Nr. 290 • !«•«* außer Sonntags Dem Siebener Rnzetg« toftben tm Wechsel mit dem hesftfchea Landwirt die Siebener KavrUiew blüttrr viermai m der Woche be,gelegt und zweimal roödifiulid) ba3 Xreisblatt für den Kreis Sietzen. Fernsprech-An- schluß |. K Nedaklion 112 Verlag n. ExpedUwn 61 Ldreße 16t Depeich«^ An-ed^es Vietze». Annahme «m Anzeige« für dte TageSnummer di» oormittngS 10 Uhr. Erstes Blatt 157. Jahrgang Dienstag 10. Dezemberl907 W De»n gSpretsr monatlich 75 Ps^ viertel* jährlich Ml. 2J?0: ourch Ab hole- u. Zweigstellen monatlich 65 Ps.; durch otePost ML.L.— öiertel- jährl. außlM Bestellg. ßeilemjtetS: U>kal1SPst auSwärtS 20 Pfennig, Verantwortlich tüt den oolitifchen Teil: L. Anderson; f. ^cuttie- ton und .Vermischtes* ■ v w a v ä ▼ v nha ▼ 8 ▼SS' ™7 ▼ g ▼ B v V Wtttko: für .Stadt * u f 5 u. Land- und ^Grcrchts- Hotaflotisirnd we» Verlag der vrShllchea llvlv.-vuch- an» Aenr-nrckerÄ. 8. Lauge. Reöattfon, Expedition und Druckerei- Schulftratz« 7. ^^meü^'v^BeL CBK23 Are heutige Wupimer umfaßt 12 Setten. Stimmsngsött» aus dem Reichstag«. Berlin, 9. Dez. Die erste gefetzgeVe-rische Frucht der Eonfer- dativ-lEerAlln Paarung, das Reichsvereinsgesetz, ist mu Montag der Volksvertretung präsentiert worden. Herr v. Bethnraun-Hollweg gab der Vortage das Geleit- tuort.^ Der Staatssekretär sprach leidenschaftslos, mit philosophischer wie immer. Aber er ist nicht nur Philosoph, er ist auch Diplomat, und so glitt er denn über die mancherlei ^Wacken und Wtze" des Entwurfs — um ein Wort Luthers zu gebrauchen — mit beredtem Schweigen hinweg. Dian hatte mitunter das Gefühl, daß Herr v. Bethmaun-Hollweg Dicht ganz mit dem Herzen bei dem sei, was er sagte; so hörte sich, seine Verteidigung der Zulassung von Jugendlichen zu politischen Vereinen und Versammlungen sehr danach an, als würde er es gern sehen, wenn diese Bestimmung wieder mW den: Gesetz verschwände. Interessant genug war die L-egrürrduug, die er für diese Bestimmung gab: Weil die Sozialdemvtratbe die Jugend doch schon heute verhetze, müßte den bürgerlichen Parteien auch Gelegenheit gegeben werden, auf die Jugerck) in nationalem Sinne politisch einzuwirken. Soviel ist klar: Als ein rwli me tangere betrachtet die Regierung die Vorlage nicht. In der Rede des Konservativen Dietrich, der vorbehaltlich einiger Aenderungen die Vorlage guthieß, trat besonders die der Regierung gewiß nicht unwillkommene Äbneigung der Rechten gegen die Teilnahme Minderjähriger an politischen Zusammenkünften vor, und es war nicht ohne pikanten Reiz- als der konservative Redner die Begriffe „l i b e r a l" und vernünftig" identifizierte. Die Forderung der Teilnahme der Jugend an politischen Vereinigungen körrne, so erklärte er, keine liberale Forderung sein, denn sie sei unvernünftig. Nun wissen wirs also: Was vernünftig ist, muß nach konservativer Anschauung zugleich liberal sein. Ehe sich Rechte und Linke gemeinsam an den Parlaments tisch setzten, las mans anders. . . . Zentrum und Sozialdemokratie sind natürlich unbedingte Gegner des Gesetzentwurfs: Herr Trim- born, der für die schwarze, und Herr Heine, der für die rote Antivloäpartei sprach, hatten nicht nur wie der natioualliberale Redner Dr. Hie der Einzelheiten der Vorlage zu rügen, sondern sie verwarfen sie in Bausch und Sogen. Von der obligatorischen deutschen Ver- tzc.adlnn gs spräche, dem Kern und Stern des Gc- jetzes, wollten sie unter keinen Umständen etwas wissen, und was das Gesetz sonst an Fortschritten bringt, die sie selbst nicht leugnen, das lehnen sie ab nach der Losung „Alles oder nichts." Die Vorlage wird, nachdem sich morgen (Dienstag) noch die drei freisinnigen Parteien, die Polen und die di rnino- cum genti nun dazu geäußert haben, an eine große Kommission gehen. Entweder werden 21 öder 28 Herren sich über sie den Kopf zu zerbrechen haben. Lüth man darf neugierig sein, was für ein Gesicht diese Herren dem ersten cruf das Paarungsprogramm zugeschnittenen gesetzgeberischen Extemporale der Regierung geben rnerden. pc!iiHd?e Tagesschau. Wechsel im ReichSbankpriifidium. Wie die „Ocordd. Allg. Ztg." erfährt, hat der Präsident des Reichsbankdirektoriums Wirkt. Geh. Rat Dr. Koch um seine Entlassung gebeten. Als Nachfolger gilt der Präsident der Seehandlung, Haven st ein. Dieser Wechsel im Reichsbankpräsidium kommt nicht gerade überraschend, denn in letzter Zeit wurde bereits mehrfach davon gesprochen, daß Exz. Koch zurückzutreten beabsichtige. Richard Eduard Koch wurde am- 15. September 1834 zu Kott- bus geboren. Bereits im Jahre 1851 bezog er die Universität Berlin, tvo er nach fünf Semestern — vom 6. Semester toar ihm vom Justizminister Dispens erteilt toorben — die erste juristische Prüfung bestand. Am 2. dkovember 1853 wurde er bei dem Kreis- gcrid>tc in Kvttbus als Auskultator vereidigt. Im Jahre 1855 wurde er Neserendar, drei Jahre später Gerichtsafsesfor, 1862 Staü^- und Kreisrichter in Danzig. 1865 wurde er an das Stadtgericht in Berlin versetzt. 1868 fungierte er bei den Beratungen 5er Kommission zur Ausarbeitung einer Zivilprozeßordnung für den Norddeutschen Lund als Protvürllführer. Am 3. Oltooer 1870 trat er als Hilfsarbeiter in das Hauptbank-Direltorium her damaligen Preußischen Bank ein, wurde bald darauf Mitglied desselben und.Justitiarius, 1876 zum Geheimen Oberfinanz- rat, 188 < zum Lizeprasidenten des Reichsvanö-Direkwriums er- nointi. Als a,m 30. April 1890 der Prä,ident v. Dcchend starb, kam für den erledigten Posten fein anderer in Frage, als Koch, dessen Ernennung am 23. Mui 1890 er fügte. Im Jahre 1893 wurde ihm der Titel Wirklicher Geheimer Rat mit dem Prädikat Exzellenz vergehen. Bald nach seiner Ernennung zum Reichs- banL-Präsidentcn wurde er auf Lebenszeit ms Herrenhaus berufen und zum Kr^nsyndikus ernannt. Wenn Präsident Havenstein nun wirklich Nachfolger- Kochs werden sollte, so kann diese Wahl als recht glücklich bezeichnet werden, denn in seiner bisherigen Stellung hat er sich nicht nur in jeder Hinsicht bewährt, sondern er hat geradezu Großes geleistet. Unter seiner Leitung hat die Seehandlung erst einen wirklichen Aufschwung genommen. Rudolf Havenstein wurde am 10. März 1857 geboren. Er tcibnietc sich nach bestandenem Abiturientenexamen dem jurßt- ischen Studium, war meljrerc Jahre als Assessor beim Gericht tätig und wurde dann in das F.nanznuinisterium berufen, wo er vornehmlich die Etats- uno Liass-enangetegenheiten bearbeitete. Hervorragenden Amtell hatte er an der Schaffung des Kvmp- tabititüts-Gefestes. Im Jahre 1900 wurde er zum Präsidenten Lec SeehandluLg ernannt. Haudelsksmmer und Zivilprozeßreform. Die Handelskanrmer in Frankiurt a. Rt. hat ihre Stellung zur Zivilprozeßreiorm in folgender Resolution sestgestellt: Die Handelstaumrer kann den dem Reichstage vorgelegten Entwuri eines Gesetzes, betreffend Älbändenmg der Zivilprozeßordnung und des Gerichtsverfaffungsgefetzes, nicht als eine geeignete Gnmdlage für bie Reiorm des Prozeßverlahrens erachten. 1) Tie Erhöhung der Zuständigkeit der Amtsgerichte über die bisherige Grenze hinaus würde die Mitwirkung der Handelsrichter an der Rechtsprechung für die große Zahl von Prozessen ausschalten; dieS steht, in: Gegensatz zu dem heute allgemein gebilligten Bestreberr einer stärkeren Heranziehung des Laienelementes divr Rechtsprechung, wie solches kürzlich erst zur Schaffung der Kaufmannsgerichle geführt hat. Die Ausschaltung der Handelsrichter würde auch mit Rücksicht auf die häufig n i ch t ausreichende Erfahrung namentlich der jüngeren Richter in kauimännifchen Dingen eine Verschlechterung der Rechtspstege bedeuten, zumal überhaupt gegenwärtig dem Kollegialgerichte gegenüber dem Einzelrichter der Vorzug zu geben ist. 2) Zn Bedenken gibt ferner die Bestimmung Anlaß, wonach die Berufung bei einem Streitwerte von nicht mehr als 50 Al ar k künftig ausgeschloffen sein soll. In diesen Fällen müßte jedenfalls em anderes Rechtsmittel eiugeführt werden, um bei offenbar unrichtigen Urteilen die Aiöglichkeit der Abhilfe zu gewähren. 3) Tie in dem Entwürfe vorgesehene Regelung der Gerichtsgebühren stellt nach den vor' liegenden Berechnungen in dem Enderesultat eine nicht unwesentliche Dl e h r e i n n a h m e für d e n F r s k u s dar; mit dem angeblichen Bestreben des Entwurfes nach Verbilligung der Rechtspflege kann dies nicht ui Einklang gebracht werden. 4) Durch das mechanische Diiltel der Besteuerung der einzelnen Prozeßtermine, soweit diese eine bestimmte Anzahl überschreiten, kann eine Beschleunigung der Prozesse nicht erreicht werden. Diese Maßregel wird vielmehr, da sie die Qualität der einzelnen Prozesse nicht berücksichtigt, dazu führen, daß schwierigere Prozesse, besonders soweit die Vernehmung voii Sachverständigen erforderlich ist, eine nicht genügend gründliche Behandlung erfahren. Dazu kommt, daß gerade bei größeren Sachen die schon jetzt ungewöhnlich hohen Gerichtskosten noch erheblich vermehrt würden, o) Dagegen o e r- missen wir in dem Entivurse Bestimmungen über die Eliminierung der Versäumnis- und Anerkenntnis- Urteile aus den öffentlichen Sitzungen, worüber von verschiedenen Seiten Vorschläge gemacht worden sind. Bestimmungen in dieser Hinsicht würden jedenfalls sehr geeignet sein, eine Beschleunigung des Prozeßverfahrens und eine Entlastung der Richter, insbesondere auch der Handelsrichter, herbeizusützren. * Vom Journalisten zum Gesandten. Der Gesandte bei den Hansestädten Tr. Edmund Freiherr v. Heykina liegt der-Voss. Ztg. Zufolge an den Folgen eines Schlaganfalls in Baden-Baden schwer darnieder und wird nicht mehr auf seinen Posten zurückkehren. Geboren 18o0_ in Livland, studierte er in Dorpat, war nach Ableguiig der Prüfungen kurze Zeit Beamter int Ministerium der Reichsdomäne in Petersburg. Von 1876—1880 war er in Riga journalistisch tätig, siedelte darauf nach Deutschland über und trat, von Bismarck empfohlen, in Michsdienfte. Nach kurzer Tätigkeit im Reichsamt des Innern stellte ihn Bismarck im Aus- toärtigen Amt au, aus dessen unmitlelbarem Dienste er 1885 infolge bekannter Vorfälle aus schied. Er wurde bald darauf int auswärtigen Konsulardienste verwendet; zuerst als Viz-ekonsul in Newyork, dann als Konsul in Valparaiso, Kalkutta, Alexandrien. Von dort lvurde er auf den Gesanvtenposwn in China berufen, der damals eine besonders fähige Kraft erforderte. Es war die Zeit, in der Kiautschou zum Reich gepachtet wurde. Als sein Gesundheitszustand einen längeren Urlaub erforderte, konnte ihm dieser nickst gewährt toecöen. Er mußte feinen Pekinger Posten aufgeben und^ wurde als Gesandter nach Diexiko versetzt. Nach vieljähriger Verweiroung im außereuropäischen diplomatischen Dienst wurde v. Hehking nach dem Thronwechsel in Serbien zum Gesandten in Belgrad ernannt. Von dort kam er im vorigen Jahre nach Hamburg. Mit v. Heyking scheidet ein Diplomat von nicht gewöhnlicher Befähigung aus dem Dienst, und wohl der einzige kaiserliche Gesandte, der es vom politische:! und Feuillewnredalleur zum diplomatischen! Vertreter des deutschen Kaisers in vier Weltteilen gebracht hat. ♦ Ein neuer Bombenfund in Lissabon. Der „Mvrning Leader" berichtet aus Lijsabon über einen neuen Bombensund. Als die Errichtung des neuen Opernhauses in San Carlos fast vollendet war, fand man zwei Bomben in der prachtvollen Hofloge versteckt. Es bestand offenbar die Absicht, bei der feierlichen Eröfs- nungdesOpernhauses durch den König von Portugal am 18. Dezember ein Attentat auf diesen zu verüben. Die beiden Bomben waren durch elekcrifche Drähte mit einer elektrischen Batterie hinter der Bühne verbunden und zwar auf sehr geschickte Art und Weise, so daß nur jemand mit ausgezeichneten technischen Kenntnissen dre Anlage gemacht haben kann. Die Entdeckung der Bomben wurde durch einen anonymen Brief herbeigeführt. In diesem Briefe wurde einer der Architekten des Gebäudes denunziert. Die Polizei umzingelte dessen Wohnung. Er erschoß sich aber, bevor seine VerHaftung erfolgen wnnte. Die Polizei hat bereits andere Verhaftungen mit dieser Affäre vor genommen. Ein räuberischer Uebersall in Sudwestafrila. Berlin, 9. Dez. In Deutsch ^.wwe^asrlla wurde nach einer amtlichen Mlldung vom 5. Dezember zwischen A r a h o a b u n d K o w i s e ko l k von feindlichen Banden ein O chsenw a gen angegriffen. Dabei fielen deutscherseits drei Reiter; ein Reller wurde schwer ver- lvundet. Bei diesem lieber fall handelt es sich wohl um Raubgesindel, das sich aus Nahrungsmangel des Verpflegungswagens bemächtigen wollte. Nicht ausgeschlossen aber ist ^iuch> daß die Räuber zu der Bande von Simon Köpper gehören, der sich bisyer noch nicht der deutschen Herrschaft unterworfen hat, sondern in die äußerst schwer zugänglichen Kalahari ausgewichcn ist. Mehrfache Versuche, ihn dort zu fassen, mußten infolge Wassermangels aufgegeben werden. Die Verfolgung kann erst im geben werden. Die £k^ofgung kann erst im Frühjahr 1908 auf genommen werden. Die Verfolgung kann erst im ——1 ■|iBgCTWinnnnirii Frühjahr 1908 ausgenommen werden, da erst zu diesem Zeitpunkte die Wasser ersetzende Tzamassmcht (Kürbisart) reif ist. Die Kapregierirng sagte ihre Unterstützung bei der Unternehmung gegen Sinwn Köpper zu; gegenwärtig wird er von den am Westrand der Kalahart befuib* lichen Stationsbesatzungen durch Kamelreiterpatrouillen beobachtet. NerrtZches Ucsctz. Berlin, 9. Dez. Dem „Berl. Tagebl." zufolge wurde gegen den Hauptmann Dominik, gegen beit vor Jahresfrist im Reichstage wegen angeblicher Greuel- taten in den Kolonien schwere Vorwürfe erhoben wurden, das Disziplinar-Verfahren einge- le itet. Gleichzeitig wird dem Blatte von unterrichteter Seite mitgeteilt, daß ein seitens der Reichs-Kolonial-i Verwaltung gegen drei sozialdemokratische Agitatoren in Gotha anhängig gemachtes Strafverfahren wegen verläumderischer Beleidigung bis nach Erledigung des wider den Hauptmamr Dominik schwebenden Disziplinarverfahrens ausgesetzt wurde. — In der Angelegenheit des früheren Gouverneurs Jesko von Puttkamer wird sich der Disziplinarhof in Leipzig als Berufungs-Instanz am 13. Januar n. I. beschäftigen. «Stuttgart, 9. Dez. Tie Handelskammer in Stuttgart hat einstimmig einen Antrag angenommen, der die Regierung auffordert, der geplanten Reform der Telephongebühren mit Einführung einer Gesprächsgebühr neben der Grundgebühr ihre Zustimmung zu versagen, da diese eine ungerechtfertigte. neue Belastung des Handels st an des bedeute. Die Morgenblätter melden aus Jena: Der Nationalökonom Prof. Harms wurde vorn Generalrate der deutschen Gewerkvereine aufgefordert, ein neues .Programm für sie auszuarbeiten. paHamenhmfdjcs. Berlin, 9. Dez. D ie Budget-Kom m i s s i o n des Reichstags begann heute ihre Tätigkeit mit der Beratung des Flo t ten gesetz es. Die Stimmung der Parieien mit Ausnahme der Sozialdemo traten ist dem Gesetz durchaus günstig. D!e wirtschaftliche Vereinigung will ihre endgültige Stellungnahme von der Erledigung der Deckungs- fragen abhängig machen. In der Diskussion erklärte namentlich der Abg. Wiemcr von der freisinnigen Volkspartei, daß seine Parteifreunde durch die technischen Darlegungen des Staatssekretärs durchaus befriedigt seien. Die Verhandlungen werden morgen fortgesetzt. Berlin, 9. D^z. Der Nachtrags-Etat von 400000 Mark zugunsten des Grafen Zeppelin ist heute dem Reichstage zugegangen. Frankfurt a. M., 9. Dez. Die Geschäftsordnung s ko m m i s s io n des Reichstags beschloß, die Genehmigung zur Einleitung eines sr r a s a e r i chtli ch en Verfahrens gegen den Abg. Oeser wegen angeblicher unrichtigerAbgabeei'n ereides stattlich en!' Ve r s i che r u n g zu erteilen. Leser ist der Vorwurf gemacht worden, in dem Konkursverfahren gegen seinen Sruber eine falsche, eidesstattliche Versicherung abgegeben zu haben. Leser hatte selb stbeantragt, die Genehmigung zu seiner straf- rechllichen Verfolgung zu erteilen, um die erhobenen Beschuldigungen als haltlos nachweisen zu können. SchMrrrgevrcht. P. Gießen, 10. Dez. Eine Anklage wegen ^wrdversnch. Gestern vormittag eröffnete Landgerichtsrat Brühl die letzte Tagung des diesjährigen Schwurgerichts. Als ersie Anklage wurde gegen den noch unbestraften 22jährigen Dienstknecht Johannes Hölscher von Arnshain (Kreis Alsfeld) wegen M o r d v e r fuchs verhandelt. Die Anklage vertrat Gerichts- afsessor Dr. Hetzel, während die Verteidigung von Justizrat Katz geführt wurde. Es waren 13 Zeugen und als w.edizimsche Sachverständige der praktische Arzt Dr. Engelharo-Neustadt und Medizinalrat Dr. Haberkorn zu hören. Ter Llngeklagte, der int Großen und Ganzen gestärrdig war, erzählte, daß er seit Weih- nachren 1905 bei dem Land- und Gastwirt Seng als Knecht int Dienst gestanden hat. Ein Jahr später fei bei seinem Dienst- Herrn die Karoline Liesemer als Viehmagd angenommen worden, die ca. 4 Jahre älter fei als er. Sie habe mit ihm ein Techtelmechtel angefangen, fic habe sich ihm aufgedrängt imb ihn verfuhrt. Im August oder September habe das Mädchen sich geäußert, daß sie aus dem Umgang Folgen spüre. Er will, der Ansicht gern ei en fein, daß die L. mit anderen Burschen ebenfalls verkehrt hat und er nur als Deckmantel habe dienen sollen. Am Sonntag, 6. Oft., habe die^ Liesemer ihm gegenüber wiederholt, daß sie von ihm gui.er Hoffnung sei, woraus er Verdacht wegen des Umgangs mit anoeren Burschen geäußert habe, „ doch bestritt das Mädchen dies. Der Angeklagte will sich über die ganze Sache wenig aufgeregt haben, doch war sie ihm unangenehm, weil er mit einem anderen Mädchen im Lrt, das etwas Vermögen besitzt, ein Verhältnis hatte. Er dachte, daß eS damit aus fein wurde, wenn jenes Vtädchen erfahren würde, daß er mit der Liesemer Umgang hatte. Am Dienstag, 8. Okt., sei er um 5 Uhr aufgestanden und in den Pserdestall gegangen um an die Arbeit zu gehen. .Dort habe ihn die Verzweiflung gepackt, und er habe den Entschlup gefaßt, die Liesemer umzubringen und sich darin selbst auszuhängen. Äor- bereuungen zu der Tat habe er nicht getroffen, er haoe wohl daran gedacht, sein Taschenmesser ba^n anzuwendeu. Der Angeklagte uejau fici) in den Biehstall, wo die Liesemer sich schon befano, er überblickte u-cn Hosraum um zu sehen, ob ihn niemand beobachte, dann griff er nach einem an der Seite im Stall hängenden Melkstuhl, packte die Liesemer, die auf ihn zu kam, am Hals und druckte fic auf den Zuckst, wobei das Mädchen äußerte: „Ach, laß mich doch gehen." Der Angeklagte erwiderte: „Kathrine, eS ist ja doch alles ganz egal." Durch die WuM .licherseitS geisteskrank gewesen ist. Wett« 9,9 • C. Beichsanleihe . 92.90 Berliner Börse, 10. Dezember. Anfangskurse. Tendenz: ruhisr. - SAFETY FÜLLFEDER 4 Schwan-Blejstift-Fabrik, Nürnberg. Machtet. nur echt Marke auf der Sohle. 191.25 114.90 3^' 3% 193.70 213.20 28.40 104.10 2 2 4 do. Konsols do. Hessen . . 82.60 . 93.15 . 82.60 . 91.70 . 153.40 . 124.80 . 225.90 . 132.80 . 169.60 . 137.10 . 199.00 . 83.00 28*40 . 143.60 . 117.- Sonnenschein Bed. Himmel Bew. Himmel o, r. „ , — —। Straße ein Radfahrer und ein Fussgänger tot aufgefunden. ■— Harpeuer Bergwerk. . Laurahülte . . Lombarden E. B. . Nordd. Lloyd . . . ' 1 nrkeidose . . . 92.40 96 80 98.30 92 95 61*50 61.25 93.00 88.50 93.10 140.70 47.60 83.50 61.50 93.95 . . 148.30 . . 124.50 . . 225.90 * 137*00 Meteorologische Beobachtungen ________der Station Gießen. । ... - .dank der verständigen Maßnahmen des Kasseler I Konsistoriums, an ihrem Ausgangspunkt zur Ruhe ge- I Bewegung hat aber an verschiedenen Stellen I rn Kurhessen und Waldeck ihre, wie es scheint, dauernden Spuren hinterlassen, die in der Bildung neuer Sekten auch nach außen hin mehr und mehr zutage treten. So macht eure, in verschiedenen Orten des Werratales-erstandene Lekte, die sich „Christliche freistehende Gemeinschaft" nennt, Otel von sich reden. In Treffurt, Falken, Großburschla und Frankenroda hat diese eigentümliche religiöse Gemeinschaft, I die in rhren Gebräuchen manche Aehnlichkeit mit den Bap- trstenkult aufweist, bereits eine große Zahl von Anhängern gewonnen, die den Kirchenbehörden neuen Anlaß zur Sorge gibt. Die Wiederkaufe ist eine charakteristische Forderung oer ^erter der Bewegung, da nach dem biblischen Text die Tau^ nach der Lehre komme. Ein Getaufter in Groß- burschta soll sich nach der Taufe auch bereits vom hl. Geist erklärte, die Strafe sofort antreten zu ' t I hrtö iff l / eisige lachte,' - Aber' darum und die halbe Welt ist erkältet. 1 aSW, Ä.USSM5 wird man stets - uSÄnÄr- naAl Vorschrift, dann £ !K. Entstehen ist- in Krankhch Deutsche Bank . . . Deutsch-Asiat Bank . * Diskouto-Koinmandit. . Dresdner Bank . Kreditaktien . . , * ’ Baltimore- und Ohio- Eisentahn..... Gotthard bahn..... Lombard. Eisenbahn Oesterr. StAatsbalni . * * Pnnce-Henri-Eisenbahii EJektriz. Lahmeyer . . . 114,00 Elektriz. Schnckert . . , 99.00 Eschweiler Bergwerk . . 268.00 Gelsenkirchen Bergwerk . 190.00 Hamburg-Amerik. PaketL 114.20 Harpeuer Bergwerk. . . 194.10 Laurah iitte......213.00 Nordd. Lloyd ..... 104*60 Obeischles. Eisen-Industrie 96.00 Berliner Handelsges. Darmstädter Bank . geiuinc Willensschwäche bemerkbar gemacht hat, die man bei der -^rtAmmssung berücksichtigen könne. GevrchLSscserr. R.-B. Darm st a bt 9. Dez. Das Schwurgericht begann htute feine letzte diesjährige Tagung mit einer Anklage wegen Straßenraubes, dessen sich der Hausbursche Karl B^e n; aus n»nÄnS^ Wlllb'S, f,nt- Der Angeklaqte befuge im Oftüber b. 3^» nnmulelbar bevor er zum Militär eintreten sollte «m hiesiges ^anzlokal und machte dort die Bekanntschaft der Kellnerin Bertha Kuler, die er dann auch nach ihrer Wohnung begleitete. Aus ihr Schellen wurde der Kellnerin der Hausschlüssel Herabgeworsen Wahrend ste damit die Tür öffnen rvollw und dabei ihr Geldtäschchen m der anderen Hand hielt, versetzte ihr der Angeklagte einen Stoß vor die Brust, entriß ihr das Täschchen und her davon. Wahrend nach Angabe der Beraubten 26 Mk barm gemein sein sollen, will der Angeklagte nur 4 Mk. vor- ?L5Ö°Qnr?rr§ 2a,^d)en weggeworfen haben. Das Urteil lautete unter Zubilligung mildernder Umstände auf 4 Jahre Gefängnis und 5 Jahre Ehrverlust. r O J-Oi ar b urg, 9. Dez. Das Schwurgericht verurteilte heute den 18 mhngen Maurergesellen Wilhelm Sch m l d t ans «(pÄm.fot? U 'e n-' NN jugendlichen Leichtsinn bei Kaldern drei Kleehausen ange^iindet hatte, wegen vorsätzlicher Brandstiftung zu der gering st zulässig ei, Strafe von 6 Dlonaten Gefängnis. — 9Apeiter ^ottrager Wichelni Blatte aus Treysa, seither rn Munchhauien wegen Unterschlagung im A int Lor ben 7^5o"ioo U„X Q5am>efUesfl^ um Postanweisungsbeträge von u”, c*' Och 100 und 3.) All., die er behalten, und um bannt nei-r d-, der angab, aus Not gehandelt zu haben, wurde zu einem Jahr Gefängnis verurteilt. W' 0- ?esbr. Hoch lebe die Anarchie! rief an einem ..blauen Montag" der Tüncher Walch in Kastel erernere be ?u aUe U01n '“‘Wcnocric&t wegen groben Unfugs IröIoIx; a ® Cs.n3 ■-.\n s1 verurteilt, dagegen von der 2lutlaae hL • -sich. de?^e>Urchsiü"7q-'chtt°hab^ 6lc 3lt) haben: Hoch lebe die Amten,a-ie' Dm?.SlWtete, gerufen i «ememt, die damals neben ihm stand. " f) b cc blc ^llueriu i 1 rsgbar in jeder Lage ohne auszu- lanfen — schreibt bei Berührung den pefontCS C°v<>-t Uvd- Ohne zu kleckscn — schnei] getönt — keine Tintenflecke an Kleidung und r,w,q r f F,nSeirn- Bez“g durch Papiergeschäft! r^uwurrenz neidisch Heiehrung6,darüberkdurch Irled'8Uh? ’md mack»n I-^etentrei erhältlich durch 8 da*uber durcb c^'s mastr. Katatof; -des Druckes fei der Melkstuhl umgefallen, er und die Z. seien 1 aus den Boden zu liegen gekommen, mti> dabei sei sein Blick! ani das nebenan liegende Sensenmesser gefallen. Er habe nach . . ;p1 c ueu osten Ens che i nun gen in der kur- diesem gegriffen, und dem unter ihm liegenden Mädchen das höfischen Sch wor m g e ist e r e i. Die vor etwa einem Kobstuch heruntergerifsen. Dann habe er das Sensenmesser mit halben Jahre aus dem turbessischen Städtchen Gr 0 ß a l m e- beiden fanden mit ber Lchneide nach unten dem Opfer auf r o d e hervorgegangene religiöse Bewegung der „Erweckten" Den eritoloisten Hall' gefetzt ^ie 2iefemer schrie, griff mit ist nun, dank der verständigen Masinabmen des Wsseler beiden Händen nach der Sense und wehrte sich verzweifelt. b 1 nCl Der v.ngetlagte will barain von dem Opfer abgelassen haben:! kommen er erklärt, er habe Nicht getehen, daß das Mädchen am Halse' und an den Landen blutende Verletzungen hatte Tas Mädchen habe sich aufgerafft und sei zum Stalle hinaus, er habe sich ruhig :u ^ben Vferdestall zurück begeben, die Pferde gefüttert imb den -rag über ohne Aufregung seine Arbeit getan. ^uf bimJBorbalt, daß er, Hölscher, nach Ausweis der Akten am 9. ft. dem ihn vernehmenden Amtsrichter ein Geständnis dalstu abgelegt, daß er schon am Montag, 7. Okt., den Ent- fchlNtz tagte, am anderen Tage das Mädchen mit der Sense umzubringen, bestreitet der Angeklagte dies. Er wisse nicht, wie er solche Angaben habe machen können, er habe sich, als er vernommen wurde, in großer Erregung befunden. Auf Antrag des Verteidigers wird konstatiert, daß Öölscher bei seiner ersten Vernehmung vor .dem Untersuchungsrichter die vor dem Amts-! gerächt gemachte Deposition als unrichtig bezeichnet hat. Der Vorsitzende bemerkt, er habe aus den Briefen des y ™ VU'u m vyeiu Änae-lagten an seine Angehörigen entnommen, daß dieser ein inspiriert fühlen, so daß „die Zukunft unverhüllt vor seinen Sommer Mensch fei, der Trost in der Religion suckste. Der Augen daliegt". Bei der Tairfe 'wird^der TäuflUrö mH Angeklagte bemerkt, er empstnde rechte Reue über seine Tat, einem lanaen wrnnen in^ T,nit und wisse heute noch nicht, wie er zu ihr gekommen sei. Sin ffwÄÄr 6efIftbe-L' angetan Die als Zeugin vernommene Lies em er bestreitet, den v-rlarrend 7?e' Moibe ™ dieser Lage Angeklagten zu dem Verkehr verführt zu haben, sie hat sieh ^5'°. i??c C1-Wt. ^Küche geeilt. Aus ihr Ge,chrei sei Frau Seng gekommen, unb sPn ~.a*s ^^^^wreL ^restag vernichte habe ihr den blutenden Hals und die blutenden Hände oct» ^nff^xC I^teL üor dem Romanischen Gase an der Kaiser bim'm. Die Zeugin zeigt den Geschworenen die Narben, die -^llhelm-Gedächtmskirche zu erschießen. Jedoch vermochte "ou den Verletzungen zurückgeblieben sind. die Kugel nicht, die gefüllte Rocktasche zu durchdriuaen. . r, 9r •. 0 gelhard - Neustab r, der als Zeuge und Sach-.Freitag wurde verhaftet. — Ein schweres Verdrecken ifi verständiger Vernommen wird, bemerkt, daß die Verletzunaen £ < Z., leweres ^erorechen ist in leichter Art gewesen seien und keinen dauernden Schaden herJ ™C vorletzten Nacht auf der Chaugee Zwischen Berlin und ursacht haben. Durch die weiteren Zeugen wird bargetan, ba6Mcrnau .verübt worden. Der Kammerjäger Dietze wurde der Jiigenagte vor und nach der Tat ruhig feine Arbeit getan von drei Wegelagerern überfallen, schwer verletzt und voll- aö’Äita" Stirn" 3 f ” ‘ Stich braver und fleißiger Mensch geschildert und es ivird verneint' ^tC Snrn. D. soivohl als auch einer der Wegelagerer, bai; er, etwas jähzornig oder bei gewissen Anlässen aufgeregter öcn bcc UeberMene bei seiner Gegenwehr schwer verletzt K!; wird icstMstcllt datz dcr Vatrr des An-re- hatte, wurden nach dem St'ranfenfjnuS in Bernau verbracht g“?/«1 rylevtMc« Äm-ll-n lebet, eine Schwester des alten Den beiden anderen Verbrechern ist die S i -Todlieber durch Selbitmord geendet und seine Großmutter Väter-1 ... r. ruLeajerii i|i oic ZoUzei auf der llcherfeitö geisteskrank gewesen ist. Keiner der Zeugen hat aber bcn am Sonntag entdeckten Raubmord an bei-, Angeklagten nur das geringste Symptom beobachtet, Lan bcn Kaufmann Atax Lehmann hat eine Gerichts- ?>ad nur empn nhnnrmrtT 'kommission an Ort und Stelle Erhebunaen anaestellt Die Telef©MBS©he Kursteerflchte des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie. Giessen. Frzinkfnrter Börse. 10. Dezember, 1.15 Uhr. lbaS «SUJ. .cin(en, abnormen geistigen Zustand 6tnbeutct. I tonimi)|ion an Ort und Stelle Erhebunaen anaestcllt Die .1«""ÄS luf; und Mistig gesund ist. Nach der ganzen Verhandlung sii 7 d , mit 'H'U letzt IN Fehde liegt und Cj au5>ge>chlastcn, dag Hölscher die Tat etwa in einem Zustande chui gedroht hat, ihn wegen perverser Neiqunqcn zu ^/kwusulosigkeit begangen haben könnte. Die in der Hölscher, denunzieren, wofür sich wieder Lehmann brieflich revanchierte * SÄ,..... .etrat5umenung beruckswst'.gen könne. F-rnsprechverbrndung durch Schneesturm in großem £”£ 8886/8% >«»T. XÄ“ ää” tJTJ&ÄÄS»1 — b-- e6&*8USÄ,S Ter Vertreter der Anklage, Dr. Hetzel erklärt daß die war — Hagelschauern verbunden Tat des Angeklagten sich als ein Todschlagsoerinch darftetle/ Fu I (£ 0 -m n Lru ter sturme in der (legend von diefem Sinue^ hatte die Staatsanwaltschaft beantrag, die Wn* mBs 1 s ^haust. Wie aus Nieder-Birschnitz gemeldet &mpr Q^s ILlSlnt; en sehen zu erheben. Die Beschluß-12lrbr?Dlirbcn ^ort auf der Straße ein Radfahrer und ein teraner des Landgerichts habe aber gemeint, man müsse eS den Geschworenen als den befugten Richtern überlassen, in der einen oder der anderen Weise zu entscheiden. Dr. Hetzel führt nun die an, die dafür sprechen!, daß dir zur Aburteilung stehend Tat nicht imt Uebenegimg ausgeführt sei. Der Entschluß, das Mädchen zu toten, ist von bem Angeklagten in ber Ve^we stuna gerafet worden, er war dabei zu erregt, um die Tat vorher zu nr^v33"a- !Cieilx T? 7Zommc 3« finden, die dafür sprechen, daß die Tat mit Neoerlegung ausgeführt sei, aber diese Momente stren sticht hinreichend, um eine Beweisführung auf Mordverstlch anfbaueu zu können. 1 v 3 , ' ern$? Erstände feien im vorliegenden Falle ge- ~x:c Angeklagte sei em noch junger, unbestrafter Mensck» öer nch als braver und fleißiger Knecht eines guten Rufes er- E»tzrzu komme, daß die bem Mädchen zugefügten Verletzungen mcht erheblich seien. Ferner sei die VerzwEuna MrD^uhebeu, m ber die ^at drangen würbe, und endlich, daß Hölscher ausrichtige Reue an den Tag gelegt hat »ÄÄrÄ'Ä toilc6t N" was drr kurzer Beratung verkündet der Obnmnn der @e- Mwormen, Kanfmsm S. Trapp-Friedberg, deren Ssirnck ber gemag den Anträgen des Staatsanwalts lauten Rc.-2*-beantragte darauf, den Antzeklaatcn -u einer ISerangnrsstrale tert eurem Jahr drei Monaten zu terurteilen LLL 'eLs Wochen, der Untersuchungshaft anzurechten Dte ^rrchtstef erkannte nur eine Gefängnisstrafe teon neun Rr°?/aiD"^ tCCr>nCte W SSod)ctt d« Untersuchung auf die : Wie cs heißt, ist es wahrscheinlich, daß für die - spauer am lB. b. Mts. in Berlin beginnenden Harde n * , ro,irb.fC Oefsentl.ch leit ausgeschlossen,^ . j - ®nc ’1T. Breslau von ?l n ar ch i sten cinberuienc I laminluug. Ul welcher der Schriftsteller Lange über das Tbe^I „Fuhrt der Parl-nientarismus zur Befreiung des ProletariatsÄ : referierte, vernel der polizeilichen Auflösung, als * X antimilitar'.stochen Umtriebe in Frankreich als praktisch^' litliatc bezeichnete. ' Bloemfontein kommt folgende Reuter-Melbu«^. ?00 eingeborene Arbeiter der Vorspoed-Mine cmöii ?? 8rAD^c. ^cDöiiftungen an und begaben sich Kioonstadt ^,ie Polizei von Bloemfontein ist zur Verfolmi^ der Auwuhrer mit der Bahn nach Kroonstadt unterwegs V Leute iiud wahrscheinlich unbewaffnet. ' Ane EettgesQNdr. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artik-i nbermiHmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keiner!' Verantwortung.) UCI § olla r. Tie durch unseren Ort führende Kreis st rgL Wvwhl, als auch die meisten Ortsstraßen sind bereits Lu .sabren in einem äußerst mangelhaften Zustand, wor^, die Arbeiten zu der Wasserleitung nichts gebessert, wohl ah^ noct) ju einer weiteren Verschlechterung beigetragen haben 9v cer dermalen lierrschenden, nassen Witterung aber sind die Qn ItmTbc geradezu unhaltbar geworden und Abhilfe ist dringend boten. Ter größte Uebelstand ist wohl an bem' Abzweig von £ Haupt',tra^e nach dem Bahnhof. Tie tiefe Mnne steht stets bnir ^sebllasterte Teil der Straße ist so uneben, grofie Wasserpfutzen den Verkehr fast unmöglich machen, (fcj pflastert man nicht von dem linken Trottoir über die £)aw fhafc bis surn Trottoir in der Bahnhofstraße hören zirka aS ^Zcter breiten Weg?) Zu diesem Uebelstand tritt bei eintrete® Dunkelheit em weiterer lsinzu, das ist die Str aßenbeleuck t un g , von der, wenn cs gerade am notwendigsten ist, überBamJ nidit^ zu sehen ist, da die Laternen gewö^rlich bann nicht geoimbet sind Als ein Wunder ist es zu betrachten, daß unbr solchen Umitanben noch keine Unglücksfälle zu verzeichnen finh Mn den Einwohner macht sich große Unzufriedenheit geS unb bereits wird die Einberufung einer öffentlichen VeZamm s?mmlung zur Beiprechung dieser Mißstände von verschiedet Seiten in Erwägung gezogen. ÄSs “T-e c r W läge n. Ein anderer "Einwohner ^vt flb^^^ befand und auf der Straße »8°/! Oberbesseu ." ' nrit""UN angenommen, daß die beiden str« Oesterr. tioldrence. . r ^ent5™n9 gekommen und auf der Stelle st'/-^ Oesterr. Silberrente ^rben finb. -- Aus den Alpen kommen bereits Ungar, Goldrente . . voil Lawinen Unglücksfällen Sv ist her 4% 1 tnlien- Rente ■ • • §lAE«hn-KvMmissär Dr. Hoff beim Skifahren am Portugiesen Serie I . Arlberg unter eine Lawine geraten und getötet worden __I o,Portn?1®seu " 111 An der nord franz. Küste und im /» russ-btaatsanl. 1905 heftigen Sturmes zahlreiche S i s s fl^ wWV*X japau. Staatsanleihe men II n' mi-h S 3 1,r?Uc vorgekom- 4sz Conv. Türken von 1903 der ärn °-berichtet, day der Dampfer „S'ronlanb", Türkeulose...... ’JLV 1000 Passagieren an SBorb 4% tirieeh. Monopol-Anl. . Bntrf» L' xer der ^rteillyiuseln einen Schrauben- äussere Argentinier . er(Vtcn 5at rnfolgedessen gezwungen war, i'einc 30/o0Mexikauer - ^etfe clufzugeben und nach Liverpool zuruckzukehren —\4^^ Chluesen - - Atl"^?u^"Dampfer „Carmania" ist infolge Sturmes im Aktien: Atlantischen Ozean un Kanal von Ambrose, kurz nach ber ßochum ^uss - • Newyork auf Grund gelaufen. Der DamvferE* w- • „Graf Waldersee" hatte ebenfalls mit heftigen Stürmen V™ zu kampsen. Das Schiff war 5 Fuß ho ch mit S ch a F cen 000 italienischen Auswanderern die fid) B'V i ÄSS41 -»>“«5«- toaftSfüBrer MeS^kanischcn Trusts. Der Ge- Dr““*™ ° chaftsfuhrer Datsell Brown und Wj. Bartnett einer der Direktoren der California-Safe an d Tru ft ff n Schalter M San Francisco okr etnem Jlono.t schw^, wurden verhaftet unter der Beschuldi - i«,Werte von Pteirb^Dtiir - ^rpfandet zu haben. David Brown, der Blatter aus Newhort zu tnelden lotsen. Danach ü 1 rten o00 maskierte Reiter einen An.ariff auf die HopkrusVille im Nordamerika». Staate Eentuckn bei Nacht aus. ES handelt sich nm einen Protest der^a lAVÄ L°gen die Geschäftsmethoden "des! ^taöt unb überfielen zunächst das Polizeiamt Sämtlich^ LDS-KWM-WZ S» ®»N «.MW. r Dezember 1907 Baromerer auf 0° reduziert Temperatur der Lust Absolute Feuchtigkeit Relative Feuchtigkeit Windrichtung __ 9. 2” 738,3 8,4 6,6 81 NW 9. 935 740,2 7,4 6,4 83 W 10. 735 739,6 6,5 6,4 88 SW Höchs Niedr e Tem aste »eratur am 9. De 9. zember I I kauft man nur billig bei obiges* Adresse 1/2 Dutzend. JL L— 1.25 1.50 1.90 2.- 0.90 2.25 0.60 2.25 tSeschw. ÄiteopoBii 3.50 1/2 Dutzend JL 1.75, 2.25, 3.- Reizende Herren- und öamentächer mit 4 Blockstrasse 4 4 PSockstrassa 4 bunter Kante, per Stück 25 Pfg. L Soibi Z L empfiehlt [6078 Flüssige Stern Marke Aachener Printen etc. 7496 Reizende Neuheiten in Attrappen, Bonbonieren und Körbchen. = [7534 pfemen. für empfiehlt billigst 7321 Sehr wohlschmeckend! 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No. 1, 7 und 8 der „biblischen Nieder“ op. 99 für eine Solostimme mit Begleitung der Orgel von A. Dvorak. — 3. Triumjphiied (Offenb. Joh. Cap. 19) tur o stimmigen Chor, Orchester und Orgel, op. 55 von J. Brahms. jEhnirittskarten I- Platz Mk. 5.— (Am Altar und 1. Reihe der Emporbühnen). II. Platz ——-————---- Mk. 4.— (Im Schiff vordere Reihen und 2. Reihe der Emporbühnen). LH. 1 latz Mk. 3 — (Am Altar und hintere Reihen der Emporbühne links). IV. Platz Mk. 2.50 (Hintere Reihen im Schiff). Stehplatz Mk. 2.—, Studentenkarten Mk. 1.—. In der Musikalienhandlung Frnst Challier (Rudolphs Nachf.), Studentenkarten auch bei Herrn Hausverwalter Ritter und vom 10. Dezember ab bei Herrn Kaufmann Louis Ldiad, gegenüber der Stadtkirche. — Zur Hauptprobe Mk. 1.50, für Mitglieder (nur bei ChalHer) Mk. 1.—. Schülerkarten Mk.—.50. Oeffnung der Kirche 44,2 Uhr. Gültigkeit haben blaue Karten, ungültig sind gelbe, rote und rotweisse Karten. 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