Dienstag 2. April 1907 Zweites Blatt Nr. 76 tS-Nch mit Ausnahme bei Sonntags. ir. b'/. UTIN 1 ’ortvolle Neuerni lern Gebiete der 157. Jahrgang ie na oh Fbnchrift ermatologen jESSNKl Bigestellteik Rotationsdruck und Verlag ber Br ühlfch« UnwersuälS - Buch- und 6tetnbruderet ÖL Lange, (Biegen. Die „Sieheaer FamllienblStter" werden dem .Anzeiger^ viermal wöchentlich beigelegt, daS „Kietiblatt für bei Krell «legen“ zweimal wöchenUich. Der „hesstsche tanbmirt“ erscheint monatlich einmal. 'die tbÄstb^e lut, 2lus 5taOt unO Land. (Siegen, den 2. April. •* Geh. Justizrat Dr. Reatz f. Am 29. März verschied hier nach langem, schwerem Leiden der Geh. Juniz- rat Dr. ftarl Ferdinand Reatz. Geboren im September 1832 zu Darmstadt, besuchte er bis Ostern 1850 das dortige Gymnasium, widmete sich dann auf den Hochschulen zu Heidelberg, Göttingen und (Sieben dein Studium dec Jurisprudenz. Nach seiner mit Auszeichnung bestandenen Staats- Prüfung habilitierte er sich zunächst an der hiesigen Hoch- schule als Pcioatdozent, wurde aber bereits in 1862 zum Advokaten und Prokuratoren bei (Scout). Hofgericht dec Provinz Oberhessen ernannt. In dieser Stellung, die bet der Justiz, organisatwn m 1879 in die Stellung eines Rechtsanwalts übecgcleitet wurde, verblieb er, bis er am 23. September 1906 die Zulassung zur Rechtsanwaltschaft aufgab. Im Jahre 1890 wurde ihm von S. König!. Hoheit der (Lharatter als Jullizrat, im Jahre 1899 der Charakter als Geheimer Justizral verliehen. Schon vorher belaß er das Ritterkreuz 1. Klasse Philipps des Großmütigen. — Nicht blog m der Praxis, auch m der Wissenichafl genau Reatz eines ausge- zeichneten Namens, insbeiondcre galt er als Autorität im Gebiete des Handels- und SeerechtS. Zahlreich sind seine wissenschaftlichen Arbeiten, die für das Veriländnis der Gesetze wertvolles Material gaben. Er war 'JJliiglieö der Kommission zur Ausarbeitung der hessischen AuSfuhrungSgesetze zum bürgerlichen Gesetzbuch. Was der Heimgegangene für das Rechtslcben geleistet, wird ihm ein dauerndes Andenken in weiten Kreisen sichern. — Wie wir in ihm einen Mann mit Redaktion, ExvedMon and Druckerei: Sckml- ftratze 7. Erpedttlon und Vertag: 6L Redaklton:e^K I12. Tet.-Adc^ AnzeigerG letzen» AurLand. London, 3. April. Gestützt auf angebliche Aeußerungen. des russischen Geheimrats v. Mortens liefen hier Gerüchte um, S. Äopjfaiat und Gcmüje if empfiehlt kel Kbit-, Temü,e-a. tiefen Memtini||iii benauem, ,o einen Uiiann von qluiio» ehrlichem treuem Charakter, von der ehrenwertesten Gesinnung, von der liebenswürdigsten Herzlichkeit. — Am Ostermontag wurde er zur letzten Ruhe besialtei. 9ln seinem Grabe waren u. o. Kränze der Mitglieder des Landgerichts, der Staatsanwaltschaft und der Hessischen Anwaltschaft niedergelegt. •* Personalien. S. K. H. dec Gr obherzog haben den Bureauassistenten bei der Badedirektion Bad-Nauheim, PH. Faust zu Bad-Nauheim zum Bureauvorsteher bei der Badedirektion und Kurverwaltung Bad-Nauheim und den Techniker Karl Ang. Wittig auS Stuttgart zum Betriebs- lechniker bei der Badeanstalt und dem Tiefbauamt Bad- Rauheun ernannt; ferner wurde dec Steueranfseheer Joh. Jos. Brückner zu Gießen, z. Zt. zu Groß-Umstadt, zum Steueremnehnier des SteueramtS Groß-Umstadt ernannt. •• Berufswahl. In der Stadtkirche haben gestern, am zweiten Oltertage, Konfirmationen slaltgefunden, und in der Johanneskirche werden am nächsten Sonntag zahlreiche Kinder konfiriuiert werden. Konfirmationen und Schulentlassungen verursachen vielfach ernsthaftes Kopfzerbrechen. Mögen es Jungen, mögen eS Rlädchen sein, die man dem Erwerbsleben zuführen will, die Sache Ut nichts weniger al8 einfach. Ein vierzehnjähriger Knirps läßt sich allerdings mühelos unterbringen und auch em Jüngling von 16 biS 18 Jahren findet in kaufmännischen Bureaus immer eine Stellung als Lehrling. Aber mit dem einfachen Unterbringen ist es nicht getan. Tie Eltern wollen die Zukunft ihrer Kinder möglichst sichern und deshalb muß alles wohlweislich überlegt werden. Wo die ausgesprochene Weißung für einen Beruf fehlt, da ist es bitter für den Jungen selbst, mehr aber noch für seine Eltern. Die Frage: »Was soll dec Junge werden ?' ist eine der ernstesten Gewissensfragen. Wer gewissenhaft ist, überlegt wohl hundertmal, ehe ec einen Entschluß laut. Bei minder gewissenhaften Leuten gehl eS allecdingD schneller. Bei diesen richtet sich die Wahl meistens nach nur einem Gesichtspunkte: der Junge muß von vornherein ober doch so bald als möglich viel verdienen. Ob ec etwas Gescheites lernt, das wird weniger beachtet. Kein Wunder, daß die Handwerker oft klagen, die Jungen wollten nichts mehr lernen, sondern sich lieber auf der Straße umhertcelben. Und doch ist daS eine sicher: Auf die Tauer tauscht ein Handwerker, dec etwas gelernt hat, doch nicht mit einem Gelegenheitsarbeiter, wenn auch Handwerk heute nicht mehr immer goldener^ Boden hat. Es gibt ja (Sott sei Dank noch immer Handwerker, die selbst ihre Söhne wieder dein ehrbaren Handwerk zuführen, und diese werden sich im Leben immer durch- ichlagen und als gute Vorbilder wirken. Viele Handwerker wollen aber „höher hinaus" und schicken ihre Jungen alS Lehrlinge in kaufmännische Geschäfte oder als Schreiber zu Rechtsanwälten oder lassen sie Techniker werden. Wer aber nicht gediegene Kenntnisse besitzt und für den Handel, wie für den technischen Beruf prädestiniert ist, bringt cs meiilens zu nichts. Vor den technischen Berufen wird sogar neuerdings sehr dringend gewarnt, da die Eriverbsverhältnisse in ihnen kläglich sein sollen. — Schwere Gedanken gehen jedem ernsthaften Vater durch den Kopf, der seinen Sohn unter Leute geben muß. Ob trotz allen Grübelns aber immer die richtige Wahl getroffen wird? •• Das Konzert unserer Negimentsmusik im Neuen Saalbau findet, soweit eS die Witterung gestattet, im (Sorten statt. Meld. April Ml 9 Uh,. Wlrdel«eUntei l!eh siebet- ♦ des Gr. 4 lb8d*, über. 5 Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Tderhesjen politHdye LagerScharr. Bulow unb Tittoni. Heber die österliche Zusammenkunft deS Fürsten Bülow mit dem italienischen Minister deS Aeußern Tittoni in Rapallo wird natürlich wieder von der gesamten In- und AuSlandSpresse viel fabuliert. In Rom wird ihr neuerdings eine besondere Bedeutung abgesprochen. Von Marokko befürchtet man natürlich in Italien nichts. Em interessanteres Thema habe, so meint mau dort, den beiden Staatsmännern die Konferenz im Haag geboten. Neue wesentliche Gesichtspunkte tarnen kaum zur Sprache und das Verhältnis Italiens zum verbündeten Deutschland wirddas- selbe bleiben, wie andererseits auch Italiens hohe Sympathie und Intimität mit England unverändert fortbe stehen werde. Fürst Bülow sprach sich, so heißt es, in warmen Worten über Italien und die gleichartigen Geschicke au5, die eS geistig mit Deutschland verbünden. Solche Freundlichkeiten sagt ja Bülow gern, und die italienische Presse wird nicht zögern, m schnell entfachter Freude für jedes liebenswürdige Wort Bülows zu danken. Aber solches Feuer verflackert ebenso schnell, und kann man im Ernst erwarten, daß die Mißstimmung von Alge- ciraS entgültig überwunden ist? Kann Deutschland sich andererseits wirklich darüber freuen, daß es angesichts ber neuen Aufrollung dec Marokko-Frage nicht mehr hervortritt, um nicht einen neuen Abfall zu erleben und von einem Bundesgenossen im Stich gelassen zu werden? Die Meldung ber ital. offiziösen .Agenzia «Stefan? lautet: Minister Tittoni stattete dem Reichskanzler Fürsten Bülow einen Besuch ab und (hatte eine freundschaftliche Unterredung mü Hm. Obgleich feine Apolitischen Beweggründe die Zusammenkunft der beiden Minister veranlaßt haben, ist es natürlich, daß alle politischen Fragen, die gegemuärtig das internationale Leven beschäftigen, den Gegenstand ihrer Unterhaltung biivcten. Las Ergebnis der Unterredung war die Feststellung ber Tatsache, daß voll ständige Uebercinftimmung und volles Einvernehmen in den Ansichten der beiden Staats- müuaer herrscht. . ' Ein ehemaliges Mitglied der italienischen Regierung, daS zuletzt jahrelang im AuSlande Posten bekleidete, äußerte sich dcrn römischen Korrespondent ber Wiener ,Zeit* hinsichtlich ber Begegnung in Rapallo gegenüber wie folgt: Politisch Denkende wüsten entschieden den Zusammenhang der Haager Konferenz mit der Begegnung in Rapallo ab» lehnen. Italiens Politik auf der Haager Konferenz ist durch die Rebe TittoniS im Jahre 1906 festgelegll Es ist durchaus keine Isolierung Deutschlanbs auf der Haager Konferenz zu befürchten und Bülow hat eS nicht nötig, erst durch eine Einwirkung auf Tittoni Italien an die Seite Deutschlands zu rufen. DaS deutschfeindliche Blatt „Vita* schreibt: In der Umgebung deS Fürsten Bülow habe die Besetzung Udschdas durch die franz. Truppen Genugtuung hecvorgerufen, weil dadurch nunmehr Deutschland in der Lage sei, gelegentlich einen anderen Punkt marokkanischen Gebietes zu besetzen!! Wie die röm. „Tribuna* auS Rapallo meldet, dauerte die Unterredung zwei und eine halbe Stunde. Am Abend fand ein Festesten statt, welches Fürst v. Bülow zu Ehren LiitoniS veranstaltete, und an dem 11 Personen teilnahmen. wonach Teutschland nicht an der Haager Konferenz t e i 1 n c h m e n wollte, falls England die Frage der Einschränkung der Ausgaben für Kr i e g s Vorbereitungen anschneiden würde. Da hierdurch die Aussichten der Konferenz höchst unsicher geworden wären, so telegraphierte die Londoner Tribüne an Herrn v. Lschirschky und erhielt folgende Antwott: „Meinen besten Dank für Ihr Telegramm. Ich autorisiere Sie, zu erklären, daß die Behauptung des Temps, Deutschland weigere sich, an hier Haager Konferenz teilzunehinen, falls Eiigland vorschlägt, die Abrüstungsfrage zu besprechen, ohne Begründung ist. Ich hoffe, baß trotz aller entfielt len Mitteilungen über die Haltung Deutschlands die engeren Beziehungen Deutschlands und Großbritanniens sich weiter entwickeln werben. Tschirschky." Lyon, 1. April. Auf dem heutigen Nationalkongreß der „Französischen s o z i a l i st i s ch e n Partei" wurde ein Antrag angenommen, welcher die direkte Aktion und den Gene- ralausstanb als gefährlich verurteilt, ferner ein Antrag, welcher sich für gleichzeitige und allmähliche Abminderung der .Militärlasten ausspricht, aber entschieden eine anti- patriotische Gesinnung zurückweist, die das Recht zur Verteidigung gegen einen äußeren Angriff untergrabe. Madrid, 2. April. Auch ber englische Botschafter in Madrid und der span. Botschafter in London werden der Entrevue in Cartagene beiwohnen. Hier ist die Ansicht verbreitet, daß zwischen beiden Regierungen ein Bündnis geplant ist. Barcelona, 1. April. In der Kaserne des Regiments Nurnancia fand heute vormittag aus Anlaß des 2 0 0jahr. Bestehens des Regiments eine Feier statt, der ein Vertreter des Königs Alfons, der aus Berlin entsandte Flügeladju- tant des deutschen Kaisers Major Freiherr v. Senden, der MUitärattachä bei der deutschen Botschaft in Madrid Hauptmann Bronsart von Schellendorf und der zu dieser Botschaft kommandierte Oberleutnant v. Radowitz beiwohnten. Nachdem eine Messe zelebriert worden war, hielt der Oberst deS Regiments eine Ansprache an die Mannschaft, in der er daran erinnerte, daß b(er König dem Regimeme eine besondere Ehre habe erweisen wollen, indem er den deutschen Kaiser zum Ehrenoberst des Regiments ernannte. Alsdann wurde die Verteilung der vom Kaiser Wilhelm an Unteroffiziere und eine Anzahl Mannschaften verliehenen Medaillen vorgenommen. Darauf fand im Ehrensaale des Regiments in Gegenwart des Generalkapitäns von Katalonien, des deutschen Konsuls sowie zahlreicher Vertreter der anderen Trupepiueile der Garnison dre feierliche Uebergabe eines in Oel gemalten Bildnisses Kaiser Wilhelm- statt. Major Frhr. von Senden Unerreichte dem Obersten und den anderen Offizieren des Regiments von Kaiser Wilhelm verliehene Ordensauszeich- nungen. Konstantinopel, 30. März. Durch einen Bombenwurf in der großen Perastraße wurden 11 Personen verwundet, 4 davon schwer. Unter den Verwundeten befindet sich kein Europäer. Drei Armenier wurden verhaftet. J5)er Bombenwurf scheint ein Racheakt gegen einen reichen katholischen Armenier gewesen zu sein, welcher seit längerer Zeit der geheimen Polizei S p i tz e l d i e n ft e für den Aildiz leistete . Dieser Armenier sowie ein Polizeiagent und acht andere Personen wurden verwundet, getötet wurde niemand. Die Fensterscheiben der umliegenden Häuser wurden zertrümmert, sonst wurde aber kein Schaden angerichtet. Der Täter ist noch nicht ermittelt; die meiften Verhafteten wurden bereits wieder freigelassen. Die Vermutung, daß es sich um ein Attentat des armenischen ober bulgarischen Komitees handelt, ist allem Anscheine nach unbegründet. Belgrad, 1. April. Der bulgarische Banden- f ü h r e r Milan C s i c k o w richtete kürzlich einen Drohbrief nach dem von Serben bewohnten Dorfe R u d n i k in Sandschack Veiles, i-Seife L der empfindlich möglich veiutg »n wundervollen Tel ien aasserordentl imenDuit and eig gezeichnet zur h derzartenK-inderht pro btück llk. in-Creme »hm paridmiert, ueche Zwecke her 1 geeignet, macht reachinöidig rneiasw nicht ab. Mittel gegen gern rissige Haut, r rohe Alk- i--i11 ilk- . .„.Paste Jbig, vorzüglich tum Schutze empl and zuröchunmig entzündeter ti pro Kruke M- iose Mk- in-Puder a, hellgelb und w stob ^«höchsten °N"-° * ‘et-Mitin Neues aus Nuß land. In Moskau haben die Studenten wegen Auflösung einer politischen Versammlung in ber Universität auf Befehl des Stadtl-auptmanns die Forderung ausgestellt, daß politische iLtu- dentenversammlungen in der Universität nicht aufgelöst werden dürfen. Voraussichtlich wird die /Universität bis zum Herbst gefcylossen. — In der Universität Kiew haben Studenten - vcrsammlungen revolutionären Charakters stattgefundcn, bei dmen die Professoren bedroht wurden. Tie Schließung der Unt- versität ist wahrscheinlich. — Die medizinischen Professoren in Petersburg klagen über Unbildung und Unehrlichkeit vieler Assistenten. Für das Nlcht- bestehen des Examens haben Examinatoren Todesurteile zugestellt erhalten. Am 1. April hielt die Reichsduma eine.Sitzung ab. Zur Beratung stand btc Agrarfrage. Kvrovaeff (Arbeiterpartei) schilderte die beklagensioerte Lage, in der der russische Bauer, msb.chndere im Vergleiche zu den Bauern in Deutschland, Frankreich und Dänemark, lebt. Der frühere Minister Kuller (Kadett) sprach sich zugunsten der obligatorsichcn Zwangsenteignung des Grundbesitzes mit einer billigen Entschädigung aus und widerlegte die Utopien der äußersten Linken, die unter den gegenwärtigen politischen Verhältnissen unausführbar seien. Tmovsky (Pole) beftanö auf der vollständigen Neugestaltung des politischen Regimes vor ber Agrarreform, die insbesondere in Polen nur durch einen nationalen Landtag eingeführt iverden tonnte. Fürst W as s i 11s ch i ko f' erklärte, die fhxgierung fei überzeugt, daß bas Utinb b'J> Bockes aushören lueroe, nachdem die Landwirtschaft an die Spitze aller wirtschaftlichen Fragen im Staate ge ft eilt sein werde. Tas Prinzip des unverletzlichen Grundeigentums werde von der Regierung gewahrt werben, oku bas Grundeigentum bie einzige Grundlage fruchtoarer Arbeit für den Ackerbauer bilde. ** Bond Landes-Lehrerverein. Zu der am 2L und 22. Akai stattsinoenden Vertreter- und Hauptoer, Vers am ml-ung hat sich in Friedberg em Fe|taus!cyutz gebildet, an dessen Spitze Kreisrat Fey, Bürgermeister Stahl, Schulrat Süß und Seminardirektor Tr. Schäfer stehen. Am 21. Mat findet bie Delegierten Versammlung statt unb tagt der Feuerversicherungsverband hessischer Lehrer, aöendS 8V2 Uhr ist Festkommers im Saalbau^ Am 22. ’Ucai IO1/» Uhr ist bie Hauptversammlung im Saalbau. Im „Gäm- brinus" am Bahnhof ist ein Empsangsbureau eingerichtet. Di« Telegiertenversammlung hat u. . auch darüber zu entscheiden, 0 b der Schulbote wöchentlich erscheinen soll. Der Voranschlag des Hauptvereins sieht eine Einnahme und Ausgabe von 14 785 Mk. vor. ** Der Männerturnverein unternahm am Ehar- freitag einen Turngang nach Rodheim übvr Kinzeno^ch, Morgendem unb Bieoer. Die Beteiligung, von Jung unb Alt njut sehr, stark. Nach mebrstündigem Marsch geianyte man m Rodheim an, wo man sich an Speise und Trank erpuiäte. Es rour ixe erste Ausflug im neuen Jahre unb er kann als wohl- geiungcn bezeichnet werben. " Dem K a sj en bericht, den der Geschäftsführer der Teutjchen Turnerschaft, Stadtschulrat Prof. Dr. Rühl-Stettin, vor kurzem erstattete, entnehmen roir folgendes: Die Kasse hatte emschlteßlich des Barbestandes vom 1. Januar 1906 im Betrag von Mk. 12 042,20 eine Einnahme von 53 276,76 Pik., darunter an eingegangenen Steuern 32 276,75 an Zinsen 1885,20 Mk. und an Ertrag der , Deutschen Tnrnzeunng" 7029,11 Mk. Die Ausgaben betrugen 41 043,11 Mk., davon wurden an die Abgeordneten- und Kampfcichterkasse 6455,35 Alk. und an bie Stiftung für Errichtuna^deutschec Tucnstätten 9455,35 Mk. abgeführt und 8912,75 Mk. in Wertpapieren angelegt. Es bleibt ein Barvorrat von 12 233,65 Mk. Tie „Deutsche Tucnzeitung^ ergab eine Einnahme von 49 248 Mk. und eine Ausgabe von 42 218,89 Mk. Die Kasse für die Abgeordneten und Kampsrichter hat die Höhe von 27 076,06 Atack erreicht. Tie Stiftung zur Errichtung deutichec Turnstätten beträgt nunmehr 80 234,79 Alk. Ihr floß der Ertrag der Sammlung von 21 152,88 Pik. zu, die aus Anlaß des 80. Geburtstages der Vorsitzenden der Deutschen Tuinerschast, Dr. Götz-Leipzig, veranstaltet wurde. Aus ihr erhielten 27 Vereine Beiträge zu Turnhallebauten nut insgesamt 9255 Mk. Tie Kasse dec Teutjchen Turnecschast besitzt em Vermögen von Plack 64 700,15; das Jahnmuseum in Freiburg a. d. U. hat einen Wert von 34 725,19 Mk. Als Gesamt- in dem er sagte, er werde das Dorf e i n ä s ch e r n, wenn die Einwohner sich nicht baldigst als Bulgaren bekennen. Die Drohung wurde, nach einer an amtlicher serbischer Stelle eingegangenen Meldung am 29. März ausgeführt. Csickow übersiel das Dorf mit einer Bande. Bei dem Angriff wurden 7 Serben getötet, 5 verwundet unb 30 Häuser eingeäschert. Ein Angriff auf das Dorf Topoltschane durch eine bulgarische Bande wurde von den serb. Einwohnern abgeschlagen. L a l l a M a r n i a, 31. März. (Meldung der Agence Havas.) Eine zwei Kompagnien starke, kriegsbereite Truppe ist zur Verstärkung der Besatzungskolonne in U d s ch d a eingetroffen, wo die französische Fahne gehißt worden ist. Oberst Reibell hat die Verwaltung der Stadt übernommen. General Lyautey nahm gestern über die Truppen eine Parade ab, der zahlreiche Eingeborene beiwohnten. Zur Verbindung mit Lalla Macnia ist in lldschda eine Heliographenftation eingerichtet worden. U d f ch d a, 31. März. Die f r a n z ö s i s ch e F l a g g e ist auf Gebäuden, die von französischen Truppen besetzt sind, unb auf den Logerzelten gehißt. — Gestern trafen die Kalbs aus der Umgegend von Uofdjba aus eigenem Antriebe hier ein, um die Militärbehörden ihrer Ergebenheit zu versichern unb ihre Dienste anzubieten. üil *<1 & c°. Die Bauernunruhen in Rumänien. Au§ ber Moldau wevden Unruhen in Putna gemeldet. Aus ber Walachei werten mehrfach Plünderungen, Zusammenstöße und Brandstiftungen gemeldet. In Sanga Patulele find bei Zusammenstößen eine Anzahl Bauern getötet und verwundet worden. Km Acit^lpunkte der Revolte, in Galicea, sind sämtliche Führer des Auistandes gefangen genommen worden. Die Gemeinden Huvezam unb Pegini befinden sich im vollen Ausruhr. Militär ist dort eingetroifen. Tie Bezirke Blasca, Covurlin und Romanatt sind vollkommen ruhig. Zahlreiche Führer sind verhaftet. Im ganzen Lande ist Schneefall eingetreten, durch den ber Eisenbahnverkehr gehemmt wird. Auck Uebe rschwemmungen werven aus einzelnen Tvnaugemeinden gemeldet. tat 82—84 M ÄanalisatiouHgebühren. Voll Rechtsanwalt Raab, (Sieben. Im Publikum besteht die Befürchtung, daß diese Frage von der Stadtvertretung m übereilter Weise zum 'Abschluß gevracht iv rben soll, da der slädt. haushalt durchberaten und iengelteUt werben müsse und man e§ vermieden habe, rechtzeitig die OesienUichkett Arbeiterbewegung. Wien, 1. April. Tie Schneider beichtossen in einer heute abgehaltenen Lerjanimlnng, morgen in den Ausstand zu treten. Ter Ausstand umiaßt 2bOu 'Meister und 35U0 Gehilien. IMonialyoft. Bei Alexander Tuncker in Berlin W. 35, Lützowstraße 43, erschien: Eduard Preuß, K o 1 o n i a le rz ieh»tag des deutschen Boltes. Leitende Ideen und Material. Tie Broschüre geht von dem Standpunkt ans, daß Bolt und Regierung nur dann als geschlossene Einheit wirken können, ivemt die Ziele und Aufgaben des Reiches im Volk verstanden werden. Demgemäß müflen die staatlichen Organisationen, vor allen» Schule und Armee, die Volks- massen 51111» Verständnis der nationalen Aufgaben in systematischer Weise erziehen, Hierfür werden praktische Vorlchläge und Gesichts- pimkie entwickelt. Märkte. fc. Frankfurt a. M., 2. Avril. (Orig.-Telegr. des „Gießen. Anz.") Amtliche Notierungen der heutigen Fruchtmarttpreise. Weizen Alk. 19.00—00.00, Kurhessischer Alt. 19.00—00.00, La Plata Alk. 20.25—20.75, 51an,a§ Alk. 20.25—21.—, Roggen (hiesiger) Alk. 17.25—17.L0, Gerste (Wetterauer) Alk. 18.00—18.75, Franken- selder Alk. 18.50—19.—, Hafer 18.75—19.50, Alais Alk. 14.00—00.00, Weizenmehl 27.50—28.25, Dl. 00—00, 2. Qualität Alk. 25.25 bis Alk. 26.25, 8. Qualität Alk. 23.25—28.75, Roggemnehl 0 Alk. 26.50—27.00,1. Qualität Alk. 25.50—26.00, Weizenkleie Alt. 10.00 bis Alk. 10.50, Roggentleie Alk. 11.00—11.25, Alaiskeime Alt. 11.00 bis Alk. 11.50, Franken, Pfälzer, Ried Alk. 18.50—19.25. Alles per 100 itg. ab hier. Literarisches. — Die Garnisonsbewegungen in Mainz von der Nömerzeit an. Von Clemens Kissel. Zweite vermehrte und verbesserte Auflage. Preis geheftet Mk. 1.50, in Kaliko gebunden Mk. 2.—. Mainz 1907. Verlag: Druckerei Lehrlings- Haus. Kaum eine andere Stadt Deutschlands hat eine so reiche Vergangenheit wie Mainz. Wichtige Episoden der Geschichte spielten sich in seinen Mauern ab, mächtige Eroberer von Cäsar bis Napoleon 1. benutzten es als Stützpunkt für ihre Eroberungen. Bisher war es nun als ein Mangel anzusehen, daß die Gar- nisonsbewegungen dieser geschichtlich so wichtigen Stadt noch keine umfassende Darstellung gefunden hatten. Diesem Mangel hat nun der Verfasser abgeholfen. Er gibt eine treffliche Darstellung der Garnisvnsbewegungen von den Römerzeiten bis zur Gegenwart. Dian merkt es aus jeder Seite, daß unser Autor schon jahrzehntelang die Lokalgeschichte zum Gegenstand eifrigen Stiv- diums gemacht foat» denn der Stoff, den er bietet, ist unvergleichlich sachkundig, umfasseird und instruktiv. Dabei hat er den ohnehin schon höchst anziehenden Stoss noch durch 90 treffliche Illustrationen bereichert. Die Schrift kann allen, welche sich für die Entwicklung des Militarismus in Deutschland und speziell von Mainz interessieren, bestens empfohlen werden. Vermischte». ’• Tierkuren in alter Zeit. Ein Freund unseres Blattes teilt uns folgendes in seinem Besitz befindliche Rezept mit Gur Maintzisches Recept. .Vor Krankes Vieh ao 1682 den 19 Julii publiciret. Erstlich soll tuein Vieh alle morgen und Abend die Zunge wohl auß dem Maul gezogen und genau beschauet werden, ob mann unter oder ob der zungen gelbe, weiße oder schwarze Blattern gewahr werde. Im fall sich einige zeigen, sollen sie mit einem Von feinem silber gemachten inftrument, (welches oval und aus einer feite wie eine säge, auf der andern aber scharf schneidig gewacht scyn soll), wohl Verkratzt und ausgerieben werden, biß etwas Blut hernach gehet, alßdann die materie mit einem tuch, so ungebleicht und einmahlen genetzet worden, sauber außge- butzet, die zunge mit saltz n nd starkem weineßig gerieben, und endlich mit etwas Honig, damit es desto hender zusammen heile, überfahren. Im fall aber die zunge Keine Blattern jondern nur Erziehung zur Wannt-asligkeit. Ter vorzügliche, moderne Schulreformer Prof. Dr. Ludwig Gur litt in Steglitz bei Berlin, ein energischer Vertreter des individualistischen Erzichungsprmzips, weist darsauf hin, wie wir in England und Amerika lernen können, wie Männer hevangebildet werden: „nicht sowohl tfyurd> gelehrte Vorträge, durch den Anblick der großen Vorbilder in Athen und Rom, durch Stubcn- flciß, a!ls durch Körperkultur und moralisch-sittliche Zucht, die von klein auf besonders coen durch das Spiel geübt wird", während man bei uns die sittlichen Kräfie durch Itrenge Pflichtgebote stahlen ivollte ulnd auf alle llebergriffe harte Strusen setzte, ein geistiges Uebermag forderte, das die Gedianlen vor unnwralifchsen Abschweifungen bewahren sollte. Gurlitt beruft sich auf die Berichte des Realschuidireitors Fr. Kemönh in Pest an den österreichischen Unter» richtsminister. Ersterer machte seine Beobachtungen anläßlich der Weltausstellung in St. Louis 1904.^ Dann fährt L. Gurlilt fort: „Hier mitß auch einmal mit aller Schärfe ausgesprochen werden, daß die Schule mit ihren zu hoch gefajraubten Ansprüchen an die Nervenlrafi der Kinder die Hauptsaiuld trägt, ober doch bisher getragen hat an den Leiden der Selbstbefleckung, an der nach Auslage um euer Aerzte die Aiehrzayl der deutjtyjen Kinder (msanche Äerzte sagen ehoa 90 Prozent) kranken." „SS-ir bürien dieser Karduialsrage nicht länger ausweichen. Sie wird von der Lehrerscha,t fast durchgehend falsch beurteilt und falsch behandelt. Daß die Urfsache in dem langen Sitzen auf harten Bänken, in der geistigen Erschöpfung und Ueberretzung infolge zu langer, geistiger Arbeit zu suchen ist, darüber hat Dr. Liebe sein unumstötzltch richtiges ärztliches Gutachten abgegeben. (II. Allgem. Erziehungstag, Wttmar.) Aus dem Spielpllatz, beim Ball- und Bar- laujspiele, beim, Wundern, Lindern und ^cmittschuhtauien wird die 'vermvgen ergibt sich am 1. Januar 1907 fflr die .Deutsche Turnerscbaft" eine Summe von 209 037,16 Mark. •* Dom Großh. Hofe. Das Großherzogspaar »ahm am Karfreitag-Vormittag mit der aus Frankfurt a. M. zu Besuch hierhergekommenen Prinzessin Friedrich Karl von Hessen in der Hofkirche an der Feier des hl. Abendmahls teil. Am Abend besuchten die Herrschaften das Karfreitagskonzert deS Musikvereins. ** Bürgermeister Dullo bestätigt. S. K. H. der Großherzog haben am 28. März der am 7. März durch die Stadtverordnetenversammlung zu Offenbach erfolgten Wahl des Direktors des statistischen Amtes der Stadt Königsberg, Dr. Phil. Dndr. Franz Will). D u l l o zum Bürgermeister der Stadt Offenbach die Bestätigung erteilt. ** Lehrerpersonalien. Ernannt wurde der Provisor. Lehrer an der Taubstummenanstalt zu Bensheim G. Beringer zum Lehrer an dieser Anstalt unter Belassung in der Kategorie der Volksschullehrer. Uebertragen wurden Lehrerstellen dem Lehrer Karl M e tz g e r zu Gambach an der Gemeindeschule zu Vilbel, dem Lehrer Wilh. Sch mehl zu Heisters an der Gemeindeschule äu Bruchenbrücken, den Schulamtsaspiraiiten Jak. Balz aus Westhofen an der Gemeindeschule zu Vilbel und Ernst Herbst Rus Gleimenbeim an der Gemeindeschule zu Maar. ** Hess. Oberlehrertag. Am 5. und 6. April findet in Friedberg die 22. Hauptversammlung des Hess. Oberlehrervereins statt. Am ersten Lage werden die Quecken, Kür- und Badeanlagen in Bad-Nauheim besichtigt, daran schließt sich in .Friedberg der Begrüßungsabend. Die eigentliche Tagung beginnt imt der Besichtigung der Sehenswürdig- kecken der Stadt, dann werden auf der nichtöffentlichen Versammlung neben geschäftlichen Mitteilungen zwei Vorträge gehalten: Oberiehrer H c r t f ch (Worms) spricht über „Die Ergebnisse der Umfrage über die Weihnachtszeugnis s e", und Professor Ritsert (Darmstad.) berichtet über das „neue hessische über das die Gießener schon seit Jahren beunruhigende Thema zu hören. Zuverlässiges ist über die Absichten der Stadtverwaltung nicht zu erfahren, da man die verkehrte Parole des Gehirnhaltens ansgegeben hat, anstatt selbst auf die Gefahr, daß die Meinungen mit aller Kraft auf einander platzten, eine Klärung der Situation und Beunruhigung der Gemüter zu veranlassen. Wiewohl ich an Ueberrumpelungen nicht glaube und überzeugt bin, daß man sich Zeit läßt und die schwierige Aiatene unter Zuziehung der breiten Oeffentlichkeit durchsprechen wird, daß man vorher insbesondere einzelnen Jnleressentengrlippen Gelegenheit gibt zu Wort zu kommen, sei e§ mir, als Angehörigem der 8fachen Gruppe, Hausbesitzer, Aiieler und Steuerzahler, also als Neutralem, gestattet, an die Stadwerorduelenversammlung die dringende Bitte zu richten, nichts zu überstürzen und die Frage lieber noch einmal einige Zeit zu verschieben. * Als private Meinungsäußerung faffe^fnan den folgenden Hinweis auf einzelne, meines Erachtens in Betracht kommende Punkte auf, die »ch in der Elle nicht eingehend begründen kann. Man ivird im Hausbesitzerveiein nächstens Stellnng hierzu nehinen und soll man auch dessen Ailsicht hören, ehe man endgültige Beschlüsse faßt. _ Ich halte es für recht, den Hausbesitzer zu belasten mit den Kosten der Kanalanschlüsfe von dem Haiiplstrang bis zur Grenze des Anwesens. Hierdurch würde schon em ansehnlicher Teil der Anlage- tosten gedeckt. Dies in Verbindung mit d. kostspieligen Anlage nnHaus, märe das Aequwalent für den Wegsall des Abfuhrs. Weiter die Hausbesitzer zu belasten, ist bei der bekannten schwierigen Lage des Hausbesitzes nicht angängig. In Gießen rentieren die meisten päiffer schlechter als mündelsichere Pagiere. Dagegen fliehe man den Mieter zu den laufenden Kosten, ein- schließlich Amortisation, heran und zwar nach Prozenliätzen des 'DhenvenS, steigend bis nach teuren Wohnungen, also z. B. Wohn, ngen bis 100 Alk. pro Jahr ohne Beiträge, LOO bis 200 Alk. l°/0, 200 bis 300 Alk. 2%, 300 bis 500 Mk.3°/«, 5 0 bis 8u0 Mk. 4°/0, 8u0 bis 100U Alk. 5% usw. Den Hausbesitzer lasse man selbstschuldnerisch als Bürger hasten. Steuertechnische Bedenken tonnen hierbei nicht in Betracht kommen. Es »uirö doch Wasfer- geld, Gasgeld re. erhoben, es besteht die polizeiliche Wohnungs- meldepflicht, ferner Wohnirngsinspeknon. Es wäre auch zu erwägen, ob man nicht den Einheitssatz des Wasfergelds etwas erhöhen könnte, »vie man es auch anderwärts dnrchgeiührt. Ein Piemiig Erhöhung bedeutet schon 4°/e mehr, dabei hat die Stadt aus vermehrtem Wasserverbrauch schon eine Mehremnahnie. Ter Rest der Betriebs-- und Verzinsungskosten rc., könnte falls nötig, dann ans der Steuer bestritten werben. tc. Frankfurt a. M., 2.April. (Telegr. Orig.-Bericht des .Gieß. Anz."). Amtl. Notierungen der heutigen Viehmarktpreije. Zum Verkaufe ftanben: 330 Ochsen, 54 aus Ceüerreidi. 23 Bulle»^ 0 aus Oesterreich, 0 aus Täuemark, 467 ßütje^Hpn, Stiere und Rinder, 0 aus Tänemark, 123 Kälber, 158 Scham und Hammel, — Schafe aus Oesterreich, 00 Ziegen, wurde für 100Pfund Schlachtgewicht Ochsen 1. iimarruu qz—o» utt., 2. Qual 71—77 Mk., 3. Quäl. 68—70Alk.; Bullen l.Qual. 72 bis 74 Alk., 2. Qual. 69—71 Mk.; Kühe 1. Qual. 73-75 Alk., 2. Quall 69—71 Alk., 3. Qual. 60- 62 Alk, 4. Qual. 00—00 Mk„ 5. Quoll 00—00Alk. Kälber: l.Qual. 100—104 Psg., Lebendgewicht 60—62 Pf^ -- Quall 94—99 Psg., Lebendgewicht 55—58 Psg., 8. Quall 00-00 Psg., Schlachtgeivicht 72—76 Psg., Schafe: 1. Quall 80—00, Dual. 76—78 Psg., 3. Qual. 00—00 Pfg.; Schweine 1. Quall 57—58 Pfg., Lebdgew. 45.00—00.00 Pfg., 2. Lu. 55- 56V'g., Lebend- gew. 43.00—44 Pig., 3. Qual. 50—52 Pfg. Lebendgew. 00 Psg. Geschäft schleppend, Ueberjtanb unbeöeuteiib. gh. Aus Ober Hessen, 1. April. Tie Nebenbahn Stockheim-Lauterbach erlitt bekanntlich in der letzten Zeit empfindliche Verkehrsstörungen durch Schneeverwehungen im oberen Vogelsberg. Zu manchen Zeiten mußten Tag für Tag zahlreiche Rotten Schneeschipper zur Freihaltung der Geleise aufgeboten werden. Hierdurch entstanden der Eisenbahnverivaliung »echt beträchtliche Kosten, ganz abgesehen von den vielen Verlegenheiten infolge gestörten Betriebs. Um dem zu begegnen, sollen die zumeist starken Verwehungen ailsgesetziei» Strecken durch Wellblech überdacht werden, sodaß die Züge an biefeit Stellen durch Tunnels führen. In gleicher Weise sind Geleisslrecken m den Vogesen nut bestem Erfolg gegen Verwehungen em für allemal gesichert worden. Auch tut die Rhönbahnen sind gutem Vernehmen nach dieselben Anlagen geplant. )( M a r b u r g , 1. April. Edle Menschenfreunde hatten gestern im Stadtpark wieder ein großes O st e r e i e r s u ch e n veranstaltet, dem viele Zuschauer beiwohnten und mit den Kindern die Freude teilten. sj M a r b u r g, 1. Aprll. Mit dem heutigen Tage tritt in der Leitung b er chirurgischen Univer, itätsklinik ein 'Wechsel ein, indem an Stelle des seitherigen Direktors, des Geh. Med.-Rats Prof. Dr. Küster als Nachfolger Prof. Dr. Küttner tritt. Aus diesem Aniag fand gejicrii in der Klinik eine kleine Abschiedsfeier statt, der das gesamte Personal, sowie zahlreiche frühere Assistenten des Geh. Rat Küster beiwohnten. Einer der letzteren, der Leiter des Magdeburger Krankenhauses, Prof. Dr. Wendel, schilderte in längerer Rede die Verdienste Küsters um die chirurgische Spezialwisseuschast und die Entwickelung der Marburger, Klinik, worauf Geh. Rat Küster herzlich dankte und einen wissenschaftlichen Vortrag über die Fortschritte der modernen Chirurgie damit verband. Das Personal überreichte ein Album. — Ernannt wurde der Kirchenhistoriker Lic. thcol. Dr. phil. Georg Wobbermin in Marburg zum ordentlichen Prosepor in der evangelisch-theologischen Fakultät der Universität Breslau. ** K leine M 11 f e i1 n it n - n r. r, s p s >' e n und den Nachbarstaaten. Jn Queckborn wurde die Witwe Al- r 1 einem R ad fahrer ü b e r f a h r e n und erlitt einen Armbruch. — Heinrich L e i h m a n n von M a u l b a ch wurde als Bürger m et st er dieser Gemeinde wiedergewählt und bestätigt. Jugend Unsittliches vergessen und ihren Willen gegen jebe Bert suchung stählen. Die geistige Elastizität und körperliche TücÄigken der Amerikaner ist vor allem einer auf wissenschaftlicher Grundlage fußenden rationellen körperlichen Erziehung zuzuschreiben, vermöge welcher Idie gesunden Kinder zu gesunden Eltern heranwachsen und diese ebensolche Nachkommen zeugen". Als Kem6ny mit denselben Fragen an pmerikanische Schulmänner heranttat, „erschien ihnen die Sache neu und fast unbegreiflich; ein Beweis, daß sich ih^ Jugend der unserigen gegenüber in einem glücklicheren und gesün^ deren Zustand befindet." Was von der männlichen Jugend Ame-, rifad gilt, gilt auch von der weiblichen. „Körperkultur der Mädchen ist unerläßlicher Bestandteil der amerikanischen Aiädchenschui-n aller Stufen. An manchen Schulen wird sogar der Turnunterricht beiden Geschlechtern gemeinsam erteilt." Nach einem Feldzug gegen die akademische Trinkunsitte fährt Gurlitt fort: „Wir entsetzen und jetzt in Deutschland über zunehmende Unsittlichkeit und damtt hewb-, gehende Wehrlraft und Tüchtigkeit der deutschen Jugend. Ich glaube gern, daß die Groß- und yiabrifftäbte, das enge Zusammen, wohnen der Menschen, die nervenzerrüttenden Wirkungen des ge- räusck)vollen tragen» und Fabritlebens eine Versichrung zu Trunk und Unzucht begünstigen und daß die Kinder früher als sonst moralisch infiziert werden." Welche Abwehr Haven wir gegen den Verfall der Sitten? Von dem Kamps gegen den Schmutz in Wort und Bild verspreche ich mir keine Wirkung. Meine Gedanken führen auf andere Bahnen. Ich kann sie hier nur andeuten: Waldschulen, Landers ziehungsheime, große öfientlick)e Spielplätze, Verlegung der Schulen ins Freie, eingeschränkte Stundenzahl, dafür körperliche Arbeit im Freien, allerlei maßvoll betriebener Spott, zumal kacke Bäder, Schioinrmen, Rudern, regelmäßig wiedeizkehrends Kinderfeste mit Wettspielen, Wetturnen, Massengesang,' sodunp Kinderwerkstätten, Pflege der Handarbeit, zunml der gärt« n e r i s ch e n, Halten von Haustieren, Ausstellung von Kinder> arbeiten — mit einem Worte: Steigerung des SchaffenstriebeK und damit Steigerung der Lebensfreude und des Selbstbewußtseins. Tie Freude sucht den hellen Tag, weicht dem 'Niedrigen, Gei meinen und Duntten aus. In Lasterhöhlen herrscht kein Frol)sinn, sondern höchstens eine durch Alköhol angefachte scheue Wildheit. Gurlitt tritt sodann ein jur eine Reform unseres ganzen sozialen Lebens; man sollte es den jungen Leuten ermöglichen, „eher zu etwas zu kommen", damit sie auch eher ans Heiraten denken könnten, wie. es vor 100 Jahren war und wie es in England heute noch ist, wo der Bursche von 17 Jahren bereits Zlusschau hält nach seiner Zukünftigen, die ihn dann in Zucht nimmt. „So kommt über die Jungiingchahve der poetisckie Hauch einer jungen und zulunits,rohen Liebe." „Will man ernstlich der ProstitutwN steuern, so muß man die jungen Männer früher zu Erwerb unb Stellung kommen lassen .... So kommt jebe Betrachtung zurück auf unsere nötige Erziehungsreform." Le scbu ch". Tie Hauptverwmmlung beginnt mit Begrüßungen und dem Bericht des Vorsitzenden. Daran schließen sich zwei Vorträge, gehalten von Oberlehrer Gebhard (Friedberg) — „Ein Reichsamt für deutsche Sprache" — und Oberlehrer Krause (Worms) — „Was läßt sich auf dem Gebiete der Erziehung zur Hebung des Ansehens unseres Standes tun'?" Ferner erläutert Oberlehrer Hensing einen Leitsatz über die Leitung höherer Rtädchenschulen durch Frauen. Ein gemeinschaftliches Mttlagsmahl macht den Schluß. ** B e i den gegenwärtigen Preisen für Nah- rungs- und Futtermittel interessieren gewiß folgende, ans dem Jahre 1828 stammenden, Stadt und den Kreis Wetzlar an- gehenoen Preisangaben des „geschworenen Marktmeisters": ein Pfund Schwarzbrot 10 Pfennig, 1 Milchbrot von 4 Lot 4 Psg., 1 Pfd. Ochsenfleisch 2 Gr. 6 Psg., 1 Pfd. Kuhfleisch 1 Gr. 11 Pfennig, 1 Pfd. Schweinefleisch 2 Gr. 9 Pfg., 1 Pfd. Kalb- Ueisch 2 Gr. 2 Pfg., 1 Pfd. Hammelfleisch 2 Gr. — Pfg., 1 Scheffel Weizen 2 Tlv. 6 Gr. 8 Pfg., 1 Scheffel Roggen 2 Tlr., 1 Scheffel Gerste 1 Tlr. 15 Gr. 6 Psg., 1 Scheffel Hafer 1 Tlr. — Bad-Nauheim, 30. Niärz. In der legten Sitzung der Stadtverordnetenversammlung kam es zu einer heftigen Debatte über die Instandsetzung der Bahnhofsallee, durch die der Staat den Fernheizkanal gelegt hat. Zur Beseitigung der Löcher und Senkungen hat der Staat 250 Mk. geboten, wahrend die Herstellung nach fachkundiger Llussage 1000 Alk. kosten wird. Die Versanmilimg beschloß, vom Staat 1000 Mk. zu fordern und event. das Gericht anzuruscn. -t> Friedberg, 1. April. Die ausgedehnte Liegenschaft der ehemaligen Geflügelzuchtanstalt (seitherigei Besitzer Ahrends) ist im Zwangswege versteigert und von Rechtsanwalt Thiele zu Frankfurt a. M. für 6000 Mk. erstanden worden. Welchem Zwecke das Amvesen nunmehr dienen soll, ist nicht bekannt. Der Betrieb der Geflügelzucht ist schon längere Zeit eingestellt. Inzwischen war zwar einmal der Plan aufgetaucht, nach dem eine auS Landwirten der Wetterau gebildete Gesellschaft daS Etablissement erwerben und mit einem dem seitherigen Betrieb ähnlichen Geschäsi weiterführen sollte. Dieser Plan ist aber, da neuerdings nichts mehr von ihm verlautet, offenbar fallen gelassen worden. Q Bad-Salzhausen, 1. April. Ein geistig frischer Zug geht durch unsere ganze Gegend. Auch bei Vogelsberger wittert Frühlmgsluft und schickt sich an, durch eigene Tatkraft und Inanspruchnahme des Staates es den Bewohnern anderer Gegenden gleichzutun, den seitherigen Zustand der Gleichgültigkeit bbzuwersen und eine energische Heimpolitik zu beginnen. Auch in dem gewerbfleißigen Städtchen Schotten soll jetzt ein Verkehrsverein gegründet werden. Die Anregung des hiesigen Verkehrsvereins zui Erbauung einer Vollbahn von Frankfurt-Florstadt- Bad-Salzhausen-Ulfa über Rlücke, ober Alsfeld, nach Treysa, hat großen Anklang gefunden. Der Kamps im Schneidergewerve. Man schreibt un§: Trotz des Ausspruchs des1. Vorsitzenden des frei-organisierten GehulsenverdandeS, daß die L ö h n e der Ataßschneiderei m manchen Oilen i o hoch getrieben sind, ivie es unter den augenblicklichen Berhäliiussen überhaupt möglich ist, sind allem n» dicjem Frühjahr an 38 Ortsgruppen des 90 Städte umfaffenben Arbeitgeberverbandes im Schueidergeiverbe neue Lohiüorderungen übermittelt tvorden. Sowohl die ungewöhnltch große Zahl biejer Bewegungen, tute auch die enormen, die Existenz des Gewerbes bedrohenden Älnspruche der G e h ü l f e n s ü h r e r zwangen die beteiligten Arbeilgebergruppen, eine einheitliche Führung des Abwehrkamp'es zu sichern, um nicht nur zum Wohle des Gewerbes, ionbern auch in» Interesse des kaufenden Publikums allen das 'Uiag der Berechtigung überschreitenden Forderungen entgegenzutreten. Zu diesen» einmütigen Vorgehen mahnte auch die Eriahrung, daß die Gehülienschast seit Jahren die Taktik anwandte, bei der Mehrzahl der in Lohnbewegung veuvicfencn Städte einen friedlichen Abschluß herbeiztiiühien, um dann den Kampf gegen die wenigen übrig gebliebenen Städte mit der ganzen Macht ihrer Gesamt- Organisation führen zu können und die Arbeitgeber dieser Städte uüolge ihrer Uebermacht ntederzuzwingen. Vlad) jahrelanger Un- läligteit auf organisatorischem Gebiet sind nun die Arbeitgeber dem Beispiel ihrer Arbeiter gefolgt; gemeinsam vertreten sie nunmehr ihre Interessen. Und toeiin auch in manchen, diesen berechtigten Bestrebungen sernslehenden Kreisen der Ernst dieses Vorgehens verkannt und salsch beurteilt wird, so rechtfertigen die Arbeitgeber ihr Streben durch den Hinweis, daß Streik und Aussperrung die gleichen Aiittel im Kampi der Parieren sind. Wie sich alltnählig die Oeffentlichkeit an Streiks der Gehulsen geivöhnt hat und diesen das Recht, ihre Lage zu ver- befjern, nicht beengen will, so möge sie auch in den Abwe h r ° maßregeln der Arbeitgeber ein berechtigtes Mittel zur Wahrung bedrohter U n t e r n e I) m e r = > nteresse n erblicken. Slichts anderes als die Anwendtiirg dieses geiuährleifteten Mittels bedingt es, daß die gesamte organisierte A rbei t g e b e r s ch a f t ihren bedrohten Kollegen zur Seite st e h t, um ihnen den nun Wochen währenden Kamps zu erleichtern und abzulürzen. Indem sie dies tut, ist sie sich aber auch bewußt, daß seitens der Arbeitgeber das m ö g l» ch st e E n t g e g e n k o n» m e n den Gehülien überall bereits gezeigt und der bisherige Lohnsatz tu allen bestreikten Städten erheblich erhöht wurde. Zudem erklärten sich die Arbeitgeber noch bereit, nach Wiederauinahme der Arbeit etwaige Wünsche der Gehülienschast hmlichtlich der Erledigung örtlicher Angelegenheiten tunlichst zu würdigen und überall Tarifverträge abzujchließen. Wenn trotz alledem der Friede nicht erhalten blieb und selbst direkt unbeteiligte Verbände in den Kampf verwickelt werden, so darf dieses freiiüilltge, unbedingte, solidarische Eintreten dieser Kreise als ein schlagender Beweis dasiir betrachtet werden, daß nur ichiverwiegende Gründe die Veranlassung zu solchen Schnuen geben konnten. Soweit die Zuschrift. Tluch auf Gießen erstreckt sich wieder diese beklagenswerte Betvegung. Doch arbeitet hier ein Teil der Gehülfenschaft, Die organisierten Gehulsen sind hier ausgesperrt. In Dresden sind etwa 1000 organisierte Schneider ausgesperrt. In Darmstadt wurde, obwohl eine Einigung erzielt worden war, sämtlichen Gehulsen in ben dem Verbände angeschlossenen Geschäften (das sind mit wenigen Ausnahmen alle) gelündigt. e. Bezahll Brühl’sche Universitäts - Druckerei B»/a 82-4». Rm. Buchen-Wellen, 2525 Eichen-, Kiefern- und Fichten Flur [2305 Entzückt B“/a & iö.: Eurschmann. parljclt-i-« & bi d einwird g 3 nass wlschb. Bohn ermassen. Rein. 2253 Leun. i 15? W in jeder beliebigen Schriftart und Kartonsorte, sowie mit Zirkeln aller studentischen Vereinigungen, liefert zu mässigen Preisen VI VI VI VI VI VI 5/10 4/10 5/10 4/10 H U g* i 5 5 10 66 42 274 118 4595 Str. 46 , 59 « 60 « 76 >» 7b Ich Des Des Hot Ach Eichen-Rutzknüppel, 2 Meter lang, Kiefern-Rundfchell, Buchenschcit, Elchenscheit, darunter 12 Rm. Kiefernholz, Blichen-, Eichen-, Kiefern- und Fichten-Knüppel, Buchen-, Eichen-, Kiefern- und Fichlen-Stöcke, Ich Die Sie Ich Do Wellen. Staufenberg, am 1. April 1907. 6694 569 67 487 1867 3696 1197 4729 Sitter daiewsl. Sitter dajeltrit. Atter in der Lechenau. Wiese daselbst. Wiese Ums am Steinkauter Weg. Obersörstcrei Weilburg. Mittwoch, 10. April 1907, vorm. 10 UHr, werden zu Weubura ES Häusche am Ma. Volkslied vom Main. Ich hab' a kla Hausche am Ma, Das is nit zu groß, nit zu Ha, Doch in all’ meine Zimmer Gefällt mir's halt nimmer. Well ich bin halt immer ala. jede Hausfrau, und werden dieselben nach maliger Benützung unserer antiseptischen Gienen, den 28. März 1907. Die Armen-Devuiaiion der Stadt Gienen iLurjchmann. Großh. Bürgermeisterei Staufenberg. Stephan. (vietzcner Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung für Hessen am Mittwoch den 3. April: Allmähliche Trübung. Zunächst noch trocken. Temperatur md)i verändert. Auffrischende südliche Winde. ttNg. bejchlojfeii in ein« teil Äussiand ju W löuO Vehüien. über die Vorzüge, sowie über die grossartigen Erfolge bei Verwendung von Ihv"/, Originat-DrahtineLdungen. EB Darmstadt, 2. April. DaS GroßherzogS- paar verlebte die Ofterfeiertage wie alljährlich in stiller Weise im Familienkreise nut den hier wellenden Anverwandten dec Prinzessinnen Heinrich von Preußen und Ludwig von Baltenberg nebst Kindern. Am 1. Feiertag besuchten die fürstlichen Herrschaften den Gotlesdienst m der Hofkirche und an beiden Fest-Nachmittagen wurden Ausflüge in die Umgebung gemacht. Gestern abend besuchten die Herrschaften die Aufführung des ZigeunctbaronS im Hosthcater. tm Hotel „Zur Traube" versteigert aus 2Mitritt 35 Kövpe 1, 48 Tiergarten, 53 Psann stiel, 11 Hinter holz mtd 13 Scholten dach: Eichen: 46 1. ÄL mit 102 Festm.,' 30 St. 2. Itl. mit 43 tjeitm.; 22 St. 3. SIL mit 22 Festm.; 24 4. Sil. mit 23 Feslm.; 38 SL 5. KL mit 16 öeitm. Vucven: 2. u. 3. KL 32 ^t. mit 30 öreftm. Haiuouch: 12 Rm. Ruhr ollen (Minüestzopf 18 cm). | Ma 1905/06: Aborn: 8 St. mit 3 tfeitui. Eichen: 2 ytnu Ätutzschell, 8 3tm. diutz- TT Holzversteigernng. Douuerötag, den 4. Tlpril 1907, vorm. 9 Uhr anfangend, werden in den Waldungen der Gemeinde Allen- dorf a. d. Lumda, Distrikt Fichtenwies, Hornielscck, Zimmerplatz, Seif und Todtenberg (Forstwartei 1) 48 Eichen-Stämme 24—55 cm Durchm., 3—12 m Länge mit 29,78 tm. 347 Nadel-Stämme 12—39 cm Durchm., 8—27 m Länge mit 113,86 im. 290 Nadel-Derbstangen mit 29,22 tm. 68 Nadel-Reisstangen mit 1,68 tm. 1 rm Eichcn-9tutzjcheit, 10 rm Eichen-Nutzknüppel, 108 rm Buche, V rm Eiche, 2 rm Nadel-Scheitholz, 69,5 rm Bliche, 11 rm Hainbuche, 33,5 Elche, 38 rm Nadel-Knüppel. 3000 Wellen Buchen-, 1425 Wellen Elchen- und 200 Wellen Nadel-Reiser. 29 rm Buchen-, 26 rm Eichen- und 29 rm Nadel-Stoll versteigert. Bemerkt wird, daß am Anfang der Versteigerung Mehrere schwere Fichten-Stämme zu>n Ausgebot kommen. Zusanimenkunft an der Fichtenwicse. Allen darf a. d. Lunida, den 28. März 1907. Großh. Bürgermeisterei Allendorf a. d. Lumda. Landwirtschaft. H-: Am 28. März fand die 19. Generalversammlung der Vaterländ isch en Vieh-Versicherungsgesellschaft zu Dresden statt, in welcher der Rechenschaftsbericht pro 1906 sowie die neuen Versicherungsbedingungen für die Versicherung tragender Stuten und für Ausstellungs- und Transporwersiche- rung genehmigt wurden. Die Gesamtversicherungssumlue belief sich auj 8 990 435 ML. Davon entfallt aus die Viehlebensversiche- tung ein Zuwachs von 406 716 Alk. Die Prämienemnahme de- hissen sich einschließlich der übernommenen Nüctveriitt)erung auf 388 084 Wil, die Gesamteinnahme einschließlich 210 267 ALk. aus dein Voriahre übernommener Reserve auf 748 161 Mk. Tie Schaden des abgelaufenen Geschaitchahres erforderten einschließlich Vieherlbs 39u 432 Mk. und ohne diesen 298350 ML. = 7/1/2 Prozent der gesamten Prömieneinnahme. Trotz dieser hol-en VUiiurberuugen verblieb noch ein Ueberjchuß in Höhe von 35 161 London, 2. April. Ein elektrischer Straßenbahnwagen, welcher mit Fahrgästen überfüllt war. ist in Lroydom in der Nähe von London umgestürzt. 30 Personen erlitten Verletzungen, darunter mehrere tödlich. — König AlfonS von Spanten wird dem König Eduard in Cartagena einen prachtvollen Degen zum Geschenk machen, eine Toledaner Klinge, welche für den König eigens angefertigt wurde. Rom, 2. April. Giornale d'Jtalia veröffentlicht eine lange Unterredung seines Korrespondenten mit dem Reichskanzler Fürsten Bülow. Der Reichskanzler sprach in begeisterten Worten über die natürliche, traditionelle und historische Freundschaft Italiens mit Deut schland, die durch feinen Zwiespalt getrübt sei. Bülow erklärte sich für einen aufrichtigen Bewunderer Italiens. Ueber seine Verhandlungen mit Tittom wollte sich Bülow nicht äußern. Er sagte nur, er fei entzückt, eine vo 11 stän- ö i g e Ideen-Üebereinstimmung nut Tlltoni festgestellt zu haben. Rom, 2. April. Tittoni erklärte einem Redakteur deS Blattes ,Resto bei Carlino*, daß daS Einvernehmen zwischen Italien und Deutschland vollständig sei. Er sagte, er würde sich nicht weigern, feine Erklärung vor dem Parlament abzugeben, daß er niemals die Verpflichtung eingegangen fei, bedingungslos die englischen Vorschläge betreffend die Abrüstung zu unterstützen. Weller fügst der Minister hinzu, Deutschland stehe der AbrüstungS- frage nicht feindlich gegenüber, fei aber skeptisch in Bezug auf die Ergebnisse der Konferenz. Italien werde eine Vermittlerrolle zwischen England und Deutschland spielen. Tittoni erkannte an, daß dies daS erste Mai fei, daß eine Mitteilung über eine amtliche Unterredung zwischen zivil Staatsmännern in die Presse komme. Bukarest, 2. April. Wie gerüchtweise verlautet, ge- langte die Polizei zur Kenntnis einer Verschwörung gegen die Dynastie. Zahlreiche Verhaftungen wurden vorgenonimen. Das Königliche PalaiS, sowie alle öffentlichen Gebäude und Staatskassen werden ntilitärisch stark bewacht. Alle eintreffenden Fremden werden streng registriert. 91 nm.: Tie in Klammern gefetzien Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle m der beirefjeiiben Kranfheii auf von auSwäris nach Gießen gebrachte Kranke kommen. qm Äcker hinter deut Walüvrunnen. Wiese am Waldbrminen. Sitter aut der Warte aus den Warlweg. ifl.-Telegr. der „«itfcet i FruchlmarklpreisiW . 19.00—00.00, La i'lült 1 (iieliget T . 18.00—18.75, firaultr/1 ), WMILOMW I. Qualität 3)11. M •28.7b, Noggtiiiiirhl. ■ ju.^eijenfleieÄLL'i s ), l'laisteime 2111.11$ 18,50-1955. , Lrig.'VeM^ ,®iei eiiiuarttprti\t. Zur 28 'lluü. K\, Svene. Lullen I.OuqL ihti L 73-75-Ult, 2.U , 00-00 3JIL, b. CuL dendqewichl 60-62 V- 5-58 P'g., 8. OmI -chase: l-Oual. « io.- Lchweine 1.Lue Lu.55-56-1)10, W- j. Ledendgew. 00 v, D. kenn e sche Mädche am Ma, is nit zu groß, nit zu kla. is e süß Deibche, nemm se zum Weibche, bin ich aach nimmer ala. hab' a kla Hausche am Ma, is nit zu groß, nit zu kla. herzig süß' Deibche de Deiwel tm Leibche! wär' ich doch toieder ala. (2. u. 3. Vers geb. von W. Aletter.) Flur XX , XIX ff XXII ff XXII ff XXII , XXII , XXIII ff XXVII Bekanntmachung. Wir machen darauf aufmertfam, das die ^nieilung der Lchotr'ichcu Stiftung (Ostergeldi am crftcn Osterieieriag, nach dem Bvendaoltcodicnst tu der Fohanncökirche ftaufinöet. K'ontursansvcrtauf L. Sommer im Laden, Walltorstraße 8 in Gießen. Zum Verkauf kommen eine große Anzahl Herren- und Knabcnanzugstoffe, Konfirmandenanzugstoffe, Stoffe zu Frack- und Gehrockauzügen, fertige Herren- und Knaben- anzüge, Kravatten, Kragen u,w. Da das Lager geräumt werden soll, wird zu jedem annehmbaren Preis verkauft.2261 Gelände-Beipachtung. Mittwoch, 3. April 1907 findet an Ort und Stelle die Verpachtung folgender der Stadt uni) dein Hospital gehörigen Grund- ftütte aus 6 ele imb Aulgabe, 'öeniafe müflen bie und Ännee, bie Aolli. ligaben nt Igfiematild}-: r-wilchläge und Äefichij. t ; SesiS < den ZBgc u\, h Abend d e o flb •rfmuet W?. schioarze 01 Fichteuftamm-Hotzverstcigerung Mittwoch, den 10. Avril 1907, werden aus den Domanial' Distrllteu Povpenslruth und Waldbruch versteigert: 332 Fichtciisiämme — 164 Fcstmeter und zwar 18 Stück mit 35 cm u. mehr Mittendurchmesier — 25 Festm. 19 desgL mit 30—35 cm Mittendchm. — 20 iZeüm., 22 deögL mit 25 bis 29 cm Atittendchin. = 16 t)e,tuL, /4 desgL mit 20—24 cm Muten- durchmeijer = 40 {yeftnu und 199 desgl. mit 12—19 cm MiuendäinL = 56 ßeituL lB*/i Zusauunenkunft um 10 Uhr vormittags im Distrikt Poppen- ürutö bei Uiumünöunö der ftrcißitraue 9tudingshaiu—Povpenstruch tu die frühere Staatsuraße Schotten—Ulrichstein. Ltauiucholz-Berzeichnisfe suw von der unterzeichneten Stelle kostenws zu beziehen. ___ Scholten, den 28. März 1907. tz-rohherzoglichc Lberförsterei Feldkrücken. Diefenbach.___________________ Linoleum- und Parkettwichse kein anderes Kcmkurrenzfabrikat in ihrem Haushalt verwenden; ist nass wischbar und geruchlos. __Preis per Vi kg. Mk. 1.50, '/, kg 80 Pfg.-- Engros-Lager: 8. Loeb. Zu haben bei: Oeorg Adami, Baer & Bamberger, Heinrich Berdux, Karl Eichmann, Ldenstrasse 1. F Karn, Zentraldrogerie, J, l,eichtwei*e, KreuzpL 6, Adolf Lenhard Aachf., Adolf Welz, Seltersweg. Straße Dir. 37 ff 57 :S Höhere Handelsschule Landau (Pfaii) Beginn des Sonimersf-mesters: 15. April 1907. NeuÄufouhme in nlle Klanen nnd Kurse. 1 Vorbereiluii|zsklfiN»<*n f. Knaben im Alter v 11 14 Jahren. H Drei l'aehklassen l Jünglinge ff. 15-20 Jahren. Emj Lxarn 111 Zwei halbjübr. llnndeUknrse für junge Leute von 16-80 Jahren. Abbildung zur kaufen. Praxis u. Selbständigkeit Schn 1- n. Peunionntsräame in linpossnt. Neubau mit iHiiitürea Eiuriclit., in acböint. Latte der *ta »ttuM. J90 ttefr ityfl noch £,u;lLi rvtlh schneise. Großen-Linden, den 30. März 1907. Großherzogliche Bürgerinlislerei. »Atz “ ««i Uä 1 ktzDL £%S ^wnb um 'f Koc Betrachiung zur^ Gloßherzegliches ©ginnfljinm griöcrkiflnnm za Laiibach. Anmeldung neu eintretender Schüler werden Samstag, den 6. April, vorrnlllagS von 9—12 Uhr im Amtszimmer des Direktors entgegengenommen. Dabei sind vorzulegen: Geburtsschein mit unterstrichenem Rufnamen, Impfscheine, AbgaligSzeugniö der zuletzt besuchten Schule oder beglaubigte Prwatzeugnisse. Aufnahmeprüfung: Alontag, den 8. April, vormittags 8 Uhr. hva/a Laubach, den 22. Alärz 1907. Großh. Gymnastaldirekllon. Dr. Baur. ' XXVII ff 47 4329 „ Acker über deut Schäterbrunnen. b. Nachmittags 4 Ubr Zusammcuruuft an der tSiieubotiubrütfc im du« der Huuitmanc. 294 qm Grabgaruui zwischen dem Wetzlarer ^veg und der Vabu schrnnden hat mflgert dieselben durch den schneidigentbeildes tnsiruments durchaesahren, gleicham rein geichabct unb alfebann obiges auch avpliciret werden, zu merken aber ilt daß, das inftrument nach dem gebrauch bei) einem jehen stuck mit wem- efiifl wohl geöäubcrt, alß das leinen tnch mit welchem, mann bie junge abgerieben alßo gleich Verbrcnt werde, matzen die Materie sehr scharf und contacios ist. Auch beqenige so damit umbgehet, soll jedesmahl die Hände in frischem waßer waschen, gestalten die erfahrung gegeben, daß durch unbehutsamkell einige mcuschen schaden gelitten. Nebstdem Kann folgendes recept dem so wohl gesunden als Kranken Biehe eingegeben werden, nehm- lich: Mhnruß, schieß-pulver, schwefel, saltz und waßer unter- einander gemischt und zu einem teig gemacht, jedem stück davon einen löffel Doll ingegeben. "Ein fester Beruf. Heutzutage ergreift auch manches Mädchen einen Beruf, um einen festen Halt im Leben zu besitzen. Der Beruf ist zwar manchmal eine Fessel, in weit größerem Maße aber eine Stutze und ein Stab, der über viele Unebenheiten des Daseins hinweghebt. Wer keinen Beruf hat, ist. ob es auch nicht so scheinen mag, zu bedauern. Es ist nun aber sehr veischieden, was sich der eine oder andere als seinen Beruf denkt, und wie er die ihm in demselben zusallende Aufgabe erfaßt. Kein Beruf ist geringe, der mit aller Treue aus- gefüllt wird; kein Mensch darf von dem andern deshalb über Efe Achsel angesehen werden, weil, vor Augen der Welt, sein Amt Dein, sein Einkommen unbedeutend ist. Wer ist denn vor Gott unscheinbar? — König Friedrich Wilhelm III. hat seinerzeit Iu dieser Frage eine schöne Antwort gegeben, die zum Tröste ei Verkennung, zum Ansporn beim Wirken dienen kann und soll: „Die irdische Bestimmung des Menschen gestaltet sich nach der £agc) in welcher er geboren ist, nach den Verhältnissen, in welchen er sich befindet, nach den Anlagen und Fähigkellen, die ihm verliehen sind, und nach den Neigungen, in welchen er einen bestimmten Beruf erwählt. Für diesen Beruf soll und muß er geweckt, belehrt und gebildet werden, so daß er alle Kenntnisse und Fertigkeiten besitze, sei es als Kaufmann, als Fabrikant, als Handwerker, als Oekonom, als Bauer, als Tagelöhner, als Kliecht; ein jeder auf seiner Stufe wisse, waS er wissen muß, um seines Berufes froh und andern nützlich fvcrden zu können." • Eine S tudentenmutter, wie man sie allen Musensöhnen wünschen möchte, hatten, wie auS Halle a. S. geschrieben wird, dort ein junger Theologe und sem Bruder, ein angehender Verivaltungsbeaniter. Die beiden wnhnten mit ihrer Wirtin in bestem Einvernehmen zusainmen. Jüngst starb die alte Frau, und siehe da, — sie halte ihrer beiden Pflegebefohlenen in Liebe gedacht. Als das Testa>nent ge- üffuet wurde, ergab sich, daß die Greisin den beiden Studenten ihr kleines Haus und noch dazu 18 000 Mt. vermacht hatte. UISITKHRTEN - ,,,r••• 355 , Srabganen dajewft. 865 „ Acker dajeibsr 522 „ Gradgarieii daselbst. 866 „ Wieie daielbst. . _ 51 4/10 1688 „ Atter dafewiL Gießen, den 30. März 1907. Grotztzerzogliche Bürgermeisterei Gießen. tvöchkuMk jlkdrrdchi irr icbtsfällr inötr ilnöt umü 10. Woche. Vom 8. bis 9. März 1907. Einwohnerzahl: angenommen zu 29 500 linkt. 1600 Mann Militär) SierblichkeiiSzifler: 19,39%., nach Abzug von 5 OrtSiremden: 10,57 °/oo. Kinder vom 2.—15. Jahr ES starben an: Zufarnrnen: Erwachsene: im 1. riebeuSiahr: Influenza 1 1 — Ruhr KD 1(1) — perzfchlag 1 1 — Krebs 2 (1) 2 (1) — KD Kl) — ItebeuSfchwäche 2 (2) — 2(2) Leldsiiuord 2 2 — Alrophte 1 — 1 Summe 11 16) 6(3) 3(2) Ariadne-FahrräderE Franbo-Zusendang. 5 Jahre Garantie. Konkurrenz-Fahrräder M. 44, m. Pneumatik M. 54, Arladne-Fahrräder M. 70. M. 75, M, 78 bis RL 116, Pneumatikdeck. M. 2.25, Schlauch. M. 1.95, Ariadne- Pneumatik 12—18 Monate reelle Garantie. Decken M. 4^. M. 4.75, M. 5 bis M. 7. Schlauch v. M. 3 bis M. 4. Grösste Auswahl Fahrrad-Zubehör bei billigsten Preisen. Verlangen Sie gratis und franko Katalog No. 61. Franz Verheyen, In Cervelatwurst führe ich mir feinste Qualität zu billigem Preise. [13u7 Emil Fischbach. LSirahmTaselblltter per Pfund ML 1.80 [1952 trifft täglich frisch ein bei ChristianWallenfels LM-Kmiosscln alS: Kaiserkrone Perle Erfurt Paulsens Juli Frübroia Industrie Gelbe MäuScheu Maauurn bonum in mrr ganz prima Qualität empfiehlt [2300 J. 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