Nr. 158 Zweites Matt 157.$ Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. Eeneral-Anzerger für Gberheffen Krieg zwischen RmeriLa und Japan? Regierung BW übe hinsic auf bie maurische Regierung einen Druck aus hinsichtlich der Notwendigkeit, die größten Anstrengungen 511 machen, um die Befreiung Mac Leans zu erlangen, daß 1t- B sie jedoch die maurische Regierung davor gewarnt habe, irgend en iinii ich 14 die neutralen Häfen und (über die Wegnahme von »in I lllflii- mA Handelsschiffen). r— Der^ deutsche Gesandte welche Schritte zu tun, welche die persönliche Sicherheit Mac Leans in Gefahr bringen können. Paris, 9. Juli. Nach einer Depesche aus Tanger erhielt der englische Gesandte Lowther keine Antwort auf zwei an Mac Lean gerichtete Schreiben. Aus indirektem Wege erhielt Lowther Kenntnis, daß Naisuli, dem Khmeß-Stamme mißtrauend, seinen Gefangenen zu den Beniaris führte. Raisulis Ansehen im Lande ist wieder im Steigen begriffen. Die „Gießener Familicndlatter" werden dem „Anzeiger* viermal wöchentlich beigelegt, ba5 „Kreisblatt für den Kreis Gießen" zweimal wöchentlich. Der „hessische Landwirt" erscheint monatlich etnmaL Dienstag 9. Juli 1907 Rotationsdruck und Vertag bet Vrühlfchen UnroersualS • Buch» und SkiMdructerel. 8t Lang«. Stehen. H. > Redaktion, Expedition and Druckereir Schul- strotze 7. Expedition und Verlag i 5L Redakttom^E 112. Teb-Adr^ 81n»»taon einander. Der Admiral soll ferner gesagt haben, auch uenn man sich in Washington für den Krieg entscheide, ihhli ei noch zweifelbast, ob die in der Flotte dienenden Amerikaner patriotiscy genug seien, um zu kämpfen. Die ameri- M 'anischen Flottenoffiziere machen brillante Figuren auf Bällen und gesellschaftlichen Vereinigungen, aber seien so- M wohl bet Manövern wie im Ernstfall beruflich ganz ^unzulänglich. Es sei zu viel, von der amerikanischen W Flotte im Falle eines Krieges mit Japan brennenden nins । Patriotismus zu erwarten. Washington, 9. Juli. Admiral Brownson er- ~ klärte auf Grund einer Unterredung mit dem Präsidenten 3^ .'Roosevelt, daß die amerikanische Flotte erst im Oktober nach dem Stillen Ozean in See gehen werde. Das Urteil des japanischen Admirals Saka- jUjnioio über die amerikanischen Offiziere erklärte Brownson my für inkompetent und lächerlich. 2itt»lan0. Bergen, 8. Juli. Der Kaiser unternahm vormittags einen Spaziergang bei Laxevaag und «onw dann später ein Frühstück bei Konsul Pdohr ein. HÄ Id,. - - Tie Befürchtung, daß die zetzigen Differenzen zwischen 'M) en Bereinigten Staaten von dLordamerika und Japan zum Kriege führen könnten, nehmen zu, wie aus nachstehenden 9g Reld.ungen hervorgeht: London, 8 Juli. Die Politik Amerikas >be- eind ügttdj Japans, über die seit den letzten Tagen so wider- orechende Meldungen vorliegen, fängt hier umsomehrzu eunruhigen an, als die kriegerische Haltung des New- k .. orker Heralo nicht ohne Einfluß auf die Entschließungen er Washingtoner Regierung geblieben zu sein scheint. In rngianb und Frankreich, schreibt der „Daily Graphic", muß >ie Entwicklung des Streites mit großer Sorge wahrge- tommen werden, da beide Mächte durch Vertrag sich ver- vonSchlözer gab heute ^em Diner, an dem die beiden ersten französischen Delegierten Botschafter Bourgeois unb Baron b'Estournellcs de Constant, t Baron und Baronin Marschall von Bieberstein, der nieder- Mß lydische Minister des Aeußern Jonkheer van Tets van t un3 Goudriaan mit Gemahlin, der türkische Gesandte Missak-Effendi, er^ der englische Militärbevollmächtigte Oberstleutnant Buller, i-cheß - * ' - sowie andere Delegierte mit Gemahlinnen und Mitglieder der deutschen Gesandtschaft teilnahmen. _______________ Raisuli. Tanger, 8. Juli. Die Nachricht von der Gesangen- riahme Mac Leans, die am 4. Juli in Fez ankam, rief dort eine lebhafte Bewegung hervor. Der Niachsen versprach, alle erforderlichen Opfer zu bringen und bat nur, man möge weder zu Lande noch zu Wasser kriegerische De- monfirationen veranlassen, die bie Lage Mac Leans nur verschlimmern würben. Der Machsen bat um Geltendmachung des französischen Einflusses. Der französische Geschäftsträger hatte bereits im Einverständniffe mit der englischen Gesandtschaft Schritte getan, um mit dem Stamme, bei welchem sich Raisuli befindet, in Unterhandlungen zu treten. Raisuli soll aber aus Furcht, daß seine Interessen geschädigt werden könnten, eine andere Zuflucht gesucht unb daburch die Verhandlungen noch schmieriger gemacht haben. — Nach vorliegenden Nachrichten bewegt sich Raisuli nach der Grenze des Gebietes des Beniarosstammes hin unb sucht ein mögliches Vorgehen bes Stammes Hkmaß zu vermeiden. Der Sultan nahm bie Nachricht von der Gefangennahme Mac Leans mit großer Besorgnis auf unb äußerte, er werbe alles, was in seiner Macht stehe, tun, um seine balbige Befreiung zu erwirken. London, 8. Juli. Im Unterhause sagte Parlamentssekretär Runciman in Beantwortung einer Anfrage, die Sicherheit des Kaids Mac Lean betreffend, daß die englische Mein öiesMhrigev :: die Haltbarkeit:: jede; bei mir gekauften Paares übernehme :: volle Garantie :: viele Reise-Muster Einzel-Paare farbige Schuhe besonders preiswert -k. W .O fei s 5 & i x V .. UM A ** Ein neues Telephon-Verzeichnis, das bis auf den neueften Stand fortgeführt ist und etwa 3 00 Anschlüsse !aus, der hiernach auch die Weihe der neuen Fahne, die ein Fräulein überreichte, vornahm. Nach dem genleinsamen Gesang der Volkshymne: Heil Dir im Siegerkranz entwickelte sich der lveiterere Verlauf des Festes bei inzwischen ausgeheitertem Himmel in schönster Weise. Die Vereine, die mit verhüllten und gerollten Fahnen ihren Einzug in dem gastlichen Festort gehalten, konnten ihn mit aufgerollten Fahnen verlassen. Auch heute verschonte uns das Negenwetter, so daß sich wiederum zahlreicher Besuch, besonders ails Grünberg einstellte. tags. Doch brach am Nachmittag die Sonne siegreich durch das Regengewölk und ermöglichte so einen recht schönen Verlauf des Festes, zu dem Zitzenhain ivirllich alle Kräfte ausgeboten hatte. Reicher Festschmuck verschönte das Dorf und gab ihm ein recht festliches Gepräge. In dem sehr stattlichen Festzuge schritten 31 Vereine. Auf dem Festplatz begrüßte Bürgermeister Lenz Kriegerkameraden und Festgäste, schließend mit einem begeistert ausgenommen Hoch auf S. K. H. den Großherzog. Das Kaiserhoch brachte Bezirkspräsident Ranft sDas Reserve-Jnsanterie-Regiment wird vom 13.—26. November dieses Jahres auf dem Truppenübungsplatz Darmstadt ausgestellt. Zum Führer des Regiments wurde Oberstleutnant Frey er vom Stabe des .Infanterie- Regiments 117 bestimmt, zu Bataillonssührern wurden' ernannt Major Baron v. Vietinghoff vom Jnf.-Reg. 81, Major Pohl vom Jnf.-Reg. 87 und Major v. Wunsch Dom Jnf.-Reg. 116. f • Volkskunde Der Abg. Köhler-Langsdorf wurde vom Vorstand der Hess. Vereinigung für Volkskunde in seiner Sitzung vom 24. Juni in den Ausschuß der Ver-1 einlgung gewählt. nähme und Vernichtung der erwähnten Druckschrift anqexjthh. Eme wegen .Verbreitung des Rebellen-Liederbuches gegen Sa>r erkannte neunmonalliche Gefängnisstrafe bleibt bestehend * - _ Düsseldorf, 8. Juli. Der Disziplin arsenat s.» Düsseldorfer Oberlandesgerichts verurteilte den hiesigen gerichtsrat Hugo Theisen, den Verfasser der Broschüre fähig oder unwürdig" wegen Kritik von —*-«•*------ * ■ ' Strafversetzung. ■ Gießener Wetterdienst. > «orrtuSjirfHüdje Witterung für Hessen am Mittwoch 2 ' ^0. Juli: ^ellweilwelse heiter. Trocken. Temperatur wie heilt # - Weltliche Winde. ________________________________ j ute- /■ Griginal-Drahtmeldungen. London, 9. Juli. Im Lager vom Aldershot er, eignete sich ein schwerer Unfall. Eine Abteilung Pionier H unter Führung des Generals Campbell war mit der Sprengung * von Felsstücken beschäftigt. Eine andere Abteilung Soldat^ < befand sich 900 Meter von der Sprengstelle entfernt. Trotz, dem fielen Felsstücke in ihre Reihen, wobei 12 Mann schwe' * ’ verwundet wurden. 1L London, 9 Juli. ,^cach einer Meldung der „Tri, bune" aus Rom verlautet dort, daß nach der Entbin dungder Königin.Helene, der man Mitte Novemb^ fc entgegensteht, König Viktor Emanuel sich nach London be, geben werde, um den letzten Besuch des Kontos von Eno land in Gaeta und Neapel zu erwidern. London, 9. Juli. Im K alty -Bergwerk, einen der größten Bergwerke Schottlands, sind gestern nachmiÜLe 500 Bergleute in den Ausstand getreten. Für heul erwartet man den Ausstand von weiteren 600 Arbeiter» auch befürchtet man eine Ausdehnung des Streiks auf anber- Gruben. Paris, 9. Juli. Bei St. Jeanne de Marepol; fc stürzte ein Omnibus, in dem sich 20 Mitglieder eines Gesangvereins befanden, eine steile Böschung herab. Eine, k der Insassen ist tot und 8 sind verletzt. Montpellier, 9. Juli. Entgegen allen Erwartung F Und hier doch 120 Mann des 2 0. Dragoner-Reg{, M ments entsprechend dem neuen Gesetz beurlaubt worden,^ obwohl vorläufig der dritte Jahrgang der Regimenter der Sü^ ■» Departements ursprünglich nicht zur Entlassung kommen solbk r" Toulon, 9. Juli. Dias Mittetmeergeschwckderä W, gelten! zur Abhaltung von Hebungen auf hoher See ausgelaufen. pF-' Am Freitag sollen Schießübungen ftattfinden. U Rom, 9. Juli. „Corriere d'Jtalia" versichert, daß die R Zusammenknnftzwischen Tittoniund Aehren- < thal am 14. d. M. stattfinden werde. Das Blatt erklärt es habe. Kenntnis davon, daß bet dieser Zusammenkunft % dw Gründung eines Balkan-Dreibundes zw> chen Italien, Oesterreich und Rußland verabredet werden & würde. j I Wien, 9. Juli. Tie hiesige Polizeidirektion hatte bis zum Montag morgen über den Juwelendieb Lütte keine an. dere Auskunft als diejenige, die ihr von Frau Herzl gemacht wurde. Sie wandte sich unverzüglich direkt an den Nürnberger Untersuchungsrichter, der am gestrigen Montag nachmittag die telegraphische Auskunft gab. Lütte sei in London nicht verhafte: : worden, habe sich weder selbst gestellt, noch um freies Geleit gebeten. Er sei vielmehr noch immer flüchtig und nicht eirtmal eine Spur von ihm sei entdeckt. Justizeinrichtungen" ( San Franzisko, 8. Juli. Der Bürgermeist, a v o u San Franzisko, Schmitz, mürbe der Erp res su,,'^ urteil" beführt erachtet und zu fünf Jahren Gefängnis L 8ä. Darmstadt, 8. Juli. Durch die hiesige Staatsanwaltschaft gesucht wird der ca. 35 bis 40 Jahre alte Kolonialwarenhändler Andreas Qu en z er aus v -f”\-L-; .....^..^„..Leutershausen, der seit drei Jahren ein Geschäft in wehr als das letzte Verzeichnis enthalt, ist soeben im Verlag Pfungstadt betrieb und nun, nachdem er sein Anwesen in von Ernst Balser erschienen. Das auf sehr haltbarem Pfungstadt rasch verkauft und auch die Warenvorräte rasch Karton gedruckte und zum Aufhängen eingerichtete Verzeichnis an den Mann gebracht hat, spurlos verschwunden ist, ohne ist nach dem sog. Blltzsystem eingerichtet, durch daß das daß man in Pfungstadt einen Verdacht hatte. Aus Betreiben Auffinden der einzelnen Teilnehmer sehr erleichtert ivird. einer Anzahl geschädigter Gläubiger, die fe'sistellten, daß er = Allendors a. d. Lumda, 8. Juli. An dem am sich an dem von ihm mitgeteilten demnächstigen Aufenthaltsort 7. Juli abgehaltenen Gesang-Wettstreit zu Marburg errang, Neuwied nicht befindet, wurde seine Verfolgung wegen wie schon kurz mitgeteilt, der erst 1906 gegründete „Männer- Vergehen gegen die Konkursordnung veranlaßt. gesangverein" unter sehr starker Konkurrenz mit vielen Kempten, 6. Juli. Der Reblausherd dehnt schon preisgekrönten Vereinen unter bewährter Leitung des sich hier immer weiter aus. Nach den bisherigen Unter- Lehrers Bandaß den 6. Preis in Klasse IIId. Auch suchungsarbeiten sind 4 Weinberge verseucht. 490 Stöcke hierbei zeigte es sich, daß es auch gute Sangeskräste unter sind von der Reblaus befallen. (Darmst. Ztg.) der Landbevölkerung gibt. Wünschen wir, daß der junge ** Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Verein unterFührung seines Dirigenten noch häufig so schöne Nlv ch b arsta a te n. In Frankfurt a. M. schnitt sich vor Erfolge zu verzeichnen hat. ben.Singen ferner Schwester und seiner Schwägerin der Metzgerin i cvuXi ~ r meister Dotter den Lttals bis zum Mirüelknochen durch; der rrsriAU lß' V,UJL Erbauung eines ^od tr'-at sofort ein. — Im A?annheimer Vorort Neckarau wurde st ab 11 f che uVo lrs- und ch w i m m b a d e s i)t )etzi der Schutzmlann Geisler von üRaufbolden schwer miß- endgulrig gesichert, uno die Ausarbeitung der Pläne soll handelt und erheblich verletzt. — Bei Spielen in einer Sandgrube -dem Architekten H. Meyer-Gießen übertragen werden. Man rm Kasseler Stadtviertel Philippenhvf wurden fünf Kinder chofst bereits am 1. Oktober mit dem Bau beginnen zu ^rschüttet. Zrvei Knaben int Aller von 12 und 14 Jahren können; Nach dem jetzigen Stand sind zu dem sind,,tot., bad an Geldgeschenken 75 000 Mk. vorhanden, Private haben * Kleine Taaesch r o r h Bei Dnisbu,^ fpntnrt, ^?000 Mk. Artren gezeichnet und die Stadt übernimmt 30 000 auf dem Rhein ungefähr 200 Nieter oberhalb der Eckenberger Marr, sodaP die zur Erbauung des Bades notwendige Fähre das Dampf boot „Heinrich", das ein Schiff in den Summe von zirka 185 000 Mk. zur Verfügung steht. hiesigen Haven schleppen wollte. Der §iapilän, sowie dessen Sohn -ä B i n g e n h e i m, 8. Juli. In einer hiesiaen ll.nt) ein Manschinist ertranken trotz sofortiger Hilfeleistung. — Nach ^Wirtschaft wollte Sonntag nacht der Wirt einen schon nieU im ^e9lcvu,19§be3ll:f Arnsberg Menscy zog jedoch das Messer und brachte bem Wirt 50, im Jahre 1905 nur 250 betrug. — In S : oiok (Ungarn) erschoß arge Verletzungen bei. Auch seine ihm zu Hülfe '^bgen großer Spielverluste der Rennstallbesitzer Earl Eberjessy.— eilende Frau wurde an der Hand verletzt. Der rohe Patronreslau brach in dem großen Wareiihans Pantiel heute wurde verhaftet 9 "wrge.l infolge einer St orung m der Gasleitung Groß- wuroe veryasier. , feuer aus. Em großer SeUenstugel mit wertvollen Stoffen (^Atzenhain, 8. Juli. Unierem heutigen und gestrigen wurde fast völlig vernichtet. Bei den Löscharbeiten ivurde ein Bezirkskrieger- und Fahnenweihfest drohte am Rar. Feuerwehrmann verwundet. mittag des gestrigen Hauptfesttages das gleiche Schicksal des ~ " gründlichen Verregnens wie den Festen des vorigen Sonn- ■ Q r , - - ' - - - ■ u 1 Berlin, 9.^Zuli. Zwei Anarch ste n, der 27jahnge Elektrotechniker Karl Sauter und der 51jährige Schuhmacher Scharf standen gestern vor der Strafkammer des Landgerichts I unter der Anklage der anarchistischen Propaganda unter den Soldaten des deutschen Heeres durch Verbreitung eines Soldaten-Breviers. Die Angeklagten hatten schon einmal unter derselben Anklage vor der Strafkammer gestanden imb waren zu : 1 Jahr bezw. 3 Monaten Gefängnis verurteilt worden. Jedoch hatte das Reichsgericht das Urteil aufgehoben. In der geslrigen : Verhandlung wurden beide Angeklagte freigesprochen, da das Gericht : es nicht für erwiesen erachtete, daß tätsächlich eine Verbreitung des ] Soldaten-Breviers ftattgefunben habe. Doch wurde die Beschlag- i