157. Jahrgang Zweites Blatt r. 330 gölten. (Schluß folgt) Unter,Magung von 650000 Fr., der jiH - l Prosa mW Versen zu handhaben, war Die Voraussetzung für daS I <7 r-. < • . z**2 . V i _n - d L• • 1»p 1 Q cy/-»YwVmt>t S_ö, n | Unwertuatsftudmm. — Aus Frankfurt a. M. wird uns unter denv 28. ds. geschrieben: Heute abend ließ das Schauspielhaus seiner vor ganz kurzer Zeit verabreichten ersten Gabe des neuen Pariser Büynenkönig Henry Bernstein („Der Dieb") die zweite erfolgreiche Novität desselben Autors, „Baccaras", folgen. Der Grund für diese auffallende Schnelligkeit liegt in kontraktlichen Verpflichtungen gegenüber dem Verleger, der auf seinem Schein, Aufführung vor dem 1. Oktober bestand. Für den Autor und das Stück war diese Aufeinanderfolge nicht günstig. Man erkannte auf diese Weise die Schwächen, die Mick- sichtslosigkeit der Mache, zu schnell. Das Stück kann lediglich beurteilt werden, wie ein Kolportage-'Romau, d. h. nach dem Grade der Spannung. Diese ist beim „Dieb" zweifellos größer. In dem neuen Stück ist außerdem Zum Tode des Grobherzogs von Baden. Berlin, 30. Sept. Der Kaiser wird zur Beisetzung seines Oheims, des Großherzogs von Baden am 7. Oktober in Karlsruhe eintreffen. Bei der Ueberführung der Leichs von der Mainau nach Karlsruhe wird der Kaiser vertreten durch den Gesandten von Eisendecher, der beauftragt ist, bei dieser Gelegenheit eine Kranzspende niederzulegen. Reichskanzler Fürst von Bülow wird sich eben-' falls an der Beisetzung des Verstorbenen beteiligen. Karlsruhe, 30. Sept. Anläßlich des Ablebens des. Großherzogs legt der hiesige Hof eine Trauer von 24 Wochen an bis einschließlich 13. März nächsten Jahresi Die Truppen der hiesigen Garnison leisteten Heutes den Eid auf den neuen Landesherrn. Die Beisetzung der Leiche des Großherzogs finteh am Montag um 11 Uhr vormittags statt. krschetrU tvglich mti Ausnahme deS Sonntag«. vte „Ktetzener §amillenb!ätter" werden dem .Vlnietger1 viermal wöchentlich beigelrgt, das ,Krdsblfltt fflr den Kreis Gießen" zweimal p-chenUich. Der „hessische Landwirt" erscheint monatlich einmal. SeuLjches ReLetz. Hamburg, 30. Sept. Der Reichskanzler mit Gemahlin und Schwiegermutter und der Gesandte v. Bülow ind heute im Parkyotel „Teufelsbrücke" an der Unterelbe bei Altona eingetrofsen. Tanga, 30. Sept. Staatssekretär Dernburg wird morgen von seiner Reise in das Usambara-Gebiet hierher zurückkehren. Seine Reise hat ihn nach Besichtigung der Farmen von Muhesa und der Prinz Albrecht-Plantage nach Amani, Wilhelmstal und dem Schume-Wald geführt. Berlin, 30. Sept. Die „Norddeutsche Allgemeine Ztg." schreibt: Die von der „Freisinnigen Ztg." in ihrer gestrigen Nummer gebrachte Mitteilung, daß der Kultus- m i n i st e r beabsichtige, dem Landtag in der nächsten Session noch kein Lehrerbesoldungsgesetz vorzulcgen, entbehrt jeder Grundlage und ist völlig unzutreffend. Die Verhandlungen zwischen den Ressorts wegen der Aufbesserung der Gehälter der Bolksschullehrer sind in vollem Gange. — Der „Staatsanzeiger" veröffentlicht das Gesetz vom 12. August 1907 betreffend die Bewilligung weiterer Staatsmittel zur Verbesserung der Wohnungsverhältnisse von Arbeitern, die in staatlichen Betrieben beschäftigt sind, und von gering besoldeten Staatsbeamten. — Das königliche Staatsmini st erium trat heute zu einer Sitzung zusammen. — Dr. TheodorBarth ist am Samstag von seiner Amerikareise wieder in Berlin eingetroffen. — Wie das „Berl. Tagebl." von gut unterrichteter Seite hört, findet sich in dem Entwürfe eines Reichs- Vereins- undVersammlungS-Gesetzes, den der Staatssekretär des Inneren v. Bethmann-Hollweg in der kommenden Session dem Reichstage vorlegen wird, eine einschränkende Klausel, daß die Versammlungen, in denen in fremder Sprache verhandelt wird, einer schärferen polizeilichen Kontrolle unterliegen sollen. Bei solchen fremdsprachigen Versammlungen wird künftig nicht nur die Anmeldung, sondern die au s d r ü ck- liche Genehmigung seitens der Ortsstolizeibehörde gefordert werden. M a g d e b u r g , 30. Sept. Die Ge n e r a lv e r s a m m- lung des Vereins für Sozialpolitik wurde hier mit Begrüßungsansprachen des Oberpräsidenten v. Wil- mowski, des Oberbürgermeisters Lenze und des Handels- kcnnmerprüsidenten Arnold eröffnet. Zum Vorsitzenden wurde u. a. Staatsminister a. D. Freiherr von Berlepsch ernannt. Lei pzig, 30. Sept. Hier ist der frühere sozialdemokratische Reichstagsabgeordnete M o t t e l e r im Alter von düng gewesen, und, die Mhi oder sonstwie heißen. Bezüglich der Stellung des Natio- nalliberatismus zu den anderen Parteien meint Redner, daß sich das Zentrum in Hessen anders gestellt habe, als in Bayer:: und Bader:, mii> man mit ihm sowohl, wie mit den Konservativen und Freisinnigen in nationalen Fragen Zusammengehen könne. Einen großen, sozusagen pädagogischen Erfolg habe die Blockpolitik insofern auch erzielt, als alle Parteien, auch die freisinnige Vereinigung, immer mehr von der Sozialdemokratie abrüaten, und je mehr der Freisinn dies tue, desto besser werde er mit den andern Parteien zu einer Verständigung gelangen. Die na- tionallioerale Partei habe die schwierigste Ausgabe in der Politik zu erfüllen, und daß alt und jung auch in Zukunft dazu bereit sind, darüber werde der bevorstehende Parteitag in Wiesbaden Leinen Zweifel Lassen. (Lebh. Beifall.) 70 Jahren gestorben. In der Geschichte seiner Partei hat^ der Verstorbene während der Herrschaft des Sozialisten^ gesetzes eine Rolle gespielt, indem er als „r o t e r P ostmeister" den Geheinrvertrieb der verbotenen Druckschriften organisierte und leitete. außen neu zur Universität kam, sollte erst einer Prüsung unter- zogen werden; bestand er sie nicht, so sollte er nicht zu den | Vorlesungen zugelassen, smrdern je nach feinem KenntniSstand einer der Klassen des Pädagogiums zugewiesen werden. Diese Stellung des Pädagogiums als einziger regulärer Vor- bereitungsanstalt zur Universität wurde freilich schon dadurch beeinträchtigt, daß 1629 auch in Darmstadts ein Pädagogrum errichtet wurde — aber es war doch ganz naeg dem Muster des testeheiidcn Universitätspädagogiums eingerichtet; es sollte eben nur den Einwohnern Darmstadts und der benachbarten Landesteile ermöglicht werden, ihre Söhne zur Universität vorbereiten zu lassen, ohne sie in so jungen Jahren nach dem weit entfernten Gießen zu schicken. . Erst infolge der Vergrößerungen Hessens in der Napoleo- niscben Zeit hat sich die Zahl der hessischen Gymnasien vermehrt: die 'zu Mainz, Worms, Bensl-cirn, Büdingen bestehenden kamen hinzu. Alle diese konnten jetzt Schüler zur Unrveriitat entlassen. Zudem diente das Gießener Gymnasium wie auch die übrigen hessischen nicht mehr ausschließlich der Vorbereitung zur Universität. Ein durchschlagender Grund, warum also gerade das Gießener Gymnasium der Universität ungegliedert fein und unter ihrer Aufsicht stehen sollte, war demnach nicht mehr vorhanden. Ess war also in den Verhältnissen wohl begründet, raß 1832 ein Oberstudienrat für das ganze Land gebildet wurde, und daß damit das Gießener Gymnasium wie die übrigen heNifchen Anstalten unmittelbar unter staatliche Aufsicht uno Verwaltung Dienstag !♦ Oktober 1007 ▲ Rotationsdruck und Vertag bet Brüh kicher» fy Untversitäts - Buch- und Vurtndruckeret, ra R. Laug«, Gieße». Redaktion, Expedition und Drucker«» Echul- straße 7, Expedition un£> Vertag i 6L Redaktion:112- Teü-AdruAntetgerGteßeru umwuiiu^j^LuuL So blieb es auch bis ins lö.. Jahrhundert herein; erst da fing man an, in nxiterem Umsang gelehrte Werke in der Muttersprache zu schreiben, erst da wurde ganz all-» mählich das Deutsche die Sprache ter Universitäten. Der Humanismus des 15. und 16. Jahrhunderts war mit Erfolg bestrebt gewesen, das mittelalterliche Latein durch dasi klassische zu verdrängen und die Lektüre, der Klassiker wieder in weiterem Uinfange nt ten >Lchulen heimisch Wenn. Cicero und Vergil nach dem ältesten Gießener Lehrplan Haupt-, sächlich behandelt werten, und wenn man an ihnen leinen lcUei- Nischen Stil bildet, so entspricht das den Anschauungen des. Humanismus. Dieser hatte auch test das Griechische wieder ut oic abendländischen Schulen emgeführt. Die Reformation hatte dann ten griechischen Unterricht in den Dienst ter religios-cheo- logischeu Ausbildung gestellt. So war auch an unserer Llnstalt in ter ältesten Zeit das Mue Testament ter einzige Wütet im Griechischen. Ebenso diente ter Gesangunterricht ausschlic^ lich der Einübung kirchlicher Gesänge. Das war freilich au-^ tem Mittelalter überkommen; ebenso daß man denYochsteiiBwecl! des ganzen Schulunterrichts in der religiös-sittlicyeii Bildung sah, und daß die Schule ihre Zöglinge unmittelbar anhielt, sich am kirchlick>en Leben zu beteiligen; ter besondere Religion^ unterricht । unter Zugrundelegung eines Ka^chismus war aber erst durch die Reformation eingesührt Worten. Der Elementarunterricht in Mathematik und Logik endlich hatte itecm im Altertum und Mittelalter als rwtwendiges Bestandteil höherer Bildung ge-- Zur politischen Lage. Darmstadt, 30. Sept. Die n a t io n allib'. Vertrauensmänner des hlkreises Darmstadt-Groß-Gerau hielten gestern eine Ve- utg ab, di?, sich mit dem bevor stehenden Wiesbadener icitaß zu beschäftigen hatte. — Nach einer kurzen Ve- '.chung des Programms des Wiesbadener Parteitages :be beschlossen, von den fünf Mandaten für Wiesbaden ) eins een Jungliberalen zu überlassen. Gewählt tour» darauf die Herren Prof. Dr. Nehling, Finanzamt- :n Bangel, Dr. Cremer- Eberstadt, Schulz- Pfung- t und P s a n n s ch m idt - OLer-Ramstadt. Herr Reichstagsabg. Dr. Osann gab darauf noch n: interessanten Ueoerblick über die gegenwärtige poli- )C Lage. Auf dem Parteitag zu Goslar sei es zu einer sten Auseinandersetzung zwischen den Wien und den rgeit in der Partei gekommen, und das Ergebnis war, der Friede neu besiegelt und ein treues Zusammen- ten beschlossen wurde. Es folgte die Reichstagsaus- mg, nach der sich das Bürgertum von der Rechten bis extremen Linken zusammenschloß und so den Grund- n legte zu der „Blockpolitik", die dann im Reichstag Mem Ersvlg inauguriert wurde. Die Einigung unter zun: Mock gehörigen Parteien durfte sich aber nicht die kolonialen Fragen allein beschränken, und so sah der Reichskanzler am 25. Februar d. I, veranlaßt, 'issermaßen ein Programm für das weitere Vorgehen der Reichspolitik zu entwerfen, bei welchem die Reform Vereins- und Versammlungsrechts, des Strafrechts, Börsengesetzes, der Ausbau der Sozialgesetzgebung in . mittleren Schichten usw. proklamiert wurden. Die htigeren politischen Fragen werden ja erst mit der Herbst- ung ihren Anfang nehme::, aber schon durch die Ent- ung des seit langem von den Nationalliberale:: be- rpflen Ministers Studt und des Grafen Posadowski hat Blockpolitik einen guten Erfolg erzielt; ein gemeintes Arbeiren mit dem Letzteren wäre auf die Dauer nicht Eine neue Meuterei in Sewastopol? London, 30. Sept. 2lus Odessa und Sewastopol erhalten verschiedene Zmtrmgen Meldungen über eine neuL ernste Meuterei auf mehreren Kriegsschiffen der Schwarzmeerftotte. Blutige Zusammenstöße zwischen den aufrührerischen Matrosen und den Ojsr- zieren fanden statt. Diese wurden von einer Minderzalst^ der dem Zare:: treuen Matrosen unterstützt. Im ganzen wurden sechs Offiziere von den Meuterern getötet. Außerdem erlitten viele Offiziere Verwundungen in den schweren Kämpfen, die sich auf Deck entspannen. Die meuternden Matrosen machten gemeinsame Sacye mit den Artilleristen der LiirckBefestigungen, die ebenfalls meuterten. Einige KriegsschiffeverliehensPäterSe- wastopol unter dem Kommando der siegreichen Meuterer. Es heißt, daß fie nach Odessa unterwegs findä In Odessa herrscht deshalb große Aufreguna, da man befürchtet, die verzweifelten Meuterer könnten die Stadt bombardieren. Die ganze Affäre bleibt aber teilweise in Dunkeh gehüllt. t Sewastopol, 30. Sept. Da unter den Matrosenl sich eine meuterische Bewegung bemerkbar maajt, die Flotte ausgelaufen. , . , . Petersburg, 30. Sept. In Sewastopol suchte dis Polizei sämtliche KelleNvohnung'en ab, wobei ein ganze st Arsenal von Wastsen und Sprengstoffen gesunden wurde. In der Wohnung eines gewijsen BogdanonZ rourden 20 geladene Bomben entdeckt, 2 Handmaschineu4 Gewehre, rauchloses Pulver, eine Menge Revolver, Patronen und Schießbaumwolle; außerdem belastende Korrespondenzen usw. 3 Personen sind verhaftet worden, darunter: Bogdanow, der sich als Revolutionär bekannte. — Die „Peterso. Telegr.-Agentur" erklärt die auswärls verbreitete Dteldung von einer Meuterei auf den Schifsenr der Schwarzen Meeresflotte und der Ermordmig von sechÄ Offizieren für vollständig erfunden. m c „ — In Verbindung mit dem gestern gemeldeten Vorfälle in dem Brestschen Regiment in Sewastopol sind heute, dort neun Bewaffnete, unter diesen der frühere Leutnanö der K'wantunschen Festungsartillerie Grinsky, verhaftet wor-, den Diese ganze Angelegenheit in Sewastopol hat, wie die „Petersv. Telegr.-Agentur" meldet, wahrscheinlich das Mcht über eine angebliche Meuterei auf den Schiffen dep Schwarzmeerflotte hervor gerufen. SefteI3Än' damit das ursprünglich-«ng° »«hültnis wn Gym. nasium und Univeriität gelockert worden, so ist dies ra noch vul tiefer greifender Weise dadurch geschehen, dap den letzten Jahren die ncunklassigen Realanstalten etenchlls m ^eckerorn UmfMige das Recht erhalten haben, ihre Abiturienten aur ^ntte2l^a^cyüLr jubereiten. Bedingt nxxr diese Wandlung im ^entlichen durch dieselben Faktoren, die auch eine bedeut! ame ümg e st l t u n g des gymnasialen Unterrichts selbst lMteifuhteen. Indern wir diese ins Auge fassen, gelangen »mr zu der haupt- fächlichsten inneren Beränterung, die die dreihuntertiahrige Entrtecklung unserer Ansvast gebracht hat. ^Iln Lehrplan war zur Zeit ter Gründung ^ein außerordentlich cmsachcr. Die weitaus größte Zahl der Lateinischen gewidmet; dazu kommt Vtrligwn, etwas G^chisch, die Anfangsgrünte ter ÜNathematik und der Logik mid -gingen. Tiefe'Gestaltung des LelMans, msbewntere die Vorl-err- schast des Lateinifchen ist geschichtlich..wo hl zu Mauch ten temteigen Kulturverbäwiissen entipcechend. Höhere Kultur War ja den Deutschen aus dem römischen feilte gebracht worden. Der lateinisch gebildete Klerus war.wahrcnd tes Mi^ - aller« falt allein ba T-ägcr glich gewesen, da er feit langem in zu intimen Bedungen mit dem Zentrum stand. Man weiß nun zwar ht, was in dtorderney vom Reichskanzler mit ten Partei- «rern verhandelt wurde, aber ter Redner ist der Mei- rtg, daß dort die Grundlagen für die Wetterführung ser Politik geschusfen worden sind^, dieser Blockpolitik, in Wirklichkeit die Politik der f)tationalliteralen ist, Politik ter mittleren Linie und des Ausgleichs der gensütze unter ten auf nationalem"Boden stehenden libe- kcn Parteien. Der Wg. Bassermann werde in Norder- ) gewiß klar gelegt haben, was zur erfolgreichen Weiter- -rung dieser Politik not tut. tBeifall.) Mit der Frage > Wahlrechte in Preußen brauche man sich ja in Hessen d den süddeutschen Staaten nicht besonders' zu beschäsli- i, eiter er halte doch dafür, auch in Wiesbaden aus- 'prechen, daß eine Aenderung tes preußischen Dreiklassen- rhlfystems dringend nottue. Man brauche aber dabei ijt so weit zu gehen, wie Herr Naumann; in keinem -deutschen Staat sei das'Reichstagswahlrecht einfach auch ; den Landtag atzeptiert worden. Der Reichskanzler rde übrigens nicht nur die Forderungen der Blockpolitik erfüllen haben, sondern auch Ansprüche an sie stellen, mentlich auf dem Gebiet der Flottenver:nehrung; auch lonialdirektor Dernburg werde nach seiner afrikanischen ise mit neuen Anforderungen kommen, um eine erfolg- -d)c Kolonialpolitik betreiben zu können, für die lange cht so populäre Propaganda gemacht worden sei, wie für i Flotte. Er halte es für zweifellos, daß der liberale oa die notwendigen Mittel dafür aufbringen werde, er nicht durch eine derartige Füranzreform, wie die r zwei Jahren, sondern auf dem Wege einer direkten .-euer durch das Reich, möge sie nun Erbschaftssteuer Ium Jubiläum unseres Gymnasiums. Bon Professor Dr. August Messer. Die Feier des dreihundertjährigen Bestehens unseres Gym- ismns fordeN naturgemäß zu Rückblicken auf. Indessen, 2 Geschichte der Anstalt in ihren HauptZweigen vorzuführem zu wiri) sich bei dem Feste selbst Gelegenheit bieten. Hier l nur der älteste Zustand mit dem gegenwärtigen verglicyen ,d die Frage beantwortet werten, welche geschichtliche Faktoren ; recht bedeutsame Entwicklung, die dazwischen liegt, bedingt ten. Und in der Tat, große Wandlungen — äußere wie nere — haben sich in den dreihundert Jahren vollzogen! Klein und kümmerlich tvar der äußere Bestand der nstalt bei ihrer Begründung am 10. Oktober 160a. Außer dem ireftor, dem „Pädagogiarchen", ter Unioersitätsprofeßor,war tb nur ganz wenige Stunden gab, zählte man nur 4 Leyrer. le Zahl der Schüler betrug etwa 70. Klassenziminer hatte an nur zwei zur Verfügung, und zwar im oberen ^toawerk s alten Rathauses am Marktplatz. Zwar erhielt die Schule 1617 n behenderes Haus (an ter Ecke der Neuen Baue und der onn erst raße neben dem Hause des Gesellfchaftsvereins), .aber >ch te'i Beginn des 19. Jahrhunderts war man auf 3 Räume r den Unterricht und 4 ordentliche Lehrer beschränkt, und e Seyulerzahl scheint noch ungefähr dieselbe gewesen zu sein. Welchen Fortschritt hat da das 19. Jahrhundert gebracht! cim Sa luß des letzten Schuljahres zählte die Anstalt außer m Direktor 13 ordentliche Lehrer, 5 Hilfslehrer und 282 chüler- dazu die Vorschule 3 Lehrer und 100 Schüler. v Dieser Aimchwimg erscheint noch beträchtlicher, wenn man -benlt daß zu Beginn des Jahrhunderts das Gymnasium >ch die emsige höhere Schule war, und daß es auch von kchen besucht wurde, die nicht studieren wollten, aber eine eitergctertbc Bildung anstrebten, als sie die Stadtschule gab. rft iti37 in in Gießen die Realschule gegründet worden, und ie außerordentlich hat diese sich seitdem entwickelt! Der wi sittliche Grund für dieses Aufblühen ter höheren diulcn unserer Stadt liegt auf der Hand: es ist ter ge* wirtschaftliche Aufschwung, den das 19. Jahrhundert, mal in einen letzten Dezennien seit der Vegrundmig des miserreicks gebracht hat. uiid Hand in Hand damit die moßa wvölkerwü'fa mriahme. Bei Beginn des 19. Jahryunderts hatte ieten ' । ua >000 Einwohner, heute zählt es ca, 30 000. Eme u -; bemerkenswerte Wandlung hat sich rntemBer- ültnis unserer Anstalt zur U niv er Nta tvollzogen. iei ihrer B Rundung war sie - als paedagogium acctemrum- n Teil der Unioersität. Ihr gehörten bis gegen Gnde tes H \ ternbend nur solche Knaben an, die studieren sollen, wni'wn auch in die Universttätsmatrikel eingetragen; und t alten Swülerverzeichnissen ist schon bei ten Schulern teo ntersten Klasse daH künftige MackrmNj angegeben. Wer von; Dom AkHeider Wasierwerk. f it rri 1QßK • r7 ■<. «X.UJLUII UV|UllV |lül von lövf Marburg S3atb‘u1' fa,u bann nach Altmorfchen und 1880 nÄ L'C ln [it M ** Technische Hochschule. S. K. H. der Großherz o g haben den ordentlichen Professor an der Bera- akademre Clausthal im Harz 2t. Jak. Horn zum ordent- ^ür ^ere Mathematik an der Technischen Hochschule zu Darmstadt ernannt. s. 0 Marburg, 30. Sept. Morgen sind es "80 Jahre da> die Landwirt > chaftliche B e r s u ch s ft a t i o n f ü r K u k fe'OjL S.cgintatet wurde. Die Anstalt befand sich von 1Ä Qfm 0, . „ . (fc.) Friedberg, 30. Sept. b' 9" toar einer außerordentlichen itzung des Proomziamusfchufses für die ißrobini Ober- * Vchloss-n worden Las Quellengebiet bei AheLn < Sajf für cm Waiserwerk zu erwerben. Tie und Triebwerkbcsitzer, besonders die der südlichen ^vchtecen, daß infolge dar Errichttma d--s Waffer- die Wasserkraft für ihre Betrieb? No? Ln werde ??nrstt€InCTT llllb schriftlich bei der Großh. .^^^^aldrrektton. 9inr Veranlassung des Mg.Köhler fant^n ,rch heute hierher in den: Hotel Trapp die Interessenten aus n?? hejjCor— 6re^nberd die Mühlenbesitzer, zu einer Besprech- l?9.-ber. ?JI.9€^en5ctt ein- Erschienen waren außer dem ^Ä'"?'reL°r Gehrimerat Dr. Br-idert, dir Landtags Abgeordneten Brerdenvach, Köhler, Hirschel und Ullmann samrliche Triebwerksbositzer der Kreise Meßen und ^rredberg. Der Provinzialdirertor betonte in seinen Darlegungen, daß durch den Ankauf des Jnheidener Quel- lengebiete^ dre Triebwerisbesitzer in keiner Weise aeschädiat Die groszttn Mühlenbesitzer der Wetterau^ Amend- Foroach-Omrben, Schudt-Klein-Karben, Bechtel- ^wensradr und WremeEonames, sowie die anwesenden ^andtagsabgeoroneten erklärten, nur in dem Fatte dem Prmette zu/trmmen und ihren Widerstand aufg^ben öu,können, wenn ihnen für das Wasser ein Ersatz vurck elektrische Kraft oder aber durch Anlage von Stauweihern .ier hwrt ten h T™ s'Enjührigsn Stube ein sittlich in Vaft 11 nt“1 titruBt Der Tater befindet sich bered vx l «y LI i Le ' , ** Ordensverleihung. S. ff. H. der Groß- 1 ^rzog haben dem Obersten Heuer, Kommandeur des ~ oberrheinischen Infanterieregiments Nr. 99, seither beim Stabe des Infanterieregiments Prinz Karl (4. Großh Hess) D 2!8' Ba§ Ehrenkreuz des Berdienstordens Philipps des Großmutigen verliehen. ‘ w ^Personalien. S. K. H. der Großherzog "2“ Oberlehrer an der Oberrealschule zu Darmstadt ~r. Kalbfleisch zum Oberlehrer an dem Neal- "gymnLftum zu Darmstadt ernannt. Ernannt wurden der 6ei bem Amtsgericht Wald-Michelbach ^h- Pet. a g e r zum Aktuariatsajsisteilten bei dem Amts- gericht Darmstadt I und der Aktuariatsassistent bei dem Amtsgericht Fürth Joh. Hch. Wambold zum Aktuariats- assrstenten bei dem Amtsgericht Groß-Gerau. ^T-^i.^U'hbstandsversepungen. S. K. H. der ?X -a^\ben Oberkata-ter-Jngenieur bei dem Katasteramt Wilh Ko ch zu Darmstadt auf sein Nachsuchen [n 3 Ruhestand versetzt und ihm aus diesem Anlaß bas Rrtr-erlreuz 2. Kl. des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. In den Ruhestand versetzt wurde ferner der Amtsgerichtsdiener bei dem Amtsgericht Friedberg aittH). Dreher auf sein Nachsuchen und unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste unter Verleihung der Silbernen Verdienstmedaille des Ludewias- Ordens. a Praktische Sozialpolitk. Di- Land- ocrs,ch -rungZan.stalt Hessen . Nassau hat im ' floplunn Berichtsjahre den Betrag von 1 418 913 'm» Darlehen zum Bau von Arbeiterwohnungen m y, Zahlung gebracht. 8 41 ch- Hungen, 30. Sept. Bischof Dr. Kir stein w-i heute nachmittag einige Stunden in unserer katholiw Gemeinde. Nach einer Ansprache ließ er eine Prust der äugend vornehmen und besichtigte dann unter > bes Dekans Bayer von .Gießen und mehre- Geist rchen den Platz, auf dem das geplante Gotteshaus i richtet werden soll. Der bereits in Angriff genomnu ^.au der Stelle soll möglichst rasch seiner Bollendu entgegengesuhrt werden. **10 2 Jahr e alt wird heute unser ältester Mitbürger E^meter 1. Klasse Georg Euler. Der alte Herr hpflndet 7$ ' n,lr- tolr öu unserer und gewiß aller Leser Freude mit- im Wohl. Gesicht und Gehör haben U” ~ ““Zf et»a§ nachgelassen und auch die geistiae --osannkraft ist ntaj-t mehr so wie in jüngeren Jahren aber nimmt Herr Euler noch an allen Vorkommnissen ^baß v°u einem besonderen Nachlassen der kürper- Knb zotigen Kräfte eigentlich nicht die Rede sein und '2 nnriS* °oeren uoch spazieren und verschmäht ab °uch eine Zigarre nicht. Früher, bis vor etwa war Herr. Euler ein ziemlich starrer Raucher LottenÄiMir,^ r™ Moholgenuß ziemlich mäßig war. tzossentlich sind dem alten Geburtstagskind noch recht viele ' 9 Wundheit und Rüstigkeit Geschieden. -tilit arisch es Leichenbegängnis. Gestern nachmittag wurde der ,n Metz verstorbene Oberleutnant Roth er vom 34. beldarüllcrie-Regiment, ein Sohn des früher hier im Regiment stehenden Generals Rüther, aus deni alten Friedhof nut den üblichen militärischen Ehren be° h tu H) catcr§. xicnsrag oen 1. Oktober 8 llhr • V Mittwochs 7 Uhr: „Wintermärchen." Freitag, 8 Uhr: Nor^ H?er>a.)rt von Jbseo. Sonntaa, uachni. 31/, Uhr: Minnn SSKtSÄ* ** ar. . Stadtverordnetenwahlen finden vor- °ussiu)tiich Mitte November statt. Nahezu die Hälfte der ^tadroerordneten, deren Zahl vom 1. Januar ab 32 be- tragen wird, muß neu gewählt werden. Es scheiden aus die Smdtverordneteii Ober-Bibliothekar Dr. Ebel, Schneid- muhlenbesitzer Phil. Euler IV., Fabrikant Gabriel, Orts- getichtsmann Keller, Schneidermeister Leib, Rentner Löber Geh. ^ustizrat Dr Schäfer, Kommerzienrat Schaffstaedt und Geh Forstrat Pros. Dr. Wimmenauer. Außerdem sind zu ersetzen die verstorbenen Stadtverordneten Ingenieur -chiele, Fabrikant Schmall und Rentner Kirch. Dazu kommen noch zwei neue Mitglieder. Won den 14 zu wählenden Herren ftnö 12 auf 9 Jahre und je einer auf 6 und 3 Jahre zu wählen. * TcSha Jedenfalls aber sei die Lage Deutsch- i™ hnr^°r Auslande nicht rnehr so trostlos wie rocr^ babei, daß sie sich weiter bessern McheÄSn^ k^^-Nwerse pem großen Ziele des bemü» nÄ™ demokratycyen Programms immer ftverde. Mtursjinchsfr, lungnnhalrender Beifall) und die Bemühungen einer Geliebten, ihm das Geld zu verschaffen) zu un° sympathisch. Das bischen Geschick der Mache will nicht Mel besagen. Unsere neue dramatische Liebhaberin, Frl T'o- 3l„b,ettl,eiHl^ Hauptrolle, sehr temperament- lnnä M 5. Oktober eine Bersamm- mng von Künstlern und Kunstgewerbetreibenden zusammen, die über die Gründung einer deutschem Gesellschast beraten wird. f’?t,9te ^'lndung zustande kommen, so soll tn absehbarer Zeit eine groß e a ll g em ei n e Ku n st- Setvetbe*%nZ$ellnn mittag wurde litt katholischen Pfarrhaus iw rt'n-!?-l3ja^n8en ÄllcE,en cin Einbruch ausgeführt. Di Geistliche war verreist, weshalb alle Wcrtgegcustände m>n Sastoß und Riegel waren. Es fielen deshalb dem Jung- nur Gegenstände ohne besonderen Wert in die Hände. 6 äiemIic^ent Raffinement zu Werk gegangen un hatte sich vorher vergewissert, daß sämtliche Bewohner d,- Pfarrhauses am Gottesdienst teilnahmen. Der Junge i bereits ermittelt und befindet sich in Haft. I. Ulfa, 30. «ept. Di- vorgcnomMenrn §>öbenmcsüinc, ba5 Er Ort fein Wässer Kn begehen tarn “ 11 $1 a i n r o b aus einer QM Mielxn rann. Auch die Watzermenge genügt reichlich für teb örh1, da die Ouelle etwa 240 Kubiktneker liefert w;ifrirn ^.und Ulfa 120 DibikmeLer Wasser geörÄ Mtt dem Bau der Leitung soll im Frühjahr begonnen Mrden u n. Einartshausen, 30. Sept. Anstelle des verstorbener WirgermeciterS Bocyim wurde der Landwitt Karpf als Ort« ober hau pt gewählt. Er erhielt 49 Sttrnmen, währ eich « fcin Velgeorcmeter Lehr, auf 24 Stiimnen brachte.^ § CetieTii, 1. Okt. Stationsvorsteher Mohrhard wuck nach Homburg v. d. H. versetzt. Nur ungern sieht man ter hrltC5£? ^eor?:€Tlr 05711 b^r^scheioen. — Das Großh. Ministers de-, ^ynncni, Abtei.ung sur ^eyulangelegenheiten, hat die Herbsv fcnen um eine Wache verlängert 9 ?.Vom oberen Vogelsberg, 1. Okt. Infolge Ieittzw>getz bcstandigcn Wetters sind die Arbeiten der (betreibe- Euthalbcn beendigt. Die Grummetwiesen Haber, geliefert, und hat ter Landwirt in dieser, ^alj-ie volle Su-euern bekommen. Ohne Unterbrechung reib' sich die Kartonelernte an. Hie und da hat die Kattvffelkras mit ber ^'"rächtigt, jedoch kann der EanbroiS te mit der eL Ernte wohl zusmeden sein. — In großen Menaa £v rr^n^Hin Herbste die Eichhörnchen auf und'"richten ar böii enormen vLchadeii an. Ein vermehrter Abschuß dieser setabc zur Errichtung eines Basaltwerkes * ' f2.h^ >-t’€U.ie lind von schlechter Qualität und steht da Errichtung des mdusttiellen Unternehmens )'ehr in Frage. ' sn tf1-'a n f f u r t a- M., 30. Sept. In gemeinsam^ Ni Berhandlung der drei linksliberalen Parteien, in der voi Gerlach über preußische Wahlrechtsreform sprack entwickelte der sozialdemokratische Führer Dr. Quarl ein Programm für das Zusammengehen der Sozialdemokratie mit der bürgerlichen Linkes in dieser Frage. Stadtv. Dr. B r u ck betonte, daß der demc ttatijche Verein an der Forderung des allgemeinen, gle- chen, direkten und geheimen Wahlrechts für den preußi schen^andtag festhalte. Stadrv. Dr. Helff schloß sich name^ des Vereins der Z^rtschrtttspartei dem ^Vorredner an einstimmig angenommener Erklärung werden die Liberalen im Abgeordnetenhause und Reichstage ersucht, ntii En parlamentarischen Mitteln für die Uebertragung de^ Reichstagswahlrechtes auf die Landlagswahlen in Preußer einzutreten. — Einem Kaufmann aus Darmstadt, der fiü mit seiner Frau auf der Hochzeitsreise befand, wurde hm gestern abend die Briestasche mit 1800 Mk. Inhal gestohlen. v ^7. Parteitag der Deutschere Vvtkspartei {trat- am Samstag tn Konstanz unter ■’-ablreirfKr Netl'isili'lnpk ferner besäjloffen auf 'irr - y,' ' von Lokalvereinen ' wurde K deichlossen, aus dem nad^ten Parteitag her Deutschen Volkspartei die Handwerkerfrgge und die Lage d^r Pttva^- Am^Enw^7-s?7 ^chniker, eingehend zu erörtern die B?rhoMirHauptgegenstand der Beratungen x ^eryandl ungen Uber bic p 0 litifchr Sage Ne- ,ferent;War Reichstagsobg. Patzer, der u ä. s°l« aus ruug eine GchaltZtzrhohung^m 1O0 Mk. und darvb^ hielten wird nunmehr, nach einer Verfügung ber foninr Teuerungszulage , 100 .Jit, ober ein die Gehaltsau! bess2rung.aus 1Q0. Mk. er; zenocr Betrag tn oen nächsten Tagen ausgezahlt. $ 7 “P“’tIfä)e Schah schwindler suchen forio,: tn unserer Gegcnb Summe, bie für plumpen Schwinbcl ro h^g/ben. Dtesnial wurde ein in den Reuen Bauen w°k>„7 G-fchastsmann mit dem Angebot, ihm etwa 270 000 > " }u überlassen, wenn er vorher eine bestimmte Summe 0D" ES wäre wirklich einmal an ber Zeit, daß Spanien kW f^ergisch an feine moralische Pflicht erinnert werde bJ, Lchwindlern das Handwerk zu legen. ,, 7 Spielvlan beS Neuen Gießener 6t„ iÄÜÄ. 8 Uhr: _.,Ma49,. ÄS 6S$Ä fle^Äe,n’”':beÄ%1^ b« KÄ7F Ä”Ä «Sft £ "Ä E-ss, S”Ä « «-kL ^knfctL mt d-" schcibenberr Geiftlichen Mch länM in ? ich d7sKü^chen-^u^h 8^ b?m Eottesbieus.e verfammetz ^Z^Tatrgkett m der Gemein abzusmtken und itzin unb ü ISMUÄSte SSte S trito in feinem nunmehrigen® “5®‘i lP ' b - P:ir^aung zu finden, bie feine feitfek eteMtern9DerbieCncn!einelt “f Unb fcht aIIejcit MrfxlitÄ , E. R. 8. V. Die Proben nehmen Dienstag, den 1. Oktober, abends 8 Ubr, im Probelokal im Realgymnasium wieder ihren Anfang Unter Hinweis auf die bevorstehende Aufführung werden die Wcitgiieder ersucht, sich vollzählig einfinden zu wollen. Da eine Verstärkung aller Summen erwünscht ist, so werden sangeokundcge Mitglieder unserer Gemeinde herzlich gebeten, in unseren Chor eintreten und damit an ihrem Teil diesen wichtigen Dienst an unserem Gemeinde- leben fördern zu helfen. v^/g Der Vorstand: D. Echloffer. ' Rheinisches .‘.'“"'l T«-L. j ,. Maschinenbau,Elektrotechnik, I echniKUm D!nggn ^utomodilbau, Brückenbau.| a Chttiiflenrknrsc. Man lese den Sietzener Anzeiger )söhte und reichhaltigste Tageszeitung Gberhessens. Auflage über 12000 Expl. Alle Briefträger, unsere Zweigstellen und die Geschafts- i teile des Gießener Anzeigers nehmen Bestellungen auf den Gießener Anzeiger entgegen. Neu hinzutretende £cfer erhalten den Gießener 2lnzeiger bis zum Tuartalsanfang auf '.vunsch gratis zugestellt. * Zum Falle Hau. Als im August der Freiherr v. Linden au, der übrigens noch in Baden-Baden in Untersuchungshaft sitzt, wegen seines Brieses an Frl. Olga ! Molitor verhaftet wurde, meldete sich der Reisende M. Brumm bei der Berliner Polizei mit der Bekundung, । er habe am 6. Nov. v. I., dem Mordtage, einen Herrn mit einem wahrscheinlich falschen schwarzen Bart und einen älteren Herrn mit einem grauen Bart zusammen tu Oos nach Baden-Baden umsteigen sehen. Dieser Zeuge ist jetzt von der Polizei über seine Bekundungen Vernommen worden. Er erinnert sich ganz genau, daß der Herr mit dem falschen schwarzen Bart in Rastatt mit dem Herrn in grauem Bart im Zuge zusammen traf. In Oos seien beide ausgestiegen. Später, als der Zeuge von Appenweier wieder zurückkehrte, hätten sich die Beiden am selben Abend im Zuge wieder getroffen. Im Verlaufe des Gesprächs habe der Zeuge gesehen, wie der Herr mit dem falschen schwarzen Bart dem mit dem grauen Bart aus der Brieftasche Papiergeld gegeben habe. Später habe sich der Graubürtige selber aus der Brieftasche noch mehr Geld genommen. In Rastatt sei der Mann mit dem grauen Bart wieder ausgestiegen. Der Zeuge vermutet in dem Grai'.bärtigen Herrn v. Lindenau, in seinem Begleiter den Angeklagten Hau. , * Unfall auf einer elektrischen Bahn. Aus New York wird gerneldet: In dem neuen, unter dem East-Rioer entlang führ«:den Belmont-Tunnel, der New- Jork und Long-Jsland-City verbindet, ereignete sich auf der durch den Tunnel gelegten elektrischen Bahn ein aufregender Unfall. Als ein mit Fahrgästen an gefüllter Wagen sich mitten im Tunnel befand, gab es eine furchtbare Explosion, und der Wagen wurde von elektrischen Flammen und erstickendem Qualm ein gehüllt. Unter den Passagieren brach eine Panik aus, sie versuchten sich aus dem Wagen in den flammenspeieuden Tunnel zu stürzen. Der Wagen, dessen Platten bereits glühend waren, raste mit 100 Kilomerer-Geschwindigkeit durch das elektrische Feuer- rverk dem Ausgang, zu, während die Passagiere, aus dem Boden liegend, nach Llteni rangen. Die Passagiere liefen nach den: Ausgang, und entkamen sämtlich unversehrt. Wie ihnen erklärt wurde, hatten auf dem Dache des Wagens angehäufte Eiserrfeilspäne einen Kurzschluß beivirkt und so den Unfall veranlaßt. | I * Lieber den Tod. Man spricht jetzt viel von dem Begnadigungsrecht, von dem der Präsident Fallieres zu Gunsten des Mörders Solleilland Gebrauch gemacht hat. Dabei erinnert der „Gaulois" an eine alte Sitte, die bei primitiven Völkern und noch bis ins späte Mittelalter hinein Geltung hatte, und nach der dem zum Tode Verurteilten Begnadigung zuteil ward, wenn ein Mädchen sich bereit erklärte, ihn zu heiraten. Ein Dekret aus dem Jahre 1429 gesteht einigen französischen Städten dieses Vorrecht ausdrücklich zu. Gar oft haben heiratslustige Frauen von diesem letzten Mittel, einen Mann zu erlangen, Gebrauch gemacht. Aber nicht selten haben sich die Verurteilten noch im Angesicht des Todes geweigert, dieses Anerbieten anzunehmen. Heiraten erschien ihnen schlimmer als Sterben und mancher wandte sich von dem ihn begehrenden Weibe dem Henker zu, neigte seinen Nacken und bat: „Henker, mein lieber Freund, ich ziehe deinen Dienst vor." Wahrscheinlich waren die Frauen, die es mit einem solchen Verbrecher als Ehegemahl versuchen wollten, nicht immer Muster an Schönheit und Tugend . . . * Teure Freisprechung. In der Nechtsbeilage der „Pädagog. Ztg." wird ein lehrreicher Fall mitgeteilt: Ein Mitglied des Deutschen Lehrervereins war wegen angeblichen Sittlichkeitsverbrechens in Untersuchungshast genommen worden. Das Verfahren endete aber mit Freisprechung, da die Zeuginnen sich als unglaubwürdig erwiesen. Die ^tosten des Verfahrens fielen der Staatskasse zur Last. Der Angeschuldigte hatte sich einen auswärtigen berühmten Verteidige r "verschrieben, dem er für Vormrtersuchung und Hauptverhandlung, an Reisekosten und Honorar rund 2 4 0 0 M k. zahlen mußte. Außerdem zog er einen berühmten Nervenarzt als Sachverständigen zu, der sich grade auf Reisen im Auslande befand und zurückkehren mußte. Dieser verlangte und erhielt für Auslagen und Gebühren 1750Mark. Nach beendetem Verfahren ersuchte der Lehrer die Rechtsschutzkommisfcon um Ersatz der gesamten Kosten. Nach den Satzungsbestimmungen werden aber Anwaltskosten, die über den gesetzlichen Tarif h'm ausgehen (etwa' 20 bis 30 Mark), nut ersetzt,' wenn die KommMmr vorher ihre Zustimmung zu der geforderten Summe gegeben hat. Die Kommission berechne Waus Grund ihrer Erfahrungen die Kosten, die der Fall betTwrnvrmLlen Verlauf verursacht haben würde, und bewilligte eine BeHilse von 500 Mark. — .Der Lehrer hat also'seine Freisprechung teuer genug bezahlt. * Das größte Schiff der Welt wird bald nicht mehr die „Lusitania" sein, von der jetzt soviel die Rede war, sondern die „Mauritania", ihr Schwesterschiff, das in den nächsten Tagen seine ersten Versuchsfahrten von Tyne aus unternehmen irnrb. Die Länge dieses Schiffes beträgt 790 Fuß, also drei Fuß mehr als die der „Lusi- tania"; dazu kommt eine etwas größere Breite, so daß das frühere Schiff in der Tat noch übertroffen wird. Die Breite beträgt 88 Fuß, die Tiefe 60 Fuß 6 Zoll, der Brutto- Tonnengehalt 33 200. Der größte Tiefgang ist 37 Fuß 6 Zoll, das Deplacement 45 000 Tons. Maschinen von 70 000 Pferdekräften sollen dem Schiff eine Geschwindigkeit zwischen 24 und 25 Knoten verleihen; auch diese sind nach den: Durbinensystem gebaut. Das Schiff wird 560 Passagiere erster Klasse, 500 zweiter Klasse und 1400 dritter Klasse aufnehmen können; mit einer Bemannung von 800 Köpfen wird es also im Ganzen 3260 Personen an Bord nehmen können. In Kriegszeiten soll es als Er- knndigungsschisf dienen und es ist daher mit zwölf sechszölligen Geschützen ausgerüstet. < , L Kleine TageSchroni*. Der Vorsitzende des Banker Bauarbeiter Vereins ist nach Unterschlagungen, Urkundenfälschung und Diebstahl flüchtig geworden. In Ob er Hasen kam cd bei einem Turnfeste zu wüsten Raufereien, -bei denen ein Kellner durch einen Stich in den Hals getötet wurde. Der Täter wurde verhaftet. Am Sonntag spielten 7 junge Leute auf dem Oesterberg bei Tübingen mit Schußwaffen. Hierbei wurde einer derselben durch einen Schuß in den Kopf getötet. Der deutsche L u f t s ch i s s e r Clouth landete in Esquerdes (Departement Pas de Calais), nachdem er 20 4 Kilometer zurüügelegt hatte. Bei Provinentown (Massachusetts) kollidierte der Kreuzer „Des Maines" während eines Sturmes mit dem Proviantschiff „Glacier". Ein Offizier wurde getötet, mehrere Matrosen wurden über Bord geschleudert. Kandel. — 3 um Getreideterminhandel. Die Börscngesetz- Novelle wird hinsichtlich des Getrechelerininhandels die neue Bestimmung erhallen, daß solche Geschäfte nicht an'cchlbar sein sollen, die zwischen Erzeugern und Verbrauchern abgeschlossen werden, aber nur dann, sofern die ersteren selbstgcwonnen Produkte verlausen und die letzteren nur einmal den Betrag ihres Jahrcskonsnms lausen. Märkte. fc. Frankfurt a. 9)1., 1. Oktbr. £>eu- n n d Stroh- inarkt. (Org.-Tel. d. Gieß. Anz.) Angefahren warcir 12 Wagen Heu, 2 Wagen Stroh. Bezahlt wurde für Heu Mk. 3.40 bis Mk. 3.70, für Kormlangstroh Alk. 2.40 bis Mk. 2.60. Tendenz: leb- hqft, Markt sofort ausverkanll. ~ * 1 S-Nach Hä?I I—* Der Privatdozent Lic. theol. Dr. phil. Hugo Gr e tz- m'an n in Kiel hat einen Ruf als außerordentlicher Professor für alttestamentliche Theologie an die Berliner Universität erhalten und angenommen; er tritt an stelle von Prof. Dr. H. Gunkel, jetzt bekanntlich in Gießern — Prvf. Dr. iireb. Ml. Robvh Kv ßman u in Berlin ist nach langem, feerem Leiden an Blutvergiftung gestorben, Vie er sich bei einer Operation zugezogen hatte. Er war 1849 in DaN zig geboren, studierte in Heidelberg, Jena, Leipzig, Würzburg, Straßburg, Göttingen und Gießm zunächst Zoologie und später Medizin. Von 1873—1877 war er Privatdozent der Zoologie in Heidelberg, in welchem Jahre er zum außer- orde tätlichen Professor ernannt wurdd. 1890 wandtest ich Kvß- maun der Medizin zu, ließ fich 1891 in Berlin als Spezialarzt für Gynäkologie und GCburishilse nieder, wo er bald eine große Klientel fich erwarb und größte Ansehen in der Aerztcfchaft genoß. Bekannt ist sein Kamps mit dem Polizeipräsidium in Berlin wegen angeblich unberechtigter Führung des Titels Professor, bat er — schon ein totkranker Mann — siegreich zu Ende führte. — Aus Hamburg meldet man uns: Edmund Sicmers, ein Gründer der Kvlvuie Edmuudsrhal, stiftete eine Million für ein zentrales Borlcsungs'gtbäude, düs später auch der Hamburgischen Universität dienen soll. Der Senat be- aittragte bei der Bürgerschaft die unentgeltliche Hergabe eincs- Terraius im Stadtinncren. Mö!hk!ltli^e!lkbttW der 37. Woche. Pom 8. bis 14. September 1907. Einwohnerzahl : angenommen zu 30 000 linkt. 1600 Mann Militär.) Sterblichteitszisfer: 20,8 °/6o, nach Abzug von 8 Ortsfremden: 6,92 °/on. Kinder ES starben an: Zusammen: Envachseite: im vom 1. Lebensjahr: 2.—15. Jähr angeborener Lebens- schwäche Tuberkulose 1 (1) 4(2) 4(2) -1(1) _ Limgcnkatarrhen 1 (1) — 1(1) —— Krebs 2(2) 2(2) —— —— Verunglückung Kl) Kl) — — sonst. Todesursachen 3(1) 2 — 1 (1) Sinnnw 12 (8) 9 (5) 2 (2) 1 (1) An in.: Die tu Klammern gesellen Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle m der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen. Spielpllns der vrrrimgten .frankfurter Zladtthroter. Opernhaus. Dienstag den 1. Oktober*): „Tiefland." Mittwoch den 2. Oktober: „Der flicgcutde Holländer." Donnerstag den 3. CHonet: ,Norma." Freitag den 4. Oktober geschloffen. Samstag den 5 Oktober: „Tie Htigenotten." Cortntag den 6. Oktober, nach« miltaaS halb 4 Uhr: „Künülerblut." Abends 7 Uhr: „öamfon und Dalila." Montag deit 7. Oktober, abends halb 8 Uhr: »Die lustige Witwe." Schauspielhaus. Dienstag den 1. Oktober*): „Tie Nabensteinerin." Mitd woch den 2. Oktober: „Baccarat." Donnerstag den 3. Oktober: „Salome." Hierauf: „IohanniSfener." Freitag den 4. Oktober: ".Baccarat." Samstag den 5. Oktober: „Ein Wintermärchen." Sonntag den g. Oktober, nachmittags halb 4 Uhr: „Ter Dieb." Abends 7 Uhr:' „Die Rübensteineruu" Montag den 7. Oktober: „Baccarat.." *) Anfang, wenn nickt anders^bemerkt. abends nm 7 Uhr. Gießener Wetterdienst. VorauSstchtliche Witterung für Hoffen am Mittwoch den 2. Oktober: Witterungsivechsel. Trüb und Regenfälle. Kühl. Starke südliche Winde. FamUten-Na.,,e^htcn. Gestorben: Herr Dr. August Trapp in Friedberg; Herr Heinrich Seim in Friedberg; Herr Markus Rosenbaum in Gambach; Herr 91. Supp in Darmstadt; Herr Hermann Siemon in Wetzlar; Herr 9lron Stamm in Gladenbach ; Frau Peter Neuhof in Bellersdorf. Geborene: Herrn Heinrich Thiele unb Frau in Wetzlur ein Sohn; Herrn Professor Reinhard und Fran in Marburg ein Sohn. Verlobte: Fräulein Dora Vnrck in Friedberg mit Herrn Albert Tacke in Hannover; Fräulein Atarie Becker in Bergermühle bei Lich mit Herrn Wilhelm Kohlhcyer in Hungen; Fräulein Marie Mobs in Eck^ell mit Herrn Hermann Renn in Eck?,eil. München, 1. Okt. Der Vorstand der Akademie des 1. bayerischen Armeekorps, Hessel, ist bei einer Tour auf die rote Wand im Schlierseegebiet von einem Schlaganfall betroffen worden und oberhalb der Würzhütte auf der Stelle gestorben. Wien, 1. Olt. Der Wiener Rechtsanwalt Leopold Wölflings erhielt gestern erst von seinem Klienten eine Verständigting von dessen beabsichtigter neuen Ehe. Wölfling teilte mit, daß er sich nach der Hochzeit nach Zug begeben und später einige Zeit an der Riviera Aufenthalt nehmen werde. Dann wird er sein Hans in Zug verkaufen und sich dauernd in Deutschland niederlasscn. Budapest, 1. Okt. In etwa 30 Ortschaften sanden gestern Protest Versammlungen der Cristlich-Sozialen gegen den beabsichtigten allgemeinen BahnarbeitertTUsftand statt. In Steinamanger kam es nach einer Versammlung zu Zusammenstößen mit den Sozialdemokraten. Die Polizei mußte von der Waffe Gebrauch machen, wobei 40 Personen verletzt wurden., Budapest, 1. Ott. Die hiesigen großen Geldinstitute votierten fünf Millionen Kronen zwecks Einleitung einer^ Hilfsaktion für die notleidenden Kreditge^ n o s s e n f ch a f i e n. Rotterdam, 1. Okt. Der Hafenstreik hat imdurch größere Ausdehnung angenommen, daß die 600 dis 700 Dockarbeiter einer Firma, die sonst Erzschiffe entlöschen, sich weigern, auf.Getreideschiffen zu arbeiten und in den Streik traten. In-, solgedessen mußte auch die Arbeit auf vielen .Erz- und Kohlendampfern ruhen. Paris, 1. Okt. Die „Agence Fourni^ veröffentlicht ein Telegramm aus London, wonach der Schriftsteller Lequeux, welcher Zeuge bei der Trauung des Ehepaares Toselli war, vor ca. 14 Tagen in Kopenhagen gesehen worden ist, wo er sich bemühte, eine Unterkunft für die Prinzessin Pia Monika zu finden. Florenz, 1. Okt. Posel 1 i hat dus Angebot eines deutschen Impresario abgelehnt, der ihm für vier Konzerte, denen die junge Frau Toselli beiwohnen müsse, 12-000 Francs geboten habe. Toselli erklärte, er habe die Gräfin nicht geheiratet, um Geld aus ihr zu machen. Tie Carabinieri von Fiesole entfernte zwei deutsch sprechende Männer, in denen man Polizisten vermutete, die beauftragt waren, Erkundigungen über den Aufenthaltsort der Prinzessin Pia Monika einzulfi-len. Paris, 1. Okt. Eine Feuersbrunst zerstörte die Fabriken und Remisen der elektrischen Straßenbahn m Sterin ont Ferrand. Der Materialschaden ist bedeutend. — Von fünf am Sonntag hier aufgestiegenen Ballons liegen Nachrichten vor. Am weltesten gelangte der Ballon Nord, der 40 Km. von Ostende von dem deutschen Dampfer „Patani" gesehen wrn'de. Der Dampfer nahm die Bemannung auf, während man den Ballon seinem Schicksal überließ. Bordeaux, 1. Okt. Minister Barth ou ist zur Besichtigung der überschwemmten Landesteile abgereist. Madrid, 1. Okt. Bei den Ueberschwemmungen sind nach amtlichen Erhebungen insgesamt 116 Personen ertrunken, von denen bisher 86 gefunden wurden. Tie übrigen Leichen sind ins EOieer getrieben worden. Barz eloua, 1. Okt. Auf dem int hiesigen Hafen ankernden österreichischen Dampfer Baron Kemeny wütet ein Brand. Bisher ist es nicht gelungen, denselben zu löschen. 1907er Meßmers Tbee vorzüglich an Geschmack und Aroma, ist durch die bekamüen Ver- tauf stellen crljüHUdj. Besonders empfohlen: Meimers Engluche und Ruffische Atischung, 100 Gr Pakete (sog. Probepakete) 60 bezw. 80 Pfennig. ____ss Ao _ Gemeinderatswahl zu Kl.-Linden. Bürger, Arbeiter, geht morgen Mann für Mann znr Wahlurne und sorgt dafür, daß wir Manner in den Gemeindcrat bekommen, die nicht nur einseitige Interesse» vertreten, sondern für jedermann, Arbeiter, Landwirte und Beamte gleich cintretcn, und sich nur das Gemcindcwohl zur Aufgabe machen. Wer dieses will, gche morgen zur Wahlurne und wähle: Bekaurrtmachung. Betreffend: Verkauf von Zuchttnaterial. Aus nnlerer Ziegcnzuchtstation Lauterbach stehen noch eine Anzahl junge Ziegenböcke reinraiftger Saancr Abstammung zum Berkaus. Zch mache die Genieindcn mit beni Bewerten bieraat aufmerksam, daß dieselben auf der Weide in Vautcrbaaj emgesehen werden können und daß dem Wärter tue Verkaufspreise bekannt und. AlSseld, den 30. September 1907. Landwirtschaftstammer-AuSscyuf; für L^berheffen: StorcU, Vorsitzender. DVw Wilhelm Germer, Wagnermeister, Iohs. Wilhelm Renschling, Werkführer, Wilhelm Lenz, Konsumlagerhalter. Von diesen dürfen wir überzeugt jein, daß sic Atser Vertreten. dieses Ehrenamt voll und ganz zum Viele Wähler. Wohle 6195 2 sch. Biutuicr nebft Küche, Maus 5U u. Näh. Ludwigstr.27, pt. [^/ Voz'schj e den e o; : n Das den Dr.Schellhaaö Grbcit V\ 171 a. d. Expl reL [6188 o'amulen-i mrt-Bebra, zwecks Anrede! Terram unentaeltnch uberla Komnmnal- und Gewerbesteu ^L.ticren nicht. Gasenergie sehr Ms. Zu schreiben sub. B. 11J l71 " K ^)d. d, Tieg. 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Die trauernden HinterbricSeneu. Heuchelheim, den 1. Oktober 1907. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 2. Okt., mittags um Vsl Uhr öom Sterbehause, Bachstr. 92, aus statt/ „„ . Lichcrftraße 37. , JPLLL'M^bnung Mresuge^lft - ___________Stcmstrabe 31. Ie !~ ™ - — •• - p 7 ‘ x ManfaTbenwofiutna zu verm. 0/80J Ludwigstratze 64. fiamt1 sucht per sofort möbliertes ...ZkMmer ohne Pension. Ausmhrl. Angebote unter 07307 an den Gies;. Anz. erbeten.______ Eltern suchen für ihren Sohn, Student, ein gut möbl. Zimmer bet guter Familie. [6182 Offerten bitte bis zum 5. Ott. um. M. I,. hauptpostl. Darmstadt. Mu älterer Herr, der noch über CtrC Handschrift verfügt, wünscht stch mit Arbeiten [Abschreibungen) zu Hause oder muf einem Bureau zu beschäftigen. Näheres in der Geschäftsstelle des Giegener Anzeigers. ElrgaNte l-J!Ä!!ltt!!ishllI!IIg mit Ladeeinrichimig und Gas, per 1. Dezember od. evtl, später, AM"2Soalber- zu vermieten. 6185] Jranrmrterstr. 61, pqrt. 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