Nr. 160 v. iai . is. .pcR; iur den nzeigenteil: H. Beck. Kampf im Stillen Hcean u tz Erscheint täglich außer Sonntags. Ventsche» Reich. Berlin, 10. Juli. Die Verfügung über die Nicht- genehinigung der Ordens-Niederlassung der Schwestern der göttlichen Vorsehung in Sterk- rade im Kreise Mülheim ist nicht vom Kultusminister selbst, andern von der zuständigen Provinzialbehörde ausgegangen. Die Frage unterliegt gegenwärtig im Kultusministerium an inaßgebender Stelle einer Nachprüfung, doch ist an der Betätigung dieser Verfügung nicht zu zweifeln. — Der ehemalige Staatssekretär Graf Posadowsky ritt in einigen Tagen eine Reise nach dem Ausland an. Zunächst nimmt er einige Zeit Aufenthalt in England. — 8um Fall Peters teilt die „Schlesische Zeitung" mit, daß der Kaiser sämtliche Akten über den Fall Peters eingefordert habe. — Die Eisenbahnsialionsbeamten und die Fahrbeamten ind angewiesen worden, dem Mädchenhandel besondere Aufmerksamkeit zu widmen und alle Beobachtungen, welche auf die Spur des verbrecherischen Treibens schließen lassen, ofort zur Anzeige zu bringen und die Polizei zu benachrichtigen. Die Bahnhofsbeamten sollen die Ueberwachung der verdächtigen Begleiter und Begleiterinnen von Mädchen während ihres Aufenthaltes in den Bahnhöfen, die Fahrbeamten während der Fahrt übernehmen. Münster, 10. Juli. Las kirchliche Amtsblatt der g e o i s (Frankreich) bringt einen die Abschaffung des PrisenrechteZ Zum amerikanisch-japanischen Konflikt liegen uns heute olgende telegraphische Meldungen vor: London, 10. Juli. Der Spezialberichterstatter des ,Daily Telegraph" im Haag übermittelt seinem Blatte über )ie Streitfrage zwischen Japan und den Vereinigten Staaten von Amerika ein ziemlich pessi- nistisches Urteil, das! er aus den Kreisen der Diplomaten iei der Friedenskonferenz erhalten hat. Nach dieser Version -aben beide Negierungen ein Versteckspiel gespielt. In diplo- natischen Kreisen glaubt man, daß die japanische Regierung der amerikanischen Regierung seit dem 20. Juni ver- chiedene sehr scharfe Noten zukommen ließ, welche angeblich die Mitteilung enthielten, daß die Zustände in Kalifornien unhaltbar seren. Falls die amerikanische Regierung nicht im stände sei, den Kaliforniern Vernunft beizu- ) ringen, werde Japan gezwungen sein, der Regierung in Washington ^zu beweisen, daß deren Autorität an der Küste )es Stillen Ozeans nur dem Namen nach besteht. In diesem Falle sei Japan vollständig berechtigt, selbst in Kalifornien ,u intervenieren und die Rechte der Japaner mit Gewalt zu verteidigen. Paris, 10. Juli. Nach Berichten aus dem Haag wurde >ort zwar ganz unverbindlich von der Möglichkeit der Linderufung eines Schiedsgerichtes in der kali- ornischen Frage gesprochen, jedoch gleich hinzugefügt, daß lioosevelt und der japanische Premier Hayascyi nach ihrer ganzen Charakteramage einem solchen Ausweg widerstreven. Liieit größere Aussicht habe, so versichert man, ein Ver- rag, durch den die Vereinigten Staaten und Japan einander >en Status quo im Stillen Ozean garantieren würden. Ser allgemeine Eindruck ist, irgend eine Abmachung oerde zu stände kommen, u»ni augenblicklich beruhigend u wirken. — Im Pariser Ministerium des Auswärtigen fält man an der Ueberzcugung fest, daß die zwiset)en Washington und Tokio schwebenden Verhandlungen unge- Die Friedenskonferenz. Haag, 10. Juli. In der heutigen Sitzung der vierten Kommission, welche die Frage der Unverletzlichkeit des> Privateigentums zur See bearbeitet, kündigte Beer^ naert (Belgien) die Vorschläge seines Staates an, rvelche bezwecken: erstens Ersatz der Konfiskation durch Sequestrierung; zweitens das Prinzip der Regelung der Entschädigungsfrage im) Friedensvertrage; drittens ein Verbot, die Matrosen von Handelsschiffen als Kriegsgefangene zu behandeln, und viertens eilt Verbot, Handelsschiffe ohne vorherige .Ankündigung zu zer- Vorschlag ein, ber besonders auf ..... ausgeht. Freiherr Marschall v. Bieber st ein hebt nochmals hervor, daß Deutschland sich nicht gegen, sondern für die Ab- chaffung des Prifenrechtes aussprach, vorausgesetzt, daß vorher die die Blockade und Korttrebande betreffenden Fragen geregelt würden. 'Lt-aatsminister BeernaerL äußert seine Befriedigung, daß Deutschland sich so bezüglich seiner künftigen Haltung noch reie Hand Vorbehalte. Argentinien spricht sich für die Aufrechterhaltung des Kaperrechtes aus. Es wird beschlossen, denj amerikanischen Vorschlag vor den anderen zur Abstimmung zu bringen. Tie Diskussion wird, soweit sie den amerikanischen Vorstören. Im weiteren Verlaufe der sehr ausgedehnten Debatte; unterstützt China den amerikanischen Vorschlag, der die Ab^ schaffung des Kaperrechtes im Auge hat; Schweden eben^ falls, ohne sich indessen die Schwierigkeiten einer praktischen Durchführung zu verhehlen. Brasilien schließt sich in diesemt Punkte der Ansicht des Freiherrn v. Marschall an, indem es bedauert, daß man sich nicht zuerst mit^der^ Blockade und der; Kontrebande beschäftige. Bour achtet gewisser leidenschaftlicher Privatäußerungen hüben und drüben einen ungestörten Verlaus nehmen werden. Washington, 10. Juli. Die amerikanische Regierung nimmt die Meldung, daß der j a p a n i s ch e A d m i r a l S a k a m o to sich verächtlich über die Flotte der Vereinigten Staaten geäußert habe, mit erheblichem Zweifel auf. Sie hofft aber, daß der Botschafter Vicomte Aoki auf jeden Fall eine Untersuchung der Angelegenheit veranlassen und wenn der Admiral tatsächlich derartiges gesprochen, einen Widerruf herbeisühren werde. Die Absen düng der schiffe nach demStillen Ozean wird mit Beschleunigung betrieben. Es ist Befehl erteilt worden, die Herstellung der Kessel auf den noch nicht sertiggestellten Kriegs- fchisfen so eilig wie möglich durchKuführen. Es ist beschloßen worden, die neuesten Schiffe nach den pazifischen Gewässern zu entsenden und die jüngsten Kapitäne mit dem Befehl über dieselben zu betrauen. — Das Staatsdepartement und die hiesige japanische Botschaft stellen entschieden die Richtigkeit dieser Meldung in Abrede, die vom Haag an ein Londoner Blatt telegraphiert wurde, daß Japan wegen der Behandlung der Japaner in San Francisco kategorisch von den Vereinigten Staaten Genugtuung verlangt habe; sie erklären, daß keine Verhandlungen zwischen den beiden Regierungen schwebten. New York, 10. Juli. Die Meldung aus Tokio, daß der japanische Botschafter in Washington abberufen werde, wird von amtlicher Seite für unrichtig erklärt. — Admiral Iamamoto ist, von Europa kommend, hier eingetrofsen und erklärte, er sei der Ansicht, daß die freundschaftlichen Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und Japan von langer Dauer sein würden. Der gegenwärtige Sturm werde sich in den Gewässern des Stillen Ozeans legen. Biel hänge bei der gegenwärtigen Lage von der Haltung der Presse ab. Iamamoto wurde auf der Quarantäneninfel in Vertretung des K'ontreadmirals Goodrich, des Kommandanten der Marinewerft, von einem Leutnant begrüßt, der dem Admiral herzliche Grüße überbrachte. Später stattete der Kommandant des amerikanischen Geschwaders, Kontreadmiral Evans, Uamamoto in dessen Hotel einen Besuch ab. Die Begrüßung war herzlich. schlag betrifft, für geschlossen erachtet und die Fortsetzung der: Debatten -über die Frage selbst um acht Tage verschoben. — Honduras war bisher auf der Friedens-Konferenz nicht verireten, doch war auch diese zentralamerikanische Republik eingeladen gewesen. Gestern trafen mehrere Vertreter von Honduras im Haag ein und meldeten sich beim Präsidenten des Kon-i gresses zur Ueberreichung ihrer Beglaubigungsschreiben. — Heute nachmittag trat unter dem Vorsitz Beernaert (Bel-, gien) die erste Unterkommission der zweiten Kommission zusammen, um über die Gesetze und Gebrauch« der Kriegführung zu beraten. Man diskutierte über dest deutschen Vorschlag betreffend die ^Notifikation der für die Milizen und die Freiwilligenkorps anzubringenden Unterscheidungsmerkmale. General Amourel (Frankreich) wies auf dio Schwierigkeiten hin, die es oft bieten würde, in Anbetracht unvorhergesehener Umstände diese Notifikation auszusühren. Carlui (Schweiz) und Guillaume (Belgien) schlossen sich diesem Gesichtspunkte an, nxihrend Japan den deutschen Vorschlag unterstützte. Bei der Abstimmung wurde der deutsche Vorschlag mit 24 gegen 10 Stimmen ab gelehnt, und Artikel 2 über die Massen-, aushebung angenommen. ,. mag noch so oft versichert werden, daß das Geschwader lediglich zu Uebungszwecken nach dem Stillen Ozean dirigiert werde, insbesondere um die Schnelligkeit der Reise dorthin festzustellen, daß aber überhaupt ein solches Manöver für erforderlich gehalten . wird, zeigt deutlich genug, wohin der Weg geht. Die Dementis der Unionsregierung dürften wohl auch nichts anderes sein, als Verlegenheitsphrasen, weil es sicherlich dem ■ Marineamt sehr unangenehm ist, daß seine Pläne vorzeitig bekannt geworden sind. Daß man sich nichts Gutes von ’ Japan versieht, beweist die Absicht, an der westlichen Küste von Mexiko eine Kohlenstation zu errichten, und wenngleich Oie Sache wieder dementiert wird, so geschieht dies aus den gleichen Gründen wie eben. Ob Präsident Roosevelt zu der Gruppe gehört, welche baldigst eine Entscheidung wünscht, ist nicht klar ersichtlich, obgleich das seinem Draufgängertum entsprechen würde. Vielleicht mag für ihn das Moment ausschlaggebend sein, daß zwar Amerika an der | Westküste noch nicht genügend gerüstet ist, daß gleichzeitig oder auch Japan seine Rüstungen bedeutend beschleunigen mußte, um den Iankees überlegen zu sein. Der Ausgang ^des ernsten Ringens im Stillen Ozean wäre immerhin zweifelhaft, denn die Flächenverhältnisse sind zu enorme, ßctts daß die Philippinen und Hawai als Stützpunkte für Operationen gelten könnten; ebenso ist die westamerikanische Stufte ja von |o riesiger Ausdehnung, daß eine Blockade als gänzlich ausgeschlossen gelten kann. Immerhin aber täte man im Weißen Hause gut, etwas energischer als bisher Wasser in den Wein der Kriegspartei zu gießen,, denn es darf als fraglich angesehen werden, ob die amerikanische Marine wirklich befähigt ist, ernsthaft mit Aussicht aus Erfolg den Japs entgegentreten zu können, zumal wohl die Philippinen bei dem ersten Handstreich sofort den Ja- jpanern zufallen würden. Das Mannschastsmaterial, über das die amerikanische Marine verfügt, ist höchst minderwertig, es befinden sich viele zweifelhafte Elemente der verschiedensten Nationen darunter, von einem Patriotismus kann also kaum die Rede fein und die Disziplin läßt mehr r!s zu wünschen übrig, während von alledem bei den Japanern gerade das Gegenteil der Fall ist. Allzu scharf macht schartig, und wenn jetzt verschiedene Leute in Newyork, rrie nicht die Haut zu Markte zu tragen brauchen, zum Kriege hetzen, so kann sich dies ebenso rächen, wie vor einem Menschenalter an Frankreich. Aehnlich wie vor einem Menschenalter in Europa der Kampf um die Hegemonie auf die Dauer nicht von der Diplomatie ausgefochten werden konnte und zu einer Explo- A swn führen mußte, spitzen sich jetzt die Beziehungen zwischen Amerika und Japan mehr und mehr zu. Eine eigentliche U Veranlassung für das gespannte Verhältnis liegt augenblicklich nicht vor, im Gegenteil bemühen sich die beider- i/ fettigen amtlichen Stellen, die Situation als so harmlos 'ri wie möglich und die Beziehungen als durchaus höfliche *' ’ nnd korrekte hinzustellen. Gleichwohl aber deuten alle Mel- düngen darauf hin, daß „etwas in der Luft liegt", gleich- inie vor dem Jahre 1870. Es ist eben der innere Gegensatz : zvnschen den beiden Völkern, der sich durch äußerliche Mittel ?n, nicht überbrücken läßt und der über kurz oder lang zum Aus- . bruch kommen muß. Allerdings mag es fein, daß es au -J beiden Seiten Parteien gibt, welche diese Entscheidung be- [fi] schlemiigt wissen möchten, insbesondere sind es verschiedene Newyorker Blätter, die gewaltig in die Kriegsposaune stoßen g und wohl auch die in Marineoffizierkreisen herrschende N Stimmung wiederspiegeln. Aehnlich ist es zweifellos auch in Japan der Fall, und die gehässigen und abfälligen Aeuße- R rangen eines japanischen Admirals über die Fähigkeiten ber amerikanischen Marine sind ein überaus charakteristisches Momeill für die bei den Japanern vorherrschende Denktoeise. Von Washington aus ; werden, daß das Geschwadc politifcfye Das Recht auf den Profefsortitel. Zu dem Bericht über den Pwz-eß betreffend das Recht zur Führung des Professortitels in Nr. 312 der „Boss. Ztg." schreibt Herr Professor Tr. Koßmann, daß er nicht, wie in dem Bericht angegeben, im Jahre 1887, sondern schon 1877 zum außerordentlichen Professor an der Universität Heidelberg ernannt worden sei. Er ist also erst aus dem Lehrkörper dieser Universität geschieden, nachdem er dreizehn Jahre hindurch bad Amt bekleidet und dort ebensolange den mit ihm verbundenen Titel geführt hatte. In dem Bericht war auch irrtümlich angegeben, daß der Polizeipräsident die Aerztekammer darauf aufmerksam gemacht hätte, baß Kvßmann zur Führung des Titels in ber bisherigen Form nicht berechtigt sei. Die Aerztekammer selbst hatte bisher nie Gelegenheit, sich mit ber Angelegenheit zu beschäftigen, vielmehr hatte ber Polizeipräsident lebiglich dem Vorsitzenden der Aerztetjammer seine Ansicht mitgeteilt. Koß^- Mann aber hat seinerseits aus eigenem Antriebe die Bean- 'tandung des Polizeipräsidiums der Staatsanwaltschaft mttge- :eüt und die Einleitung des Striasverfahrens gegen sich geordert. Er ist auch ber Ansicht, daß bie Entscheibung des Kvmmergerichts, bie ihn wegen Zubilligung des guten Glaubens von der Anklage freisprach, auch in tatsächlicher Bezielmng zu seinen Gunsten ausgefallen sei, da er zur Zeit seiner Ernennung unbestritten badischer Staatsbürger gewesen. — Hierzu ist zu bemerken, daß das Kämmergericht bie Anschauung ausgesprochen hat, ein Preuße, dem von einem nichtpreutzischen Staatsoberhaupt ein Tttel verliehen worben sei, dürfe ohne Genehmigung bes Königs von Preußen ihn weder annehmen noch führen. Kvßmänn ist zwar von Geburt Preuße, als außerordentlicher! Professor «an einer Universität in Baben war er aber zweifellos badischer Staatsbürger, bedurste also als solcher zur Annahme des Professortitels nicht der Genehmigung des Königs von Preußen. Durch die Wiederübersiedelung nach Preußen hat er die badische Staatszugehörigkeit nicht verloren, es bürfie ihm aber auch in Zukunft nicht verwehrt werden können, sich wie bisher „Großh. badischer Professov" zu nennen. > 157. Jahrgang Donnerstag 11. Juli 1907 Dem Gießener Anzeiger OK , werden im Wechsel mit W A A moncttlich75Pf„vtertel- dem hessischen Landwirt «S jÄ jährlich Mk. 2.20; durch Gießener Emilien- ■ MM ■ BZ MM MU MM ■■ ^MMG Abhole-u. Zweigstellen blätter viermal in der M MW H BI K ■ ■ ■ ■ ■ M ijr B B BI monatlich 65 Pf.; durch Woche beigelegt und MM ■■■ MM M MM BT /■ II M B diePostMk. 2.-viertel- §==g'U,lv|)VllVl. *4lljvlUvls™£ * WM General-Anzeiger sur Gbecheffen MW bis vormittags io Uhr. Höffltioitsbrttrf und Verlag der Vr8hl schen Univ.-Buch- und Zteindruckerei. R. Lange. Retzättion, Expedition und Druckerei: Zchulstrahe 7. iaal“: e- Hetz^'Äen ---------. ' u Anzeigenteil: ö. Beck. Diözese Münster veröffentlicht den Brief des Papstes an den Professor Cornmer in Wien. Aus dem Zarenreiche. Petersburg, 10. Juli. Da nach den vorliegenden Nachrichten in 17 Gouvernements auch in diesem Jahre starke Mißernte zu erwarten ist, richtete bas ÖHnifterium des Innern schon jetzt ein Rundschreiben an die betreffenden Gouverneure, worin diese aufgefordert werden, vor allem bafür_ zu sorgen, daß der Bedarf der Bauern an Getreide zur Verpflegung nicht zu hoch angegeben werde. Die Regierung beabsichtigt somit eine Notstandsaktion in derselben un- genügenden Weise zu organisieren wie im vorigen Jahre. — Aus dem Gebiet der Ladoga-Kanäle wird gemeldet, daß ausständige Bauern'die Kanäle durch Drähte abgesperrt haben, um den Verkehr der Schleppdampfer zci verhindern. Bei einem Kampf zwischen Polizei und Bauern wurden 4 ber letzteren getütet, 7 schwer und 9 leichter verletzt. — Amtlich wird nunmehr bestätigt, daß e8 tatsächlich allen 5 Mitgliedern des Petersburger Arbeiter-Deputiertenrats gelungen ist, auS ihrem Verbannungsort in Sibirien zu entfliehen. Alle Nachforschungen der Behörden nach dein Verbleib ber Flüchtlinge sind bisher erfolglos gewesen. Riga, 10. Juli. Zwei Arbeiter würben zu lebenslänglicher, bezw. achtjähriger Zwangsarbeit verurteilt wegen eines Anschlages, den sie seinerzeit auf den Deutschen Luth atisführten, bei dem Luth schwer verletzt wurde. Die englischen Journalisten. London, 10. Juli. Die englischen Journalisten, die an der Fahrt nach Deutschland teilnahmen, kamen heute zu einem gemeinsamen Frühstück zusammen, bei dem der Präsident des Komitees der englischen Journalisten, Wilson, dem kürzlich die Ritterwürde verliehen worden ist, den Vorsitz führte. Nachdem mehrere Redner Wilson zu der ihm zuteil gewordenen Lluszeichnung beglückwünschten, ergriff Wilson bas Wort und sagte, er glaube, der König habe, als er ihm die Ritterwürde verlieh, die politischen Dienste anerkennen wollen, die von den englischen Journalisten, bie Teilnehmer an der Fahrt nach Deutschland gewesen, geleistet worden seien. Wilson gab dann seiner herzlichen Freude Ausdruck, die Teilnehmer an der Reise nach Deutschland wieder versammelt zu sehen; sie zeigten dadurch, daß die deutschfreundlichen Gesinnungen, die durch den äußerst freundlichen Empfang geweckt loorben seien, in ihnen iveiterlebten und von ihnen voll geschätzt würden. Andere Redner äußerten sich in demselben Sinne. An den Herzog von Trachenberg wurde ein herzliches Begrüßungstelegramm gerichtet, m welchem es heißt, die englischen Journalisten erinnerten sich mit der lebhaftesten Freude und Dankbarkeit der ihnen in Berlin und überall in Deutschlaud bewiesenen Güte. landwirtschaftskammec im VI. Wahlbezirk ch l i 1; furhcii Lauterbach und Herbstem statt. zwei Reisende tuurben GeeLchtrssa!« am 17. und 18. ds. Atts. in Tie Tagesordnungen enthalten Landwirtschaftliche gegenwärtig 545 Milder Parlainents- die vom Tschechenklub heute nachnnttag ab- Radikalen mit einem die Obstrukton be- irtvausschüssc der /auievbac()=o „trockenen und heiteren" Wettermeldungen zeigen sich als trügerisch und bestätigen das Wort eines Bauern i „Täi wösse aach naut!" Unter diesen ungünstigen Verhältnissen findet die Heuernte statt. Was für eine Qualität dabei herauskommt, kann man sich leicht denken. Man macht jetzt schon in der dritten Woche Heu, und vielfach braucht man acht Tage Zeit, um es nur einigem maßen getrocknet in die Scheuern zu bringen. Märkte. le. Frankfurt a. M., 11. Juli. (Telegr. Qrig.-Bericht des Gieß. Anz/h) Amtliche Notierungen der heutigen Bi eh markt- preise. Zum Verkaufe standen: 32 Ochsen, 00 aus Oesterreich 22 Bullen,sjO aus Oesterreich, 79 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder 00 aus Numänien, 783 Kalber, 99 Schafe und Hämmet, 1 Ziegen, 0 Ziegenlämmer, 0 Schaflämmer. Bezahlt ivurde für das Pfund Schlachtgewicht: Ochsen: 1 Qualität 80—83 M, 2. Qualität 73—76 Alk., 3. Qualität 68—70 Mk.; Bullen: 1. Qual. 74—76, 2. Qual. 68—70; Kühe 1. Qualität 74—76 M-, 2. Qual. 71-73 Alk., 3. Qual. 65-67 Alk., 4. Qual. 00-00 Alk., 5. Qual. 00—0Q Alk. Kälber 1. Qual. 95—98 Pfg., Lebendgewicht 57—59 Pfg., 2. Qualität 85—90 Pfg., Lebendgewicht 50-53 Pfg-» bezieht sich auf einen Erlaß des Regierungspräsidenten, der dieser Tage auch den Besitzern von Kinematographen-Theatern durch das Polizeipräsidium mitgeteilt wurde und worin mit einer evtl. Geldstrafe bis zu 60 Mk. bei Zuwiderhandlungen gedroht wird. — In einer Mansarde des Hauses Wollgraben 5 wurde heute früh die etwa 45jährige von ihrem Mann getrennt lebende Fran Henriette Lauer geb. Frey mit einem Schuß in der Schläfe im Bett aufgefunden. In der linken Hand hielt die Schiververletzte einen Revolver. Der die Untersuchung leitende Polizei-Kommissar gab seiner Ansicht dahin Ausdruck, daß der Frau der Revolver in die Hand gedrückt worden sei und daß ein Mordversuch vorliege. Die Verletzte, die nur wenige Worte hervorbrachte, erklärte später der Untersuchungs-Kommission, sie sei geschossen worden und nannte dabei verschiedene Namen. Aschaffenburg, 10. Juli. Im hiesigen Bahnhofe stieß beim Einstellen von Wagen ein besetzter Bahnpostwagen mit mehreren Wagen eines Schnellzuges zu- 2!rbcitcrbeu>egung. H a in bürg, 10. Juli. Der Seemauusverbaud hat an den Verein Hamburger Reeder ein Schreiben gerichtet, in dem er sich er> bieter, den Streik sofort abzu brech en, meim die Reeder eine Echo h n n g der U e b e rst u n d e n l ö h u e für die lransatlanlischt Fahrt auf 50 Pfg. uud für die Nord- und Osiseeiahrt auf 40 Pjg, zusichern und ferner sich bereit erklären nach Abbruch des Streiks mit einer Kommission von Seeleuten unter dem Vorsitz einer unparteiischen Körperschaft, etwa der Handelskammer oder der Deputation für Handel und Schiffahrt, in Unterhandlung zu treten, um die iveiteren Wünsche der Seeleute auf ihre Bereel)tigung prüfen, eventl. Abhülse zu schaffen. Ter Vorstand der Recder- vereine beschloß keine Antwort zu erteilen, da er jede Verbindung mit bem Seemannsverbaud ablehne und der Streik eine praktische Bedeutung für die Reedereien nicht habe. Besanco n, 10. Juli. 1100 Arbeiter der hiesigen großen Seifenfabrik sind m den Ausstand getreten, um gegen die Entlassung zweier Arbeitsgenossen zu protestieren.________________ ^Tschechen verharren in der Frage Sprache bei ihren Forderungen. Da der Regierung gestellte Präklusivfrist /gelaufen ist, wollen die tschechischen Teil der tschechischen Agrarier morgen glieder u. hat nach dec letzten Berechnung 5128,46 Mark Vermögen. — Der Ladenpreis für Fleisch steht augenblicklich im Verhältnis zu den Viehpreisen viel zu hoch. Deshalb hält der Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Vereins dafür, daß die städtische Bevölkerung gegen die hohen Fleischpreise Front machen solle durch Eingreifung bestimmter Maßregeln, vielleicht durch gemeinschaftliche Schlachtungen. In Dorfschaften geschieht dies schon vielfach. [] Marburg, 10. Juli. Die diesjährigen Ferienkurse, mit Hebungen in deutscher, französischer und englischer Sprache, welche bis zum 26. Juli l. J§. dauern, haben bei zahlreicher Beteiligung von Damen und Herren aus dem Jn- und Auslände begonnen. Der zweite Ferienkucsus findet statt in der Zeit vom 5.—23. August. wehre mit sich. Der Führer dec serbischen Banden bereitet sich zu einem erbitterten Kampfe vor. Newport, 10. Juli. Der Generalpostmeister Meyer gab bekannt, daß der Norddeutsche Lloyd und die Hamburg- ,Amerika-Linie den Kontrakt über die Seepost per ^Januar gekündigt haben. Sie verlangten höhere Entschädigungen, die nicht bewilligt wurden. Dec Hülsspostmeister Kleary reist nach Deutschland, da die Union höheres Interesse an der Erneuerung des Kontraktes hat. Tientsin, 10. Juli. Das russisch, chinesische ^Zollabkommen für die Nordmandschurei ist abgeschlossen worden. Die Eröffnung der Zollämter steht 'bevor. Leopold Weinberg in Treysa für 75000 Mark verkauft. Alles Inventar und die volle Ernte gehören noch dem bisherigen Eigentümer. 4- Hattenr ob, 10. Juli. Auch unsere Gemeinde soll nunmehr an das Fernsprechnetz angeschlossen werden. d. Sellenrod, 10. Juli. Wegen stacken Auftretens der Masern mußten die hiesigen Schulen geschlossen werden. -i- Lauterbach, 10. Juli. Tie ersten Sitzungen der 23 e- Ausland. Veile, 10. Juli. „Iduna" mit der deutschen Kaiserin an Bord tvacf gestern abend um 8 Uhr im Bellest ord bei Munkebjerg Anker. Wien, 10. Juli. Die „Neue Fr. Pc." schreibt: Die qinnen. Sie haben 51 Dcinglichkeitsanträge vorbereitet und gedenken auch technische Obstruktion anzuwenden. Tie Ver- shandlungen zur Sicherung der Arbeitsfähigkeit des Parlaments dauern fort. Brüssel, 10. Juli. Dec Ministerpräsident gab Heute in der Kammer die Erklärung ab, baß die Delegierten :ber belgischen und der kongostaatlichen Regierung zurzeit eine Konvention vorbereiten, betreffend die Uebernahme des Kongo st aates seitens Belgiens. Der Vertrag wird dem Parlament im Oktober unterbreitet werden. Der Minister , fügte hinzu, das" bereits eingebrachte Kolonialgesetz werde durch einen Zusatzantrag verbessert werben. Die Venvaltung des Kongostaates werde eine autonome fein, während Belgien eine effektive Kontrolle ausüben werde. Belgrad, 10. Juli. Ueber die bulgarische Banden- bewegung in Macedonien wird der „Frkf. Ztg." berichtet, daß sich die bulgarischen Banden in den Gebieten von sammen. Zwei Postbeamte und verletzt. 8 Wetzlar, 11. Juli. Der Verein des Kreises Wetzlar zählt , --- D a u b r i n g e il, 10. Juli. Auch der 2. Tag unseres ^3 e z i r k s t r i e g e r f c st e s nahm einen recht schönen Verkauf. Um 2 Uhr bewegte sich ein stattlicher Festzug durch den Ort, voran die Musik, dann folgten sämtliche Schul- strnder, begleitet von ihren Lehrern Jüngel und Lehr, hieran schlossen ffch sämtliche hiesigen Vereine, sowie alle Fest- Damen. Auf dem schön gelegenen Festplatz trugen unter Leitung des Lehrers Jüngel 6 Mädchen das Gedicht „Die ^tose von Gravelotte" vor. Hierauf sangen seine Schüler unter lebhaftem Beifall „Es ging 'bei gedampfter Trommelklang" vierstimmig. Gegen i/26 Uhr ergriff Reallehrer Stahl aus Offenbach, der zu Besuch hier weilte, das Wort. Er schilderte in trefflicher Weise den Zweck der Krieger-, Turn- und Gesangvereine. Ganz besonders freundliche Worte hatte er für beu schönen Zusammenhalt und die Einigkeit in unserem Ort. Er gedachte in vorzüglicher Weise oes am ersten Festtage mit so gutem Erfolg ausgeführten Reigens der Jungfrauen und Turner und des schönen Liedes unseres Gesangvereins Eintracht, der dem Kriegerverein gleichfalls /bure prachtvolle Fahne'nschleife überreicht hatte. Mit Freude .werden wohl alle Besucher, so wie unsere ganze Einwohnerschaft auf unsere so schön verlaufenen Festtage zurückblicken. r ? Allendorf a. d. Lda., 10. Juli. Ein, hiesiger Kaufmann B. ist schon feit einigen Wochen unter Hinterlassung einer bedeutenden Schuldenlast und zahlreicher Wechsel- fälschungen flüchtig. Man vermutet, daß er nach Amerika geflüchtet sei. Viele geringe Leute sind durch ihn geschädigt stvorden. Die Schulden sollen Mk. 80 000 betragen. Bad-Nauheim, 10. Juli. Der holländische Minister- .Präsident Dr. Knyper ist heute zur Kur hier eingetroffen und W im Hotel Hohenzollern Wohnung genommen. b. Ulfa, 10. Juli. Tie Verwaltung der hiesigen Mostagentur wurde mit Wirkung vorn 1. August an den Bürgermeister Georg Gerhardt III. übergeben, da dem seitherigen Postagenten Lehrer Ludwig Lern, eine Schulstelle in Offenbach übertragen worden ist. 1. Nidda, 10. Juli. Tas HwfguL „Haitbenmuhle", zehn Minium von dec Bahnstation Unterschnitten gelegen, wurde von dem seitherigen Besitzer Wilhelm Eißner'an Vermischtes. * Hamburg, 10. Juli. Tie Apparate der hiesigen Haupt« ftation für Erdbebenforschung zeichneten gestern abend wiederholt heftiges Fernbeb n von fast zweistündiger Tauer auf, das in einer Entfernung von mehr als 13 000 Kilometern von hier stattgefunden haben muß. Wenn das Beben kein Seebeben gewesen ist, und wenn bewohnte Gebiete der Erde getroffen fein sollten, so muß es eine äußerst zerstörende Wirkung gehabt haben. Es begann um 8 Uhr 3 Min. 27 Sek. abends; der Ansang der Hauptbcwegung war gegen 8 Uhr 40 Min., der stärkste Stoß kurz vor 8 Uhr 53 Min. mit einem Aus schlag von saft sechs Millimetern. Tas Beben endete bald nach 10 Uhr abends. * Marienburg, 10. Juli. In der heutigen Gläubigerversammlung der Marienburger Privatbank teilte der Konkursverwalter mit, daß die Konkursforderungen 9 874 000 Mk. und die Aktiva 3145 000 Mk. betragen. Es werden Ausfälle angenommen auf 1 145 440 Mk., so ergibt sich ein Nettokässebestand von rund 2 Mill. Mk., sodaß eine Tivi- benbe von 20 Proz. erwartet werben kann. * K1 e i n e T a g e s ch c o n i l Tas Linienschiff „Loth- ringe n" würbe im Kieler Hafen bei einem Nachtmanöver von dem Torpedoboote 8 107 angerannt und erheblich beschädigt. Tas Schiff ist zur Reparatur in die Werft ein- gelaufen. Tem Torpedoboote wurde der Bug eingedrückt. Verletzt wurde niemand. — In einem einfachen Briefe ist am Aütt- woch abend das aus der Berliner 9t a t i o n a 1 - (& a 1 e r ie am 9. ds. M. entwendete Bild, das den Zar Nikolaus I. barflcllt, der Venvaltung der Galerie wieder zugesandt worden.— Unter dem Verdacht dec Unterschlagung amtlicher Gelder in Hohe von einigen Tausend Mark wurde m Kaiserslautern ent Post-Expeditor verhaftet. — Aus Augsburg wird gemeldet, daß in einem dortigen Regiment eine U n terssichun« wegen S o 1 d a t e ti - M i ß 1) a n d 1 u n g chigelcilet worden sei. Näheres war bisher nicht zu erfahren, da der Regiments-Kom- n'.andenr den Soldaten unter Androhung von Strafe verboten bat, über die Angelegenheit etwas verlauten zu lassen. — In Eastrop ermordeten zwei polnische Bergarbeiter einen Monteur. Tie Tater wurden verhastet. — Ein verwegener Raub wurde im Kölner Zug zwischen Lüttich und Löwen begangen. Tie Räuber drangen in den Postwagen ein unb schnitten die nach England bestimmten Briefsäcke auf. Welche Bedeutung dem Raube bclzumessen ist, steht noch nicht fest. — Ein Opfer der Bors en- spekulation ist der Geineilideeinnehmer Atayer ans bem luxemburgischen Ort Differdingen geiuorbcu. Er ist flüchtig. Tas Kassenbestzit, bas wahrscheinllch bnrch Privatvermögen gedeckt wird, beträgt 50 000 Francs. — In Philadelphia ist ernt große Gießerei e i n g e st ü rzt, 40 Personen sind dabei uiS Leben gekommen. 15 Leichen sind geborgen. — Tie Ortschast O s v a (Russisch Polen) ist durch eine F e u e r s b r u n st fast gänzlich zerstört looröeu. Ein dreijähriges Kind fand den Tod in den Flanrmen. Ter angerichtete Schaden ist bedeutend. — Tie i n l er- nationale Schlaf wagen--Gesell schäft giebt bekannt, baß sie einen direkten Verkehr d u r chl a u f e ii d e r Schlafwagen v o ii E ii r o p a n a ch Japan organisieren wolle. Tie Wagen gehen über Charkow, Mulden, nach Fiishan, von dort per Dampfer nach Ehnnonosekt, von wo sie auf dem Landwege nach Tokio gelangen. — Die Pacht £ am bürg verlor im Sturm während der Regatta Hetgolaiid-Ostende die Großchot foiuie ein Beiboot, wobei der erste Steuermann sowie ein Matrose über Bord geschleudert wurden. Beide sind ertrunfen. — Ter Besitzer des Gastharises „Zur Bleiche" in Kätscher Bittlich (Schlesien) geriet mit seinem Schwiegervater, deni Auszügler elief, in Streit, wobei Stief seinen Schivlegerjohii mit einem Messer erstach. Ter Täter wurde verhaftet.__ Kandel. — Schissahctspool - K onserenz. Die Hamburger Blätter wissen von dem Ausgang der Konferenz nur zu berichten, daß die Verhandlungen inbetreff eines Vertrages zu einer vop läufigen a 11 g c me i nc n B erftänbig u n g geführt haben. Doch befinbe fich dieser Vertrag noch im Stadium der Vorderen tung, und man könne deshalb, um die Verhandlungen nicht zu stören, nur einzig von dieser Tatsache Notiz nehmen. Daß die Angelegenheit sich nicht so bald erledigen wird, weiß man von früheren gleichen Anlassen, die Konferenzen in den verfchiedensten Städten notwendig machten, bis schließlich eine Einigung herauskam. '* ' « — Stadtanleihen. Trotz der nach wie vor großen Gespanntheit am Geldmärkte komnlen immer wieder n e ue Stadtanleihen an den Markt. Tic neueste vierprozentige Stadt- anleihe im Betrage von 2165 000 Mk., bis 1912 unkündbar, wurde von der Deutschen^Bant zum Kurse von 98.32 Proz. übernommen; die Gruppe ^eehandlung im Verein mit derjenigen der Dresdener Bank und die Gruppe Diskontvgesellschaft hatten je 98.21 Proz. geboten. Schließlich wurde der Preis von 98.10 Prozent von einem Konsortium geboten, dem u. a. die Darmstädter Bank und die Nationillbank angehören. Hieraus ergibt sich, daß das Interesse für Stadtanlcihen bei den Großbanken wieder gestiegen ist. Bei der gestrigen Submission aus 5 Mill. Mk Karlsruher Stadtanleihen lag ebensalls eine erhebliche Anzahl Offerten vor. Eine Gruppe bot 98.6 Proz., eine zweite Gruppe, zu der die Seehandlung, Tiskontogesellschast, Deutsche Bank Berlin, Teutsche Vereinsbank Frankfurt a. M., Rheinische Kreditbank und Süddeutsche Bank Mannheim gehörten, bot 98.37 Proz. LchliA lich erhielt den ZuschLag^ auf 4 12 Mill. Mk. 4 proz. Anleihen der Stadt Mülhausen i. E. die Seehandlung Telbrück Leo m Co. Diese Anleihe soll am 18. ds. Mts. mit 98 V2 Proz. zur Zeichnung aufgelegt werden. — Vor, einigen Monaten hieß es, daß auch die Städte in ihren Bedürfnissen möglichste Zurückhaltung walten lassen sollen, damit sich der Geldmarkt bessern kann. Tie Städte haben von dieser Bitte keinen Gebrauch gemacht, denn es sind in den letzten Mostraten sehr viele gewesen, die sich an den Geldmarkt wandten. Aus Stadt und Land. Gießen, 11. Juli. ** Das Großherzogspaac wird, wie uns aus !Dacmstadt telegr. gemeldet wird, heute nachmittag 3*/* Uhr von seiner Englandceise wieder auf Jagdschloß Woffsgarten eintreffen. Von Mainz ab erfolgt die Reise im Automobil. •* Landesuniversität. Professor Dr. Felix Madfahl in Königsberg i. Pc. hat den Ruf als Nachsolgec ^von Prof. Dr. H. Oncken auf dem Lehrstuhl für mittlere und Neuere Geschichte angenommen. ^Vorlesungen über Zeitungskunde wird an LerDarmstädter Technischen Hochschule vom Wintec- semestec ab dec Hecausgeber verschiedenec Fachzeitschriften und Redakteur I. F. Meißner aus Frankfurt a. M. halten, sofern das Großh. Ministerium damit einverstanden ist. ** Preisge krönte Au s stell er. Auf der III. internationalen Gartenbauaiisstellung Dresden, Mai 1907, entfielen nach der offiziellen Liste auf hessische Aussteller folgende Preise: Die Großgärtnerei von Heinrich Henkel, Hoflieferant, Darmstadt-Neuwiese, erhielt die Kgl. Sächsische Staatsmedaille für eine Sammlung heimischer und exotischer Wasserpflanzen, einen Preis der Kommission in barem Geldc /für eine Sammlung tropischer, bezw. farbig blühender Nym- tphäen in Blute, 10 Sorten, zwei große silberne Ehrenschilde Jur zwei Sammlungen tropischer Wasserpflanzen in 50 Arten, Pen kleinen silbernen Ehrenschild für eine Sammlung wmter- ^atiet Nymphäen in Blüte, und den großen bronzenen Ehren- Ischlld für eine Sammlung winterharter Sumpfpflanzen in öO Arten. — Die bronzene fürstlich Geraische Staatsmedaille schielt Inspektor R e h n e l t, botanischer Garten, Gießen, für fleischfressende Pflanzen. Darmstadt, 10. Juli. Gegen den Mörder der Elisabeth Dorf am aus 9Jiötlenbact) haben die Eltern der Ermordeten eine Schadene rsatzklage erhoben, die heule vor der Zivilkammer des Landgerichts zur Verhandlung kam. Die .Kläger stehen im Aller von über 60 Jahren unb finb so gebrechlich, baß sie ihren kleinen laubwirtschastlichen Betrieb mir mit Unterstützung ber Ermorbeten ausüben konnten. Dieser Stütze sind sie jetzt beraubt und unter allen Umständen der vollständigen Verarmung anheim- gegeben, wenn sie keine anderweitige Hilfe erhalten. Ihr Rechts- beiitanb verlangt daher, daß ihnen aus dem Vermögen des noch immer flüchtigen Aiorders, für dessen Ergreisung 500 Mark Belohnung ausgesetzt finb, eutweder eilt einmaliger Betrag von 2630 Mark oder eine jährliche Summe von 350 Mark gezahlt werde, damit sie in der Lage sind, sich jeuiand für die land- wirtschastlichen Llrbeiten zu halten. In der heutigen Verhandlung bestritt nun der gerichtlich bestellte Pfleger des versch:vuudenen Götz, daß dieser den Tod der Dörsam direkt verschuldet habe. Des weiteren wandte er sich auch gegen die Höhe des verlangten Schadenersatzes unb erhob ben Eiuwcmb, bas Vermögen des Götz sei überschuldet uud er mithin garnicht in der Lage, einen Schadenersatz zu leisten. Tas Gericht beschloß, die Enischeiduug über die Angelegenheit auszusetzen und bie Urteilsverkündung erst am 16. September erfolgen zu lassen. _ Stettin, 10. Juli. Gestern ist. der Rendant der Pölitzer Spar- unb Darlehnskasse, Fabrikant Emil Stephan, wegen U n t e^r s ch l a g u n g von 100 000 Mk. vorn hiesigen Landgericht zu 2 Jahren 3 Monaten Gefängnis verurteilt worden. Bochum, IE Juli. Tie Sdaatsamvaltfchaft erhob auf Grund der Ergebnisse der Voruntersuchung Anklage gegen die eLitcr und Besitzer der zerstörten R 0 b u r i t fa b r i k in Witten wegen fahrlässiger Tötung und wegen fortgesetzten Vergehens! gegen^ die gejetzlichen Bestimmungen der Sprengstoffabrikation. Ter Strafprozeß, dessen Dauer mehrere TVochen währen wird, kommt im Herbst zur^ Verhandlung. Leipzig, 10. Juli. Vorn Schwurgericht wurde der ehemalige Stadtkassierer Ernst Paul Gruetzmann wegen schwerer Interschljagung im Amte zu 5 Jahren Gefängnis und 5 Jahren Ehrverlust verurteilt. Gruetzmann hatte 136 000 Mk. । tädtifcher Gelder unterschlagen. Mannheim, 10. Juli. In der Affäre der K a r n e v a l s - zeitung Schnupftabak wurde heute von der Strafkammer die Vernichtung der noch vorhandenen Exemplare der Zeitung und die Unbrauchbarmachung der Platten verfügt. Das Gericht . fand in dem inkriminierten Arcikel nicht, wie ber Verteidiger ausfuhrtc, einen Angriff gegen den Stadtrat, sondern eine M a j e - ltälsbcleidigung. Frankenthal, 10. Juli. Heute vormittag V2II Uhr wurde das Urteil im Wein-Prozeß gefällt. Möslinger wurde zu einem Monat Gefängnis unb 1160 Mk. Geldstrafe verurteilt, die stdoch durch die nUtersuchungshast als verbüßt erachten find. Dr. Eckstein wurde freigesprochen. or Ans dem <_ c ;i t,11, 1J. Ob barometrisches iniuiu, ^ob Minimum, oo O 00 Westwind — es regnet last jeben Tag, und auu) ow Wctteroienftnachrichten mit ihren 11. a. bie Wahl bou Vorsitzenden. — Unsere Einwohnerschaft wird das Vergnügen haben, Ende dieses Aionats den Hofopernsänger 'Stefan! vom Darmstädter Hoftheater im Saalbau zum „Johannesberg" zu Hörem Heppenheim a. d. B., 10. Jilli. Hier entstand gestern im Keller der Drogerie Ritzel beim Abfüllen von Benzin eine Explosion, durch die der Inhaber der Firma schwere Brandwunden erlitt. Er konnte sich noch retten. Es entstand ein Brand, dessen Bekämpfung sich sehr schwierig gestattete. Das Haus, sowie die umliegenden Gebäude sind wegen weiterer Explosionsgefahr polizeilich gesperrt. Der angerichtete Schaden ist bedeutend. Worms, 10. Juli. In einer Häufergruppe der Indengasse enlstand in der vergangenen Nacht ein großer Brand, dem das Ferbccsche Besitztum zum Opfer siel. Die benachbarten Häuser konnten gerettet werden. Drei Familien, die den dritten Stock des abgebrannten Hauses bewohnten, I konnten sich noch rechtzeitig in Sicherheit bringen. Frankfurt a. All, 10. Jilli. Ein Verbot des Besuchs der K i ne m at 0 g r a p h en - T h e at e r für Kinder unter 16 Jahren, welche sich nicht in Begleitung ihrer Angehörigen befinden, wurde kurz vor den Schulferien den Schülern der hiesigen Schule bekannt gegeben. Das Verbot Uly ui VUH|UVUI wtviuc um uv yviuuu, |uyia. uuuu vyc lochtgew. 65—70Pf«.; Schafe: I. Qual. 82-00 Psa 2 Qual ■80 Pfg. Nur bet Kalber' haben die Preise etwas auaeloaen hält: bei Hornvieh flau, Uebecftanb bedeutend; bei Kleinvieh aft, fein Ueberftanb. J Kirchliche Nachrichten, Israelitische Rcligiousgemeiudc. in der Synagoge (Südnnlngc). ™ d-n 13. Juli 1907; Vorabend 7.45 Uhr. vr.: Morgens 8.30 Uhr. Nachmittags 4 Uhr. SchrifLerkläruna. Sabbatausgang O.3O Uhr.___________________ siebener Wetterdienst. Witterung für Hessen am Freitag den InU: Abnehmende Bewölkung. Meist trocken. Temperatur heute, schwache nördliche Winde. Briefkasten oer «rteöaktion. (Anonyme Anfragen bleiben unberücksichtigt.) Nach Kohden. Wenden Sie sich an das Kreisamt in Schotten, Griginnt-Drnhtmeldnngen. München, 11. Juli. Die „Münch. N. Nachr." er- en von Gust. Denhardt aus Leipzig, den der Abgeord. mar als Gewährsmann bezeichnete, eine Zuschrift, worin ■cf) und zugleich auch für seinen Bruder verwahrt, mit der ckerbrief-Angelegenheit in Zusammenhang gebracht zu )en. Er erklärt, er sei von 1890 bis 1896 ununterbrochen lfrika gewesen, also nicht am 12. März 1896 in einem iner Cafö den sogenannten Tucker-Brief verfaßt haben, l Bruder habe am 5. Juli 1907 in Berlin eine ähnliche vahrung vor Zeugen ausgesprochen. r -x® raLbuJ3, 111 Juli. Junge französische 21t» vLec2" ®'ebren-)0fen' b,e noch nicht 20 Jahre alt und militärpflichtig sind, wurden von der Behörde angewiesen, sich naturalisieren zu lassen oder außer Land zu gehen. Die -Uiatzregel erregt allgeincines Befremden, da es sich auch um eine Schädigung industrieller Kreise handelt. K h ™ ' 31" t9uIi/. In der Frage der Parlaments- hrrur»a ' J3I-x -jr ^le ^deitssähigtcit des Llbgcordneten- hau es sehr tritrsch zu werden drohte, haben die Tsch echen 3ef‘er" den Rückzug angctreten. In der Vollversamm- tschechrichen Abgeordneten wurde nämlich be- chlosicn, die Vor,chlage des Ministerpräsidenten als Provi- forrum anzunehmen. 9)?arienbab, 11. Juli. König Eduard trifft am 15. August zum Kurgebrauch hier ein und wird am 15. (Sept, bie Rückkehr nach London antreten. , m, 11. Juli. „Giornale d'Jtalia" kommentiert die bevorstehende Begegnung T i t t o n i s mit A e h- renthal und nennt sie ein Symptom der guten Beziehungen beider Lander und eine Gelegenheit, die Bczichun- gen noch aufrichtiger und herzlicher zu gestalten durch Erörterung der allgemeinen politischen Lage nnd besonders der Balkanfrage. Die Straße zwischen Rom und ^^u^ugtedirektundnichtüberBerlin gehen. Aehrenthal habe bereits möglicherweise Goluchowstys Methode der diplomatischen Behandlung Italiens verbessert. Paris, 11. Juli. Das Blatt France miliiaire teilt mit, daß alle Korps-Kommaudeure telegraphische Weisung erhalten haben, die Entlassung der Mannschaften des Jahrganges 1903 nach den gesetzlichen Vorschriften vorzunehmen. Paris, 11. Juli. Marcelin Albert und Ferroul )atten jeder in seiner Zelle des Gefängnisses Unterredungen m:t Journaliflen. Albert benntzie den Zlnlaß, einen von ihm verfaßten gegen die Kammermehrheit gerichteten Aufruf der Oeffentlichkeit zu übergeben. London, 11. Juli. Aus Tanger wird berichtet, der engliiche Gesandte habe von SOlac Lean einen Brief er. halten, worin er u.itteilt, daß er noch immer gut behandelt merbe Der Gesandte hatte mehrfach Besprechungen mit dem amerikanischen Kriegsimnister. Jndcsse.i ist über die ver. abredcten Maßnahmen zum Schutze Mac Leans nichts bc. könnt geworden. J Mvvi.au, 11. Juli. Aus Verfügung des General- gouverneurs wurden die Liga sürVvlisbildung sowie deren sämtliche Provmzvereine aufgelöst und die von der Liga yerausgegebenen Organe verboten. K i e w, 11. Juli. Die gestern verbreiteten Gerüchte von einem Attentat auf den aus Kiew kommenden Odessaer Schnellzug bestätigen sich nicht. Richtig ist dav der Schnellzug infolge schlechten Funktionierens einer Weiche bei der Station Deraschnaja entgleiste. Von den Passagieren wurde jedoch niemand verletzt. Rur die Loko- motioe und 4 Wagen wurden beschädigt. Tanger, 11. Juli. Den letzten Nachrichten zufolge besindet sich der Schlupfwinkel, in welchem Mae Lean untergebracht ist, in Hauussa an der Grenze des vom Stamme der Elkmas besetzten Gebietes. Das' Verhalten Raisulis- deutet darauf hin, daß er von der Treue ber Jfjm bisher zugetanen Eingeborenen nicht überzeugt ist. Danksagung Frau H. Chambre u. Kinder 4571 K 6/07 B4A «Ehefrau 04928] ang-Göns. K 38/07. B27/t Seife A. Salomon & Cie. 07 B27/f (Nachdruck verboten.) Gewähr.) über 839,°,5 85571 864,84 69993 101059 102268 103960 245051 254018 232510 119589 hne der 1 1 Gewinn Gewinn Gewinn Hosen Anzüge 129066 150846 163583 189388 212619 239194 279638 117775 137977 153903 167996 195748 227960 124463 140629 161891 175865 207515 236300 265523 Für die so überaus zahlreichen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Ableben unseres innigst- geliebten, unvergeßlichen Gatten und Vaters sagen innigsten Dank. 125263 150615 163369 186241 210554 238367 268560 8, 10, 12 10 7 269047 271277 _____ ] Gewinne a 100 M. 3127 3479 10865 14811 1/604 27548 33556 39290 41356 49587 53026 53981. 54008 67777 68692 71367 74949 78194 82728 86723 92925 7 104961 106373 110463 126840 129231 129692 129976 l 145082 145720 145751 146161 152010 152528 158053 4 1627,81 168624 169663 170553 1710 1 178635 180437 6 193529 196398 200844 204294 207833 216133 216633 3 219894 220715 221701 223122 224439 229549 229655 r 232171 235033.23.7671 211027,215661 246223 247652. 50 Mark gezogen. k 100000 M. 238715 k 40000 M. 2150 k 1000 M. 216609 249987 256385 257320 259201 267604 268905 271213 277157 278348 278645 In der Nachmittags-Ziehung wurden Gewinne Uber Vormittags-Ziehung wurden Gewinne 50 Mark gezogen. 126366 133676 148712 164859 174311 197757 202225 212523 213978 269718 21 Gewinne k 2C0 M 99.30 55113 82943 84515 87-504 95376 112326 121739 137431 172122 217128 218459 226971 907 [ßh\ 2.00-5.00 „ Handschuhe 12, 20 Pfg. 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Fuli, 8 Uhr pünktlich mit folgender Vorstellung eröffne; werden: Prolog von A. Bock. Vorspiel auf dem Theater (aus Faust) von W. von Goethe. Der zerbrochene Krug von H. von Kleist. Wallensteins Lager von F. von Schiller. Am folgenden Tag, Mittwoch, den 24. Juli, wird diese Vorstellung in unveränderter Weise wiederholt. Diejenigen, welche- eine dieser beiden Vorstellungen besuchen wollen, mögen ihre Bestellung auf Plätze brieflich mit dem Vermerk: „Bestellungen air 'Theaterplätze", bei Großh. Bürgermeisterei bis Sonntag, den 14. Juli, einreichen. Man wolle nur die Zahl der gewünschten Plätze (möglichst nicht mehr als zwei) angeben, sowie mindestens zwei Platzgattungen. Die Verteilung der Plätze geschieht durch die Theaterkommission unter besonderer Berücksichtigung der Zeichner des Theaterbaues und im Uebrigen nach der Reihenfolge der Meldungen derart, daß die zuerst sich Meldenden für die erste, die später sich Meldenden für die zweite Vorstellung Karten erhalten. Die Eintrittskarten werden von Mittwoch, den 17. Juli an auf der Bürgermeisterei Zimmer Nr. 15 gegen Zahlung des Betrags ausgegeben, lieber Karten, die bis Samstag, den 20. Juli abends nicht abgeholt sind, wird anderweit verfügt werden. Anzug. Herren: Frack (ev. Gehrock) und weiße Halsbinde. Damen: Ball- (oder Gesellschafts-) Toilette. prdfe dsr* Plätze: Fahnenstangen (in allen Stärken u. Längen mit u. ohne Anstrich werden geliefert. Conrad Marx Ww., 04923] Zimmergeschüst. 3 gut erhalt. Osten Schristl. Angebote unter 4551 an den Gießener Anzeiger erb. Leere Mineralwasser Krüge kauft [4563 Adler-Drogerie, Seltersweg. 39. Mitte 1. u. 2. Reihe) und Seite 1. Reche J Mitte 3.-5. Reihe ) und Seite 2. Reihe J % ____________________ \ Hotbuii. Tisch 1 er7| Katserallec 16 6-Zimmer-Wohnung, pari., nebst Zubehör zum 1. Okt. zu verm. Näheres daselbst 2. Stock. [4464 Löberftraße 26, 1. Etage, sechs gimmer nebst Zub., Badezimmer, eranba, per 1. Okt. zu verm. 4347]Näheres parterre. 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