Samstag 13. Januar 1V07 157. Jahrgang Erstes Blatt Die heutige Dummer umfaßt 14 Selten. Mb. ig- grlutz I C'Horlfln Hilf BTtWullßM liberal gewesen. reichen Besuch der Wirislolalc in Zeilen der Wahlkämpfe mit 10 Psg. wahrlich teuer genug bezahlt gewesen. re M । Einer alten, nach' hö.ischcr Sitte ft.rt bekolletierten Dame soll | ihm in Danipsern unb Gonde.n aus dem Canale ©ranbe ent- L • X. _ : A Art OY1 11tlh Plltmi.'fP. f P I 1 ffl hil ID li ß 1" L111) D L 3 ivÜlUnö t VH Kleine» Feuilleton. -!r. 10 Grschelut täglich außer Bonnlage. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem hessischen Landwirt b e Oirtzener Kamil len- blätter viermal in der LZoche beigelegt und zweimal wöchentlich das KreUblatl |Qr den Kreis Hieben. ^ernsprech-An» schlugi. d.Redccklion 112 Verlag u. Expedition 61 “Äut?0 Sn (f222 i sich die Taschen der Gaslwirle ohnehin bccmaßeu, die Anrechnung von 30 Pfg. für ein (SlaS Trmkwasser ’' . Die kleine Liühe der Bedienung wäre ountag den loH In einer VerirauenSmännerversammlung deS Bundes der Landwirte in Jileder-Saulheim trat LandlagSabg. Wals» Stadecken endgültig von seiner Kandidatur für den Wahlkreis Bingen zurück. DaS Zentrum, das bekanntlich für eine Kandidatur Wolf eintreten ivollte, wird nun wohl Wolf als ZentrumSkandidaten aufstellcn. Wolf ist Protestant!!, DaS geschäftsführende Präsidium der firiegerTamerab» schäft Hassia erlaßt eine Bekanntmachung an die Hanieraöcn, die mit folgenden Worten schließt: Kameraden l Wenn eS je bei einer ReichStagSwahl patriotische P i l i ch l war, das WahIrecht auszuüven, so M es bei dieser! Ächt Mann für Mann an die Wahlurne I Wähn Wiemanben, der nicht der Regierung die Miuel zur Aufrecht- crhaliung von Deutschlands Ehie bewilligen will! Wählt vor allem feine Sozialdemokraten! Wählt nur Männer, die über kleinliches Parteigetriebe die Xliebe hochhalten zu Kaiser und Reich! Eine Zuschrift auS dem Kreise Wetzlar bezweifelt stark, daß der nalionaUiberale Kandidat Kram er den Sieg erringen wird. Ec meint, der 25. Januar müsse abgeioariei werden. TaS meinen wir auch. Jedenfalls ,vünschen wir penn Krämer, und nicht Herrn Behren« den Erfolg. In Li ar bürg befehden sich leider aufS heftigste Links- und Ziechlsllberale. Prof. Rade erklärte am 10. d. Lils, in einer Versammlung, daß er noch in keinem Wahlkampfe so viel persönliche Hetze erlebt habe. 9lalionaUiberale und Bundler trügen Verleumdungen gegen v. Gcrlach von HauS zu HauS. Lian werfe ihm vor, er schmeichele den Zentrums- Wählern. Prof. Sieveking, der wann für v. (Verlad) ein- tritt, hielt den 9lalionaUiberalen vor, sie seien manchmal un- Adresse für Depeschen: Y^afjon5druü und Verlag der vrühl'schen Unlv.'Vuch. und Steinbruderei. u. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstratze 7. VylCßcn• berufsmäßiger Ecometer, Wemhändler und Landivirt. Kandidat dc» Bundes der Landwirte, der von den 9iationalllberalen unterstützt wird, bleibt Keller auS Stein- bockenhelm. — In einer Eeneraloersammlung des Rational- liberalen Vereins Bmgen berichtete Professor Jost über den bisherigen Verlauf des WahlfcldzugeS im Wahlkreise, iuobei er hervorhob, daß die Einigung auf eine Kandidatur Schmidt, trotz der anfänglich wirklichen Begeisterung der 9lahonalliberalen, an den» Widerstand der freisinnigen Parteileitung gescheitert sei. Das ist völlig unbegreistich, ja unsinnig. Tie Freisinnigen haben doch Schmidt nominiert, aber die Rational- liberalen protestierten dagegen und stellten Lichtenstein auf. Dieser trat zu gunsten Schmidts zurück und die Bingener 91 a t i o n a 111 b e r a l e n versprachen ihren Gießener Parteifreunden, für Schmidt stimmen zu wollen, wenn die Gießener Freisinnigen die Kandidatur Heyligenstaedt anerkennen wollten. DaS geschah. Und nun treiben die Bingener Rolionalliberalen ein so seltsames Spul, das mchl nur unverständlich, sondern unverständig ist, weil eS den Liberalismus im Wahlkreise sehr gefährdet, der Bruch des Versprechens aber nun den Gießener Freisinn empören und zur schroffen Gegnerschaft gegen andere nalionaUiDerale Kandidaturen für später führen dürfte. Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Ank Wahlbewegung. Gießen, 12. Januar 1907. Am Donnerstag abend sand, wie man unS schreibt, in Staufenberg eine gut besuchte Wahlversammlung stati, in der Stadto. ßöber und Herr Hopp sprachen. In längeren Ausführungen legte Herr Hopp die Geschichte der ReichstagSauflSjung dar und empfahl die Wiederwahl des Herrn Heyligenslaedt. Darauf sprach Herr Beckmann als Agitator der sozlaldemokc. Partei mit den bekannten lieber» treibungen in betreff der Kolonien Tippelskirch ufiv. Darauf sprach Stadlv. Löder über die Verdienste Heyligenslaedis für Landwirtschaft, Handwerk und Strödt und widerlegte in sachlicher Weise die Ueberireibnngen BeckmannS in bei Holonienfrage. Llit einem dreifachen Hoch auf Kaiser und Vaterland schloß Herr HeibertS hausen die Versammlung. Ltan schreibt unS aus 9i u 1 te r 61) a u i e n, 11. Jan. : Gestern abend sand hier im Saale deS Gastwirts Geißler eine gut besuchte liberale Wahlversammlung flau. Eröffnet und geleitet ivurde sie von Lchueideemelfier Wl o o S. Tie Herren Weidner und Loder von Gießen redeten zu der Bei- sanuiiluug und verstauben sie zu begeistern. Außerdeiu hatten ftcb auch zwei Vertreter der eojialbemohaue, die Herren 91 o t l und F o ii r > e r von Ulicueu, emgeiundeii, sodaß es eine lebbane T is- hiifion gab. beider ließen sich die beibcn Vertreter der Variei bei »Freiheit- zu persönlichen Angriffen und Beleidigungen gegen Loder und den Kandidaten pe y t i g e n si a e d t himeiyeit, was m der Versainmlung einen inigiinjiiflen Eindruck machte und die Sympathie für diese Partei ßtiuib nicht verinehrt hau Eine interessante Meldung kommt heute au8 Hanau. TorthatdieDeutsche 9iesormpartei die Kandidatur Köhler-LangSdorf zu Gunsten deS nationaüibcralcn Kandidaten Lucas zurückgezogen. Eine sehr verständige handlungSiveise im Interesse aller nationalen Parteien. Lb-crlehrer 23er n er schreibt uns, daß er „iveber in Trns a. L. noch sonsuov im ersten Hess. Wahlkreis eine W a h V Versammlung |ür Köhlerabgehalten Hube." Das ift Don Uiiserm Hassclihausciier Gewährsmann auch gar nicht f.,-l)auptet worden. Dieser teilte vielmehr nur m.t, daß Herr Werner „für Köhler gesprochen habe. Das leugnet a.so Herr Wenter nichu Aber selbst wenn er dieses durch seine Zuschrift an und vielleicht hat in Abrede stellen wollen, so gibt er durch sie doch zum mindesten inbirtL 511, was auch durch die Marburger Presse bestätigt wird, biß er, tote unsere gestrige Korrespondenz auch mitteilte, im Wahlkreise ibuirburg jur den Gesinnungsgenossen Köhlers, Dr. Böhme, agitatorisch tätig ist. Was auf dasselbe Yin- auslommt. Ter Gastwirt Franz Bauer in Allendorf a. d. Lumda nimmt in einem Schreiben an unS bezug auf eine Zuichnft ouS feinem Orte, die in unserer Rr. 6 zmn Abdruck gebracht wurde, und erllärt, daß er weder eine »gierige Geschäits- feele sei noch Sozialdemokraf. Er habe nur einem Gaste, der Trmkwasser bei ihm bestellt hatte, begreistich machen wollen, daß, wenn die Gäste von Wittslokalen fein Bier, Wem ober Selterswasser tränken, die Wirte ihre Lokale schließen müßten. Er habe dem betreffenden Herrn durch die 80 Pfg. begreiflich machen wollen, daß bann der Wirt auf andere Weise auf feine Rechnung kommen müsse. — Dazu ist zu bemerken, daß nach der Darstellung unseres GewährS- mnnncS der nationaüiberale Redner vorher Bier und erst später, als er reden wollte, em Glas Wasser sich bestellt hatte. Aber Wahlversamnilungen sind doch überhaupt nicht da;u da, um den Alkoholgenuß zu fördern, und kein Gastwirt kann verlangen, daß jeder Besucher einer Wahlversamm- | hing dem Gastwirt etwas zu verdienen gibt. Bei dem zahl- -Mi. Sn® Jnteressante Folgen dürste eine am 9. Januar in Potsdam stctttgchabte sozialdemokratische Versammlung haben. Man schreibt uns darüber von dort: Nachdem der Genosse Ledebour die bekannten Fanfaronaden gegen den „Krieg gegen 300 Hottentotten mit 8000 Mann', den wir zum Geoeihen der Tippelskirch und Konsorten führen, los- gelafien und danach die Hungerzüchtung, den Kapitalismus, Knechtung und Ausbeutung der Arbeiter in U/2 stündiger Rede erschöpft und aus Dornburgs jüngster Rede nur die beiden Dattelbäume herausgehob--u harte, vor denen er dell Wald des anderen Hochbedeutsamen nicht sah oder nicht sehen wollte, trat ihm zunächst der Ingenieur Keidel- Potsdam mit dem treffenden Vergleiche entgegen, daß — wie Brandenburg die „Streusandbüchse Deutschlands" hieße und doch den schönsten Ort Deutschlands berge: Potsdam — so werde auch ganz zweifellos unsere Kolonie S.-W.-A. „mit dem Wüstenrande" dereinst ein Gebiet von Höch st e r landwirtschaftlicher Tropen kultur, die ungeahnte Fruchtmengen erzeuge und uns zuführe, darstellen. Dann verlas Keidel die Stelle aus Dernburgs Rede, welche gerade für Arbeiter kolontalsreundlich, aujtlärend wirten muß. Hatte dieses dem Gewaltigen schon das Blut aus dem Gesichte getrieben, so geriet er durch die den Genossen Ermler vom nächsten Redner, Herrn I., nachgewiesene Ablehnung der Sonntagsrul/e für Handlungsgehu.sen in Mühlhausen L E. ganz- aus dem Häuschen, gebärdete sich als wilder Mann und vergaß sich so weit, daß er sich in den Reichstag verseht glaubte, wo man ungerächt schimpfen kann, wenn einem die gegnerische Logik zu stark an den Kragen geht. So gebrauchte Genosje Ledebour die freundlichen Aus- gegen, und es entwickelte sich da wahrend des Wartens ein Stuck heiteren italienischen Volkslebens. Endlich nahte dec lange Zug der schwarzen, dem königlichen Hause gcl;urenoen Gondeln, mit den Gondviiecen in feiecltajer Galatracht, die bunte Schärpe um die Husten. Im ersten halben Dutzend Gondeln waren stumm und feierlich Dienerschaft und Gefolge. Die Gondel, m der er sewst, begleitet vom Burg-rmeißer und Pra,eiten, satz, wurde stürmisch begrüßt, aber es lag ein wenig Ulfiiimmung in dem Jubel. Der Schah beachtete ihn kaum: er Der!?arrte bewegungslos, zusammenge,unken und trotz der Wärme in eine Decke eingepackt. Dem fahlen, dunkel gelben Gefichte mit den dunkel umränderten großen fchwarzbraunni Augen sah man damals, schon vor vier Jahren, fchon die Merkmale oes todoringenden Leidens an, dem der „König dec Könige" jetzt erlegenMin — In Frankfurt ist am 16. d. M. Profefior An on llrspruch nach zehntägiger Kranlheit infoige eines Herzfchiags gestorben. Urfprud), löoO in Frankfurt geboren, war einige 3eit Lehrer für mavierspiel am Hoch ch-en rwniervatorium und nat dann in den Lehrkörper des Räsiscyen -wmervawnums über, er war em arisgezeiu ncter Pianist umd hat >'ch auch^ots talenroolter lfeomponist eingeiuhrr. Auch seme L-per: ,,^as unmöglichste pon allen" harre starken Eriolg,. drücke, die in dem folgenden Briefe sichen, den Jng. Keidel am folgenden Tage an ihn richtete: ' „Gestern abend haben Sie Herrn I. einen „frivolen Bur scheu" und „dummen Äengel" genannt und damit Fhre und die Roerensche Reichstagsgepfiogenl)clt m d e öiient» neben Versammlungen getragen. Im Auftrag einer Anc>ahl Entrüsteter richte ich hicnnck das Ersua/en an Sie, binnen drei Tagen diese Worte zurückzunehmen. Habe ich bis zum 14. d. M. keine Antwort von Ihnen, so nehme ich an, daß sie auf Ihrer Beleidigung beharre n." Man dar, gespannt sein, welchen Ausweg der gewiegte ParlamentSredncr auS dieser kritischen Lage findet. — Auf Veranlassung des Grafen HoenSbroech und des Geh.-Ober- RegierungsratS Klein in Bonn oersamnielten sich am 10. d. M. hervorragende Katholiken deS Ri)einlandes in Düsseldorf zu vertraulichen Besprechungen und oeröffenllichten einen Ausruf an alle Gesinnungsgenossen, bei der ReichötagSwahl nur solchen Kandidaten die Stimme zu geben, deren Gesinnung und politische Vergangenheit Bürgschaft geben, daß sie unbeirrt durch kleinliche Parteunteressen für des Reiches Ansehen und Li acht, für die Erhaltung der Sicherung des Kolonialbesitzes in gleicher Weife wie für die Wahrung des konfessionellen Friedens ein- fielen. Die Versammlung beklagte aufS tiefste, daß die Leitung deS Zentrums foivohl bei der letzten Abstimmung im Reichstage als auch beim gegenwärtigen Wahlkampf eine Haltung angenommen habe, die das patriotische, monarchische Empfinden weiter Kreise schwer verlegt. In Gotha hielt am 11. I. 9)118. vor einer stark besuchten Wähleroersammlung der Erbprinz zu ^oben• sOhe-Laiigenburg seine Kandidatenrede. "SsS" S-SZ er dagegen die einen tiefen philosophifchen Sinn Verratendm Worte gesagt haben: „Vous vieüle, laibe — pourquoi?" (Sic alt, häßlich, — warum Ball'?), worüber die ungereüete, eine Gräfin, jafi in Ohnmacht fiel. Es ließe sich ein ganzes Buch mit solchen Geschichten füllen. Viele davon sind ja längst bekannt geworden, so die Weigerung Raffr-ed-Dins, zum 'Jieunen nach Hoppcgarten zu fahren, da er längst wisse, daß ein Pferd schneller laufen könne, als das andere. In Par.s ließ er fich die Guillotine erhören, verlangte dann aber, sie „in Gebrauch" zu sehen, und als man ihm dies für unmöglich e.starre,, befahl er einem feiner Adjutanten oder Minister, der gerade in Ungnade war, das Haupt unter das Fallbeil zu legen und sich, zur näheren Dcmonscratwn des incer- eifanten Apparates, rege.Käjt köpfen zu la Jen. Nur mit Muhe könnte man ihn haoon abbringen. . Sein Soh.i Lluzasfer-ed-Uin, der ihm 1896 nach feiner Ermordung io.glc, war denn doch mit den Sitten und Georauchen abendlandifä-er Kultur ganz bedeutend vertrauter. Er war ein großer Kenner und Serener europ^isuier rauen!0>onheit^uno überall in Europa g-uen feine i.eman LiLbesabcaceurr Dud <^ton zum Medisieren. Ja) sah 1^1 19ü3 in L e neö i g an einem heilen Fruhringsrage. Seine Anrumt war ein Varls,eit. ^>n dichten Sa/ureii ftcitoen die Menfchen, Einheimische un£> Fremde, au, ixs öuG.jra degli KchMW öl-r juhrcu MUslll. 1 . fallen daß d ■’ 13- Iannar, tadelnswert bleibt. Schah Muzafjer-et^Din der jetzt nach langer Krankheit zu seinen Vätern versammelt ist, hat bei denen, die ihm in Europa näher traten, die der Zufall mit ihm in Berührung brachte, ober die ihn nur auf einer seiner Reisen, etwa in Venedig bor vier Jahren sahen, meyt den Eindruck eines orientalischen Lespoten, vielmehr den eines ruhigen^ und milden, ein wenig müden Herrschers erweckst UeberalL wo Schah Muzasser-ed-Din erschien, mar er der Gegenstand lebhafter Neugier, und schnell toanb sich ein ganzer Kranz von Anekdoten und Aiiekdötck)en um ihn. . Bon feinem Vater Nassr-eb-Din erzählt man sich noch letzt pllerlei. Der Zustanb, in bem er sich nach seinem eriien Berliner Besuche, Mitte der 70 er Jahre, bie ihui angewiesenen Räume bes Schlosses Bellevue zurückließ, soll ben alten Kaiser Wilhelm I. bewogen haben, nach seiner Abreise als Garnison-Parole des Wort: „Schweinfurt" iu be- pimmen. Auf bem Hofball, den er besuchte, entsetzte ec die ihm lugeteilten Begleiter durch die gänzliche Nichtbeachtung der Kai- lemn Augusta. Er konnte sich augeiifcheirilia) gar nicht Dorfielien, X*6 der Kaiser sich nicht eure jüngere und schönere Frau geivührl ^ile. Unb man erzählt, baß er an einer jungen Hofdame Boid Gefallen fand, büß er chce sofortige Einstellung in 1 einen MW Witz liy). sehr wiMerje, das öies NiM sezchah. erteilt orunblidl- UnterriA 1 liMtr i)Ud*DßT Slnocbote uut W 'iltchenct Ms^MbNar Helle au 4 °/o zu vevlci»« [ftüdje Anfragen unwj^ MMerAWUT-erdcia Stark nute Sicherheil zu leibf11^ Uöcnt. Mpmütt monatlich TÖ'ÜU vierteljährlich Alk. 2.20; durch VIbhole- \u Zweigstellen mouadicb 60 Pj.; durch die Post Mk.2.—vienel- jährst ausschst Besiellg. Annahme von Anzeigen für die 2age6mnninct bis vonninags 10 llhr. Zellenprcis: lokal lüPst, auswärts 20 Pieiuilg. Derantworllick für den poliL und allgem. Teil: P. Wlttko: für ,Sladl und i-'anb* und -Gcnchlsfaaf: Ernst Heß; für den Anzeigenteil: Hans Beck. luchui für 8 UUitn « ovii 3, ö unb b Mra icrgtbtnb auf t Ivvcd« jfleuciicile, W4btu« «• m üujijßjinwitr, iltw» j. L/aöl. üruienaou SjjlZ Vbamei g. Scbwestenüutu le..ee, »»»»<»» 1 uttmifleut, »la^iiDadjt, >e. Mnelougenl-aeiben = au, öwrdnet ixugetiUk lümiitui, Tiszin. 7 u, ulschelei Hunten. M einen ’ürtmann wirt th ! Siachdilfe in bei andüiuajeu Sprache ecm« anuche luiöcbvif unter iil eener änznz« (tourt irfie Vortrage ° rküuferin ^WS^merdei^ Modes! Atti«, in iwch ungekü-. "stt-e, such! «niQiid iiiaq lAi llercm. ^schalt oö. Unmegenb. lüen. C" ebr.poulaoemb Wetzla, aJtoiiifttir -Ai tnviinicvL Dcutjches Ueich. Berlin, 11. Jan. Uwe bl a 11 e r und die Kaiserin besuchten heute die neuen Werke von Siemens & HalSke unu Siemens-Schuckert. 9kach mehr als dreistündigem Aufenthalt verabschiedete sich das Kaiserpaar. Der Kaiser empfing dann im Königl. Schloß den Staatssekreräc des Auswärtigen Amts 0. Tfchirschky und nahm darauf das Frühstück beim Fürsten von Ho henzoller n ein. Am Nachmittag besichtigte der Kaiser im Tom das Erinnerungsdenkmal für den Fürsten LiSmarck und einige neue Gemälde. — Fürst Karl zu Löwenstein-Wertheim aus Schloß Klein-Hcubach am Main ist während der Kommunion in der Klosterkirche zu Engelberg von einem Schlaganfall betroffen worden. Der Zustand des im 73. Lebensjahre flehenden Führers der fübbeutiu^n katholischen Abeligcn ist bebenklich. Osfiziell wirb ein schwerer Lhnmachtsansall als Grund dec plötzlichen Erkrankung angegeben. Ter Fürst ist auch als Gründer Der Antiduell-Liga bekannt. Er ist Mitglied der Ersten Kammern in Bayern, Württemberg, Baden und Hessen. Sein Sohn, Erbprinz Alvis, war der Präsident des Straßburger Katholikentages. — Aus Veranlassung des Stadtälteftcn und Prä,identen der Aeltesten der Berliner KausmannsckMft, Kaempf, ist eine Unter- suchung über die Auswanderung der deutschen Industrie nach dem Auslande veranstaltet worden, die bestätigt hat, daß die Besürchtungen berechtigt waren. Das gesammelte Wcateml ist sehr reichhaltig. — lieber Hebungen des Beurlaubten st andes und Reichstagsmahlen schreibt die amtliche „Verl. Korr.", daß für den Bereich der preuß. Militärverwaltung, allgemein angeordnet worden ist, die Hebungen so zu regeln, daß die Hebungs- pslichtigen sich an der Reichstagswahl und etwaigen Stichwahlen beteiligen können. Münch en-Gladbach, 11. Jan. Lizentiat Weber erhielt als Vorsitzenoer des Gesanilverbaudes des evangelischen Arbeitervereins ein Tank schreiben des Reichskanzlers, in welchem dieser seine Freude darüber ausspricht, daß die Mitglieder des evangelischen Arbeitervereins am Wahltage bis zum letzten Manne ihre Schuldigkeit tun wollen. Stuttgart, 11. Jan. Bei den erstmals vorgenommenen Proporswahlen zum Landtag wurden gewählt: 2 Deutsch- parteiler, 3 Konservative unb Bauernbund, 4 Lolksparteiler, 4 Sozialdemokraten und 4 Zentrum. Die Stärke der Fraktionen im Landtag ist nun folgende: Zentrum 2ö, Bolkspartei 2i, Sozial- Demolifltcn 15, Konservative unb ^auernbuno 14, Deutsche Partei 13, ein Wilber. ____ Eine glanzende Bersammlung hatte sich am Freitagabend in Berlin auf Einladung beS deutschen Handelstages im Mvzartsaale zusammengefunben, um den Ausführungen bes Kolonial-DirettorS Dernburg über foen heutigen Stand der deutschen Kolonieen-Ent- wickelung zu lauschen. Vertreter bc5 Handels und der -Industrie waren es, Männer de§ praktischen Lebens, die dem Ruf deS Handelstages gefolgt waren, um zum Ausdruck zu bringen, daß sie in dem Kampf, den die verbündeten Negierungen führen, treue Gefolgschaft leisten wollen. Auch aus den Kreisen der Handelskammer und sonstigen kaufmännischen Körperschaften waren Vertreter und Mitglieder in großer Zahl erschienen. Dernburg faßte seine Ausführungen für die Entwickelung des deutschen Kolonialbesitzes von handelspolitischen Gesichtspunkten aus gesehen, dahin zusammen: sie sichert unserer stetig wachsenden Bevölkerung Aufträge, also Arbeit und ermöglicht die Ernährung vom Auslande unabhängiger zu gestalten. Nichtig geleitete Kolonien sichern einen großen Teil der Rohstoffe, die bei uns selbst gebraucht werden. Die Entwickelung der Kolonieen schützt und stärkt unsere nationale Zählungs-Bilanz, da wir für die entsprechenden Rohmaterialien nicht ans Ausland zu zahlen haben, sondern das Geld der Jnnen-Wirt- schast erhalten bleibt, und schließlich bildet sie ein praktisches Mittel zur Erreichung günstiger Bert rage mit anderen Weltnationen zur Sicherung des gegenseitigen Absatzes und Austausches von Produkten. Herrn Dernburg ist, wie erschloß, die koloniale Frage eine nationale Frage allerersten Ranges, ,bic Frage der Zukunft der nationalen Arbeit, die Frage der Beschäftigung des heimischen Kapitals im Handel, Gewerbe und Minutenlanger, sich stets wiederholender, dröhnender Beifall der Versammelten dankte Dernburg als er geendet batte. Neues aus Rußland. In Petersburg wurde am 10. Jan. der Mörder des Generals Pawlow hingerichtet. Seine Persönlichkeit ist noch immer nicht festgestellt, weil er bis zu seinem Ende jede Aussage verweigerte. Er erklärte seinen Richtern lächelnd, er habe den Auftrag des Revolutions- lomitees ausgesührt und sterb e gern. Ein Petersburger Journalist meldet, daß der Zar infolge der jüngsten Ermordungen hoher Staatsbeamten in einen Zustand der größten Aufregung versetzt worden ist. General Pawlow erfreute sich oer besonderen Gunst des Kaisers. Das Kriegsgericht in Petersburg verurteilte am 10. Januar fünf Terroristen zum Tode. Aus StaSt un- Land. Gießen, den 12. Januar 1907. ** A u s dem B u r. e u n des Slavtl Heaters. Auch an dieser Stelle sei darauf hingewiesen, daß Frl. Käthe Cardung, wie gestern als Miß Chiveley auf Engagement für nächstes Jahr gastierte, morgen als Katharina in der Widerspenstigen ein zweites Mal auftrcten wird. Ober-Ohmen, 11. Jan. Der hiesige Krieger- vcrein feierte sein 25jähriges Bestehen, aus welchem Anlaß ihm die vom Kaiser verliehene Fahnen schleife durch Kreisrat Hölzinger übergeben wurde. [~1 Oppenrod, 11. Jan. Heute wurde unter zahlreicher Beteiligung der Zimmermann Heinrich Fink IV. beerdigt, der am Montag mit einem Fuhrwerk verunglückte. Er hatte an einem Brunnen in Alb ach ein Faß Master gefüllt. Als er zurückfahren wollte, scheute das Pferd, Fink siel unter die Räder und der schwere Wagen ging ihm über die Brust. Er erlitt so schwere Verletzungen, daß er drei Stunden nach seiner Einlieferung in die Gießener Klinik starb. Der allgemein wegen seiner Pflichttreue und Gewissen- Hastigkeit geachtete und beliebte Mann starb im 52. Lebens- jahr; er hinterläßt eine Witwe und neun Kinder in sehr bedrängter Lage.__________________________________________ vermischte». ° Brände. Im Stanzraum einer Osenfabrik in Geispolsheim (Elsaß) brach ein Brand aus, bei dem die Flammen den Ausgang eines Raumes versperrten, in dem etwa 30 jugendliche Arbeiter und Arbeiterinnen beschäftigt waren. Die Mehrzahl drückte sich in einer Ecke zusammen, wo sie fast sämtlich den Tod fanden. 21 fielen den Flammen zum Opfer, 6 wurden durch Einschlagen der vergitterten Fenster gerettet, trugen jedoch durch Die Gitterstäbe schwere Verletzungen davon. Ein Pfädchen wagte den Sprung aus dem Fenster, wurde aber gleichfalls schwer verletzt. Ein großer Aschenhausen, aus welchem nur noch die stärksten Schenkelknochen und die Schädel von den menschlichen Ueberresten zu erkennen sind, bezeichnet den Platz, wo 15 Mädchen und 6 Knaben rm Alter von 15 bis 18 Jahren ihren Tod gefunden haben. Der Leiter der Fabrik, Umbrecht, befand sich bei Ausbruch des Brandes nicht in der Fabrik; er hatte zwei Aufseher bestellt, die jetzt einem gerichtlick)en Verhör wegen der Verantwortungsfrage unterzogen werden. An der Brandstätte spielten sich herzzerreißende Szenen unter den ihrer Kinder beraubten Eltern ab. Der Materialschaden, welcher durch Versicherung gedeckt ist, beziffert sich aus etwa 3ö 000 Mark. — In Rotterdam brach int Depot der Automobil-Omnibusgesellschast Feuer aus, durch welches eine Anzahl Wagen zerstört wurde. Der Schaden wird aus 400 000 Fr. geschätzt. Handel nnd verkehr, Volkswirrtzehaft. H o ch st e r F a r b w e r k c. Cs ueiloutct, daß vo einem Che- mifer der Gesellschaft ein neues Heilserum erstürben wurde und die Herstellung schon demnächst beginnen soll. Für das Mittel wird em nicht minder großer Absatz erwartet, als für die berühmten Fiebermittel der Anstalt. Erböhung der Zigarren-Preise. Tie Tabakverarbeiter Westfalens und der angrenzenden Gebiete, soivie mi5 Bremen und Hamburg kündigen eine Erhöhung der Zigarrenpreise an weil erstens sich die Herstellungskosten infolge der überaus hohen Preise aller Tabakarbeiten sehr neueuert und dann die Arbeitslöhne überall gestiegen sind. Der Preisaiiischlag, der notgedrungen gefordert werden muß, wird sich nach Fasson, Farbe uiiö Verpackung richten. Märkte. fc. Frankfurt a. M., 11. Jan. Ö e u- u n d Strohmarkt. Alan notierte: Heil Mk. 3.20 bis 3.50, Stroh Mk. 2.90 bis Alk. 3.20. Tendenz: ruhig. Gießener Wetterdienst. voransfichtliche Witterung für Hesien am Sonntag, d n 13. Januar: Meist trüb. Keine erheblichen Niederschläge. Mstd. Schwache westliche Winde. Origittal-DrahtLttcL-uugen. Sinzig, 12. Jan. Ein Zusammenstoß zweier Güterzüge, bei denen Menschen nicht zu Schaden kamen, aber viel. Material beschädigt wurde- erfolgte in der letzten Nacht. Etwa 23 Wagen wurden zertrümmert. Der Zusammenstoß ist dadurch entstanden, daß der von Koblentz kommende Zug über das Einfahrts-Signal fuhr. S ch n e i d e m ü h l, 12. Jan. Die Strafkammer bet- urteilte den Hofkaplan Stankowski aus Potalice wegen Aufreizung zum S ch u l st r e i k zu 600 Mark G e I d st r a f e und allen Kosten des Verfahrens. Paris, 12. Jan. Das „Echo" meldet aus London: TaS Komitee der nationalen Verteidigung habe beschlossen, den Bau eines Tunnels unter dem Aermel- Kanal abzulehnen mit der Begründung, daß dieser den Interessen der nationalen Verteidigungzuwiderlaufe. Shanghai, 11. Jan. Der Vertreter des ausländischen Komitees zur Unterstützung der an Hungersnot Leidenden berichtet, daß sich in dem Lager bei Tsingtau 450 000 Flüchtige befinden. Frauen und Kinder graben Wurzeln aus, als Nahrung dienen vielfach gekochte Blätter und Zweige. Es sind keinerlei Notarbeiten eingerichtet. Tefefmiesche Kursberichte des Giessener Anzeigers, mitceteilt von der Bank fflr Handel und Industrie. Giessen. Frankfurter Börse. 12. Januar. 1.15 Uhr. 3'Ae/o Beiclisanleihe . < 98.10 3% do. . . 86.90 Konsols .... 98.30 3% do 87 10 3% °/0 Hessen .... 96.75 :5ܰ/0 Oberhessen . . . 95.00 4 °6 Oesterr. Goldreute. . 99.80 4*/5 °o Oesterr. Silberrente 100.05 4?6 Ungar. Goldrente . . 96.50 4% Italien. Rente . . . 102.70 3"o Portugiesen Serie I . 69.40 3% Portugiesen „ HI 70.00 4>6°f6 russ. Staatsaul. 1905 91.60 4'A" o Japan. Staatsanleihe 94.60 4 u-6 Cour. Türken von 1903 94.30 Türkenlose .... . . 147.00 4% Grieeh. Monopol-Aul. 51.80 4% äussere Argentinier . 83.bO 3°/0 Mexikaner . . 67.00 4>$u/0 Chinesen .... 97.70 Aktien: Bochum Guss 251.00 Buderus E. W ... 129.50 Tendenz: fest. Berliner Börse, 12. Canada E. B 193.10 Dai instädter Bank . . . 140.70 Deutsche Bank . . . 243.30 Dortmunder-Union C. . . 88 70 Dresdner Bank .... 159.50 Tendenz : ruhig. Elektriz. Lahmeyer . . . 143 50 Elektriz. Scbnckert . . . 125.50 Esch weil er Bergwerk . . 252.50 Gelsenkirchen Bergwerk . 221.00 Hamburg - Amerik. Paketf. 156.10 Harpener Bergwerk. . . 219.00 Lanrahittte 246 50 Nordd. Lloyd 132.00 Obeischles. Eisen-Industrie 127.50 Berliner Handelsges . 175.00 Darmstädter Bank . . . 141.25 Deutsche Bank . . . 243. ::0 Deutsch-Asiat. Bank . . 173.90 Diskonto-Kommandit. . . 187 30 Dresdner Bank . . . 159.80 Kreditaktien 217.10 Baltimore- und Ohio- Eiseulahn . . . 122 60 Gotthardbahn .... 192.' 0 Lombard. Eisenbahn . . 35 40 Oesterr. Staatsbuhn ... 148.40 Priuce-Henri-Eisenbahn . 150.50 Januar. Anfangskurse. Harpener Bergwerk. . . 210.90 Lauranütte. .... 246.20 i.ombardeu E. B. ... 35.30 Nordd. Lloyd .... 131.50 Türkenluse 147.10 AU Winterkur für “i SOdaHhansre des Taunus. fe&J$3 lieh einc-iichtete kleine Anstalt, m SpeziaJfc iianstalt. Centrul-Hei- gi YSm «wgi M K zung u. BN' mhtung, geheizte Biege- M vH B S halle und Corridore. Sorgsame tH öl ’Q vEy eti 65 Eehandlnn-; und Verpflegung. Diätkuren. (Depenuance iür Minderbemittelte.) Prospekte franko. ' 11 "■ Dr. M. Nohulze-Kahleyes. Nervenarzt. Sana.*r!um Hofheim im Taunus. Die nach- A npnf n sind Sonntag, den 13. Jan. von stehenden uvl £j 1 ü 12 Uhr mittags bis 12 Uhr nachts sicher anzntreifen. (D^ Dr. Pioch, Asterweg 34. — Dr. Schliephake. Goethe* Strasse 44. — F. Wagner« West-Anlage 51. Todes nzeige Herr Christoph Arnold Friedhofs aus statt. HBB Hinterbliebenen Heinrich Arnold II Die trauernden In deren Hamen: Gestern abend entschlief nach schweren Leiden unser lieber Bruder, Schwager und Onkel Giessen (Marktstrasse 28), Elberfeld und Marburg, den 12. Januar 1907 im 52. Lebensjahre. Die Beerdigung findet am Montag, dem 14. d. M., nachmittags 2 Uhr, von der Kapelle des alten M * tjj • W w i I Wv ■ I I. Frau iveckcr und Kirrdcr. 0254b Die Beerdigung findet Sonntag den 13. Januar, nach" mitt. 2 Uhr, von der Kavelle des neuen Friedhofs auü statt. 363 mittags 2 Uhr statt. 0278 88 unterem Marie Gehrke geb. Landon. 0262 Friedhof aus stall. 380 08 schweren Derluste, sowie für die überaus zahlreichen Blunnn> spenden sagen wir Allen unseren innigsten Dank. Gießen (Sandgasse 49), Alt-Falkenberg, Groß-Auhelin, New-Pork, den li.Jamtar 1907. Tie traliernden Hinterbliebenen: Elisabeth Kleirrke, geb. Mertc und minder. Tie Beerdigung findet Sonntag den 13. Januar, nachmittags 4 Uhr, vom neuen Friedhof aus fr.it. Verwaiidten, Freunden und Bekannten die schmerzliche DhtteUung, daß heute nacht 3 Uhr mein lieber, guter Alaun, nufer treusorgender Vater, Brnder, Schwager und Onkel Herr Haniel 50ei ragte Schlossermeister sanft dem Herrn entschlafen ist. Todes-Anzeige. Gott bem Herrn bat eS gefallen, gestern vormittag meinen innigst geliebten (9. tten, unfern guten Later, Großvater, Bruder, Schwager und On'el Herrn Beigeordneten und Gastwirt Verarg Kehr plötzlich abzurufen. Tic trauernden Hinterbliebenen. Treis a. d. Lba., den 12. Januar 1907. Du Beerdigung findet Montag, den 14. d. Mts., neid’» Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei Todt s-A nzeige. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, meinen innigst geliebten Gatten, unfern guten Barer, Bruder, Schwieger- sohu, Schwager unb £)n£el Herrn Johannes Becker Kreisttrastenwart nach kurzem, schwerem beiden im Aller von 51 Jahren in die Ewigkeit abzurufen. Gießen (Schiffeirberger Weg 120), 10. Januar 1907. Dte tiestranernden Hinterbliebenen: Gott bem Allmächtigen hat eS gefallen, unsere liebe Schwester und Tame gröulcin AiNtlid heute morgen 7 Uhr durä) einen sanften Tod zu sich zu rufen. Tie trauernden Hinterbliebenen: M. Rolwbach, FamMe Mohr. Gießen (Weserstraße 19), den 12. Januar 1907. Die Beerdigung findet Dionlag nachmittag vom neuen Haarausfall 1 Haarfrass! Haarspalte! Kahlköpfigkeitl Immer und immer wieder Wvv\ oreist moA zu dem einfachsten, alten und viel erprobte» k'-M ^cudtlsteulcr.yduviiefd ^iieimcsscl-Apiruus per Flasche Mk. 0.75 1.50 u. 3 —, ächt mit „Wendelsteiner Kircherl," u. „Brenneffel". Kräftigt den Haarboden, rciiug| von Schuppen, verhütet den Haarausfall, befördert bei täglichem Gebrauche ungemein das Wachstum der Haare. Alvina-Seife äHL 0.50, Alvina-Milch ü St. 1^ Zu haben in Apolhen, Drogerien, Parfürmev Enrl HunuiuS, Mürickicu. Depots: W.KUbiuger, Löwendrog., Aug. Roll, Trog. ’)Uin roten Xu’euä, C. 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Mann. . 210.90 . ■ 246.20 . . 35.30 . .131.50 . . 147.10 ein Urvott in den auf Mit Lichtbildern und Wundsein der Binder wird schnell und schmerzlos beseitigt durch Börner'S Mediziual-Leife »Isoldes Niederlage bei: Krcuz-Trogcrie Äug. Noll. [b7lt ä. Warme geeebOhU Lar» hange des Taunus. Bebag ‘'richtete kleine An«tolt, ' ilanstalL Central-Hei- ■>' -u-htung, geheizte Liege- j Corridore. Sorgsame nng und Verpflegung, liitelte.) Prospekte franko. >s, Nervenarzt, w Taunus. Gleichzettig empfehle einen guten bürgerlichen MmagStisch von •0 '^sg. an u. höher, loiuie kalte il warme Speiien zu jeder LagaSzeü. !Ls ladet freundlichst ein Fr. Heinartz, Grünberger ilabn , ’dbabn . d- Eisenbahn Rarktstrasse 10. Giessen. TeUphon 61. Tie Tanten werden gebeten, die Hüte abznuehmen. Wegen Naununangel können Kinder unter 14 Jahren Nicht zttgelaffen iverden. v’-3-. II Bsvesa 11 m* ■> verii a es f von Putz- und ßfiodewaren und Kinderkonfekiion Billigste Preise und Extra-Rabatt. 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Die Beerdigung findet Sonntag den 13. Januar, mittags 1 Uhr, vom Sterbehause, (Siegener ^str., aus statt. —** *;| 1 sr* * £Xte...:..1 _____A ße.en asnd Herde Gusseiserne- und Kupfer-Kessel Dezimaiwagen Plelstiihaokmasckinen Maschenschr&nke WmtfllllBasslimi Wasciimascliinen OtesstoirsA Bauneschläge, Haus- u.KUci^ü, eräte in -r-?5&ec A es wähl mA kJk-st bei Viu mit einem gröbere» Trausport belgischer und dänischer Pferde »»VÄ naturgemässen Engelhardts Chasalla Normal-Stiefel. Wilh. Herbert elÄ.«. ----------Marktplatz 2.---------- Meine Lä^er sind ergänzt und bieten wieder grössere Auswahl In allen Sorten ——Schuhwaren ~—~~~~ Holzversteigerung. Freitag, dcu 18. Januar l. IS., werden auö den Distrikten Langeloh und Lohwald versteigert: Stämme: 2 Eichen L u. III. Kl. — 2,16 Fstm., 4 Lärchen V. Kl. » 0,71 (jitui; Scheiter, Nm.: 114 Buchen I. SH., 211 II. Kl., 3 Hainbuchen (rund), 9 Elchen II. Kl.,' Knüvvcl, Nm.: 27ä Buchen L Kl., t! 11. Kl., 32 Hainbuchen, 287 Eichen, hiervon 24 Rm. 2 m lang, 3 Lbschäum, 4 Weiden, 6 Lärchen, 0 sichten IL SiL; Gewöhnliches 81 elfte, Nm.: 1298 Buchen, 934 Eichen, 38 Weiden, Stöcke, Rin.: $3 Buchen 1. Kl., 23 11. Kl., 40 Eichen. DaS blau unterstrichene Hotz kommt nicht zum AuSgebot, daS ictitrcut sitzende Dürr- und Wtndsallholz wird nicht vorgezeigt. beginn der Bersteigerung um '/,!! Uhr vormittags am Randweg bi Dutrikt Langeloh, Fortsetzung in Distrikt Lohwald am EichelS- hrjer Weg gegen ‘/,1 Uhr. Wettere Auskunft erteilt Groffh. Forst- part Zimmer in Ulfa. iS«; C K cd r. * •!>„(] nirinkN LM,Gr°Mr^ uob Gastwirt telir Geschäfts- und Kaffcnbericht. _ Beschtuffsassung nach Paragraph 6 des StattttS. 3. Fem'etzung der Sterbeunterstiltzung. 4. Neuwahl des Borstandes und Auftichtörats. baß bet hn„ % °>°Ski d» Zbr '.^.unb Sinbp?1111^ S^ic'ite “*"k mr ll«ni(l A lahmerer Sehncken * ' ’V^werk ' ' er Bergwerk k ' ?6'10 litte. kl ‘ • 219.00 Kennen Sic schon das VesleheiBseifeMptnSver „Marke Kaminfeger“ mit den vriichtigen Geftl-enken in jedem Paket ? Dftte mmffen Sie eine Probe, Ete werden hochben-'iedigt sein und nichts anderes mehr kaufen. In den meinen Geschästen h 15 Psg. zu haben. Borsicht: Pcan achte auf die „Ätart'e Kaminfeger"! Fabrikant: Carl Gentner, Göppingen. (hvM/u ,^öu£^lite für gemischten Chor, Solis und Orchester. Gedicht von Friedrich von Schiller. — In Musik gesetzt von Max Druch. Dirigent: Herr Franz Bauer. AuSlnhrende: Tcr „Sängerkrant** fiknen. Solisten: Frau Emmy Küchler (Sopran) Frankfurt a. M. Fräulein Schäfer (Alt) Frankl art a. TL Herr Willy Schmidt (Tenor) Frankfurt a. M. Herr Appan (Vast) Hanau. Orchester: 2te Kapelle des hiesigen Fnianterie-Regimenls. Saalvsfnung 4l/t Nhr. Für Mitglieder des Evang. ?lrbeilervereins und bereit Angehörigen (Kinder unter 14 Fahren haben teuren Zutrift) sind Karten Vt 20 Pfg pro Person zu haben: Sonntag, Montag und Ttenstag bet dem BercinSbiener Herrn A. Ohr, Sandgafie 50, und bett 2or° siandc-initgltebern Herrn Konrad Graulich, Löberstraste 7 (Ecke vismarclnrasze), Andreas Ketzier, FraTrUurterstraffe 5, Herman n Nagel, Mittelweg 4, I. Nitsert, Landmannslrave 6 und Philipp Wagner, Neustadt 4. Für Nichtmitglieder hegen Karten zu 1 Mk. pro Person aus bei Herrn E. Challier, N.menwsg. Texte abends am Eingänge des Saales. Kartenverkauf sindet am Saaleiugange nicht statt. Bet Begnut deS Uonzertes werben Dieselben lind nach orientalischem System mittelst Handarbeit unter Verwendung der gioichen RoiiinatsrS., hd^m. 2Vi lUic sollen boiyiev LöakUorftr. 6 lDarmitadlcr Haust 13 ^ar ^x.'i7ien'Schnnrichuhe, 1 vajrrab, 1 iNaomaschme, 9 Banda Brorümuo Lertkon, HauS- und 5iüll>engcrätc aller Art u. v. M zwangsweise gcg. bar versteigert werden. W Gieffen, den 12. Januar 1907. Sctvcl, (herichiSvollzicher. F s* e i 51 n k. Heute Schweinefleisch 50 Psg. Holzversteigcrung im löicbener Stadtwald. Donnerstag, dcn 17. Januar 1907, vormittags 91/, Uhr beginnend, weiden in den Waldungen der Stadt Gienen in den Ttitrittcu ’JUubCflC, HetugcSboden und ZollttockSlvaldchou oer- Ill°erül3 ftichten-Derbstangen mit 57^)2 Fefwu, 2» (richen- , 7 V» * 30 ötunr. Eichen-Scheftbolz, ßl „ „ -ShuiopeUjoU, 8545 , tzichtcn-^ „ „ «sichen stockholz, 94 , ytabcl* 90h0 Wellen e.chen-Reisig, 2730 , Stadel- „ Die Zusammeukunst ist auf der Grünberger Straffe an der 7. Schneise. Gieffen, den 11. Januar 1907. Groffherzogtiche Bürgernieisterei Gieffcn. _____________________I. B-: Cu r sch mann.________________13'-/, Holzbersteigeruug in der fürstlichen Oberförsterei Lich. Montag, dcn 21. Januar, vormittags 9'/, Mir im Distrikt Kiedwaid: Buchen: 270 Wnu Scheiter (4 Rm. Hainbuchen rund), 124 Shu. Knüppel, 102 'Jim. Stöcke, 4010 Wellen,- Eichen: 10 Rnu Scheiter (b Rm. runbi, 49 9luu Slnüppcl, 36 Nm. Stöcke, 1050 Wellen,- Staoel- hols: 4« Rm. Slnüppel, 44 Rur Stictcrn, 4 21 in. Fichte), 29 Nm. Stöcke iM.eiern), H00 Wellen. 4 Buchen-Llbschnitte = 2,96 Fstm. 44 bis 48 cm Durchmesser, 4 bis 0L m lang); 319 ^ichten-Derbstaugen -- 8^iZ FsNn., 21 Fichien-'Jieisitangeu — 0,12 Fstm., Jichtensiattgen (Anbruch) in 2chtchthausen ca. 100 Nm. am Zlreuzerjeld (roerben blind verlaust) uno va. luü 3lnt am Gabrielszinunerplatz (werden oorgezeigt.) Die ^.ü sautmenkunft ist aus der Pjaffenschneiffe, Waldemgang von Hattenrod her bei Brennholz Nr. 1. DicuStag, deu 22. Januar, vormittags 91/* Ubr im Disttikt Fachöstraauch: Buchen: 249 Rm. Scheiter, 269 Nm. Knüppel, 120 Nm. 0i Ölte, 3590 Wellen; Eichen: 1 Rm Scheiter, 44 Nm. Knüppel, 28 Nut. Giorfe, 1'10 Wellen. 2 Stück (Lichen-Schnittholz = 2,04 Fstm. (44 und (9 cm Durchmesser, Je 6 m lang); 12 Stück Bucheu-Schnittbolz = JSM) Fstm. (40 bis 57 cm Durchmesser, ö bis 10^ m lang; 51 Stück (jichen Wagner-, Gruben- und Psottenholz =» 3,49 Fstm.; 26 Eichen ILngneriiangen — L57 Fstm.; 20 Stück leichtes Ftchtenbauholz — (ifB Fsuu. 19 Stück Fichtenderbstangen --- 2^44 Fsttu. ((lierüüuangcn) vrb geringer). Die Zusanuneiftuust ist am Waldoiftrirt Fumsstrauch beim Sattelacker am dem Weg von zlolnhauseu her.B12/t Orientalische Tabak- und Zigarettenfabrik „YENIDZE" jnhaoer: huBo Ziwtz, Dresden. Grösste deutsche Fabrik für Handcrbeit-ZtfÄrelton. Ocher tausend Arbeiter, 250 Stü:k Weber s Haus^acköseu und Raucherapparate sind von einem Vertreter (früheren Handwerker) innerhalb eines Jahres in einem kleinen Bezirk verkauft worden, em schlagender Beweis für die eminenten Vorzüge ber- jalben. Tie schriftliche rawtio und ProbeiiLierung versteift sich bei meinen Palent-Dacköfeu auch dafür, das; dieselben bei viel weniaer Heizmaterial besser auSgebackenes und appetitlicheres Brot und «edeck liefern, als die Backöfen sämtlicher 9iachahmer. Letzte höchste AuSzetchmma: KarlSnihe 1906. lieber 2000 Dankschreiben und Ä^eretiitn; bi lüge Pretfe. Dion verlange Drucksachen von einer metnec nächstliegenden v*briteu: Atzton »eber, Riederbreisig i. R^ld.; b'/u Arrtou Weber, Roödorf b. Göttimge«. Tuchtigo Vertreter gesucht! 370 Der Vorstand. Lloyd ' ’ • 24650 r Handels^ej - M Miet Bauk ie Bank . ' W 379 Zu bauen in den KiiarrrD-Gesthüken Heuer SaeBbau (Strä’s Carlen) Sonntag den 13. Januar 1907: fier Kapelle des Grossh.-Hessischen Infanterie-Regiments Kaiser Wilhelm II. No. 116 unter Leitung des Grossh. Alusikdiiektors Herrn C. Krause. Programm g 1. Tabasco-Marsch von Chadwick. 2. Ouvertüre „Das süsse Mädel“ von Reinhardt. 3. Vllja-Lied a. d. Operette „Die lustige Witwe** von Lohar. 4. Vorspiel u. Siciliana u. d. Cavalleria-rusticana von Mascag-ni. 5. Ouvertüre „Don Jüan“ von Mozart. 6. „Die beiden Brüder!“ iSolo für 2 Comet ä Pistons, von Krausse, (Hoboisten Macke und Goldacker,>. 7. fc'rühllngsluft, Walzer, von Fetras-Strauss. 8. Selectioji a. d. Operette „The tieisaa“ von Jones. 9. Silberne Myrten! Marsch (Nen!) von Krausse. 10. Maiglöckchen! Solo für Tubus Cauipanopbon (Hoboist Conrad) von Dietrich. LL Mein liebes Nachtlokal! Kasino- Walzerlied aus „Der Teufel lacht dazu“ (Neu!) von Holländer. 12. Kinkerlitzchen! Potpourri (Neu!) von Holländer. Anfang 5 Uhr, »64 E’nlritt 40 Pfg. Stadt Marburg*. Sonntag den 13. Januar, nachmittags Von 5 Uhr ab: Tanzvergnügen. Tanzen frei.0267 Bier 10 Pfg. AtzWl Lony'ö Äierkeller. MtW! Sonnlaa, den 18. Januar 1907t = ©rosssc Tanzmusik = EL labet ergebens! ein Ludwig Wagner. Eintritt frei! «292 s Ernst Challier (Rudolphs Nach!.) Giessen. Sjnal-taffl R Mm Ar Art. 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