L57. Jahrgang Zweites Blatt ‘r* Q eben dieser Eino ruck, den ous xjurq)ie|en iuq nuu, »uu^u, ; genialer Vegavuug ist ügentkG SchM>, KH dre Sa”ä£ KaKe zu Stande d, M, mV 1^1 Ulebattton, Expedition und ©ruderet: Schul- straße 7. Expedition und Verlag r e=a® 6L Redaktion: 112. Tel.-Adr- An-eigerG letzen. Donnerstag 10. Oktober 1807 A4 Rotationsdruck und Verlag der Brühl'jchen UniversitätS - Buch- und Steindruckeret, M Hl E'r rcl R. Lange, Gieße«. Erlchetnl lügllch mü Ausnahme des Sonntags. Die ^Stetzcner Kamittend'ütter- werden dern An-viger* oternml wöchentlich beigelegt, das 'rlretsblaN für den Kreis Gießen" zweimal wSchenütch. Der ..hessische Landwirt" erscheint monatlich einmal. Ern deutsches Kriegerdenkmal aus französischer Erve. Villers-sur-Marne, 9. Okt. Auf dem hiesigen Friedhöfe sand heute die Enthüllung des Denk" ru als statt, das die sächsischen Kriegerver eine den am 2. Dezember 1870 gefallenen sächsischen Jägern und Schützen gestiftet haben. Die sächsischen Kriegervereine waren durch Abordnungen vertreten. Der zur deutschen Botschaft in Paris kommandierte Oberleutnant Frank hielt in Vertretung des Botschafters eine Gedenkrede, die einen tiefen Eindruck machte. Im Namen der Gemeinde, VillerS sprach der Maire Quirin. Sodann nahm der hier wohnende Oberstleutnant der Territorialarmee, Demange, als Mitkämpfer von 1870/71 das Wort urd) feierte in deutscher Sprache den Heldenmut von Freund und Feind an jenem denkwürdigen Tage. Der Obmann, der Abordnungen der Kriegervereine dankte in herzlichen Worten. Darauf wurde das deutsche wie das französische- Kriegergrab mit Kränzen geschmückt. kommt. Denn Alles sprach hin und her darüber und keiner wollte ansangen; sie wollten es auf's nächste Früh^ jahr verschieben und dergl. und wie mich das Herrliche des Stückes so packte, da kriegte ich den alten Trieck an inibi sagte: jetzt oder niemals. Und der war liebenswürdig: und sagte: jetzt! und so conftwnirte ich aus Herzenslust 'daraus los und jetzt haben wir täglich zwei Proben davon und die Chöre knallen, daß es eine währe Wonne ist. Ganz Berlin glaubt natürlich, wir seien sehr pfiffig und ich eomponirte die Chöre, um Hofgünstling zu sein oder Hof- musikus, oder Hofnarr, und ich gedachte anfänglich gerade im Gegentheil, mich auf die Sache gar nicht einzulassen; aber das Stück mit seiner außerordentlichen Schönheit und Herrlichkeit trieb mir alles andere aus dem Kopf und liest mir nur den Wunsch, es baldmöglichst einmal dargestellb xlrc richtig!) . „ . 'jicbucr alsdann auf bic Entstehung der Bewegung bei cnsionsv-'nchcherung des Näheren ein bis zu dem Zeitpunkt, 3 bie Denkschrift der Regierung erschien. Die Kritik der euhchrist nahm einen -weieretn Raum seiner Arssührungen cm. c ivendet sich dagegen, daß man der Denkschrift vorgeworfen t, s.e sei kalt und nüchtern: das sei von einer Statistik wohl cht anders zu erwarten. Wohl aber sei es bedauerlich, daß c Denkschrift sich darauf beschränkt hat, lediglich,auszurechnen, ie l/och die Beiträge sein müßten bei einer Gleichstellung^ der ensuulsbedmgungen mit denen der Staatsbeamten und daß ]ic d)t gleichzeitig versucht habe, einen Weg zu bahnen, urn/rnu) i germgeu Beitragslcistungen ebnes Annehmbares zu erzielen. Vr.vn die Denkschrift bei Berechnung des Durchschnitts-Gehaltes, s sirr die Privat-Beamten allein in Betracht kommt, eine Bec- agsleistung von 15 Prozent ausrechnet, so sei das aus ver- ,.ebenen Gründen viel zu l)vch gegrisfen. Redner sucht dies im Einzelnen aus durch Gegenuber- llung ber Zahl der Verheirateten in der Dcnkschrist und nach r BerusLstetlung. ebenso die Alterszusammensetzung, bic Be- chnung der Einlagen, die Berechnung ber Verwaltung usw. cp.n büric annehmen, bei Berücksichtigung dieser verschiedenen -csichtspaukte auf eine Bcitragsleistung von etwa 12 bis lo rozcut zu kommen. Der Hauptausschuß der Prcvatbeamtcu t aus err Dcnkschrist die uatairliche Folgcrimg gezogen, daß ie Äu-Vräwe der Privalbeamten dementsprechend etwas niedriger ngestellt werden müßten. Ec wolle im wesentlick-en nur das- rae erreichen, was sich bei einem 10 Prozentigen Beitrag durch- h en läßt und zu gleichen Teilen auf Arbeitgeber und Ange- allte verteilt werden soll. Er hofft, daß sich bei, einem der- rtigen Beitrag eine biente von zwei Drittel des Gehaltes nach 0 Beitragsjahren, eine Altersrente vom 65. Lebenswahre und ne Witwenrente von 40 Proz. der Invalidenrente erreichen! ißt. Ob bu:. wirklich möglich ist, muß natürlich statistisch naa^ • oräst werden. Jcdenfall-s ist Tiber die Grenze der Beiträge -tzt eine einheitliche Zusammenfassung der Wünsche erreicht wor- en. Der Hauptstreit ist dagegen über die Frage entbrannt, "eiche Form uft dieses' Gesetz geschaffen werden soll,. Ob man nie Sonder-Einrichtung für diese Verftcherung schafft, oder ob ton einen Ausbau des Invalidengesetzes vorzieht, das ist die Streitfrage. biedncr geht hieraus ausführlich auf verschiedene Grunde in, welche von beiden Seiten für die eine oder die andere Form ns Feld geführt werden. Nach der Statistik der Organisation oben sich etwa 500 000 Prwatbeamten für eine besondere Kassen- inrichtnug und etwa 200000 für den Ausbau des Jnvalidit'ts- esetzcs ausgesprochen. Für ben Ansoau des letzteren Gesetzes sind nach Ansicht des keduers hauptsächlich zwei Gesichtspunkte maßgebend: 1. Der lmstand, daß eine Reihe von Privatangeftellten, wie,z. B. die ^rkmei'ier, nicht dauernd zu einer Kasse gehören werden; ondern abwechselnd dem Jnvalidengesetz und der Souderkasse -uterworfen sein würden; und ”2. der Umstand, daß heute schon iö Proz. der Privatbeamten dem Jnvalidengesetz unterstehen •nb zu erwägen wäre, ob diese Erschütterung aus dem Gesetz icnommcn werden könnte. Anscheinend schätzt jedoch die Reichsregierung diese beiden tragen nicht als unüberwindliches Hindernis ein. Graf Posa- wwskli habe im Reichstag ausdrücklich auf diese beiden Wege stugewiesen. Bon verschiedenen Seiten werden zur Schaffung einer Eirr neuer ÜandiSal für den Posener ErzbischoMuhl. Köln,9. Okt. AlsKandidat für benPcsener Erzbischofstuhl ist, wie aus Kölner kirchlichen Kreisen verlautet, der Pater Mazarius, der bisher im Fran- zislanerkloster ' in Aachen wirkte, in Aussicht genommen. Pater Mazarius befindet sich zurzeit in dem Kloster auf dem Appolinarisüerge bei Remagen. Das Augenmerk der Negierung war, wie ein Privattelegramm dem „L. A." berichtet, auf Pater Mazarius gefallen, weil er der Verschser des weitverbreiteten polnisch-deutschen Beichtbuches ist. Die Besprechungen über die Erzbischofswahl fanden im Auftrage der Regierung mit dem Oberpräsidenten der Rheinprovinz in Bonn statt. Näheres ist über den Verlauf der Besprechungen noch nicht bekannt. Die Annahme der ^Kandidatur und Wahl hängt von der Entscheidung des Fran^ ziskaneraenerals in Rom ab. yiationaUitierdler Parteitag. (.Unberechtigter Nachdruck verboten.! (Fortsetzung.l ( S. u. H. W r e s v a d e u , 6. Okt Zweite Hauptversammlung. Auch am zweiten B e r ha n d 1 u n g s t a g.e war der o s e Saal des P a n l i n e n s cb l ö s; ch e n s bis auf den pter. Platz gefüllt. Der erste Vizepräsident desReichs- w» Geheimst Dr. Paasche, eröffnete die Sitzung um 11V2 vr’inü geschäftlichen Mitteilungen, worauf Reichstagsabgeord- «cr Dr. Str esc mann, lebhaft begrüßt, das Wort zu seinem irtcage über „Die Versicherung der Privatbeam- V" ergriff. Ec führte u. a. aus: , t r tjrgib.t-cnb zu der Sozialpolitik auf dem Gebiete ber Aroeiter- L-;yl-ne trat folgerichtig für die nationalliberale Partei jene i t tel st a u d s po l i t i k ein, deren Grundlinien der Abgeorv- te Patzig duf dem- Parteirage in Goslar darlegte, ein.^ Die Deutschlands in wirtsckMstiicher Hinsicht beruht ge- st m er vr Linie auf der Tüchtigkeit unb Intelligenz lemer infleute uno Industriellen und der guten technischen,und k^us- älmischen Forlbitdung dieser Kreise. (Bravo!) Diewn^werten Tijcn die Berufsfreudigkeit zu crh.ckreu durch eine Sicherstellung . jnter ist gewiß auch ein Lebensinteresse dieser kaufmänupchen tb inbiiilrieikn Kreise.' (Sehr richtig!) Die Zustimmung Meter urdelskammern. und Industriellen beiveist, daß nmn, iid) in ekn Kr ustm solchen Ansichten anschüeßt. , Man erlasst davon, ß ber Kaufmanns stand Vorteile ziehen wird. Und ebenjo wie 1 ixr Ar bei, er-Vers icherung das StaatS-Jnterene geltend war, cc> auch geltend in dieser Frage ans denselben Beweggründen. zu sehen." — Kleine Kunstchro nik. Das W. T. verbreitet folgende. Meldung ans Petersburg: „Der hiesige Stadthauptmarutz verbot im Interesse der öffentlichen Moral die A u s st e l l u n gi von Abbildungen nackter Körper, auch für den Fall, daß es sich um Reproduktionen von Kunstwerken handelt." Dieser Erlaß des Petersburger Stadthaup!mauns ist in seiner lakonischen -'Form unbegreiflich. Rubens, Correggio und Tizian werden mch -den Illustrationen in irgend einem Schmckbuch in einen Topsi geworfen! — Klara Biebig war an einer Blntvergm- t un g , die sie sich an der rechten Hand zugezogen hatte, erkrauck. Tie Dichterin beflndet sich auf dem Wege der Besserung. — Der 'Miimchener Hofschauspieler Kärl Häusser i|t infolge ein s Herzschlags plötzlich gestorben. Vor wenigen Tagen hatte er sein Mähriges Bühnenjubiläum feiern können und war aus diesem- Anlaß zum Ehrenmitglied der Hofloühne ernannt worden. Häusser, geboren 1844 zu Frankfurt a. M., war ein Künstler von genialer Begabung und scharfem Verstand. — Felix Dahn tnertz ~ ' Vr essl a u seiu Unfzigjähriges Dozenteniubilaunu — Zur Gymnasialjubelfeier wird bekanntlich am Freitag in der neuen Universitätsaula die Sophokleische Antigone" durch Gymnasiasten zur Ausführung gebraut werden mit der Mendelssohnschen Müsik Mendelssohn war durch den preußischen König Friedrich Wilhelm I . veranlaßt worden, die Musik zur Antigone zu schreiben. Näheres darüber berichtet er selbst in einem Briefe an David: „Hab' Dank," heißt es dort, „daß Du die Antigone gleich durchgelesen hast; daß sie Dir ungeheuer ge, allen würde, wenn Du sie läsest, das wußte ich wohl vorher und eben dieser Eindruck, ben das Durchlesen auf mich machte, ju erhalten. Ich banke Herrn Dr. Streesemann, baß er ba3 Verhalten ber Industrie gegenüber ihren Beamten wohlwollend» anerkannt hat. Die deutsche Jnbustrie ist teilweise schon vorangegangen mit der Versorgung ihrer Angestellten. Sie konnte nicht warten auf das Beste, und mußte zufneben sein mit beiri Guten. Sie hat vielfach schon Vorsorge für ihre Beamten getroffen unb ist vielfach weitergegangen, als ber Staat seinen Beamten gegenüber. Tie Privatinbustrie wird gern und treu die Hand bieten zur Durchführung der Privatbeamtenveriicherung, weil sie damit eine große nationale Aufgabe zu erfüllen boht., Wir werden daher sieudig Mitarbeiten an der Lösung dieses wichtigen Problems. (Anhalteiider Beifall.) Inzwischen ist folgendes Telegramm cuigcMen, welches ebenfalls mit starkem Beifall ausgenommen wurde:, „Ter 500 000 Mi- glieder zählende Deutsche Beamtenound üben endet dem Allgemeinen Vertretertag der NationallilSralen Partei Gruß und spricht die Hoffnuitg aus, daß die nationallwerale Partn für nachdrückliche Aufbesserung der Beamtengehälter eintreten wird. rtsttzuna s0l gt.) , ,, _______ , Airchs und — Gegen die neureligiöse Bew e gun g erging vom König!. Konsistorium Ka s s e l an die Geistlichen folgender Erlaß: „Schon im vergangenen Monat haben wir vor einer Bewegung gewarnt, welche, von außen hereingetragcn, zunächst in Kassel Boden gewonnen hat, nun aber weitere Wellen innerhalb unseres Bezirkes geschlagen und hier und da Unruhe und Verwirrung in unsere Gemeinden gebracht hat. Sind wir arych! überzeugt, daß die Bewegung ohnehin vor dem gesunden Sin,: unserer Bevölkerung nicht Btand zu halten vermag, so wird es doch mancherlei betrübenden Vorkommnissen gegenüber zur Klärung dienen, wenn wir die Bewegung wiederholt und nachdrücklich als eine unevangelische, durchaus ungesunde und das geistige Leben in unserer Gemeinde schädigende kennzeichnen, die wir mit aller C-ntschiedenheit von unserer Kirche zurückweisen. Zur Wahrung des Wohles und des Ansehens der letzteren müssen wir insbesondere den unserer Aufsicht unterstehenden Geistlichen warm ans Herz legen und ausbri'.ckl:ch zur amtlichen Pflicht machen, daß siesiich von dieser Bewegung völlig fernl-alten und wo sie hervorgetreten ist oder hervortritt, ihr durch Bekanntgabe dieses Erlasses von der Kanzel und durch sonst geeignet erscheinende Mittel enLgegenznwirkeü." _ ■ ■■■ j..—l 1, II 1.11 um«n*rrr -ss’Wia'5'r' Die -LutomobiL-Rennbahrr im Taunus. Man schreibt und ans Frankfurt: Ter Frankfurter Automobilklub scheint mit seinem Projekt ine ganz glückliche Lösung der Frage nach der Autorennbahn ge- unbeit zu haben. Zuuäcyst spricht es für das Prolekt, daß der lordere Taunus mit seinen Kurorten und Sommerfrischen mept neljr in Betracht kommt. Die Fremdenindustrie kann dort ruhig ueitcr florieren, wenn hinterm Feldberg Kraftwagen pfauchen. Werfen loir einen Blick auf das Gelände, das die Rennstreae )nrel)fchneiden soll, unter Ausscheidung des Nebenprojektes, das mit dem zweimaligen Ueb er sch reiten des Eisenbahnniveaus den Todes keim in sich trägt. Der schöne Punkt zwischen Kloster Thron und Sa al bürg ist auf der neuen Strecke beibehalteu. Lies ist ein übersichtliche Platz, 'jub die Naye ber Saalburg dürfte dem Kaiser genehm sein. Westlich der Wehrheimer Straße ioll die Bahn in südwestlicher Richtung vorbei an Arnoldsham unb Obereeifeuberg, am Nord ab hange des Feldbergs bis in die Höhe von Glashütten führen. Zwisä^en 5Aoster Thron und Glas- hütlen besteht ein Niveau-Unterfehied von zirka 260 Metern. Am Älaskopf (687 Meter) wendet sich die Rennbahn nach Norden. Sie zieht vorbei an Oberems nach Tenne, wo sie die alte Strecke schneidet. Am Psaffeukopf und dem Schnepfenberg weiter geht -s in nördlicher Richtung auf Rod an der Weil los.. Zwei Kilometer südlich dieses Ortes wendet sich die Strecke nach Osten, das We>ltal schneidend. Tie bei der alten Strecke voryandenen v'-elen Kurven durch das Weiltal fallen weg, ebenso der gefährliche Cuapaß in dem Dorfe Esch und die Enge vor Weilburg. 3n östlicher Richtung windet sich die Bahn an Ober- llinken und Herzhausen vorbei, um bann nach__öüdosten um ^ibicnen Rod am Berg unb Ansbach rechts lassend, fuhrt die drecke auf Kloster Thron zu. Alle bewohnten Orte werden 7-uaanaen- kommt bie Strecke einmal einer Verkehrsstraße nahe, f im We^el einige Kilometer bergauf und bergab. Am Kloster Sonberklasse Bedenken laut. Dagegen lstilt der Referent die von i ben Verfechtern des Ausbaues der Jnvalidengesetzes vorgebrachten l Grüiide nicht für ausschlaggebend. Falsch sei es, darauf hinzu- 1 Meisen, daß die Witwen- und Waisenversichcrung im Sinne . ber Privatbeamten gelöst sei. Ter zu diesem Zwecke zur Ver- • fügung stehende Ueberfluß der Zölle würde nur für die erwerbs- ' unfähigen Witwen eine Fürsorge ermöglick)en. Ebenso sei nicht : bewiesen, daß die Verwaltungskosten bei dem Ausbau des ^>n- validengesetzes billig sein würden. Wenn man behaupte, daß die' 'Schaffung' einer Sonderklasse den sozialen Gegensatz verschärfe, so halte er das für unrichtig. (Sehr richtig.) In hohem Maße würden diese Gegensätze verschärft, weil für die höheren Klassen des Jnvalidengesetzes bedeutend höhere Lasten verlangt würden, als für die niederen Klassen. Für die Sohaffung einer Sonderklasse sprächen daher hauptsächlich die Gründe, daß etne ausreichende Witwen- und Waisenvcrsicherung nur im Rahmen einer solchen speziellen Klasse sich praktisch würde ausführen laßen. Graf Posabow'sky l>abe wiederholt erklärt, daß für das Jnvalidengesetz nur die Erwerbsinvalidität in Frage komme. Ob endlich eine Herabsetzung der Altersgrenze innerhalb des Jnvalidengesetzes für die Privatbeamten zu erreichen sei, wäre gleichfalls fraglich, da es zweifelhaft wäre, ob die bceichsregierung ihrerseits auf die Anträge der Reichstagsparteim, die schon lange eine Herabsetzung ber Altersgrenze für die Arbeiter fordern, entgegen würde. In der Beantwortung dieser Frage liegt der Kcm der drei F-ragen. Tie nationalliberale Partei wird gut tun, dem Stadium ber Sache nach von einer bestimmten Stellungnahme nach der einen ober ber anderen Richtung Abstanb zu nehmen, um bic endgültigen Entschlüsse der Privatbearnteu abzuwarten. Möge es diesen gelingen, die jetzt noch abseits stehende Minderlüit zu einem einheitlichen Vorgehen zu veranlassen, um dadurch die Wehrkraft der Äewcgung zu stärken. Jedenfalls muß es entschieden zuruck- gewSscn werden, wenn Einzelne die Anichauungcn so hmsteltm, als ob die überwiegeiide Mehrheit des Reichstags sich bereits für ihre Forderungen feftgelcgt habe unb nur bie)c burchfuhrvar seien. In Wirklichkeit könne davon keine Rede sein. Die zu diesem Thema üorgelcgte Resolution lautet: Der Allgemeine Vertretertag ber nationalliberalen Partei sicht ebenso wie in ber Erhaltung bes geincrbtätigcn Mittel- staiibcs in ber Stärkung unb Sick-erstcllniig der in ber Pnvat- beamterischaft bestehenden Mittelftandsschichten cm Gebot staat- [icbcr Notwendigkeit. Er begrüßt die Bestrebungen auf Schalung einer staatlichen Pensionsvcrsichcrung als Mittel zur Durchführung dieses Zweckes und glaubt, daß diese Versicherung nicht nur für die Privatbcamtensckwft, sondern ebenso für den dculsaicn Handelsstand und die deutsche Industrie segensreich wirken wird und daß sic vor allem im StaatSinteressc liegt. Ter Vertretermg erkennt mit Genugtuung die bisherige Haltung und initiative der Reichstagsfraklion in dieser Frage an und hofft, daß es ibr in Gemeinschaft mit den übrigen nationalen Parteien genügen werbe, ein Gesetz zu schaffen, welches den berechtigten Wim,chen der Privatbearnteu Rechnung trägt. Bezüglich des für bic Durchführung ber Versicherung einzuschlagendeu. WegcS sieht der Vertretertag bavon ab, jetzt eine binbenbe Stellung einzmiehmcu, zumal dies auch von bem, J>en größten Teil ber deutschen Privat- beamteii umfassenben Hauptausschuß für bie staatliche Penston^- versicherung ber Privatangestcllten selbst bisher noü) nicht eno- aultig geschehen ist." _ , r . In ber Aussprache bot Abg. Landes rat Dr. Schrvdcr- Kassel, ber stellvertretende Vorsitzende der Landcsvcrsick-erungs- anstalt ftir Hessen-Nassau, wertvolle Ergänzungen zu den Ausführungen des Referenten, und zwar besonders vom rem versicherungstechnischen Standpunkt aus. Tic Mehrzahl der Pnvat- angestelften gehört heute schon zu den Versicherungsanstalten und auch die höher bezahlten waren wenigstens eine Zcrtlang deren Mitglieder. Wenn die Privatbeamten aus den Verlicherungs- anstalien aussck)eiden, würden etwa IV2 Millionen Versicherte verloren gehen. Es wird sich fragen, ob dann die deutschen Versicherungsanstalten noch ihrerseits finanziell leistungsfähig. bleiben werden. Tiefe Frage bedarf der ernstesten Prüfung. Tie Vorfchläge des Dr. Potthof bieten an und für sich etwas sehr Vcstcck/endcs. Jni Kernpunkt ist es aber kaum möglich, in einem und demselben Gesetz verschiedene Klassen von Versicherten zu schaffen. Ich glaube dalM, daß auf dem Wege des Dr. Potthos nur im beschränkten Umfange geholfen werden kann. Ich halte ebenfalls eine besondere Verficherungskasse für möglich, vielleicm im Anschluß an die Landesversichcrungskasse. Die Wünsche der Privatbeamten auf eine höhere und selbständige Versicherung sind gerechtfertigt. Sic sollten aber einig sein. Deshalb frnd bie Bestrebungen des Werkmeisterverbandes und des Dr. Potthof der Sache nicht gerade förderlich. Bei der. Privatversichcrimg der Privatbeamten heißt es: Abhilfe tut dringend not, doppelt gibt, wer bald gibt. (Lebhafter Beifall.) Hiller-Leipzig, der Vorsitzende des Verbandes dcuftchcr Handlungsgehilfen m Leipzig, erklärt, daß beide Vorredner ihm aus der Seele gesprochen hätten. Auch er fei für eute Soilderklasse. Abg. Dr. v. Vötting er: Die Industrie ist sich sehr wohl Dcr Wichtigkeit des Standes bewußt, der mit dazu beigetragen hat und weiter dazu beiträgt, bic beutleJ3nbu|~tiie auf.ber ^056 ThroUträgt bic Meereshöhe zirka 900 Meter, am Gegenpunkt bei Tenne beinahe 500 Meter, nachdem auf der Strecke hinterm Fcldbcrg fast 600 Meter Meereshöhe erreicht waren. Von Seltne fällt die Bahn in ihrem nörblichen Teil stetig bis Kloster Thron. 18 bewohnte Orte, bie burchaus bie Landwirtschaft pflegen, werden von der neuen Strecke umschlossen. Sehr wenige Landstraßen durchziel-eii das Gelände. Da alle Straßen mtttel^ liebersiihrungen überschritten werden sollen, so ist m Anbetracht des lkostenpunktes der fehlende Ueberfluß von Landstraßen dem Projekt günstig. Eine Eisenbahn ist nicht zu überschreiten. Vorteilhaft bemerkbar wird sich die Menge der Zufahrtsstraßen von Frankfurt, Nauheim, Wiesbaden usw. machen, bic cs dem Zahlenden Publikum leicht machen, die Strecke und nammtlich die -trioune zu erreichen. Tie Eisenbahn fährt kaum. 500 Me,er an dem Startpunkte vorbei. Die vielen Kürorte, die sich am Sudabhange des Taunusgebirges hinziehen, werden zweifellos Nutzen von der auf ein Stündck)en Entfernung hinführenden ^utomobilrennbahn haben. Die zum Teil ziemlich verkehrsarmen Orte, in bereu nächster VUilje bie neue Strecke vor beiführen wird, versprechen sich von der Erbauung und Unterhaltung der Strecke mancherlei Verdienst. ArrsüsrrH. Botschaft hat jedoch auch über die neueste Meldung, daß die -türfen As ter ab ab besetzt haben, ^eine Bestätigung er- \ galten und glaubt, daß diese Alarmnachrichten von den T o D Sieb: 2 C o A Ö 6fl bi® sie die die S 5' e 3 Ci 2 Uc C2 >ern. Ist 21ms Stade und Land. Gießen, 10. Ott. 1907. jp r S | Revolutionären in Täbris verbreitet worden sind. Shanghai, 9. Okt. Der amerikanische Staatssekretär Taft ist gestern abend hier eingetroffen. Die chinesischen Behörden empfingen ihn sehr herzlich. Die amerikanische Kvlonie veranstaltete ein Bankett. ' Paris, 9. Okt. Wie verlautet wird der morgige Mi- Tristerrat den Wiederzusammen tritt d er Kammern auf den 22. Oktober festsehen. „Humanite", das Blatt des Deputierten Jaurös meldet, Abg. Bebel beabsichtigt im nächsten Frühjahr über das große Wasser zu gehen und eine Vortragsreise nach Amerika zu unternehmen. Konstantinopel, 9. Okt. Der türkisch-persisch e Ko n fli ktv e r s ch ä r ft sich. Die hiesige persische 8™nffurt a. M.-Münster. Der Esienbahnmrurster hat die Direktion Elberfeld beauf- die Unterlagen für den projektierten Lahnbau Munster-Frankfurt (über Weidenau-Hai- S.er) vorzulegen. Alle anderen Pläne sollen zugunsten dreses Projettev zuruckgelegt werden. l mittag im Auto nach Frankfurt a. M. und kehrten gegen ( ^6r_ nach Jagdschloß Wolfsgarten zurück. S. K. H. der Großherzog jagte n. d. Darmst. Ztg. Mittwoch früh rm Kranichstciner Park und besichtigte hierauf das HaupL- ausstellungsgebäude auf der Mathildenhöhe. An der Mit- tagstafel im Jagdschloß Wolfsgarten nahmen der Prinz und die Prinzessin zu'Jfenburg-Birstein teil. ^Ordensverleihung. S. K. H. der Gr o ß h e r - zog haben dem Direktor der Bezirkssparkasse Nidda, Land- tagsabgeordneten Mühlenbesitzer Wilh. Erk zu Nidda das Ritterkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Groß-; mütigen verliehen. Lehrerpersonalien. Uebcrtcagen wurde dein Lehrer Ertel zu Elsheim, eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Bretzenheim. Erledigt sind: Eine mit einem kath. Lehrer zu besehende Lehrerstelle au den Gelneindenfchulen zu Lorsch imb Ober-N öden, sowie die mit einem evang. Lehrer zu besetzende 2. Lehrerstellc an der Gerneindeschule zu Grüningen. r. Götzen 8. Okt. Oberhalb unseres Dorfes nach Rudingshain steht ein Lin den bäum, zu L?Lunung wohl 5 Männer ihre Arme ausstrecken müß l ? hohl und könnte im Notfälle eine : Personen beherbergen. Unbegreislicherweise ist h- 5-’ ^nde innen ausgebrannt worden, was indessen der Lebeii- V krast noch keinen Abtrag getan hat 0Clb v - ** Militärisches. Qur Einstellung der sog. Frühjahrs-Einjährigen sind int Bereich des 18. Armeekorps 511m 1. April 1908 wieder berechtigt: das 1. Kurhess. Jnf.- j die. 81 in Frankfurt a. M., das Leibgarde-Jnsanterie- ! ^egt. Nr. 115 in Darmstadt und das Jnfanteri e-9te gt. Kaiser Wilhelm Nr. 116 in Gießen. Von benach- barten Armeekorps gilt das Gleiche für das 2. Bataillon des Grenadier-Negts. Kaiser Wilhelm I. Nr. 110 in Heidelberg, lowie das Kurhess. Jäger-Bataillon Nr. 11 in Marburg Q3ct letzterem nur für Studierende der Medizin und Pharmazie I dortiger Universität. — Aus dem Truppen-11 ebnngs-! platz Darmstadt tritt am 10. d. Mts. eine Reserve-! J' e{ 5 a et i I l e rie - Abteilung zu 14tägiger Ucbung zusammen. ~19rec Führung ist der Hauptniamt v. Ploenuies vom Stabe des Großherzoglichen Artilleriekorps beauftragt. r. ** , cr Einrichtung der Anle gu n g von Grundbuaiern und damit bedingten Abschlüssen von Euterveriausen am Gericht hat ost rinliebsame Folgen. Vor! nilyt zu langer Zeit hatte in einem Dorfe des Boaelsberaes em größerer Verkauf stattgefunden und die Käufer (etwa o0 an der Zahl) beantragten, das Gericht möge zur Vor- nahme der amtlichen Eintragungen aus die Bürgermeisterei de^ Ortes kommen, die 5ivsten des Transports wollten die L - Stergxrer tragen. Das Gericht ging hierauf ein, so daß nicht ganz, ben Käufern und ihren Frauen der Weg und viel q»it geipart wurde Wer die obere Behörde hat die Sache beanstandet und die liquidierten Kosten nicht bewilligt mit der Motivierung, die Güterrciufer hätten auf das Ger-cht -m Joinmen. Sie bereits erhobenen Losten sind noch nicht zuruckgezahlt worden. 1 1 . Bettler und Landstreicher in Lessen Sm - tahre ^C6 wurden im Großherzogtnm Hessen Ml Personen ' w^en Bettelns und Landstreichens gerichtlich bestraft tevon 6ot in Startenourg, 4e>7 m Oberhessen und 943 in Siftein» s®rUro)f?on oen verurteilten Personen wurden 1906 174 Personen der Landespolizei überrviesen (in Starkenburg 64 hmSbCr^-EnS Unb ln Rheinhessen 68). In dem Arbeits- UUS zu Dieburg wurden tm Jahre 1906 155 und in dem Hnlialarbertshaus zu Gießen 5 Personen infolge gerichtlicher Ueberweisung untergebracht. Die Ueberweisung erfolgte bis zur Dauer von 3 Monaten in 3, von 3 bis 6 Monaten rn 60 von 6 Monaten bis unter 2 Jahren in 81, für Am unbestimmte Zeit in einem Fall. n1? Dezember 190o oLsanden \vÄy au, Grund gerichtlicher Ueberweliung un Arbeitshaus zu Dieburg noch 142 und tnt ^-rlialarbertshaus zu Gleßen noch 2 Personen. Verwei- 1 ungen aus dem Rerchsgebiet kamen 10 vor W des freiwilligen Erziehungsbeirats für schulentlassene ^.arjen gab Minijterialsekretär Müller. Nach Bericht-, au5 bejt einzelnen Zweigvereinen hielt Reg. Rat Dr. Kratz noch einen sehr instruktiven ^Vocttag über 9aBcn des Alice-Frauenvereins Ur ^ai}tenBr(ede unb iemer Zwechvereine auf dem Gebiet der Bo l k § g e s u n d h e i t s p f l e g e", nach dem sich Frau Rauscher-Alsfeld und Ministerialsekretär Müller da- sur auch p rach en, daß die Zweigvcreine mit dem tz>auptverein rn nähere Verbindung treten und sich in allen wichtigen ernem Juristen gegeben. Der Schulbeginn 'des "Winkel I T" ei^ nllt Zentralvorstand beraten möchten. ***** «r-i=■ iw - **. -»•«"« •* Das allgemcine Stimmrecht itf Ungartt. Dndapest, 9. Okt. Die morgen stattfindende Str a- ßenkundgebung zu Gunsten des allgemeinen Stiurmrechts ist mit einer Arbeitseinstellung von vier- ^^ätvanzigstündi^er Dauer verbunden, welche die sozialistischen Arbeiter veranstalten. Infolgedessen werden die meisten Fabriken undGeschäfte feiern; die Zeitungen erscheinen nicht und die 5l'affees und Speisehäuser bleiben geschlossen. Obgleich die sozialistische Parteileitung sich dafür verbürgen zu wollen erklärte, daß der Demonstta- tionsumzug ohne Störung verlaufen werde, und allgemein e rwartet wird, daß keine Ruhestörungen Vorkommen werden, sind umfassende SicherhcitSmaßregeln getroffen worden. Die Bahnhöfe und Maschinenfabriken werden militärisch bewacht und starke Abteilungen der Garnison in den Kasernen bereit gehalten. Aehnliche Kundgebungen werden auch in zahlreichen Provinzstädten stattfinden. — Der Minister des Innern, Graf Andrassy, errlärte einem Mitarbeiter des „Maghar Hirlap", er beabsichtige noch in diesem Jahre eine Gesetzesvorlage über das allgemeine Stimmrecht im Abgeordneten Hause einzubringen, es sei überflüssig, die Negierung an die Wahlre,orm zu mahiren, da sie sich stets die übernommene Verpflichtung vor Augen gehalten habe. Die für morgen beabsichtigte Kundgebung sozialistischer Arbeiter renne offene Türen ein, da die Einführung des allgemeinen Stimm rechts unmittelbar bevorstehe. Hoffenllich werde daher der morgige Tag ohne Störung der Ordnung und ohne Aufregung verlaufen. Für die jungen Soldaten heißt es jetzt, den eiaenen Mister, -UK^ ebre höhere Autorität im Dienste ftir KaiL erkülsen^Ä^' -r^1 Soldat hat hohe Anforderungeil zu 6*™ « WJf LS*« 'Mr Deutschlands Ruhm und Ehr -ou, alle strecken wir!" . ** ®« ®roHerj. Hofe. I. ®. H. der Groß- tz e r z o g unt> die Großherzogin fuhren DienLtng vor- lltM , s um evew «9 " In Amerika verstorbene Hessen. Frau Dhrisime 3i a h n, geb. Bender, aus Liodhcim a. d. B. 53 Jahre alt, zu Sumncr, Iowa. — Georg Gumb, aus Obcr-Ramfladt 42 Jahre alt, starb zu Dolgcvillc, 3t. 9). durch Selbstmord.— ® “I* ßarl (Snfer aus Marburg, Kommandant des R. G. Lec-Soldatenheims, zu Süchmonü. L( ® 0 Oft- Gestern morgen gingen die »Lr/ke be» ~ant>toirt3 Bernhardt von hier durch. Der semcr 17jährigen Tochter nebst Magd vom rftibe heim,ähren, als zwei Hunde aus dem Walde Waaeu^Mn-^"' die Pferde scheuten und mit dem m durchgangen. Au, der rasenden Fahrt ging das uns sm01^“0 ^rauS' uni> uun stürzten Pferde, Wagen Ed -AZüschen au, einen Haufen zusammen. Die Tochter erll.t einen Rrppenbruch und Rippenquetschung. Der Eigentümer und die Siagi), kamen mit einigen Hautabschürfungen und mit dem Schrecken davon. Auch die Pferde nahmen auger einigen Hnutaoschür,nngen keinen Schaden. Friedberg, 9. Okt. Für den jungen Landwirt, der sich eine gute Grundlage für feinen schweren Beruf schasien will, ist nicht nur die praktische Ausbildung sondern auch- um dre Praxis richttg zu erfassen, eine durchgreifende theoretische Ausbildung m Verbindung mit der Praxis eine unbedingte Notwendigkeit. Den Wetterauer Lanowirteu ist die Gelegenheit in diesem Winter an der Großh. Obstbauschule und landw. Winterschule hier ?.^^/bboten. Der Unterricht erstreckt sich auf das Ge- öiet des Ackerbaues (Boden, Bearbeitung, Düngung, Pflan- beo ^rzucht und Fütterungslehre, des Molkereiwesens,. Landwirtschaft!. Obstbaues, der Ma- icyiuen künde, Tierheilkunde, Gesetz es künde usw. usw. Die Gesetzesttmde wird in diesem Jahr zum ersten Mal von einem Juristen gegeben. ~ ~ - (P-) O b e r-sBr ei d enbach, Kr. Alsfeld 9 Unfer Dorf macht eben einen großen Schritt vorwärts f?r ~aDo” ^ugt zunächst das neuerbaute Schulhau-»^ ■5 raffln6 des Dorfes. Durch die Errichtung einer Fi 2 Scyulklasse war ter bleubau unbedingt notig gewort^si i ,2 “r e‘ne.ni mächtigen Basaltunterbau erhebt sich das stag. rche Gebäude, an seinen roten Giebelspitzen schon -w-- Wetter Ferne erkennbar. Es enthält im 1. Stock zwei große' " s luftige Schulsale nebst Gemeinderatszimmer und darüber? i atoci geräumige Lehrerwohnungen mit sechs resp. fünf «im L' mein Eine mächtige Mauer aus blauem Basalt mit Ms. gesetzten Steinsäulen umfaßt Hof und Garten und gibt ter ' Öanäen den Charakter einer Burganlage. Der Nordflü-w ’ geaalt eme herrliche Aussicht durch das Tal der Antrift, auf me Orte Strebendorf, Afteder^Breitenbach, „wmrod ^E^bi-,tief in die kurhessischen Berge hinein. - Duw den Schulhausneubau wurde auch die Frage ter Wa s s er Versorgung der Gemeinde wieder angeregt. Ober-Brei. auf der Wasserscheide zwischen Oh« und Schwalm und mußte - wohl schon von jeher - fei$ tC^eS ®>aller tu Fässern aus der im Tale vorbei- fließenden Antrifst holen. Einwandftcies Trinkwasser gab ^ukwrhaupt nicht. Nun hat sich die Äemeindevertretuni, entfchlosftn, mittels Siohrleitung gutes Quellwasser aus der Gemarkung Köddingen zuzuführeu. Die Borarbeiten sind bald beendet, und da die Gemeinde Windhausen gegen eine entsprechende Abgabe streckenweise die Mitbeiiutziuig ihrer D-asterleitung gestattet, so wird die Angelegenheit wohl am Kostenpunkte nicht scheitern. L,, ~ Röthges, 5. Okt. Unserem von hier scheidende ^ei Jahren hikr tätig Ivar und bejie r tatrf s1”fert.ln unferer Gemeinde allseitige Anerkeuniin r tour‘)e 9om Kr i c gc r v e r e i n um den °» ,ich te,ondere Verdienste erworben hat, eine Abiclned-v- > veranstaltet; es wurden n-ehrere AbschiedSli-KUL ' bei denen man die schönen Abende von Kaisers Gebürtsw i ' die der Srtegerteretn mit Familie feiern tonnte, nodimni 1 m Erinnerung brachte. Unsere besten Wünsche bereite, LMi scheidenden nacy feinem neuen Wirkungskreis in Trohe fe 8 Aus dem westlichen Voqelsbera 9 Oft » Y G-genfatzzu der Gegend um Gießen u. a. gifitti hier ü, L b meiiteu Gemarkungen sehr w e n i g Z w e t s ch e u. Die hm? ^orr(5n ^.r(tu4en hsiUer nicht in Beirseb gesetzt zu werdei?un die tzonigreller bleiben unbenntzL; nur der RivetichcnhiiÜi fefjft nicht ganz. Wir hatten dafür aber auch voriges eine außerordenttia) reiche Zwetjchenernte, davon heute Lift si: in bcn Vorratskammern lagert L L die Aepsel fehlen hier. b Wr ■ Die RekrrrLerr rückerr ein. Noch nicht drei Wochen sind verflossen, seit die Neserviü'n ” du Lcrmat entlasten Warden sind, da heißt es für Taustnte von fertigen deutschen ^ungimgen: „E i n rü cken" Sanaen --Die.traurige Zeit ist vorbei", so ziehen die Retattn mit dein wehmütigen Luyeidelled „Heut zum letzten Btal ihr Brüder K-n wer ims noch einmal" zur Kaserne Ein wichtiger -^aa ist für sie, es heißt scheiden von Eltern und Geschwistern von teu Jugendgenossen und endlich vom — Liebchen UrS Bem ■mm m diesen Tagen durch die stAe Tottsttaße wandet w lÄ^So'tewnlÄ"^^^ Scheidelieter, daneben aber auch manches ■E? tenheb entgegen. ^ie Jugend versammelt fim bei her bisherigen Kameradschaft, zu der Burschen und Mädaien ae- Voren, um den Abschied zu feiern. Und unsere Jugend arttck ^I^oroßen Schatz des deutschen Volksliedes, und da soldatenfteudig sitz so ist der Vorrat von den Lied. (5otbatctt,te'be11 beziehen, äußerst reich. Ge,elflchafl Benommen, so ertönt das Scheidelied- ^e Trommel ruft, jetzt muß ich fort' -cu)j folgen dem Kommandowort, Verlassen meines Vaters Haus, Muß in die weite Welt hinaus. Ade, mein teures Liebchen, ade. ^ver das andere in Oberhessen besonders beliebte .An dem Bacyittom hängen Weiden, ^n den Tälern schmilzt der Schnee. Trautes Liebchen, ich muß scheiden, !--^iuv die liebe Heimat meiden, f ^ef un Herzen tut mirs weh. »weil Musterung sich stolz in die Brust warf, . r „^Nsanterie I gekommen, und den Konrad dei- 1Dcr' ^r^Hklich als „Staatskrüppel" bezeiämete ist geworden. Auch sein Tinchen ist heMe nicht st r erbaut^ davon, denn zwei Jahre Trennung ist „keine Kleinigkeit" s?1 breserveiled heißt. Wie wenn die übrigen die Gedanken der beiden erraten hätten, stimmen sie plötzlich an- ' Und kehr ich einst zurück, ' O Liebchen, welch ein Glück. Dann führ ich Dich, gewiß und wahr, - „ W meine Braut zum Traualtar. 1 fi;ph r a ,QQ;1I5 schönes Versprechen, aber so ganz sicher ^^en sich die Dorfschönen doch nicht, denn in der großen Stadt , bse -Mädchen jo schlecht und so schön sind"^ da ist keiii I^r Verlap mehr auf die Burschen, und cs gibt so ein „böses" ■SÄ^I" n WÄf,ett ßie M-dchen küssen, Soldatcn Doch es wird auch — besonders in der ersten Leit — fmtrp ^•oetjen geoen, und rvenn die Griffe nicht klappen und der ” rsLss kommt der Unteroffizier, Der tut uns kommandieren,- tut uns kommandieren. Bald links, bald rechts marschieren, vielleicht iwch auf die Wacht, imen '-den Ln nns,"B R. B. Darmstadt, 9. Okt. Der Alice-Frauen- Vit?6 irU Krankenpflege hielt gestern nachmittag ftine 18. Mttgltederversammlung unter Vorsitz der $räii. tentin, Prinzessin Viktoria von Battenberg ab Ter Versammlung wohnten vvm Ministerium Geh. Med.-Rat Sx, ptei&rjart und Dr. Hauser, ferner Oberkonsisiottal-si prajibeut Nebel und Exz. Buchner bei. RegierungsraHl ^.r. Kratz begrüßte die Versammlung im Namen ter Prin.s L' pepin und erstattete darauf den Jahresbericht, wöbet»-'s I mrüte,It' auch der Großherzog den humanst taren Bestrebungen res Vereins fortgesetzt große Aufmerk- iamiett fchenie. Die goldene Medaille des Ludwiqordens wurde ter Vorsteherin des Zweigvereins zu Butzbachs Frau Maria Weickhardt, das silberne Werdienstkreuz bet^S- Schwester ^ma Hofmeister und Diplome mit dem großen^ " Vereinszerchen den Schwestern MariaEwald und Elise überreicht. Neben dem Dunk an die Schwestern unb die Leiterin gedentt der Bericht des reichen Bermächt- nisses des Frl. Kath. Eckstein (20 000 Mk.). Die Zahl mu^tc um tiier vermehrt werten, die Zahl der Gemeindepflegestationen um drei. Der Grüm ' Dung von Kranken, und Hauspslegevereinen haben sich di- ; Städte Büdingen, Friedberg, Lauterbach uni Worms angeschlossen. Den Rechnungsbericht erstattete Fi< nanzra,. Dr. Bauer, den Bericht über das Alten-Hospttah die Krippe und die Waiselipfkege Reg.-Rak Gräfe. De« Bericht über die Pflegekinder verlas an Stelle der behiw - derten Frau Mäher Winter Reg.-Rat Dr. Kratz, ten 3t- i' Nidda, 9. Okt Das hiesige Bahnhossgebäude erivi. sich als zu klein und wurde vor zwe^Jahren bedeutend h * größert. Nun erweisen sich durch den gesteigerten Be-k^ die Gleisanlagen innerhalb des Bahnhofzft^ zu eng und es soll deshalb eine erhebliche V e r b r e; ? rung und Verlängerung derselben jetzt doroen^^ men werden. Da der Bahnhof an einem Bergabhanq g s° ftud gewaltige Erdmassen fortzubewegeii, r- ' 1 Gelände Herstellen zu können. Mit der größten Anuii Grundstückseigentümer konnte eine Einigung wegen ite Forderungen nicht erzielt werden. DaS einqele, J Enteignungsverfahren muß die Angelegenheit nun regel -r. Schotten, 9. Okt. Man beobachtet ein Handel des III 396 Portugiesen 88.10 Prince-Henri-Eiseubahn . 205.25 Anfangskurse. . 143.50 Kleine Tageschronik. men. 0 Chauffenrkurse.' Maschinenbau,Elektrotechnik, Automobilbau, Brückenbau. . 158.25 . 129 40 . 230.70 Harpener Bergwerk Laurah ütte Lombarden E. B. Nordd. Lloyd . . Tiirkenlose . • . 29.70 141.50 125.50 Berliner Handelsges. Darmstädter Bank . . Deutsche Bank . . . Deutsch-Asiat. Bank . Diskonto-Kommandit, . Dresdner Bank . . Kreditaktien . . . . Baltimore- und Oliio- Ei senbahn . . . . Gotthardbahn . . . . Lombard. Eisenbahn . Oesterr. Staats bahn . . < 231.30 . 139.50 . 173.70 . 143.50 . 202.00 Elektriz. Lahmeyer . . . Elektriz. Schnckert . . . Eschweiler Bergwerk . . Gelsenkirchen Bergwerk . Hamburg-Amerik. Paket?. Harpener Bergwerk. . . Laurahütte ...... Nordd. Lloyd..... Obeischles. Eisen-Industrie 3^/c 3% 3^7c . 144.60 . 48.20 . 85 45 . 63.00 . 95.40 . 226.20 . 29.75 . 114.70 . 143.70 Türkenlose..... 4% Griech. Monopol-Aul. 4% äussere Argentinier 3°/0 Mexikaner . 4%°/o Chinesen . . . Aktien: Bochum Guss .... Buderus E. W. . . 4K°/o russ.Staatsanl. 1905 4%°ln japan. Staatsanleihe 4 % Conv. Türken von 1903 Auf dem Felde bei Klein-Welzheim am Main wurde ein Mann verhaftet, der unter dem dringenden Verdacht steht, der Urheber des Eisenbahnunglücks von Straußberg sein. Er wurde bei einem Einbruch in Klein-Welzheim erwischt und ftüchtete, wurde aber eingeholt. Die Aschaffenburger Staatsanwaltschaft hat umfangreiche Zeugenvernehnrungen vorgenow...... Der Bäckergeselle .Heinrich Maß, der wegen Ermordung und Beraubung der Witwe Rasmussen aus Aarhus zum Tode verurteilt worden war, wurde hin gerichtet. Durch vorzeitige Entladung eines Schusses auf der Grube Storch und Schöneberg bei Gosenbach wurde ein Bergmann getötet: drei Bergleute wurden schwer verätzt. Der Student an der Genfer Universität, Lud- Aus Ehikago wird gemeldet: Der Ge nera l Bo o t h gab eine Erklärung ab, daß er sich bald von der Leitung der .Heilsarmee zurückziehen werde. Sein Nachfolger ist noch nicht ernannt. Booth erklärte, er wolle sich ganz der Gründung einer Universität der Humanität widmen. Berliner Canada E. B. . . . Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . Dortmunder-Union C. Dresdner Bank . . Tendenz: matt. 3^70 3^% Versammlung des Mietervereirrs. Gießen, 10. Oft. Der Mietervere in hielt gestern abend im Hotel Einhorn me gut besuchte Versammlung ab, die der Vorsitzende Bräutigam leitete. Er gedachte der Regelung der Kanal- ebührenfrage. die im Sinne des Vereins erfolgt sei, und teilte üt, daß sich infolge einer umfassenden Agitation eine Anzahl euer Mitglieder gemeldet hätte. Sodann referierte der erste Schriftführer W o h l m u t h über den Verlauf der Kanalge- n hrenordnung. Die im Auftrag des Vereins von Rechts- nwalt Dr. Spohr erhobene Beschwerde sei vom Kreisausschuß bgewiesen worden; Gründe dafür habe man nicht Zerfahren. Drc Beschwerde sei, wie eine andere von privater 'Seite ergangene, vom Kreisamt an das Ministerium geleitet worden, das «ann zugunsten des Mietervereins entschieden habe. Was die Stadtverordneten in ihrer letzten Sitzung beschlossen hätten, fei richts neues gewesen, die gleiche Regelung habe Brauereibesitzer 3ichler 1t. einer ihm (dem Redner) vorliegenden Denkschrift ckion 1900 in einem im Beisein sämtlicher Stadtverordneten ge- »alrenen Vortrag im landwirtschaftlichen Lokalverein vvrge- chlagen. Auch die Mieter würden mit dieser Regelung be- aslet westden und das entspreche durchaus der Gerechtigkeit. Die U^gelnng, daß die Knnalgebühren in der Hauptsache nach dem 8randversicherungs?apital berechnet werden, begrüßte der Redner 4% tige Obligationen der Süddeutschen Eisenbahn-Ges. Darmstadt. Die Süddeutsche Eisenbahngesellschaft hat von der Grossh. Hessischen Regierung die Genehmigung zur Ausgabe einer neuen 4% Prioritäts-Anleihe im Betrage von 3 Millionen Mark erhalten. Die Obligationen sind bis zum Jahre 1911'unkündbar und in Stücken zu Mk. 2000, Mk. 1000 und Mk. 500. ausgefertigt. Von der neuen Anleihe kommen zunächst nom. Mk., 1000000 — zur Ausgabe und offerieren wir hiermit im Auftrage der Süddeutschen Eisenbahn-Gesellschaft die Obligationen, solange der wig Landau, erschoß in Warschau seine Braut, die Kaufmannstochter Rose Wroelaver und tötete sich dann selbst. Die Rhone ist plötzlich um drei Meter gestiegen und aus ihren Usern getreten. In Süd frankreich haben heftige Gewitter großen Schaden angerichtet. Fortgesetzt laufen Meldungen ein über den von Ueberschwemmungen angerichteten Schaden. Nach Berichten aus Privas sind dort Häuser fort- gerissen worden und sieben Personen ums Leben gekommen. Aus Rvanne wird gemeldet, daß die Lo i r e und ihre Zuflüsse aus den Ufern getreten sind. Vorrat reicht, zum Course von KW Telefonisch® Kursberichte Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für und Industrie, Giessen. Frankfurter Börse, 10. Oktober, 1.15 Uhr. als' im Interesse der städtischen Finanzen liegend, da das Brandversicherungskapital stärker wachse als die angeschlossene Hwundfläche. Zum Schluß gab er dem Wunsch Ausdruck, daß die Gebührenordnung in ihrer jetzigen Fassung die ministerielle Genehmigung finden und zum 'Segen der Stadt wirken werde. '(Beifall.) I“ ' Hierauf sprach. Herr Wohlntuth über die kürzlich von Rechtsanwalt Raab gemachten Steuer Vorschläge. Den Vorschlag, daß die Stadt eine Trottoirsteuer erheben solle, bezeichnete Redner als nicht durchführbar. Die für, Ersatz des 1910 fortfallenden Oktrois — das übrigens nur teilweise fort- raf[e — u. a. vorgeschlagene Schaumiveinsteuer werde nichts cinbringen und könne schon deshalb nicht in Betracht kommen, weil der Sekt schon vom Reich besteuert werde. Auch der Vvr- chlag, die außerhalb Oberhessens hergestellten Zigarren, Spirituosen und Biere zu besteuern, sei nach Lage der Verhältnisse ebenfalls undurchführbar. Die sämtlichen Vorschläge seien unpraktisch und reaktionär. Auch die weiter vorgeschlagene Gebührenerhebung für polizeiliche Auskünfte werde nur den 6-ewerbestand belasten, ohne etwas einzubringen. Rechtsanwalt Dr. Spohr glaubt, der Referent habe die Vorschläge teilweise mißverstanden.• Herr Raab habe damit ivvhl sagen wollen, daß man als Ersatz des ausfallenden Oktrois die zum Leben nicht unbedingt notwendigen 05enußmittel besteuern solle, was rechtlich zulässig sei. Herr Vetters spricht sich gegen jede Erhebung von Oktroi aus und empfiehlt als einträgliches Steuerobjekt die Wertzuwachssteucr. Sodann wurde in eine Besprechung der bevorstehenden Stadtverordnetenwahl eingetreten. Herr Kaufmann schlug selbstständiges Eintreten in die Wahlbewegung vor, auch Herr W o h l - muth ist der gleichen Ansicht. Vor allem müsse man einen Vertreter des Deinen Beamtentums wählen, und man müsse Wert darauf legen, einige Mieter zu wählen. Auch mit den Vertretern der Arbeiter habe man gute Erfahrungen gemacht, weshalb man vor einer Erhöhung des linkesten Flügels nicht zurückschrecken sollte. Im Vorstand sei beschlossen worden, sich vorerst abwartend zu verhaltet:, um zu sehen, welche Vorschläge gemacht werden. Man werde Männer Vorschlägen, die unabhängig gesinnt seien und in erster Linie das Wohl der Stadt im Auge hätten. Tie Versammlung beschließt, es dem Vorstande zu überlassen, Vorschläge zu machen und einer später einzuberufenden Versammlung zu unterbreiten. Zum Schluß wurde noch auf die Notwendigkeit hingewiesen, dem Mieterverein möglichst viel Mitglieder zuzuführen. Auf Vorschlag des Herrn Vetters wurde noch beschlossen, eine Zusammenstellung der wichtigsten gesetzlichen Bestimmungen über das Mietverhältnis den Mitgliedern zur Verfügung zu stellen. IBsmk für Mandel und Industrie Depositenkasse Giessen (Darmstädter Bank.) 124.50 106.75 214.90 198.50 129.30 203.50 226.20 114.70 104.00 157.00 129.70 Tendenz: beruhigter. Börse, 10. Oktober. 94.40 85.35 94.90 85.50 92.90 92.00 98 25 98 30 94 00 102.00 64.20 65 80 92.65 90.90 93.20 Reichsanleihe do. Konsols . . do. Hessen Oberhessen = Mainz, 9. Okt. Im hiesigen''Kremä'to rium irden im 3. Quartal 1907 4 6 Einäscherungen statt, on diesen waren 18 ans Wiesbaden, 8 aus Mainz, 2 aus 2 >aus Darmstadt, 2-aus Düsseldorf, je 1 aus Arnster- mT/' Barmen, Bonn, Bromberg. Charlottenburg, Ernest- st'nl, Glasgow, Godesberg, Hechtsheim, Hillegersberg in allstem, Idstein, Kreuznach, Salzberg und Ämnenberg -i Wiesbaden. Unter den Eingeäscherten waren 33 Männer, > Flauen, sowie 1 Kind weiblichen Geschlechts. Der Reli- ort nach waren 35 evangelisch, 6 katholisch, 2 israelitisch, altkatholisch, 2 dissident. Der zweite Einäscherungsvsen - fertig gestellt und wird in nächster Zeit dem Betrieb über- chen. _ „ , h. Frankfurt a. M., 9. Okt. Dre Konigin- t utter Margherita von Italien stattete gestern -r Landgräfin von Hessen einen längeren Besuch ab. Heute ihr die Königin nach fünftägigem Aufenthalt in Frankfurt u Automobil nach Straßburg. Von da wird sie voraussicht- ch die Reise nach Avricourt-Besancon und Paris fortsetzen, astern abend besuchte die Königin-Mutter mit großem efolge das Schumann-Theater. * Aschaffenburg, 9. Okt. Der am 23. Juni 1903 an rt Telcvhonbeamtin Josefine Haas von Bamberg auf dem iüchelberg verübte Mord macht neuerdingsvon sich -den. In das Landgerichtsgefüngnis wurde ein gewisser Lldolf noll, aus Oesterreich gebürtig, eingeliefert, der als der Tat ,-rdächtig schon lange gesucht und nun in Zeulenroda in Achsen verhaftet wurde. Es scheint, daß Licht in die xw>e kommt, denn der Verhaftete verwickelte sich in Wider- Brüche. Im Anfang leugnete er überhaupt hier gewesen zu 4n. Als er jedoch seinem früheren Arbeitgeber, dem Herd- ibrikanten Koloseus und dem Gastwirte Krämer vorgeführt wurde nd diese ihn aufs bestimmteste erkannten, gab er sein Leugnen nf, und beguemte sich zum Geständnisse, hier gewesen zu sein, wtsache ist ferner, daß er am Tage der Mordtat, nachmittags, rcht mehr arbeitete. Seine sogen. Stirnmütze, die er damals ug, will er verbrarmt haben. In den: Aborte der Krämerfchen Wirtschaft, iw Knoll danrals verkehrte, wurde vor längerer leit bei einer gänzlichen Entleerung der Grube die Uhr der rmordeten gefunden. Der Untersuchungsrichter ist in eifrigster Tätigkeit. Eine Anzahl schon frt'cher als Zeugen vernommener -erfonen wurde heute nachmittag im Landgerichtsgefängnis ver- ört. Auch wurde der Küoll den Zeugen vorgeführt, natürlich lme daß er etwas davon sah und merkte. 4% Oesterr. Goldrente 41/6 % Oesterr. Silberrente 4% Ungar. Goldrente . . 4% Italien. Bente . . . 3-6 Portugiesen Serie I I 2. Zkbuntr 4. KL 2 Zlebcr.< rem < Ser dl« Gr« so« ube* K^L Preuss. Lotterie. m »Tl * »l 16i> :i r» m l 1 61 tlT :« «i» st >0 Mi 511 «00] !J! »A» 2920’. r«. 4,3 ISS» 730 1881? 18 MS ret -» r*r ,48 0!» 198176 41« 4« 73t 49 W) C32 199397 419 76 610 «3 109 [Me1 *5 Ml 20701« M ST 1 • 6 1 «n* W Ä« e «. 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