Nr. 283 Zweites Blatt L37. Ialrrgang Montag 2. Dezember 1907 CM$etni tSgllch mit Ausnahme des Sonntags. Dtt „Gtetzener §ami!iendlatter- werden dem ^Anzeiger* otennal wöchentlich berge/egt, das „Hrclsblati Iftt öcn Kreis Gießen" zweimal wöcheittllch. L« ..hesstiche Landwirt erfchemt «urnatlich eunnaL Achene? MZeige? General-Anzeiger für GderhHea RotattonSdruck and Verlag bei Br 6 h/lchen Unu>erfitätB • L»uH- unft 6teuiOrudeccL 9t Sange. Gletzen. Redaktion. ErvedMon and Druckereir Schul- strotze ?. G^pebttton and Verlag, tees» bL Redaltwme^S- 11L. ieL-ALu Ane^zerGitfecik Ovt Z'oLlttd^batLe. Berlin, 30. Nov. Aeußerlich ein ähnliches Bild wie an den Vortagen. Re- ^erungs- und Abgcordnetenplätze gut bsfetzt. Doch insofern eine ilbschwächung, als jetzt die großen Fraktionen schon zum zweiten Rale zu derselben Sache: der Polenoorlage, das Wort nehmen. Die Privatunterhaltung macht daher dem offiziellen Redner empfindliche Konkurrenz. Die Minister auf der Estrade werden von mehreren Abgeordneten angegangen, und im Saale bildet sich manche private „Gruppe", die nicht immer der Ausdruck der polit. Gruppierung ift Da stehn der greife Wohltäter der Epilep- ch'cl)en und der Brüder der Landstraße Herr v. Bodelschwingh und ter Pole Herr von Jazdzewski in minutenlangem Händedruck verschlungen,- ein originelles Bild; wobei allerdings zu beachten ist, daß Beide Berufsgenossen vom geistliä)en Amte sind, der eine in der protestantischen, der andere in der katholischen Konfession, deren Frieden ja jetzt auch von der Reichs Hauptstadt frer durch ein Preßunternehmen gefördert werden soll. Abg. Wolfs (Lissa, frs. Vgg.) eröffnete den Neigen der Diedner mit einer Kritik der Vorlage. Dann kam der national- liberale Abgeordnete, der den polnisch klingenden Namen Lu- sensky trägt, aber ein guter Deutscher ist (durch eine sonderbare Verkettung ist ja das fremdländische Dpfilon am Schlüsse des Namens ein Kennzeichen des Deutschtums geworden, während das i .— mit Ausnahmen — polnische Nationalität anzeigt). Unbedingte Zustimmung zur Vorlage konnte der nationalliberale Nedner nicht ausdrucken; die Partei hat sich betreffs der Ent- rignung noch nicht fest gelegt und wird ihr jedenfalls nur zustimmen können, wenn weniger scharfe Mittel stch nicht finden lassen. Während der Rede hätten sich polnische Abgeordnete, die in Ermangelung von Sozialdemokraten aus der äußersten Linken ihre Mtze innehaben unb sich friedlich Schulter an Schulter mit dm NationaUiberalen vertragen, von links her die Rednertribüne umlagert. Von ihnen löste sich nun Herr v. Dziembowski- ’Jomian los, um eine Polenrede schärferen Stils zu halten. Sin preußischer Minister hat es leicht, aus so etwas zu erwidern, gilt paar Richtigstellungen, die grundlegenden Tatsachen preußischer Vtaatspolitik, ein charakteristischer Ausschnitt aus einer in Danzig erscheinenden polnischen Zeitung, ein gut verwerteter leichtsinniger Zuruf von polnischer Seite, durch den es als „sehr richtig" gefeitn» jieichnet wurde, daß die Oberschlefier nicht Preußen, sondern nur Loten sein könnten, endlich ein Wort von der Salus publica — mb Herr v. Rheinbaben hatte sein Werk getan. Es folgte dann noch je ein Freund einer entschiedenen staatlichen Polenpolitik: Abg. v. Dewitz (freikons.) und ein Gegner: Abg. Di ü l l e r - Koblenz (Ztr.). Durch Schluß der Besprechung Durbe u. a. Herrn v. Bodelschwingh zum Leidwesen aller, die Ed) schon ans diesen Genuß gefreut hatten, das Wort abgeschnitten. Das Schicksal der Polenvorlage schwebte einige Minuten in der Luft, denn der gerade Vorsitzende Abg. P o r s ch ließ sie links 'regen und wandte sich der Anberaumung der nächsten Sitzung zu. rechtzeitig wurde er von aufmerksameren Mitgliedern des Hauses fraran erinnert, daß die 400 Millionen-Vorlage doch nicht einfach mter den Tisch fallen könne, und daß ein Antrag auf Ueber- vcisung an eine 28gliedrige Kommission vorliege. Diesem Anfrage gemäß wurde verfahren und dann bis Donnerstag Pause •in den Plenarsitzungen gemacht. 4?oliti?che Lagestcda«. Ein bemerkenswerter Antrag. In der französischen Deputiertenkammer wurde am AsmStag bei der Beratung des Hseresbudgets ein Antrag Ruf Schaffung eines Erinnerungszeichens für die ehemaligen jugendlichen Teilnehmer am deutsch-französischen Kriege von 1870/71 mit 368 Stimmen gegen 201 Stimmen abgelehnt. Jourde (Rad. Sozialist) erklärte, ein solches Erinnerungszeichen wäre mir denkbar, wenn der Tag der Revanche mit der Zeit des Sieges in greifbare Nähe gebracht werden könnte, llnterstaatssekretär Chsron fyitte die Erklärung abgegeben, daß die Regierung nicht in der Lage sei, darauf einzutreten, eine solche schmerzliche Erinnerung durch ein Er- urnerungszeichen wachzuhalten. * ' / Eine stürmische Tumasitznng. Die Sitzung am Samstag wurde durch ungeheure Aufregung unterbrochen, Die eine Aeußerung von R o - ditschew (Kadett) hervorrief. Dieser hatte die Regierung bei seiner Besprechung der gestrigen Erklärung äußerst leidenschaftlich angegriffen und kritisiert und dabei geäußert, zukünftig würde man sprichwörtlich die Galgenschnur „Stolypinsches Halstuch" nennen. Diese Worte Liefen laute Protesteund tobendes Geschrei seitens der Rechten hervor, welche aussprang, den Redner tätlich anzuareisen drohte und zur Tribüne stürmte. Die Glocke des Präsidenten wurde von dem Lärm übertönt. Die Linke stürmte ebenfalls zur Tribüne und führte Roditschew nach seinem Platz. Während der Lärm fortdauerte, verließen Die Präsidenten und die Minister mit Stolypin den Saal. — Die Sitzung wurde hieraus unterbrochen. — Nach Diederaufnahme der Sitzung schlägt der Präsident vor, den Abgeordneten Roditschew für 16 Sitzungen von der Teilnahme an den Beratungen auszuschließen. Roditschew besteigt die Rednertribüne, entschuldigt sich bei der Bersamm- Kuna und betont, daß er sich bei dem Ministerpräsidenten Persönlich entschuldigt habe. Der Antrag des Präfidenten auf Ausschließung Roditschews wird mit allen gegen 96 Stimmen der Linken angenommen. Die Duma erhebt sich und bringt dem anwesenden Ministerpräsidenten Stolypin stürmische Ovationen dar. Hierauf wird biß Sitzung geschlossen. * Der Aufstand der Zulus. Das Reutersche Bureau meldet aus Pietermaritzburg: Eine Abteilung Militär, aus Kavallerie und Jn- santerie bestehend, soll mobil gemacht werden und am Montag nach dem Zululande abgehen, um die Polizei bei ihren Operationen zur llnterdrüchung der dort herrschenden Unruhen zu unterstützen. Die Mobilmachung erstreckt sich auf die ganze Miliz der Kolonie, die angewiesen ist, sich an ihren Standorten zu sammeln und weitere befehle abzuwarten. Das ganze Korps wird auf Kriegsstärke gebracht. — Wie dem Reuterschen Bureau aus Pteler- naritzburg gemeldet wird, wird Oberft Mackenzi die O p e r a - äionen gegen die Zulus leiten. Dipozulu, der des Hochverrats angeklagt wird, soll festgenommen werden, und Xenn er Widerstand Leisten sollte, soll sein Kraal in Grund Sind Boden geschossen werden. Aus Siaöt unv Land. Gießen, 2. Dez. 1907. •* Der Finanz-Ausschuß der zweiten Kammer hält am Dienstag den 3. Dez. eine Sitzung ab, in welcher der vom AuSschußreferenten Abg. Dr. Gut fleisch über die Wertzuwachs st euer sertlggestelUe Ausschußbericht verlesen und genehmigt werden soll. — Der Petitionsausschuß wird am Mittwoch zur abermaligen Beratung über Hundesteuer- etc. Beschwerden zusammenkommen. ** Der Gesetzgebungsausschuß der Zweiten Kammer beschäftigte sich am Samstag nachmittag nochmals emgehend mit dem Gesetzentwurf betr. die Ergänzung des Bachgesetzes vom 30. Juli 1887, mit welchem auch die Beratung über die Vorstellungen der Mühlenbesitzer der oberen Wetterau, der Triebwerksbesitzer :c. verbunden wurde. Die Hauptschwierigkeit dieser Vorlage liegt in der präzisen Fassung der Bestimmungen über die Entnahme des Wassers aus den ober- unb unterirdischen Wasserläusen, die Festsetzung der Entschädigungen re., wobei Abg. ©eelinger besonders auf die schwierigen Verhältnisse an der hesf.- badischen Grenze hinwies. Der Minister des Innern Exz. Braun legte ausführlich die Anschauung der Regierung über diese schwierige Materie bar. Da jedoch unter den Ausschußmitglredern trotzdem die Meinungen weit auseinander gingen unb eine Verständigung zunächst nicht zu erreichen war, wurde beschlosien, den Mitgliedern noch einige Tage Zeit zur genauen Prüfung zu lassen unb deshalb die lüichste Sitzung zur enbgUtigen Beschlußfassung nicht, wie zuerst beabsichtigt, schon am Montag, sondern erst am Freitag, 6. Dez., abzuhalten. Bezüglich der beiben Anträge Köhler, betr. die Aushebung des sog. S ch l i p p e s cy e n Erlasses vom 20. Dez. 1890 unb bes Fingerschen B e - anctenerlasses vonc 20. Okt. 1892 (antisemitische Bewegung im Großherzvglum Hessen) schloß sich der Ausschuß einfiiuiintg den beiden Ali trägen auf Zurückziehung und Ungiltigkeckserklä- cung der beiden Erlasse an. Die Großh. Regierung hatte sich zu diesen Allträgen dahin geäußert, es läge wohl jetzt kein Grund vor, die unter dem Ministerium Dittmar publizierten Erlasse zurückzuziehem Selbstverständlich werde der antlfemitifchen Be- tuegung in Hessen keinerlei Vorschub geleistet werden. Auch der sozmldeulokratische Abg. Dr. Fulda ftüunite für die Aushebung der beiden Erlasse. ** Etne Sitzung de§ Provinzial-Ausschusses findet SamStag den 7. b. Mts^ nachm. 8l/3 Uhr, mit folgender Tagesordnung statt: 1. Gesuch dcS Iohs. Wols IV. zu Rieder-Ofleiden um (SdcnibniS zum Betrieb einer Schankwirtschaft. 2. Reklamation gegen die Bürger- meisterivahl zu Massen heim, Kr. Friedberg. 3. Verlegung des Bahnhofs Vilbel; hier Enteignung von Gelände. ** Gehaltswünsche. Die Großh. Gerichtsvollzieher haben neuerdings den Landständen eine Eingabe unterbreitet, in der sie ihre bereits früher geltend gemachten Wünsche wegen ihrer Einkommensverhältnisfe neu formulieren. Sie fordern, daß den Gerichtsvollziehern ein jährliches Gebühren-Netto-Einkommen, steigend von 2000 bis 4000 Mk., staatlich garantiert, und das pensionssähige Diensteinkommen der Gerichtsvollzieher in Stufen nach Dienstaltersklassen aus 2000—4000 Mk. festgesetzt werde; im Falle der Höchstbetrag von 4000 Mk. zurzeit nicht bewilligt werden könnte, den in der Verordnung vom 7. Aua. 1907 aus 3000 Mk. normierten Satz um vorläufig 500 Mk. zu erhöhen, damit wenigstens eine Gleichstellung mit den Arresthausverwaltern und Registratoren bei den Kollegialgerichten erfolgt. — Die seminaristisch gebildeten Seminarlehrer ersuchen um eine Neuregelung ihrer Gehaltsverhältnisse in der Richtung, daß sie den Seminarlehrern mit akademischer bezw. der akademischen gleichzuachtender Bildung (den ersten Musiklehrern) gleichgestellt werden. ** Lehrerpersonalien. Uebertragen wurde dem Schulamtsaspiranten Peter Funk aus Langstadt eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Lengfeld. Erledigt sind: Die mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Harreshausen. Mit der Stelle ist Organistendienst verbunden. Eine mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Pfeddersheim. Mit der Stelle kann Organistendienst verbunden werden. Eine mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gcmeindeschule zu Büdesheim (Kreis Friedberg). ** Die Vereinigung f ü r gerichtliche Psychologie unb Psychiatrie im Großherzogtum Hessen hielt am Samstag hier ihre Hauptversammlung ab, die stark besucht war. Um 1/212 Uhr begann die Besichtigung des P r 0 - Vinzial-Siechenhauses, an die sich noch ein Gang nach der neuen I r r e n a n st a l t an der Licher Straße schloß, deren Anlage unb Einrichtung besichtigt wurden. Um 1 Uhr begann die Sitzung in der alten Aula der Landes Universität. Zahlreiche Juristen, Mediziner, Geistliche, Verwaltungsbeamte, die am Rechtsleben oder der Gefangenenfürsorge interessiert sind, hatten sich zur Versammlung eingefunden. Die Verhandlungen betraten das Thema: „Die Behandlung der geisteskranken Verbrecher undderver breche rischenGeisteskran- ken". Es referierten darüber Direktor Len har dt-Bruchsal, Danne mann -Gießen, Dr. K u l l m a n n -Butzbach, Dr. Oswald -Goddelau, Professor M i 11 e r m a i e r-Gießen. Direktor Lenhard-Brnchsal spricht über seine Erfahrungen mit der Versorgung gefährlicher Elemente, die wegen Geisteskrankheit aus dem Strafvollzug ausscheiden mußten unb in der neuen Strafanstalt Bruchsal behandelt und verpflegt werden. Er führt aus, daß geisteskranke Verbrecher, die während des Strafvollzugs geisteskrank geworden sind, in die Irrenanstalt gehören. Es empfiehlt sich aber nicht die Errichtung einer besonderen Anstalt, wie man sie in England, Amerika und Italien besitzt, sondern die Einrichtung einer besonderen Abteilung im Anschluß an die Irrenanstalt. Die Erfahrungen in diesen Ländern genügen, um wieder davon abzukommen. Im wesentlichen decken sich die Ausführungen des Professor Dr. Dannemann-Gießen mit denen des Vorredners. Er hebt hervor, daß das Element der geisteskranken Verbrecher und verbrecherisck-en Geisteskranken stets wachse und die Frage soweit brennend geworden sei. In Hessen habe man deshalb bei der neuen Gießener Irrenanstalt einen Sonderpavillon errichtet, um dadurch eine Verbesserung der Sicherungen gegen gefährliche Geisteskranke auch bei uns in Angriff zu nehmen; hierdurch komme man der Lösung der brennenden Frage wesentlich näher. An die interessanten Verhandlungen schloß sich um 5 Uhr ein gemeinsames Essen im Hotel Schütz an. ** Der Kronbauersche Quartettverein beging am Samstag, den 30. November, sein 3 1. Stiftungsfest. An die Liedertafel reihte sich in althergebrachter Weife ein Festmahl an. Die musikalischen Darbietungen, die unter der Leitung des Universitäts-Musikdirektors Prof. Trautmann stehen, entsprachen den Traditionen des Vereins. Leider verbietet uns die Gastfreundschaft, die wir bei dem Verein genossen, näher auf seine einzelnen ausgezeichneten Leistungen ewzu- gchen. Dagegen sei es uns erlaubt, der Solistin des Abends, der bekannten Konzertsängerin Frl. Lina Wendel aus Wiesbaden, zu gedenken. Diese junge Dame ist eine (Sängerin von vorzüglicher Schulung unb ausgerüstet mit sehr schönem Stimm* material. Besonders zeigte sich in den Liedern warmes künstlerisches Empfinden und gefielen namentlich das Beethovensche „Wonne der Wehmut" und die Richard Straußschen Lieder. Bei der Eingangsarie (Aus der Elisabeth aus Tannhäuser) mögen wohl die der Künstlerin nicht bekannten akustischen Verhältnisse des Saales die Klangwirkung etwas beeinträchtigt haben. Jedenfalls wäre es zu wünschen, daß wir der jungen Sängerin noch öfter in den hiesigen Sonjerqälen begegneten. ** Die Gießener Stenographen-Vereine nach Stolze-Schrev (Stadwerem, Verein am Realgymnasium und der Ob-errealschule, Gymnasiasten-Verein) begingen am Samstag abend unter großer Beteiligung die Feier des zehnjährigen Bestehens des Einigungssystems Stol^e-Schrcy. Der Vorsitzende des Stadtvereins begrüßte die Gäste und Schriftgenossen, die aus Nah und Fern zu der Feier herbeigeeilt waren. Nach Verlesung zahlreicher GratulationLschreiben, von denen ein solches des System-Begründers Ferd. Schrey, Berlin, mit lebhafter Freude ausgenommen wurde, ergriff Hauptlehrer Fenner-Marburg das Wort zum Fcstvortrag über: „Die Stenographie der Zukunft". Der äußerst lehrreiche und interessante Vortrag wurde von Mitgliedern der Vereine stenographisch ausgenommen. Der temperamentvolle Redner gab in großen Zügen ein Bild von der Entwicklung und gegenwärtigen Lage der Stenographie und den Einigungsbestrebungen. Lebhaster Beifall folgte den Worten des Redners. Herrn Fenner wurde als Anerkennung ein goldenes Stenographenabzeichen überreicht. 5konzert und sonstige Unterhaltung hielt die Festieilnehmer noch lange zusammen. Am Sonntag nachmittag sand ein Ausflug mit Damen nach dem Windhof statt, der ebenfalls unter großer Beteiligung einen recht schönen Verlauf nahm. ♦* Im Kolosseum trat am Sonntag Programmwechsel ein. Bot das seitherige Programm den Freunden des Humors, des Gesanges und der leichtgeschürzten Muse alles Mögliche, das n eue rückt die edle Turnerest die Athletik und Gymnastik erheblick) in den Vordergrund. Da ist zunächst Mstr. Fargana, der am fliegenden Trapez gute Leistungen zeigt. Die Dahlredis sind vom alten Programm übernommen und fügen den bekannten akrobatischen Vorführungen einige neue drastisch humoristische hinzu. Die Selina Revelton-Truppe leistet in Lust- und Parterre-Gymnastit' wirklich außerordentliches. Mit den Beinen am beinahe staalhohen Trapez hängend, hält eine Dame der Truppe mit den Händen die Handringe, an welchen von zwei Herren die halsbrecherischsten Kunststücke gezeigt werden. Diese Krastleistung währt wohl zwanzig Minuten. Das Hauptinteresse des Publikums wendete sich indessen dem Ringkampf zu. Es sind aber auch wahre Riesen von Gestalt und Körperkrast, die sich da als Teilnehmer an der Konkurrenz vorstellten. Als erstes Paar rangen der Türke Haiti Dalli und der Belgier Pietro. Der Türke griff seinen Gegner scharf an und besiegte ihn in neun Minuten durch Armachselzug. Der Engländer Jackson, ein Hüne von Wuchs, trieb mit dem Polen Könitz ko offenbar nur ein Muskelspiel und hatte ihn schon nach drei Minuten durch Untergriff von vorne abgetan. Als drittes Paar rangen der Berliner Heine und der Rheinländer Sers. Beide Kämpser, eüen- oürtig in Technik, Gewandtheit unb Körperkrast, boten das interessanteste Ringen des Abends. Man bekam da wohl alle Gsgenparaden des griechisch-römischen Ringkampses zu sehen. Serf überwand nur mit äußerster Anstrengung feinen Gegner nach 17 Minuten durch Eindrücken der BÄcke. Den musikalischen und humoristischen Teil des Programms füllen aus: Frl. Käthe Wallau, eine elegante Soubrette, die sich mit recht urwüchsigen Mitteln den Beifall der Zuhörer zu erringen weiß. Ferner eine Konzertsängerin, Frl. Elvcra Loretto, und ein weiblicher Tambour und Stabstrompeter. Beide Damen gefielen dem Publikum offensichtlich. Das humoristische Herren-Gesangs- und Tanz-Trio Euno Sander erzielte mit seinen nicht gerade geistreichen Vorträgen durch drollige und originelle Wiedergabe einen vollen Heiterkeitserfolg. Das 5^aus war vollständig ausverkauft. Heute, Moutag, werden vier Paare ringen: Halli Dalli gegen Le Boucher, van der Beek gegen Petersen, Serf gegen Konitzko und Illa de Noir gegen Pietro le Beige. B. ** Die Veteranen-Kapelle, die sich wiederholt in uneigennützigster Weise in den Dienst der Wohltätigkeit stellte, hatte gestern auf der Liebigshöhe ein eigenes Konzert veranstaltet. Der große Saal konnte kaum die Erschienenen alle fassen, die mit größtem Interesse und mit stets steigendem Beifall den Darbietungen folgten. Es wäre zu wünschen, daß die Ausführungen sich öfter wiederholten und stets so gut vorbereitet werden, das war der allgemeine Wunsch bef bis zur letzten" Piece aushaltenden Zuhörer. ** Die Frage nach dem Sinn des Lebens wird in einem öffentlichen Vortrag behandelt werden, den Professor Vischer aus Basel heute abettd im Neuen Sual- vau halten wird. ^Gefährliches Spiel. Zwischen Schülern aus Wiese ck unb hiesigen Stabtschülern finden fast jeden Sonntag nachmittag aus dem Trieb sog. Kriegsspiele statt, bei denen häufig als Waffen Werkzeuge benutzt werden, die geeignet sind, auch sckpvere Verletzungen hcrbeizuführen. Nicht allein Stöcke, sondern alte Tefchings, kleine Pistolen rc. Kimmen als Waffe in Betracht. Gestern erlitt hierbei ein hiesiger Schüler Zwei scharfe Schüsse nrit seinem eigenen Desching in die Seite unb er mußte in hie Klimt gebracht werden. Ob er sich selbst verletzte, oder einem ander en ein Verschulden trifft, wird Briefkasten Ser rredaktion. Kleine Tageschronik. Tie Verhaftung des Polizeimeisters von Pabianice (Polen) er- Elnsenduugen bleiben ttuberüSstchtigt.) 2ü-ei mr ?nrCn- ohne Grund festnahm und auf I ^,n augehörender Theatcrbesncker" Cl^nß ^r‘eieTt bringen ließ, wo er ihn mit eigener Hand ll0in)ine Zusendungen bleiben unberücksichtigt. Kandel. GLDDSS Ä E G L crS'^G „ D GO V AW4>« ÜGSGO S // d ge- Bso/11 sollten, B80/11 ließen, den 29. Npvember 1907. Grobherzogliche Bürgermeisterei Greben __ Äi e c u in. Uirctzlichr Nachrt-tztrn» , Evangelische Gemeinde. r*,.A ■' ^?ntag den 2. Dezember, abends 8 Uhr: Bibel» stunde rm Konsirmandensaal der Johanneskirche. Pfarrer A u S s e l d. Wenn Sie wegen Zusendung der Preisliste^, an die Firma F. Ad. Richter L Cie., Ji h b o l it a b t in Thüringen, noch nicht qe- Dem Großh. Gerichtsvollzieher Seipel in Gießen ist für bte ~auer seines vierwöchigen Urlaubs vom 1. Dezember d -1s an der Gerichtsvollzieher-Aspirant Drodt in Gießen als Vertreter bestellt worden. y 15 ^ei ließen, den 30. November 1907. Der Präsident Gr. Landgerichts der Provinz Oberhessen . Kullmann. %ie Untnsuchung- eweven. Cs dürfte angebracht erscheinen, daß seitens her schule die,em Unfug gesteuert würde. c. c [' f3n auf Sonntag ging es in kbfyut SU. Außer einer Schlägerei zwischen Studenten und jungen Kaufleuten im Burggraben war noch hi? s ^^boffhaße zu verzeichnen, wobei m i).ec Dure eines Wirtslokales demoliert wurden. Ferner wurde bei einer Rempelei einem Kaufmann am Seltersweg eine Cri'ericheibe zertrümmert. 6.- Hungen, 1. Dez. Die für heute vorgesehene Einweihung der hiesigen neurenovierten evang. Kirche ist durch Verzögerung der Arbeiten verschoben worden und definitiv auf Sonntag,.22. Dezember, festgesetzt. -r. Büdingen, 29. Nov. Gestern abend konnte man von hier aus am Himmel einen mächtigen Feuerschein wahrnehmen. Er rührte von dem Brande des Hof- gutes Allenrod, das dem Fürsten von Jsenburg-Bir- stein gehört und an den Gutspachter H. Hahn verpachtet ist, her. Fast die gesamten Gebäulichkeiten nebst den noch ungedroschenen Vorräten an Frucht fielen den Flammen zum Opfer. Das Vieh, fast alles Herdenvieh, das an die Weide gewöhnt ist, konnte sämtlich gerettet werden und wurde nach Wernings auf die Jungviehweide gebracht. Augenscheinlich liegt Brandstiftung vor. Der Pachter weilte zur Zeit des Ausbruchs des Brandes mit seiner gesamten Familie in Büdingen und wurde erst telephonisch von dem Brande benachrichtigt. Der Schaden ist sehr groß, soll aber durch Versicherung gedeckt sein. X Lauterbach, 30. Nov. Der seit kurzer Zeit hier tätige Lehrer Jockel wurde auf Wunsch nach Crainfeld versetzt. in Betracht kommenden Bezirke je einen einheitlichen Vermag abjchlreßen. Es dürften bisher im deutschen Baugewerbe noch keine Verträge, die sich über so große Gebiets- er*iE?vn' abgeschlossen worden sein, als dies im nächsten ^ahre der Fall sein wird. Die neuen Verträge zergen rm wesentlichen dasselbe Bild der schon in früheren wahren mrt den Arbeiterorganisationen abgeschlossenen. Die normale Arbeitszeit soll 10 Stunden betragen, sie darf nicht werter herabgesetzt werden. Der Arbeitslohn soll trotz der auMnstrgen ^bonjunktur nicht herabgesetzt werden. —• Der 2J^al)re alte Schlosser Steltzner aus Köln drang gestern nachmrttag in die Wohnung seiner früheren Frau, einer a^en Näherin, ein und veruchte ihres neuerliche äur Hochzeit zu erlangen. Als er eine ablehnende Antwort erhielt, zog er einen Revolver hervor und versuchte die Frau zu erschießen. Diese tonnte srch jedoch noch rechtzeitig in Sicherheit bringen. Steltzner gab dann drn Schüsse aus sich selbst ab und war aus der Stelle tot. * 5er*'n'.r2‘ ®e3‘ Zu der Beschlagnahme des russ. Terroristen.Waffen- und S ch ri ft en l a g ers wird noch bekannt: Die 19 000 Bogen weißes, mit Wasserzeichen versehenes Papier sollten, lvie durch hiesige Bank-Sach- ”'£tafnb,iß' ist, zur Herstellung von russischen 3-Rubel-Noten dienen. Legt man einen 3-Nubel-Schein auf einen Bogen Papier, so passen die Wasserlinien genau auseinander. Aus den 19 000 Bogen hätten Falsifikate rn Höhe von 456 6 00 Rubel hergestellt werden können. Feststeht, daß in einer Papierfabrik bei Hannover ein großes Quantum glattes Papier, das sich zur Herstellung von russ. Paßen eignet an eine Fabrik zur Lerstelluna fnffrhrr . Märkte. ' re. Frankfurt a. M., 2. Tez. (Dria -Mear Anilllche 9lotienmgen der heutigen' Fruchtenarklpreü^ d'öen All. 21^70—22.00, Kurhessischer All. 21.75—22.00, m qa?a—o6170' ^misas Alk. 25.50—27.00, Roggen llneü^ 20.75, Gerste (Wetteraner) Alk. 20.50—2^75, Franks selber All. 21.00—21.50, Hafer 17.75—18.75, Mais Alk. 16 00—1Ä‘ »BfWmeJl 34.00-34.50, 00-00, 2. Qualität Mk Ä bis Alk. 30./o, 3. Qualität 9T?f 3000 qa =>?x oi * 0.50 ^ä'mn>'00—32.50,1.Qualität Mk. 31.00—31.50, Weizenkleie M?1i^ hif wp ^oggenkleie Mk. 13.00-13.25, Maiskeime m ij’jn 100 lg‘ 2b’fi°ie?rnnfen/ d^^er, Ried Aik. 00.00-00.00. Alles Frankfurt a.M., 2. Dez. (Telegr. Orig.-Bericht des U115. ). Amtt. Slotiernngen der heutigen Biebmarktpreise W ÖUbC1V n467 Ochsen, 130 aus Oesterreich, 41 < 10 aus OesterreA, 0 aus Dänemark, 135 Kühe, Fersen, Stiere oÄ 001Hpchn^ n‘a ^>ainmavf' 304 Kälber, 764 Schafe und Hammel 00 Schafe aus Oesterreich, 00 Ziegen, 1948 Schweine. Bew5i. 2ülqnn|l7 Schlachtgewicht. Ochsen 1. Qualität 79-83 # q? < ; 3‘ Qual. 60-63Alk.; Bullen l.Qual. 67 b» 65 'ß7We ^03—65 Llk.; Kühe l.Qual. 71—73 Mk., 2. Qual 0o-67 Mk., 3. Qual. 50- 54 Alk, 4. Qual. 00-00 Mk., 5. Qua, 9 Qua? ^'75^82' waitna9h2~s95 Lebendgewichi54-57Ps' ^ual. 70—82 Pfg., Lebendgewicht 42—48 Pfg. Schloß gewicht 57-60 Pfg. Schafe: L Qual. 78-00, 2. Qual. M-64 E iÄ nOrOOÄ’’ Schweine 1. Qual/62-63 Pfg!, Lebdmw' 49 oO.OO Pfg., 2. Qu. 60-61 Pfg., Lebendgew. 41,0—00,0 Pfg' 3. Qual. 53—57 Pfg. Lebendgeiv. 00 Pfg. Geschäft bei öoni' ftonVunb"bcu“nb.C1'flanb 6et fi,ehwie6 »-drückt, lieber." X X Angersbach, 30. Nov. Nach uns gewordener , , v ^"elliing wird Obstbautechniker Koch ous Alsfeld im Laufe I Müssen eignet an eine Fabrik' 311c Herstellung falscher bc§ Monats Dezember hier sowie in Landenhaufen, Schadges, Mse in der Schweiz abgeschickt wurde. Der Buchhalter Schlechtenwegen und verschiedenen anderen Orten Vorträge Günsel vom „Vorwärts", der die 19 000 Bogen Papier über Obstbau, verbunden mit praktischen Unterweisungen, angeblich *ni Namen des Vertreters eines südeuroväiscken r Staates bestellte und sofort bezahlte, ist seit dem 30. Oktober st- Heb los, 29. Nov. Vor einigen Tagen fand die verschwunden und nach Frankfurt n. M. abgemeldet 1 an oespolrz erliche Abnahme der Me g üb e r füh- morden. Die beiden Kisten mit 15 Parabellum-Pistolen und rungen der Strecke Alsfeld—Lauterbach statt. ^000 Patronen trafen am 25. Oktober auf bem Qehdcr Mittelst Sonderzugs trafen ein seitens des Hess. Finanz- Güterbghnhof an die Adresse des Schlossers Oberbossel ein rnrnrsteriums Geh.^ Oberfinanzrat Rohde und Geh. Ober- ^^ser ist von der Polizei vernommen worden, gibt aber an' baurat Kilian, seitens der Eisenbahndirektion Gerichts- habe von der ganzen Sache nichts gewußt. Bemerkens- astessor Mayer und Baurat Hohmeier. Auch Großh. Meis- In)ert ferner, daß von den 15 Pistolen eine fehlt Grobeu nmf nr-c- -• ■ " • i Wert Icgt die Polizei der Tatsache bei, daß in dem Terroristen- lager eine große Anzahl von Exemplaren eines Geheim- Zirkulars des Parteivorstandes der sozialdemokratischen Partei aufgesunden wurde, das das Datum März 1906 trägt. In dem Zirkular wird darauf hingewiesen, daß durch die Opfer- lvilligkeit der deutschen Genossen es dem russischen Verbände ermöglicht wurde, den Weg nach dem Auslände über Berlin zu nehmen. rc? Augenblickliche Kbnjiucktur geschaffen-^ atwn besprochen. Es tonnte konstatiert werden, daß die tendenz jur die meisten Rohmaterialien anhaltend M sei bie hentrgen Prege in Fertigwaren durchaus dem alla^' Niveau der Rohmaterialien und den stark erhöhten bedingungen entfprachen. Tie Versammlung wählte nach der „Metallmdustnellen Runchchau" ein elfaliedriae bte mit bnt Syndikatetr der in Betrach! kommenden Gattungen tn Verhandlungen treten solle, tint eine StS1- crflreben$eiU3Sll€bmSUn3e,t fÜr Rohwaren und LmlbfabriE ,, Ft.nanzkrise in Chile. Gestern waren Gerügt- - Umlauf, auch eine Reutermeldung aus Santiago de ff,’ gegangen, nach denen eine dortige Bank ihre Be teilt Sabe und die Lage kritisch sei. Einige ZweM "»e5 Boll|taiibi3en Richtigkeit der Nachricht wurden schon dadurch taB Bank nicht angegeben war. Die Bank für Cbile^^ Deutschland tu, Äamburg berichtet, daß sie von chren Ni-L" laflunflcn, in Chile feine Meldungen erhalten hat, die auf Mnanzkriie hiudeuten. Auch ist ihr nichts von Fallissem^fg Wanten und Instituten bekannt geworden, die irgendwie 7ine ^?' ^ en. Bor at 14 Tagen wurde dem Institut allerbÄ® y drei ganz unbedeutende Institute infnQrU5 ifjrej oefifeeä an Zinnminen und Zinnminenwerten ämamÜ’ sebrochen waren. Ter Rückgang des Wechselkurses bänat mit Manipulationen der Valutabaisse-Spckulation, anderfeit?^ dem Uebcw-^mport zusammen, der durch den Wiederaufbau Sb im Voriahr zerstörten Anlagen hervorgerufen worden ist. Dampfwaschanstalt Edelweiss Friedrich Wörner Id. 487 Krofdorfer Strasse 12 Tel. 487 Haushaltungs- und Aussteuer-Wäsche AmertKan. hem-Wäscherei und Neuplätterei SH«*»« Abholen u. Buckliefern durch eigne Wagen. spätestÜe^3AÄgkeB Nach auswärts prompter Versand. — Nur waschen und trocknen 40% Preisermässigung. Verkauf vou Baupläüeu. f=IgenÄtu“%bcC" ®C4cm6cr' ««»mittags 3 Uhr sollen 39/100 = 345 Q“ Ecke der Klinik- und WMZ^MSK-8- Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Meeum. 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Kn ot h aus Hanau einen Teil des Kopfes im wagenÄL wlAL Lller? iSlnne bcS Sffiodcä weg. Der junge Alann war so- vfAetzh 10 leichter. Tie Insassen des Wagens ^wurden ^ch f°rt tot. alten Strdxunsen geschleudert. Der Streckenwärter und de" "ok§ Fran kfurt a. M., 30. Nov. Der Mitteld eutsche rourbm verhaftet. üIeirf4eitLlM- "^“OlSun9 dieser Verträge eittgereicht, unter st-K alle Kinder reichen Samilien angehören. " 5 f' gleichzeitiger, llebersendung von neuen Bertragsent- '—---------------------—. Vertragsentwürfe sind einheitlich auf Z8ssWcr6ätäts«nad?ridncn enici.t i io Rialen ^er tr a g s en av u r, aufgebaut, welcher von —Au der technischen Hochschule in r e r h p n ^en Aroeltgeberbunoe vorgejc,trieben und wörtlich d.r o s e s s u r s ü r P h o l o q r a p h i e eingerichtet werden " £ wreoerzugeben ist. Äuch der Mitteldeutsche Vhowgravhuchen Industrie an die Hand' qchen En^^Tun^Lr^“9^ ^btiSeb^^In^>ä“!Uit’WbeE^«schen jur das Baugewerbe in Rheinland und Westfalen, die ebenfalls Verbände oes Deutschen Bundes sind, haben die Kün-> m ©tgung der Vertrage am Samstag, 30. Nov., bewirkt. Die BereinrgunF den t s ch er L ampenfab r ikan t en Gieße,ter Wettervienst. o ^ ^oraussichtlichc Witterung für Hegen am Dienstag den wS ' tl' ei,t trilb' Regensalle. Etwas milder. Westliche 111U L« * I sd $ a r m fta dt, 2. Dez. Wegen Wechselfäl schunge« wurde der Gartner Peter Schmitt verhaftet. Berlin, 2. Dez. General v. Kessel, der Kom- maudeur des Gardekorps, wird, wie dem „Kleinen Journ." von gut unterrichteter Seite mitgeteilt wird, auf seinem Posten auch fernerhin verbleiben. Mannheim, 2. Dez. In den Stro belwerkev wurden am Samstag abend 700 Arbeiter wegen Lohn- differenzen ausgesperrt. Beut hon (O.-S.), 2. Dez. Bezüglich der En teig, nu ngsvorlagegegen die Polen wird der ,F)berfchl Grenzztg." gemeldet, daß das Gesetz ursprünglich auch auf Oberschlesten ausgedehnt werden sollte. Wenn diese Wsichi ullen gelassen wurde, so sei dies auf Einwendungen des illbcrprastdentcn von Schlesien zurückzuführen und auch die versohnlrche Polrtik des Kardinals Kopp sei auf die Eni- schlteßung der Regierung nicht ohne Einfluß geblieben LMqMSSWWZ Giessesi Krawatten Telephon 644, Walltorstrasse 36-38 AM. 1MMM Ki ffle Sermtzr in Bsmstufif Die Geweröe-Bibliothek Die Vcrbilder-Sammlung (Freund u?Belfer| 2 Zimmer 09179] Schöne 2-Zimmerwohn. 10 s. zu verniieten. Äieuerweg 42. [mit der Schutzmarke: Hund u. Katze.] b 2 immer Kreuzplatz. Walli orsir. 75, pari. 6161] L*' l'*7K BREMEN mieten. 6804 7318] Seltersweg 36. 4 Zimmer preiswert berg: Isidor Schulhof. D7, .Zanun ei' Ataigasfc 11. ücrmtetcn. 09163] Wtöbl. Zimmer zu verm. Geltersweg dl, 9Lcbenhaus. 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