157* Jahrgang Samstag 14. September 1907 Erstes Blatt : L. Adresse für Depeschenr An-etgeT Gieße«. BezugSprstSr monatlich 75 Ps^ viertel» ▲ jährlich Mk. 2.20; durch M Abhole- u. Zweigstellen ▼ monatlich 65 Pf.; durch diePostMk.2.-viertel» jährl. ausschl. Bestellg. y Zeilenpreis: lokal IbPs^ auswärts 20 Pfennig. Verantwortlich für den politischen Teil: Nr. 216 Erscheint täglich außer Sonntag». Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem hessischen Landwirt die Siebener Familien« blätter viermal in der Woche beigelegt und zweimal wöchentlich das Kreisblatt für den Kreis E. Anderson; f. Feuilleton und «Vermischtes* .. ......... .. . P. Wittko; für ,©tab( Annahme m Anzeigen V I T V u.Land" und ^Gerichts- M Domtt?a3Tiomu^ Bototionsbrud und Verlag der vrühl'schen Univ.-Vuch- nttb SteinbruSerei. «. Lange. Rebaktion, Lxpebttion unb Druckerei! Schulstrahe 1. ®btc£ Sieben. Fernsprech-An- schlttßf.d. Redaktion 112 Verlag u. Expedition 51 Gietzener Anzeige General-Anzeiger für Oherheßen Ais Heutige Wummer umfaßt 12 Seite». Aie c5inke. Man steht jetzt im Zeichen der Parteitage; den Reigen hatte das Zentrum eröffnet, dann folgten mehrere kleinere Parteien und nunmehr ist auch die Linke herangekvmmen, zuerst die Freisinnigen, in der nächsten Woche die Sozialdemokratie und Anfang Oktober die NationalWeralen. yLaum jemals waren Zusammenkünfte von Parteivertretern so iwtloendig wie diesmal, wo sich die Situation gieren das Vorjahr total geändert hat, namentlich hinsichtlich der Linken, die mit Ausnahme der Sozialdemokratie gewissermaßen in Gemeinschaft mit der Rechten Regierungspartei geworden ist. Einen derartigen Umschwung hatte man sich niemals träumen lassen, aber kleine Ursachen, große Wirkungen. Hatten zwar die Nationalliberalen fast durchgängig der Regierung Gefolgschaft geleistet, so anders der Freisinn, der fast immer in der Opposition gestanden hatte und mit einem Schlage sich in die Lage versetzt sah, Seite an Seite mit der Regierung zu marschieren. Dieses Ereignis war bei uns so unglaublich, daß man erklärlicherweise beträchtliche Zeit brauchte, um sich an diesem Umschwung zu gewöhnen. Da die Situation nicht alltäglich war, so war von beiden Seiten gute diplomatische Taktik erforderlich, um sich in die ungewöhnte Situation hineinzufinden, zumal man kaum verlangen konnte, daß wichtige Prinzipien aufgegeben würden, um vom Regierungsiische einige Brosamen zu erhalten. Dies würde keine Partei von Würde über sich gewinnen; etwas anderes dagegen ist es, ob sich doch nicht Gebiete finde»:, aus denen für beide Seiten ein Entgegenkommen möglich ist, ohne daß man sich etwas vergibt. Es hat freilich nicht an Stimmen auf der Linken gefehlt, die gleich alles auf einmal verlangten, indem man nicht bedachte, daß der Kanzler im Hinblick aus die Festigkeit des Blocks gewisse Rücksichten auch gegenüber der Rechten wahren mußte. Aber anderseits iimy objeriiver- weise zugegeben werden, daß der Reichskanzler sich redlich bemühte, seinen Versprechungen gegenüber der Linken aufrichtig nachzukommen, soweit es eben im Rahmen sein ergänzen Politik möglich ist. Aus dieser Situation erwuchs aber andererseits auch dem Freisinn eine Art moralischer Verpflichtung, nicht die Dinge auf die Spitze zu treiben und allzu stürmisch die Erfüllung verschiedener langjähriger Wünsche zu fordern. Es war hierüber ein Pressekampf entbrannt, dessen Führung verschiedentlich so ungeschickt war, daß man fast vermuten konnte, es sei Absicht, um den bei einigen allerdings nicht allzu einflußreichen Stellen verhaßten Block zum Sprengen zu bringen. Aber bald traten die besonnenen Elemente aus den Plan und mahnten zu weiser Mäßigung unter Betonung des wirklich Erreichbaren. In der Parteipolitik darf eben nicht immer das Prinzip allein den Ausschlag geben, es werden gar ost, und gerade in den wichtigsten Fragen Nützlichkeitsgesichtspunkte in den Vordergrund gestellt werden müssen, um die Taktik danach einzurichten, Hat doch gerade der freisinnigen Partei früher das starre Festhalten an Doktrinen nicht unbeträchtlichen Schaden gezeigt. Dieser Gesichtspunkt gilt in erster Linie der im Vordergründe der Erörterungen stehenden Wahlrech ts frage in Preußen, die eins der schwierigsten Probleme bildet und deren Lösung noch viel Staub auswirbeln wird. Gewiß wird man es verständlich sinden, wenn der Freisinn an seiner prinzipiellen Forderung auf Einführung! des allgemeinen, gleichen und geheimen Wahlrechts auch für Preußen festhält; anderseits aber kann dies nicht hindern, daß man in der Praxis auf die Mahnungen derjenigen hört, die dazu raten, auf der einen Seite zwar mit seinen Forderungen nicht zurückzubleiben, anderseits aber sich alsdann mit dem Erreichbaren begnügen, um auf dieser Basis für spätere Zeiten wieder zu bauen. Es ist anzunehmen, daß diese Tendenz im freisinnigen Lager die Oberhand gewinnen wird, im Interesse der Weiterentwicklung dieser Partei selbst, sowie für die Gesamtheit. Die Strandung der russischen Kaiseryacht „Standart". Petersburg, 13. Sept. Ucber das Auslaufen d e r K a i s e r j a ch t „S t a n d a r t" werden vom Hofminister folgende Einzelheiten telegraphiert: Am 10. d. M. lichtete die Jacht „Standart" in der sechsten Nachmittagsstunde auf der Trausunder Reede die Anker und nahm, von Torpedofahrzeugen begleitet, den Kurs auf die Aboer Schären. Am 11. ds. warf die Jacht um 10i/2 Uhr vormittags Anker im Jungsrysund. In der ersten Nachmittagsstunde gingen die Majestäten mit Kindern und Gefolge an Land, um auf den nahen Inseln zu promenieren. Um 3 Uhr lichtete die Jacht die Anker und dampfte unter Führung eines sinländi- schen Lotsen in dem Schärenfahrwasser nach dem Rilengsfjord. Westlich von der Halbinsel Hannu, um die Insel Gronscher biegend, stieß die Jacht auf eine in der Karte nicht verzeichnete Klippe und blieb mit dem Mittelteil fest sitzen. Nachdem die Lage der Jacht und der ernste Charakter der Beschädigung in Erfahrung gebracht waren, begaben sich die Majestäten mit den kaiserlichen Kindern und dem Gefolge auf den Aviso „Asija", wo jie die Nacht verbrachten. Es wurden sofort alle Maßnahmen ergriffen, um die Jacht flott zu machen. Zum Auspumpen des Wassers und zur Verstopfung der Lecke wurden Rettungsdampfer aus Reval und Hangoe beordert. Die Offiziere und die Mann- chaften blieben unverletzt. Am 12. ds. gingen die Maje- täten mit den kaiserlichen Kindern an Bord der inzwi- cheu angelangten Jacht „Alexandria", auf der die Fahrt ortgesetzt werden soll. Die Majestäten und die kaiserlichen Kinder sind beim besten Wohlsein. Im Lause des gestri- nen Tages lag die Jacht „Alexandria" vor Anker. Die Ma- lestüteu besuchten die Jacht „Standart", nm sich mit dem Gang der Arbeiten zur Flottmachuug, die erfolgreich fort- schrecten, bekannt zu machen. — Die Petersburger Telegraphen-Agentur meldet heute aus Helsingfors, daß die Lage der Kaiserjacht „S t a n d a r t" unverändert ist. Die Taucher begannen die Jacht auszuladen, die Lecke werden verstopft, zehn Pumpen der Rettungsdampfer entfernen das Wasser aus dem Maschmenranm. Der Stoß im Augenblick des Auslaufens war so stark, daß ih-re Kessel von der Stelle gerückt wurden. Das Kaiserpaar begab sich vom Aviso „Asija" an Bord der Jacht „Alexandria". Das Wetter ist ruhig. Helsingfors, 13. Sept. Mit Genehmigung des Kaisers sind die Arbeiten zur Flottmachuug des „S t a n- d a r t" einer Revaler Rettungsgesellschaft übergeben worden. Dank der höheren Lage des Achterdecks begeht keine Gefahr für das Eindringen von Wasser in die Kaiserräume, die im Achterdeck liegen. Vor völligem Ausräumen der Jacht werden Versuche zum Flottmachen nicht möglich sein. p0liti$d?c Lagersctzarr. Etwas aus vergangenen Tagen. Man schreibt uns: Mit aller Gewalt wollen unsere Antisemiten den Liberalen, insbesondere den Nationalliberalen, am Zeuge flicken, um ihnen den Bürgern- und Bauernstand abwendig zu machen. So schrieb neulich ein anscheinend unerfahrener Politiker dieser Seite in einem Wochenblatt: „Noch am 13. Dezember 1876 hatte die Nationalliberalen gegen den Antrag Windthorst aus Verlängerung der Eisenzölle gestimmt, der mit 201 gegen 101 Stimmen fiel; am 1. Januar 1877 hörten die Eisenzölle auf und der Ruin unseres Wirtschaftslebens begann." Hiergegen habe ich folgendes zu bemerken: Am 7. Juli 1873 war im Reichstag der Beschluß gefaßt worden, daß vom 1. Januar 1877 ab die Eisenzölle aushören sollten. Da brachte im Dezember 1876 der Zentrumsführer Windthorst den Antrag ein, die Eisenzölle noch zwei Jahre weiter bestehen zu lassen. Was von der obigen Behauptung über den angeblich „erst 1078 eintretenden wirtschaftlichen Dtnin" zu halten ist, mögen Windthorsts eigene Worte zeigen. Er sagte am 13. Dezember 1876: „Jetzt ist die Regierung und ich glaube der ganze Reichstag vollständig überzeugt, oaß eine große und schwere Krisis in den gewerblichen und wirtschaftlichen Verhältnissen überhaupt vorhanden rst, und daß namentlich die Eisenindustrie völlig d a r n i e d e r l i e g t." Ein Gegner des Windthorstschen Antrags, der Konservative F r h r. v. Maltzahn-Gültz, erklärte: „Aber meine Herren, diese Verschlechterung der Lage ist eingetreten, trotzdem daß diese Zölle bis jetzt fort bestanden haben; sie ist einge treten aus Gründen, welche mit den Zöllen gar nichts zu tun haben." Diese beiden nichtliberalen 3eugen werden meinem Herrn Gegner genügen dürfen. Wer war denn für den Antrag Windthorst? Lassen wir zuerst die Petitionen von damals sprechen. Von den 639 eingelausenen Petitionen waren die der Eisenindustriellen aus den Rheinlanden, aus Süddeutschland, aus Oberschlesien und aus einem kleinen Teile Norddeutschlands, der Handelskammern aus Westfalen, den Rheinlanden und Schlesien, von gewerblichen Vereinen aus denselben Gegenden und Arbeiterpetitiouen derselben Herkunft. Gegen den Antrag Windthorst, also in eben dem Sinne, wie die Nationalliberalen damals gestimmt haben, lagen Petitionen von 354 landwirtschaftlichen Vereinen vor. 133 hiervon waren aus Preußen (namentlich dem Osten) und 221 aus dem übrigen Deutschland. Ferner wandten sich die Handelsstädte in Ost- und Westpreußen gegen W., baten also um Durchführung des Beschlusses vom 7. Juli 1873. Gerade um bei einer etwaigen Annahme des Antrags W. den Landwirten und Industriellen durch Fortfall des eingestandenermaßen ihre landwirtschaftlichen und industriellen Geräte und Maschinen verteuernden Eisenzolles eine Erleichterung ihrer Lage zu verschaffen, hatte der NationalliberaleDr. Braun angeregt, eine Bestimmung zu treffen, die den Eisenzoll für landwirtschaftliche und industrielle Maschinen a u s h e b e. Der Antrag Windthorst fiel. Wer stimmte dafür? Fast geschlossen das Zentrum, dessen Abgeordnete zum sehr großen Teil Vertreter der erwähnten Eisengebiete waren (der ultramontane A g r a r ie r Frhr. v. Frankenstein stimmte wie die Liberalen; die liberale Gruppe Schauß-Völk und noch einige andere Liberale, wie Dr. Buhl, Dr .Schröder, einige Reichsparteiler aus den erwähnten Gebieten (wie v. Kardorff), die Sozialdemokraten (Bebel, Liebknecht, Most, Hasenelever, Hasselmann, Ulrich usw.). Ja, auch die Herren Sozialdemokraten halfen damals das Eisen „verteuern". Solch eine Ketzerei! Gegen Windthorst, also für Abschaffung des Eisenzolles stimmten fast geschlossen die konservativen Parteien (darunter alle Landwirte), unter ihnen auch der konservative Vertreter für Gießen, Frhr. Nordeck zur Rabenau; der Konservative Ackermann aus dem industriellen Sachsen stimmte mit W.; ferner fast geschloffen die gesamten liberalen Parteien und einige Polen. Man sieht, es war fast der heutige „Block". Die Abstimmung und die Reden zeigen, daß die Landwirtschaft damals zollfeindlich war; Frhr. v. Maltzahn-Gültz bedauerte sogar, daß die Eisenzölle nicht schon 1873 aufgehoben worden waren. So lag die Sache. Es haben damals sogar mehr Nationalliberale für den Antrag Windthorst gestimmt als konservative Agrarier, die zu jener Zeit gegen Schutzzölle waren. Wo bleibt da das besondere Verbrechen der Nationalliberalen? Wo waren die klugen Antisemiten? Waren die Herern der jetzigen antisemitischen Partei, einerlei welcher Richtung sie damals angehörten, nicht auch gegen Schutzzoll? Sie hätten also gerade so gestimmt wie die Mehrheit der Nationalliberalen, die übrigen Liberalen und die Konservativen. L. Kanal- und Kemeirideumlagen.*) Ein Vermittlungsvorschlag von Rechtsanwalt Raab, Gießen. Die in Nr. 206 des „Gieß. Anz." mitgeteilte Begründung, die das Ministerium der Nichtgenehmigung der Gießener Kanalgebührenordnung beigegeben hat, klingt am Schluß etwas orakelhaft aus. Erst heißt es: Gemeindeunternehmen, Sanierung der Stadt, Wohl der gesamten Einwohnerschaft, jedenfalls keine besonderen Vorteile für einzelne Einwohnerklassen erstrebt usw. Am Schluß aber: Würden . . . besondere Vorteile für einzelne Klassen die Folge sein, bann könnten nur die Grundstücksbesitzer ... in Betracht kommen. Mir scheint das Ministerium nicht von dem besonderen Vorteil für einzelne Klassen überzeugt zu sein, sonst hätte es nicht die Form der Hypothese gewählt. Jedenfalls hätte es seine Ansicht klar aussprechen sollen. In der Tat ist ein besonderer Vorteil für die Grundstücksbesitzer nicht einzn» sehen. Man spricht von einer Wertsteigerung. Sollte diese nicht auf dem Papier stehen unb sich nur in ber Theorie konstruieren lassen? Wirb nicht ber Mietwert der Häuser burch ganz anbere Faktoren in bie Höhe getrieben, wie langsameres Tempo ber Bautätigkeit, teuren Gelbstand, Erhöhung ber Hypothekenzinseu Usw.? Wenn ber Wert nur „gefteiegrt" wirb um ben Betrag ber Aufwenbungen für Installation usw., bann ist dies keine Steigerung. Wirb er barüber hinaus gesteigert, bann wird er in anderer Form ber Allgemeinheit toieber zugeführt, wie Grundsteuer, Umsatzsteuer, Wertzuwachssteuer. Ich bestreite, daß die Anwesen, die schon vor ber Kanalisation Klosettspülung hatten, einen besonberen Vorteil burch bie Kanalisation erreicht haben, der nicht geradesogut jedem Mieter ober Angehörigen ber Stadt zugute käme. Das Einzige wäre die Ersparnis ber Fäkalienabfuhr. Ich kann aber an ber Hanb von Hausverwaltungsakten nachweisen, baß bie Fükalienabsuhr sich billiger stellte, als eine breiprozentige Verzinsung ber Neuanlage. Dabei war ber Wasserverbrauch ber früheren Klosettanlage sparsamer, also ebenfalls billiger. Es fällt bemnach auch dieses Argument weg. Wenn der Wert der Häuser in bie Höhe getrieben wird burch kostspieligere Herstellung von Neubauten, Verteuerung ber allgemeinen Lebensweise u. bergt, bann übersieht man, baß ber Kapitalist, ber heutzutage fünf, sechs unb mehr Prozent mit feinem Gelbe erzielen kann, ohne bie befonbere Steuerlast bes Hausbefitzes zu haben, einen Vorsprung erreicht, gegen ben bie Wertsteigerung bes Hausbesitzers minimal ist. Man könnte viel richtiger beim Hausbesitz von Zinseneinbuße, öon anbauernbem Verlust (trotz Wertsteigerung!) sprechen. Dabei erstreckt sich bie Wertsteigerung auch nur auf einzelne bevorzugte Lagen, ober auch nur auf bie Grnndstücksspekn- lation in neuem Bauterrain. Letztere tüchtig zu treffen, muß bie Aufgabe einer gerechten Wertzuwachssteuer fein. Von besonberen Vorteilen kann also für bie große Masse ber Hausbesitzer nicht bie Rebe fein. Sonst müßte man bie Wertsteigerung mit bemselben Recht gegen den Hypothekengläubiger, der ein wertvolleres Objekt ohne fein Zutun erhält, geltend machen. Wo soll man da anfangen, und wo aufhören? Darmstadt kann jetzt bie 600 000 Mk. Kosten ber neuen Kanalumlegung auch nur auf bie Steuer ansschlagen. Es bleibt also in ber Hauptsache ber Zuschlag auf bie Gemeindesteuer. Wenn bie Redaktion des „Gieß. Anz." kürzlich auf Darmstadt hinwies unb feine Kanalgebühren, bie von ben Hauseigentümern erhoben werben, so glaube ich in einem Artikel in M. 186' nachgewiesen zu haben, baß früher in Darrnstabt ganz anbere Verhältnisse Vorlagen, die nicht ohne weiteres mit denen in Gießen in Parallele gestellt werden können. Daß wir in Gießen mit einem kräftigen Steuerzuschlag rechnen müssen, der uns an bie Spitze ber hessischen Stäbte stellen wirb, barf uns nicht schrecken. Es gibt Orte in Hessen, bie bis 250 Proz. erheben, bas hängt von ber Steuerkraft bes betr. Gemeiin wesens ab. Deshalb bürfen notwendige Ausgaben nicht umgangen werden. Andere Städte erheben in Form anderer Abgaben Umlagen, bie, in Steuerzuschlag ausgedrückt, die betr. Städte auch höher in ber Skala hiuausrücken lassen *) Wir geben ben Artikel ungekürzt wieder, betonen aber ausdrücklich, daß wir nicht mit allen Ausführungen einverstanden, sind, insbes. nicht mit den am Schluß gemachten Steuervor- schlägen. Red. übernimmt die Z 11 m Der Bericht heimische I n d u ft zuwenden. Von diesem Gesichtspunkt anS könnten alle Handel Frankfurter Börse, LI. Sept., 1.15 Ubr. Reichsanleihe 93.70 Obeischles. Eisen-Industrie 1GLOO . 92.80 210.50 Börse, 14. Sept, ztnfaugskurse «EIN* Q EJektriz. Lahmeyer . Elektriz. Schlickert . Eschwciler Bergwerk . 30.40 . 141.ÜU . 128.00 Harpener Bergwerk Laurahütte . . . Nordd. Lloyd . . 66.00 67.00 91.50 91.00 93.50 141.40 47.90 84.50 62.20 95.80 do. Konsols do. Hessen Oberhessen . 198.70 . 222.80 . 30.20 . 112.75 98.30 9815 92 90 3^°/c 3% 3^°/. 3°o Gelsenkirchen Bergwerk . 199.30 Hamburg- Amerik. PakeLL 129.40 deutsch-sozialen Parteitag in Frankfurt a. M. Harpener Bergwerk. Laurahütte . . Lombarden E. B. Nordd. Lloyd Türkenlose . Berliner Handelsges. Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . Deutsch-Asiat Bank Diskonto-Kommandit. Dresdner Bank Kreditaktien . . . Baltimore- und Ohio- Eisenbahn . . . Gotthardbahn . . . Lombard. Eisenbahn Oesterr. Staatsbahn . Prince-Henri-Eisenbahn Aiisjiis Bus Den ^ianfirsaiulsrfuillrrH drr SieDt (tziehkn. Aufgebote. September. 7. Karl Ferdinand Gustav Rühl, Kellner dahier nnt Elisabethe Ger,tadt m Johannisberg. 10. Sallp (Lichenbäum' Kaufmann in Mannheim, mit Selma Gri'mebaum dahier. 12. Marlin Heußner, Fuhrknecht dahier, mit Anna Barbara Pieh in Ilschhausen 12. Friedrich Diederichs, Gärtner, mit Johanna Distel, beide dm hier. 13. Heinrich Preu der, Wagenwärter, mit Elisabetha Kult ' beide dahier. ' 1 . 166.20 . 126.50 . 226.70 . 66.70 . 140.25 . 154.50 . 126.90 . 227.10 . 140.90 . 170.20 . 140.00 . 200.90 Oktroi wird zwar nur für eine Anzahl Gegenstände aufgehoben. Die Petition einzelner Städte, die Aufhebung bis 1917 auszuschieben, wird beim Bundesrat kein Glück haben. Es bleiben aber den Städten immerhin genug Gegenstände, die mit Oktroi neu belegt oder doch stärker belegt werden können, als bisher. Cs gibt zwar Leute, die prinzipiell gegen jede indirekte Besteuerung sind und in der direkten Steuer das Allheilmittel sehen. Es ist aber gegen jede Verbrauchssteuer, die den Luxus trifft und dabei die ein- 4 % äussere Argentinier 3°/0 Mexikaner . 4>i °/0 Chinesen . . . Aktien: Bochum Guss . . . . Buderus E. W. . . . Tendenz: fest. Berliner Canada E. B..... Darmstädter Bank . . Deutsche Bank . . . Dortmunder-Union C. . Dresdner Bank . . . Tendenz ■ fest. Bestes Rohmaterial und sorgfältige Fabrikation bedinget) die wertvollen Eigenschaften von Knorrs Hafermehl als leichtverdaulichste, nahrhafte und Durchfall vorbeugende Kindernahrung. [ Nähre mit B Knorra. . 120.50 . 105.00 . 214.50 Telefonische Kursberichte des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für und Industrie, Giessen. . . 198.70 . . 222.50 . . 113.10 i e n i ch t schädigt, nichts ein- 3^°/( WEL T- TAFEL GE TR Ä'NK. “ Niederlage lei: Jean Weisel, Sonnenstr. 6. In Berlin feuerte der 27jghn'ge Arbeiter Engel aus Eifersucht auf die Arbeiterin Emma Hoyer, mit der er ein Liebesverhältnis u nterl alten hatte, das von dem Mädchen gelöst ivorden war, sechs Revolverschüsse ab. Das Mädchen wurde lebensgefährlich verletzt nach der Unfallstation gebracht. Die weiteren Ermittelungen zur Aufklärung des Eisen- bahnfrcvels bei Strausberg haben dahin geführt, daß der Arbeitcr^Gabler aus Charlottenburg wieder auf freien Fuß gesetzt, der Schuhmacher Leiftner ans Strastburg dagegen unter dem dringenden Verdacht der Teilnahme an dem Verbrechen der Staatsanwaltschaft vorgcführt wurde. Bei einem Brande auf dem Kreuzbvfe bei Alsenz wurden drei Personen bei den Rettungsarbeiten von einftürzcnden Trümmern schwer verletzt. Einer von ihnen, der Tünchermeister Sonderber, ist seinen Verletzungen erlegen.. Während einer Manöverübung bei Merzweiler (Elsass wurde ein Einjahrig-Freiwilliger vom Infanterie-Regiments Nr. 143 durch einen unglücklichen Zufall erschossen. In b-erJS) cfraudationsaffäre der Staats-Jrren- a n st a l t S a ch s e n b e r g (Mecklenburg) ist inm gegen sieben weitere frühere Lieferanten, sowie gegen drei frühere Beamte die Strafuntersuchung eröffnet. Es handelt sich um neu anfgcdcckte Unterschlagungen von rund 150 000 Mk. Die „Lusitani a" traf am 11. ds. Mts., früh, in Newyork ein; sie hat mithin den Rekord der ,-,Deutschland" nicht erweicht. Letztere hatte einen Tagesrekord von 601 Meilen, der unerreicht I ist. Die von der Lusitania ans der znrnckgelegten Strecke von 2780 Seemeilen erreichte Durchichnitlsgcschwindigkcit beträgt nach einer Schätzung 22,87 Seemeilen in der Stunde. Die Dauer der Uebcrsahrt betrug fünf Tage 51 Minuten und die Durchschnitts- geichnanoigk-.ut in der Stunde $3,01 Knoten. 2 Abgeordneter Köhler sagte bei einem Bericht über „Vor- kommntsse im hessischen Landtag: „Geheimer Ncgierungsrat Haas dem bekannten Ncichsanwalt der landwirtschaftlichen Genossenschaften, diesem bedeutenden Mann, dem seine eigenen Parteigenossen, die Nationalliberalen, fallen lassen wollten, haben wir (d H. doch wohl die Teutschsozialen?) aus gewiß anzuerkennender politischer Einsicht und Selbstlosigkeit das Mandat und das Karnnterpräftdium erhalten." Die „Wirtschaftliche Vereinigung" in der hes'. 2 Kammer, der tue Herren Bähr und Köhler doch noch angehören ist, so hörte ich früher von eigenen Mitgliedern derselben, als cme Vertretung des Bundes der Landwirte anzusehen . r m im Giest. Anz. (Nr. 212) über den deutsch- sozwlen Parteitag gibt mir Veranlassung, kurz auf zwei Punkte aufnierksam zu machen. uon Freibier re. nach der Wabl, die mntt lrlwer tn Erünberg rnllf> frtnnte imb womit gewissermaßen schon vor der Wahl auf njes„ g Instinkte der Ttnffen spekuliert wird, sollte ganz verbannt werd?»' I Prüfet alles, behaltet das Beste! Duo. Ra ch s chr i st: Der pseudonyme „scheinbare" Gemeinderats kandidat, den die Milse geküßt hatte, daß er den Pegasus heft , i um uns humoristisch auf unser Eingesandt in Nr. 65 des Grün-! Anz. zu antworten, wird jetzt sehen, daß er mit seinem Poem Q1 bie 'ätsche 9tbreife aerateii war. ________Unus de duo September. 1. Dem Taglöhner Andreas Krug eine Tochter Elisabet. 1. Dem Schreiiier Albert Doiiail eine Tochter. 2. Den! Kaufmann Karl Schwarz ein Sohii, Wilhelm Hans. 2. Dem Knecht Karl Wagner eine Tochter, Toni Liiise. 5. Dem Gastwirt Christian Schuler em Sohii, Christian Heiiirich Wilhelni. 6. Dem Blich, druckereibesitzer Richard Lange eine Tochter. 6. Dem Lokomotiv. Heizer Ludwig Heust ein Sohii. 6. Dem Schmied Johannes Lieln eme Tochter, Emilie Wilhelmine Anna Elisabeth. 6. Denr Schneider Konrad Bien ein Sohn, Adolf. 6. Dem Kaufmann Louis Schüßler eure Tochter. 7. Dem Dachdecker Ludwig Schinidt eine Tochter Glly Atartha. 10. Dem Hoboisten Theodor Enril Joiias eine Tochter' Emilie Elisabeth. 11. Dem Buchhalter Walter Richter Zwillinge' Eduard Kiirt imb Friedrich Walter. Gestorbene. September. 6. Wilhelmine Ott, 13 Jabre alt, Schiffenberger Weg 39. 6. Anna Schellhaas, geb. Zeisse, 47 Jahre alt, Kaiser- Allee 54. 6. Elisabethe Volpert, geb. Schleich, 55 Jahre alt, Hille- brandstraße 7. 9. Elisabethe Kircher, geb. Loth, 50 Jahre alt Bahnhofstraße 27. 9. Katharina Franziska Ritter, geb. Duckstein' 31 Jahre alt, Frankfurter Straße 31. 11. Minna Prinz, geb. Gail' 54 Jahre alt, Süd-Anlage 9. 13. Rudolf Ploch, 64 Jahre alt' Bahnhofsvorsteher i. P., Liebigstraße 70. gesunden imd nach dem Krankenhaus gebracht ( um einen Selbstmordversuch; der V rler.t.- vernehmungsfähig. Es wird vermutet, daß die' Tot' * kT I 'UL,t UU,VJ " ® «gelegen freit -usam^nLt-die^Unte7such.^1 “,tere landet. * Konkilrse in Hessen. Neber das Vermögeii des Bäcker ineisters A b r a h a m Bornheim in Seligenstadt a wi wurde am 28. Ailg. das Konkursverfahren eröffnet. Gericht taxator Z a h n wurde zum Konkiirsverivalter ernannt. Konkurs' i sorderungen finb bis zum 16. Sevt. bei dem Amtsgericht Seligen' stadt anziunelden. Neber das Vermögen des F r i e d r i ch Löwitzer' Maiirermeister in Bingen, wurde nm 2. Sept, das Konkurs verfahren eröffnet. Notariatsgehilfe Anton Reut ter iit Buige-, wurde zum Konkursverwalter ernaniit. Konkursforderuugen fink bis zum 24. Sept, bei dem Amtsgericht Biiigen anzumelden. liebe- deii Nachlaß der Juliane Wenzel geb. Schmidt in Unter. WiddersheiNi wurde am 12. Sept, das Konkursverfahren eröffnet. Sparkassenrechner R i ii g s h a u s e n in Nidda wurde zu», Konkiirsverivalter ernannt. Konkursforderungen sind bis -um! 10 Skt. bei dem Aiiitsgericht Nidda anzumeldeii. | Eheschließungen. September. 7. Hermann Suchland, Fustgeiidarmerie-Wacht. I meister in Birkenwerder, mit Johanna Fink dahier. 10. Ludwig ! Pwil, Unteroffizier irr Kastel, mit Luise Steuerwald dahier. 12. Wil. Helm August Best, Prokurist, mit Katharine Hofmann, beide dahier. Geborene. Eingesandt. (Fiir Form imb Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel t;z Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) . 83.50 . 94.10 . 83.50 . 92.20 . 91.00 Erklärung seines Oberbürgermeisters kann doch nur so aufgefaßt werden, daß dort im nächsten Stcuerjahr eine abermalige, ansehnliche Erhöhung des Steuerznschlags in Aussicht genommen werden muß. Wir hätten wohl schon längst in Gießen an die neuen Anforderungen gewöhnt werden müssen, und zwar durch allmähliches Steigern des Steuerzuschlags. Nachdem nun einmal die Stadt in einer mißlichen Lage ist, soll sie nehmen, was sie bekommen kann. Obwohl der Hausbesitz keinen direkten besonderen Vorteil aus der Kanalisation hat, halte ich an der früher vertretenen Ansicht fest, wonach die Hausbesitzer die Kosten der besonderen Zuführung vom Hauptsiel zu der Anwesensgrenze tragen sollen. Auch können sie für das verbesserte Trottoir bei- steuern. Ich sehe hierbei von rechtlichen Bedenken ganz ab und würde es nur zur Versöhnung widerstreitender Interessen dienlich halten, wenn ohne kleinliche und diffizile Berechnung etwa Million Mark nach Maßgabe des Vrandkatasterwcrts der Häuser (unter gänzlichem Freilassen der Grundfläche, Plätze und Gärten) sofort von den .Hauseigentümern als Gegenwert für die Abzweigungen bis zur Anwesensgrenze erheben würden. Eine weitere 1/2 Million Mark würde, verteilt mit je 160 000 Mk. auf die nächsten fünf Jahre, als „Gegenwert" für Trottoirverbesserung, Um- und Neupflasteruugen nach demselben Maßstab von den Hauseigentümern erhoben werden können. Nur keine dauernden Abgaben, sondern einmalige Abfindung, aber verteilt auf fünf Jahre! »Dann wird die Aufbringung vielen nicht so hart, imb dies hat den weiteren Vorteil: Der Stadisäckel kommt besser hinweg über das kritische Jahr 1910, in dem ein .Hauptteil der städtischen Oktroieinnahmen in Wegfall kommen wird. Und damit muß man schon rechtzeitig rechnen. Tas Gewitter. Im ganzen Breisgau gingen am 12. dieses Monats schwere Gewitter nieder. In Leiselheim wurde der Landwirt Theodor Henninger samt seinem Pferde auf freiem Felde vom Blitz erfchlagen. In St. Märten schlug der Blitz in die Kirche, die ncederbrannte. Weiter sielen dem Feuer die Sakristei, welche die Klosterbibliothei erithielt, vier Wohnhäuser und zwei Scheunen zum Opfer. Der Großherzog von Baden hat für die Brandgeschüdiaten in ^t. Märten 300 Mk. gespendet. — In Ober-Eggin- g en wurde die IQ Jahre alte Tochter des Landwirts Wnerth vom Blitze erschlagen; der Bruder wurde betäubt. — 9facf) aus verschiedenen Teilen Frankreichs wurden starke Gewitter gemeldet. In Veziers schlug der Blitz in 1 ein Haus, in welches sich 27 Weinbauern geflüchtet hatten. I Sme iyrau wurde getötet, drei Personen erlitten schwere Brandwunden. In Remiremont (Vogefen) wurde ebenfalls eine Person vom Blitze erschlagen. * Ein Eisenbahnunglück ereignete sich in der Nahe des Bahnhofes Kessel-Loo (Belgien). Ein Militärzug nach Mecheln wurde von einem rangierenden Güterzug *)er 3'lauke augerannt, wobei die fünf ersten Wagen des Militärzuges zertrümmert wurden. Es befanden sich I Die nach- fl p p 7 5 p sind Sonntag, den 15. Sept, von stehenden Hü 1 £ lü 12 Uhr mittags bis 12 Uhr nachts nur hir dringende Fäilo sicher anzutreffen. Du/a 1B. Arndt, Bahnhofstr. 39. — Br. Kipper, Wilhelmstr. 2. —• "r. MeyerliolF, Süd-Anlage 7. Sonntag von 4—9 Uhr Nur EngeS-Äpotheke offen, ß teuren Weine, prozentual steigend mit dem Wert, viel stärker mit Oktroi belastet werden, insbesondere könnte der Seit noch viel vertragen; wer 6.50 Mk. ausgibt, kann auch 1 Mk. der Stadt abgeben. Alle von auswärts — ich meine außerhalb der Provinz Oberhessen, deren Hauptstadt ja Gießen ist — eingeführten Viere (wie Münchener, Pilsener, Mainzer usw.) könnten noch mehr besteuert werden, ebenso die Zigarren (de^en Fabrikation nicht in Gießen oder dazu gehörigen Filialen, oder nicht in Oberhessen erfolgt), je nach Fakturenwert, steigend bei teuren. Desgleichen Spirituosen (mit demselben Vorbehalt). Dies würde die ein- 1Es heißt dort: „Hierauf nahm Redakteur Ober ft eine r- Frankfurt das Wort und überbrachte die Grüße des Bundes der Landwirte. Ter Bund werde im Verein mit den Deutsch-Sozialen im Stande sein, bei der nächsten Reichstags- wahl in der hiesigen Gegend eine Anzahl Wahlkreise zu erobern und die jetzigen „Waschlappen" hinwegzufegen" Erne sehr gewählte Sprache!! Wer sind denn diese „Waschlappen" in der Umgegend Frankfurts, die von dem Bund der Landwirte nach dieser öffentlichen Aeußcrung seines Vertreters bei der nächsten Rcuhstagswahl weggefegt werden sollen^ Sind es seine eigenen, verdienten Mitglieder: Graf Oriola, 5)aas^ Vielleicht Frhr. Hetzl oder Tr. Osann? Doch dies nebenbei' Ob der Bund der Landwirte aber in seiner Gesamtheit sich mit diesen Aeußernngen seines Frankfurter Vertreters einverstanden erklärt und damit zugibt, was so viele angesehene Mitglieder so oft bestritten haben, daß er der Helfershelfer des Antisemitismus ist? 4 % Oesterr. Goldreute 4V6 °o Oesterr. Silberrente 4% Ungar. Goldrente . . 4% Italien. Bente . . . 3 96 Portugiesen Serie I . 3% Portugiesen „ III 4>6°/o russ.Staatsanl. 1905 4 XA % japan. Staatsanleihe 4-6 Conv. Türken von 1903 Tiirkenlose...... 4% Griecb. Monopol-Anl. . Es genügt aber nicht, ruenn der gebildete Mensch den Begriff hat pon dem Inhalte und der Bedeiltnug der Worte »Gott, Ehre -au ,1011001'11 er muß dann auch nach der Bedeutung dieier —50ite sein -tun und Lassen abwägen und danach handeln. -todj zurück zur Gemeinderatswähl. — Was für Namen ivurden ! da all genannt und geschrieben! — Namen, die einen guten Klang | ) £.cn, i sie in den Wirtshänserii den Gemeinde- Zusammenstoß zwischen einem Militärzug, der mit oom tÄÄ'Ä"wÄÄ“ °°ch"pKma..^°b Manöver zuruckrehrenben Reservisten dicht besetzt war, unb llU,tcve Gesimrung', welche die Ersahriurg und den Rat der Alteii einem Gnterzng. Zahlreiche Reservisten trugen mehr ober ^ei chr vorhanden ist, oder ob mir ein gemülsrohes, un- minbec schwere Vevletznngen davon. Etwa 30 Verletzte 4,iatNga>merlum vor uns ist, ehe man „diese Jugeild" L»5. -?■'*” w** eter.-ys: ^agen dev Militaizugev sind zertrümmert, lieber die Ur ""ftiger Wege im öffentlichen Leben und auch in ihrem Berufe sich sache des Zusammenstoßes verlauten bisher unkontrollier- und erprob! gezeigt haben. - Sich auf das von den bare Gerüchte. — Am 13. d. M. fuhren mehrere Niebwaapi- Gre» bre setzen und ohne jedes eigene Verdienst den ^Herr»l" "I. . i- .......- - — —- * - stehenden Personenzug auf. Sechs Per.-onen wurden durch , -och auch nach anderer Richtung ist Vorsicht geboten, damit den Zusammenstoß verletzt. I ustfü -eitle sich mdbrängen, die glauben, sie allein seien berufen der _ ftlciuc TagcSchronik. hJrC.nl! zu bringen. Leute, die mit der ernsten Aliene In der Nacht wurde bei K 0 b l e n ; o'v Huieriin ; -r <ü 1 - erhabenen, selbstgeniachlen Biedermaiins aus andere heim, der als Schreiber mii dem v/i ö-3 -Eift S''m ^"rbliche, denen das Glück im Leben weniqer hold l-eichästigt war, mit ein« «chntzwunde iin ü ms beroi^tfoT ™?ibn n m C, ’CU "'n ^llbc 'st "»r dünkelhast« Einbildimq ober ™..... °''t; »eibstinchl IN yrasiesler Form bet ihnen ,u Hause. — Emiae l---> tändelt sich warnende Sieiipielc imd) verschiedenen Richtunqen sind und aus -st. noch ,,,cht Decher de,l doch noch bekannt. - Wir glauben, daß es m Gründern 11110 >>ma-re Leute gibt,,reiche den Ansordernngcn ’ ehrbaren, charakteriesten Liann »m iundem Verstände llclleii mich. — Tie Unsitte mit dem Spend fcuirbcn. Darmstadt steht fast „al pari"', und die letzte Heu-lsche Industrie stärken und der Stadt ansehnliche Mittel ??? c5 <5?I\abercmc solche der Deutsch-Sozialen! s «icstcu in den erwähnten Branchen schon Köl/le'r in seinem Mrfcht^e i?'r7?°''Denn'ei?Wnd'idchdieser Hinieichriid ProduLion selbst besitzt, könnten und andere „Wirtschaftlichen Vereinigung" war es doch, welcher seiner Beit stabte mit c.innigen Gegenmaßregeln nichts anhaben. äu ^linften des Herrn Haas zurücktrat. — r. — . ^ie schon gesagt, haben andere Städte, z. B. Kassel, * geringeren Steuerzuschlag, erheben aber mitunter bedeutend i b ~ Frankfurt a. M., well und andauernd vor dem Volke leuchten lassen möchten, zum fiir Die Kehiich^absUhr eine Eegenleotung fordern, das Wohle der gesamten Gemeinde. Man stoße sich nicht an dem Wafsergeld erhöhen (wie Wiesbaden), die Auskünfte des ^rtc "^olk". Jesus Christus versammelte das „Volk" um sich, Meldeamts mit Gebühren belegen (wie fast alle aröüeren !"!? gehören alle zum großen „deutschen Volke". Tie Ge- ,.„ü «iXS" »tSS »—«ch—. »Eines schickt sich nicht für alle! Sehe jeder, wie er's treibe, Sehe jeder, wo er bleibe, Und wer steht, daß er nicht falle! -vaß es zweierlei Bildung gibt, eine Bildung des Geistes oder Verstandes, und eine Bildung des Herzens oder, ricllliger ausgedrückt o^Gemmes, braucht hier wohl nicht besonders auseinandergesetzt Donnerstag den 19. Sept. I ?;- ff Oanksag&mg 30 06786 ^©mi^asg Mend W® fc btamiimtebB Frau Dr. Otto Prinz geb. Minna Gail sprechen wir unseren innigsten Dank aus. Die Hinterbliebenen. Giessen, den 14. September 1907. fünfte kostenlos durch die Schulleitung. SS*°/12 06774 Gießen, den 14. September 1907. 1542.20 883.05 274.40 800.00 6. 5806 Beuern, den 10. September 1907. r "1 mit Belväsß 685.35 06700 Grosse Hessische B Grosse Hessische elä-Loilerie 15. Lieferung der 5778 16. der B veranschlagt zu Mk. Mk. Mk. Mk. Mk. Mark den hv13/g den 407.50 Die Verdingungsunterlagen liegen aus Großh. Bürger B“/o livJ/a L IW V M Ä V K Heintgange Schwester 912.00 234.00 ersten male findet der 1826.01 1020.00 1240.00 360.00 228.00 228.00 59.80 82,80 19. 20. I II 750.00 1350.00 1300.00 552.83 114.20 400.00 250.00 1873.00 458.87 237.90 141.50 653.00 683.00 sowie für Schmalz *2 ff ff ff Für den Aufsichtscat: C Rrngshausen. Brechen der abfahrten Lieferung des Verlegen der ff rf benötigten Zementrohre Stücksteine zu den Lreisstraßen em- etwa 8. Planierung der Gewannwege Abt. 9. Planierung der Gewannwege Abt. 10. Die Anlage des Grabens 9lr. 1 11. Die ^Anlage des Kulturgrenzweges Angebots vergeben werden. 1. Die Melioration der Seewiesen Basaltgruses Zementrohre und Räumung Ghausscegräben Chaussierung der Kreisstraßenabfahrtcn Abt. Chaussierung der Kreisstraßenabsahrten Abt. Nr. 23 bis zur kleinen Bach Die Planierung der Wiesemvege 2C. S 5 zu haben bei den KgLPreüss.LolterüEliielmieri sowie in all. bekannt. Verkaufet. Die Schulleitung: Hühn. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Heimgange unserer lieben Mutter und Schwester 905.38 583.05 170.00 Besondere Abteililng für Dekorationsmaler, Fach- kurfe für Holzschnitzereien, Kunstschlossereien und kon'struktive Äiodelle Kreuzgewölbe, Türme, Treppen, Schiftungen re.) Beginn des Unterrichtes am 28. Oktober 9.30 Uhr vormittags. Anmeldungen bis zum 20. Oktober. Programme nebst Amneldesorniularen und nähere Aus- Anmerkung: Z'.ir Vorbereitimg für die Meisterprüfung können Handwerker an einzelnen Fächern des Unterrichtes teilnehlnen. - - 4Ä’ Gießen, den 9. September 1907. Großh. Kulturinfpektion Gietzen. 4 § 1. Die Herstellung des Hauptableitungsgrabens m den Wiesen ernt Köstgraben 2. Die Verschleifung des Köstgrabens und Anlage eines Beivässerungsgräbchens daselbst 3. Die Herstellung der Bewässerungsmulde am Weg Nr. 33 2C. 4. Die Verschleifung des Rains am Viehtrieb und Herstelliing des Weges mit Miilde daselbst 5. Die Herstellung des Viehtricbweges von Weg 32 32 32 30 Dreyer, Unterlagen in jeder Art, sowie alle sonstige Haararbeiten werden schön und dauerhaft angefertigt in denr [5791 Spezial-Damen-Frisier-Geschätt, Hermann Plank Ww., Kaplansgasse 2. Bettehen die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer am Grabe und der liebevollen Pflege der A S-S.fr i & K Derselbe wird bis zur Fertigstellung des Restaurants und Cafes „irietropol“ im Gasthaus zum Lwen verlegt Berdmgung von Eldalbeiten. Für die Feldbereinigung Inheiden sollen nm Montag den 16. September, vormittags 972 Uhr, nachstehend aujgesührte Arbeiten, getrennt m einzelnen Losen, auf dem Wege schriftlichen Angebots vergeben werden. veranschlagt zu Mk. I. Hetz, Gafimirtslhast. „Zum Adler", Leihgestern. Krankenschwester Maria, sowie für die überaus zahlreichen Kranz- und Blumenspenden, sagen auf diesem Wege unseren innigsten Dank. Familie Luflw. Ranft II., Glaser. Bekanntmachung Bei dem am 26. September l. Js. zum dahier stattftndenden Bieh- und Urämermarkt Austrieb von Vieh morgens von 8 Uhr an statt.. Grünberg, am 13. September 1907. Großh. Bürgermeisterei Grünberg. Z i m m e r. 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 7. Die vollständige Verschleifung dec Bruderwiesen. weghohle D2V» hinter der Pulvermühle Flur 38 Nr. 163 — 3677 qm Acker Verdingung von Erdarbeiten. Für die Feldbercinigung Feldheim sollen am Dienstag, den 17. September 1907, vorm. 10 Uhr, nachverzeichnete Arbeiten, getrennt in einzelnen Losen, auf dem Wege schriftl. 2. Weg- und Grabenherstellung an der altenStraße 3. Die Verschleifung des Bruderwiesenweges 4. Die Verschleifung der alten Straße pp. „Am steinernen Kreuzt 5. Die Planierimg der Gewannwege Abt. I. 6. Die Planierung der Gewannwegc Abt. II. 7. Lieferung der benötigten Zementrohre 8. Brechen der Stücksteine zu den Kreisstraßenab- 15000 10000 5OO0 @00® etc. etc. Preis des Loses 2 erungsmulde nördlich den Weimarswiesen 2C. 12. Die Verlängerung von zwei Drainageauslässe am Köstgraben (Erdarbeiten) 13. Die Verschleifung des Holzweges 14. Die Verschleifung des alten Weges „Auf dem Ried" Cechnile ■•"Eintritt tagl. Unterricht n. Methode Hlttenkofer | Programm unberech. v. Sekretariat. । Die Verdingungsunterlagen liegen auf Großh. Bürgermeisterei Inheiden zur Einsicht offen, woselbst auch die Angebote, verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen, einzureichen sind. Eröffnung der Angebote in Gegenwart etwa erschienener Bieter. Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, den 9. September 1907. Bn/9 (Hrotzh. ÄulturinspekLion Gießen. Zur bevorstehenden tagsperiode empfiehlt sich zur Ueberuahme von Umzügen in der Stadt und nach auswärts unter Garantie , °373 Hrch. Weidenhaus, Kailiarinengasse 14 AtöbeltranSport- und Verpackungsgeschäst. Aeltestes Geschäft am Plage. Prima Referenzen. 17. 18. Bon heute ab gelangt bei mir nur la. risxglreies Hier aus der Orauienbraucrci Dillenburg zum Ausschank. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem unserer lieben, unvergeßlichen Tochter und führten 9. Anfahren der Stücksteine 10. Lieferung des Uebergründungsmaterials zu Abfahrten 11. Anfahren des Uebergründungsmaterials 12. Die Erd- und Chaussierungsarbeiten zu Kreisstraßenabfahrten Neues Sauerkraut Neue Salzgurken Nene holl. Vollheringe NcuemarinierteHcringe vorzüglich und billigst bei 5*152 Georg Wallenfels Marktplatz 21 — Telephon 46 gegenüber der Engelapotheke. Danisagung Für die unS während der Krankheit und anläßlich des Hinscheidens meiner lieben Frau, unserer treusorgenden Mittler, Tochter, Schroester, Schwägeriu und Tante Katharine Bitter geb. Duckstein von allen Seiten erwiesene warme Anteilnahme sagen wir unseren innigsten Dank. Für die trauernden Hinterbliebenen: J. Ritter, Gr. Geometer I. Kl. und Kinder. Bekaunrm»rchung. Die Rechnungen der vier evangelischen Kirchengemeinden für 1906 liegen von Montag, dem 16. ins Montag, den 23. September im Pfarrhause jeder Gemeinde zur Einsicht ossen. Gießen, den 14. September 1907. B14/o D. Schlosser. . Schwabe.Euler.Ausfeld. les Alice-Frauen-Vereins Mainz. Ziehung am 3. Okt. 1907. 2189 Geldgew. i. Werte v. §0 ©xÖ/O Mk. bar ohne Abzug. Hauptgewinne: Gewerbeschule Nidda. Unter Staatsaufsicht stehende, dreitlgsjrge Fachschule für alle Berufsarten insbesondere für Bauhandwerker. meisteret Utphe zur Einsicht offen, woselbst auch die Angebote verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen, zurcichen sind. Erösinung der Angebote in Gegenwart erschienener Bieter. Zuschlagsfrtst 14 Tage. Nußschaleu-Extrakt aus der Kgl.Hofparsümerie-Fabr. von C.D.Wuuderlich, Nürnberg, um den Haaren ein dunkles Ansehen zu geben, Dr. Orfila s Nuß- bl, zugleich fernes Haaröl, macht das Haar dunkel und wirkt baar- stärkend, beide ä 70 Pfg., 1.20 Mk. W. Kilbinger, Drogerie. D19/a Ladung 1) Tagelöhner Georg Krick, geb. 5. Oktober 1872 in Leihgestern, ev., zuletzt in Leihgestern wohnhaft, 2) Rollführer Hermann Heinrich Greuling, geboren 7. November 1876 in Frankfurt a. M.,--Sachsenhausen, ev., zuletzt in Gießen wohnhaft, werden beschuldigt, als beurlaubte Reservisten oder Wehrleute der Landwehr ohne Erlaubnis ausgewandert zu sein. — Uebertretung gegen § 360 Nr. 3 des Strafgesetzbrtchs in Verbindung mit §§ 4, 11 des Neichsgesetzes vorn 11. Februar 1888. — Dieselben werden ans Dienstag, 22. Oktober 1907, vormittags 9 Uhr, vor das Großherzogliche Schöffengericht in Gießen, Zimmer Nr. 6, zur Hauptverhandlung geladen. LBa‘A Bei unentschuldigtem Ausbleiben werden dieselben auf Grund der nach § 472 der Strafprozeßordnung von dem Gr. Bezirkskommando Gießen ausgestellten Erklärung verurteilt iverden. Gießen, den 26. August 1907. Der Großherzogliche Amtsanwalt. Dr. Keller. Ziehung am 5O.SepL 120000 Gewinne W Mk Zwei Hauptgew. zus W Mk. ZOGST 10®00» 5000 D 2a 1000 I eto. etc. JÜ l| Lose ä 50 Pig., 11 Lose 5 Mk. 2 ■ I Porto und Liste 20 P(g. versende, t 11 General-Debit ^Ferd.- Schäfer, 11, Bankgeschäft, Düsseldorf. J joitunlzS In einer bestrenomniierten Stadtkapelle werden noch einige junge Leute, welche Lust haben, die Dtunt zu erlernen, unter günstigen Bedingungen eingestellt. Ausbildung äußern gc wisscnbaft. Nach beendeter.Lehrzeit erhalten die jungen Leute Engagement bei guten Militär- oder Zivilkapellen. 5800 Näheres bei Herrn Heinrich Schneider, Wilsonstr. 2. x oxy e , umum, <> vvljk/ •k'vv v Louis Troß solgende Grundstücke auf hiesigem Ortsgericht öfseptlich meistbietend freiwillig versteigern Bruna geivajchene Nusjlvhlcn „ AnthrazMohlen „ NntzkokS Uniou-BrikettS empfiehlt [49 F. Happel, Holzhandluug. G08th8SChUl8,öffe*M IPrivatrcalsclinle, verb. mit Vor schale u. Pensionat. Reifezeugnisse berecht. z. einj.-freiw. Militärdienst, Mäss. Pension sprs., gut. Vcrplleg. u.gewissh. Beaufsicht. Prosp. d. d.Direkt. 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