L Telephon 1 t EnM-AvoM Ale heutige Yummer umfaßt 12 Settern als der -t.Wck M derungen der Sozialdemokratie nachdrücklich gellend gemacht wurden. Graf Posadowsky wehrte auch diesen Kritiker energischen ToneS ab. tltai Wra ilt billig Sitzung der Stadtverordneten. Gieren, 11. April. Anwesend: Oberbürgermeister Mecum, die Beigeordneten Cucschmann. Georgi und Heyligenslaedt; die Stadtverordneten: Brück, Dr. Ebel, Elchenauer, Emmelius, Euler, Faber, Dr. Gutfleisch, Haubach, Helfrich, Helm, Huhn, Jann, Aus dem Reichstag. R Berlin, 11. April. Don den zwölf Dutzend Initiativanträgen der Parteien, die wie ein Wettersturz in das Bureau des HauseS nieder- gegangen sind, haben nur wenige Aussicht, biS Pfingsten an die Reihe zu kommen. Man hat deshalb den altgewohnten Weg der Einbringung von Resolutionen zum Etat beschritten, um der Wählerschaft wenigstens die Beruhigung zu verschaffen, daß ihre Wünsche zur Sprache gebracht worden sind. Beim ReichSamt des Innern stehen etwa ein Dutzend Resolu» Honen zur Debatte, in denen die dringlichsten sozialpolitischen Fragen angeschnitten sind. Teilweise haben die Parteien zur Begründung der Resolutionen besondere Redner bestellt, ein Umflanb, der nichts weniger als ein frühes Ende der sozialpolitischen Debatte erwarten läßt. Es foinmt hinzu, das; auch die Wortführer der kleineren Fraktionen den Rahmen ihrer Darlegungen sehr weit spannen. Abg. Raab (Wictsch. Der.) ging in dieser Beziehung heute mit lockendem Beispiel voran, und die sich erweiternden und verschärfenden Lohnkämpfe an der Wasierkante rechtfertigen eS allerdings, daß der hanseatische Sozialreformcr sich mit diesen Berhältnisien ausführlich beschäftigte. Raab ift fein ungewandter Redner, aber er reicht nicht heran an den Abg. Dr. Mugdan (Fr. Vlksp.), dec mit wenigen Worten, aber wirkungsvoll die Stellung des Liberalismus zur Sozialpolitik kennzeichnele, nebenher gegen das Zentrum poleniisicrend. 9lun sprach der Vorkämpfer des nationalen Sozialismus, Mbg. Dr. Naumann. Alan gewann schon nach den ersten Sätzen den Eindruck, daß em Meister des Wortes vor dem Parlament steht. 2)1 it großer Aufmerksamkeit folgte das Auditorium dem packenden, durchweg freien Vorträge über das Wesen der sozialen Frage und die Haltung der Regierung zu ihr. Der andere Faktor der Gesetzgebung, der Bundesrat, kam bei Naumarm nicht gut weg. Es leuchtete auf in Sarkasmen gegen die „den Majoritälswillen des Reichstags vielfach ignorierenden^ Männer am grünen Tisch. Ueber Mangel. an gutem Willen zu beschleunigter Sozialreform könnten auch uie hohen persönlichen Eigenschaften des Grasen Posadowsly nicht hmweghclfen. Doch dec Redner wollte wohl nicht alle Bundesregierungen treffen. Er meinte nämlich in Sachen des Reichsverems- und VersammlungSrechts, Württemberg besitze ein vortreffliches Vereinsgesetz; man solle dieses getrost ins Reich hmübernehmen und nicht erst lange Erwägungen anstellen. Der gedankenreiche, mitunter vielleicht etwas zu wissenschaftliche Vortrag entfesielte stürmischen Bei- fall, besonders auch im Zentrum und bei der Sozialdemo- ’ratie. Die Regierung blieb nicht unberührt davon, Graf Posa- dowsky meldete sich sofort zum Wort — ein Erfolg Naumanns. Ter Staatssekretär machte sich freilich die Gegenrede nicht allzu.schwer: er stellte den nationalen Führer kurz und bündig als Ideologen, als Staatsphilosophen hin, desien Programm nicht nach Gebühr die nüchterne Praxis berücksichtige. In Deutschland sei cs sozialpolitisch immer noch besser bestellt, als im republikanischen Frankreich und im liberalen England. Der etwas gereizte Ton, in dem der Staatssekretär sprach, zeigte, daß sein Urteil über Naumann nicht von der kühlen Besonnenheit diktiert war, die man sonst am Grafen Posadowsky schätzt. Doch Ruhe ivar heute überhaupt nicht die starke Seite beS Staatssekretärs. Er sah Ankläger ringsum, nicht nur im Hause oder in der Presse, sondern noch „an anderer Stelle", die er freilich, auch auf eine neugierige Zwischenfrage hin, nicht nannte. Graf Posadowsky suchte seine Sozialpolitik mit einer Wärme zu rechtfertigen, die nicht ganz frei von Resignation war. Alan hatte den Eindruck, als zweifle er selbst an dem unerschütterlichen Bestand seiner Ministerschaft. Nicht an dem seiner Arbeitslust. Tas für die nächste Session in Aussicht gestellte sozialpolitische Programm kann sich immerhin sehen lasten. Aber wird Graf Posadowsky noch in der Lage fein, dieses Programm zu vertreten, und wenn ein anderer an seiner Stelle steht, wird das Programm dann noch in Geltung fein? Ter Staatssekretär weiß, wo seine einflußreichen Widersacher sitzen. Er erwähnte den konsero. Verem der Steuer- und Wirtschaftsreformer, in dem geklagt worden war über die für die Landwirtschaft unerträglichen Lasten eben der Sozialreform, hinter der Graf Posadowsky fleht. Fürst Bülow kann aber das Wohlwollen der Konservativen nicht entbehren, wenn ec mit der neuen Mehrheit arbeiten will. Er wird ihnen, um sie mit der Bärsenreform u. f. w. zu versöhnen, auf anderem Gebiete entgegenkommen wüsten, und es liegt wohl mcht gar so fern, hier an daS der Sozialpolitik zu denken. Nach konservativer Auffassung geht es hier zurzeit im „Automobiltempo" vorwärts, muß also .gebremst" werden. Vielleicht denkt Fürst Bülow an einen anderen „Fahrleiter" für die Sozialpolitik. Jedenfalls darf man sich auf Überraschungen während des Sommers gefaßt wachen. Zwischen dem Block und der Regierung ist die eine Verständigung sichernde Formel noch lange nicht gefunden. DaS kluge Zentrum aber steht „Gewehr bei Fuß" . . . Den Beschluß der Sitzung machte eine längere Rede des Slbg. Hoch aus Hanau, in der die sozialpolitischen ForMehlt Wailen<8jS tien Douei'uju,!'. t-UnterWu. zuckte!, Zrüsatom. TfT ÄckÄ'MN Reinheit, schwämme, m- , Thermometer, ttie u. b w. m k iria-Drogcric i Boeder; In Sachen der SchiffahrtSabgaben hat, wie der Berl. Courier ersährt, ansangs dieser Woche in Berlin in aller Stille eine Konferenz namhafter Vertreter mehrerer der wichtigsten deutschen Stromgebiete getagt. Man kam zu dem Schluß, baß die Aussichten aus Annahme der von der preußischen Seite vorbereiteren Verfassungsänderung weder im Reichstage noch im Bundesräte sicher seien, daß vielmehr mindestens un Bundesrat eher eine Ablehnung der Aeuderung des § 54 wahrscheinlich sei. Im Hinblick auf diese Sachlage erschien es angezeigt, Schritte zu tun, um auf die unentschiedenen oder gleichgültigen Stellen einzuwirken, um sie von der Notwendigkeit der Schlssahrtsabgaben zu überzeugen. Man kam überein, in gegenseitiger enger Verbindung miteinander zu bleiben und ein gemeinschaftliches Vorgehen zu unterstützen. Nach der „Neuen Bad. Landesztg." hat Baden konsequent den Standpunkt eingenommen, die Einführung solcher Abgaben abzulehnen. Dasselbe Blatt meint, auf die Ablehnung von leiten Hessens mit drei Stimmen, und wahrscheinlich auch aus Sachsen mit vier Stimmen im Bundesrat sei gleichfalls zu rechnen; doch wo sollen die weiter erioroeriidjen vier Stimmen HerkommenDaß Lvürtte-.werg bura) Zuwenoung von Sonder- oorteUen für daS preußische Projekt gewonnen wird, bart als wf weiteres 7* -Me noch - tobänser lcn Bäue 17 sekaMn rasier kartotf6 iääl KM Aussaat söfe5* AMann? v0* Ä? ‘tj^% Ktkkk-E uvsiehlt [2i2i nWalNeis ^arkt-latz vi * Segrundu ISA, nlaüfaibe 8?' Parlmeti^ Uckabne m bcicT mehlt "o Serie E. Kara JmlitTQhe. iOöpiW ^uen der Gaif« nd Gemüse empfiehlt pl Lbst-, ßemük SartoftelhonL cn Baue 7. Ausland. London, 11. Aprü. Nach einer Meldung der ,,Tribüne' auS Washington haben die Negierungen der Vereinigten Staaten und Deutschland sich über die Tariffrage verständigt. Deutschland hebt alle Einschränkungen auf mit Ausnahme der Minimalzölle aus K on - serven und amerikanische Fleischwaren. Amerika dagegen reduziert die Zölle aus deutsche Weine, sodaß Der Export deutscher Weuie nach Amerika ebenso leicht werden wird wie der Export französischer Weine. Dieses Arrangement soll ab 1. Juli in Kraft treten. Brüssel, 11. April. Die Kammer nahm heute den Antrag Beemat an, welcher die Arbeitszeit in den Kohlengruben festsetzt. Die Regierung hatte erklärt, daß sie lieh zurückziehen werde, falls sie durch Annahme dieses Antrags in eine Minderheit gesetzt würde, und hat alsbald ihre De- Deutsche» Reich. Berlin, 11. April. Heule Halle der Kaiser eine Besprechung mit dein aus Rapallo wieder heimgekehrten Reichskanzler und dem Staatssekretär des Auswärtigen Amts, empfing im königl. Schlöffe die Mitglieder des fürst- lichen Theaters von Monte Carlo, MUes. Lmdsay und Brozia, und hörte die Vorträge des Kriegsministers, des Chefs des Generalslabs der Armee und des Chefs des MililärkabinellS. Später folgte der Kaiser einer Einladung beS Fürsten Henckel von Donnersmarck. _ Der Abg. Liebermann v. Sonnenberg teilt dec „Voss. 3tg/ mit, daß er tatsächlich am 16. Februar v. I. fristgerecht mittelst eingeschriebenen Brieses bei der Staatsanwaltschaft in Kassel Strafantrag gegen den Redakteur Der „Hess. Rundschau", Wilke, gestellt habe, der die Aeußer- ung Liebermanns über die Schwälmer Bauern zuerst in die Oeffentlichkeit gebracht hat. Tie Staatsanwaltschaft m Kassel, so behauptet Abg. Liebermann v. Sonnenberg weiter, habe das Verfahren gegen Wilke schon seit Monaten ein- geleitet. Da die Staatsanwaltschaft aber nicht an bestimmte Fristen gebunden sei, so habe Abg. Liebermann v. Sonnen- berg keinen Einfluß auf Ansetzung des Verhandlungstermins. — Taß die Staatsanwaltschaft an keine Fristen gebunden sei, ist, wie Berliner Blätter feslstellen, m dieser Angelegen- heil nicht richtig. Beleidigungen durch die Preffe verjähren in sechs SDlonaten. Wenn der Staatsanwalt also am 16. Februar v. I. die "Anzeige Liebermanns bekommen hat, so hätte er bis spätestens Mitte August das Strafverfahren emleitcn müssen. Run hat aber die „Hesusche Rundschau*, die vor kurzem entschlafen ist, stets behauptet, daß ihr von einer Beleidigungsklage nichts bekannt fei. Warum Herr v. L. die Klage gegen den Hornberger Sattlermeiüer zurückgezogen hat, darüber sagt er nichts. DaS Stöckecsche „Reich* dagegen will wissen, die Klage sei darum zurückgezogen worden, weil der Verllagte, wie sich anä den Zeugenaussagen ergab, die fragliche Aeußerung gar nicht gjtan hat. — Wegen Seuchengefahr wurde die Einfuhr lebender Wiederkäuer und Schweine au5 Belgien und den 'Niederlanden verboten. — Dec sozialdemokratische Wahloerein für ben 6. Berliner Reichstagswahlkreis hat beschlossen, beim Parteivorstand den Ausschuß des Fin anz-SchriftstellerS Georg Bernhardt aus der Sozialdemokratie zu beantragen. Der frühere Vonvärts-Berichterslattcr Rehbein bekämpfte den Antrag, indem er meinte, man wolle den unbequemen Kritiker Bernhardt als Sündenbock für den Ausfall der letzten Relchs- tagswahlen opfern. ES fei übrigens nicht Sache des 6. Kreises, einen solchen Antrag zu stellen, der Kreis habe fein Recht, sich als Vormund der übrigen aufzuspielen, es fei dies um so weniger angebracht, als in der zuständigen Organisation, dem Wahloerein des Kreises Teltow, dem Bernhardt angehört, bereits em Ausschlußanlcag vorliege. Trotz dieser Einwendungen wurde der Antrag mit großer Mehrheit an- genommen. Bernhardt ist dec Herausgeber der hervorragen- den finanztechnischen Zeitschrift „PlutuS*. — Die drei freisinnigen Gruppen des Reichstages haben folgende Resolution zur zweiten Beratung des Etats des Reichsamts des Innern eingebracht: die verbündeten Regierungen zu ersuchen, im Wege der Gesetzgebung eine Regelung des Submissionsversahrens in Anlehnung an die in Preußen erlassenen Bestimmungen herbeizufüyren, durch welche insbesondere durch Teilung der ausgeschriebenen Lieferungen von Arbeiten in tunlichst kleinen Losen ben Angehörigen des gewerblichen Klein- und Mittelgeioerbes die Beteiligung am Liese- rungsversohren ermöglicht wird. ~ Mannheim, 11. April. Der Anarchist Karfunkelstein, der mit Dr. Friedeberg aus Tilsit (einem Sohne des dortigen Rabbiners) wegen Abhaltung eines Anarchisten- kongresses verhaftet worden war, ist heute gleichfalls auf freien Fuß gesetzt werden. Stuttgart, 11. April. Ter Gemeinderat genehmigte einstimmig das Ansuchen des sozialdemokratischen Vereins betreffs Ueberlassung des ft ä d t i s ch e n V o l k s s e st p 1 a tz e s *ur Abhaltung einer großen Volksversammlung anläßlich des am 18. August begüinenoen internationalen Sozialisten- kongresses. sicher angenommen werden, unv wie Die ycniaiMiutc uno andere Kleinstaaten sich verhalten werden, sei zweifelhaft. Die Nieder lande dürften bann ebenfalls Schiffabrtsabgaben einführen und vielleicht winken ihnen auch dentsche Zugeständnisse inbetreff der Einfuhr von Vieh, Milch, Gemüse und bergt Neues aus Rußland. Mordauschlag gegen zwei Großfürsten. Zwei 9)htglieber dec Zarenfanulie find abermals vor einem Mocdanschlage bewahrt geblieben, dec nach Art früherer "Attentate gegen einen von ihnen benutzten Elsenbahnzug zur Ausführung gelangen sollte. Bei den umfaffenden Vorsichtsmaßregeln, mit denen alle Bewegungen der Großfürsten jetzt noch mehr denn je umgeben werden, dürfte eS den Terroristen auch nicht so bald gelingen, wieder einmal einen Angehörigen des russischen Kaiserhauses zur Strecke zu bringen. Ueber ihren neuesten fehlgeschlagenen Versuch berichtet die offiziöse Petersburger Telegr.-Agentur: Als die Großfürsten Nikolaus und Peter in der vergangenen Nacht aus Zarskoje Selo nach Petersburg zurückkehrten, wurde der Zug zum Hatten gebracht, da aut der Bahnstrecke mehrere Schiesse fielen. Die Eisenbahnschutzwache melbeie, daß sich auf der Strecke vier Personen au'gehatten hätten, ivelche der Aufforderung, die Gleise sofort zu verlassen, nicht nach- gekonnnen seien. Hierauf sei von der Brache Feuer gegeben worden, Die vier Personen seien msolgedeffen entflohen. Bet Absuchen der Strecke sand sich absolut nichts Verdächtiges. Auswärts verbreitete Gerüchte, es seien Bomben geworfen, es handle sich um einen Altentatsoersuch und es feien un Zusammenhang nut dem Vorfälle zahlreiche Verhaftungen vorgenornmen worden, entbehren jeder Begründung. Tas ganze Vortomnnus ift völlig belanglos. Anders lautet Dagegen folgende Pnvalmeldung: PeterSburg, 11. April. Auf ben kaiserlichen Hokzug, in dem die Großfürsten Nikolai und Peter von Petersburg nach Zarskoje Selo fuhren, wurde gestern abend ein Attentat verübt, das durch die Wachsamkeit der längs des Gleises auigestellien Wachen vereitelt wurde. Die Posten bemerkten mehrere Gestalten, die in der Dunkelheit auf den Schienen eine verdächtige Geschäftigkeit entwickelten. Tie Schildwachen eilten herbei, worauf die Verdächtigen die Flucht ergriffen. Ein Posten gab Feuer und verwundete, wie die Blutspuren erwiesen, emen der Attentäter. Doch konnten sämtliche Attenläter den schützenden Wald erreichen. Auf den Schienen wurden kurz vor der Ankunft des Zuges Dynamit- vatronen gefunden, die geeignet gewesen wären, den Zug in die Lust zu spiengen. Ji» Zarrkoje Selo und Petersburg mürben sofort umfassende Razzias oorgenommen und zahlreiche Perlon e n verhaftet. Alan glaubt, emet großen Verschwörung auf die Spur gekommen zu fein, die während der demnächst slattsindenden K a i s e r m a n ö v e r ihren H a u p t s ch l a g beab- fichugt. Wie in den letzten Tagen verlautete, beabsichtigte der Großfürst 9htolau6 seine Stellung als Oberkommandierender des Petersburger Militär-Bezirks niederzulegen. Diese Stelle soll General Scalon, der jetzige Generalgouverneur von Warschau, erhalten und an dessen Stelle General Hörschelmann treten. • Nach Meldungen auS Lodz wurden dort in der letzten Nacht vier Personen, darunter ein Jude, erschossen, vier Arbeiter verletzt. In der Baluty-Vorsladt wurden alle Läden auS Furcht vor Plünderungen geschloffen. Laut Mitteilung der Direktion der Brianöker Werke haben ihre südrujsischen Werke in Jekaterinoslaw annähernd 5000 Arbeiter entlassen, nachdem größere Unruhen auf den Werken entstanden waren, wobei unter anderem auch der Gehülse des Fabrikdirektors und em Gendarmerioffizier ermordet worden sind. Die Werke stehen bis auf weiteres still. Im ganzen werden durch diese Maßnahme etwa 20 000 Menschen in Mitleidenschaft gezogen. Nr. 85 Erstes Blatt 157. Jahrgang Freitag 12. April 1907 Erscheint täglich O nunit^idAö^otfrteU die Siebener Familien- M ■ ■ ■ mT B R H H B K H W BE ES Annahme wi Anjcige« twVw *4-11 j v ly v i General-Anzeiger für Gberhefsen WM «kB«”1 Rotationsdruck und Verlag der Srüffflschen Unw.-Vuch« und Stetndruckerei. R. tauge. RedaMo», Lxpedttton und vruckeret: 8chu!stratze r. ^iqenteil^ Ä Mission gegeben. , _ r Paris, 11. April. Der Miniiter des Aeußern, Pichon, hielt bei der Beisetzung deS in Marokko ermordeten Arztes Dr. Mauchamps in Ehalons-sur-Saone eine Rede, in der er erklärte, Frankreich werde Udschdah nicht eher räumen, bis vom Sultan volle Genugtuung für die Ermordung des französisaien Staatsangehörigen geleistet worden sei. — Die Mehrzahl der ©enermrüte beschloß die Sch 1 teßung katholischen Universität. — Diesigen Blättern zufolge wurden in Cartagena folgende Abmachungen getroffen: England verplichtet sich, Spanien finanziell beim Wiederaufbau seiner Flotte zu unterstützen, ferner bei der Errichtung von Küstenbesesttgungen nuö Festungswerken aus den Ca- n..rff'chen Inseln und den Balearen. 0. b. c. d. Aus StuSt und Lund. Gießen, den 12. April. •• Vom Großhcrzoglichen Hofe. Die Großh. Herrschaften begaben sich am Mittwoch nachmittag im Auto nach Jagdschloß Wolfs garten und nahmen dort mit tretenden Mietwerts, , bnu einem Wechsel der Person des Zahlungspflichtigen binnen zwei Wochen nach dem Wechsel, bis zum 15. April jeden Jahres von einer Slenberung des giTi.ndbuchmäßio-n Flächeninhalts der angeschlosstnen Lie- c-'.schaft oder des Branüversicherungswerts der darauf be- Endlichen Gebändr, bis zum 15. April jeden Jahres von Veränderungen des Mietwerts, wenn solche vorgekommen sind. . Menn außer dem Eigentümer noch andere Zahlungspflichtige n Betracht kommen, ist mit den Anzeigen zu a, c und d eine Schätzung des Mietwerts der vom Eigentümer selbst benutzten zuni 15. April jeden Jahres schriftlich widerrufen werden: alsdann tritt vom 1. April desselben Jahres an wiederum Zahlungs- pflicht der einzelnen Inhaber ein. . „ § 4. Die Gebührenpslicht beginnt für alle seit dem 1. April 1906 angeschlossenen Liegenschaften mit dem 1. des auf den Anschluß folgenden Monats. Bis zur Verkündigung dieser Gebührenordnung hat der Eigentümer die Zahlungspflicht für die ganze Liege^scha^^ch l $erfon be3 Zahlungspflichtigen wirkt, wenn er vor dem 15. eines Monats erfolgt, mit Beginn dieses Monats, und wenn er nach dem 14. eintritt, mit Beginn des folgenden Monats. c ± m § 5. Zum Zweck der Veranlagung und Verteilung der Gebühr hat der Eigentümer jeder angeschlossenen Liegenschaft der Bürgern Osterei schriftlich Anzeige zu erstatten von einem die Gebühreiipfticht begründeten Ereignis binnen zwei Wochen nach Eintritt desselben unter Angabe der der Zahlungspflichtigen und des von jedem zu verbüß allerdings in manchen Stadtteilen Wertsteigerungen etnge. treten seien, dafür sei aber in anderen Gegenden cm Wertrückgang eingetreten. Tie für die kleinen Mieter geschaffenen Erleichterungen werde man wohl allgemein billigen, und man habe vom Stadtv Krumm nichts anderes erwartet, als daß er sur bereu] Interessen eintrete und ihn deshalb in die Kommission gewählt. Stadtv. Haubach meint, es sei Ansichtssache, welcher Gs. bührenrnodus der richtige sei. Er sei tn dieser Hinsicht anderer Ansicht wie Stadtv. Krumm. , , Stadw. Petri spricht nochmals für Aufschub: man könne ja die Sache in einer besonderen Sitzung am Montag zur Erledigung bringen. Stn der weiteren Debatte beteiligten sich die Stadtvv. Wallenfels (der zur Illustrierung der behaupteten Wert- steigerung darauf hinweist, daß in letzter Zeit vielfach Verkäufe stattgesunden hätten, die mit Verlust erfolgt seien). Krumm, Löber, Petri, Leib, Huhn und Helfrich. Stadtv. H a u d a ch beantragt Schluß der Debatte, welcher Antrag Zustimmung findet. Der Antrag des Stadtv. Petri auf Vertagung ward gegen die Stimme des Stadtv. Petti abgelehnt und das Statut sodann einstimmig angenommen. Der Vorsitzende führt noch aus, es sei Tatsache, daß in der letzten Zeit vielfach Mietausschläge mit Rücksicht auf die Kanalisation erfolgt seien: da die Verzinsung und Amortisation der inneren Hauskanalisierung, sowie der Mehrverbrauch an Wasser durch den Fortfall der Fakalien-Absuhrkosten gedeckt sei, sei es gerecht und billig, wenn die Hausbesitzer diese Mietsteigerunge n wieder rückgäng ig machten. Ferner sei von Hausbesitzern mehrfach festgestellt wvrden, daß keine Wertsteigerungen eingetreten seien. Er hoffe deshalb auf Annahme des demnächst kommenden Ortsstatuts über die Einführung der Wertzuwachssteuer, denn wenn keine SBertflcige» rungen stattgefunden hätten, werde ja niemand davon betroffen. "Stadtv. Dr. Ebel fragt an, ob man nicht durch Ortsstatut eine bestimmte Zeit festsetzen wolle, bis zu der der Anschluß an die Kanalisation erfolgt fein müsse. Der Vorsitzende erwidert, das sei nicht möglich. Dagegen habe man die Einrichtung getroffen, daß die Zuleitung bis tnö Haus straßenweise schon letzt erfolge. Die Voranschläge des Gas- und Wasserwerts, des Elektrizitätswerks und des Stadterweiterungsfonds, die gedruckt vorliegen, werden genehmigt. Straßenbeleuchtung. Die Verbesserung der Straßenbeleuuztuug in der S t e p h a n s - mark hat die Versammlung schon einmal beschäftigt, da auf Wunsch des Vorsitzenden, der eine weitgehendere Verbesserung wollte, als der Antrag des Gaswerks vorsah, eine nochmalige Deputationsberatung erfolgte. Die Deputation hät den Antrag des Gaswerks für ausreichend. Die Versammlung stimmt dem zu und genehmigt den i/afür beantragten Kredit von 710 Mk. Stadtv. Iughardt hält eine Verbesserung dir Beleuchtung des Zugangs zur Liebigshöhe für wünschenswert. Vor einiger Zeit war ein Beschluß gefaßt worden, die Straßenbeleuchtung in den Hauptstraßen (Bahn- hofstr., Marktstr., Marktpl., Lindenplatz, Walltorstr., Seltersweg, Kreuz, Mäusburg, Schulstr., Dteue Baue, Neustadt, Landgraf- Philipp-Platz) durch elektrische Bogenlampen erfolgen zu lassen. Der Beschluß ging von der Voraussetzung aus, daß sämtliche Hausbesitzer die Anbringung der Rosetten an ihren Häusern gestatten und das Elektrizitätswerk ohne Vergrößerung für die vermehrte Stromlieferung ausreichen würde. Beide Voraussetzungen waren nicht richtig, die zweite deshalb nicht, weil nunmehr die Eisenbahn-Nebenwerkstätte anzuschließen fei und auch über jedes Erwarten zahlreiche weitere Privatanschlüsse angemeldet worden seien. Die Deputation beantrage deshalb jetzt, den früheren Beschluß rückgängig zu machen und in den genannten Straßen eine Verbesserung der Gasbeleuchtung vorzunehmen. Für den Land- gras-Philipp-Platz soll es bei dem früheren Beschluß bleiben. Nach einer kurzen Debatte, an der sich die Stadtvv. Wallenfels, Löber und Kirch beteiligten, findet der Deputationsantrag Genehmigung. Folgende , Arbeiten und Lieferungen. finden Genehmigung: Asphaltierarbeiten (veriteHung von Bürgersteigen und Reparaturen), Lieferung von Piassavabesen, Schirmständern für die höhere Mädchenschule, Reinigungsarbeften und Fuhrleistungen. Anlagen. steigen und Reparaturen), Sieieruug von Piassowabesen, Schirm« Stadtv. Eichenauer regt an, in den Anlagen noch mehr Papierkörbe aufzustellen. Der Vorsitzende hält dies für empfehlenswert und bittet, für Bänke (die hauptsächlich im Philosophenwald und auf dem Wiesenweg dahin aufgestellt werden sollen) und Papierkörbe 1500 Mk. zu bewilligen. Stadtv. Wallenfels wünscht, daß auch im Philosophenwald Papierkörbe ausgestellt würden. Die 1500 Mk. werden bewilligt. Die Unterhaltung der Einlagen bor dem Universitats- gebäube übernimmt die Stadt auch dies Jahr wieder. Der betr. Vertrag mit der Universität wird auf 1 Jahr verlängert. Vor «einiger Zeit ist ein Ortsstatut beschlossen worden, das zwecks Erhaltung des Charakters der Anlagen als Wohnstraßen den dortigen Hausbesitzern gewisse Beschränkungen auferlegt. Gegen das Ortsstatut ist von P. Kronenberg Einspruch erhoben worden, der zur Verlesung gelangt Beig. Curs ch mann stellt fest, daß das Baugesuch des Herrn Kronenberg nicht wegen des Ortsstatuts erfolgt sei, sondern weil es in anderer Hinsicht den gesetzlichen Vorschriften nicht entsprochen habe. Läden würden durch das Ortsstatut nicht verboten. Das Unternehmen des Herrn Kr. sei nicht die Ursache gewesen, das Ortsstatut zu erlassen; sein Baugesuch und das Ortsstatut seien verschiedene Dinge, die man nicht miteinander verauicken dürfe. Die Baudeputation beantrage, die erhobene Einwendung abzulehnen. Stadw. H a u b a ch würde es durchaus nicht für einen Fehler halten, wenn in den Anlagen Läden entständen. Stadw. Dr. Ebel betont, die erste Anregung zu dem Orts- l'tatut sei bereits vor lVs Jahren erfolgt, also ehe Herr Kronenberg den Entschluß, in der Südanlage ein Möbelgeschäft zu errichten, gefaßt habe. Er fei der Ansicht, daß auch in der Stadt Wohnstraßen bleiben müßten. Die Anlagen seien hierfür sehr geeignet. — Der Einspruch wird abgelehnt. Verschiedenes. Die Kanalherstellung m der I o h a nn es st ra tz e wird genehmigt und der freihändigen Vergebung der Arbeiten zugestimmt, ebenso der Herstellung der Goethe st raße zwischen Lubwigsttaße und Stephanstraße mit Kleinpflaster noch vor dem Universttätsfest. Der Erwerbung von 7,7 Quadratmeter Snt raße nl and für den Wetzlarer Weg von der Wittve Koch, der 77 Mk. erfordert, wird zugestimmt. Stadtv. Euler bringt die Herstellung der Weserstraße in Erinnerung. Man solle damit beginnen; bte Festsetzung der Entschädigung für das der Stadt noch nicht gehörende Gelände könne dem einzuleitenden Enteignungsverfahren Vorbehalten werden. Der Vorsitzende erwidert, wenn es nicht möglich sei, das Gelände zu einem angemessenen Preis zu bekommen, werde er beantragen, die Straßenfluchtlinie auf ihre frühere Breite abzuänd.ern. Auch Stadtv. Löber hält die baldige Herstellung für dringend nötig, da der jetzige Zustand die Anlieger und Einwohner sehr : schädige. Teile bile bedungen si'id. Sind solche Vergütungen in dem in einer Summe vereinbarten Mietpreise mitenthalten, so ist von oiesem ein entsprechender Abzug zu machen. § 7. Der bei Verteilung ber Gebühr zu Grunbe liegende Mietwert wird von der städtischen Baudeputation festgesetzt 1 . für diejenigen Teile der angeschlossenen Liegenschaften, die vom Eigentümer selbst benutzt werden oder zum Gebrauch an aridere unentgeltlich Übertassen sind oder in dem für die Feststellung der Gebühr maßgebenden Zeitpunkt nicht benutzt werden; 2 . bei Dienstwohnungen; 3 . wenn die Höhe des Mietzinses von dem Ergebnis eines gewerblichen Unternehmens oder arideren ungewissen Ereignissen abhängt; 4 . wenn ber tatsächlich bezahlte Mietpreis hinter dem Miet- wert aufsallciib zurückbleibt und hierdurch die Gebühr für andere Mieter derselben Liegenschaft unverhältnismäßig gesteigert würde. Dabei soll die Höhe des Mietzinses, der für die Nutzung anderer Teile derselben Liegenschaft etwa vereinbart ist, berücksichtigt werden. Die städtische Baudeputation hat auch darüber zu entscheiden, ob die Voraussetzungen in Absatz 1 gegeben sind. Inhaber von Wohnungen im Mietwert bis einschließlich 200 Mark werden nicht mehr als 2,40 Mk., Inhaber von Wohnungen im Mietwert von mehr als 200 bis einschließlich 300 Mark mit nicht mehr als 6 Mark jährlich Herangehen. Insoweit der auf diese Personen naa) § 2 entfallende verhältnismäßige Gebührenanteil höher ist, kommt er nicht zur Erhebung. . § 8. Die Feststellung der Gebühr und die Verteilung auf die einzelnen Zahlungspflichtigen erfolgt durch die Bürgermeisterei. Die Gebühr ist spätestens bis zum Schlüsse jedes Kalendervierteljahres für die verflossene Zeit an die Stadtkasse zu zahlen. Sie wird beigetrieben, wie dch direkten Gemeindesteuern. Wenn der auf einen Zahlungspflichtigen entfallende Betrag nicht durch 4 ohne Pfeunigrest teilbar ist, werden ihm zur Erzielung eines Vielfachen von 4 bis zu 2 Pfennig zu- oder abgezählt. Bei einem Rest von 2 Pfennig iverden 2 Pfennig zugezählt. § 9. Jeder Pflichtige erhalt über seine Heranziehung eine besondere Mitteilung. Gegen die Veranlagung stehen ihm die Rechtsmittel des Artikels 96 der Städteordnung zu. § 10. Im Lauf eines Rechnungsjahrs tritt bei Aenderung der Mietwerte eine Aenderung der Gebührenanteile nicht ein. Wird während eines Rechnungsjahres die für die Veranlagung zu Grunde gelegte Einteilung einer Liegenschaft geändert, so hat der Eigentümer für den Rest des Jahres die Gebührenanteile zu zahlen, die nach der Veranlagung auf die hiervon betroffenen Teile der Liegenschaft entfallen. § 11. Diese Gebührenordnung tritt mit ihrer Verkündigung in Kraft. Die zweiwöchentliche Frist in § 5 Absatz 1, a beginnt für die bereits angeschlossenen Liegenschaften mit einer von der Bürgermeisterei in den öffentlichen Blättern zu erlassenderi Aufforderung. Stadw. Petri möchte die Sache rwch einmal ausgesetzt haben, damit man sich näher mit dem Inhalt vertraut machen könne. Dies empfehle sich auch mit Rücksicht auf das große Interesse, das in der Bürgerschaft für die Frage vorhanden fei. Stadv. Wallenfels ist derselben Meinung. Er glaube allerdings nicht, daß an der Vorlage irgend etwas abzuändem sei. Stadv. H a u b a ch bittet, von einer Vertagung der Angelegenheit abzuseben. Der in der letzten Woche gefaßte Beschluß werde prinzipiell gewahrt und nur insoweit geändert, als die Art der Umlage in Betracht komme, dem könne jedermann unbedenklich zustimmen. Die Nacherhebung sei so vorgesehen, daß sie leder gerecht und billig finden könne und auch dem Nachlaß für die kleinen Wohnungen könne jedermann zustimmen. Es sei Zett, daß die Angelegenheit endlich erledigt werde, zumal die Genehmigung durch das Ministerium vielleicht noch einige Monate dauern werde. Stadv. Iughardt schließt sich denk an. Stadv. Krumm ist ebenfalls für sofortige Beratung. Er halte zwar nach wie vor den Beschluß von vor acht Tagen für verfehll, aber ändern könne man ihn nicht. Da der jetzige Kvm- missionsbeschluß die Interessen der kleineren Mieter berücksichtige und infolge des Vorschlags des Stadv. Dr. Gutfleisch eine gewisse Progression in der Gebührenverteilung eingetreten sei, werde er für den Kommissionsantrag stimmen in der Hoffnung, daß später, bei einer anderen Zusammensetzung der Versammlung, Abänderungen erreicht werden können. Wenn immer gesagt werde, daß durch die Kanalisation keinerlei Wertsteigerung der Häuser entstanden sei, so sei dies nicht richtig. Die 3 Millionen, die man in die Erde gesteckt habe, müßten doch wieder zum Ausdruck kommen in Form einer Wertsteigerung. Er verweise in dieser Hinsicht auf die Feldbereinigung, bei der ebenfalls sofort eine Wertsteigerung eingetreten sei. Stadw. Löber meint, die fRebe des Stadw. Krumm sei zum Fenster hinausgesprochen worben, und erklärt sich mtt ber sofortigen Beratung einverstanden. Stadw. Helfrich fragt, ob die jetzt vorgeschlagene Ge- bühreiwrdnung Verzinsurrg, Amortisation und Betriebskosten des Kanals decken werde. Der Vorsitzende erwidert, dies sei der Fall bis auf 14 000 Mk., die die Stadtkasse jährlich zu tragen habe. Stadtv. Eichenauer bemerkt, daß er schon in ber letzten Sitzung die Annahme des Ausschlags nach Fläche und Vrandsteuer- wert für einen gangbaren Weg gehalten habe und stimmt der Vorlage zu. Gegenüber dem Stadw. Krumm wolle er betonen, Iughardt, Kirch, Krumm, Leib, Löber, LooS, Orbig, Petri, ? Dr. Schäfer und Wallenfels. Baugrfnche. Die Firma Z u t t will auf ihrem Grundstück am Rodtberg ein Häuschen für ihre Arbeiter erbauen. Der mit Rücksicht darauf, j daß das Grundstück außerhalb des Ortsbauplans liegt, ersorder- , liebe Dispens wird befürwortet. . c , Fritz Kremer will in feiner Dosierte in der Marburger Straße (Stadt Marburg) einen einstöckigen Anbau errichten. Auch : dies bedarf und erhält besondere Genehmigung, wett der Besitz 1 außerhalb des Ortsbauplans liegt. . Der Selterssprudel Augusta Viktoria baf Ecke der Bahnhofstraße und Tiesinweg einen Neubau Projekt--nt, für den er früher einen Keinen Teil von der Stadt erworben bot. Dev ■ vorgesehene Neubau sieht einen Hosiaum von 3 zu 4 Vierer vor, für den Dispens erforderlich ist. Wenn der Dispens n.u)t erteilt wird, bittet die Firma um Zurücknahme des früher von der Stadt gekauften Geländes. Der Dispens wirb nicht befürwortet und von der Zurücknahme des Geländes wird abgesehen. Die Stadwv. Iughardt und Löber waren für Bewilligung des Dispenses, während sich Beig. Curschmann und totabix Huhn dagegen aussprachen. Stadw. Krumm bemerkt, baß, wenn nicht gebaut werbe, ber Besitzer des jetzt stehenden Hauses zur hefteten Jnstundietzung angebalten werden solle. Beig. Curschmann sagt bieS als selbstverständlich Mu Ein Baugesuch von Petcr Cronenberg fiu L>üd- Dnlage 7 Hommt nicht zur Verhanblung, weil es nicht de. Be- schlutzsassung ber Versammlung zu seiner Erledigung bed-if. Ferner findet ein Gesuch des Adam Reinig jur Settersweg 30 Befürwortung. Es handelt sich dabei um Anbringung eines größeren Schaufensters nach dem Teufelsl-ck^gärtchen zu, wo die Baufluchtlinie mitten durch das Haus geht, weshalb Genehmigung erforderlich ist. Gebührenordnung für die Benützung der städtischen Kanäle. Bevor in die eigentliche Verhandlung hierüber eingetreten wurde, führte Stadw. Wallenfels aus, es hätten ia alle gehört und gesehen, in welcher Weise die Stadtverordneten wegen des in der letzten Sitzung gefaßten Beschlusses in Wort und Schrift mitgenommen worden feien. Gegen die beleidigenden Angriffe, die ihnen eine Verletzung der ihnen obtiegenben Pflichten nach- gesagt hätten, wolle er öffentlich protestieren. Leuten, die in leder Weise nach Pflicht und Gewissen gehandelt hätten, dürfe man nicht nachsagen, daß sie durch den gefaßten Beschluß emieüig die Interessen der Hausbesitzer u er treten halten. Ferner bitte er um Aufklärung darüber, ob nicht Herr W., wie vermutet worben fei, von der Bürgermeisterei mit Material versehen worden fei. Stadv. Eichenauer bemerkt, Herr Wohlmuth habe ihn am Schluß der letzten Sitzung der Stadtverordneten um die Vorlage gebeten und er habe sie ihm gegeben, da nach der Verhand-- [ung die Sache nicht mehr vertraulich gewesen sei und das meiste, was in der bett. Vorlage stand, auch in ber Sitzung öffentlich vorgetragen worden sei. Auch er habe sich beleidigt und gekränkt gefühlt üurd) die Art und Weise, wie man gegen sie in der Öffentlichkeit vvrgegangen sei. Der Vorsitzende bemerkt, von beiden Setten, Hausbesitzern und Mietern, sei die Sache in einer Art und Weise behandelt worden, wie er sie nicht billigen könne. Es empfehle sich, auch bei der Behandlung solcher Fragen stets sachlich zu bleiben. Stadv. Wallenfels nimmt nach der ihm geworbenen Aufklärung seine Bemerkung gegen bie Bürgermeisterei zurück. Stadv. Kru mm kann an der Ueberlassung des Materials ebenfalls nichts bedenkliches finden. t . Oberbürgermeister Mecum führt [obann aus, daß sich tn bet Kommission, die zur Beratung der Kanalgebühren-Festsetzung auf der Grundlage des Beschlusses der Stadtverordneten bestellt worden sei, l>erausgestellt habe, daß ein gleichmäßiger Ausschlag nach dem Miellvert nicht angängig sei. Man hätte hierdurch Prozent der Staatsfteuern, während umgekehrt mancher reiche die Inhaber kleinerer Wohnungen zu stark belastet, bis zu 300 Prozent der Staatssteuern, während umgekehrt mancher reiche Mieter mit einer Wohnung von 2500 Mk. Mietwert nur 1 Proz. ber Staatssteuer bezahlt hätte. Die siühere Vorlage hatte dagegen die Leistungssähigkett der Mieter besser berücksichtigt. Stadw. Dr. Gutsleisch habe deshalb vvrgeschlagen, nach dem früheren Vorschlag die Kanalgebühr für jede einzelne Liegenschaft testzusetzen und dann innerhalb der Liegenschaft auf die einzelnen Inhaber derselben zu verteilen. Dieser Modus, den die Kommission einstimmig beantrage, wenn die Versammlung von ihrem vorwöchigen Beschluß abgehe, biete noch weitere Vorzüge. Bei manchen Gebäuden, Kasernen, Kirchen usw. sei es nicht leicht, einen Mietweot festzusetzen, bei großen Wohnungen stehe vielfach der Mietwert nicht im rechten Berhälwis zum Verläufswert, und vielfach werde es schwer fallen, den Mietwevt der vom Besitzer selbst benutzten Tette ber Liegenschaft fefeuftelkn. Der neue Vorschlag ergebe namentlich für die ganz kleinen Wohnungen eine wesentliche Entlastung, und auch die mittleren Wohnungen würden entlastet. Z. B. ergebe sich bei 33 Wohnungen tm Mietwert bis zu 200 Mk. eine durchschnittliche Miete von 133.50 Mk.; bei einer Kanalgebühr von 5 Proz. des Mietwertes hätten diese statt 6.67 Mk. nach dem neuen Vorschlag nur durchschnittlich 3.69 Ml. zu bezahlen = 2.97 Proz.; bei 19 Wohnungen von 201 bis 300 Mk. betrage bßM durchschnittliche Mietwert 244.80 Mk., die Kanalgebükw nach dem alten Vorschlag 12.24 Mk. und nach dem neuen 9.32 Mk. ober 3.08 Proz. des Mietwertes; bei 19 Wohnungen von 301 bis 500 Mk. Durch schnittSmietwert 394.70 Mark, Kanalgebühr alt 19.74 Mk., neu 14.75 Mk. oder 3.6 Proz. des Mietwertes; bei 39 Wohnungen von 501 bis 1000 Mk., Durchschntttsmietwert 762.50 Mk., Kanalgebühr alt 38.12 Mk., neu 33.52 ML oder 4.4 Proz. des Miellverts. Man sehe aus diesen Beispielen, daß die Kanalgebühr nach dem neuen Modus mtt dem Steigen des Mietwerts sich den 5 Proz. nähere, während et bei kleineren Wohnungen umgekehrt wirke. Der Vorsitzende verliest und erläutert dann die Vorlage im einzelnen; sie lautet: Auf Grund der Bestimmung in Artikel 7 und 95 der Städteordnung und in Artikel 5 des Gesetzes vom 23. November 1872, die Gemeindeausgaben betreffend, wird auf Beschluß der Stadt- verordneten-Versammlung vom 11. April 1907 und mtt Genehmigung Großherzo glichen Ministeriums des Innern vom folgende Gebührenordnung für die Benutzung bec städtischen Kanäle erlassen. K 1. Für jede Liegenschaft, die an daS allgemeine Kanalnetz angeschwsseu ist oder angeschlossen wird, ist für die Benutzung der Kanäle eine jährliche Gebühr (Ausfchlag) an die Stadt Gießen zu entrichten. Sie beträgt drei und einen halben Pfenmg für jeden Quadratmeter grundbuchmäßigen Flächeninhalls der angefchlosseiien Lie- aenschafi: und zwei vom Tausend des Brandversicherungswerts der darauf befindlichen Gebäude. Für die Berechnung der Gebühr ist bie Grunbstückseintettung in ben öffentlichen Büchern nicht nraßgebenb, sondern die ganze, eine wirtschaftliche Einheit bildende Liegenfchasi desselben Eigentümers zu Grunde zu legen. 8 2. Zahlungspflichtig ist jeder Inhaber (Eigentümer, Mieter, Pächter, 9iutznießer kufw.) einer Wohnung oder eines sonstigen Teiles der angeschlossenen Liegenschaft nach Verhältnis des Mietwerts des von ihm benutzten Teiles. Mehrere Inhaber eines solchen Tettes haften als Gesamtschuldner. • Für Tette der Liegenschaft, bie nicht benutzt werben, hat ber Eigentümer ben entsprechenben Anteil ber Gebühr zu tragen. Bei Untervermietungen gilt der Vermieter als Zahlungspflichtiger Inhaber im Sinne dieser Gebührenordnung; der Untervermietung gilt gleich die Abgabe einzelner Räume, Die nicht unmittelbar zu Erwerbszwecken dienen (möblierter Zimmer, Schlafstellen und dergleichen) auch wenn sie vom Eigentümer geschieht. In Zweifelsfällen entscheidet über die Zahlungspflicht die städttsche Baudeputation. 8 3. Der Eigentümer kann durch eine schriftliche Erklärung der Bürgermeisterei gegenüber die Zahlungspflicht für die ganze Liegenschaft übernehmen, womtt die übrigen Inhaber von ihrer Zahlungspflicht befreit werden. Eine solche Erllarung kann bis 1. jkllms W Mrs» .a^toabeStn, Schirm, mgungsarbritvi M iassowabesen, Am- rt Anlagen MW iehlenswert unb b'uz. lenwald und auf bc (en) und Papierwm auch im Philosoph» *M bi ml Ws; ««Mframi R' *'ne nochmalige twn HLt dm Antrag nlung stimmt dem in ul von 710 M cunght Belmchtuns gejafet tvordm, die Ptstraßen (Bahn. Etorstr.« Selters^ Neulladt, Landgras- n erfolgen zu lassen J aus, daß sämtliche an ihrm Häusern ge- rößerung für die der. Leide Voraussetzung!: hl, weit nunmehr u und auch über jeis se angemeldet wos- etzt, dm früheren re- nanntm Sttaßm ut nen. Für dm M- Besch/ug bleiben StabtDD. 63 all tu» et bet Stputationb* i leien ■ lfrich ^umm, welch«^. kiZL ‘sbeftj. ’M«1 Öä: Ä uniek Ä Ä aus, sowie die der deutschen Deputotivn und I beerd'igt Er bekleidete lange Jahre mehrere Ehrenämter und überreichte eine Anzahl amtlicher ^latilttken über Deutschland, war Ortsgerichtsmann. Der Verstorbene erreichte, das Alter von P^ußcn und Berlin, sowie einen Bericht über die Entwicke- Di- Firma Sch-ibhau-r u. Dirßing, Aktirn.G-stMchast Erzi-huugSwcs-n. T-l-gi-rt-n sanbt- Exz-ll-nz ÄWtttK F-iastchk-iten versucht- -in Mann Namens °^b. Darmstadt, 11. April. Infolge^ unglücklicher Fa- Stapel, von dem man annimmt, daß er irrsinnig is, milienverhältuisse unb damit eingetretener Schwermut hat sich wurde verhaftet. heute früh die ca. 40 Jahre alte Frau eines früheren Post- • beamten K., btt wegen Unregelmaßiglerten seinerzeit entlassen , - banft den großen Stahl- und Eisenwerken sein und bestraft wurde unb der letzt eure Privatstellung inne hat, , 5 <ßermögen. Seine Absicht ist, in der Reichsstadt Puls- Im Walde bei Oberrarnstadt, wo dte Famüie letzt wohnt, er- " gehEes^fleifngen ^xxUxc^u ,u errichten, den an 6 & n g L M .. , Ächinuk unb 'Jinuch aewöhnleu Sinnen die Schönheit der Kunst, [] Marburg, 11. April. Wie schon kurz gemeldet, schmutz un^ der Bildung und Lektüre in reichem Maße hat Bürgermeister H ö lzerkopf aus Iserlohn die auf ihn .^eil wrrtzen zu lassen, ^ur^^ iein 3nJiUut roill er gefallene Wahl als Oberbürgermeister seiner Henuatsitadt ^on Pinsburg olle die Lortecke gewahren' '*2 Marburg nicht ang-uommrn? Man glaubt, baß ihin bie »^°zeud^b°n Diehrheit, bie auf ihn entfiel, nicht genügt. — Im Dörfchen unb £cI)ll)ere ihrer Arbeit reiten können. Ara en stein rannte ein Automobil Baume und Zaune uat ec zunächst vor zehn Jahren etiie große Bibliothek er- um und suhr schließlich in eine Gruppe Kinder. Zwei .ichtek, oie in einem fuc * Knaben trugen Verletzungen baoon. Mwi°n-u°b-stiuuM wauu. TerBibtwthfk gli-d-r<- er ei» >J)lu|eum •• Kleine 9Bit.t e iu n n g en a uS■ fi1en unb. ti en iliUionnibem mm w Ron|erDatovtum füt Musst an, bie alle Nachbarstaaten. I» SB te« bab e n tft JuMiwl B ar gaS, i (SubUtüm mieniaeltlid) zu-,a»a»ch war-u. Taraul begrundele einer der Führer der freistnnigen Volkspartci, g e st o r b e n. e ^r technische Ausbilbnng, aus denen nun Di- HochzeitSseicr-ichkcite» aus Schl-j, Büding-... ^Carneg.eHststu. h°°UM°n°°n LuLuplex fc Budrnaen, 11. Aprit bet bie Bibliothek als Kern umschließt. Stadt uud Schloß prangten heute im Festgewande. Von «>er Bau ist eins der größten Gebäude, das die Vereinigten den 3innen und Türmen des alten Schlosses wehten zahnen unb überhaupt besitzen. Tas (Sebänbe ist 600 Fuß lang unb Stairdarten in den Ysenburgischen Farben und das TaunengeMeig o(5 8UU Q.uy breit. Das ganze Institut besteht aus 5 Ab- um die Erker und Pforten des inneren Burghofes machte einen bcv Sibliotljcf, dem Dtuseum, der Gemcilbegalene, der großartigen pcktorcs^en Eindruck. Der 5cier der ® c r m a ö l un g I ^Ufltt.aue und den technischen Schulen. Für die Erbauung, Ans- der Prinzessin Mathilde zu Isenburg unb ^^'Innttmiü und Dotierung dieser 5 Abteilungen hat Carnegie bisher d i n g e n, die sechste bon neun Töchtern de- im Vergangenen 1(J() sjilül0neil «viark ausgegeben. Jahre verstorbenen, bekannten Fürsten Bruno mit dem Dr. jur. 1 — Freiherrn Cornelius v. Heyl zu Herrnsheim, dem titelten Sohne des bekannten Wormser Großindustriellen und Fidei- Vermischtes. kommißbesitzers Freiherrn Wilhelm v. Heyl zu Herrnsheim galt ' der Schmuck. * Erpressung und Mordversuch. Am Mittwoch Schon einmal, vor ca. 400 Jahren, man schrieb 1499 n.^frr.J &enb bat der Arbeiter Emil Buhse in Charlottenburg zog ein Vorsahr des Bräutigams von Worms gen Budingcn. 6ü c>auL.e alten Geschäftsführer der K (Ä"Ä*£Ä L S füt J-bhv',. ©etman Siebemonn,. in d-ss-n Wohnung um Schloßtapelle abzuliefern. Wegen der ttefslichen, stylvolleib Arbeit eine Unterredung unb händigte ihm einen Drohbrief aus, in beni — heute noch ein Genuß für den Beschauer — erhiett der Wormstr beu Uebcrbriuger 500 Alk. fordert, widrigenfalls Todesllrafe von dem Grafen eine Extra-Belohnung. Beide ahnten sicherlich . , sollte, unb der unterschrieben ist: „DaS Komitee nZS „ ob er verrückt ,°i, Ichr.e Buhse: ,Hanb- hoch- unb -.ch -t- Schon feit Wochen hatten Büdingens Einwohner alle. Vor- )eincn Revolver auf T. Der Angegriffene warf sich auf Buhle,- bereituugen getroffen, um das heuttge Fest würdig öu gestalten. seinen Revolver viermal schnell hintereinander ab- Ä&ftÄwS btfiÄ. Zwe. Kugeln brangen b-m U-bersallen-n ,n ben zahlreiche Bürger teilnahmen. Der Zug bewegte sich von dem Unten Oberarm und m bas linke Schultergelcnl, zweien ben Kriegerdenkmal nach dem inneren Schloßhvfe. Bürgermeilttr (infcn Unterarm. Trotz bet Verletzungen konnte T. ben Kn af hielt eine Ansprache an das Brautpaar, auf me der I bcu bei dem Ringen durch einen fünften Schuß KübiLÄ."LÄL b« wimt.« »w. w«. m Worten erwiderten. Gesangsvorttäge der Vereine „Sängerlust I er aus beut Fenster um Hülfe gerufen hatte, Schutzmännern und Haruwnie", sowie einige von der Regimcntskapelle der sechsten übergeben. .Buhse wurde durch Revierbeamte zunächst nach Ulanen vorgetragenc Weisen beschlossen di^ Feier, hierauf fand . Unfallstation und von dort nach einer Polizeiwache tÄÄr £,,t ^UPCC natt' bCUl geb ro cht, wo bie erste Vernehmung erfolgte. Dann würbe Zu den heutigen Vermählungsfeierlichkeiten trafen heute früh er der Charikce als Polizeigefangener eingeliefert. Wie er» bie auswärtigen Fürstlichfetten ein, so Müglicder der fürstlichen „uttelt werden konnte, halte sich Buhse am Nachmittag ohne Familien Jsenburg-Birstein, Ysenburg-Wächtersbach, Stolberg- Roßla, der gräflichen Familien Ysenburg-Meerholz, Rechtcren- Limpurg, S olms-Rödelcheim, Solms-Laubach, von Eollaito, Castell-Rüdenhausen, sowie die Eltern, sämtliche Geschwister und Auf Teilzahlung kanft man reell, gut und billig bei J. JTTMANN, Giessen, Plockstrasse 14-16.4 Drahtwäscheleinen 1719 Emil Pistor Nacht, Giessen yiüenborf (Valjn. 024361 [ng14/, verschiedene Arten zu haben. Konkurrenz. Grdaröeiter Telephon 634. für dauernde Beschäftigung sofort L Zimmer empfehlen Gebrüder Berdnx Chemisch? 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