine Fülle von hochwichtigem Jnformationsstosf bieten. Ter Preis des Buches betrügt 1 Mk. Arrrlanv. . Wien, 14. Aug. Tie „Wiener Abendpost" widmet dem bevorstehenden Besuch des englischen Königs in Ischl einen herzlichen Begrüßungsartikel; sie spricht darin aus, daß die Bevölkerung Oesterreich-Ungarns die oft erprobte tra- diwnelle Freundschaft beider Staaten wohl zu würdigen wisse, die in letzter Linie in der Gemeinsamkeit ihres politischen Zieles, der Aufrechterhaliung des Weltfriedens, wurzelt. l —Wie die Politische Korrespondenz erfährt, hat der König von Italien dem österreich-ungarischen Minister des Acußern, Frecherrn v. Ach reut Hal, sein mit eigenhändiger Unter» schrist versehenes Bild geschickt als Beweis feiner lebhaften Befriedigung über den Verlauf seines Besuches in Racconigi und Desio. . — Ter Bert. Lokalanz. meldet aus Wien: Die „Gardaseepost" meldet aus Miva, daß'demnächst eine größere Gesellschaft Deutscher aus Hamburg, Berlin, Frankfurt und Dresden eine Reise ins Trentino unternehmen werde, um zu zeigen, daß sie sich vor i>en Irredentisten Welsch- tirols nicht fürchten. Paris, 14. Aug. Ohne Zeitangabe kündigt die Liberte eine Entrevue zwischen dem Zaren und König Eduard 'an. Es handle sich um die Beseitigung der letzten Schwierigkeiten des anglo-russischen Vertrages. # . London, 1'4. Aug. In Belfast haben die Behörden nach einer Konferenz alle Truppen von den Straßen zurückgezogen. Heute nacht versuchten P r i e ft e r die Unruhen unter der Bedingung des Ruckzugs der Truppen zu beschwichtigen. Viele Geistliche patrouillierten durch die Stadt und drängten die Meuterer, nach Hause zu gehen. Heute nacht kam es zu weiteren Zusammenstößen zwischen Abteilungen von Nationalisten und Orangisten. ' Steine wurden geworfen, viele Menschen sind verletzt. — Ter Berl. Lokalanz. meldet aus Riga: Elf Unter- Ni ilit ar s des Starorusfasllchen Infanterieregiments und der Leutnant N epi lindes Wendenschen ImfanteAeregtments sind wegen Zugehörigkeit zu der revo tu tionären Militärorgan isativn verhaftet worden. Ter Offizier hat Außerdem unter den Bauern Proklamationen verteilt. Petersburg, 14. Aug. Im Lager von Krasnoe Diese Industrie war gut beschäftigt, dauernd brauchbare Arbeitskräfte zu Der Absatz war durch die Konkurrenz den Mainhäfen beschränkt und die § 3 den August vollständig bei. A u t o m o b t l f a b r i k. hatte jedoch Schwierigkeiten erhallen. B a s a l t st e i n b r ü ch e. des schwedischen Granits in Zum Kttü'c Kau. Am 13. d. Mts. kam Frau von Lindenau aus Karlsruhe nach Mannheim, um die Verbindlichkeiten ihres Mannes zu 6nbncn. Die Dame ist, obwohl ihr Mann ihr Vermögen von 40 000 Mk. durchgebracht hat, durchaus nicht erbittert aus ihren Gatten. Von Interesse ist ihre Angabe, ihr Gatte sei am Abend des Mordtages nach Hause gekommen und habe ihr sofort gesagt, die Olga Molitor habe soeben ihre Mutter erschossen. Demgegenüber ist bemerkenswert, daß Rechtsanwalt Schäsei in Baden-Baden als Vertreter der Familie Molitor die öffentlidy Anklageerhebung beantragte gegen die „Bad. Presse" und der „Ettlinger Landsmann" wegen Verdächtigung des Fräulein Olgt Molitor. Interessant sind die Aeußerungen, die der Schwagc Olgas, Oberstleutnant Bachelin, getan hat: „Frau Josefine Molitor, meine Schwiegermutter, war bi Mutter von sieben Kindern, sechs Töchtern und eütem Sohrn Von den Töchtern sind drei verheiratet und drei ledig, di anderen zwei ledigen Töchter, Luise und Fauni, die eine Malen in München, die andere Lehrerin in Freiburg, sind seit 190 außer Haus. Der Sohn ist Oberleutnant. Frau Josefine Molito war seit 1901 Witwe. Seitdem lebte sie allein mit Olga Molitor Ich kann aus eigener Wahrnehmung bestätigen, welch treue un fürsorgliche Tochter meine Schwägerin Olga war. Nicht nut weil wir bloß wenige Bahnstunden von Baden-Baden entfern wohnten, ich war mit meiner Frau jedes Jahr durch mehrer Monate im Hause meiner Schwiegermutter. Vor zwet >zayre erkrankte ich und wurde im Hause meiner Schwiegermutter bt zu meiner Genesung gepflegt. Während dieser Zeit hatte tc reichlich Gelegenheit, die Beziehungen zwischen meiner Schwieger mutter und meiner Schwägerin zu beobachten. Ich muß bemerket daß meine Schwiegermutter an Bronchialkatarrh litt und häusi das Bett hüten mußte. Sie wurde stets von meiner Schwägen Olga gepflegt und behütet. Sie war eigentlich nach dem Aot des Schwiegervaters ihre wahre Stütze; Meine Schwiegermulh war eine zielbewußte, energische Frau, der alle Kinder die hoch>> Ehrfurcht bezeugten. Der Gedanke an eine Disharmonie zwischc dieser Frau und dem jungen, guten, naiven Mädchen, ist gar ausgeschlossen. Gerade das Gegenteil der Verleumdungen i richtig. Olga war der Liebling und der Augapfel der Acntte Meine Schwiegermutter erblickte ihren Lebenszweck dann, iPJ Kinder glücklich zu machen. Insbesondere aber ihr jüngstes Lu'l lingskind, Olga. , . Am 6. November nach 6 Uhr abends erfolgte das Ablebc meiner Schwiegermutter. Um 12 Uhr nachts kam ich in Baoei Baden an, meine Schwägerin Olga holte mich ab. Ihre .traue ihr Schmerz, die Führung des Haushaltes während der Leichci feierlichkeiten — wer all dies beobachtet hat, muß, ohne d Charakter und die Persönlichkeit meiner Schwägerin näher ; kennen, diese Verleumdung als wahnwitzig ausschließen/ , Der jüngste Mitverteidiger Haus, Rechtsanwalt Oppenhevm erklärt ausdrücklich, daß die Nachricht, er und Dr. Dietz hatt Strafanzeige gegen Olga Molitor erstattet, falsch ist. Preise waren gedrückt. Baugewerbe. In den Hauptplätzeu des Bezirks, wie Bad- Nauheiin und Friedberg, herrschte starke Bautätigkeit, an dem elfteren Platz besonders infolge der großen staatlichen Neubauten. — Auch m Butzbach und verschiedenen kleineren Orten war das Bauhandwerk gut beschäftigt. Braunkohlen. Bei erhöhter Produktion war das Fabrikat schlank abzusetzen. Tie Verwendung der Braunkohlen lür die Industrie machte weitere Fortschritte. — Der Absatz ivare noch größer gewefeu, wenn nicht ein Schadenfeuer und Stockung der Beförderung infolge von Wagenmangel hinderlich gewesen wäre. Aus dem Jahresbericht der Handelskammer Friedberg. III. Industrie und Gewerbe. Apselivein. Entsprechend den hohen Aepfelpreisen von 1905 erzielten die Preise von Aepfelweiu einen großen Aufschlag, der iiidessen bei der Kundschaft schwer durchzuführen war. Jtu Vorsommer stagiiierte das Geschält infolge der ungünstigen Witterung, jedoch räumten die Vorräte veranlaßt durch den Bierstrik im 2(115 Stadt und Lund. Gießen, 15. Aug. 1907. ** Hühner- und Wachteljagd. 2liif Grund des der Verordnung voin 2. Sept. 1893 wurde mit Rücksicht aus Stand der Ernte und der Weinberge das Ende der Hegzeit der Feldhühner und Wachteln für die Proviiizen Staikeubitrg, Rheinhessen iind Oberhcfsen mit Ausnahme der Kreise Tilsfeld, Lauterbach und Schotten auf den 18. A u g u st festgesetzt. Für die Kreise Lllsseld, Latlterbach und Schotten behält es bei der allgemeinen Vorschrift sein Bewenden, wonach die Hegzeit der genannten Wildarten am 31. August endigt. * * Betrüger. Ein Unbekannter kaufte gestern in einem hiesigen Ladengeschäft Zigaretten und legte als Zahlung ein Z w a n z i g m a r i st ü ck hin. Als ihm daraus herausgegeben lvorden war, oerstaikd er es, neben dem herausgegebenen Gelde auch das Zwanzigmarkstück wieder, in seine Tasche luanbern zu lassen. Tie Verlauferin bc-! mcrite erst den Verlust, nacyoem der Fremde weg uac. * * Gestohle n wurde gestern einem Arbeiter uns einem Neubau in der West-Anlage die Taschenuhr. Er halte seine Weste mit. der Uhr unbewacht in einem Raum hängen lassen. * * Verhaftet lvurde der vom Kgl. Amtsgericht Tül- men steckbrieflich verfolgter Arbeiter Gerhard Krauthosf ans Wesel. □ Groß en-Bus eck, 15. Aug. Beim Koruaufladcn ercigitele sich am Donnerstag ein bedauerlicher Unglücks-I fall. Eine Witwe namens Seipp, deren '-Miami erst vor! wenigen Wochen gestorben ist, wollte gerade die letzten Ge- bunde ausladen, als die Kühe anzogen und der Wagen infolgedessen einen Abhang hcrabslürzte. Die Fran wurde erheblich verletzt, u. a. brach sie ein Bein, so daß sie in die Klinik nach Gießen gebracht werden mußte. cP Hungen, 14. Aug. Tie Gewerkschaft Elisen- burg bei Hof Graß legt gegenwärtig eine große Eisenstein Wäsche an und hat G^länoe angekaust, um nach der Oberhessischen Bahn eine Drahtseilbahn herzustelleu. Lauterbach, 14. Aug. Den Hcinr. Sandmann II. Eheleuten dahier ging heute anläßlich der Feier der goldenen Hochzeit seitens S. K. H. des Großherzogs ein Glückivunschschreiben nebst Bildnis mit höchsteigenhändiger Unterschrift zu. — Der Lachdeckermeister K iller von hier, der gestern mit seinem Motorrad zur Brandstätte in Herbstein eilen wollte, fiihr gegen 9 Uhr auf der Straße Nixfeld- Herbstcin in das ihm entgegen kommende Fuhrwerk des Landwirts Töll von Stockhailsen, das nicht beleuchtet war. Trotz Zurufens Dülls, der den Motorfahrer anfahren fah und zur Seite fuhr, konnte das Unglück nicht vermieden werden. Killer siel wider die Deichsel und verletzte sich am Kopfe derart, daß er beivußtlos in das hiesige Krankenhaus verbracht werden uiußte. An feinem Aufkolumcn wird gezweifelt. Er ist Vater von vier Kindern im Alter bis zu sechs Jahren. lp Gedern, 14. Aug. Dus Hagelwetter im Juni hat in unserer Gemarkung am Getreide großen Schadeu angerichtet, der von den Landwirten beim gegenwärtigen Einfahren der Flucht erst recht empfunden wird. An den Halmen hängen nur noch wenige Aehren, viele Leute fahren nur das leere Stroh heim, sie werden kaum das Korn für die Winteraussaat wjeder ernten. Wie hier, so ist es auch in dem nahen Steinberg. Da es seit den 40er Jahren nicht mehr gehagelt hat, so traten die meisten Landwirte aus der Hagelversicherung, so daß nur etwa 4 Landwirte Entschädigung erhielten. Der Schaden wird auf etwa 2 000 0 0 Ai ark geschätzt. Unter diesen Umständen ist es sehr fraglich, ob das geplante Denkmal für den General Franseky zustande kommt, das durch freiwillige Geldspenden hier errichtet werden soll. 0 Rodheim a. d. B., 14. Aug. Tie Spar- und T ar lehns tasje in. u. H. des Bezirks Rodheim hat an Kapitalien ausgeliehen: gegen Obligationen 539 939.54 Mk., gegen Bürgschaft 180 306.21 Mk., gegen Güterkaufgelder 29 826.09 Mr. und gegen Wertpapiere 102155.09 Mk. Tie Passiva betragen: ausgenommene Kapitalien 859 495.22 Mk., Geschäftsguthaben der Mitglieder 6122 Mk., Reservefonds 36 080.46 Mk., Spezialreservefonds 13 609.17 Mk.. Reingewinn 1872.10 Mk. Die Zahl der Mitglieder beträgt 542. 8. Weilburg, 14. Aug. Die Einweihung des Herzog Ad ols-Dcnkrnals ist jetzt bestimmt aus Riitt- woch den 21. August vorgesehen. Die Großherzogiu-Nwtter von Luxemburg, Herzogin zu Nassau, sowie der Erbgroßherzog und die Erbgroßherzogin von Baden werden zu dec Em- weihungsseier hier eintreffen. Auch die beiden luxemburgischen Prinzessinnen haben ihr Erscheinen zugejagt. — Der Sohn einer hiesigen Familie hat durch Selbstmord seine Familie in große Trauer versetzt. Bergwerk. Ein größeres Mauqanerzdergwerr unteres Bezirks ist in ausländische Hände übergegangen und soll dem Vernehmen nach bedeutend vergrößert werden. Bierbrauereien. Die neue Brausteuergesetzgebung sowie die Zollcrhöhimg auf Gerste, Hopfen, Malz usw. brachten der gesamten Brauindustrie derartige 'Mehrkosten, daß sie genötigt war, die Alehrbelastunq auf die Konsumenten abzuwälzeu, was indessen nur zum Teil möglich war. Tie Braiiereieli klagen allgemein über Rückgang des Reinertrags und sehen sich gezwungen, sich zu Ringeli zilsammenzilschllebeii. B l e ch w a r e li f a b r i k a t i o n. Umfang und Absatz war befriedigend. B ii ch d r it ck e r e i e li. Die schivcbeiiden Verhaudlungeii und die wechseliideii Ehaiicen bezüglich des Zuftalidekoliimeiis der Er» neilerimg Der Tarifgemeinschaft der Buchdrucker beuiiruhlgten dieses Gewerbe, führten jedoch erfreulicherweise Ende des Jahres zmn Al'schliiß eines neuen Abkommens, dessen Folge durchweg eine Erhöhiiiig der Preise bediligt. E h e Ui i s w e F a b r i t. Bei voller Beschäftigung und schlankew Absatz waren Retortellkohleii stark llachgefragt, währeild analog hierzu die Nachfrage uad) Waldkohlen uachlüßt. Infolge der erhöhten Herslelllmgskosten zogen tue Preise von essigsaurem Kalk und Essigsäilie etwas an, während die von Holzgeist u»ld Holzgeist. prouiifien etwas zurüclgiugeu. Diese Industrie klagt über nmnßcluDeu Zollschutz gegenüber dem Auslaiid, währeild das Auslend ins» desoildere Rußland uiiö Oesterreich-Ungarn unsere Ausfuhr durch übermäßige Zölle belastet uni) schädigt. Zigarren- u n d T a b a k f a b r i k. Ter Absatz^war -gut, das Erträgnis dagegeii geriliger, da trotz der enormeii 'Steigerung der Rohtabakpieue und Erhöhimg der Prodiiklionskosten das Fabrikat nicht entsprecheude Erhöhung finden konnte. Eisengießereien. Bei erhöhter Beschälligung und gutem Absatz klagt' die Judiistne über das alidauernde Allßveihältms, daß deii durch die Kärll'lle erhohteii Rohelseii- ur.b Kohleupreisen die Verkaufspreise liicht entsprachen. Elli befriedigelideS Resultat fonnte nur durch gesteigerte Prodiittiou gezeigt weiden. F l a j ch e u - G t a s f a b r i k a t i o ii. Die 1906 erfolgte Steigerung der Flascheupreife wiirde durch die Erhöhung der Preße für 'Rohmaterialien (Kohleii usw.) wieder aiisgeglicheii, zumal ältere ^ldfchlüsse zil erledigen waren, — Der Export ist durch die hohen Zollsätze des Aiislandes unmöglich, und krankt diese Industrie andaueriid daraii, daß die Hauptabnehmer, die 'Mineralvruiilien, infolge der hohen Zolljätze fchivierigen Export haben. Gerbereien. Das Jahr ivar für dieses Gewerbe sehr un- günstig, da die steigenden Hüulepreise uiiö Erhöhung der Lohrinde liicht deii Lederpreiseii elilfprechen. L a ck i a b r l k a l i o ii. Die Erhöhung der Zölle hat den Expo« liach deii Nachbarläiidern erschivert mid zwingt zahlreiche Fabriken diescr Braliche ziir Errichlnng von Lackfadiikeii in der Schweiz und Oesterreich usw. — Dcr Umsatz hielt sich auf der gleichen Höhe wie un Vorjahr, dagegen ivirb über die weitere Steigerung der Rohmaterialien infolge Ringbildung geklagt. [ L i k ö r f a b r i k a t i o n. Stach mehrjährigem ungiinftigen Geschäftsgang brachte der Rückgang der Sprirituspreije dieser Branche em'uje Besserung. Unverändert wird jedoch über die eiiornien Spesen, das lauge Kreditgeben und vor allem über den Uiisiig mit Geschenken usw. geklagt. Vermischte». • Automobilunfälle. Beim Training auf t Radrennbahn in MilvertZhofen bet München hatte Dircki Brauda, während er in höchster Geschwindigkeit die Bo durchfuhr, an seinem hundert-pferdigen Darraeq Rennwag einen Pneumatikdesekt. Dec Wagen schoß in rasendem Tem die Zielkurve empor, überschlug sich und stürzte auf anderen Seite die 8 Meter hohe Böschung hinab. Brau erlitt einen komplizierten Beinbruch, sein Chauffeur inn Verletzungen. Dec Rennwagen wurde zertrümmert. — 2 folge eines Zusammenstoßes eines Automobils und ein1 Wagen sind 10 Personen schwer verletzt worden. i Kleine T a g e s chr o n i k. Das Ehepaar v. Krup Bohlen errichtete anläßlich der Geburt eines Sohnes in Neuwied ein Erholungshaus für Beamte des «Sei — In dem Nordseebad öt. Peter wurde in einem Hotel „ Liebespaar, das sich alsl Kaufmann Krause un\ Frau in i Fremdenbuch eingetragen hatte, erschossen aufgefunden, handelt sich um einen 23 jährigen Tu chf a b ri kan t en a Worms und um eine 19 jährige Dame aus Hamburg. mißlicher Verinögensverhältnissc und Iveil sich die Ell der Heirat der jungen jCeuie widersetzten, ist das Paar gement m den Tod gegangen. — In dem Ra u b m ord pro z e ß g< den Zirkusdirektor NiederK)ser in München gelang es Stacttsanwallschast, den Oberkellner eines Wiener CafeS^ zu Mitteln, bei dem Niederhvfer die dem crnwrdeten KaufM Hendschel geraubten Ringe, ebenso die filbeime Zigarrendost, t Hendschel, wie nachgewiesen ist, bis zum Tage seines Verschi' SseIo wurden drei stuige Leute verhaftet, ein Eisenbahntecy'- ni(er und zwei junge Mädchen, Zuhörerinnen der höheren Francnkurse. Sie werden beschuldigt, im Lager des Kürap'ier- regintented unicr den Soldaten revolutionäre Propaganda getrieben zu haben. — In Finnland sollen sofort große Manöver der russischen Truppen jtattfiufcen. Nach Helsingsors sind bereits 4000 Mann abgegangen. Auch Torpedoboote und Truppen sind in der Nähe von Abo konzentriert. Die Bevöllerung bo= obachtet die russische Machtentfaltuug vorläufig passiv. benS Besatz, verbindet hat. Nicberhöfer wurde bcm Miner y^jeniibevgeftellt und gab zu, daß er die Sachen bei dem Kvllner verpfändet habe. Er erklärte aber, daß Hcndschel ihm die Lchmuckhrcke gcichenkt habe und leugnet, den Mord begangen Zu haben. — In Berlin bedrohte der 30jährige Schlosser Nawahw )cine ,n'au meinem plötzlichen Tobsuchtsanfalt mit iiii'-nt ^uchenmener. Tie Bedrohte wich dem Tobenden glücklich aus, und bie)er brachte sich selbst schwere Verletzungen bei. Ltutüberstwmt wurde er nach einer Unfallstation gebracht, doch gelang es nur schwer, den Tobsüchtigen zu bündigen, uni ihm MN verbände an le gen zu können. {,— Bor etwa acht Wochen erfolgte in den königlichen Salzbergwerken in Hohensalza ein Wassereinbruch. Man legte damals dem Vorfall die Bedeutung nicht bei, die ihm nach dem Umfange, den er jetzt angenommen hat und nach seinen schweren Folgen zukommcn muß. Ter Wasseveinbruch ging schnell auf die benachbarten Schächte der Steinsalz- und Sodawerke-Aktiengesellschaft über. Tiefe mußte infolgedessen sofort die Steinsalzförderung einstellen. Die Grubenbaue blieben unter Wasser. Ter Andrang des Wassers beträgt jetzt 7000 Kubikmeter pro Tag. — In Zabrze (Schles.) wurde die Arbeiterfrau Mathemik wegen Vergiftung ihres einzigen Kindes verhaftet. Tie Täterin ist wegen Totschlags bereits mit 7 Jahren Zuchthaus vorbestraft. — Bei der Staatsanwaltschaft von Neapel sind 19 Anzeigen von Eltern, Vormündern und Ehemännern gegen den Pater Dinnaj o, V i z e- bür germeister des Stadtviertels Capo di Monte, wegen Vergehens gegen Frauen und Kinder eingereicht worden. Dinnajo trieb die Dreistigkeit soweit, daß er die Eltern aufforderte, ihre Kinder in seine Wohnung zu bringen. Auch der Leiter des betreffenden Polizeibezirks hat Verleumdungsklage gegen ihn angestrengt, weil er lich rühmte, kein Mensch wage es, gegen ihn vorzugehen. JlM gefällige Frauen (Händlerinnen) befreite er von den städtischen Abgaben, während er WiderIpenstige den ärgsten Versolgungen aussetzte. — Man erfährt aus Marseille, daß der AL ö r d e r G o u l d im Gefängnis sich erhängt habe. Offiziell wird bestätigt, daß Gonld gestanden hat, in der Trunkenheit die Liway tmwrbet zu haben, die ihn um Geld anging. Er habe^dann die Leiche zerstückelt. Seine Frau habe ihm geholfen, die Spuren des Verbrechens zu verwischen. Die Nachricht von dem Selbstuwrde GouldS wird bisher nicht bestätigt. — Bei B rest (Fwankr.) entgleiste ein Personenzug. Ter Lokomotivführer wurde getötet, der Heizer und ein anderer Bahnbeamter erlitten tötliche Verletzungen. Die Passagiere kamen mit Deut Schrecken davon. — Vom Ze ittkampe (Steiermark) stürzte der Wiener Lehrer Kirchenhoser ab und blieb tot. — Bisher mrbekannte Individuen haben versucht, in den Park an Der Villa des Königs von Italien in Poggia Brand zu legen. Das Feuer wurde gelöscht. ■__________________________ Gerichtssaat. Berlin, 15. August. Wegen fahrlässiger Tötung rourbe der Hauptmann von Unruh von der 6. Kompagnie des l. Garde-Regiments vom Kriegsgericht der 1. Division zu sechs Wochen und einem Tag Gefängnis verurteilt. Vor etwa 14 Tagen war das 1. Garde-Regiment nach dem Uebungsplatz Döberitz marschiert und die 6. Kompagnie hielt dort unter Leitung des Haupl- mannes von Unruh ein Gefechtsexerzieren ab. Nicht weil von der Stelle, an der die Hebungen vorgenommen wurden, wurde von einem ändern Truppenteil Scharfschießen abgehalten. Eine verirrte Kugel traf einen der Grenadiere der 6. Kompagnie und tötete ihn. Das Gericht erklärte, der Hauptmanii hätte ivissen müssen, daß in der Nähe scharf geschossen wurde und 'infolgedessen seii-.e Mannschaften an der gefährdeten Stelle nicht üben lassen dürfen. Nürnberg, 15. August. Das Schöffengericht verurteilte den Redakleiir Dr. Weil von der sozialdemokratischen Tagespost wegen Beleidigung des Bürgermeisters des Vorortes Laufani- bolz, verübt während der Landtagswahl durch den Vorwurf, der Verzögerung der Ableistung des Bersassungseides zu 14 Tagen Gefängnis. London, 14. Aug. Kapitän Syeamore von der deutschen Pacht Navahoe, die dem Konsul Waetjeu in Bremen, dem Sieger m der letzten Dover-Helgoland-Regatta gehört, wurde gestern n Colchester wegen Schmuggels miteinerGeldstrase von 100 Pfund Sterling belegt. Nachdem die Navahoe ohne die deutsche Flagge Brigtlingsna angelmifen hatte, bemerkten Zollwächter, wie der Steward nachts mit einer großen Menge unverzollten Tabak in einem Boote an Land ruderten. Sie nahmen darauf eine Durch- suchung der Pacht vor und entdeckten große Qilanliläten Parfüms, Tabak und Spirituosen. Das Gericht kam zu einer Verurteilung, obwohl der Steivard und die gesamte übrige Mannschaft beschwor, der Kapitän habe von dem Vorhandensein der Köntrebande nichts gewußt. Vom Gerichtshof wurde Oie Gesamtstrafe von 46 000 auf 2000 Piund ermäßigt. Kandel. Kohlenmarkt und Börse. Durch Wochen und Monate mußte gemeldet werden, daß der Bedarf an Kohlen nahezu unerschwinglich ist und Auslandskohlen, speziell englische, ein- geführt werden müssen, um den dringendsten Bedürfnissen zu genügen. In vielen Zeitungen konnte man lesen, daß etwas geschehen müsse, um der Kohlennot zu begegnen. In neuester Zeit hat nun die Spannung etwas nachgelassen und dies wurde an den deutschen Effektenmärkten sofort mit einem Rückgang in Kohlenaktien quittiert. Daraus ist wieder zu ersehen, in welch schwachen Händen gegenwärtig das Börsengeschäft ruht Dann ift aber auch noch darauf hmzuweisen, daß der letzte Essener Börsenbericht, auf Grund dessen die Kohlenaktien zurückgegangen sind, einen Wortlaut hat, der der Börse überhaupt keinen Anlaß zu Rückgängen bot, denn es heißt: „Durch die gestiegene Kohlen- forderung ist eine Beruhigung des Marktes eingetreten Alle Produkte finden schlanke Aufnahme. In Hausbrand und einigen Spezialsorten kann die Nachfrage noch nicht gedeckt werden." Temnach haben die Effektenbörsen diesen Bericht wieder anders gedeutet, als er lautet. Nach der Börsenauffassung des Essener Berichtes beginnt die seitherige scharfe Nachfrage nach Brennstoffen nunmehr einem ruhigeren Geschäftsgänge Platz zu machen. m • tc* 5 r 0 11 f u r t a. Al., 15. Aug. (£eiegr. r_wig.-Bericht des »Gieß. Auz.".) Amtliche Notierungen der heutigen V i e h m artt- preis -r. Zum Verkaufe standen: 23 Ochsen, 00 aus Oesterreich 0 Bullen, 1 aus Oesterreich, 93 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder 00 aus Rumänien, 885 Kalber, 55 Schafe und Hämmel, 2 Ziegen, 0 Ziegenlämmer, 0 Schastämmer. Bezahlt wurde für das Pfund Schlachtgeivlcht: Ochseii: 1 Qualität 83—85 Mk., 2. Qualität 76—80 Alk., 3. Qualität 70—72 Alk.: Bullen: 1. Qual. 73—75, 2. Qual. 70—72; Kühe 1. Qualität 75—77 Alk., 2. Qual. 72—74 Alk., 3. Qual. 64—66 Alk., 4. Qual. 00—00 Alk., 5. Qual. 00—00 Mk. Kälber 1. Qual. 76—84 Pfg., Lebendgewicht 49—54 Pfg., 2. Qualität 60—66 Pfg., Lebendgewicht 00-00 Pfg., Schlachtgew. 00—00Pfg.; Schafe: 1. Qual. 84—00 Pfg., 2. Qual. <8—80 Pfg. — Geschäft: bei Hornvieh flott, Ueberstand unbedeutend. Kunit rnrd — Tie vom König voii WürUemberg eiligejetzte Kommission hat für den Neubau des H o f t h e a t e r s in Stuttgart den Platz des bisherigen botanischen Garteiis in den königlichen Anlagen vorgeschlagen. N n«n J?lgcilke Auslassung der bekannten Fachzeit- schrtst „Der Manusakturift": „Nicht nur die Angestellten, sondern auch der kleine Geschäftsinhaber bedarf im Interesse seiner Fa- milie und nicht zum mindesten zur nngeschwächten Erhaltung seiner Arbeitskraft der Abendruhe, Diese kommt ohne die erzwungene Einschränkung gerade bei denen zu kurz, die von frühester Stunde an int Geschäft sein müssen. Gibt es dann in kleinen Geschäften auch am Tag ab und zu stillere Stunden, so sind solche gerade für den Inhaber noch keine genügende Erholung. Dieser letztere Gesichtspunkt wird unseres Erachtens bei der Ladenschlußfrage überhaupt noch zu wenig berücksichtigt jedermann wird zugeben, daß für den Geschäftsinhaber noch mehr als für den Angestellten die Arbeitskraft, die geistig« Frische ein wichtiger, geschäftlicher Faktor ist. Das zu leugnen wäre Torheit in einer Zeit, wo es für den Unternehmer darauf ankommt, daß er alles, was für sein Geschäft in Frage kommt, genau bedenkt und fortgesetzt im Auge hat. Allerdings darf er sich's, was der Angestellte nicht kann, auch einmal in den Abendstunden etwas leichter machen und sich eine kleine Erholung gönnen, aber für sein Geschäft ist es zweifellos ersprießlicher, wenn er dazu den Abend hat und am Tage der Ruhe überhaupt nicht bedarf. Nach dem allen sind wir der Ansicht, daß keineswegs nur der Angestellte, sondern auch der Inhaber des Geschäfts des freien Abends bedarf. Der „Feierabend" ist nicht etwa nur ein Stück alter Poesie, nein, er ist auch heute ein wirtschaftliches Bedürfnis, und zwar für jedermann." Auch in Gießen machen sich in letzter Zeit dahingehende Bestrebungen bemerkbar und es scheint so, als ob ihnen von vielen Ladeninhabern große Sympathien cntgegengebracht werden. Für Geschäfte, die ihren Laden morgens früh vor 8 Uhr öffnen, ist der 8 Uhr-Ladenschluß zweifellos sehr angenehm, da sie durch die llstuudige Minimalruhezeit gezwungen sind, in den ersten Morgen- und letzten Abendstunden nur mit halbem Personal zu arbeiten, was gewiß mancherlei Unzuträglichkeiten im Gefolge hat. Wie uns mitgeteilt wird, beabsichtigt die hiesige Ortsgruppe des Deutsch-nationalen Handlungsgehilfen-Verbandes in eine Bewegung für einen einheitlichen 8 Uhr-Ladenschluß einzutreten. E. . . .T. Grigittai-DrahtmelSungen« Kassel, 15. Aug. Bei der gestrigen Galatafel brachte der K a i s e r einen Trink sprach auf den König und die Königin von England, sowie d^-s ganze englische Volk aus, indem er zunächst für den Besuch dankte und dann sortsuhr, daß er in dem Besuch den Ausdruck der verwandten und freundschaftlichen Gefühle erblicke, die zwischen den beiden Herrschersamilien beständen und den Ausdruck der guten Beziehungen zwischen den beiden Völkern. König Eduard erwiderte den Trinlspruch in deutscher Sprache. Er dankte für den guten und freundschaftlichen Willkommengruß und gab seiner Freude Ausdruck, daß er zu dem leider nur sehr kurzen Besuch habe hier Herkommen können. In dem herzlichen Empfang, den ihm die Truppen und die Bevölkerung Kassels bereitet hätten, erblicke er den Beweis der besten und angenehmsten Beziehungen, die zwischen den beiden Ländern beständen. D ö m i lj (Meckl.), 15. Aug. In der hiesigen Dynamit- fabrik erfolgten mehrere heftige Explosionen, die so stark waren, daß die Fensterscheiben in der Stadt massenhaft zertrümmert wurden. Nach den bisherigen Feststellungen wurden etwa 80 Personen verwundet und vermutlich sind auch einige getötet. Der Brand der Fabrik dauert an. Wien, 15. Aug. Wie die Zeit meldet, ist gegen den bekannten Schriftsteller Roda-Roda, welcher Österreichs scher Reserve-Offizier ist, wegen verschiedener seiner Er» Zahlungen sowie wegen seiner Beziehungen zu der Freifrau v. Zeppelin das ehrengerichtliche Verfahren ein- geleitet worden. (Vor Jahr und Tag bereits gab Roda-Roda, der vielgenannte Mitarbeiter der „Jugend" und des „Sim- plicissimus", durch Inserate in einer Reihe von Zeitungen und Zeitschriften bekannt, daß er sich mit Freifrau v. Zeppelin „in freier Ehe verbunden" habe. D. Red.) Paris, 15. Aug. Der König von Siam kam um Mitternacht hier an. s (E£ töinterkljr für Kranke. Warme geschützte M fch ”IIHCI ÄUI IUI am Südabhange des Taunus. B 00413 rrm. Veh eingerichtete kleine An O Spezialtieilanstalt. Central K |äS9 gj H Kg zung u. Beleuchtung, geheizte Liege- M pTfil H H halle und Corridore. Sorgsame ** “ *3 W '•Sy Sa u Behandlnng und Verpflegung. wx**''1* reu..(Dependance tür Minderbemittelte.) Prospekt' ' Dr. M. Schulze-ltahleyss, Nervenarzt. Sanatorium Hofheim im .Taunus. Nachruf Giessen, den 14. August 1907. Beerdigung Freitag abend 1/iQ Uhr von der Kapelle des neuen Friedhofs. 5216 M ; - c- M M >s 1 M KM W Bekanntmachung. 3n das Handelsregpter Abt. A. wurde eingetragen: Die Firma Anna Marg. Lamberth zu Gießen. Gießen, den 14. Llugust 1907. _________________Großherzogliches Amtsgericht.__________b15/r Bckanntmachimg, die Bertilguntt der Feldmäuse vetrcsfend. Nachdem sich ergeben hat, daß die Feldmäuse in verschiedenen Teilen der Gemarkung in einer Zahl auftreten, daß Maßregeln zu ihrer Vertilgung geboten erscheinen, ist ein größeres Quantum vergifteter geschalter Weizenkorner beschafft worden und wird den Besitzern von Grundstücken zur Verfügung aesteUt. Die Ausgabe erfolgt täglich vormittags zwischen 7 und 8 uljr in einer Halle aus dem Biehmarktplatz. Die Besitzer von Grundstücken werden ersucht, im Bedarsssalle sich den erforderlichen vergifteten Weizen abzu- holen, bet dem Legen desselben aber mit der nötigen Vorsicht vorzugehen, damit hierdurch nicht Gefahren für andere Tiere entstehen. Die Weizenkörner dürfen nicht ausgestreut, müssen vielmehr in vorhandene Mauslöcher so tief als möglich eingeführt werden. Gießen, den 14. August 1907. Großherzogüche Bürgermeisterei Gießen. I. V.: Curschmanu. B15/s Der Vorstand der Israel. Beligionsgesellschalt J. Grünewald. Adele geb. Fangmann. Unser kleiner Sohn Wilhelm Ulrich starb heute abend 3/46 Uhr an einer Darmerkrankung. Mit der Bitte um stille Teilnahme Th. Vaubel und Frau Der unterzeichnete Vorstand und mit ihm die ganze Religionsgesellschaft betrauern tief den Heimgang dieses treuen und zuverlässigen Freundes, dessen Andenken bei uns in hohen Ehren bleiben wird. Seine Friedensliebe, sein Gerechtigkeitssinn und seine Gottesfurcht gereichten der Religionsgesellschaft zum steten Wohle. K 44/07 B18/7 Donnerstag, den 29. "August I. Js., nachmittags 3 Uhr wird in unserem Amtszimmer die dem Hermann Euler 11. in Gießen gehörige ideelle Hälfte der Hos- reite Fl. V Nr. 10352 qm, am untersten Riegelpfad öffentlich versteigert. Auswärtige ^Bieter haben ihre Zahlungsfähigkeit nachzuweisen. Gießen, den 17. Juli 1907. Grotzherzogl. OrtSgertcht. I. V.: Senner, Gerichtsmann. K 43/07 B“/t Donnerstag, den 29. August 1. Js., nachmittags 3 Uhr wird in unserem Amtszimmer die dem Herm. Euler 11. in Gießen gehörige ideelle Hälfte der Ho freite Ft. V Nr. IO^/jo, 352 qm, am untersten Riegelpfad öffentlich versteigert. AuSivürtige Bieter haben ihre Zahluiigsfähigkeit nachzuweisen. Glegen, den 17. Juli 1907. Großherzogi. Ortsaericht. I- B-: Senner, GerlchlSmann. Gestern verschied nach längerem Leiden das langjährige Vorstandsmitglied der hiesigen israelitischen Religionsgesellschaft Herr llermaiiBa Kai» IV. C15/s Für Hotels, Restaurants end Pensionate ist von ganz besonderem Vorteil. Sie ist selbstbereiteter Fleischbrühe vollständig ebenbürtig und wird in gleicher Weise und überall wie diese verwendet. Nur in kochendem Wasser aufzulösen. In Büchsen zu 50 Pf§.. M. 1.25, M. 3.— usiv. bestens empfohlen von Gg. Wallenfels, Marktpl. 21. Tel. 46 ...IVIAGGI5 ' Flr K 31/07 B16/, Donnerstag, den 29. August l. Fs., nachmittags 3 Uhr werden in unserem Amtszimmer die den H^ Earlö Ehel. gehörigen Parzellen Fi. V Nr. 2014/io Hofreste im Günthersgraben, 149 qm, V 20r/lo Grabgarten das., HO qm, V 2017/lo Grab garten daf., 136 qm, V 201ö/io Hofreste das., 151 qm öffentlich versteigert. Auswärtige Bieter haben ihre ZahiungSfähigkeil nachzuweisen. Gießen, den 17. Juli 1907. Grotzherzogl. Ortsgericht. F. V.: Zenner, GerichtSmann K 52/07 Bu/8 Donnerstag den 19. Sept. 1907, nachmittags 3 Uhr werden auf hiefigem OrtSgertcht die Liegenschaften der Peter Attnkc Ww. und Kinder, nämlich Flur 38/31,5 = 135 qm Gr ab garten am Hanun am Neuftäbier Tor Fiur 38/31,3 = 479 qm Hofreste daselbst Fiur 28/47 = 732 qm Acker auf dem ^sand bezügl. der den Schuldnern zustehenden ideellen Anteile, ferner Flur 1/374 — 974 qm Hofreste in der Walltorstratze bezügl. deS der Peter Minke Ww. zuitehenden idellen Anteils öffentlich meistbietend versteigert werden. Gietzen, den 14. August 1907. Grotzh. Ortsgericht Gietzen. Gros. Versteigerung. Freitag ven 16. August l. I., nachm. 4 Hur, sollen im Pfand lokal, Settere-weg 11, dahier eine Anzahl Mobiliargegenstände, wie Schränke, Kommoden, SofttS, Tische, Stühle, Waschtische, Spiegel, 1 großer Musikautomat, zwei Dtzd. Paar Schaslenstiefel, 10 Sack Mehl, 4 Kannen Lack, 2 Kassen- fcinälike, 1 Partie eichene Bohlen 2 Pferde und 2 Wagen versteigert werden. 5161 G e m mecker, Psandmeister. Die gesamten Warenbestände der Firma Herrn. Katz, Mäusburg 5 werden um schnell zu räumen zu jedem annehmbaren Preise abgegeben. 05831 3 Zimmer Turnverein Giessen 2 Zimmer 5209/ I bring, Lich. iK 55/07 B18/f Mansarde (2 Zimmer) zum 1. Ölt. zu verm. sicher Str. 17. [05857 ß WUDU Sch. 3-Zimmerw. p. 1. Sept. evl. 1. Ott, z. v. Dammslr. 48, p. [05834 Joh.VaHlaof Rcmseneid Bedeutendste Specialfabrik für üos Wiederverköufer i werden an ölten Plätzen nnmhoft Gesunde 3- und 2-Zimmerwohn. an ruh. Leute sofort zu verm. AüHkhkvdcr Kommis von hies. lllolonialw.-Engrosgesch. »es. Schriftl. illleld. unter 5189 Ml d. Giegener Anzeiger erbeten. zu vergeben. Nur erste Firmen, im Besitze von Pferd und Wagen erhalten den Vorzug. Angebote an Haasen- stein & Vogler, A.-6U, Köln, unter „Quelle*-. kl» reim. Tkükl (Rüde) zirka IV, Jahre alt, ist billigst abzugeben in der Brauerei Uanzeckilttt per Pfund 56 Pfg. reines [4078 Zchmirlkschmlj per Pfund 60 Pfg. L. Steinliilnser 27 Seltersweg 27 l 17 Neuen Baue 17 .4 U5826J 3-Zimmerw ohnung z. verm. ^Näheres Bahnhofltr. 56, II. St. Neuer Saalbau (Steins taten) Der Betrieb des Etablissements wird für Rechnung der Konkursmasse unverändert fortgefuhrt. Herr Heyno Bues list von mir beauftragt mit der Fortführung des gesamten ' Betriebes, lieber alle Lieferungen sind nur die Rechnungen i stets alsbald einzureichen. 5172 Der Konkursverwalter: Dr. Spohr, Rechtsanwalt. Neue Sciltt-Liiijen ' eingetroffen. [5212 Jakob Materrrus, Ecke Klinik- u. Fraittfurterstraße. 2 Wtans.-Wohnurigen, 3 Simmer d. Neuzeit entsprech., m. Garten, yteubaui-en Wilson str. sofort zu verm. Näheres Ederstr. 14p. [3140 Schottstratze 7 3-Zlmmerwohn. (Dlansarde) zu verm. per sof. od. später. Näh. Walltvrsrr. 51. L4707 Heute und morgen Nürdfleifch 54 Pfg. B15/« Vertretamg. Für Giessen und Umgebung ist die Vertretung eines allgemein beliebten Mineralbrunnens auf eigene Rechnung an einen [hv14/a tatkräftigen Vertreter Modernes GksWtchairs in averbester Lage der Stadt großer Laden, 3 sehr große Schaufenster mit moderner Geschäfts-Einrichtung, für jede Branche geeignet, sofort zu verkaufen ober zu vermieten. Gas, Elektrisch, Kanalisation, Telefon vorhanden. 3 Stockwerke, modern eingerichtet, Bade- Einrichtung 2C. Näheres in der Geschäftsstelle des Gießener Anzeigers. [05832 1 gebr. Halbvcrdeck m. abnehmb. Bock, 1 leichter Pritschenwagen, sehr wenig gebr., f. Flaschenbier- bandlg.od. für Molkereien geeignet billig zu verkaufen. 05784 Georg Bestoss, In LöberS Hof. Lack. Bettstelle und Tisch billig abzug. Stephansir.29,111. [05828 Donnerstag, den 19. Sept. 1907, nachmittags 3 Uhr wird [auf hiesigem Ortsgericht das vor idem Namen des Johö. Bufcher -stehende Grundstück der Gemark- [ung Gießen ^l/123615Aoo ^^446 qm Hofreite im öffentlich meistbietend versteigert werden. ! Auswärtige Bieler haben sich [durch ein Zeugnis ihrer Heimats- Ibehörde über ihre Zahlungsfähig- ckeit genügend auszuweisen. Gießen, den 14. August 1907. Großh. Ortsgericht Gießen. Gros. Schöne 3—4 -Zimmcrwobrrg. im 1. St. sof. oder später zu vermiete». Neustadt 41. [116 05796] Teigler, Bahnhöfe 20. Schanzenstraste 18 eine Wohnung von 2 Zimmern, fowie eine solche von 3 Zimmern nebst Küchen im 1. Stock sofort zu vermieten.__________________[5141 Zn meinem Neubau Asterweg 56 ist eine 2- u. 4-Zimm.-Wohn. mit Loggia und allem Zub. zu verm. 298/]Georg Haubach. Gut möbl. Simmet für 2 Mon. zu v. Ludwigs platz 4,111. [05776 Gut möbl. 3im. an bess. Herrn zu verm. Bleichstraße 8, II. [05771 tönte Mimm Zwiebeln offeriere zu Mk. 4.25 per 50 LUlo, nut Sack, ab Station Ranstadt, gegen ^Nachnahme. Größeres Quantum billiger. [5210 H. Halberstadt, Nieder Mochstadt (Wetterau). Wanzentod einzig sicherstes Mittel. gdafdje 50 Pfg. Spezialität der Adler Drogerie, Seltersweg 39. 14/aJ Otto Schaaf. Landgraf Philipp-Platz 10 ist fchöne geräumige 3-Zunmenv. per fofort zu verm. [4225 Näheres Frankfurter Straße 29. 3-Zimmerw. per sofort zu verm. 05703] H. Frevel, Schützenstr. 8. Mehrere 4-, 3- und 2-Zimmer- Wohmmgen per fofort oder spät, zu vermieten. [4928 Gebrüder Zutt, Steinftr. 84/86. Drei 4-Zimmerwohnungen und Noonstraße 18 5-Zumiierwohnung, 2. Stock, mit Bad und allem Zubehör, per 1. Oktober zu vernneten. [507b Diäheres Noonstraße 22, pt. Schöne 5-ZimmerwohnunHnt Zubehör zum 1. Okwber zu verm. ^käh. Steinstrage 48, p. [5001 Nord Anlage 1, I. 5-Zimntenvohnung mit all.Zubeh. zu verm. Näh. bei Bär & Weuer- vahn, lnlage 3. [1365 _ "aud rafeustr. 5 iji der mittl. Stock, u Zimmer nebst Zub., per 1. Olt. su vermieten. Näh. Seltersweg 89, IL Wem Pscrör- E-ose ä 1 Mk., ------------5. Sept. d.J. Itnb in allen durch Plakate kemit- lichen Geschäften zu haben. Hauptgewinne: 3 Einspanner, Ä Pferde und, Follleu, Fahrräder, Näbmaschuren, silberne Gegenstände re., Geüeral-Vertrieb Ric;t. iSu&ikactier Ncucn Baue 11, «daselbst 11 Lose für 10 Mk. solange Borrat. Für Porto u. Liste 25 Pfg. mehr). 5052 Mm FrHkmHÄ l^elbe Perle v. Erfurt 3.- M. Frullroscu 2.75 Ntk. pro Ztr. inkl. Sack versendet unter Nachnahme ab Station Echzell [4607 Ludwig Erb, Gchzell (Wetterau), Äartossel -veriaudgeschäft, la. Xarfoihii! per Zentner 4,— Mk. empfiehlt Hi Trechs^er Steinftr. A. Uo«) Telephon 581. Fedes Quantum frei Haus. Kartoffeln per Ztr. 3.50 u. 4.00 Mk. empfiehlt [5096 I. Weisel, Teichn 235, Erntestricke prima Qualität vorrätig. (5185 M. Rosenthal Landw. Maschinen und Geräte Liebigstr. 13. Fernsprecher 218. gegr. 1846. Sonntag, den 18. Angnst nachmittags Waldausfluß V «Daselbst Konzert, Kinderspiele und abends Lampionzug hn die Stadt. Abmarsch um ^4 Uhr vom Ludwigsplatz aus fmit Musik. Bei ungünstiger Witterung nachmittags 4 Uhr- Konzert in der Turnhalle. v15/8 Der Vorstand. Schott's Wemstnbe Täglisch frische [5106 - ISowie Neues Sauerkraut und neue Gurken empfiehlt [5109 J. Kunkel Neuen Bäue 7 Telephon 612 Neus Kartoffeln Gelbe Perle v. Erfurt 3.— Mk. Früh rosen 2.75 Mk. pro Ztr. inkl. Sack ab Station versendet gegen Nachnahme |460y A. Simon II., Echzell in der Wetterau, Kartossel-Veriandgejchäft, zwAhm Montags, Mittwochs, Freitags &3t frisch [4647 HoDäcker Noll. Neustadt 77 Mansarden-Wohnung sofort zu vermieten, per Ätonat Ätk. 25. 4413]____________ Fr. Krüger. Kl. ireundl. Wohnung zu verm. Monatlich 16 Mk. [5211 C. Steinhäuser, Neue Laue. j Möbl Zimmer | wimmer riatwrallee 16 6-Zimmer-Wohnung, pari., nebst Zubehör zum 1. Okt. zu verm. Stäheres daselbst 2. Stock. [4464 j & Zimmer j Schöne o-Zimmerwohn. [part.) M all. Zub. per 1. Okt. zu verm. 5221]___Roonstraße 2e>^ _ Schöne Wohnung (l.Obergeschoß) mit 5 Zimmern, Bad re. u. Zentralheizung per Ott. evenr. früher zu vermieten. Näheres 3624] Walltorstraße 75, I, Eine 5-Zimmerwohnung u. Nian- sarde per 1. Oktober getrennt od. einzeln zu vermieten. 5133 __________Liudcnplatz 4. ^ Schöne 5-Ztmmerrvohnung, der Neuzeit entspr. eiliger, mit Ldoch- u.Heizgas,Bad, Bleichpl., Trockenboden, per 1. Istov. ev. später zu nenn. Nah. Schillerstr. 26\_[50h Schöne 3-Zimrn.-Wohuung mit Gas u. all. Zubeh. per 1. Ott. zu verm. Bahntzofstr. 2, II. [4570 Schöne 3-Zimmerwohriung sos. oder per 1. Aug. zu verm. [4528 Steinstrahe 45. 'Näh, im Laden. im Neubau per 1. No- oktw-veit vember zu vermieten. Schriftl. Anfragen unter 05846 an den Gießener Anzeiger erbet. Helle große Werkttätte mit3—4 Zimmer-Wohnung, sow.Mansarde von 4 Zimmern an ruhige Leute zu vermieten. Näh. Ludwigstr. 14, 5135]Vorderhaus I. St. Stallungen für 4 Pferde zusammen oder getrennt zu verm. 05842]Süd-Anlage 3, II. Einfach möbl. Zimmer z. verm. 05830]_______Rodheimerstr. 2, I. Schlafstelle zu vermieten. 05816] Katbarinengasse 10. Frdl. möbl. Zimmer mit fepar. Eing. zu verm. Seltersweg 12 05856_____________ Mhfftlra »t—JP 2-Zimmer-Wohnuttg mit allem Zub. an ruh. Leute zu verm. [4974 ______Wesersrraße 9. K. Dörr. Schöne 2-Zimmerw. zu vermiet. 5179]Hamm [trage 15. | Ver sc hi e de ne j Blcichstrastc 5 Laden riebst Wohnung von fünf Zimmern, ferner der 2. Stock, bestehend aus 6 Zimmern, sowie eine kleine Mamarde, alles mit Zubehör, per 1.Oktober ev. früher zu verm. Näh. Nord-Anlage 38 5141]________________im Kontor. 5- u. 4-Zimmerwohnung in der Liebigstraße 93 per L August od. später zu vermieten. [4535 Näh, b. Friseur L.Zutt, Ludwigstr. Löbers Hof 4 3-Zirmnerwohnurig, der Neuzeit entspr., per 1. Sept, zu verm. 5219]______Näheres Neustadt 6. Groge 3-Ztmmerwohnnng, nahe d. Bahn, per 1. Okt. od. später zu vermieten. 5146 Dtäh. Grabenstraße 8, 1. Verfch. Nähmafchineu billig zu verkaufen. [05854 H. Strohbach, Bahnhofstr. 38. Mehrere gebr. Motorräder v. 150—300 Mark zu verk. [05853 H. Strohbach, Bahnhofstr. 38. Ein neuer Eisschrank, kl. tupf. Waschkessel billig abzugeben. 05858]_________ Walthorftr. 27. Pflaumen billig zu haben. 0584,N__________Kaiser-Allee 33. Pflaumen zu verkaufen. 05850]_______Bleichstraße 40, III. 1 Kaute Ätist z. verkaufen. 05840]____________Kaiserallee 3a. Gebrauchte Hobelbank event. mit Werkzeug zu kaufen gesucht. 05839]Neuenweg 36. Ein unterhaltenes Mirderbett wird zu tauten gesucht. 05851]Walltorstraße 11. Schön möbl. Zimmer zu verm. 05679]_________Bahnhofstr. 64, II. | L&den etc. | j 4 Zimmer j In mein. Hause Wcstaulage OO Parterreitock geräumige 4-Zim- merwohnung mit allem Zubehör (Elektr. Licht, Gaö) per 1. Juli zu vermieten. Herrn. Jacob. [5215 Noonstraße 24 4-Zimmerwohnungen mit Bad u. allem Zub. per 1. Okt. zu verm. 5079] 5stah. Noonstraße 22, pt. BZilbelmstraße 36 schöne 4-Ztmmerwooug. mit Veranda, Gartenant. und all. Zubeh. auf 1. Oktober zu verm. [5073 Näheres Mansarde daselbst. zirbiBraye 64, 11, rc*ts 4-Zimmcrwobnung mit Balkon Küche, Keller u. Gartenanteil, wegzugshalber wfortod. später zu vermieten. [4414 Dclepoon 345. Fr. Krüger. Walltorstraße 36—38. Telephon 644, Fernstes Spezialitäten-Theater Heute Donnerstgg, den 15. August: Abschieds-Vorstellung des gestalten Künstler-Personals. Mr^gcn Freitag vollständig neues wundervolles Programm u. a. Auftreten des Gngillül 8’[djrrtcH Marl gar. brr Da^aun Sauer, sowie die übrigen brillanten Spezialitäten. Ztsrker's Kiucuiatojjrazjh (uruefleu Irbrnbrn ^iölogrefinij Alles Nähere durch Plakate. Ab 1. September große Schcinwerferreklame. AbonnenientS werden am Buffet im Koloffeum entgegengenommen. 05866 Es ladet ergebens! ein Direktion Albert Kappmann. Nlahmttttkr!! Von einer ersten'Schuhcreme- Fabrik ivird ein bei einschlägigen Geschäften guteingeführrer Vertreter gegen hohe Provisie^i ges. 52071 M. Lutz, G. m. b. H., München, Fagerwirtstr. 15a. Ein mit den Verhältnissen der Stadt Gießen und Umgegend gut vertrauter Mann mit kleiner Kaution und guten Zeugn. als K'aMttlwte gesucht. Nur solche, denen ed um dauernde Stellung zu tun ist, belieben ihre Offerte unter 05835 an den Gieß. Anz. einzureichen. Einen Schreinergcscttcu sucht Aug. Hofmann, Wetzsteinstr. 40. ______________05848______________ Junger SWiebegrsellr Becker, Walltorstraße 53. GassiSchLe. Ein solider, kräftiger Mann als Gasstochcr, ferner ein JnftaÜaLeur für dauernde Arbeit auf sofort gesucht. Solche, die schon in Gaswerken tätig waren, erhalten bett Vorzug. [Cä/8 Städtische Eas- und Wasser- werke, Dillenburg. Tüchtiger Schuhmacher bei hohem X5oi)n gesucht. [05815 Heinr. LLibcLmi, Sonnenstr. 5. rluMige Arbeiter werden gesucht bei hohem Lohn Bahnhofs-Neubau Homburg vor der Hölle. Monteur Weiß. 20 bis 30 Arbeiter z. Wasserleitungsbau Bernsfeld (Station Nicder-Ohmen) gesucht. Zu melden a. d. Baustelle. [05827 Gichtiger fester per bald oder später gesucht. Gelernter Schmied od. Schlosser be= vorzugt. [5188] Gcbr. L-iaül. Kutscher tzesucht. 5108] Lobukutschcrei Funker. HMdursche °^Lurg Z«§crkr KuÄilrjlhc per 1. September gesucht. Jatob Maternus, 5213]________Klinikstraße 22._______ Ellrrurgische Klinik. Haustmrsche aus 1. September gesucht. [ß15/8 Dienstmädchen von kl. Familie (2 Personen) gesucht. [05829 _______________Alicestrahe 18, p. Gesucht besseres Mädchen uls Stütze in herrsch. Haushalt von 3 Pers. 2)cuß gut kochen, bügeln, servieren, etw. nähen können, für gröbere Arbeit Hilfe. [ss15/a Offenen mit Zeugn.-Abschriften und Gehalisansprüchen an Frau SSL Mühlmavaus, ___________Diez a. Lahn._______ KrsHeidklies KiuSerstaulcm gesucht. Schriftl. Meldungen unt. 05849 an den Gießener Anzeiger. Kravcs IrrustinäschkN gesucht. [05844 Frau Prof. Erb, Lahnstraße 11. ______Steine Gartenarbeit.______ Ein Laufmäbchen od. Frau ge- fucht. Bahnhofstr. 38, p. [05855 «wvc LktzkUlüdchkü ans nur achtbarer Familie gegen sofortige Vergütung. Bevorzugt werden solche, die etwas nahen können. S. Sammet, Bahnhofstraße, Manufaktur und Damenkonfektion.[05841 Aelteres Fräulein od. Frau zur Führung des Haushalts von Witwer (Beamter) mit 2 Kindern gesucht. Schriftl. Meldungen unt. 5223 an den Gießener Anzeiger erbet. Fuuges Mädchen für tagsüber für den Haushalt und zum Kinde gesucht. [05813 Frau DreysUst, Schulftraße 4. 1 tücht. Mädchen sofort gesucht. Kochen nicht erforderlich. Lohn 25 Mk. Zu erfragen in der Ge- schäftSstelle des Gieß. Anz. 5183 Tüchtiges Milche» gesucht. 5186______________Neustadt 8. Braves, zuverlässiges Allemmädchett welches alle Hausarbeit versteht u. ettvas kochen kann, für 1. Sept, zu kleiner Familie nach auswärts gesucht. [5147 Meldungen Hosmanustr. 14. Ein tüchtiger, alt. Herrjchafts- kutscher mchl passende Stellung. Schriftliche Angebote unter 05772 an den Gießener Anzeiger erb. Für einen tüchtigen Parker wird dauernde Stellung gesucht. Schriftl. Angebote unter 05773 an den Gießener Anzeiger erbet. VoionttcksteUe auf kau sm ännisches Kontor gesucht Schriftliche Angeb. unter 5171 an d. Gießener Anzeiger erbeten. Junge, tüchtige Verkäuferin sucht per 1. od. 15. Okt. Stellung evtl, auch im Kontor. Schriftl. Angebote unter 05786 an den Gießener Anzeiger erbet. Frau sucht Laufstelle. F 05859]Riegelpfad 39. Mädchen sucht sofort Aushülfe • Stellung gegen geringe Vergütung. [5208 Näheres Wetzlar, Bannstr. 36. Wohne jetzt Tiefenweg 19 II, Neubau. [0584? H. Hartia, Schuhmacher. QU*»** erteilt Unterricht (Abends] m Algebra? Schriftl. ^teldungen unt. 05tz25 an d. Gießener Anzeiger erbeten. An- und Verkauf v. getragenen Kleidern, Süefeln Wäsche sow. Möbel, Eisen, Metall. M. H. Deckmann, 05833]___________Neustadt 33. MWsts-LttMilKng. Wegen Todesfalles ist die Wirtschaft „Zum Burggraf" Sonnenftraße 13, fofort ander- weitig zu verpachten. Tüchtige kaittions fähige Wirts- leute wollen sich melden. Brauerei F. H. Äbring, 5214]____________Lich._____________ Eine gute Wirtschaft in bester Lage eines der größten Orte bee Kreises Wetzlar an tüchtig. Wirt sofort zu verpachten. Schriftl. Anfragen unter 522t an d. Gießener Anzeiger erbeten Die Mintkrl-hafwM in der Gemarkung Oberstedten ist zu verpachten. Näheres be I. Herzllcrger, Tiefbauuntern. Obcrttedten i. Taunus. 1522. Für Quintaner Nachhilfe in Latein sofort gesucht Schriftliche Angebote unt. 051K an den Gießener Anzeiger erbet 05797] Näherinarbt.auß. d.Hausi i. Kinderkl. u. Blons. 2 Ntt. p. Lag __________Kaiser-Allee 47, pari. 11000 Mk. zu 51/2%3inf. g. guti Bürgsch. u. Hypothek. Sicherh. ges Off. u. F. W. M. 6759 an [ss13/ Rudolf Moste, Frankfurt a. Ai Der Tapezier, welcher an Donnerstag vorig. Woche meiner 2räderigen Drückkarrenm. Firma in der Noonstraße entwendet uni eine Matratze damit wegfuhr wird ersucbt, den Starren sofor abzug., andernfalls Strafantrm erfolgt. [0585: Rudolf Rödiger, ___________JnftallaftonSgeschäft. Regenschirm in der Garderob« vertauscht, nach d. Festakt in dei neuen Au lau. Umtausch i. Univet fitäts-Setretariat erb. [0580 Silb. Sketten-Armband verloren 05837] Abzg. oteuftadt 48, II. 1854—1^04 SamStag den 17. August, abends 9 Uhr, im Hessisch.» Hof Versammlung der Altersgenosse: zwecks Besprechung einer allge meinen Feier. 521 Der Ausschuß. na10/ BS /. '"MU" Ohne Mg HefertMüIler’sPaimitin- Selfenpalwer, blendend weisse Wäsche ohne Hände und Gewebe anzugreifen. Alleiniger Fabrikant: Jos. Müller, Seifenfabr. Limburg a. Laiin.