157. Jahrgang Erstes Blatt Aie Heutige Yummer umfaßt 12 Seiten RusLcrnS. f r n d u n g bezeichnet. — Zum neuen Marine-Attach 6 bei der deutschen Botschaft in Paris ist der Fregatten-Ä'apitän bisher zur Verfügung des Staatsseirerärs des Arel^udent n. In Charlottenburg am Sitz der Technischen Hochschule haben die Berliner „Freistudenten" dieser Tage eine Konserenz abgehalten. Freistudenten sind, was man srüher „Wilde" nannte: die Nichtangehörigen einer Couleur oder einer sogenannten schwarzen Verbindung. Aber sie sind gemeiner Begeisterung freundschastiiche Reden gehalten. Windsor, 12. Nov. Tas Programm sür das weitere Verweilen des Kaisers in England nach der Beendigung des ossiziellen Besuchs am Montag steht noch nicht fest. Die Kaiserin dagegen wird sich am Samstag oder Sonntag auf der „Hohenzollern" nach Holland begeben. — Der Staatssekretär v. Schoen kehrt am Montag nach Berlin zurück. Ter Nebel verschwand heute früh vollständig und die vom herrlichen blauen Himmel scheinende Sonne liest den in den Herbstfarben prangenden Wald von Windsor wie ein Märchenland erscheinen. Nach erfolgreicher Jagd fuhren der Kaiser und der König nach Cranborne Tower zum Frühstück, an welchem auch die K a i j e r i n und die Damen der königlichen Familie teilnahmen. ____, _______ _______J: eine Organisation beu Fuwenchiaft auf der Grundlage bestimmter moderner Tendenzen. Wie die Russen der 70er Jahre wollen diese Freistudenten „unters Volk gehen", wollen Bildungslurse sür Arbeiter abhalten und dem bewegten und vielgestaltigen Leben dieser hasten- )en, unruhevollen Zeit an den Puls suhlen. Aber auch nach neuen Formen der studentischen Geselligkeit schauen sie aus; nach einer Geselligkeit ohne Trinczwang und Pennalismus, und die ernstesten unter diesen jungen Leuten erklären gar dem den Krieg, was^ die Jungw.ener uns ein wenig euphemistisch als das „jüste Madt" zu bezeichnen gewöhnt haben. — In solchen Bestrebungen ist mancherlei, was Sympathie veroient. Es ist eine Tatsache, die jeder Akademiker vielfältig bestätigt gesunden hat, daß der Prozentsatz der Gescheiterten und Verbummelten gerade unter den sogenannten Wilden (zumal in Berlin) besonders Portsmouth, 12. Nov. Beiden von den Marinebehörden zu Ehren der deutschen Seeleute veranstalteten Mahle wurden Trink spräche auf Kaiser Wilhelm und König Eduard, sowie auf die deutsche Marine ousgebracht. Während des Mahles konzertierte die Ar- Reich. Berlin, 12. Liov. 5ute in verschiedenen ausländischen Blättern und auch in einem Teile Der deutschen Presse erschienene Nachricht, daß zwischen der deutschen und englischen Negierung Verhandlungen im Gange sind, um den im Mrdosten von Deutsch-Sudwestasrila belesenen Ea- Privi-Zipsel gegen d ie Walsischbai auszu- l a u j che n , wird im Kolonialamt als tendenziöse E r - em -Sitticnei Anzeiger -rden im Wechsel mit m Kesstlchen eandwirl e gNehencr Familien- älter viermal in bei iod)e beigelegt und zetmal wöchentlich das itisblatt für den Kreis ieften. steri'Wrech-An- Uubl.d. Redaktion 113 erlag u. ^-pebuion 51 AUS V..Q08 MIC Gießen, 13. Nov. 1907. ** Vom Grosth. Hose. II. KK. HH. der Großherzog und PrinzHeinrichvonPreußen nahmen am Montag auf Einladung des Freiherrn Heyl zu Herrnsheim in Worms an einer Treibjagd aus Ha,en teil. Nach Schluß der Jagd fand im Schloß zu Herrnsheim ein Essen statt. Die Rückreise nach Darmstadt erfolgte um 10 Uhr abends. — Prinz und Prinzessin Heinrich von Preußen reisten am Tienstag vormittag um 10 Uhr zum Besuch der Großherzoglich Badischen Herrschasten nach Karlsruhe, von wo sie am Abend nach Darmstadt zurück- kehrten. **Landesuniversität. Tr. W. F. B r u ck, früher Assistent am Botanischen Institut, hielt gestern zum Zweck seiner Habilitation für das Fach der Botanik eine öffentliche Probevorlesung über „Wachstum und Fortpflanzung". Persona lien. Der Schrcibgehilfe Franz Philipp Merle zu Alzey wurde zum Schretbgehtlfen bei dem Steuer- kommisjariat Lauterbach ernannt. • • Erledigt ist ab 1. Ian. k. J§. eine mit einem kath. Lehrer zu besetzende Lehrer stelle an der Gememde- schule zu Klein-Winternheim. Mit der Stelle ist Orga- nistendienst verbunden. * • Schüler-Faustballverein. An dem Neal- gymnasium und der Oberreal schule wurde ein Faustballverein ins Leben gerufen. Die Nereimgung hat das Bestreben, die guten Einflüsse des gesunden, kräftigenden Sports, der in freier Stift ausgeübt wird, recht vielen Schülern teilhaftig werden zu lassen. * * Bezirksverein Ost. Am Montag, 11. d. M., wurde im „Kronprinz", Licher Straße, von einer gut besuchten Versammlung eine Vereinigung für den östlichen Stadtteil gegründet. Ter Zweck des Vereins ist, Gemeinde- angelegenhetten der Stadt Gießen zu besprechen und zu den Stadtverordnetenwahlen Stellung zu nehmen. * * Chauffeurin und — Hebamme. Tie Automobilsachschule in Mainz erläßt im Interesse einer ihrer Klientinnen das solgende Inserat: „Tüchtige Chauffeurin, mit dem Automobil vollständig bcrtraut, gute und sicher^ verwirklichen werde. Tie Pariser „Aurore" schreibt zur Monarchenbegegnung in Windsor: „Wir wünschen herzlich, daß in Windsor von Marokko gesprochen werde, und zwar gründlich. Wenn wir auch anerkennen wollen, daß Minister Pichon bisher die Angelegenheit mit großer Besonnenheit und löblicher Energie geführt, hat, so müssen wir doch eingestehen, daß mxin in gewissen Kreisen nicht recht weiß, wie die Geschichte nun weiter gehen soll. Sicherlich wünscht die Regierung von ihrem Programm nicht abzuweichen, aber die Ereignisse können sie leicht zwingen, gegen ihren Willen über die gezogenen Grenzen hinauV- zugehen, und dann sind die Verlegenheiten da. Deshalb wäre es gut, wenn die Souveräne in Windsor Gelegenheit nähmen, sich über solche Eventualitäten schon im Voraus auszusprechen, wenn sie sich über europäische, besonders aber über ihre marokkanische Politik unterhielten., xann vird ihre Zusammenkunft aller Welt von Nutzen fern. Wien, 12. Nov. Tiü neuen Minister wurden beim Erscheinen im Saale des Abgeorvnetenhauses von den Sozialisten und Tschechisch-Raditalen mit stürmischen Protestrusen, Pfui und Abzug empfangen. Rotterdam, 12. Nov. Die deutsche Kaiserin kommt am Sonntag gegen Mittag an Bord der „Hohen- zollem" in Ymuiden an, wo der kaiserliche Sonderzuz sür die Reise nach Het Loo bereit ist. Die Kaiserin reift mit dem nämlichen Zuge nach Deutschland. Es wird hier sehr angenehm empfunden, daß die Kaiserm es sich nicht nehmen lassen wollte, die holländische Königin uni> den Prinzen Heinrich aus der Durchreise zu begrüßen. Paris, 12. Nov. In der Deputiertenkammer begann heute die Beratung der Interpellation über Marokko. — Ans Batna in Algier werden ernste Unruhen berichtet, die durch die Spähis veranlaßt worden sind. Das Betreten des Eingeborenen-Viertels wurde diesen i verboten, trotzdem begaben sich über hundert Soldaten bewasfnet in dieses Stadtviertel und versuchten in die Wohnungen einzudringen. Die M e u t e r e r bedrohten ein aeqen sie entsandtes Bataillon und beleidigten den Führer, der sich mit feinen Soldaten eiligst zurückziehen mußte. Die Meuterer kehrten abends in ihre Garnison zurück, nachdem sie verschiedene Krawalle mit den Eingeborenen gehabt hatten, wobei es auf beiden Seiten zahlreiche Ver- i [phfp aab. Petersburg, 12. Nov. Der Minister des Aeußem, Iswolski, ist von seiner Auslandreise heute wieder in Petersburg eingetroffen.__ "U deutsche Katselpaar in Hilglano. Publikum und Presse Englands überbieten ein* tber in Sympathie - Bezeugungen sür die kaiserlichen äste. Einige englische Blätter verössentlichen die Be- me über die Ankunft in Portsmouth und Windsor U deutscher Ueberschrift. Daily Expreß bringt )flar xinen ganzen Begrüßungsartikel in eutscher Sprache. In säst allen politischen und ivaten Kreisen kommt die Erwartung zum Ausdruck, für die Reihe der englisch-deutschen und deutsch- iglischen Höflichkeitsaustausch- und Freundschaftsbewesien letzter Zeit dieser Kaiserbesuch die dauernd ersolg- lche Krönung bedeuten werde. . Ein Spezialkorrespondent des Reuterschen Bureaus Mittwoch 13. November E 907 Bezu gSpretsr monatlich 7b Pt., otertel- A jährlich Mk. 2.20, durch «d ^^bole- u. Zweigstellen monatlich 65 Pj.; durch |r. 207 r|^cini td «It* außer Sonntagl. groß ist. Der Verbindungsstudent — mit oder ohne Couleur — hat seinen Halt an der Korporation, die meistens doch Darauf sieht, daß einige Ordnung in den Stuoienbetrieb lammt um) die Examina — wenn auch „cum acho era- choque^ — absolviert werden. Der Wilde jrand Yäusig ohne Führung und Leitung innerhalb der Strudel her Großstadt uno oft genug tum es dann vor, daß sie den nach so und so viel zwecklos vertanen Semeicern wurzellos Gewordenen vollends hinabrissen. Es ist also gut uiü> nützlich, wenn sich nun auaj dem Wiloen Institute öffnen, Ue ohne groß: Ansprüche a.i Zeck uno Gela deö Einzelnen ihm uuuj uie Vorteile des Zus ammensch ins, es und der Organisation gewähren, ihm seine Bedürinisje nach Ge,eilig- ceit, die jeder junge Mensch hat, befriedigen Helsen und ihn auch sonst noch vor die eine oder andere praktische Aufgabe stellen. Auch was von jener Seite gegen Bacchus uno Venus unternommen wird, verdient ausmunternde For- Dcrung; gerade die Finken sind, wie gesagt, nach dieser Richtung immer am meisten gefährdet gewesen. Es sind nicht immer die schlechtesten Elemente, viel jach nur die weich- mütigften, sentimentalsten gewesen, die am süßen Mädel jtranoeten, für das man in der nicht übermäßig gemüt- oolten Berliner Atmosphäre ja auch Oie greuliche Bezeichnung „Verhältnis" prägte. Kurz unü gut: es ist in der Idee dieser sreistudentischen Organisation allerlei Ansprechendes. Ob ihr die Praxis immer entspricht, möchten wir so ohne weiteres nicht entscheiden. 9cach manchem, was wir beobachten dursten, icheinen sie die Geiahr eines gewissen frühreifen Altttug- iuns nicht immer vermieden zu haben. Das ist ja die Klippe, an der Leute, die sich für modern ausgeben, so leicht scheitern. Sie halten sich für der Zeiten Vollender und bilden von so erhabenem Postament mit unendlicher Hoheit (die sich nicht immer mit Milde paart) aus alles herab, das sick) noch nicht zu der gleichen Erkenntnis durch- rang. Und so stehen die Dinge hier doch wohl nach nicht. Die Freistudentenschast mag eine sehr nützliche Jnstilutton sein. Aber doch nur eine neben manchen anderen. Für io gar überlebt machten wir die alten Studentenbünde Denn doch nicht halten. Gerade sie haben dem Leben der 'Nation außer vielen Durchschnittsnaluren und -Typen (Oie allerorten in der Mehrheit sein werden; doch auch unter- jchiedliche Persönlichkeiten von Eigenart und Bedeutung geschenkt. dieVost Ack.3.— otettel» jährl ausjchl. Bestetig. ZeileuprerS: lokal 15'ßtj auSwärlS 20 IMemiig. Beranr wörtlich 9 & 9* zt! — xf am Iüt den oolttstchen letl: ----- General-Anzeiger far GderM» -WU ragesuummer ttoiationrdrnck Verlag der Vrühl'schen Univ.'Vuch- und Zteindruckeret. B. tauge. Heöaftton, Expedition und vruckeres. SchnsftrOße 7. jUuzeiqenteü^ 6 oormütaga 10 Uhr. ________ ______________ii — imi । im ^erLänder aus höre, Dinge zu sagen, die nur darauf be-1 Tagen betont, daß er die Llugen o,sen gehalten, aber nie- echnet feien, eine Verbitterung hervorzurusen. Herr von m^ls^unb e^e ch^trg t^ Ein s rne e g^e- Echoen erkannte an, daß^ s^ch tmmer mehr das Bestrebei. ^*af Hohenthai, könne nur erklären, daß er, solange er jJ idtenb mache, wirklich freundschaftliche Beziehungen gu l , seinem Platze siehe, keine Nebenregierung dulden werde. :e pflegen. Man möge gewisse Mißverständnisse, die auf bei- _______ - >en Seiten vorgekommen seien, vergessen und deß ein* tebent sein, daß beide Völker, Schulter an Schulter auf >em Wege der Kultur und der Förderung von Allem was ,em Menschengeschlecht am dienlichsten fei, marschierten. 3um Schluffe könne er versichern, daß der Besuch der Ma- estäten unter den glücklichsten Anzeichen begonnen habe. Sie Wärme des Empfanges habe die Herzen des Kaisers und der Kaiserin tief gerührt und es liege kein ^rund vor, daran zu zweifeln, daß diese glückliche Ange- ; egenheit die schönen Hossnungen, von denen er gesprochen, ’itte gestern im Sck)lvsse zu Windsor eine Unter* ebung mit dem deutschen Staatssekretär Auswärtigen, Herrn v. Schoen, bei der zunächst >x Kaiserbesuch besprochen wurde. Herr v. Schoen sagte, ih der Kaiser sehr erfreut fei, England einmal wieder i besuchen und feine Verwandten zu begrüßen und daß . jCinem Besuch der Stadt London mit Freude entgegen* öi Tie Frage nach seiner Beurteilung des Besuches 'bin politischen Standpunkte aus beantwortete il Schoen dahin, daß keine Notwendigkeit vor- egez eine besondere politische Bedeutung in wen Besuch hineinzulegen. Er betone aus- nkcklich, daß keine Absicht bestehe, in Windsor irgend ne politische Frage zu erörtern. England und eutschland seien in der glücklichen Sage, keine aktuellen IStarcke, bisher zur Verfügung des Staatsfeireiars des alitischen Fragen vor sich zu haben, die der Erledigung Reichsmarineamtes, ernannt worden. . . x., irrten. Natürlich gebe es zwischen zwei großen Nationen! Bonn, 12. Nov. Heute nitttag ^nd die ftier^i )e «niner eine Anzahl Ses-hÜstlicher S-agen zu behandeln aber Smmat^U . ies sei Sache der beiberfeitigen Botschasl.cP. An diesen am Portal von Rektor und Kurator empfangen und itück verheißenden Besuch würden große Hoffnungen ge» Senatssaal geleitet, wo die Mitglieder Oes Senats lüpft. Man hoffe und glaube, daß er eine Erneuerung sowie die Lehrer des Prinzen anwesend warem Nach einer er herzlichen Beziehungen, wie sie zwischen den Ansprache des Rektors gelobte der Prinz durch den Hand- eiöeii Ländern von Alters her bestanden hätten, herbei- schlag, daß er die akademischen Gesetze beobachten werde ihren werde. Diese Beziehungen seien zwar immer korrekt und trug sich alsdann in bas Album Oer Universität sowie =«*«■ »b--"ich- fft&S'Ä ",,ch"m-ch,-». SSitaM Ä“5““'- *°»i““1 *”* **» - icht sagen, daß man in Deutschland ein besonderes, genau DL ü n ch e n, 12. Nov. PrinzArnuls von Bayern estimmtes politisches Abkommen ober irgend eine Ver- heute abend 7 Uhr 40 Minuten in Venedig nach zwöls- inbarung erstrebe, die irgend einer anderen Macht Anlaß stündigem Todeskampse verschieden. Zugegen waren a BeiürÄtunaen geben könnte. Nichts liege ihm ferner als seine Gemahlin, Prinz Heinrich und Prinzessin Therese von as und seine Hoffnung sei nur, daß die Beziehungen Bayern. Arnulf ist der 18o2 geborene dritte Sohn rischen den Regierungen beider Länder den nicht nur kor- des Prinzregenten Luttpold. Er war vermahlt mu bei et'en, sondern herzlichen Beziehungen zwischen den beiden Isächsischen Kam- )errschersamilien immer ähnlicher werden mochten, ^ele mer ßClö öec Minister des Innern, Gras Hohenthal tu '.emerfung des Staatssekretärs gab Veranlassung zu einer . 2Ute ^ur Angelegenheit der 9^ebenregierung die Er- -esprechung der Presse-Methode in England und Deutsch- ^rung ab, daß er weder Neigung noch Berus ver.pure, sich and, an deren Schluß Herr v. Schoen seiner aufrichtigen über das auszulafsen, was unter seinem Vorgänger ge- Cenugtuung darüber Ausdruck gab, daß die P r es s e b e i-schehen fei. Finanzminister v. Rüger yabe^schon vor einigen tillerie-Musikkapelle, mit der die deutschen Mannschaften noch etwas anderes abgeholt und nach dem Festlokal geleitet wurden. 250 englische und deutsch eMatrosen wurden heute mittag von den Marinebehörden in den Schisfs- baratfen bewirtet; bei dem Festmahle wurden unter all- des Sommersemesters 1907 hier immatrikuliert waren, auch fie sind jehft gezwungen, Ware auszunehmen. Eine scharfe'Kon- ferner als ordentliche Studierende bleiben und sich den keit zurückgegangen sind. (Ls zeigt sich also in der Tat, daß das Publikum 41/2 proz. Werte bevorzugt, und es ist anzunehmen, daß auch unsere Hypothekenbanken, wenn die Geldverhältnisse noch weiter so kritisch bleiben, zu einer Emission 4l/2 proz. Pfandbriefe schreiten müssen, so sehr sie sich auch jetzt noch dagegen sträuben. fenite sich der Offizier und es fehlt jede Spur von ihm. Man glaubt, daß er Selbstmord verübt hat. In der vergangenen Nacht explodierte bei Näden- swiel auf dem Züricher See ein Motorschiff. Der Maschinist und sein Gehilfe sind t o t. Ter Sohn des Schifsseigen- tümers wurde schwer verletzt. Warnung vor Zuversicht. In den Londoner Morgen- blättern wird vor zu viel Zuversicht in der amerikanischen Geld- kurrenz ^empfinden sie durch die Emission der 41/2 proz. Deutschen . Diese sind seit ihrem Einführungskurse Magistrat, dessen Erklärung zur Kenntnis genommen wurde, ihre Mißbilligung aus. Marburg, 12. Nov. Bei den heutigen Stadt- ver ordneten-Ergänzungswahlen in der 1. und 2. blasse wurden gewählt, 1. Klasse: Sanitätsrat Dr. Schirnier, Fabrikant Ostheim, Major a. D. Geßner und Apotheker Sartorius. 2. Klasse: Fabrikant Hering und Rentner Storck. Die vier zuletzt genannten Herren waren seither schon Stadtverordnete. Kandel. Vorn Rentenmarkt. In der Finanzwochenschrift „Plu- t"s" erfährt die gegenwärtige Physiognomie des Rentenmarktes in kurzem folgende Charakterisierung: Der Kurs der 3 proz. Reichsanleihe, der bis auf 81.20 Proz. zurückgegangen war, notiert zwar immer noch ca. 2y2 Proz. über diesem niedrigsten Stand, aber immerhin schon ca. ly2 Proz. unter der höchsten Notiz, die,während der letzten Steigerung zu verzeichnen war. Offenbar müssen Verkäufe von Anleihen zur Bezahlung von Differenzen vorgenommen werden, vor allem aber hängt der Rückgang damit zusaulmen, daß die Banken sehr wenig geneigt sind, das Angebot aufzunehmen. Am Markt der Hypotheken-Psandbriefe sieht es nicht besser aus. Die Hypothekenbanken haben zum Oktober-Termin etwas größere Beträge verkauft als bisher, aber -Fahrerin, sucht Stellung im In- oder Auslande, versteht Reparaturen, für Aerzte sehr geeignet, da selbige approbierte Hebamme." > Vom oberen Vogelsberge, 12. Nov. Vor einigen Dagc.l weilte in den Törscrir Herchenhain und Süchen- :h a u s e ii eilt Professor aus Marburg a. L., um im Auftrage des Reichstagsabgeorduetcn Bindewald Material in den ver- I chieben steil Zweigen der H a u s i n d u st r i c (Herstellung von Rechen, Schanze Morden u. dergl.) zu sammeln. § N i eder - Se c mc n, 12. Nov. Unser altes, sehr baufälliges Sch ul ha u s soll durch ein neues ersetzt und mit den Vorarbeiten in nicht allzuferner Zeit oegonnen werden. Ter Staat leistet zur Bausumme einen Zuschuß von 5000 Mark. O ber - M o ck st a d t, 12. Nov. Ein Knabe hatte auf dem Felde nahe einem Strohhaufen ein Feuerchen gemacht. Ter Wind trug einzelne Funken zu dem Strohyaufeu, der alsbald in Hellen Flammen jiano uno nieöerbrannte. Ter Besitzer I stullmann hatte den Strohhaufen nicht versichert. Laubach, 12. 9kov. Am heutigen Tage besuchte Staots- mimster Ewald unsere Stadt, um das neue Amtsgerichts- gebäude zu besichtigen. Dem Vernehmen nach Hal er sich über den Bau in zufriedenstellender Weise ausgesprochen. Darmstadt, 12. Nov. Eine Anzahl russischer Studierender der technischen Hochschule richtete an das Ministerium des Innern eine Eingabe, es möchten die kürzlich für die russischen Studierenden erlassenen neuen A u f n a h m e b e st i m m u n g e n auf die bereits früher eingeschriebenen russischen Gymnasialabiturienten keine rückwirkende Kraft haben. Tas Ministerium hat nunmehr, : wie der „Tägl. Anz." erfährt, genehmigt, daß die russischen - Studierenden, die im Besitze des Reifezeugnisses eines ' achillassigen russischen Gymnasiums sind und bis Ende ! 60—62 Mk. Kälber 1. Qual. 76-78 Mk., II. 66—71 Mk.,'III. Qual' 08—62 Rlk. Fahrochien waren nicht am wlarkt. Der Auftrieb von Milchkühen wurde mchl geräumt. _ , Frankfurt a. wt., 13 Nov. Schweineinarkt. (Drg < ^.el. des Gieß. Anz.) Zum Verkaufe standen 1998 Schweine. Bezahlt ^Ur,b>n n JUC Schweine 1. Qual. 65-00 Pfg., Lebendgewicht 61,00 bts 00,0 Pfg,; 3. Qualität 63—64 Pfg., Lebendgewicht 50,0 Pia. - 3. Lmal. 00—00 Pig. Geschäft gedriickl, Uebersländ bedeutend. In Berlin ist am 12. Nov. in Gegenwart des Kronprinzen cm Harde nberg-Denkma l aus dem Dönhoff-Platz enthüllt worden. Ein Arbeiter aus Küntzig wurde in der Nähe der belgischen Grenze er m o r d e t aufgefunden. Sein Körper wies eine Anzahl Messerstiche auf. Zwei der Tat verdächtige Arbeiter wurden verhaftet. Ein beim Bahnbau in der Edertal sperre beschäftigter K r o a t c feuerte einen Revolverschuß gegen den Gendarm ab, als dieser einen kroatischen Arbeitsgenopen wegen Ausschreitungen verhaften wollte. Die Kligel drang dem Beamten in die Halsmuskulatur, wirkte aber nicht tödlich, da das Geschoß auf den! ^rgeautenkiiopf aufschlug. Auf einen zu Hilfe herbeieilenden! Gendarmenewachttneister wurde ebenfalls unterwegs von einem! Baume herab ein Schuß abgefeuert, der glücklicherweise nicht tras. Alle drei Kroaten entkamen in der Dunkelheit. Am 11. Nov. entlud sich in der Gegend von Bedarieux (Frankreich) em starkes Gewitter. Das Wasser stieg mit großer Schnelligkeit. Die Brücke von Servian wurde fortgeschwemmt Ser Fluh Orb ist enorm gestiegen. Man befürchtet einen Dammbruch bei Villeneuf, wodurch unermeßlicher Schaden angerichtet werden würde. . 2n Groß war dein stürzte ein zweistöckiger Neubau L1?;' .schuld an dem Unglücksfall soll den Baumeister !srI Io, Bisher wurden 9 Tote und 7 Schwerverletzte geborgen. E "och mehrere Personen unter den Trümmern, n;;-Cfe-en flnb öwei im Krankenhause gestorben. Erbl°lnd-" je, aussebroch-'n. Kurze Z-i? d°l°us eut-1 Getreidcausfuhrverbot in Rußland. Ter Finanz- MiNister Kokoszew dementiert im „B. T." ausdrücklich, daß ein •=- ' 7 ' - ----- T'. Es wäre unsinnig uiid uuprak- . Rußlands Export stimme mit dem Ernteertrag überein, = eine Schädigung. — 9t e w - V ork, 12. Nov. Eine weitere Reihe von Betriebs- | Eingesnn-r. (B’ür Form und Inhalt uiitt ..acl uLuCl Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegeiiüber keinerlei Verantwortung.) Leider sehen wir uns nun auch noch an dieser Stelle aenötiat eine Erwiderung auf das gestrige Eingesandt derBaii- b e a nit c n zu geben: Ein besserer Beweis für die Richtigkeit der Ausführungen unseres Kollegen Appel, wonach einzelne Bauaufseher und -Aspi- ranlen sich in nicht gerechter Weise dem Handwerksmeister gegen- über ergehen, halte gar nicht erbracht werden können, als durch diese Art der Erllarung, worin das Recht freier deutscher Atänner Mißständen zu üben, mit dem Ailstehnen von Sträflingen und Pfuschern u. s. w. verglichen wird. Eine derartige Auffassung richtet sich ja von selber. Was die Sache anbelangt, erwidern wir daß unser Kollege Appel keine unbegründeten, noch unhöflichen Angriffe auf Beamte der Staats- und städtischen Behörden machte sondern bei semem Referate nur streifte, wie sich einzelne Beamte bei Ausübung ihres Dienstes dem Handwerksmeister gegenüber benehmen. Er betonte ausdrücklich, daß es nur einzelne felen, die den übrigen Beamten gegenüber durch ihr Vorgehen aussielen, c., ^'7?erlangeii nur eine gerechte und würdige Behandlimq der Handwerksmeisterschast seitens der Beamten unserer Behörden wie solche von höchster Stelle geordert wird. Deiin nicht bekämpfen Welt bekräftigen möge. London, 13. Nov. Durch die Angaben des nunmcd vollständig vorliegenden P r o g r a m m s f ü r d e n B e j u q Kaiser Wilhelms in England wird beitätigt, dag em zweiter Besuch des Kaisers in London in Aussicht genontmei ift. Dieser Besuch wird am 16. d. M. stattfinden und mir? tein privaten Charakter tragen. Tte Kaiserin dürfte ihtc Gemahl auf biejem zweiten Besuch nicht begleiten. London, 13. Nov. Gestern morgen kurz nach 10 Um kam der hervorragende Kehlkops-Spezialist Felix Semon nach dem Schlost zu einer Bespreche, mit dem Leibarzt des Kaisers, Dr. ^lberg. Leide suyrc( später nach Frogmore, um das königliche Sanatorium zu besichtigen. London, 13. Nov. Ter Kaiser wird entgegen ben ursprünglichen Dispositionen nicht die Fnsel Wighi, (onberu Highelisse Eastle bei Ehristchurch in Hantshire, welches Oberst Wortley dem Monarchen zur Verfügung gestellt Hai, von Montag ab auf 14 Tage zu seinem Aufenthaltsone wählen. Ter deutsche Botschafter Graf Wolfs-Metternich ist gestern in Hinton-Admiral eingetroffen, um die Arrang.'- ments für den Aufenthalt des Kaisers zu treffen. Berlin, 13. Nov. Mit dem rätselhaften Ver« schwinden zweier Offiziere beschäftigt sich augci? blicklich die hiesige Kriminalpolizei. Seit mehreren Wocyeii wird ein Hauptmann aus Posen vermißt, der vor einige Zeil Urlaub nach Berlin erhielt und feit dem 1. Oktober verschwunden ist. Ferner verschwand ein junger Ofsizicc aus Ostrowo, der ebenfalls vor kurzem nach Benin gefahren war und seit dem 31. Oktober vermißt wird. . /W ien, 13. Nov. Graf Weve l hatte gestern beim Kaiser seine Abschiedsaudienz, bei der ujm Die Brillanten Großkreuz des Maria - Theresien ^Ordens verliehen wurden. Paris, 13. Nov. Tie zuletzt in Toulon seftgenommenc Persönlichkeit ist mit dem ehemaligen Heizer der sranzöjl' scheu Kriegsmarine Creph identisch. Im Zustizpala,., wo die UntersuQ)ung mit peinlichster Genauigkeit gesüh k wird, herrscht über die Aufdeckung der Verrätc- r e i e n große Bestürzung, da sich die Verbrechen Ullmos als weit schlimmer herausstellten, als mau zuerst muj.-* nommen hatte. Mau verweigert jede Ausluust und güt nur soviel zu, daß die Affäre plötzlich sehr e r njt geworden fei. , ? r J Der radikale Deputierte H u m bett, der als Berichterstatter für die Kolonien und die Marokko- Angelegenheit in der Deputiertenlammer großes Ansehen stouießt, wird in der heutigen Kammersitznng nach Absa)lusj der Marokko-Debatte solgcnde Tagesoronuug eindringen: „Die Kammer billigt die Erklärungen der Regierung im Vertrauen darauf, daß fie in M arm ko eine Politik vev’ folgt, die dem Interesse Fraulreiclis entspricht und sich im Rahmen der übernommenen entsprechenden Verpfluoluugen bewegt." Es besteht kein Zweifel, daß diese Tagesordnung Annahme findet. Petersburg, 13. Nov. Ter bisherige russische Gesandte in Stuttgart, N a r i s ch k i n , geht als russischer Gesandter nach Brüssel. Ein neuer Gesandter für S>tuttgart lv i r b nicht mehr ernannt werden, sondern Rußland wird dort durch einen Ministerresidenten vertreten werden. Für diesen Posten ist Baron von Holstein auserschen. Gevichtssaal. Berlin, 12. Nov. Wie die B. Z. erfährt, hat Dr. Bärnau namens des verurteilten Brand auf die R e v i f i o n verzichtet. Das Urteil gegen Brand ist somit feit gestern abend 6 Uhr rechtskräftig, von diesem Zeitpunkt ab läuft die 1V2 jährige Strafzeit. Halle a. d. S., 12. Nov. Der Genosse Leopold vom „Volksfreund für 5)alle" wurde vom Schöffengericht wegen Beleidigung eines Pastors, eines Gendarmen und der Zeitzer Polizei zu drei Monaten Gefängnis und 200 Mk. Geldstrafe verurteilt. Zweibrücken, 12. Nov. Rechtsanwalt Sch wabe- Pirinasens wurde wegen Unterschlagung zu neun Monaten Gefängnis verurteilt. Diplomprüfungen unterziehen können, auch wenn fie nicht Dhpotheken-Pfandbriefe. L.... an einer russischen Hochschule immatrikuliert gewesen sind. seit dersel^n Zeit die 4 proz. ' ' .... J Pfandbriefe der meisten Hypothekenbanken noch um eme Kleimg- x Darmstadt, 12. Nov. Gestern waren nn hiesigen Bahn-1 ---------- '•"- ■ - *■ ~ • hofshotel die Rechtskonsulenten aus Hessen nahezu vollzählig erschienen. Ter seit einigen Jahren bestehende Verein der hessischen Rechtskonsulenten wurde in eme Rechtskons ulen» ten - Innung für das Großherzogtum Hessen umgewandelt. Zweck der Innung ist vor allem Hebung der Standesinteressen und Fernhaltung von unlauteren Elementen von diesem Stande. Es soll ""gestrebt werden, daß sich nur der als „Rechtskoiijulent" l — .... ... bezetchnen darf, der auch bet Gericht zum tnundltchen Verhandeln ungelegenheit gewarnt. Ten Gerüchten von Gowzuftüssen aus zugetasten ist, damit das Publtkunt von Leuten nicht gelchädigt Rußland, Oesterreich und Paris gegenüber verhält sich die wird, die ohne Berechtigung pch vielen Namen beilegen. Londoner Fiuanzwclt skeptisch. Bezüglich der ameritanischcn Lage Frankfurt a. M., 12. Nov. Auf das Ersuchen der pü, wenngleich sie momentan gebessert erscheint, daran zu er- Mehrheit der Stadtverordnetenversammluna bald die Stundungssristfür die Trust Companyes und der Freie n Turne rfcha ft aeeianete städtiickie RäunmP?^a'sensur die Rückzahlung erlischt, worauf wir übrigens Ute (Jitu n jl u in e r ] u) a f t geeignete staDttsche Raume eben saus schon aufmerksam gemacht Huben. Es bleibt avzu- zu Surnzwecken zu überlassen, antwortete der Magistrat ab- warten, wie dann die Geldverhältnisse liegen werden. Tie lehnend. Temokraten und Sozialdemokraten sprachen "Times" führt aus, es sei nicht zu vergessen, daß alle kontineii- Deshalb in Der heutigen Stadtverordnetensitzuiiq palen Geldsendungen mehr oder weniger Darlehen nach Newyork — v b * srnd, die von London zuruagezahlt werden müssen. Sie sind nur als vorübergehende Erleichterung zu betrachten, die mehr schaden als nützen werde, wenn sie den Glauben ermutigte, daß Vorsicht nicht mehr nötig und der Zeitpunkt gekommen sei, Hausse- verpslichtungen in Amerika einzugehen. Die wahrhafte Heilung der gegenwärtigen internationalen Spannung liege in der Ein- dämmung der amerikanischen Fazilitäten aus London zu ziehen. Ter Drang nach Umlaussmittein im Innern scheine in Amerika unvermindert, und obwohl die bedrohten Trust^Gesellschaften vor der Suspension bewahrt wärm, sei offenbar Bargeld schwer erhältlich. ** Kleine Mitteilungen aus Hessen und den. ,VVW;,5V1U N a ch da r st a a le n. Die B arg erm eiste r Joys. Becker II.! derartiges Verbot geplant fei. ^ber-Oslelden, Lorenz Lein II. von Bleidenrod und tisch. fmu Karl Hch. Korps von Eiuartshauseu wurden m ihrem Anil jede Aussuhroeschränkmiq sei bestatlgt. - Dem Bauausseheraspiramen Karl Knopp von Mainz — New-York, 12. N^. ^uie lueneve jveme von Velnevs- eUe öcs ft re iSftra feen m ciftcrs für den emstelliingen wird gemeldet, besonders im Textilqe werbe und ^ezrrk Grebenhain vom 1. Mv. l. Js. ab übertragen. — Ter m Z u ck e r r a f f i n e r l e u ArchwhillsSarbeuer ani Kgl. Staatsarchiv zu Wiesbaden, Dr —-- phil. Heinrich Kochendoerfser (geb. 1880 zu Offenbach a. M.) " Marttc ^'■uerh)°ni{ - ^ovember d. I. ab an daS Staalsarchw in tb. Gießen, 12. Nov. Der' heutige R i n d v i e b m a r k t -.....«äs» - . . - uiiö das eritcmal eine dritte Stelle frei gegeben hatte, wo das ~ g. . ., , ft‘s a.5“9 * ~ auf 6en ffllavtt gebracht loerben konnte. Die Tendenz des ^)N Scheibenhardt (Pfalz) feuerte eine Z-rau Kuntz dreip^llkchvlehmarktes war schleppeiider Handel bet gesunkenen Preisen Revolv er s chusse auf ihren Mann ab, der am Kopfe Gute Ware ivar zwar noch lohnend an den Mann zu bringen* a;-r wurde, ‘-ten Beweggrund zur Tat bilden eheliche I während mittlere und geringe Ware schlver unterziibriilaeii ui da Zwistigkeiten. bei den hoheii Futterpreisen bei)en Einstelleu für den Landwirt Der frühere ReichStagsabg. von Ingolstadt, bayr. Landtags-PUilohiieud ist. Der tleme Aiistneb von jungen Rindern und abgeordneter Oekonomierat Aichbichler, Guts- und Brauerei-^lieren, der vorhanden war, gmg ebenfalls nur zu billigen Preisen besitzet rn Wolnzach, ut mit 3 Millionen Passiven und 110 000 schlecht ab. Auch der Handel in Feuvieh, das m sehr schöner Ware '.cark rückständigen Zmsen insolvent geworden. Die Aktiven am stärkt stand, war überaus schwer, obgleich die Kundschaft auS ^slehcn zum. Teck aus Immobilien. Beteiligt sind mehrere Banken, ^en kleineren Provtnzsiädien stark vertreten war. Tie geumfenen bay Kloster Scheyern unb der Pfarrer von Wolnzach, sowie eine 14^«-eife des letzten Marktes für fette Rinber und Kühe hielten Anzahl Gläubiger Es ist Zwangsverwaltung eingeleitct. nod) einen geringen Abschlag. Nur bet Kälbermarkt erholte /Oivct Raubmordve rsuche sind in den beiden letzten üch gegen bic leisten 'Märkte, weil Franksun, Wiksbaben unb Rächten m dem Vorwerk Kupferhammer bei Eber sw a ld epblamz lebhaft mit Einkäufen in den Handel eingriffen, wodurch ein verübt worden. Vorgestern wurde der Fabrikarbeiter Ahrends I Aliziehen bet Preise beiüirlt lüiirbe. Die Einkäufer, wie bie Hanbels- von fünf ^ndwibuen überfallen unb niebergestochen. Auf bie Ieulc versprechen sich von bet Konjunktur bes Viehhanbels m ber b3iItcru|e beS Ueberfallenen entflohen bie Butschen und entkamen, nächsten Zeit mchl viel; man icdjnet mit weichenden Preisen für Ein ahnlicyes Verbrechen wurde -in der Nacht darauf an dem pklirlch- und Fettvieh und miterläßt alle Spekulatlorisgeschaste sondern Kausinann Scholtz begangen, über den fechs Männer hersielen- beckt nur immer den nächsten üorliegenbeu Bedarf. Es mürbe qe- lic stachen mit Messern auf ihn ein. Sch. zog einen Revolver hanbell bas Stück: Ltilchkühe I. Qual. 426-475 Mk., II Qual und gab auf die Angreifer einige Schüsse ab. Zwei der Räuber P^O-370 Alk., III. Qual. 270-300 Mk., Rinder und Stiere zur muroen fchwet verletzt. Durch die Schüsse waten mehrere Be- -o"ä)t je nach Alter, Form unb Qualität 150-200 Mk. Verkauft wohner herbeigelockt worben, worauf die Räuber entflohen. In wurden pro Zentner Schlachtgeivicht fette Rinber I. Qual.71—73 Alt besrnuungslosem Zustande wurde Scholtz nach seiner Wohnung 1L CLuQl- 6ö~70 fette Kühe I. Qual. 63-65 Atk. II Qual' gebracht. 60—62 Atk. Kälber 1. Qual. 76—78 Mk.. II. 66—71 Mk..'ni .Huni* ©rigiiial-Dra^tmclOuiig^n» Windsor, 13. 9ü)0. Bei per Galatasel brachten beide Monarchen überaus herzlich gehalten. Trinksprüche aus. Der König von England gah in dem von ihm ausgebrachten Toast seiner und je,nm Gemahlin großen Freude uno Genugtuung Ausdrucr, den Kaiser und die Kaiserin begrüßen zu können. Der Bej^ habe auch im Lande aufrichtige Freude erregt unb imw- Hossnungen erweckt für das Gedeihen und das Glück be'. großen deutschen Reiches und die Erhaltung de Weltfriedens. Der Kaiser dankte ui feiner E widerung für den überaus freundlichen Empfang, der einer Gemahlin und ihm bereitet worden sei und einem innigen Wunsche Ausdruck, daß Die enge Verwanoi. chast der beiden Herrscherhäuser sich in den Beziehungen beider Länder wiederjpiegelu unb den Frieden b/ wir beit strengen Richter ober bie sch ar'7 Kontrolle 10nn die zu solcher Tätigkeit ungeeigneten Elemente. ' °erri nut D a rm ft a b t, November 1907. Ter Nerbonb hefsischer S p e n g l e r meist., unb Installateure. gez. Ja k o b Nohl, gez. Georg Hörle , r , L Vorsitzender. Schriststihrer. ' Ich habe am bas Eingesandt in Nr. 266 nichts wideru, da ich keine Neigung verspüre, mich mit dem £ er* m ber Zeitung auseiiimiberzusetzen, zumal ich ja Geleaen^^'üer meine unb meiner Kollegen Interessen au geeigneter Si-'i. ^abc, zanehnien unb zu vertreten, sowie aud) meine anoew^ gründeten 'Angriffe in ber ausgiebigsten Weise zu rechtferi.^n'"^' ___ _________A Kirc^lid^e Ua^ri^tc^ " Evangelische ^emeinoc. Donnerstag den 14. 9iovember, abeubs 8 Uhr, im - Bibelft unb e. Osfeub. Joh. Kap. 14. Pfarrer D. Sck^^'^b Briefkasten öer (Anouyme teiitfenbuitgen bleiben unbernauchtiat » L. Selbstverstanbtich unbeabsichtigt. Soll ueimpL T. Profeßor Dr. Kurb L a ß iv i tz in Gotha, der nehi» beim Raabe nut dem Baueruselbprels bebachi lvorbcu ni , :'e 60. Lebensjahre. Er veröffentlichte eme Reihe wifjci idiSmL,ln Ilrbeiteu unb ist ber Schöpser euies eigenen Genre- > -- d,ev ivisseuschaflllchen Dlarchens. Er behandelt barm ötcbrcvHm aus beut (Gebiete ber mobernen Eikemums. Soeben e? °ne von semeu Schritten m neuer Auslage bei Elischet Alachs ,» '!?leilLl1 ,1t au mk ristall e" unt> ,tz o mche n". Be.de Baude «Ä« eine Reihe feiner, tielmniger Marcheii-Tichiiinfteii voll Lebensweisheit, von mübcinem naliirwissenschauilchen b)P1fr )ei tragen, burdjflutet von einer reinen, bem UnenblicDeii Äitir.Ph v‘* unb bod) bas sophokleische Maß wie ben hohen jopLtic Menschheltsstolz m sich begteisenben Poeteujeele. Es sind nbrnuAf'*1 oolle Gebaukenblchtungen von ungewöhnlichem Reiz, mb™ h ‘ uiir ausnehnibar von der fleineu Schar Höchstgebildeter unö 1 ? enipsinbsamer. __________ oeinn- Gießener 'Lr-eLterdlenst. .. voranSsichtliche Witterung für Hegen am Donnerstaa d-.. 14. Noveniber: Zonbauer der, trübes Lgiltertmg mit Reaeinäu-" unb stärkeren westlichen Winben. J |aiU11 t verordneten wählen! Znr Aufklärung! ES wird bcßouptet, bcr qelvähtte Bürgerschaftsausschuß sei bei den Vorbereitungen zur Wahl einseitig vorgegangen und habe ganze Stadtteile und Zerufskreise nicht bcrückjnhtigt. Dem gegenüber stellen wir fest, daß der Bürgerschaftsausschuß, der von den Generalversammlungen von fünf Beremen mit über Eintausend a?iwlicdern gewählt ist und von diesen mit der Auswahl der Kandidaten beauftragt wurde, der also über em örsttel aUer Wahlberechtigten ,'crti'itt, aus' Vertretern aller StaditeiEe und Bevölkerungsklassen besteht und daß ebenso unser Wahlvorschlag Vertreter aller dreier Kreste enthalt. Wie wenig einseitig der Bürgerschaftsausschuß vorgegangen ist, dürfte sich auch daraus ergeben, daß außer den aus Grund einer Schlußabslimniung ndgiltig vorgeschlagcnen Kandidaten noch folgende von den einzelnen Vereinen nominierte Herren, welche nur mit 1 oder 2 Stimmen hinter den Gewählten uruckblicbcn, erhebliche Stimmen auf sich vereinigten: 1. Herr Gastwirt Philipp Neipel, 3. Herr Telcgraphcnsekrctär Peter Fuchs, 2. Herr Rechtsanwalt Curt Kausmanu, 4. Herr Kommerzienrat Heinrich Schirmer. ■787 AjIMWW "'"wrlv m bvste Qualitäten H LL besond. Anfertigungen schnellstens M ® Ernst Baiser TNr0pli5n Mäushurg Alleinige Niederlage von W g Edler L irische Gesc*Scher" Manöver g MW ||g|SH| ■ B UWMUUW WMW Aepfeiverkauf feinster Sorten Toset-, Koch- und Backäpfel haltbare in großer Auswahl zu billigen Preisen empfiehlt 6662 C. ffoüh gg.9 Zozeisgasse 9. Gießen, den 12. November 1907. 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(SJ suchen Arbeit: Bu/ji 2 Wagner, 1 Polsterer und Dekorateur, 1 Schlosser, 1 Weitz» binder, 6 Arbeiter, 4 Installateure, 4 Hausburschen, 2 Aus^ lanfer, 1 Fahrbursche, 1 Flickfrau, 2 Putz- und Waschfrauen, 7V Kauffrauen, 4 Laufmädchen, 2 Schreiber. Lehrlinge: 1 Kaufmann. __________________________ Versteigerung. Freitag, den 15. Novbr. 1907, nachmittags 4 Uhr, sollen im städtischen Pfandlokale, Seltcrsweg 11, dahier, die wegen rückst. OrtsLrankenrassc-Beilräge gepfändeten Gegenstände, [7081 Möbel aller Art, 1 Braeck, 1 Halbverdeck, 2 Pferde, ein Wagen u. v. A., versteigert werden. G_e,mine,ck^r,,^P.fandmcrster., Donnerstag, d. 14-Nov. 1907, uachmlttags 2 Uhr, werden tm Bieterschen Saale, Neustadt 55, [7079 300 Flaschen Wern Rüdesheimer, Hochheimer, Brauneberger Erdener verneigert G e i tz l e r, Gerichtsvollzieher. Lebende Lahnhechte und Weitzftsche, Schellfische, Zablian, Zauocr, Zungen, und Schollen frisch vom Fang, eingelroffen [08721 30 Sonnenstratze 30 Von Montag, den 18. d. 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