Montag 14. Januar 1907 157. Jahrgang Erstes Blatt Wt. 11 Srschetut täglich außer Sonruagt. Tem siebener Anzeiger itcrbcn im Wechsel mit öem hessischen Landwirt Ute Siebener tfamllitn« blätter viermal in der V.od)t bcigelcflt und zioeimal wöchentlich daS Hielsblott für den Uretr Sieben. e mann hafte Lat ist mit großer Freude im Interesse der religiösen Aufrichtigkeit in unserem kirchlichen Leben zu begrüßen. Pfarrer Traub in Dortmund teilte übrigens mit, daß ihm weder von der Einleitung, noch von bet Einstellung eines Disziplinarverfahrens etwas bekannt ist. Mit der Idee eines deutsch-amerikanischen Bündnisses alS Gegengewicht gegen das englisch- japanische Bündnis ist die bedeutende amerikanische Zeitung „Sun" auf dem Plane erschiene l. Man muß abwarten, welche Aufnahme dieser Gedanke aus beiden Seiten des Ozeans finden. Wir versprechen uns nicht viel davon, zumal viele amerlkan. Senatoren, besonders der sehr einflußreiche Senator Adrich, gegen den Plan besonderer Handels-Zuge- ständnisse an Deutsch-.and opponieren, welche die Zollkom- mission empfehlen wird. Der Besuch des EmirS von Afghanistan in Dri- tisch-Jndien hat mit großen Feierlichkeiten in Agra seinen Anfang genommen. Der Emir von Afghanistan wohnte u. a. einem Bankett bei, welches der englische Vizekönig Earl of Minto ihm zu Ehren veranstaltet hatte; dabei toastete der V^könig auf den Emir als ihm befreundeten AuffatzeS, und unserer Direktion Dr. Kilians bereits vor einem Jahrzehnt erschienene Bearbeitung des Stückes nach Baudissins Uebersetzung (Verlag der Schulzesctzen Hofbuchhandlung in Oldenburg) anempfohlen. Dr. Kilian hat durchaus recht mit der Behauptung, daß für die richtige Wirkung der Zähmungskur der überlegene Humor Petruchios erste und unentbehrliche Vorbedingung ist, intb daß sein Gebaren nirgends den Eindruck roher Brutalität hervorbringen darf. Herr Kost gebärdete sich freilich, der seit Jahrzehnten leider vielfach, aber doch keineswegs überall, wie z. B. nicht in München, üblichen Tradition folgend, saft wie ein Tierbändiger und operierte mit allen Gewaltmitteln eines solchen, schrie und riß und knuffte und stieß alles um sich herum. Mitunter war er durch febm manuelle Aktion so erschöpft, daß ihm fast der Atem ausging. Das ist aber dem Sinne und den Worten Shakespeares zuwider. Der Kampf der beiden eigenartigen Naturen ist durchaus kein physischer. Wenn man jedoch den Standpunkt gelten lassen will, daß Shakespeares Lustspiel eine Burleske sei, wie das die Regie des Herrn Reimer ganz besonders in den Nebenrollen betonen ließ, bann ist anzuerkennen, daß Herr Kost als Zahmer des unbändigen Käthens dräuend im Wetter einherzufahren wußte. Und wenn es ihm auch an Shakespeareschem Humor fehlte, wemi er mit kleinen gemütlichen Zügen, die uns diese dichterische Figur so sehr sympathisch machen können, auch gar so sparsam war, so besaß sein Petruchio doch das Leuchtende echter Männlichkeit, wobei ihm sein gewinnendes, stattliches Aeußere sehr zu statten kam. Der gestrige Abend bewies jedenfalls, daß Herr Kost trotz seiner starken Neigung zur Pose ganz Erfreuliches vor sich zu bringen vermöchte, wenn er sprachtechnisch nicht gar so sehr versagte. Hier hat er vor allem einzusetzen, wenn er vorwärts kommen will. Die Hauptaufmerksamkeit des gestrigen Abends aber konzen- trierte sich auf Frl. Cardung, die Darstellerin des Käthchcns, die in Aussicht genommen worden ist, Frau Bayrhammer von der nächsten Spielzeit ab zu ersetzen. Katharinas Wildheit entspringt wohl im Grunde, ähnlich wie die Petruchios, ungezügelter Lebenslust, übermütigem und übertriebenem, roeig ungebändigtem Humor. Frl. Cardung dagegen erinnerte mehr an eine böse Wildkatze. „Als Petruchio", sagt Dr. Kilian, „gewissermaßen zur Probe ihrer Unterwerfung, das Verlangen stellt, sie solle die Sonne für den Mond erklären, da geht sie mit Humor, mit einer gewissen komischen Resignation, aus das Ansinnen des Gallen ein, das sich schon durch den Ton, in dem Petruchio spricht, als ein übermütiger Scherz verraten muß. Während sie seinem Verlangen wiltsahrt, muß liebenswürdige, einsuMeichelnde Sck)air- hastigkeit sich auf ihrem Antlitz spiegeln, man muß ihr anmerken, daß sie Petruchio durchschaut, baß sie als kluge Gattin bereits gelernt har, mitunter auf seine tollen Launen einzugehen. In diesem Sinne gespiell, lann diese Szene entzückend wirten." Bei Fräulein Cardung war der lieber gang in das sanftere Fahrwasser ziemlich Plötzlich, geschah das Unterliögeu der .Emansipiirions- Nachbar. Der Emir erwiderte, indem er seinem lebhaften Vergnügen Ausdruck gab, Indien besucht zu haben, es sei eine sichere Verstärkung ber freundschaftlichen Gesinnungen beider Länder. Er nannte den V.z^llmig Minto seines Landes ersten Freund. Mit der Erstürmung der Bergfeste Zinat und der Flucht R a i s u l i s zu befreundeten Kabylcnstämmen ist die Entwicklung der £aye in Marokko einstweilen auf einem toten Punkte angeiommen. Denn da cs dem Kriegsministcr Gebdas gelang, die Europäer in Tanger hinreichend zu schützen, können Frankreich und Spanien nicht durch Truppenlandungen eingreifen, ohne in den Verdacht zu geraten, sich über b.e Vereinbarungen von Algeciras hinivegzusetzcn. Sie müssen also warten, ob e5 die marokkanischen Truppen fertig bringen, Raisuli, der sich offenbar zu weiterem Widerstände rüstet, gänzlich unschädlich zu machen. Solange der besiegte Häuptling sich nicht in den Händen der marolla- nijchen Behörden befindet, bleibt die Situation nach wie vor gespannt. Nicht zuletzt durch die Schuld der Franzosen, öic mit Argusaugen darüber wachen, daß die anderen Signa* tarmächte, vor allem Deutschland, sich keinerlei Vorteile ui Marollo erringen. So zeigen sich französische wie englische Blätter empört über die Entsendung des Oberleutnants Wolf nach Marollo, obgleich der Offizier lediglich als Ingenieur in den Dienst des Sultans tritt Es ist nun sehr bedeutsam, daß un3 Italien diesmal verteidigend beispringt Das „Giornale d Italia" erkcäri, aus Umfragen in amtlichen und zuständigen Kreisen gehe hervor, daß die Meldungen rber angebliche deutsche Ränke in Marokko reine Phantasiegebilde feien. In amtlichen Kreisen Roms habe man die Ueoerzeugung, daß weder Frankreich noch Deutjchland die Absicht haben, Verwickelungen hervor-- zurufen. Man verstehe nicht, in welcher Weise die angeblichen Machenschaften Deutschlands daraus hinzielen könnten, die französischen Interessen zu schädigen. Ueber die naive Ente eines engl-schen Blattes, Deutschland plane ganz ülorbafrifa zur Erhebung gegen die Europäer zu reizen, lache man in Roms amtlichen Kreisen. In Rußland forderte der TerroriSmuS weitere Opfer. Die Sozialrevolutionäre überfielen u. a. in feiner Wohnung auf dem NewSki-Profpekt zu Petersburg den 80 jährigen General Schcpkin. Generalleutnant Pawlow, ber Ober* militärprofureur von Petersburg, wurde im Hofe der Militärakademie erschossen, und der Gendarmeriechef Schadiko-Andre- jero von einer Schar von zehn Revolutionären auf der Straße in Petersburg umgebracht. In Petrowsk ^Gebiet Daghesian, wurde ber Polizeimeister BrshesniowSki ermordet, und während einer in Petersburg vorgenommemm Haussuchung wurde von drei Arbeitern auf die Polizei geschossen. Es wurden zwei Revieraufieher und zwei Schutzleute getötet, zwei Geheimpolizisten und ein Hausknecht schwer verwundet Tie Aufregung und Empörimg über alle diese blutigen Vorgänge ist groß. Von vcrtrauens- .w»—»mI MIWII ITMB— gelüste nicht allmählich. Sie meinte es zunächst recht ernst mit ihrer Wildheit. Es gehört zu dem bösen wie dem guten Käthchen doch mehr die Kunst schelmischen Sichnaivgebens, als sie Frl. L offenbar besitzt. Neckischer Humor aber ist gewiß nicht eine der Charaktereigensck)«sten des Frl. C., ebensowenig wohl sprühende, fiberfdjäumenbe Lebensfreude, wie sie das urgesunde, nur durch das Uebermaß von Jugendlrast und Jugendlust zu tausend Teufeleien neigende Käthchen Shakespeares besitzt. Frl. C. war also durck>aus nicht die Widerspänstige, die mir vorschwebt, so viel sie auch von Temperament daran aufgewendet hat und so fleißig ihr Studium der Rolle auch gewesen ist. Mir wlll aber scheinen, daß sie trotzdem vielleicht eine nicht üble Acquisition für unsere Bühne wäre, freilich mehr in Rollen von ber Art ber Elisabeth in „Maria Stuart". Sie ist eine angenehme Bühnenerscheinung, hat ein volltönenbes, wenn auch etwas hartes Organ unb respektable Gewanbtheit. Dem stehen zwar bas nahezu Starre ber Miene unb eine gewisse herbe Kühle ihres ganzen Wesens gegenüber, Eigenschaften, die viele Rollen ihr von vornherein verschließen würden. Es wäre vielleicht angebracht, einen dritten Gastspiel-^ abend ihr noch zu gewähren. Frl. Schellenberg stellte die zahme Bianca in hübschen Kontrast zu ihrer leibenschastlichen Schwester, wenn auch ein wenig matter als sonst, sobaß z. B. die sonst so überaus wirksame Unterrichtsszcne sich gar blaß gestern ausnahm. Die Hauptschuld baran trug allerbings Herr Kober, ber ben Lucentio sarö- loser als nötig barstellte. Die sichere unb angenehme Att bes Herrn Goll ist bekannt. Im Stile ber Burleske war Herr B a k o s ein recht guter Baptista, unb nicht über Herr G r e e f f als Gremio, freilich nicht alt genug für diesen. Etwas mehr Sicherheit in ber Beherrschung des Textes und mehr .Humor würde bei ber Darstellung bes alten Ebelmannes Vincentio burch Herrn Lippert angebracht gewesen fein unb vom italienischenNobile hatte er aber auch gar nichts an sich. Guten Humor zeigte Herr N i e S als Petrucknos Diener Grumio, unb bas possenhafte Element brachte auch Herr K ä s m a n n als Schneider zur Wirkung. Eine ber wichtigsten Personen des Stückes ist Tranio, jener Diener, ber die Rolle seines Herrn Lucentio übernimmt. Herr Reimer war ja wieder sehr agil unb spaßig. Aber für die lange Feder und ihr unqualifizierbares Benehmen gegenüber der Nase eines vornehmen alten Herrn wäre die Bezeichnung „komisch" zu hoch gegriffen. Er führte, wie gesagt, auch die Regie, und er hatte sich, wohl mit Rücksicht auf den Sonntag, verführen lassen, das ganze Stück auf einen groben, nach fogenannten Wirkungen begierigen Geschmack hinauszuspielen. Man unterstrich, reo nichts zu unterstreichen war, man unterstrich doppelt, wo l'djon ber Dichter das Seinige getan hat. Es gibt aber boch zwischen Scherz und Ernst noch einen Zwischenzustanb, in bem sich beibes in leidlicher «tbgewogeuheit befindet. Aus bas un;id)t* bare Publikum des Lorsviels von „Taming of the shrew" schien die Dartzellusg berechnet,' das sichtbare Publikum, das bas.Theate^ Aus S.aSt uuo »uns - ?7—1/08 Uhr abds. Sprechstmidcn de-,- ü.cüc.tt.b vollständig füllte, amüsierte sich freilich sehr gut und kargte P. W. auch mit seinem Beifall durchaus nicht. würdiger Seite wird bestätigt, daß eine Konferenz in Zarskoje Selo stattgefunden hat, wobei Großfürst Wladimir Stolypin Vorwürfe gemacht hat wegen seiner Behauptung, daß im Lande Ruhe eingetreten sei. Stolypin blieb bei seiner Meinung. Trotzdem kam man zu dem Entschluß, daß es bester sei, die Politik Stolypins fortzusetzen, als sich auf neue gewagte Experimente einzulassen. In Kürze soll in Zar§- koje Selo eine allgemeine Beratung über Maßregeln gegen systematische Attentate abgehalten werden. Man spricht auch von der Notwendigkeit, Pogroms zu ver- anstalten, und das Blatt des Moskauer Schwarzen Hunderts droht den Redakteuren radikaler Blätter offen nut dem Tode, wenn noch mehr Geheimpolizisten ermordet werden sollten. Stolypin erließ ein Rundschreiben, wonach Versammlungen, in denen gerichtltch verhängte Hinrichtungen einer Kritik unterzogen werden, sofort aufzulösen sind. Es war ein Fehler Stolypins, die Dumawahlen hlnauszuschieben, wodurch die Bevölkerung aufs neue erbittert wurde. Mit strenger Zensur, Feldgerichten und Belagerungszustand ist in Rußland jedenfalls keine Ordnung zu schaffen. Man nimmt an, daß die Kleider der alten Frau am OfeH Feuer gefangen haben und daß ste hinausgeeilt ist, um Nach« barn zu Hülfe zu rufen. Im HauSgang ist sie dann zusammengebrochen. to Bach ar ach, 13. Jan. In Steeg wurden die ersten Verkäufe in neuen Weinen abgeschlossen zum Preise von 630 Mark für 1000 Liter. Industrie zuwenden müsse, daß man deshalb W e l t p o l i t i f treiben müsse. Von dem Geiste dieser Rede habe er bei dem Finanzminister keine Spur gefunden. Der Finanzminister habe einen Blick geworfen auf die glänzenden Ergebnisse der Steuer in den Jahren von 1892 bis 1906. Er habe dabei aber vergessen, anzusühren, daß diese Zeit unter der Herrschaft der Eaprivischen Handelsverträge stand. Tie Mittel, die vom Landgerichte im letzten Jahre zur Verbesserung der Lehrergehälter bewilligt worden eien, seien in einer Weise verwendet worden, die zu den schwer st en Bedenken Anlaß gebe. Die Reform des Wahlrechts und der Wahlkreiseinteilung sei die wichtigste politische Frage in Preußen. Em Schlußantrag wird angenommen. Schluß 2 Uhr. R. B. Darmstadt, 13. Jan. Dem deutschen Reichskommissar für die Weltausstellung in St. Louis 1904, Geh. Ober- regierungsrat Lewald, haben die deutschen Aussteller für seine ausgezeichnete Tätigkeit eine schöne Erinnerungsgabe gewidmet, die zugleich ein hervorragendes Meisterwerk deutschen Künstgewerbes darstellt. Es ist ein Schreibtisch, der im Auftrag des für diesen Zweck gebildeten Ausstellungskomitees von dem Mitglied der Darmstädter Künstlerkolonie, Professor Olbrich, entworfen und mit einem Kostenaufwand von 16 000 Mark von Darmstädter Kumtindustriellen ausgeführt worden ist. Das ganz aus Birnbaumholz angefertigte Kunstwerk ist in einer dunkelrot-braunen Grundfarbe gehalten und besteht aus zwei großen Seitenteilen, die durch eine breite Platte und einem schirm- artigen Aufsatz verbunden sind. An den beiden Vorderseite, die mit reichem Jntarsienschmuck versehen sind, befinden sich je vier von außen nicht bemerkbare Schubfächer ohne Schloß. Ihre Oefsnung erfolgt in höchst origineller Weise durch eine im hinteren Teil untergebrachte elektrische Batterie. Man braucht mit einem kleinen Stechschlüpel nur einen Metallverschluß zu öffnen, worau durch einen leichten Druck auf den elektrischen Knopf jedes der Schubfächer beliebig sicy öffnet. Der Aufsatz ist ein Schmuckstück ersten Ranges und ganz mit Schnitzereien aus Bergkriüall besetzt, die allein 3000 Mk. kosteten, von Karneolen und Hplzintarsicn vermischtes. * Ueberfall im Eisenbahnzuge. AuS Chambery (Departement Savoie) wird vom 13. Januar gemeldet: In dem von Turin heute nacht hier eingetroffenen Expreßzug wurde eine 30 jährige Engländerin namens S uz an na Lowe, die sich auf der Reise nach Paris befand, durch Hammerschläge verletzt und ihrer Habe beraubt aufgefunden. Der Ueberfall war vor der Einfahrt in den Mont-Cenis-Tunnel geschehen. Die Verwundete wurde m ein Krankenhaus gebracht. * Der Raubmordanfall aus den Karniner- Herrn v. Zitzewitz, über den wir seinerzeit berichteten, ist jetzt ausgetlart, die Täter sind verhaftet. Bei dem Landgericht in Prenzlau wird gegen sie die Untersuchung ein- geleitet. Die jugendlichen Räuber sind der Arbeiter, ent- iprungene Fürsorgezögling Atbert Heine und der Klempner Otto Woltersdorf, die,er qt schon mit 0V2 Jahren Zuchthaus, Heine bereits neunmal mit Gefängnis bestraft. Herr von Zitzewitz hat Heine als den wiedererkannt, der ihn im Eisenbahnabteil überfiel. Die Voruntersuchung wird, wegen ver- uchten Raubmordes und Anstiftung dazu eröffnet. • (5in Schiffsunglück. Von dem Elbfeuerschiff 1 in Cuxhaven wird gemeldet, daß das große englische Vollschiff „Pengwerrtt, das in Liverpool beheimatet und mit einer Ladung Salpeter von Taltal (Chile) kam, auf Scharhören gestrandet ist. Der Schlepper „Vulkan" berietet: Der „Vulkan" fuhr an dem „Pengwern" ganz dicht vorüber, wobei die Besatzung des „Pcngwern" einen lebenden Hund sowie einen Anzug auf das Deck des Vulkan warf, der ganz trocken dort ankam. Der Aufforderung, ms Wasser zu springen, um ihre Rettung zu ermöglichen, leistete die Besatzung des „Pengwern" keine Folge. Der „Vulkan" fiihr dann nochmals dicht an dem .Pengwern" vorüber, wobei er mitteilte, daß er ein Rettungsboot von dem zweiten Elb. feuerfchiff herbeiholen werde. Als der „Vulkan" den Rück- wcg vom Elbfeuerschiff zur Hälfte zurückgelegt hatte, ging eine schwere See über den „Pengwern" hinweg, der dann verschwand, wobei die auf dem Hinterteil des Schiffes befindliche, 24 Mann starke Besatzung den Tod in den Wellen fand. Es heißt, daß sich auch ein englischer Gießen, den 14. Januar 1907. ** Der a. 0. Theologie-Professor Dr. Gunkel (nicht Henkel) in Berlin hat den Ruf nach, Gießen an» a en 0 mm en. ** Auszeichnung. Ter König von Preußen hat Dein Kgl. Lokomotivführer Heinrich Geller zu Gießen aus Anmß seiner Pensionierung das Allgemeine Ehrenzeichen verliehen. ** Der Tabakarbeitgeberverband der Untermaingegend hat in einer Mitgüederoeri'ammlung unter Hinweis aus die Preissteigerung des Rohmaterials zur Besserung der Verhältnisse im Tabakgewerbe seinen Mitgliedern die Beseitigung der Auswüchse in den Lieferungsbedingungen und eine Erhöhung der Preise bei Sorten, welche dies ohne Verschlechterung der Lage der Kleinhändler zulassen, empfchlen. ** Spinn ft üben-Geschichten. In einem Dorfe der Umgegend wurden die Mädchen von der Spinnstube Nr. 3 (auf Neujahr) durch Utzkarten beglückwünscht, worüber sie sich sehr gekränkt fühlten, und da sie annahmen, daß ihre Pursck)en die Starten geschickt hatten, so verschloßen sie jeden Abend die Türen des Hauses, wohin sie in die Spinnstube gingen. Als nun am 8. d. Mts., abends V2IO Uhr, die Burschen die Spinnstube besuchen wollten, fanden sie die Türen wieder verschlossen. Auf höfliches Anklopfen wurde ihnen aber nicht geöffnet und da Weiterungen keinen Erfolg hatten, so mußten sich die Burschen in den Hof zuruckziehcn, woselbst sie sich in einem Kreise ausstellten und sich den mitgebrachten Branntwein wohlschmecken ließen. Trotz Aufstellung von Doppelposten waren die Mädchen gegen 11 Uhr spurlos verschwunden. Nach langem Suchen und forschen wurde endlich eine Fährte in dem Garten hinter dem Wohnhause festgestellt. Tief eingetretene Fußspuren zeigten sich in dem weichen Gartenboden, direkt unter einem Fenster. Die Mädchen waren durch ein in der Hinteren Seite des Hauses befindliches Fenster entsprungen und auf Jndianerart entwichen. Die Burschen hatten das Nachsehen. 4- Wicseck, 12. Jan. Der Turnverein beschloß in seiner letzten Generalversammlung, am 13., 14. und 15. Juli sein 45jähriges Stiftungsfest zu feiern. Gleichzeitig soll das zwe'.te Bundesfest des Turnerbundes Lahn-Dünsberg abgehalten werden. § Staufenberg, 12. Jan. Bei der heutigen Beigeordnetenwahl wurde Landwirt Msilipp Me y e r mit 24 Stimmen gewählt. Herr Heinrich Becker III., der vorher die Kandidatur abgelehnt hatte, erhielt ttotzdem 22 Stimmen. -l- Ober-Roßbach, 13. Jan. Seit mehreren Tagen wohnt die Kommis,ion einer französischen Aktien- Großfirma in dem benachbarten Friedberg bezügl. Ankaufs des hiesigen Eisensteinbergwerks. Am Freitag lvurde ein Ingenieur aus Lille erwartet, der von der Kommission hinzugezogen wurde, um ein Gutachten über den Gehalt der Eisensteine abzugeben. Der Befund soll so günstig sein, daß in den nächsten Tagen der Kauf perfekt werden wird. cP Ettingshausen, 13. Jan. Einen schweren Unfall erlitt der Arbeiter Ernst Blei. Er war in dem Steinbruch des K Launspach bamit beschäftigt, mittels Krah- nen einige Rollwagen hinunterzulassen; dabei rutschte ihm die Kurbel aus den Händen und schlug ihm den linken Arm zweimal entzwei. — Der hiesige Gesangverein feiert im Sommer sein 25jähriges Stiftungsfest, verbunden mit dem Bundesfest des Chatt ia-Sänger- b u n d e s. (b.) O b e r - W ö l l st a d t, 13. Jan. Einen unfreiwilligen Silvester-Scherz, der erst jetzt in die Oeffentlichkeit drang, leisteten sich einige Arbeiter von hier. Sie fanden am Abend des 31. Dezember auf ihrem Nachhauseweg zwischen Friedberg und Ober-Wöllstadt int Schnee einen dunklen Gegenstand, der sich bei näherer Betrachtung zu ihrer größten Freude als ein großes gefülltes Bierfaß erwies. Da der Fund ziemlich vom Dorf entfernt lag und zu schwer war, um getragen zu werden, holte man einen kleinen Handwagen und schaffte das unevhafste Silvestergeschenk in die Wohnstube eines der glücklichen Finder, wo man es am heißen Ofen niederlegte, um, wie man beschlossen, in zwölfter Stunde aus Dankbarkeit Gambrinus ein frohes Prosit Neujahr zu wünschen. Die Mitternachtsstunde nahte und die Vorbereitungen zum Anstich des edlen Gerstensaftes nahmen ihren Anfang. Tvch 0 Graus- kaum hatte der Anstichhahnen den Pfropfen etwas gelockert, so erfolgte eine Detonation, und eine sontänartige Säule strebte zur Decke, wo sie sich auf die erschrockenen Festtetlnehmer ntedersenkte. Das Zimmer glich einem Schlammbad und die Teilnehmer werden noch lange an das Neujahr 1907 zurückdenken. Der Inhalt des Fasses war Bierhefe, die durch die Erwarmung einen solchen Druck erhielt, daß die Zimmerdecke durch die Wucht der Gase durchschlagen wurde. te Vilbel, 13. Jan. Herr Kalb Henn fern, Mitglied des Landwirtschafisrates, erlitt am Donnerstag abend einen Unfall. Er fuhr vom Pachthofe seines Sohnes in Oberliederbach in einem Wagen nach Höchst, um mit der Eisenbahn zurückzufahren. Ta scheuten die Pferde, gingen durch, und Herr Kalbhenn wurde aus dem Wagen geschleudert. Er erlitt eine klaffende Kopfwunde und eine leichte Gehirnerschütterung. Die Verletzungen sind nicht schwer. Frankfurt a. M., 12. Jan. Um die Spital- meiste r st e l l e am Bürg er Hospital halten sich 600 Bewerber gemeldet. Tie Stelle erhielt zur Probe der Lazarett-Inspektor Ebeling in Berlin-Tempelhvf. — Ein Kaufmann übergab dieser Tage einem im Bäckerweg wohnenden Wettenvermittler 3000 Mark für auswärtige Wetten. Anstatt die Austräge auszusühren, zog der Vermittler es vor, mit der Summe zu verschwinden. — Hier wurde der Sä-mied Sauter, dem insgesamt 19 Mansardeneinbrüche zur Last fallen, verhaftet. le M e e r l) 0 13, 13. Jan. In Gondsroth wurde die hochbetagte Witwe Reußwig im Hausgang ihres Häuschens mit schweren Brandwunden bedeckt tot aufgefunden. preußisches Abgeordnetenhaus. Sitzung vom 12. Januar. Die erste Beratung des Etats wird fortgesetzt. Tas Wort erhält zunächst Abg. Dr. Wiemer (fr. Vp ): Seiner Ansicht nach habe die „Frers. Ztg." recht, daß sie von Thesaurierungspolitil spreche, wenn Ausgaben für werbende Anlagen mit den laufenden Mitteln bestritten werden, statt aus Anteilen. Eine Maßregel, die erbttternd auf die Arbeiter, belästigend auf die Arbeitgeber wirke/ sei die Bestimmung, wonach der Arbettgeber verpflichtet sein soll, die Einnahmen der Airgestellten anzugeben, die unter 3000 Mark Gehalt oder Lohn haben. Bezüglich der Aufbesserung der Beamtengehälter meine er, man müßte hierin noch weiter gehen. Daß der Eisenbahnminister die Tarifreform einführe, ohne sich mit dem Landtage in Verbindung gesetzt zu tyaben, bedauere auch er. Daß seine Freunde mit der Novelle zum Wahlrecht nicht zufrieden sind, sei natürlich. Seine Fraktion müsse auf der Forderung des allgemeinen, direkten Wahlreck)ts bestehen. Finanzminister Fryr. v. Rheinbaben führt aus: Dr. Wiemer habe von einer Thesaurierungspolitik gesprochen. Seines Wissens verstehe man darunter aber eine Anhäufung von Schätzen. Davon könne nicht die Rede sein. Die Beschreitung des Anleiheweges sei das Mittel der schlechten Haushalter. Man dürfe auch nicht vergessen, welche Anforderungen die Zukunft aus dem Gebiet des Eisenbahnwesens — er erinnere nur an die Elektrotechnik — stellen werde. Die Verbesserung der Beamtengehälter solle gleichmäßig durch alle Kategorien geschehen. Die Bestimmung, nach der Arbeitgeber über die Einnahmen ihrer Arbeiter vernommen werden können, werde aufrechterhalten. Bis zu den Einnahmen von 3000 Mark habe bisher jede Handhabe gefehlt, die Einnahmen richtig zur Steuer heranzuziehen. Man wolle Gerechtigkeit üben, auch Ueberschätzungen verhüten, wie sie ebenso vorkommen können, wenn jede Handhabe zur richtigen Einschätzung fehle. Er, der Minister, bittet dringend, den Antrag, den § 23 zu streichen, nicht anzunehmen. Minister der öffentlichen Arbeiten Breitenbach erklärt, daß er den Landtag nochmals wegen der Personen- tarisresorm befragt habe, sei nicht möglich gewesen, das würde das ganze Werk gefährdet haben. Eine Belastung des Reisenden sei die Reform nicht. Der Tarif für Gepäck sei auch im allgemeinen herabgesetzt worden, so daß von einer Verteuerung nicht gesprochen werden könne. Abg. Brömel (fr. Vg.) meint, man dürfe nicht vergessen, daß, wie der stelwertretende Kolonialdirettor gesagt habe, die Bevölkerung Deutschlands wegen des beschränkten Areals sich immer mehr der umgeben sind und in hübscher Ornamentik die Wappen aller bei der Ausstellung beteiligt gewesenen deutschen Staaten zeigen. Tcn Auffatz schmücken zwei künstlerische, von dem Münchener Künstler Prof. Hahn gefertigte weibliwe Bronzestatuen, Amerika und Deutschland darstellend. An den Seitenteilen des Prunkschrankes sind in ebenso origineller Weise iwcf) Geheimfächer, auf bet Rückfeite — das Ganze ist freistehend für einen Raum gedacht, zu dem Prof. Olbrich ebenfalls einen Entwurf liefern wird, — sind Schubfächer für Aktenmappen usw. angebracht. Tie Tischplatte ist mit prächtigen Lederornameiiten und Goldpressung geschmückt, der Aufsatz ruht auf acht Kugeln aus Ebenholz, auf bem die vier Elemente ünbe, Wasser, Luft und Feuer symbolisiert sind. Zu dem Schreibtisch ist ein außerordentlich bequemer, nach allen Seiten beweglicher Arbeitssessel angefertigt, der schon für sich allem ein Prachtstück bildet. Prof. Olbrich und das Darmstädter Kunstgewerbe haben mit dieser Ehrengabe für Geh. Oberregierungsrat Lewald eine Arbeit geliefert, die gewiß auch in Berlin, wo sie in den nächsten Tagen überreicht und auch vorn Kaiser besichtigt werden soll, volle Anerkennung finden wird. — Als Einlage in die breite Tischplatte ist folgende kunstvolle Schenkungsurkunde angefertigt worden: „Herrn Geh. Oberregierungsrat Dr. Theodor Lewald, dem kräftigen Ordner, Wächter und Verfeckner beulten Könnens, Wirkens und Wesens in Kunst, Wissenschaft und Gewerbe, beim Wettbewerb der Völler im fernen Westen, St. Louis 1904. (und auf der anderen Seite): Eingedenk seiner an Arbeit, Erfolg und Ehren reichen Tätigkeit bringen ihm freie deutsche Männer als Zeichen ihres Dankes und ihrer Verehrung bd?ie Erinnerungsgabe dar. Berlin, (Rn- tausendneunhundertsieben." — Ter verstorbene Altertumsforscher Dr. Grempler setzte die Stadt Breslau als Universaler bin ein. Tas über 300 UuO Mark betragende Vermögen wird hauptsächlich zu einer Wilhelm Grempler-Stifruiig verwendet für die prähistorische Abteilung des Museums schlesischer Altertümer. Lotse an Bord des „Pengwern" befand. * Kleine Tageschr 0 nil. In Kirchdorf bei Konstanz ist der katholische Pfarrer 8 0 r st e r wegen S l 11 - l ichkeitsver b r ech ens an minberjäljrigen Mädchen fluchtig gegangen. Die Staatsanwaltsckxfft hat Untersuchung ein- geleitei. — Ein Gaunerslückchen wurde m Defch 0 witz, Kreis Groß-Strehlitz (Schlesien), verübt. Zu einem Ehepaar kam ent junger gut gekleideter Mann und gab an, tin Auftrage des Amtsgerichts eine Haussuchung abhallen zu müssen. Er beschlagnahmte einen Beutel mit 1900 M k. Inhalt, stellte darüber eine Quittung aus und entfernte sich, indem er das Ehepaar für den nächsten Tag auf das Gericht bestellte, wo es das Geld zurückerhallen würde. Von dem Gauner fehlt jede Spur. — In Alt-Glienicke bei Berlin ist der Erdarbeiter Kaszefchneck ermordet worden. Ter »Mörder ist der Knecht Eklettka. — In Der niederländischen Gemeinde Ondd 0 rp ist eine Epidemie auszr- brachen, der mehrere Personen erlegen sind. Es handelt , ich um eine Erkrankung der Herzmembrane. lieber hundert Personen sind ertrankt. — In Rom macht die Leitung der städtischen Eisenbahn Versuche, dieL 0 k 0 m 01 i 0 e n anstatt mit Kohlen m 11P e t r 0 l e u m -u heizen. Tie Verwaltung hofft, dadurch größere Ersparnisse zu machen. - Ein schweres Grubenunglück ereignete „ch ui Der anterif. Sträflings - Kolonie Edwardv 1 ll e. Hund e r k Sträflinge mit dem entsprechenden Aufsichts-Personal wurden durch den Einsturz einer Grube verschüttet. Man macht vw zweifelte Anstrengungen, um die Verunglückten auszugraben, doch Venirditet man, dau die meisten umgekommen sind. — Englische Blätter melden aus Honolulu, daß der Vulkan Monnoa in Tätigkeit getreten ist. Es wurden drei heftige Erdstotze verspürt. Ter Krater des Vulkans ist eingestürzt. — In Rülzheim (Pfalz) z e r tr ü in in er t e der 35 jährige Sohn des Landwirts Wagner s eine m schlafenden 7 0 j ä l) r 1 g e n Late r d e n Sch adel. ^.aS Alotiv ist em vorangegangener Streit un Wirtshaus, -ter geistesschwache Täter ist flüchtig. Das^Aufkommen des Vaters wird für unmöglich gehalten. - Auf der strecke Kettwig-Werden a. d. Ruhr ft ü r 5 t e der Kaufmann Michel aus Witten aus dem fahrende» äu g, wurde überfahren und getötet. — In e r l i n entriß auf bcm Postamt am Anhalter Bahnhof em junger Bursche einem Boten vom Bund der Landwirte 1300 Mark un Augenblick der Einzahllmg am Schalter. Der Räuber ist entkoin- nien. _ In der franz. Stadt St. Etienne entgleiste ein Wagen öer elektrischen Straßenbahn mit 30 Fahrgästen an einer Weiche uub schlug um. 2 Personen wurden getötet, 20 Personen verwundet. Auerug ans deu Ltsnbkogmlsrryiflrru der Stritt Lietzen. Aufgebote. Januar: 5. Richard Müller, Schmied, mit Marie Köhler, beide dahier. 7. Ludwig Müller II., Hülfsbremfer m Allendorf a. d. Lahn, mit Katharine Luise Hofmann dahier. — Philipp Leyerer, Spengler m Climbach, mit Christine Wißner in Londorf. 8. Ludwig Bmz, Bahnarbeiter, nut Ellsabethe Sehrt, beide dahier. 9. Albert Wlo? dareck, Bergmann, mit Marie Pfannkuchen, beide dahier. 10. August Lchniidt, 'Dlanrer in Niedershausen, mit Katharme Henriette Schmidt dahier. Eheschließungen. . Januar: 5. Johann Tramitschnig, Kausmann dahier, mit Marrt Brotz in Fauerbach 0. d. H. Geborene. Dezember: 30. dem Sattler und Tapezier Heinrich Schlemm eine Tochter, Hedwig. Januar: 1. dem Kreisbausekretär Heinrich Junker ent Sohu. 2. dem Photographen Wilhelm üemiuebcr eine Tochter, Klara Elfriede Katharme. — Tem Klaviermacher Wilhelm Schlüter eine Tochter, Hildegard. 5. dem Schlosser Wilhelm Buch ein Sohn, Albert Wilhelm. — Dem Zementarbeiter Heinrich Peter Schmidt em Sohn, Heinrich Ludwig Friedrich. — Tem ^uhrknecht Peter Fraiiz cm Sohn, Ludwig August Theodor. — Dem Fabrikarbeiter Friedrich fDloller ein Sohn, Friedrich Ludwig Max Gustav. 7. dem Spenglermeister und Jiistallateur Ludivig Mootz eilt Sohn, Walter Fritz Hermann Ludwig. — Dem Heizer Ltto Eschbach eine Tochter. 8. dem Installateur Hugo Herbert ein Sohw Gestorbene. Januar: 4. Jean Heydt, Stationsvorsteher, 67 Jahre, Alice« straße 28. 5. Elise Ehrmann geb. Schmidt, 64 Jahre, Marburger Straße 7. — Margot Margarete Schott, 4 Monate, Bismarck« straße 14. 6. Cmul Sch mall, öd Jahre, Fabrikant, Ostanlage 36. 7. Johannes Burger, Taglöhner, 44 Jahre, Rodheimer Straße 1L — Ernst Gehrke, Taglöhner, 40 Jahre, Weidengasje 12. 8. Ellfa« bettle Röhrscheid geb. Warbcmus, 70 Jahre, Steiiistraße 31» 9. Emmy Schön, 1 Monat, Bruchstraße 12. 10. Johannes Becker, Straßenwart, 51 Jahre, Schifsenberger Weg 120. Der Fluch der bösen Tat ^”13 schlechte Seife. Schönen Teint erzielt Myrrholin-Seife. g isotal-Wroerkaus bei: wegen anderweitiger Unternehmung Siarl ötumpi, läarbeiuctcl) 25 Kassa-Skonto von 10c 4 Heiitr. Binz, Alleiidov/Lahit 21 46 I • 46 4. Günstigste Gelegenheit für Brautleute [BW, Bekanntmachung Großherzogliche Direktion: Dr. Stoeriso. B7, BW ► Bekanntmachung, Die Armen-Deputation der Stadl Gießen. kW, Eurschmanst. Ludwigstraße 55. Ludwigstraße 55 Bierverlag Gem. Brot Genu Brot Rornbrot Rornbrot Gewähre auf die schon bekannt billigsten, offen ansfjczeichneten Preise meines gesamten Lagerbestandes einen nochmaligen 1 'l 1 50 H 75 , 23 , 46 , . 54 . 54 . 54 54 Holzverftergerung in der fürstliche» Oberförsterei Lich. 25 25 3it mieten ociudit: 32 Ufouiiunflcn von 1—7 Zimmern. Jalob Appel, Kroidorf . W. lieui, Klein-Luiden. lleorg zum 11., toc.-Xiinbcn 46 Liui» Slißmuit), Sleuiberg 46 Dieselben Preise wie bei den ij»e|igeii Bäckern. Gie ven, den 12. Januar 1907. Grotzherzogliches Polizeiamt Gießen. _______Herberg.______. 0247 la. frische Kn^ck-Errr, St.7Pfq, 25 St. 1,70 9)1 F., unvf. A. Stein-, reich, Svez.-EierMg./Lirideng. 2. gemahlene Salmiak Ptkr Xronfflbtrg MöSclftbrik-Lngtt Md AllsstlliinnBgtslhlist rla>)lansgaste s8 Lieferung durch eigenes Fuhrwerk. Telefon 399 Höhere und Erweiterte Mädchenschule zu Gießen. Die Anmeldungen der Mädchen, die von Beginn des kommenden Schuljahrs ab unsere Schule besuchen sollen, werden Mittwoch, dcu 16. Januar, von 11—1 und 3—5 Uhr, und Freitag, dcu 18. Januar, von 11—1 Uhr von dem Unterzeichneten m dem Schulhause, Schillcrstraße 8> entgegcngenommcn. — Aorzulcgen sind: Imps- und Ge- buvtrschciu (Auszug aus dem Standesamtsregisler); bei Rindern, die über 12 Jahre alt sind, eine Bescheinigung der zweiten Impfung; bei Rindern, die aus einer andern Schule konimen, ein Abgangszeugnis. Mädchen, die erst schulpflichtig werden, sind bei dec Anmeldung vorzuf'lellen. Gießen, den 28. Dezember 1906. Krotpreise vom 13. bis 27. Januar 1907. Verkauf oder Verpachtung. In verkehrsreichem Orte zwischen Darmstadt und Frankfurt ist Eranl'jc.iK’Unfber ein gutgehendes Svezerciwarciiacichmt mit Wirtschaft billig zu verkaufen, oder auch zu verpachten. . Die Gebäude find neu. Post und Eisenbahn in unmittelbarer Nähe. — Umsatz ca. Mark 25 000, Gewinn ca. 20 Prozent. 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MtS. angeietzte Vortrag [vu/i nicht staltfinden. Montag, dön A. J^nikar, vortziittägö SV, Ubr im Distrikt Niedwaid: Buchen: 270 Nm. Scheer (4 Nm. Hainbuchen runbl, 124 Stint ßnüpvcl,-102 taiiuStödc, 4010 LS eilen,- Eichen: 10 Shn. Scheiter (8 yfm. rund), 4!) N.n. Knüppel, 36 Nm. Stöcke, NM Dellen; ilcodel- Holz: 48 Nm. Knüppel, 44 Nm. Kielern, 4 Nur siebte), 29 Nm. Stöcke lRiefern), 800 Dellen. 4 Buchen Äbschnitte = 2,96 Jmn. 44 bid 48 cm Durchmesser, 4 bis 5,2 m lonn); 319 ,flchten-Terbstangen -- 8/ü »yswi., 21 Jlchlen-Oieisstangen -- 0,12 Jstm., Jichlrnstangen (Anbruch» in Schlchrhausell ca. 100 Nm. am 5lreuzerseld (werden blind ucrrauit) iino ca. 100 Nm. am Gabrielszinunerplatz (werben vorgezcigt.) . Die Zusammelikunst ist aus der Psaiseuschneiye, Daldemgang von Hattenrod her bei Brennholz Nr. 1. . . . ’ * ' TicuStag, den 22. Januar, vorunttagS OVc Ubr im Distrikt FuchSs.raauch: Buchen: 249 Nm. Scheiter, 269 Nm. Knüppel, 120 Nm. LtöSe, 3590 Dellen,- (rtdien: 1 :)hn Lcheiter. 44 Nm. Knüppel, 28 Nm. Stocke, 910 Dellen. 2 Stück Eicheri-Schnittholz -- 2,04 ftinn* (44 unb 49 cm Turamtesser, je 6 m langst 12 Stück Buchen-^rchnitUiol; -- 18,80 Jsml. <40 bis 5/ cm Durchmesser, 5 bis 10,8 m lang; 51 Eichen Wagner-, Gruben- und Pfo'-.enholz 3,49 Jslm.; 26 Eichen Dagnerstaugen — 1,57 Jstm.; 26 Stück leichtes Fichtenbau hol; = 6,56 J-stm. 19 Stück H-ichtenderbstangen «=> ,ZT* und geringer). Die Zusammenkunft ist am LOawonrri beim Sattelacker am dem Deg von Kcklnhauseu her. Deutslher Noltcnvercin. Mittwoch, dcu 18. Januar 1907, abcudS 8V-11br im oberen Saale des Horelö „Grobherzog von Heuen Vortrag eS Herrn Kontre-Lldmirals z. D. Nosendabl über: „Das deutsche Kiautschau und seine Bedeutung für Deutschlands Ltelluug in Lft-Asien". intritt unentgelllich. Gäste, auch Damen, willkommen! [D6?! neuester chinefisch. Ernte feinne Gejchmacks-!i.-nfch- nnnen per Psd. iutL 2.—, 2.—, 5, 6.— usw. 16t h „• g„ 6”äläntleet'in„äth** llutbt äSagt eine unb bä ' cnt’ nis b« Waus. rt8bem Feuerschiff i it Q8 Sr°ke englisch, nö|M0?rLb^einiQltl u°i ?ltQ[ We) kam, au Klepper.Vulkan« be. „Pengwern» ganz dich ^gwern' einen lebende: des Vulkan wah usforderung, ins Wasse: ermöglichen, leistele 6:i 3°. Der.Vulkan' suh- irotrn" vorüber, roobr t von dem zweilen tzlb, der .Vulkan' den Rück zurückgelegt hatte, gin< ngwern' hinweg, bei em Hinterteil des Lchiffet satzung den Tod ii ß sich auch ein englische ianb. in Kirchdorf bei flo? Forster wegen Liu yLhrigen Mädchen slü- ost Lltersuchung n e m Deschowitz, Sn. l einem Ehepaar kam c in, im Austrage des Amt i müssen. Er beschtai .Inhalt, slellle barük inbeni er das Ehepaar:. Die Sicserung des LchubwerkS nach Ma« >ur stadtarme Personen (cmiHfltvBlicl) des Bedarfs für die (rbennftunaj^ tür bre 3eit vom 1. Avril IW bis 3L Nkurz 1908 ist neu zu vergeben. ngebote sind bid spätestens 20 d. AUS. an das Ltadtuche Armenamt. Neueubäue «L, einzureichen, das auch.üuskunst über He Vicierunßöbcöingiuifleii roaürenb der Dieuftflunden (vorm. t—12 Ubr miö uachm. 2—6 Ubr) erteilt. Gießen, 11. Januar 1907. Rarl Spanier, Nclskircheu 46 Karl Ziußsc, NlleudvvVstda. 46 Karl Stump', Garbenielcy 50 Jakob Appel, Krofdorf . . 50 itzj. Kein, Klem-stniden . . 50 Hemr.Bmz, Ällendorf/Lahii 48 234 Jsttn. lGerusistangen) i Walödistrllt Juchsstrauch ' . B12/! § la Landbrot U durchgesäuert, lmrge frischkleibend, wohlschmeckend, aus bestem hessischen und wxldecker Roggen, an»neun Kinzenbachee Mühle bei ßieüen Kiesermig direkt, sowie durch die Derkaussstellen __235 Jakob aatornus, Frankfurtcr Straße Buchthal, Lindenplatz Wilhelm Jiaycr, t^rünbcrger Straße W ilhelm Ulrich, tzchloßgaffc. Zlehuno30i.31.Jao.cr y GStrassburger2Mi. eldlotterie Mit Bezugnahme aus die Bestimmungen ui § 2d der Wehr- erdimng werden alle im Jahre 1887 geborenen Militärpflichtigem foiuie diejenigen, welche dieses Alter bereits überschatten, aber sich *nr ilhntcrmio noch nicht gesteul haben, oder bet der Musterung ui 1906 zurückgestem wordön sind, und entweder in Gießen ihren gnetzlichen Wohnort haben, oder als Studenten, Gymnasiasten und ^ognngc anderer Lehranstalten, oder als Haus- und BZirtschasls- daainle, Handlungsgehilfen, Lehrlinge, Handioerksgefellen, Dlcnjl- bJien, Jabrstarbener oder in ähnlicher Eigenschaft itch dahier auf- hilicn, hiermit aufgesordert, sich behufs Eintragung ihrer Warnen in die Rekrutierung-namurralle in der Zeit vom 15. Januar oia 1. Jcbruar d. I. allf dem Standesamt tut Siathaus, am Marktplatz, zu ineloen, und dabei, lucun sic dahier nicht geboren nnd, lbreu bJeburtoicbcui, welcher von dem betreffenden Standesamt ii er wirten ist, und, wenn sie bereits an einer früheren Ntusierung uilgeuonmien haben, ihren ^osungsschein vorzulegen. ... Zugleich wird darauf auftnerlsam geutacht, daß diejenigen, tielche die Lliwtelduug unterlassen, sich zu geivartigen haben, da«; ie mit einer Geldstrafe bis zu 3u Start oder mit Haft bis zu drei ini,j|i. Jacoby, Alien-Buseck 46 1 arl Bon, Wiqeck . . . 46 Aidivig Siemniüller, Lang- Gons .......46 „ 3 Kilogramm (6 Pfund) Gem. Brot bei: Gruft Christ, Wicieck . . 66 Gnst. Jacobh, Alten-Buseck 69 lj. jabel, Wlejea . . . 69 , Louis Süßmulh, Llcinberg 69 Wrl Post, üdieicd . . . 69 , Karl Tranlniann, Bjieseck 69 1 Kilogramm (2 Pfund) Kornbrol bei: Y. Weiß, Grüningen . . 23 Jalob Appel, Krofdorf . . 23 j yeuir. Binz, AUendorf,Lahn 22 „ Karl Zinver, Allendou/Lda. 22 2 Kilogramm (4 Psund) Kornbiol bei: Ll. Schimmel, Kmzenv. Al. 46 I. Weiß, Grünmgen jafob Appel, Kroidor' . . 46 „ Karl Spamer, Ncwkirchen 44 Druir. Bmz, Allendois/Lahn. 44 , Karl Zmver, Allendorf/Lda. 44 W. Lein, Klem-Liliden . . 46 u Karl Stumpf, Garbemeich 44 yeim. Bieber, Heuchelheim 46 „ Konr.Henjel,Gr.NechlCiibach46 Ter Brotverläujer: fcd. lsabel, BKefcck ... 26 r 2 Kilogramm (4 Pfund) Weigbrot bei: i^eorfl Tern II., Gr.-Lmden 50 0> Heinr. Weber, Heuchelheim 54 l!ouis Süßmulh, Steinberg 50 „ Jakob Appel, Krofdorf . IL Sletnmuller, Gr.-Lmden 52 „ W. Leist, Klem-Luiden . veiiir. Binz, Allendorf,Lah>i 50 „ Karl Post, uiejed . . -J. yabcl, BLiejeck . . . 52 , Karl Traulmawi, Wiefeck *' B. Loeiuel, Lang-Gösts . . 52 , 1 Kilogramm (2 Pfund) Gem. Brot bet: tieorg Dem 1 ., Gr.-Lmden 23 ^7 L. Stemmüller, Gr.-Linden 23 P. Pjeigel, Lang-Göns. .23, Karl Zmßer, Allendori/Lda. 23 Der hiesigen Bäcker. I Kg. (2 Pid.) Tafelbroi — 2 Kg. (4 Pid.) (4 , ) , — , 3 , (6 Pfd.) (2 „ ) Weivbrot 27 , 1 , (2 , ) (4 Pid.s Weißbrot 54 , 2 , (4 Pfd.) (2 Psd.) Gem. Brot 25 , Der auswärtigen Bäcker. 1 Kilogramm (2 Pfund) Weißbrot । jeorg Dem II., Gr.-Lmden 25 4 L. Lteunnüller, Gr.-Linden 26 oeuir Weber, Heuchelhemi 27 , W. Lein, Klem-Lmde>i . . 27 züeiuei, Laug-Gons . . 26 , Karl Post, Wieseck ... 27 piinr. Binz, Allendorf.Lahii 25 , Jakob Appel, Krosdorf . . 27 SMischtt Mtitsilachiveis lZietzc«. Gartcustraßc 2, Zimmer 2. können eingestellt werden: rr 1 landw. Knecht, 1 Schuneo, 4 schlosser, 1 Stufcr, 1 Schreiner, 1 vauvbursche, 1 Berrauferin, 1 Kvchsrau (vormittags mid teilweise abends-, 2 Vauf,rauen. . _ , . Lehrlinge: 1 schmied, 2 Schlosser, 1 Schremer. ßj suchen Arveit: 1 Heizer ooer Ptaschinist, 2 Schreiner, 2 Wasch- und Putzfrauen, 1 ^lnckerm, 1 Mauiuiaun, 1 Bertauierin, 1 oayrburicye, 2Lani- fvauen, 2 Arbeiter, 1 ^ausl-una-e, 2 Lrureaugehitfeu. ti^ ,'i Ltüötijlhkr WohlluilgsllaWcis Garicnitraße Zimmer 2. (Geschästoftuuden von 8—1 und von 3—6 Uhr.) 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