3)ic veullge Kummer umlaht 8 beiten. Kirche und Schule. Liberal-kirchliche Protestkliudgekmug. In Berlin fand sich am Freitag abend eine große Schar evangelischer Männer und Frauen aus allen Beoölkerungs- klassen zu einem eindrucksvollen Protest zusammen gegen die Maßregelungen, die sich in den letzten Jahren die Konsistorien der verschiedenen preuß. Provinzen hn Bunde mit dem preußischen Oberkirchenrat in den Fällen Römer, Cäsar und Jatho haben zuschulden fommen lassen. Das erste Referat hielt dec Führer der Kirchlich-Liberalen in Rheinland Westfalen, Professor Dr. Heinrich Geffcken. Eisenbahndirektor Schrader würdigte die Order des Oberkirchenrats an die 147 Geistlichen, die sich der Behörde als Gesinnungsgenossen des Pfarrers Cäsar zu erkennen gaben. Auch das Schicksal der preuß. Volksschule im Lichte der Aera Studt charakterisierte Schrader, um zum energischen Stampf aufzun"' n gegen die preußische Reaktion. Aus Köln sprach fobann —-orte der Begrüßung Oberlandcsgerichtsrat Müller, M. d. R., aus politische Tagesschau. Agrarische Erfolge. Der preußische Landwirtschaftsminister hat auf die Protesteingabe des Landes-Oekonomiekolleglums gegen den Antrag der Berliner Handelskammer auf Oefsnung der holländischen Grenze für die Einfuhr von Milch den Bescheid erteilt, daß eine Aufhebung deS Verbotes der Milcheinfuhr aus den Niederlanden und aus Belgien schon mit Rücksicht auf die in diesen Ländern gegenwärtig herrschende Maul- und Klauenseuche nicht ins Auge gefaßt ist. Da§ LandeS-Oeko- nomiekoüegium hatte gleichzeitig den Minister ersucht, auch die französische Grenze mit Rücksicht auf die Gefahr der Seuchenoecbreüung gegen die Einfuhr von Milch generell zu sperren. Der Landwirtschaftsminister hat auch diesen Antrag berücksichtigt und beim Reichskanzler den Erlaß eines generellen Verbotes der Milchemfuhr aus Frankreich nach Elsaß-Loth- ringen befürwortet. Endlich hat auch die Eingabe des Landes- Oekonomiekollegiums an den Landwirtschaftsminister, bei der Eisenbahndlrektion Berlin gegen die von der Berliner Handelskammer beantragte Zulassung der Beförderung von Milch, in Kesselwagen Verwahrung einzulegen, den Erfolg gehabt, daß die Eisenbahndlrektion Berlin den Antrag der Handelskammer abgelehnt hat. --- unb Vcrsamm- sfe darüber, was verschieden. Sehr ii bet sozialdciw- letztcn. Jetzt teil) > gelassen, sich {i man anfs schacht freiheitliches Btt» r doch jutrft mal Mn mad)t j$t ien, gugleidj rviU ehmen, das sind Redner m BortW X)U« IVMM boti, too rache angeschlagen : Partei, in taten iter in den Mz« ösen, Verringert! n zum Schuhe ta Redner beklagt nt würden und meint, s wohl nicht erfW m wären. kn iziHung der St-ücn Revisionen ergeben. Mischungen fehlten, crdings in verichso und läge auch 'M erschlichen werden, in§ko"fi)cit !°crden. Fr re «’iMtUll« elI' Mienen der .... neun Fahren ebenso lang wie die der Richier und weviuaiiungd* bcnmicn. Wir müssen die 6Meid)bcvecbhqimfl fordern; sie ist als eine Ehrenschuld der preußischen Regierung zu belrachten. Abg. Tr. v. H e y d e b r a n d (kous.i erklärt, seine Partei habe ich auch entschlossen, dem Anträge zuzuslimmen, müsse aber dabei erklären, daß sie es nicht gut für inö ilich halte, eine absolute Gleichmäßigkeit ju schaffen. Sie sehe den Antrag aber nur als Material an, das die Regierung bei der organ. Regelung der Beanuengehälter benutzen solle. Deshalb möchte seine Partei ihm den Zusatz geben: ,ün Rahmen der demnach!! bevorstehenden allgemeinen Sleuordnung der Beanueugehälter". Es würde dann eine einstimmige Annahme möglich sein. Kultusminister Tr. v. Studt erklärt, die UnterrichtSverwaltung ei sich klar, daß eine neue Regelung der Gehälter der Oberlehrer slalisindcn müsse. TefinitiveS darüber zu sagen sei er heute noch nicht imstande. , . Aba. Tr. Dittrich (Z.): Von den verschiedensten Seiten sei anerkannt worden, daß die Oberlehrer in Pflichterfüllung keinen anderen Beamten nachstehen. Eine Gleichstellung aller Beamten mit gleicher Vorbildung sei deshalb angebracht. Im Prinzip «eien seine Freunde mit dem Anträge Cassel einverstanden, sie forderten aber noch mehr, sie fordern eine Gleichstellung aller Beamten nut gleicher Vorbildung. n Abg. Tr. Röchling (nl.) stimmt den Ausführungen über die Neuregelung der Gehalter der Oberlehrer zu. Im allgemeinen m u ß t e n s l ch die O b e r l e h r e r trüber pensionieren lassen, als die Richter. Tas beweise, daß ihre Tätigkeit aufregender und anstrengender sei. Auch hätten die Oberlehrer weniger Aussichten auf Erreichung höherer Stellen als die Richter. „ _ Geheimrat Iörster erklärt sich für die Abänderung des Antrages Cassel durch den Antrag o. Heydebrand. Tte Oberlehrer seien schon jetzt außer den Richtern die bestbesoldeten Beamten des oreußlichen etaatee. Würden die Gehälter der Oberlehrer um öOU Mart erhöht, so würde unter den anderen Beamten der Wunsch nach Gehaltserhöhung rege werden. Es sei noch nicht festgestellt, ob der Staat in der Lage sei, die erhöhten Kosten zu tragen. Tiefe Forderungen würden eine Schraube ohne Ende. Er' bitte das Hans um Ablehnung des Antrages Cassel. Abg. V o r st e r (ff.) erklärt, trotz der Warnungen der Regierung werde seine Partei auf dem beschrittenen Wege weitergehen. Seine Fraktion trete für Gleichberechtigung der Oberlehrer mit den Richtern em und zwar auch ohne eine allgemeine Neuregelung der Bearnlen- gehälter. Stach einer Geschäftsordnungsdebatte wird der Antrag in der Fassung des Antrages o. Heydebrand einstimmig angenommen. * Der Kultusminister». Studt beabsichtigt, wie wenigstens die »Kieler 9L N." behaupten, fofort nach Beendigung der brüten Lesung seines Etats im Landtage eine Erklärung über die Einreichung seines Abschiedsgesuches abzugeben. Es ist daher der Rücktritt unter allen Umständen in den nächsten Wochen zu erwarten. Was die Frage seines Nachfolgers betrifft, so stehl fe|t, daß Oberbürgermeister Adickes auf Veranlassung des Cheis des ZivilkabmeUs, v. Lueanus, nach Berlin kam, um über die Ueber- nahme eines Ministerpostens zu verhandeln. Wenn Adickes selbst t gegenüber höheren Beamten erklärt hat, daß die Verhandlungen zu einem Ergebnis nicht geführt hätten, so ist dies uur eine Rücksichtnahme auf den noch im Amte befindlichen Minister u. Studt. In erster Lime ist Adickes für das Kultusministerium in Aussicht genommen, weil seine Verdienste um die moderne Ausgestaltung der Reformschule ihn als Leiter der Untemchtsoerwaltuug beton- ders geeignet erscheinen lassen. (Alan wird natürlich der Meldung dieses vielwlsserisch sich aufspielenden Blattes mit Vorsicht zu be- gegnen haben. D. Red.) polttifctyc Wochenschau* Ter Re ichskag bat seine Beratungen wieder ausgenommen und sich an den Etat «s Reichsamts des Innern herangemacht. Man gewann gleich am ersten Tage den Eindruck, daß seine Erledigung wieder recht lange Zett beanspruchen wird, obwohl sich die Parteien etwas zusammengenommen und einen großen Teil ihrer Initiativanträge in Etatsresolutionen umgewandelt haben, die mit zur Beratung gelangen. Wenn nicht beizeiten Vorsorge gegen ein Ueberuraß von Reden getroffen wird, dürfte auch die neue Woche noch kaum die Erledigung dieses Etats bringen. Das Zentrum scheint überhaupt diesmal der Spielverderber sein zu wollen, denn gleich der erste Redner, Abg. Trimlwrn, kündigte an, daß seine Fraktion zu fixen einzelnen Resolutionen besondere Redner vorschicken werde. DaS kann also nett werden. Bevor der Reichstag in die Etatdebatte eintrat, erledigte er eine Vorlage, welche die Gebührenordnung für den Kaiser Wilhe Im - Kanal betraf. Hierbei richtete man alle möglichen Fragen über die Verbreiterung des Kanals und deren Kosten an die Regierung; überhaupt erwies sich in der kurzen Debatte der Kanal wieder als ein rechtes Schmerzenskind. Bekanntlich blieben gleich nach seiner Eröffnung zwei dleutsche Schiffe darin stecken und bis auf den heutigen Tag haben die Klagen nicht ausgehört. Zu alledem lommt mich in diesem Jahre wieder die böse Kunde, daß dic in dem Kanal gefangenen — Heringe völlig ungenießbar sind. Sie schmecken und riechen durchdringend nach Karbol, und Karbolheringe zu essen, ist bisher noch kaum jemand, und sei es auch bei innigste Freund dieses Proletarierkarpfens, möglich ge- Ivesen. Die anliegenden Fischeveipächter und die Räuchereien rechnen mit großen Verlusten, und erstere drohen beveits, ihre Pachtverträge nicht einzuhalten, da die Voraussetzungen, unter denen sie geschlossen wurden, nicht zuträfen! Vom Hering zur hohen Politik! Der Schritt erscheint gewagt, solange dieser nahrhafte Fisch nicht auch ein Helfer im politischen Katzenjammer ist. . . . Fürst Bülow wird, so glaubt man, beim Etat des Auswärtigen Amtes eine Gewitterrede über unsere äußere Politik loslassen und die Wolken vom politischen Wetter- Himmel verscheuchen wollen. Die Monarchen zusammen- rünfte in Athen und Kar tagena waren allerdings nicht gerade dazu angetan, uns mit rosigen Zulnnftshosfnungen zu erfüllen und die Fäden, die die große englische Kreuzspinne nach und nach spinnt, werden immer deutlicher und haltbarer. In diese schwangere Luft hat die französisch-deutsche Verständigung inbezug auf die internationalen Funkensta- tioncn in Marokko etwas Bewegung gebracht, und auch der Empfang des neuen französischen Botschafters beim Kaiser hat das Scinige dazu getan. Französ. Blätter erblicken in den ausgetauschten Ansprachen ein Anzeichen für den beiderseits bestehenden Wunsch nach guten Beziehungen. Es könne nicht zweifelhaft sein, daß Kaiser Wilhelm absichtlich die liebenswürdige Note an-geschlagen habe. Unter den gegenwärtigen Verhältnissen müsse diese Absick)t gewürdigt werden, da sie sich zu Beginn der Mission eines Botschafters kundgebe, der fähig sei, dir Elemente guten Willens, die sich in den französisch- deutschen Beziehungen vvrsindcn, zur möglichsten Geltung zu bringen. Auch der Empfang einiger französischer Serien aus Anlaß des Berliner Besuches des Fürsten o. Monaco mitsamt seiner Oper hat in Paris Eindruck gemacht und der Pariser „Figaro" wußte allerhand zu erzählen von Aeußerungen des Kaisers während der in seinem Arbeitszimmer mit diesen Herren geführten Unterhaltung. Blumen, die der Kaiser ftanzös. Gästen seiner Reichshauptstadt auf den fffiea streut, haben zum minbetten das Verdienst, daß sie eine freundliche Atmosphäre schaffen. Man wird sich über die augenblicklich recht verständige Haltung der französ. Blätter umsomehr freuen, .als sie noch kurz zuvor nach Kräften über das „intruguante und kriegslüsterne" Deutschland schmälten. , , Die Ausstreuungen eines Teiles der Prene, baß man in der Zusammenkunft des Königs von England mit König^Alsons von Spanien in Äartagena eine antideutsche Tendenz zu erblicken hat, daß Spanien angeblich einer Koalition der Welt- mädjte gegen Deutschland beigetreten sei, und daß es seine Häfen rm Kriegsfall der englischen Flotte zu öffnen sich verpflichtet habe, sind »orerft nur Vermutungen. Beachtung aber verdient die ernsthafte Meldung, daß der Bruder des engl. Königs, der Herzog von Connaught, zum Oberbefehlshaber sämtlicher englischer Truppen in den Garnisonen des Mittelmeeres ernannt wurde. Der Herzog wird in Malta residieren, wo übrigens soeben das engl. Königspaar mit dem österr. Erzherzog Karl Albert zusammengetroffen ist. Des Herzogs von Connaught Befugnisse schließen auch den Oberbesehl für die englischen Truppen in Aegypten ein. Man glaubt, daß diese Ernennung den Einfluß Englands im Mittelmeer vermehren werde. Domerkenswert ist, daß die englische Regierung zuerst bet den Regierungen von Frankreich, Spanien und Portugal anfragte, ob die Ernennung des Herzogs ihnen genehm wäre. Alle drei Regierungen erklärten ihr Einverständnis. Der Herzog wird bald die neue Stellung antreten. Der Rücktritt Lord Eromers von seiner Stellung als diplomatischer Agent und Gencralümsul in Aegypten, wo er indes als tatsächlicher Vizekönig nahezu unumschränkt herrschte, hat in England Aufsehen erregt. Roch jüngst machte Lord Cromer den Vorschlag die „Kapitulationen" aufzuheben, durch welche die Exterritorialität der frentben Untertanen garantiert und jebe Den- berung der bestehenden Berfassimgsfvrm in Llegypten von der Einwilligung der Machte abhängig gemacht wird. Sein Nachfolger wird Sir Eldon Gorst werden, und es bleibt abzuwarten, welchen Kurs England in der ägyptischen Frage nun einschlagen Wird. — In einigen Wochen wird die neue engl Heimats- flotte ihre erste größere Kreuzfahrt antreten. Obgleich noch keine bestimmten Befehle ergangen sind, nimmt man an, daß die Flotte, einschließlich des „Dreadnought", sich zunächst nach der Nordsee begeben und sich einige Zeit in den norwegischen und schwedischen Gewässern aushatten wird. Möglicherweise sollen auch einige baltische Häfen angelaufen w^den. Die w i r t f a)_a ftliche Lage Deutschlands hat sich in Bezug auf die Streik Unruhen wenig geändert. In Hamburg nahmen die Schauerleute eine Resolution an, in der aus- geführt wird, daß sie auf Grund der von den Arbeitgebern vor- «tfdjlagenen Bedingungen die Arbeit nicht wieder aufnehmen ötuten, da ihnen feine genügenden Garantien geboten seien, daß die Arbeitgeber die beiden wesentlichen Punkte auch wirklich einhalten werden, nämlich die möglichst rasche Abschiebung der ausländischen Arbeiter und die Einführung einer regulären Nachtschicht. Die Arbeiter stellen feine positiven Sforberungen und erklären sich bereit, weitere Verhandlungen zu führen, die eine ^..?nüerUnwerl>ia> iS#** preußisches Abgeordnetenhaus. Berlin, 13. April. Zunächst stehen auf der Tagesordnung die Z iv i 1 b e a rn t e n- Pensionsgesetze, durch die die Penfionen und die Witwen- und Waisengelder erhöht werden sollen. Abg. Tr. W o y n a (»rf.) bedauert, daß den Staatsbeamten die früher im Kommunaldienst verbrachte Dienstzeit nicht angerechnet werde. Deshalb werde in der Kommission eine nähere Prüfung notwendig sein. Abg. P e l t a f o h n (frs. Dgg.) stimmt dem Gesetz in seinen Grundzügen zu. Das Aufrücken der Pensionäre sei nicht genau wie bet den Offizieren geordnet, sodaß zum Teil die Zivllbeamten doch noch ungünstiger gestellt seien. Redner beantragt Ueberweifimg der Gesetze an eine Kommission. Tie Besprechung wird geschlossen, die Gesetzesvorlage wird öer Budgelkomnnssion überwiesen. TcrS Haus geht zur ersten Beraiuiig deSRichterbefoldungsgesetzes über, durch das die Richter mit den Berwaltungsbeamten gleichgestellt werden sollen. Abg. K e r u t h (frs. Bp.) spricht sich nn allgemeinen für die Vorlage aus, glaubt aber, daß namenllich die Zeil, die fünf unbesoldete Jahre übersteige, den Assessoren mit mindestens drei Jahren angerechnet werden sollte. Vielleicht (ei es auch möglich, das Anfangsgehalt der Richier von 8000 Mk. auf 3600 Mk. zu erhöhen. Redner beantragt Ueberweijung der Vorlage an eine Kommission. Abg. L ü d i ck e (frt.) erklärt, feiner Meinung nach werde man bei einer anderweitigen Regelung der Gehälter der L a u d r ä t e über die höchsten Richter herausgehen müssen, da ihre Arbeiten durch die neuen sozialpolitischen Gesetze außerordentlich gestiegen seien. Ties vorausgesetzt, stimme er der in dem vorliegenden Gesetzentwurf vorgefehenen Regelung der Richiergehälter zu. Aba. Peltasohn (frs. Vgg.) geht auf die Wartezeit der Assessoren ein, die er möglichst verkürzt sehen wolle. Justizmimster B e s e l e r erklärt, ecr Gesetzentwurf entspreche den Erklärungen, die die Regierung bei der zweiten Beratung des Etats abgegeben hat. Ter Entwurf solle den Richtern erster Instanz die Dienstalterszulage gewähren, die sie bisher noch nicht hatten. Es sei von einer Erhöhung des Aufangsgehalts der Richter gesprochen worden. TaS Gesetz solle aber keine Ausbesserung, sondern eine Gleichstellung nut den Lerwattungsbeamien ijerbei- iührcn. Ter Gesetzentwurf wird hierauf an eine besonder« Konirnission von 21 Mitgliedern überwiesen. Hierauf fährt das Haus in der Beratung der Kultusetats, Kapitel Höhere Lehranstalten fort. Zunächst wird der Antrag Castel wegen Gleichstellung der Oberlehrer mit den richterlichen Beamten besprochen. Abg. Cassel (frs. Dp.) gibt eine geschichtliche Uebersieht über die Entwickelung dcr Forderung der Gleichstellung der Oberlehrer inst den Rühtern. 2ie Ausbitdnngszeil für die Oberlehrer ist mit - S1“* 'ÄZÄ SN ItlllO * ^-<77ailk» ,1 un? SÄktz? Garantie dafür schaffen sollen, daß die Arbeitgeber die von ihnen elbft vorgefchlagenen Bedingunaen auch wirklich einhalten wollen. Es besteht wenig Aussicht, daß die Arbeitgeber gegenwärtig sich zu weiteren Verhandlungen^eneigt zeigen werden. Durch die Herein- ziehung der Frage der Maiserer ist die ganze Situation wesentlich komplizierter geworden. Die Arbeitgeber wollen die jetzt reichlich vorhandenen sremden Arbeitskräfte noch nicht abschieben, um ie in jedem Fall zur Verfügung zu haben, wenn die Schouerleute etwa nach aufgenommener Arbeit am 1. Mai feiern. Bevor aber die fremden Arbeiter abgeschoden sind, ist eine Wiederaufnahme der Arbeit unmöglich. Der Zuzug fremder Arbeitskräfte nimmt dort wieder zu. — Die Maurer Berlins und in ein paar rhein. Städten wollen den Achtstundentag. Wird mit den Arbeitgebern keine Einigung erzielt und verharren die Arbeiter bei ihrer Forderung, so tritt am nächsten Donner-tag eine außerordentliche Generalversammlung der Baugeschäft: von Berlin zusammen, die dann jedenfalls die sofortige Aussperrung aller un Baugewerbe tätigen Arbeitergruppen beschließen wird. Ein Racygeben der Arbeitgeber gegenüber der Arbeitsverkürzung ist, nach der Stimmung urteilen, die in Unternehmcrkreisen herricht, völlig ausgeschlossen. Selbstverständlich wäre ein ®auarbeitcrr.uSftanb jetzt zu Beginn dcr Hochsaison von unabsehbaren Folgen. Auch in Frankreich weht rechte Streittust. Die Arbeiter der Nahrungsmitlelgcschäfte — Backer, Köche, Metzgcr re. — sind in den Streik eingetreten, ebenso Slahlioerksarbetter, die See- und Zimmerleute bereiten ihn vor. Post-, Telegraphie- und Telephonic-Arbeiter stehen nn Begriff zu streiken uno die Unter» beamten dieser Behörde wollen die Streitenden moralisch und pekuniär unterstützen. Die franz. Regierung bat sich zwar in bezug auf die RahrungSversorgung vorgesehen. Die Proviantmagazine der Armee sollen für Brot sorgen, die Soldaten, btt Metzger sind, sollen die Biehschlachtungen übernehmen, die stteckenden Postler I ollen entlassen u>nd durch Soldaten ersetzt werden. Ob es trotzdem der Regierung gelingt, des Ausstandes, der als Probemanover für den Generalstreik angesehen wird, Herr zu werden, bleibe dahingestellt — jedenfalls ist Eiemenceau fest dazu entschlosten und er gedenkt namentlich den Beamten wegen ihrer Forderung des Stteikrechts energisch cntgegenzutreten. Im übrigen hat orant» reich wieder ein S k a n d ä l ch e n, wenn es auch diesmal sich nur um ein „kleines Panama" handelt. In der Stadt Bourges sind g r o ß e B e st e ch u n g e n bei der Lieferung von Materialien für die Kriegsverwaltung festgestellt. Am meisten belastet erscheint der sozialistische Deputierte Dufeut, und mit ihm sind mehrere General- und Gemeinderäte sowie etwa 50 angeschene Grobkaufleute aufs ärgste kompromeniert. Dies Konsortium soll seit 35 Jahren den Staat um nicht zu berechnende Summen betrogen haben. Die russische Duma hat in der letzten Woche erfreuliche Zeichen einer gewissen Besserung fleben. Sie führte die erste Beratung des Budgetsentwu'.fs zu Ende und beschloß dessen Hebet» Weisung gegen die Stimmen der Sozialdemokraten und Sozialrevolutionäre an die Budgetkommission. Vorher hatte der Vertreter der Stadt Petersburg, der Kadatt Fedeorows, eine beachtenswerte Rcdc gehalten, die gewissermaßlni der Politik des jetzigen Finanzministers zustimmte und vom Hause ein ruhiges Arbeiten ohne alle Voreingenommenheit und ohne politische Sonderbe- strebungen verlangte. Die Abstimmung, in der die Kadetten sich mit den Gemäßigten Mid der Rechten für die Heberweisung an die Kommission aussprachen, kann als ein Sieg über die äußerste Linke bezeichnet rcerhett und gibt allen Grund zu der Annahme, daß die konstitutioncilen Demokraten sich endgültig und völlig von der Linken losgesagt haben und bereit sind, tatiächllche parlamentarische Arbeit zu leisten und ohne Mcksicht auf die Angriffe von Links und die Schmähungen von Rechts. Ein gesunder Liberalismus, der in ihrem politischen Verhalten jntmer mehr zu Tage tritt, wird vielleicht im Stande sein, die russischen Zu- ftänbe wieder so zu konsolidieren, daß auch im heiligen Rußland der Parlamentarismus allmählich zur Geltung gelangt und nicht zur Farce herabsinktt ' 8 b t T h Ach tirobCn n Unb m A der An- **te ander; r», nn läßt es & * di°« ^7/rsichen,ng öt,on bet n ^•errei4en rj ?,e ganze Ije fourbtn bet« •ttoen. und n- , A habe :en- daß ich dies- en glaubte. E° in bet inb über den “Her innen Wt über bie Unsallber. Ucherungs, } 9 e r @ o n n« ) eine Reihe bon r notivendig sein entlichleit bereits Vett'oetuerb Endige ans allen Handelslaminern > ist eint so un, Ordentlich freuen ingen sollte, zum chanlichen Besten igcn. Ich nnitbe nn man sich jetzt iüatibanträge erst ürbe. (Lebhafter Nr. 87 Erstes Blatt 187. Jahrgang Montag 18. April 1907 Erscheint tSgttch O © motP"otntel- außer Sonntag». @ ▼ fährlich All. 2.20. durch 11 A AI*—'S dem kjelsilchen tanlmirl ■ WM E Ääjr B 0 8/ H fcf ■ 0 Q A ß/ Wi K; S3 I-drd au,tol WteU* bie 6k6enee Samllto W M W M M Ws 01 M WT H £ G HE UT W M Kl annaljme oon arnct«« ’S" - IV । ■ ▼ I ▼▼ ▼ ▼▼ I ▼ ■ ▼ ▼ ess zweimal wöchentlich da? Ohr auswärts LV PtrivN-z. Kietsblatt fflr öen Krtte 9 NW9 zflA tietania>.tiK(t tib General-Anzeiger für Gberheffen MZ Bbrefle füi Teichen: Rola(ion$6nl(f nn!) DerIag der vrLhtschiN Univ.-Vllch. und Steinbnitferei. B. Eange. Heöatttci. fn>eOitton und ö ruderet: Sdjulftraüe r. e"i dinjktgrr oteuett. __________________________ Basel der Reformpfarrer Dauer und Pfarrer Dr. Heyn-j Greifswald, der vor Jahren an die Petrikirche Berlins berufen war, und dessen Wahl der verstorbene D. v. d. Goltz hintertrieb. Pfarrer D. Fischer von der Markuskirche führte die Versammlung zum Schluß auf die Höhe einer andächtigen Stimmung durch seine persönlichen Worte voll Geist und ehrlichster Ueberzeugung. Einstimmig nahm man die vorgeschlagene Resolution an. Koblenz, 14. April. Die Negierung nahm die Entziehung dec Ortsschulinspektion wegen Wahlagitation gegenüber dem katholischen Pfarrer in Dusemond zurück. Karlsruhe, 14. April. Der in dem politischen Meineidsprozessc verurteilte katholische Pfarrer Gaisert von Gündelwangen, der die vom Großherzog in Gesängnisstrafe umgcwandclte Zuchthausstrafe gegenwärtig verbüßt, hat erklärt, daß er mit Genehmigung der bischöflichen Behörde in seine Amtstätigkeit zurückkehren werde. Anrtamentarisches. 93 e rl in, 13. April. Der dem Reichstage zugegangcne Ergänzungsetat fordert 7 500000 M. zur HülfLleistung auS Anlaß von Verlusten infolge des Eingeborcnenaufitandes für den gesamten Bereich des Schutzgebietes und 30 000 M. zu Beihülfen für Beamte und Militärpersonen sowie deren Hinterbliebenen für Verluste an Inventarien, Material k. — Mit den Vorarbeiten zu einem Gesetzentwurf über die Regelung der Vereins- und Versammlungsfreiheit ist man im Reichsamt des Innern eifrig beschäftigt. Als Grundlage des Entwurfs darf man die Beseitigung aller im Vereins- und Versammlungsrccht der Einzel- staaten bestehenden Bestimmungen annehmen, die zu Polizeischikanen ausgenützt werden können. Es dürften daher in erster Linie alle Beschränkungen über die Teilnahme von Frauen und Minderjährigen wegfallen. Der Entwurf dürfte über den früher vom Abg. Rickert im Reichstage vorgelegten Entwurf in der freiheitlichen Gestaltung des Vereinsrechtes noch hinausgehen. RoloniaLpost. — Die Köln. Volksz. berichtet nach einem Briefe deS Paters Troßmann über eine furchtbare Hungersnot in Ungoni (Deutsch-Ostafrika). Die dortige Bevölkerung lebt von Gräsern, bitteren Wurzeln, den Blüten einer Pflanze, Raupenneslern und kleinem Getier. Die Kindersterblichkeit ist sehr groß, die Leute sind völlig abgemagert, ganze Dörfer am Ryassa wandern aus. — Daily Mail berichtet aus Mombassa (Sansibar): Die englischen Ansiedler sind unzufrieden mit der Eingeborenen gegenüber von der Negierung betriebenen Politik. Ein Engländer wurde mit Gefängnis bestraft, weil er einen Neger, der eine weiße Frau beleidigt hatte, hatte durchpeitschen lassen. 50000 Neger befinben sich im Aufruhr und man befürchtet ernste Exzesse. — Aus Batavia (Nlederl.-Jndien) wird gemeldet, daß eine fliegende Kolonne auf der Insel Celebes bcn aufständischen König Kora übersiel. Der König und acht Anhänger wurden getötet. das Amt eines KreiSgeometerS I. Klasse in dem benachbarten j Schotten versieht. △ Ehringshausen a. d. Dill, 14. April. Gestern in aller Frühe entwich aus dem hiesigen Gefängnis ein Korb- und Schirmmachec namens Hassel, der allerlei auf dem Kerbholz hat und mit einer Verbrecherbande in Beziehung steht, auch mit dem Einbrecher, der dieser Tage auf einem Gefangenentransport von 105 Mann in der Nähe von Friedberg dem Eisenbahnzug entsprang. Man darf sogar annehmen, daß dieser auch dem hier inhaftierten Ausreißer bei der Flucht behilflich gewesen ist. Ein Bahnarbeiter sah zwei Männer in Eile gegen 3 Uhr morgens Ehringshausen den Rücken wenden. Die Polizei hat sofort in intensiver Weise die Verfolgung der Verbrecher aufgenommen. — Unsere in der abgelaufenen Woche in Betrieb genommene elektrische Anlage hat bereits ein Unglück verursacht. Ein Monteur stellte unvorsichtigerweise mittelst eines eisernen Schraubenziehers eine Verbindung der Pole zweier Leitungsdrähte her, wodurch Kurzschluß entstand. Der Monteur verbrannte sich gehörig beide Hände. ---Sinn (Dill), 15. April. Die Stadt Hamburg, die iubezug auf die Gehaltsverhältnisse ihrer Volksschullehrer an der Spitzle der deutschen Städte marschiert — 2400 Mk. Grundgehalt, 500 Mk. die beiden ersten Steigesätze —, war gewillt, auch unserem Lehrer Schmidt eine Schulstelle zu übertragen, wenn ihn die preußische Negierung freigebe, was aber ohne Zurückerstattung des Schulgeldes und der Stipendien nicht geschehen kann, weil Herr Schmidt noch keine volle fünf Jahre im preußischen Schuldienst steht. Verrnisehres. • 170 Millionen für Stiftungen in zwei Jahren. Ein amerikanischer Statistiker hat sich der Aufgabe unterzogen, die Sunuiien zusammenzustellen, die von den amerikanischen Multimillionären für wohltätige (Stiftungen ausgesetzt wurden. Dabei ergab sich, daß die in den letzten zwei Jahren gemachten Zuwendungen die respektable Höhe von 170910000 Mk. erreicht haben. Man hat berechnet, daß von dieser Siimme, wenn sie gleichmäßig an alle amer. Bürger ziir Verteilung käme, jedermaunn in den Vereinigten Staaten etwa 12,60 Mk. erhalten könnte. Unter den Wohltätern behauptet Rockefeller einstweilen noch den ersten Platz ; er allein hat zu obiger Summe mehr als 67 Millionen, also über die Hälfte beigesleuert. An ziveiter Stelle steht Carnegie mit 49 Millionen. Steven Salisbury hat 16,8 Millionen und C. T. Perkes 7,56 Millionen beigesteuert. Besonders interessant ist es, zu verfolgen, zu welchen Zwecken die Beträge bestimmt waren. Mehr als die Hälfte aller Millionen dient der Gründung und Erweiterung von Lehranstalten und der Unterhaltung der Universitäten. * Kl eine Tageschrouit. In Spandau wurde in der Nacht in die Köngll G e r i cht s k a s s e eingebrochen, roo- bet den Talern, die bisher nicht ermittelt sind, 4000 bis 5000 Alk. zur Beute fielen. — InPosen erkrankte an Schlafsucht vor 8 Tagen im Anschluß an eine Hochzeits'eier die in den zwanziger Jahren stehende Lehrerin Huoer und ist bisher nicht wieder ei wacht. Die Bemühungen der Aerzte, ihr Nahrung zuzuführen, mißlangen bisher sämtlich. — In Prag hat em Arbeiter einen schrecklichen Selbstmord verübt, in dem er an einer Stange der elektrischen Lichtleitmig emportlcttcrte und die Leitung ergriff, welche 5000 Volt Spannung hatte. Er wurde sofort vom elektrischen Strom gelötet. Universitäts-Nachrichten* nächsten Schwurgericht zur Verhandlung kommen. Die Anklage lautet auf Körperverletzung mit tödlichem Erfolg. sowie Spargeln in Betracht. Hierbei kommen folgende Gartenerzeugnisse zur Prämiierung: 1. Erdbeeren, Treib- und Topf- obft; 2. Kopfsalat, Kohlrabi, Karotten, Erbsen, Bohnen, Gurten u. a.; 3. Spargel. Die Landwirtschailskanuner sieht in erster Linie eine gemeinsame Beschickung mit Spargeln, Kopfsalat und anderen Gemüsearten vor, die nn Großherzögtum leidmäßig tn größerem Umfange angebaut werden und ist bereit, hierbei nahezu die ganzen Kosten zu iibernehuien, sodaß die Aussteller nur die einzelnen Ausstellungsobjekte unentgeltlich zii liefern haben. Sämtliche an der gemeinsamen Beschickung sich beteiligenden Aussteller stellen unter ihrem Namen aus und beteiligen sich direkt am Preisbewerb. — Landwirte, Obst- und Gemüsezüchter, die sich an der Beschickung beteiligen wollen, werden gebeten, möglichst bald Anmeldebogen von der L a n d ro i r t s ch a i t s k a m m e r, Darmstadt, Neckar- Pa r i s, 13. April. Eine aus Delegierten verschiedener Ministerien zusammengesetzte Kommission ist gegenwärtig mit der Prüfung der Frage beireffend die Erweiterung der Zu- l a s s u n g v o n A u s l ä n d e r u zu den französischen Hochschulen Aus StaSt und Sprechstunden der Redaktion: 12—1 Uhr vorm., V2 7—y2 8 Uhr nachm., (mit Ausnahme von Samstag unb Sonntag). Gießen, 15. April. ** Zwei neue pädagogische Serninarien. Zu den bereits bestehenden pädagogischen Serninarien (an dem Gemeindcmitglieder wurde Ijcntc die sterbliche Hülle deS hiesigen Altbürgermcisters Jochim zu Grabe getragen. Ein leichter Schlaganfall hatte dem Leben des Ach tun d acht z igj ä h ri g en ein Ziel gesetzt, nachdem es ihm vergönnt gewesen war, auch noch Urenkel sein eigen nennen zu dürfen. Der eine Sohn ist zurzeit Bürgermeister unseres Ortes, während ein anderer Landwirtschaft. •* Beschickung der Gartenbauausstellung in M a n n h e i m. Die hessische Landwirtschaftskamm er beabsichtigt eine einheitliche B e s ch i cf u n g der m diesem Jahre fiaiifiubenbeit Jnternalionalen Kunst und Gartenbauausstellung zu Mannheim zu veranstalten. Zmiächst fonmit die Beschickung der vom 18. bis 20. Mar stattfindenden Internationalen Äus- stellung von Treibobst, Treib- und Frühgemüse, Oppenheim. Es entspricht den Verhältnissen, daß man diese beiden neuen Anstalten mit Schulen realistischen Charakters verbunden hat, denn die Mehrzahl der neu in den Vorbereitungsdienst eintretenden Kandidaten des höheren Lehramts vertritt dte neusprachlichen oder die mathematisch-naturwissenschaftlichen Lehrfächer. Für die Einführung der Kandidaten altsprachlich-historischer Vorbildung in den praktischen Dienst genügen die pädagogischen Serninarien an dem Neuen Gymnasium in Darmstadt und dem Gymnasiuni in Gießen. (Darm st. Ztg.) •• Schülerfahrt nach Hamburg und Kiel. Der Hessische Landesausschuß des Deutschen Flottenvereins ivird vom 4. bis 8. Akai eine Schülerfahrt nach Hamburg und Kiel veran- flaltcn, wenn die Zahl der Anmeldungen mindestens 200 erreichen sollte. Tie Gesamtkoslen ausschließlich Getränke werden sich für den Teilnehmer auf etwa 50 Mark stellen. Die Abfahrt von Frankfurt wird am 4. Mai vormittags, die Rückkehr am 9. SOlat morgens erfolgen. Tie Anmeldimgen zur Fahrt haben bei den Direktionen der höheren Lehranstalten zu erfolgen; auch sind Abdrücke des vor- läufigen Programms direkt von dem Landesausschuß Tarmstadt, Waldstraße 4 zu beziehen. O Staufenberg, 13. April. Zn dem bereits gemeldeten Ueberfall eines Burschen von Ruttershausen, der dessen Tod herbeiführte, sei noch mitgeteilt, daß die Täter Friedrich Grölz, Maurer, Ludwig Zecher, Hüttenarbeiter, und Ludwig Stephan, Schuhmacher, alle drei von Staufenberg heute auf Antrag der Staatsanwaltschaft von der Gen- barmeric nach Gießen in das Gefängnis abgesuhrt worden sind. Da es sich um eine wohloorbereitete Tat zu handeln scheint, dürfte eine schwere Strafe die Folge sein. — Von anderer Seite wird uns noch berichtet, daß das Motiv der Tat Eifersucht gewesen sei. Die Sache wird vor dem = Ein art sh auf en, 12. April. Unter außerordentlich von. der Landwirt sch aitskammer, Darmstadt, Neckar- zahlreicher Beteiligung von aliswärtS und besonders hiesiger llraße 8 zn bestellen, die alle weiteren Auskünfte ertellt. Die aus- ö- ■ ' y 3 1 ' - ä gemUteu Anmeldebogen sind bis ztun 29. April d. Js. wieder em- zujenden. Lindau am Bodensee, 13. April. Ter Vorstand des internationalen Bundes der landwirtschaftlichen Ge - n 0 s s e n f ch a f t e n , der heute hier unter Beteiligung von Vertretern Italiens, Oesterreichs, Deutschland und der Schweiz unter dem Vorsitz des Genofsenschaftsanwalts,GeheimratsH a a s a u2 D ar inst a d t, ziisanimengetreten ivar, hat beschlossen, den ersten Bundestag beschäftigt. P i 11 s b u r g, 13. April. Im Konzertsaal des Carnegie- I n ft i t u t s erfolgte heule die feierliche Verleihung der Ehrentitel. Es erhielten den Titel Doktor der Rechte: die Vertreter Deiitschlaiids, Staatsminister v. Möller, (Senevalleutnant v. Löw en seid, Archwdirektor Kos er, Hofarchitekt v. Ihne, Bildhauer Professor Schaper und Oberstleutnant Dickhuth; der 2itel Doktor der Naturwissenschaften erhielt der Astroiiom Professor 21 r chenh 0 l d. — Carnegie bestimmte zum Danke für die dem Carnegie-Institut gemachten Bücherstistungen, daß der deutschen und der iranzösischen Regierung Abgüsse der in den Sammlungen des Instituts besindlichen riesenhaften Diplodocus zum Geschenk gemacht werden. Einen Abguß dieses Sauriers, wie einen gleichen feine Sammlung der Welt aufzuweisen hat, machte Carnegie schon vor einiger Zeit England zum Geschenk. — Es sind ernannt worden: der außerordentliche Professor Lio. Dr. Georg $3 0 b b e r m i n zu Marburg zum ordentlichen Professor in der evangelisch-theologischen Fakultät der Universität zu Breslau, der außerordentliche Professor Dr. Emil K r ü ck - mann zu Leizig zum ordentlichen Professor in der medizinischen Fakultät der Universität zu K ö n i g S b e r g i. Pr., der Privatdozem . . - - - - Professor Dr. Leopold Heine zu Breslau zum ordentlichen Neuen Gymnasium in Darmstadt, dem Gymnasium tn Professor in der medizinischen Fakultät der Universität zuGreifs - Gießen und dem Realgymnasium in Darmstadt) sind mit wald und der außerordentliche Professor m der philosophischen Genehmigung S. K. H. des Großherzogs zu Beginn des Fakultät der Universität zu Gr ei f s ro alb Dr. Erich Pern ree wuK ju iyuuy v. . y «> o » 0 J zum ordentlichen Professor IN der eiben Fakultät. Schuljahres 1907/08 zwei neue hmzugekommen, und zwar an 6 ~ ■- -- " < .....-----«vu dem Realgymnasium in Mainz und an der Realschule in bei Gelegenheit des diesjährigen internationalen Agrarkongresses in Wien am 22. bis 24. Mai abzuballen. Ein- ladungen zii diesem internationalen Genossenscha'tskongreß sollen demnächst an alle landwirtschaftlichen Genossenschaftsorganisationen der europäischen Lander ergehen. ——— Kandel. Jur Börsenlage. Es läßt sich gegenwärtig über die Lage nur nütteileii, daß die Tendenz bei sehr stillem Geschäft voraussichtlich auch in nächster Zeit indifferent bleiben ivird. Gegenwärtig schwebt wieder so viel in der Luft, daß die noch sehr geschwächte Berufs- pekulation wie and) das Privatkapital kaum besondere Neigung zeigen ivird, wieder einziigreisen mid möglicherweise abermals Schaden zu erleiden. Tie an der Börse verbreiteten Gerüchte, woiiach die neuen Emissionen des Reichs und Preußens, über die zuverlässiges schon in allernächster Zeit bekannt werden wird, zwischen 600 und 700 Mill. Mk. betragen werden, haben natürlich den Renten- markt von vornherein recht ungünstig beeinflußt. Dann haben di« amerikanischen Bahnwerte wieder einen starken Rückgang erfahren infolge bedeutender Realisationen. Kurz, die Stimmung ist beinahe wieder so gedrückt, wie sie es vor der neuesten „Gelderleichterung" war. IV. Farbwerke vorm. Al ei st er, Lucius und Brüning, Höchst a. M. Wie uns berichtet wird, weist die Bilanz pro 1906 nach Äbschreibnng von 2 363 185,21 Alk. ein Gewinnergebnis von 10 736 440,76 Mk. (inklusive Saldovortrag aus 1905) gegen! 8698 548 61 Alk. im Vorjahre auf. Der Aufsichtsrat beschloß der am 22. Mat stattfindenden Generalversammlung eine Dividende von 30% (im Vorjahre 24%) vorzuschlagen. DieGeneralversammlung d e r G e ro e r b e b a n k zu Speyer hat in einer vierstündigeit Debatte einstimmig beschlossen, in die Li g uidation emzutreten und ein Abkornnten mit der Rheinischen Kreditbank zu treffen, demzufolge letztere eine Filiale dort errichten roirb. ®ie 93 er lüfte der Bank betragen inklusive der Unterschlagungen Müllers 8 9 3 0 0 0 M k., die durch Reserven und Unterstützung der Kreditbank ausgeglichen werden. Herbstein, 14. April. Das hiesige Schöffengericht verurteilte den Laiidwirt I. von Lanzenham wegen Heber» t r e t u n g des Vogelschuhgei etzes zu 30 Mk. G e l b ft r a f e. I. hatte in seinem Garten Haarschlingen zum Fangen von Distel- sinken tisw. entweder selbst gelegt ober doch die Aufstellung durch einen seiner Hausgenossen geduldet. Lediglich mit Rücksicht auf die bisherige Unbestrastheit des Angeklagten sah das Gericht von einer Freiheitsstrafe ab, verdoppelt aber die im Strafbefehl ausgesprochene Strafe. Bingen, 14. April. Ein Großreeder aus Mülheim a. d. R. gab kürzlich in einem hiesigen Hotel einem Kellner eine Ohrfeige. Wegen tätlicher Beleidigung verklagt, verglich sich am hiesigen Schöffengericht der Mülheimer Millionär mit dem Ganymed dahin, daß er ihm 100 Alk. Schmerzensgeld be- zahlt und die Kosten des Verfahrens, in dem 2 Rechtsanwälte tätig waren, trägt. Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter ouner Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Vublikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Den wohlbegründeten Ausführungen des Herrn Rechtsanwalls Dr. Spohr über die Erhebung der Kanalgebühren von den Mietern ist nur zuzustimmen. Die Stadt ihr — eigner Richter 1 Juristisch betrachtet dürfte der Beschluß der Herren Stadt- oerorbneten, die Kanalgebühren ganz ober teilweise bireft von beit Mietern zu erheben, nicht aufrecht zu erhalten fein. Es fragt sich daher sehr, ob bie Aufsichtsbehörben diesem Beschluß ihre Genehmigung erteilen werden unb in Wahrung aller in Betracht fommenben Grundsätzen erteilen können. Mir will es äußerst zweifelhaft erscheinen. Mich über die in dem Eingesandt des Herrn „dt.“ in der letzten Nummer dieses Blattes enthaltenen Jnkonseguenzen hinweg- setzend, möchte mir nur oerftattet Jein, zu sagen, daß diesem Herrn doch nicht bekannt zu sein scheint, baß Hunderte ober gar Tausende Einwohner Gießens, barunter solche, die in Gießen geboren sind, anberen Sinnes fiitb als er. Ob er nicht besser, um bie Mieter nicht aufs Neue zu reizen, seine Bemerkungen unterlassen hätte, mag bet Leser entscheiden. Jedenfalls hat der Herr Einsender dem „Einvernehmen zwischen Mieter unb Vermieter*, für dessen Erhaltung er doch eintreten will, keine guten Dienste geleistet. Ter verehrte Herr Eisender müßte wissen, daß man aus so vielen Gründen im Interesse der Stadt Gießen alles aufbieteu in u ß , um steilerkräftige Ali et er heranzu ziehen. Von dem Zuzug von 9)lietern nach Gießen Haden in erster Linie die Hausbesitzer, bie Geschätsleute unb bie arbeitenbe Bevölkerung Vorteil unb Nutzen, während sie unter dem Wegzuge zu leiben Haden. Sille Angriffe auf den früheren Stadtverorbnetendeschluß sind, und das dürfte jedem Einsichtigen klar fein, nicht in erster Linie im Interesse der Mieter, sondern in der Hauptsache im Interesse der Stadt Gießen und deren Aufblühen erfolgt.. Zum Schluffe noch ein Wort: Stadtverordnete, überlegt noch einmal reiflich, ob eö nicht besser ist, bei nächster Gelegenheit voi dem „Prinzip" adzugehen unb einen bem allgemeinen Gerechtigkeitsgefühl unb Nechtsempsinben entsprechenbeii Beschluß herbeizü- führen unb zwar zum Heil unb Segen von Gießen! K. Briefkasten der Redaktion. (Anonyme Einsendungen bleiben nnberüasichtigt.) I. K. Die Reklamation bietet Aussicht auf Erfolg. Nach Artikel 48 bes Einkommensteuergesetzes hat bie Einschätzung um eine ober zwei Klassen niebriger zu ersolgen (niebriger als bas tatsächliche Einkomnien), wenn andere auf bie Leistungsfähigkeit bes Steuerpflichtigen ungünstig cinroirtenbe Verhältnisse zu besonberer Berücksichtigung Anlaß geben. Telefonisch® Kursberichte des Giessener Anzeigers, mitg( und Industi Frankfurter liörst 3%% Reichsanleihe . < 96.00 3% do. . . 84.85 3>ä% Konsols .... 96.20 3% do 84.70 3^% Hessen ... 95.10 3X% Oberhessen . . . 9510 Gesten. Goldrente. . 99.60 4% Gesten. Silbenente 100.00 4% Ungar. Goldrente . . 94.60 4% Italien. Rente . . . — 3% Portugiesen Serie I . 67.65 3% Portugiesen „ III 68.00 4%% russ.Staatsanl. 1905 91.00 4>4% japau. Staatsanleihe 93.55 4% Conv. Türken von 1903 94.30 Türkenlose 139.20 4% Griech. Monopol-Anl. 60.00 4% äussere Argentinier . 86.75 3% Mexikaner . . . 66.10 4jti% Chinesen .... 97.70 Aktien: Bochum Guss 221.00 Buderus E. W .... —.— Tendenz: fest. berliner Börge, 15 Canada E. B 174.10 Darmstädter Bank . . . 132.80 Deutsche Bank .... —.— Dortmunder-Union C. . . 74.80 Dresdner Bank .... 145.90 Tendenz: schwächer. teilt von der Bank für Hande» ie, Giessen. >. 15. April, 1.15 Uhr. Elektriz. Lahmeyer . « . 130.CC Elektriz. Schuckert . . . 114.90 Eschweiler Bergwerk . . 231.30 Gelsenkirchen Bergwerk . 199.20 Ham bürg-Amerik. Paket!. 137.90 Harpener Bergwerk. . . 209.10 Laurahtttte..... 223.50 Nordd. Lloyd .... 127.00 Obeischles. Eisen-Industrie 111.00 Berliner Handelsges . . 158.00 Darmstädter Bank 132.90 Deutsche Bank , , « 230.70 Deutsch-Asiat. Bank . . 170.20 Diskonto-Kommandit. , . 172.90 Dresdner Bank . . . 146.10 Kreditaktien 208.20 Baltimore- und Ohio- Eisenlahn . . . 98.00 Gotthardbahu . . . . —.— Lombard. Eisenbahn . . 2620 Gestern Staatsbahn . . . 142.25 Pnnce-Henri-Eisenbahn . 136.60 . April Anfangskurse. Harpener Bergwerk. . . —.— Laurahütte .... 223.40 Lombarden E. B. ... 26.10 Nordd. Lloyd .... 127.00 Tiirkenlose . ... 139.00 ' 1,1 ——Willi.. ,u. — t^iim.!.■■■—.1. »» ' - . ■■ ■ - --- Aui Teilzahlung kauft man reell, gut und billig bei J. JTTMANN, Giessen, Plockstrasse 14-16. J n A I Benner. 2656 WsthineitfaiiriK1 2652 LH. Giessen v*»/< Seibel u. 2197 Wißmann. B30,'. SS13'-' Pianola zu Mk. 1250, Phonola zu Mk. 950 Stets vorrätig 2644 B16/* D18/* Seltersweg 91 B13/« brik stehenden Artikel gegenüber keinerlei 25 Flügel 150 Pianinos 100 Harmoniums Telefon 593 sowie Ausführung aller photograph. Arbeiten. von Mk. 1000. an von Mk. 380. an von Mk. 33. an Riiggei Pianinos Dutzend GO Pfg. | jj L.Steinhäuser! Gießen, den 11. April 1907. GroßherzogKchcs Amtsgericht. 1 1.15 Uhr. jahmeyer. ichuckert. r Bergwerk für Anthrazit, Braunkohle Briketts Billigste Betriebskraft. Die trauernden Hinterbliebenen. Wieseck, den 14. April 1907. Die Beerdigung findet Dienstag, den 16. April, nachm. 4 Uhr vom Sterbehause, Ecke Nr. 7 aus statt. Jdeäil Druck-KnopL"F l'l1 L. LI 11-liB ;rpilernna Gleich'u.Dreh^trom v-run,9- e1rvpha,s .Wechselstronr Carl Frankfurter Str. 39 Dunkelkammer zur Verfügung. Balinarbeiter im Alter von 49 Jahren. Heute morgen 68/4 Uhr entschlief nach kurzem, schweren Leiden unser treusorgender Vater, Bruder, Schwager, Schwiegervater, Grossvater und Onkel Johannes Seibert lufzüqe Ialler F^rf. jgJ|P Elfriede George Alfred Thormann Verlobte. Bornstedt bei Eisleben im April 1907. 261 8 lolleü lationcii cj-Personen^. Las tenv. .besonders ”r Electr. Betrieb ;coo . 130.CC . 114.90 ' 223-4° ' 20.1° ’ 127.0° . 139.0° Motors n.Locomobik1!! ‘ für Gas u. flüssige Brennstoffe. Rohoelmotore ! billigster Betrieb für Gevzerbe und Landwirtschaft. El*stiess. 2?Äu?rikaie. Billigste Preise, kurze Lieferzeit, weitgehendste GaranUo. sotcrenfabrik Darmstadt Akio-G-39. Darmstadt. Tüchtige Vertreter gesucht. Bekanntmachung. Die cm 8. und 9. April 1907 in den Mitgebrauchs- waldungen der Gemeinde TrciS c. L. abgehaltene Holzversteigerung ist genehmigt. Treis a. L., den 15. April 1907. Großhcrzogliche Bürgermeisterei TreiS a. 2. Selbstgekelterterr Apfelwein empfiehlt C. Roth ll Nachflg., Walltorstr. 5. Teleph. 322. 12665 ESarmoniums — Haupt-Vertretung von Bechstein Klavierspielapparate: Tagesordnung: 1. Berichterstattung über Vereins-Angelegenheiten. 9 Anirag aus Entlastung des Rechners pro 1905/6. 3 Auslv'stmg der Anteilscheine von der Schietzhalle. 4. Diesjähriges ‘•Breioidjic'Gen, 5. Beschlußfassung über das Iahresichiehen. , 6. Beitritt zur Hastpfltcht^ und Ztelerunmllvcritcherung. 7. Verschiedenes. Ter Vorstand. (von Bechstein, Blüthner, Berdux, Kaps, Schiedmayer etc« von Mannborg, Hofberg etc. Möbel i jeder Art 33EF Spezialität "W foiiipktie LchiniziMmu mii) nioiimie Äiheii . Carl Zimmermann Neuen Bäue 15 Eigene Schreinerei! Gegründet 1832 Nettestes Geschäft am Platze! 11991 Bekanntmachung. In unser Handetsreglstcr rourbe heute bezüglich der Firma Otto Wilhelm Schmidt zu Gießen folgendes eingetragen: . „ . _ ... Der Inhaber Otto Wilhelm Schmtdt m ©teßen i|t verstorben. Das Geschäft wird unter der seitherigen Firma mit dem Zusatz: Inh. Erich Beyer von dein Uhrmacher Erich Beyer in Gießen fortgeführt, der auch die Aktiva aber nicht die Passiva übernommen hat. . 231.30 r Dv"»", tag 99 .Amerik. Pakeu 209.1u Bergwerk. • ' 593.50 te • • • * ' ’ 127.00 Anlagen Lausgef. ^"Uengerich! "'wegen Heben .sangen von £jftel. mkÄ-?0 ^rch iS Qui di- !“5®««bt von einer ibei-hlausgesprocheni der aus Mülheim ''"swKellner ein« >ech°gt, verglich sich Millionär mit dein nerzensgeld be* em 2 Rechtsanwälte sä“«* ll. «s« ijl6-y Verdingung. Die Lieferung von 35 Papierkörben für den Neubau der höheren Mädchenschule soll . Samstag, den 20. Aprrl ds. Js., vormittags H Uhr öffentlich vergeben werden. Lllufiertorb kann tat Neubau angesehen werden. Angeooie auf Vordruck, der bei uns erhältlich, sind bis zum genannten öcu- vuntt an uns emzureichen. — Buschlagssrist 14 Tage. Gießen, 13. April 1907. Städtisches Hochbauamt. 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Juni 1893 wird hiermit die Lieferung von 115 Bettllellen für die neue chirurgische und 77 (hierunter 21 Kinderbetten) für die neue Augenklinik öffentlich ausgeschrieben. ' Verdingungsunterlagen sind gegen Herstelltlngskosten von uns zu beziehen. Angebote dis zum Eröffnungstermin: Freitag, den 26. 'April, vormittags 11 Uhr bei uns emzureichen. Zuschlagsfrist 3 Wochen. Gießen, den 12. April 1907. Großherzogliche Baubehörde für Universitäts-Neubauten. Becker. B“/< Grossh. Hess. Hoflieferant GäeSSSSl Seltersweg 91 ä: • ’ ■ ■ • ■ 1(2.25 gtaaisoaim * 136.60 » xggaigza ast OB » Schühen-Vernn Güßen. Generalversammlung Montag den 29. April, abends 9 Uhr, im Schützenhause. Bekanntmachung. Die rückständigen Pacht- und Holzgelder aus 1906 können mtr noch dis zum 1. Mai lfd. Ts. kostenlos mt das Furirliche Remarnt in Hungen gezahlt werden, wobei bemerkt wirb, »ob imi der Uitterzeichnete und dessen Ehesrau beredjtigt lmü, Gelder sur die Fürstliche Rentamtskasse in Empfang zu nehmen und darüber vollgiltig zu auittieren. Hungen, den 12. April 1907. Fürsüia-es Rentamt. Wiegmeyer. LerdiiiWgiisiiWiißerleitUsislirheiLeii. Die bei Herstellung der Wasserversorgungsantaec für die Gemeinde Bernsfeld, Kreis Alsfeld, vorkommenden Arbeiten und Lieferungen und zwar ( Quellfaffungsarbetten ßoS 1. j Hochbehälter (1OO cbm Nutzinhalt), ( Rührengräben (zirka 8000 cbm Aushub), 2o3 2. Rohrlieferungen und Berlegttngsarbeiten, sollen durch schriftl. Angebot vergeben werden. Pläne und Bedingungen sind bei der unterzeichneten Behörde, letztere auch bei der Großh. Bürgermeiste rei Bernsfeld emzufehen; Bedingungen und Angebotsvordrncke gegen ganz freie Einsendung von 1.50 Ml. (nicht in Briefmarken) für fedes Los nur von uns beziehbar. Angebote sind verschl. und mit enlspr. Aufschrift versehen, aus der LoS-Nr. und Unternehmer zu ersehen ist, bis spätestens Montag, den 22. April 1907, vormittags 12 Uhr, auf unserem Bureau: Frankfurter Straße 29 emzureichen. Es können nur Angebote auf Vordrucken ohne Textänderungen und Zusätze Berücksichtigung finden. Eröffnung in Gegenwart der Bteter. Freie Auswahl bleibt ausdrücklich vorbehalten. Zuschlagsfrist 4 Wochen. Gießen, den 28. März 1907. Großh. Kulturinspektion Gießen. rart & isT U & unstreitig K da» U Beste H Piberalimhabem & Paoket 15PE Dorzüglickres Sauerkraut wieder frisch eingetroffen u. billigst bei August Wallenfels. I norm. H. E. ^i^hardt. LL I Marktplatz 15. Telefon 390. < Handelsges • ' 132.90 iter Bank 230.70 . Bank . ' , 170.20 Asiat Bank • 172.90 »-Kommandit . , u6.10 r Bank • ' . 208.20 il’eD i Ahifl- Aflflfl Prima Kogßak Speztalmarke, garantiert franz. Verschnitt, ärztlich empfohlen, per ^iterstajche 2Mk., ist der yreiö- roerteile und beliebt wegen seines vorzüglichen Geschmackes. 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Nach Ar- ASL-S- Arbeitsvergedung. Die für die Erbauung bei Gewerbeschule in Gießen Nötigen Arbeiten und Lieferungen, a) Spenglcrarbeiten, b) Blitzadleiteranlage, c) Eutwäfferungsatilage, sollen getrennt auf dem Submissiontzwege vergeben werden. Angcbotsuntcrlagen können im Baubureau — alle Gewerbeschule, Asterweg 25 — bezogen und daselbst Zeichnungen, besondere Bedingungen und allgemeine Vertragsbedingungen eingesehen werden. Die Angebote sind verschlossen, mit entsprechender Aufschrift versehen, bis zum Eröffnungstermin, Samstag, den 20. April ds. Js., vorm. 11 Uhr, in genanntem Baubureau emzureichen. Gießen, den 13. April 1907. Für den Ortsgewerbevercin Gießen. Die Bauleitung: Gar non, Architekt. V13/4 Brrstergcrrmg. Mittwoch den 24. d. Mts-, nach mittags 2 Uhr, werden tm Pfand- lokal Seltersweg 11 gegen Bar zahlung versteigert: 1 ttasfenschrank, 1 B>agcn, ein Divan nut 2 Sesseln, Tuche, Verttkowü,Schrante,lSchreib- tisch, Uhren, Spiegel, em Hütmerhund u. a. m. [26U0 Johann, Gr. 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