157. Jahrgang Nr. 108 Zweites Blatt Freitag 10. Mai 1907 Erscheint tL-üch mü DuLnohme bei Vmnllags. Tie „fteftmer LamlllevblLtter- werden dem -zeiget viermal wöchentlich beigelegt, dal „Krebbtatt für ben Kreis Sietzeu" zweimal wöchentlich. Ter»Hessische tonboHrT erscheint monatlich einmal. Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhefien RolattonSdruck tmb vertag der Brüh Nehm Unwerstlätl - Brech» «ll» ©tetnbtudetd. 9L Lang«. Lletzea» Redaktion. Exvedttton and Druckerei: Schul- strahe ?. Expedition and vertag i 6L Redaktion: 112. Tel.-Adr^ Ln^gerLietz«» Ar. A. WarLwaLd f. Von einem Mitgliede des Kuratoriums der Provinzialsiechenanstall wird uns geschrieben: Durch das frühzeitige Hin-, scheiden des Direktors unserer Anstalt, Dr. med. Markwald- erwächst ihr ein schwerer Verlust. Siechenhäuser sind weder Krankenhäuser, nocy Anstalten zur Pflege psychiatrisch zu behandelnder Insassen, also keine reine Heilanstalten, sondern Pfleg» anstalten für gebrechliche Personen aller Art, die einer Aufsicht bedürfen, und denen man den Lebensabend behaglicher und sorgenfreier gestalten will. Wenn auch keineswegs dort nur Greise Aufnahme finden, so tragen diese Anstalten doch vorwiegend den Charakter von Altersheimen. Mit Rücksicht auf die Gebrechlichkeit der in die Sieckzenanstalten verbrachten und dort verpflegten« Personen ist jetzt überall die Forderung anerkannt, daß in erstes Linie Aerzte als Anstaltsleiter bestellt werden sollten. Die hierfür berufenen Aerzte müssen nicht nur über eine besonders vielseitige Ausbildung, eine universale Beherrschung ihres Fachs verfügen, sondern auch ausgesprochenes Verwaltungstalent aufweisen. In jeder Hinsicht erwies sich der erste Direktor der Siechenanstalv der Provinz Oberhessen als der richtige Mann am richtigen Platz. Mit großer Arbeitskraft, ernster Gewiisenhaftigkeit und mit frischem. Organisationstalent ausgestattet, hat Dr. Markwald die neue Siechenanstalt, der die Provinz eine besonders hübsche mid gesunde Lage, geschmackvolle und wohnliche Räume und eine äußerst zweckmäßige «und übersichtliche Einrichtung gesichert hat, alsbald zu einer Musteranstalt erhoben. Jeden der Hunderte von Insassen^ deren Wohl ihm anvertraut war, kannte Markwald persönlich, und so gelang es ihm, jeben Einzelnen individuell zu behandeln und auf den richtigen Platz zu stellen. Markwald war ganz durchdrungen von den hohen Aufgaben seines Standes und genoß bes- wegen auch in Kollegenkreisen das allergrößte Ansehen. Er lebte still, bescheiden, aber warmherzig ganz seinem Berufe. Es lag in seinem Wesen etwas Abgeklärtes, Sicheres und tief Humanes, was nur der zu würdigen weiß, der chn bei der Tagesarbeit beobachtet hat. Er kannte keine sozialen Vorurteile, und für ihn war der ärztliche Beruf ein hohes Amt, kein Gewerbe. Als Vorgesetzter für ein großes, zum Teil erst auszubildendes. Warte- personal war er gerecht, geduldig und doch, wo es sein mußte, kräftig durchgreifend. Da er selbst durch eine schwere Schule des Lebens gegangen war, nahm er an den Sorgen und Plagen anderer wie em mitfühlender Samariter teil. Auf diese Weise hat er viel Segen schaffen und ein schönes Angedenken, das nicht so leicht üi Vergessenheit geraten wird, hinterlassen können. Wer gestern die Trauerversammlung auf dem allen Friedhof beobachtet hat, unter der sich auch zahlreiche Pfleglinge der Siechenanstalt befanden, der wiro auf's neue erkannt haben, wieviel Liebe und Tankbarkell ein menschenfreundlicher Arzt in allen Gesellschaftsschichten erwerben kann. Nur Wenigen wird es vergönnt gewesen sein, die Weihnachtsfeiern in der Anstall, denen Markwald, unter- stützt durch die ihm beigegebenen Schwestern mll ihrem schweren selbstlosen Berufe, eine besonders liebevolle Pflege angedeihen ließ, mitzumachen. Schreiber dieses war regelmäßig zugegen und hat jedesmal tief erhebende Einorücke mitgenommen, lieber dem Regime Markwalds schwebte eben em glücklicher Stern, und so Neues aus Rußland. In Kowno drangen 10 bewaffnete junge Leute in die Wohnung eines Kaufmanns, nahmen diesem mit Gewalt die Schlüffel zur Kaffe ab und raubten 5 0 000 Rubel in Wertpapieren und 1800 Rubel in Bargeld. Ter Ueberfallene wurde leicht im Gesicht verletzt. 8 Personen, die der Teilnahme an der Tat verdächtig sind, wurden von der Polizei verhaftet. In Kiew griffen in den Geschäftsräumen des hiesigen Ofsizicrvereins zwei Unbekannte den Kassierer an, betäubten ihn und raubten 12000 Rubel. Sie sind entkommen. rrolonialpoft. — Dm Londoner Central News wird aus Klipstadt gemeldet, daß 1100 Hereros in Deutsch-Südwefta f- rika den Hungertod starben, als sie trekllen, um den dmtschm Truppen zu entgehen. Die Leiden der Hereros, die auf diese Weise in der Wüste nmkamen, sollen unbeschreibliche gewesm sein. Dar es <5 ata am, 9. Mai. Prinz Joachim Albrecht von Preußen traf am Sonntag von Swakopmunb in Sansibar ein und besuchte am Montag den Sultan Seyyid Ali bm Hamud. Ausland. Paris, 8. Mai. Der „Figaro8 teilt mit, daß der Entwurf eines Denkmals für den Fürsten von Monaco, das auf Anregung des Deutschen Kaisers und in Gemeinschaft mit ihm die anderen Souveräne Europas ihrem gelehrten Kollegen im Vorsaale des vom Fürsten Albert gestifteten Museums für Meereskunde errichten wollen, vollende worden sei. Im 9lte(iec von Tenys Puech habe gestern der deutsche Botschafter den Entwurf besichtigt. Der Fürst sei auf dec Brücke seiner Jacht „Prinzessin Alice" dargestellt, das Fernglas in der Hand, den Blick nachdenklich ms Weite gerichtet. Abbazzia, 9. Mai. Seit einigen Tagen finden hier deutschfeindliche Demonstrationen der Kroaten statt, die begannen, als ein deutscher Sängerverein aus Klagenfurt hier eintraf, um ein Konzert für den Bau eines Krankenhauses zu geben. Die deutschen Sänger wurden von den Kroaten mit Pfeifen, Zischen und Steinwürfen begrüßt. Mehrere Sänger wurden verletzt. Die Sänger zogen ruhig in ihre Quartiere ab, während die Kroaten die ganze Nacht lärmten, ohne daß die Polizei dagegen einschritt. Die Villen und die Gasthöfe, in denen die Deutschen wohnen, wurden mit faulen Eiern und Kot besudelt. Ebenso wurde in der letzten Nacht das deutsche SchulhauS be- schmutzt. - parlamentarisch Berlin, 8. Mai. Die Budgetkommission deSAb- georduetenhauses besprach die Aufbesserung der Beamten besoldungen im allgemeinen. Finanzminister F-rhr. v. Rheinbabm führte aus: Jetzt seim 183 Kategorien von Besoldungen vvrhandm, die vorläufig auf drei beschränkt werden sollten. Bei den Unterbeamten sei bereits eine Erhöhung des Wohnungsgeldzuschusses erfolgt, bei den mittleren und höheren Beamten frage es sich, ob die Aufbesserung durch eine Erhöhung des 23ohnungsgeldzuschusses oder des Gehalts erfolgen solle, auch ob zwischen dm Verheirateten und Unverheirateten zu scheiden sei. Die Erhöhung des Höchstgehalts der Richter um 600 M k. erfordere eine höhung für die übrigm Seamten der Lokalbehörden, ob jedoch eine völlige Gleichstellung möglich sei, könne nicht gesagt werden. Der Mehrbedarf an Geld werde voraussichtlich für die unteren uiürmiiueren Beamten 36, für die oberen 4 und für die Diätare 5 Millionm betragen. Ate Erhöhung der Wo^umgsseldruschMe Deutsche» Reich. Berlin, 9. Mai. Tie „Nordd. Allg. Ztg." schreibt offiziös: „Einige Provinzblätter beschäftigen sich mit angeblich in parlamentarischen Kreisen umlaufenden Gerüchten, die von Differenzen zwischm dem Kaiser und dem Reichskanzler und von einer Kanzlerkrisis als derm Folge wissen wollen. Wir stellen fest, daß diese Gerüchte j eb er tatsächlichen Unterlage entbehren. Eümso unbegründet ist die Behauptung, daß Fürst Bülow unwohl sei und demnächst einen Erholungsurlaub antrete. Der Reichskanzler wird voraussichllich erst im Juli Sommeraufertthalt in Norderney nehmen. — Zu Ehren der englischen Journalisten beab- sichttgt am 30. Mai Reichskanzler Fürst Bülow ein Garten- f e st zu veranstalten. — Unter den wenigen Freisinnigen, welche gegen die Wortentziehung Ledebours srimmtm, befand sich auch Dr. Naumann. Jetzt bringt das offizielle Stenogramm eine Erklärung, in welcher Naumann sagt, daß .eine Abstimmung keine prinzipielle Bedeutung gegmüber der Geschäftsführung des Präsidenten Kampf habm kann, sondern nur erfolgt ist, weil er (Naumann) erst int Augenblick Der Abstimmung dm Sitzungssaal betrat und infolgedessen die Sachlage nicht hinreichend überschauen konnte. c— Im sozialdemokratischen Wahlverein für Wilmers- vorf, Dem Dr. Heinr. Braun, Der irmjcic neicysragsavgeoronete für Frankfurt an der Oder-Lebus angehört, war der Antrag gestellt wocdm, rhn wegm eines gegen, dm „Vorwärts" ge- ricksteten Artikels in seiner „Neuen Gefellschaft" aus dem Verein aus zuschließen. Ter Vorstand beschloß jedoch, eine Resolution vorzuschlagen, in der es heißt: „Tie Versammlung ex* wartet von dem Genossen Braun, Daß er sich in Zukunft etwas mehr Takt auferlegt und die in der Part ei üb* licye Disziplin beobachtet." In der Debatte wurde Braun vorgeworfen, daß er mit seiner kritischen Tätiglell der Partei mehr sckstide als er ihr nütze. Braun selbst erklärte, die Angriffe des vorwärts" hätten ihn zur Abwehr gezwungen. Der „Vorwärts" stehe weder geistig noch moralisch auf der Höhe seiner Aufgabe. Die Resolution wurde mit großer Mehrhell angenommen. — Das Abgeordnetenhaus erledigte heute in zweiter Lesung vurber erklärten andere Redner, unter ihnen auch der Justizministcr, daß eine solche eingewurzelt e Sitte sich durch Strafe gesetze nicht beseitigen lasse. Köln, 9. Mai. Die agrarische ,Lkhein. Volksstrnrme" roenbet sich in auffallmber Schärfe wegen des Ausfalles dm Reichstags-Wahlen im Kreise Schleiden-Malmedy gegen den katholischen Klerus, dem sie die Hauptschuld an Der Niederlage des Zentrums-Agrariers, des Grafen Spee, zuschreibt. Es scheint, so sagt das Blatt, als ob einzelnen Geistlichen das Verständnis dafür abginge, daß sie eine tiefe, vielleicht nie zu überbrückende Kluft inmitten des wichtigsten Standes unseres Volkes schaffen. Gerade für den Klerus Lag kein Grund vor, mit solchem Fanatismus gegen die berechtigten Wünsche der Bauern zu kämpfen. Die Herren hätten besser daran getan, Zurückhaltung zu üben, mindestens aber durch das Unterlassen der Beleidigungen und Enfftellungen im Kampf der 9)Zeinung£n zu verhüten, daß der Spruch in Erfüllung gehe: Wer Wind sät, wird Sturm ernten. — Die Stadtverordneten genehmigten das Entlass ungsgesuch des Oberbürgermeisters Becker mll dem Ausdruck tiefsten Bedauerns, zugleich des, Dankes für seine Verdienste. Ferner wurde einfttmmig beschlossen, dem Scheidenden als Pension den Fortbezug seines bisherigen &e- halts zu gewähren. München, 8. Mai. Pfarrer Grandinger hat dem Erzbischof Sibert auf dessen Brief geantwortet, er freue sich, daß der Erzbischof nicht gewillt sei, den Geisllichenf seiner Erzdiözese den Gebrauch der staatsbürgerlichen Rechte zu verkümmern. Er, Grandinger, stehe auf liberalem Boden, aber er sei ein Heimatkandidat seines Wahlkreises, durch ein Kompromiß aller bürgerlichen Parteien ausgestellt, und zwar zu dem Zwecke, daß der So z ia l demo j fratie nicht der Sieg in diesem Wahlkreis zufalle. AuS diesem Grunde halte er an seiner Kandidatur fesil/ — Einem Mitarbeiter der Münchener Allg. Ztg. erklärte Grandinger, er würde im Falle seiner Wahl der liberalen Partei als Hospitant beitreten und habe nach den Grundsätzen dev Liberalen freie Hand in konfessionellen Fragen. Deutscher Neichrtag. 49. Sitzung am 8. Mai. Auf der Tagesordnung steht zunächst der Spezialetat . des Reichs sch atz am ts. Es liegen dazu eine Reihe von Resolutionen vor. Präsident Graf Stolberg macht Mitteilung von einem Anträge, unterzeichnet von Mitgliedern aller Patteien, sämtliche ■ R.solutionen, die zum Etat des Reichsschatzamts sowie zu dem E.at der Zölle und Verbrauchssteuern vorliegen, mll Rücksicht auf die Geschäftslage von der Tagesordnung abzusetzen. — Zur Geschäftsordnung spricht Abg. Graf Kanitz (kons.), sein Bedauern aus, daß er und feine Freunde mit Rücksicht auf die Geschäftslage sich der Absetzung der Resolutionen über bie Mühlenums atzstener fügen müßten. Er hoffe, baß im Herbst bie Resolution sofort beraten und angenommen werbe. Abg. Speck (Ztr.) spricht sich im gleichen Sinne aus. Abg. Dr. Wiemer (frs. Vp.) bebauert, baß er ber Geschäftslage halber bie ben beiben Vorrebnern entgegengesetzten Anschauungen seiner Freunbe hier nicht näher begrünben könne. Abg. Singer (Soz.) äußert sich kurz in Uebereinftinnnung mit l>em Vorrebner. Hierauf geben Die Abgg. Nißler.Rö ficke, Graf E a r m e r ebenfalls ihrem Bedauern über die Notwendigkeit, die Resolutionen abzusetzen, Ausdruck. , , Zum Etat des Schatzamts betonen die Abgg. Kirsch (Ztr.) und Eickhoff (frs. Vp.) bas Erforbernis rechtzeittger Neuregelung bes WohnungsgelbzuschußwesenL. Schatzsekretär o. Stengel erwidert, laut Beschluß des vorigen Reichstages sei die Regierung gesetzlich verpflichtet, die Frage des Wohnungsgeldzuschusses bis 1908 neu zu regeln. Die .verbündeten Regierungen würden dieser Verpflichtung rechtzeitig ;nad>fonnnen. Beim Titil „Zuschuß zu den Verwaltungskosten der Uni» versität Straßburg" beklagt Abg. Everling (nL) im Interesse der protcstantisch-theo- logischen Fakultät in Straßburg einen zwischen der elsaß-lothrmg. Regierung und dem Lhomasstift in Straßburg enftandeuen Zwist über die Wechselsellige Zuschußpflicht zur Deckung der Kosten jener Fakultät. Elsaß-lochr. Geheimrat H a l l e y erwidert, ehe nicht das Maß der Zuschußpslicht des Stifts aiuf dem Prozeßwege festgestellt sei, lärmten Mittel in den Etat nicht eingestellt werden. Nach kurzen Bemerkungen des Schatzsekretärs v. Stengel und deS Abg. Schrader (frs. Bg.) wirb ber Etat bes Schatzamts genehmigt. Es folgt ber Etat ber Zölle nnb Verbrauchssteuern. Die Etats der Zölle, der Tabaksteuer, Z i - goretenfteucr, Salzsteuer, Zuckersteuer werden debatte- los genehmigt. Beim Etat der Maischbottich st euer rügt Abg. Südckum (Soz.), daß bie Kommission jur Vorberatung ber Maischraumsteuer-Novelle burch Verschleppung beren Zustanbekommen noch in bieser Tagung verhinbere. Abg. Speck (Ztr.) nimmt die Kommission gegen diese Bor- üvürse in Schutz. Bei den „Reichs stempel abgaben" bemerkt der Referent Abg. Dr. Arendt, in der Kommission sei sest- aestellt worden, baß bie Wirkung bes Gesetzes von 1906 betr. Befreiung der Reick)s- und Staatsanleihen von dem Emissions- ftempel gleich Null gewesen sei. Abg. Graf Kanitz (kons.) hofft, daß die Befreiung der Reichs- und Staatsanleihen vom Stempel wieder werde rückgängig gemacht werden. Abg. Dove (frs. Vg.) bringt eine Beschwerde aus Handelspreisen zur Sprache, daß bei Sendungen, die in einheitlichem Transport, aber in gebrochenem Verkehr expediert werden, bei ben Reexpebllionen ber Frachturkunbenstempel zweimal erhoben wllb nnb bittet um Abänderung. Schatzsekretär o. Stengel erwidert, hier handele es sich um einen Wunsch, bem man nur Rechnung tragen könne, wenn uian ben Weg bes Gesetzes betrete. Unb bas könne man jetzt noch nicht tun, wo bas Gesetz von ,1906 noch nicht einmal ein Jahr in Kraft sei. Damit ist auch bieser Etat erledigt. — Es folgt dann der .Etat für das Südwe st afrikanische Schutzgebiet. Abg. Graf Hompesch (Ztr.) erklärt, nachdem bie Zentrums- anträge wegen ber Truppenstärke abgelehnt worben seien, habe man keine Garantie gegen eine baucinbe Belastung ber Kolonie unb bes Reiches mll Ausgaben in einem Umfange, wie sie seinen Freunben nicht nötig erschienen. Deshalb werbe sich bas Zentrum hier ber Stimmenabgabe enthalten. Abg. Lebebour (Soz.) geht nochmals auf bie Verhältnisse ftn der Kolonie ein. Kolonialdirektor Dernburg bestreitet, daß, wie Herr Lede- bonr andeutet, die Kolonialverwaltung Kapitalisten in die Kolonie einführe mit der Aufforderung, sich zu bereichern. Falsch ist auch, als ob wir jedermann diskretierten, der an der Kolonial- verwaltung Krllll übt. Er bemerkt ferner, Ledebour hatte sich auch beschwert, daß der Kommandeur in Südwestaftika gegen 1700 Hottentotten nach der Haifisch-Insel hätte bringen lassen. Aber wir konnten diese Leute unmöglich im Rücken unserer Truppen in Windhuk lassen. Während noch die Verhandlungen schwebten, fei den Leuten beigebracht worben, baß sic beportiert werben sollten. Da würben sie so aussässig, baß sie schleunigst nach ber Haifisch-Insel gebracht worben wären. Nun sagt Lebebour, bie große Sterblichkeit unter ben Hottentotten auf bieser Insel sei eine Folge ihres Aufenthalts baselbst gewesen. Ter Etat für Sübwestafrika wirb bann genehmigt. Außerbem gelangt zur Einnahme bie Resolution ber Bubaetkommission: Der Reiä>stag erwarte, baß bie vom 1. Oktober 1907 ab in Höhe von 4000 Mann in Sübwestafrika oerbleibenbe Truppe nach Maßgabe bes fortschreitenben Eisenoahnbaues unb ber zu- nehmenben Entwicklung unb Beruhigung bes Lanbes verringert werben wirb. Llolonialbirektor Dernburg erklärt hierzu: Wir stäuben auf bem Stanbpunkt ber Resolution unb auch auf bem Standpunkt, daß eine Beunruhigung des Ovambo-Lanbes oermieben werden solle. Freitag: Etat des Reichstages, der Reichsschuld, Ergänzungs- etals, soweit sie noch unerlebigi sind, Petitionen. für höhere und mittlere Beamte erfordere 20, , dll A u i - beifetung der Lehrer 30 und ber Geistlichen min* bestens 5 Millionen, bie Erhöhung ber Pen sionen- unb Reliktengelber 20 Millionen; insgesamt betrage ber Mehrbedarf über 100Millionen. Zur Deckung werde eine Erhöhung der Einkommensteuer ein treten mühen. — Die Budgetkommission des Reichstags beriet den vierten Ergänzungsetat betteffend die einmaligen Beihilfen für Beamten. Reichsfchatzsekretär Frhr. v. Stengel gab dabei die Erklärung ab, daß von der Wllkung bes Gesetzes auch die Diätare des Reichstags, die Telephonistinnen unb die Post- und Telegraphen-Gehilfinnen betroffen würden. Der Etat wird angenommen. Es folgt der fünfte Ergänzungsetat. Soweit er sich auf die Expedition nach Südwestafrika bezieht, wird er angenommen. Sodann wird die Frage der Entschädigung der Farmer beraten. Gegenüber den Vorschlägen aus der Kommission, die geforderten 7 J/2 Millionen ganz ober teilweise als fünf pro gütiges Darlehen zu bewllligen, spricht sich Kolonialbirektor Dernburg gegen biese (Srkbigung der Äitschädigungsfrage aus. Dr. Seniler stellt einen Antrag, nach dem die Hllseleistung als zinsloses Darlcl)cn gegen Eintragung einer Rente von 5 Prozent, in der der Gmmdbesitz des Darlehnsnehmers zugunsten des Reichs zwecks Amortisation des Darlehens ab 1. Januar 1913 ^erfolgen soll. Der Anttag Semmler wird mit 13 gegen 12 Stimmen abgelehnt. Mll 15 Stimmen werden dann 5 Millionen bewilligt. Ferner wird der zweite Teil des Antrags Semler migenommen, nach welchem dann Hilfeleistung unter der Voraussetzung erfolgt, daß anderweitige Ansprüche auf Entschädigung gegen das Reich oder die töoftnnen nicht gestellt werden. Der Kaiser unterwegs. Am Mittwoch nachmittag um 3 Uhr verließ der Kaiser im Automobil Karlsruhe. Der auf dem Karlsruher Bahnhose zur Abfahrt bereltsteheube Souberzug würbe in letzter Minute abgesagt, unb luhr nur mit ber Dienerschall nach Wiesbaben. Ter Kaiser fuhr über Speier, Worms und Oppenheim nach Wiesbaben, wo er um 8|47 Uhr eintrat Er wohnte alsbald der Probe von .Gotberga8 von Lauff im tömglicheu Theater bei unb llchr am Donnerstag früh um 9 Uhr nach Homburg, wo er mittags 1 Uhr eintrat und zur Früystückstasel Den Geh. Baurat Professor Jacobi bei sich sah. Am Stachmutag machten bie Majestäten im Automobil einen Ausflug nach Der EaperSburg, welche unter ber Führung bes Proiessor Jacobi besichtigt ronrbe. Tie Abreise bes Kaisers nach Wiesbaden ettolgte am abend um 91/, Uhr. 7>ofsen wir, daß die Siechenanstalt auch unter einem neuen Direktorium im Geiste des alten weitergeleitet werden möge. „Nehmt alles nur in allem, er war ein ganzer braver Mann!" Zur Beerdigung des D i r e k t o rs Dr. M a r k m a l d 'hatte sich am Mittwoch nachmittag eine in ihrer Zusammensetzung in Gießen seltene Trauergemeinde auf dem alten Friedhose em- gesunden. Außer den Mitgliedern des Kuratoriums der Provinzial- Siechenanstatt waren die Mitglieder des Provinzial-Ausschusses erschienen. Tie Schwestern, die Beamten, die Wärter und Wärterinnen des Siechenhauses waren fast vollständig gekommen. Ter ärztliche Kreisoerein Gießen halte eine starke Abordnung seiner Mitglieder entsendet. Tas Landwehroifizierkorps des Bezirks war durch Oberstleiitnant o. Mosch und dessen Adjutanten Oberleiitnant v. Peiis vertreten. Die Burschenschafter hatten eine Abordnung entsendet, während der Bereiu der alten Burschenschafter diirch mehrere seiner Dht- glieder unter Führung des Geh. Hosrats Professor Dr. Haupt seine Trauer um den Heimgegangenen bekunden ließ. Ungemein zahlreich hatten sich dre Arbeiter von Heyligenstaedt u. Co. eiiigesunden, deren Fabrrkkassenarzt der Verstorbene lange Jahre hindurch war. Ueber- aus groß war die Zahl der Leidtragenden ans allen Schichten der Bevölkerung, aus allen Kreisen unserer Bürgerschaft. Sie alle waren gekommen, um in aufrichtiger Trauer dem so plötzlich aus feiner segensreichen Wirksamkeit abberufenen Manne das letzte Geleit zu geben. Die Insassen des Siechenhauses, denen ein treuer Freund und Helfer genommen ist, bildeten auf einem Teil des Weges, den der Leichenzug zurücklegte, Spalier. Mit Tränen m den Augen zogen die allen Leute ihre Kopjbedeckung und schauien mit Wehmut aus den einfachen Sarg, der die sterbliche Hülle des Entschlafenen enthielt. Der Großh. Provinzial-Rabbiner Dr. Sander hielt am Grabe eine roarm empfundene Gedächtnisrede, worin er, der mit Dr. Markwald in Freundschaft verbunden war, ein treffliches Bild desselben, seines Wirkens als Arzt uiid Menschenfreund gab. Geheimerat Prooinzialdirektor Dr. B r e i d e r t legte darauf •Nomens der Provinz Oberhessen em prachtvolles Blumengewinde am Grabe nieder und bemerkte, daß der Entschlafene unter schwierigeii Vor- hältniffen s. Z. die Leitung der Provinzial-Siechen-Ansialt übernommen, daß er es aber verflanden habe, daraus eine Mustercrnstcitt zu Machen. Seine erfolgreiche Tätigkeit, seine Hingebiing und Pflichi-- treue, seine Menschenfreundlichkeit und Herzensgüte sicherte dem Verstorbenen ein ehrendes Andenken in der Provinz Oberhessen für ade Zeiten. Kranz an Kraiiz wurde darauf am Grabe niedergelegt, iso daß die Gaben der Dankbarkeit, der Liebe und Verehrung sich zu einem ansehnlichen Hügel austürmten. ÄüU.aor utw Gießen, 10. Mai 1907. ** Ordensiangelegenheiten. S. K. H. der Größter z o g haben dem Oberstleutnant Schmidt, Tistriktskomman- deur im Großh. Gendarmerie korps, die Erlaubnis erteilt, den ihm von den: Kaiser und König von Preußen verliehenen Kronen-Orden dritter Klasse anzunehmen und zu tragen, sowie dem Mitgiede des' Vorstandes des Vereins für das Großherzogtum Hessen und die Provinz Hessen-Nassau zur Beschäftigung Ar- deitsloser, Adolph Baer-Goldschmidt zu Frankfurt am M. das Ritterkreuz 1. Klasse des Verdienstordens Philipps des Groß- ,mutigen verliehen. ** A m H i m m e l s a h r t § ta g e herrschte nach einer gewitterreichen Nacht das herrlichste Maiwclter. Ja, „Vinn bricht aus allen Zweigen das maieusrische Grün". Die belebende Krait der Frühlingssonne Hal in wenigen Tagen wahre Wunder hervor gezaubert. Tas Heer der Blumen ist aus dem Winterschlaie erstanden, mit lieblichem Gesang begrüßen die Vögel die schönen Maitage, und der frischgrüne Rasen ladet zum Verweilen em. Alle Waldungen nah und fern wimmelten von Menschen, an verschiedenen Hmiptverkehrspuukteu hatten unternehmungslustige iWirte Zelte ausgeschlagen. Gleiberg, Dünsberg, Staufenberg, sSchiffenberg, Annerod, Badenburg, Nindsmühle u. a. waren den ganzen Tag über dicht besetzt. Und am Abend kehrten die Aus- stügler mit Sträußchen von Schlüsselblumen, Anemonen und Waldmeister versehen zurück. — Plötzlich irrsinnig wurde in verflossener Nacht ein hiesiger Einwohner. Er bedrohte seine Familie und nachdem diese die Verbringung des Kranken in die Klinik in die Wege geleitet hatte, widersetzte er sich dem Arzt und den übrigen Beteiligten derart, daß es schwer hielt, ihn in einem Wagen nach der Anstatt zu bringen. 0 Lollar, 10. Mai. Ter Himmelsahrtstag war auch hier, troie wohl allerorts den Ausflügen in die neu erblühte Natur «geweiht. Schon in srüher Morgenstunde zog alt und jung hinaus in die grünen Wälder und Fluren. Der Radfahrerverein unternahm früh morgens eine Tour nach dem schön gelegenen Forsthaus Waldhaus. Nachmittags herrschte in dem Lollarer Kopf em fröhliches Treiben. Hunderte hatten sich dort versammelt, um so recht den Frühlingszauber des prächtigen Waldes zu genießen. Gesangvereine entzückten die Ausflügler durch schöne Volkslieder. Fröhlichkeit herrschte überall, bis die untergeherde Sonne die Naturfreunde zur Heimkehr mahnte. + Lang-Göns, 10. Mai. Eine unglückliche §5ah rt hatte gestern eine Anzahl Gießener Studenten, indem Ider eine Wagen wider eine Telegraphenstange im Ort fuhr. Der Wagen ging entzwei und Pferde und Kutscher trugen Verletzungen davon. Am Samstag abend sprach Rechtsanwalt Sandmann aus Hungen dahier über Feld- be rernigun gen. b. Langsdorf, 9. Mai. Unser Reichs- und Land- tagsabg. Köhler hat die Postagentilr gekündigt. Einem Herrn Heil, pensionierten Postsekretär, der unmittelbar am Bahnhof einen Neubau errichtet hat, soll dem Vernehmen Nach die Agentur übertragen werden. öermiidMes» • Berlin, 9. Mai. Gestern um acht Uhr, als kurz Dor Geschäftsschluß die Hochflut des Publikums in den Läden der Geschäfts- und Warenhäusern wogte, als die Weinhäuser, Restaurants und Cafes dicht gefüllt waren, erlosch plötzlich stm Zenlrum der Stadt und im Moabit das elektrische «Licht. In dem Teil der Leipziger Straße zwischen Char- äottenstraße und Spittclmarkt, in dem ganzen Teil der östlichen Friedrichsstadt und im Moabit erloschen die Bogen- -lampen der Straßenbeleuchtung und das goldene Flimmern der Kronen und Glühlampen in den Häusern machte undurchdringlichem Dunkel Platz. Nur die großen Hotels und Warenhäuser, die ihr Licht aus eigenen elektrischen Zentralen «beziehen, prankten in unverminderter Helligkeit. Am schwersten Äußerte sich die Störungin der königl. Oper: Die Vorstellung der „Salome" von Richard Strauß mußte, da die Bühne und der dicht gefüllte Zuschauerraum plötzlich lm Dunkeln lagen, abgebrochen werden. ' Bankdirektoren-Gehälter. Es ist interessant, zu erfahren, wie hoch die Leiter der Berliner Bankinstitute ßur Staatseinkommensteuer 1905 eingeschätzt sind. Berück- isichtigt sind die Einkommen von 19 Vorstandsmitgliedern 'ber Deutschen Bank, der Diskonto-Gesellschaft, der Dresdener Bank, der Bank für Handel und Industrie, der Nationalbank für Deutschland, der Mitteldeutschen Kreditbank und des Schaaffhausenschen Bankvereins. Diese 19 Herren hatten zusammen ein staatssteuerpflichtiges Einkommen von rund 3 500 000 Mk. Es kamen also auf einen Herrn rund 185 000 M. Die höchsten Einkommen hatten die Vorstands- vütglieder der DiStonto-Gesellschaft und der Deutschen Bank. Drei Direktoren der Deutschen Bank und ein Direktor der Diskonto-Gesellschaft hatten ein staatssteuerpflichtiges Einkommen von je 450 000 Mk. • Ueberfa ll auf einen Expreßzu g. „Daily Telegraph" meldet aus Newyork, daß berittene Räuber den Expreßzug in der Nähe von Butte im Staate Montana an* hielten, indem sie eine rote Lampe auf dem Geleise zeigten. Die Räuber erschossen den Lokomotivführer und versuchten den Zug, der auch Geld mit sich führte, zu plündern. Zugbeamte und Passagiere setzten sich zu Wehr und trieben die Räuber in die Flucht. Polizei verfolgt die Räuber mit Bluthunden. * Hundert Menschen ertrunken. Es heißt, der Dampfer „Poitou" der „Compagnie des Transports Maritimes" sei bei der Küste von Uruguay gescheitert, über 100 Menschen seien umgekommen. Nur zwei Passagiere erster Klasse hätten den Dampfer verlassen, und zwar ein Fräulein Signoret in Rio de Janeiro und ein Herr Decker, Kontrolleur im Finanzministerium, in Teneriffa. An Bord befanden sich 160 spanische Passagiere, von denen 50 gelandet waren. — Offiziös wird die Verunglückung von nur 22 Menschen zugegeben, doch findet diese Meldung keinen Glauben. Die Strandung erfolgte in einer Entfernung von einigen 30 Meter von der Küste. Bei der an Bord ausgebrochenen Panik sprangen viele Passagiere über Bord und ertranken. An der Unfallstelle sind verichiedene Dampfer zur Hilfeleistung ein» getroffen. Tie Bergungsarbeiten sind wegen der ungünstigen Strandungsstelle sehr schwierig. * Von Frauen gelyncht. Eine eigenartige Rache für die Mißhandlung einer Frau haben sechzehn Frauen in Madison County, in der Mhe von Springfield in Ohio, genommen. Georg Ward, ein Landmtann, hatte seine Frau wiederhott mißhandelt und mir einer Peitsche geschlagen. Die Frau mar den Verletzungen erlegen. Um bei der Beerdigung Kosten zu sparen, grub Ward selbst das Grab. Als er von der Bestattung zurück- kam, wurde er von sechzehn Frauen überfallen, die seinen Wagen anhielten und ihn mit Schimpfworren begrüßten. Sie zogen ihn aus dem Wagen und bearbeiteten ihn so mit neuen Reitpeitschen, daß das Blut in Strömen floß. Doch damit war die Rache der Amazonen iwch nicht erschöpft. Sie nahmen einen Topf roter Farbe und malten Ward rot an, dann erst gestatteten sie ihm, seinen Weg nach Hause fortzusetzen. *KleineTageschronik. In Leipzig wurde Rechtsanwalt Wilhelm Richard Hammer wegen Untreue und Unterschlagung von 4800 Mk. Zwangsvergleichsgeldern zu acht Monaten Gefängnis und zwei Jahren Ehrverlust verurteilt. — In Bottrop bei Essen hat e in 20 jähriger Mensch namens Fiedler in der letzten Nacht das dreijährige Töchterchen namens Ohmann durch das offene Fenster aus der Wiege geraubt. Er schleppte das Kind auf einen benachbarten Acker, wo er es in bestialischer Weise vergewaltigte. Das Kind wurde nach längerem Suchen in furchtbarem Zustande aufgefunden. An seinem Wiederausbimmen wird gezweifelt. Der Täter wurde verhaftet. — Ter Professor Dr. Albano Brand wurde in seiner Wohnung in G r o ß l i ch t e r f e l d e bei Berlin t o t aufgefunden. Er hatte durch einen Revolverschuß seinem Leben ein Ende gemacht. Der Grund der Tat soll in einem Nervenleiden zu suchen sein, das den Gelehrten befürchten ließ, geisteskrank zu werden. — Ter Regisseur des Theaters der Sarah Bernhard in Paris, Cartereau, beging diese Nacht Selbstmord. Der Beweggrund zur Tat ist unbekannt. — Ein Telegramm aus Texas berichtet, daß bei einem jüngsten Cyklon die Ortschaft Birtright, welche 500 Einwohner zählt, zerstört worden ist. Auch an anderen Stellen des Staates sind zahlreiche Personen dem Cyklon zum Opfer gefallen. Die neuesten Automobil-Unfälle. Ein Automobilunfall, dem ein junges Menschenleben zumOpferfiel, ereignete sich am Sonniag zwischen Höchst a.M. und Weilbach. Dr. med. Heyder aus Frankfurt fuhr mit zwei anderen Aerzten in seinem Automobil die Landstraße zwischen Weilbach und Hattersheim, als ein Radler ans entgegengesetzter Richtung kam und dem Auto links statt r e ch t s' a n s w i ch. Ta der Aulomobillenker vorjchristsmäßig rechts steuerte, wurde das Rad am Schutzblech gefaßt und der Radler, der 20jährige Arbeiter Paul Krell aus Weilbach, mit solcher Wucht zur Seite geschleudert, daß er trotz aller Sorgfalt, die ihm die Aerzte sofort ange» deiheu ließen, noch am gleichen Tage im Höchster Krankenhause st a r b. Tie Automobilmsassen, die sofort den Sachverhalt auf der Polizei meldeten, trifft keinerlei Schuld. Ein schiverer Unglücksfall hat sich am Montag im Grün e- w a l d bei Berlin ereignet. Zwei Tarnen und em Herr hatten eine Spazierfahrt durch den Gruiieivald unternommen. Als das Gefährt am Kaiser Wilhelm-Turm die steil abfallende Chaussee hmuntersuhr, nahm es eine derartige Schnelligkeit an, daß es schließlich zur Seite geschleudert wurde und sich vollstäiidig überschlug. Die vier Personen wurden unter dem Wagen begraben und mußten durch die Insassen eines entgegenkommenden Automobils befreit werden. Die A ut o mo b i l d r o sch k e war vollständig zertrümmert. Eine der verunglückten Frauen hatte erhebliche Wunden im Gesicht, sowie eine Ausrenkung des linken Armes davongetragen; die drei anderen Personell hatten Rücken- und Brust- guetjchuiigen erlitten. Im Grünewald trug sich am Himmelsahrttage noch ein schweres A u t o m o b i l - lk n g l ü ck zu. Ein Chauffeur, der Bekannte eingeladen hatte, fuhr den Kilometerberg beim Kaiser Wilhelm-Turm m raschem Tempo hinunter und verlor die Gewalt über die Steuerung. Tas Gefährt fuhr gegen einen Stein und wurde vollständig zertrümmert. Es begrub die Insassen unter sich. Ter Chauffeur und zioei Insassen wurden leicht verletzt, ein dritter sehr schwer; dieser liegt hoffnungslos im Krankenhauie. Kriegsgericht. R Gießen, 9. Mai. Tas Kriegsgericht der 25. Division hielt jüngst hier seine Sitzung ab, m der sich drei Kameradeii aus Alsfeld wegen ch w e r e n Raufereien mit Zivilisten zu verantworten hatten. Ter Dragoner Joh. S t e i n ro i r t von der 3. Schwadron des 24. Trag. Regts., der Musketier Karl Müller von der 7. Komp, des 168. Inf. Rgts. und der Musketier Heinrich Werner von der 4. Komp, des Jnf.-Regls 116 waren nach Alsfeld beurlaubt und hatten sich dort zusammen gefunden. In einer der dortigen Wirtschaften bekamen sie aber mit mehreren anderen Gästen Streit, der sich auf der Straße fortsetzte. Bei dem Handgemenge nahm ein Zivilist Mütter das Seitengewehr ab und lief damit davon. Die Soldaten eilten ihm nach und fanben das Seitengewehr auch auf dem Acker wieder. Nun schlugen die Soldaten auf den Entwender der Waffe und zwei andere Zivilpersonen in unbarmherziger Weise ein, bis die Kämpfenden durch das Eingreifen anderer auseinander gebracht wurden. Als der Wütendste der Kämpfer wurde ©teinroir t erkannt, der wegen gemeinsamer Körperverletzung, verbunden mit rechtswidrigem Wafferigebrach, zu 6 Wochen Gefängnis verurteilt wurde. Werner erhielt wegen gemeinsamer Körperverletzung in zwei Fällen 4 Wochen Gefängnis, während Musketier Ai ü i l e r freigesprochen wurde. t$faaL — Ter Musketier Andr. Gröschel aus Oberfranken von der 12. Komp, des Jnf.-Regts 116, der wegen angeblicher Vernachlässigung im Dleiist zum Nachexerzieren befohlen worden, sich aber keiner Schuld bewußt war, trat beim Antreten bet Kompagnie vor die Front und fragte den Feldwebel, warum er eigentlich nachexerzieren solle. Er stehl deshalb „wegen zur Rede stellen eines Vorgesetzten vor öeijanunelter Mannscha't unter dem Gewehr" unter Anklage. Aus der Zeugenvernehmung ergibt sich, daß er tatsächlich über die Ursache fernes Nachexerzierens im Zweifel jein konnte und daß er schon vorher auf die an einen Unteroffizier gerichtete gleiche Frage dazu veranlaßt wurde, sich zu'.beschweren, wenn er unschuldig fei. Der Gerichtshof konnte daher in seiner Handlungsweise keine Straftat erblicken, sodaß seine F r e i s p r e ch u n n g erfolgte. ? Marburg, 7. Mai. Wegen fahrlässiger Tötung stand heute der Kutscher Jost Graulich aus Dannerod, wohnhaft in Niederrlein, vor der Strafkammer. Ter iungc Mann, hatte am 8. Novbr. v. I. gelegentlich einer Hochzeit einen mit fünf Hochzeitsgästen besetzten Wagen gefahren. Auf der Rückkehr von der in Schweinsberg erfolgten Trauung fiel das Gefährt dicht vor Niederklein an einer Kurve um und sämtliche Jiyassen trugen bei dem Sturze mehr oder weniger Verletzungen davon. Güter der verunglückten, per Bezirks-Kommando-Unteroffizier Spieß aus Homrighausen, starb an dem Tage. Graulich wurde zu 14 Tagen Gefängnis verurteilt, weil das Gericht feststellte, daß er unvorsichtig gefahren sei. Märkte. tb. G i e ß e n , 8. Mai. Der dieswöchentliche Vieh markt hatte einen Austrieb von ca. 1500 Stück Großvieh, 250 Kälbern und etwa 600 Schweinen. Dem großen Auftrieb von Milchvieh konnte die Nachfrage nicht folgen, besonders waren oberhessische Landrassen schwer an den Mann zu bringen, trotzdem die Kundschaft für die Ware am Markt gut vertreten war. Die für tragende und frisch melkende Kühe erzielten Preise waren weniger hoch als an den letzten Märkten. Em Einkäufer aus dem Koburgischen, der gute Ware suchte, konnte seinen Bedarf, der in mehreren Wagenladungen bestand, zu verhältnismäßig wohlfeilen Preisen decken. Der Handel in selten Kühen und Rindern ging ebenfalls langsam; hter hielten sich die Preise etwas, sie zeigten aber eine Neigung nach unten. Tas Geschäft in Kälbern war weniger flott al5 sonst und besonders für Frankfurt a. 3)1., Wiesbaden und Mainz schien fein dringender Bedarf vorzuliegen, weshalb die Ware zu nicht hohen Preisen abgesetzt werden mußte. Der Schweinemarkt zeigte ein lebhaftes Getriebe. Während der Preis für Einleg- schweine und stärkere Tiere recht niedrig war, hielten Ferkel immer noch einigermaßen Preis. Ter Vorrat in allen Viehgattungen wurde bis auf etwa 60—80 Stück geringwertige Milchkühe geräumt. Gehandelt wurden Kühe frischmelkend und tragend 1. Qual. 430—475 Mk. (wenige schwere Stücke bis 490 Mk.), 2. Qual. 340 bis 400 Mk., 3. Qual. .270-320 Alk. das Stück. Fettvieh stellte sich, im Preise der Zentner Schlachtgewicht wie folgt: fette Rinder 1. Qual. < 8—69 Mk., 2. Qual. 64—66 Mk. Fette Kühe 1. Qual. 65—66 Mk., 2. Qual. 63-64 Mk. Kälber 1. Qual. 70-76 Mk., 2. Qual. 63—68 Mk., 3. Qual. 57—60 Pik. Die Preise für Schweine fteüien sich das Paar Ferkel bis 6 Wochen alt 35—38 Mk., bis 12 Wochen alte Tiere 40—60 Mk., Springer 70—85 Mk. Einleger 90—140 Pik. das Paar. Nächste Markttage 2 8. und 2 9. M a i d. I. te. F r a n k f u r t a. M., 10. Mai. (Tetegr. Orig.-Dericht des „Gieß. Anz.".) Amtliche Notierungen der heutigen Viehmarktpreise. Zum Verkaufe standen: 59 Ochsen, 00 aus Oesterreich 1 Bulle, 2 aus Oesterreich, 69 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder 0 aus Rumänien, 688^Kälber, 00 Schafe und Hämmel, 00 Ziegen, 35 Ziegenlämmer, 0 Schastämmer. Bezahlt wurde für das Pfund Schlachtgewicht: Ochsen 1. Qualität 80—85 Mk., 2. Qualität 71—75 Pik., 3. Qualität 65—67 Mk.; Butten 1. Qual. 71—73, 2. Qual. 00-00; Kühe 1. Qualität 72-75 3)1L 2. Qual. 69—71 Mk., 3. Qual. 60—62 Pik., 4. Qual. 00—00 Pik., 5. Qual. 00—00 Mk. Kälber 1. Qual. 100—000 Pfg., Lebendgewicht 60—00 Pfg., 2. Qualität 92—96j Pfg., Lebendgewicht 53—57 Pfg., Schlachtgew. 67—72 Pfg.; Schafe: 1. Quak. 80—00 Pfg., 2. Qual. 76—78 Pfg. Geschäft: mittelmäßig, lieberjtanb bedeutend. Limburg a. 0. L., 8. Mai. Fruchtmarkt. Durchschnittspreise pro Platter. Roter Weizen (9lassauischer) 00.00 Mk., weißer Weizen 00.00 Mk., Korn 13.50 Mk., Gerste 00.00 Mk., Hafer 9.50 Pik. Erbsen 0.00 Pik., Kartoffeln 0.00 Pik. Verlobte: Fräulein Lina Arnstein in Friedberg mit Herrn Josef Schwarz in Hamburg. — Fräulein Else Engel mst Herrn Heinrich Zißeler, beide in Wetzlar. Gestorben: Frau Plane Fertsch, geb. Hahn in Friedberg. — Frau Pauline Bernecke, geb. Dorsch in Bad-Nauheim. Gießeuer Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung für Hessen am Samstag den 11. Mai: Wechselnde Bewölkung. Zunächst noch trocken. Nachts kühl, am Tage mäßig warm. Auffrischende südliche Winde. ©rigiitabDratyfmclfcungen* sc. Ludwigshafen, 10. Mai. Gestern abend entstanden insolge eines Streiks in der Leimfabrik Zimmermann! schwere Ausschreitungen. Eine Anzahl Stteikender, denen sich andere Leute angeschlossen batten, zog vor die Fabrik und bombardierte sie mit Steinen. Um 9 Uhr drangen etwa 500 Leute in die Fabrik ein und zerstörten alles, ivas ihnen in den Weg kam. Die Polizei war machtlos. Ter Bezirksamtmann und drei Polizisten wurden durch Steinwürfe verletzt. Wie cs heißt, sind zwei der Exzedenten in den Rhein gestürzt. London, 10. Mai. Premiermini st erBannerman hielt in Nlanchesler eine längere Rede, in welcher er über die Hager Friedens-Konferenz und die ablehnende Haltung Deutschlands gegenüber der Erörterung der Abrüstungs- Vorschläge sprach. Bannernian erklärte, Fürst Bülow habe unlängst eine Rede gehalten über eine Frage, an welcher das englische Slabinclt, seitdem es am Ruder sei, großes Interesse an den Tag gelegt habe. Die Regierung habe gehofft, daß alle Mächte sich an der Beratung der Einschränkungen der Lüftungen beteiligen würden. Indessen wisse man jetzt, daß Deutschland nicht daran teilnehmen werde. Er wolle keineswegs verhehlen, daß die englische Regierung hierüber enttäuscht sei, da es doch nicht ausgeschlossen erscheine, daß eine Maßnahme gegenseitigen Vertrauens ausfindig hätte gemacht werden können, die jedenfalls später Früchte getragen hätte. Dadurch wäre es der englischen Regierung in Uebereinstimmung mit den übrigen Nationen möglich gewesen, die übertriebenen und unausstehlichen Lasten der Rüstungen, welche von allen Nationen schwer empfunden worden, zu ver-j ringern. Es sei nicht daran zu zweifeln, daß irgend etwas getan werden könne, obgleich die Aufgabe jetzt ohne die Mitwirkung aller Mächte bedeutend schwerer sei. Er wiffe, daß England verdächtige Absichten zugeschrieben würden, u. A. die, Deutschland durch Aufwerfen der Abrüstungsfrage in Verlegenheit zu setzen. Das sei eine vollständig falsche Auffassung. Wenn den Engländern Deutsch, land zuvorgekommen wäre und die Initiative zu diesem Anträge ergriffen hätte, so wäre man aufrichtigen Herzens der deutschen Regierung entgegen .gekommen. Die englische Regierung sei einzig । und allein von Beweggründen geleitet, die zu verbergen England niemals versucht habe. Campbell Bannerman schloß: Es fei die Pflicht der englischen Regierung gewesen, die Gelegenheit der Einberufung der Haager Friedenskonferenz zu bemchen, um den Versuch zu machen, Maßnah,nen im Sinne der Abrüstung zu treffen. Die Friedenskonferenz sei doch m der Hauptsache gerade zu dem Zweck überhaupt zustande gekommen, sich mit der Abrüstungsfrage zu befassen, wenn' auch Fürst Bülow zu glauben scheine, daß dieser Dechuh I illusorisch fei. 1 Der SW SM hClSe N1 an ein _s £)i S-K war- J’j gec fiSssJ DeM fMM MD Mbis «ul wc Die unter siadt Mscho Neu ei Fürd Herreu-Borc eleflan gr Pao Herren- schllörstmel gr Paa Hrrreu-l Cchoürstief @r Paa Große Äusivi W 9 "MW1 Alt1 3. 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[B10 5 [3000] 90 158 524 [500] 605 3 5 109 9 7 232 405 58 64 58 90 3 6215 340 76 599 632 807 987 93 3 7350 467 845 995 3 8 026 [1000] 835 441 744 »17 924 39104 243 [500] 55 [3000] 582 860 963 40119 357 405 61 615 904 72 4 1 032 223 65 [3000] 27O084 179 447 54 690 714 44 [SCO] 802 30 933 271333 685 66 705 802 68 2 7 2077 92 109 22 577 2 7 3 034 122 69 175082 270 814 86 508 625 LüOOj 892 94 [1000] 368 M 487 670 94 911 177000 [3000] 47 405 7 7 548 55 98 815 [8000] 65 355 470 85 89 807 81 132 37 69 539 60 936 1 81148 93 203 [500] 99 271 822 [500] 57 [1000] 424 87 638 862 802 6- [5000] 24 2 284 315 429 608 751 [1000] 2443D 491 714 [1000] 52 94 1 245038 [8000] 27 74 418 779 823 927 68 160237 879 467 529 644 880 985 161086 Bt 893 522 89 162095 [500] 184 250 332 51 76 4S» 600 87 720 820 576 2 1 6 141 269 571 804 70 ] 3000] 83 217031 183 205 38 496 578 [1000] 615 726 848 2 1 8009 23 119 216 378 81 417 27 591 794 931 2 1 9043 67 438 70 [1000] 575 616 87 64 928 220138 323 436 40 84 805 303 221305 472 659 923 222119 273 646 720 32 53 818 971 223007 115 578 85 [500] 96 [500] 22 4022 77 161 410 63 507 36 2 2 5 296 871 92 [3000] 835 945 2 26189 300 19 0» 441 72 96 687 783 803 956 [1000] 227012 97 107 317 403 526 [1000] 680 [1000] 702 [1000] 23 78 228006 226 72» 89 934 229136 U7 884 79 [1000] 540 [500] 651 23 0052 399 577 [1000] 231095 156 63 95 [8000] 219 50 505 25 82 852 232216 303 673 [600] 233033 539 063 2 3 4197 206 483 93 551 613 13 838 91 [3000] 928 235052 524 94 969 5 5015 382 84 496 528 51 81 751 5 6 3 2 662 80 57207 360 867 969 58683 885 59 029 30 105 273 504 [500] 708 95 009 6 0346 732 46 6 1 005 [3000] 231 308 450 [1000] 560 605 814 9 081 115 [500] 97 814 87 10113 281 [3000] 358 Aach in der Küche herrscht noch Aberglaube Jawohl; Es .flieht noch immer Hausfrauen, die da glauben, es ließe sich mit Herren Borcalf-Schnürstiefei, elegantes Facon, DT- Paar 10.00 -M> Herren Cbevreanr Schnürstiefel, moderne Form, nr Paar 12.50 -MA Herren Cbevreaur Schnürstiefel, hochelegant, xsr- Paar 13.50 -M, 3. Ziehung 5. Kl. 216. KgL Preuss. Lotterie. Ziehung vom 8. Mal 1907, nachmittags. Nur die Gewinne Uber 240 Mark sind den betretenden [3000] 460 [3000] 535 [5(0] 43 GS--. 736 [ IWO] [1000] 133170 73 263 1000, 4953 L 500. Nummern in Klammern beigefügt. (Ohne Gewähr.) (Nachdruck verboten.) 100 87 305 525 749 62 896 905 1010 22 55 147 99 ! 72 369 72 506 36 665 811 912 [3000] 2345 131 [500] 639 15 873 3009 170 227 353 457 522 896 982 4182 581 756 I 202 712 896 703 240 686 Telegramm! Telegramm! Verkaufe morgen DamStag auf dem Jischmarkt eine grobe Sendung , , lebendfrischer KMiau, Kablinu in ganzen Fischen per Pfd. 15 Pfg. Achtungsvoll Dem geehrten Herrn Einsender in der Nr. 104 des ,Oi2ß. Anz." ist die .^apierne Drucksache" doch stark zu Lerzen gegangen : aber wozu diese Aufregung? Wo stand denn gelegentlich rener Anregung zur Prägung einer Denkmünze, daß diese nur allein eristenzberechtigt wäre, und selbst die Denkschrift unnötig machen sollte. Das ist doch klar, daß eine solche erscheinen mutz, und ist diese absolut nich mitt der „papiernen Drucksache" gemeint, sondern es ist speziell Privatunternehmungen 871 238298 612 817 927 240032 241132 733 2 5 5 460 79 528 634 922 2 5 6098 155 70 330 548 748 910 27 85 257202 [3000] 503 75 696 768 [1000] 68 258016 146 53 305 [3000] 12 9 7 404 5 6 71 565 [1000] 984 259348 70 71 [3000] 419 62 [1000] 69 586 925 65 260033 [500] 134 26 1 010 44 US 66 317 [500] 415 99 501 [10 000] 755 974 262088 105 19 [500] 498 525 604 66 709 64 879 '23 263052 454 2 64177 279 [500] 607 SO 88 639 70 265130 [5001 93 [3000] 384 422 549 781 2 6 6369 445 808 923 75 2 6 7429 45 533 620 719 68 806 19 2 6 8013 [1000] 462 501 645 756 2 6 9017 76 106 295 455 [500] 84 819 976 110240 455 945 111025 89 317 58 559 696 8*1 112261 639 [500] 113212 405 38 094 [1000] 806 35 1 14231 633 99 708 43 48 809 59 942 63 92 115020 447 694 897 116032 207 22 [500] 77 91 355 91 420 [500] 573 96 814 £98 117269 300 80 687 763 118040 384 497 790 19507 731 2O002 [8000] 59 [1000] 66 14>.89 249 82 500 82 835 [1000] 921 54 [1000] 95 21167 235 60 877 478 730 11 2 2 017 179 334 593 718 7 2 848 [ 3000] 62 [1000] 71 23-69 313 63 509 50 73 872 [3000] 80 2 4082 861 93 2 5020 [500] Hl 241 »26 693 703 815 998 2 6022 63 373 611 27029 142 85 [ 3000] 855 [1000] 471 656 69 [500] 799 [500] 852 995 [1000] 28354 598 611 883 29102 75 [1000] 237 421 85 51 [1000] 522 30057 126 222 24 92 412 31131 [1000] 91 259 622 35 66 757 940 93 [500] 32073 191 226 52 97 461 552 72 731 918 3 3 274 419 68 503 735 937 97 3 4110 43 83 201 [500] 409 44 55 640 55 71 797 35215 881 412 541 675 792 817 29 901 3 6003 236 892 479 507 65« 744 93 [8000] 37071 319 58 504 608 935 89 3 8071 [1000] 686 722 65 839 54 76 77 49 753 855 909 50178 518 [500] 756 936 5 1 321 481 553 [500] 634 728 [1000] 33 [1000 ] 95 905 49 52u43 274 331 597 839 53001 46 111 256 92 [1000] 333 575 [500] 879 83 5 4 073 153 254 Eingesandt. (TfLr Norm und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Der Beschluß unseres Stadtparlaments, die Grünberger Straße in eine Kaiserallee umzulaufen, hat in der Presse starken Widerspruch gefunden. Dies mag unsere Stadtvalcr belehrt haben, daß ihr Beschluß den Stimmungen und Wünschen weiter Kreije der Bürgerschaft nicht entspricht. Hoffentlich ist er alio nicht unwiderruflich. Es ist schon m einem Eingesandt des Gießener Anzeigers daraus hmgenucsen worden, daß die Grün- bcrqer Straße mißerlich nicht den Erwartungen entspricht, die man an eine Kaiserallee stellt. So schon ihr Baumschmuck ist, ihre Läufer und Häuserchen entstammen meist einer Zeit, die den letüncn Aufschwung Gießens noch nicht ahnen ließ. In der Tat tebemt der prunkvolle Name „Kaiserallee* zu anspruchsvoll für den gemütlichen, kleinen Vorstadtscharakter der Straße. Außerdem iüäre eS wirklich zu bedauern, wenn aus der geschichtlich und aeographisch gegebenen Vierzahl der von Außen in die Stadl führenden, größeren Landstraßen von Frankfurt und Marburg, non Rodheim und Grimberg die letzte Bezeichnung schwände. Die Gegenvorschläge betreffen unsere Anlagen und scheinen uns durchaus beachtenswert. Die Namen .Südanlage" :c. sind zwar deutliche, aber farblose Bezeichnungen, die erst in neuerer Zeit 666 774 78 2 5 7 227 354 82 479 693 741 2 58162 631 811 62 952 2 5 9063 111 32 [600] 363 [500] 594 603 [1000] 27 44 60 742 51 2 60163 895 756 863 2 6 1 054 59 426 576 727 62 299 514 66 673 ,1000] 902 45 [1000] 274236 400 43 569 ’ICOO] 362 f09 [1000] 275021 216 707 52 847 9-2 83 276059 351 486 [3000] 503 33 775 975 2 7 7 017 202 743 813 130--0) 78 674 773 2 6 8037 [500] 212 380 455 [SP-Xll 605 84 269080 114 76 [1000] 449 661 [500] 73 991 270473 655 804 909 271425 837 80 912 272-^9 439 51 505 23 53 SOS 85 54 950 [10001 273 1 k30 50 «U 274317 48 511 60 650 730 93.3 2 7 5100 34 472 95 575 714 2 7 6 07 [5001 326 739 277133 5 0 665 862 [1000] 2781« 85 223 63 360 44 1 79 513 Bekanntmachung. Degen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird die Unterführung zwischen Hammstraße und Westanlage vom 9. L Mts. an bis auf weiteres für den Fuhrverkehr gesperrt. Die unterm 4. März 1907 angeordnete Sverre der Neu - stadt zwischen Bahnhofstraße und Westanlage wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 7. Mai 1907. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Derberg. 591 606 91 717 844 1 42050 82 846 468 561 143014 87 119 [1000] 71 828 519 [500] 704 838 144100 16 230 371 98 859 1 4 5069 183 304 681 701 [8000] 146283 Backpulver nicht der allerschmackhafteste Kuchen Herstellen. Sie sollten nur mal einen Versuch machen. (ng,0/5 450 74t 49 51 6«, vwl, — 97177 [3000] 115 [500] 831 [1000] 96 O 000] 454 612 798 5108 82 263 [1000] 81 319 20 577 763 6116 276 338 [500] 53 55 7059 738 75 8009 96 [500] 154 [1000] 69 75 [1000] 222 408 34 [1000] 884 [500] 991 13062 158 —. -- - - , , 14012 135 [ 500] 324 506 10 608 8,2 65 15124 631 716 [500] 839 915 1 6093 [3000] 94 130 [3000] 69 [1000] 83 279 706 829 83 949 58 1 7158 227 422 586 767 1 8000 219 53 [500] 64 [ 3000] 396 685 788 957 76 [500] 19196 [1000] 789 697 100048 137 390 [8000] 561 [500] CS-1 752 97 [500] 819 101087 [1000] 187 223 467 725 830 986 1 02027 107 840 425 40 520 694 842 1 0 3001 44 220 431 50 [500] 597 626 999 243792 -------- ...... . 207 53 96 691 878 931 24 6297 85 4 247011 123 753 54 819 44 1500] 63 945 6 2 221 73 97 314 585 [3000] 649 51 72 6 3 273 406 694 747 866 6 4228 320 494 532 46 925 6 5317 4 0 41 648 884 6 6086 242 99 330 465 570 686 [1000] 728 67048 269 311 87 613 842 69 972 68032 57 60 233 383 [500] 672 761 11000] 882 [ 500 ] 69 082 110 503 55 661 768 96 840 93 70113 239 [3000 ] 383 465 513 787 901 11 99 7 1 054 [1000] 63 368 470 [1000] 77 523 671 72011 154 24$ 70 311 90 818 50 7 3140 240 [1000] 324 [1000] 30 83 668 970 7 4053 122 [500] 28 72 281 331 624 909 7 5003 170 300 [lOVO] 23 44 524 745 831 [3000 ] 60 [500] 910 [500 ] 76275 307 502 43 6’5 767 -58 938 7 7197 568 676 706 45 912 7 8010 97 306 94 538 651 66 715 61 79013 45 155 59 [1000] 224 573 654 815 082 8Ö004 59 [500] 424 [500] 928 81096 124 70 [ 3000] 218 84 352 68 474 540 609 762 93.3 [500] 8 2075 198 385 [1000] 579 644 71 774 8 3 011 101 15 83 [500] 217 80 370 457 648 8 4315 406 6 7 882 927 2 9 8 5097 127 90 235 [ 5000 ] 515 517 88 783 974 8 6359 418 76 [1000] 548 631 724 87 135 240 88 457 506 655 828 [1000] 61 8 8099 190 95 621 702 [75 000] 869 88309 37 48 64 899 [5001 . 90C12 65 531 624 [ 3000] 9 1 020 283 363 400 814 9 2245 50 667 91 [500] 863 9 3152 247 342 553 653 [10CO] 791 810 94221 307 502 80 830 9 5 302 413 682 942 50 9 6 06 616 66 843 933 49 52 9 7 188 365 505 9 8017 256 463 637 703 99173 321 67 696 782 899 936 [1000] 182395 468 539 [500] 687 91 183055 130 222 40 480 551 96 690 891 184072 [1000] 595 889 1 85033 290 708 918 [500] 186044 [1000] 345 591 94 1 87097 259 453 630 701 921 188042 91 346 466 606 [8000] 20 741 [3000] 900 69 189369 79 752 956 190176 92 223 65 536 71 682 924 191024 87 214 329 791 808 914 192043 [3000] 260 305 460 318 8G3 (500J 953 193120 [3000] 659 67 80 720 194033 193 268 415 [500] 512 [8000] 57 195034 109 257 510 [1000] 57 69 646 819 913 1 9 6045 147 429 35 516 64 644 839 197109 49 98 252 327 484 519 85 74 63 633 91 795 [500] 606 [3000] 13 [500] 59 904 74 1 98229 578 793 »19 198114 30 61 [500] 825 46 [3000] 643 50 701 861 240 2OO0U6 72 104 10 295 382 491 512 627 705 805 201070 80 139 52 [8000] 822 202005 181 [1000] 527 61 831 75 20 3014 91 96 342 74 478 569 662 86 704 822 [600] 56 204110 [1000] 208 61 919 2 0 5010 150 85 234 SO 90 466 680 904 [500] 92 2 0 6053 124 70 82 209 10 <5 70 400 5 706 31 66 912 89 104186 834 508 [ 500] 857 64 [5U0J 105106 202 60 360 620 81 760 [500] 106201 [500] 74 391 [500] 432 501 13 30 667 672 91 918 1 07097 [1000] 131 637 721 108040 79 i»00] 254 71 86 317 429 607 28 843 89 [ 3000] 109128 30 95 3C9 430 69 520 65 80 775 128115 52 84 227 840 703 24 130000 150 [500] [iocn| 25 131 a 159 [500] 993 1 3 2023 795 40094 174 [500 ] 433 735 840 925 41120 381 [3000] 404 34 97 501 607 729 4 2015 325 421 98 878 980 831 43441 708 44153 60 [1000] 877 503 13 3 3 37 641 711 4 5051 8. 93 260 703 90 927 95 46031 278 397 404 517 l500] 609 47123 639 72 958 [1000] 4 8034 185 837 477 731 491-0 490 689 99 617 766 [1000] 961 [500] 5O076 [1000] 294 417 31 978 51058 69 194 [600] 237 66 [3000] 313 67 423 747 70 82 [500] 883 938 52430 71 93 632 57 620 741 [1000] 953 83 5 3014 116 54 416 [1000] 54006 [1000] 175 210 [1000] 79 866 »4 [500] 408 11000] 612 820 931 53 71 55 135 242 75 315 456 67 586 847 51 56 146 246 7 2 323 33 429 [1000] 634 65 [3000] 631 801 956 98 [1000] 57 055 165 211 29 339 755 65 673 5 3121 603 863 68 [ 3000] 59 203 411 635 793 60001 219 45 86 [3000] 345 497 652 6 1 090 133 76 354 [15 000] 61 69 529 895 62022 60 444 [1000] 572 [3000] 766 63117 63 223 860 492 95 98 666 750 79 6 4222 58 409 31 91 572 994 6 5 014 897 946 6 6172 886 506 645 789 846 930 67125 [3000] 623 759 6 8054 305 11 29 50 481 602 783 95 896 953 6 9088 139 462 70 691 979 [3000] 783 70138 69 237 311 410 538 718 821 913 7 1007 22 198 4-7 91 99 7 2065 151 262 67 [ 3000] 424 (30001 [MO] 625 [500] 61 713 873 93 7 3230 »19 557 986 74092 810 5- Mfl 81 90 674 7 5220 [1000] 320 400 59 866 917 76-82 459 «Lff 696 663 77196 235 89 388 [500] 482 »09 78065 109 305 [1000] 64 476 509 77 685 775 926 SS [3000] 9. 79!802M «WM# »S ’lUT 50 81014 207 35 830859635?94to2948l59M75872Ml2840o76 7l'[500] 534 [ 3000] “ £ 88.“ LJ»» U2 --- 861<• m 414 558 [ 3000] 619 874 87045 58 202 330 469 741 8805. 744 8 9 076 134 850 448 522 [500] 61 t1**] J°0 90036 517 780 975 9 1 018 [8000] 47 511 TO 947 9 2112 215 56 344 [500] 655 [5000] 927 63 93252 634 83 94047 57 93 588 603 85 808 9 5090 141 -53 335 40 848 9 6176 81 289 853 464 716 886 955 62 mit den Anlagen selbst entstanden find; ihnen brauchte inarr kein- Träne nachzuweinen. Ter altehrwürdige Name der „Schoren* oder .Schuren* wird im Volksmunde weiterleben, zumal er sich an die teilweise noch erhaltenen, allen Wallpfade knüpft. .Ringe* konnten die Anlagen mit Fug und Recht benannt werden. Ich erinnere nun daran, daß auch Kaiser Friedrich als Kronprinz einstmals auf unserem ,2ricb* weilte, den er als den schönsten Exerzierplatz Teiufchlands bezeichnete. Sodann stehen wir im Jubeljahre der Universität und schulden ihrem Gründer, dem Landgrafen Ludwig dankbare Erinnerung. Für die Umlaute, die naturgemäß tm Sommer während deS großen Universitätsfestes stattzufinden hätte, erlaube ich mir demnach folgende Benennungen: Südanlage Ernst LudwigS-Rmg, Ostanlage Kaiser Wilhelms-Ring, Nordanlage Kaiser Friedrichs- Rmg, Westanlage Landgraf Ludwigs Ring. Ein Bürger. [1000] 253195 411 718 ----------- 908 255000 84 [SCO] 315 420 75 95 696 762 2 5 61 >2 69 939 119011 7>'. 500] 132 610 41 81 7G7 81u 4Q 88 120156 243 356 €64 831 959 1210-13 1=0 236 43 [500] 716 830 [1000] 122224 307 782 904 51 64 123106 222 44 69 330 511 614 1 24136 733 942 1 2 5013 6- 129 88 437 643 [1000] 763 801 126133 293 505 639 765 833 041 [3000] 127080 1600) 181 417 53 539 747 56 919 1500] 129003 167 366 563 606 27 10050 63 261 816 441 63 644 W6------ 11185 291 816 601 [500] 53 1 2027 32 66 195 [500] 601 <■17 927 [ 500] 13052 113 83 [1000] 814 437 9r6 1 4007 170 358 71 770 99 819 20 1 5001 12 78 160 871 681 957 6! 10049 140 231 53 844 468 571 697 797 866 998 1 7091 148 «28 [8000] 69 974 [1000] 18011 89 [1000] 43 226 365 747 Prima Apselmiue im Zavf. 22 Felienkeller. 681 805 11 [3000] 56 143064 255 451 97 577 610 |3000j 40 766 86 812 21 86 144089 169 [500] 211 433 700 39 [500] 145170 71 600 876 [500] 146038 292 389 483 821 77 937 51 14 7 329 [1000] 89 [3000] 472 764 77 82 834 148187 355 557 964 75 1 49007 [500] 244 420 69 522 753 150015 in 22 [1000] 176 390 551 816 993 1 5 1 512 [500] 15 2019 301 482 592 1 53 008 219 87 598 633 74 [500] 779 1 54002 411 502 [ 500] 715 [1000] 78 96 945 155105 M 231 897 518 979 1 56141 230 81 303 468 607 765 858 66 167255 691 [1000] 923 15814-1 844 159018 55 95 [1000] 218 95 430 514 60 783 959 160192 205 74 521 636 764 812 88 998 1 61145 838 87 518 36 865 162087 [1000] 115 575 847 945 [500] 72 16 3060 454 98 556 838 1 64048 641 719 900 8 1 65175 789 912 69 81 94 166036 [ 3000] 262 71 479 [ 500] 690 [1000] 794 857 1 67108 55 80 476 602 879 983 1 68179 248 82 485 626 050 1 69 405 658 924 17O002 332 798 95 [10001 840 70 72 [500] 936 171183 304 10 582 85 707 [ 3000] 11 172161 229 321 401 522 744 92 832 90 1 73001 44 [1000] 155 223 40 824 711 870 [3000] 17 4009 59 231 512 725 932 1 75166 514 603 26 1 76193 330 (30001 414 576 772 8'14 931 [500] 177014 282 318 47 428 [1000] 652 805 85 1 7 8237 390 502 41 885 1 79032 846 92 [1000] 720 180 287 433 82 624 34 784 [500] 867 90 1 81176 84 [1000] 378 99 440 [500] 44 738 1 8 2020 63 84 186 242 [500] 86 867 72 417 29 713 807 [500] 8 1 8 3047 [1000] 138 225 392 404 75 96 526 733 835 1 8 4 259 [500] 82 591 811 58 185147 238 460 500 710 65 848 [1000] 18 6225 537 [ 500] 765 949 1 8 7335 429 50 712 81 917 23 1 8 8451 549 84 639 712 935 1 8 9 034 55 215 31 344 657 72 19 0035 175 [500] 90 493 711 33 971 [3000] 191019 1500] 41 82 136 297 417 745 97 864 1 9 2 011 [1000] 208 39 383 504 663 706 28 982 193006 [ 5000] 50 276 350 [500 ] 448 69 621 997 1 94259 384 666 738 891 195155 334 427 01 98 675 19 6031 488 539 55 746 83 807 1 9 7226 311 19 440 [ 500] 48 509 96 [1000] 744 1 98115 62 63 265 681 779 [3000] 818 199MI.1 48 I.wiio] 1.14 775 [ 500] 961 2OO030 437 662 [3000] 713 97 866 926 2 0 1 021 55 65 69 97 324 59 577 774 82 824 86 965 2 0 2103 307 61 439 44 712 967 2 0 3095 223 3 774 370 413 810 20 1010 [3000] 180 [500] 249 309 411 658 853 2 0 5077 168 233 806 5C0 645 [1000] 66 206130 885 207049 359 610 54 919 28 55 2 0 8094 132 71 658 [1000] 779 [500] 209119 205 72 [500] 653 722 66 ( 500] 906 73 2 1 0265 446 6 1 80 628 [500] 712 76 [ 500] 853 54 211066 691 812 37 97 006 212037 63 159 210 50 95 98 760 [3000] 213302 [500] 67 68 516 621 48 705 ( 3000) 44 81» 93 923 66 81 2 1 4228 323 38 [1000] 39 664 8’8 99 2 1 5089 100 [1900] 59 3.39 423 86 901 23 216248 432 889 2 1 7015 95 148 260 7? 417 4.3 61 675 719 S'.» 5'1 2 1 8135 448 502 16 2 1 9140 7 7 210 416 653 740 917 [SO1™] 220021 [1000 ] 62 81 205 10 13 [500] 221018 439 [500] 553 [1000] 639 [1000] 50 222052 SIS 41 60 693 788 819 83 922 57 223298 322 [5D0] 626 7 45 74 800 28 22441t 16 57 7« 853 2 2 5 49 419 832 9.3) 2 2 6015 122 273 537 754 SO 2 2 7053 45 440 904 2 2 8102 72 45 1 515 897 939 2 2 9010 88 179 227 495 734 [5000] 800 37 78 3. Ziehung 5. KL 216. KgL Preuss. Loderte. Ziehung vom 8. Mat 1907, Vormittage. Nur die Gewinne Uber 240 Ma’k sind den betreffenCm Nummern In Klamrtrn belgefögt. (Ohne Gewähr.) (Nachdruck verbot®».) 00 [500] 183 866 98 415 562 974 [1000] 1047 149 [1006] 67 83 390 [1000] 501 732 [8000] «K» 2314 25 438 607 3 240 65 408 865 905 4534 85 88 4 5003 14 [1000] 804 414 [1000] --------- *• 910 [8000] 69 SS Spargel frisch gestochen. 13186 Pfeiffer, Schiffenberger Weg. 239 ----------- 279004 18 [500] 170 78 407 542 280607 99 [1000] 242 327 *25 753 863 913 3'. 281157 [1000] 77 306 [1000] 60 420 823 [500] 927 2 8 2183 S30 436 [10001 93 590 608 966 283037 251 3?» 80 44' 8» fiO7 872 961 2 8 4027 53 165 [500] 285 322 '27 731 07* 285434 593 682 852 931 2 8 6041 55 289 302 IS 657 [1000] 86 831 287 100 [3000] 92 2 43 82 399 429 665 793 816 954 Im Gewinnrade verblieben: 1 Prämie ä 300 000. 1 Gewinn ä 50Q OOO, 1 A 200 000. 1 ä ISO 000, 2 ä 100 000. 2 ä 75 000, 2 ä 60 000, 3 n 50 COO, 3 ä 40 000, 1 1 ä 30 000, 25 ä 15 000, 71 ä 10 000, 136 ä 5000, 1978 ä 3000, 3123 ä 434 750 [600] 616 916 149017 »2 »M 20 639 773 150166 51* 56 91 151824 48 [600] 6U 45 83 805 86 910 [30(-C 152029 200 64 418 668 849 9TO 153206 347 412 61 541 719 99 1543« 604 [1000] 806 18 [1000] 701 83-» 991 [500] 155077 333 [600] 588 782 903 [SCOOJ 156167 86 278 535 157088 151 812 1500] 45 780 858 [1000] 15 8002 50 479 821 [500] 50 087 159014 23 200 Für <*ie&sen wird von alter Deutscher LebensvwrcicherunGesellschaft ein gut eingeführter, tüchtiger G eneral-Agent gesucht. Nachweislich mit guten Erfolgen tätig gewesene, erprobte Fachleute, wollen g^fL Offerten unter J. B. 5879 an Rudolf KoiMe. Berlin S. W., einreichen.ss'/. Weg gezeigt, wie sie «S mät machen Wfaf? Ahnten inte ober zu unserer Beruhigung neben der Denkschrift rc. auch noch die Denkmünze als' Ermnerungsöeichcn Sn; es soll übrig? nS bei der 200 jährigen Feier auch eine MLirzr geprägt raorixnti sein. Aber zirrückkommend auf den Ton des Gingesandt imi „Gieß. Anz." Nr. 101 ist es unbefimeritatr, zu behorchten wogens jener Anregung „kein Freund der Wissenschaft" zu sein: daSj ist eine Einbildung. Hat doch dieser Anreger selbst studiert und» zudem noch das Eingesandt auf den Wunsch einiger Studenten» hin abgesaßt, von denen man doch annehmen muß, daß sie. als „Freunde der Wissenschaft" studieren resv. ihr Studium er* griffen haben. 373 83 460 [1000] 866 900 18 1340u3 106 J» 891 [500] 135170 230 318 40 521 61 6CD 871 136252 [3000] 617 774 233 1 37 054 313 556 6C6 tSOtol 824 73 138161 [500] 84 253 207 419 581 650 933 45 139057 121 213 314 456 69 620 773 75 [5L0] 854 [1000] 93 953 61 126 225 421 86 825 991 [500] 236236 40 421 47 700 30 905 30 [3000] 23 7066 173 283 352 62 513 628 781 [IßOOl --- 393 508 692 756 89 896 [500] 2394D0 [ 500] Mtlscher Arbeitsnachweis Wen. Gartenstraßc 2, Zimmer 2. Es können eingestellt werden: 1 [andw. Arbeiter (auswärts], 6 Ztegeletarbetter, 4 Erdarbeiter iTaglöhner), 20 Spengler, 2 Schmiede, 1 Wagenlackierer, 4 Bauschlosser, 1 Wagner (auswärts), 1 Tapezier, 2 Holzdreher, 4 Schreiner, 2 Putzfrauen, 1 Flicksrau. 2 Schneider (auswärts', 3 Schubmacher, 1 Friseur, 29 Installateure, 1 Komp totrarbeiter für halbe Tage (Pensionär), 1 Bureaugehilse, 6 jüngere Hausund Fahrburschen, 5 äauffrauen, 2 Laufmädchen, 1 jüngerer unverheirateter Diener. 4 Diensttnädchen Lehrlinge: 2 Schlosser, 1 Mechaniker, 2 Backer, 1 Schneider, 1 Installateur, 1 Schreiber. Es suchen Arbeit: . . B”/» 2 Buchbinder, 1 Friseur, 1 Näherin ober Flickerin. 1 Kuffcher, 1 Buchdrucker, 1 Installateur, 1 Lagerarbeiter oder Packer, 1 Tapezier, 1 Dienstmädchen oder Kindermädchen. 4 Arbeiter (leichtere Beschäftigung), 5 Lauffrauen, 2 Bureaugehtlfen, 2 Haus burschen, 1 Fahrbursche. Lehrlinge: 1 Elektromonteur, 1 Friseur. 929 1 63015 91 107 231 41 68 811 [500] 612 [500] TOD 964 1 64080 302 [3000J 514 858 966 65 [500] 89 [8000J 165141 246 387 483 770 842 88 9G3 85 166123 240 [1000] 96 1 67033 54 223 54 506 773 1 68242 407 74 680 38 765 b73 89 986 1 69014 96 576 95 772 827 67 [3000J > 70052 66 162 392 833 171392 [500] 418 [8000] 60 677 996 172812 13000] 43 9-1 409 44 524 43 810 [tOOl 57 43 [5001 55 975 95 113159 397 774 174000 48 835 902 64 [500] 913 176075 876 1 7 8035 179023 216 180031 Damen-Schnürstiefel, chickc Form, Paar 7.50 -«i Damen-Schnürstiefel, Cbevreanr, ar- Paar s.oo -«a Damen-Krropf- n. Schnürstiefel, echt Ebevrcaur, in eleganter Ausführung mit Lackkavpe, Xjy- Paar 11.50 -t» Frachtbriefe00 Reparaturen prompt und billig. UüOicJ nallvlllvlb Wut! 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Mai 1907. Danksagung Dießen, den 10. Mm 1907, 03346 Giessen. an bad im leu er- 3234 ü. Inhabers erloschen. B10/e Ein Posten prima [3238 0)tmis(ht Fabrik DhccoMapC 11II " Düsseldorf |J| Ahtiencntl Istha! Wietgelnche Uep Käufe. Offene Stellen Stellen-Gejuche Äerfchiedenes Kaffee- w^. Känf-Gefuche 3n vermieten Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme unserem schweren Verluste sagt innigsten Dank Bestes AtellpüfZ' mijhrfM^Mlt Sensen Sicheln Heugabeln Hanggabeln Suche mehrere Mädchen. 03354] Fran Herr, Sonnenstr. 6. Bechen Ketten billigst bei ebole unt. 08276 zeiger erberen. Aelterer Mann zum Schweinefüttern sofort ges. 317BJ Gießen, Liebigsböbe. Ernestine Höpfner «rüuberger Gtraste 17. Futterkartoffeln per Ztr. 3,25 Mk. Sonnenstr. 6. An Namen der trauernden Hinterbliebenen: Laroline Georg geb. Noll M. Sdloiirgiftlt gesucht. Schlosserrneifter Stobr, o187]_____________Ludwigöplatz 5. lohannette Fuhr Witwe rrrrd Kruder Tücht. 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Christina, un Dabei hatte Werden die z gleichen Tag vielleicht unt ÜinbeS gestellt auf bie deinen jiidenbe Schuhe - da oeiteiltt M spanischer worden waren so lostbar wie fträubre, als dafür sind s geschieht auch Schuhwerk sti Nun ist über und die nwnarchisch lS Wem Jnteres Poncho und r schmachten, we ungetreue ,(£b oder die in eir harrten voll C iedenfalls wird solgen und ihr 3n den c anderer Art. Kleinen de Änsanten ipZ; obcr träunflen Spelten Hiat oßen Gemeinde ^rchendienec Q, ble Glocken zm 'nnneden sich £ “ stt*i i ÄJs 'M Oll den auf 8ür ein flott geh. Eiieugefchätt, verbünd, m Baumateriaüen, wirb p. l.Juni 0. Juli ein tücht. militär- freier junger Manu gesucht. Schrtftt. Meldungen unter 3202 an d. Gießener Anzeiger erbeten. Ein Schreincrgkseüe gesucht. 03301 Waltorstraße 59. Achtisang! Verkarste heute von 4 Uhr ab in meinem Laden Souuenstraße 31 und Samstag auf dem Brand große Part. Blumenkohl, Spargel, Spinat, neue gelbe Rüben und frische Erbsen, große Menge holl. 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