l?r. 159 Zweites BSarr 157. a Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. General-Anzeiger für Gberhchen Redaktion. Expedition und Druckevrii Schul- straße 7. Expedition und Verlag i «« 6L Redaktion: 112. Teü-Adr^ AaheigerGtetzea. Die „Sietzener Familienblatter" werden dem .Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, das „Kreilblatt für den Kreis Gietzen" zweimal wöchentlich. Der „hesstsche Landwirt" erscheint monatlich einmal. Mittwoch 10. Juli 1907 Rotationsdruck und Verlag der BrÜhl'schen UntversitätS - Buch- und Steindruckerei, R. Laag«, Ließen. Aon den Reisen des deutschen Kaisers. Bergen, 9. Juli. Der deutsche Kaiser hat nach- ilttagZ l1/* Uhr die Reise nach Rordsjord fortgesetzt. Das Setter ist kühl und regnerisch. — Vor der Abfahrt der „Hohenzollern" nach Olden n Nordfjord, ivo die Ankunft gegen Mitternacht erfolgen >ird, arbeitete der Kaiser vormittags mit dem Vertreter des Auswärtigen Amts. An Bord ist Alles wohl. Paris, 9. Juli. Der Petersburger Korrespondent e§ »Petit Parisien" erfährt aus guter Quelle, daß der Zar ieterhof verlassen habe und an Bord seiner sacht nach Nordfjord abgefahren sei. Dieses dürfte lahrschemlich auch das Ziel dec Kreuzfahrt des deut- chen Kaisers sein. Der Korrespondent glaubt, daß eine Zusammenkunft der beiden Monarchen dort statt- nden werde, es war ihm jedoch unmöglich, wegen der röten Stunde, zu der die Nachricht einging, hierüber rkundigungen einzuziehen. Frankfurt a. M., 9. Juli. Als Ergänzung der Meldung, bou der Kaiser im nächsten Winter auf der eplanten Mittelmeerfahrt Monaco und Korfu ^-suchen wolle, wird der »Frkf. Ztg." aus Skutari berichtet, aß der Kaiser auch einen Ausflug nach Südalbanien eabsichtige und Apollonia und Dodona besuchen wolle. Die Nachricht habe in ganz Albanien einen großen Eindruck emacht; alle bedeutenden Städte Albaniens beabsichtigen, )eputationen an die Plätze zu entsenden, wo der deutsche Kaiser albanesischen Boden berühren wird, um ihm eine )uldigung zu bereiten.___________________________ Die Friedenskonferenz^ Haag, 9. Juli. In der heute morgen abgehaltenen Versammlung der ur Beratung der Frage der Ausdehnung der Beim muugen der Konvention des Roten Kren- es von 1864 auf den Seekrieg eingesetzten Untcr- ommission zogen die Niederlande den Ergänzungsantrag a dem deutschen Ergänzungsantrag zurück. Der letztere ing dahin, daß jedes Kriegsschiff einer der kriegführenden Parteien unter gewissen Bedingungen die Auslieferung der n Bord genommenen Verwundeten, Kranken und Schiff- rüchigen verlangen dürfe, gleichgültig, welcher Partei die- ■ den angehören. Ren auld (Frankreich) verteidigte nach- rücklich den deutschen Antrag, den er für notwendig rachtete, als Ergänzung zu der den Hospitalschisfen ein- eräumten Immunität. Es handle sich dabei um ein mili- ärisches Interesse, welches respektiert werden müsse, wenn ächt das Prinzip der gegenseitigen samaritären Hilse- ?üstung gefährdet werden solle. Siegel (Deutschland) chloß sich völlig diesen Worten an. Bei der Erörterung es in drei Lichtern bestehenden UnterscheidungAzeichens, as die Hospitalschiffe nachts aushängen sollen, bemerkte J11 [ e i) (England )namens seiner Delegation, daß dieses '»eichen, wenn die Hospitalschiffe mit der Flotte fahren, ine Gefahr für diese bilden könnte, da sie deren Bewegungen -erraLen würde. Nelidoff (Rußland) fübrte aus, man önne den Gebrauch des Lichterzeichens für den Fall einer schlacht einschränken. Schließlich kam man überein, die ---rage dem zur Formulierung des. endgültigen Entwurfes' ingesetzten Redaktionskomitee zu überweisen, die heute bend zusammentreten wird und zusammengesetzt ist aus Vertretern Deutschlands, Frankreichs, Englands, Belgiens, .nillands, Japans, der Schweiz, der Türkei und Chinas mb die Sitzung wurde aufgehoben. Der Korrespondent der „Jndependance Belge" berichtet rber die Einbringung eines interessanten Vor- chlages seitens der amerikanischen Delegierten bereisend die Gründung eines permanenten Schiedsgerichtes. Die Mitglieder dieses Schiedsgerichts sollen auf fünf Jahre gewählt werden und eine ehr hervorragende Stellung einnehmen. Die Mitglieder, velche außerdem hervorragende Juristen sein müssen, sollen iUr Aufgabe haben, die Arbeiten der zukünftig stattfindenden tongresfe vorzubereiten und sich mit der Schlichtung von Konflikten zwischen den Staaten befassen. Der Vorschlag )at große Aussicht, angenommen zu werden, da er im oesentlichen den Wünschen der größten Zahl der Delegierten der Haager Konferenz entspricht. Ein sehr verständiger Antrag zur Verbesserung res Vermittelungsverfahrens ging von Peru nn, in welchem es heißt: Wenn zwei Mächte in Konflikt geraten sind, so kanK eine dieser Mächte dem internationalen Bureau im Haag .eine Mitteilung zugehen lassen. In liefet Mitteilung erklärt die Macht, daß sie bereit sei, ich einem Schiedsgericht zu unterwerfen. In der Note '.arm kurz angegeben werden, in welcher Weise die Macht >en Konflikt auffaßt und was die Macht als ihr Recht rnsieht. Das internationale Bureau hat dann genau von dieser Erklärung Kenntnis zu nehmen und sie der anderen Macht zu übermitteln. Der koreanische Prinz Iongli-Iisprach gestern im Cercle Internationale. Mit dem Prinzen saßen am Vorstandstisch die beiden koreanischen Minister, ferner Smet De Na eher, Denneville und ein japanischer Journalist. Im Publikum bemerkte man u. a. Bertha v. Suttner, Fried, Senator Lafonteine. Von Delegierten der Konferenz war niemand vertreten, nur einige junge chinesische Diplomaten waren anwesend. Der Prinz gab einen historischen Ueber- blick über die japanische Penetration in Korea, die patriotische Aufopferung der Würdenträger, den Selbstmordversuch des Kaisers, über die zahlreichen Selbstmorde von patriotischen Würdenträgern und Gelehrten wegen des Verlustes der Freiheit des Landes. Interessant wurde es, als der Prinz am Schluß seiner Rede Europa vor ben Japanern, also vor der gelben Gefahr warnte. Es entspann sich hieran eine lebhafte Diskussion, da behauptet wurde, daß das Auftreten des Prinzen dem Kaiser von Korea gefährlich werden und zur Einverleibung Storeaä in Japan führen könnte. Demgegenüber wurde sestgestellt, daß Japan Korea de facto bereits bejiHe und daß Japan sich durch einen unnützen Gewaltakt die Sym- pathie der gesamten Welt nut. verscherzen, würde- Deut-ches Leich» Berlin, 9.Juli. Die diesjährige größere Gesell- chastSreise der Deutschen Landwirtschafts-Gesell- chast hat die Niederlande zum Ziel. Es werden beucht werden Moorkulturen, Polderwirtschaften, Saatzuchtwirtschaften und die Viehzuchtgebiete, auch Obstanlagen und Molkereiinstitute, außerdem einige industrielle Anlagen. Ferner wird die Reise so gelegt werden, daß ein Besuch der Nationalen und Internationalen Landwirtschaftlichen Ausstellung im Haag am 17. und 19. September, an welchen Tagen vornehmlich Rindvieh und Pferde auf der Schau sein werden, möglich ist. — Der vorläufige Entwurf für ein Scheck- Gesetz, das dem Reichstag zu Beginn der nächsten Session unterbreitet werden soll, wird laut „B. B.-C.^ in nächster Zeit veröffentlicht werden. Die Reichsregierung will damit den beteiligten Kreisen Gelegenheit geben, zu dem Gesetzentwurf Stellung zu nehmen und Vorschläge für Abänderungen zu machen, die bei der endgültigen Gesetzesvorlage Berück- ichtigung finden könnten. — Zum Studium der Einrichtungen Deutschlands für das Auswanderungswese n trifft eine amtliche amerikanische Kommission, bestehend aus dem Bundes- enator Latimer von Süd-Karolma und dem Kongreßabgeordneten Burnet von Alabama, heute hier ein. — Die Frage des Eingeborenenrechtes in den Kolonien beschäftigte heute, wie angekündigt, eine Sach- verständigen-Kommission, die unter dem Vorsitz des Staats- ekretärs Dernburg im Reichskolonialamt tagte. Der Konferenz wohnten Professor Dr. Josef Köhler, Professor Dr. Dove-Jena, Kammergerichtsrat Felix Vieyer, Freiherr v. Richthofen und Dr. Südekum bei. In der Konferenz wurde über dir ersten Grundzüge beraten, die bei der Festlegung des Rechtes der Eingeborenen maßgebend sein sollen. — Die »Nordd. Allg. Ztg." meldet: Von mehreren Zeitungen wurde kürzlich behauptet, die Staatseisenbahn- oerwaltung beabsichtige, demnächst die Speisewagen in eigenen Betrieb zu nehmen. An zuständiger Stelle ist hiervon nichts bekannt. — Das /Berl. Tagebl." meldet aus Köln: Kultusminister Holle hat die Erweiterung derOrdensniederlasfung der Schwestern der Göttlichen Vorsehung in Sterkrade, Kreis Mülheim, nicht genehmigt, womit auch das Projekt der Gründung einer Höheren Mädchenschule gefallen ist. Frankfurt a. 2)L, 9. Juli. Der neue Kultusminister Dr. Holle hat in den letzten Tagen mehrere bekannte Parlamentarier des Abgeordnetenhauses zu einer Unterredung eingeladen, augenscheinlich zu dem Zweck, um sich über die Anschauungen und Wünsche der Parteien zu orientieren, mit denen die Regierung Politik machen möchte. Der Berliner Gewährsmann der ^Frkf. Ztg." nimmt an, daß diese Einladungen nicht nur auf Herren der Linken, sondern auch auf solche der Rechten in ihren verschiedenen Schattierungen sich erstrecken würden. Straßburg, 9. Juli. Gegen die Verfügung der reichsländischen Negierung im französischen Sprachgebiet Lothringens, wo statistisch nur noch 15 Prozen Kinder französischer Muttersprache vorhanden sind, den französischen durch deutschen Unterricht zu ersetzen, machen die Abgeordneten, Gemeinderäte und Ortsschul- vorstände der betreffenden Gemeinden Front. Die Statistik soll ungenau {ein, da sie die Kinder von Eltern italienischer, luxemburgischer und gemischter Nationalität, die ausschließlich französisch sprächen, nicht unter die Angehörigen französischer Niuttersprache rechne. Man hofft auf Aufhebung der Verfügung. Hamburg, 9. Juli. Der neue Gouverneur von Kamerun, Dr. Seitz, hat sich heute abend mit Gemahlin an Bord der ^Eleonore Woermann" nach Kamerun ein» geschifft. — Den Blättern zufolge beabsichtigt Staatssekretär Dernburg, den Gouverneuren der größeren deutschen Kolonien eine Art kaufmännischer Attaches beizugeben. Rtünster i. W., 9. Juli. Als Nachfolger des neuen Unterstaatssekretärs Freiherrn von Coels als Regierungspräsident in Arnsberg ist der Oberregierungsrat Graf Schwerin in Münster in Aussicht genommen. Kiel, 9. Juli. Die Germaniawerft erhielt den Auftrag, das Artil lerieschuls chisf „Ersatz Ulan", ein Schwesterschiff des „Delphin", innerhalb Jahresfrist zu er- erbauen. Amerika und Japan. Washington, 9. Juli. Es wird erklärt, die mexikanische Regierung habe gestattet, daß in der Magdalenabai eine K o h len sta ti o n für amerikanische Kriegsschiffe errichtet wird. London, 9. Juli. In hiesigen maßgebenden Kreisen will man in dem Beschluß der amerikanischen Regierung, ein Geschwader nach dem Stillen Ozean zu entsenden, keine Gefahr für eine Störung des Friedens erblicken, trotzdem ist man der Ansicht, daß eine solche Maßregel augenblicklich nicht notwendig wäre. Die Haltung Japans, die bisher vollständig korrekt war, wird allgemein gebilligt. — Nach einer Meldung der Times aus Tokio betrachtet Japan die Vorbereitungen Amerikas wenigstens äußerlich mit der größten Ruhe. ES sei nur selbstverständlich, daß die Regierung der Vereinigten Staaten die amerikanische Flotte dort konzentriere, wo sie zur Aufrechterhaltung der amerikanischen Weltpolitik am meisten beitragen könne. Die Entjendung der atlantischen Flotte nach dem Stillen Ozean gehe Japan gar nichts an. Die japanische Presse drückt 4ogac das Bedauern Javans aus. daü die amerikanische atlantische Flotte keine Zeit sinden werde, den Häfen oon. Japan einen freundlichen Besuch abzustatten. Neues aus Rußland. Peterhof, 9. Juli. Anläßlich des Regiments-^ 'estes des 8ö. Infanterieregiments in Wi- iorg, dessen Chef der deutsche Kaiser ist, fand heute jeim großen Palais die Klrchenparade des Regiments statt, der d:e Majestäten beiwohnten. Beim Gottesdienst wurde nach dem Gebet für den russischen Kaiser auch für den Chef des Regiments, den deutschen Kaiser, gebetet. Nach der Parade fand im großen Palais ein Frühstück statt, zu dem auch der deutsche Militärattache Graf Posadowsky geladen war, der der Parade beiaewohnt hatte. Kaiser > Nikolaus brachte einen Trinksprucy auf Kaiser Wilhelm aus, worauf das Musikkorps die deutsche Hymne intonierte. Perersburg, 9. Juli. Ministerpräsident Stoly- jin erließ an die Gouverneure ein telegraphisches Rund- chreiben, das den Behörden vorschreibt, die Nationa-^ ’ttät der Wähler in Listen einzutragen für den Fall, daß die Wahlversammlungen nc^J)| Nationalitäten abzuhalten sind. B e r l i n, 9. Juli. Einem Telegramm des Petersburger Korrespondenten der „Deutschen Nachrichten" zufolge verendet die sozialdemokratischeFrattion der ausgelösten Duma insgeheim ein Manifest über das ganze Reich, das direkt zur Revolution auffordert.' Das Manifest überredet das Volk, das bankerotte Zarentum einfach abzuschasfen und eine konstituierende Versammlung einzuberufen. — Wie der Petersburger Korrespondent der „Deutschen- Nachrichten" aus bester Quelle erfährt, hat sich dort neuerdings ein „antigouvernementaler Verband", ähnlich dem Verband von 1906 zusammengeschlossen. Den Statuten zufolge ist jeder Offizier verpflichtet, die ihm; unterstellten Leute über das Wesen des wahren Konstitutiv-! nalismus aufzuklären. Bei Abkommandierrmg gegen revoltierendes Volk soll der Offizier erst prüfen, ob das« Volk nicht berechtigte Veranlassung zu Ausscyreitungen habe.1 Ferner erklärt der Verband es für eine Schmach für das Offizierkorps, Polizeidienste zu leisten und an Kriegsgerichten teilzunehmen. Moskau, 9. Juli. Heute morgen griffen neun be-> waffnetePersonen den Kassierer der Eisenbahn Moskau-Kasan an, der eine bedeutende Geldsumme bei sich trug.1 Die Polizei, die benachrichtigt worden war, feuerte auf die' Uebeltäter, als sie den Kassierer angriffen und verfolgte sie. Vier Räuber wurden lebend festgenommen; ein Räuber wurde getötet, während einer tödlich und zwei schwer^ verletzt wurden,' einer entkam. Zwei Bomben, acht R^- volver und zwei Dolche wurden chnen abgenommen. Warschau, 9. Juli. Heute vormittag haben vier unbekannte Männer an der Ecke der Mwogrodzka- und Theo-i dorstraße den Ingenieur Eduard Szymanski, den Direktor der Warschauer Wasserleitung, erschossen. Die Attentäter entkamen. — Wie aus Lodz telephoniert wird, über-, fiel gestern abend eine Bande junger Leute zwei öffentliches Häuser in der Nikolaistraße. Die ganze Einrichtung wurde zerstört. Zwei Gäste wurden verletzt, die Bande entfam, doch wurden 21 Verdächtige verhaftet. — Als in Radom der Polizeipräsident die Lu-. Miner Straße im Wagen passierte, wurde von Unbekannten aus einer Wohnung eine Bombe geschleudert. Die Pferde wurden verletzt, der Wagen wurde zerstört. Der Polizeichef und der Kutscher blieben unverletzt. Ein- Kind wurde auf der Straße verioundet. Zahlrerche Ver-- Haftungen wurden vorgenommen. ALrsLand. Prag, 10. Juli. Tie passive Resistenz der Rechts- Praktikanten dauert unvermindert fort. Heute finden entscheidende Verhandlungen bei dem Oberlandesgericht statt. Der ganzen Aktion liegen tschechisch-nationale Motive zuj Grunde. Die deutschen Praktikanten streiken nicht. > Paris, 10. Juli. Der französische Senat hat da§ Abkommen mit Deutschland über den Schutz des künstlerischen unä literarischen Eigentums genehmigt. — Während der Kammerferien will Deschanel Deutschland und Rußland besuchen. Man sagt, er sei sicher, von leitenden Staatsmännern empfangen zu werden. s Lissabon, 9. Juli. Es verlautet, daß die Kammer-- wählen im November stattfinden werden. Tanger, 9. Juli. (Reuter.) Die im Zusammenhang mit der französischen Anleihe ernannten K o ntro ll eur e haben heute ihre Tätigkeit int Zollamt zu Tanger begonnen. Alle Ei»l- künste, die vor: Einfuhr- und Ausfuhrzöllen herstannnen, werden fortan von ihnen anstatt, wie bisher, von maurischen Beamten kontrolliert werden. _ , r — Die Angelegenheit Mae Lean hat lebhafte Beunruhigung unter der ländlichen Bevölkerung in der Umgebung von Tanger und Arzila hervorgerufen. Von allen Seiten rverden Plünderungen und Unruhen gemeldet. Seitdem Raisuli seinen Gefangenen in das Gebiet der Beniaros geschleppt hat, entbehrt die englische Gesandtschaft jeder Nachricht über Mac Lean. Ter Bandit hat noch Niemandem seine Bedtngungen bekannt gegeben. Au» Stadt und Land. Gießen, 10. Juli. • * Der Zar kommt nicht. Von einem bevorstehenden Besuche des Zaren am Großh. Hose, der nach der Meldung eines Berliner Blattes demnächst stattfinden soll, ist an amtlicher Stelle in Darmstadt nichts bekannt. * • Der Baugenossenschaft des Evangel. Arbeitervereins in Gießen (eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht) ift für besondere Leistungen auf der ^JubiläumS-AuSstellung 1907 in Leipzig für WohnungS- reform, Wohnungsausstattung, Wohnungshygiene, sowie für die gesamte Hauswirtschaft" ein Ehrendiplom zuerkannt worden. * * Die freiwillige Sanitäts-Kolonne vom Roten Kreuz hielt gestern afceiib an der Lahn in der Näbc der Kläranlage eine sehr interessante Hebung bei Acetylen-Fackelbeleuchtung ab. Es war angenommen, daß dort ein größeres Gefecht stattgefunden habe, eine vorhanden gewesene Brücke gesprengt sei usw. Die Kolonne entledigtL Danksagung w ,*,,Z f# I '’S', W V? .'M 4562 Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Dorothea Köhler, geb. Köhler. Die Beerdigung findet statt: Donnerstag den 11. Juli, nachmittags 3 Uhr. Landwirt langjähriger Jagdpächter im Alter von 67 Jahren sanft entschlafen ist. Langsdorf, den 9, Juli 1907. T odes-Hnzeige. Allen Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Mitteilung, dass heute Vormittag 9 Uhr nach langem Leiden unser guter, treusorgender Gatte, Vater, Schwiegervater, Grossvater, Bruder, Schwager und Onkel Herr Heinrich Köhler W, Gießener Strafkammer. )( Gießen, 9. Juli. Wie heißt er? Im vergangenen Frühjahr wurde hier ein Bettler feft- gerwmmen, der sich Louis Ziener aus Probstzella nannte und auch Papiere auf 'diesen Namen lautend bei sich trug. Bei seiner Einlieferung in das Arresthaus behielt er diesen Namen bei, trotzdem män ihn darauf 'aufmerksam machte, daß er straffällig sei, wenn er einen falschen Namen angebe. Zwei Tage später gab er an £>. H. zu heißen; als sein Geburtsort gab er Delft in Holland an. Da die Untersuchungsbehörde in ihm einen Gewohnheitsverbrecher vermutete, der geflissentlich seinen richtigen Namen verschweigt, wurden eingehende Ermittelungen wach seinen Personalien angestellt. Diese Ermittelungen ergaben, daß er im verflossenen Winter aus dem Arbeitshaus Brauweiler entlassen worden ist, wo er unter dem Namen Karl Hermann Habermann, Metzger, aus Kwnzendorf (Niederlausitz) untergebracht wär. Anhaltspunkte, ob nun das sein richtiger Name ist, hat män wohl nicht, doch soviel steht fest, daß er unter diesem Namen, sowie auch unter dem Namen Hartenbaal, in einer! Reihe von Staaien des deutschen Reichs und auch im Auslände wegen aller erdenklichen Straftaten bestraft worden ist. Er ist insbesondere häufig wegen Bettelns bestraft, weshalb er auch mehrfach in Arbeitshäusern interniert war. Aus diesem Grund wurde auch angeiwmmen, daß er sich den falschen Namen beigelegt hat, um nicht in das Arbeitshaus zu kommen. Ta auf Grund seiner Angaben zwei falsche Einträge in die Gefangenregister bewirkt wurden, erhob die Staatsanwaltschaft Anklage wegen intellektueller Urkundenfälschung. Hierfür erhielt er eine Gefängnisstrafe von drei Monaten; wegen Bettelns wurde auf eine Haftstrafe von 12 Wochen erkannt, worauf 'sechs Wochen durch die erlittene Untersuchungshaft als verbüßt erachtet werden. Nach Ablauf der Strafzeit muß er abermals mit dem ihm verhaßten Arbeitshaus Bekannt- schaft machen.______________________________________________________ A Gleiberg, 10. Juli. Gestern abend um 10 Uhr fand cm Probefeuerwerk und bengalische Beleuchtung der Burgruine statt. Wie feststeht, soll am Abend des 4. August aus Anlaß des Gießener Universitätsfestes auf dem Gleiberg, dem Vetzberg und dem Bismarckturm großes Feuerwerk und bengalische Beleuchtung stattfinden. Frankfurt a. M., 10. Juli. Am Zollhof stürzte gestern nachmittag das 4 Jahre alte Kind der Schiffer- Familie Welkerling in den Main und ertrank, trotzdem sofort Hilfe zur Stelle war. — Einem als Zeugen geladenen Mann, der sich auf einer Bank vor dem Strafkammersitzungssaal niedergelassen hatte, und eingeschlafen war, wurde gestern nachmittag die Uhr gestohlen. Der Dieb konnte nicht ermittelt werden. X., Hanau, 9. Juli. Im benachbarten Großostheim' hat ein W i r b e 1 ft u r m im Gemeindewalde furchtbareVerwüft- ungen angerichte-t. Kiefernftämm^ von 0,70 Meter und mehr Durchmesser sind teilweise glatt abgebrochen und größtenteils entwurzelt. Am stärksten hat der Orkan in der Abteilung „Judenzippe" gehäuft, woselbst mindestens 500 Stämme glatt abgebrochen flm Boden liegen. Ter Schaden wird auf mehr als 150 000 Mk. geschätzt. [fid) ihrer Aufgabe in erstaunlich rascher Weise, indem eine ^Abteilung einen großen Lahnkahn so einrichtete, daß auf .jeder Längsseite dreimal je zwei Tragen übereinander ab- ^gestellt werden konnten, sodaß ein solcher Kahn 12 liegende Kranke hätte aufnehmen können und genügend Raum zum freien Verkehr geblieben wäre. Durch verschiedene Jm- lprovisorien wurden nicht allein Vorrichtungen zur Ab- istellung von 2 bis 3 Tragen übereinander, sondern auch zum ^.Auflegen einer Plandecke zum Schutz gegen Witterungs- unbüden geschaffen. Inzwischen hatte der übrige Teil der mit 30 Mann ausgerückten Kolonne die markierten Ver- iwundeten aufgesucht, sowie die nötigen Wiederbelebungsver- Esuche, teilweise Verbände und Schienungen usw. vorge- jnommen, sodaß mit dem Verladen begonnen werden konnte. I Nachdem eine sachgemäße Kritik durch die dazu berufenen ^Herren stattgesunden hatte, rückte die Kolonne wieder in sihr Depot zurück. — Der katholische Gesellenverein feiert am Sonntag, 21. Juli, das Fest seiner Fahnenweihe. Die in Mainz angefertigte Fahne ist zur Zeit am Marktplatz im ^Schaufenster der Firma Friedrich Teipel ausgestellt. — Unterstützung bedürftiger Gemeinden bei Anlage von Wasserleitungen. Bisher standen im .Staatsvoranschlag Beträge von wechselnde Höhe zur Unterstützung bedürftiger Gemeinden bei Anlage von Wasserleitungen ^uc Verfügung. Vom Rechnungsjahr 1907 ab kommen diese /Beträge zwar als Staatsunterstützungen in Wegfall, doch hat sich die Großh. Brandversicherungskammer in ^dankenswerter Weise bereit erklärt, neben den von ihr bisher ,'schon gezahlten Zuschüßen zunächst für das laufendende Rech- .mmgsjahr einen außerordentlichen Beitrag von 4 0 0 00 Mk. zur Verfügung zu stellen, der zu dein gedachten 'i3roecf ganz verwendet werden soll. Hiedurch wird es möglich, auch fernerhin die Anlage von Wasserversorgungen für 'bedürftige Gemeinden in der seitherigen bewährten Weise zu fördern. ** Sein 25jähriges Arbeitsjubiläum feiert äm heutigen ^age der Schreiner Georg Beck, dec die lange Reihe von Jahren ununterbrochen bei der Firma Th. Brück, Möbel- stabrik, in Stellung ist, ein für beide Teile gleich ehrendes Zeichen 'des guten Einvernehmens zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber. fSeftre Arbeitskollegen hatten seine Arbeitsstätte mit Blumen und /Fahnen dekoriert und darauf ihre Geschenke, sowie jene des ! Kontorpersonals und des Chefs Der Firma ausgebreitet. Als [her Jubilar sichtlich erfreut an seine Arbeitsstelle kam, wurde er -mtt einigen herzlichen Worten von Herrn Franz Brück be- -glückwünscht und ihm der Dank für seinen Fleiß und Geschafts^- ftnteresse ausgesprochen. Eine photographische Mfnahme des Ju- chllars an 1 einem Arbeitsplätze beendete die einfache aber würdige j Feier Ter Jubilar dankte gerührt für die Ehrung und die .Geschenke. ** Wie er sich die Arbeit leicht machte. Ein hunger Briefträger wurde zur Anzeige gebracht, weil er vor einiger Zeit morgens ein ganzes Bündel ihm zum Ausfragen übergebener Postsachen in das Feuer steckte und ^verbrannte. Dadurch, daß nicht alles verbrannt war, kam die Sache heraus, es fanden sich noch eine ganze Anzahl "Postkarten in der Asche vor, deren Adressen noch leserlich j io ar en. Auch in seinem Besitz fanden sich Briefe, die er ge- j öffnet und unterschlagen haben muß. Er ist alsbald ent- jlaffen worden und zur Anzeige gebracht. \ ** Der liebe Ehemann. Als vorgestern abend der ^Ehemann einer in der Lindengasse wohnenden Familie etwas (angeheitert und spät nach HauS kam, wurde er von seiner (Frau mit Vorwürfen empfangen und es kam zu einem Streit, in dessen Verlauf der Mann ein Messer nach seiner Frau warf, das in der Hüfte stecken blieb. Die Frau wußte sich in ärztliche Behandlung begeben. O Klein-Linden, 9. Juli. In der Nähe rmseres Dorfes wird vorauSsichllich in aller Kürze vom Braunstein- Bergwerk Fernie ein neuer Betrieb eröffnet werden. Nachdem bereits seit Frühjahr in Großen-Lindener Gemarkung, in und um die Lützellindener Wäldchen gebohrt worden ist, hat man jetzt mit Schürfungen begonnen. Die Ergebnisse der Bohrungen und Schürfungen sind derart günstig, daß ein (Bergwerkbetrieb eröffnet werden soll. I -s-Grünberg, 10. Juli. In der Derg-angenen Nacht gegen (11 Uhr Brannte hier die der Christian Hoffmann Witwe igehörende Eis- bezw. Futter halle, die etwa 500 Meter von Her Stabt entfernt direkt an der Straße nach Alsfeld liegt, voll- Mändig nieder. Tie! außer den Grundmauern ganz aus Holz (errichtete Hatte verbreitete die ganze Nacht über einen weithin leuchtenden Feuerschein, der zahlreiche Zuschauer herbeigelockt hatte. Tie freiwlllige Feuerwehr von Grünberg war auch zur Stelle mit einer Spritze, hatte aber kein Wasser am Platze und konnte nur darauf bedacht sein, daß das Feuer nicht auf das etwa '50 Meter entfernt liegende fast neu erbaute der Firma Georg (Haas n. Co. gehörende Dampfsägewerk Übergriff. Die Eishalle -war an die Firma Brauerei Denninghoff in Gießen vermietet, chie Eis darin aufgespeichert hatte. In der anhängenden Futter- Halle standen außer zwei Dreschwagen verschiedene andere land- wirtschiaftttche Wagen und Geräte, die alle mit verbrannten. Die Eis- bezw. Futterhalle ist versichert. Desgleichen der eine Dreschwagen. Ter andere der Färma Georg Haas u. Co. gchörende । Dreschwageii, sowie die landwirtschaftlichen Fuhrwerke und Geräte waren unversichert. Zweifellos liegt hier Brandstiftung vor. (Berid^tefaaL München, 9. Juli. Wie die „Münchener Neuesten Nachr." melden, haben heute abend 6 Uhr, wenige Minuten vor dem Ende des Berusungstermms gegen das Urteil im Peters-Prozeß sowohl Dr. Peters wie Redakteur Gruber Berufung e i gelegt. * Kleine Tageschronik. Bei Triest ließen sich während eines Gewitters in der Nacht zum Dienstag vier unbekannte Manner auf den Jägerhügel fahren. Dort erschossen sie den Kutscher, ftaubten ihn aus und entflohen. Tas Pferd kehrte mit dem Magen allein in den Stall zurück. — Ter Pächter Quast in Hüttenhauland bei Tirschtigel (Posen) schloß seine Ftamilie, mit der er in Unfrieden lebte, im Wohnhause ein, zündete es (an und legte sich dann auf den Stallboden schlafen. Tas Gehöft brannte vollständig nieder. Die Familie rettete sich mit knapper Not durchs Fenster. Quast verbrannte. — In Anwesenheit des Kardinals Maffi sollten die neuen Kirchen- glo cken von Or e ntano (Toskana) eingeweiht werden. Es war kaum mit dem Läuten begonnen worden, als die Glocken hera^bftürzten. Trei Personen wurden erschlagen. Mehrere Anwesende trugen schwere Verletzungen davon. — Am Tienstag abends wurde bei Schluß der Berliner N a t io n a l g a l e r i e die Entdeckung gemsacht, daß aus einem Goldrahmen ein OelgeMälde hepausgedrückt und gestohlen worden war. ?as auf Pappe gemalte Bild stellt Kaiser Nitolaus I. dar in großer russischer Generalsuniform auf braunem gallo ppi er enden Pferde, hinter bem Zaren großes militärisches Gefolge. Ter Wert dürfte mehrere Tausend Mark betragen. Von dem Täter fehlt jede Spur. — Im Berliner Kunstgewerbemuseum ist vor wenigen Tfagen ein Tiebstahl entdeckt worden, bei dem es sich um zwei ziemlichums>ngreiche Stücke handelt. Es werden nämlich seit dem 3. d. Mts. im Kunstgewerbemuseum ein Kruzifix und ein Paar kleiner Engel vermißt. — Die Unterschlagungen des Rendanten Borghardt der Sparkasse zu Neheim (Westfalen) belaufen sich, wie nunmehr feststeht, auf 100 000 Mk. Es wurden nicht nur in der Sparkasse, sondern auch in verschiedenen kleineren Kassen erhebliche Fehlbettäge festgestellt. Märkte. vicht 00—00 Psg. Schafe 1. Qualität 00—00 Pfg., 2. Qualität 00—00 Pfg, Geschäft bei Schweinen: gut, Ueberstand unbedeutend. ll K i r ch ha i n, 9. Juli. Auf dem heutigen V i e h m a r k t standen 460 Stück Rindvieh zum Verkauf. Der Handel ging flott. Anders war es auf dem Schweinemarkt, der mit 500 Ferkeln yni Läufern befahren war. Erstere kosteten das Paar 15—20 letztere 30-50 Mk. Gießener Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung für Hesfeu am Donnerstag de» 11. Juli: Aufheiterulig. Trocken. Veränderliche Wmde. Griginal-Drahtineldunge«. London, 10. Juli. Die geheimnisvollen tronenfunde in Glasgow, Edinburgh und 9^, Castle, welche seinerzeit großes Aussehen erregten, sind aufgeklärt. Ein Mann, welcher wegen unerlaubten^^, kaufs von Waffen verhaftet wurde, hat. eingestanden, ba& die in verschiedenen Städten beschlagnahmten Wasfen- un Munitions-Vorräte, wie man schon seinerzeit vermutete für russische Revolutionäre bestimmt waren Die Depots waren in den verschiedenen Städten nur z dem Zweck angelegt, die Behörden irre zu führen. Rom, 10. Juli. Die Zusammenkunft Tittoniz mit Baron Aehrenthal findet, wie nunmehr fest« steht, am 16. ds. in Ra c o n i g i statt- Auf der Consultt wird die Meldung, wonach die Bildung eines Balkan. Dreibundes Jtalien-Oesterreich-Rußland in Aussicht ge, nommcn sei, als jeder Begründung entbehrens, bezeichnet. Italiens Politik sei nach wie vor darauf m richtet, den Status quo auf dem Balkan aufrecht zu er# halten. Mailand, 10. Juli. Ein Or kan hat in dem Aus. standsgebiet der Landarbeiter großen Schaden angerichtet Die Ernte ist zum größten Teil vernichtet. Neapel, 10. Juli. Der Aus st and in Palerrnz droht allgemeiner zu werden. Es kommt häufig zu Zu. sammenstößen zwischen Polizei und Streikenden. Gestern wurde bei einem solchen Zusammenstoß ein Polizist tödN verwundet. N e w y o r k, 10. Juli. Die amerikanische Regierung hgt i einen Sp ezi a ltransp ort von Torpedos unb Granaten für die Philippinen eingerichtet, beJ am 27. ds. von San Franciseo abgehen wird- Washington, 10. Juli. „Evenning Standard" be. richtet, daß die Japaner in Chicago Bestellungen! für Proviant gemacht haben, die so bedeutend sind,! daß fast die gesamten Erzeugnisse der dortigen Fabriken! auf 3 Monate in Anspruch genommen sind. Die Firma,! welche die Bestellung erhalten hat, wurde ersucht, sich an die anderen Firmen zu wenden, damit triefe sich an der Herstellung des Proviantes beteiligen möchten. Gerbet. Wasser- Verleih anstatt Snndheimer & dichte strupp Frankfurt a. M. pro am und Woche 10 Pfg. Telephon 4017. Telegramm-Adresse: Jndustriebedai' Arbeitsvergebung. Die zur Unterhaltung der Stadtmädchenschule nötigen Wei» binder-, Maurer-, Schlosser- und Schreinerarbeiten solÜH Dienstag, den 16. Juli d. Js., vormittags 11 Uhr öffentlich vergeben werden. Die Berdingungsunterlagen liegen bei uns zur Einsicht offen Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind bis zum ge nannten Termin an uns einzureichen. — Zuschtagsfrist 14 Tage Gießen, den 9. Juli 1907. Städtisches Hochbauamt. Aus der Landrichter Dr. Müller'schen Stiftung zu Darmstadt sind durch die unterzeichnete Behörde 1. drei Unterstützungslegate von jährlich 500 Mk. ar bedürftige elternlose Studierende der Rechtswissenschai aus den Provinzen Starkenburg oder Oberhessen, 2. ein Unterstützungslegat von jährlich 500 Mk. ai eine bedürftige nicht kinderlose Wttwe eines richterliche, Mitgliedes bei einem der Amtsgerichte oder Landgerichte de Provinzen Starkenburg oder Oberhessen, vorzugsweise als Bei hülfe zur Erziehung minderjähriger Kinder, zu vergeben Bewerbungen um diese Legate sind binnen vier Wochen be der unterzeichneten Behörde einzureichen. Darmstadt, den 5. Juli 1907. pi«, Großherzogliches Ministerium der Finanzen Abteilung für Finanzwirtschast und Eisenbahnwesen. I. V.: Dr. Rohde. Wimmenauei MdtWcr ArbeitAchweiS Sieben. Gartenstrahe 2, Zimmer 2. 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