Dienstag 11. Jun« 1907 bilM8t 'Meinige Monate n<>r$W6eb?te unt*57 l. Klein wieder da. ot. ^ArDiliü! ^ASZZ eßtjaM^ u- geib^ I i- ^ ^ eutlames ®*Se£611,1 ÄW iWW M*nteie Ar. KsL' ^SJÄiehS?’ 1 Rn ttmT*1 m, imn l i ZK S&ÄeA LM. Ä sSr - Ausland. Kopenhagen, 10. Juni. Das deutsche Kaiserpaar wird am 3. Juli nach Dänemark kommen, um dem König und der Königin einen Besuch altzustatten. Tie Abreise erfolgt möglicherweise am 5. Hüli. Paris, 10. Juni. $ie Kammer bespricht den Entwurf, welcher das Zusetzen von Wasser zum Wein, sowie das übermäßige Verzuckern verhüten will, und sodann den Bericht der Kommission zur Untersuchung des Weinbaus. Canmzet (Sozialistischer Republikaner, Deputierter aus Burgund) tritt gegen die Deklaration der Ernte als etwas AergerlicheS und Unnützes ein, da die Ursache der Weinbau krisis nicht in Betrügereien, sondern in der übermäßigen Produktion und der Konkurrenz der Kunstweine liege. Ackerbau- minister Raau setzt auseinander, wie das Gesetz von 1905 bex treffend die Nahrungsmittelverfälschuugen gehandhabt wird und kommt zu dem Schlüsse, daß zunächst die Weinfälschungen unterdrückt roerben müßten. Toulon, 10. Juni. In Brrgnales fand gestern abend etne Kündgebung der Weinbauern statt, an der über 15000 Weinbauer teilnahmen. Von dem früheren Präfekten Blache, dem Vorfitzenden des Generalrates des Tepartentents Var, wurden lebhafte Reden gehalten. Eine Tagesordnung gelangte zur Annahme, in der es heißt, daß die Weinbauern gegen Paris marschieren werden, wenn ihnen keine Genugtuung seitens der Regierung gegeben würde. Dem Umzuge wurde ein Plakat vorangetragen Imitden Worten: „Nie der mit dem Kabinett- ch e f!" Montpellier, 10. Juni. Gestern abend nach der Kund- aebuna der Weinbauern fanden tumultuöse Austritte vor Mm deutsch, franj. und engl Sprach:, eratur und Geschichte, lassen- u. 6in)elftunöfn i und Fortgeschrittenen üUü strasse 21, pari. ngen unb wroipeklt in e von 2-3 Ufr. Ücfrgt bie fratiiöiiitb. ausgaben eines i)läb- jheren Löchterschulc. lnsed. mit wtfem. üTiLMWMamM. i, auf 1W Uv Ml. cheAngevvteuntnM Sietzener ÄnMer eit. s. ebljjt Nachdnick verboten. S. u. H. Hamburg, 10. Juni. Unter außerordentlich zahlreicher Beteiligung trat heu^e hier der 30. deutsche Fleischertag zusammen. Den geschäftlichen Verhandlungen ging heute eine vertrauliche Sitzung der Delegierten voraus. Die Verhandlungen leitete der Reichstagsabg. Kobelt-Magdeburg, der erste und einzige Vertreter des Fleifchergemerbes tm Reichstag. Mit Rücksicht darauf, daß in dieser Sitzung der Fall Zorwes zur Verhandlung stand, war die Oeffentlichkcit aus- gesch lassen. Es handelt sich bei diesem „Fall" um den Geschäftsführer des Verbandes, der mit dem Leiter der agrarischen Biehzentrale und des Berliner Milchringes, mit dem inzwischen verstorbenen Oelonomierat Ring hinter dem Rücken des Verbandes angeblich mit Zustimmung einiger Vorstandsmitglieder Verhandlungen gepflogen haben soll. Zu dieser Angelegenheit lag folgender Antrag der Berliner Fleischerinnung vor: „Mit Zorwes ist ein neuer Vertrag in keiner Form abzuschließen, dagegen ein etwa bestehender Vertrag baldmöglichst zu lösen und der Genannte von der weiteren Tätigkeit für den Verband zu entbinden." Tie Beschlußfassung soll morgen dem Fleischertage vorgelegt werden. Vom Verbandsvorstande liegt eine Resolution über die Fleischversorgung vor, die über die gegenwärtige Lage des Viehmarktes Bericht erstattet« Darnach sind normale Verhältnisse auf dem Gebiete des Viehmarkles immer noch nicht eingetreten. Die Regierung hätte die Pflicht, dafür zu sorgen, daß die Volksgesundheit erhalten bleibt. Das könne fte am besten tun, wenn sie das streng überwachte deutsche Fleischergewerbe vor dem unlauteren Wettbewerb vieler ausländischer Firmen beschütze. Für ausländisches Schmalz und Speisefett müsse dem Rathausc statt. Tie Volksmenge verlangte ftürmifd) bie Demission des Bürgermeisters, darauf warf sie mit Steinen gegen das Rathaus, viele Fenster wurden zertrümmert. Erst nachdem Polizeiverstärkungen eintrafen, gelang es, den Platz vor dem Rathause zu Täubern. Viele Verhaftungen wurden vorgenommen. Bern, 10. Juni. Im Zuchthause verweigert die russische Attentäterin Tatiania Leontie w jedwede Arbeit. Sie zerriß die Wasche, die ihr zum Nähen gegeben wurde. Üßcgcn schlechten Einflusses auf ihre Mitgefangenen mußte sie in eine Einzelzelle gebracht werden, wo sie mit Schlafen, Essen und Lesen ityte Zeit verbringt. Gegen das Anstaltspersonal benimmt sie sich höchst anmaßend. B u d a p e st, 10. Juni. Das vom Ackerbauminister Daranpi gegründete landwirtschaftkiche Mu s e u m wurde heute vom König eröffnet. Der Monarch unterzog ti: Sammlungen, welche die Bodenbearbeitung, die Viehzucht und die laiiDii)ii:i|cl)nrtlicl)C Industrie in ihrer geschichtlichen Entwicklung von der ältesten Zeit bis zu den modernsten Methoden vorführen, einer Besichtigung. Jamestown (Virginia), 10. Juni. In einer Rede befürwortete Präsident Roosevelt eine Entschädigung der in Ausübung ihres Berufes ^u Schaden gekommenen Arbeiter bezw. ihrer Familien int Fall des Todes solcher Arbeiter. Die Lasten müßten die Unternehmer tragen, die ihrerseits diese durch Erhöhung der Weltpreise ihrer Erzeugnisse auf das Publikum abwälzen könnten. Für eine Unterscheidung zwischen Unfällen, die durch Nachlässigkeit oder force majeure verursacht seien, liege kein gesunder wirtschaftlicher Grund vor, eine Entschädigung müsse ohne weiteres erfolgen, statt daß darum erst prozessiert ivcrden müßte. Roosevelt sprach sich auch vor dem Nalionalvcrband d r Verleger für eine progressive Erbschaftssteuer aus. Jas Achilleion. Man schreibt uns: Als Kaiser Wilhelm das Achilleion auf Korfu, bekanntlich einen der Lieblingsplätze der verstorbenen österreichischen Kaiserin Elisabeth, kaufte, geriet ein Teil unserer Presse vor Freude fast aus dem Häuschen, daß dieses „Herr- liche Schloß", dieses „Paradies" von nun an dem deutschen Kaiser erb- und eigentümlich zur Verfügung stehe. Wer der Sache etwas auf den Grund zu gehen sich mühte, mußte über solcken Enthusiasmus- freilich den Kopf schütteln, denn der Kaufpreis von 1250000 stand in keinem Verhältnis zu den Unsummen, die die Kaiserin Elisabeth von Oesterreich einst in diese Besitzung gesteckt hat. Man sagte sich, daß da etwas nicht in Ordnung war. Kenner der Verhältnisse wußten es langst, daß man in Wien das Achilleion los werden wollte, selbst auf die Gefahr hin, es bedeutend unter dem Selbstkostenpreis abzugeben. Freilich knüpfen sich in der Wiener Hofburg nicht gerade angenehme Erinnerungen an den Bau. Die Kaiserin Elisabeth, beinahe als Kind mit dem auch noch fast knabenhaften Kaiser Franz Josef verheiratet, reiste bekanntlich gegen den Willen des Gatten in der Welt umher oder barg sich in ihren besonderen Zufluchtsstätten. Das führte zu manchen merkwürdigen Episoden. Erinnert sei nur an ihr Zusammensein mit ihrem Vetter König Ludwig II. von Bayern auf der „ülojeninfel" im Chiemsee, wo sie sich unter den Namen „Adler" und „Taube" anschwärmten. Später war dann das Achilleion ihre Roseninsel, wo sie sich ihren Schwärmereien hingab. Kaiser Franz Josef hat diese Besitzung auch nie betreten und hätte sie schon längst gern losgeschlagen. Es fand sich auch eine. Gesellschaft, die dort ein Sanatorium errichten wollte. Doch verlautete gleichzeitig, die Absicht fei, ein neues MonteCarlo dort zu schaffen. Die Gesellschaft hat dies energisch bestritten, jedenfalls aber war auf die Gefahr hingewiesen, daß vielleicht in späterer Zeit die Stätte doch einem ähnlichen Zweck dienstbar gemacht werden und sich dann in den ehemaligen Gemächern der Kaiserin Elisabeth dreiste Halbweltdamen der Spielhölle breit machen könnten. Der Verkauf in private Hände unterblieb daher. Als jedoch Kaiser Wilhelm sich geneigt zeigte, war man in Men höchst entgegenkommend. "Allerdings ist es nicht mehr das alte, so vielfach wegen seiner feenhaften Pracht verherrlichte Achilleion. Vieles auf dem Schlosse und auch dem Park ist nach dem Tode der Kaiserin als von öfterr. Gelde beschafft, nach Wien transportiert worden, so daß die gesamte innere Ausstattung zunächst neu berge stellt werden muß. Und das „Schloß", das in jWirklichreit nur eine bessere Billa ist, wie man sie vor einigen Jahren schön fand, in antikisierendem Stile, ist auch nicht im besten Zustande. Vielmehr liegt es seit zwölf Jahren völlig unbewohnt und unbenutzt und für seine Erhaltung ist so gut wie nichts geschehen. Das fällt umsomehr ins Gewicht, weil es von vornherein von dem Italien. Baumeister nicht für alle Ewigkeit aufgebaut zu sein scheint. .Die Einflüsse der Witterung haben sich denn auch geltend gemacht, daß voraussichtlich in Jahr und Tag ein Aufenthalt des Kaisers in Achilleion unmöglich sein wird. Damit hängt es auch zusammen, daß die Revaraturen nicht einem deutschen Baumeister übertragen werden, sondern bestimmt worden ist, daß der Erbauer, der Italiener Eorito, sie aus- zusühren hat. Er mag am besten wissen, wie er seinen Bau wieder in bewohnbaren Zustand setzt. Um die nötigen Anweisungen in die Wege zu leiten, weilte Oberhofmarschall Graf Eulenburg gelegentlich der offiziellen Uebernahme der Besitzung für den Kaiser vier Tage dort, was schon beweist, wie vielerlei dort zu prüfen und anzuordnen war. Vor allem muh die Elektrizitätsanlage wieder hergestellt werden. Ohne diese Anlage ist ein längerer Aufenthalt des Kaisers kaum denkbar, geschweige denn die Instandhaltung des Ganzen. Das Achilleion bezieht nämlich sein Wasser nicht durch Brunnen, sondern muß sie aus Seewasser Herstellen, die elektrische Anlage ist sonach der Hauptfaktor alles Seins in der Besitzung. Es wird aber schon jetzt erklärt, daß diese Arbeiten allein mindestens bis zum nächsten Frühjahr dauern. Die sonstigen Reparaturen können zum Teil natürlich erst nach Vollendung dieser Anlage in Angriff genommen werden. Inzwischen zeigen sich die Griechen, die den Hauptvorteil von der Sache haben werden, wenig entgegenkommend. Die Ueberschreibung des Besitztums auf Kaiser Wilhelm in das Grundbuch von Korfu ist auf alle möglichen formellen rechtlichen Schwierigkeiten gestoßen. An Auflassungsgebühren verlangen die Behörden von Korfu 500 Franken, außerdem die dem Kaufpreis von 1250 000 Franken entsprechende Stempelgebühr von 9400 Franken, weil nach den gesetzlichen Vorschriften im Auslande — in diesem Falle in Oesterreich — ausgenommene Urkunden auch in Griechenland stempelpflichtig sind, wenn sie inländische Grundstücke betreffen. Zur Zeit der Kaiserin Elisabeth war die Besitzung für österreichisches Staatsgebiet erklärt worden; es wurden deshalb dafür keine Steuern noch Abgaben m Korfu und Griechenland bezahlt, auch gilt dort österreichisches Recht. Ob das Besitztum jetzt unter deutsche Reichs Hoheit kommt, ist noch nicht erwogen worden. Bis die Rechtsverhältnisse geordnet sind, herrscht dort souverain der ital. Kastellan Maltempo, den der Kaiser auch ferner dort als Verwalter beläßt. Besonders kluge Leute haben allerdings behauptet, der Kauf der Besitzung sei nur deshalb erfolgt, damit Deutschland oder vielmehr der deutsche Kaiser Grund habe, ein Geschwader ins Mittelmeer zu schicken bezw. sich von einem solchen ins Mittelmeer begleiten zu lassen, ohne daß England in die Verlegenheit komme, alle möglichen Verdachts- und Mißtrauensgründe einem solchen Flottenmanöver gegenüber zu haben. Man meint, daß Deutschland alle Veranlassung habe, sein in der Türkei stark ins Wanken geratenes Ansehen etwas auüubeiiern 9k- 184 Erstes BI-N 157.3-ü)tgeis- schleuderei in der Tabak Branche. Man beschloß eine Revision der bestehenden Konvention ins Auge zu fassen. Der Verband soll mit den Fabrikanten eine Einigung dahin herbeizuführen suchen, daß Grossisten die Waren nur mit einem prozentual auf den Fabrikpreis festzusetzenden Aufschlag abzugeben haben. Die Frage der Konvention mit den Fabrikanten rief noch eine lebhafte weitere Erörterung hervor, lieber die Notwendigkeit eines besseren Verdienstes beim Verkauf von Rauchtabaken wurde verhandelt. Die Notwendigkeit des Schutzes des Kleinhandels wurde lebhaft betont. Das Anfertigen von Zigarren im Laden müßte den bete. Geschäftsinhabern wieder gestattet werden, da das jetzige Verbot eine unbillige Härte sei gegen diejenigen kleinen Zigarrenladeninhaber, die aus ,Sparsamkettsrücksichten den Laden als Arbeitsraum benutzten. Scharfer Protest wurde gegen den Mißbrauch erhoben, der mit der Bezeichnung Konkursausverkauf getrieben werde. Diese sog. Konkursausverkäufe stellen sich meist als unlauterer Wettbewerb: dar, wogegen protestiert werden müsse. Ans StaOt rrrro t-ano* Gießen, 11. Juni 1907. Jubiläums-Stiftungen für die Gießener Universitäts-Bibliothek. Für die Universitäts-Bibliothek sind in jüngster Zeit weitere höchst erfreuliche Jubiläums-Stiftungen errichtet worden; unter Anderen hat Professor Dr. Baldensperger in Gießen die (Summe von 1000 Mark für die Anschaffung ausländischer theologischer Zeitschriften und der emeritierte Pfarrer K. Ley d Heck er in Auerbach den Betrag von 3000 Mark für die Vervollständigung der theologischen Bestände und namentlich dec Missionsliteratur gestiftet. •• Einweihung des Neubaues der Höheren Mädchenschule. Wir werden gebeten, darauf aufmerksam zu machen, daß die unter den früheren Schülerinnen der Höheren Mädchenschule veranstaltete Sammlung für eine Spende demnächst abgeschlossen werden soll. Die Damen, die sich noch mit einem Beitrag beteiligen wollen, werden freundlichst gebeten, dies an der ihnen bekannten Stelle zu tun. Um Mißverständnissen zu begegnen, sei daraus hingewiesen, :daß die Spende in erster Linie dazu verwendet werden soll, das neue Haus durch künstlerischen Bildschmuck recht wohnlich und behaglich zu machen. •* Des Südwestafrika-Wohltätigkeitsfestes dritter Tag nahm trotz der außerordentlich ungünstigen Witterung im großen und ganzen einen programmäßigen und allgemein befriedigenden Verlauf. Der Besuch war wiederum außerordentlich stark und die liebenswürdigen Verkäuferinnen hatten namentlich in den Abendstunden alle Hände voll zu tun, um allen Anforderungen gerecht zu werden. Die einzelnen Darbietungen, insbesondere Kabarett und Sängerchor, fanden wieder lebhaften Beifall und namentlich dem Tanz, den Leutnant von Nathusius während der drei Tage mit unermüdlicher Ausdauer leitete, wurde eifrig gehuldigt. Auch der dritte Festtag wurde durch keinen Mißton getrübt und fein bemerkenswerter Unfall störte die allgemeine Festfreude, jo daß die Sanitätskolonne nur in drei leichten Fällen einzugreifen hatte. Wenn alle Beteiligten für ihre unermüdliche Tätigkeit Lob und Anerkennung in reichem Maß verdienen, so feien noch besonders die Mannschaften unseres Infanterie-Regiments erwähnt, die sich mit wahrem Feuereifer an dein Fest aktiv beteiligten. Große Heiterkeit rief übrigens einer der wackeren Vaterlandsverteidiger durch die an einige als Holländerinnen kostümierten mitwirkenden Damen gerichtete Frage hervor: „Nun, ihr süßen Schnuteken, macht ihr auch gute Geschäfte?" — Hebet den finanziellen Erfolg der Veranstaltung ist natürlich ein Ueberblick noch nicht möglich, doch wird er allem Anschein nach trotz des schlechten Wetters recht beträchtlich sein, da nach einer oberflächlichen Berechnung rund 10 000 Personen das Fest besucht haben werben. — Auf ein Telegramm, in dem dem früheren Gouverneur von Südwestafrika, Generalmajor Deimling Mitteilung von dem Feste gemacht worden war, erhielt Oberst von Lindenau folgende telegraphische Antwort: Ihnen und allen am Wohltätigkcilsfest Beteiligten, insbesondere auch dein Dichter Hans Kötlschau herzlichen Dank und Gruß. Deimling, Generalmajor. "Löblicher Unfall. Der 19 Jahre alte Bahnarbeiter Friedrich Heep aus Allendorf a. Lahn wurde heute morgen auf der Strecke Gießen—Wetzlar am Posten 148 von dem 5,56 Uhr ailsfahrenden Schnellzuge erfaßt, zur Seite geschleudert und sofort getötet. Heep wollte sich in den Arbeiteraufenthaltsraum begeben, der inmitten der Geleiseanlagen sich befindet. Als er das erste Geleiseanlage überschreiten ivollte fuhr eine von Wetzlar kommende Maschine vorüber. Er überschritt gleich hinter der Maschine das erste Geleise ohne beachtet zu haben, daß im gleichen Moment auf dem 2. Geleise der Schnellzug gefahren kam. Er wurde nun auf dem 2. Gleise vom Schnellzug erfaßt und beiseite geschleudert. Der Schädel war ihm zerschmettert und der rechte Fuß verletzt. Die Leiche wurde, nachdem der Tatbestand aujgenommen, nach Allendorf a. L. überführt. Der Vater des Hcep ist vor 14 Jahren ebenfalls von einem Zuge überfahren und getötet worden. -o- Heuchelheim, 10. Juni. Wegen UeberfüHung der hiesigen Schulklassen ist die Errichtung einer siebenten Klasse geplant. V Bad-Nauheim, 9.Juni. Auf einer baineologischen Studienreise unter Leitung der Professoren Tr. Starck und Tr. M a g^n u s von der Heidelberger Universität trafen 44 Studenten und 'Ltudentinnen der Medizin aus Heidelberg heute in Bad-Nauheim ein. Sie besichtigten die neuen staatlichen Bade- Anlagen, das Elektrizitätswerk, Fernheizkanal, fiskalische Waschanstalt für Reinigung und Tesinfektion der Badewäsche, die Trink-« quellen, das Zanderinstitut, das Inhalatorium, die drei Sprudel und die neuen Badehäuser mit den komfortablen Badezellen. An die Besichtigung schloß sich ein von der Kurverwaltung darge-, botenes Tiner im Teichhaus. = Kirtorf, 10. Juni. Vergangene Nacht wurde von roher Hand ein im Stalle des Briefträgers 'Schmidt ausbewahrtes Pferdegeschirr total zerschnitten, ferner bvannte auf dem Felde nahe der Wähler Stpaße ein Stroh Haufen ab. Ein von losuswärts hier beschäftigter Knecht, der der beiden Taten drängend verdächtig ist, wurde bereits gerichtlich vernommen und in Untersuchungshaft abgeführt. | X Aulen-Diebach, 10. Juni. Unter Beteiligung der ganzen Gemeinde wurde heute unser neues Schulhaus eingeweiht. Am alten Schulhause hielt Lehrer Lentz eine warm empfundene Abschiedsrede. Fast 2 Jahrhunderte (seit 1730) hatte dieses HauS als Bildungsstätte gedient. Nun war es nicht mehr den Anforderungen der Neuzeit entsprechend und mußte durch einen zeitgemäßen Ban ersetzt werden. Die Weiherede am neuen Hause hielt Pfarrer Köhler von Rohrbach. Er sprach über das Wort: „Wo der Herr das Haus nicht bauet, da arbeiten uinsonst, die daran bauen." Nach der Schlüsselübergabe an Kreisamt- mann Dr. Löhlein, Vertreter des Kreisamts, ergriff Schulrat Scherer das Wort. Er beleuchtete lebhaft, wie die Jetztzeit an das Wissen und Können des Einzelnen hohe Ansprüche stellt, wie darum der Mensch in der Schule schon dazu ausgerüstet werde, denn auch der Bauer müsse heute rechnen können, er müsse ein kleiner Kaufmann sein. Deswegen bringe aber auch die Gemeinde gerne und freudig Opfer, indem sie ihren Kindern und ihrem Lehrer Helle und luftigen Räume schaffen. Mit den Worten „unfern Eingang segne Gott" öffnete Lehrer Lentz den Saal, und die Fest- teilnehnier strömten zur Besichtigung hinein. Damit war die offizielle Feier beendet, und noch lange hielt eine gemütliche Nachfeier bei einem guten vorn Wirt Hardt verzapften Stoff die Festteilnehmer zusammen. Darmstadt, 9. Juni. Das Parteifest, welches die Vereinigten Liberalen heute in Königstädten abhielten, trug den Charakter eines Volksfestes. Mit den Bewohnern des Dorfes, in dem einer der Hauptführer des hessischen Liberalismus, Pfarrer Korell, sein geistliches Amt ausübt, vereinigten sich die politischen Anhänger der freisinnigen Sache aus dem Wahlkreise Darmstadt-Groß-Gerau und weiterhin aus fast sämtlichen Wahlkreisen des Großherzogtums. Aus Frankfurt gesellte sich dazu ..ein stattliches Kontingent von etwa 60 Teilnehmern. Tie Zahl der Festgenossen betrug mindestens 800. Von nah und fern waren telegraphische Grüße eingelaufen, u. a. von den freisinnigen hessischen Landtagsabgeordneten Dr. Gut fleisch und Reh, von zahlreichen liberalen Vereinen des Landes, vom Verein der Deutschen Volkspartei in Mannheim und vom Wahlverein der Liberalen in Berlin. Der Versuch, Stadt und Dorf, die sich politisch und gesellschaftlich gemeinhin nur schwer vereinigen lassen, zusammenzubringen, rechtfertigte sich durch den vollen Erfolg, den die Veranstaltung brachte. Ein Königstädter Bürger, Gemeinderat Lohr, bot den Gästen den Willkommengruß, Justizrat Gallus verband damit den Gruß des festgebenden Darmstädter freisinnigen Vereins. Er führte u. a. aus, warum man Kvnigstädten zum Festort wählte: es ist der Wohnsitz unseres Reichstagskandidaten, der der freiheitlichen Bewegung in Hessen einen neuen Aufschwung verschafft hat. Jubelnd begrüßt, nahm sodann Pfarrer Korell das Wort. Er verwahrte sich gegen die Unterstellung, als ob er, der Pfarrer, mit dieser politischen Veranstaltung den Parteihader ins friedliche Dorf trüge. Mcht das Trennende, sondern das Einigende {j(ei für ihn in der Politik |bie Hauptsache. Der Liberalismus dürfe keinen Gegensatz zwischen Stadt und Land konstruieren, sondern müsse einen harmonischen Ausgleich suchen. Wenn auch neue Gewitter sich über seinem Haupte zusammenballen würden, er werde unbeirrt seinen Platz ausfüllen, auf den er gestellt sei. Sein Hoch galt dem Großherzog und dem hessischen Volke. In zündender Rede sprach Oberlehrer N i e r h a u s - Frankfurt über die politische Freiheit; Oberlehrer Dr. Strecker- Bab-Nauheim pries ui gehaltvollen Ausführungen den erzieherischen Einfluß der Frauen auf die politische Betätigung der Männer; Arbeitersetretär Erkelenz sprach von der Bedeutung der Arbeiter für den Liberalismus, und Bürgermeister Schuckmann-Bechtolsheim wies auf das liberale Bauernprogramm yin, das gerade Korell am tiefsten durchdacht habe. (Frkf. Ztg.) ** Kleine Mrtreilungen aus Hessen und den» N a ch b a r st a a t e n. In Kassel wurden zwei internationale hochelegant gekleidete Einbrecher in dem Augenblick verhaftet, als ie den O°Zug nach der Schweiz besteigen wollten. Die von Frank- urt a. 9)1. kommenden Gauner hatten m Kassel in den Nachmittags- tunden bei drei Einbrüchen 800 Mk. bar erbeutet. PecmiMtes« * Panik im Theater. Ter „Daily Telegraph" meldet von New-Pock, daß ein etwa 14jahriger Knabe in einem Theater in Gotham bei einer Matinee eine furchtbare Panik verursachte. Er kletterte über eine Stange bis zu einem Punkte auf dem Dach empor, wo sich ein Ventilator befand, Öffnete den Ventilator und chrie in diesem Augenblick: Es brennt! Die Oeffnung des Ventilators ließ einen Sonnenstrahl ins Theater blitzen, und die Theaterbesucher glaubten die Flammen zu sehen. Alles stand auf inö drängle nach den Türen. Alan kämpfte unb stieß wild um id) herum. Männer schlugen auf Frauen los und Kinder wurden im Gedrä.ige überrannt. Alle gelangten schließlich ins Freie, doch erlitten zahlreiche Personen ernste Verletzungen. Der Knabe, der das Unheil verursacht hatte, entkam. — Die Erforschung der Maul- und Klauen- euche, welche int vorigen Jahre aus Anlaß der Uebertragung der Seuche aus dem Bersuchsgehöft des Professors L ö s f l e r bei Greifswald aufgegeben wurde, wird int nächsten Jahre neu aus- genommen werden, sobald ausreichende Sicherheiten gegen eine Ausbreitung der Seuche aus dem Institut gefunden sind. Es ist angeregt, ein neues Versuchsgehöft auf der Insel Koos bei Greiss- ipalb anzulegen, um so eine völlige Isolierung gegen die Umgegend zu erzielen: ,edoch steht noch nicht fest, ob diese Anlage eine hinreichende Garantie gegen die Seuchenübertragung bieten ^irö- ^ur dte Bekämpfung und Grsorschung der Seuche dürste int uachften Etat des landwirtschaftlichen Ministeriums ein Betrag von 110 000 Mk. enthalten sein, " bullst rrnd Wissenschaft. — General-Musikdirektor Mottl in München hat trotz Ersuchen des Prinzregenten erneut sein Entlassungsgesuch ein- gereicht. GerichtssaaL. fc. Frankfurt a. M-, 10. Juni. Oberer i.egsgericht. Im Herbst v. I. drängte sich dem Adjutanten des 21. Pionier« bataillons in Kastel, Oberleutnant Zipper, die Ueberzeugung auf, daß die Bataillonskapelle nicht ganz auf bef Höhe sei. Deshalb nahm er sich vor, sie etwas „hoch zu nehmen", ging aber dabei so weit, daß er wegen Anmaßung von Dien st - unb Strafgewalt unb vorschriftswibriger Behanb- lung unb Beleibigung Untergebener vor bas Kriegsgericht bes Gouvernements Mainz kam, bas ihn in seiner Sitzung vom 29. April zu 8 Tagen Stubenarrest verurteilt. U. a. hatte ber Abjutant bie Kapelle eines Morgens im September ifm 5 Uhr vor seinem Zimmer antreten und eine Zeitlang ein und dasselbe Stück, den Porkschen Marsch, blasen lassen, well sie diesen Marsch am Abend vorher im Offizierskasino nicht gut zum Vortrag gebracht hatte. Der „Abend" hatte bis 2 Uhr morgens gedauert, sodaß die Mitglieder der Kapelle kaum drei Stunden schlafen konnten. An einem bitterkalten Morgen im November ließ er zum Ueben auf dem Kasernenhofe auch einen Sergeanten herbeiholen, den ber stellvertretende Kapellmeister kurz vorher entlassen hatte, weil er unwohl war. Der Oberleutnant empfing ihn mit den Worten: „Der deutsche Soldat tut Dienst, bis er v.....t!" und der Sergeant mußte mitüben. Nach ber Uebung stellte ber Arzt Lungenentzündung fest: sieben Wochen lang lag ber Sergeant im Bett. Einem andern Mitglied ber Kapelle gegenüber brauchte ber Mjutant einmal bie Redensart: „vor ben Bauch treten". Gegen bas Urteil bes Kriegsgerichts hatte sowohl der Angeklagte wie ber Gerichtsherr Berufung eingelegt, über die das Oberkriegsgericht heute in nichtöffentlicher! Sitzung verhandelte. Zur Verkünbung des Urteils wurde bie Oesfentlichkeit wiederhergeftellt unb auch während ber Begründung beibehalten. Tps Urteil lautete ebenfalls auf adjt Tage Stubenarrest und zwar wegen Anmaßung einer Strafgewalt in einem Falle und vorschriftswidriger Behandlung UntergW bener in zwei Fällen. Das erstere Delikt wurde darin gefunden, daß der Adjutant die Kapelle hatte morgens um 5 Uhr antretenj lassen. Tas Herbeiholen des tranken Sergeanten und bie eri wähnten Rebensarten charakterisierten sich als vorschriftswidrig^ Behandlung Untergebener. Von ber Anklage der Anmaßung einet Strafgewalt durch selbständiges AnseHen von Dienst wurde der Angeklagte freigespwchen, weil er sich hierbei in einem ent-i schuldbaren Irrtum befunden hatte. Sport. = Radwettfahren. Bei dem am Sonntag vom Radlerverein „Diana" veranstalteten 3 0-K m.- Straßenrennen, woselbst um zwei von Mitgliedern gestiftete Ehrenpreise gefahren wurde, errang Herr Rudolf Blum den 1. Preis in 52 Min. 3 Sek. und Adolf Flick den 2. Preis, in 52 Min. 5 Sek. Tie übrigen Fahrer erzielten ebenfalls sehr gute Fahrzeit- Resultate. Düsseldorf, 10. Juni. Von den 12 BallonS, die sich an der gestern vom niederrh'eiuischeii Verein für Luftschiffahrt veranstalteten Wettfahrt beteiligten, landete der Ballon „Podewils" in Eleve, „Becolb" in Kellern bei Cleve, „Abercron" 3 Kilometer südlich von Uedem, der Ballon „Pommern" in Cleve, der Ballon „Köln" in Matecbom bei Cleve, Ballon „Franken" bei Rheda, Ballon „Elberfeld" in Staplon, Ballon „Cognac" in Bielisch, Ballon „Augusta" südlich von Wesel, Ballon „Koblenz" 9 Kilometer südwestlich von Wesel, Ballon „Ziegler" in Altcalcar und Ballon „Tschudi" in Feldhausen südwestlich von Dorsten. Handel und Verkehr, Volkswirtschaft. Zur Laoe des Renten markt es. Mit Recht heißt es in einem Börsenbericht bei der Berichterstattung über ben Rentenmarkt: Die Kapitalisten verlieren große Summen an dem solidesten Teil ihres Portefeuilles. Trotzdem ist am Rentenmarkt in der letzten Zeit eine kleine Besserung zu verzeichnen gewesen, die allerdings noch sehr zimehmen muß, wenn nur annähernd die Kurse von Ansang Ium 1906 wieder erreicht werden sollen. Dabei ist noch besonders daraus hinzuweisen, daß die Kurse im vorigen Juni aus politischen Gründen auch nicht gerade günstig standen. Nachstehend ein kleiner Ueberblick: Die 3%% Reichsanleihe ist von 99,70 bis 93,80 zurückgegangen, die 3% von 87,55 bis 83,75; die 4% Bayern wichen von 101,60, bis 100,30; die 3% Hessen von 85,35 bis 82.—. Auch die Auslandsrenten haben zum großen Teil sehr empfindliche Verluste erlitten, voran die- jentgen ersten Ranges. So wichen die englischen Konsols von 89,44 bis 84,06, die französische Rente von 98,70 bis 95.—. Dis italienische Rente ist von 105,20 bis 103,30 zurückgegangen, die portugiesischen Renten haben trotz der sehr großen inneren Unruhen gegen das Vorjahr nur 3% emgebüßt, bie Spanier 1,60. Die Lückenlose haben einen Kursverlust von über 10% auszuweisen. Die 4% Ungarische Golbrente notiert nur noch 93,10, bie Kronenrente 92,75; bei beibeit sind wesentlich niedrigere Kurse angesichts der politischen Lage durchaus nicht ausgeschlossen. Erwähnt seien hier tioch die ihren Besitzern nun schon seit Jahren so wenig Freude machenden Russenwerte; Deutsche und Franzosen können ihnen ein Loblied fingen. Anfangs Juni 1906 notierten bie 4% 1880 er Russen 79,05, jetzt 72,90 und die Russische Staatsreiite ist von 79,40 bis 74,90 gefallen. Dabei ist der russische Staat seinen Zinsverpflichtungen nod) immer prompt nachgekommen. Von exotisck)en Werten haben sowohl die argentinischen wie die mexikanischen Anleihen sehr bemerkeiiswerte Verluste erlitten. So stand die 4% argentinische Anleihe im Vorjahr 91,10 und gegenwärtig 84 und die 3% Mexikaner gingen von 70,55 bis 64,40 zurück. Markte. Gießen, 11. Juni.Marktbericht. Aus heutigem Wochenmarkt« kosteten: Butterpr. Psd. 1.10—1.15 Alk., Hühnereier 1 St. 6—0 Vsg., 2 Stck. 11—00 Psg., Gänseeier 10—00 Pfg., Enteneier 7 Psg., Käse pr. Stck. 5-8 Pf., Käsematte 2 Stck. 5-6 Pfg., Erbsen p.Psd. 18-24Psg, Linsenp. Psd.25-40Pfg., Tauben pr.Pr.0,80—1,00Mk., Hühnerpr.St. 1,00—1,60 Alk., Hähne pr. Stück 0,80—1,80 Alk., Enten pr. Stück 1,80—2,20 Alk., Gänse vr. Psd. 00-00 Psg., Ochsenfleisch pr. Psd. 82—88 Psg., Kuh- und Rindfleisch pr. Psund 80—82 Pfg., Schweinefleisch pr. Pfund 64—76 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfund 80 Pfg., Kalbfleisck) pr. Psd. 80—90 Pfg., Hammelfleisch pr. Pfund 64—84 Pfg. Welsche per Pfund —.— Kartoffeln pr. 100 Kg. 7,00—9,— Mk., Zwiebeln pr. Ztr. 10,00—12,00 Alk., Milch per Liter 20 Pfg., Aepfel per Zentner 20 bis 25 Alk., in Korben 00 Pfd., Nüsse 100 Stück 50-00 Psg., Birnen per Pfd. Mk. 0.20—0.25, per Ztr. 9—15 Alk., Weißkraut per Stück 15—30 Pfg., per Zentner Alk. 0.00-0.00. — Alarktzeu von 7—1 Uhr. Gießener Wetterdienst. Borauösichtliche Witterung für Hesse» am Mittwoch den 12. Juni: Ausbeiterung. Warm und trocken. Südliche Winde. ■ Müller'schc Badeanstalt. Wasserwarme am 11. Juni: 15 0 R. Original-Drahtmeldungeu. Berlin, 11. Juni. An den deutsch-dänischen Handelsvertragsverhandlungen, die soeben begonnen haben, nehmen als Vertreter des deutschen Reiches der Direktor im Auswärtigen Amt, v. Körner, Legationsrat Edler von Stockhammern und Geh. Regierungsrat von Schönebeck teil. Ferner werden mehrere Kommissare der preußischen Ministerien den Beratungen beiwohnen. Kreuznach, 11. Juni. Schwere Gewitter und Hagelschlag richteten in der hiesigen Gegend viel Schaden an. Budapest, 11. Juni. Der plötzliche Entschluß i>eSz Kaisers, den hiesigen Aufenthalt abzutürzen, rief eine peinliche Sensation hervor. Man gibt die Schuld hierfür dem Thronfolger, der gegen die Bewilligung von Verfaisungsgaraniien eni/chieden Einspruch erhoben haü .AM. die Affäre Kaida habe ogn Agiler verstimmt. BUTZB1CI k 1899 . y>*--xS «Ä fc hatte Eia o M Kastelle s» 2 “S-- Htz ML tor s^g^^ichlS „StWe die g,^ ^Stimbung “! °cht Tage iS? Adlung UntetJ ä ^"gefunden, J® 5 Uhr ontretert und die 2 «Mmabung einet l r^R wurde der m einem enti jm Sonntag vom Mm.-Stta^en- geftiftete Ehrenpreste n den 1. Preis in Preis, in 52 Min. ' lehr gute Fahrzeit- Ballons, dir sich LustWahrl ver- Ballon .PodrwilS^ ercron' 3 Kilometer ii 6leoe, der Ballon ranken" bei Rheda, iognac* in Bielsich, .Koblenz" 9 Kilo- * in Altcalcar und m Dorsten. -wirtschaft. . Mit Recht heißt rftattung über dm Summen an dem am Weutenmarft rzeichnen geroefen, \\\t annähernd die ht werden Mn. dch die Rux\e im iid)t gerade Mig Die VI,'I. die 35|o von 87,55 ,60, bis 100,80; Sir ^uSlandsrenten W erlitten, voran bit- alischen Konsols von 8,70 bis 95.-. L'i zuriickgegangen, die onen inneren Unruhen Spanier 1,60. Tie iet 10% au'juweiien. >ch 93,10, die Kronen- gere Kurse angesichl .elchloiien. Erwähnt feit Jahren so wenig nd Franzosen können 06 notierten die u ssiiche Etaalsren e t|l Misch- Staat leg 110 und gegenwärtig bi8 64,40 iutud. Wocbenmarkl« ienltgeni -^UUJ„ oaifa ssy »feg §lk., Enten ^^Ä'^chwelne- 10-82 , Pfvnd *e?S»r'V aminc6 ni 100 Kg. UiÄ ADet Liter „ IN flä o20-0Ä d' i- ver Zentner ,30 PI9--pe ö r-___ "f1, n, Mtwoch ^ ^HstckeLn^ alt- Aschen gen. dse > Arches -AS «l”1 II St®,1*»11”, iä>6 Emmerrcher Kaffee Unönjy bester gebrannter Kaffee in unerreichter Güte I luOUl^ nd zu Mk. 1.20, 1.30, 1.10, 1.60 und 1.80 stets frisch bei J*ee* das Pfund zu Telefon 119. 3873 für reisende Damen seit 1601 medizinisch bekannte alkal. Quelle ersten Hanges. Heilkräftig bei Erkrankungen der Atmung#-, Verdauung*- und Harnorgane, bei Gicht. Zuckerkrankheit und Asthma. Niederlagen in allen Apotheken u. Mineralwasser-Handlungen des In- u. Auslandes, Broschüren gratis durch es80/« Furhach &. Strieholl, Versand der Herzoglichen Mineralwasser. Bad SalzbrunnkSchl. J. W. 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Neues MltheM Gießen Einladung znm Abonnement im Gießener Stadttheater für die Spielzeit 1907/08. Die Abonnements für die um den 1. Oktober beginnende Spielzeit 1907/08 werden demnächst vergeben. Die Bestellung erfolgt durch Ausfütte» eines Vordrucks, der in der Musikalienhandlung von Ernst Ehallier, Neuenweg 9, unentgeltlich zu erhalten und in verschlossenen: Umschläge bis spätestens am 15. Juni bei der Bürgermeisterei abzugebea ist. Pläne des Zuschauerhauscs können bei Herrn Challier eingesehen, auch für 20 Pfennig das Stück bei demselben entnommen werden. VotlabonnementS auf 21 Vorstellungen an einem bestimmten Wochentage gewähren gegen die gewöhnlichen Preise eine Ermäßigung vou 40 bis 45%, Teilabonnements auf 7 Vorstellungen eine solche von etwa 20%. Die Abonnementstage und die Preise sind aus dem Vordruck zu ersehen. Garderobegeld oder fonftigeNcbeuabgaben werden nicht erhoben. Logen werden nur im Ganzen abgegeben. Jeder Abonnent kann die für eine bestimmte Vorstellung gültige Eintrittskarte bis 10 Uhr morgens am Aufführungstage zurückgcben und gegen Zahlung von 30 Pfennig für jeden Logenplatz, von 20 Pfennig für jeden Platz im ersten und zweiten Parkett und ersten Rang und von 10 Pfennig für jeden Platz im dritten Parkett und zweiten Rang einen Gutschein erhalten, der gegen eine Eintrittskarte für eine andere Abonnementsoorstellung derselben Spielzeit umgetauscht werden kann, soweit Platz vorhanden ist. Die Zuteilung der Plätze erfolgt zwischen dem 15. und 20. Juni durch die städtische Theaterkommisfion; dabei werden die Wünsche der Spender für den Theaterbau in erster Linie berücksichtigt; Vollabonnements gehen den Teilabonncments vor; im übrigen entscheidet die Reihenfolge des Eingangs der Anmeldungen. Es ist uns gelungen, noch einen Posten hochfeine, große, saftige Mureia-Blut-Apfelsinen zu handeln. a11 Wir empfehlen solche mit 90 Pfg. per Dutzend. Hochachtend Gebrüder Berdux. 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Für die vielen Beweise berzlicherTeilnahme während der Krankheit und bei der Beerdigung meines innigstge- liebten, mnvergetzlichen Galten Herrn Georg Mmoprio spreche ich Allen herzlichen Dank auS. Die tiestrauernde Gattin: Frau Franziska Minovrio Ww. Bekanntmachung. DieHeugrasversteigerung von heutigem ist gcuebmigt. Abgabe oer Abfuhrsweine durch die zuständigen Zahlstellen vom 15. I. Mts. ab. Letzter Fahrlag SS. Mts. B“/e Gre^n, den 10. Juni 1907. Gr. Oberförsterei Schiffenberg. Meiner verehrlich.Kund- senaft empfehle ich neben MaggPs Würze in Fläschchen besonders auh Maggi’s Suppen in Würfeln zu 10 Pfg. für S TeUer. [C“/6 Rod. Schlabach Nacht Heinrich Reuter. Ludwigsplatz 4. Fluß- und See-Fische feinst. Mast-Geflügel anerkmmt nur erftklafs. Qualität tägllch frisch bei [3893 C. G. Kleinhenn Bahnhofstraße 69 Telephon 66 Eigene Eis-Mhl-Aulage Prompt. 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[3856; Freunden und Bekannten zur Nachricht, daß die Verlobung un- ZS serer Tochter mit Herrn .Ja Wilhelm Wenzel, Krof- dorf, [3892 aufgehoben tu Mirblall -letzt beg> Leite der^ den Mten P Elenburg h öcschuldlgunge S.*»; Mn B-Wld' gn ben preuB'l1 inw-lMr" g-b°- d-r ,Z" nage, »ule* öffentlichen S™ gegenüber bi« • Difijia flenne ieteffe 6e«”IPrU1 3fg.-, M .» unbegrßnbet fi« Jm -MW Sieben S-Wl erging, die 0; höben hat. tzLk die t hat sch siebent auZgesprochen. ZnhM folgen. regiemng erleich zu btn lommenl baS Reichs,'chatz- im Herbst vor i Stru« muß, ur [ein. 6infomme: stchtigrn. Lme der Gerechtigkeit ju messen, ob eines wenig Br den Dienst bei Buch schlagen, erzielen, die v ziemlich hohen Ä« Sei bet 61 schaftlichen ! alsArrNeter srim wirlschMchrn l libero dignius was des freien M" demselben Seutfdjen Land so sagt die ,Röl Zustimvum aus welchem Zu >It zu vermuten, alle Handarbeit Nur der Ackerba 468 ”• lihr. vom von den Aequcrn »16 Tage späte ceterum ceuseo, d ^erlügend eijei baß er davr das überwu altrömischen Acker chrieb daher eine idb'11 Ulcht von shi — Aus? “«et ben Snn erfolgte p- fr Sf«? ,ten5 die (frfipn X dem [d ^nstb^r bei äSs?