ssr. 2<>6 Zweites Erjchewi tS-ltch mit Ausnahme des 6omMgl. Die „Oletzrner §amtlte»dlatter- werden dem ,Unzet«er^ otermal wöchentlich bctqelegt, das „MrdsbleU fflt den Kreis Sietzen" aroeimal wüchenUlch. Der ..hefstfche Eanbroirr* erscheint monatlich einmal. Matt 157, Jahrgang Dienstag IÄ. November 1907 General-Anzeiger für Gderhesjen Rotattonsdruck und Verlag der Br Ührchen UnwersitäkS - Buch» und 6teinbrudeceL R. Lange. Bietzen. Redaktion, Expedition und Druckerei? 6tbu(* strahe 7. Expedition und Verlag: e^6l. Redaktion, 112. Tel.-Adr^ AnzergerGietzen. Kic luiHsiiVtialc tz^u^giuigsvt.saurm-ung. S. it. H. Frankfurt a. M., 10. Nov. Unter außerordentlich zahlreicher Beteiligung von Parlarnen- tariern und Parteiführern, sowie von Mitgliedern der drei linkS- libcralen Parteien aus allen Teilen Deutschlands fand heute in ben werten Räumen des Hippodroms die angetündigte linls- liberale Einig nngsversammlung statt. Der gestrige Pegrüßungsade nd in der Loge „Einigkeit" hatte bereits eine große Reihe der Versammlungsteilnehmer vereinigt. Stadtverordneter Dr^ Rößler eröffnete gestern den Neigen der Ansprachen, indem er die Gäste herzlich willkommen hieß. Hierauf ergriff der Führer der Freisinnigen Vereinigung Reick)--lagLabg. Schrader, mit lebhaftem Beifall begrüßt, das Wort. Er erinnerte an das Frankfurter Parlament, das zwar bie Einigkeit nicht gebracht, wohl aber vorbereitet habe. Bismarck habe später nur den Faden ausgenommen, der 1849 gewaltsam abgerissen wurde. Das einige Reich sei jetzt errungen, aber es solle auch frei sein. Die Liberalen seien die Träger des nationalen Gedankens gewesen, sie sollten weiter arbeiten an der freiheitlichen Wiedergeburt des Vaterlandes. Justizrat Dr. Meyer-Frankfurt dankte Schrader für seine Verdienste um die liberale Einigung. Der Liberalismus sei air bem Marsche, einig, geschlossen und entschlossen. (Zustimmung.) Weiter sprach noch Aby. Muser-Offenburg. Wenn der nationale Freiheitsgedanke nicht im Herzen des deutschen Volkes sck-on immer eine Stätte gehabt hätte, so hätten die großen Führer 1870 ein kleines Geschlecht gefunden. Deshalb habe aber bas Volk zu verlangen, daß seine Rechte respektiert werden. Der Jnteressenkampf sei entfesselt, zur Volkswohlfahrt führe aber nur die Opferung der S o n d e r i n t e r e s s e n. Nicht ein Staat der Junker solle Deutschland sein, und auch nicht ein Staat, in welchem das Proletariat oder der Klerikalismus regiert, sondern ein Staat f ü r alle Bürger. Am Ende meide die Schulsrage zum Angelpunkt aller lib. Politik werden. Denn die Kinder, die heute in der Schule sitzen, seien die Wähler von morgen, die Gesetzgeber der Zukunft. (Lebh. Beifall.) Die heutige Hauptversammlung, die im Hyppodrom stattsand, war von mehr als 5000 Personen besucht. Der riesige Laal, einer bar größten Deutschland, war bis auf den letzten Platz gefüllt. Vertreten waren aus Oberhessen Gießen, Alsfeld und Bad-Nauheim. Aus Gießen war u. a. anwesend Ju- itijrat Dr. Gutsleisch. Abg. F u n ck - Frankfurt a. M. eröffnete )ie Versammlung. Der Liberalismus sei wiedergeboren und dürfe Ich dessen freuen. Seine Führer seien sich darüber einig, daß )ie Zeit der Zwistigkeiten vorüber sei. Schmerzlich müsse es xrühren, daß sich in den eigenen Reihen noch Stimmen finden, denen nicht politische Unreife als mildernder Umstand mgerechnet werden könne, und die den wertvollen und schwer •rrungenen Fortschritt zur Freude der gemein}amen Gegner ab- ällig kritisieren, weil nicht jede Phase der Entwicklung ihren -ersönlichen Wünschen entspricht. (Lebh. Beifall.) Reichstagsabg. Konrad Haußmann behandelte dann das Dhema: Wie fördert der demokratische Freisinn ) ic gesunde Entwicklung des Vaterlandes. Er wies mrauf hin, daß das Regime von gestern am Ende seiner Kraft mgekommen sei. Das konfessionelle, das agrarische, das sozia- ifufche Konglomerat diene nicht zum Wohle des Vaterlandes. Die Nackenschläge einer verkehrten Handelspolitik kämen schon etzt zum Vorschein. Die freiheitliche Entwicklung unseres deut- chen Vaterlandes hat nicht Schifsbruch gelitten. Fürst Bülow hat nit Geschick das Zentrum abgeschüttelt und den liberalen Wind nehr in die Segel genommen. Es fragt sich: Sollen wir auf )ie Steuerführung nach links Einfluß haben, oder sollen wir >en Reichskanzler sich selbst überlassen. Zentrum und Sozial- xnnofiatie haben uns diesen Rat gegeben. Aber was geschieht, wenn die bürgerliche LinL diesem Rate ölgt Wir haben noch nie an Personen und an Ministern ein Znteresse gehabt. Wir müssen uns aber vergegenwärtigen, was .er Nachfolger des jetzigen Kanzlers für eine Politik treiben oürde. Er wird sicherlich wieder mit dem Zentrum lavieren md uns wird man nachsagen, daß wir uns selbst bankrott erklärt »oben. Wir wollen uns nicht dem Vorwurf aus,etzen, daß der stuksliberalismus impotent ist, Politik zu machen. Im politi- chen Leben i st das Mchtstun überhaupt keine Politik. Es nacht nur abhängig von der Politik anderer. Folglich müssen oir eine Politik machen mit ja oder mit nein (lebhafter Beifall), üie Möglichkeit, daß wir uns zurückziehen auf eine Politik, bei -er auch die äußerste Linke vertreten ist, besteht nach den Erfahrungen aller auf Jahre hinaus nicht. Solange kann mit Sozialdemokratie keine Politik gemacht werden, als ächt die Arbeitcroevölkerung in höherem Maße cs verlernt, ein- citig die Geschichte, die Menschen und die wirtschaftlichen Dinge nzusehen (lebhafter Beifall). Wir wollen nur der Politik ent-- egentreten, die uns durch Taten bewiesen hat, daß sie versagt, nd da glaube ich: gebrannte Minister scheuen das Zentrum Heiterkeit). Größere Erfolge können wir erst erwarten, wenn nr selbst größer geworden sind. Es ist nicht wahr, daß die ärgerliche Gesellschaft morsch ist und verfault. Auch die oberen Stände sind nicht verfault, trotz der Ausschweifungen einzelner, s ist pharisäisch, wenn ein Stand immer den anderen anklagt, ic oberen die unteren, und die unteren die oberen (Beifall). 3ir Liberalen müssen Freiheit und Bildung ausbreiten, denn ic Erneuerung des politischen Lebens wird nicht von den Kvn- fwativen kommen, deren Name schon sagt, daß sie nur das -lte aufreckst erhalten wollen. Deshalb werden wir der vor- 'artstreibende Keil sein müssen, damit der bürgerliche Geist 'ieder mehr Respekt auf deutschem Boden erringt. Deshalb 'änschen wir auch, daß es mit der liberalen Einigung immer 'eiter vorwartsgelst. Die freisinnige Volkspartei muß abei bie Führung übernehmen mit der Aufgabe, daß e uns zusamrnenfübrt (lebhafter Beifall). Sie hat die älteste -rabition und hat bas Recht barauf, uns zusammensuführen. 3ir sind auch dankbar für jeden guten Rat, können aber der oimeiiterei entraten. Wir hoffen, daß die heutige Tagung auf i linken Seite des'Maines eine gute Wirkung haben wird, und -'trachten es als eine gute Vorbedeutung, daß wir gerade am November tagen, am Geburtstage Martin Luthers, Schillers ab 9lobert Blums, auf die die Freiheit in alle Ewigkeit stolz in kann (lebha,ter, anhaltender Beifall). Darauf ergriff Reichs- und Landtagsabg. Dr. Müller- teimngen das Wort. Er führte aus: Aon heute an wollen wir is die Ausgabe stellen, wenig mehr von Einigung zu sprechen, rr umsomehr einig zu handeln. (Beifall.) Man schreit Verrat, 'il wir dem Block angehören. In einer Zeit, wo die Partei r „engelhaften Güte, christlichen Demut und Wahrheitsliebe" it der Partei des Klassenkamp.cs bald das zehnjährige Jubiläum r Paarung in Bayern feiert, wird man empfindlich gegen solche uriuürie (Heiterkeit). Wir Liberalen verlangen im Interesse s Reiches bie Liberalisierung bes Reichsgedankens uiti) den eiheitlichen Ausbau des Reiches (lebhafter Beifall). Wir ver- ngen die KvalationS^oeiheit, ein ^leichsvereinsgesetz ohne klein- aje Nadelstiche Wir verrangen ein Wahlgesetz, baä bie Bürger s Reickss gleich macht. Fort mit ben Privilegien. Wir er» nnen nur ein auf Aroeit fundiertes Privilegium ber Tüchtig- it an. Das ist das Evangelium wahorr Demokratie, und ber iirft, der darnach handelt, wird Sein Philr und TüUi neben sich haben (lebhafter Beifall). Im Zeichen gemeinsamer kultursort- jchrittlicher Arbeit haben wir uns zusanrmengesunLen und werden mir- den Sieg erreichen (lebhafter Beifall). Darauf ergriff, stürmisch begrüßt, Reichstagsabgeordneter Friedr. Naumann das Wort zu folgenden Ausführungen: Zwischen Konservativen und Liberalen )utb zahlreiche Gegensätze vorhanden. Die konservative Staalsiorm bedingt bie Go genbewegung der unteren Klassen. Der Liberalismus will jedem einzelnen fein Reckst unter ber Sonne geivähren. Die Konservativen sagen: es gibt Leute, bie zum Herrschen geboren werden und andere, die zum Beherrschen bestimmt sind. Das ist die Formel aller Herrenhäuser der Welt (Heiterkeit). Dem gegen» ber sagt der Liberalismus: es gibt nur einerlei Volk. Der Konservatismus hält sich nur solange, als es keine Schule und keine Bildung gibt. Mit derselben Logik, mit der die Konservativen sagen, es gibt Leute, die zum Herrschen geboren fmb! sagt die Gegenseite: es gibt Klassen kämpfe unö nur kämpfen als Klasse. Wir müssen den alten Geist des Liberalismus wieder befruchten. Es ist ein Fortschritt, daß wir in den letzten zrvei Jahrzehnten in allen sozialen Fragen unsere volle Schuldigkeit getan haben. Mir sagt man nach, daß ich der Sozialdemokratie zu nahe gekommen bin. Man sagt, ich solle mich hüten, daß meine Finger nicht rot werden. Ich sage: Svümmert Euch um Eure Fingerspitzen und nicht um meine (Beifall). Tas Koariuionsreckst steht nur auf dem Papier. Es darf nicht nur ein Recht der Syndikate sein. Dieselben Rechte, wie der Bund der Landwirte und das Kvhlen- syndikat, muß auch der Arbeiterverband haben. Es handelt sich nicht baruin, was die Sozialdemokratie fordert, fonixrn darum, daß der Liberalismus seine eigene liberale (Bache zu Ende denkt. Auf dem Gebiete der Heimarbeit, der Bildung, hat der Liberalismus große Aufgaben. Die Zollpolitik wird kläglich Fiasko machen. Der große Traum vom Glück der hohen Zölle wird verrauschen. Das Volk wird noch sehen, was es für ein Esel gewesen ist, den Agrariern die Kastanien aus dem Feuer zu holen. (Lebh. Beifall.) Die Kardinalfrage ber heutigen Zeit ist das preußische L a n d t a g s w a h l r e ch t. Es ist nur ber Schein eines Wahlrechtes. Man läßt die Leute wählen, sorgt aber bajür, daß es nichts hilft. Wir fordern bas Reichstagswahlrecht für den preußischen Landtag. Ich weiß, baß es Verschiedenheit ber Taktik, ber Auffassung und des Tentpera- mentes gibt, lieber bie Ziele sind wir aber alle einig. Der Streit in der letzten Zeit, auf den unsere Gegner hinwiesen, war nickst bei den Führern, nur die Zeitungen haben sich geschlagen. Die Fraktionen aber sind der feste Fels der Einigkeit. Wir wollen die Verschiedenheiten der Eharaktere und der Personen verwenden im Sinne jenes Liberalismus, der bie Persönlichkeit achtet. Auch ich hoffe, baß die Führung der freif. Volkspartei uns alle zur Einheit bringt (Lebh. Beifall.) Ich kann Ihnen nur zurufen: Seid einig, einig, einig! Wir alle wollen fein ein einig Volk von Brüdern, in keiner Not uns trennen und Gefahr! (Stürmischer, anhaltender Beifall.) Der letzte Redner, Reichs- und Landtagsabg. Wiemer, erklärte: Auch die freisinnige Volkspartei ist der Meinung, daß die Fraktionsgemeinschaft sich bewährt hat, und weiter bewähren wird, auch wenn sie einer stärkeren Probe unterworfen wird als bisher. Wir meinen es alle ehrlich mit dem Liberalismus. Und wenn in jüngster Zeit zu unserem Bedauern eine Preßfehde in_ den liberalen Blättern ausgefochten wurde, so hoffe ich, daß der „Frankfurter Friede" auch in der liberalen Presse gehalten wird. Der Block hängt davon ab, daß wir mittun. Soll der Weg nach links gehen, so tun wir mit. Dem Block zu Liebe wechseln wird aber unsere Ueberzeugung nicht. Eine Steuerpolitik, die unseren Anschauungen entgegengesetzt ist, machen wir nicht mit. Da haben wir nur eine Antwort: Links um! (Lebh. Beifall.) Aus das geheime Wahlrecht in Preußen können wir uns im gegebenen Augenblick nickst beschränken. Wenn wir die Zwingburg nicht auf einmal nehmen können, so werden wir uns damit begnügen, Bastion auf Bastion zu erobern. Wir sind alle darin einig, daß das Drecklassenwahliystem beseitigt werden muß, und daß in Deutschland nicht die Kapläne und Gewerl- schaftssekretäre allein regieren dürfen. (Beifall.) Die freisinnige Volkspartei dankt für die Anerkennung, bie ihrem Wirten zur Einigung des Liberalismus gezollt wirb. Sie wirb auch bei der weiterhin gemeinsamen Arbeit aller wahren Liberalen ihre Pflicht, tun. (Lebh. Beifall.) Abg. F u n ck - Frankfurt a. M. dankte den Rednern für ihre zündenden Worte, und schloß mit einem Appell an alle Liberalen, nach Maßgabe ihrer Kräfte bie gemeinsame Arbeit der brei liberalen Parteien auch fernerhin zu unterstützen. (Lebh. anhaltender Beifall.) Damit hatte die imposante liberale Kundgebung ihr Ende erreicht. Es folgte ein Festmahl, an dem die liberalen Führer aller drei Gruppen rntb zahlreiche Parteifreunde teilnahmen. Landtagsabg. Münsterberg hielt bie Hauptansprache, in ber er bie Hoffnung auSsprach, daß die Frankfurter Einigung auch bei ben kommenden parlamentarischen Kämpfen des nächsten Winters segensreiche Früchte tragen möge. Kngitinvs Aoiil.k. Kurz bevor Kaiser Wilhelm englischen Boden betrat, hat der Premierminister Campbell Bannerman wie üblich gelegentlich der Einführung des Lordmayors eine politische Rede gehalten, die eine Art Programm darstellt. Es ist begreiflich, daß in den diesmaligen Ausführungen das Verhältnis zu Deutschland einen besonderen Raum einnimmt und der Ankunst des deutschen Kaisers mit besonderer Herzlichkeit gedacht wird. Nach dieser Hinsicht bildete die Rede eine Ergänzung des Trinkspruches des Admirals Fisher, der mit bemerlenswerter Energie das Märchen von einer eventuellen Invasion al§ töricht und schädlich zurückwies und scherzhaft auf die andere bevorstehende deutsche Invasion anspielte, indem er gleichzeitig des Kaisers in ehrenden Worten gedachte. Auch sämtliche Blätter, selbst die deutschfeindlichsten nicht ausgeschlossen, tim men ihre Begrüßungsartikel aus denselben Ton und wenn einige sozialistische Führer zu einer Gegendemonstration ausfordern, so will das kaum etwas besagen. Die Stimmung ist eben in England vollständig umgeschlagen, und wenn wir auch den Begrüßungsjubel nicht überschätzen dürfen, so darf doch mit Sicherheit angenommen werden, daß d er kaiserliche Besuch dazu beitragen wird, das Ver- öhnungswerk weiter quszubauen und eine günstigere Stimmung jenseits des Kanals aus längere Dauer zu gewährleisten. Es ist mehrfach der politische Charakter der Reise in Abrede gestellt worden, jetzt gibt aber das offiziöse Organ ber Regierung dies selbst zu, wenn es bedeutsamer Weise chreibt: „Unzweifelhaft ist ber Begegnung der deutschen und ber britischen Majestäten insofern eine nicht zu unterschätzende politische Bedeutung beizumessen, als durch sie der aus beioen Seiten gehegte und deutlich zutage getretene Wunsch nach Erhaltung ungetrübter Beziehungen neue und wichtige Förderung erfährt. Tiefe Bedeutung wird keineswegs geschmälert durch die Tatsache, daß entgegen der hier und da laut gewordenen Meinung die Behandlung spezieller politischer Probleme während des KaiserbesuchS in England weder angeregt noch beabsichtigt ist." Auch sonst b erührte die Rebe Campbell-Banuermans verschiebene wichtige Tagesfragen, namentlich die Haager Konferenz, auf der ja England mit der Abrüstungsioee Fiasko gemacht hat. Der englische Premier spricht hierüber resigniert, bemerkenswerter Weise jedoch ohne irgendwelche Verstimmung. Weiter erwähnt der Minister die indische Frage, die die englische Regierung wohl mehr bedrückt, als man zugeben will. Daß die Situation ernst ist, gibt der Premierminister zu, indem er energisch Unterdrückung der Unruhen verheißt. Weiter berührte noch Campbell Bannerman die kitzliche Frage des Kongostaates, an bereit Lösung England im Augenblick durch seinen großen afrikanischen Besitz stark interessiert ist. Man weiß, daß England die Mißwirtschaft, die am Kongo herrscht, sehr scharf tadelt und schon mehrfach deshalb in Brüssel Vorstellungen erhoben hat. Man will zwar augenblicklich nicht eingreifen, da das belgische Parlament sich mit der Angelegenheit beschäftigt, aber es steht außer Frage, daß die englische Regierung seinerzeit, wenn sie es erforderlich erachtet, energi.ch einschreiten wird. Nicht ohne Interesse ist es schließlich, daß Campbell Bannerman der verschiedenen neuen Vertragsabschlüsse nur ganz nebenbei gedenkt, womit er zweifellos beabsichtigt, den Eindruck der Kaiser- rei,e zu verwischen und nicht den Anschein zu erwecken,- als ob Englands unfreundliche Politik gegenüber Deutschland trotz alledem fortdauern würde. Wir in Deutschland haben keinerlei Grund, die Hand, wenn sie sich uns ent* gegenstreckt, zurückzuweisen.___________________ Ausland. Haag, 11. Nov. Wie hier verlautet, wird die deutsche Kaiserin der Königin von Holland am nächsten Sonntag im Schlosse 5^et-Loo einen Besuch abftaiten. Rom, 11. Nov. Dem gestern in Neapel verstorbenen Bautenminister Gi a n tur co wurde kurz vor seinem Tode durch einen Abgesandten des Papstes der päpstliche Segen erteilt. Ter Minister hatte bekanntlich in letzter Zeit versucht, in ber italienischen Kammer eine Zentrumspartei zu bilben. \ — Wie eS heißt, beabsichtigt die Verteidigung Nasis einen Haupteoup durch Veröffentlichung von Briefen und Quittungen Zanardellis, des damaligen Kabi* nettschess, der von Nasi aus dem Pressefonds Gelder verlangte und erhielt. Varis, 11. Nov. Wegen größerer Ruhe st ö* rungen, die kürzlich infolge der Berufung zweier Professoren aus der Provinz seitens der Studenten in Szene gesetzt wurden, verfügte der Kultusminister Briand die Schließung ber medizinischen Fakultät bis zum 21. Dezember 1907. — „Figaro" zufolge wird Präsident Falliöres im nächsten Jahre außer in Schweden, Norwegen und Dänemark auch in Madrid und London Besuche abstatten. Aus S.aor uuo Gießen, 12. Nov. 1907. •* Personalien. Se. Kgl. Hoh. der Großherzog haben^ den Bezirkskassier der Bezirkskasse Pfeddershenn Wilh. Wolfschmidt zu Pfeddersheim in gleicher Diensteigenschaft au die Bezirkskasse Offenbach versetzt, den Fmanzafpiranten Phil. 9(ug. Strauß aus Langen zum Hauptsteueramts- af|i|tentcn bei dem Hauptsteueramt Woru,s und den Finanz- aspiranien Gg. Janson aus Dartnfladt zum Hauptsteueramts- asjiilenten bei dem Hauptsteueramt Gießen ernannt. Der Zu drang zum höheren Staats- f o r ft d i e n st überfleigt, wie die Tarmft. Ztg. offiziös mitteilt, das Bedürfnis nach Anwärtern in hohem Rtaße. Die Zahl der unbeschäftigten Forstassessoren ist jetzt schon recht erheblich und wird bei der großen Zahl der Forstreferendare voraussichtlich noch start amvachsen. Diese Verhältnisse werfen nicht nur ihre schatten auf die Zukunft der betreffenden jungen Herren, sondern auch auf die Zukunft des Staatsforstdienstes. Die Stellung eines Oberförsters verlangt ganz besonders frische rüstige ÜJiäimer, die allen Anforderungen gclvachsen sind. Es muß daher damit gerechnet werden, daß bei einer Ueberzahl von Fortaffessoren em Zeitpunkt eintreten wird, in dem das Interesse des Dienstes es unmöglich macht, die sämtlichen Forltassessoren in der Reihe ihrer Ancienität als Oberförster anzilftellen. Es würde, wenn dieser Zeitpunkt eintritt, damit zu rechnen sein, daß ein Forstaffessor, dec eine bestimmte Altersgrenze überschritten hat, nicht mehr Oberförster werben sann. Die Studierenden des Forstfachs aber Haven damit zu rechnen, daß in Zukunft nur eine sehr beschränkte Zahl nach Belteheu der Hochschi,lprüfung zuili Vorbereitungsdienst "gelassen wird. Zur Verivendung im Forstdienst haben in öcv Zukunft nur besonders tüchtige Forstassessoren Aussicht. •* DekanatZsynode. Wie schon in ben kirchlichen Anzeigen des vorigen Sonntags mitgeteilt wurde, wird morgen, Mittwoch, vorm. 9 Uhr im Saale der Johanneskirche die diesjährige Dekanalssynode abgehalten. Ten Verhandlungen geht ein öffentlicher Gottesdienst voraus, in dem Pfarrer schulte von Großen-Linden predigen wird. Gegenstand der Verhandlungen ist unter anderem ein Referat von Pfarrer Groth-Rödgen und Pfarrer Schwabe-Gießen über die Frage- Welche aUgememch Gesichtspunkte lassen sich unter Beruck- stchltgung der seither gemachten Erfahrungen, sowie der Gemeind eh ausfrage, für die iog. Gememdeabende Volkes sich auf einen ? oyne T II einjeilljju ölUliut-viHiuii [ n g" .. ---i IUU1U, Kill WJUIV|UJUU|UU?Z ivvv v. ---------- —..... Diskussion verlief bei lebhafter Beteiligung der Anwesenden «cnnf; werden hier die Lehrer bei schönem Sommerwetter land um daS nu Deutschland eine Ge-- Bedas hat den manche Unterrichtsstunde im Freien abhalten, und die Ander werden in den Pausen und Spielstunden Erholung finden. Vor dem Schulhaus spielte die Musik einen Choral, dann sang die Oberklasse „Lobe den «Herrn" in schönster Weise. Pfarrer Guß mann hielt die Weiherede über das Bibelwort: „Siehe da, eine Hütte Gottes bei den Menschen". Er wünschte ein enges Handinhandgehen von Schule, Kirche und Elternhaus. Regierungsrat D-r. Merck überbrachte die Glückwünsche der Behörde und deren Dank für die Bereitwilligkeit der Gemeinde. Schulrat Kleinschmidt gab der Hoffnung Ausdruck, daß aus der Schule allzeit ein Segen für Gemeinde und Vaterlünd ausströmen möge. Eine Schülerin der Oberklasse übergab mit schönen Worten den Schlüssel und Bürgermeister Walter gedachte dankend Es vergeht iüo nicht Verhandlungen reichen Schätze, die cs in unden sich doch im Ulm- von denen nur die un unteren ün Ermangelung einer Bahn Lahnbergen, vor sich erblickt man die Burg Staufenberg und links die rauchenden Schlote des Lollarer Hütten- werks. Nach der Besichtigung begab sich der Festzug zur Wirtschaft Schäfer, wo eine Nachfeier stattfand; auch hier wurden noch mehrere Ansprachen gehalten und Toaste ausgebracht. r Treis a. L d a., 11. Nov. Nachdem die für unsere Gemarkung so nötige und von vielen Besitzern schon lange ersehnte F e l d b e r e i n i g u n g vor ungefähr 2 Jahren beschlossen worden war, wurde am Samstag den 9. d. Mts. der erste öffentliche Termin in dieser Sache in Benners Saal abgehalten. Auf Vorschlag des Regierungskommissärs beschloß die 93er- sammlung einstimmig, die entstehenden Kosten der Bereinigung durch einen Geländeabzug von 2% zu decken. Darüber hinaus entstehende Kosten sollen aus den Flächeninhalt der neuen Grundstücke ausgeschlagen und durch Amortisation getilgt werden. Die daraus erfolgte Wahl der Kommissionsmitglicder, Schiedsrichter ?c. erfolgte durch Akklamation. — Gestern abend wurde in demselben Saale ein gut besuchter F a in i l i e n a b e n d abgehalten, wozu der Kirchenvorstand eingeladen hatte, um Luthers Geburtstag zu feiern. Unser Pfarrer hielt einen ausführlichen Vortrag über „Luther als deutscher Volks- inann^, der Kirchengesangvercin sang mehrere Chöre und die Konfirmanden trugen verschiedene, Luther und sein Werk behandelnde Gedichte vor. Gegen 11 Uhr wurde die schön verlaufene Versammlung geschlossen. △ Rieder-Mörlen, 11. Nov. Ein Einwohner unseres Ortes gewahrte bei Tagesgrauen zu seinem nicht geringen Erstaunen in seinem Hofe einen Motorwagen, dem man aus den ersten Blick ansah, daß er in der Nacht aus Abwege geraten war. Ueber seinen Besitzer erfuhr man erst heute abend Näheres, nachdem sich ein Reparateur aus Butzbach seiner angenommen hatte und den Wagen seinem Eigentümer daselbst zuführie. die zweite .Klasse errichtet und ebenfalls darin unter- gebrackit. Doch die Schülerzahl wuchs fortgesetzt und es gab überfüllte Säle. Tie Gemeinde entschloß sich bereit- willigst einen Neubau herzustellen. Baurat Diehm stellte den Plan her, der im Untergeschoß zwei Schulsäle, rm Obergeschoß links einen Schulsaal, rechts eine ^chul-Ver- walterwohnung und ein Lehrmittelzimmer umfaßt, welch letztere Räume nötigenfalls ebenfalls als Schulsaal her- gerichtet werden können. Im Mai 1906 begannen die Bau- arbcitcn unter Leitung des Kreisstraßenmeisters Sens- fetder. (Heftern konnte die Einweihung des schmucken Gebäudes in Gegenwart der Vertreter der Behörde und des Aeisamtes, sowie zahlreicher Festgäste, der Ortsvereine und sämtlicher Vereine stattsinden. Um 2 Uhr nahmen die Vereine, die Schulklassen und Gäste vor dem alten Schulhause Aufstellung. Die Oberklasse sang: „Unsern Ausgang segne Gott" und Lehrer Jüngel sprach herzliche Worte des Abschieds. Ein stattlicher Festzug bewegte sich dann durch das geschmückte Dorf nach dem Neubau. Schon von einiger Entfernung bietet er ein prächtiges Bild. Aus einer Anhöhe gelegen schmiegt er sich eng an einen Kiefernwald, ein Waldschulhaus, wie man es sich nur denken kann. Nahmen gehalten und durch ausführliche Zahlenaiigaben -gestützt, wurde mit lebhaftem Beifall ausgenommen, ^aran schlossen sich die Ausführungen des ersten Vorsitzenden, Herrn Riedel über „U n s e r e Z i e l c". Unter Zugrundlegung des Programms in dem Aufruf des Vereins erörterte er die Hauptaufgaben einer nationalen und liberalen Politik: eine kraftvolle Politik nach außen, gestützt auf eine starke Wehrmacht zu Wasser und zu Land, Ausbau der ftet- beitlichen Einrichtungen in Regierung und Verwaltung, Ausgleich der wirtschaftlichen Interessen, Stärkung des Mittelstandes und Unterstützung der wirtschaftlich Schwachen, ohne in einseitige Standesinteressen zu verfallen. Tic gewinnen? Ein weiterer Punkt der Tagesordnung ist die Wahl eine3 Stellvertreters des Dekans, die durch die Ernennung des seitherigen Stellvertreters, des Pfarrers Euter-Gießen zum Oberkonsistorialrat in Darmstadt nötig geworden ist. "Verein der Nationalliberalen fugend. Vorigen Donnerstag wurde im „Löwen" der2 Vor* trags- und Dis ku ssi ausübend abgehalten. 1. Thema befjanbette Lehramtsreferendar Doepfer „Die Pele unserer Ko l o n i a l p o l i t i k". Ausgehend von der Tatsache, daß die Erzeugung des Lebensunterhaltes unseres städter Iugendvereins. ** Handwerkskamm er. Letzte Woche tagte im Reichs- lagsgcbäudc tu Berlin der Ausschuß des Deut scheu Handwerks- und G e w c r b e k a m m e r t a g e s. Aus den Verhandlungen ist bemerkenswert, daß die Hessische Handln e r k s k a m rnerzuDar m stadtin 2 neu gebildete st ä u d i g e orn rnissiouc n «giewählt wurde, nachdem beschlossen war, für die Folge von der Bildung von Kvmmissioneu von Fall zu Fall abzuseheu. Die Kammer zu Darmstadt gehört nunmehr der K o m in i s i o n für „U n t c r r i ch t s w e s c n" (zusammengesetzt aus biSh. Kvmmission für Meisterkurse und Kunstgewerbe- schulen) und der Kommission für „Ge wer bere cht, O r g a n i- sation der Arbeitgeber und Arbeitnehmer" an. Nachdem der Handwerks und Gewerbekammertag vor einiger Zeit beschlossen, seinerseits in erneute Erhebung über die Durchführung des H an d w c r ke r g e se tze s cinzutre- ten, hat das Rcichsamt des Innern' dem Kammertage vorge- schlagen, von Aufstellung besonderer Fragebogen abzusehen und gemeinsam mit ihm diese neue Erhebung vorzunchmcn. Diesem Erschlag hat sich der Kammertag angejchlossen. Behufs Durchführung dieser Erhebiingcn, die sich auf die Tätigkeit der Hauk Werks kümmern erftreefen werden, wird bereits in den allernächsten Tagen auf ergangene Einladung l-in eine Besprechung im Rcichsanrt des Innern zu Berlin stattfindcu, au welcher außer dem Vorort des K'annuertages noch drei Ausschußkammern, darunter die Hessische Handwerkskammer teiluehmen werden. ** Freidenker -Vereinigung. Kommenden Donnerstag wird Herr Jng. Meyer aus Altona in der Freidenker-Vereinigung über Schopenhauers Philosophie sprechen. Es ist somit weiten Kreisen die beste Gelegenheit gegeben, sich mit den Ideen und Gedanken des großen Frankfurter Denkers näher bekannt zu machen. (Näheres s. Inseratenteil.) ** 2t ii 8 d e m Bureau des S t a d t t h e a t e r s. Da das Gastspiel Karl William B ü l le r§ als „Registrator aus Reisen" 'für Mittwoch den 18. November in unserem Stadttheatcr bevorsteht, dürfte folgende Besprechung von Interesse sein, die bei dem letzten Auftreten des Künstlers in Frankfurt a. Ak. erfolgte: „Gestern abend bot uns der Künstler m dem Cäsar Wichtig eine jener Rollen die die meisterliche Eigenart Büllers recht auffällig zeigte. Diese Figur wirkt gewiß an sich komisch, bei Büller ,edoch effcheinl der ^ganze Eharakler aus dem Gebiet des rein Komischen in das des irem Atenschlichen geruckt. Wir belachen nicht nur den Komiker, sondern wirklich jenes Original, das da mit seinen uns allen bc- lannten Schwächen und Eigenheiten lebendig vor uns steht. Tie JrQ in der Büller hier ,vie überall jeden kleinen Zug zu dem groneii Gesamtbild feiner Rolle angliedert, die imponierende souveräne Ruhe, mü der er seine Komik wirken läßt, die virtuose Beherrschung der Sprache, der Mimik und jedweder Bühnensitnalion alles eies erregt jedesnial achs neue die Bewunderung des Zuschauers, so oit man auch den Künstler in alten und neuen .'tollen steht. Eine wohl unerreicht dastehende virtuose Glan;- letstung ist die Szenensolge, in der sein Registrator des süßen WeineS voll ivirb und alle Stadien der Trunkseligkeit bis nun ovi waren Jammer durchmacht. Eine derartig ausqearbeitete au lebendigen, naturgelrciien Nüaneterungen überreiche, dabei aber immer dezent bleibende Darstellimg gemütlicher Beraujchtheit dürfte wohl gegenwärtig auf deutschen Bühnen md)t so leicht wie ein zweites Mal gefunden werden. 'Auch in den Kuplets entwickelte der Künstler gestern e,ne solche ziwdende Komik, daß er mehrere berse zugebeii mugte. p v . A V u tzbach, 11. Nov. Der Fuhrmann Wentzler verunglückte am Güterverladeplatz, als ihm das Pferd durchging. Er trug eine heftig blutende Kopfwunde davon und begab sich m ärztliche Behandlung. — Die Butzbacher rretiuillige Feuerwehr feierte am Samstag abend in den Räumen des „Hess. Hofes" ihr 40jähriges Stiftungsfest, dem als Vertreter der Negierung Kreisrat Fen- jriebberg, sowie ein großer Teil des hiesigen Ofsizierkorps beiwohnten. Dem seit Gründung als Mitglied aktiv an- gehörenden Feuerwehrmann Ehr. Wetckhardt wurde von dem erstgenannten Herrn das allgemeine Ehrenzeichen des Verdienstordens Philipps des Großmütigen mit der Inschrift „Für treue Dienste- überreicht. Auf die offizielle Feier folgte em Ball. ° der an dem Neubau beschäftigt gewesenen Meister, selten und Arbeiter. Dann öffnete er das Haus zur sichtigung. Im Schulsaal fang die Oberklasse noch Lied: „Harre meine Seele". Von dem Gebäude aus man eine herrliche Aussicht ins Lumdatal bis zu T'rekte Bahnverbindung Offenbach — Ob e rh e j s e n. Eine Mitteilung der Handelskammer v 'e«bach lautet: Ter geplante Ban einer Bahn von k>ubel nach Frankstirt a. M. (Ostbahnhof) mittels Unter, tunnelung der Bergener Anhöhe unter Umgehnna Offenbachs und der weitere Plan, welcher einen direkten Eisenbahnverkehr von Frankfurt-Hauptbahnhof nach Hanau auch aus der rechten Mainfeite durch Gestaltung des neuen Ost- b ahn Hofs rn Frankfurt a. 99?. zu einem TurchgangSbahnhvf »r Ueberbruckung des Mains bei Sachsenhausen in! Anschlnst an denselben ermöglichen soll, haben eine große Offenbach hervorgerufen. Schon bereits unter dem 7. März v. I. ist die Handelskammer Offenbach rn dieser Angelegenheit bei Großh. Ministerium der Fi- horf?e t9 geworden. Laut Beschluß der letzten Ple- narsrtzung soll noch einmal die dringende Bitte an das ttmsterrum gerichtet werden, seinen ganzen Einfluß qel- höchst anregend. Frctldigen Widerhall fand endlich die Begrüßung des Vereins durch einen Vertreter des Darm- i- Jj1'/? c Jar # ^.0- Nov. Wie der Vorsitzende der Handels- ‘ ,tt,Icn blc. Kreis- und städtisch«, Behörden den S?n, oer vandelvkammer eingenommenen Standpunkt, daß ein 23 a l) nb a n durch das U lmbachtal und zwar von Haiaer ^cktcheid—Driedorf—Beilstein nach Stockhailsen an der Lahnbahn anzustreben sei. Die Handelskammer sammelt Material aus dem uic Bedeutung der Bahn ersichtlich wird ~~ bct^leUmel^c fem Monat im Jahr statt finden, um die Ausbeutung de" fernem Schoße birgt, zu sichern. ! nllcm 84 Grubenfelder, Dale betrieben werdell können. Er entwickelte bann, ivic ----------. -. s durcb Bahnbau, Bewässerungsanlagen usw. m ben tota i gesetzt werden können, einmal uns wirtschaftlich unabhängig vom Ausland zu machen durch Hervorbringung dar . w) Produkte für unsere Industrie und dann zur dlnsnahm des deutschen Auswanderungsstromes. Hauptschuld an der geringen Besiedelung von Deutsch-Afrika durch ' e^ßc soweit es hierfür in Betracht kommt 7" war da- Fehlen von Krontand, für das jetzt in Süd-West durch Ansiedlung der Herero in Reservationen Raum geschasfen wird. ZUM Schlüsse unterzog er noch unsere „finanziellen Mißerfolge einer kritischen Besprechung. Der Vortrag, in breitem Offenbach mit der Provinz Oberhessen und der ^mrdeshaupt- stadt (Darmstadt) an zuständiger Stelle beantragt werd. , sowie die Aufmerksamkeit der Regierung aus die Unzulänglichkeit des Offenbacher Hauptbahnhofs und der Aul g des die Stadt Offenbach durchschneidenden ^U^orpe der Frankfurt—Bebraer Linie zur Behebung der hierdurch hervorgerufenen Mißstände hingelenkt werden. 0 Taubringen, 11. Nov. Fast 100 Jahre sind verflossen, feit unsere Gemeinde ihre eigene schule be- e Erzeugung des Lebeiisunteryauev sitzt, während ftüher die ^”£er nadl ft? Pnife -inen Flächenraum erstreckt, der Deutsch, -chuke gehen mußten. Am 12. Tez. 18°7 fehlte cbrfnchc übertrifft, zeigte der Redner, daß Dernhnrdine von Lahrbusch der ekmeinbc frurjer > energische Ävlonialpol'ttik betreiben miissc. .^errschaftshaus als Schulhaus und ^e sp •- Z rmc unsere Kolonien aussichtsreich konnte darin die Schule eröffnet werden. Und 'n d.esem Ge- üew'östernnosönlaacn usw. in den Stand bäude blieb die Schule bis zum heutigen Tage. 1889 tourbc ruhen auch die Basaltbrüche und Tonlager bei Beckstein, !>ü stellenweise eine Mächtigkeit von 60—70 Meter haben. x Atzbach, 10. Nov. Bei der am Freitag abgehaltener' Trerbiagd in den Waldungen von Atzbach und Kinzenbark wurden 48 Hasen und 20 Rehe erlegt. Atzbach hat 242 Hektar und Kinzenbach 41 Hektar Wald. Beide Waldungen bergen einen guten Rehbestand. Nunmehr hat man auch den Versuch ge3 macht, Fasanen auszusehen und auch sie zeigen ein gutes Fort, kommen. Zwei Fasanen wurden bei der Treibjagd geschossen [] Marburg, 11. Nov. Die la n d w ir tsch af tl i ch Versuchsstation für Kurhessen, die kürzlich ihr 50jährige? Bestehen feierte, sollte bekanntlich nach Oberzwehren bei Kastel verlegt werden. Nach neueren Entschlüssen bleibt die Anstalt hier und wird bedeutend vergrößert._______________________ Gerichtssaat. Berlin, 10. Nov. Wegen Anreizung verschiedener Klassen der Bevölkerung zu Gewalttätigkeiten stand gestern der Arbeiter Adolf Zumke Dor bei fünften Strafkammer des Landgerichts I. Der 1 8 j ä b r i g ( Angeklagte, der äußerlich den Eindruck eines 15 jährigen Jungen macht, ist Redakteur des Anarchistenblattes „Nevolutio. när". Als solcher wurde er wegen eines in der Nummer vom 5. Oktober veröffentlichten Artikels „Lehren der Vergangenheit' zur Verantwortung gezogen. Wie sich aus der Urteilsbegründung ergab, wird in dem Artikel aus geführt, wie es gekommen ist, daß der Anarchismus bisher in Deutschland keinen Erfolg gehabt hat. Einzelne Gruppen sollen technisch ausgebildet werden und bann zur Propaganda der Tat schreiten. Der Gerichtshof sprach den Angeklagten des Vergehens gegen § 130 des Strafgesetzbuchs, daneben a.ber auch des § 9 des Preßgesetzes schuldig, weit er es geduldet habe, daß, obgleich er noch minderjährig ist fein Name als verantwortlicher Redakteur auf die Zeitung gesetzt wurde. Das Urteil lautete auf sechs Monate Ge. fängnis und vierzehn Tage Haft. Leipzig, 9. Nov. Im Wucherprozeß Dr. Hofbrucke und Genossen, der das Landgericht I in München mehrere Wochen beschäftigt hatte und am 19. Juni beendigt worden war, wurde heute die Revision der Angeklagten Gras, Schneiders - Boeck, Aeussert, Rogati und Lippmann vorn Reichsgericht verworfen. Die übrigen Angeklagten hatten sich bei dem Urteil des Landgerichts beruhigt. Stuttgart, 10. Nov. Der 27 Jahre alte Maurer Fricd> rich Spengler von Verrnberg hat im Juni sein einige Tag? altes Kind, um die Kosten der Taufe zu sparen, durch eine Vitriollösung, die er der Milch beigesetzt hatte, vergiftet. Das i Gericht verurteilte ihn zu 10 Ja yr en Zuchthaus. * | Kandel. Hupfe r in a r E t. Der Knpferpreis ist neuerdings an den Hauptspekulationsplätzeu zurückgegangen. Iusolgedessen gab es in Newyork, London und Paris Rückgänge in den entsprechenden Werten: besonders Rw Tinto Minen-Sharcs sind wieder stärker gewichen. Auch hieraus ergibt sich, daß speziell die Spekulation noch lange nicht alle schlinunen Sachen un Rücken hat.i t Märkte. Gieße», 12. Nov. Marktb ericht. Aui heutigem Wochen- markte kostete: Butter pr. Psd. 1.20—1.30 Mk., Hühnereier 1 St 9—10 Vfg., Käse pr. St. 6—8 Pf., Käseinatte 2 St. 5—6 Psq. Erbsen p. Pid. 18—24 Pfg., Linsen v. Pfd. 25—40 Psg., Taubei pr. Pr. 0,80—1,00 Mk., Hühner pr. St. 1,00—1,60 Alk., Hähne pr Stück 0,80—1,80 Mk., Gänse pr. Psd. 65—70, Enten pr. Stück 1,8t bis 2,20 Mk., Ochsensleisch pr. Psd. 82—88 Psg., Kuh und Oiindsteisch pr. Pfund 80—82 Psg., Schweinesieisct pr. Psund 70—84 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Psd . 88 Pfg., Kalbfleisch pr. Pfd. 70—80 Psg., Hammelfleisch pr. Psd c 64—84 Pfg. Welsche per Pfund —.— Kartoffeln pr. 100Kg 5.00—5.50 All., Zwiebeln pr. Ztr. 5,00—6,00 Alk., Aiilch per Lite 20 Pfg., Nüsse 100 Stück 40-00 Pfg., per Ztr. 0-00 Mk., Weiß . kraut per Stück 8—10 Psg., per Zentner Mk. 1.50—2.00. - Zwetschen per Ztr. 0 00-0 All. Aepfel per Ztr. 10—25 Mk. Birne, per Ztr. 10—25 Aik. Marktzeit von S—2 ilhr. §pielplaK drr Vereinigten Frankfurter Stadttheater. Opernhaus. Mittwoch den 13. November *): 2. Abonnements-Konzer! * Donnerstag den 14. November, abends 6 Uhr: Der Ring de Nibelungen. Erster Tag: „Die Walküre." Freitag den 15. No " vember: „Der Bettelstudent." Samstag den 16. 9loöember: „De Barbier von Sevilla." Hieraus: Zum ersten N! a l e : „C l g a* oder „Vor der Vorstellling." (B a l l e 11 p a n t o m i m e.) Sonnta - deir 17. November, nachmittags halb 4 Uhr: „Die Geisha." Aben i 7 Uhr: „Earmen." Montag den 18. November, abends halb 8 Uhr „Die luftige Witwe." Q1 Schauspielhaus. v. Mittwoch den 13. Dlooember*): „Othello." Donnerstag bei 14. November, abends halb 8 Uhr: „Die Rabensteinerin." Freitag 1 den 15. November: „Der letzte Funke." Samstag den 16. No 9 uember: „Baccarat." Sonntag den 17. November, nachmittag ‘ halb 4 Uhr: „Vater und Sohu." Abends 7 Uhr: „Der letz! Funke." Ntontag den 18. November: „Nora", oder „(£in Puppen j. heim." 5.' 2lnsang, wenn nicht anders bemerkt, abends um 7 Uhr. Teletfonischss des Giessenei Anzeigers, mitge und Industr FrankSnrter 55ör*e. 3><,0/0 Reichsanleihe . . 93.001 do. . . 82.70 3)6 °/0 Konsols .... 93.30 3% do. .... 82.70 3^°/0 Hessen..... 92 00 3^°/0 Oberbessen . . . 92.40 1 % Uesterr. Goldrente 96 70 4l/6 % Uesterr. tiilberrente 96.40 4^o Ungar Goldrente . . 9135 4% Italien. Rente ... —.— 3)6 Portugiesen Serie I 61.00 3% Portugiesen „ 111 62.20 4)$7o russ.Staatsanl. 1905 9180 4>2% Japan. Staatsanleihe 86.65 1 % Üonv. Türken von 19U3 91.75 Tilrkenlose......—.— 1% Griech. Monopol-Anl. . 96.75 4% äussere Argentinier . 81.00 3°/0 Mexikaner .... —.— 4>$u/0 Chinesen .... 93.00 Aktien: Bochum Guss..... 196 50 Buderus E. W.....—.— Tendenz: sehr ruhig. Berliner itorse, 12. ] Canada E. B......142.70 Darmstädter Bank . . . — Deutsche Bank .... 223.70 Dortmunder-Union C. . . 58.70 Dresdner Bank . Tendenz • ruhig. Kursberichte teilt von der Bank für 1 lande io. Giessen. 12. November, 1.15 Uhr. I Elektriz. Lahiueyer . . 114 5 Elektriz. Schlickert . . . 99.7 Eschweiler Bergwerk . . 205.0 Gelsenkirchen Bergwerk 191.7 Hamburg - Amerik. Paket». 120.' Harpcner Bergwerk. . . 194.2 Laurab ülte......217.0 -Xordd. Lloyd . ... 107.2 Obeischles. Eisen-Industrie 98.7 Berliner Handelsges. . . 151.5 Darmstädter Bank . . . 123.9 Deutsche Bank .... 223.0 Deutsch-Asiat Bank . . 136 0 Diskonto-Koinuianüit. . . 167.5 Dresdner Bank . . . .1378 Kreditaktien.....19J.4 Baltimore- und Ohio- Eisenlahn .....82.5 Gottbardbahn.....— .- Lombard. Eisenbahn . . 27 2 Uesterr. Staatsbahn . . . 136.6 Prince-Uenri-Eisenbahn . 116.3 November. Anfangskurse. Uurpener Bergwei. 1941 Laurahiitte .....217.: -.ombardcu E. B. ... 27.: Xordd. Lloyd.....—- l'ürkenlose ...... 1391 Ich gehe MSchule durch Wetter uud Wiu und bin doch immer frisch und gesund. Warum? Weil Mau r /»v mir allemal 6 Sodcner Mineral-Pastillen von Fay mit a W den Weg gibt, schadet mir die kalte rauhe Luft der Straf ©so nhadet mir die trockene Vuft der Straße nichts, und iuei - andere Kinder immer wieder Versänmnrsse onuen, fehle i I me. Das danke ich den Fays ächten Sodener Mner« I a VattiUen und andere Kinder sollten's mir nachmachen, i d V Flty s achte Sodener kosten 85 Pfennig die Schachtel u xvr und in jeher Apotheke, Drogerie oder Mineralwasferhm >ung zu haben. 70 t ist un 60 Brkamrtmachnng, die Wahl der Mitglieder der StadtverordueLcn-Ber- sammlung betreffend. Donnerstag den 21. November 1907, von vormittags 11 Uhr biö abends 7 Uhr, soll die Wahl von vierzehn Stadtverordneten der Stadt iffiesteu vorgenommen werden. Die Wahl findet in dem Bürgermeistereigebäude (Gartenstraße 2) statt und zwar haben diejenigen Stimmberechtigten, deren Namen mit den Buchstaben beginnen: A vis einschließlich Go in Zimmer 6 Gr „ „ Li „ „11 Lo „ „ Schl „ „12 Sch», „ „ Z „ „8 abzustiinmen. Neben der regelmäßigen dreijährig'n Ergänzung der Stadtverordneten-Bersammlung durch zehn Mitglieder und der auf Grund des Ortsstatuts vom 17. Juli 1907 vorzunehmenden Verstärkung derselben um zwei Mitglieder sind noch zwei Ersatzmitglieder, davon eines auf die Dauer von sechs Jahren und eines auf die Dauer voll drei Jahren zu wählen. Nach Artuel 11 der Städte-Lrdnung muß die Hälfte der Stadtverordneten dem höchstbesteuerten Drittel der Wählbaren angehören. Von den im Amt verbleibenden 18 Stadtverordneten gehören 17 diesem Drittel an. Der genannten Gejetzesvorschrist ist sonach genügt. Alle Stimmberechtigten werden hiermit eingeladen, an dem genannten Tage sich persönlich einzusinden und ihre Stimmen abzugeben. Zugleich wird darauf aufmerksam gemacht, daß diejenigen Stimmberechtigten, welche mit der Entrichtung der Gemeindesteuern zur Zeit der Wahl sich länger als zwei Monate im Rückstand befinden, zur Abstimmung nicht zugelassen werden, und daß alle diejenigen, welche bis zum 15. November mit der Entrichtung des 2. Zieles der Gemeindesteuern im Jtückstande waren, nur dann abstimmen können, wenn sie einen solchen Rückstand noch bis zur Wahl absühren und daß solches geschehen, der Wahlkommission durch Vorlage der Steuerquittung Nachweisen. , Gießen, den 12. November 1907. j Großherzogliche Bürgermeisterei. Mecu m. Bekmmtnmchmrg die Vertilgung der Feldmäuse Ocircficao. Wir neuen hiermit bekannt, das; vom nächsten Mittwoch ab wieder vormittags von 9 bis 10 Ubr aus dem Vichmarktptatz vergiftete Hafcrtörncr zur Vertilgung der Feldmäuse auSgc- gcben werben. G i e ff en, den 11. November 1907. B18/u Groffherzogliche Bürgermeisterei Gießen. ____________________________________I. B K e l l e r._________________ AkiikhInHkjijMstWist Achen. Ordentliche Kauptversammlung Samstag, den 30. November 1907, abends 8 Uhr bei Wirt Arnold „Zum Schiprapaß" Tages-Ordnultg: 1. Berichterstattung. 2. Rechnungsablage. 3. Ersatzwahl des Vorstandes. 4. Wahl der Rechnungsprüfungskomnüssion. 5. Satzungsänderung des § 6 Abs. 3. 6. Verschiedenes. Gießen, den 12. November 1907. Der Borstand. Die Rechnung liegt bet dem Vorsitzenden, Herrn A. Dl ckorö, Schanzenstratze 8, vom 12. ds. Mts. 8 Lage zur gefl. Einsicht der Mitglieder offen. ______________________________________D1*/» 7054 Hurra Der Auffichtsrats-Vorfitzcnde: Schmidt, Kgl. Eisenbahn-Bcunnspektor. | Echt Münchener Hadterbräi I Vr Lt. Flasche 22 Psg., Vs Lt. Flasche 15 Pfg. ■' empfiehlt S Gotthiif Röhrle, Biergrosshdlg. i Telephon 341. [6953] Marburger Str. 7. S Bei Bestellung durch die Post wird Porto vergütet. Wniichl-Mimn-Ämin (5it|]tn e. iS. m. b. S. Ordntl GentraWtrsamndMi am Samstag, den 23. November 1907, abends 8V2 Ubr im Motel Schütz, Bannbosftrake 52 l Wintergarten). Tages-Ordnung: 1. Bekanntgabe des Berichts des Verbandsrevisors über die diesjährige Geschäftsrevision. 2. Rechnnngslegung und Entlaswng. 3. Beschlußfassung über die Höhe der in diesem Jahre zu verteilenden Rückvergütung. 4. Ersatzwahl von Vorstands- und Aufsichtsrats-Mitgliedern. 5. Sonstiges. Gietzen, den 12. November 1907. [6296 i|t der Weg, der fich für Sie durch billigen Einkauf Ihrer Oesen und Herde oder durch Umtausch gebrauchter gegen neue Stucke sehr lohnen wird. Anschauen kostet nichts! Wilhelm Dürbeck, Giessen Spezialgeschäft der Herd- und Osenindustrie gegenüber der Edelweiss-Wäscherei. Höchster Nährwert! Fast alkoholfrei! Vorzügliches Hilfs- und Stärkungsmittel für Kranke und 6367 Empfehle Blankenhainer Matakraflbier Gesetzlich geschützt, ärztlich empfohlen! 7 goldene Medaillen! Von Sr. Kaiser!, und Kgl. Hoheit dem deutschen Kronprinzen bezogen. Reeonvaleseenten. GöttMf KöhrSe Bier-Grosshandlung — Giessen. Ter Vorstand v9/, Soennecken-Federn Fabrikation zu leisten vermag Berlin # F. SOENNECKEN Schreibfedem-Fabrik BONN» Leipzig n Gießen, den 11. November 1907. 08674 h' 08700 W radlaternen u. a. 7060 Dahnbofstraffc 23. (6964) Babnbofstraffc 23. 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In der gestrigen Versammlung des von dem Bürgerverei«, dem freifiuuigett Verein, dem nationalliberalen Verein, dem Nordostder?- und dem Lüdwestverein gewählten und durch außerhalb der Vereine stehende Bürger ergänzten BürgerschaftSausschusscs wurden folgende Vcrionen Kandidaten für die diesjährige Stadtvcrordnetenwahl gewählt: Ql5 1. Dr. Magn. Biermer, Universitätsprofessor, 2. Dr. Karl Ebel, Bibliothekar, Stadtverordn., 3. Max Friedberger, Kaufmann, 4. Aug. Gabriel, Fabrikant, Stadtverordn., 5. Friedrich Habenicht, Kaufmann, 6- Hch. Leib, Schneidermeister, Stadtverordn., 7. Wilhelm Löber, Rentner, Stadtverordn., 8. Wilhelm Plank, Gerbermeister, 9. Dr. Wilhelm Schäfer, Geh. Justizrat Stadtverordneter, ' 10. Heinrich Schaffstädt, Kommerzienrat Stadtverordneter, ' 11. Georg Simon, Oekonom, 12. Louis Trotz, Ziegeleibcsitzer, 13. Karl Wimmenaner, Geh. Forstrat, Stadtverordneter, 14. Heinrich Winn, Bauunternehmer. festen Überzeugung in jeder Beziehung geeignet, zur Erfüllung der SS?unfe« ° «SÄ * XÄÄ’tÄS* du,ch (UswÄXmwÄ Wir bitten deshalb unsere Mitbürger, mit aller Entschiedenheit für die Wahl vorstehender Männer einzutreten. Gießen, den 7. November 1907. ___________________________________________________Der gewühlte Viirgerschaftsansschuf;. Keine ätaX"«' X tas”“1‘ M "* b" -m,. u-h Erklärung. i Der Unterzeichnete ist, wie er in den Verhandlungen des BürgecichaftSausschusses und auch an anderen Stellen erklärt hat, nicht m der Lage, ein Mandat zur Stadtverordnetenversammlung zu überllehmcn. Er bittet deshalb dringend, nidjt für ihn stimmen, sondern jede Stimmenzersplitterung c vermeiden und nur die Herren wählen zu wollen, welche von ‘ dem Bürgerschaftsausschuß nach jorgsältiger Prüfung und ; Beratung zur Wahl empfohlen worden sind. Ztaöiv erst Kneten 7019 r WshI k r r fcl i:: GesamtversicherungsstancT hTAUO^' Restaurant Vogel, Bahohofstr. 48. 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