0 fcO 14! M s s S--" wähnte, vor Gericht V 5 C: 7 y p S) o « 0 ?o n n 3.* a 3 E 5 K Sfi es k 6 § s s - s § einer Schnittbreite von mehr alß zwei Millimeter besteht. — Eise neue.Tabaksteuer-Vorlage soll, nach über- Aer deutsche KanbcLstag. Berlin, S. April. Heute fanden hier die Verhandlungen der 33. Voll- Versammlung des deutschen Handelstages statt. Graf Posa- dowSly, Dcrnburg, NeichSbank-Prasident Tr. Koch, sowie Vertreter deS statistischen Amtes, des Reichs-Justiz- und Reichs-Eisenbahnaints wohnten den Verhandlungen bei. Nach einer kurzen Gröst'nungS-Ansprache deS Präsidenten Kämpf Staatssekretär Graf Posadowsky das Wort zu längeren Ausführungen, denen Folgendes zu entnehmen ist: Der Zeitpunkt, in welchem die gegenwärtige Tagung des Handelstages stattfindet, zeigt ein durchaus befriedigendes Bild der Lage unserer Industrie und unseres Handels. In keinem europäischen Staate hat sich die durchschnittliche Zunahme der Ein- und Ausfuhr seit 1836 so gesteigert, wie innerhalb des deutschen Wirtschaftsgebietes. Dieser Aufschwung hat infolgedessen zwei Folgeerscheinungen gezeitigt: Dl angel an heimischen Arbeitskräften und die starke Nachfrage nach Barmitteln. Gleiche Erscheinungen hätten sich auch in anderen Staaten bei aufsteigender wirtschaftlicher Entwickelung gezeigt und eS sei seines Erachtens nicht zutreffend, für den gegenwärtigen hohen Diskont die gesetzliche Grundlage unserer NeichSbank sowie Anwendung dieser gesetzlichen Grundlagen in ihrem Geschäftsgebahren verantwortlich zu machen. Aus der Gestaltung unserer Handelsverträge habe man viel- fach Befürchtungen für die Zukunft hergeleitet und sogar von einer eventuellen Auswanderung einzelner Industriezweige gesprochen. Die bisherigen amtlichen Feststellungen ergaben keine sachliche Begründung solcher Befürchtungen. Die weitere Entwickelung der Verhältnisse ist von den beteiligten amtlichen Stellen mit Aufmerksamkeit verfolgt worden. Tie rege Beschäftigung, deren sich gegenwärtig unsere Industrie erfreue, beruhe zum Teil sicherlich auf dem Wieder- erstarken der Landwirtschaft. Diese engenWechsel- beziehungen unserer großen Erwerbszweige nötigen auch zur gegenseitigen vorurteilsfreien Anerkennung unserer besonderen Lebensbedingungen m Gesetzgebung und Verwaltung. Vorsitzender Stadtrat Kämpf teilte, dann mit, der Reichskanzler habe auf die Einladung erwidert, er würde sehr gern an den Verhandlungen und an dem Festmahl teilnehmen, wenn er nicht durch seine Erholungsreise verhindert wäre. Er habe den s e h n l i ch st e n W u ns ch, daß der deutsche Handel und die deutsche Jndustrie durch die Arbeiten der Vollversammlung eine wesentliche Förderung erfahren mögen. Er wünsche daher den Verhandlungen den besten . « 2. a 3 § G> A n c, s 2D h Erfolg. Präsident Kämpf hielt dann einen Vortrag über Weltposlporto. Im Anschluß daran gelangte eine Erklärung zur einstimmigen Annahme, welche ben Reichskanzler ersucht, dahin zu wirken, daß unter möglichster Herabsetzung des Portos im inneren deutschen Verkehr für Briefe auf acht und für Postkarten auf vier Pfennig, Verträge ge- schlossen werden, nach denen zunächst im Verkehr zwischen Deutschland «nb den Nachbarländern, die für den inneren Verkehr gelten, und diese Herabsetzung künftig innerhalb des gesamten Weltpostvereins eingeführt wird. Kommerzienrat von Pfister sprach danach über die im Reichs-Elsenbahnamt ausgestellte neue Elsenbahn-Verkehrs- ordnung. Der Präsident des ReichSeisenbahnamtS Schulz bemerkte dazu, der Entwurf habe bereits in erster Lesung die Zustimmung der verbündeten Regierungen gefunden. Die zweite Lesung könne erst im September stattfinden. Tas RelchSelsenbahnamt werde auch für diese die Verkehrsin- tereftentcn hinzuziehen und die Wünsche von Handel und Industrie berücksichtigen. Nach kurzer Beratung wird die von Kommerzienrat von Pfister vorgeschlagene Erklärung angenommen, die die neue Verkehrsordnung als Verbesserung anerkennt, jedoch die Erwartung auSspricht, daß die geäußerten Anträge, die in zwei systematischen Zusammenstellungen den Behörden über- Ausland. Barcelona, 9. April. Durch Bombenexplo- sion wurden gestern fünf Personen schwer verletzt. Heute vormittag erfolgte eine neue Bombenexplosion, durch welche gleichfalls Personen zu Schaden gekommen sein sollen. Paris, 9. April. Gegenüber der vom Vorstand des Verbandes der Arbeitersyndlkate betriebenen, ouf all gemeinen Streik abzielendcn Agitation hat die Regierung die strengsten Maßregeln ergriffen. Die Führer des Syndikats Der Volksschullehrer sowie des Syndikats der Brief» träger, Telegraphenb oten und unteren Postbeam- ten, die einen öffentlichen, gegen die Regierung gerichteten Aufruf unterzeichnet haben, sind vor die Disziplinargerichte verwiesen worden. Was den für Donnerstag angekünd'gten Aus st and der Syndikate der Nahrungsmittel- gewerbe anlangt, so hat die Negierung beschlossen, auf Grund des Strafgesetzes gegen sämtliche Anstifter vorzugehen. Rapallo, 9. April. Reichskanzler tfurft von Bülow mit Gemahlin hat heute nachmittag die. Rückreise nach Berlin angetreten. Er richtete folgendes Telegram manGiolitti: Jin Begriffe, Italien zu verlassen, lege ich .Wert daraus, Euerer Exzellenz neb|t meinen Grüßen und aufrichtigen Lvuufchen Die Versicherung meiner freundschaftlichen Gefühle auszusprechen. lermeister, der am Biertisch gelegentlich diese Aeußerung erwähnte, vor Gericht geladen. Die Gerichtsverhandlung zeitigte indes das überraschende Ergebnis, daß Herr Liebermann v. Sonnenberg seine Klage zurückzog und die Kosten des Verfahrens übernahm. — Zur Z i g a r e t t en st e u er hat der Bundesrat beschlossen, daß die aus orientalischen und diesen gleichartigen Tabaken hergestellten zigarrettenähnlichen Erzeugnisse der Zigarettensteuer auch bann unterliegen, wenn ihre Einlage aus geschnittenem Tabak mit Dank wissen. , „ , , .. Die Reichsduma beschloß daraus mit allen gegen die Stimmen der Sozialdenwtraten und Sozialrevolutionäre, baS Budget der BudgetkomMission zu überw eisen. Finanzminister Kotowzew hat nun noch mehr als bisher Anlaß, den Bestand des ihm gefügigen Parlaments zu wünschen, dessen Einveritänbnis mit Änlerhevorlagen die ausländychen Geckyeber Rußlands noch im vorigen Zahr als Voraussetzung für die Gewährung weiteren Kredits bezeichnet haben. Nun kann Rußland triumphieren über diesen Erfolg im Parlament, den es erreichte trotz des noch vor einigen Tagen so schroffen Auftretens seines Finanzministers in der Duma, und es kann mit den Kabinetten in Paris und London an die „Einkreisung" Deutschlands gehen. In der Tat ist in den Beziehungen Rußlands zu 2eut,chland der Iiefler des weltpolitischen Wetterleuchtens unverkennbar. Die Beziehungen sind seit einiger Zeit mehr korrekt als freundschaftlich, und sie sind das in dem Mage geworden, in dem das Verhältnis Englands zu Rußland sicy umgekehrt entwickelte. Die ungewöhnlichen Ehrungen, die erst jüngst der Bemannung eines russischen Geschwaders in England erwiesen wurden — sogar der Staatssekretär des Beugern, eit Edward Grey, stürzte sich in repräsentative Unkosten —, sind hier kennzcicynend siir die Wendung der Dinge. Auffällig ist auch die höchst cnskrete W-.risamkeft des russ. Ministers für Auswärtiges, v. Lswoisky. Seine Berufung von Kvpenyagen an die lebende Stelle tn Petersburg wurde inanz- auSschusses der 2. Kammer nicht beiwohnen. Stolypin arbeitet im Innern für Eryaltung d-r Monarchie? und zwar der selbstherrlichen mit konsritutioiiLllcr Veroramung. Iswolsky erstrebt anscheinend für diese Monarchie volle Wertschätzung im AuSlande durch Verständigung mit ben Widersachern Deutschlands. Der immer mehr erstarrende „Verband der wahrhast russischen Leute" aber arbeitet beiden Ministern in die Hände — 'kann da erwartet werben, daß einerseits ein gesundes konstitutionelles Leben in Rutzlauo •[di bcrau§I)iiben, andererseits eine ehrliche Freundschaft mit Deutschland, das Natürliche auch für Rußland, Befand I)abcit könne? 9 Riga fand eine geheime revolutionäre Versammlung statt, die von der Polizei aufgelöst wurde. Mehrere Verl)as- tungen wurden vorgenommen. In der daraus solgenben Nacht nahm die Polizei zahlreiche Haussuchungen vor und kam irrtümlich eriveise auch an die Wohnung des N e ich s de u t ich en Fabrikmeisters Ritti n g haus, wo sie Emlaß begehrten Dieser hielt die Polizisten für Siäubcr und verleidete sich durch Revolverschüsse. Die Polizei erwiderte das treuer und verletzte Rittinghaus schwer. t ., Lodz treiben Terroristen und Banditen ungelnndert ihr Wesen Am 9. d. M. wurden von ihnen wieder acht Arbeiter und zwei Solbaten erschossen und sonst noch viele Personen verwundet. Derrtsehes UeiLh. Berlin, 9. April. Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt: Bei öcm Empfange deZ neuen französischen Botschafters Eambon wurden folgende Slnsprachen ausgetauscht: Botschafter Cambon^sagte.^ I)aBe ^rC/ Eurer Majestät das Schreiben zu überreichen, durch welches mich der Präsident der ftanz. Republik bei Eurer Majestät als außerordentlichen Botschafter beglaubigt Ich bin tief durchbrungen von bent Wert dieser Ehre, da sie mir erlaubt, mich der Person Ew. Majestät zu nähern. Ich werde den Gefühlen des Herrn Präsidenten ebenso wie denen der Republik gemäß handeln, wenn ich an der E n t- Wickelung der guten Beziehungen zwischen Deutschland und Frankreich arbeite, und ich wage zu hoffen, daß die Erfüllung meiner Aufgabe mir durch das hohe Wohlwollen Eurer Majestät erleichtert werde. Der Kaiser erwiderte: Herr Botschafter! Ich heiße Sie willkommen. Das Werk, das Sie vollbringen wollen, nämlich die Arbeit an der Entwickelung der guten Beziehungen zwischen Deutschland und Frankreich, wird meineganzeSympathie haben. Meine Regierung ebenso wie ich wird sich angelegen sein lassen, Ihre Aufgabe nach Möglichkeit zu erleichtern. Die Verständigung zwischen zwei großen Nationen, die beide fähig und bestiinmt sind, Gesittung und Fortschritt unter den Völkern der Erd- zu verbreiten, ist ein Ziel, dessen Erreichung der gemeinsamen Arbeit aller hochsinnigen Geister würdig ist, über die Frankreich und Deutschlanb verfügen. — Der Reichstagsabg. Ignaz Auer erlitt in seiner Berliner Wohnung einen Schlaganfall und war in später Abendstunde noch bewußtlos. . r m — Während ber Parlamentsferien soll nach ber „Bresl. Ztg." zwischen zahlreichen Zentrumsabgeorbneten ein Jbeen-Austausch herüber ftattgefunden haben, wie ber von vielen als unhaltbar empfundenen Situation gegenüber der Regierung und den bürgerlichen Parteien abgeholfen werden könne. Es ist denn auch eine ziemlich allgemeine Verständigung erfolgt. Die Vorschläge, die allgemeine Billigung gefunden haben, liegen nicht bloß aus taktischem, sondern zum Tell auch auf reorganisatori^ sch em Gebiet — Der Abg. Lieb ermann v. Sonnenberg hat im Reichstage bestritten, daß er die von der „Hess. Rundschau" ihm nachgesagte Aeußerung: „Meine Schwalm er Bauern sind treu wie die Hunde, aber dreckig w i e die Schweine" jemals getan habe, und erklärt, er habe gegen das Blockt Beleidigungsklage angestrengt. Bisher ist aber, obwohl über sieben Monate darüber verflossen find, ben Gerichten ein solcher Strafantrag nicht zugegangen. Dahingegen hat Herr Liebermann v. Sonnenberg einen HombergerSatt- $cr- J-» ’S 2 2 ■ 'S s o if »2- 3-^5 sfr.?# srg?§s? Nr. 83 Erstes Blatt 157. Jahrgang Mittwoch 10. WH 6907 SS ■sät -• ‘ViIVIIVt V s:s".»ä ES General-Anzeiger sur GverWen Adresse tur Depeschen: yofaffott$^nien geschrieben, b-iß dcr untcrjeidjnctc Vorstand sich veranlaßt sieht, gegen dasselbe mit aller Entschiedenheit Front zu machen. Ohne unjcnrfeitß zu dem Wioerstreite der Meinungen über bett bekannten Bescymß der Stebwerordnelenverfammlung über bie Erhebung der Kanalgebühren im Rahmen dieser Er- rdiberung Stellung nehmen zu tuouen, möchten wir unserer Ucber- zeugung nur btibüt Ausdruck geben, bau u. E. die urplötzlich ent,achte Erregung der Gemüter unbedingt vermieden worben wäre, roenn rechtzeitig, b. h. vor Fertigstellung unb Benutzung des ersten Kaual-Hauöanschlusses eine Beichluß- fassung der Sl..dtoerordneten über die Höhen der Gebühren und die Art ihrer Erhebung hcrbeigeführt woroen wäre. Dann waren wohl in den meisten Fällen die so sehr beanstandeten Mietstet gerungen unterblieben, die geeignet sind, viele Mieter doppelt zu belasten, falls fie nicht rückgängig gemacht werben. Dann würde auch der Ctadtsääel und bumit bie Gefamtyeit der Steuerzahler die recht erhebliche Einbuße nicht zu erleiden haben, welche jetzt wohl nicht mehr zu vermeßen ist, unb es würoc dann endlich wohl auch nicht vvrgekommen sein, daß ohne genaue Grundlagen mit Zahlen (5 Pwz. des MietwerteS i.iiro.) operiert wurde, wodurch erst recht die allgemeine Erregung auf die Spitze getrieben worden fein dürfte. Die in dem Eingesandt des Herrn B. aufgestellten Behauptungen: Gießen könne sich mit anberen Städten, wie Worms, Offenbach ufw. überhaupt nicht messen; — das Bauen sei hier viel billiger tote dort; — die bärtigen Wohnungen seien schöner unb komfortabler eingerichtet, bie Lebensmittelpreise billiger u. s. f. Kinnen wir auf Grund unserer Erfahrungen samt und sonders als bcbaucr.'iche Ucbertrcibmigcn bezeichnen, unb wenn Herr B. sich weiter bemüßigt sieht, zum Wegzüge von Gießen, zu einer Preßsehde gegen oic hiesigen Verhältnisse unb gegen den Zuzug nach hier öffentlich aujzufordern, so sind bas bedenkliche Entgleisungen eines Mannes, bei Gießen offenbar überhaupt nickt näher kennt und der wohl auch entgegen aller Erfahrung nicht weiß, daß ein Kanalbau ohne Schmutz und Schlamm nun einmal nicht zu bewerkstelligen ist, weder hier iwch attderSwo. Rllige er sich darum auf fein backigcs Schecken aus unserer Stadt freuen; — wir gönnen ihm neidlos dieses Vergnügen. Wir Gießener Einwohner aber toollcn uns durch ihn unb feine unüberlegte Redetocife bie Freube an den sanitären Wohltaten, bie unserer Gesamt./eit bei nunmehr nahezu vollendete Kanalbau bringt, nicht trüben lasten, unb der Hoffnung Ausdruck geben, baß nach her allgemeinen Inbetriebnahme b.eses großen Wertes auch alles Murren wieder verstummen unb volle Zw- sriebcnheit bei allen Beivohncrn der Stabt einlehren möge, begleitet von einem allgemeinen Aufschwung aller städtischen Verhältnisse, nicht zuletzt durch einen ;ehr erheblichen Zuzug von auswärts. Ties isl die -uversichtllche Hosfnung des Verkehrs- vereins unb aller berer, bie an bent Aufblühen Gießens nicht verzweifeln. Gießen, den 9. April 1907. Ter Vo rstanb d es V er keh r sve r eins Gießen, e. B. * Kleine Tages uj um Vor einigen Tagen ver» fckivandcn in Moers die zwei Kinder der Jlgerschen Ehelenlc. Sie ivurden jetzt in einer Kiste auigeumben. Tas Ehepaar rouibc wegen dringenden Mordverdachles verhallet. — In Köln fuhr cm Automobil m eine Schar spielender Kinder hinein. Eni Knabe von 11 Jahren wurde schwer, zwei andere Kinder 'wurden leicht verletzt. — Das Kolouialwarcn-Geschäst von Franz Haiipc in 911 c D e vf d) ö ii b a n j e it bei Berlin wurde der Schauplatz eurer Ex p l o s i o n, Die durch, eine Höllenmaschine herbeigestihrl wurde. Tie Aiaschme befanb sich in einer von einem Unbekannten zur Aufbewahrung niedergelegieu Kiste. Ein Lehrling wurde ourch Stichflammen an Gesicht und Hände verletzt. Die Schaufensler- fcheiben wurden zertrümmert und bie im Fenster ausgestellten Waren flogen auf die Straße. Jin Laden eiU|umö em Brand, der bald gelöscht werden t'onutc. Kandel. Deutschland als Weltbankier. Zn Len letzte» Jahren waren die deutschen Banken unb zwar mit Erfolg bemüht, den alten großen Geldmachten, ben Franzosen unb Engländern, in ihrer Tätigkeit als Weltbankiers Konkurrenz zu machen. Jetzt, da das Geld seit Monaten sehr teuer" geworden ist unb teuer zu bleiben scheint, worunter Teutschlanb noch mehr als England unb Frankreich zu leiden hat, lvirb zum Rückzug gebtafen. Besonders auch von Finanzblärtern wie der „Franks. Aktionär". Dieser konnte in der Zeit der Hochkonjunktur der Banken nicht genug deren mutiges, umsichtiges unb erfolgreiches Vorgehen rühmen. Jetzt meint bas Blatt: Unsere Großbanken sollten ben Ehrgeiz zügeln, ber fie in der guten Zeit etwas zu weit vorangedrängt fiat Sie sollten sich nicht becifcm, allen möglichen unb nnntög- lichen Staaten bett Kredit aufzubrängen. Es genügt nicht, bei bent Wettkampf nm eine russische, japanische ober serbische Anleihe Sieger 511 bleiben, man muß sich auch der Verantwortlichkeit bewußt sein, bie darin liegt, den deutschen Sparer zu solcher Anlage veranlaßt zu haben. Man darf seine Kinder nicht schutzlos allen Unbilden der Witterung aussetzen. Man muß auch später für ihr Wohlergehen Sorge tragen. — Es ist nur schade, daß den Finanztoochenfchriften diese Weisheit etwas verspätet kommt. Als seinerzeit ber Reichskanzler sich gegen eine neue russische Anleihe erklärte, ba hat gerabe baS öbeu genannte Blatt böse gewettert unb bie Behauptung aufgestellt, durch des Kanzlers Vorgehen würben gute Geschäfte in bas Auslanb verschleppt. Auch für bie Unterbringung der japanischen Anleihen an ben deutschen Börsen ist es mit Eifer eingetreten. Bis jetzt haben aber auch die Japaner ihren Besitzern nur sehr wenig Freude bereitet. Im übrigen hatten wir aber doch sozusagen baS Kind mir dem Bade ausgesdiüttet, wenn nun auf einmal alle exotischen Geschäfte als gefährlich hingestellt werden unb ber Rat erteilt wirb, bie Emissionstätigkeit überhaupt einzustellen. Daß nicht richtig disponiert worben ist, bei uns unb an anderen Orten, z. B. damit, baß ben Amerikanern für Spekula- twnszwcckc zu viel Kredit gewährt ober ihre Eisenbahnfhares abge- nommen würben, ist zweifellos. Daß nun aber gar nicht mehr bisponiert toerben soll, wäre erst recht verfehlt, beim bann würden bie Danken in ihrem Verdienst so bedeutend zurückgehen, baß eZ nur noch sehr kleine Divckenben gäbe. Markte. ke. Frankfurt a. M., 10. April. iOrig.'Telegr. des ^Gieß. Anz.") B i e h m a r k t. Zinn Berkaiüe standen 00 Kälber, 00 Schafs n. Hammel, 1670 Schweine, 0 Ziegen. Schweine: 1. Qual. 57—58 Pf., Lebendgewicht 45.00—00 Pf., 2. Qual. 55—56 Pt, Lebendgewicht 43.00-44 Psg., 3. Qual. 50-52 P'g. Kälber 1. Qual. 00—00 Pf, Lebendgewicht 00—00 P'g., 2. Qual. 00—00 Psg., Lebendgewichi 00—00 Pig., Schlachtgewicht 00—00 Pfg. Schafe L Qualität 00—00 Psg., 2. Qualität 00—00 Pfg. Geschäft bei Schweinen: gnt, Markt geräumt. Arveiiterbewegung. — Vorn S ch n e i d erstre ik e. In dein über fünf Wochen währenden Lohnkcnnpfe der Herren Maßschneider steht der F r« e d e n s f ch t u b jetzt unmittelbar bevor. Wie au5 zuverlässiger Quelle vertäutet, wird noch heute, Atittwoch, abend m allenthalben statt findenden Versammlungen die Ett ischeldnng über die A ufhe - bung der Sperre, die sich auf 72 Ortsgruppen des Al! icinen deusichen Arbeiigeberverbandes für das Schneckergcwerve mit 14,600 Gehülfen erstreckte, fallen. Alle Anzeichen fprechen dafür, daß die Arbeit fchon am Donnerstag auf der ganzen Linie wieder a n s g e n 0 m m e n ivirb. Den Zeitpunkt der Eröfsnnng der Betriebe bestimmt der Centralvorstand m Acünchen, Damit bie Wiederaufnahme ber Arbeit in fämtlichen Ortsgruppen einheiilich dnrchgcführt werden kann. Tie Lösung des Konfliktes ist tuejentlich dadurch ermöglicht worden, daß die Vertreter der G e 1) ü l f e 11 f cl) a f t den Arbeitgebern insoweit entgegen- k a m e n, als sie die n c n e n L 0 h n t a r i f e d e r U n t e r n e h m e r im allgemeinen anerkannten und nur zu einigen Positionen noch unwejeuiliche Znfchläge verlangten, die aber nach dem jetzigen Stande der BerhanDlungcn dem Frieden nicht mehr hinderlich sind. Der Zenlral-Borstand der Arbeitgeber in München gibt bekannt, Daß der Vorfchlag der Arbetter-Organisatton betreffend Wieder- au'nahme der Arvest atigenonunen und die Sperre somit ui allen Ortsgrilppen des Verbandes sofort aufgehoben werde zu Dein Tarne der Arbeitgeber. Von dem Streike waren außer Berlin 72 deutsche Städte betroffen. Hamburg, 9. April. 9lachdem sich die Organisation der Hafenarbeiter an Den Ardeiigeberverbanb gewandt hat und auf Dessen Verlangen Die schriÜllche Erklärung abgegeben hat, daß Der Beschluß der Verweigerung der Nachtarbeit nun- inehr bedingungslos aufgehoben werde, wird über die vom Ha'enbetriebsvcrein erftrebtte völlige Neuordnung der Arbeitsverhältnisse im Hamburger Haf.n eine Besprechung mit Dem Vov- sitzenden Des Haienarbeitei-verbanDes stattsinden. toieHcncr Wettcrotcuft. Voraussichtliche Witternug für Hesteu am Donnerstag, den 11. April: Teilweise heiter. Keine erheblichen Niederschläge. Temperaiur nicht verändert. Schwache nördliche Winde. Würzburg, 10. April. Ter Staatsaiuvait hat die Unter, suchuug gegen ben flüchtigen Bankier Scheibt in K i tz i n g e n eingeleitct. Die Oeffnung des Ktzssenschrankes zeigte umfassenbe Depotunterschlagungen. Die Ursache des Zusammenbruches ist in Spekulationen in Kupferminen zu suchen. Beteiligt suck besonoers Pariser unb Londoner Banklstiuscr. Der Fehlbetrag ist noch nicht festgestellt. Madrid, 10. April. Hiesige Llättcr wollen wissen, baß ein b e u t s ch e s G e s ch w a b e r unter bem Kommando des Prinzen Heinrich von Preußen int Mai verschiedene spanische Häfen besuchen werbe, u. a. Vigo, Valencia, Ferrol, Cartagena. Moskau, 10. April. Der liberale Sd;riftsteller Koro- lenko, sowie mehrere aickere, ben liberalen Kreisen Poltawas angehörenbe Persönlichkeiten erhielten von ber schwarzen Ka- morra Tobesurteilc zugesanbt, in denen sic aufgeforbert werben, Rußlanb binnen fünf Tagen zu verlassen, widrigenfalls die Tobesurteilc vollstreckt werben würben. Kaninchrttzucht-Vercm „Votkswohl" Gletzen. Gewann-Laste* 2520 Los. Gewinn- Los-, 9ör. 1 Gewinn- Gewinn- Gewinn- 9in_ __Nr. | Nr. 1 Nr. | Nr. Str. 21 81 67 98 89 91 69 63 140 18 770 7 61 93 11 07 66 25 62 10 1170 34 22 68 19 28 53 17 72 37 1555 9 85 47 99 19 88 38 96 39 DO 52 79 55 35 26 56 13 73 06 41 74 41 66 78 76 232 75 18 77 1279 12 22 101 347 1. 65 94 84 16 1603 44 59 8 29 97 50 26 88 87 41 13 \ 05 105 60 41 45 102 31 14 842 2 19 43 1777 27 85 30 61 15 23 46 82 54 68 68 97 22 04 49 85 84 19 107 33 24 29 55 18 90 485 31 55 45 51 61 1850 6 75 32 54 62 45 HO 06 11 97 33 92 85 1315 51 83 21 51 40 72 92 99 58 60 23 82 70 78 96 28 103 52 104 47 71 68 99 87 109 1905 4 10 83 7 < 106 92 111 89 53 576 36 977 20 1183 5 95 64 17 59 62 60 48 29 07 65 45 78 12 108 13 42 87 69 84 82 1052 3 44 48 42 89 665 72 47 80 25 50 57 100 03 95 77 86 93 57 Wer weiss 2532 Dießen, den 9. April 1907, Herz kiserve SAmrren Bekanntmachung, BI0A Schuhwarenhaus Wettergasse Marktstr. 9 photographische >KMsni. Perms. Mi. AnzcM B6/. Beginn wird noch bekannt gegeben. 2419 Passiva. A. 39991.81 100969.62 Reingewinn pro 1906 6436.30 54.46 Summa 491049.21 Summa 491049.21 n Mittendurchmesser, n 2531 Seidel Fb*. Wagner, prakt. Arzt. 2541 2538 2515 2254 Der Vorstand , DralitzelleM 6800.40 15006.36 wie sehr die Gesundheit der Füsse abhängt von der tadellosen inneren Ausarbeitung des Schuhwerks, der trä^t und empfiehlt b. Bürgschaft C. Güterkauf- gelder Frühjahr 1907 15) 16) 17) 18) d. Wertpapiere nach dem fturS üom31./12.Qb 10403.70 Aufgenommene Kapitalien Bankkonto Stainmguthaben der Mitglieder Reservefond BelriLbsrücklage Neuestes Modell Im Namen der Hinterbliebenen: Mathilde Hawrncrle Wwe 125 27 24 34 13250.20 2458.13 4157.84 Jlt 464358.99 387.75 um vollständig damit zu räumen, zu Einkaulsprciscn. lÖM H. tieltersweg. Feinste Arbeit, bestes Material, anatomisch richtige Leisten haben diese Marke berühmt .gemacht Rechner zur Einsicht der Interessenten offen. Für den Vorstand und Aufsichtsrat: Wilh. Belloff II. tvuic rrüchc. prompte Bedienung. Hochachtungsvoll H. 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Anmeldung in der Stellenvermittlung Sudanlagc 7. 4) lö Lärchen 5) 172 Eichen 97 Stämme KnMsMr-WmM Donnerstag, 18. d. Mts., abends %9 Uhr beginnt in unserem Unterrichtslokal in der Stadtknabenschule spart.) ein Ansäugerkurino in der Stenographie sSystem (Babelsberger). Das Unterncklshonorar beträgt 6 'Mark. Gesl. Anmeldungen zu Beginn des Unterrichts oder an den Kreisamtsgeh. Lenz, Lolfsir.4 erbeten. D6/« Gießen, 6. April 1907. dtttioljraphcll-Eeftllschaft Eabelsbrrger. Bilanz am 31. Dezember 1906. Kassevorrat Ausstände Mobüien nach 5% 2lbschrciben SpeiöBöQet SöndntlitSe Schmiedeeiserne Räder und Kasten emvüehlt (1961 Carl Germer, Heuchclbeim. Wohne jetzt We&lanBage 49 (neben der seitherigen Wohnung) Nutzholzverfteigeruug. Mittwoch, den 17. Avril l. 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Separate 3imuier tut Gejellsch asten. Herrlicher Garten. die Erbebuna der Kurtaxe und der Badegewer in Bad-Naubeim betreffend. ES ist die Anordnung getroffen worden, dah. die Abgabe von Bädern in den Badehäuiern zu Bad-Nauheun an me Ortsansalitgen von Bad-dlauheuu unb die Einwohner der benachbarten Städte und Qrte, welche in Bad-A anheim keine Wohnung nehmen, sondern nach aenommenem Bad an demselben Tag nach ihrem Wohnort zuruck- Mehren, zukünftig nur dann noch erfolgen soll, wenn von denselben Legitimatiolistarten ihrer Gemeindebehörden dem AuffichtSpersonal UlVnM^"ÄÄuam «urqu^cinenaemu. ttiß, büß die erwähnten Legitimalionstttrten bet uns — Zimmer Wr. 15 - erhältlich fittd. Gienen, den 4. Avrtl 1907. . Groffberzogliche Burgermetsteret Gtetzen. M e eu m. Mitgliedcrstand. Die Zahl der Mitglieder betrug Ende 1905 80 Es gingen in 1906 zu 4 Abgang in 1906 4 Daher Stand der Mitglieder Ende 1906 80 Bekanntmachung. Alle noch rückständigen Rechnungen über dm wr städtische Gebäude im Rechnungsjahr 1A)6 11. April 1906 bis.^März lOll? ausgeiübtten Arbeiten und Steterungcn sind b'« 75 GLOBUS^ ei Ra: PuizexiTacik: da viele wertii ■en werden Y PUTZ EXTRACT ächt mit ’ fireauGhbaM ntarih Mieter-v er ein Giessen werden hierzu freundlichst eingeladeu. Hermann Katz Iffläusburg 5. 02428 sgjag^^igsaasagsa: [49 empfiehlt Drogerie Adler- rechtzeitig anwenden. 2466 Braba-Putra-Teigwaren 89 Ohne Mühs irutt Ein Posten tze Kluß- und Seefische n 99 vfc ' a10/< Total - Ansvei*ka.iif PeterKronenberg Mr NemMer 2364 20 Chaiselonguedecken 30 Plnschüschdecken unter Gehaltsgarantie. L, C. Pfeiffer, Walltorstr. 71. Thomasmehl Hainit kaufen Sie zu den denkbar billigsten = Preisen = Möbelmagazln Aug.OssHii 89 Seltersweg 89 frko. Lieferung jed Bahnst. Langjährige Garantie. Chilesalpeter Peru Guano (Füllhornmarke) Tuch- und Plüschbehänge ca. 80 Fenster abgep. Gardinen und Stoars Gießener j^»i«rhaus 30 Sonnenstratze 30 5. M. 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Wir bitten die befreundeten Vereins auf diese Termine Rück- sicht zu nehmen.__________________<_____________________________v‘% phnft abjugxh Ululouie^r, fl( be^oiip. 7^ken,zcjhm 5 bu Cppofi «nblingen Wnbe $ieni ®iti b, e= hch °d « ??B* «•«. d« Fruchtzucker in 12'/- kg. Kannen zu Air. 7 per Slanne. Ber grätzerer Abnahme billiger, empfiehlt Kari Jekel Marburger Strahe 25. 02055 w ,DreSd . . Lod. ? |ii®inu”9 räl« Monnhe-mo dtS OberrheinS direkt von dem houiell. der ist. 5)12 Ä itftfS die W\ Beantwortung gaben im W Danach du durch preußijchr und es hat dei Bundesrat nlch ber Reichsverja natürlichen W jollte man onn bic Unterlagen aus die im R Rede und M stur, in welche let5 der 6t- sidenten zu- Der Tat fassung zu gk abgaben nichl war. Man j Rheins in de die Staaten c ganz unberück Rhein handel! gegenüber zun Die Auffc des Grobhand« die kleinen und bt\üvMdtn m EchiWls^ turne:, den erheblich etj die Schifsa Gewicht jai Mitglieder t>< der preußisch- fahrtsaügc die Landw! 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