Nr. 137 Zweites Blatt 157. Jahrgang Freitag 14. Juni 1907 Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. Die „Gießener FamittenblStter- werden dem .Anzeiger' viermal wöchentlich beigelegt, das „EreUblatt für den Kreis Liehen" zweimal wöchentlich. Der „hessische Landwirt" erscheint monatlich einmal. Gietzener Ameiger General-Anzeiger für Oberhessen Rotationsdruck und Verlag der Brühuschen UnwersitötS - Buch- und Gtetndruckerei. 91 Bong«, Lietzen. Redaktion, Expedition und Druckerrtt Schulstraße 7. Expedition und Vertag > «4© 6L Redaktion: 12. teL-öbu An»eigerGtetzen. Politische Lagesschau. Vom Fürsten Eulenburg. .Nachdem Fürst Eulenburg gegen sich selbst bei der Staatsanwaltschaft jii Prenzlau eine Denunziation wegen Vergehens gegen Paragraph 175 des Strafgesetzbuches emgereichl und als Zeugen den Lchrütsteller Maximilian Harden benaiuit hat, ist cm EnnittlungHoeriahren gegen ihn emqeleuer worden. Das Amtsgericht z»l Charlottendurg ivurbc ersucht, Maximilian Harden wegen seiner aus den Fürsten Eulc>,durg bezüglichen Artikel in der .Zukunsi' zeugeneidlich »u vernehmen. Diese Vernehmung wird in den nächsteii Tagen erfolgen. Wie bestätigt wird, soll Harden zum Teil sein Material von der geschiedenen Frau des Grasen Stimo Tloltfc, jetzigen Frau von Elbe, erhalten haben." So meldet der ,f9ed. Lokalanz.', daS anerkannte Hof. blatt. Dazu schreibt unS heute unser R-Korrespondent: Der Schritt des Fürsten Eulenburg hatte hier und da zu der Bemerkung Veranlassung gegeben: Was kann bei einem Er» mittelungsverfahren herauskommen, bei dem jeder Anhaltspunkt fehlt? Einer der hauptsächlich in Betracht konimenden, mit dem Fürsten Eulenburg zusamm.n genannten angeblichen Zeugen, der bisherige Botschaftsrat bei der französischen Botschaft in Berlin Lecomte, hat ja Berlin bereits verlassen! Nun hat Fürst Eulenburg korrekter Weise den Weg gewählt, in seiner Selbstdenunziation bei der Prenzlauer Staatsanwaltschaft Harden als Zeugen zu benennen. Der Herausgeber der „Zukunst" erhält also Gelegenheit, seine Andeutungen zu vervollständigen. Daniil ist allerdings noch nicht entschieden, daß von dieser Gelegenheit Gebrauch gemacht wird. Wenn Harden sein Material zum Teil von einer Dame hat, so könnte möglicherweise Harden diese als Gewährsperson nicht preisgeben wollen. Trotzdem würden dadurch der geschiedenen Gräfin Moltkc die Ungelegcnhciten des Ermittelungsverfahrens nicht erspart, denn sie selbst kann als Zeugin veriwmmcn werden, und das gleiche ist der Fall beim Grafen Moltke. Es muß sich nun Herausstellen, ob das Material zu den Angriffen in der „Zukunft" auf Aeußerungen oder etwa auf Urkunden, Briefen usw. basiert. Bisher sind nur Behauptungen vorgebracht worden, aber noch keinerlei Beweis. Ferner erfährt man noch folgendes: Kaiser Wilhelm war schon längere Zeit gegen den Fürsten Eulenburg vec* stimmt. Er sprach seine Mißbilligung aus, daß der Fürst als Botschafter einen rumänischen Juden als Privatsekretär angestellt hatte. Mit diesem trat die Tochter Eulenburgs in intime Beziehungen und der Fürst gab notgedrungen seine Einwilligung zur Heirat. Das Paar lebt in England. Von dieser Mesalliance in seinem Hause verständigte der Fürst auch seinen kaiserlichen Freund, aber nicht in dem Tone, wie ein durch den Fehltritt seiner Tochter schwer betrübter Vater schreibt, sondern sein Schreiben erging sich in witzig sein sollenden Bemerkungen und geheimnisvollen Andeutungen. Der Kaiser machte aus seinem Aerger über dieses Schreiben kein Hehl. Die Feinde Eulenburgs benützten dann die (Sc. legenheit, um das Maß vollends 511111 Ueberlaufcn zu bringen. Die Kolonialakademie. Nach dem, was über die in Hamburg zu errichtende Kolonialakademie verlautet, scheint eine Bildungsanstalt nach Art der Handelshochschulen ins Auge gefaßt zu sein. Es würde sich deshalb empschlen, das Institut als Kolonial. Hochschule zu bezeichnen. DaS Wort Akademie paßt nicht recht zu der Absicht, die angehenden Kolonialbcamtcn in Deutschlands größter Seestadt bekannt zu machen mit der Praxis kolonialer Kaufmannschaft. Weil darauf der Haupt, wert zu legen ist, muß eS zweckmäßig genannt werden, daß die Schule nicht als Reichs-, sondern als Hamburgisches Institut errichtet werden soll. Im Reichskvlonialamt ist nun einmal das kaufmännische Element bei der Stcllcnbesetzung zu kurz gekommen; umsomehr muß der Nachwuchs der Schutzgebiets-Beamtenschaft im kaufmännischen Geist aus- gebildet werden. Nach beschwerlichem Umweg scheint Deutsch, land nunmehr dem Blsmarckschen Ziel zuzusteuern, daß dem Leben im überseeischen Deutschland der Kaufmann, der Hanseat das Gepräge geben solle. Das Herrschen sozusagen sei Sache der Zentralverwaltung in Berlin, das Regieren aber überlasse man den „Leuten auf der kolonialen Straße". • Militärische Disziplin und Weiubaukrifis in Frankreich. Zu umfassenden Garnisonwechseln in den südfranzösischen Departements sieht Kriegsminister Picquart sich genötigt, da der verwandtschaftliche Zusammenhang der Truppen mit der Bevölkerung der von dec WeinbaukrisiS betroffenen Distrikte für die militärische Disziplin leicht verhängnisvoll werden könnte. Tie Garnisonen von Montpellier und Narbonne werden genau beaufsichtigt. Offizieren und Mannschaften ist jeder Ausgang untersagt, um das Zusammentreffen mit aufgeregten Freunden und Bekannten zu verhindern. Ter Kvrpschef Baillouü schlug dem Kriegsminister weitere einschneidende Veränderungen in den südlichen Garnisonen vor. Gegenwärtig leidet der dortige Ausbildungsdienst schwer darunter, daß alle Exerzitien innerhalb der Kasernen sich vollziehen, weil draußen Kundgebungen zu besorgen wären. Tas Departement Gard hielt sich bisher der all- gemeinen Bewegung fern, aber der große Ausschuß von Argclliers, ermutigt durch die in den Tcpartements Aude, Herault und Ostpyrenäcn von massenhaft angesammelten Brotlosen geleisteten Schwüre, gegen die regierungstreuen Mair.cn zu marschieren, wcr- doppelt seinen Organisationseiser. Besonders iinposant gestaltete sich eine Eidesleistung in Capestang, wo der Maire vor zehntausend Personen seine Schärpe niederlegte. — Tie Regierung beschloß, diejenigen Gerne mden Südfrankreichs und diejenigen Pferdcbcsitzer zu verfolgen, welche den pflichtmäßigen Pserde- lieferungsdienft für Armeezwecke verweigern. Aus Montpellier wird gemeldet, daß eine neue Meuterei unter den Truppen des zweiten Genie-Regiments stattgefunden hat. Soldaten und Spielleute, welche in der Kaserne zusammengezoaen waren, fangen die Internationale. Tie Soldaten des 122. Infanterie-Regiments, von denen viele bestraft waren, und die infolgedessen ebenfalls in der Kaserne sich zusammengeroltet hatten, sangen gleichfalls die Internationale. Dertztiches Reich. Berlin, 14. Juni. Das deutsch-spanische Handel s-Prp Visa rium ist auf unbestimmte Zeit verlängert worden. — Im preußischen Handelsministerium wird gegenwärtig der neue Entwurf eines Gesetzes betreffend die Aenderung des Bo r s e n g e s e tz e s ausgearöeitet. Er wird sich in wesentlichen Kuntzen von der Novelle unterscheiden, die zuerst im Jahre 1904 und dann vor einem Jahre dem Reichstage vorgelegt worden ist, die aber nicht über die KommissionSberatung hinauSgetonimen war. Eine der wesentlichsten Abweichungen wird sich auf den § 48 dcS Gesetzes beziehen. Tie Angelegenhcttt wird jetzt so bcschleu- nigt werden, daß der neue Entwurf dem Bundesrat bald nach Beendigung seiner Sommerfcricn zugehen kann, damit der Reichstag ihn bei seinem Wiederzusammentritt am 19. November vorfindet. NeucS aus Rußland. Petersburg, 13. Juni. Zu dem gestern gemeldeten Raub im Petersburger Stadtteil werden noch folgcnoe Einzelheiten berichtet: Eine Bande von acht bis zehn Verbrechern überfiel um ein Uhr nachmittags ein Leihhaus. Es waren 10 Beamte und 15 Privatpersonen anwesend. Di: Räuber hielten ihnen mit dem Rufe Hände hoch! Browningpistolen vor und raubten 17 00 Rubel. Ein Anwesender, der 15 geliehene Rubel nicht herausgeben wollte, wurde sofort erschossen. Die Bande floh auf die Hilferufe, indem sie sich in zwei Gruppen teilte. Ein Hausknecht, der sie verfolgte, ergriff einen Verbrecher, wurde aber von einem anderen schwer verwundet. Zwei vorübergehende Personen wurden von den Räubern, die blindlings feuerten, ebenfalls verwundet: der Wächter des Nobelwerkes wurde durch einen Schuß in den Unterleib getötet. Ein Schutzmann, der eine Schußwunde erhalten hatte, tötete einen Verbrecher, ein anderer Verbrecher wurde verwundet und gefangen. Auf der weiteren Flucht wurden noch ein Bezirksaufseher und eine Frau verwundet, der Posten vor der Kaserne wurde erschossen. Sechs Räuber wurden ergriffen; man fand bei ihnen 600 Rubel. Zwei Räuber und vier Personen sind tot. Die Räuber waren 18 jährige Burschen. Schadrinsk, 13. Juni. Der örtliche Militärchef von Schadrinsk (Gouvernement Perm) wurde von einem Arbeiter durch einen Revolverschuß getötet. Der Mörder, der ergriffen wurde, bekannte, den Mord aus politischen Beweggründen begangen zu haben. Lublin, 13. Juni. Bei der Verfolgung von Schmugglern, welche von Oesterreich die russische Grenze überschritten hätten, wurde der Kommandeur einer Abteilung der Grenzwache, Bogatenko, am Kopfe verwundet. Die Schmuggler entkamen in den Wald. Petersburg, 13. Juni. Heute nachmittag wurde im Ministerium der Auswärtigen Angelegenheiten durch den Bevollmächtigten Rußlands, Iswolsky, und dem japanischen Botschafter in Petersburg, Motono, die Unterzeichnung emes Abkommens vollzogen, welches die Bedingungen für die gegenseitigen Dienstleistungen auf der chinesischen Ostbahn und der Südmandschureibahn feststellt. Ferner wurde das Protokoll betreffend die Station Kuntschensky unterzeichnet. Kas Aulomoöilrennen im Taunus. 11. Homburg, 13. Juni. Zu dem heutigen Kaiserrennen hatte sich trotz des leichten Regens, der fortwährend anhielt, eine ungeheure Menschenmenge eingefunden. Die Fahrer traten mit Abständen von 2 Minuten an und wurden von Frhrn. v. Brandenstein mit der roten Flagge gestartet. Schon morgens um 4 Uhr waren die Plätze, wo man das Rennen gut beobachten konnte, besonders an den Kurven zwischen Oberursel und Cronberg mit Zuschauern dicht besetzt. Biele Leute waren schon in der Nacht mit den Zügen heraus- getommen und hatten zum Teil im Freien kampiert. Der Ka i f e r beobachtete den Verlauf des Ausscheidungsrennens mit der größten Aufmerksamkeit in der Hofloge. Es waren noch u. a. anwesend die Minister v. Bethmann-vollweg und Breitenbach. Prinz Heinrich von Preußen und der Großbcrzog von Hessen hielten sich vielfach beim Ziele auf und hatten auch längere Zeit mit ihren Gemahlinnen, sowie mit den griechischen und Battenbergischen Herrschaften im Restau- rationszclt in der Nähe des Zieles Platz genommen. Um 12 Uhr wurde Tüt den Kaiser und das Prinzenpaar Friedrich Karl von Hessen und Gefolge ein Frühstück in den hinter der Hofloge liegenden Räumen serviert. Die anderen Fürstlichkeiten speisten im Restaurationszelt. Kloster Thron, 13. Juni. Wagen UB (Marlin u. Lethimonnier) gab das Rennen wegen M a f ch i n c n d e f e k t L auf. Wagen 37 B (Metallurgigue) hat bei Emmershausen einen fRab befett erlitten. Wagen 16B verlor längere Zeit vor dem erstmaligen Passieren bes Zieles infolge von Reparatur an der Maschine. Bis 12 Uhr 20 Min. hatten von 39 Wagen der zweiten Serie 22 die erste Runde absolviert. Tie besten Resultate erzielten die Jiatwagen, Wagen 8B mit 84,19 Min. Fahrzeit und 8C mit 86,56 Min. Fahrzeit. Ausgeschieden sind bisher 2 Wagen. Wagen 8B (Fiat) vollendete als erster beide Runden mit einer Gesamt- fahrzeit von 170,20 Mm. Ter Kaiser verließ um 21/. Uhr, nachdem baS Resultat des zweiten Rennens zu übersehen ivar, die Hofloge und begab sich mit dem Gefolge tn Automobilen nach Homburg zurück. Tie zweite Serie, deren Wagen beide Runden absolviert haben, hatte folgendes Ergebnis das Taunusrennen halten wir für volksverberblich, schon weil sie zu niebriger Schaulust locken. Das Volk wird dadurch abgelenkt von stiller friedlicher Arbeit und sinniger Selbsteinkehr. Die Uebertreibungen des Automobilsportes, das Rasen der Automobile auf freien Straßen ist aber ein ungeheuer grober Unfug. Unsere Wälder unb Felder werden verpestet unb unsere Lungen jämmerlich verstaubt. Die unheimlichen Teufelskutschen müßten angehalten werden, zum mindesten innerhalb der Orte unb in bestimmten, durch an den Straßen aufzustellende Zeichen kenntlich gemachten Umkreisen nahe von Ortschaften, etwa 6 Km. von diesen entfernt, nur mit ganz geringer Schnelligkeit zu fahren, damit das Wandern nicht eine der gefahrvollsten Unternehmungen bleibt und die nicht kraftfahrende Menschheit gänzlich in ihre engen vier Pfähle gebannt werde. Nur sehr energische' gesetzliche Maßnahmen und bann sehr empfinbliche Strafen auf Übertretungen der Vorschriften können hier einigermaßen leidliche Zustände schaffen. Auch könnte den Automobilen nur die Benutzung bestimmter Landstraßen vorgeschrieben werden, die ,ganze Welt" aber dürfte ihnen, solange sie nicht einigermaßen Garantie bieten, daß sie die Volksgesundheit nicht mehr wie bisher gefährden, nicht offen stehen. Auf der Rennstrecke selber scheint man sich immer noch nicht über dieses fürchterliche Unglück im Klaren zu sein. Die vom offiziösen W. T. B. gestern ausgegebenen Nachrichten lauteten: Kloster Thron, 13. Juni. (Amtlich.) Wagen 18 G (Horch) tst bei Grävetiwiesbach schwer verunglückt. Beide Fahrer sind schwer verletzt und bewußtlos. Wagen 19 E (F ü h r e r G ö b e l) ist bei Grävenwiesbach verunglückt. Ter Führer ist tot. KlosterThron, 13. Juni. Tie offizielle Feststellung hat ergeben, daß der Führer des verunglückten Wagens Adler 19 E (Göbel) getötet worden ist und sein Mechaniker beide Peine gebrochen hat. Heute wurden uns diese Nachrichten noch drahtlich bestätigt. Trotzdem sind sie falsch. Weitere Unfälle. Auf der Rennstrecke oberhalb Gräfenwiesbach rannte gestern früh kurz nach y»7 Uhr der Wagen 39 A (Napir) eine Telegraphenstange um, ine an einer Kurve ftano. Tte Fahrer wurden nur leicht verletzt und konnten bte Fahrt jorrfetzen. .Später verunglückten an derselben Stelle, per , die der borrige Klub der WaidmLirner vom I rats Prof. Dr. Jacobi, des Regierungspräsidenten v. Akelster ustalict hatte. Es wurde ihr nämlich Jür das und deS Landrats Dr. Ritter v. Marx. Zur Abendtafel sind 10 Uhr 15 Miu. Der S(v Hotel Augusta Viktoria ra 223 Juni. Der Kaiser be> begriffene evang. Erlöser^ 16 A 3 B 50 Sek., 14 „ 25 „ 17 „ 32 „ 37 , (Pipe) 84 (Opel) 86 4. 3 A (Opel) 87 5. 36 A (Italia) 88 6. 19 A (Adler) 89 Wagen 14 A hat aufgegeben. eines in Falkenstein zu errichtenden Offiziers-GenesungS- heims in Gegenwart des Generalstabsarztes der Armee Dr. Schjerning, des Bauinspcktocs Weiß, des Geheimen Bau- stellung in Wien, 25.—30. Mai veranstalte. ------ ------- . . . von Schulrat A. Kleinschmidt verfaßte Buch „I m Forst - Haus F a l k e n h o r st" die goldene Tiana-Medaille nut Eichender Saalburg. — Die 2 ersten Runden absolvierten als beste Wagen Rr. 16 A (Pipe) in 168 Min. 16 Sek., 16 B (Pipe) in 168 Min. 48 Sek. und 8B (Fiat) in 169 Min. 43 Sek. Die dritte Runde legte als erster Wagen 16 A (Pipe) zurück mit einer Gesamtfahrzeit von 252 Min. 46 Sek. Der Wagen, dessen Fahrer Haut vast ist, hat Anwartschaft auf den 1. Preis. — Wagen 3A (Opel, Fahrer Fritz Opel) gab auf der Strecke wegen Wasscrroi^rbruchs auf. Ans Stadt und Land. Gießen, 14. Juni. " Die Bade-Saison ist in der Lahn eröffnet. Die Flußbäder finden natürlicherweise großen Zuspruch, der allerdings noch größer wäre, wenn sich die Z ug an g sw ege nicht in so außerordentlich schlechten Zu stand befänden. Eine baldige Abstellung dieses Mißstandes würde wohl von allen Badegästen dankbar begrüßt werden. ** Eine niedliche patriotische Kundgebung von Marburger Schulkindern konnte heute vormittag vor derst Kriegerdenkmal beobachtet werden. Die Kinder hatten einen Schulausflug nach Gießen unternommen und ließen auf dem Marktplatz einige vaterländische Lieder erklingen. ** Eine hohe Auszeichnung erhielt unsere einheimiftve Verlagsfirma Emil Rorh auf der 1. internationalen Jagd-Aus- geladen der Generalstabsarzt der Armee Dr. Schjerning und Bauinspektor Weiß. Frankfurt a. M., 14. Juni. Das Festessen mit Preis- Verteilung zum Mschluß der tzerkomer-Fahrt nahm einen angeregten Verlauf. Ter Herzog von Ratibor brachte auf den Kaiser und die «Souveräne der Staaten, durch die die Fahrt ging, ein .Hurra aus. Es folgten eine Reihe weiterer Trinksprüche. Im Allgemeinen ist Ine Stimmung auch in Sportkreisen dem Rennfahren wie dem Taunus-Rennen nicht günstig. § Riarburg, 13. Juni. Zu dem vom 6.-8. Juli hier stattsindenden Gesangswettstreit sind 18 00 Sänger angemeldet. In den letzten Tagen wurden auch Ehrenpreise gestiftet. äV Biedenkopf, 13. Juni. In dem Bergwerk Heinrichsegen bei Littfeld wurden die Bergleute Blume und Reutter durch giftige Sprenggase getötet. Eist dritter Arbeiter kam wieder zu sich. 2. 3. suchte heute nachmittag die im Bau kirche und machte dann einen einstündigen Spaziergang durch die Kuranlagen. Später besichtigte der Kaiser da§ Modell Dr. jur. van Tecklcnborg sind hier eiugetroffen und haben im Wohnung genommen. W. Homburg v. d. H., 13. Erfolg nicht bringen. c Bad-Nauheim, 13. Juni. Generalleutnant Kühnel aus Kopenhagen, Höchsttommandierender der Kloster Thron, 14. Juni. Wayen IOC (Minerva) liegt mit beschädigter Maschine an und hören lassen. □ Ruttershausen, 13. Juni. Aus dem benachbarten Wißmar kamen diese Woche Mädchen und Frauen, um die hiesigen in der Zigarrenfabrik Georgi tätigen Arbeiterinnen zum Eintritt in den Deutschen Tabakarbeiterverbaird und gleichzeitig zum Streik zu bewegen; es wäre doch schön, wöchentlich 9 Mk. aus der Kasse zu erhalten und dabei spazieren zu gehen. Die Ermahnungen fanden aber kein freundliches Gehör. /X Butzbach, 13. Juni. Ein hiesiger Prozetzagent erhielt von einer Darmstädter Firma den Auftrag, gegen eine Anzahl Geschäftsleute aus dem Kreise Friedberg klagbar vorzugehen, auf Abnahme von Adreßbüchern, die der ktägerischen Firma bereits im Frühjahr 19 04 in ig gegeben waren, aber vor einiger Zeit erst im erschienen, nachdem die Beklagten aus naheliegenden G.s die Annahme verweigerten. Da man über den Erfolg des Vorgehens sich jedenfalls zweifelhaft war, sah man davon ab, gegen jeden Einzelnen vorzugehen, sondern man suchte sich für jedes der drei Amtsgerichte des Kreises ein Veriuchstarnickel aus. Am Amtsgericht Friedberg wurde nun die ktägerische Firma mit ihren Ansprüchen kostenpflichtig abgew.esen. Am Amtsgericht Butzbach zog die Klägerin nach etwa 6 .Verhandlungsterminen die Klage zurück. Das Urteil am Amtsgericht Vilbel steht noch ausdürfte aber auch hier der tlägerifchen Firma den gewünschten dänischen Landarmee und der holländische Finanzminister heute zum Kurgebrauch Kloster Thron, 14. Juni, 5 Uhr vorm. Tas Wetter ist trüb, aber auKlärend, und es ist Aussicht vorhanden, daß der Tag ohne Regen verläuft. Tie Rennstrecke ist abgetrocknet. Die Tribünen beginnen sich zu iüllen. 6 Uhr 20 Min. In der Hosloge sind bereits der G r o ß h e r z o g Von Helsen, die Prinzcnpaare Heinrich von Preußen und Friedrich Karl von Hessen anwesend, als der Kaiser, der um 5 Uhr das Schloß in Homburg verlassen halte, eintraf. Sofort begannen die Rennen, denen der Kaiser und die übrigen Fürstlichkeiten mit Interesse zuiahen. Der Grobherzog von Hessen und Prinz Heinrich hatten sich inzwischen zum Startplatz begeben. Von den 40 zn- gelassenen Wagen erschienen 39 am Start. Ter Wagen G A (Sun) erschien nicht. r ri 8 Uhr 5 Min. Bis jetzt haben 16 Wagen die erste Rennstrecke passiert, als erster Wagen 3 A (Opel). Die besten Zeiten von diesen 16 Wagen sind 1. 8 B (Fiat) 83 Min. Deutsche Landwirtschafts-Ausstellung 1907. Nachdruck verboten. IIL Düsseldorf, den 10. Juni 1907. Je mehr man dazu kommt, bie Einzelerscheinungen der un- vLrväichlichelt Schau ins Auge zu fassen, je mehr — und das ist allgemein die Meinunng, die miau um sich herum im Publikum äußern hört — kann msrn es nur auf das lebhafteste bedauern, nur wenige Ttzge Gelegenheit zu haben, einen Blick in diese reiche Welt menschlichen Schaffens tun zu können und daß eine derjartige Unsumme geistiger und körperlicher Arbeit, wie sie die Durchführung eines solchen sich heute geradezu gigantisch darbietenden Unternehmens e^wrdert, ausgewandt wird für- wenige Stunden. Eine längere Frist läßt sich für die jährlichen Veranstaltungen der Deutschen Lairdwirtschaftsgesellschajt, der vielen besonderen Umstände wegen nicht ermöglichen. Man ist bei einem ersten Rundgange überrascht und bei näherem Studium überwältigt von dieser Fülle der Gesichter. Es ist Wohl un- äbweislich rpahr, daß eine derartige Veranstaltung in solcher Vollkommenheit nicht geboten werben tonnte, wären nicht die in der langen Reihe der Wanderausstellung gesammelten Erfahrungen die erste organisatorische Kraft, die dem Unternehmen zugute kommt. Von all dem Gebotenen aber, den Ställen voll herrlicher Tiere und den vielerlei imponierenden Maschinen und Gerätschaften — war es schon unvergleichlich in seinen Eindrücken — konnte mein Interesse nichts so wachrufen, wie die grandiose Vorführung der Produkte und Hülfsmittel der Landwirtschaft. Wollte mau hier, wie es sein müßte, und welche Aiöglichkeit im Interesse der vielen rein beruflich die Ausstellung von sernher< besuchenden Fachleute dringend zu wünschen wäre, eingehende Studien treiben, dann wären nicht Stundest in drangvoll fürchterlicher Enge, nicht Tage, nein, Wochen wenigstens erforderlich, und zwar an Kurzweil genügend reiche. Das Verwandte in alt dem Vorgeführten, so verschieden es an und für sich sein mag, das überall sichtlich in die Erscheinung tretende Bestreben jedes Ausstellers, alles Tote zu vermeiden und seine Objekte recht lebendig vorzuführen, vermeidet eine Ueberlanung des Gehirns und eine schnelle Erschlaffung des Geistes, wie sie z. B. bei den sich überstürzenden verschiedenartigen EindrüSen der letzten Düsseldorfer Industrie-Ausstellung sich bald bei jedem Besucher mehr oder weniger einstellte. Und Stunden lang kann man in un- getrübtem Genüsse eine Vorführung nach der anderen beiminbern. Abgesehen von einigen Einzelbauten und dem gesondert aus den Plan tretenden Molkereiwefen ist die ganze Masse der Produkte und Hülfsmittel in einer einzigen riesenhaften und mit einer ganzen Reihe von Altbauten versehenen „Halte für Erzeugnisse" untergebracht. Es tut schon wohl, in der Bezeichnung, wie auch sonst überall, mit der Fremdwörterei einmal aufgeräumt zu sehen; luarum soll unser „Erzeugnis" weniger besagen als das überall zu findende „Produkt"? Beginnt man am nördlichen Ende die Wanderung durch den Bau, so finden wir zunächst eine gemeinsam und nach einheitlichen Prinzipien durchgesührte Ausstellung der Teutscheu Sa a t g u t z ü ch ce r, unter welchen die rühmlichst bekannten Namen von Arnim-Eriewen-Schwedt i. B., Bcseler - Weende, von Borries - Ecbenüorf, vertreten sind. Es werden in den verschiedensten Formen di üben, Weizen, Hafer, Roggen, Gerste, Bohnen und Erbsen vorgesührt; besonders ins Auge fallen die tauet der ^Prüfung schon zum zweiten Male als Siegerin hervorgegangenen Runlielrttben des letztgenannten Züchters. Wir stoßen bald auf eine seitens der Deutschen Landwirtscyafts-Gesell- schäft selbst veranstaltete Zusammenstellung von Hopfen und Gerste, in die indes nur die in der vorjährigen Konkurrenz prämiierten ausgenommen sind. Schlesien hat hier neben Brandenburg besonders gut abgeschnitten. Bei den Hanfgewächsen treffen wir zunächst auf Flachs- und Hanfbau, und hier sind es beionders die Frauen, denen es schwer sütli, iveiterzugehen. Gar zu nahe liegt hier das Schiltersü)e „Und sültet nm Schätzen ditz duftenden Laden —; wie wenige der Städterinnen aber können Wogen 4A (Rebour-Frankreich) und der Wagen 1B (Dür- kopp). Der Fahrer von ersterem Wagen wurde nicht verletzt. ^Dagegen wurde der Führer des Wagens 1B herausgeschleu- dert und erlitt schwere Verletzungen am rechten Oberschenkel. Der Mägen selbst überschlug sich ein paarmal. Tie Verletzten kamen nach Gräfenwiesbach in ärztliche Behandlung. p. Weilburg, 13. Juni. .Hermann Braun, ein Oesterreicher, der einen Mercedes-Mixte I Wagen fuhr — Start 9 A — soll tödlich verunglückt sein bei dem Dorfe Audenschmiede an der scharfen Brücken kurve, etwa 15 Kilometer vou hier entfernt. Auch an der Kanoneuecke, 3 Kilometer von Weilburg, zog sich ein Fahrer Verletzungen zu. Der Arzt wurde hingerusen, obgleich Sanitütspersonen genug zur Stelle waren. (Eine Bestätigung des ersteren liegt noch nicht vor. Es ist anzunehmcn, daß sie auf einer Verwechselung beruht. D. Red.) Drahtmelduugeu. laub zuerkannt. ** Der Sängerkranz begeht am nächsten Sonntag in Steins Saalbau, als 2. Nummer seines Sommerprogramms, sein Sommerfest. So viel wir hören, sind die Vorbereitungen im Gange und die Mitglieder dürfen bei irgendwie günstiger Witterung auf einen genußreichen Nachmittag rechnen. Der Beginn ist auf nachmittags 5 Uhr festgesetzt. ** Das Kolosseum erfreut sich fortgesetzt eines recht regen Zuspruchs und das hübsche Programm findet allgemein Anerkennung. Ganz hervorragend ist namentlich auch der Reckturner Karras, der seit einigen Tagen von einer Krankheit wieder genesen ist und jetzt allabendlich die Zuschauer mit seinen elegant und sicher ausgesührten sehr schwierigen Schwungübungen erfreut. Dazu erregt die drastische Komik, in die er im Verein mit La bella Nitta seine Uebungen einzukleiden versteht, fortgesetzt große Heiterkeit. Wer das jetzige Halbmonatsprogramm noch nicht gesehen hat, hat heute und morgen noch Gelegenheft dazu. Insbesondere sei auf die für Samstag nachmittag vorgesehene Kindervorstellung hingewiesen, bei der die dressierten Hunde wohl die Hauptanziehungskraft bilden werden. Am Samstag abend findet dann ein Ehrenabend für das gesamte Künstler- personal statt, das sich damit von hier verabschiedet. Sonntag vormittag ist wiederum Matinee und am Sonntag abend wird sich das neu engagierte Künstler-Ensemble zum erstenmal sehen den Stolz der Bauern fühlen, der Bäuerin, die heute allerdings auch schon selten geworden ist, die über ihren Linnenschrank das schöne Sprüchlein setzen kann: „Selbst gesponnen, selbst gemacht, ist die beste Bauerntracht". Ungemein anschaulich und interessant haben die Aussteller, unter denen auch wieder die Habelschwerdter Flachsbaugenossenschaft zu neuen ist, das Mate- nat hier zusammengestellt. Es ist wirülichs eine Lust, die Dinge all hier in Augenschein zu nehmen, die gleich zwei gute Eigenschaften an sich haben, nämlich einerseits dem Fachmann ein Bild des ganzen Standes der Hanf- und FlachZkultur zu geben und andererseits das ganze Werden eines Leinentuches dem Laien lehrreich vor Augen zu führen. — Wer da bisher glaubte, in den Karto n ein lediglich ein hauptsächliches Nahrungsmittel des Menschen und allenfalls des Tieres erblicken zu müssen, wird gründlich von seiner Ansicht geheilt werden in der umfangreichen Abteilung der Karto ff elf-abpiklate. Hier ergeht es dem Städter geradeso, wie dem Landmann, der da meinte, die Kohle sei zu nichts anderm nütze, als zum Brennstoff. Daß Kvr- tosfel zur Fabrikation von Spiritus, Stärke und Kartoffelmehl dienen, ist aUcnUjalben ja bekannt und auch, daß diese Fabrikation eine recht gewinnbringende ist, aber die Produkte all, die ich hier finden muß, sind eine derartig große Anzahl, daß ich sie kaum aufzuzählen vermag. Besonders fielen mir eine unzählbare Reihe Gläser mit Einmlach'-Sirup, Bonbons, Stärkezucker, Marmeladen, Textrin, Sago usw. auf. Ein ganz besonderes Interesse beansprucht die von der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft arrangierte Ausstellung von Dauerwaren, die an der von ihr veranstalteten Konkurrenz und an der Reise Deutschland—Australien und zurück von November 1906 bis Februar 1907 teilgenommen haben. Leider .ist die Schau nicht gerade reichhaltig ausgefallen und es bleibt bedauerlich, daß die deutschen Dauerwarenfabrikanten trotz des erheblichen Interesses, welches sie in erster Linie an einem Bekanntwerden der deutschen Dauerwarenerzeugnisse hätten, sich so wenig an dem Preisausschreiben beteiligen. Am besten sind hier die Molkereiprodnkte mit Milch in den verschiedensten Formen bis zum Pulver herab, mit Käse, Butter usw. vertreten, unter den gegorenen Getränken fallen die Biere von Pschorr-München und die der Wicküler-Brauerei in Barmen auf. Fleischwaren hat, soviel ich feststellen konnte, nur eine Firma gesandt. Sämtliche Waren sind mit einem auf die Australien-Reise hinweisenden Etikett versehen.. !Mit den nun beginnenden Abteilungen für Futter- und Düngemittel erhält die Halle ein ganz anderes Gepräge. In der ersten führen die allbekannten größeren Firmen ihre Produkte vor, unter denen Melasse natürlich überwiegt. Glänzend wie kaum je zuvor, ganz der übermächtigen. Entwickelung dieser Industrie entsprechend,. präsentiert sich die Fabrikation der Düngemittel. Neben dem schon erwähnten Kali- shndikat und der ebeusalls in einem vornehm eigenen Pavillon aus>- stelleuden Ammoniakoereinigung, sind in der großen Halle recht umsangreiche und augenscheinlich mit großem Kostenaufwande her- gestellte Vorführungen der Ser. Salpeter-Produzenten, der Tho- inasphosphatsabriken, des Gipsvereins uhb der Stiastofskalkfabriken untergebracht. Besonders zieht das Arrangement der ThomaA- phosppatfabrik die Aufmerlsamteit aller Besucher auf sich. Vom Erze an ist das Thomasmehl bis zum Fertigprodukt zu sehen. Vor allem aber sind es die Feldausstiche aus künstlich gedüngten Heide-, Oedland und Moor-Kulturen, die besser sprechen wie viele Worte. Unter den folgenden landw. Hilfsmitteln finden wir alles Erdenkliche, von den Apparaten der Tierarzneikunde an bis zum letzten Stück Pferdegeschirr. Zum erstenmal hat es sodann die Teutsckie Laudwirti'chafts- Geselftchaft unternommen, in Düsseldorf ein Gebiet zu betreten, lvelches Fragen berühre, die zusehends akuter werben und die irgend einer Lösung entgegengesührt werden müssen, sollen sie nicht in allzusemcr Zeit ichioere Kämpfe und Wirren für die Landwirtschaft mit fiuj bringen. Es betrifft die Landarbeit und deren Verhältnisse, die heute Die unbestreitbar wichtigste Lebensfrage ter Landwirie bilden. Tas neue Unternehmen kann sticht dankbar genug, begrüßt werden im Interesse unseres Kirche nnd Schnle. — Man schreibt uns. auv Kaiserslautern: All- jährlich besuchen viele deutsche Lehrer Frankreich, um die Sprache, aber auch Land und Leute kennen zu lernen. Nun scheint auch in Frankreich ein ähnliches Bedürfnis zu erwachen. So hatte sich im vorigen Jahre in Kaiserslautern zu dem vom Lehrer L. Wagner eingerichteten Ferienkurs für Ausländer eine stattliche Anzahl französ. Lehrer verschiedener Schulgattungen eingefunden und zu dem diesjährigen Kurs im August ist bereits eine noch viel größere Anzahl von Teilnehmern aus Frankreich, aber auch aus Italien und England angemeldet. Da Kurse zum Studium der französischen Sprache für deutsche Lehrer angefchlossen sind, ist reichlich Gelegenheit zum Gedankenaustausch mit deutschen Kollegen gegeben. Im Vorjahre hat die Ein- richtung recht segensreich gewirkt. Vermtfd?t€*» * Millionär und Dienstmädchen. Wie aus New- York gemeldet wftd, hat dort der in Washington ansässige bekannte amerikanische Millionär (Sorbin, der fein Vermögen hauptsächlich auf Zuckerplantagen und durch Eisenbahnspekulationcn gemacht hat, soeben fein früheres Dienstmädchen geheiratet, die dadurch Schwiegermutter eines englischen Lords, des Earls von Oxford, wird. Mr. Corbin war schon einmal verheiratet und aus dieser Ehe stammte eine Tochter, die jetzige Gräfin von Oxford. Tie gesamten Ackerbaues und des sozialen Friedens. Natürlich ist an allem Vorgeführten zu sehen, daß es ein erster Schritt ist, daß das ganze einer großzügigen Gestaltung noch bedarf. Vorläufig überwiegen noch die kartographischen Tarstellungen die figürlichen ,u,nd wird auch zuviol mit angeführt, was, wie die Heimausschmückung u. a. die Sache mit dem Tach, anstatt mit dem Fundament beginnt. Interessant ist, daß auch die Guttempleq ich hier zu pwpagMdistischen Zwecken für ihre gute Sache emgesunden haben. — Hoffen wir das neue Unternehmen der Deutsch. Landw.-Ges. bei der nächstjährigen Wanderschau in Stuttgart in ausgewachsener Gestalt wiederzusinden. In einer Reihe von Anbauten folgen harnt die staatlichen und wmmunalen lanb- lvirtsa-aftlichen Körperschaften mir Vorführungen, bie zum Teck zwar schon von den Voriahren her bekannt, doch eine berartig; große Fülle des Sehenswerten bringen, daß man nur wünschen könnte, dies reiche Material so vereint für eine Reihe von Wochen zu Studienzwecken benützen zu können. Mit dem Westfälischen Bauernverein finde ich zunäuistdie Landwirtschaftskammer dieser Provinz mit Darstellungen der landwirtscyaftlichen Verhältnisse Westfalens in Karten und Modellen. Eine besondere Hervorhebung verdient hier mit einer Reihe lehrreicher Modelle usw. die besonders Wiesenlulturen berrefsen, der Verein für Wiesen^ Moor- und Heidekulturen zu Münster i. W. Tie Wniglich Preußische Laiidwirtschaftsverwaltung ist mit der landwirtschaftlichen Akademie Bonn-Poppelsdorf und der Oefsentlichen Wetterdienststelle zu Aachen an der Spitze erschienen. Besonders die Poppelskwrfer Akademie bringt ihren ganzen Reichtum an Instrumenten und Apparaten, nm damit den glänzenden Beweis zu erbringen, daß die Wissenschaft auch auf dem Gebiete des Acker-, baues imb der Viehzucht nicht mehr hinter der anderer Gebiets zurüMeht. Die Ausstellung ist nicht minder wertvoll, wie die derselben Akademie auf der Gewerbeausstellung 1902. Es folgen nun die Meliorationsämter und die Landwirtschaftskanimer der R(winpwvinz, die letztere mit Vorführungen, die in umfaßender Weise alle wisfenschaftlichen und tcchnisckten Zweige der Land^ wirtschaft betreffen, so A^olkereicn, Geflügelzucht, Obst- und Weinbau, Ackerbau und Bodenbenutzung und nicht zuletzt das -Schulwesen, von heutzutage. . , „ , , ' Besondere Bauten in der Röhe der Erzeugnishalle haben der Bund der Landwirte und der Rheinische Bauernverein auf^esührt. In beiden Hallen erregen die verschiedenen vorgeführten Systeme landwirtschaftlicher Buchführung Interesse, die bartun, in welch intensiver und rationeller Weise ber Landwirt von heute feine Scholle bearbeitet und sein Vieh züchtet. Die Genossenschaft des Rhein. Bauernvereins, die heute daS halbe Hunderttausend Mitglieder weit überschritten, hat ganz besondere Anstrengungen gemacht. Tie Entwickelung ber Organisation, die Produktion bet Mitglieder wird anschaulich vorgeführt. Auch eine Reihe fNodelle von Wohngebäuden sind ausgestellt, em Zeichen des vielseitigen Mrknngsgebietes des Vereins. Sogar die eigene in Köln domi- lizierte Buchhandlmig kann die Vereinigung präsentieren. Erwähne ich noch die Traubenweinhalle, in ber ein Bild des gesamten deutschen Weinbaues gegeben wird, die Obst- und Schaum- weinkofthalle, die Butterausstellung, in der natürlich die Schleswig-Holsteiner mit nicht weniger als 252 Proben dominieren, und die große Käseschau, so ist die Reihe der landwirtschafttichen^ Erzeugnisse nahezu erschöpft. Es verbleibt nur noch bie links und rechts ber Thaerstraße untergebrachte milchwirtschastliche Ausstellung, die nicht weniger als nahezu -600 Aussteller aufzuweisen hat und in ihrer Gesamtheit ein ungemein glänzendes Bild zeigt, umsomehr, als die größere Anzahl der Apparate usw. in Betrieb vorgeführt wird, u. a. eine komplett große Anlage. Fasse ich den Eindruck der ganzen Schau zusammen, so kann ich sagen, daß wenn auch in einzelnen Abteilunaen nicht ganz das erreicht wurde, was bei der zentralen Lage Berlin int vergangenen Fahre sich ermöglichen ließ, so doch sich ein Gesamtbild ergibt, das unsere Landwirtschaft unter den Fittichen bet Teutscheu Lanbwiclsch(afts-Gesellschast auf einer ungeahnt glän« zenden Höhe zeigt. 30. Deutscher Fleischertag. IV. Nachbruck verboten. S. u. H., Hamburg, 13. Juni. Heute fand die Hauptversammlung der Fleischer-Berufsgenossenschaft statt. Friedrich-Nürnberg erstattete den Derwaltungs- bericht, wonach die Geschäft-e ber Kasse sich gut anlassen. Ter Voranschlag für das nächste Jahr beträgt 269 000 Mk. Ter Fleischertag nahm auch zu der Gewerbeordnung Stellung. Auf Sln- reguitg des Bezirks Sachsen-Anhalt sprach man sich dahin aus, daß daraufhin gewirkt werden möchte, daß die Gesellenprüfung obligatorisch wird. Auch wurde die Forderung gestellt, daß das Meisterprüsungsrecht den Innungen wieder eiitgeräumt werden soll. Ein Antrag, daß ber Verband dahin wirken möge, daß freie Innungen keine Mitglieder aufnehmen, die sich nicht der Prüfung vor der Innung unterzogen haben, soll noch näher erwogen werden. Einen breiten Raum in den Verhandlungen nahm die Erledigung von Verbandsangelegenheiten in Anspruch. Besonders wurde über die Gründung eines VerbandsfachorganS beraten. Nach eingehenden Erörterungen wurde die Gründung einer Verbandszeitung! beschlossen. _____ _ guten S" '"5 ’A »on 5 dl- C->m- ß-SSj* gSÄJ lieber absloM Tatsache, dal, n neuester Zeit M Mdezu.ua -r S m der au Dividende von Aktien dieier $ sie gingen bann, Mgang belann jNlüctrvelchcnben dann auf den > jebr mäßig erho - Tie i nähme einer 4 Wchn -Londe sianbsberich stimmte gehalten misiischen W iud) durch Mise laltutieren Idjeir dach genug zurü^ einen Vorstoß, i halle. Kanada w Lankaktien wäre sührung der Ak sie notierten ans, ferner Tislvnto bank und auch £ schlossen. Lomb der Thronrde be haft zu anziehei 222 ’/i, Bochum 176. Gelsenkir gut behauptet, lose höher; 1$ - Ter L seiner gestrigen Aalilocrle Alt.-l Gross nach I KaPelle de «ch 68 Jabrc durch , freusorp und Onl Her n. Wie aus ta> m ansässige bekannte Mögen hauptsächlich ehilattonen gemacht eiratet, bie dadurch (M oon SJrfoib, et unb -aus tiefer von Olsord. Tie intern: All, um „ff..lernen. ^dursnis zu^ J Kaiserslautern ".^rleninrs Lehrer zu dem dies- v.el größere ' Uber auch aus se Mm Studium ter angeschlojs-n «tausch mit |rc hat die Gin, «e* * ^lttlUn9 unb mit A, ■ hrt nüÄ- bracht tmtn Fahit 5 bin •** k*'C °ut 6.^8 ft , :bl8«o®i* ' "U.d.N , b'"> $«glet[| gi Ns. MMich ist erster Schritt iß, noch bedars. Äl- Tarstetiungen die nhrt, was, wie bie ach, anstatt mit dem mch dir Guttempler tt ihre gute Ä-bc K Unternehm» der ^anders-h-u -nstutt' M. zn emr^ nb wmmuchen lajii" ungtn, K MM B nm nurMM für eine rgs en« dem A & p)^ lu»9 Äfctnmer b‘51tÄ Msassenber M ZA md Wei^ KALchulweseu rsgrhs die Ute sem- KKÄi eigene-Stieren. »tf«S “ «-x i« unt« ,»# «j edoch hofft man, daß mich diese Sache gleich wie die vor einigen Wochen z-viichen Arbeitgebern unb Arbeitnehmern in der Textilbranche aus- gebrochenen Tisfereiizen, zu beiderseitiger Zuiriedenheit beigelegt wird. Offenbach, 13. Juni. Die hiesigen Metallarbeiter hielten heule eine Versammlung ab, um über den Streik zu beschließen. Tie Unternehmer haben einige Zugeständnisse gemacht, worauf über die Fortsetzung des Streits abgestimmt wurde, -117 erklärten sich für, 577 gegen die Annahme der Bedingungen. Ta nach den Vorschriften Ziveidrittelmehrheit zur Fortsetzung des Streiks erforderlich ist, so bedeutet der Beschluß die Wiederaus- n a l) m e der LI r b e i t. Eisenbahn-Zeitung. — Eisenbah >i - Verkehrsfünde --. Kritische Betrachtungen zum neuen Personentarif. Von Ferroviaruis. Berlin W. öü, (Son corbin Ternsche Verlags-Anstalt, Herma-m Ehbock. Preis 50 Pfennig. — Hier legt ein Renner unseres Eisenbahnwesens m sachlicher, klarer und offener- Weise die Mängel dar, an denen unser Eisenbahn-Personen- unb Güterverkehr krankt. Gleichzeitig gibt er aber auch Mittel unb Wege zur Besserung an unb hebt bie vielen Vorzüge unseres Eisenbahmvesens bejonbers gegenüber dem Auslanbe rnckhalislos hervor. Literariyches. — I. H. Epstein, Fabrikbesitzer. „Zur Verteidigung der Zuwachssteuer". Verlag „Bodenreform", Berlin, Lessing,'kraße 11. — Dieses Büchlein hat auch für uns ganz besonderes Interesse, da auch in unserer Stadt die Frage der Zuwachssteuer bald auf der Tagesordnung stehen wird. Ter Gedanke dieser Steuer hat in beispiellosem Siegeszug Deutschland durchmessen. Von den Bodenresonnern ausgel)end, wurde sie zuerst als theoretische Liebhaberei verspottet. Diese Anschauung blieb auch noch eine Zeit lang herrschend, als das Reichs-Marine- amt in uiiscrem ostasiatischen Besitz Kiautschou sie zuerst in die Wirklichkeit übersetzte, &eute ist diese Steuer in etwa fünfzig Städten und Törsern durchgeführt. — Die kleine ^chrift eines angesehenen F-rankfurler Industriellen rechnet mit allen Einwürfen ab, bie gegen diese Steuer aus den Kreisen der Interessenten! und neuerdings auch der thevrcnfdicn Wissenschaft versucht worden sind. Sie verteidigt die Steuer als die Steuer der Zukunst. Jlw Für und Wider wird auch in Gießcu bald eine wichtige Rolle spielen. 5amiücit821acbrid?ien. Verlobte: Fraulein Marie Schwab mit Herrn Karl Trob in Hungen. Sprelplau dcS Großhcrzogl. Äurhaus-ThcatcrS Bad-Rauhcim. Direktion Hermann Steingoetter. Montyg den 17. Juni: ,Ter Weg zur Holle/ Schwank in 3 Akten von G. Kabelburg. Mittwocl) ben 19. Juni: Gastspiel von Elfriede Bayrhammer vom Hoftheater in Kassel: »Ein idealer Gatte." Komödie in 4 Akten von Osk. Wilde. Freitag den 21. Ium: Unter Mitwirkung der Kurkapelle: Novität: »Die lustige Witwe/ Operette in drei Akten von Fr. Löhn. Samstag den 22. Juni: .Was ihr wollt? Lustspiel tu o Auszügen von W. 2liafc,yearc. (tiicßcitcr Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung für Hesten am Samstag den 15. Juni: Dleift heiter. Trocten. Etwas wärmer. Südliche Winde. Griginal-Orahtmel-ungen. Haag, 14. Juni. Tic russischen delegierten werden angesichts der Tatsache, daß em rilsstscher Vertreter zum Vorsitzenden der Friede ns -Konferenz gewählt wird, keinen Inltiatw-Antcag einbringen. Hinsichtlich der Ein- schränkungcn der Nüslungen und des Schutzes von Privateigentum int Seekriege werben die russischen Delegierten Vorschläge einbringen, durch welche das schiedsgerichtliche Verfahren unter gewissen Bedingungen obligatortsch gemacht wird, sowie Vorschläge hinsichtlich der Einsetzung etnes Unter- suchungs-Ausschusses, dec chvatge internationale Konflikte prüfen soll. — Der französische Vertreter zur Haager Kon- serenz, Bourgeois, welcher gestern hier eingetcoffen ist, stattete dem holländischen Vtinisler des Aeußern Besuch ab. Königin Wilhelmine ist ebenfalls hier eingetcoffen. • Das Automobilrennen im Taunus. Kloster Thron, 14. Juni 12,30 Min. Beim Kaiser* preistcnnen wurden Sieger: 1. Fiat 8 B Gesamtsahrzeit 334 Min. 26 Sek. 2. Pipe 16 A „ 339 „ 10 „ 3. Opel 3 B „ 339 „ 49 „ « Sluf der Nennstcecke sind heute zwei weitere Unglücks» fälle mit tätlichem Ausgang zu verzeichnen. Dec Führer des Wagens 37 a (Metallurgique) Hugo Wilhelm wurde bei Weilburg aus dem Wagen geschleudert und brach das Genick. Weiter wurde bei Ufingen von einem Wagen, der Depeschen beförderte, ein Mann auS dem Publikum überfahren und I getötet. Mainzlar und Langen, den 13. Juni 1907. Für bie Hauowäi'chc ist Hengras-Versteigerimg. ‘fetranÖB Das Heu gras von dem Obstbaumstück der Stadt Gießen wird M... , - Montag dcu 17. Juni 1907, vormittags- 11 Ubr, die beste u. billigste ftuinge ^e.- eirc. tr. ,Ru/6 U :i.v Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Frau Biedenkapp u. Kinder M Die trauernden Hinterbliebenen: Ludwig Schlapp I. Heinrich Schlapp, Lehrer, Katharina Schlapp geb. Becker. Elise Schlapp geb. Breidert. und 7 Enkel. Stets Neuheiten! Casseler Schirmfabrik Giessen, Seltersweg 9. Neue Kartoffeln eingetroffen, per Pfund 10 Pfg. sowie alte magnum bonum empstehlt 13937 I. Weisel, Sonnenftraße 6. Montag den 17. Juni 1907, vormittags 11 Ubr, in der Restauration von Atelchior Schäfer Wwe., Grünberge zur Versteigerung gebracht. Gießen, den 11. Juni 1907. Groscherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Reintgr wunderbar u., grein die Stoffe nicht an. Grove Fiaw. 1 Mart. l«£iy 'Adler-Drogerie Seltersweg 39, Otto Schaaf. 1 Teilnehmenden Verwandten, Freunden und Bekannten hierdurch die traurige Mitteilung, dass mein lieber, treuer Mann, unser treusorgender Vater, Bruder, Grossvater, Schwiegervater, Schwager und Onkel Herr Heisaricli Biedeoknpj» Zugführer i. P. nach langem, schweren mit Geduld ertragenem Leiden im Alter von 68 Jahren sanft entschlafen ist. Todes-Anzeige Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, heute morgen um 10 Uhr unseren guten Vater, Grossvater, Schwiegervater und Onkel Herrn WälheSm Schwapp (xemeindeeinnehnier nach kurzem Leiden im 75. Lebensjahre zu sich zu rufen. Die Beerdigung findet Samstatr. den 15. Juni, nachm. um 3 Uhr in Mainzlar statt. 3951 Giessen (Bahnhofstrasse 60), den 14. Juni 1907. Die Beerdigung findet Sonntag, den 16. Juni, nachmittags 5'/, Uhr von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt. fÜSSBODEN-OEUACKFARBE JzFrauenisb garantirt blei- u. giftfrei. Bester Fussbodenanstrich haltbar, hochglänzend, elegant, über Nacht trocknend. Alleinige Niederlage: [2762 Kreuz-Drogerie August Voll. n 1067 Bekanntmachung. Diejenigen Steigerer vou '-bremr und Siuuholz auS den Waldungen ber Stabt Gießen, welche nut der Alstuhr von Holz noch ructstanbig finb, werben hiermit aufgefordert, für bie Abfuhr des Holzes spätestens bis (Lnvc d. Mrs. Sorge zu tragen, anbern» falls gegen sie forstgerichtliche Anzeige erfolgt. Gießen, ben 10. ^um Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. 1 Meeum. Bu/6| PergebMg m Kleiiipslasierarbeitcii. Die Alempflai'erardeiten für bie Befestigung der Bruch«, straße 1 ollen Donnerstag, dcu 20. ds. Mts., vormtttags 11 Uhr öfientlich vergeben werben. Arbeitsbefchrcibungen u. Bedingungen hegen wührenb ber Dienftstunben bei uns zur Einsicht auf. Ange bote auf Borbruck, der dafelbst erhältlich, sind ,patestens bis zum obengenannte-- Be-tpunkt verichloffen und mit entsprechender Aus- fchrift versehen, an uns einzure-che-i. — Zuschlagsfrist 3 Wochen. Gießen, den 12 Juni 1907. Städtisches Tiefbauamt. Braubach. Bu/6 Vergebung. Jur die Klinik für psychische und nervöse Krankheiten in; Gießen soll die Lieferung von a. Heizmaterialien: 1. ca. 7000 Zentner Hüttenkoks 2. ca. 800 Zentner Nußkohlen b. Bett-, Leib- und Tischwäsche auf dem Wege der öffentlichen Ausschrcib-ing vergeben werden.' Die Bedingungen liegen an den Wochentagen von 4 bis 6 Uhr nachmittags auf dem Verwalk-mgsbureau zur! Einsicht offen. Angebote sind verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen bis zum Eröffnungstcrmin: Freitag, den 28. Juni ». c., vormittags 12 Uhr auf dem erwähnten Bureau abzugeben. ; Der Zuschlag bezugl. der Heizmaterialien erfolgt alsbald nach den slattgehabten Proben, derjenige bezügl. der Wäschestücke bis zuiil 8. Juli 1907. Gießen, den 10. Juni 1907. Die Großherzogliche Direktion dec Klinik für psychische und nervöse Krankheiten. S 0 m in e r. B“/e Serftcigernng von kisen-, 8ch-, W, limoiKc« nii Kl>'zn>iirc>! etc. Im Anstrage des -Herr-- Kontursverwalters Dobermann zu Gießen werden Samstag, den 1.». üunt 1907, vormittags lu Ubr anfangend, die zur Kor-rursmaffe des Marl Schäfer zu Dollar ge^ hörigen Warenvorräte als: Gifcuwareu: Werkzeuge aller Arten, Sägen, Feilen, Hämmer, Hobelen'cn, 1000 kg Trahtstitte, Langen, vdobrer, Beite, Aexte, Lürbeichlage, nämlich Fifchbande,^angvand,Elniteckfchlöffer,Kasten fchlüsser, Voryangichlön'er,Drücker, vaus^ unb Küchengcratichasteu, Gußwareu: Töpfe, Bräter, Pfannen, Kohlentasten, 3itemenfchelben, Schwungräder, Bau und -Handelsguß, Bleche und Gmaillewaren, Svaten, Schippen, Rechen, Möbclvcrztcrungcn: Knöpfe, Aunätze, Stollen, Füge und vieles andere, alles neu, versteigern Berftcigeru-tgslokal: Alte Pog, Walltorstrage 24. Herr Lovecmann erteilt gerne vorher Austunst. 3940 Die Versteigerung sind et bestimmt statt. * Getizler, Gerichtsvollzieher. 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