Nr. 13 Im Wah.rreise Bensheim-Erbach ist die Wahiagi- rt.tvf im ßVittn» Tirr rftriff Tirfi»foliole Kandidat Ui i Ü< & an,i6b«>Sr SS ftp r MM LrschestU tvgllch mit Hutnofrne DeS Sonntag». Die „Gletznter ZamttlendlLtter" werden dem .Anzeiger' viermal wöchentlich beigelegt, daS 'KrtUblatt für de» Krell Liehen" zweimal wöchentlich. Der „heffische Landwirt" erscheint monatlich einmal. politische Lagestzeha«. Die freie theologische galuitat Während sich die Trennung zwöichen ^zaai und katholische? Kirche in Frankreich unter harten Kämpfen vollzieht, suchen sich nicht genau. In der Stummer vom legten Samstag ist z. B. wörtlich zu lesen: .HeyligenstaeDt berichtete über seine Tätigkeit im Reichstag, welche darin bestanden hat, daß er zu allen Vorlagen und Steuern, welche die Re- gierung vorlegte, Ja und Amen sagte.' DaS ist, gelinde auSgcdrückt, eine wissentliche Unwahrheit. Die Herren vom sozialistischen VolkSbegluckungS- und Volksbelustigung^. Organ wissen sehr wohl, daß Heyligenstaedt z. B. gegen die Erhöhung der Tabaksteuer und gegen die QuittungS- steuer gestimmt hat. Selbst wenn sie daS auS den Reichstags- berichten nicht ersehen hätten, wissen sie daS von HeyUgen- slaedlS Berichterstattungen her. Sie sind ihm ja in den letzten Tagen von Ort zu Ort nachgegangen. An diesem einen Beispiel ist zu ersehen, wie in jenen Kreisen mit der Wahrheit umgegangcn, oder richtiger, wie die Wahrheit umgangen wird, und cs spricht nicht für die Güte der sozialdemokratischen Bestrebungen, wenn ihre Agitatoren zum Zweck deS Stimmenfanges auf solche Weise die Tat- fachen verkehren und falsche Behauptungen so leichtfertig als gewissenlos in die Welt setzen. Len, d. h. gegen gute Tagesdiäten aus der: Parteikasse; alle anderen schwatzen dumnics Zeug, das sie seLbtt nicht glauben, und tun eS noch dazu nur auS materiellen Gründen, obwohl in Wahrheit niemand von ihnen, und sei sr noch so gering bedacht mit irdischen Gütern, auch nur einen Pfennig aus dem liberalen Wahlfonds beansprucht. Ob das hiesige Organ der Partei, die daS deutsche Volk nicht allein, -sondern bic ganze Menschheit (laut Wahlaufruf) zur vollen Sonnenhöhe der ftpltur emporheben will, jemals einlieht, wie lächerlich (3 sich selbst mit dieser Beweihräucheruags-Politik macht, möchten wir allerdings billig bezweifeln, deon in keiner Partei treibt ja der Personenkultus und daS Unfehlbarkeüsdogina so der lieblichen E-moil- (op. 90) und dec tiefgründigen E-dur- Sonate ^op. 109; zeigte uns d'Albert als wahren Künitrcr, welcher nicht etwa in äußerlich wirkenden Effekten, sondern durch d.e Verinnerlichung, durch die Tiefe der Auffassung und getreue Wiedergabe dec Gedanken des Donsetzcrs zu wirken verlieht. Das herrliche A-moll-^iondo von Mozart, die pikanten Scar.attUchen SrÜQ!., wie die, etwas selten gehörten Variations sörieujes von Mendelssohn ließen uns die Reize des weichen Anschlages, die reiche Nuancieruilgsfähigkeit und die reiche Melodik im epiele des Künstlers bewundern. Daß auch der schaiieiiüe Künstler d'Aibert zum Worte kam, war ebenso beredjtigt wie interepant, da d Albert in neuerer Zeil als elvmponist lici) einen geachteten Namen bekanntlich erioocoen hat. Die ,oeben erst erschienene Seren uta in H>dar schien m.r nt musikalischer Äinsichtbedeuten- Ikc als die im übrigen hüosche 9toctume. Daß ba=» Programm, oon dem ich übrigens noch die hübsche Deoersche Zonare Mit ihren seinen Anklängen en oes Acemers Freiich^v erwähnen muß. mit Chopin, und nicht mit einem berauwenden Liszt ausllang, hat überaus wohltuend berührt, schon weil .air hier die beste Gelegenheit hatten, in der Interpretation des ttlaviev tomponis.^. par excelrenee d Alberts Kamt, ferne periente Technik, die unvergleichliche Ruhe im opiel. selbst in der lleoerirrndung der fchwieriLtten, fPas sagen, joroie hie. jur .Ehopui mierlaLrichs stören. Man schreibt uns ferner: . . o .. Einen geradezu glanzenden Verlaus nafcn die unter Leibung des Lehrers Mohr in Oberlais am Samstag aogelialtene Versammlung. Zuiiächst legte Stadtv Löber aus Gießen m kerniger Sprache die Bedeutung der demnachftigen Wahlen dar und schüdcrte eingehend, was die Kolonien für Deutichland bedeuten und in Zukunft bedeuten werden. Reicher Benell lohntt den Redner. Hierauf ergriff Pfarrer Vogel von da das Wort. Zn nahezu einstündiger, jomiDollcnbeter, geradezu begeUttrnder Rede legte er der äußerst zahlreich erschienenen WafreridMst klar, was heute Liberalismus bedeute; jeder Einzelne habe gewiß ein Anrecht darauf, seiner Meinung AuLdrua zu geben. Zm jetzigen Augenbäck aber müssen einteilige Wünsche zurucitreten; das Vaterland sei es, an dessen Lau wir hesten loilen. US gälte zu bekämpfen das Zentrum, das sich eine maßlose Macht aneignen wollen. Dagegen brauchen wir Männer von ivahrhaft liberaler Gesinnungsweile, Manner von lauterem Pattwt.smus. Wohl wisse er, daß gar manchs lyätte anders sem tonnen, aber wo in der ganzen Welt gäbe es etwas voilkommenes! Geoen Sie, so schloß der Redner, am 25. Januar dem Kandidaten t>»r bereinigten liberalen Parteien Ihre Stimmen, treten -sie am 25. Mann für Akann ein für den liberalen Gedanken, und Sie dienen einer guten Sache. — Begeistert wurde fre bedeutsame Rede von sämtlichen Anwesenden ausgenommen. Lehrer 'JJioljr Ichlotz hicraui die Versammlung, wela)e von ihm m ganz ausgezeichneter Wttfe geteilt wurde, mit einem Hoch auf Großherzig, Käif-r und bu5 große deutsche Vaterland. Zn Schlitz fand, wie man uns von dort tchrewt, am. Io. die erste, von ca. 5UJ Pcrfouen be-achte Wahlveriammlung statt. Es sprach der Kandidat der Freisinnigen, Rechtsanwalt Reh auS Alsfeld. Den Vorsitz fühlte Kaufmann Reuscher aus Alsfeld. Derr Reh, welcher durch seine ruhige, sachliche Art allgemein eilten guten Eindruck machte, sprach zuerst über die (gründe der ZieichstagSau'stosung uiid entwickelte das ganze Programm der ireirinnigen Partei. Besonders scharf verurteilt wurden die Schutzzölle, wobei der Redner den anice;enocn Landwirten klar zu machen suchte, daß eigentlid) der kleine Sa u e r durch d i e Zölle mehr Schaden ais Nutzen habe. Die Aufrührungen sanden lebbaiteil Beifall. Tann fprach Parteisekretär Kuhlemaiin aus Darmstadt haupnächlich gegen die indirekten Steuern. 5e^ bemerkt wurde, daß von keinem Redner des antisemitischen Gegners gedacht wurde, während der Natio- nalliberaiismus einige Se^.enhiebe oushalten mußte. Man lürajtet Ibu-utmalu wohl gut nicht mehr. Auern Amchem nach hat die Sympathie i ur den Antisemitismus Pehr nachgelassen, und cs kommt voraufichtlich zu einer Stich- lucbl zwischen Nationalliberaten und Freijinn, wobei xrt. Wallau woyl liegen wtto. Allerdings, würden in Der Stichw^yl Die Stimmen der Sozialdemotraten Reh zufallen. Kuh.emann verstand es gestern schon, D.e SozialDemolraten Herrn Asteh geneigt zu machen, sodaß diese bei dem Doch aus das Vaterland 1 u b e l n D e i ii ft i m m i e n. .verr Orocg braucht s ich im en, NotationSdruck und Verlag der Brühl'fchen Unwersuäis - Buch- und Steindruckerei, R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition und Truckerei: Sckrnl- straße 7. Expedition und Verlag: öl. Redaktwn: e« 112. Tell-Adr.: AnzeigerGießen. Re"' .S:' Zur Zöuyibtwrüung. Gießen, den 16. Januar 1907. Auf die Dörfer l Der Wahlkampf mitten im Winter mutet den Kandi- baten außerordenttiche Anstrengungen zu. In den Städten zu Wahloerfaminlungen sprechen, hat unter Umständen seinen Neiz, vorausgesetzt, daß eS nicht zu einem tumutti-ttischen Zwischenfall kommt, dem beliebten Mittel rauherer Gegner, dir Zusammenkunft ein vorzeitiges Ende zu bereiten. Aber ber Ruf /Auf die Dörfer!' ist em kategorisches Gebot, dem man mit gemilchten Empfindungen Folge leistet. Da sind die Bauernbündter von vornherein ul entschiedenem Vorteil; für sie macht eö nichts au5, m dieser Jahreszeit r»n Dorf zu Torf zu fahren, und wenn städtische Wahlcedner von den Unbilben Der gegenwärtigen Witterung längst heiser geworden sinD, reden bic abgehärteten Männer der Scholle mit einer wahren Ldwensttmme zu ihren Wählern. Diese Kandidaten halten den Kampf eben besser auS, und bas imponiert natürlich ben länblichen Wählern. In bet Abhärtung kommen die sozialdemokratischen Redner, die diesmal auch besonders fleißig die Dörfer bearbeiten, ben Bauern ziemlich nahe. Tie Anstrengung deS vielen und lauten Sprechens macht ihnen nichts auS, für diese Aufgabe sind sie bestens trainiert, und an Brquemlich- leit stellen sie die geringsten "Ansprüche. Eine Beobachtung wirb bieSmal auf dem Lande gemacht, die nämlich, baß Die Wähler über bie politischen Ereignisse besser als sonst unterrichtet sind. Tie Kawpsesweise der „Genossen". Wie der hiesige Ableger deS Offenbacher Sozialisten- oegans in feinem lokalen Teil die Berichterstattung über Die Wuhlbewegung in Oberhessen betreibt, das ist von höchster lirfreirotUiflet Komik. Wer bie spaltenlangen Ergüsse lieft — es tun baS wohl manche zu ihrer Erheiterung —, fragt sch, ob Die sozialistischen Macher unb WanderreSner wirklich p naiv sinb, zu glauben, Daß eS Leute gibt, bl- alles Das, m3 ihnen das Sozialistenblatt ganz munter om unoerbau- licget unb geschmackloser Kost austifcht, für bare Münze nehmen. System der sozialistischen Berichterstattung ist: bie liberalen Redner benutzen abgeleierte, abgedroschene Phrasen, bit sie selbst nicht ernst nehmen; was sie oerbringen, ist faveS Ziug, dessen Wertlosigkeit jebem verständigen Wähler ton selbst einleuchtet. Die Sozialbemokraten Dagegen wider- tjen jeberjeit Die Argumente Der Gegner schlagend. Deut- licher: Krankenkasienkontrolleur Beckmann, Orlslrankenkasicn- Ü. chäftssührer Fouiier, VolkszeitungS-Expebient Stoll, Volks- zutungS-ReDakteur Vetters unb ber ebenfalls jetzt an ber 'Aollszeitung beschäftigte frühere ßiegeleiarbeiter Häuser auS 6. einmal zur Interpretation eines Beethoven,chen oo.r Brahmsichen zt^avierkoiizertes mit Lrchesrerbegle.tung p gewinnen. D Albenabend wird gewiß jedem, der ih.i genosten hat, in bauernDaGj Erinnerung bleiben. LEKLä chrlmg ücr Schulbildung!, - dliü> gesucht 0 ji, ^erber'.vcbe Selrersweg Der Vorstmid des nationalen Vereins zur Wahrung der fortschrittlichen Volks Interessen gegen die Destrebungen der Sozialdemokratie hat im Reichstagswahllreise Altona- Stormarn den Kvlonial-Direttor Dernburg gegen den freis. Kandidaten Löw euch al aufzustellcn bescylvjsen. In Aachen stellten die nationalen Katholiken den Tuchfabrikanten Drouwen als zweiten Zentcumskan- öibatcn gegen Roeren auf. Ter katholische Fürst von Waldburg- Z eil * Trauchburg ermächtigt die „Reckar-Ztg.' zu der Erllärung, er würde Erzberger seine Stimme nicht ivieder geben und wünsche einen Katholiken als Gezen-Kändtbatcn. Der Fürst, bet Mitglied der ersten württembergischen Kammer ist, steht durchaus auf dem Standpunkt ber gegen bas Zentrum sich organisierenden nationalen Katholiken. In Stettin beschlossen 50a Hafenarbeiter in einer Versammlung einstimmig, am Wahltage von mittags! 12 Uhr ab die Arbeit einzu st eilen. Ter Erste im Neichstag. Von Erzberger verlautete neulich, er habe seinen „größeren^ iRltstreiter im Kolomalkampf, Roeren, als den zukünftigen ReichStagsp cäsidenten bezeichnet. DaS Gerücht wird natürlich allenthalben oerbientermaßen als Scherz aufgefaßt. Jebenfalls würde Roeren, wenn überhaupt, mit so knapper Mehrheit zum Präsidenten gewählt werben, daß er kaum umhin könnte, bas Anerbieten abzulehnen. In Berliner Zentrumskreisen vertritt man benn auch den Standpunkt, daß, falls bic Partei roieber als stärkste Fraktion ins Reichspartament einzichen sollte, eine Nominierung Roercns zum Präsidentschaftskandidaten als ausgefchloffen gellen müsse. Es würden nicht einmal alle Zentrumssttmmcn sich auf ihn vereinigen. Tie meisten Chancen für bie Nachfolgerschaft des Grafen Ballestrem, ber feine parlamentarische Tätigkeit auf bas preußische Herrenhaus beschränken wirb, erkennt man bem Münchener Philosophie-Prosesior Freiherrn o. Hertlin g zu, bem bekannten bayr. Zentrmnsaristotralen, der sich beim Kolonialkonflikt biskret im Hintergrund hielt und allerdings geeignet erscheint, das Zentrum nach oben hm zu repräsentieren. Konzertverern. Gießen, 15. Januar 1907. Der Klavierabend am Sonntag (2. Künst.erabend) hat He zweite Halste unserer musikalischen Winter,ai,on in ^ebcn,o ttwhi..>uiigsvotter Wcise tröpnet, wie die eqte xmirte btt e>ai|on durch ben be.nid)tn Leelh^vi-nabend im Dez^moer bt,a;iunen pur de. Obwohl mir der Name „Künstt.evaoend' im Vergleich tu den anderen intimen Kvnzertveranstattungen maU Ivm- hitbiid) ist, so schien er mir gestern doch einmal zu pancru Penn ein großer Künstler war es, welcher zur Ausiuyrung des jl-üvierabeiids gewonnen war und ein zahucciches Publilum, tote ti schien, auch aus der wetteren Umgebung von Gießen an- CcLsct batte und mit einem ebenso intere,lauten wie M^Echslungs- Itucen Programm in Andacht gefesselt hielt — fein Geringerer MLEugen olber t. d'Albeits Kunst ist zu bekannt uiid über dies Lob er :ben, als daß int einzelnen auf ihre Vorzüge eui- Eigeben toi., auch lourbe es verwegen erscheinen, tn eine.kr.ttlchc !£eipred)ur.g .Dracber 'Jiunimer hier emsetreten; es sei daher aur versuast, in Kürze den Eindruck niederzugcben, den Der flerse ttbeiid mir zu hinrerlanen schies. smon Die_ Jnier- ;c;atwu Der, das Konzert echfistenheii Setthooenschen Agnaten, indem er au-suhtte, Herr Reh habe wenigstens nicht twrher viel versprochen im Gegensatz zu ersterem, welcher in einer seiner Wahlreden in Schlitz gesagt yaoe, er hoise twä# an d.r eines Bataillons SolLalen tn unser Stlidtchen emmarfchiereii zu können. Ta. Wallau, der sich für Den nächsten Fre.tag,,ur hier angesagt hat, wird jebtitfaifö darauf antaivvten. _ Vaster wäre eS allerdings (das sott und muß einmal gesagt sein), er freite sich künstig von Derartigen Witzen fern. Dian schreibt uns ouS Butzbach: Tie RanDiDatur Tr. NemharD S trecker von Bad-Nauheirn ist ke-neSwegS eme ausschließlich „freisinnige*. TlCienigcu, ivelcue Diesem Herrn Die RanbiDaiuv übertragen haben, gehöien zum -teil auch anberen liberalen Pa.leien an. Es werben Daher auch Die zur Ausgabe gelangenden Ftugblätier von einem Wahlausschuß Der .vereinigten l in 101i b er a len Parteien" au-gegen. Ein niedliches Vorkommnis geiegcnttul) einer früheren ReidiSiagswuhl wirb uns von einem 11c,er erzählt. Ju einem wichtigen Vcrkchisort und zugleich beDeulenden Ausga>ig->orl nach dem Vogelsberg i. nte em Fuhrwerksbcsitzer, Der fori,nicht Die Wahiagnatoren Dci uciid)ieDeii,ten Pan eien an Der nächsten Bahnstation abljolte und nach Dem Vogelsberg beförderte. Eines Tages waren loieDer einige Herren aiigefagt und Johami, Dec Knecht, sollte sie abholen. Schon halte Johann angespannt, al-3 er seinem Herrn ries: ,WoaS eaS eS dann für e Nation?" (Panel.) .Tas biauchsle net je wisse," war die Antwort. Als Johann aber Darauf bestaiiD, kagte sein Herr: .Wanin iviUfics wil,e ?" .E a s es oo waje Dr Innerha11nglautet Die Antivort Des schlauen Knechtes, Der jeDensalls Durch seine kluge Polilik von Den verschiedensten .Stationen“ ein krasiiges Trinkgeld emheimste. )eV (Hagen), welcher schon im ersten Wahlgange die Unterstützung deS Zentrums findet, frnt faft in allen Orten Versammlungen ab. Der Sozialdemokratie ist bie luuivioiitur Rippel besonders ungelegen. Sie tveiß, daß sie in einer Stichwahl mit Rippe! unterliegen wird. Darum pasit ihr die Taktik des Zentrums gar nicht. Ihr Kandidat Zahn schimpft über das Zentrum und zieht den Beichtstuhl, die Kmizel und die religiösen Gebräuche in bie Agitation. Die '.Ratio na liberalen im Wahlkreise Bcns- heirn-^ttboch gehen, mie es in einer ^rrespondenz der fatboL „Köln. Volksztg." heißt, in ausfällig glimpflicher Weise mit dem Zentrum um. Haas bedauere in Versammlungen den Bruch der Regierung mit dem Zentrum. Allein das alles kann, so sagt bas aena.inte Blatt, das Hess i su) e Zentrum nicht von der Richtlinie abbringen: Ke intz Stimme dem LiberalismusL iLrokibaudlm-.g eilleg Erling >öarer Familie. lÄ&jbandLeji ^>eVerküuferüujcI LeliMuiiecüen •foruflcn litidriu cuent C iPtict eemdji 'Jiüicnbaum & Jaul, Neuiuidi 7d. Zweites Blatt 157. Jahrgang Dienstag 15. Jannar 1907 Metzener Anzeiger Eeneral-Anzeiger für Gberhe^en l)!n (hin welches in 1 * ..r“' wsarbt- Mt m, tagsüber geiud ■ _______tilcitüitoiBe li.. Hädchen lid.8leiderinach.mev!?v w.Mubl.Lioilleiir^ . R tagsüber ftefua; ißleian.T. jtJIiiüUciKlb.g.:' iur Ausbüie otiudj;. bfliinhohtTor-e - laht’dnßijie? Laubnedl •imflei.wixrroefl4üil. i1 nlaiiißcSüaßrw^dicn i geb Lchostür. a. /' cs , Mckülatz 2. ' . für einige L.- riSftei stiüNri. Fritze Wajrhii Rolenbanw/Au iab. (Sine Hauodeltcru: StenfePjer.isettc^, MScheu । fmui l uer letzt, für üni.Fem. Man schreibt uns auS Göbelnrod: Gestern abend sand hier eine liberale Wahlerver- s a m m l u n g statt. Herr Dörr aus Gießen überbrachte die Gruße HeuttgensiaediS, worauf Herr Riedel über Die Äolonialirage unb wumuun vm» vn*»'»<■« l|> v,f ."’V"’ Die Auflösung Des Reichstages rejerierie, unb Herr Löber bic Bei | tation stark tm Gang». Der christlich-soziale Kandidat R ip Dienste unseres seitherigen Abgeoidnetcn auizählte. Herr Pfarrer - - ' ,J ;----------k,Ä 11 w Lchick aus Gliedborn, begleitet von Herrn Torr aus Dein- jeiben Orte, versuchte Die 9lanonalliberalen anzugrei:en, wurde aber von Dem 'Jteierenien mit leichter Mühe roiDerlegt. Konnten Die Herren sachlich nichts erreichen, so oerluchien sie cs mit Radau und Unterbrechung der Redner. Ter aniiiemilische und christlich-soziale Pfarrer fprach von den „Juden- raupen' auS der Stadl, und Herr Dörr aus Oueclborn ge- broucbie dann Ausdrücke über Den nicht anwefenden Herrn peyttgew liaeöt, Die so nieDriget und gemeiner Art waren, daß meine Fever sich sträubt, sie hier wiedeizugeden und zu trumeren. ’ÜJie wir hören, haben Die beiDcn Hcrrell ihr störendes Benagen schon cm Sonntag tn Qucckboin und Lauter ^zur Schau getragen und an letzterem Ort sogar einen Redner am Sprechen verhindert. Man sollte Doch meinen, daß jemand, Dem Die e e e l j or g c in zwei Orlen obliegt, besseres zu tun halle, als Die Ber- lamminngen der Liberalen mit seiner antisemitischen Hetze von Ort juOrt zu verfolgen und durch Lärmen zu üppige Blüten, in der der reinen Temokuttic, Freiheit und 'ltzrüderlichkeit. / Auch mit der Wahrheit nimmt eS daS Blatt, das ständig ben G.gnern Schwindeleien und Verdrehungen oorwirft. i.., suktzsSA iluäcntcuS^. ^rbereuei^^eul--' HZSÄ- ö. . die Protestanten in Nahe in Vic neuen Verhältnisse zu fügen. Charakteristisch dafür ist die Ablösung der p r o t e st n n t i - schen theologischen Fakultät von Paris von dem Gesamtkorper der französischen Universitäten, die in aller Stille vor sich gegangen ist. Am 12. November wurden die Vorlesungen der neuen „freien" theologischen Fakultät feierlich mit einem Gottesdienst in einer Kirche eröffnet, worauf Prof. Laucher einen Vortrag über die Ausgaben der theologischen Fakultäten nach der Trennung von Kirche und Staat hielt. Die Hoffnungen, daß die facultö des lettres an der Sorbonne die Dozenten der theologischen Fakultät übernehmen würde, um sie mit Lehraufträgen für Religionsgeschichte zu betrauen, haben sich nicht verwirklicht. Der Dekan der saeultä des lettres, Professor Croisset, widmete zu Beginn des.Wintersemesters zwar der theologischen Fakultät sehr schmeichelhafte Lobsprüche und betonte unter anderem, daß die protestantischen Theologen von Paris während 35 Jahren die „starken und edlen Traditionen der freien Forschung aus religiösem Gebiet gewahrt" haben, hob aber auch hervor, daß die Freiheit der faculte des lettres es nicht gestatte, auch nur in entfernte Beziehung zu einer Konfession zu treten. So ist nun nur der Professor der hebräischen Sprache und Literatur Lods übernommen worden. Tie neue Fakultät erfreut sich großer Sympathien, konnte doch dank einer hochherzigen Stiftung jetzt bereits den bisherigen Lehrstühlen ein neuer für Neutestamentliche Wissenschaft zugefügt werden. Die Unterhaltungskosten der Fakultät sind bis auf 20 000 Franken durch freiwillige Beiträge der französischen Protestanten gedeckt. Beachtenswert ist, daß ein Teil der Dozenten aus dem Elsaß stammt. * Ei» russisches Wahlbild. Im Gegensatz zu Deutschland, wo die NeichSregienmg alle Hebel in Bewegung setzt, die Wahlberechtigten ohne Ausnahme zur Stimmabgabe 311 veranlassen, bringt die russische Regierung jedes erdenkliche Mittel in Anwendung, den Kreis der zur Duma Wahlberechtigten einzuschranken. Nach Hunderttausenden zählen die Bürger, Beamten, Arbeiter und Bauern, denen durch „Erläuterungen" zum Wahlgesetz seitens des Staates und durch administrative Verfügungen da§ Wahlrecht entzogen ist. Tie letzte und wohl zuverlässigste Sicherung dagegen, daß unliebsame Elemente an den Wahl- imännerwahlen zur Duma sich beteiligen, hat der Kabmetts- chef Stolypin insofern getroffen, als er die Polizei mit der Vertetlung der Wahlzettel betraute und sie ermächtigte, diejenigen Wähler aus den Listen zu streichen, die „ihrer Ansicht nach* unrechtmäßig eingetragen rourben. Der Beschwerdeweg soll freilich den Betroffenen offen bleiben, aber die Erledigung des Einspruchs wtrd wohl auf sich warten lasten. SüdwestasrikanischeS. Neuerdings ist begründete Hoffnung vorhanden, daß in den Landungs-Verhältnissen Swakopmunds eine radikale Aenderung eintritt. Alls sicherer Quelle erfährt die »Morgenpost*, daß gegenwärtig zwischen der Regierung und interessierten Handels- und Jndustriekreisen «in Riesen-Projekt zur Erörterung steht, daß die Schaffung moderner Hafenanlagen in Swakopmllnd bezweckt und desten Ausführung wahrscheinlich ein für alle Mat die Hinweise aus die in der englischen Walsisch-Bai vorherrschenden günstigen Hafen-Verhältnisse zum Schweigen bringen dürste. Die für die Bau-Ausführung der Ottawi-Bahn verantwortliche Firma Arthur Koppel beabsichtigt ohne finanzielle Inanspruchnahme des Reiches in Swakoplnund eine Hafenanlage zu schaffen, deren Her stell ungskosten auf 40 b i§ 5 0 Millionen geschätzt werden. Unter Anoercm wird sich rbie Deutsche Bank an dem Unternehmen beteiligen und man geht nicht fehl, wenn man der Initiative des Kolonial- DirektorS Dem bürg einen entscheidenden Einfluß bei den bereits weit vorgeschrittenen Verhandlungen zwischen der Reichs-Regierung und der genannten Firma einräumt. Es handelt sich vor allen Dingen um den Bau einer 1 km langen massiven Mole, durch die erst em, alich den größten Schissen (Kohlen-Station für Kriegsschiffe) jederzeit zugänglicher moderner Hafen geschaffen werden soll. Die zwischen der Regierung und der Firma Arthur Koppel schwebenden Verhandlungen drehen sich in der Hailptsache um die Konzessionsdauer nach englischem Muster einer Privatgesellschaft -einzuräumenden Hasengebühven-Erhebungsrechte, die Amortisierung des Kapitals und dergleichen. ES darf behauptet werden, daß die Ausführung des Projektes gesichert scheint junb die Regierung in der Lage sein wird, dem neuen Reichstage endgültige Vorschläge zu unterbreiten. Deutsche» Reich. Berlin, 14. Jan. Heute machte der Kaiser einen Spaziergang im Tiergarten, konferierte mit dem Reichskanzler unb dem Staatssekretär des Auswärtigen Amtes und hörte im konigl. Schloß den Vortrag des Chefs des Ziviltabinetts. Um 121/4 Uhr begab der Kaiser sich, nach der russischen Botschaft, um anläß kich des russischen Neujahrstages dem Botschafter seine Glückwünsche für den Kaiser von 3tuß- lanb und die kaiserliche Familie auszusprechen. Heute nach- imittag ritt der Kaiser in der Bahn des t'önigl. Marstalles. Die „Nvrdd. Allgem. Ztg." stellt gegenüber den Beschwerden, die der Pariser „Demps" hypothetisch an den Eintritt des Majors Tschudi und des Rittmeisters Mols in marokkanische Dienste knüpfte, folgendes fest: Tschudi, bisher im Eisenbahnregiment und im Telegraphen-Bataillon, ein auf allen Gebieten der Technik bewanderter, sprachkundiger Offizier, begleitete den nach Fez reisenden Gesandten Dr. Rosen und wurde alsdann 'vom Sultan von Marokko als Berater in etwa vorkommenden techn. Angelegen!)eiten engagiert. Es ist möglich, daß er als solcher vom Sultan auch bei der diesem nach Art. 108 der Algecirasakre Obliegenheit Aufstellung der Lasten hefte und Pläne für öffentliche Arbeiten, welche im Submissions- Verfahren zu vergeben sind, herangezogen wird. Das Recht, die Ratgeber für seine Entschlüsse frei zu wühlen, steht dem Sultan als Souverän eines unabhängigen Landes un-weisel- haft zu. Ob Tschudi zugleich etwa privatim von der Firma Krupp beauftragt ist, für Privatinteressen irgendwelche Aufgaben zu lösen, ist unbekannt. Ein Verstoß gegen die Vorschrift, daß die öffcntL Dienstzweige im schert fischen gleiche nicht zu Gunsten von Sonderinteressen vergeben werden sollen oder ein Verstoß gegen die Bestimmungen der Algectrasakte liegt nicht vor. lieber die Vergebung von öffentlichen Arbeiten liegt jedenfalls nichts vor. Wolf geht lediglich als Begleiter Tschudis nach Marokko. Weber Tschudi noch Wolf sind als Instrukteure engagiert. — Das kolonialpolitische AktionSkomitee- bas in der Versammlung gewählt wurde, in welcher Ko- loniaUnrel.tor. Dornburg seinen, ersten Vortrag hielt, hat sich konstituiert. Erster-Vorsitzender ist Professor Sch Moller. Für nächsten Samstag sind zur Ausdehnung der Organisation auf das Reich hervorragende Vertreter der Wissenschaft, Literatur und Kunst aus verschiedenen Städten hier eingeladen worden. — Dem „Hamb. Corr." zufolge wird Dern- burg von der Hamburger Abteilung der deutschen Kolonial- gesellschast angeregten Einladung der Handelskammer Folge leisten und dort einen Vortrag halten. — Dem Vernehmen nach sind die Handelsvertrags-Verhandlungen zwischen dem Deutschen Reich und den Vereinigten Staaten von Amerika, wenn man überhaupt schon von Verhandlungen sprechen kann, auf einen tote n Punkt gekommen. Die Vereinigten Staaten sollen von der deutschen Regierung Zugeständnisse auf dem Gebiet der Agrarzölle verlangt haben und diese Zugeständnisse sollen so exorbitant gewesen sein, daß bte deutsche Regierung sie von vornherein ab - lehnen mußte. Gleichwohl scheint man in Regierungs- frelfen die Fwage zu erwägen, ob es nicht möglich sei, auf dem Gebiete der Agrarzölle den Vereinigten Staaten einige geringe Zugeständnisse zu machen. — Am kommenden Ostersest soll in Deutschland ein großer Anarchisten-Kongreß stattftnden, an dem auch Die an.arch^-svz>mli.stischen Gewerkschaftler teilnehmen sollen. Ausland. London, 14. Jan. Versu-iedene übereinstimmende Meldungen aus Athen berichten über ein entsetzliches Massacre zwischen Macedo niern und Griechen gegen Bulgaren in Cleponsna. Die cmgreifenden Bulgaren setzten sämtliche Häuser des Dorfes in Brand und sahen kaltblütig zu, wie die Insassen verbrannten. Diejenigen, die aus den Flammen entkamen, wurde niedcrgeschossen. Die ganze Bevölkerung des Dorfes, etwa 280 an der Zahl, wurde auf diese grausame Weise umgebracht. — Exchange Telegraphen Company meldet aus Madrid, daß die spanische Regierung bei den anderen Mächten Schritte unternommen hat, um ehr? allgemeine lleberwachung der internationalen Anarchisten zurzeit der Taufe des zu erwartenden Kindes des Königspaares durchzusetzen. Tie spanische Polizei hat nämlich Kenntnis davon bekommen, daß ein anarchistisches Komplott besteht, den Madrider Hof, wo die Tauf-Zeremonie ftattfmben wird, in die Luft zu sprengen. Paris, 14. Jan. Die hier vorliegende Inhaltsangabe der in der hiesigen päpstlichen Nuntiatur beschlagnahmten Schriften entspricht keineswegs den Erwartungen. Eine dieser Enthüllungen bezieht sich darauf, daß die hier akkreditierten Botschafter nach Abbruch der französischen Beziehungen zum Vatikan einzeln ersucht wurden, die Nuntiatur offiziell zu beschützen. Alle sahen sich genötigt, a bzulehnen. Bemerkt wird, daß einzig die Llblehnuug des deutschen Botschafters v. Nadolin erst nach Anfrage in Berlin erfolgte. Als davon die Rede war, daß König Humbert einer Truppenrevue in Straßburg beiwohnen sollte, forderte der damalige Pariser Nuntius den Bischof Stumpf auf, den durch das Zeremoniell gebotenen offiziellen Besuch beim Könige zu unterlassen. Dieses Faktum wird angeführt, um die politische Bedeutung der Pariser Nuntiatur hervorzuheben. Ferner liegen, wie es heißt. Beweise dafür vor, daß die Deputierten Graf Boni Castellano und andere Monarchisten ihre Reden vom Nuntius korrigieren ließen, bevor sie sich auf die Kämmerlribüne begaben. Als Loubet feinen Besuch in Italien machte, richtete der Vatikan ein vertrauliches Zirkular an die katholischen Mächte. Damals hieß es, der Fürst von Monaco habe den Inhalt des Zirkulars der ftanzösischen Regierung preis- gegeben. Jetzt steht fest, daß es Portugal getan hat. Madrid, 14. Jan. Im Ministerium des Aeußern wurde heute erklärt, daß, da infolge der Flucht Raisulis die Gründe, die die Anwesenheit der französischen unb ber spanischen Kriegsschiffe in den Gewässern von Tanger rechtfertigten, Wegfällen, die Kriegsschiffe znrückbeorbert werden sollen, wenn der Sultan die Einrichtung der Polizei garantiert. , Gmunden, 14. Jan. Anläßlich des Hin scheidens der Königin Marie hat das deutsche K a i s e r p a a r an den Herzog von Cumberland ein Beileids-Telegramm gericlftet. Außer Kaiser Franz Josef wird auch der Thronfolger Erzherzog Franz Ferdinand zur Beisetzung hier eintreffen. Belgrad, 14. Jan. In hiesigen Blattern wird ein Vorfall erörtert, der sich am heiligen Abend des serbisckj-en Weihnachtsfestes, dem 6. Januar neuen Stils, zwischen dem Thronfolger und einem Offizier bei der Feier im Offizier-Kasino abgespielt hat. Gegen Mitternacht erhob Hauptmann Stojanowitsch sein Glas und brachte einen Toast auf den Kronprinzen aus, indem er in ihm einen Sprossen der alten heldenhaften Farnllie der Kara- georgicwitsch feierte. Darauf erhob sich der Leutnant Tankositsch, der int Stufe steht, zur Verschwörer-Partei zu gehören, und sagte zum Hauptmann! „Lassen Sie derartige Ansprachen, auch König Alexander hat ihrer genug zu hören bekommen, aber dies konnte sein verfallenes Leben dennoch nicht retten!" Daraufhin mußte der Leutnant den Saal verlassen. Wie verlautet, soll er vor ein Militär-Strafgericht gestellt werden. Odessa, 14. Jan. Der Polizeibeamte Chowerka wurde gestern auf einem Spaziergange von mehreren llitbdanntcn, anscheinend Terroristen, durch sechs Revolverschüsse schwer verwundet. Trotz sofort ausgenommener Verfolgung gelang es den Tätern, unerkannt zu entkommen. Chowerka hat sich durch seine energische Verfolgung der Anarchisten bei diesen mißliebig macht. Kom A.ullch'.n Tabakv rein. Berlin, 13. Januar 1907. Heute fand hier unter dem Vorsitze des Kommerzienrats Collenbusch (Dresden) eine außerordentliche Hauptversammlung des „Deutschen Taballxreius" statt. Drc Versammlung war außerordentlich stark aus allen Gegenden Deutschlands besucht und ersichtlich von dem Geiste und dem Bewußtsein solidarischer Gemeinsamkeit hinsichtlich der notwendigen Besserung der Geschäftslage und hiusickftlich gemeinsamer Abwehr zu weit gehender Forderungen der Arbeiterbewegung beherrscht. Eine Versammlung der Vorstände d?r Bezirksarbeitgeber-Ver- bände hatte Grundzüge sür ein Kartell zwischen den Be- zirksarbeitge ber- Verbänden im Tabalgewerbe ausgearbeitet, welcher eine Regelung der Beziehungen zwischen den einzelnen Bezirken, insoweit SJlitglicbcr aus einem Bezirk auch in anderen Bezirken fabrizieren lassen, bezweckt. Diese Grunbzüge sanden die Billigung der Versammlung mit allen gegen fünf Stimmen in dem Sinne, daß dieselben den Bezirksverbänden als Grundlage für die anjuftrebenbe Einigung unterbreitet iverixn sollen. Tie Bezirk-Verbände sollen diese Stellungnahme bis zum 15. Februar vollziehen und darüber an den Vorstand berichten. Tie Bestrebungen der Bezirks« rbeitgcberver- bände, eine Gesundung der recht mißlichen Geschästs- l a g c in der H e r st ■' 11 u n 3 von Tabaksabrikaten, insbesondere von Zigarren, he.beizuführen, hatte Veranlassung geboten, üuü) bo.i Teutschm Tabakverein einen ent» sprechenden Vorschlag zu umerbrGtfvn. Dieser Vorschlag war der Hauptgegcnstand der heutigen vauptversammtung unb wurde pon Herrn Fritz Siermerrat, in Firma Leopold Engelhard L Viermamk in Bremen, als Berichterstatter des Vorstandes begründet. Dies« Erklärung, welche einstimmige Annahme der Versammlung fand, lautet wie folgt: Die stete Steigerung der Gestehungskosten für die Herstellung von Tabakfabrikaten, insbefondere für Zigarren, hat in letzter Zeit verschiedenen Tabakiiidustriebezirken Deutsch. 1 landS Veranlassung geboten, Mitteilungen über die Notwendigkeit, dieVerkansspreisemitdenbeträchtlichgestiegenen Herstellungskosten einigermaßen in Einklang zu bringen, an die Kundschast gelangen zu lassen. Der Teufiche Tobatverein hat sich in seiner a. 0. Hauptversammlung mit dieser Angelegenheit beschäftigt. In sachlicher Er- roäguntg der tatsächlichen Verhältnisse ist die Versammlung zu der übereinstimmenden Meinung gekommen, daß die in jenen Äunbgebungen dargelegten Schwierigkeiten der Lage fut die Herstellung von Tabakfabrikaten wirklich in hohem Maße bestehen, imb daß eine Bewegung zum Rückgang der Konjunktur auf dem Rohtabatmarkte in absehbarer Zeit nicht zu erwarten fteftf. | Die Wiederherstellung eines Einklanges der Verlaussvrcis-s mit den Geslehungslosten muß deshalb für ein Gebot der Leibst- erhaltmrg der Tabakindustrie eia artet werden. _ Der angestrebten t Gesundung dieses in recht mißlicher Lage befindlichen, für die deutsche- Volkswirtschaft lehr bedeutungsvollen Erwerbszweiges sollten der Zwischenhandel und die Verbraucher nicht entgegen- wirken. DoS weiteren wurde noch ein Entwurf von neuen Satzungen zum Zwecke der Eintragung des Vereins in das Bereinseegifter beraten, und nach dem Vorschläge des Syndikus Schloßmacher einstimmig angenommen. Dieser Entwurf bezweckt auch, die Fach- und Bezirksverbände im deutschen Tabakgewerbe in die Organisation des Deutschen Tabakvereins in entsprechender Weise ein- l zugliedeQu Schließlich machte der Vorsitzende noch den Vorschlag, die BestimmLngen über die Verleihung von künstlerisch ausgeführten ' Anerkünnungs-Urkunden für treue Dienste iin TabakSewerbe auf Grund deren schon viele hundert von An« gestellteük und Arbeitern der Vercinsmitglieder für eine ununterbrochene Dienstzeit von 25 Jahren im selben Betriebe geehrt worden s^nd, dahin zu ändern, daß die M i l i t ä r - D i e n st z e i t' in die erforderliche ununterbrochene 25jährige Tätigkeit, auf Antrag des Arbeitgebers, eingerechnet werden soll. Auch dieser Antrag fand einstimmige Annahme. Die Versammlung ehrte schließlich die Tätigkeit des Vorsitzenden Und des Syndikus.in der Leitung der Gcschäste des Tabak- vereins in sbesonderer Weise. Aus SLuSr und (and. Gießen, den 15. Januar 1907. “ Dns Groß herzogliche Paar, ba9 am SamStag einer EinlvÄung bc§ Staatsministers Ewald zu einem geselligen Abend in dos Mmisterhotel gefolgt war, besuchte am Sonntag abend wiederholt die Vorstellung der ^Lustigen Witwe" in) Großh. Hoftheater zu Darmstadt und am Montag abend das Konzert des GcigenkünsilerZ Willi) Bunuester. Zu bem am kommenden Mittwoch im alten Palais stattfindenden Hofball sind wieder zirka 300 Einladungen ergangen. •* In daö kolonialpolitische Aktionskomitee — der Vereinigung von Professoren, Volkswirtschaftlern usw., auf deren Veranlassung Kolonialbirektor Dernburg kürzlich feine bekannte Kolonialrebe hielt — ist Prof. Dr. Biermec gewählt iDouben. •• Einen tragischen Abschluß hat das Leben bc3 im Alter won 31 Jahren stehenden Siebakteurs Johs. Dinkela gtffimbcn, ber im Jahre 1905 die „Darmst. Ztg.^ redigierte und von da die Leitung eines Blattes in Graudenz übernahm. Er wohnte, wie uns geschrieben wird, am Freitag in Graudenz einer Wahlversammlung bei. Hier hat er sich anscheinend diurch verschiedene Reden so ereifert, daß er, nachdem er noch eine Resolution zu Gunsten des bürgerlichen! Kandldalen Migebracht hatte, von einem Herzschlag betroffen zu Boden sank unb verschied. Die VersanimtuuA wurde geschlossjen, nachdem man noch eine Resolution im Sinne Dinkela?s angenommen hatte. Trotz seiner nur kurzen Tätigkeit in Darmstadt hatte er sich doch zahlreiche Freunde dort erworben. Seme Frau ist bald nach feinem Wegzug von Darmstadt auch gestorben und so stehen jetzt minderjährige Kinder als Waisen da. ** OeffSrrtliche Lesehalle. Im Dezember wurdcr» 2494 Bände austzrlieheu. Taoo« kommen auf: Erzählende Lile- ralur 1268, Zeitjühriüeu 475, Jugendschriften 249, PerLdichtungen 76> LileralUigefchichte 6, Länder» uud Völkerkunde 57, Kullur- aeschichle 24, G^ichte^uud Biographien 108, Kunslgeschichie 10, Nalurwissenschcöt und Technologie 123, Heer- und Seewesen 11, Haus- und Landwirlschaü 7, ^)esundheitslehre 18, Religion uud Philosophie 26, Siaalswissenschasl 17, Sprachwissenschaft 8, Freind- sprachliches 10 B^nde. Nach auswärts tarnen 120 Baude. *• Besltzrvechsel. Fritz Eccarius, Spezialbclciich- tungS-Geschäft ynb Installation am Markt, erwarb von Kaufmann Ernst Bloedner dessen Haus SelterswegZl^ seither Theater-Neslaurant und Cafö, früher „Perkco", 311m; | Preise von 84 000 Mk. unb wird am 1. Oktober sein (§e* । schäft borthin vrrlegen. — Kaufmann Robert Stuhl verkaufte an Metzgcjcmeister Horn von Herbstein seine m der Bleichstraße r. 2 3, Ecke ßubroigfiraye, gelegene HcZeile für 38 OüO Mk. zum Metzgercibetneb. — Der Gemüsehändler Georg Hammel in der Großen Mühlgasse 6 kaufte die Hosreite des Kaufmanns Heinrich Völzel, Sonnen* straße 31, für 42 000 'Dif. — Jakob Happel, Holz- und Kohlenhändler, faiifte zum Preise von 27 OüO SJlf. Die Hof-M teile des Georg Ha mmel in der Mühlgassc nebst dessen Garten an der Kvösdorferstraße. Butzbach, 14. Jam Dieser Tage sanden in Sachen des Bahnvaues Rockenberg-Biltzbach-Ebcrs* güns erneut Verhandlungen statt, an denen auch ein Vertreter der Firma Lenz u. Co. teilnahm. Die hessische!>ügie- rnng steht dem Pkchekt sympathisch gegenüber. Die Strecke soll von Siockenbcrg nach Griedel führen und von hier bis Butzbach-Ost dem Gleis der Strecke Lich-Butzbach folgen. Tann erfolgt nach Nordweflen das Ueberschreiten der Nlain- wcferbahn und die Weiterführung westlich von Pohl-GouS nach Ebersgöns am Kleebach. Von hier ließe sich die Bahn fpäter nach Klecberg. und Brandoberndorf welterführen. Zu den Baukosten soll EbcrSgönS 40 000 Dt., Pohlgbns 35 OüO i M. zeichnen und freies Gelände stellen. In Kürze soll eine • Versammlung von Interessenten stattfinden. P Bad-Nauyeim, 14. Jan. Eine überaus rege Bautätigkeit ho-rrftlft in diesem Winter hier. Außer an vielen Privatbauten wirb an ben staatlichcn Neubauten rüstig gearbeitet, von denen zwei neue Babehäuscr ('Nr. 9 unb 10), ein Konzerts aal, ein Küci)enneubau am Kurhaus im Bau jinö. Wahrend der erhöhten Baurätigkeüi = un Sprubetgelänire Hat man zwei große S-prubel bis zmn FriäMj)r gögestelll. Bei den letzt beendeten .AuLjchaüMnL^ «M» ®er?/ Sie ui' ™Li nur nid- Oll3' -'S» ganges Leu Orts deniotr.^roe \\t nani^ b veroron. ©J Mrn 6«* im to8c; ® ein raü.wl0 ben Aib-'p gesehenen 'W iMd bekam demnaryst. ar seiner veMH aügeniem W sten W ßl Hanau, tintn falsche Wochen in eini form eines ßel! aus. Ec bcjuc santcrie-Kajcrnl niililäuschen P heil gezweisclt gelang es ihn ibargelb zu ei fall? einen 91 mMaiusch n Anfrage der tu ort, daß l haftet wurde auch in Aach Feldwebel a längerer Zeit ist 23 Jahre § 'jJlai'i nahen Michel! seinem Zchei auigab. XVitb hause wurden etwa 1400 5 Klein Aachbarsia die l.ioU^al)l ructsichligung 1 Zu- und SlblD der (Dcbmieii 346000 anz wurden 334 97 aus Sein Äaöeo ile junge Frc 6(11 -i 0 ö. — 5 '"hende Nachric 1- ffllllanb durch öia 11 fen ber seine lkhesrau ( ' Hochzeik. -^oriragsabend Sa bl über K inOliaiün fpre i btt freimin $Ieai I Die im Wi Roten Kreu : w Mitglieder. J Nachdem int Otrrn Lberaru ^er und ? gWt mit 1? : später 1905 faul ! E“22 H oln ^Qnßeln y cteinbtl]QJ8en°n’ni SrTet,9e« •«nen nodt c9?111 Wellt : Nag <'>leich '*N eiJ .Mc *4 eine j ,tion neuen gaüHH in das $Pr : ^kusÄS 6»® Äs inbkS *m« *g*j' '^den Vorschlag k, ÄlSft ftftSS Ijloen Beinebe M- lUar-Tieilst;es ige Tätigkeit, aus g6 "r^en koll. ?luch die!« £ Tätigkeit des Bor -r Geichaste des TM ^lhrrd L gv -HriewÄtrU °er bie ff W ■ Allen. lan9h "Mer a n ?r M Men'ien« M 'Nen dar £ Lkdekk^'K "krKh LKZZ Sb "*> As an-, Januar 1907. r> das am Samstag vnid zu einem y. sAltzt war, besuch Mutig der .Lustig« stadt und am WlonU: crs Willy Burmesin m alten Palais fto 300 Einladungen c:- je AktionSkoinitei olkswirtschaftlern ujit, irScrnburg kürzlü : Prof. Dr. Bierinr: ß hat baS 2cbcn id i Redakteurs Iaht 5 die &■' Kalles in ®rai,.- eben wird, am ytc bei. Hier hat rr'i i ereifert, daß er, naivsten be5 bfitgcrliü- inem Herzschlag t* d. Tie Bersaniinl^ ch fine Resolution a Troß seiner nur kurz» >och zahlreiche W*. nach seinem Wegzn, . o stehen jetzt nnnb» Im Tezember roitrM .aus: Erzählende 2» a 249, Bersdichltingen -a ötkerkunde ö7 , * 108, Kunslgefchich.e U beer- und Steroeien U Mve 18, Religion uni achwißenschatt 8, b«ul ,en M Lände. rius, Lpezlalb'lc.^ Markt, erivarb °us Getier^3 süch-r ■’ k J i Cttober |’ && * den PÄe**%r ;<»*£<& Handel 98.051 Elektriz. Lahmeyer Hamburg-Amerik. Paketl. 156.40 120.40 97.70 Berliner Börse, 15. Januar. Anfangskurse. *7*x£V . 143.50 . 124.50 . 251.50 . 220.00 . 251.00 . 181.10 69.40 70.20 91.70 94.60 94.60 Elektriz. tichuckert . . Eschwciler Bergwerk . Gelsenkirchen Bergwerk . 219.00 . 246.50 . 133.20 . 218.80 . 246.60 . 35.00 . 133.10 . 147.70 . 175.25 . 140.75 . 243.60 . 172.50 . 187.10 . 160.00 . 217.80 Harpener Bergwerk Lhuraüütte. . . 87.05 98.00 86 90 96.85 95.20 99.90 100.20 Harpener Bergwerk Lauranütte . .umbardeu E. B. .\ordd. Lloyd . . riiiaenlutte . . . 35.10 148.30 151.00 Canada E. B. . . . Darmstadter Bank . Deutdone Bank . . Durtmander-Union C. Dresdner Bank . . 1 endens: lustlos. 3X7. 3% 3X7. 3% 8X7. . 192.70 . 140.60 . 213.80 . 88.80 . 159.70 Reichsanleihe do. Konsols do. . . Hessen . . Oberhessen Berliner Haudelsges . Darmstildter Bank . . Deutsche Bank . Deutsch-Asiat. Bank . Diskonto-Kommandit. . Dresdner Bank . , Kreditaktien . . . . Baitimure- und Ohio- EiseuLahn . Goiinardbahn . . . . Lombard. Eisenbahn . Uesterr. biaatsoann . . Ennce-Henri-Eißenbahn Jahresbericht der freiwilligen S a n i t ä ts ko l o n ne vom Roten Kreuz für die Jahre 1905 und 190 6. Die im Winter 1903/04 durch den Gießener Zweigverein vom Roten Kreuz inS Leben gerufene freiwillige Sanitätskolonne (mcbciicc Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung für Hessen am Mittwoch, den 16. Januar: Veränderliche Bewölkung. Steine erheblichen Nieder- |d)ldge. 'Mild, wtätzige westliche Winde. Griginal-DrahtineiSungen. Hamburg, 15. Jan. Gin Raubanfall auf einen Beamten der Hamburg-Amerika-Lmie ist verübt worden. Auf den Beamten, der die Lohnzahlungssumme für die Quai- Arbeiter in Höhe von 1700 Mk. in einem Beutel bei sich führte, trat ein unbekannter, dem Arbeiterstande angehöriger Mann heran, entriß ihm den Beutel und ergriff die Flucht. London 15. Jan. Tas Komitee des Flotten-Verbandes nahm eine Resolution vn, worin auf das energischste gegen den Bau eines Tunnels Einspruch erhoben wird, weil dadurch die Macht Englands zur See gefährdet würde. Auch die Handelskammer in Limerick hat eine ähnliche Erklärung abgegeben, weil der Bau des Tunnels den wirtschaftlichen Interessen Englands widerspreche. der Eisenbahnskecke zwischen Lollar und Mainzlar. Gute weitere Hebung wurde gemeinschaftlich mit der Gießener freiwilligen Feuerwehr veranstaltet. Tie Sanitätskolonne hatte bei dem angenommenen Großseuer die zahlreichen markierten Verwundeten und Bewußtlosen zu bergen, und ihnen die erste Hülse zu leisten, durch Verbandanlegen, Wiederbelebungsversuchen ic. Auch in 1906 wurde die Kolonne bet osientlichen Anlässen öfters beansprucht, so ;. B. bei 2 dreitägigen Festen mit Wachcn- stellung, beim Jugendscst, gelegentlich dec Anwesenheit Sr. Maj. des Kaisers in Gießen, bei 3 Radrennen, bei 2 Pserdemärkten und bei einer Regatta. Die Mitglieder der Kolonne konnten nach den in 1906 erst teilweise durchgefuhrten Hülselcistiingsverzeichnu'ien in zahlreichen Fällen die erste Hülfe leisten. So z. Ä. bei einem vitzschlag, bei 4 Knochenbrüchen, bei 2 Augenverletzuagcn, bei 39 mehr oder minder großen Verwundungen, wovon eine mit Lchlagadcrblutung, bet 12 teils schweren Ohnmachts- und Schwächeanfällen, bei drei epileptischen Anfällen u. a. m. Im lebten ^ahre wuroe oct Kolonne seitens der Stadt Gießen eine fahrbare Trage zur Verfügung gestellt, leider konnte aoer bis jetzt noch lein geeigneter Unterlunuoraum für diese sowohl, als auch die Geräte der Stolonnc beschafft werden. Tie vom Zweigverein vom Roten Kreuz brisanten Tragen, Tornister, Verbandskasten mit Inhalt, sowie die von der Stadt Gießen be- jujante fahrbare Trage, die zusammen etwa einen Ania-aiiungs- autwand von 1500 $-UlL repräsentieren, sind in einem Raum deS aaen ftädt. Spitals untergeoracht, der auu? dem Viandmeister als isersteigerungslolal dient. Daß sich darin Unrat und Ungeziefer aller Art ansommelt und die Utensilien, bei denen peinlichste hicmbaiiung zur grüßten Bedingung gehört, äußerst notleiden, muß leider zugegeoen werden, Bofsentlich gelingt es nunmehr bald, hab der Kolonne, die sich freiwillig in den Dienst der Menschheit stellt, ein, wenn auch noch so bescheidener Raum zur alleinigen Benutzung angewiesen wird. Bei dem jetzigen Zustand ist eS nicht ausgeschlossen, daß beim Ein- und Herausbringen der Tragen schwere Unfälle Vorkommen. Dem weiter von sämtlichen nolonnenmitgliedern so oft geäußerten Wunsch nach Vervollständigung der Uniformierung wird voraussichtlich bald entsprochen werden können. Die AlarmierungSeinriawung ist nunmehr in einer Weise bewerkstelligt, daß bei entsprechender Befolgung der Vorschriften demnächst in kürzester Zeit Hulieleistung etioigen kann. Die Sanitätskolonne, die jetzt über einen ganz ansehnlichen Stamm auch für die Dauer dienstbereiter Kmneraden verfugt, hat nach jetzt dreijährigem Bestehen jedenfalls gezeigt, daß eine solche Einrichtung notwendig und von großem Vorteil für die gesamte Bevölkerung ift; sie hat weiter gezeigt, daß sie nicht allem ledenssähig ist, sondern daß sie unter der bewährten Leitung des Herrn Oberarzt Dr. Flath, und deS Vorsitzenden vom Roten Kreuz, Herrn Landgerniüsrat Wiener, sowie ihres Kolonnen- luhrers, fcerrn Stations-Assistenten Brück u. a. sich anderen jdjon Langer bestehenden Sanitatskolonnen würdig zur Seite stellen kann. 4 % äussere Argentinier , 88.60 öu/0 Alexinaner . . . 66.80 4-?"/, Chinesen . . Aktien Bochum Guss . . . Bauerus E. W . . Tendenz: fest. 4>0 Ocsterr. Goldrente. . 4*/6% Ucsterr. bilberreute 4;« Ungar. Goldrente . . 4?6 Italien. Rente . . . 3 >6 Portugiesen Serie I . 3% Portugiesen „ 111 4X7« russ. Staatsaul. 19üa 4>iu o Japan. Staatsanleihe 1 >6 Cuuv. Türken von 1903 9u>ci Dinac hat mein Großvater lieb: _ z. Sein Pseifchen und Fays ächte.Dtrneral-Pastlllen Dt^. eine uerticibt il-m bie Langeweile, das andere die Be- schwerden. bie feine schwache BruN und die Relgmig «L ▼▼ (Mallungen ihm uimier verlchant. hahen, ehe er Fays achtL ▲A Sodener gebrauchte. Fetzt gehen ne tijni nie niehr aus und 2^ cü war seine größte Freude, daß wir ihm -um Geburtstag d gteid) sHi Sd>aä):cln (»rotten. ‘Six sebtau^en (Jot. achte Sodener ubrigeno alle und itihlen uns wohl dabet. Man kaust ne für oj 'Big. ui ieber Apotheke, Drogen- und LlUneralwasserhandlung. uv /u Telefonische Kursberichte des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für und Industrie, Glessen. Frankfurter B»r»e, 15. Januar, 1.15 Uhr. Neu! Flüssige Nea! 7;......: 2 Hervorragendstes, appetitanregendes, nervenstärkendes Kräftigungsmittel. Erhältlich in Apotheken und Droquerten» r> er mischte». ♦ Zürich, 14. Jan. Leopold Wölfling beauftragte einen der ersten Reci-tsanwälte Zurichs mit dem Studium der Reck)tsfrage, ob die wiöglichtett vorhanden sei, daß er nach der Scheidung von seiner Frau wieder Erzherzog werden könne. Die Scl)erdungstlage ist definitiv von beiden Seiten eingereicht woroen. Der Prozeß wird in nächster Zeit in Gens verhandelt und von dem bekannten Anwalt 'Rationalrat Lachenal gesül)ct werden. * London, 14. Jan. Sämtliche hiesige Blätter beschäftigen sich eingeheiw mit dem gestern hier ausgebrochenen F in anzs kaudal. Es handelt sich um den plötzlich erfolgten Zusammenbruch dreier Gesellschaften, die insgesamt d r e i ß i g Äk i l l i o n e n Ak a r k v e r s ch l u n - gen haben. Unter den Hauptaktionärcn der Geselljchasten befinden sich il a. auch der Herzog Five, Gatte der Prinzessin Luise und Schwiegersohn König Eduards, ferner Lord Knollhs, Privatsetretär des jiöntfly, Lord Farguchlar, Hofmeister des königlichen Häu,eS, yowe, Schatzmeisier, Lord Armstrong ufw. Die Ge,ell>chasten besaßen die Vorkaufsrechte aus umfangreiche Goldgruben in Sibirien. * Eine neue Frauen-Universität ist in Paris erösfnet worden; dieses neue Institut, das. die Aus- merksamieit auch unserer Frauenwelt verdient, hat sich in bemerkenswerter Weife eine doppelte Ausgabe gestellt: Tie Schülermnen sollen nicht nur c.i tüchtigen und praktischen Frauen ausgebildet werben, die dermaleinst auch verstehen, die Haussrauenpslichten nach ieder vlichtung hin genugeno auszuuben, sondern auch zu wissenden und gebildeten Frauen, die chrem Manne eine Ge,Lchrtin uno Gej innungs- genosfin fein können. Poesie und Praxis werden also, wenn man so sagen darf, gemeinsam oie Erziehung leiten. Sv bestehen denn die Unterrnptsgegenstände der neuen Frauen-Universität aus Hauswis>ensa)asten, als da sind: Lochen, Braten, Zimmerdelorieren uno Literatur, Geschichte, 'phiwsophie, Hpgiene, Musik und Musikgeschichte. Um die jungen 'Mädchen auch in die Geheimnisse der Schneider- tunst einen Blick tun zu lassen, werden bekannte und erprobte Pariser SQ)neider uno Schneiderinnen poaltische und theoretische Kurse abhalten. Das literarische und praktische Znstitut ist von Frau Adolphe Brisson gegründet. * kleine Tageschronik. In Dalle a. S. wurde auf der Promenade em Raubmordoers ucy verübt. Em nemder Manu trat in Abwesenheit ocs Ehemannes in bie Wohnung eines ZigurcenhändierS, streckte die Frau durch^mchccre jammertd)iäge zu Boden und ecvrach tzicrau, mehrere -s-cyrunfc, um Geld uiu) Wertsaa-en zu rauben. Durch hinzutommende Personen wurde er gestört, konnte aoer fluchten. Seme Beute ist nur gering. Die uocriauenc Frau ist schwer verletzt. — Zn Grotzwahlen (Pommern) beging der zo jül)rige Lrandlerssoyii Wmkler i n i o l g c einer Wette Selbstmord, moem et sich vor den Augen seiner Freunde mit einem nut Wasser geladenen Gewehr ui den Dcnnd sa-otz. Sem Mopf wurde in Stücke gerissen. — In dem Stuttgarter Vorort Gablen- berg e r i a>o u die 4s jährige Privatiers -Frau Romer ihren 52 Zahre alten Mann, als er aus dem Wirtshaus heimkehrte. Dann riästete die Frau, die anscheinend geistesgestört war, die Wasfe gegen sich uno brachte sich eine tödliche Verlesung bei, der sie bau) daraus cuag. — Unweit Düsseldorf gaben auf den aus der ^»eimkei-r von einer Geschastswur befmdlia>en Landwirt Weidtmünn Drei lvllmner Revolverschune ab, ohne zu treffen, und raubten ihn nach hestigem Mampie em kassierte 23UU Mk. — Tie Leick)en der bcruhgiudten £pier von Ge ispo Ishe im (Elsaß- wurden am AronU-g unter zah^ rcicher Beteiligung der Beoolicrung bcigeießt. Eine einzige graue stifte, die gerade Raum für einen Menic^en bietet, genügte, um Die Ueberrejte der 22 Zeichen auszunehmen. — Rach der Meldung einiger Pariser Blätter geriet dasdeutschePaketbooi „M e - teor" in ein vkachtmanöver Der französischen M tltelm eer f lo 11e. Die unerwartete Kanonade nerurfachte eine Panit auf Dem deutschen schisse, die aber ohne schlimme Folgen blieb. — Im Theater der galizischen Landstadt Kolo- mea tötete sich während der AuBührung der neuen Lper ,^anct" im Parkett durch einen Swutz ms verz em vörer der landwirtschaftlichen Akademie, Der seit einiger Zeit gemütskrank war. Tas Publikum uerlicb l-bt erregt das Theater. — Em heftiges Erdbeben ist m Apia au> Samoa verspürt wordem Tne Dortige; deutsche jeismpgraphuche .Station, stellte fest, t»tz Nordd. Lloyd . Übeisehles. Eiseu-Iudustrie 126.50 Itirkenlose......148.00 4% Griech. Ilonopol-Anl. 51.80 arbeiten -u Badehaus 10 — nächst der Ufa — wurden wieder : mehrere gewaltige Quarzitblöcke freigelegt, die in den allzuvielen Kies- und Sandschichten zerstreut liegen. Tie Klocke sollen im Park neben bereits früher gestindenen auf- gestellt werden. Ter ausgeschachtete Boden ist zum Teil nach dem Teich gebracht >vorden, um dort bei geplanten neuen Anlagen und Verschönerungen verwendet za werDen. — Zur Wieoerherstellung oer B u r g p f o r t c hat der Stadtrat 22 000 Mark bewilligt. -1- Friedberg, 15. Ian. Ein hiesiger Dachdecker, meister sollte wegen Silllichkensvergehens verhaftet werden; er entzog sich seiner Festnahme aber durch die Flucht. Wie man vermutet, hat er sich nach der Schweiz gewendet. Darmstadt, 14. Ian. Der Ankauf deS Interims- theaterS durch die Stadt Darmstadt ist nach der ,Frankfurt. Ztg.^ nunmehr von der Behörde genehmigt worden. TaS Theater soll nut einer entsprechenden Einrichtung er- halten bleiben und als Konzertsaal und zu Thealeraufführungen außerhalb der Spielzeit des Hoftheaters benutzt werden. (fb.) Darmstadt, 14. Jan. Intcre, sante Vor- flänue sind von den letzten V o r st a n d S w a h l e n der hte- sigen OrtStranlentassc, dessen Mcheheit aus soztal- bemüL. Arbeitnehmern besteht, zu berichien. Schon lange ist nämlich uec langjährige Geschäftsführer der Kasse, Siadi- tociorun. Stephan, ein aum bei seinen polnischen Gegnern geachteter Wann, den radikalen Genossen em Doru im Auge, weshalb bet der kürzlich stattgehavten Neuwahl em radialerer Vorstand gewählt und Herr Stephan, durch den Arbeitersekretär Sparr, einen bei weitem nicht ]0 angesehenen Radikalen, ersetzt worden. Der bisherige Vor- tand bekam aber Wind von der Sache und erneuerte den »emnächst ablau,enoen Vertrag mit ^errn Stephan, traft einet gung der seit der letzten Volkszählung polizeilich geineldeien ^u- und Abwanderungen, sowie des enispiecheuden Ueberschusjes der Geburten über die SterbeiäUe am 1. Januar 1907 mit rund 3 4 6 0 0 0 auzunehinen. Bei der Volkszählung am 1. Dez. 1905 ivurden 334 978 iestgestellt. — Durch A u s si r ö m e n von Gas aus Dem Badeofen m Dein Badezimmer land mFrankfurt a. SJ)1. | Die junge F r a u des Postsekreiärs Benner während eines Bades Den Tod. — Tie m der Samstagsuummer unter Ober-Ohmen gehende Nachricht ist von O b e r -.G l e e n zu datieren. Ter Jirtum entstand durch die undeutliche Schrift des Einsenders. — In Staufenberg feiern heute Zunmeimelster Georg Heidt und feine Ehefrau Echabeih Heidt geb. Groß das Fest Der silbernen • Hochzeit. •* Der Flottenverein hält morgen, Mittwoch, einen Vortragsabend ab, in dem Kontre-Admiral z. D. Rosendahl über Kiautschou und die deutschen Interessen in Ostasien sprechen wird. zählte anfangs 1905: 38 und am Schlüsse DeS Jahres 1906: . 40 Mitglieder. Nachdem int Winter 1905/06 ein Repetitionskursus von , Herrn Oberarzt Dr. Flath abgehalten war, tonnte in Den Monaten | November und Dezember 1906 der dritte Ausbildungskursus für Anfänger mit 13 Teilnehmern stattfinden. Davon sind 11 der Tanitatskvlonne als ausgebildet beigetreteu, während 2 nochmals an einem späteren Kursus teilnehmen müssen. In 1905 fanden 17 Hebungen bezw. llebungsabende, in 1906 dagegen 22 statt, wovon 6 bezw. 12 auf bie betr. Kurse entfallen. Allen llebungsabenden, in welchen u. a. das Verbandanlegen, das itzcharideln Verwundeter, Erkrankter rc. fleißig geübt wurde, folgtet jedesmal sehr lehrreiche Vorträge. In 1905 wurde gewisfenmaßen zum Abschluß des Repetitions- lurses mit der EisenbahwSanitälsiotonne gemeinsam eine Hebung veranstaltet, wobei ein Zusammenstoß zweite Züge auf offener Strecke angenommen war. Weiter fand eine Hebung in einem Steinbruche statt, während eine größere Hebung im Gießener Stadtwald abgehaltcn wurde. Bei letzterer mußten die durch Soldaten markierten Verwundeten int Wald aufgesucht und meist unter schwierigen Verhältnissen auf zum Teil an Ort und Stelle provisorisch zurechrgezimmerten Tragen aus requirierte Leiterwagen geschafft und so nach dem angenommenen Hauptverbandplatz, der Laserne, verbracht werden. Bei einer Probealarmierung auf telephonischem Wege waren - innerhalb 10 Minuten 21 Mirglieder am Depot erschienen, andere lamen noch später nach. Bei 2 dreitägigen Festen wurden in 1905 die Sanitätswachen gestellt, desgleichen bei 3 Radrennen und 2 Pferdemärkten. Von einem von der Eisenbahn ioeitabliegenden Orte des Kreises Liedenkopf wurde auf Requisition einer Hnfall-Berufsgenossen- sä-aft ein Unfallverletzter geholt und hier in die Klinik verbracht. In 1906 fand wiederum eine größere Hebung im Walde statt, desgleichen eine solä-e mit der .Eisenbahn-Sanftäiskotonlie. auf bo3 Erdbeben aus eilte submarine ' ErscüuLtorung 9lX> iUeiTai d.ich r?r. Handel und Verkehr, Volkswirtschaft. c 0 11 n g e n , 14 Fan. Vereinigung billiger Stahl- roiircniabntonten bcidiicB infolge Der now immer steigenden Preise d.'r Rohmaterialien und D.t Aröeitulöhne, Den Avnchmern mnsutciien, Dau au, alle Laichen- und u c5er me f cr ein PreiLaufschlag von 1 21.i Proz. und auf alle anderen tir titel Der Solinger Br an men em solä-er von 10 Proz. cuureten müsse. Ter Preisaufschlag tritt sofort in Kraft und gi.t für alle neuen Bestellungen. Essen,Ruhr, 14. Fan. TerBrilettverkaufSverein crhöhie ab 1. April die Preise für Salonorftetts uni sieben ILa a r k ur.d für vabritorikettS uni |üni Mark pro Toppelwaggon. Die Eiothaer Fc ue r v e r, i che r un g S b ank auf Gegenseitigleu wttD ihren Veriichertrn jür Das Jahr 1906 wieder 7 5 Bro;, der eingezahlten Prämien zurückzahlen. Russische Finanzen. Tas russische Staatsbudget für 1907 ist erschienen und cm Auszug daraus durch das W. T. B. verössentlicht worden. Aiis Der langen Reche der Ziffern und deren Kommeniare ist zu ersehen. Daß eine strenge itrüif der tiuiüeliungcn vorläufig noch mut zu ermöglichen ist. Da Die Zisiern Dich so zu ammenge,teilt ft.id Daß sie Der Tuma in einem möglichst günstigen Ltcme erscheinen. Aus allem eher geht doch hervor, Dag Der furtDaucdtoe russische GelDbedarf, oer selbst Duru) die Riesenanleihe vom April v. 3. nur zeitweise zu befneDigen war, uno Der seither durch Die kleine innere Anieihe sowie Durch iviederhotte Sü-atzscheinbegeoungen immer diob uorubergebeno gestillt war, cnoliu) u.id) ouiziell zugegeben wird, nachdem er noch bis in Die letzte Zeit konsequent geleugnet worden war. Ern durch '^nieujen zu deuendes Teftzit von 250 '..iillioncn yiubcl das ist schließlich Der langen Rede Des Finanz- nllnifters kurzer Sinn. TieSmai wird auer das GeiobeDürsnis niujt wie im vorigen Jahre, vor deut Zusammentritt der Duma im AuslanD Teerung ftnoen; erst Die Tuma wirD Darüber zu entscheiden haben, in luclujcr vvhe eine neue Anleihe eventuell auiöUiiebmen ist, wie |ie überhaupt erst das wirkliche rusfischa. ^laaidbuDget des Jahres 1907 festzustellen hat. Familien-Nachrtchten. G e st o r b c n: Mehrer a. T. Adoli Bender m Tarmstadt. a“/t Giessen, Elberfeld, Marburg, den 15. Januar 1907. y,.y' 1 MAGGI3 Würze n H Zimmer. 261 EiÄF" r-ci Husten D.H.G./vk. Familie Heinrich Engelhardt 429 418 Isslelba berühmten Vorrätig bei: 100 «§. Elüisser, Eisenhand’un^, Giessen. Sodener, Eruier und Homburger ans ■ Bu/j Bu/j löte! Diehin, Großh. Baurat. BV B,s/i Strick-Wolle ä Prima Phönix A. Holterhoff Söhne 88' Seltersweg 20 GIESSEN Selters we? 20 brador MHW Lv WWW Kägasi ä ä ä ä L 2.40 2.75 3.00 3.40 4.00 4.70 mit drehbarem b leischgestell, billigste und praktischste Räucherei für jede Haushaltung. 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J ^Zo bähen in Apotheken und D?ot]g."i2n^ Streusiroii»”» 371]Lieber Strafte 9. Infolge Ablebens unseres langjährigen, verdienten Ober- Agenten, Herrn Ehr. Arnold, ist unsere Agentur Gießen baldmög« lichst anderweit zu besetzen. Geeignete Bewerber belieben ausstthrltche schrrsmche Angebote an mitenstchende Adresse einzureichen. Gcneral'Älicntur der Miigdcbmgcr Fruttvcrsitzcrungs-Ecscllschast Offenbach c. M., Waldftrafte 38. Du$ 1 Die trauernden Hinterbliebenen. L d. N.: Haincich lZ öe'brwl.e Fernsprecher 231. Bekanntmachung. Die für die Anlage eines erhöhten Fußwegs von Bellersheim nach dem Bahnhof erforderlichen Arbeiten und Lieferungen sollen im Wege des schriftlichen Angebots vergeben werden. Die Angebotsunterlagen liegen vom 17. d. Mts. ab bei dem Kreisslraßenmeister Llstmann in Hungen zur Einsicht der Interessenten offen. Ebendaselbst sind Angebote mit entsprechender Aufschrift versehen bis spätestens zum 31. d. Mts. abzugeben. Zuschlagsfrist 3 Wochen. Gießen, den 11. Januar 1907. Der Gcoßh. KreiSbauinspcktor deS Kreises Gießen. 338 212 200 244 32S Trotj hofier und immer noch steigender TSfoli^reise empfehlen wir ---- äusserst biilig = unsere bekannte, gute Qualitäten in StricBe*Wollen empfehle allen sparsamen Hausfrauen angelegentlichste Christian Wallenfels, Marktplatz 17. qis^ Todes-Anzeige. Heute Nacht 11 Uhr entschlief sanft nach längerein Leiden unser innigst geliebtes Kmd und Schwesterchen Minna Bocher im Alter von 6a/4 Jahren. Dießen, den lü. Januar 1907. liffobheimer Str. 27) Dle Ueftrauernden Eltern und Geschwister Familie Bocher. Die Beerdigung findet Donnerstag, nachm. 2 Uhr von der Uupelle des neuen Friedhofs aus statt. (419 Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem schweren Verluste unserer lieben Tochter und Schwester Klara Wilhelmine und die reichen Kranz- und Blumenspenden, sowie für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Glück sprechen wir auf diesem Wege unseren innigsten Dank aus. Heuchelheim, den 13. Januar 1907. LeM.ll. itanj. Cognac — ärztlich empfohlen — zu haben bei fc'. Schott, 422j Bahiihofstr., Elle Wvlteng.27. Verdnrgunst. Die Lieferung der Backsteine und Klinker für die Ueber- wölbung deS offenen Stadtringgrabens zwischen Plock- und Goethe- straße soll Montag, dcu 21. Januar, vormittags 11 Ubr LLaiserdicote Wagen- und Pferdedcrken liefert prompt uitb billig Ludwig Lasarus Asterweg 9.259 Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgang unseres teuren Bruders, Schwagers und Onkels Christoph Arnold sagen innigsten Dank. Normal-Hemden Unterjacken Unterhosen Sirümpie gestrickte besten Schnlterkragen Handschuhe Sblipse Eerremsclic empfiehlt billigst (C7Z1 Julies Schutze | Ercozplatz. und Stallung re., 350 qm Aller auf dem Hain, Aller daselbst, 1750 n Wiese daselbst;• sreilvillig versteigert werden. Grünberg, am 5. Januar 1807. Großh. Orisgericht Grünberg. Holzversteigerung. Dienstag, den 22. Januar L IS. werden aus den Distrikten KiftnerorotSkvpf, Bauwald und BorthardS versteigert: Scheiter, bim.: 240 Buchen 1.Kl., 144 2.Stl; Knüppel, Nm: 200 Buchen, 100 Eichen, 9 Birten, 5 Fichten 2. Kl.; Knüppelreisig, Rm.: 05 Eichen- Gewöhnlich Reisig, 81m,: 800 Buchen; Stücke, Mm: 115 Buchen, 3 Eichen. DaS blau unterstrichene Holz kommt nicht zum Ausgebot. Zusarmnenkunsl 10 Uhr vormittags in Kißnersrotskops, Borgerschlag, bei t)tr. 1. Weitere Auskunft erteilt Grvßherzogl. Forsttvart Jakob 3igirrti|eiW, in bester Lage, ea. 12 Jahre be* stehend, zu verkaufen. ^riv^twotzuung vorhanden. Schriftliche Anfragen unter 427 an d. Gießener Anzeiger erbeten. Schott. Schüierhirnd, gelb von Jarbe, '/.jähr., vollst iiudig mibenrcin, rasserein, ist »um Pu u. 50Mk.abzugeü. Zu eriragenmoer GeschastssleUe des Gieß. Anz. >42 Eine Partie Wciftbindep Handwerkszeug als Rüstscange.i, Dielen usw. preiswert zu verk. Schriftliche Anfragen unter 350 an d. Gießener Anzeiger erbeten. Löi4] Eine Scheere udt Beschlag, nur für Baller- od.Metzgerwageit abzugeb. Karl Eu!cr,Hammstr.5. Sleüüubnfarv.Jtallcncrbabucu» 1806, Jruhbrut, abzugeben. 0315s Karl E uler, Hannmtr. 5. SßimobilienDcrRfi cninf». SamStag, den 19. Januar l. I., nachm ttags 5 Ubr sollen in dem hiesigen Rathause die nachverzeichnelen, den Erben der Christian Pracht I. Witwe gehörigen Immobilien, als: 425 qm Grabgarten auf d. Krool, 98 „ Grabgarten auf der Burg, 644 „ Hoirette(a) auf der Burg, besteh. auS Wohnhaus, Scheuer yaSenciaoilpfeSsta Jetzt tu Qualität am beste« und im Preise am niedrigsten, sütz und dunkelfarbig per 12 Stück 38, 50, 60, 70, 80 und 110 Pfg. sowie allerfeinste Messi sazs-CidifOBaeTB per 12 Stück 60 Pfg. empfehlen _____ Zweijährig - Fr estvllige für 1907 werden bis Ende Februar bei dem 2. Bataillon Füs.-NegtS. von Gersdorfs sKurhess.) Nr. 80 in Wiesbaden angenonunen. 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Gießert, den U. Jaimar 1907. Großherzvgliche Bürgermeisterei Gieße». I. B.: Curfchmann. Bahnhofstraße. Gctannlmachunst. Mll Bezugnahme auf die Bestimnnmgen In § 25 der Wehrordnung werden alle im Jahre 1887 geborenen Militärpflichtigen, forme diejenigen, welche die>es Alter bereu» überschritten, aber sich aui Alusterung noch nicht gestellt haben, oder bei der Musterung in lixXi zurüllgestellt worden sind, und entweder in Gießen ihren gesetzlichen Wohnort haben, oder als Smdenten, Ghnmasiaslen und Zöglinge anderer Lehranstalten, ober al» Hauö- und Wirtschaits- beamte, Handlungsgehilfen, Lehrlinge, Handrverkdgesellen, Dienst- buten, Jabrikarbeiter oder in ähnlicher Eigenschajt sich dahier auf- halten, hiermit aufgefordert, sich behufs Eintragung ihrer Namen ui die Rekrutierungsstammrolle in der Zeit vom 15. Januar bis 1. Februar b. I. auf dem Standesamt im ölatbaus, am Marktplatz, zu melden, und dabei, wenn src dahier nicht geboren sind, ihren (öeburtsichein, welcher von bem betreffenden Standesamt zu erwirken ist, und, wenn sie bereits au einer früheren Musterung teilgenoinmen haben, ihren Losungsschein vorzulegeri. Zugleich wird darimf auhiiertfnm gemacht, daß diejenigen, welche dw Anmeldung imterlafsen, sich zu gewärtigen haben, daß sie mit einer Geldstrafe bis zu 30 Mark ober mit Hast bis zu drei Tagen belegt, von der Teilnahme an der Ichsung ausgeschlossen, und ihrer etwaigen Ansprüche aus Zurückstellung niw. für verlustig erklärt werden. Bezüglich der zur Zeit der Meldefrist abwesenbeli öffentlich vergeben werden. , t t Die Berdingungsunterlagen liegen wahrend der Dtenstilunoen bei unö zur Einsicht osten. Angebote aus vorgeschriebenem Z-ormular, das daselbst erhältlich, sind spätestens bis zum vorgenannten Zeitpunkt mit entiprechercher Aufschrift versehen an uns emzuretchen. : Zuschlags frist 3 Wochen. Gießen, den 14. Januar 1907. Städtisches Tiesbauamt. 1 I. V.: St öblcr ^konnten jüeti N La„, I Milit i >h) I »Ä*?«. in großer Auswahl Lieferung 18 R • kompl. Ausstattnngen g franko jeder Bahnstation 6. ZrRÄkl'NliN i K eigene Schreinerei, gegr.1832 S ® Aeltestes Geschäft am Platze " ü 15 Sicucn Baue 15 h j y- x;-£.-TO LM? » i Bügelkur-uS! Fein- und Gianzbügeln erlernt man in 4 Wochen (nachmittags) gnmdlich Wallioriliaße 2, II. Schreinsrnidister Zlüimergeschäfte v Eauunternetimer 1 erhallen Bau- und Möbelleisten, Bildhauer- u. Dreherwaren, Geländerbestandteile, Zimmertüren mit Zuoehör in la Q .al. lull, bei LiueüiiioiiGX Bucbgabse 12 Frankl.31. Tel.6856 G.Verlr.d.WürU.llolzw.Man.Essliijflei) Kataloge o. Kostenanschläge gratis. Wollen Sie Jhren Husben.Jhre Erkältung oder das Kitzeln im Halse los sein ?—V/olien Sie । eine klare Stimme haben^ ! von Jhrer Verse l*J ei mung beM I sein?-gebrauchen Sie bitte Sir. $ As f ”ji|« ft- Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei unserem schiveren Berluste, sowie für die überaus zahlreichen Blumenspenden und die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Schwabe sagen wir unfern innigsten Dank. Fran Kleinke und Kinder. 413________________ 425