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Nr. 57
.. (Unruhe.) «l Ordnung
Effcheint täglich mit Ausnahme de» Sonntag».
Die „Sitbtittt Samillenbiatter* werden dem Anzeiger' viermal wöchentlich beigelegt, .da» ’tirdsblatl für den Kreil Liehen" zweunal wöchenllich. Ter„ljtsstlch« CanbroUt“ erfcheuck monatlich einmal.
gerade unter diesem Gesichtspunkt Zollvergünstigungen aus spanische Verschnittiveine sich verböten, auch wenn die Handelsvertragsverhandlungen darüber in die Brüche gehen sollten. Es darf den deutschen Winzern nicht auch noch unlautere Auslandskonkurrenz auf den Hals geladen werden.
Abg. Dr. Blanken Horn (nl), ein Weinsachverständiger ails Baden, ließ keinen Zweifel darüber, daß Zoll» konzessionen auf spanische «Rotweine den Handelsvertrag und annehmbar machen würden. Er protestierte aber nicht minder entschieden gegen die unlängst vom 9lbg. Gamp (Np.) geforderte Einführung, einer Neichsweinsteuer. Herr Gamp verriet nicht, ob er Beerenobslweine, die er selbst von feinen Ländereien gewinnt, von der Besteuerung ausgenommen zu sehen wünscht. Die Herren aus Süddeutschland mutmaßen einen gewissen Widerstand Preußens gegen die Vereinheit- lichung der Nahrungsmittclkontrolle. Dr. Blaukenhorn z. B. regle eine Interpellation im preuß. Abgeordnetenhause an, | um eine Stellungnahme der Regierung dieses Emzel[laats herauszufordern.
Die Lauge einer Festrede erreichte der Vortrag deS Abg. | Ehrhart (Soz.), und es war schließlich auch Anlaß 511 festlicher Vertiefung in die Weinfrage: feierte doch der Altmeister der äußersten Linken, Abg. Bebel, heut das 40jährige Jubiläum als Parlamentarier. Ein Strauß flammend roter Nelken schmückte seinen Platz. Ehrhart stellte den KoMumenten-Standpunkt m den Vordergrund, Abg. Oeser (Fr. Vlksp.) den deS Weinhandels. Ei nannte dabei den Namen Sartorius unerfreulichen Angedenkens, und in der Wandelhalle sprach man davon, daß dieser Freund deS Mußbachwassers auf einer der Tribünen gesehen worden sei, freilich lief im Hintergründe.
Was auf dem Gebiet der Weinfälschung in Deutschland geleistet wird, enthüllte Abg. Stauffer (Wirlsch. Ber.) an geradezu beängstigenden Einzelheiten — kurz, es muß etwas geschehen, um wenigstens die Kontrollbeslimmun- gen des Weingejetzes zu voller Wirksamkeit zu bringen.
mesienen Ertrag erzielen, weil die unlautere Konkurrenz bei Weinpantscher sich auf dem deutschen Markt breit macht. Kommt nun gar eine Wein-Mißeriite hmzu, wie im legten Jahre, dann ist der Winzerstand in die ärgste Bedrängnis gebracht. Die Regierung kann also nicht umhin, emzugreisen und zum mindesten die Umgehung deS deslehenden Wem- gesetze» energisch zu verhindern.
Die Absicht der Regierung kennen zu lernen, war der Zweck der JnlerpeUationen des landbüudlerischen Abgeord. Dr. Roes icke (Hosp. d. Kons.) und deS Abg. Schell Horn (natl.). Dieser ist Rheinpfälzer, während iRoefide in Ostelbier, beheimatet und nur von Mandats wegen zum Für- sprecher süddeutscher Winzerinteressen berufen ist. Ec vei- saumte nicht, den Pfälzer Wein angelegentlich zu empfehlen.
Graf PosadowSty ließ jedoch in seine Beantwortung der Interpellation die kühle Bemerkung einfließen, eS werde auch m der Pfalz am Wein gesündigt. In der Sache selbst bezeichnete der Staatssekretär erfreulicherweise eine Ergänzung des Weingesetzes als nicht unwahrjcheinlich. Jedenfalls seien .die Beschlüsse der Nooemberlonfereuz den verbündeten Re- Igierungen zugestellt, und es empfehle sich, auch in den Emzel- parlamenten die heut im Reichstag geäußerten Wünsche geltend zu machen. Sieht Graf Posadowsky den Schwerpunkt des WeingesetzeS auch in der Handhabung der Kontrolle, so macht er doch für seine Person kein Hehl daraus, daß du- bisher unverhältnismäßig medrig gehaltenen Geldstrafen für Wemfälschungen kräftig erhöht, wenn nicht gar durch Freiheitsstrafen ersetzt werden muffen. Wer so gewissenlos sei, hunderttausende von Mark einzuheimsen auf Kosten der Gesundheit seiner Mitmenschen, habe keinen Anspruch auf die Milde des Gerichts. Lebhafte Zustimmung von allen Seiten .des Hauses. Für einheitliche Regelung der gesamten Nahrungs- mittelkontrolle durch Reichsgesetz, die Graf Pojadowsly als höchst erwünscht bezeichnete, scheint sich einstweilen keine Aussicht zu eröffnen. Wenn der Staatssekretär aber meinte, ts werde auch im Ausland Wein gefälscht, so beweist bas die Notwendigkeit, die Einfuhr fremdländischer Weine nicht durch Zollermäßigungen zu erleichtern.
Treffend wieS Abg. Schüler (Ztr.) darauf hin, daß
Berkaus von Wern.
Staatssekretär Gras Posadows fy erklärt sich zur sosor- tigen Leaniwortung bereit. _
Abg. N 0 e s i ct e (Lund der Landwirte) begründet die Inter- pellation. Die Frage, um die es sich handle, errege im ganzen Lande das größte Interesse. Früher waren die Meinungen über das Weingefetz auseinandergegangen, heute aber seien die Wünsckfe der reellen Weinhändler wie die des Volkes, daß es ohne beruss- mäßige Kontrolle nicht mehr gehe. Die Kontrolle werde heute von Leuten ausgeführt, die teils un Haupt-, teils im Neben-, teils im Ehrenamt diese Kontrolle versehen. Unter 600 Kontrolleuren befanden sich 208 Apotheker und viele Aerzte, die vielfach wohl nach der weingesärbten Nase (Große Heiterkeit) zu diesem Amt berufen seien. Zur Beurteilung der Reinheit des Weines gehöre aber etwas mehr. Das Ergebnis der Weinprozesse entspräche dieser Kontrolle. Preußen habe 21, die Nheinpsalz aber 141 Prozesse gehabt. Das sei ein Beweis dafür, daß man es in der Pfalz mit dem Gesetz und der Kontrolle ernst nimmt. Gefordert werden müsse, daß durch hohe Freiheitsstrafen jeder vom Fälschen abge- j schreckt werde. Die zahlreichen Weinprozesse in der letzten Zeit hätten die unbedingte Notwendigkeit einer Aenderung des Wein- gesetzeS und die Bestellung von Berufskontrolleuren bargetan. Vielfach werde von den Fälschern über die bezogenen Chemikalien kein Wort in den Büchern angeführt. Redner bittet auf das Dringendste, dafür zu sorgen, daß das Weingefetz auf das Strengste beobachtet wird, damit der Winzerstand und der recte Weinhandel nicht vernichtet wird. Auch dürfen die Regierungen nicht nach- I lassen in der Bekämpfung der Reblaus., Für die Bevölkerung der Weingegenden, der die Treue für Kaiser und Reich im Herzen wohne, müsse nach besten Kräften gesorgt werden. (Beifall.)
Abg. S ch e l t h 0 r n (natl.) begründet die Interpellation der Nationalliberalen und führt aus: Unbedingt nötig sei eine einheitliche fachmännische Vorbildung der Kellerkontrolleure. Auch die Buchkontrolle müsse strikte durchgeführt werden. Den Wünschen des Weinparlaments müsse entsprochen werden.
Freitag S. März 1007
Rotationsdruck und Verlag der Br üblichen Umoerfudt» • Buch- unb Kieiudruckeret.
R. Lange, Gießen.
Redaktion, Expedition unb Druckerei: Crfiul« strahe 7. Eroebnion unb Verlag. &L dkbaftlome^ 113. TeÜ-Ad^ AnzdgerG letzen.
Deutscher Reichstag.
Sitzung vom v. Marz lbU7. imvr.ug.ec Nachdruck verboten.
Ein Antrag auf Einstellung eines Strasvenahrens gegen den Wa v Chrzan owski wird debattelos genehmigt.
Bei der Beratung des E t a t s n 0 t g e s e tz e s führt
Staatssekretär Fchr. v. Stengel aus: Es find nur noch drei Wochen bis zum neuen Etatsjahre und wir stehen erst vor dem Beginn der zwecken Beratung des Rcichshaushaltvetals für VJ07 Daß dadurch eine Notlage geichasten worben ist und schleunigst' Vorsorge getrossen werden muß, die finanziellen Unterlagen für die Verwaltung zu aewinnen, bebart feiner näheren Begründung. Bezüglich der Forderung eines vorlaustgen Kredits von 200 Millionen Mark möchte td) hervorheben, bau die Sage des Geldmarktes speziell des Anleihemarktes, seit längerer Zeit j wenig günstig ist. Ter Hauptpunkt der Schwierigkeitenin ber Unterbringung von Reichs» unb Staatsanleihen liegt nicht m bem Mangel an Kredit im Reiche oder in den Bundesstaaten, sondern in der Hochfnnfunktur, deren sich die Industrie erfteut. .Umsomehr scheint es geboten, Fürsorge zu treffen, daß bas Reich m Ansehen ber Zeck der Begebung seiner Anleihen mögliafft wenig gebunben ist Deshalb schlugen wir bem Reichskanzler vor, uns zu ermächtigen, 200 Millionen Mark im Wege beS Krebits flüstig zu
ungcbulbig die (inullung ihrer Wünsche, zumal vurch oen verringerten Umsatz unb burch die erhöhten Produltionskosten ihre Lage eine sehr schwierige fei. Die Heraufsetzung der cöllc lur Verschnittweine habe unzweifelhaft eine günstige '-djiuung und müsse unter allen Umständen aufrecht erhalten l erben. Redner bittet bann den Staatssekretär, d.n beulfa)en Wemoauvereinen für die auf Bekämpfung der Reokrankheilen gerichteten Reibungen einen Zuschuß zu geben. Das Weingeses lei nicht 10 Utyledjt rote fern Ruf. Bei richtiger fcanbbabung ferner Beit.unmungen würde ein Teil ber betragenswerlen Zustände befeitigt werben. Tie Kontrolle im Hauptamt sei der Schwerpunkt ber Frage. Mck bem Staatssekretär unb dem Vorredner stimme er lur eine Vep. fchärfung der Strafen. t
Abg. E h r H a r t (S.) glaubt, nach der Antwort des ^taatsstkrei tärs werde man nouj lange auf eine Novelle zum Weingefetz warten binnen Daä Weingefetz 1901 habe Schi,,brua> gelitten. Zum Parlamente feien die Leinen Winzer nicht euigelaben worden, unb über bie Verhandlungen sei das Lchweigegeooi vereng» worden. Preußen habe lein Geld für eine luidiame Weinkontrolle. Das Weingefetz muffe aber durch eine schar,e Kontrolle wiikiam und bie Lagerbückzer müßten obligatorisch gemacht werden. -nxim in Preußen, wo ber Staatssekretär auch Einfluß habe, der Vollzug der Gesetze erst bejfer fei, bann iverde btes auch aui bie anderen Staaten ermuntemb wirken. ...
Abg. Oeser (Deutsche Vpt.) erklärt eben,all» eine Revision des Wemgesetzes für erwünscht. Zunächst fei aber bajur zu wrgen, patz bas bestellende Gesetz durchgeführt werde. Em neue» Weiw. gesetz auf das alte herum zu propfen hacke lerne Partei nicht lur erwünscht. Tie Beimisästing von Ehemilälien zum Wem ist >chwn jetzt verboten. Ich fühle mich nicht berufen, Herrn Satotius in Schutz zu nehmen. Die Vonvune, die man ihm macht, Imb abet weck größer als die Verfehlungen, die hat. Die strengste Straie für bie Fälfcher wäre bie, ihren Wem felber zu trinken. (Heckerkeck.) m , ...1
Abg. Stauffer (Wirt|ck)astl. Vgg.) erklärt. Tie Beseitig gung der Grenzzahlen bei ber Analyse muffe erfolgen. Der reelle Handel muffe vvr bem unreellen in Schutz genommen weiden, ber reelle Handel dürfe daher nicht belästigt werden. Zntereiiant ist, daß vor nicht langer Zeit 30 Stuck Wem zum Prelle von 13ll Mark per Stuck, das sind 11 Pfennig pro Liter, nach Rudcsheinü gegangen sind, um von dort wieder alL Rüdesheimer e^rdicrs zu werden. Tie Zuckerung, wird erst durch den ^a»erzmaS rentabel. In einer jranzonichen Seitung las id) bas' einer Koblenzer Firma, in welchem em Gruridstuasverkaui awi gezeigt wurde. Darin heißt es, das Grundstück habe ^^glicheÄ Queliwafser, welcl-es lieblicfy weich unb ^und,ullend für bie Weinrxrbesscrung außerorbentlid) geeignet )et. (Unruh«.) Wir virlangen von ber Regierung, datz sie end.ich einmal Orbnung, in biefe Ui^ronung bringt unb das Wemgeietz abunöert.
dtach einer aui der Tribüne unverslandliä-en Bemercung einLS Regierunaskommifiars wirb die Vertagung befchlvnen. '
Mchste Sitzung Freitag: Zwecke Le>ung des Nachtvags iua f Sübiveftaitita und Rechnungssachen.
inad$bg Speck (Ztr.) hält bie Gründ«, welche der Staatssekretär für die neue Anleihe geltend machte, für durchaus zutreffend. Der Wunsch ber Regierung, ben Unterbeamten stnanziell beizu- i'pringen, sei seiner Partei außervrbentlich sympathisch, iuenn auch bie Beträge noch bei weitem nicht ausreichten, um allen Wünschen gerecht zu werben. Rcbner empfiehlt bie Ueberroeifung an bie Gesetzeskomuiission. (Beifall im Zentrum.)
Abg v. Richthofen-Damsbors (kvns.) schließt sich biefem Anträge an. Alle Einzelheiten würben sich besser m ber Ge- setzeskommission erlebigen lassen; besonbers bie Beamtenfrage könne nicht im Plenum im Hanbumbrehen erlcbigt werben.
Der Gesetzentwurf geht hieraus an bie G.,etzeskommisswn. Es folgt hieraus bie Beratung ber Interpellation ber Konservativen unb Nationalliberalen betreffend Aenderung des Gesetzes über den
ZS.ludevutte im Ueichslagc.
R. Berlin, 7. März.
Wenn im NeichSparkament vom edlen Traubenblut b:c Rede ist, bann pflegt ber Gesetzgeber Herz höher zu schlagen oeiber, muß man sagen, ist hier vom .Freudebrmger Wem häufiqer die Rede, als es wünschens,vert erscheint, denn Wem und Weib haben das gemeinsam, daß e» uni fo beffer um sie bestellt ist, je weniger nmn von ihnen spricht. Die Ltalte ber Gei-tzq-d.mg w-mglt-nS ist dazu berufen, der fMttetung oon MiMnde» in den om Weur mtereflierten Erwerbs, -weinen za dunen, und zu Silagen auf dielen, Gebiete liegt betrüblicherweise noch viel Anlaß vor, well die Weingefetz- gebi.ng im Reiche nach wie vor lückenhafl ist, trotz bereu» erfolgter Revision des ganz unzulänglichen WeingesetzeS von 1892. Nun hat im November v. Js. m Berlin eme^ Konferenz von Wcmsachversiändigen getagt, m ber sich Die । Regierung unterrichtete über bie Wünsche ber Winzer unb reellen Wemhünbler, deren Interessen solidarisch sind un Gegensätze zu denen der Weinfabrikanten, bie SUinilnxin .wachsen lassens ohne eine einzige Traube SU benötigen. Für das .Bouqiiet" sorg-n hier gewisse Tailsenbkilnstler. die sich auf bie Destillierung ber feinsten Geschmacksunterschiede verstehen. So wird in verschwiegenen Kellern, besonberS in Preußen, eine Flut sogenaunlen Weines probuziert, zum Schaden ber Weintrinker, ber ehrenhaften Weiuhänbler unb vor allem der Winzer, bie mit unenblicher Muhe bem Boden da» jRatiirprodukt obgcroinnen, aber nicht entfernt äuge»
politijdyc
Autisemitische Scheidung.
Der antisemitische Flügel, ber den Titel „Deutsche RefonnPartei^ führt, stand bisher mit der Wcrlschaftl. Vereinigung beS Reichstages m einem losen fiartelloer* haltnis. Jetzt haben bie .Reformer^ aus dieser Gruppe korporativ ihren Austritt vollzogen und sich, um in der Kommission Vertretung zu falben, ber konservativen Reichspartei angesch10ssen. Die ^Deutsche Resorm- partel" begründet diesen Entschluß wie folgt:
„Ein Anjchlub an bie sogenannte Wictichastliche Vereinigung war von vornherein ausgeschlossen, weil bie Mitglieder dieser „Wirtschaftlichen Vereinigung" m allen nationalen und >v l r t s ch a i l l i ch e n Fragen bisher stets untevenumber unem» waren unb gegeneinander gestimmt Haven. -L.ie Reiorin- partei, bie immer geschlossen aufgetreten ist, verspürt keine Luft, einer solchen ,V e r u n e l n l g u n g" ber verschiedensten Richtungen auch nur einen Teil ihrer Selbslanbigkeit zu opiern. Im letzten Wahlkauipse haben rott es von den Gegnern bis jum UeberfiuB hören tonnen, wie sie bas GegeneinanderstilNinen der 'JJtitglieoec der Wirtschaftlichen Vereinigung, durch welches diese zur politischen Ohnmacht verurteilt war, mit Hohn und Spott überschütteten uno wider die bessere Wahrheit auch bie stets einigen Resormer al» Daran mitschuldig zu verdächtigen suchten."
Die ^Teutfchsoz. Blätter- deS Herrn Ltebermann von Sonnenberg bestätigen auch ihrerseits diese Schilderung, indem sie feststellen: , ..
»s stellte sich bereits bie erfreuliche Tatsache heraus, das; die jetziaeu -Dhtglieber in fast allen Fragen völlig gleicher Anschauung sind, unb daß die Arbeit im neuen Reichstage kaum jeiual» di« volle Geschlossenheit vermissen lassen wirb, bie eine bet VorauS- etzungen für positive Erfolge bildet." <
Veutdche» Ueieh.
Berlin, 7. März. Ter Kaiser fonferierte heute mit dem Reichskanzler. Um 10V, Uhr empfing der Kai,er'die nach P 11 ts- burg in Amerika bestimmte Abordnung, bestehend au^ ben Herren Staatsmuiister a. D.von
v e i g , 7. Diärz. Ter Regenlicha'lsrat teilte dein Landtag deii letzten Buiidesratsbeschliiß nut und wiederholte den Antrag vom 15. Oktober 1906: Ter Landtag wolle sich damit einverstanden erklären, daß nuiiiiiehr die Wahl eines Regenten nach Maßgabe deS RegentjchastSgesetzes von 1879 in die Wege geleitet iverden
Stuttgart, 7. März. In der Finanzkommission der Zweiten Kammer wurde heute bei dem Titel Beterlnär- wejen dis ui letzter Zeil wieder in bedrohlicher Weise m Württemberg ausgetretene 'Dl a n l - und Klauenseuche besprochen. Ter Minister des Innern teilte nut, dag die Seuche neuerdings auch tu den Oberämtern Ludwigsburg und Waiblingen au'getreten sei. Bezüglich des Ursprungs der Krankheit sei teil- gestellt,.daß sie zuerst aui einem Markt in Pfalzgrafenweiler im Schwarzwald beobachtet wurde, wohin sie durch badisches Lieh verschleppt ist. Nach Baden sei sie wahrscheinlich vom Elsaß her gekommen. Lo>» anderer Seile wurde mitgeleilt, dag die Seuche nach Oberschivabeu durch schweizerisches Lieh verschleppt worden fei. Ter Minister sagte die Verhängung strenger Absperr- u n g s m a ß r e g e l u zu, sprach aber die Beiürchlung aus, daß eine ivettere Berdreltung der Seuche sich nicht iverde einhalteu lassen.
i München, 7.März. Mit bäuerlichen Fragen befaßte sich auf dem zurzeit hier stattstudenden Parteitag der Z e n t v u m s- Partei Bayerns em umfassender Antrag des mederboyerischen Bauernvereins. Ter Antrag lordert Foriietzung der großzügig eui= geleiteten Wirljcha'tspolitik des Zentrums. Zur besonderen wird gefordert Unterslügung der lÄro^viehzuchl durch den Staat, Be- jchaffung ausgiebigerer Weidegelegenhe'.ten, Alaßregeln gegen bie .fortwährende Ausbreitung der Lainundien und Fibeitomnusie, Dlaßregeln gegen die Zertrünimerung, Regelung der Verhälingje aus den städtischen Schlachtviehmärkien, Förderung der gemein- famen Llehverwertung. Em Antrag Silberhorn (Cbenveilnig) verlangte von der Zenlrumsfraktion Vorlage eines Gesetzenttvurss gegen die Eüterzerlrünimerung, sowie Veryuiderung der Bildung und Erweiterung von Fibeikornrncheiu Die Anträge wurden zur Würdiguiig hmubergegeben.
R. B. Darmstadt, 7. März. Der Finanzausschuß der 2. Kammer hielt heute vormittag nach Unterbrechung der Plenarsitzung der Kammer noch eine gemeinsame Beratung mit den drei Ministern ab, in welcher der gestern schon eingehend erwähnte Abänderungsvorschlag des Finanzausschusses der ersten Kammer zur Verhandlung kam, wonach auch die unverheirateten Beamten, die einen eigenen Hausstand führen und darin nahen Verwandten oder Pslegetindern aus Gruno einer gesetzlichen ooer moralischen Verpflichtung Wohnung und Unterhalt gewähren, den vollen Wohnungsgetdzuschuß erhalten sollen. In der heutigen Ausschußsitzung sprachen sich die Abgg. Reinhart, Dr. Osann und Biolthan für die Annahme dieses Abänoerungsvor- -schlags aus, während mehrere oberhessische Abgeordnete dagegen waren. Man kam schließlich zunächst dahin überein, die Regierung um eine genaue Berechnung der durch die Abänderung bedingten Mehrkosten zu ersuchen und dann erst über die Annahme oder Ablehnung des Vorschlags des Aus- ^chusses der 1. Kammer einen Beschluß zu fassen.
Naub und Mord in Rußland.
Sechs bewaffnete junge Leute in Studentenuniform drangen am 7. d. 9JL in die ^llanzlei der Universität zu Moskau ein. Zwei begaben sich in den Kass en raum, zwei andere standen in der Kosse, einer an der zum Korridor führenden Tür Posten lu»nd eurer mischte sich unter das Publikum. Hierauf ertönte L»er Ruf: Hände hoch! Die Beamten gehorchten sofort, die Räuber begaben sich darlauf au die Kasse und entleerten dieselbe. In der Kasse befanden sich etw^r 30,000 Rubel. .Eurer von den Räubern, die sich auf dem Korridor aufhielten, schoß auf den Pv l izeiko'mmissar, dev auf ihn zutäm und tötete ihn mit drei Schüssen. Die Räuber machten sich die entstandene Verwirrung zu Nutzen und flohen durch die Univer- iitätshöfe, wv die Studenten und Studentinnen dem Befehl der Räuber: Hande hoch! bereitwillig gehorchten, bis diese im Freren waren. — 5 Bewaffnete überfielen ferner ixm Sekretär der landwirtschaftlichen Hochschule, Zuisch, und raubten Demselben 7 00 0 Rubel. Zwei Räuber wuroen verhaftet.
In Warschau nmrde in dsas D i r e k t o r z i m m e r der Realschule eine Bombe gervvrfen. die das Zimmer voll-, ständch zerstörte. Menschen würben nicht verletzt. Der Direktor Kesand sich in einem Nebenzimmer.
- Zn dem Warschauer rvororte Saskakepa explodierte eine in feinem Baume versteckte Bombe. Ein Arveiler wurde gelötet.
! Zn Lodz gab aus Anlaß einer Ruhestörung das Militär« feine Salve ab, durch die drei Passanten getötet wurden. 18 Personen wurden verhastet. j
GerichtssaaL.
/ Mainz, 6. März. Heute vormittag spielte sich vor dem hies. Schöffengericht unter Vorsitz des Amtsrichters Torteider em großer Lokal-Senfationsprozeß ab. iDlitglieber hiesiger und auswärtiger Bühnen und die Mainzer GejellichaU drängten sich seit frühem Acorgen tu dem engen Gerichtssaale. Wie seinerzeit berichtet rourbe, hatte am 22. Oktober 19u6 nach dem zweiten Akte der Oper ,Ter Prophet uu Stadttheater der Stadtverordnete Gebürsch den Theater kriliker Weller, eine stadt- belannte Persönlichkeit und Karnevalsredner, durch Ohrteigen und Ausretßen des Bartes körperlich mißhandelt und ihn durch den Zurui der Worte „. . . Hund", „Verleumder" und „Ehrabsd^neider" beleidigt. Wellers deshalb erhobene Klage stand heute an. Beide Seiten hatten einen gewaltigen Zeugenapparat aufgeboten, meist bekannte Persönlichkeiten, unter anderen Landtagsabg. Molthan, Beigeordneter Tr. Bamberger, Theaterdirektor Behrends, 'Medizinal- rat Eilny ufw. Gebürjd) wollte beweiien, dag er von heller lchiver gereizt worden sei, daß dieser ihn immer nachahme und Lei jeder Gelegenheit verspotte und beschimpie. Tem Bellagten gelang dreier Beweis volltommen, ja, em Zeu^e jagte sogar ans, daß Weller des öfteren gesagt habe, ein Derartiges Rindvieh ivie Gebüijch gehöre nicht in den Stadtrat. Sehr uuereiiQiu gefialtete sich nach dem „Rh. K." die Vernehmung des Direttots Bchrends, der sich über all den Klatjch, der ihm fortwährend zn- getragen wurde, sehr anschaulich verbreitete. Ter Prozeß endete nut einem Vergleich. Gebürjch bedauert, daß er sich zu Tätlichkeiten uiid Beschiinpiungen habe hmreigen lassen. Weller nimmt .feine Beleidigungen zurück und verspricht, fein Benehmen gegen Gebürjd; in Zukunft zu ändern. Gebürjch trägt die Gerichtstosten jeder Teil die Gebühren feiner Zeugen.
Sitzung der Stadtverordneten.
w Gießen, 6. März.
• Anwesend: Oberbürgermeister Mecmn, die Beigeordneten Curschmann, Georgi und Heytigenstaedt sowie die Stad.verordneten Brück, Dr. Cbel, Eichenauer, Emmelius, Euler, Gabriel, HaubcÄ, Helfrich, Helm, Huhn, Jann, Zughardt, Keiler, Kirch, Leib, Lober, Loos, Petri, Dr. Schäfer, Schasfstaedt, Wallenfels und Dr. Munmenauer.
Mitteilungen.
6 Vom Geheimrat Pros. Tr. Ganky ist em Tankschreiben für ben rht» übersandten Rechenschaftsbericht euiaeaangen, in dem er
feine Freude über die daraus zu ersehende fortschreitende Entwickelung der Stadt Gießen ausspricht.
Tie W a l d u n g e n der Stadt waren seither auf 3 250 000 M. taxiert, welche Sunune zu niedrig schien. 2hif Ersiichen des Cbcr- bürfiermeifterS hat Stadiv Pros. Tr. W i m m e n a u e r mit vieler Mühe und Sorgsalt eine neue Taxation ausgestellt, die auch die Zustimmung der Cbcriörfterei Gießen gesunden hat. Rach dieser Taxation beträgt der Wert der Stadtwaldnngen 3900000 M. Ter Vorsitzende erbittet und erhält die Ermächtigung, dem Stadtv. Dr. Wunmenauer den Tank der Stadt auszujprechen.
Bangesuche.
~ Ein Baugesuck) der Firma b nul Roth für die Marburger Straße bezweckt, bei einem von ihr projektierten Seitenbau die Giebetwand auf der Backsieuuvand des Rachbargebäiides aui- jumfliiern. Ter deshalb erforderliche Dispens wird beuirivonet.
Ein Bangesuch von Georg Da Hiner, der m seiner Hoireue am Neuenweg ent neues Hintergebäude errichten will, wird abgelehnt.
Eine größere Debatte entsteht über ein Tispensationsgesnch der M i 11 e l d e ii t j ch e n Kreditbank für die Zohuimesstrage. Tie Baiik beabsichtigt, an ihrem neuen Bcmkgebände einen Ballon anzubringen. Ta er nicht 3 Bieter von der Grenze des 9lad)bai- grundftückes entiernt ist, ist TtspenS eriocberltd), ben bie Ban- bepuiation abgelehnt haben will.
Stadtv. K i r d) fprtd)t fid; für Genehmigung des Dispenses aus, ba ber Balkon niemanb störe unb zur Belebung bes St ragen- bilbes beitrage. Ev. solle man oer Bank anheimgeben, ben Balkon etwas anbers unb kleiner zu gestatten. Beig. E u r f d; m a n n befürwortet nodfinals ben Antrag ber Bcuwepuiation, wahrend Stadtv. y a u b a d) ben Tispens bsiüiivoriel. eiabiv. W a l l e n- l e l s ist ber zu^ be'ürd)tenden Konieqiienzen halber gegen ben Ttspens, ^benlo Stadtv. Zughardt. Für ben Tispens sprechen nod) bie Stabto. Löber, H u l) n unb SchaN st a e b i. Bei bei Abstimmung wirb mit Mehrheit beschloßen, ben Tispens, jo wie er uorliegt, zu befürworten.
Städtische Arbeiten und Lieferungen.
Für ben 91 e u b a u ber höheren unb erweiterten Mädchenschule sind mehreie Arbeiten ireihänbig zu vergeben und zwar em Projektionsapparat, Schränke (bte Lieferung erhielt Brück), Tafetti (Raiich-Wonns), Büd)ergestelle unb Aid)ivsd)ianle (F. Kiihn). Tie Versammttmg ist mit ben Vergebungen emueiflanben.
Tie schon erfolgte Besdraßung von k u n st l i ch e m Dünger für bie fiäbtiidjen Wiesen ujiv. wirb genehmigt unb ber baiur ge- iorberic Sitebit von 630 Ulf. bewilligt.
Trcuunug des Realgymnasiums und der Ober-Realschule.
Ter V orsitzenbe tragi nod) einmal bie Grünbe vor, bie 'ür bte Trennung bet beiden Anstalten sprechen und beantragt schließlich, sich prinzipiell für bte Trennung unb bie Errichtung eines neuen Gebäudes auf bem ehemaligen Akitenbrauerei- gelanbe auszujpred)en unb ber Verlegung ber Lver-Realsthule bori- l)in zuzuftiuimen. Ter yieitbau soll 20 Klassensäle unb 14 Reben- räume enthalten unb wirb nad) einem vorläufigen Ansd)lag nut ber inneren Einrichtung, aber ohne ben Platz, 7oo üoo Mk. erforbern, aber jebenfalls nicht teurer kommen.
Stadtv. Löber hält es für verftüht, jetzt schon auf dem Aktienbrauereigelände ein derartiges Gebäude zu errichten, dazu wäre vielleicht in 10 Jahren der richtige Zeitpunit gekommen. Er empfiehlt den Vauptatz an der Bismarccstraße,.
Der Vorsitzende bemerkt, dieser Platz sei zu klein und den in Aussicht genommenen Bauplatz halte auu- Geh. Schulrat Prof. Dr. Lcausch für sehr günstig. Der Pi.atz liege auaji im Verkehr und in der Rahe der Bahn. Stadtv. Emmelius spricht sich sür den \ Antrag der Deputation aus, ebenso Stadtv. Haubach, der aber die, in Aussicht genommene Bausumme für zu hoch und sich Vorbehalt, seine diiserhalb bestehenden Bedenken bei Vorlage der enbguiiigcn Pläne geltend zu machen.
Der Vorsitzende bemerkt, daß es sich heute um einen prinzipiellen Beschluß handle, ob man das neue Gebäude überhaupt errichten wolle, nicht aber um eine Kreditbewilligung für ein bestimmtes Objekt.
Beig. Georgi hält ebenfalls 700 000 Mk. für zu hoch und meint, man solle heute schon erklären, daß man nur einer wesentlich billigeren Ausführung des Baues zustimmen werdfe.
Stadtv. Dr. Ebel verscistietzt sich nickst der yiocwendigkeil des Baues und macht daraus aufmerksam, daß die jetzige Beilragsver- teilung zwischen Stadt und Staat nicht mehr den jetzigen Verhältnissen, insbesondere hinsichtlich der beträchtlichen Zahl der auswärtigen Schüler entfproclst. Man solle mit dem Staat hierüber in Verhandlungen treten, etwa in der Richtung, daß der Staat eine größere Quote der persönlichen Ausgaben übernehme.
Stadtv. Wallenfels hält den in Aussickst genommenen Bauplatz für ganz, geeignet und glaubt nicht, daß man sonstwo einen billigeren Bauplatz bekommen könne. Der Anregung des Beig. Georgi stimmt er zu.
Stadtv. L ö b e r ist der Ansicht, daß der Bauplatz der Stadt nicht teurer angerechnet werden solle, als er dem Stadterweüe- rungsfonds zu stehen komme.
Die Stadtvv. Dr. Schäfer, Haubach und Beig. Georgi glauben nicht, daß sich der Staat zu einem höheren Zuschuß bereit erklären wird, mit Rücksicht ans seine eigene Finanzlage, auf die dieserhalb bestehenden Verträge und weil die städtischen Zuschüsse für die höheren Lehranstalten gleichmäßig für das ganze Land geregelt sind. Dagegen ist Stadtv. Schaffstaedt dafür, daß ein Versuch int Sinne der Anregung des Stadtv. Dr. Ebel geniacht wird. Auch Stadtv. Jann ist dieser Ansicht. Die Verhältnisse hätten sich gegen die Zeit des Vertragsabschlusses sehr geändert, es seien damals auswärtige Schüler Emuit in Frage gekommen. Den Städten werde eben in dieser Hinsicht zu uiei zug^mutet. Vielleicht empfehle sich ein gemeinsames Vorgehen mit den übrigen in gleicher Lage befindlichen Städten. Stadtv. Leib schlägt vor, den Vorschlag des Stadtv. Dr. Ebel in ernste Erwägung zu ziehen.
Schließlich wird dem Antrag auf Trennung der beiden Anstalten funb Errichtung eines neuen Gebäudes für die O b e r r e a l s ch u l e einmütig zugestimmt und weiter beschlossen, mit der Großh. Staatsregierung in Verhandlung zu treten wegen einer Nachprüfung des bestehenden Vertrags, etwa in der Weise, daß der Staat zu den Kosten des Neubaues, bezw. ihrer Verzinsung und Amortisation, einen angemessenen Zuschuß gibt.
Boraufchlag der Armenkasse für 1907.
Beig. Curschmann verweist auf b:n den Stadtverordneten gedruckt zugegangenen Voranschlags-Ättwurf, der in Einnahme und Ausgabe mit 75 500 Mk. abschließt. Der Zuschuß der Stadt ist mit 44 200 Mk. angenommen, 2000 Mk. mehr als im laufenden Jahre. Da voraussichtlich dem neuen Reichstag wieder die Novelle zum Unterstützungswohnsitz-Gesetz zugchen wird, die wegen der Neichstagsauslösung im alten Reichfstag nicht mehr verabschiedet wurde, so ist es möglich, daß späterhin eine Nachtrags- sordernng kommen wird, da jedenfalls durch die 9kovelle eine Steigerung der Armenlasten eintreten wird.
Auf eine Frage des Stadtv. H a u b a ch , warum bei zwei Grundstücken kein Ertrag eingesetzt sei, wird die Auskunft erteilt, daß sie aufgefüllt worden seien unb deshalb außer Ertrag ständen.
Stadtv. Emmelius verweist aus den Umstand, daß der städtische Zuschuß erhöht werden müsse, trotzdem die Arbeitsgelegenheit sich außerordentlich gemehrt habe unb niemand, der irgendwie arbeiten wolle, arbeitslos zu sein brauche.
Beig. Curschmann führt aus, der Zuschuß sei hauptsächlich höher bemessen worden, weil das Spitalgebäude am Seltersweg wegen Bausälligkeit geräumt werden müsse, wodurch ein Mietausfall entstehe. Außerdem sei die dadurch erforderlich gewordene Herstellung einer neuen Wohnung im Siechenhaus für den Ratsdiener Dörr, dessen Frau die Materialien der ArmenverwaltunH ausgebe, mit nahezu 1000 Mk. in Betracht zu ziehen.
Stadtv. Emmelius rät nochmals zur Vorsichit in den Ausgaben. Er wolle nicht haben, daß die Armen darben sollen, aber man solle sie, wo es angängig sei, auf die Arbeit Hinweisen. Beig. Curschmann bemerkt, daß die Armenverwaltung schon sehr vorsichtig sei. Dadurch werde jetzt weniger von der Stadt- kasse für ArmenunLerstützmigen verwandt, als vor etwa zehn Jahren.
Stadtv. WalleufelS verweist auf die vermehrten Ausgaben
für Zwangserziehung, und die erhöhten Lebensmittel- und Kohlenpreise als weitere Ursachen des steigenden Bedarfs der Armenverwaltung, was Beig. Curschmann unter Anführung ber betr. Zahlen bestätigt. Stadtv. Löb er schließt sich den Ausführungen des Stadtv. Emmelius an.
Der Voranschlag wird genehmigt.
Wirtschaftsionzefftonsgefuche.
Befürwortet werden: Ein Gesuch der Witwe Heinrich Sehrt um Erlaubnis zum Branntweinausschank für Frankfurter Straße 165. Die Konzession war seinerzeit nur für einige Jahre, für die Zeit der Erbauung der dortigen Bahnhofsanlagen, gegeben worden und soll jetzt ohne ZeUbeschränkung erteüt werden; 2. ein Gesuch von Stiegel mann, der die im Kellergeschoß des Hauses Bahuhosstr. 76 betriebene Wirtschaft in das Erdgeschoß verlegen will; ein Gesuch von W. Nagel für die Stephanstraße wegen Kleinverkauf von Branntwein, bei dem es sich um Heber» gang eines bestehenden Gesck>äfts in anderen Besitz hanbelt; ein Gesuch von K. Duill, der im Hause Ecke Astevweg 43 und Stcinstraße eine Wirtschaft errichten will.
Dagegen vermag sich die Versammlung von dem Vorliegen des Bcdursnisfes für eine neue Wirtschaft im großen Steimueg nicht zu überzeugen und beschließt deshalb Ablehnung des Gesuchs von Hch. H i l g e s.
Das Torhäuschcn am Neuenweg.
Stadtv. I u g h a r d t regt die Entfernung des Torhänschen- am Stadttheater an, da es einen Mißstand bedeute. Stadtv. Leib ist ebenfalls für die Entfernung, da das Häuschen für die von der Ost-Anlage kommenden das Theater vollständig verdecke. Man solle es deshalb sofort beseitigen, dainit bis zum Uuiversiiätsfest die Sache in Ordnung sei. Auch in der Bürgerschaft sei man für die Ablehnung.
Beig. Georgi erinnert daran, daß man aus ganz bestimmten Gründen (wegen des Eichlokals) erst vor kurzer Zeit beschlossen habe, das Häuschen vorläufig stehen zu laßen. Auch sei die Entfernung nicht so einfach, da man dann sür das Eichamt ein anderes Lokal schaffen müsse. Stadtv. Dr. Schäfer ist ans ästhetischen Gründen für die Belassung des Häuschens, da man gerade an ihm für die Größe und Bedeutung einen Vergleichspunkt habe.
Stadtv. Gabriel ist für möglichst baldigen Abbruch, da man nur hierdurch die Zufahrt zum Theater besser gestalten könne. Stadtv. Wallenfels meint, die ganze Bürgerfchakt sei für die Entfernung. (Ohvrufe.) Das Eichamt sei leicht wo anders unterzubringen.
Stadtv. Laber ist an sich für die Entfernung, will aber aus Sparsamkeitsrückfichten vorläufig nichts davon wissen. Eine andere Wohnung für ben Oktroi-Erheber ober ein anderes Eichlokal zu schaffen, käme sehr teuer. Stadtv. Schasfstaedt meint, die Oktroistelle könne man leicht anderwärts unterbringen und Stadtv. Leib schlägt hierfür das Polizeihäuschen am Selterstor vor, das man in den Hof der Bürgermeisterei stellen könne.
Der Oberbürgermeister macht darauf aufmerksam, daß man für den Oktroierheber wegen der Nachterhebung Wohnung und Amtslokal zusammen haben müsse.
Stadtv. Emmelius steht aus finanziellen Gründen auf dem Standpunkt des vor wenigen Wochen gefaßten Beschlusses und erhebt Widerspruch gegen eine erneute Beschlußfassung, da die Angelegenheit nicht auf der Tagesordnung stehe. Stadtv. Kirch halt den Widerspruch angesichts der vorhandenen Mehrheit für die Entfernung für unangebracht, während Beig. Hey- l i g e n st a e d t sich dem erhobenen Widerspruch anschließt.
Nachdem sich noch Stadtv. H a u b a ch für die Entfernung des Häuschens ausgesprochen hat, wird auf Antrag des Beig. Georgi die Sache für die nächste Sitzung vorgesehen und ber vereinigten Finanz- und Baudeputation zur Vorbereitung überwiesen.
Das Wappen von Gießen.
Stadtv. Dr. Ebel teilt mit, daß er von Mainz aus ein Ersuchen um Mitteilung des hiesigen Wappens erhalten habe, das dort an einem Postneubau zusammen mit den Wappen der anderen wichtigeren Städte Hessens angebracht werden solle. Nun sei dos jetzige Wappen unschön und verrate deutlich seine Herkunft aus der Zeit des Niederganges der Heraldik. Schöner und heraldisch richtiger fei das alte Stadtwappen, das den hessischen Löwen im dreieckigen Schild unb als Schilbhalter einen Reiter aufweise. Er frage an, ob die Versammlung zu einer Aeitderung des Wappens geneigt sei.
Auf Vorschlag des Vorsitzenden wird Stadtv. Dr. Ebel zunächst Zeichnungen nach den alten Neitersiegeln unfertigen lassen, da int allgemeinen Geneigtheit für die Aenderung vorhanden ist.
2hid SraSt unO Land.
Sprechstunden der Nedattion 11—1 Uhr Dornt., i l>7—1/28 Uhr abdS. Gießen, den 8. März 1907.
•* Tie Aufnahme einer neutn städtislhen Anleihe im Gesamtbetrag von 3 Nicllionen Mk. wurde in der gestrigen nichtöffentlichen Sitzung der Stadtverordneten-Versamm- lung beschlossen. Sie ist in der Hauptsache für folgende Unternehmungen und Aufwendungen bestimmt: für Geländeerwerb rund 375 000 9Nk., für Straßenbauten 360 000 Mk., für Kanalisation und HauSanschlusie 600 000 Mk., für Schulbauten 400000 Mk., für die Erweiterung des Schlacht- und Viehhofes 230 000 Mk., für Verbesserungen und Erweiter« ungen des Gas-, des Wasser- unb des Elektrizitätswerks 1000 000 Mk.
** Ordensverleihungen. S. K. H. der Gro ß^ Herzog haben dem Adolf Reinhard Koch, Chef der neuen Ailtomobilgesetlschaft Frankfurt a. M., in Gießen die Erlaubnis zur Annahme und zum Tragen des ihm vom König der Hellenen verliehenen Silbernen Kreuzes der Ritter des Königlichen Erlöserordens erteilt.
**DerStreitumdieBraut. Ein hiesiger Fensterputzer begleitete gestern abend seine Braut an den Bahnhof, dort machte auch ein Hausbursche Ansprüche auf die Braut. Die Folge war, daß beide sich prügelten und der Fensterputzer zog mü blutendem Kopfe ab. Nicht weniger als 10 M e s s e r st i ch e will er in den Kopf erhalten haben, jedoch sind die Verletzungen von so leichter Art, daß er seiner Arbeit weiter nachgchen kann.
— Steinbach, 7. 2)!ärz. (Bahnbau Gießen- Laubach). Gestern weilte der Vertreter einer Berliner Baufirma hier, um Erkundigungen über die demnächst zur Aussuhriing kommenden Vermesiungsarbeiten der Bahnst recke Gießen-Steinbach-Laubach einzuzichen. Es wird also doch nach und nach das Projekt seiner Verwirklichung entgegengeführt werden.
? Alb ach, 7. Rlärz. Eine merkwürdige Abnormität ist hier bei Wagnermeister Wilh. Brück zu sehen, närnlich ein Schaslamm mit vier Augen. Das Tierchen ist sonst normal und gesund, wie auch das zweite von demselben 'Muttertier geworfene Läminchen. Der Besitzer gestattet die Besichtigung der Kuriosität.
g. Bad-Nauheim, 7. März. Mit dem heutigen haben nun die seit längerer Zeit schon schwebenden Unterhaitdlunge» betreffs des V e r k a u f S des „Sprudel-Hotels" ihren Abschluß gefunden und ging das Objekt zum Preise von 670 000 Mart in ben Besitz der Herren El au und Wucher, Jnhaber^ des Restaurants,„Zum Haserkasten" in Frankfurt über. Der bisherige Besitzer Richard Langsdorf, der dieses schöne Restaurant über 20 Jahre führte, hat auf Sonntag, 10. März, anläßlich seines Austritts aus dem Geschäfte ein Abschiedskonzert arrangiert, bei dem die Kapelle des Hanauer Ulanen-Regimenls konzertieren wird.
— Friedberg, 7. März. Am Montag abend findet eine öffentliche Versammlung des Vürgervereins statt, bie sich mit der Errichtung eines Volks- und Schwimm^
wässer der Stadt. Tie Ausführung des Prop-kts erfordert einen Kostenaufwand von Di. 760 000. Tie Arbeiten sollen n. d. Jkf. Ztg. so betrieben werden, daß die Anlage big 1908 betriebsfähig ist.
Original-Drahtmel-ungen.
London, 8. März. Der Plan des Bau cS eines Tunnels unter d e m '21 e r nx e I - R (t n a l dürste avgelehnt werden, bevor er noch an dar- ebcvl)iui5 gelangt tfL Es ist näinlid) Brauch, bau derartige Projekte vom llnterbaulc abqelehrxt werden, wenn btc AnlraqÜcUende Gesellscya't nicht vorher bie er- 'orderktchen Mittel au'gevracht Hal. Zn diesenx Falle handelt es sich tun bie Gesellschait rover-Shetlhatu, bereu Verwaltung erklärtz das; sie nicht über die zur Durchführung bc» Bau-ProjekteS et» sorderltchen Gelder verlügt.
Madrid, 8. März. Tie Maurer beschlossen, in den De- neralslreil au treten. Nach Schluß der Vexiauunlimg durchzogen mehrere Hundert Maurer bie Straßen der Stadt. Ein Trupp versuche, Arbeitswillige zu zwingen, die Arbeit einzttstellen, ivobei es zu einem Straßetilampl kam. Polizei mußte emschrexten und Feuer geben, wöbet ettt Streike n der getötet, sechs schwer verwundet würben.
Rio b e Janeiro, 7. März. Unter den Soldaten befl 35. Zu'gnterie-Negtments kam es zu einer Dl enteret, wobei nxel)rexe M a tt n getötet und verwundet wutdetx. Als die Polizei eiuschrilt, um bie Ordnung wieder herzuskellen, gaben die Loldaten Fetter, wöbet mehrere Pertvundungen enolgten.
9tew - Nork, 7. März. Degen den Milliardär Rocke- feilet nt em Hastbe ' ehl erlagen worden, tun ihn zu zwingen, m dem Prozeß zu erjchemeu, welcher vom Staate Pltßourt gegen den Petroleum - Trust angestrengt worden ist. Auch bie Millionäre RoberS und F l a g e l sind aus bemielben Grunde verhallet worden.
beteiligen.
Dr. Breidert.
qm
attS
1.
2.
Straße,
Straße,
Straße,
6.
80 qm.
81 Türen.
60 Türen.
Los 7: -
Flur III 1219 qm
= 390 Mk.
Nr. 163, Acker am roten Berg, 844 qm =
Nr. 164, Acker am roten Berg, 844 qm —
Nr. 428, Wiese in der Fischwiese, 412 qm = 07.
Bei bet zunehmenden Verteuerung der Lebenshaltung verdient auf gesunde und billige Genußmitlel besonders hmgewiesen zu werden. Als bestes Detränk empieblen sich Ai'e yme rd berühmte Teemlschungen nach englischer und russischer Art. Sie sind außerordentlich ausgiebig, daher biUig tu Gebrauch und von hervorragendem Wohlgeschmack.
Bezeichnung der Grundstücke.
Grundbuch für bie Gemarkung Butzdach, Baud VI, Blatt 393.
7. Flur IV 270 Mk.
8. Flur IV 270 Mk.
9. Flur IV 165 Mk.
lapeten.
5. Terrainkauäle für Heizung: 60 m.
6. Chaufsierungs- und Pstastcrarbeiten: 700 Chaussierung, 280 qm Gossen-, 395 qm Klcmpflastcr.
B. Angentlimk.
1. Hauptbau.
Steiuhauerarbeitcn: 8,4 cbm Treppenstufen rc.
. Los 2: 71 Türen. Los 3: 59 Türen. Los 4: . Los 5: 24 Türen. Los 6: 1230 Eisenwinkel. 40 m Treppengeländer. Los 8: desgl. 40 m.
1500 qm Öel- u. Emailfarbe, 65 Türen. Los 4: 3700 qm Kolkfaibe, 370 qm Oel- u. Emailfarbe, 59 Türen. Los ö: 1350 qm Keim'jche Farbe. LoS 6: 600 qm Wandputz, 450 qm Deckenputz. Los 7: Stuckarbeiten: 250 qrn Stuckdecken, 100 m Leisten, 52 qm Scheingewölbe. Monierend Rabitzarbciten, Wand- und Bodenplatten, Gra- nilbeläge: Los 1: Waschabwürfe 164 qm. Los 2: Am- philheatralische Sitzkonstruktion für den großen Operationssaal: 65 Sitzplätze. LoS 3: Wandplättchen 230 qm, Fußboden- tonplatten 140 qm. Los 4: Fensterabdeckplalten in Granit Schlofferarbeiten: Anschlagarbeiten Los 1:
3. Jsolicrhaus.
Weißbinderarbeiten: 2900 qm Decken- und Wandputz, 819 qm Rcipputz, 658 qm Fassadenputz in Terranova, 170 m Hanptgesimie, Hängcrinnen und Abfallrohre, 106 qm Fenster. Moniertreppeu: 52 Stufen mit Zementsäckel. Beton- und Terrazzoarbeiten: 242 qm Beton- und 453 qm Terrazzofuichüden. Glaset arbeite»: 100 Eichcn- und 22 Tannenholzfenster. Kanalisierung: 154 m Rohr- gräben, 151 m Tonrohre und 78 m Etsenrohre. Wasfcrzu- und -Ableitung und Gasleitung: 437 m Wasserzu- und 210 m Wasserableitungsrohre, 38 m GaslettungSrohre. Schrsinerarbeiten: 3 Außen-, 54 Jnnentüren und Glas- abjchlüsse. Schlofferarbeiten: 57 Türen und Glasabschlüsse zu beschlagen, 27 in Treppengeländer. Anstreichcrarbeiten: 1090 qm Kalksarbenanstrich, 447 qm Keim'jche Farben, 570 qm Oel- u. Emailsaibenanstrich, 57 Türen. Tapezier- arbeiten: 580 qm abwaschbare Stofftapeten. Linolenm- arbeiten: 190 qm.
4. Küchen- und Kefselhans.
Weißbinderarbeiten: 550 qm Kalk-, 400 qm Celli. Email», 150 qm Kenn'sche Wlineratfarbanstrich, 29 Türen rc. Schreinerarbciten: 32 äußere und innere Türen, 1 Holz- treppe mit Geländer, 145 qm Niemensußboden. Schlosfcr- arbeiten: 32 Türen anzuschlagen. Glaserarberten: 3 Schiebefenster und 24 qm 4/4 Verglasung. Monier- treppen: 15 Stufen. Terrazzo- und Zementarbeiten, Tonplatten: 134 qm Tecrazzomßbodcn, 175 qm Zemenl- und 58 qm Plattensußboden. Linoleumarbeitcn: 34 qm Fußboden. Tapezierarbeiten: 290 qm abwaschbare Stoff-
Basaltlava. Lchreincrarbeiten: Los l: 17 äußere Türen, Los 2: 17 Glasabschlüsse. Schlofferarbeiten: Los 1: Anschlägen von 28 äußeren Türen u. Glasabschlüffen, Los 2: schmiedeetsernesCperattonssaalfenster. Glaferarbeiten: 94qm Verglasung von Türen, Glasabschlüssen, Obectichten rc. Weiß- binderbeiteu: Los 1: 940 qm Wand- und Deckenputz. Los 2: 510 qm Oel- und Emailfarbe, 3570 qm Kalk- und Leimfarbe, 53 Stück Türen pp. Los 3: 180 qm Oel- und Emailfarbe, 3658 qm Kalk- u. Leimfarbe, 70 Stuck Türen pp. Los 4: 320 qm Oel- und Emailfarbe, 3150 qm Kalk- und Leimfarbe, 40 Stück Türen pp. Los 5: 120 qm Oel- und Emailfarbe, 2700 qm Kalk- u. Leimfarbe, 50 Stück Türen pp. Stuck- und Rabitzarbeiten: 128 qm Stuckdecken, Türumrahmungen rc., 47 qm Rabitzgewölbe, 23 lfd. m Unter» züge pp. Porzellan-, Ton-, Granit- u. Schieferplattcn: Los 1: Liefern und Verlegen von 121 qm Wand- und 98 qm Fußbodenplatten. Los 2: 15,5 qm Granit- und 10,5 qm Schieferplatten. Tapezierarbciten: Los 1: 3550 qm abwaschbare Stofstapeten. Los 2: 2340 qm desgl. Jn- stallationsarbeiten: Lieferung von 5 Feuertondoppelspültrögen mit Garnitur.
2. Ffolierhaus.
Schreinerarbeiten: 2 äußere Türen, 3 Glasabschlüsse. SchlosferarbcUeu: Anschlägen von 2 äußeren Türen und 3 Glasabschlüssen. Glaferarbeiten: 18 qm Verglasung von äußeren Türen und Glasabschlüssen. Weißbinderarbeiten: 920 qm Leim- und Kallfarbe, 1100 qm Oel- und Emailfarbe, 36 Stück Türen.
3. Lhaussicrungs- uud Pstafterarbeiteu: 540 qm Chaussierung, 290 qm Schicht- und Gossenpflaster, 650 qm Kleinpflaster.
Tie Verdingungsunterlagen liegen auf unserem Bureau, Wilhelmstraße 21, zur Einsicht auf und können von dort (mit Ausnahme der Zeichnungen) soweit der Vorrat reicht, zum Selbstkostenpreis bezogen werden. Angebote mit genau bezeichnender Aufschrift (Arbeit und LoS-Nr.) sind bis zum Eröffnungstermin Montag, den 25. März, vormittags 11 Uhr bei uns euizurelchett.
Zuschlagsfrist 4 Wochen.
Anfragen wegen nicht ausgeschriebener Arbeiten, sowie Gesuche betressö Zmvstsung des Inserates sür Veröffentlichung formen nicht beantwortet werden. ’■«
(SieBen, den 7. März 1907.
Großh. Baubehörde für die Universitäts-Neubauten. Becker.
Los 8a: deSgl. 57 m. LoS 9a/b: 1700 kg Oberlichte und eiserne Fenster. Los 10: 4 Stück schmiedest. Fenster für Operationssäle. Trägerlieferungeu: 3000 kg Träger vom Lager. Schrcinerarbeitcn: Los 1: 24 Außentüren und Glasabschlüsse. Los 2: 75 Jnnentüren, 443 m Fuß. sockel rc. Los 3: 71 Jnnentüren, 628 m Fußsockel rc. Los 4: 59 Jnnentüren, 510 m Fußsockel rc. Los 5: 59 Jnnentüren, 800 m Fußsockel rc. LoS 6: 150 m Treppenhandleisten. Tapezicrarbeiten: LoS 1: 3150 qm abwaschbare Stofftapelen. LoS 2: 3330 qm desgl. Verglasung: Verglasung in Roh-, Spiegel» und Fensterglas 146 qm. JnstallationSarbeiteu: LoS 1: Warmwasserbereitungsanlage 900 m galo. Elsenrohc, 62 Ventile, 3 Reservoire rc. LoS 2: 5 dopp. Fetiertonspieltröge mit Garnituren.
2. Pensionärhaus.
Weißbinderarbeiten: LoS 1: 3950 qm Decken- und Wandputz, 972 qm Rapputz. LoS 2: 741 qm Fassadenputz in Terranova, 174 m Hauptgesimse, Hängeriune und Abfall- rohre, 111 qm Fenster, 176 qm Jalousieläden. Monier- treppen: 48 Stufen mit Zementsockel. Beton- und Tcr- razzoat beiten: 350 qm Beton- und 160 qm Terrazzofuß- böben. Glaferarbeiten: 128 Eichenholzfenster. Kanalisierung : 180 m Rohrgräben, 200 m Tonrohre, 50 m Elsen- rohre. Wasserzu- und Ableitung und Gasleitung: 360 m Wasserzu- und 92 m Wasserableitungsrohre, 35 m Gasleitungsrohre. Schreinerarbeiten: 6 Außen-, 58 In- nentüten und Glasabschtüssen, 88 qm Fensterklappläden. Schlosserarbeiien: 64 Türen und Glasabschlüsse zu be- schlagen, 24 Jalousieläden, 21 m Treppengeländer. Au- streicherarbeiten: 1970 qm Kalksarbenanstrich, 175 qm Üeim'sche Farben, 480 qm Ocl- und Emailfarbenanstrich, 64 Türen und Glasabschlüsse. Tapezierarbciten: 1100 qm abwaschbare Stofftapeten. Linoleumarbeiten: 765 qm. Liefern und Anfetzen von glasierten Porzellaruvaud- platten: 60 qm.
Flur 1 Nr. 289, Hofrelle in der Weiseler Gasse, 1345/io qm = 42 000 Mk.
Band VI, Blatt 394.
Flur I Nr. 7765/ior Acker an der Ostheimer Straße, 365 qm = 365 Alk.
3. Flur I Nr. 782, Acker an der Ostheimer 506 qm — 506 Mk.
Band VI, Blatt 395.
KrgehNz m WeißbillSkrinbelt.
Berschiedcne Weißbinderarbeiten in den Gebäuden der Klär-
Lormerötag den 14. März d. IS., voruu 11 U6t öffentlich vergeben werden.
Die Berdingungöuntertagen hegen wahrend der Dteumtundert bei uns auf Zimmer Nr. 1 zur Einsicht auf. Angebote aus Vordruck, der dnjetbsl erhältlich, sind spare,tens bis zum genannten Zeitpunkt verschwisen und nut eniivrecheuder Auischrm versehen an ims ein zirreichem — Zuschtagssrist 14 Tage. '
Gießen, den 7. Marz 1907. B8/,
StobtruueS Ttechaumut.
Braubach.
Brrgedultg Von Bauarlretten.
Für den Neubau der Augenklinik und der chirurgischen Klinik einschl. Nebcnbauten zu Gießen werden folqenbe Arbeiten und Lieferungen unter Zugrundelegung des WlinisterialerlasseS vom 16. Juni 1893 hiermit öffentlich ausgeschrieben:
A. Chirurgische Klinik.
1. Hauptbau.
Weißbinder- und Stuckarbeiten: Los 1: 3400 qm Kalksarbenanstrich, 880 qm Oel» und Emailsaibenanstrich, 85 Stück Türen. LoS 2: 3000 qm Kalkfarbe, 950 qm Oel- und Emailfarben, 65 Türen. LoS 3 . 3200 qm Kalkfarbe,
4. Flur I Nr. 783, Acker an der Ostheimer 438 qm = 880 Mk.
5. Flur I Nr. 784, Acker an der Ostheimer 406 qm ---- 650 Mk.
Nr. 443, Acker das Waschrnüllerwegsfeld,.
Wie das Feuer aüsgekommcn, ist zur Stunde noch netto klar. Das ist aber gewiß, daß bet Nacht dieser ganze Komplex von Käufern und Scheunen abgebrannt wäre. Tie Feuerwehr lö.chte die schon brennenden umsteheixden Gebäude und riß das übrige nieder' Die Wasserleitung hat sich diesmal wiedcr oe- währt. Tie Feuerwehr war noch heute zum gänzlichen Ablöschen auf "dem Brandplatze.
xv O f f e n b a ch, 7. März. Bei der heulev orp.cnomnicr.cr C b erbürger meist er-Wahl wurde Stadtrat Tr. Dullo- Köuigsberg von der sozialdemokratischen Nlehrheit mit 24 Stimmen gewählt. Dem bisherigen Oberbürgermeister Brink fielen 9 bürgerliche Stimmen zu; zwei Mitglieder der Versammlung enthielten sich der Slbstimmung. — Stadlrat Tulio ist Leiter des statistischen Amts der Stadt Königsberg und gehört der freisinnigen Votkspartei an.
# Aus dem Dilltal, 7. März. Tie Zagdpachten gehen von Verpachtung zu Verpachtung bei uns sehr in die vrhe. Tie Pachtgeldausgabe durch das erlegte Wild auszugleichen, ist längst nicht mehr möglich, ba der Wildbestand auch in unserem Revier abgetunnmen hat. In den letzten Wochen wurde an Zaadeu verpachtet: Greifenstein (bisher 330 Mk.) für 1100 Mk., Edingen (bisher 300 Mk.) für 630 Mk., Katzen- furt (bisher 75 Mk.) für 159 Mk., Breitenbach (bisher 250 Mk.) fetzt 300 Mk., Aßlar (bisher 500 Mk.) füx 1870 Mk. Tie Verpächter, nämlich die Gemeinde-Mitglieder, fdjütteln die Köpfe zu solchen Preisen,. freuen sich aber doch über bie schöne Einnahme für die Gemeindekasten.
Dillenburg, 6. März. Tie Ctadtverordneien beschlossen auf Trängen der Regierung die Anstellung eines zweiten Beigeordneten, ferner die Uebernahme der höheren Rlädche lisch ule auf die Stadt und di^ Aunahme eines Legats von Mk. 10000 für Armemmterslütznng, die bie in Dillenburg geborene Freifrau von Schwarzenau der Stadt vermacht hat. Die Einkommensteuer wurde aus 135, die Realsteucr ast 180 Prozent festgelegt. (Fkf. Ztg.)
Hanau, 7. Aiärz. Die Stadtverordneten ge- nehmigten heute endgültig das vom Baurat Lindley entworfene Projekt zur Ableitung und Klärung der Ab-
Verdingung.
Die Maurer-, Vfiattcr- und Cbausfierarbeiten, sowie die Matcrtalltcierung für den Ausbau per ^rtedrich,trage zwischen der ö-iaiitruiler Straße und der Robl^oht sollen
Montag beir 18. Marz d. 2., borin. 11 Ubr ösferrtlich vergeben werben.
Die Verbingungsmuerlagen liegen wahrend der Tiemtstunbe» bei uns zur Ginsicht au,. Angebote auf vorgeschriebenem Koruruta^ bas baielbit erhatttich, sind spateuens bis zum porgenamuen Zeitpunkt ocr,chlossen und mit emivredjenber Ausschrm venehen an nnS einzurcicheu. — Zuschlags frist 3 Wochen.
tyieben, den /. Marz 1M7. B•/»
Stabtisches Tiefbaucmu.
Vraubach.
AuuUcher Heil.
Gießen, den 7. März 1907.
0 e t r.: Bürgermeister-Versammlung.
Das Großherzogliche Kreisamt Giehen
an die Großh. Bürgermeistereien des Kreises.
Douucrötag, den 14. März l. IS. wird im Gasthaus v
Traube" ui jungen eine Veriainuilung der Bürgermeister des Kreises stallsinben. Tie Versaminltina beginnt nachiniuags 1 Uhr 20 nut edicm einiacheii geineinjameii Mittagessen, an welches sich bie Veraiung über solgeube Gegenstände auschließt: Laubwirlschaitliche Schule, Hau-Halli'iugsschule, Forlbilbuiigsschule, Säuglingssürsorge, 'st-erusprechaulagen, Bezirkssparkasjeu, Hessischer Verem für ländliche Heimat- rc.Pflege, Lrlsraseln, Registratnrplan, Haslpfllchtversicheruug jci der land- und forslwirstchasllichen Bernfsgenossenschast, Anträge und Atilteilungen. .. m
Tie Großherzoglichen Bürgermeister, tm Falle ihrer Ver- Hinderung bie Großherzogtichen Beigeordneten, werben emgelaben, ' sich an der Versammlung und dem genieustauien Mittagessen zu
Zwnngsversteigerttttg.
Die umsteheild bezeichneten Grulwstücke, bie zur Zeit der Eintragu'.ig des Bersleigerungsvermerls zu 1 auf den Namen der Christoph Nothhardt II Witwe, Elisabeths geb. Bellos zu Butzbach, zu Wr. 2 3 auf die Namen Jakob Iiothhardt, Ingenieur zu Köln, Georg Ilochhardt, Johanna Nothhardt, Butzbach, zu je Vs, $u Nr. 4 bis 9 auf bie Namen der vorgenannten Witwe Nothhardt zu V„ auf die Namen der vorbezeichneten Jakob, Georg und Johanlia Nothhardt zu je V« xm Grundbuch eingetragen waren, sollen Montag den 29. April 1907, vormittags 8 Uhr, durch das unterzeichnete Gericht in dessen Amtsgebäude zu Butzbach, Zimmer Nr. 2, versteigert werden.
Die Versteigerung erfolgt im Wege der Zwangsvollstreckung.
Der Versteigerungsvermerk ist am 16. Februar 1907 in das Grundbuch eingetragen worden.
Insoweit Rechte zur Zeit der Eintragung deS Ver- steigerungsvermcrkä aus dem Grundbuche md)t ersichtlich waren, sind sie spätestens im Versteigerungstermin vor der Aiifforderung zur Abgabe von Geboten bei dem unter- zeichneten Gericht anzurnelden und, wenn der Gläubiger lviderspricht, glaubhast zu machen, widrigenfalls sie bei der Feststellung des geringsten Gebots nicht berücksichtigt und bei der Verteilung des Versteigerungserlöses dem Ansprüche des Gläubigers und den übrigen Rechten nachgesetzt werden.
Diejenigen, welche ein der Versteigerung entgegenstehendes Recht haben, werden aufgeforbcrt, vor der Erteilung des Zuschlags die Aufhebung ober einstwellige Einstellung bes Verjährens herbeizuführen, wibrigensalls für bas Äecht ber Versleigeruugserlös an bie Stelle bes versteigerten Gegenftanbes tritt.
Butzbach, ben 23. Januar 1907.
Großhcrzogltches Amtsgericht.
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MeufÄ en °k0ll'WDä ■ n> bauiit ä Det* ro‘l|en- feine anben W'bt meint, die 'nngen und Sladtv Seltecstor vor, eilen tonnt uf aufmerksam, daf erhebung Wohnung ellm Gründen aui geschen. BefÄufs-z ■ocutiuBiafiung, d: ung fleht Stabil, vorhandenen Mehr- Mrend Beig. h e°. chanjchlieht. für die Entfernt; f Antrag des Ach i vorgesehen und btt : Vorbereitung übn- eu.
i Mainz aus ein Uv i erkalten habe, bii Wappen bet anbeitr. falle. Wun fei boi feine fytlunft au-i öner und hexaldN Bowen in ftntec aufweift fc deruug des rd Stadtv. Dr. Ebei geln anfertigen lasser, cung vorhanden ist.
Uld.
i_> 7—1/28 Uhr M 1 8. März 1907. sto Anleihe im @i- der gestrigen nch eten-Versamin- üfache für folgend! immt: für Selänbt- auten 350 000 M, 000 M„ füt^ul« a M Stacht, unb ingen unb Erneuer.
LlettrizüälSwerk- § h. der Groß«
Ch-s neuer.
1 Gießen die Erlaub' ihm Döin König dn e§ der Ritter M MI SSL
t e d-mn-O!«
. ylbliounliö! lwürdlge .
i zu ft alrf
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[iabcd befassen wird. Architekt Sans M eyer aus ÜfießSn hält n der Äammlung einen Vorttag . über Äokks- Schwimmbäder in alter und neuer Zett, Medizinalrat -ur. Dab kor ließen wird sich über Vaden und eirotmmen Der breiten, wahrend Zwdlv. Eichenauer-Gießen über die
Säber ivrechen wird. — Heute nachmittag wurde Realletocr 1. P. gl M Klein zu Grabe getragen. Der Vetttaroene der lanae Jahre an err hies. Auaustinerschuie. wirke, verlebte die letzten .Me in Niedec-Ohmen. Er erreichte cm Alter von 83 Zähren.
Laubach, 7. März. Am heutigen Tag fand unter dem < ;e des Geh. Obeischulrat Rodnagel die MatuntätS- nng am hiesigen Gymnasium statt. Dem schriftlichen L en hatten sich 8 9(l)ituricnten unterzogen; da einer von mündlichen Prüfung zurücklrat, so waren es heute noch 7 \)On denen 2 vvm mündlichen Examen befreit waren; sie bcstandcn alle. Von den Kandidaten studiert keiner Jurisprudenz, sie widmen sich ben übrigen verschiedenen Lehrfächern. __ Bei der gestern abgehaltcnen Versteigerung der posreitc deS verstorbenen Altbürgermeisters Ritter blieb Wachtmeiitei AU hier mit 8660 Mark Höchstbictender. Der Zuschlag erfolgt nach Genehmigung der Erben.
1 BorSdorf, 6. März. Der Sohn deS Landwirts Jakob Scherer von hier ackerte heute morgen mit den Picrden in der Ätähe des Bahnhofs Geiß-9lldda. Zum dlachhausewege hatte er sich auf das eine Pierd gesetzt. Mötzlich scheuten beide Tiere, der junge L>rann wurde herabgeschleudert, blieb m ben Ackerstr.cken hangen und mürbe e.ne Strecke von etwa z.vei Kilometern weil geschieh. Furchlbar zugerichtet würbe er nach Hause gebracht. An Rücken unb Gesäß sind Haut und rllench z. -v. abgeschleist, auueibeui ist em Arm gebrochen. Ter Verletzte wurde sosori ui die Klinik nach G.eßen geschafft. An seinem Auskommen wird gezweifelt.
(?) mibda, 7. März. Gestern mittag gegen 12 Uhr stand plötzlich die Doppel scheu ne des Bää^s Eckhardt und des Wagners Stein in der Linkelsgape in hellen Flammen.
ii A G M rN U ß
Danksagung.
Danksagung
Heuchelheim, den 8. Diärz 1907.
1625
Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgänge unseres heben Galten, Vaters, Sohnes, Bruders, Schwagers und Onkels
Jakob Pfaff, Cißmrl besonders Herrn Psarrer Gluck für seine trostreichen Worte am Grabe, für die liebevolle Pflege der hiesigen Airaiifetv schwesler, dein Gesangverein „Germania" für seinen er- hebeliden Gesang, sowie für die vielen Blumenspenden jagen innigsten Dank
Die trauernden Hinterbliebenen.
sagen tnnlßften Dank.
[01586
die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinschetden unfever lieben Lltturer, Tochter, Schwester, Schwägerin und Tcuu
Frau Henriette Schomber, Ab. Jahn
Die trauernden Hiuterbttebene«
Gieften, Halberstadt n. Erfurt, den 7. März.
Bekanntmachung.
Der Voranschlag bet Gemeinde Monnenroth für da? Rech- lmmgsiahr 1907 liegt vom 11. März ds. $4., 8 Tage lang zur Einsicht der J>iteres[enten aus dem Bürgermetflereibureau ossen.
Llonnenroth, den 8. März 1907. 1623
Grobherzogltche Bürgermeisterei Nonnenroth.
Jacob.
Holzversteigernng.
Donnerötaa, den 14. bS. Mts. werden auS den Dsmantal- »skd-Dist ritten Lauschet, Betwerod, Birtenheeae, GünterSgraben, Grober und Klemer Seng, Hainheege, Kälbcrstall, Neubossheege, Vleuerheegwald, SLeubofsianne, Saaserheegwald und Zetleicheti versteigert:
680 FlchtenreiSstangen. Bohnenstangen. Scheiter Nrn.: 208 Buches, 28 Hat,»buche lrundt, WL Eiche, 4 Birte, 1 Aope, 20 Kiefer, 6 Fichte, Knüppel 81m.: 87 Buche, 8 Hainbuche. 67 Eiche, 2 Birte, 4 eivuc, 49 Kiejer, 6 Fichte, i)iet|lp 01ul : 84 Buche, 8 Hainbuche, 5Tz) Eiche, 1Z ASpe, CS Ktcsec, 14 Fichte,- Stöcke Rin.: 81 Buche, 19 Elche, 0 Kiefer, 11 Fichte.
Znsauimenkunft vormittag» 10 Uhr auf der KreiSstratze Winnerod—RetnhardShain au, Pfianzgnrten. DaS Holz in dem Distrikt lsieuhojsheege wird vorgezeigt, alles übrige wird unoorge- Leigt versieigert. Die Nummer des zur Versteigerung komu,enden Buchenholzes find blau unterstrichen.
Die Holz Versteigerung doui 28. Februar L Q. ist genehmigt. [Die Abjnbrlcheine tdnnen vom Dienstaw den 12. d. Dttö. an bei Iden Zahlstellen in Einpiang genommen werden. Ueberweisung und erster Abfuhrlag wird der 13. d. MtS. bestiumlt. [Bb/3
«ieven, den 7. März 1907.
Grotzh. Oberförsterei WieseL
Weigand.
Nutz' Uütz Vmchlz-VkchijMng
Im Fürstlich Stolberg-Wernigerödischen Försterbezirk Ufenborn in den Distrikten Lichtebuchen, Schönberg, Hammerwald ec.
Freitag, beu 16. März L I.. Ercheustämme (Bau- und Wannerhoiz) 15—49 cm Durchm. -- 101 Fuu, 2 Nm. Eicheniiutzfcheit, Ficbtenstämme 62 önu, Fichten-Derbstangen 540 St. mit 46 Fm., Ahornstamm = 0L9 Fm., 1 Hainbuwenstainm — 0,29 ö-m.
BucheuNm.: 466Scheit, 99Knüppel,956Reiser-Sichere. Rm.: ® Scheit, 28 Knüppel.
lllähere Auskunft erteilt Forsttvart Henkel, Luisenlust und der Umerzeichneie. Zusauunenkunft 9 Uhr vorm im Stolberger ,Hvj in Hirzenhain. Das Brennholz foumU zuerst zum Auögebol.
Gederri, den 7. Wläzt 1907.
;Ba/J Der Oberförster: Klingelhäfser.
Holzverftergerung
MvitLag den 11. und Dienstag den 12. März er. kommt folgendes Holz im hiesigen Gemeindewald zur Versteigerung: [1618
54 Stück leichteres Fichten-Bauholz, 10,82 Fstm.
562 „ Fichten-Derbstangen, 27,13 „
1542 u Fichten-Neisslangen, 9,20 „
19,4 Rm. Buchen-Scheitholz
118,9 , -Knüppel
204 , Eichen- ,
158 „ Kiefern- „
22,6 , Achten- „
892 , Buchen-Reisig
598 w Eichen-- ,
82 Nm. Kiefern-Neisig
87 • M Fichten- ,
17,3 w Buchen-Stöcke 9,9 , ft'icfern- w
207 w Fichten- r
14,5 „ Eichen- ,
Bemerkt wird, daß das Fichten-Bauholz und -Stangen am ersten Taae und noch Nadel-Brennholz verkauft wird. Das Buchen-Arennholz kommt am zweiten Tage zur Versteigerung. Der Anfang ist am ersten Tage in der Hard iund am zwecken Tage im Niedstein, jedesmal morgens $Vi Uhr.
Ettingshausen, den 7. März 1907. Großherzogl. Bürgermeisterei Ettingshausen. Keil.
Mutz- und Brennhslzvttsteigerung. t Östlich Colws-BraunfelS'schen Oberförsterei Hungen ta 6^io,?eii,Ä7o??ta^?1;?tctti‘t8bcr9'20a,!in- °
Mittwoch, den 13. März, von vormittags 10 Uhr an llS §ld,e^V^no,ulcbe Wagner, 23 Rm. Buchen- ' buchen-StainiivPrügel-
boid, 18 ötuL Ei che N-S tam M-Prugelholz, 420 Mm. Buchen-Meisig.
Die Zuiammenkunll ist am Eichkovf. 1 u
Hungen, den 7. März 1907. Be/
Füritliche Oberförsterei.
und sämtliche Bedarfsartikel.
Dunkeikammer. Photographische Arbeiten.
£ Adolf Bieler, larktsirasse 5.
Da» verzeichnl» der fett ber vorjährigen Steuerreguliermig ganz neu erbmnen, sowie der durch Bauveränderungen im Wert ex* höhlen oder verminderten und der ganz abgegnngenen Wohnhäuser und Gewerbsanlagen der Gemeinde Gieben ließt von heute ab 4 Wochen lang zur Einsicht der Interessenten aus hiesigem Orts- gericht offen. B8/,
Gienen, den 7. März 1907.
Grotzh. OrtSgerichl Gienen.
DaS Verzeichnis über die Kul- tnrveranderungen, welche seit der vorjährigen Steuerregulierung in der Geuieinde Gienen konstatiert morden such und deren Wahrung bet dem Sleuertommliiariat Gietzen zu beantragen ist, liegt von heule ab 4 Wochen lang aus dein hiesigen Orlsgericht osien.
Gienen, den 7. lyiuva 1907.
Gronh. Ortsgericht Gietzen.
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9 Uhr, im Vereinslokal.
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2) Geschäftsbericht.
Um vollzähliges Erscheinen ber Mitglieder wtrd dringend gebeten v^/g___________Der Borstand.
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Gesangverein
Morgen, Samstag abend 9 Uhr Ordentliche
Generalversammlung
im Vercinslokal.
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