-rr. 9 Erstes Blatt L 5 7. Jahrgang Freitag 11, JarrnarlOO- • tägktq aufjn ttonnlogi. Lern Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem hessischen Landwirt de Siebener Zamilitn- bifltter viermal in der XJodje deigelegt und zweimal wöchentlich daS HitUbloll |Ur den Krell -iebeiu. Ferusprech-An- schluß I. d. ’Jtcbafuon 112 -Verlag u. Expedition 51 Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Gberhefsen <2l*nla»er Botationsbrud und Verlag der Brühl'fchen Univ.-Vuch- und 51eindrudereü B. Lange. BedaMon, Expedition und Druckerei: schuijtratze 7. Vez« gopretSr monailtd) 7b Pf., vtettel- iädrtich 'Dir. 2.20; durch Abhole- u. ^roeinfieUen monatlich 6o Ps.; durch die Post Dlf. 2.—viertel- jährl. ausschl. Deslellg. Annahme von Anzeigen sür die Tagesnu.iUiicr bis vornuuags lo Uhr. ZeileupreiS: iolallöPs., auSivärls 20 Pfennig. Verantwortlich sür den polit und allgem. Seil: P. Wittko; für ,Stadt und t'aiib* und .Gerichtssaal* : Ern st Heb; iüv den Anzeigenteil: HanS Beck. 5>ie heutige Kummer umfaßt 10 Seiten. Zur ZSaylvewcgung. Gießen, 11. Januar 1907. Die Erklärung des Gießener liberalen Wahlausschusses und seines Kandidaten, den Wahlkampf sachlich führen 311 wollen, ist auf allen Seiten mit Freuden begrüßt worden und findet erfreulicherweise auch auf gegnerischer Seile in unserem Kreise zumeist Nachahmung. Freilich haben, wie man uns erzählt, in manchen ländlichen Orten unseres Kreises sozialistische dumme Jungen, halbwüchsige Arbeiter, allerhand Schabernack an den Fuhrwerken liberaler Wahlredner getrieben, Schrauben gelockert und anderen Unfug verübt, was zum Glück rechtzeitig bemerkt wurde, sodaß Unfälle bisher vermieden worden sind. Immerhin hätten die Führer der Soziatdeuiokralie in unserem Kreise die Pflicht, aus daS allerslrengsle derartigen Rüpeleien vorzubcitgen. Behauptet doch gerade diese Partei besonders, die Erziehung zu Bildung uttd Gesittung fördern zu wollen. Man nimmt eben den 'Mund voll und handelt dagegen. Immerhin ist der Ton der sozialistischen Redner und der sozialistischen Presse in ganz Hessen im allgemeinen nicht zu beanstanden. Doch man vernehnie, wie das Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei, der Vorwärts, Bildung verbreitet. Gr beginnt eine Wahlbetrachtung über den vierten Bcrllner RcichStagtzwahlkreiS wie folgt: .Ter vierte Wahlkreis gehört zu den Trauben, die den freisinnigen Füchsen zu sauer sind. Die Frucht hängt ihnen zu hoch, weil un vierten Wahlkreis die Arbeiierbevölkerung zu stark Deuteten ist. Lo viel Einsicht haben die freisinnigen Bauch» r u t s ch e r doch noch, daß sie keinen Arbeiter für duselig genug halten, sich zu den politischen Eunuchen zu gesellen/ DaS steht ganz auf der ,BildungS*-Slufe, die die Sozialdemokratie in Frankfurt tu O, unserer gestrigen Meldung zufolge einnimmt. Line Wahlversammlung in Klein-Linden wurde, wie man uni berichtet, von Herrn L u h eröffnet. Rechtsanwalt Kaufmann gab bann einen kurzen Bericht über die Reichstags- auflosung. ES haben, so führte er bann auö, bei der Reichstags- Nicht 1903 25 Pro-, nicht gewühlt, und das sind fast nur aut situierte Bürger. Dadurch hatte die Sozialdemokratie ihre großen (iijulge. Hatte die Partei der Nichtwahlcr abgeflimmt, so wäre it.l ridxx natu-nullibettue Abgeordnete mehr hincuigekommen. Der ssrducr erkennt das Verhalten der Freisinnigen in Gießen hoch en. Slöljlera Kandidatur hatte man ja erwartet, doch der Anti- slinitiSinus hat bei uns abgewirtschaftet, sei gespalten. Köhler tvvr Abgeordneter von 1893—1903, aber er ging nur sehr feiten rach Berlin, sodaß uni er KreiS fast nie vertreten war. Bon b:.i ca. 2uOO SiLungen dieser 10 yaljre wohnte Köhler nur 132 tiaungen bei. Von 1898—1903 war er nur fünfmal in Berni». .,Köhler ist nur eine Ziffer in der Fraktionsliste gerat'?en", sagte fti.it Parteifreund v. Liebermann. Auch in Zukunft raürve Löhter den Kreis nicht vertreten können, beim er ist Landtags- abgtutbneter und 2. Präsident der Kammer, Mitglied der Land- lvirljchajtSkammer usw., sodaß er fast immer verhindert fein wurde. Krumm sei per önlich ein sympathischer Mann, aber er würde in Bersin nur unter der Fuchtel Bebels stehen und mit ' seinen mitunter recht vernünftigen Ansicksten nie« durchkommen. Denken wir an Cramer in Darmstadt, der wegen seines Besuchs beim Großherzog sein Mandat nieberlegen mußte, gezwungen von öebcl; denken wir an die Glückivunfchadrefie bei der Geburt btd ErbgroHerzogs. Die Sozialbemolratie ist nur Neinsagerin; sie b-4 nichts jur die Arbeiter getan, lebt vom Geld der Arbeiter unb hat stets gegen bie Arbeiterfürsorgegesetze gestimmt. Die Ar- btüeriujubgeiebe bieten d-bei Äewunbernstmrtes. Täglich kommt V/z Million der Arbeiter,chast zugute, also jährlich 545 Mill., gegen den Willen der Sozialdemokratie! Die Landwirtschaft Lme unter sozialistischer Herrschaft völlig zu kurz, da ja bann alles Privateigentum aushöten würde. Der Ltberaitsmus will Die Landrairtjchasi in ihrem »tzsnanlde stärken, die Sozial- ymohahe dagegen erklärt dem Gwßbauern roie dem kleinsten Zauern den Krieg. Kommerzienrat Heyiigenstaedt bietet durch langjährige gemeinnützige Tullgleil bie Garantie, daß er auch in Julunit bie Interesien aller Wahrer unseres Wahlireises uer- Itcten würde. Was er sür seine Arbeiter getan, vieiet auch den !übe item bie sicherste Gewähr, baß er auch im Reichstag für sie in tritt Er hat große Summen für bie Arbeiter freiwillig ge- Kubet, ebenso fwr Wohltochigkettseinrichimigen u|w. und ist cts für bie Landwirt,cha,t emgetreten. (Leohafter Beifall.) — ommerzienrat Heyiigenstaedt ergriff bann das Wort unb kr,prach, bei etwaiger Wiederwahl auch im neuen Reichstag naaj jeder Beziehung feine Schuldigkeit tun zu wollen. (Bravo!) - Schnell (Soä.) wandte sich zuerst besonders gegen Köhler, aber erging sich dann auch in Ausfällen gegen bie Natwnat- Ücralen und ihren Kandidaten. Dann sprayen noch Heysigen- iubt und Stadtv. Kirch und widerlegten vcrichiedene An- giilfe. ES war bereits gegen 1 Uhr, als der Vorsitzende.Luh die Versammlung schloß. Auch in A 11 e n d 0 r f unb Steinberg fanden gestern abend sterk besuchte Versammlungen der Liberalen statt. Gestern abend redeten ferner namens des liberalen Wahl- euöichusscs Dr. Krausmüller und Riedel nebst zwei Licher Herren in Hattenrod, Harbach und Ettingshausen. Lc. Krausmüller sprach in einer gut besuchten, äußerst ruhigen Versammlung in Hattenrod in sachlicher, vornehmer Weise. In Harbach erläuterte Riedel die innere und äußere Politik der leiten Jahrzehnte, redete dann über bie Kvlonieen unb polemisierte klyl tcßlich gegen ben Umsturz. Seine oft von Zustimmung unler- hrochenen Ausführungen schlossen mit einem Hoch auf das Vaterland, in das begeistert eingestimmt wurde. Dr. Krausmüller ! sprach noch in Harbach vor, überbrachte den Harbachern die Grüße heyligenstaedts und ermahnte sie, dem Kaiser als schönstesi Ge- burtstagsgesck)cnk einen nationalen Abgeordneten zu bescheren. Die von allem Parteihader freie Versammlung unterschied sich ganz vesentlich von solck-en, die Genossen durch Lärmen zu stören suchen. In Ettingshausen überließen die Gießener Herren den Herren Keck und Mulch aus Lich die Leitung. In jener Äcqenb wissen die Leute, wer sie recht vertritt und wen sie zu Wien haben, auch ohne große .Agitation. ÜJiQn schreibt und aus Hassenhaus en, Kreis 'JJlarbunj : Sie schreiben in Nr. 6 Ihrer werten Zeitung, doß Herr Köhler in einer Versammlung in Hungen sich darüber enb rüstet habe, daß Psio.c.ioren, Richtei., Kommersienrate, studierte Leute n. a. auss ßani> kämen, um die Bauern zu belehren. Ein Parteifreund Köhlers, Oberlehrer Werner aus Gießen, hat in unserem Wahlkreis in vielen Versammlungen für Dr. Böhme gesprochen. Auch im Wahlkreis Gießen hat Werner für slöhler schon gespwchen, z. B. in Treis a. d. L. Da nun nach Meinung Köhlers die studierten Leute keine Ahnung haben von der Landwirtschaft, warum veranlaßt er denn da nicht Herrn Oberlehrer Werner, zu Hause zu bleiben? Außerdem möchte ich an Herrn Köhler die Frage richten, was die Herren Lattmann, Schaak, Naab, Dr. Böhme, Nipper usw. il-rem Berufe nach sind? Es wäre erwünscht, von Köhler eine verständige Antwort zu erhalten. Gibt er sie, bann bars er sich in Zukunft nickst mehr darüber entrüsten, roenn Gießener Professoren usw. hinausgehen, um sür ihre Partcisache zu arbeiten. Man muß diesen Herren dankbar sein, daß sie sich dazu hergeben, auf dem Lande zu arbeiten, damit ein Mann roie Köhler dem Reichstage lern bleibt. lieber eine Wählerversammlung in Großen-Buseck wird und berichtet: Die von der liberalen Partei einbcrufene Wählerversammlung war überaus zahlreich besucht. Ter geräumige Saal war voll besetzt; es mögen wohl über 300 Wähler der Einladung gefolgt sein. Musterhaft war die Ordnung. Während der mehr als dreistündigen Verhandlungen war nicht die geringste Storung bemerkbar. Prof. Luley ging in seinem ruhig und fachlich gehaltenen 6/< stündigen Vortrag aus von den Ursachen b.r Reichs- lagsaufiösung, besprach die Kolonien, die Alarme und deren fltotwendig leit und bie Ste.lung der verschiedenen Parteien hierzu, Handel, Industrie und Landwirtschaft. Zuletzt charalterisicrle et die drei Kandidaten Krumm, Köhler uno Heyiigenstaedt und empfahl schließlich letzteren zur Wiederwahl. Lautlos und mit größter Aufmerksamkeit lauschte die Venammlung den intc»> cssanien Ausführungen des Redners. Herr Beckmann, Agitator der sozialdemokratifchcn Partei, sprach dem Redner zu Beginn seiner Entgegnung seinen Dani.' aus für bie ruhigen und fach. sichen Ausführungen. Auch er befleißigte sich anfangs in gleicher Weise zu erwidern; doch zog er sich bad d..ra, seine Uebertreibungen unb Verallgemeinerung einzelner Fälle heftigen Widerspruch zu. Die sozialpolitischen Gesetze wurden einer herben Kritik unterzogen. Mit schon seit 20 Jahren gehörten Schlagern suchte Herr Beckmann seine und seiner Partei Mängel zu verschleiern. Doch vergebliche Muhe. Die Herren Eichenauer und Luley zogen rücksichtslos ben Schieier weg, wiesen überzeugend bie Haltlosiglest der Behauptungen und die Uebertreibungen des Gegners nach. Herr Beckmann hat bie gegen 12 Uhr gefchiossene Versammlung gerate nicht mit bem stolzen Bewußt,ein eines Siegers verlassen! Aus Lauterbach wirb uns, eine unserer neulichen Bemerkungen bcstäligenb, mitgctei.t, daß bet nationallib. Reichstags- kandidot Dr. Wal lau täglich Versammlungen im Wahlireise abhält, bie durchweg vorzüglich besucht sind, und daß der Bevölkerung namentlich seine ruhige und sachliche Art gefällt. Dr. W. erwähnt seine Gegenkandidaten m t keinem Wort und vermeidet jeden persönlichen Angriff. Eine in Benshemi stattgehabte Verlrauensmännerversammluiig des Bundes der Landwirte i>at mit großer Majorität als ftanbib.’.tcn des Bundes der Landwirte fi.r den Retchstagsroahl- kreis den Kammerpräsidenten Haas proklamiert. Aus dem Wahlkreise Bingen erfährt man jetzt, daß Frhr. v. H e y l an den bisher. Reichstagsabg. Schmidt ein Telegramm richtete, das etwa lautete: „Sorgen Sie dafür, daß Ihre Freunde in Friedberg und Worms die Nationalliberalen unlersti-tzen, so werde ich Sorge tragen, baß Sie die Stimmen der nationalliberaien Partei erhalten." Da die bisherigen Vertreter von Friedberg und Worms aber, Graf Oriola uno Frhr. v. Heyl, betannllich vom Liberalismus nur den Namen haben, war ein Eingehen aus dieses Verlangen ausgeschlossen. Dagegen hat sich ein dort in leitenden Kreisen befindlicher hochangcsehener nationalliberaler Großindustrieller dahin ausgesprochen, daß die von dem Bund der Landwirte vorgeschlagene Äanoibatur des parteilosen Großgrundbesitzers Keller-Stein-Bockenheim nicht von allen Nationalliberalen unter st ützt wird. Denn K. steht in Dem Verdacht, daß er ein extremer Agrarier ist. Tie Mehrzahl der N a ti0 n a11 iber a 1 en des Wahlkreises Alzey-Bingen würde in Wahrung des liberalen Prinzips gegen die von der Parteileitung ausgegebene Parole sür den fr eis. A b g. Schmidt stimmen, weil das Frantsue.er Programm der Freisinnigen dem Nalionalliberalismus weit näher steht als das Su den Konservativen hinneigende Programm des Bundes der Landwirte. Im übrigen sei, so führte der nationalliberale Großindustrielle sehr richtig rociier aus, die zwischen Nationalliberalen und Freisinnigen nickst zustande gekommene Verständigung nicht sachlicher, sondern persönlicher Natur. Hätte man seitens uer nationalliberalen Parteileitung von der auch bei vielen nativnalliberalen Wählern entschieden verurteilten Aufstellung der Großgrundbesitzer Oriola und Heyl abgesehen und andere Kandidaten, einerlei welche, ausgestellt, dann wäre in ganz Hessen die Vereinigung der Liberalen zustande gekommen. Die wirklich liberalen National liberalen seien nicyt gewillt, Heyls und Oriolas wegen ihre freiheitlichen Prinzipien der Reaktion zum Opfer zu bringen. Eine liberale Rede. Man schreibt uns aus Tarinfiadt, 10. Januar: Gestern abend sprach hier (wie schon kurz berichtet) auf Einladung der Jungliberalen der bekannte Führer in dieser Bewegung, Redakteur Dr. Brun Huber anS Köln, der geilem abend es als Aufgabe des Liberalisnius bezeichnete, den 'Dleiiichen von der ökononiifchen Abhängigkeit des anderen zu beiteten. Von liberalem Standpunkte aus m es doppelt erfreulich, daß die hiesigen Jungliberalen Dr. Brunhuber zu ihrem Sprecher in diesem Waylkampte erkoren hatten. In jedem Falle darf die gestrige Rede des Kölner jungliberalen Führers als ein Wegweijer angejprocheu werden, der den Nanoualltberalen und Jungliberalen in Helfen dte richtige Marjchroute angibt, auf der sie zu einer Regeneration des Stattönalliberalismus und damit zu einer tauch von ihnen ,a gewünfchlen) Einigung des Liberalismus gelangen. Hier einige markante Stellen aus dem Vortrage Brunhubers: Der jiuigliberale Redner protestierte schatt und unter starkem Beifall der Verjammlung gegen Uebergrlffe des persönlichen Regi- meins, aus bereit Konto namentlich die Versummung mit Englau. zu sehen sei. Und weiter gelhelt er die absolutistische Wirtschaft Hochadels in der deiltschen Diplomatie. Auch hier müßten bie stelle» nicht nach dem höchsten Adel, sondern nach dem höchsten Alaße an Intelligenz vergeben werden. In der inneren Politik war es der sehliuimile Fehler, daß man die deicksche A r b c 11 c r- schait außerhalb des deutschen B ü r g e r t u m s gestellt hat. Wie man die Regelung unserer auswärtigen Wirtschaftsbeziehungen unter dein Gesichtswinkel der Junkerpolitik betrieb, so auch die innere Politik, beispielsweise bei der Fleischteuerung. In den jetzigen Handelsverträgen trete daS agrarische Interesse zu stark hervor. ES hätte statt befielt eine inbuftrielle Handelspolitik gemacht werden müssen. Eine Einigung der liberalen Parteien iväre schon lange erzielt worden, iveim anderseits die Freisinnigen, trotz ihrer vicliad) berechtigten Kritik, nicht so ost vergessen hätten, ben gesunden Fortschritt der deutschen Arbeit und das Äufbluhen des Vaterlandes zu bet ä h i g k e i t und irreführende Berichterstattung Über den Stand der revolutionären Bewegung vor, da in amtlichen Berichten die Terroristen längst für ausgerottet erklärt Worden send. ■ In Lodz wurde der Gendarmeriechef erschossen. Der Mordan,chlag auf Oberst Schadjko-Andreicw wurde von zelm mit Revolvern bewaffnete Männer ausgeführt, die ihre Waffen gleichzeitig ab.euerten. Von drei Soldaten, die den Gendarmen >- chef begleiteten, wurden zwei schwer, der dr.tte leicht verwundet Zufällig vorübergehende ^wsaleu schossen ans zwei Personen, die davvneitten und vermutlich zu den Mördern gehörten. Sie wurden getroffen und sck>wer verwundet in das Spital gebracht. i Aus den von Hungersnot betroffenen Gouvernements Aesien neue furchtbare Nachrichten ein. In der Gegend von Batu sind etwa 1000 Personen verhungert. Namentlich die Kindersterblieltkeit weilt ungeheure Zis,nm auf. In Ardatow begann die zur Verzweiflung getriebene Bevölkerung blutige Unruhen. Aus kompetenter Quelle erfährt die „Stranz" das Resultat der Unter,uchung von 800 000 Rubeln, der an die Firma ^'idwai auf zu liefernde 10 Millionen Pud Getreide für die vungergebiete gezahlt worden war. Die Unter,uchung ergab, daß der Minister- gehülfe Gur ko sowie der Direktor des Landfa)a,t^departements Litwinow und der Gouverneur von Nishm.Nowgorod, Baron Frederiks, ihre Amtsgewalt überschritten haben Infolgedessen i,t gegen alte drei durch den Reichsrat das Kriminat' perfahren emgeleitet worden. Aus Stadt und £ano. Gießen, den 11. Januar 1907. ” D ie E n t l a sslin gsprüfun g en an den drei hessischen Leh re rsem in ari en finden in diesem Jahre wie folgt statt: In Friedberg für die beiden Oberklassen vom 22. bis 25. Januar und vom 29. Januar bis 1. Februar. In Alzey vom 19. bis 23. Februar. In Bensheim vo»n 25. Februar bis 1. März. — Tie Aufnahmeprüfungen beginnen nach der »Tarmst. Ztg." an den drei Seminarien am 21. März. *• Verhaftet wurden die wegen Diebstahls vom Amtsgericht Plauen i. V. steckbrieflich verfolgte Slnna Di eine! aus Theuma, die von der kgl. Staatsanwaltschaft Marburg wegen Diebstahls verfolgte Dienslmagd Christine 93nm bei) aus Göttingen und der Arbeiter Friedrich Schnabel aus Wieseck wegen mehrfacher Betrügereien. •• Diebstahl. In verflossener Nacht wurden an dem Hinterbau der früher Schüler'schen Besitzung am Theaterplatz die Da chka n deln, etwa 16 Meter, abgerissen und gestohlen. ** Aus dem Bureau des Stadttheaters. Es sei darauf hingewiesen, doß von jetzt ab auch Blockbillets zu 10 Karten wie in den Vorjahren int Vorverkauf des Stadttheaters ausgegeben werden. [J Marburg, 10. Jan. Die hiesige Universität beabsichtigt im laufenden Jahre verschiedene Universitäts-Institute dem städt. Elektrizitätswerk anzuschließen. Es handelt sich zunächst um die Einführung elektrischer Beleuchtung in den Operationssälen der Kliniken und Verwendung elektrischer Kraft für wissenschaftliche und, technische Zwecke in mehreren Instituten. Wie aus dem Etatsentwurf zu ersehen ist, sind die Kohlen mit 41555 Mk. veranschlagt. fe. Frankfurt a. M., 10. Jan. Gestern ftarb der ä l t e ft e Einwohner von Frankfurt, der frühere Kassenbote Johann Jakob Rupprecht, im 97. Lebensjahre. Der Verstorbene war bis zu seinem Tode verhältnismäßig rüstig und niemand sah dem allezeit zu Späßen geneigten Mann sein hohes Alter an. h. Frankfurt a. M., 10. Jan. Einem dieser Tage mit einem D-Zuge hier eingetrosfenen Herrn wurde während des Aussteigens aus dem Zuge eine Brillant-Busennadel im Werte von 3000 Mk. aus der Krawatte gezogen. Der Dieb entkam. — Im preuß. Staatshaushaltsplan ist für die Ausführung baulicher Arbeiten bei dem Saalburg-Museum ein Beitrag von 30 000 Mk. als erste Rate angesetzt. Frankfurt a. M., 10. Jan. Die Agitation, die in den Kreisen der wohlhabenden Bürgerschaft für die Errichtung einer Universität in Frankfurt getrieben wird, ist von Erfolg gekrönt worden. Von einer größeren Anzahl hervorragender Bürger sind große Summen zur Dotierung der Hochschule in Aussicht gestellt worden, und die Konstituierung eines Komitees steht bevor, das mit dem Kultusministerium über die Errichtung I der Universität verhandeln soll. fe. Frankfurt a. M., 11. Jan. Der 17jährige Banklehrling Heinrich Steffen, der bei einer Bankfiliale in Tuisburg-Hochfeld 9000 Mk. unterschlagen hatte, wurde in einem hiesigen Hotel verhaftet. — Zn einem anderen Hotel wurde ein ebenfalls 17 Fahre alter KausmanuÄehrling Haus R e u ß aus Hannover verhaftet, der seinem in Darmstadt wohnenden Onkel 340 Mk. mittelst Einbruchs gestohlen hatte. Hanau, 10. Jan. Das Stadtverordneten- Kollegium lehnte den Antrag auf alsbaldige Gewährung einer Teuerungszulage an die städtischen Arbeiter und Beamten, deren Einkommen 2000 Mk. nicht übersteigt, ab; dagegen wurde beschlossen, vom Magistrat die sofortige Vorlegung des zwecks Revision der Löhne und Gehälter dieser Arbeiter und Beamten durch Erhebungen bei anderen Städten gesainmelten Materials zu fordern. (Frkf. Ztg.) Fulda, 10. Jan. Mehrere hiesige Einwohner erhielten dieser Tage ein Schreiben der König!. Regierung zu Kassel, der Kultusminister nehme nach Einsicht der Akten betreffend das Strafverfahren wegen fahrlässiger Inbrandsetzung des Domes an, daß auch der abgebrannte Nordiurm durch das Feuerwerk in Brand gesetzt worden ist und erachtet den Drogisten Pauly und die Mitglieder des Deko- cationskomitees für verpflichtet, dem Fiskus allen aus dem Brande der beiden Dom türme entstandenen Schaden zu ersetzen, und zwar den Drogisten Pauly wegen der bei der Veranstaltung des Feuerwerkes begangenen Fahrlässigkeit und die Mitglieder des Komitees, weil sie die Anssi'ihrimg des Feueriverks haben geschehen lassen, ohne die nötigen Vorsichtsmaßregeln anzuordnen. Unter Vorbehalt aller weiteren Ansprüche bis zum Ersatz des vollen Schadens wird zunächst eine Schadenersatzforderlmg von 4000 Mk. geltend gemacht und um Erklärung darüber ersucht, ob sie bereit sind, die 4000 Mk. ganz oder anteilig zri bezahlen und die Verpflichtung zum Ersatz des ganzen weiteren Schadens anzuerkennen. — Man glaubte hier, die Sache mit dem Dombrand wäre längst erledigt, wenn gleich heute noch der Turm als Ruine dasteht. Besonders schwer betroffen von dieser Wendung der Dinge ist nach der „Frkf. Ztg." Pauly, dem der Prozeß wegen des Südturmes schon 10000 Mk. gekostet hat. Vermischtes. * Erdbeben Meldungen liegen heute aus mehreren Orten Skandinaviens vor. Namentlich auf der Strecke KornSjoe- Mellerud wurden in der Vergangenen Nacht starke Erderschntte- rungen bemerkt, durch welche.die Einwohnerschaft aus dem Schlaf geweckt wurde und die die Häuser erzittern machte. * Der tätowierte Kahlkopf. Cm alter Herr in Verviers, der eine kolossale Glatze hatte, beschloß, sich ein Blumenarrangement auf seine Platte tätowieren zu lassen, um in Damcn- gesellschafr besseren Eindruck zu machen. Er ging deshalb über die deutsche Grenze nach dem kleinen in der Nähe von Herbesthal gelegenen Dorfe Montzin,. wo ein gewisser Peter Klein wohnte, der in der ganzen Umgegend für ein äußerst geschickter Tätowierer galt, und beauftragte ihn damit, seine Glatze mit einem geschmackvollen Nlumeiibukett zu versclstinern. Peter Klein aber ist ein Schalk, er zeichnete dem Biedermann ein Bukett auf die Glatze, dessen einzelne Blumen in ihrer Zusammenstellung obszöne Darstellungen ergaben. Der Ahnungslose zog stolz mit seiner verschönerten Platte voii bannen, bis ihn seine Freunde darüber ausklärten, was die schönen Bilder aus seinem Hinteriopse zu bedeuten hätten. Voller Wut richtete er eine Anzeige gegen Klein, der sich nunmehr wegen Vergehen gegen das Gesetz über den „Vertrieb unzüchtiger Biller und Schriften" zu verantworten haben wird. 'Bergbahn auf den Ma11erhorngipfel. Beim schweizerischen Bundesrat ist ein Konzefsionsgesuch em- gegangen, betreffend den Bail einer elektrischen Zahnradbahn Zcrmatt-Matterhornspitze. Das Proj-.lt sieht zwei Sektionen vor. Tie erste soll eine Zahnradbahn mit elektrischem Betrieb, einem Bahnhof, Vrege-Zermattbayn ausgehend, über Zmuttbach durch das Hörnli nach Matterhornhittte (8052 m) führen; von dort soll das etwa 20 m unterhalb vom Grpfel gelegene Plateau vermittels zweier Drahtseilbahnen erreicht iverden. Das Endstück geht durch einen 2230 m langen, fast senkrechten Tunnel mit einer Ma-simalsteigung von 95 v. H. Tw Endstation soll ans 4475 m stehen. Tie Darier der Bauzeit wird auf vier Jahre geschätzt. Die Herstellungskosten sind 10 Millionen. Die Dauer der Fahrzeit währt eine Stunde und 50 Minuten, gegenwärtig braucht man für einen Aufstieg von Zermatt aus mit Abstieg 24 Stunden. * Kleine T a g e s ch r o n i k. In Roth (Rliöist äscherte ein G r o ß f e u e v sieben vollgefüllte Scheunen und fünf Firste ein. Vermutlich liegt Brandstiftung vor. — Bel der Tarlehnskasse in Kleinkarlbach (Pfalz) sind Verlmtreunngen von 19000 Mk. enldeckt worden. Ter Rechner wurde verhauet. — Auf der Strecke Koblenz-Bopvard erfolgte gestern ein großer Bergrutsch in der Nähe von Kapellen^ Ta meiierc Rutschungen euureien können, wurden ausgedehnte Sprengungen vorgenonunen, um die dicht vorbeiführende Bahnlinie 511 schützen. — Bei 91 a m u r wurde durch einen I a g b u n f a I ( Baron Maurice de Bonhomie getötet. Sem Bruder stürzte über eine Banmimirzel; hierbei entlud sich sein Gewehr unb die volle Ladung traf den in der Nahe stehenden Baroli, der sofort tot ivar. Gerichtssaal. Neisse, 10. Jan. Das Schwurgericht verhängte über die Dienstmagd Anna Jurtzky aus Schnellendorf, die ihr drei Wochen altes Kind vergiftet hatte, die Todesstrafe. Karlsruhe, 10. Jan. Das Schwurgericht verurteilte heute den Emil Slrca,nß aus Odenheim, der seine Frau auS Eifersucht erschossen hat, ah 2 Jahren 6 Monaten Gefängnis, abzüglich 3 Monate Untersuchungshaft. Universitäts-Nachrichten. — Der Präsident des Aufsichtsamts für Privatversicherung Gruner in Leipzig wurde von der Universität Göttingen zum Doctor honoris causa ernannt, weil die Kodifikation des Versichcrungsaufsichlsrechts hauptsächlich sein Werk ist. Arbeiterbewegung. Paris,. 10. Jan. Unter den Textilarbeitern von F 0 u y ö r e s und H a z e b r 0 u ck ist eine Ausstandsbewegung ausgebrochen. Die Zahl der Streikenden nimmt ständig zu. Buenos Aires, 10. Jan. 'Ausständige Arbeiter der Flußdampfer griffen gestern arbeitende Kameraden mit Revolvern und Gewehren an. Polizei schritt ein und gab ebenfalls auf die Streitenden Feuer, wobei drei Streikende tödlich verletzt wurden. Handel und Nerkehr, Volkswirtschaft. Märkte. fe. Frankfurt a. M., 4. Jan. lOrig.-Telegr. des „Gieß. Anz.") 931 e l) m a r f t. Zum Verkaufe standen 00 Kälber, 00 Schafe und Hämmel, 308 Schweine, 0Ziegen. Schweine: 1. Qual. 70—71 Pf. Lebendgeivicht 56.00—00.00 Ps., 2. Qual. 68—69 Pf., Lebendgewicht 55.00-00 Psg., 3. Qiial. 60—65 Pfg. Kälber 1. Qual. 00—00 Pst Lebendgewicht 00—00 Pfg., 2. Qual. 00—00 Pfg., Lebendgewich! 00—Ou Pfg., Schlachtgeivicht 00—00 Pfg. Schafe 1. Qualität 00—00 Pfg., 2. Qiialiläl 00—00 Psg. Geschäft: gedrückt, Ueberstand iiubebeutcnb. Gießener Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung für Hessen am SamStag, ben 12. Januar: Abnehmende Beivölkung. Geringe Niederschläge, Etwas kälter. Mäßige nördliche Winde. Originai-DrahtineLbungen. sd. Bensheim, 11. Jan. Gestern abend starb an bm Folgen eines Schlaganfalls der im 68. Lebensjahr stehende Kvm, merzienrat Gustav G u n t r u nt. Der Verstorbene war ein eifriger Anhänger der nationalliberalen Partei und stand noch in den letzten Tagen an der Spitze der Wahlagitation. Neulirch (Kr. Rheinbach), 11. Jan. Der katholische Pfarrer hat von der Katrzel herab der Gemeinde b er boten , auf das in Rheinoach erscheinende Kreisblatt zu abonnieren mit der Begründung, daß der Herausgeber und sein Kassierer Protestanten seien. (Das nennt das Zentrum „Toleranz". .D. Rd.) P 111 s b u r g , 10. Jan. Von den 35 Arbeitern in den Stahlwerken entkam nur einer unverletzt. 2 7 sind zu Asche verbrannt, sodaß feine Spur mehr von ihnen in dem geschmolzenen Metall zu finden war. 7 Arbeiter sind sehr schwer verwundet. Die Explosion verwandelte die Umgebung der Stahlwerke in einen 5 Fuß tiefen See von flüssigem Metall. Ter unverletzt entkommene Georg Knox erzählt über die Katastrophe: „Wir waren alle an der Arbeit, als ee>’ plötzlich einen furchtbaren Krach gab. Ich fing sofort an zu laufen. Ein gräßlicher Tod stand mir vor Äugen, wenn ich nicht schneller laufen konnte, als das glühende Metall floß. Ich erreichte den Zufluchtsort feinen Augenblick zu früh." Ein in einem Zuge an der Unglücksstation Vor über fahrender berichtet: „Ich sah 10 Mann laufen. Ihre Kleider brannten lichterloh. Augenscheinlich waren einige von ihnen verletzt, da sie kaum rennen konnten. Verschiedene ftraiid'Citen und fielen in das HKße Metall, das sie sofort einhüllte." Santiago de Cuba, 10. Jan. Infolge falscher Wcichen- stellung suh^ ein Eisenbahnzug auf den Lokomotiv- s ch Uppen. Durch den Zuiammcnstoß explodierten zwei Lokomotiven, wobei eine Anzahl Beamte getötet oder schwer verwundet wurde. BeLas>nr,»s,»chung. Im Anschluß an die Bekanntmachung vom 15. Oktober 1906. betr. die Offenlegung dec- Bebauungspläne« und Onsstatuts für die Steppans.nark, bringen wir zur Kenntnis, daß der früher feit geichtc Man, soweit er das Gebiet zwischen Ludwig, Bleich-, Stephan,rrastc und der (Lricubapn betrifft, laut Befchtu.; der Stadtocrordnetenversammlimg vom 6. Dezember 1906 abgcaudcrl werden io 11. Der Plan über diese Aenderungen liegt bis zum 26. d. Mts. au, dem städtischen -iic,bauanite offen. Einwendungen find binnen der gleichen Frist bei 'Meldung des Ausschluistw bei uns vorzubringen. Gieijen, den 8. Januar 1907. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. __Mecum.___________________ B10/j Dienstag, den 22. Januar 1907, vormittags 11 Uhr, soll un Garnisonolazarett Gießen die ^ieseruna der für das Rechnungs- i^chr. l'-D, erforderlichen VcrpflegungSbednrfnistc einschließlich Eis, auSichucßlich der Fleischwaren und Martoffein, verdungen werden. Zu gleicher Zett nt die Abnahme der gewonnenen Mücbenabfälle, Brolreste und Knochen zu vergeben. D“/i| .,Tie Bedingungen fön neu während der Dicststunden im Ge» schastt'zimmer des Lazaretts eingcfcoen werden und müssen vor Beginn des Termins durch Unterschritt anerkannt sein. ____________________________Groich. Garnisonlazarett. i HoLzverlaus. Königliche Oderförsterei Krofdorf. Dienstag, den 22. Jannar, vormittags 9V2 Uhr, kommen int Eben scheu Saale in Frohnhausen zum Berkaus: Bll/i Lchntrvez. Waldbaus. Li irr. 54 Münzenhau 55,57 Lindenschied: Elchen - 10 Jim. Schichttiiltzh. 12 Riii. Mnuop. 374 Rin. Durch- fönt Ren. Buchen == 443 Rm. Scheit u. Ltnüpp. 400 Km. Dur»' form Reis. Schnybez. Salzboden. Dfftr. 77c-, 79.i Hardt: indjcit = 18 9uh. Schichttillyh. 2. 2,5 u. 4 in lg., ‘ä.j 31 m. Scheit u. Mnupp- 205 Rni. Reis. Bilchen -- 1/6 Rm. Scheit u. Kniipp. 648 Rin. Reis. Krofdorf, deri 10. Januar 1907. Der Oberförster: Lieber. [WeiS”^ bii ' di- r-d-z' /d- dm ife* int, weif «ch Irin JWitQ. ejtilarbeitern nnn imm?Sbveroe8Un3 «* inimt ständig zu. Jiibjse Arbciln der Fluß, *,mtt Revolvern und > gab ebenfalls aus die lkende tödlich ver. ;u,Nq( v 062 « a? ' 47° m fi,; 9 v°-i «ÄS*: r. ° D-xe-d?'?--- ' ^ogenivarij/^ j -> X ZSSs fcS»s J*SäJr*S euo>'uneii, u V01'^. s»5wirt|chaft. (Cxig.-Ielegr. des ,®iefc. tonbeu 00 Halber, 00 cdjali t)roeme:l. Dual. 70-71V, b8—69 Pi., Lebendgeivich alber 1. Dual. 00-90 Pj, —00 PIg., ttebendgewut Psg. Echaie 1. Cualiic k!g. lScjchäil: gedrüL dienst. Hessen am Eam?tag, b r ). (Seringe öliederschlaxi Amtlicher ’gdL Dekannlmachung. Betr.: Abbaltung landwirlschafttichcr Vorträge. Herr LandwirtschaftSlehrer Franz aus Lich wird in den nachstehend genannten Gemeinden folgende Vorträge halten: 1. Oden Hausen, Sonntag den 13. Januar, nach, mittags 21/, Uhr, bei Wirt Konrad Haupt über: „Futtermittel und Fütterung dcS Milchviehes*. 2. Leihgestern, Sonntag den 20. Januar, nach, mittags 3 Uhr, bei Wirt Georg Bender über: „Saatgut und Saatwechjel^. Die Herren Bürgermeister der Vortrags- und der Nach, barorte iverden ersucht, dies wiederholt ortsüblich bekannt 'machen zu lassen. Gießen, den 8. Januar 1907. Der Vorstand deö landwirtschastlichcn Bezirksvereins Gießen. Tr. B r e i d c r t. Benachrichtigung betr. die Firma Wach, und Schließ-Institut, Ziveignicder. lossung Gießen. Die Erben deS Kaufmanns Peter Krumscheid, Jirinen. inhabers, werden benachrichtigt, daß die Löschung dec Firma im Handelsregister beabsichtigt ist. Zur Geltendmachung emeS Widerspruchs tvird hiermit eine Frist von 3 Monaten vor- B11/, Kaffee Wcslanlage5 L Kalkhoi Kachf. Telephon 467 ohne Zugaven und ohne Rabatt, dagegen unerreicht in Qualität, eigener Röstung, täglich frisch, s. Pfd. 1.—, 1.20, 1.40, 1.60, 1.80 bestimmt. Gießen, den 7. Januar 1907. Grosch. ?lintSgerickit. Holzvcrfteigerung. «Vrcitao den 18. Januar 1907 werden versteinert auS SDiftrlli yiiitiücrn: Schcillwlz »Uesern 1 2- Sllaflc (iHunMiticit), Dichten 23 2. Li lasse ^worunter 20 Oim. Vttindschcit). Unuvpcl bim.: Iticiern 12, sichten 32 (worunterbim. 3 Dieter lang). Steiler 'Jim.: Liefern 4, sichten 30 (auvncfnüiwclt). Sroae 'Jim.: iticicrn 4, h-iwteil G2 1. .siianc, 22 2. Mlaiic. Zusamrne«rkunn vormittags 10 Uhr am Distrikt Siödderri aus der uhaussee von Weiterohain nach Luiuda. Ferner werden versteigert an demselben Tage aus den Dinrikten Eöenbern 1, vörned ö, b, 9, 11 und 12. stamme: ILichen, 2 Stück, zu Schnittholz geeignet, von 38 u. 41 l£tmr. m. Dm und 2 il 5 Dieter rjange mit 0,89 J,t., v Stück von 15—19 IStmr. m. Dur. und 6—10 Dieter fange mit 140 Fm., zu Wagnerbolz geeignet. Scheiter Rm.: Luchen 361 iworunter 2 bim. Wert scheuer), 3 2. Silane, (Lichen 4 1. Silane (worunter 3 bim. Rundscheit), 2 2. Silane, Birken 2, Nietern 8, 1. Silane (Rundscheitl. Nnüpvcl Rm.: Buchen 372, Birken 7 2.stlaü‘e, (firtjen 20 1. Silane iworunter 4 bim., 2'1* Dieter lang), 2 2. Silane, Surfern 3, Fichten 1, ASven 2 2. Masse. 'Jiciicr bim.: Buchen 650, (Lichen 3-1. Stottc Rm.: Buchen 132 1.Klasse, 13 2. Silasse, Eichen 7, Sicjern 4 2. Silasse. Zusammenkunft vormittags 11'/, Uhr auf der Ehauisee Appenborn-Weitersbain am Diarzacker. biabere Auskunft erteilt Sorjtwart Legerer, Odenhausen. Londorf, den 10. Januar 1907. Frciberrlichc Obersörstcrci Rabenau. B11/, Schmieder. -■■■■■ : Grosser : “* Inventur- und Räumungs-Ausverkauf | I I | | Alle Waren zu den allerbilligsten Preisen. | I I I I I | | | I Viele Artikel bedeutend unter Einkauf. ■t* Hermann Katz Manufaktur-, Mode- und Weiss waren, Teppiche und Konfektion. Achten Sie auf die Schaufenster. -- - Achten Sie auf die Schaufenster. Gietzkü. tieneral-Versamniiungg DienStag den 22. Januar, abends 8 Uhr, im Lokal des He rn Sauer, Neustadt. Tagesordnung. 833 1. Jahres- und Nechnnngoberichi. 2. Erledigung etwaiger eingebradjtcr Anträge. 3. BorstandSivahl, Esabi der Berlraucnsmaiiner imb Schiedsgericht. M3. (Luvatge Ansprüche der Diitgliebcr aus de-.n abgelaiifciicn Geschäftsjahr an den Berein oder an den Bornand müssen bis zuu» 17. Januar 1907 bei dem 1. Borstyenden (Lari Balenun ,'chrtftltch eingebrachi werden. Mitglieder, welche Interesse an der Tagesordnung haben, werden dringend gebeten zu erscheinen. Der Vorstand. tonsdifdjer Arblücrvkttin Sonntag, den 13. Januar 1907, abends 8'/, Nhr im Bereinssaal der Herberge Vortrag- des Herrn Nentamtnrauu Schäfer über: Die Hexenprozeffc in der ehemaligen Landgraffchaft Heffen-Bingeuheim. zzzzzzzzzz Eintritt frei für Jedermann. -------- — Sonntagsverein für Mädchen. Die Vereinigung der Mädchen findet statt an jedem Sonntage zwischen 2 und 7 Nhr nachmittags im Saale der jileintinderschule, Dlezstcaße 15, die 'Mädchen können zu jeder Zeit kommen und gehen; von etwa 4 Uhr bis 5 Uhr findet gemeinsame Unterhaltung statt mit Gesang, Andacht, Ansprache, Vorträgen. D4/1 Gute unterhaltende Bücher und Spiele sind in großer Zahl vorhanden. Wir laden zur Teilnahme freundlichst ein. Der Vorstand: Dr. Naumann, Kirchenrat. Feinstes PFlanzenFelb KOCHEN BRATEN .BACKEN BJur kurze Seit? Nur kurze Sait! C. e Januar-Verkaufstage Beginn Samstag, den 12. Januar Schu" aren stim Verkau Bj iTiQ ■UII9 cinidjUcBl»* >edu.r »"'verdungen 2 bieten werden, zu überzeugen. *u/i shuhwarenhaus prumiMBs B&hnhofstr. 58 Bahnhofstr. 58 QIESSEK 1 £" * -* Preise äusser- fr Tr*: Mr- Von allen Angeboten in Schuh waren wird das unsrige am meisten Interesse und Sensation hervorrufen, sowohl durch das Aufgebot des denkbar Möglichen in Bezug auf Preiswürdigkeit, wie auch durch die imponierende Menge der aufgestapelten Schuh waren. Es stehen insgesammt für über eisterei Gießen- die durch unsere Zentrale in Aschaffenburg infolge bedeutender Abschlüsse noch preiswert erworben wurden. Die Vielseitigkeit der in Betracht kommenden Waren lässt es nicht zweckmässig erscheinen, hier an dieser Stelle für einzelne Artikel anzuführen, und empfehlen wir unseren verehrten Kunden, sich durch eine Besichtigung von den ganz gewöhnlichen Vorteilen, die wir während unserer Billigen Januar-Verkaufstage *-3s®5 fittlsi . rci MÄ < lSungen. cn abend starb an b W\\»W stehende Kv: erstorbene war ein eifrig i und sland noch in ba (lagitation. Zan. Der katholisch, serab der Gemeint erscheinende itreisblaii ung, daß der Herausgebc seien. (Tas nennt bei xn 35 AMern in bei tzt. 27 sind zu Ascher von ifrifflin bemj ' Arbeiter imb 'ehr Mc ÄbieWW es Plötzlich eenen M ju laufen. ®in.gra.fi5 ht schneller laufen bnnL rrcichte den ZuslM einem Zuge an dn ^ 'i E'KS SB« hlu'scs fei«» mein Ave N Gefellschasts-Anzuge nach Matz wegen anderweitiger Unternehmung. 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Gießen, die d Dr. Wl'eP®1 sitzende des ui iliig-Klicdderii M.!)iatDr.l Ronnenberger i Darmstadt, Sei LdemaaiSamv der Vorsitzende Dr. Tietz, die laflenoerbänbe HM Dr. Dttige(id)i§öi und bit 'Lizei lsrau Dr. Äi und endlich Gebiet der i Dresden und 'J)iini|iei ratiing nut e daß e. fl, H. in dieser so r er den finitlu besten erkenne legten, und fi denen Teilen Tarmstadt sür In einem sot' (LrSneruntz ei darüber vor, vom Deutsch ’.n Mannheu dost cs Pfln Deutschland -!nge entgeg die läruiieiiiG Verbreitung llngShy'gieiik, ^kzng einerein Ausbildung dc unö Geiverbe ausreichende,, l Minnen, somit o°n Säuglings Ganzen die 2JI, Ziües get t0IUVli handele sür das Oaltn Ärsorg 42, 55 bis 70 45, 62 „ 75 40, 54 „ 75 CUrl Frensdorf Ecke Neustadt p- Ecke Neustadt u. 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