Montag 11. März 1907 9 General-Anzeiger für Gberhefsen Strasse gj ma iciuftc । Ztg." heißt es gegenüber einem in der „Daily Mail^' veröffent- licytcn Artikel des englischen Schriftstellers Sidney Whiteman, $ Kchlubr die Wünsche der Handelswelt berücksichtigende Reform ge- SuJftirtuDclIlC D nrutJ Juiiien werden kann, wird in eingewechten Kreisen deshalb ange- Die „Siebener ZamllienblLtter" werden dem .Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, das „Krchblatt für den Kreis Sichen" zweimal wöcheullich. Ter „hessische Landwirt" erscheint monatlich emmaL Rotationsdruck und Verlag der Br üblichen UnwersuätS - Buch- und •6teinbcude<;eL R, Lange, Gießen. Grund des Erbbaurechts errichteten Bauten fallen unter die bau- volizeiliche Aufsicht. Das Vernachlässigen der Bauten gegen daS Ende der Vertragszeit kann dadurch verhindert werden, daß die Verträge entsprechend abgeschlossen und die vorhandenen Gebäude ihrem Wert nach ersetzt werden. Andere Einwendungen sind bei näßerem Zusehen ebenfalls unzutreffend oder gehen von falschen Voraussetzungen aus, so die Behauptung, daß Bauen auf eigenem Boden vorznziehen sei. beim Erbbaurecht der LauSbauer den Zuwachswert verliere usw. Allen diesen Bedenken ist leicht zu begegnen, wenn die Erbbaurechtsvcrtrnge entsprechend abgeschlossen werden. Verträge müssen beiden Teilen Vorteile bringen, sie müssen auf sittlicher Grundlage beruhen und dürfen den einen Teil nicht zu sehr in seiner Verfügungsfreihckt cinschränken. Jedenfalls ist das Erbbaurecht eine bessere Form der Verwertung städtischen Grundbesitzes als der Verkauf, selbst wenn er mit Gewinn erfolgt. Ter Redner schloß seine interessanten, mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Ausführungen mit dem Ausdruck seiner Ueberzeugung, daß bei richtiger Anwendung des Erbbaurechts es auch für die Stadt Gießen Vorteile und Nutzen bringen werde. In der Diskussion warnte Revisionsbeamter G r ü n i g vor der Anwendung des Erbbaurechts, da sie dem Bauherrn keine Vorteile bringe. Durch die verhältnismäßig kurze Zeit der Vertragsdauer werde die Amortisationsquote sehr erhöht und dadurch die Miete erheblich verteuert. Auf den guten Willen deS Grundbesitzers solle man sich nidtt so sehr verlassen, gerade die Stadt bestehe immer sehr auf genaue Einhaltung der ge- chlossenen Verträge. Stadtv. Dr. Ebel weist darauf hin, daß allerdings das Erbbaurecht bei beiden vertragschließenden Teilen guten Willen voraussetze. Ein Abbruch des Hauses bei Ablauf des Vertrags sei nicht unbedingt erforderlich, entweder könne die Zahlung einer Entschädigung in dem Vertrag vorgesehen werden oder man könne den Vertrag verlängern. Der Gewinn am Boden solle nicht dem Einzelnen zugute. kommen, sondern der Gemeinde, deren Arbeit den Mehrwert schaffe, das solle durch das Erbbaurecht erreicht werden. Der Vortragende bemerkt, daß das städtische Interesse am Erbbaurecht gerade darin bestehe, daß der entstehende Mehrwert der Stadt ungeschmälert znsließe. Vom Standpunkt der Voden- resorm habe man kein Interesse daran, daß der private Grundbesitz das Erbbaurecht anwende. Ein ideeller Vorteil, den eine allgemeinere Anwendung des Erbbaurechts bringen werde, sei in dem Umstand zu erblicken, daß individueller gebaut werden könne. Auch das Baiihandwerk werde Vorteil davon haben. Nachteilig sei beim Erbbaurecht die Einschränkung des DauS- erbaners in der Venutzungsfreiheit des Grundstücks, aber die Städte hätten sicher Nutzen vom Erbbaurecht, einmal durch die Rente und dann durch den Wertzuwachs. _ Journalist Wohlmuth wendet sich gegen die Veräußerung des städtischen Grundbesitzes, da hierdurch die Wohnungsmieten gesteigert würden. Das Erbbaurecht werde hier ausgleichend wrrken und die Verteuerung der Wohnungsmieten verhindern. Stadtv. Dr. Ebel weist auf die außerordentliche Steigerung der Grundstücksvreise hin, der aber die Wohnungsmieten keineswegs entsprechen. Eine Anwendung des Erbbaurechts durch private Grundbesitzer sei wohl nicht zu erwarten. Nach weiteren Ausführungen des Herrn G r Ü n i g spricht der Vortragende nochmals feine Ansicht aus, daß die Stadt keine Grundstücks-Geschäfte machen solle. Sie solle billiges Gelände kaufen, das erst später zur Bebauung komme, einstweilen könnte das Land in kleinen Stücken verpachtet werden. Der springende Punkt des Erbbaurechts sei, daß die Stadt den Boden in der Hand behalte und entsprechenden Nutzen daraus ziehe und andererseits auch den Baulustigen gedient werde. Hierauf schloß Dr. Ebel die Versammlung mit der Aufforderung, die Bestrebungen der hiesigen Bodenreformer durch Beitritt zu ihrer Ortsgruppe zu unterstützen. Redaktion. Expedition und Druckerei: Schulstraße 7. Expedition und Verlag: 5L Redaktion:112. TeU-AdraAnzeigerGießen. Deutsches Reich. Berlin, 10. März. Am Samstag nachmittag fand die 8 e i s e tz u n g des Staatsministers v. B o e t t i ch e r statt. Ministerpräsident Fürst Bülow ließ sich durch den Unterstaatssekretär bengstenberg vertreten. Als Vertreter des Kaisers nahm Larlaureutarischer. Berlin, 9. März. Der ,B l o ck v o r st a n d" der drei linksliberalen Parteien, beflchcnb aus den Vorsitzenden der Fraktion der ireistnnigen Volksparlei, Tr. Müller- Dkeininaen und Dr. W i e m e r , nnd den Vorsitzenden der beiden linderen Parteien, S ch r a d e r nnd v. Bayer, trat heute zn erstmaliger Beratung zusammen. Maii besprach daS weitere Vor- flehen der liberalen Parteien im Parlament und die Ausführung der Fiankiurier Beschlüsse. — Tie Vlidgetkoniinission des Abgeordnetenhauses setzte die Beratung des Knltuselats fort Eine längere Erörterung rief die beabsichtigte Erhebung eines Eintrittsgeldes für den Besuch des Kaiser F r i e d r i ch - Bl n s e u ni s und der National- qalerie an einzelnen Wochentagen hervor. Seitens der Negier- tmg wurde bemerkt, das Eintrittsgeld solle voraussichtlich b0 Pfennig beirageu unb Verwendung finden zum Besten der Auisichtsbeainteu, ivelche über die bisherige Dienstzeit hinaus in dem Museum bleiben. Zum Ausgleich dafür, daß die beiden Vstiseeii an einzelnen Tagen für den allgemeinen Besuch geschloßen werden, soll die Besuchszeit verlängert iverbciu Aus der Rom- miislon'faiib diese Einrichtung Zustimmung. __ Der Reichstag wirb sich deiii Vernehmen nach anchmu deni umfangreichen Projekt ber B e r g r ö ß e r u n g d e s N o r d - r sl s e e - K a n a l S , den Kanalgebühren rc. zu beschäfligeii haben, bezüglich der KoslenhÜhe des Vergrößernngsprojekles verlauiet, daß niit einer Verminderung der Summe von 200 Millionen Alk. nicht zu rechnen sein wirb. Dem Herrenhaus gmg ein nerieS preußisches Beamte npensionSgesetz zu, bas den Zivilbeamten die , eichen Wohltaten gewährt wie den Ofstzieren und Mililmbeamten das Vlilitärpensionsgesetz von 1906. Es wirb in demselben die gleiche Peiisioiisabslnfiing wie in dem O'siziersvensionSgesetz in Vorschlag gebracht. Nach der Novelle soll die Anfangspension von srchSzehn Sechzigstel auf zwanzig Sechzigstel erhöht werben; sie steigt vom zehnten Dieiisljahre bis zum dreißigsten jährlich um ein Lkchzigslel, von da um em Hiinderlzivanzigsiel, sodaß der Höchstbetrag von fünstlNdvierzig Sechzigstel, ivie bisher, nach dem vier- zigsten Tienstjabre erreicht ivird. Ferner soll den Hinierbliebeiien von Zioilbeanuen zukünftig die Pension, die bisher nur noch für einen Monat nach dem Slerbemonar weilergezahlt wurde, auf drei Monate m einer Summe voransbezahlt werden, wie dies bereits dar ReichSpensiousgesetz nom 31. Mai 1906 für die Hinterbliebenen ijoii Militärpersouen Vorsicht. Eine zweite Novelle plant die Erst ö b u iig der W i t w e n p e n s i o n e n. Ter Entivurf sieht eine Erhöhung des Mindestwitwengeldes von 216 auf 288, ferner die Erhöhung der Höchstbelräge auf 6000 für die erste und auf 3500 für die zweite Rangklasie vor. Beide Novellen edorbem eine Mehr- riitsgabe von Mk. 10 400 000 jährlich. Preußisches Laudes-Oeronomie-KolLegium. (Unberechtigter Nachdruck verboten.) 8. \v n. Berlin, den 8. März. Heute sprach man über Pferdezucht. — Berichterstatter war Vraf von Berustor-ff-Wehningeu, der betonte, daß die Pferdezucht in Deutschland eine günstige Entwicklung genommen habe. Daraus ivird folgender Antrag des Landrats von Batocki- Mdau Angenommen: »Das Landes-Oekmwmie-Kollegium kann die (Svunbe der Ablehnung seines vorjährigen Antrages auf Erhöhung Oer Reinonlenpreise nicht als stichhaltig anerkennen und emvsiehll si r den Etat des Reiches von 1907 (Kav. 32 Tit. 5) einen Tiirch- sitzmllsvreis von mindestens 1050 Mark für die Remoule anstelle Vi)n 950 Mark einzustellen. Tas Lanbes-Oekonoinie-Kollegium titlet den Herrn Landwirtschastsminister, diesen Antrag in der Bii dgelkomnussion des Reichstages durch seinen Kommissar dringend befürworten zu wollen." Ucber die Abhaltung von Landwirtschaftlichen^ Maschinen- Hirsen der Landivirischailstammern berichtete Hoibesiher Engel- b:eil)i-Obenbeid) unb Professor Tr. Fischer-Berlin. Ihre Aus- slilirungen gipfelten in folgender Resolution: „5)cr Herr Aiinister (volle den Landwlrtschaflskamnrern Mittel bewilligen zur Ein- rlchtling von praltischeit Kursen in der landwirtschaftlichen Ata- Ichmenkunbe mit dem Zweck, Landwirte und landivtrtfcha'lliche Arbeiter in der richtigen Handhabung unb ber Konstruktion der gebräuchlichen Maschinen zu unterweisen." Tw Resolutioit wllrde mit einigen kleineren Abänderungen angenommen. Morgen werden die Verhandlungen zu Ende geführt werden. Aus Stadt und Land. Gießen, 11. März. — Neuer Winter. Nachdem Schneeglöckchen als die ersten Frühlingsboten vom lichten TageSgestlrn durch mildere Strahlengrüße in der vergangenen Woche zum Leben eriveckt worden waren, nachdem tausend Keime im dunkeln Grunde zu regen sich begonnen hatten, um bald als grüne Spitzchen und Hälmchen eine fröhliche Atiferslehung feiern zu können, mußte das heftige Schneegestöber verblüffen, das in der Nacht vom Sonntag einsetzte unb fast den ganzen Sonntag über anhielt. Heute früh hatten wir wieder feilen Frost. — AuS Wien kommt die Nachricht, daß dort Schneefall und Gewitter am Samstag herrschte, und ans dem gesamten Alpengebiet wird gleichfalls starker Schneefall gemeldet. In Frankfurt hat es den ganzen Samstag über geschneit unb mit uns ist am Samstag und Sonntag ganz Hessen von Schnee heimgeslicht worden. •* Justizrat Weidig feierte gestern seinen 75. Ge. burtstag. Aus diesem Anlaß brachte ihm der unter Leitung dcS Herrn Lehrers Becker stehende Gesangverein „Heiterkeit" am Abend zuvor ein wohlgelungenes Ständchen. Weidig ivar nämlich früher Kommandant der freiwilligen städtischen Feuerwehr, aus der seinerzeit die ,Heiterkeit" gegründet wurde. ** Aus dem Bureau des Stadttheaters. Die morgige vorletzte Dienstags-Abonnementsvorstellung bringt „Fuhrmann Henschel" mit eigenen Kräften. Die Titelrolle spielt Herr Bakof und es ist eine abgerundete Vorstellung zu erwarten, da schon die Proben für das ausgefallene Gastspiel sehr weit gediehen waren. Als die vorletzt« Volksvorstellung am kommenben "Mittwoch wird Shakespeares .Was ihr wollt" gegeben. Ta die letzte Spielzeit im alten Hause nun ihrem Ende naht, so soll den letzten Vorstellungen jeweils ein szenischer Epilog angeschlosien lucrben, der eine Wanderung vom alten Haus zum neuen Stadttheater darstellt. Es ist dazu eine besondere, umfangreiche Wandeldekoration von TetorationSmaler unb Theatermeisler Karl Schwerster gemalt worden. Die beiden Sprecher werden von den Herren Steingoetler und Krauß gegeben. In der Volksvorstellung am Mittwoch wird dieser Epilog zum erstenmal zur Aufführung gelangen. ’* Biirlesken - Ensemble. Morgen, Dienstag, tritt im Neuen Saalbau em Kölner Burlesten-Ensemble auf. Die Truppe wurde, wie man uns mitteilt, auf ihrer Toiirnee durch Deutschland überall mit großem Beifall ausgenommen. Turch ihren urwüchsigen natürlichen Humor gemunnen sich die Mitwirkenden nn Fluge die Herzen des Pilbtiklims. Wer einige Stimden frischen frohen Humors genießen will, dem fei em Besuch obiger Vorstellung empfohlen. Weltruf b» vereine”- Grosse lösten ÄÄ**-*, «wN®3" »Her”a W»1* W-W*, .d S°11 A VX h"1 wr Das Erbbaurecht. = Gießen, 11. März 1907. Arn Freitag abend hielt die hiesige Ortsgruppe der Bodenreformer unter Vorsitz des Stadtv. Dr. Ebel eine leider nur schwach besuchte Versammlung im Caf6 Ebel ab, in der Generalagent Adolf Schmidt über das Erbbaurecht sprach. Der Vortragende führte aus, daß die in der Stadtverordneten- Versammlung gegebene Anregung, über das Erbbaurecht eine Aussprache herbeizuführen, als Zeichen eines erfreulichen sozialpolitischen Interesses anzusehen sei. Auch in , der letzten öffentlichen Versammlung des Bürgervereins sei die Frage des Erbbaurechts gestreift worden und der Referent Prof. Dr. Staudinger habe das Erbbaurecht nicht abgelehnt, sondern es neben dem Rück- kaufsrecht als ein wirksames Mittel zur Erhaltung des Gemeindegrundbesitzes bezeichnet. Die von ihm geäußerten Bedenken stützten sich auf einen von Prof. Andrä-Marburg gehaltenen Vortrag, in dem dieser die großen juristischen Schwierigkeiten und die -s,ft’V -nie! i» M-rare- 'ber Feldmarschall v. Hahnke teil. — Wie von sonst gut unterrichteter Seite verlautet, dürfte zum -Regenten des Herzogtums Braunschweig Prinz Adolf von Schaumburg-Lippe, der Schwager des Sai» ^rs, ausersehen werden. — Dem Vernehmen nach dürfte das logen. Preußen-Konsortium, falls an dasselbe wegen Begebung der neuen Reichsanleihe herangetreten wer- 'd.'ii sollte, der Reichsregierung die Rückkehr zum 4prozent. '8 i n s f u ß in Vorschlag bringen. — Der verstorbene Staats- 'uinister v. Boetticher hat, wie verlautet, seiner Familie die Weisung hinterlassen, nichts von seinen zahlreichen A u f^ e i ch - -Rungen der Oefsentlichkeit zu übergeben. Die Familie wird natürlich den letzten Wunsch des Verstorbenen erfüllen. Köln, 9. März. In einem Berliner Telegramm der „Köln. «ach welchem der Sultan durch das energische Vorgehen des d e-a-t sch en Botschafters in der Angelegenheit des gemaßregelten Fehim Pascha sich persönlich verletzt fühle, und hierdurch eine Lage geschaffen sei, die der Ersetzung des deutschen Einflusses in der Türkei durchden englischen als günstig erscheine: Nach den uns zugänglichen Nach- lichten wird gegen diese Darstellung, was die angebliche 23er» Jmnmung des Sultans gegen Deutschland betrifft, manches ein» mwenden fein. Daß der Sultan durch den Fall, Fehim Pascha ,’ßcrf verstimmt ist, halten auch wir für wahrscheinlich und sehr begreiflich. Das Vorgehen des deutschen Botschafters war in -erster Linie eingegeben durch seine Pflicht gegenüber den durch Fehim schwer geschädigten Deutschen. Sodann wünschte Frhr. v. Marschall der Türkei und dem Sultan durch -sein Vorgehen einen persönlichen Dienst zu leisten. _ Es ist kaum .enzunehmen, daß der Sultan die unerfreuliche Botschaft mit der sK'.rson des Ueberbringers verwechselt haben dürfte. — Ein Berliner Telegramm der „Köln. Ztg." besagt: Wie 'dir erfahren, wird in der nächsten Zeit ein Börsenausschuß -tinberujert werden, um zu der Börsenreform Stellung zu tichmen. Es gilt für möglich, daß dem Reichstage noch in dieser Tagung die Novelle zum Vörsengesetz vorgelegt wird, bei deren -Fassung die von 1904 bis 1906 gemachten Vorlagen und die .darüber geführten parlamentarischen Verhandlungen eine breite Lcüudlage bieten. Daß eine parlamentarische Mehrheit für eine 'Een bisherigen Mängeln unserer Börsengesetzgebung abhelfende mtK hvp SyRnYifrTiP hpr tSnnhpfätnpTf Fiprurffirfijfinpnhp rffen bei Wallesfeis >5 Telcpboo^ chlechten praktischen Erfahrungen mit dem Erbbaurecht betonte. Inzwischen habe aber auch Prof. Andrä feine Beurteilung des Erbbaurechts geändert, dies gehe aus einer Besprechung eines Werks über das Erbbaurecht im bürgerlichen Gesetzbuch hervor, daS nicht ohne Einfluß auf die spätere Entwickelung der Sache bleiben könne. Die Bodenresormer sehen in dem Erbbaurecht ein Mittel zur Erhaltung des städtischen Bodenbesitzes. Die Städte sind in ihrem Interesse genötigt, daß sie an den Fragen der Bodenspekulation usw. nicht gleichgültig vorübergehen, sie sind gezwungen, an den Peripherien der ©tobt einen Teil des Grundbesitzes zu erwerben und es ist erfreulich, daß auch die Stadt Gießen in diesem Sinne arbeitet. Die Städte sollten aber ihren Grundbesitz nicht zu dem Zweck des Wiederverkaufs vermehren, denn das wirke preisverteuernd, wenn auch die Allgemeinheit den Nutzen der Preissteigerung habe. Der Grund und Boden sei die Grundlage der Lebensmöglichkeit aller Menschen und durch den Zustrom in die Städte und zu den städtischen Berufen steige die Nachfrage nach Grund unb Voben unb bamit sein Wert. Die Bodenresormer wollen deshalb eine planmäßige Vermehrung des städtischen Bodenbesitzes und die Erhaltung des im Eigentum ber Stabt befinblichen Besitzes. Diesen für bie stäbtischen Finanzen nufcbringenb zu machen, gibt es brei Wege, ben Verkauf mit Wieberverkaufsrecht, bie Verpachtung unb bie Vergabe im Erbbaurecht. Das Wieberverkaufsrecht hat zwei große Vorzüge vor bem Erbbaurecht, unb zwar bie leichtere Bebauungs- unb bie leichtere Beleihungsmöglichkeit. Mit bem Erbauen von Arbeiterwohnhäusern, bie sie im Wiederverkaufsrecht veräußerte, hat namentlich bie Stabt Ulm gute Erfahrungen gemacht. Für bie Verpachtung von ftäbt. Lanb zu Bauzwecken bestehen große Schwierigkeiten, bie Verpachtung ist bloß auf 30 Jahre möglich, unb bie darauf errichteten ©ebäube sinb nicht beleihungsfähig, so baß man sie nur für bestimmte Zwecke anroenbet. Diese Art der Verwertung des städtischen Grundbesitzes hat weniger soziales als fiskalisches Interesse. Unter Erbbaurecht ist die Hergabe eines Grundstückes für eine bestimmte Zeit zu verstehen mit dem Recht, auf oder unter dem verkauften Boden Baulichkeiten zu errichten. Der Vorzug des Erbbaurechts vor der Verpachtung ist namentlich der Umstand, daß es beleihbar ist. Der Redner erläuterte bann bie für bas Erbbaurecht in Betracht kommenben juristischen Grunbsätze. Danach gleicht bas Erbbaurecht bem Eigenbesitz sehr, es steht ihm namentlich hinsichtlich ber Grunbbuchsragen gleich. Es unterscheidet sich u. a. vom Eigenbesitz dadurch, daß die Art seiner Bebauung von vornherein festgelegt werden muß und daß ber Besitzer bes Grundstücks in der Lage ist, die Rente des Inhabers zu beeinflussen. Das Erbbaurecht ist 'erblich und nach dem Gesetz unbegrenzt, aber die Erbbaurechtsverträge sind aus Zeit abgeschlossen, lieber tone Frage, ob bas Erbbaurecht au Zeit begeben werben kann, finb sich bie Juristen nicht einig, Prof. Anbrä hält bies für zulässig. Daburch, baß bie Erbbaurechtsverträge nicht auf bie Dauer abgeschlossen werben, bestehen für bie Praxis große Schwierigkeiten, namentlich burch bie Unsicherheit ber Hypothekenbesitzer, die nach Ansicht monetär Juristen fehlende Mündelsicherheit usw. Diese Schwierigkeiten können beseitigt werden, wenn die Städte ihre Erbbauverträge entsprechend abschließen und bei der Hypothekenbeschassung helfend bezw. vermittelnd eingreifen. Eine Haupteinwendung gegen das Erbbaurecht ist die Möglichkeit, daß schlecht gebaut wird, doch il dieser Einwand bei näherem Zusehen hinfällig, denn auch bie auf * J- K* > noinmen, weil bie materiellen Interessen der L a n b w i r t s ch a ft von bem Reformwerk bekanntlich überhaupt nicht mehr berührt werben sollen. In tiefer Beziehung ist durch die bisherigen Verhandlungen bereits volle Klarheit geschaffen worden. Düsseldorf, 10. März. Der Düsseldorfer Frauenverein beschloß h»r behorftebenben Eröffnung ber A k a b e m i e ür praktische Medizin di' Errichtung eine3 Institutes, in welchem Dame n jeder Konfession ans ganz DeutMand als K r a n k e n p f l e a e r i n n e n unentgeltlich ausgebildet werden sollen. Die Stadt stellte ein großes Vaugrundstück zur Verfügung. Dresden, 11. März. Der Landesverband des evangelischen Arbeitervereine Sack-scns v e r u r - urteilte in seiner Jahresversammlung einmütig die Angriffe, bie gegen Posabowsky gerichtet werben. Der Verband fordert die Fortführung der fortschrittlichen Sozialvolitik und will die sächsischen nationalen Abgeordneten bitten, im Reichs- tage in diesem Sinne zu wirken. Nr. 59 Zweites Blatt 157. Jahrgang Sxfdjdnl ,-»Nq mU Auinahmt d-, eonntag«. ßk x* A M Ausland. London, 10. März. General French ist gestern in St. Lutz gestorben. _ . — Nack)dem die Vorlage zur Einführung des Stimmrechts für Frauen im Unterhanfe gefallen war, Ocr- ammelten sich die extremen Frauenrechtlerinnen, um die da- >urch geschaffene Lage zu besprechen. Die Versammlung nahm einen sehr erregten Verlaus- es wurden revolutionäre Lieder gesungen unb die Regierung scharf angegriffen, weil sie die Vorlage nicht Triftig genug unterstützt habe, sowie ein neuer Angriff auf das Parlameutögebände für beit 20. März angekündigt. Erst in später Nachtstunde ging bie Versammlung unter lärmenben Szenen auseinander. Ein flprkes Polizeiaufgebot war erschienen, um Exzesse ber Frauen zu verhindern. Amsterdam, 10. März. Hiesige Blätter melden, b.rß zwei Prinzen von Dänemark und Griechenland in Sa« marang, Niederländisch-Jnbien, eintrafeu. Sie seien nicht beim Residenten, wo eine Wohnung für sic bereit war, sondern bei einem rcidxn chinesischen Händler abgestiegen, um Handelsbeziehungen an zu knüpfen. Die Blätter fragen, wohin es ühren soll, wenn bie Söhne gekrönter Häupter mit Musterkofferu in fremden Kolonien reisten. Diese Konkurrenz könnte den nichtprinzlichen Kaufleuten zienilich unbequem werden. K u t a i s (Rußland), 9. März. Es wurden gegen einen Wagen, in dein ein Renteikassierer in Begleitung von einem anderenRentei- beamten und zwei Polizeibeamten einen Geldtransport aussührte, von Unbekannten drei Bomben geworfen unb mehrere Rc- volverschüsse abgefeuert. Die Renteibeamten, ber Kutscher und die beiden Polizeibeamten wurden getötet, ber Kassierer unb vier andere Personen verwundet, das Geld im Betrage von 15 0 00 Rubeln geraubt. Die Täter sind entkommen. 663 • * Die schulpflichtigen Kinder sind, soweit sie ^>ie Volksschulen besuchen sollen, morgen und nächsten Donnerstag anzumelden. Dienstag vormittag 10—12 Uhr haben die Anmeldungen für die Stadtknabenschule und am Donnerstag in denselben Stunden die für die Stadtmädchen- schule zu erfolgen. • * Die engere Submission für die Herstellung der kreppen anlage auf dem Domanialhof Schiffenberg hatte folgendes Ergebnis: Von 12 Firmen, die zur Beteiligung ausgefordert waren, reichten 8 folgende Offerten ein: Schreinermeisler Louis Beil 1681 Mk., Cchreinermeister Karl Beil 1716 Mk., Schreinermeistcr Wilh. Bender 1475 Alk., Schreinermeisler E. H. Müller 1161 Mk., Cchreinermeister Karl Hahn 1586 Mk., Zimmermeister Georg Schubecker 1649 Mk., Zimmermeister Balth. Nuhn in Lollar 975 Mk. und Schreinermeister Hch. Schäfer IV. in Annerod 1614 Bit. * * Silberne Hochzeit feiern morgen Handelsmann Philipp Fischer hier und seine Ehefrau Helene geb. Nu hl. '* Ueder die Tagung des west de titschen Verbandes Nation al-sozialer und liberaler Vereine, die gestern hier stattsand, wird uns geschrieben: „Tie Tagung brachte eine lebhafte Aussprache über die politische Arbeit in den verflossenen Monaten und über die Aufgaben des enl- schiedenen Liberalismus nach den Wahlen. Ter Bericht des Parteisekretärs gab ein erfreuliches Bild rüstigen Voranschreitens der Organisation und guter Verbreitung der liberalen Gedanken, wenn es auch den mit dem Zentrum verbündeten Antisemiten in Marburg gelungen ist, Herrn von Gerlach zu verdrängen. Tas Verhalten der Nationalliberalen im Wahlkreis Waldeck, sow e in Marburg wurde gebührend besprochen, das Eintreten der Liberalen in Eschwege-Schnialkalden zu Gunsten des antisemitischen Kandidaten allseitig bedauert. Au bc:c regen Debatte, die von einer zukunflsfrohen Stimmung getragen war, beteiligten sich außer dem Vorsitzenden, Prof. ©leoefing-'Dlarbiirg, Parteisekretär Nuschke, Dr. Cahn, Graveur Haag und Oberlehrer Niethaus-Franksurt, Geheimerat Haupt und Dr. Vogt-Gießen, Bankier Balliu und Lehrer Freuden- stein-Kassel, Professor Nade und Profeffor Schückiug-Mar- jburg u. a.' • * DerLandeSverband der deutschenMilitär- vnwärler für das Großherzogtum Hessen hielt am Sonntag zu Darmstadt seinen ersten Verbandstag für 1907. Anwesend waren außer ca. 200 Vertretern und Mitgliedern der Vereine Darmstadt, Mainz, Offenbach, Gießen, Worms rc. auch der Ehrenvorsitzende des Teutschen Bundes General D. Kloeden-Wiesbaden. Die Berichte wurden genehniigt und hierauf der Verbandsvorstand, soivie die Kommissionen wiedergewählt. Von den angenommenen Anträgen sind hervorzuheben: Anträge des Vereins Mainz, daß Schritte beim Ministerium geschehen, damit den 2)lilitäraniuärtern bei Festsetzung ihres Tienstalters nicht mehr drei Alititär- bienstjahre in Abzug gebracht werden, zudem bei den ^Beamten des Reiches und fast aller deutschen Bundesstaaten dieser Abzug nicht stattfindet, inzivlschen auch längst eine zweijährige Dienstpflicht eingeführt ist, daß ferner eine einheitliche Regelung der AnstellungS- und Pensionsverhältnisse unter Anrechnung eines Teiles der Mtlitärbienstzeit bei den Gemeindeverwaltungen herbeigeführt werde. Em Antrag Offenbach, die Zeitung des Bundes noch in diesem Jahre nut einem tüchtigen Berufsredakteur zu besetzen, wurde nach Bericht und Begründung von Wildenberg amb Muntermann-Offenbach dem Landesverband überwiesen, Ebenso ein Antrag Strack-Ulrichstein, alsbald bei der Regierung dahin vorstellig zu iverden, daß auch den Beamten nut einem Gehalt unter 2000 Mk. ein entsprechender Wohnungsgeldzuschuß zuteil werde. Zu Delegierten für den nächsten Bundestag werden Schupp-Darmstadt und Bohrmann-Mainz gewühlt. An Se. Kgl. Hoh. den Großherzog wurde eine Auldigungsdepesche abgesandt. /\ Dornholzhausen b. Hochelheim, 10. März. Heute smittag hat sich hier der Landwirt Peter Olbrich erhängt. — Rödgen (Wetter), 9. März. Die hiesige vielbesprochene Bürgermeisterwahl hat mit einer Glieder- läge derSozialdemokraten geendet. Trotz ihrer großen Bemühungen siegte der Landwirt Ehr. Hensel, der lange Jahre dem Gemeinderat, Schul- und Kirchenvorstand ange- -hörte. Frühere Gemeindewahlen riefen nicht selten Konflikte ('mit dem Kreisamt und den Behörden hervor, die sich weigerten, die sozialdemokratischen Kandidaten zii bestätigen. = Bad-Salzhausen, 9. März. Bei der Ausschachtung für gärtnerische Anlagen wurde eine zweite Schwefelquelle geflinden. Es ist möglich, daß sich neben der seitherigen Schweselwasser - Trinkkur auch Schwefelwasserbäder ^einrichten lassen. le. Mainz, 10. März. Am Zollhafen scheute gestern morgen das Pferd des Hauptmanns v. Marschen von den Pionieren vor einem Straßenbahnwagen. Der Offizier wurde abgeschleudert und stürzte mit dem Kopse gegen eine Trottoirkante. Schwer verletzt und bewußtlos wurde er ins ^Lazarett gefahren. fc. Aus Rheinhessen, 10. März. Das in der Sandgrube des Landwirts Glöckner in Esselborn gefundene Skelett eines vorsintflutlichen Tieres (Mastodon) dürfte aller Wahrscheinlichkeit nach vollständig vorhanden sein. Bis jetzt wurden der Ober- und Unterkiefer, die Schenkel, vier Rippen und der Halswirbelknochen freigelegt. sd. Darm sta dt, 10. März. Tie Abiturientinnen des hessischen Volks sch ul l e h r erinn en-S emin ars in Darmstadt, 25 an der Zahl, feierten heute i in Kaisersaal in Anwesenheit des Direktors, sowie der Lehrer und Lehrerinnen ihren 'Abschied durch eine sehr anregende und unterhaltende Veranstaltung, die durch Gesang, Borträge und Ansprachen gewürzt war. Auch em flott gespieltes Theaterstückchen füllte einen Teil der Unterhaltung aus. X. Hanau, 10. März. Im Dorfe Breitenborn bet Gelnhausen wurde vor einigen Wochen auf Veranlassung der Staatsanwaltschaft zu Hanau die Leiche der im Alürz vor. IS. verstorbenen Frau des Jagdaufsehers Schar wieder ausgegraben, da sich mit der öeit Verdachtsmomente ergeben hatten, daß die Frau keines natürlichen Todes ge- starben sei. Der Verdacht richtete sich gegen den eigenen Gatten, den Jagdaufseher Schar. Die von dem Genchts- chemiter Dr. Popp-Franksurt a. M. vorgenommene Unter- luchung gewisser Leichenteile der verdorbenen Frau ergab das Vorhandensein von Strychnin, so daß der Anschein bc§ Giftmordes vorlicgt. Schar wurde daraufhin verhaftet. 8. Wetzlar, 9. März. Heute morgen ereignete sich in einem hiesigen Werke ein bedauerlicher Unglücksfall. Ein 20- jähriger Bursche, Wilhelm Becker aus dem benachbarten Raunheim, der Montagearbeiten ausführte, stürzte infolge der Glätte ab und zog sich durch Verbrennung derartige Verletzungen zu, daß er bereits auf dem Transport nach dem städtischen Krankenhalise starb. § Aus dem Kreise Wetzlar, 11. März. In den letzten 14 Tagen sind unsere Schweinepreise von 68 auf 60 Pfennig gefallen; einen solchen plötzlichen Preissturz haben wir lange nicht mitgemacht. Infolgedessen wandert jetzt noch manches Borstentier in die eigene Bütte, das anderenfalls zur vollkommenen Mast gebracht und an den Metzger abgesetzt worden wäre. Voriges Jahr um diese Zeit wurde das Pfund mit 74 Pfg. bezahlt. [] Marburg, 10. März. Auf dem Flur der mediz. Universitätsklinik wurde heute eine von den früheren Assistenten des im vorigen Jahre in den Ruhestand versetzten Direktors der medizinischen Universitätsklinik, Geh. Mcdizinalrat Prof. Tr. Ma nnkopff gestiftete, diesen darstellende Bronzedüste in feierlicher Weise enthüllt. Ansprachen hielten Dr. KlaaS-Siegen und der jetzige Direktor der Anstalt, Prof. Dr. Brauer. Ter greife Geh. Medizmalrat Prof. Dr. Mann- kopff dankte tiefgerührt für die Ehrung und verband damit ein Gedenken an feine 40 jährige Tätigkeit als Leiter der Anstalt. __________________________________ (Sin Lehrer als Mörder. In dem Morbprozesse gegen den bereits wegen Ermordung einer Schülerin zum Tode ueuirteiltcn Lehrer Wi filier, fand die Verhandlung vor dem Schwurgericht in Bayreuth statt. Tie An- Ciage wart ihm vor, auch seine Logiswirtin in Veyreuth zurzeit ferner einjährigen Dienstzeit, die W i t io e Ende r S, ermordet zu haben. Ter Angellagte, der früher gestanden halte, bat sein Geständnis widerrusen, und so mußte em langwieriger Indizienbeweis erhoben werben. Nach zweitägiger Verhandlung wurde das Urteil gesprocheii. Müller ivnrbe wegen Ermordung der Frau Enders in Bayreuth z u m Tode und zum dauernden Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte verurteilt. Damit ist bereits das ziveue Todesurteil gegen Müller ergangen, da er auch das Schulmädchen Verla Wunschelmeycr in Dürnberg m Cberiranfen er mordet Hal. Es ergab sich, daß Müller schon feit längerer Zeit auf das hübsche und für sein Alter ziemrich enttoiaeite Su-ulnürdchLn ein Auge geworfen harte. — Am 26. Juni v. I. hatte die Kleine eine Aussatzarbeit schlecht geschrieben und mußte deshalb auf das Geheiß Müllers nachsitzen. Ms sie mit ihrer Strafarbeit fertig war, sand sie die Tür des Schulhauses, in desfen oberen Räumen Müller als Schulberweser hauste, berschst» seit. Sie rief dcsr>aU> den Lehrer, worauf dieser sie mit in sein Schlafzimmer wahm unb sie dort mißbrauchte. Als er einsehen mußte, daß seine Tat sofort entdeckt werden würde, weil das Kind Verletzungen davongetragen hatte, machte er mit einem Strick eine Schlinge zurecht und warf diese dem am Spiegel auf sein Gehcitz sich läniinenden Kinde über den Kopf, um es $u erwürgen. Das Kind stürzte auch zu Boden, schrie und>warf die Arme in der Lu.t herum, ohne jedoch zu ersticken. Nunmehr nahm älter ein Veil und schlug auf den Kops des sich bereits wieder aufritgtenben Kindes, das mit einem lauten Ausschrei zusiammenbrach. Müller warf ihm dann eine Decke um beit Kopf, damit das Blut nicht umherspritze und schlug weiter auf sein Op>er ein, bis es tot war. — Den nach ihrem Kinde suchenden Eltern erklärte er, das Kind vormittags stach der Schule heimgeschlckt zu haben. In der Nacht schlief er Mit der Leiche zusammen, wurde aber dann rwn Grauen überwältigt, weil in demselben. Zimmer das Totenbett seines eigenen Kindes sich befand, dessen 'Kutter damals auf mehrere Wochen verreist war. Gegen Mitternackst schleppte er das Kind in den Wald und versteckte es dort in dem Ofen eines Flachsbauem, wobei er jedenfalls annahm, daß die Seidje beim Ftachvdörren mit verbrennen würde. Doch wurde die Leich: Ijier wenige Tage später gefunden. Müller suchte seinerseits den Verdacht auf den Bürgermeister Dorsch von Dürnberg zu lenken, und erst die auffällige Tatsache, daß er, obwohl er der Klassenlehrer des Mädchens gewesen war, nicht an der Beerdigung seines Opfers teilnahm, brachte den unglücklichen Vfater des Kindes zn der Behauptung, daß Mütter der 'Marder seines Kindes sein müsse. Nacypem Müller dann ein teilweises Geständnis abgelegt, ergab die spätere Schlvurgerichtsverhandlung den vollen Beweis für seine Schuld, sodaß er dainkals wegen des Atordes zum Tode und wegen des Sittlichkeitsverbrecheiis zu ad)t Jahren Zuchthaus verurteilt wurde. Im Lause der Voruntersuchung jenes Prozesses tauchte nun der Verdacht auf, dsig Müller auch der Täter in einer mysteriösen Mordasiäre sein könnte, die sich bereits vor acht Jahren in Bayreuth im Hanse der Privatierswit-oe Enders ereignet hatte. Verschiedene Zeuginnen in dem Wunschelmeyer-Prozeß halten befunbet, daß der Lehrer Müller sie wiederholt in schamlosester Weise belästigt hatte, und in einem Falle hat eine Gastwirtsirau ihn sogar nachts unter ihrem Bett gefunden, wo er einen günstigen Zeitpunkt zu einem Sittlichkeitsattentat aus sie abpafien wollte. In derselben Weise war in der Nacht zum 2. Mai 1898 die Privatiere Enders in Bayreuth von einem Sittlichkeitsverbrecher überfallen und infolge ihrer Gegenwehr schließlich ermordet wordcn. llndurchdringlichLs Dunkel lagerte feit Jahren über- dieser geheimnisvollen Arordlat, und zahlreiche Personen hatten unter dem Verdacht der Täterschaft zu leiden. Zn diesen gehörte auch ein Einjährig-Zreiivilliger Namens Merkel, der zur Zeit des Mordes bei Frau Eirders geivvhnt hatte. Er wurde über seine vorübergehende Verhaftung dermaßen tiefsinnig, daß er nach seiner Frei- lajjung nach Amerika ging, um den Leuten aus den Augen zu Dom men. Sein Vater starb aus Kummer darüber und feine Mutter wurde wahn,innig. Niemand dachte damals an Müller, der ebenfalls als Erniahrig-Freiwilliger bei Frau Enders ge» wohnt hatte und der die Tat erst unmittelbar nach seiner Bert urteüung im Wünschettneyer-Prozeß eingeftanb. Und zwar hatte ihm damals der Untersuchungsrichter bla.b nach der Fällung des Todesurteils plötzlich den EäMdel der F-rau Emders vorgelegt und ihn aufgefordert, auf diesen Kops zu schwören, haß er den Mord nicht begangen habe. Dia begann der 9Jlöröer zu toeinen und gestand, dag er die Fr!au zunächst vergewaltigt, dann ermordet und schließlich auch beraubt habe. Ihren zertrümmerten Sckwdel harte er ganz mit Bettstücken umbunden, die Pulsader des linken Arms geöffnet und cm Messer daneben gelegt, um den Anschein zu erwecken, als ob Die Frau Selbstmord begangen hätte. Bei der Urteilsverkündung begann der Angektagie zn Killern und nmßie von zivei Gendarmen unter Die Arme gefaßi werben, da er umzusinken Drohte. Er louröe mehr hinausgetragen als geführi und dann foiort in den Geiangenemvagen gefetzt, der ihn nach deni UnicrluchnngsgeiäiignlS zuriickiührle. Aili dein Wege dahin begleiteten Kinder und Erwachfene den Wagen nut lauten Verwünschungen. Von Interesse au? dem Zeugeuverhor ist die Vernehmung der Gastwirts,vitive Fra u Seutz ans Thurnau. unter deren Bett der Angeklagte bei einer irühcren Gelegen bett geiunöen worben war. Tie Zeugin, eine Frau m initiieren Jahren bekundet, baß Aiüller öfter in ihrer Gastivirtjchait war. Ihr Alami fei 1901 gestorben und lrotzbem habe sich Aliiller nicht g.icheut, wenige Wochen nach dem Tobe ihres Alaimes ihr einen pelratsanliag zu machen, eie habe gejagt: Sie sind ja auch verlobtl Taram sagte er: Da konnte ich mich ja ^scheiden la j f en". Die Zeugin antwortete karaus, wenn man mit jolrl.cn Gebanlen umgeht, so niöchte ich einen solchen 'Dlann nicht haben. Im Winter 19U2-03, tu rj vor ber Hochzeit Müllers, habe sie ihn emes Tages unter ihrem Bett aeiunbciu Tret-, viermal habe sie geruien, bas GerLüsch sei weiter vernehmbar geblieben. Daraus habe sie nach' ihrer Alagb gerufen, die un selben Zimmer schlief, sie sollte einen Stecken holen. Das Diäbchen kam atich heran itnb ging wieber hinaus. Jetzt kam Atüller hervor; er sagte: Tu sei doch ruhig, ich bms ja. Ich will zu dir hinem. Ich sagte, nein, so etwas tue ich nicht. Geh zu deiner Braut. Müller sei mehrfach in sie eingebrungen, bis bie Atagd gekommen fei. Ta bat er: Verrat mich nicht, sprich nicht so laut, daß ich Nicht enbeeft werbe, sonst komme ich um Amt und Brot. Sie habe ihm die Hand gegeben und versprechen müssen baß sie nichts sagen würbe. Tann ging er. — Angell.: Ich bin nicht unter ihrem Bett gewesen. (Bewegung.) — Zeugm (treuherzig): Sie, Herr Müller, Ste waren schon unter meinem Bett. — Angell.: Plein. Ich bin nicht int Bett gewesen. — Bors.: Tas hat ja auch Niemand behauptet. Aach dem Plaidoyers des Staatsanwalts und des Verteibigers, welch letzterer beantragte, euent. nur Totschlag anzuiiehmeu, richtete Alüller mit weinerlicher Stimme noch folgenbc Worte an die Ge- fchworenen: Ich möchte den Herren nur noch sagen, daß es mir ganz gleichgültig ist, ob Sie Ja ober Nem sagen. Die Gnabe würbe für mich auch ganz utiangebracht sein, beim es ist keine 'Milde, noch Jahre hlndnrch von Gewissensbisfen gefoltert zu werben. Ich habe mir bie eine Bitte, möglichst schnell aus ber Welt zu lommen. Aber ich sage zum Schluß: Ich bin nicht schuldig und 'ühle mich auch nicht s ch u l b i g a ii bcr Ermordung der Fr au Enders. Arbeiterbewegung Paris, 10. März. Tie Elektrizitätsarbeiter haben heule morgen bie Arbeit wieder a u f g e n o m in e iu Die meisten ihrer Jordernngen besonders bezüglich ber Pensionen, würben bewilligt. Sie haben aber die Erklärung abgegeben, baß bei Nichtinnehauimg der gemachten Zngestäiibutsse foiort ber Streik wieber au'genonimen würbe. Gegen 11 Uhr abends brannten gestern un Zentrum wieber überall bie eleftr. Lampen. Tie Zeitungen erjchi.nen zrunellt mit bcbcutenben Verspätungeti. Turin, lu. März. Tas Zentralkomitö ber italienischen Tabakar beiter proklamierte vom 11. 'März ab ben Streik iu allen staatlichen Tabakiabriken. miiö verkehr, polkrwirtsehast. Frankfurter S t a b t a n l e i Ij e. Laut heutiger Anzeige liegt bei ber hiesigen Filiale ber Mitteldeutschen Kreditbank eine Amneldungsliste für die von ber Bank un Verein mit anberen Btikamslituten übernommene Anleihe von 9 Millionen Mark auf Hessische Laubes Hypothekenbank, Akt. - Ges. in Dar m st a b t. Wie aus dem Geschäftsbericht des Instituts, ber dieser Tage erscheinen wirb, hervorgeht, hat sich ber Cbligationen- umlauf um 2b.8 Atill. auf 70.6 Mill. 'Mk., ber Darlehensbeslanb um 24,4 'Mill, auf 74,5 Mill. Alk. erhöht. Die neuen 4°/0 igen Pfandbriefe und Kommunalobligationen sind bereits in sirank- mrt a. 9)1. und München zugelasien; ihre Einführung an den Börsen von Berlin und Leipzig soll bemnächst erfolgen. Auswaiibe r u n g. Auch un lausenden Jahr nimmt bie Ausivanberung über Hamburg unb Bremen eine größere Aus- beljnung an. Im Januar bia . te ber Verkehr über bie beiden deutschen Häfen eine Steigerung um 40ü0 Personen gegen Januar 19u6 und die Zahlen des Februar sind um 2000 Personen höher. Berlin, 8. März. Bank für Handel und I n b u |t r i e (Dar m städter Bank). Der Auisichtsrat beschloß in seiner heutigen Sitzung, ber Generalversammlung für bas Jahr 1906 bie Verteilung einer Dividende von 8 Prozent vorzuschlagen. Ter Bruttonutzen beträgt pro 1906 mfl. 293 339.95 Mark Vortrag aus 1905 21521 0-10.77 WIL hiervon ab bie Handlungskoiteu, Steuern, Tantiemen an den Vorstand und die Cberbeanuen, bie Gratifikationen an die Beamten, bie Zuwendung an ben Penliions- ’onbs und für wohltätige Zlvecke 7 990 374. 'Mk., Abschreibuilgen auf Immobilien unb Mobilien 459107.58 'Mk., zusammen 8 449 481.78 ; verbleibt oeiteilbarer Nemgewinn 13071 558.99 Aik. Tie Einnahme verteilen sich folgendermaßen: Zinsen für 1006 6 658180 73 'Mark (1905: 6 460168.20 Mart), Provisionen (5139 746.15 'Mk.), Gewinn auS Effekten 3169 687.73 'Mk. (4 0i8 648.08), Geivlnu aus Finanzoperationen 3568 444.68 Mark- (5091513 24 Alk.), Gewinne aus dauerndeii Beteiligungen an Banken und Bankgeschäften 1857 475.69 Mk. (1040 478.26 'Mk.), Valuten Mk. 758 475 83 'Mk. (58t 280.54 'Dit; Tiverse Eingänge 17 652 34 'Mk. (65 239.77), Vortrag vom Vorjahre 293 339,95 'Mk. (188 643.48 'JJit. Tte Bilanz ergibt folgende Ziffern: 1. Passiva: Grundkapital 154 000000 'Mk. (154 000 OoO 'Mk.), Gesetzliche Reserve 19 000 000'Mk. (19 000 0 0 'Mk.), Besondere Re>erve (ueie Reserve) 10 500 000 'Mk. (10 500 000 Mk.), Tratten 78 495 271,42 Mk. (88 903 573,94 Aik.), Unerhobene Tividenben von früheren Jahren 19 956,58 Mark (22 025,98 Mark), Vorgeschlagene Divibenbe 12 320 000 'Mark (12 320090 'Mark), Kontokorrent-Kreditoren 315 765 870,47 Alk. (296 421570,43 Alk.), iXejeroe lür noch auS- stehende Alarknoten der früheren Bank für Südbeutichland 33 vOO 167 900 Alk. (176 900), Regulierungskonto ber ^ilial Hannover, fällig 1911 3 250 000 Alk. (3 475 000 Alk. 2. Aktiva: disponible Fonds 229 926 611,55 Alk. (221 423 284. Mk.) nämlich: Wechiel 108 083 850,90 Mark (94 960 699,34 Alark), Kaffe uifl. (Soupons 26 825 690,18 Alark 26 151 069,68 Alark). NostrüGuthaben Alk. 21 631 441,45 (Alk. 28 052 936,34), Reports ii. Lombards Alk. 73 380 6-9,02 (Alk. 72 258 679,34), Effekten 'Mk. 46 816,977,77 (Alark 52 173124 94), Debitoren Alark 228 076 441,42 (Mark 225 019 045,88), Dauernde Beteiligung an Banken und 'Bankgeschäften Alk. 30 356 474,14 (Alk. 29 878 858,26), Immobilien abzüglich Amortisation Alk. 10 934, 193,10 ('Mark 9 723 034,08), Aktlv-Hypotheken'Konto Alk. 535 246 (Alark 577 671). Die Avale beliefen sich auf beiden Seiten ber Bilanz auf Alk. 12 070 798,89 gegenüber Alk. 16 638 491,93 un Vorjahr. Märkte. fc. Frankfurt a. M., 11. März. (Orig.-Telegr. des „Gießen Anz.") Amtliche Slotierungen ber heutigen Fruchtmarktpreise. Weizen Alk. 18.75—00.00, Kurhessischer Alk. 18.75—00.00, La Plata Alk. 20.25—21.00, Kansas Alk. 20.25—21.—, Roggen (hiesiger) Alk. 17.50—17.7;), Gerste (Weiterauer) Alk. 18.00—18.75, Franken- ielder Alk. 18.50—19.—, Hafer 18.75—19.50, AlaisAlk. 13.75—14.50, '4Leijcninel)l 27.50—28.25, Al. 00—00, 2. Qualität Alk. 25.25 bis Alk. 26.25, 3. Qualität Alk. 23.25—23.75, 'Jtoggenmel)l 0 Alk. 26.50—27.00,1. Qualität Alk. 25.50—26.00, Weizentleie Alk. 10.00 bis Alk. 10.50, Roggenkleie Alk. 11.00—11.2.), Alaiskeime Alk. 11.00 bis Alk. 11.50, Franken, Pfalzer, Rieb Alk. 18.50—19.25. Alles per 100 Kg. ab hier. tc. Frautsurt a. M., ll.März. (Telegr. Orig.-Bericht bes .Gieß Tlnz/). Amtl. yiotierungen der heutigen Viehmarktpreif e. Zum Verkäme standen: 492 Lchsen, 4i ans Ce|ierreicl), 54 Bullen, 00 aus Oesterreich, 0 aus Tänemark, 869 Kühe, Fersen, Stiere unb 9linder, 0 aus Tänemark, 341 Kälber, 3i3 Schafe unb Hämmel, 00 Schafe ans Oesterreich, 2 Ziegen, 1579 Schweine. BezahU würbe für lOoPstmb Schlachtgewicht Lchsen l. Lualitai 79—82 Alk^ 2. Qual 72—75 'Mk., 3. Qual. 64—67'1)11.; Bullen 1. Qual. 11 bis 75 'Mk., 2. Qual. 67—69 'Mk.; Kühe 1. Qual. 72—74 DiL, 2. Quall 68—70 Alk., 3. Qual. 60- 62 Alt, 4. Qual. 00—00 Alk., 5. Qual. 00—OOAik. Kälber: l.Qual.100—104Pfg., Lebendgewicht 60—62 Pf», 2. Qual. 8u—90 Big., Lebendgewicht 50—54 Psg., 3. Quast 00-00 Pfg., Schlachtgewicht 69—72 Pig., Schafe: I.Qual. 80-83, 2. Qual. 76—78 Pfg., 3. Qual. 00—00 Psg.; Schweine 1. Quast 59—60 Pfg., Lebdgew. 47.00—00.00 Psg., 2. Qu.58- OOPig., Lebend- gew. 46.00—00 Pfg., 3. L-nal. 52—54 Pfg. Lebendgew. 00 P'g. Geichäft: bei Hornvieh schleppend, Ucberflanb uubebeutenb, bei Kleinvieh gut, tem Heberfianb. (EiiujcjanOt» Noch einmal vb i e Verhältnisse im Gerichts- f ch r e i b e r i a ch". Als ich vor einiger Zeit auf einen ähnlichen Artikel an dieser stelle erwiderte, war ich un Zweifel, ob er aus ber Feder emes Kollegen Hammen foUie. Zn meinem Bedauern sehe ich nun, baß dies hinsichtlich des „Eingesandt" tn 'Jir. 52 b. Bl. ber Fall ist '■I8ül)l bie meinen Gerichtsschreibereibeanrien werben aus bieje Tat> jache ruchts weniger als stolz fern. Sicherlich ist es bas Beftreben eines jeben Beamten, aut lebe zuläisige Art feine Besserstellung ijerbeuuiübren. Aber keine Beanuenlaieaone ist mir bekamu, bie Misere Mitglieder davon in Kenntnis, dast Flett, LokmotiiWttr i. P VU/s am SmnStaa abend verschieden ist. BW, soll 4 Eichen nut 34,68 Fstm., 50—59 cm 01624 56 ii und Reisstangen. Fichten mit 35,95 Fstm., 7—11 cm Dchm., bis 18 m Länget 2,36 5—6 Beerdigung wird gebeten. Der ifcoritaui). Knüppel: Reisig: 1700 1708 Vor- 4. Giesten, den 11. März 1907. D11/. Bu/3 Wagnerholz Schnittholz Bauholz 460 111 ii n 1. 2. 3. 22 16 20 17 u 0 Rm. Eichen-9lntzsch(it für Küfer geeignet, 9x111. Eichen--Nichtniippel für Wagner geeignet. 3. Borirandswahl. -L Anträge tau: tz 36 des Statuts, ö. Berictneüeues. 65 Rm. Buchen, 53 Rm. Eichen, 20 Rm. Kiefern, 10 Rm. Fichten. 2360 Buchenwellen, 1200 Eichenwellen, 240 Fichten- wellen. 20 Rm. Buchen, 56 Rm. Eichen, 53 Rm. Fichten. 15,95 15,15 6,79 1,09 21,29 Derb Stöcke: 18 4 Wir setzen unser Kollege Moritz 40—49 30—39 19—29 46—51 12—33 KarB Haas, Bäckermeister und Frau, Minna geb. Weise. Die glückliche Geburt eines gesunden Jungen zeigen hocherfreut an Die Beerdigung findet Dienstag nachmittag 4 Uhr von der Kapelle des alten Friedhofs aus statt. v11/. Eichelsdorf, den U. März 1907. Grogherzogliche Oberförsterei Eichelsdorf. iUtaniL Die Beerdigung findet Dienötag, den 12. d. M-, nachmittags 4 Uhr auf dem alten Friedhof statt. Um zahl- reiche Beteiligung wird gebeten. Der Vorstand. Tagesordnung: Bericht über die Tätigkeit des Zweigvercins. 9iechnnngsablage. Beschlustsassung über Anträge von Seiten des standcs oder einzelner Vereinsmitglieder. Vorstandsivahl. Todes-Anzeige. Gestern Morgen verschied infolge eines Unglücksfalles mein treuer Gatte, unser lieber Barer, Sohn, Bruder, Schwager und Oirtel Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Elisabeth Müller. Giesten fRahrungsberg 6), den 11. März 1907. Tie Beerdigung findet Dienstag den 12. d. Mts., nachm. 4 Uhr von der Kapelle des neuen Friedhofes aus start. Familie Größer. Steinbach-Hausen, den 11. März 1907. MriginnL-Orahtirrelduttgen. Madrid, 11. März. Eine hier gefundene Bombe war von der gleichen Konstruktion wie diejenige, welche seinerzeit gegen den Wagen des Königs Alfons geschleudert wurde. — Der gestrige Wahltag ist ziemlich ruhig verlausen. In Madrid wurden einige Perloncn verhaftet, welche unberechtigt ihre Stimnre abgegeben hatten. In Barcelona herrschte bei der Wahl graste Eregung. Zwischen Anhängern und Gegnern der Konföderation kam es zum Handgemenge, wobei eine Person getötet und mehrere verwundet wurden. Tie Anhänger der Konföderation erhielten in Barcelona die meisten Stimmen. Für die Hinterbliebenen: Frau Realleiirer Seipp Witwe. Giessen (Westanlage 20), den 11. März 1907. Die Beerdigung findet Dienstag den 12. März, nachmittags 3 Uhr, auf dem alten Friefhof statt. 1703 ^ürgergeseE sSrfBatt. Wir erfüllen hiermit die traurige Pflicht, unsere Mitglieder von deut Ableben unseres lieben Ehren- und Borsiandsmitgliedes Herrn Moritz F’iett in Kenntnis zu setzen. Um zahlreiche Beteiligung bei der nachvcrzeichnetes Holz versteigert werden: Freitag, den 15. März l. I. Bau- und Nutzholz. A. Stäm m e. Eichen mit 8,03 Fstm., 60 und mehr cm Durchmesser, Schnittholz Herr Heinrich Müller im 28. Lebensjahre. Um stille Teilnahme bittet Holzversteigerung. In dell Waldungen der Gemeinde Mainzlar, in den Distrikten Schabenberg, Eichwald und Zwischen den Gräben Zwcigverein vom Rosin Kreuz in Gießen. Tanklaguna. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei unserem schweren Bertuste unseres nidjt ganz 18jährigen Sohnes, Bruders, Schwagers und Otttels Wilhelm sowie für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Haacke, für den erhebenden Gesang des Gesangverems Gernlania, für die zahlreiche Beteiligung des Turnvereins mrd für die vielen Blumenspenden sagen innigsten Dcuck Die tieftraucrudcu Hinterbliebene«: Der Vorsitzende des Zweigvereins vom Rote« Kreuz. Wiener, Verein Amicitia. Wir erfüllen hiermit die traurige Pflicht, unsere Mitglieder von dem plötzlichen Abtebeii unseres langjährigen 'Mitgliedes Heinrich Müller geziemend in Kenntnis zu setzen. Die Beerdigung findet Dienstag nachmittag 4 Uhr vom neuen Friedhof aus statt. lZusammenkunst 3 Ubr bei Mitglied Spuck). 11707 Lettnmeu-Vercm ließen Wir erfüllen hiermit die traurige Pflicht, unsere 'Mitglieder von dem Ablcbeir unseres Kameraden nfloritz Fiett geziemend in Kenntnis zu setzen. Der Vorstand. Die Beerdigung findet Dienstag den 12. d. Mts., nachmittags 4 Uhr von der Kapelle des allen Friedhofs aus statt. Hu* schönen Mädchen nur ber Myrrholin-Seife. (be/n Dchm., Schnittholz „ * e • "«>«--ilUjch, 1 Kreuibank eine ;;e,n "-it anderen ans k' jlll-tieL in >e§ Jchiints, der ^dligalioiien. ^arlehensbestand e neuen 4'/.iflü ^re'ls in graut- iiuljvung an bin lolgeu. Äahr nimmt die ue Mcrr Am- über b\e derben nen -ezeu Januar b Personell hoher, i und jnbunni beschloß in seiner das Jahr 19u6 tu ent vorzuschlagen. •9.95 Mark 'Dourag t handlungsloslen, : Cberbeanuen, die f an den Peniuolis- Bit, Abschreibungen Ü Alk., zusammen i 13U/16oä.tiU W. Julien für 1906 avt), A'wvi/'loiien 3169 (Hf7.73 M. 566444.68 Mack öeleillMtzen an LU40titi:i6 'Lll.j, Averse iXingmifli e 292 33ö,uö M fern: 1. Passivem Lesrtzliche Reit« oe (iieie Diesem b 495 271,42 'M früheren ^ahw: igene Dividendr [ücvent'ftieoitoten >e na noch aut- c Süddeuhchlant der stilial pan' > mit. 2.2iüiua; 184. 'M) ndinliffl. s 'l'iüif), MH 91069,6« Mark). 2996,34), Report; w), (jpefien M ff 226 076441,42 an sanken und i9K\ Immobilien M 97230'44,08), 671). Die Ävall Samstag, den IS. März l. I. in denselben Distrikten. Brennholz. cheiter: 74 Rm. Buchen, 60 Rm. Eichen, 2 Rm. Kiefern. Buchen „ Fichten „ B. ?l,Me n, > fie (or]|e vnch l»ib Q nte einj 1 leitetet e- nein > ev / i11 fie deck, Hj*. ™ertQt Ich 6i„ .2««« * 9e.h ba b*e ien. 9)7, ” >n>r k»n es Miert ii, te,|te 7» taff» "'««bun b“‘ Bekanntmachung. Aus Beschluß der Stadtverordneten-Bersauluuun.q soll das Ortöbaustatut für die Stadt Giesten den nachstehend abgedruckten 'Nachtrag erhalten. Der Entwurf hierzu liegt zur Einsicht in der Bürgermeisterei, Zimmer äir. 15, ofien. Einwendungen find, bei Vermeidung deö Ausschlusses, bis spätestens zum 31. März ds. Js. bei uns anzubringen. Giesten, den 9. März 1907. Grostherzogliche Bürgermeisterei Giesten. Bu/s I- B-: E ursch mann. § 1. Für die Ost-, Süd-, West- und Nord-Anlage wird offene Bauweise vorgeschrieben. 8 2. Die an diesen Strasten zu errichtenden Gebäude dürfen nicht mehr als zwei Stockwerke über dem Erdgeschost enthalten und müssen von den Rachbargrenzen mindestens 3 Meter entfernt bleiben. Ein Vorspringen von Treppen, Erkern, Balkons usw. bis auf 2 Meter Abstand von der Rachbargrenze in zulässig. 8 3. Die Errichtung von Seiten- und Hintergebäuden ist nur mit besonderer Genehmigung der Stadtverordneten-Versammlung und unter den von dieser ettva zu stellenden Bedingungen zulässig. § 4. Alle von einer Straste aus sichtbaren Äustenseiten der Vorder-, Hinter- und Seitengebäude müssen eine gefällige architektonische Ausbildung erhalten. 8 5. Anlagen, die unter den § 16 der Gewerbeordnung fallen, sind in den in 8 1 genannten Strasten unzulässig. § 6. Diese Bestimmungen treten mit ihrer Veröffentlichung in Straft Statt besonderer Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten die tranrge Mitteilung, dass unser lieber Vater, Grossvater, Bruder, Schwager und Onitel Herr Moritz Fielt Lokomotivführer i. P. Samstag abend 7s/t Ubr plötzlich sanit entschlafen ist. Um stille Teilnahme bitten Karl Ohr und Familie Hubert Flett Giessen (Weserstrasse 4), den 11. März 1907. Die Bcerdieung findet Dienstag, den 12. März, nachm. 4 Uhr von der Kapelle des alten Friedhofs aus statt. •asS 1574 Der Vorstand. „ „ 11 Die Hanptverfam mitt» g ftndet Montag, den 25. März l. Js., abends S1^ Uhr, im Lokale des (Lass Ebel dahier statt, wozu die Mitglieder des ZweigvereinZ hiermit ergebens! eingeladen werden. lelegr. des Ä-mark-PM'-. ,75-UU.00/^|,la, Skogge» ' i > i.00-16.70, ijM J» stialüal M “ 75, ssrW* |ieÄ 0 I .nib vai»"^ Lchaleuw 79-62 LunllilÜMn 72-''** 'f. luw« jo-oo üldgeiv'chl ^iQl mse: h i Oud1- Lchweu't ; - Ilio Gastwirte-Kranäenkasse Giessen E. H. Dienstag, den 12. Marz 1907, nachmittags 4 Uhr im „Royaf Sellersiveg GeneraL-Bersammlung Tages-Ordnung: 1» Jahresbericht. 2. Avuahuu: der JahreSrcchnung und Dechargrerung des Rechners. müssen. Giesten, den 9. März 1907. Grostherzogllche Bürgermeisterei Giesten. _________I. B.: Eur sch mann.________ , im r aus d^ v va. «»«ff 5 sti jp. .ui biel^ veld-"ßU' syelit^f. - Vermifd>t€s. ♦ Köln, 11. März. Zu einer aufregenden Szene .kam es unweit der Station Wckdbergen in dem nach volland ial;rcni>cn Zuge. Aus einem Coupä 3. Klasse erschollen leute ülseruse. Mehrere Reisende befanden sich in einem Kam P l mit einem Geisteskranken, der seine beiden Wärter iibcnuättigt hatte und auf das Bahnpersonal emdrang. Zwei A e a m t e w u r d e n s ch w e r v e r w u n d e t. Als der Zug Hie.t, sprang der Kranke vus dem Wagen und entkam im Dunkel ber Nacht. ___________________________ Bekanntmachung. Die Liste über die wahrend der Zeit vom 1. April 1907 bkS dahin 11108 zum Dienst in der Pflichlseucrwchr heranzuziehenden Personen liegt vom Erscheinen dieser Betanntmachung ab 8 Tage lang auf der Bürgermeisterei, Zimmer Nr. 2, osten. Während der Offenlegung können Einwendungen gegen die Richtigkeit und Boll- ständigkeit der Liste sowie Befreiungsanträge auf Grund der Orts- seuerloschordnung vvm 12. Juli 1892 nründlich oder schriftlich bei uns vorgebracht werden. t , Wir bemerken dabei, dast Einwendungen, die nur durch vorübergehende Abwesenheit von längerer oder kürzerer Dauer begründet werden sollen, schon im voraus als aussichtslos bezeichnet werden Holzversteigerung. Montag, den 18. März l. Js., werben aus uca Distrikten Duvv und Eilenkaute der Forstwarlei Langd versteigert: stamme: 1 Eiche L SiL — 0^8 Für. (75 cm Durchirr., 2 m lang, zu einer Sicher geeignet>, 2 Eichest V. Kl. = 1,25 Fm., 68 Eichen 11^7 §ur. (Wagnerholzh 12 Buchen, 111. IV. und V. Kl. Für., 14 Fichten V. ÜL = 3,32 Für. Nutzkuüppcl: 8 Rm. Ache, 4 rn lang, «cheiter: 403 Rm. Buche und 12 Rm. Eiche, lhunde Knüppel Nm.: 499 Buche, 27 Hainbuche I. Kl., 24 Hainbuche ll KU, 128 Elche I. KU, (hiervon 32 Rm. 4 m längs, 136 Eiche II. KU, 4 Eiche und 14 sichte. Kuikppclrcifig: 85 Nm. Eiche. Reisig (ge- wöhnU): 8v9 Rm. Buche. Stöcke Rm.: 112 Buche, 49 Eiche und 2 Frchle. Das zerstreut fitzende Windfall- und Dürrholz wird nicht vorgezergt und das in dem Distrikt EifenkaMe blau unterstrichene Brennholz nicht vcrsteigeru Das in diesem Distrikt zuui AuSgebot tmnmenöe Eichen-^taumcholz ist mit einem blauen X bezeichnet. >er grostte Leck des Holzes fitzt au Chaugeen. Beginn der Ber- tteigermig 10'/« Uhr vormittags auf der Hungen-Schotler Strahe in der ^>upp bei Dir. 1032. Wettere AuSkunst erteilt Grosth. Forft- wart Büttner zu Langd. * Prophet Elias II. f. Sn Chicago ift der Gründer von Zioncity, Doktor D o w i c, der sich selbst als Prophet Elias bezeichnete, g e ft er 6 c n. * Zugspltzbahn. In einer Wander-Versamniliing, welche der Verein zur Forderung dcs Fremden-Verkebres in München und im bayerischen Hochlande jiingH in Garinisch-Paricnkirchcu nblpelt, wurde Borirag erstattet über ein von Ingenieur W. A Müller in Dresden veriastles Projekt für eine Zugspitz-Balm. Wir geben aus dem Reieraie kurz Naehslehendes: Die Balm zerffilli in zwei Teile : die Talbalm und die Bergbahn. Die Talbahn beginnt nahe dem Bahnhof (Wannt ch-Partenkirchen und führt mit den Halte- iteUen Garmisch Bkarkt-Hammcrsbaeh-Höllentalklamm und Gramau- Badersee nach Eibsee (Bahnhof+ 1020 m) Maximalneigung 6'J°/00, Minimalradius 60 m, Svurweiie 1 'Dieter, Länge 11,8 km. Die Bergbahn ist als Seilbahn gedacht; die erste Strecke Eibsee- Riffel (4- 1820), Maximalsietgung 623 ° 00, 2320 m Seil»"änge; die zweite Strecke Riffel-Znasvitze mit durchgehends 666,6 °'ee Steigung; total tunnelliert, was für die Erklimmung solchee Höhen wohl das Richtige ist. Die Endstation soll auf die Südseite des Zugspitz> Massivs onf 2H00 m Höhe — 164 in unter den Gipfel — kommen, gedeckt gegen Norden, gegenüber Schneeserner und Platt. Länge der Strecke 2250 m, Gesamtlänge der Bahn Garmisch-Zugspihe 15,45 km. Ter Oberbau, ähnlich jeiicm der Mendelbalm; Betriebskraft Elektrizität. Tie Kosten sind auf vier 'Millionen Mark, die Bauzeit auf 3 bis 4 Jahre berechnet. Bei billigen Fahrpreisen ^Zuasplh-Rückiahrkarte 11.50 M.) und bei gering ver- anschiagter Personcn'requenz wird eine Gcsamtemnahme von 360 000 'Mark hcraiisgcrechnet, sodast eine Derzmsung des Anlage- kapitales von 4l/3—5°,0 in Aussicht steht — (W. A. AiüUcr rechilct 6° n). Stall jeder besonderen Anzeige, Samsta? ab'-nd 7 Uhr entschlief sanft nach längerem Leiden unsere gute Schwiegermutter und Grossmutter Frau Anna Katharine Soipp Witwe geb. Schneider im 87. Lebensjahre. Der jedesmalige Anfang ist vorin ttags 10 Uhr auf der Kreisstraste von Mainzlar nach TreiS an der Lehmgrube. Mainzlar, den 11. März 1907. Groszherzogliche Bürgermetsteret Mainzlar. Vogel. 1710 dies durch derartige Artikel versucht hätte, die nur geeignet sind, den ganzen Stand in den Augen des Publikums in Mistkredit zu bringen. Jedenfalls hat der Herr Einsender die Sache stark übertrieben. Tenn, wie ich s. Zt. schon da-.legte, sind bis jetzt noch alle Gerichto- schreibergehül^en, die mit dem vollendeten 20. Lebensjahre das Staatscrameii besiaiiden haben, durchschnittlich mit dem 3o. Lebensjahre als Assistenten angestellt woiden. Wenn nun jemand mit 34 Jahren noch nicht angestellt ist, kann er jedenfalls hierfür die Rc'Uiviinn nicht oerantworillch ninchen. Jpulplak drr oerrtnlytkn Frankfurter Ztadttheater. LperuhauS. Dienstag den 12. März, abends 7 Uhr: ^Tie lustige Witwe/ Schauspielhaus. Montag den 11. März, abends 7 Uhr: Zweites und letztes 6)ast!piel von Suzanne Desvrss mit ihrer französischen Ge- fellschait: ,Phsdre." Dienstag den 12. März, abends 7 Uhr: „ Ho s a null." vricfkcrsten Oer BcOaftion, (Anonyme Einsendungen bleib au unberücksichtigt.) Z. Der Nachtragsetat für Südwestafrika, der für die kriege- rischen Expeditionen (l‘Jü6) nachträglich die Summe von 29220000 Mk. fordert, winde debattelos gegen die Stimmen des Zentrums, der Polen und Soztaldemokrateii angeuommcn. Eine namentliche 'Abstinimimg hat nicht stattgeninden. (fticßcncv ÄZclicrdrcnst. BoranHfichtliche Witterung für Hcfien am TienStag, den 12. llllärz: Heuer und trocken. Biästtger Frost. Btästlge nördliche u.tznde. MN 3 Zimmer a’/i ___... '7WTMW1ESC------ f Wasche mit W Hausbursche Jakob Maternus, Klmlkstr.22. ["« wäscht am besten ui^ 2u>uuueii 40 Zentner [01613 r- grrtks WlcstNheu [ Läden etc. hv‘-/,0 gemahlene J Terpentin 8 Seife a Paoket 15 Pf. FF FF [1591 MWWW WWWMW EM Mietgeftrche GaMMMp 3 u-u erntt et en oiffttir Stellen Lanoenbrahm-Antliracit g Nusskohlen, Koks Union-Briketts, Klötze Eierbriketts, Holz PrcWbmeii 3loit Stuben empfiehlt billigst Schön mdbl. Zimmer zu verm. 13-173 Löwengasse 22, 11. Wegen plötzlich. Ertränkung des Kücheiimadcheiis gesucht. HosmannstrafieO. [01629 Für 15jähriges Mädchen aus guter Familie wird Stellung in gutem bürgerlichen Haute gejucht. Gute Behandlung Bedingung. Frau Wingenbach, Kreuzpl.6. fi örbe u. Stühle werden schnell u. billig geflochten. 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