!&.■!.*?£«« Erstes Bla« 187 Jahrgang Samstag Iv. Anguft 1»«7 außer Sonntags. A - ® BezngSpretSr „crb®1m’®ed)fe?mü ▲ A JUK A A| A y< AA r»Äi||IAfTAlfAr litt>AfMAHtx« ^wivnviivi «Wwiici—s schlußf.d.Redaktion 112 Wir Verantwortlich SS SenerÄ-Anzeiger für Gderbeffen K-S-S Annahme von Anzeigen v ° Off u. Land" und..Gerichts- bis vorrnmaaf^oT «oMf^wsbntä und Verlag der yrühl'schen Unw.-Vuch- und Lteindruckerer. K Lange. RedaMon, Expedition und Druckerei: Schulstraße 7. tzal-: E. Heb; iür den * * **• ’ö*lytnidi. p« ‘uCCh ESnC! Iie Heftige Wummer umfaßt 12 Seiten. Am Zeitalter bet cLoßnKämpfe. Auf der fiskalischen K-migsgrube bei Königshütte war vor einigen Tagen plötzlich ein Streik ausgebrochen, ohne daß die Belegschaft vorher gekiindigt hätte und ohne oaß sie vorher irgendwelche Forderungen an die Verwaltung gestellt hätte. Ter Streik, der mittlerweile schon wieder beendigt ist, wird ohne Zweifel auf Agitation zurückzuführen sein. Es wäre sehr interessant, die eigentliche Ursache dieses Streiks zu erfahren, aber denken kann man sie sich ja eigentlich schon, ohne erst so tiefsinnige Betrachtungen anzustellen, Ivie es der Abg. Gothein jetzt in der „Frankfurter Zeitung" tut. Gothein legt dort lang und breit dar, daß nur die heutige deutsche Zollpolitik an allem Uebel schul^ sei. Er schreibt: „Vor: meinen politischen Freunden und mir ift bei der Beratung des Zolltarifs, der Handelsverträge und bei den Fleischnotdebatten immer aufs neue betont worden, wie diese künstliche Verteuerung der Lebensmittel eine solche aller Le- bensbedürftlisse und in deren Verlauf erbitterte Lohnkümpfe Lur Folge haben müsse. Man hat diese Warnungen stets in oen Wind geschlagen, nun sieht auch einmal die königlich preußische Staatsregierung die Folgen auf ihren eigenen Werken, auf Werken, wo sie geglaubt hat uno wo es ihr eine für diesen Betriebszweig überaus günstige Konjunktur ermöglicht hat, mit erheblichen Lohnjteigeruugen vorzugehen, daß diese den Arbeitern nicht genügend erscheinen, daß sie durch unvermittelte Arbeitseinstellung eine Besserung ihres Loses erstreben. Man lvird natürlich auch hier die ganze Bewegung auf Agitation zurückzuführen suchen. Daß ohne eine solche ein so umfangreicher Streik nicht ausbricht, rann ohne weiteres zugegeben werden; aber die Agitation muß einen Nährboden finden, um zu gedeihen und den hat sie eben in der allgemeinen Teuerung, vor allem in der von Brot und Fleisch. Tas oberschlesische Jndustrierevier ist — eingekeilt zwischen Rußland und Oesterreich — rn der Deckung seines Fleischbedarss auf die Einfuhr von Vieh aus dem Ausland angewiesen; es wird aber für dieses ganze außerordentlich dicht bevölkerte Revier — allein die Montanindustrie beschäftigt dort über 163 000 Arbeiter — nur ein Wochentontingent von 2500 russischell Schweinen zugelassen. Jcoe ^.ontingentierung ftihrt aber zur Ringbildung der Importeure und Exporteure; erstere sorgen, um die Preise yochzuhalten, dafür, daß nie das volle Kontingent zur Ausfuhr vorhanden ist, letztere sind bei dem Fehlen einer Konkurrenz in der Lage, die Fleischpreije noch weit mehr in die Höhe zu schrauben, als den Einkaufspreisen für die Schweine entsprlcht; dazu kommt noch der Zoll von 9 Mk. pro 100 Kilogramm Lebendgewicht. Tie Löhne der oberschlesischen Bergarbeiter stehen wesentlich niedriger als in den westlichen Bergrevieren; das ist zum Teil in der etwas geringeren Arbeitsleistung,, vor allem aber darin begründet, daß früher die Lebensbedmgungen in Oberschlesien unverhältnismäßig billiger waren als im Westen. Ich habe vor 20 Jahren dort das Schweinefleisch mit 40 bis 45 Pfg., Rindslende mit 70 Pfg. das Psund ge- kaujt. Tas und der wesentlich geringere Standard of life der oberschlesischen Arbeiterbevölkerung rechtfertigten den niedrigeren Stand der Löhne. Mit der deutschen Zoll- und Absperrungspolitik hat sich das aber mehr und mehr geändert; heute sind die Preise in Oberschlesien nur unwesentlich niedriger als im Ruhrrevier. Deshalb ist das Streben der dortigen Bergarbeiter auf Lohnerhöhung ein durchaus verständliches." Es soll hier keineswegs geleugnet werden, daß die deutsche Zollpolitik die Lebenshaltung im Deutschen Reiche verteuert hat, aber im Deutschen Reiche lebt man auch heute noch im allgemeinen beträchtlich billiger, als in anderen Ländern. Abg. Gothein gibt aber in dem erwähnten Artikel noch selbst zu, daß die Löhne seit 5 Jahren steigende Tendenz zeigen. „Der Durchschnittsjahreslohn des^ männlichen Bergarbeiters über 16 Jahre hat sich von 972 Mk. in 1902 auf 1112.2 Mk. in 1306, also um 139 Mk. gehoben, und im laufenden Jahre dürfte eine weitere Steigerung eingetreten sein; allerdings hatte der Jahresverdienst 1901 bereits 1029.7 Mk. betragen, aber immerhin in 1906 82.7 Mk. mebr. Auf der Königsgrube dürfte der durchschnittliche Jahresverdienst der gelernten Bergarbeiter, der Häuer mindestens 1400 Mk. betragen, und die königliche Bergverwaltung hat die geforderte 20prozentige Lohnerhöhung u. a. auch mit der Begründung abgelehnt, daß die durchschnittlichen Tageslöhne auf der Kötligsgrube um 40 Pfg. höher stünden oid auf den benachbarten Privatgruben. Allerdings muß in Betracht gezogen werden, daß die letzteren verhältnismäßig weit mehr Arbeiterwohnungen besitzen, die den Bergleuten zu einem Bruchteil der Selbstkosten vermietet werden. In der Stadt Königshütte, die ca. 67 000 Einwohner zählt, wird dagegen das Wohnungsbedürfnis der Bergleute größtenteils durch die private Bautätigkeit gedeckt. Der Mehrlohn aus der fiskalischen Grube dürste daher zum guten Teil durch die höheren Wohnungsausgaben ihrer Bergleute ausgeglichen werden." Gothein bemerkt dann weiter: „Wenn nun eine fast stündige Lohnsteigerung zuzugeben ist — in 20 Jahren hat sie in Oberschlesien sogar 526 Mark betragen —, jo muß doch anerkannt werden, daß die^Lohn- steigerung insbesondere gegen das Jahr 1901 der Steigerung der Preise aller Lebensbedürfnisse nicht entspricht. Tie Forderungen der Bergleute gehen dann auch fast ausschließlich auf eine Lohnerhöhung hinaus." Tie Einseitigkeit, mit der Gothein hier die Ursachen der heutigen Streits betrachtet, ist sehr zu bedauern. In einer Agitationsversammlung nehrnen sich Argumente, wie er sie anjührt, ja sehr gut aus, aber in einem nüchternen Artikels sollte sich doch nur einmal selbst ansehen, was auch die Er berücksichtigt zu wenig, tzaß die Kaufkraft des Geldes selbst abgenommen, er ignoriert aber auch — und das ist noch mehr zu beklagen — die wichtigste Ursache der heutigen Lohnkämpfe: dre größeren Ansprüche, die heute von den Arbeitern an das Leben gestellt werden. Herr Gothein sollte silchj doch nur einmal selb stansehen, was auch die einfachste Arbeiterfrau beispielsweise in unseren Warenhäusern zusammenkauft. Gegenüber den anderweitigen Bedürfnissen, vor allem gegenüber den Luxusbedürsnissen unserer heutigen Arbeiter fallen, das würde er dann bald erkennen, die hohen Brot- und Fleischpreise nicht mehr so sehr ins Gewicht, daß er sie als die wahren Ursachen der allgemeinen Teuerung und der Lohnkampfe hinstellen könnte. Es kommt noch hinzu, da ßman in unseren Arbeiterkreisen vielfach nicht mehr rationell zu wirtschaften versteht. Die Vergnügungssucht ist nachgerade ins Maßlose gestiegen; die Vereinsmeierei steht in höchster Blüte; die Vereinskassen brauchen Geld, und die vielen Stiftungsfeste, Fahnenweihen, Verbandstage und dergl. nehmen schier kein Ende. Das kostet alles Geld, viel Geld. Es ist ja sehr erfreulich, daß auch unsere Arbeiterbevölkerung sich heutzutage das alles leisten kann, aber man sollte doch auch gerecht sein und nicht die haltlose Behauptung aufstellen, daß die im Interesse der Allgemeinheit betriebene Zollpolitik die Lage unserer Arbeiter verschlechtert habe oder schuld daran sei, daß sie nicht noch besser ist. Mit Ausführungen wie die Gotheins erzeugt man nur Unzufriedenheit und ruft neue Gegensätze hervor, anstatt sie zu versöhnen. Fürst Bülow hat neulich den Deutschen von heute einen Realisten genannt; Realist ist aber nur der, der sich bemüht, die Tinge zu sehen wie sie sind und der seine Ziele dem Erreichbaren anpaßt. politische Lagerjchau. Personalresorm bei der Post. Das Gerücht, in der Reichspoftverwaitung fänden zurzeit Erwägungen darüber statt, den Unterbeamten das Aufrücken in mittlere Dienststellen zu ermöglichen, wird uns von unterrichteter Seite bestätigt. Zu dieser Entschließung hat den Staatssekretär Krätke wohl der steigende Bedarf an Beamten geft'chrt. Seitdem durch seinen Vorgänger v. Podbielski die Bedingungen für den Eintritt in den mittleren Postdienst insofern gemildert wurden, als der Besitz des Einjährig-Freiwilligen-Zeugnisses nccht mehr erforderlich ist, macht es ja keinen wesentlichen Unterschied, ob der Aspirant die Reise für Obertertia oder abgeschlossene Volksschulbildung und Erfahrung im Postbetrieb besitzt. Sollte den Unterbeamten der Zugang zu den mittleren Dienststellen und damit das Ausrucken in eine höhere Gehalts- und Wohnungsgeldstufe eröffnet werden, dann wäre Beseitigung der „gehobenen" Unterbeamtenstellen zu wünschen. Diese Einrichtung ist bei der Beamtenschaft keineswegs beliebt, und sie würde am besten ersetzt durch Einführung eines kurzen Examens, desjen Bestehen zur Anwartschaft auf eine mittlere Dienststelle berechtigt. Tie Vereinigten Staaten und China. Um den Kreis der internationalen Verträge, soweit sie sich auf Ostasien beziehen, zu schließen, fehlt es noch an der Beteiligung Amerikas. Es erscheint nun den diplomatischen Kreisen beachtenswert, daß die Unionsregierung sich bemüht, ihre Beziehungen zu China freundschaftlich zu gestalten. Das geht u. a. aus der Ankündigung des Präsidenten Roosevelt hervor, wonach die Summe an China zurückgezahlt werden soll, die die wirkliche Kriegskostenentschädigung der Union aus Anlaß der Boxerunruhen übersteigt. Das ist eine für die Asiaten höchst imponierende Gewissenhaftigkeit. Die Taktik Roosevelts, durch Anschluß an den anderen gelben Mann den Japanern im Rücken Schwierigkeiten zu schaffen, ist unverkennbar geschickt, und man kann nicht umhin, den förmlichen Abschluß eines Vertrages zwischen den Vereinigten Staaten und China für wahrscheinlicher zu halten als den zwischen ersteren und einer in Ostasien interessierten europäischen Großmacht. Die Union ist ja stets mit Vorliebe ihren besonderen Weg gegangen. Den von Deutschland eingeschlagenen, zu absoluter Neutralität führenden, zu gehen, hindert sie ihr durch nichts aus der Welt zu schaffender Gegensatz zu Japan. * Sozialdemokratische Selbstbesteuerung. Obwohl die Anhänger der Sozialdemokratie in der Hoffnung auf baldige Verwirklichung ihrer Ideale zweifellos überaus opferwillig sind und so in dieser Beziehung den bürgerlichen Parteien als Muster dienen können, scheinen doch auch viele nur mit mehr oder minder sanfter Gewalt oder überhaupt nicht zur Entrichtung der „freiwilligen" Steuer zu bewegen zu sein. Tas dürfte auch schon die Tatsache zeigen, daß die genannte Partei in Hessen 16 707 organisierte Mitglieder zählt, aber nach dem „Gebrauch der Marken" nur 15 000, d. h. wohl: 1707 zahlen nicht in die Parteikasse. Kein Wunder! Welche Anforderungen stellt die Zugehörigkeit zur sozialdemokratischen Partei auch an den Geldbeutel des Mannes. Nach einem im Fachblatt „Ter Schuhmacher" jüngst veröffentlichten Budget einer Arbeiterfamilie zahlte diese Familie 7.08 Mk. für srädt. Steuern, Staatssteuer wird nicht erwähnt. Dazu kommen freilich noch die in den 'Preisen für gewisse Lebensmittel enthaltenen Zölle. Es geht aus dem Budget hervor, daß dieselbe Familie jährlich rund 50 Mk. in die sozialdemokratischen Gewerkschafts- und Parteikassen entrichtet. Sehr lehrreich in dieser Beziehung ist ein Artikel in der „Nakioual-Zeitung", betitelt: DieBelastung der Arbeiterschaftdurch Gewerkschafts- und Parteibeiträge. Es heißt dort „Wenn die Arbeiterschaft, insbesondere die der sozialdemokratischen Partei anhängende, in Deutschland unter einer Steuerlast zu seufzen hat, die unter Umständen bis zu einer vollständigen Aufsaugung der in den letzten Jahrzehnten eingetretenen Lohnsteiaerungen geht, so ist es diejenige, durch die p o liti s ch e^Pa r t e i und durch diesozialdemokratischenGewerkschaften. Tas Eintrittsgeld für die Gewerkschaften schwankt zwischen 50 Pfg. und 2 Mk., die Wochenbeiträge schwanken zwischen 20 und 140 Pfg., auf den Durchschnitt berechnet, betragen sie 44 Pfg., ein Beitrag, der sich in Zukunft eher noch erhöhen als vermindern, dürste. Dazu kommen örtliche Zuschläge, Gau- oder Bezirkszuschläge, Kreissteuern, Beiträge für das Arbeitersekretariat, Telegiertensteuern, Extrasteuern, Kartellsteuern u. dergl. mehr. Die gesamten Abgaben der Gewerkschaftsmitglieder an ihren Verband unter gleichzeitiger Berücksichtigung des Aufwandes für gesellige Veranstaltungen sind von einer Seite auf 2 Mk. die Woche berechnet worden, was sicher nicht zu hoch ist. Rechnen wir aber, daß die wöchentlichen Abgaben mit Einschluß von Vergnügungen nur 1 Mk. betragen, so wäre dies schon immer eine Jahresabgabe von 52 Mk. und bedeutet also, wenn man das Durchschnittseinkommen des Arbeiters auf 1000 Mk. ansetzt, eine direkte Einkommensteuer von 5.2 Proz., ein Satz, den die Staatseinkommensteuer in Preußen selbst bei Millionen-Einkommen überhaupt nicht kennt, da sie 4 Proz. nicht übersteigt und vor allem die gesamten Einkommen bis 900 Mk., d. i. das überwiegende Gros der Arbeiterbevölkerung, volltommen steuerfrei bleiben. Zu diesen Gewerkschastsabgaben, denen man trotz ihrer enormen Höhe eine Art Berechtigung nicht absprechen kann, da sie ja, wenigstens im Prinzip, zur Forderung der wirtschaftlichen Interessen der Arbeiter dienen sollen, treten aber dann noch vor allem hinzu die Anforderungen, welche die sozialdemokratische Partei als politische Organisation an den schmalen Arbeiterhaushalt stellt. Hier ist Die direkte Steuer in der Regel auf 25 Pfg. den Akonat, also jährlich 3 Mk. bemessen. Indessen ist das nicht die Hauptsache. Tenn die ^freiwilligen Sammlungen", die allenthalben in Fabriken, Werkstätten und bei allen Gelegenheiten ins Werk gesetzt werden, dürften im Jahre schon allein mindestens das Fünffache der direkten Parteisteuer erreichen. Dazu kommen eine große Anzahl von indirekten Steuern infolge des Zwanges, die Vergnügungen der politischen Verbände mitzumachen, die Einkäufe bei Parteibudikern, Zigarrenhändlern usw. vorzunehmen, sodaß es sicher nur gering gerechnet ist, wenn man die Abgaben auf monatlich V-/2 Mr., jährlich also 18 Mk. bemißt, sodaß sich unter Zurechnung der Gewerlschaftssteueni eine Jahresgesamtabgabe von 70 Mk. ergibt. Tas macht eine Gesamt- besteuerung der Arbeiterschaft von 7 Prozent, eine Zumutung, die alles das bei weitem übersteigt, was Staat und Gesellschaft selbst von ihren reichsten Bürgern und von den höchsten Einkommen verlangen." — Wie mancher junge Mann, der seit Beginn seiner Erwerbstatigkeit in Dieser Weise herangezogen wird, könnte bei Gründung eines eigenen Hausstandes seine 1000 Mk. Erspartes mit in die Ehe bringen anstatt auf diese Art eine Anweisung auf den Zukunftsstaat! L. Ein Artikel in dem Handelsblatt der Nationalzeitung beschäftigt sich mit Lohnniveau im Jahre 1906. Wir entnehmen den dortigen Ausführungen folgendes: Bisher liegen Lohnnachweisungen vor, die sich auf eine Beschäftigungszahl von 4105,103 Arbeitern erstrecken. An diese wurde nim Jahre 1906 4193,972 072 Mk. Löhne ausbezahlt. Das macht auf den Kopf 1021,65 Mk. im Jahre 1906. Im Jahre 1905 betrug in denselben Berufs- genossenschasten der Durchschnitt 963,25 Mk. Die Steigerung des durchschnittlichen Arbeitsverdienstes von 1905 auf 1906 beträgt also 58,36 Mk. oder rund 6%. Von 1904 auf 1905 hatte die Steigerung nur 2,9% betragen. Es ist also eine wesentliche Besserung zu verzeichnen. Die Steigerung der Arbeitslöhne war indes nicht überall die gleiche. In den verschiedenen Zweigen des Eisen- gewerbes stieg der Arbeitslohn von 1116,63 Mk. im Jahre 1905 auf 1177,13 Mk. im Jahre 1906 oder 5,4% mehr. In der Textilindustrie stiegen die Löhne erfreulicherweise um 8,9%. Auf einen Arbeiter entfiel durchschnittlich eine Jahreslohnsumme von Mark 1905 1906 Eisen- und Metallindustrie 1116,63 1177,13 Textilindustrie.....735,29 800,61 Steine und Erden . . . 738,68 782,84 Holzgemerbe ..... 950,62 983,85 Handel- und Transport . 1117,96 1122,79 Heber die sogenannte Spaltung in den Kriegervereinen wird der „Kpffhauser-Korrefpondenä" aus dem Großherzogtmn Hefseic geschrieben: Unter dieser Vkarke gehen Meldungen über die Bilduilg eines neuen Verbandes in Schwerte in Westfalen durch die Zeitungen. Etwa 30 Vereine, die wegen der Beürags- erhöhung aus dem Preußischen Landes-Kkiegerverbande ausge- schieden sind, sollen einen neuen Verband gegründet haben, weitere 20 sollen ihren Beitritt in Aussicht gestellt haben. So bedauere lich au sicy diese Lostrennung eillzelner weniger Vereine von den 15 000 des Preußischen Landesverbandes ist, so hat sie doch wenia zu bedeuten. Solche Gründungen treten immer luicber auf und verschwinden wieder im Laufe der Jahre. Ein fchla- gendes Beispiel für die Zwecklosigkeit derartiger Absplitterungen hatten wir im Großherzogtum Hessen, dessen Landesverbartd den Namen Kpiegerkameradschast Hassia führt. Tort bildete sich vor sieben Jahren ein Kvnkurrenzverband Krlegerkameradschaft Germania. Die Gründung ging von einem Verein aus, her von Eschweiler Bergwerk 92.50 204.80 Berliner Börse, 10. Aug. Anfangskurse. 189.40 sammen 356, 30.00 140.00 128.00 4% 4^6 3% 30.25 115.10 143.00 Harponer Bergwerk Laurahütte Lombarden E. B. Nordd. Lloyd . . Türkenlose . 97.35 97 10 92.30 . 115.30 . 100.25 . 202.50 . 188.75 . 164.00 . 126.20 . 222.10 . 65.10 3^% 3-6 3>6o/o 3% 3>6°/o 3^°/0 Canada E. B. . . . Darmstädter Bank . Deutsche Bank: . . Dortmunder-Union C. Dresdner Bank . . Tendenz: träge. 82.00 92.90 82.- 91.60 do. Konsols do. Hessen Oberhessen 66.40 67.20 91.20 88.80 94.20 143.60 48.00 83 00 62.00 95.35 lesung des Bescheides des Oberkonsistoriums zu den Beschlüssen der vorigen Synode wurde der Rechenschaftsbericht verlesen. Elektriz. Lahmeyer Elektriz. Schnckert Danach hat der Kirchen besuch nach Maßgabe der 3 Zahltage etwas abgenommen (an den 3 Tagen 9986 Er- vielfach/nachgeahmt. nie erreicht, hilft Zodierlto wahrlich staunenswert gegen |ede3n|eftenplage; Es ist niemals in der Düte, sondern nur tit q MD Flaschen zu kausen. wo Zacherl-Plakate aurhänzeiv Monat August übernommen werden mußten. wurden im Monat Juli L I. 3M Anträge, auf Beitragser^ )er Hassia nicht ausgenommen morden tour'. Andere ebenfalls' nicht" aufgenommene, ausgeschlossene, zmei oder drei freiwillig ausgetretene Vereine schlossen sich an, und nach etwa zwei Jahren war die Germania gegen 25 Vereine stark, die Massig zählt über 900. Man trat mit großen: Getöse auf, gewaltige Worte wurden gesprochen, wie man die echte Kameradschaft pflegen wollte, in der Öassia stände sie nur auf dem Papier, man sah im Geiste schon die L^ssiavereine in Masse austrcten, und was geschah? Kein Mensch weiß heute mehr ctw.as von der Germania, ob sie noch existiert oder nicht, pber das steht fest, daß die größte Zahl ihrer Vereine, zur Hossia beigetreten sind und sich wohl dabei fühlen. Ter Hauptschreier des 'Germaniaverbandes mußte von seinem Vereine, >als er Anschluß an die Hassia suchte, ausgeschlossen werden. T.as ist ein Beispiel von vielen solcher aus der augen- blicklichen Mißstimmung herausgeborenen Qiründungen. Berliner Handelsges. . . Darmstädter Bank . . . Deutsche Bank . . . . Deutsch-Asiat. Bank . . Diskonto-Kommandit. . , Dresdner Bank ‘ . Kreditaktien..... Baltimore- nnd Ohio- Eisentahn..... Gotthard bahn..... Lombard. Eisenbahn . . Oesterr. Staatsbahn . . . Prince-Heuri-Eisenbahu . 4-6 Oesterr. Goldrente 4*/, 56 Oesterr. Silberrente Aus und Lcrnd. Gießen, 10. Aug. 1907. * * Staatsmini st er Ewa l d ist in Urlaub gegangen und nach Karlsbad abgereist. **ZurRechtsanwaltschaftzugelassen wurde der Referendar Dr. Peter Wagner zu Darmstadt am Landgericht der Provinz Starkenburg. * * Neue Geometer. Ten Geometergehilfen Karl Nicolai aus Großen-Buseck und Heinrich Böhm aus Lich wurde das Patent als Geometer 2. Klasse für den Kreis Gießen erteilt. * * Lebensretter. Ter Taglöhner Jakoll Breuler zu Worms hat am 21. Mai d. I. ein Mädchen vom Tode des Ertrinkens gerettet. Als Anerkennung hierfür ist ihm von S. K. H. dem Großherzog die Rettungsmedaille verliehen worden. ** Für d i e Sitzung der Stadtverordneten- Versammlung am Montag, 12. August, nachm. 4 Uhr, ist folgende Tagesordnung ausgestellt: 1. Mitteilungew 2. Baugesuch der Firma Abermann L Klrng für die Blockstraße. 3. DeSgl. des Wilhelm Seipp III. für die Roonstraße. 4. Desgl. des Johann Georg Piaff für die Goethestraße. 5. Desgl. des Karl Huhn für die Rittergasse. 6. Desgl. des Johann Georg Pfaff für den Schiffenbergerweg. 7. Desgl. des Johann Georg Pfaff für ein Backsteinmacherbäuschen. 8. Desgl. des Konrad Rübsmuen für einen . 150.25 . 126.20 . 222.50 . 143.00 . 167.10 . 136.25 . 202.00 LainMsn-Nachrkchten. Gestorben: Herr Kommerzienrat Th. Steinhäuser in Offenbach a. M.; Fran Jacob Kaufmann, geb. Mayer, in Marburg; Frau Anna Elisabethe Haffer in Nieder-Weisel. Verlobte; Fräulein Anna Wilker in Rainrod mit Herrn Heinrich Spahn in Schwarz. — Fräulein Hedwig Richter in Büdingen mit Herrn Karl Höfler in Gensingen. — Fräulein Paula WÜtzold in Echzell mit Herrn Otto Stübs in Assenheim. Harpener Bergwerk. . . 189,90 Laurahütte......216.— Nordd. Lloyd . ... 115.20 Oberschles. Eisen-Industrie 98.00 Gelsenkirchen Bergwerk Hamburg-Amerik. Paketf. 130.30 4>6°/o russ.Staatsanl. 1905 4 >6% japau. Staatsanleihe 4 -6 Conv. Türken von 1903 Türkeulose...... 4-6 Griech. Monopol-Anl. . 4-6 äussere Argentinier . 3°/0 Mexikaner . « . 4>6% Chinesen . . . . Aktien: Bochum Guss..... Buderus E. W. . . . Tendenz: behauptet. Pololoylow-Zigaretten Das Stück 3 bis 10 Pfennige. D12/$ Ueberall käuflich! Fabrik „Epirus'4 Dresden. | stattung gestellt, und zwav"238 infolge betraf weiblicher Versicherter (§.), 56 infolge Todes versicherter Personen (T.) und 2 wegen Bezugs von Unfallrente (U.). Unerledigt wurden in dem genannten Monat übernommen 107 Erstat- tungsanträae, sodaß zu bearbeiten waren 403 Gesuche. Bewilligt wurden 296 Anträge (253 H., 41 T., 2 U.), abgelehnt wurden 20 Anträge (12 H. und 8 T.). Auf andere Art erledigt wurden 1 H.-Erstattungsanspruch. Unerledigt blieben 86 Erstattungsanträge (57 H., 2-1 T. und 5 U.), die auf den Monat August übernommen wurden. A Butzbach, 10. Aug. Von einem Wahlkampf anläßlich der Wahl unserer Gemeinderatsmitglieder, deren dieses Jahr 6 gewählt werden, war gegen frühere Jahre bis jetzt noch wenig zu merken, obwohl die Wahl schon Dienstag stattfindet. Die Kandidatenliste ist eigentlich heute erst in unserem Lokalblatt, der Butzb. Ztg. erschienen, nachdem von dem Verkehrsverein gestern abend eine Wählerversammlung einberufen worden war. Es scheint nach den von verschiedenen Seiten gebrachten Aufstellungen zu schließen, die Absicht zu bestehen, zumeist jüngere Herren zu dem Ehrenamt zu berufen. — Der Fußgendarm Vogel nahm gestern früh einen schon seit langer Zeit gesuchten internationalen Gauner namens Jos. Center aus Lyon fest und verbrachte ihn in das hiesige Haftlokal. — Bad-Nauheim, 9. August. Bis zum 8. August sind 2 3 2 88 Kurgäste angekommen, wovon an genanntem Tage noch 6312 anwesend waren. Bäder wurden bis zum 8. A u gust 287 067 abgegeben. «= Nidda, 8. Aug. Am 7. d. M. wurde zu Ober- Widdersheim die Dekanatssynode des Dekanats Nidda gehalten. Mit Ausnahme von 2 Mitgliedern war die Synode vollzählig vertreten. Im Gottesdienst predigte Pfarrer Herrmann-Nidda. Im Saale des Gr. Bürgermeisters Weiß fanden die Verhandlungen statt. Nach Ver- Ungar. Goldrente . . Italien. Rente . . . Portugiesen Serie I . Portugiesen „ III Telefonisch© Kursberichte des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank filr Handel und Industrie, Giessen. X. Hanau, 9. Aug. Da sowohl beim hiesigen lbüring. Ulanenregiment Nr. 6 wie auch bei dem 6. Dragoner- Regiment in Mainz bis vor kurzem unter den Pferdebeständen die Brustseuche geherrscht hat, ist es zweifelhaft geworden, ob sich beide Regimenter, die die 21. Kavallerie. Brigade bilden, an den Herbstmanövern beteiligen. Die ursprünglich vorgesehene Beteiligung der Brigade an den Kaisermanövern ist auch aus diesem Grunde rückgängig gemacht worden. — Ein im ersten Jahre dienender Ulan der 1. Eskadron hiesigen Manen-Regiments namens Klomann aus Schloßborn ist beim Baden in der Kinzig ertrunken. Dey Unfall hatte niemand bemerkt. X. Gelnhausen, 9. Aug. Die Steingutfabrik Sörncwitz-Dresdcn war wegen Verletzung eines dem Sägewerk Neuenschmidten geschützten Musters mit einer Buße von 1000 Mk. bedacht worden. Diese Summe hat der Besitzer des Sägewerkes Neuenschmidten, der Fürst zu Psenburg und Büdingen in Wächtersbach, dec Arbeiterunterstützungs- lasse gestiftet. Gerichtstag Kassel, 7. Aug. Ter Reichstagsabgeordnete Potthoff tourde wegen Beleidigung der Fürstlich Waldeckschen To- inänenlammer durch die Presse von der Strafkammer zu 2 0 0 Mk. Geldstrafe verurteilt. Gegen die Mitangeklagten Redakteure Bing und Topeters lautete das Urteil auf je 50 Mk. und Publikationsbefugnis. In den Artikeln, die unter Anklage standen, war die Tomäncnkammer mit dem Ausdruck „Juden- kammer" bezeichnet worden. Auszug bub den Stafcmnilmcißeia der Steht (Mtljtn. Aufgebote. August. 5. Wilhelm Bittkow, Sergeant, mit Luise Anna Eva, genannt Elisabeth Ochs, beide dahier. 5. Andreas Karl Wagner Fabrikarbeiter, mit Katharine Lanz, beide dahier. 6. Wilhelm Richard Buchholz, Mechaniker dahier, mit Margarete Krenkel in Büdingen. 6. Wilhelm Zimmer, Straßenbahnschaffner in Biebrich, mit Elisabethe Luft in Geilshausen. 9. Wilhelm Becker, Schmied' mit Marie Diehl, beide dahier. Eheschließungen. August. 3. Friedrich Ehnes, Heizer, mit Theresia Langenfelder beide dahier. 3. Karl Scheid, Schreiner, mit Elisabethe Wagner' beide dahier. 5. Karl Hof, Photograph, mit Marie Luise Elise' gen. Helene Tornhöfer, beide dahier. ' Geborene. Juli. 28. Dein Postboten Georg Wilhelm Heinrich Dietz ein Sohu. 30. Dem Lokomotivheizer Richard Habicht eine Tochter, Martha. 30. Dem Schneider Adam Becker eine Tochter, Elfina Katharina Ottilie. August. 1. Dem Kaufmann Karl Wilhelm Rowack eine Tochter, Liselotte Else Adele Susanne. 1. Dem Postschaffner Georg Hanauer ein Sohn, Ernst Ludwig Jakob. 2. Dem Fuhrmann Robert Theodor Armann ein Sohn, Robert Alfred Julius. 2. Dem Schlosser Karl Seipp eine Tochter, Wilhelmine Elise. 3. Deut Taglöhner Heinrich Ludwig Brück eine Tochter, lluna Frieda. 4. Dem Bauschreiber Hermann Kirchner ein Sohn, Helmut Wigand Hugo. 6. Dem Dachdecker Martin Repp ein Sohn, Heinrich. Gestorbene. August. 3. Thekla Engel, Lehrerin, 49 Jahre alt, Ludwigs» platz 10. 4. Christian Burkhardt, 73 Jahre alt, Osenputzer, Aster- weg 20. 4. Georg Heinrich Ledermaun, 66 Jahre alt, Schneidermeister, Marktplatz 17. 4. Dr. Wilhelm Breidenbach, 50 Jahre alt, vrakt. Arzt, Bahnhofstraße 54. 5. Heinrich Günther, 10 Monate alt, Lindengasse 18. 6. Elise Lerch, geb. Schwarz, 38 Jahre alt, Licher Straße 74. 6. Nathan Rosenthal, 74 Jahre alt, Kaufmann, Frankfurter Straße 43. 6. Philipp Schwinn, 61 Jahre alt, Rentner, Nord-Anlage 13. 8. Sophie Nußbaum, geb. Haustein, 75 Jahre alt, Steinstraße 17. Ziegenstall am Wismarerweg. 9. Desgl. des Hubert Heinz für eine Schutzhütte an der Lahn. 10. Desgl. des allgemeinen Vereins für Armen- und Krankenpflege für die Johannesstraße. 11. Vertilgung 1 Q i T S t nnlXnSrt 1 A 00 's - I luder bei einer Seelenzahl von 18198), 13. Verkauf von Stadtbachgelande. 14 Wiederherstellung ber I f c ö x. < Straße hinter dem Torhäuschen am Selierstor. 15. Befestigung e ^^^nahme am Abendmahl seitens der grauen aber zu- von Bürgersteigen. 16. Anlage einer Telegraphenlinie am Wis- genommen. Prozentsatz des Kircheubesuchs 29,10 °/0, des marerweg. 17. Heizung der Friedhofskapelle am Nahrungsberg. Abendmahlsgenusses 88,8 o/^. Der Prozentsatz der unehelichen 18. Löhne der städtischen Arbeiter. 19. Anlage von Hydranten in Kinder beträgt 2 3 °L Die Werke christlicher N"r,rch?r,i"- der Mollkestraße. 20. iBafferleihmg füt dar Gelände bei bet RlSv- ?'a. /»• ^te 'uclte chufiucher barmherzig- anlage. 21. Kabellegung in der Äetzsteinqasse. 22. Erhebung eines erfreuen sich einer regen Teilnahme. Aenßere und innere Umsatzstempels. 23. Anstellung eines Bureaugehülfen für das Mission weisen höhere Einnahmen auf. Bezüglich der Jugend- Elektrizitätswerk. 24. Beschaffung eines Klaviers für die höhere sürsorge wurden in einzelnen Gemeinden Versuche gemacht SÄ K -Ä” .«W b”‘: Johann Vogel zu Bad-Nauheim um Erteilung der Erlaubnis zum in Städten ulibedmgt nötig ist, aus dem Lande nur Schankwirlschaftsbetriebe im Hause Bahnhofstraße 48. 29. Desgl. schwer ins Werk zu setzen ist und daß die Katechismuslehre des Karl Hartmann für die Ludwigstraße 6. die geeignete Handhabe zur Jugendfürsorge gibt. Auch der *' Aus dem Bureau des S ta dtt h e a te r s. Da Erziehungsverein des Dekanats entfalltet rege Tätigkeit: die für die Wiederholung der Operette , Die lustige Witwe' Zahl der untergebrachten Zöglinge betrug 19. Gustav am Dienstag sich genügendes Interesse gezeigt hat, so können Adolf-Verein und Ev. Bund erfreuen sich großer Sympathien, bie Billetts von Sonntag ab in der Musikalienhandlung von Hierauf referierte Pfarrer Werner -Nidda über Rechte und Ernst Challier abgcholt werden. Besonders fei nochmals Pflichten der Kirchenvorsteher. Bei den Ersatzwahlen darauf hmgewiesen, daß die Vorstellung bereits y27 Uhr wurden zur Landessynode gewählt, Pfarrer Brill - Ober- begmnt, um Auswärtigen den Besuch zu erleichtern. Widdersheim zum Dekanats-Ausschuß, Pfarrer Sauer- Geiß- ro 7 ° VC1 nC , ^bmälde-Ausstellung am Nidda. Ein gemeinsames Mahl bei Bürgermeister Weiß Brand, die sich noch m den letzten Tagen emes regen Besuches beschloß das Ganze. Zu erfreuen hatte, bleibt nur noch morgen Sonntag von 11 r ax.H.J Q c- bis 3 Uhr nachmittags und am Montag von 11 bis 1 U5r|ffl:fnn ommer- geöffnet. Von Dienstag ab bleibt dann die Anssielluna e cuw tät liche Anzahl Fremde, von denen einige Wochen geschlossen. ”ei 1 das ••«nlagemufit findet Sonntag vormittag 12 Uhr in st “2*“ »ugute ommt. Langsam zwar, aber der Süd-Anlage mit folgendem Programm statt: 1. Ouvertüre zu lIC9er "^rkt ninn die vorteilhaftenVerander ungen, »Die Regimentstochter" von Donizetti; 2. Amoureuse, Lalse von welche unserem Städtchen zuteil werden. Neue schmucke ?eiSer; 31 Qn Tannhäuser, Fantasie von Hamm; Häuser sind entstanden refp. noch im Entstehen begriffen' ^E^ines qe/cheiten Esels Grobbeit! Ginia? läßt die Stadtverwaltung eine alte Type entfernen, ba§ mehrstufige Steintrcppe, die er passieren sollte. Das «anaohr 's-RreiSamt an der Hauptstraße, stutzt, ob dieser Zumutung, und wählt dann rasch den Weg nJ» Charakteristikum bezeichnet werden muß. Die unter einer die Treppe flankierenden Schranke und stEe sib°^r!terw°hnung erwies sich als zu klein und da läßt seine Doppellast ohne alle Gewissensbisse dabe, ab. Die sorg- k, einen Kasten anpappen, bar jedes archi. same Mutter fing ihre Lieblinge aus und meinte 3u ihrer ^5 beräum mindesten nicht an diese Begleiterin: .Na, da war der Esel wieder mal gescheiter ' 9l"f e^ob.en/ Reklamation vonseiten der Stadt wie wir!" gezryeiier sowohl wie auch andrerseits, wird man sich doch wohl zu " Obst, und Gemüseverwertunoskurl. o„ besserem entschließen müssen, ein paar tausend Mark Obstbauschule in Friedberg i. H. Wiederum steht^die ?°"stfiskus ja auch noch bestreiten können. Küche im Zeichen des Einmachens Aber wieviel Mühe wird St'Ä.iH“' "n diese Stelle em stattlicher Neubau, das vergebens angewandt, da ein Teil des Eingeinachten im *c J^nuS m,t 'e,n”1 Sfc|tInn6auten cm der Straße nimmt Lause des Jahres verdirbt. Jede Hausfrau und vor allem nu5' ®er Vogels- jedes Mädchen, das einmal eine tüchtige Hausfrau werden ber8er Sefhon Sdjoften laßt es sich angelegen will, sollte die Gelegenheit nicht versäumen und sich über Um9!blin8 fc^ottenä m geeigneter Weise mit An- alles, was zu einer vollkommenen Verwertung "der Gackn- Abu„^ versorgen ; auch der Gastwirteverein plant zur erzeugnisse gehört, rechtzeitig und gründlich unterrichten. Diese D-m ^rrmdenverkehrs geeignete Schritte zu tun. Gelegenheit ist in den zu Friedberg i. H. an der Obstbauschule m n entsprechend gestaltet sich auch vom 29.-31. August oder vom 5.-7. September statt. E ^ ^°°^ehr, sodaß n>an sagen kann, unser Städtchen findenden Obst, und Gemüfeverwertungskurse geboten. In tn ,eber Beziehung vorwärts. den Kursen werden alle Punkte eingehend besprochen und = Hohensolms, 9. Aug. Dadurch, daß man sich praktisch durchgeführt, welche mit der Verwertung zusammen- ^9^, eine Bahn^ von Ehringshausen aus durch das Lemptal hängen, so z. B. das Leben der Fäulnis- und Gärungs- ^^^mmen, i|t man in den Bieberorten und auch hier Pilze, die verschiedenen Sterilisationsmethoden, Ernle, Auf- ^lig, daß die Biebertalbahn in der Richtung bewahrung, Versand und sämtliche Verwertungsarten des."^berg-Hohensolms nach Offenbach im An- Obstes wie auch des Gemüses 2c. 2c. Da besonders auch ^u^ an die Ahrtalbahn Herborn-Gladenbach ausgebaut der Gemüseoerwertung ein größerer Platz eingeräumt ist, fo Lroivb* ^on bec Weiterführung dürfen die günstigsten Wir- iji bec Besuch dieser Kurse jeder Hausfrau oder erwachsenen ^"^en für die wirtschaftliche Lage der Bevölkerung erhofft Mädchen nur zu empfehlen. Anmeldungen sowie Anfragen werden. Der Landwirtschaft und Viehzucht ist die Möglichkeit sind an die Direktion der Großh. Obstbauschule in Friedberg i. H. gegeben, chre Erträge zu steigern und zu bessern. Ebenso bis zum 15. d. M. zu richten. Da der Andrang voraus ""5? Ausnutzung der Waldungen ergiebiger werden und sichtlich sehr groß ist, so ist ein rechtzeitiges Melden dringend ^ncm Die bedeutenden Kalksteinbrüche im oberen anzuraten. Biebertal und die gewerblichen Betriebe, wie der sehr alte ** 53 der Landesversicherung sanft alt B^lllwu bei Königsberg, würden dann wieder lebensfähig ® r.P 6 h- H/! s e n sind n. d. „Tarmft. Ztg/' im Monat ^^rden und neue Erwerbsquellen schaffen, an denen es bei ^ul.r 1. 408 Rentenpesuche (37? Invaliden- und K-ranken- uns mangelt. Schließlich wird die Bahn belebend auf guna (257 Invaliden-, 9 Kranken- und 18 Altersrenten- ? ^^v^r, 9. August. Nachdem man dem großen Jnvalidenrentengesuche weil unbegründet — Irscher des deutschen Volksliedes, Ludwig Erk, an seinem °urch Abkehnung, Io durch andere Weise - Zurücknahme G-bnrtShaus dieses Jahr eine schöne Gedenktafel anqebrachi E ft«* und 2 Altersrentenaesuche) zu- hat, will man auch das Gedächtnis der beiden Wetzlarer },JJ^fUle^a(s unerlemgt aus den nochmals so berühmt gewordenen Maler Joh. Deiker " u ,,^ecnet' (?eb. 1822) und Karl Friedrich Deiker (geb. 1836) durch öertraaser- eme Tafel an ihrem Geburtshaus erhalten. Dio nach- A p p 17 I q sind Sonntag, den 11. Aug. von stehenden uv 1 la l v 12 Uhr mittags bis 12 Uhr nachts nur likr dringende Fälle sicher anzutreffen. D10/e l>r. Meyerhoff, Süd-Anlage 7. — Dr. Richter, Frank« furter-Strasse 4. Sonntng von 1-9 l'hr Nur PeBikan-Äpoiheke offen. | Frnnkfnrter Bör«e, 10. Aug., 1.15 Uhr. Reichsanleihe . . 92.65 Elektriz. Lahmever . . Die trauernden HinterbEiebeneai Wieseck, den io. August 1907. 42 Wohnungen von 1—7 Zimmern. Uikkjmilck Dienstag in Kilbe! Dienstag deu August d. Fs. Sonnabend, den 24 Au an st I und et dahier em Vrehmarkt aller Gattungen statt, wozu Jnter- vormittaaS 11 llbt ehenten höflichst em geladen werden. bei uns einzurelchen Anfang 7 Uhr morgens. Der Auftrieb geschieht nur von der Zuschlagssrist 3 Wochen Aus- Drücke aus. Mit dem Markte ist eine Prämiierung der schönsten Dlu/g Das Komitee. Oanksagung Giessen, den 10. August 1907. 5144 »°L°^.[ Schott's Weinstube Tägllsch frische [5106 Pfirsich-Bowle Oießmer Pferde- von den besten Zechen Nußkohlen, Anthracit, 11 rhein. und oberhess. Briketts, W Kots -«■ Tannen- und Buchen-Brennholz liefert billigst [4663 Andreas Euler. SAttbmWm auf bequeme Teilzahlungen! Näheres unter „Schucllschreib- majchiue" postlag. Butzbach. «71 Prima gewaschene Nutzkohlen w „ Anthrazitkohleu , NutzkokS Rich. Buchacker Neuen Bäue 11, [daselbst 11 Lose für 10 Alk. solange Vorrat, ftür Porto u. Liste W Pfg. mehr). Ä)52 Neues Sauerkraut Neue Salzgurken Neue holl. 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