157. Jahrgang Erstes Blatt ▲ ▲ jährlich wll. L2v; ourry 4 7^ Abhole- tu Zweigstellen ji v3a Sh» ▼ monatlich 6s Pf.; durch Die Heutige Wummer umfaßt 12 Seiten HL Virement 4 3 i 4 2 u 1 j •J ä 3 3 5 -t Wationüitiöeralcr Wartcitag. Unberechtigter Nachdruck verboten.) S. u. H. Wiesbaden, 6. Oktober. Mittwoch 9. Oktober 1907 Bezugspreis, monatlich 7b Vf^vienet- jährlich Mk. 2LV; durch rr. 237 ßrjchetttt iügltch außer Sonntags. Gießenet Anzeiger ,erden im Wechsel mit em hessischen Landwirt ie Siebener Kamillen, löttet viermal in der Mt beigelegt und syei'nalrvöchentlichdas -.eirblatt iüt den Kreis jteten. Yerniprech-An- Hlutzf.d.RedattwnI12 ! !erlag u. C-xpedttwn 51 löiefle tüt Depeschen; Anzeige» Eichen. Innahme es« Anzeigen ® ,"1T t)tC LageSnunnner ti vormittags 10 Uhr. durch einige Vorsitzenden und einige der heute sehr zu unrecht angegriffenen Staatsanwälte und Verteidiger. Tie unnötige Tortur der Pre„e luyrt zu keinem Ziele, aber wir , tun besser, auch hier wie bei der, Behandlung Jugendlicher usw. zu warten ois zur Reform der ^.tra',- prozeßordnung, damit diese nicht verschleppt wirb. Exzellenz Hamm (Bonn) forderte die Zulassung der Laien zur Strafkammer als Richter, weil gewerbs- oder berussmägrge Richter zu leicht in Schematismus verfallen. Wenn Laien am RiHtertisch sitzen, wird langsamer verhandelt, den ein^hien Fällen mehr Wert beigelegt, das Vertrauen der Bevölkerung zur Justiz wieder hergestellt. Dringend wünschenswert ist es, das; als Schöffen und Geschworene auch Arbeiter herangezogen werden. Wir wollen weit hinuntergreifen in das Volk, dieses erziehen< zum Vertrauen in die Rechtspflege. (Bravo!) Ich mochte ganz gerne Sozialisten am Richtertisch sehen. Ich bm uoerzeugt, daß viele Schöffen nicht so milde urteilen, wie mancher saflappe Jurist. Tcr Staats'.mwaU soll fich nicht nur als Polizcikommmar W« unb auch den Mut haben, von der Berfolgnng einer Lache ab- zusehen. Ein Fall aus dem praktischen Leben: Als ich Liaals- anwalt war, sollte ein Mann nach langen Jahren, als er von Amerika zurückgekommen ivar„ wegen Unzucht an einem Km de angeklagt toerden. Ter Vater des Zkindes kam entsetzt zu mir und sagte: „Jetzt ist meine Tochter 22 Bahre^alt, die ^-ache i)£ im Orte längst vergessen, und nun soll meine Tochter als Bkug^in vor Gericht. Das bringt neues Unglück über meine rMwilie. -öd), habe die Anklage niedergeschlagen, obgleich ich deshalb hatte zur Rechenschaft gezogen werden können. ~ Le Staate anst alte sollten auch den Mut haben, sich nicht nur als Pol^eikomminar zu fühlen. Ter Staatsanwalt sollte auch ahnragen, ivo das größere Interesse vorliegt, und lieber einmal eine ^ache laufen lassen. (Beifall.) , ... ... r _ Bei der Abstimmung wurde die R e j o l u t i o n m 1t g r o tz e r Mehrheit angenommen mit den Zusätzen, daß auch die Beseitigung des Zeugniszwanges der Presse und die geionderte Behandlung der Minderjährigen gefordert wird. Generalsekretär Keinath (Stuttgart) befürwortete alsdann bUCb^rt§ 8. Oft. Der Wechsel im Auswärtigen Amt wird von der Pariser Presse gleichmäßig als ohne Petersburg ausgewählt worden war. Petersburg, 8. Oft. Die Abberufung- des hiesigen beutn-ni Botschafters v. Schön wird von der deutschen Kolonie der russischen Hauptstadt allgemein bedauert. Man sieht ihn nur ungern scheiden aus dem Kreise, wo es ihm in der verhältnismäßig kurzen Zeit seines Wirrens aelunqen ist, allgemeine Verehrung und Sympathie sich zu erringen, durch seine außerordentlich .herzliche, emfache Verkehrsart sowie durch das allgemeine Interesse, das er bei feder Gelegenheit für jeden Einzelnen wie für tee Gesamt- beit der Kolonie bekundete. Exzellenz v. Schön weckt angen- bticklich im Auslande. Botschaftsrat v. Miquel versicherte, daß die Berufung zum Staatssekretär des Aeußern^ Herrn v. Schön nicht unerwartet kam. lieber ben Nachfolger ü. Sckföns wird augenblicklich mit dem russischen Hofe ver- (,an£o'n bon, 8. Oft. In hiesigen politischen Kreisen legt man dem Rücktritt T f ch i r s ch k y s keine besondere Be- delitung bei. Tschirschky ist den hiesigen, diplomatischen Kreisen immer durch seine Zurückhaltung em fremder ge- Tic seit längeren erwarteten Verschiebungen in hohen jiclten der Diplomatie sind nunmehr erfolgt, indessen at es dabei wie immer an Ueberraschungen nicht ge- .plt wenigstens soweit die Wahl der neuen Männer rr Betracht kam. Daß der Statthalter der Reichslande mtsmüdö war, ist kein Geheimnis geblieben, wenngleich iemanb an den Rücktritt im jetzigen Augenblick gedacht at. 13 Jahre hat Fürst Hermann zu Hohenlohe-Langen- urg auf seinem verantwortlichen Posten gestanden, der roßen Takt und viel Geschicklichkeit erforderte und nie- iand wird ihm die Aneriennung verjagen können, daß r überaus segensreich gewirkt und viel dazu beigetragen at, die Gegensätze zu mildern. Allzuviel ist er dabei freilich icht in die Oesfentlichkeit getreten, aber man weiß, daß r unablässig an seinem Ziele arbeitete, die Germanisie- ' ungspolitil ohne überflüssige Härten durchzuführen. Selbst ' in Köller, der als Minister des Innern und Oberpräsident J on Schleswig-Holstein ein Draufgänger war, hat sich in ft Araßlmrg nicht unbeeinflußt durch den Statthalter ganz | trachtlich gemäßigt, und man darf es mit Genugtuung N erzeichnen, daß die reichsländischen Regierungskreise ganz i uergijch die Bestrebungen auf eine größere Selbständigkeit ttjaß-Lothringens zu fördern'bemüht sind. Tie Bewohnerschaft wird es dem Fürsten danken, daß -nter seiner Amtsführung wichtige Reformen zustande ge- e ommen sind, vor allem die Neuregelung der Gemeinde-, »Tönung, die Aushebung der vorsintflutlichen Tür- und c-ensters. euer, dann aber die Aushebung des Diktaturpara- ;raphen und Einführung eines neuen Preßgesetzes. Sein stachftckgsr findet daher ein wohlbestelltes Feld vor, aus )cm es ihm nicht unschwer sein wird, gleichfalls Erfolge u ernten, wenn er auf der bisherigen Bahn fortfährt. m -As voraussichtliche Nachfolger Hohenlohes waren während 14 ,r oft ausgetauchten Gsrüchte von seinem Rücktritt die - rsch-edensten Personen genannt worden, törichterweise jo- 2 a: Prinz Eitel Friedrich, dann der Sohn des Fürsten, rbprinz Ernst, der frühere Kolonialdirektor und auch der Prinz von Schaumburg^LiPpe fehlte nicht, aber an den -rfeu W e de l hatte niemand gedacht. Er gilt als eine , ht gewandte Persönlichkeit, sowohl bewährt als Militär, rvic als Diplomat und nicht in letzter Linie wegen dieser < C genjchaften dürste die Wahl auf ihn gefallen sein. Ziel' icht mag auch das Moment mit den Ausschlag gegeben haben, eine Persönlichkeit zu wählen, die gewissen Direkt men aus Berlin zugänglicher ist, als eine hohe fürstliche Persönlichkeit, was auf der einen Seite seine Vorzüge, auf der anderen Seite aber auch seine Nachteile haben Man schritt nunmehr zur Beratung der vorliegenden Reso- lut'vnen. An erster Stelle begründete, von Beifall begrüßt, Gras v. Oriola den folgenden Antrag: t „ Ter Vertretertag der Nationalliberalen Partei erwartet von der nationalliberalen Fraktion des Reichstags,^daß sie nach wie vor mit aller Entschiedenheit für die nötige Stärkung und oen weiteren Ausbau unserer Flotte unter tunlicher Beichleumgung desselben eintritt. Ter Vertretertag erachtet es im besonderen als durchaus erforderlich, daß die Neubauten unserer den Neubauten anderer Staaten Bezug aui Gr-b-, Armtcrung^und Schnelligkeit mindestens gewachsen itnb und baß bie Altersgrenze der Linienschiffe herabgesetzt werde." Tie Resolution des Vorstandes wurde einfhmmtg angenommen. (Lebhaftes Händeklatschen.) . Tie zweite Resolution des V o r ft a nd es, lautete. Ter Allgemeine Vertretertag in Wiesbaden wolle be,chUeßen: Tie ^Durchführung der Revision der Strafgesetzgebung ist eine Kulturaufgabe, deren baldige und gründliche „Losung vom ganzen deutschen Volke ersehnt wird. Bei der Revrnon ist als rrchtnrrg- gebendes Ziel ins Auge, zu fassen daß höherem Ma^ als dies heute der Fall ist den rechtlrä-cn und stttlicqen Anschauungen unserer Zeit und unseres Volkes Rechnung getragen werden muß. Was die an erster Stelle in Angriff nehmend<. Revision des Strafverfahrens betrifft, ist erforderlm;: Beteiligung des Laienelements in allen Gerichten der erstrn um) der Berufungsinstanz, allgemeine Einführung der _Berufmm Einschränkung des Legalitätsprinzips, Schutz der ^ugen gegen verletzende Behandlung und ehrgefahrdende Fragestellung, Ausdehnung der' Reckte des Beschuldigten und der Verteidigung vor allem im Falle der Verhängung der Untersuchungshaft. Ter Referent, C aller (Straßburg) führte ans: Duser Antrag soll nicht von juristischen, sondern in dtt von po.i- tischen Gesichtspunkten beurteilt werden, ^nüMe Gesetz- t-rpsiiina muß mehr dem allgemeinen V o l ks b w n ß t s e i n en tsp rechen? (Lebhaft« Seifalt) Tiefem Bewuhtiem s eh allerdings ein Kreis orthodoxer Juristen gegenuver. (Sehr richtig., Wir kranken daran, daß der Laie nicht die für sein richtertiches Amt zu tragen hat. Es mrrd Pente, nach nieiner Meinung, zu viel gestraft, zu viel angeklagt. Um Bagateu fachen sollte sich der Richter nicht kümmern brauchen. Die oieso- lution soll als ein Appell an die Bundesstaaten wirken die Vorlage bald und in einer guten Form zu bringen. (Lckhafte^, anhaltendes Beifallklatschen.) ßFa ift ^uftisrat Landtagsabg. Haarmann (Dortmund). tLs ist ein Unsinn, einen Diebstahl im Mckfall mit Monaten zu bestrafen, anderseits aber Roheitsdelikte miÜ>e Ku behandeln. Ein Zusatzantrag fordert Erweiterung des Recküsmittelster Berufung, ein zweiter Beseitigung des Zeugniszwang^, der Preße. Amtsgerichtsrat Tr. Liepmann (Charlottenburg) bezeichnet sich als Reformjurist. Er müsse aber sagen, die Klagen über schlechte Behandlung der Zeugen feien Nicht begründet m unserer Gesetzgebung und der Strafprozeßordnung, sondeni in der ausnahmsweise n Handhabung der Besttrnmungen kann. r Ebenso hat die Neubesetzung des Auswärtigen Amt^ hinsichtlich der Wahl des Nachfolgers überrascht; denn auch an Herrn von Schön hatte niemand gedacht. Allzuviel weiß man in der weiteren Oesfentlichkeit nicht von ihm, nur daß er als ein überaus gewandter Diplomat gilt, der sich namentlich auf dem schwierigen und heißen' Terrain von KrPeichagen durchaus bewährt hat. Aber der Fall Tschir'fchü) zeigt, daß man wohl ein ganz guter Diplomat, aber lein allzu glücklicher Leiter des Auswärtigen Amts fein kann, und inan muß erst abwarten, wie Herr^ von Schön im Parlament abschneidcn wird, wo sein Vorgänger bekanntlich versagte. Herr von Tschirschky dürfte sich in Wien wesentlich wohler fühlen, als in der nicht immer angenehmen Atmosphäre der Wilhelmstraße. ° TaS ganze „Revirement", wie es in der Diplomatensprache heißt, beweist aber, daß Fürst Viilow sich trotz mancher Wühlereien des uneingeschrünlten Vertrauens des Kaisers erfreut, denn es steht außer Frage, daß er bei dem Wechsel hervorragend mitgewirkt hat; man erinnert sich vielleicht, daß vor einiger Zeit Graf Wedel nach Norderney berufen war und auch 5^err von Schön ist ein Vertrauensmann des Fürsten, durch den er auch für (Fortsetzung.) Nach fast ein stündiger Pause trat man um 3A3 Uhr in die Debatte ein, wobei an erster Stelle Fleischer- Dresden spracy. Er, als Arbeiter, wolle die Gelegenheit benutzen, um die Stimmung der nation alen Arbeiterschaft in Sachsen streng zu skizzieren. Auf der einen Seite steht in Sachsen die konservative, auf der „anderen die sozialdemokratische Richtung. Die erstere hat das Mißtrauen der Arbeiterschaft erregt und mißmutig gemacht. ^ie Regierung brachte den Arbeitern durch von Polizeigeist diktierte MaLuaymcn kein Verständnis entgegen und trieb sie ins rote Lager. Sie^dursen aber überzeugt sein, daß ganz bcbcutenoe Teile der sacchychen Arbeiterschaft nicht überzeugt der Sozialdemokratie anhangen (Bravo.) Des weiteren kritisierte der Redner die Sozialpoluil des Zentrums und die Stellungnahnie Dasbachs gegen den Tarifvertrag der Buchdrucker. Sehr erleichtert wird die nächste „Neichs- tagswahl, wenn die Reichstags- und Landtagsfraktron in entschiedener Weise die Arbeiterfordernngen vertritt. (Levy. Bravo.) i St üben bord (Landau, Pfalz) pflichtete den Ausfüyrungen Bassermanns und seines Vorredners bei und betonte die Bedeutung der Arbeiterfrage für die nationa1IiberaIc Partei. Tie Sozialdemokratie wolle unzufriedene Arbeiter. Denn in dem Augenblick, wo sie zufrieven seien, sägt die Pozial- bemofratie den Ast ab, auf dem sie sitzt. Sozialdemokratie wie Zentrum hätten sich Institutionen geschaffen, wre Organiw- tionen sehr gestärkt, wie Redneri chulen, jozialpvlitische Un.errichts- kurse usw. (Bravo.) .r, Rechtsanwalt Tr. Mar w i tz - Berlin: A-'ie §e Pvlentum eine dringende dü-rwendigk^it im ^znteresie des ganzen» deutschen Volkes ist." 5 „ - Rechtsanwalt Schirren-Kiel: In der Nordmar? toitrte man es nicht verstehen, ter Dänen zu vergessen, wenn man von den Polen spricht. Der Redner vefürivortete einen , Zusatzantrag, der mit dem Hauptantra-g einstimmige Annahine _iaiiu, daß die preußische Regierung wie bisher in tre.iVoller den Uebergriffen des Däiientums gegenübertreien wolle. Eine Resolution: „Der Vertretertag halt eine baldige und durchgreifende Reftrm tes Wahlrechts zum p.e-ißiichen Abgeordnetenhause für eine unabweisliche Notwenoigkeit und ipruht die Erwartung ans, daß diese Frage au; die Tagesordnung des demnächst einzubenisenden preußischen Vertretertages gefetzt wird , wurde ebenfalls einsümmig angenommen. Eine längere Debatte verursacht folgender Antrags „Der Veriretertag ter nationaiilberaleii Partei begrüßt me nationale Arbeiterbewegung in Deutschland und erblickt tu ihr eine erfolgreiche Sammlung der national gesinnten -erjeiter* ichaft. Der Vertretertag erwartet von allen nationallioeraleu Parteisreuiiden die llnterftützung der nationalen Ärbeiterbewe* gVoße Bedeutung für Frankreich hingestellt, da, wie das Journal sagt, der Kaiser feine auswärtige Politik selbst leitet. Alle Berliner Korrespondenten loben die liebenswürdige Art Tschirschkys. Echo de Paris erinnert daran, daß .Herr v. Schön bei dem oamaligen Parier Botschafter Fürsten Münster Schwierigkeiten hatte, was ihn zu dem Uebertritt an den Koburger Hwf veranlaßte. Wenn Herr v. Mühlberg nach Rvnr ginge, so wäre endlich die Einheit der Leitung im Auswärtigen Amte wiederhergeftellt, was sel/r erfreulich wäre, denn nichts sei verdrießlicher als wenn viel Absagen auf freundschaftliche Ver-icherungen folgten. Fürst Radolin wird l^eute in Paris zurück erwartet. die Post Mk. 2.—viertel- jährl. ausschl. Bestellg« ZeilenpreiS: lokclllbPs^ auswärts 20 Pfennig. Verantwortlich für den politischen Teil: L. Anderson; f. Feuilleton und EVernnfchtcs^ P. Wittko; für »©mbc, u. Land- und „Serichls^ Ko$attons6rud und Verlag der vrShl'schen Univ.-Buch- «nd Sieindruckerri. $L Lange. Uedaktion, Exyedttion und Druckerei; Schnlstrstz« 7. 9UTt93um Schluß brachte Generalsekretär Breithaupt aus Elisen-f felä bei Markt - Redwitz von einem nation ciUiberalen Verein, der fast ausschließlich aus A r ö eit e rit b e steht, einen Wunsch vor, dahm zu wirren, die Atrersgr-NoL seiner Jnvalibitätsgesetze von 70 Jahren heravzuietzen. ' Unter allgemeinem Beifall ine Beteutung tec heutigen P-ei-j Handlungen betonend, schloß Vizepräsident Krause den tigen Tag. - (Zorti^iotg^ Dentsehes Neich. Elbing, 8. Ort. Der Kaiser mit dem Prinzen, Oskar traf um 12 Uhr im Sonderzuge in Elbing ein, wo sie von der Kaiserin und der Prinzessin Vittoriu- Luise, die im Automobil von Cadinen gekommen waren,' empfangen wurden. Die Ankunft in Eadinen erfolgte vor 1 Uhr. Be rlin, 8. Okt. Gestern fand im Rerch-vpoft^ amt eine Konferenz der Oberpostdirektoren statt auf der die Neuordnung der Rang- und B e so l d u n g s v e r h ä l t n i s s e der Postbeamten beraten; worden ist. _ f r — Nach Mitteilungen einer ftanzoftschen Kvlonial-f Zeitung wird der frühere Gouverneur von Deutsch-Ostaftrka^ Graf v. Götzen, demnächst in Paris einen deut-, s ch en K o l o n i a l v o r t r a g halten, als Erwiderung des' 'Vortrages, den der französische Deputierte unb ^lomal- Politiker Lucien Hubert int März dieses Jahres in Berlin gehalten hat. , , _ Trier, 8. Okt. Die hiesige Regierung entzog denk katholischen Pfarrer Opp in Namborn die Orts- s chulinspektion und den schulplanmäßigen Religionsunterricht. . , , München, 8. Okt. Das bayerische Minister rium hat das Gesuch des hiesigen Magistrats über Zu-> lassung der Feuerbestattung in Bayern und Einrichtung eines Krematoriums in München abge -> lehnt. , Karlsruhe, 8. Okt. An dem Leichenzug des Großherzogs nahmen auch die s o z i a l demokratischen Landtagsadgeordneten Rechtsanwalt Frank und der sozialdem. Redakteur Kolb teil. •' Generalsekretär Keinath (Stuttgart; ui»uumt n I folaenden Antrag, der nach kurzer Aussprache Annahme fand. 5 - „Der Allgemeine Vertreter tag ter Nationallibercuen Partei spricht die Erwartung aus, daß das in Aussicht jtehende Gcictz betreffend das Reichs-Vereins- und Versammlungsrecht in freiheitlichem und nationalem Sinne gestaltet wird, rmd daß ^insbesondere die in einzelnen Bundesimaten bestehenden Freiheiten keine Einschränkung ersahren. , . x Geheimrat Dr. Friedberg begründete daim fogende Re- :-vJ kiä LT Aus Stadt und Land. do. 85.40 Elektriz. Schlickert . 94.90 Oberhessen Weiter laufen müßten, sind im 4% Italien. Rente III Gießener Strafkammer. Berliner Börse, 9. i 206.40 118.50 204.40 226,60 30.40 143.70 Canada E. B..... Darmstädter Bank . . Deutsche Bank . . . Dortmunder-Union C. . Dresdner Bank . . . Tendenz: schwächer. 125.25 108 50 Mark erhältlich, welches äSiÄM Jut flcrne Auskunft über die Vorzüglichkeit des Bioson geben. bV9 Deutsche Bank . . . , Deutsch-Asiat Bank Diskonto-Kommandit . Dresdner Bank Kreditaktieu . . Baltimore- und Ohio- Eisenhahn Gotthardbahn . . . Lombard. Eisenbahn Oesterr. Staatsbahn . . Prince-Henn-Eisenbahn Oktober. Anfangskurse. Harpener Bergwerk. Lanrahütte . . Lombarden E. B. . . Nordd. Lloyd Türkenlose . . . . 85.40 92.95 92.00 98.50 98.40 94 10 102.00 6520 66.30 92.50 9L00 93.20 144.60 48.30 85.40 63.00 95.50 Straßburg, 8. Oft. Der Redakteur Schneider der sozialdemokratischen Zeitung „Freie Presse", der in Zeugniszwangshaft genommen war, wurde wieder frei» gelassen. . 160.20 . 129.50 . 231.30 144*60 . 157.50 . 129.70 . 232.00 . 140.00 . 174.80 . 145.25 . 204.30 . 90.10 .' 30*40 . 142.40 . 126.50 Hm Donnerstag, dem 10. und Freitag, dem 11. Oktober werden den Hausbesitzern oder deren SteUoertretem die Hauslisten zur persouenftanös-Aufnahme vom Trägerpersonal des Gießener Anzeigers zugestellt. Um die schnelle und möglichst fehlerfreie Herstellung des Adreßbuches bewirken zu können, bitten wir die Hauseigentümer bezw. deren Stellvertreter dringend, die Listen unverzüglich zur eigenhändigen Ausfüllung an die Hausbewohner weiterzugeben, den eigenen (Eintrag vorzunehmen und die Liste dann zur Abholung durch den Revierschutzmann bereit zu halten. sollte in einem Grundstück keine Liste abgegeben werden, so bitten wir um freundliche Benachrichtigung, damit sie noch rechtzeitig zugestellt werden kann. Adretzbuch-Verlag Brühllche Univerfitäts-Buch- u. Steindruckerei. H. Lange. Wirkt. Geheim-Rot Br. Georg Hinzpeter, bcr ehemalige Erzieher deS deutschen Kaisers begeht am heutigen 9. Okt. seinen 80. Geburtstag. Hinzpeter erfreut sich auch heute noch des ganz besonderen Vertrauens des Kaisers und man sagt, daß der Kaiser bei mancher wichtigen politischen Entscheidung sehr viel auf den Rat seines ehemalen Erziehers gegeben habe. Gleich nach der Dhronbesteigung fernes einstmaligen Zöglings veröffentlichte Geh-Rat Hinzpeter: „Kaiser Wilhelm II. Eine Skizze nach der Natur gezeichnet", eine Charakteristik, die äußere ordentlich starke Verbreitung fand, und die manchen beachtenswerten Zug zum psychologischen Gesamtbilde des Monarchen hinzufügt. Esch weil er Bergwerk . . 214.99 Gelsenkirchen Bergwerk . 199,20 Hamburg-Amerik. Paket/. 130.00 Harpener Bergwerk. . . 205.00 Lanrahütte ..... 227*00 Nordd. Lloyd .... 115.30 Oberschi es. Eisen-Industrie 10425 Berliner Handelsges. Darmstädter Bank . Kirdyfidyc Na.hrichkem, Evangelische Gemeinde. r , Donnerstag, den 10. Oktober, abends 8 Uhr im Mark»?. fanle: Bibelstunde. 1. Petr.-Brief, Kap. 1. — . ...^n_rvev 6 cfr ro abe. Vereiye und mit den Frauen und Kindern über 900 500 VMitglieder.) An zweiter Stelle kommt der Bergsport mit 1950 Vereinen und 296 485 Mitgliedern.-Ihm folgt der Radfahrsport mit 16 Verbänden und 115 507 Mitgliedern Der Arbeiter-Turnerbund hat 783 Vereine und 67 795 Mitglieder. Von größerer Bedeutung sind noch der Ball- sprelsport mit 756 Vereinen und 43 706 Mitgliedern, der Rudersport mit 286 Vereinen und 37 038 Mitgliedern, der Schwimmsport mit 212 Vereinen und 26 259 Mitgliedern und der Schützensport mit 752 Vereinen und 24 310 Mit- glledern. Dem Segelsport huldigen 60 Vereine mit 16 013 Mitgliedern, dem Eislarrf 26 Vereine mit 5201 Mitgliedern, dem Schneeschuhlauf 43 Vereine mit 4966 Mitgliedern, der Athletik endlich 21 Vereine mit 19788 Mitgliedern (d. h. einen Verein kommen hier durchschnittlich noch nicht .. Mainzlar, 8. Okt. Nächsten Sonntag, 13. Okt., Hnöet die Einweihung unserer neuen Schule ftatt ^er stattliche Neubau steht auf einer Anhöhe an der Hochdonner Straße. Er ist nach den Plänen des Baurats ^iehm-^Gießen ausgeführt und enthält im 1. Stockwerk einen schönen großen Schulsaal und ein Lehrmittelzimmer, ^m 2. und 3. Stock befindet sich die geräumige Lehrerwohnung, die 5 Zimmer enthält. Die Gemeinde Mainzlar kann sich jetzt wohl nach Vollendung dieses Baues zu den Orten des Kreises Gießen zählen, die mit die schönsten ^chulhauser besitzen. ' Anstatt-. Wien, 8. Okt. Nach der „Neuen Freien Presse" hat Graf Andrassy in einer heutigen Audienz beim Kaiser in Schönbrunn die Vorsanktion für das Gesetz über die Erweiterung der Kompetenz des Verwaltungsgerichtshofes erhalten- damit sei die Frage der Verfassungsgarantien in günstigem Sinne erledigt. Budapest, 8. Okt. Das Ausgleichsprotokoll wurde heute nachmittag um 4 Uhr unterzeichnet, die öfter- reicf>i[cf)cn Minister sind abends nach Wien zurückgekchrt. Die Witwe des Korbmachers^ G hier TinHr> . Schuhmacher W. B. wegen Beleidigung Privatklagc erhobe^"^ er ihr nachtzesagt hatte, sie habe ihren kürzlich verstarb^ .Rann , vergiftet Ter Angeklagte strengte wegen einer k uE nne^rzugebender beleidigender Aenßerungen gegen die Kn Beiderklage an und das Schöffengericht beritTtpiffp tL-v ju 10®». Geldstrafe. Frau ®. focht das UriZ an uL öte Beugen i^«g ®e3nerä seien bestochen, sie hätten Äi“1 . Gericht und die Zeugen meinte. Ohne in der BeweisansnalM re”'sram 5ni Verwerfung der ScrafiÄiÄ 3rau ®. indem es ausluhrte, daß aus ihrer Erklärung zu em fetnre3,nt£r£f|c cn der weiteren Verhandl^, Von Erkennung einer Ordnungsstrafe nut mif ihre hochgradige Erregung, die nahezu Zweifel an ihrer Zurechnungsfähigkeit aufkommen ließen, abgesehen.^^ — Sechs Jahre Zuchthaus für einen Süram v frühere Bürgermeister Richard Barthel, derbst ©ei?h p)a rC ^elnei33ra,tbftiftim9en berüchtigten Städtchens © leben (ebn leitete, hatte sich vor dem Schwurgericht m ift mpnpn^Te? 7e^cn Unterschlagung zu verantworten. Bartbel s wegen Unterschlagung, Untreue un Amte und schwerer Urkunden- "nt zwei Jahren neun Monaten Zuchthaus vorbeftrait behauptet, daß^Varthel in seiner Eigenschaft als ber Siebenlehner Sparkasie Gelder in foöhp 100 000 Mk. unterschlagen habe. Er hatte de Kass di? S von 40 000 Mk^ entnommen und das Geld „ach einer fa-L - nchung einer Firma geliehen, von der er sich 6 Prozent zahlw 100 000 W. von ihm veruntreu werdet Barthel war geständig und entschuldigte sich damit, daß er die Industrie seiner Gemeinde habe unterstützen wollen. Das Urteil Anrechnung früheren Strafen auf sechs Jahre Zucht- von^8^"nd Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer Moderne Möbel ohn?' ori>er das »rosse Muster- IhhHk Bfftu? n“SSha^ der ^arinstadtor Möbel- würd V PnlberSe* welches als Sehens- he -annf nf?-s ?nd bodeutcnstes aus seiner Art Ä a hVm Slchtlfft^zu habcu- Man verlange Preis- Zimr?A^bbAn^en* ^erspektiv-Aufnahmen von kompl. v™H-i Uh?Äetaran“e’ ,rCeLiof™Son^ Pf°r-roikar Be ckerzu Niede-Lamstädt zumPfarrass^nL m Gießen; Pfarrverwalter Lenz zu Nteder-Modau lum Pfarrvikar in Niedcr-Ramstadt; Piarrassistent Sck n p? hn i- zri Darmstadt zum Pfarrassistenten an den G-meindcn \u ^esherm und Arheilgen, mit dem Wohnsitz in^Darmstadt Psarrafiiitent Goethe zu Darmstadt zum Pfarrassistenten der Petrus- und der Paulusgemeinde zu Bessunaen Ge- Pfarrer Johs.. Phil. Schmidt z/Dtttels- heim, am 29. ^ymit• Oberpsarrer i R @vrrf WnrAi.it näf ^^""kishausen am 13. August- Pchrrer .^{.^1x11 er zu Westhofen am 25. August- Pfarrer i P ®ur V Don ^heilgcn zu Darmstadt am 2 Sept our Liederbesetzuug werden ausgeschrieben die Pfarrstesie SU » e st h o s e n die Pfarrstelle an der Lukaigeme nd steLz^Ess'enhkim^'^ ^Dittelsheim, äePforr. wie mttgcteilt wurde, das nach Micke als an? zweckmäkiasten ttsirklichuim 0M?t Zr JÄ Sf^ere ^deutung; denn sw stellt dann die natürliche Fortsetzung genannter Bahn quer durch Oberhessen hnr Nunmehr must der Plan der Erbauung als V^lbabn er- ^ogen werden. Wenn nach Erbauwrg der Marburaer Bahn noch Mucke und ihrer Wetterführung durchs Ohmwl wÄr d?r Plan zur Grrlchiung eines ähiehplatzes im oberen ^Nicht werden 9C5°9Cn toltb' £ann « leicht vor- * . Gießen, 9. Okt. 1907. Seine Referendarprüfung bestand am5.Okt. ber einer am Oberlandesgericht in Celle abqehaltenen ^rU**n^cber ^bchtskandidat Georg Gail aus Gießen. b -ar^9* fa r r P er f o n a I i e m Ernannt wur- «rtCtrrQ,fl, ™t-S5-rrci su Groß-Rohrhcim zum Pfarrverwalter m orcicnitetnau; Pfarramtskandidat Olsf zu Kreuznach, zasictzt Pfarrvcrwalter zu Alzey, zum P arr- aisistenteu in Groß-Rohrheim,- Pfarrvikar Röm er zuRaun- hiim zum Pfarra,ststenten in Langen: Psarrnmtskandidat B ro ü iU Olodgcn zum Pfarrvikar in Raunhci f @tanb ?er Leibesübungen in Deutsch- ™/ ~as «ichsstatistische Jahrbuch bringt ehe W6ung über den Stand der deutschen Vereine die kL .-"Sm ',nb ™ nSs »“ eine, auheroem 16 Verbände für Radfab7-sv.->7-> \:A • 2 gesamt 1 402 715 Mitglieder haben. An weitaus er»?r r steht die Deutsche Turnerschaft mit 7^3 Bereden und 757110 Mitgliedern. (Am 1. Jan. 1907 waren es 7787 o „ ein mihgliuktcr Einbruch. Frühjahr wurde der Dien st kn echt M Gadernheim, der her einem Müller zu Harbach in Arbeit -unb yPQT eil er ihm nichts Gutes zutcaute c €mem Mitknecht erkundigt hatte, Ivo der Mülle-n Gießer Reiski^^?^^^HfmgsO^che ^d?/ mt^ber Strafe « ÄS M-e nie täglich neuerscheinenden, unterschriftlich beqlaubjqte« u Dokumente über die Erfolge mit B10S0N müssen überzeugen 1 bet Wirtin, der in einem Zimmer neben der Wirtsstube r^r-. rwrr durch das Geräusch wach geworden. Er lud in ber^ m^bvolver und trat in die Wirtsstube, wo er die £>ünencJl ^rn^^klagteu un Mondschein erblickte. Er gab sofort mE' bl-«r ^boch fehl gingen, worauf der Augekb^.! die flucht ergrrfi und beim Hinausstürsen seine Müde Drese wurde von dem touren STÄ an bce Täterschaft des Angeklagten fein Zweifel metn: b anfänglichem Leugne» gestand er bk- Tat ein ' j®» ” 3er Untersuchung auf Trunkenheit berief6 ? ” m der Verhandlung an, er habe sich nur ein Nackun,^ 8-a such-" wollen Sie Persönlichkeit des Tngeklagten 3?e‘fer\ ^ß es ihm nicht um einen Einbruchsdiebha to“rbe wegen Versuchs des schweren Diebstahls urieilt >rahr Gefängnis und fünfjährigem Ehrverlust ^ Macht was ihr wollt. T" e!e§0Bi6ScEi© Kursberichte des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank för Handol und Industrie, Giessen. Frankfurter Börse, 9. Oktober, 1.15 Uhr. • 94.50 Elektriz. Lahmeyer . ^??Sen, 8. Ort. Bon einent großen Teil der Einwohnerschaft wird in Sachen des Sch n lhau s b'a u es Frage Wer den Platz bereits entschieden sein sistl, erwartest daß tue maßgebenben Kreise und besonders, rranui Der vieftge OkTncmberat ein Einsehen gewinnen und ein 3X% Reichsanleihe brcarhgeä Gebäude, das selbstverständlich allen gesundheit- do. nchen Anforderungen entsprechen soll, nicht in eine nnfie 3%°/» Konso’3 • • un& Sugtge Ecke, sondern an einen Platz stellen, an dem das TTSo' Ul. “ v >- “ u u f,u muogen zum Psarrvikar in Raunheim - Viarr-1 o^ude von gefunder Luft und Licht umgeben ist und sich V,o," ' odar Metzger zu Westhofen zum Pfarrverwalter bafcM- lt’r“feni;leOTV-1.3?n Stadtviertel ber 4% Go!'drente di e i ch e r t zu Essenheim zum Nfarrverwalter I 2 < smi geeignsiL Plaste im städtischen und Privatbesitz! 4>/ Oesterr Silbeirent» 5" bte§ ±ZZ' Z"ti Z Finbcr derUnterst2dM^h^c"^2L^° Verwalter daselbst; Pfarrvikar Glock zu Wallenrod zum b s3 22 taulen mutzten, sind int 4?« Italien. Bente . . . Pfarrvcrwalter daselbst; Pfarrassistent E-re i n zu Darmstadt 5 faen Bcrhaltrnssen größerer Städte nölfig 33i Portugiesen Serie I . zum Pfarrassistenien an der Iohannisgemeinde ^ Ma ^- ^Elos. u 3% Portugiesen „ m Pfarrmkar Recker^,. ”..... m. su..~.£a‘n*> 1. „ (:) Wolfersheim, 8. Okt. Heute wurde hier Mlser 4X*/. russ. staatsanl. 1905 früherer Bürgermeister, Rentner Wilh Hetzer zu (Srofir 4^”y" iapa,L Staatsa”leihe getragen der am Sonntag nach kurzem Leiden verstorben ist Ton rj03 Er erreichte em Alter von 76 Aihren. L • • /\ it 2 he nr ri it o f ? in a v _ 0 ?—<», __ . | * Gnech. Monopol—Aul. • r„„„ BeI£9' 8; DEL Die $eueJ4% äussere Argentmier . mX? k J Ruhepunkt gefunden, sie frfjreüet 3”/0 Mexikaner . , . . IDetter, ^etzt ist der vierpfundige Lach Brot auf 55 Pfg 4^7» Chinesen . . . . Weg«»- Das ist eine Verteuerung von 13 Pfg. für den Aktien: A-aw- 1 Boohmn Guss Buderus E. W. « . . . Tendenz: fest. Ein Pogrom in Odessa. Das Bcrl. Tagbl. meldet au§ Petersburg: Den tollsten Verlauf nahm das voin Sonntag aus Odessa gemeldete Pogronl auf der belebten Preobraschenskajastratze. Dreihundert Dumultuanten zerstörten die Konditoreien, die Läden, die Werkstätten und überfielen die Passanten. Mit lautem Hurrah wurde jede Pferdebahn begrüßt, und alle Juden zum Aussteigen gezwungen und durchgeprügelt. Im jüdischen Gymnasium wurden alle Fensterscheiben eingcworfen. Sobald Mangel an Juden eintrat, wurden Christen durchgeprügelt. Die Zahl der schwerverwundeten Juden beträgt 30, die der leichtverwundeten ist sehr beträchtlich. Marokko. (SHBraltar, 8. CFt (Reuter.) Mu le h Ha fi d s Abgesandte Mohammed ei Buasan und Bukrr Buschetuf sind heute in Begleitung eines Dolmetschers an Bord des Dampfers „Jndia" nach England ab gereist. Sie sollep beim König um Audienz nachsuchen, auch ber dem deutschen und italienischen Botschafter in London vorsprechen wollen. Der Zwock der Mission ist, die Anerkennung Muley Hafids zu erlangen. Paris, 8. Okt. Gerreral Drude führte bei der französischen Regierung Mage, daß der spanische Major Santo Olalla aus eigener Machtvollkommenheit den in Casablanca wohnenden Europäern verbot, das Stadtgebiet auf der Landseite zu verlassen. Auch fand Drude die Form, in welcher der Maior hiervon dem Hauptguartier nachträglich Kenntnis gab, dem militärischen Rangunterschiede keineswegs entsprechend^^ o )( Gießen, 8. Okt. Tas Draufgeld. f r K. R. von Steinfurth hatte von einem Lolm- kuticher zu Bad-Nauheim den Auftrag, ihni davon Mitteiluna ou machen, wenn er icmand wisse, der Gras abzugeben Mc Ur erfuhr dann auch, daß eine in Bad-Nauheim toohnhafte Sau Grasernte ihrer Miesen verkaufen ivolle, weshalb er Jidj öu ihr begab und ihr den Vorschlag machte, das Gras 'u einem besttmmten Preise dem Kutscher zu überlassen Die Frau war bannt einverstanden, zumal er angab, der Käufer komme fSSJ Stunde, um das Geld zu bezahlen. R. I gie bem Kutscher, er könne das Gras bekommen, nur müsse , Kauf perfekt zu machen, ein Draufgeld von einer s . c. Schöneberg b. Berlin, den 22. Mai 1907 „(.art bezahlen, wober er sich erbot, das Geld an die irrau ab-1 Mit dem zuletzt (während des Monates März! cs» vä, «,»;■ ßn&üü xss «ässHäs s Sas ™n. Draufgeld haben mofite. W.W«» ncncji andere Kräftimlnas' bern her Angeklagte wegen einer Reihe gleicher und ähnlicher I lsbr Zorlnger nnd wlltc aurh schon deshalb Bioion ^^^ereien bestraft ist, hiett das Gericht doch nicht für feit aJtC ^cJ)iL-IL Indem ich meinen verbindlich!ken Amtlicher Teil. Bekanntmachung. Vcrr.: FMberein.igu.ng in der Geruavkung Lollar. Tag fuhrt zur Entgegennahme der Wünsche bezüglich der Bil- dmlg der neuen Ersastg rund stücke in obiger Gtrmarkung einschließ- i.m ccy zugezogcnen Teils der Gemarkung Wieseck findet Montag, den 21. Oktober 1907,. vormittags 9—10 Uhr, auf dem Rathaus zu Lollar statt. Die Wünsche sind schriftlich einzur eichen und muffen angebeN, welche alten (nach Flur und Nummer zu bezeichnenden) (Ämnd- fcücke zusammengelegt werden sollen und bei welcher alten Parzelle die Zusammenlegung erfolgen soll. Wünscye, welche in dem obengenannten Termin nicht schriftlich eingereicht werden, herben teilten Anspruch auf Berücksichtigung. Friedberg, den 3. Oktober 1907. Der Großherzogliche Feldbereinigungskommissär. Schnittspahn, Kreisamtmann. Bekanntmachung. Detr.: Feldbereinigung in der Gemarkung Lollar;; hier die Arbeiten des II. Abschnitts. In der Zeit vom- 9. bis einschließlich 12. Oktober l. Js. liegt auf dem Rathaus zu Lollar eine Abschrift der Entscheidung des Schiedsgerichts über die Einwendungen gegen die Arbeiten des II. Abschnitts (Besitzftandsaufnahmc) obiger Feldberei- niguug nebst den dazu gehörigen Karten zur Einsicht der Beteiligten offen. Diese Offenlegung ersetzt zugleich die Zustellung von Abschriften an die von den Entscheidungen betroffenen Beteiligten, welche selbst nicht reklamiert hatten. Friedberg, den 3. Oktober 1907. Der Großherzogliche Feldbereinigungskommissär. S ch n i t t s p a h n , Kreisamtmann. $er|thi| m MfferlkitWMeitni Die Arbcüen und Lieferungen für die zu erbauende Geureindewasserleituug Daubrrngen, Kreis Gießen, umfassend l Titel 1 Rohrgräben fioS 1 | Dtel 2 Rohrleitungen mit allen Eisentcilen LoS 2 Titel 3 Hochbehälter sollen auf dem Submissionsweg vergeben werden. Schriftliche Angebote hierauf sind mit entsprechender Aufschrift versehen, bis spätestens Samstag, den 30. November 1907, nachm. 3 Uhr bei unterfertigter Bürgermeisterei einzureichen, woselbst auch am gleichen Tage die Eröffnung dec Angebote in Gegenwart etwa erschienener Bieter stattsindet. Pläne und Bedingungen liegen hier zur Einsicht offen. Fuschlagsscist 3 Wochen. Freie Auswahl bleibt vorbehalten. Angebotsvordrucke können gegen Voreinsendung von B Mk. für jedes Los von dem bauleitenden Ingenieur Herrn Josef Schisjmanu, Gretzen, Goethestraße 29 bezogen werden. 5)Einbringen, den 7. Oktober 1907. 6387 Großherzogliche Bürgermeisterei. Walter. LieferungsvergebrsuH. Für die chirurgische Universitäts-Klinik in Gießen soll auf dem Wege öffentlicher Ausschreibung die Lieferung von: 20 Zentner Aepfeln 400 , Kartoffeln 7 „ Zwiebeln 4 , roten Rüben 1 „ weißen Rüben 3 i, gelben Rüben IV2 // unterirdischen Kohlraben 1 „ Meerrettig 20 „' Weißkraut 60 Stück Rotkraut 300 , Sellerie 80 , Lauch vergeben werden. Die Lieferungsbedingungen liegen an den Wochentagen von 3 bis 5 Uhr nachmittags auf dem Verwaltungsbureau offen. Angebote, verschlossen, und mit entsprechender Aufschrift versehen, sind mit den Mustern bis ,3um 19. l. M., vormittags 11 Uhr auf dem Verwaltungsvureau abzugeben. Die Zuschlagsfrist beträgt 8 Tage. b'710 Gießen, den 8. Oktober 1907. Großh. Direktion der chirurg. Univ.-Klinik. P 0 p p e r t. Arbeits-Bevdim'pmg. Für die FeldLcreinigurrg Utphr sollen Freitag, den 11. Oktober 1907, vormittags 10 Uhr, die Erd- und Rasenarbeiten zu Meliorationen der Wiesen links der Horloff, veranschlagt zu 8429 Mk., in einem Lose an einen leistungsfähigen Unternehmer auf dem Wege schriftlichen Angebots vergeben werden. Die Verdingungsunterlagen lieget: auf Gr. Bürgermeisterei Utphe zur Einsicht offen, woselbst auch die Angebote in Prozenten des Voranschlages, verschlossen und mit entsprechender Auffchrist versehen, einzureichen sind. Eröffnung dec Angebote in Gegenwart etwa erschienener Bieter. — Zuschlagssrist 14 Tage. — Gießen, den 5. Oktober 1907. Großh. Äulturinspektion Gießen. B’/io I. V.: Wallet. Weitsnchms Achell. Gartcu^raße 2, Zimmer 2. Eö könne:: eingestellt werden: 2 Bauschlosser, 1 Bauschlosser (auswärts), 1 Schmied, 1 Schmied (ausw.), 1 Schneider, 2 Schneider (auswärts), 2 Schuhmacher, 1 Metier (auswärts), 1 Glater, 1 Glaser (auswärts), 3 Schreiner, 2 Schreiner (auswärts), 2 Ziegeleiarbeirer, 4 landwirtschaftliche Arbeiter (auswärts), 2 Dienstmädchen, 1 Waschfrau, 3 Putzfrauen, LLauffrauen, 2Hausmädchen, 2jüngerer Hausburschen, 17 Arbeiter. Lcl)-!inge: 1 Lau, mann. Es suchen Arbeit: B9/I0 2 Heizer, 1 Schneider, 2 Arbeiter, 1 Hausbursche, 2 Waschfrauen, 1 Flickfrau, 1 Lauffrau, 2 Schreiber. bei Gastwirt Adam Ziegler. 6402 Neuester vervollständigter 'M- Lages-Ordnung: 1. Wahl füc Vorstand und Aufsichtsrat 2. Regelung des Zinsfußes. char- uub MWWmin zu Wiesel! E. G. m. u. H. General-Versammlung. Donnerstag, den 17. Oktober, abends 8^ Uhr enthaltend die Fahrzeiten der auf den Stationen Eichen, Frankfurt a.M. Lasset, Marburg, Friedberg Lollar, Londorf, Fronhausen Wetzlar, Loblenz, Köln, Fulda, Alsfeld f Srünberg, Gelnhausen, Nidda, Schotten Hungen, Laubach, Lich, Stockheim u. Gedern ankommenden und abgehenden Eisenbahnzüge, 7 sowie die Fahrzeiten der Bieberthalbahn zum preise von 20 pfg. in der Geschäftsstelle der Gieß. 2In$ vor- Tätig, kann auch durch die Austräger bezogen werden. Bun'gstr. 2a an der Mcseibrücke ‘ö im ä»tita ❖ Futter, Bekleidungen etc. D2/ol Fernsprecher 789. 3. Verschiedenes. Wieseck, ben 9. Oktober 1907. Für den Aufsichtscat: Schäfer. L Ziehung 4. KL 217. Kgl. Preuss. Lotterie. Ziehung vom 8. Oktober xSOT. vormittag». Bor die Gewinne über 192 Mark find den betreffenden Nummern in Klammern beigefügt. (Ohne Gewähr.) (Nachdruck verbeten.) 80 52 1 44 6OS 53 874 931 1025 [1000] 85 92 152 224 353 o76 91 689 921 85 2028 95 297 [100] 395 493 632 957 3253 89 500 620 86 745 4279 465 799 869 88 9 2 903 5181 294 395 519 991 6027 75 333 56 [400] 62 527 955 7078 tll GM 739 81,6 71 8342 78 4G1 20 34 59 9 203 82 353 420 10363 72 84 593 603 11201 833 558 63 713 57 817 1100) 12304 055 73 813 901 13080 265 445 82 526 640 861 14072 326 698 831 15134 43 239 570 776 810 73 944 1 6053 [400] 331 440 524 647 94 17018 162 417 98 531 50 737 18039 96 T84 622 703 828 35 984 [400] 19066 247 602 708 12 833 56 937 2 0303 483 839 77 939 89 2 1 442 609 34 2 2000 18 139 91 270 317 48 553 718 844 901 16 23202 90 359 35 94 4'1 24041 304 441 525 689 826 991 2 5 025 55 62 215 44 63 311 523 697 26006 185 330 [40 000] 556 59 930 71 27017 401 [400] 687 85 9 96 2 8 045 71 138 237 [400] 699 2 9 031 112 223 [3000] 351 964 3 0067 270 404 582 637 703 2 6 5 2 3 1 060 188 203 68 S89 9 3 4 69 88 562 603 5 2 9 56 3 2 122 94 212 369 627 70 761 877 3 3193 391 586 735 34007 92 475 562 856 92 907 35210 313 432 61 635 908 [500] 36198 99 209 360 688 93 7-'9 37133 69 227 53 957 38139 320 433 638 774 77 843 t')9 3 9 078 [400] 370 421 73 530 649 79 704 43 85 991 40031 35 295 308 421 551 663 724 41317 672 842 42006 39 802 35 45 98 43501 692 [400] 840 922 60 4 4026 S63 66 766 7 9 815 4 508.9 90 263 506 35 4?4 728 821 26 V4 902 4 6695 575 635 47194 691 99 844 [400] 92 4 8 023 146 354 407 524 89 623 766 834 900 49146 213 791 [1000] ß55 900 50026 336 443 54 803 752 (400] 51113 20 335 576 812 966 79 5 2013 186 85 9 95 604 739 917 5 3129 [500] fct 88 213 95 683 816 19 54032 [500] 90 117 266 331 79 87 416 554 91 639 806 66 5 5 269 362 745 84 877 5 6124 38 76 500 629 851 998 5 7167 345 463 626 [1000] 34 831 934 87 58225 313 82 442 45 613 14 27 792 [400] 59153 250 57 60 82 84 [400] 83 665 799 897 983 60053 112 28 [400] 319 451 652 732 79 [400] 61342 t70 557 713 16 22 669 87 62486 533 79 784 833 48 [1000] 63395 514 64183 422 81 673 726 902 29 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Ziehung 4. KI. 217. Kgl. Preuss. Lotterie. Ziehung vom 8. Oktober 1907. nachmittags. Nur die Gewinne über 192 Mark sind den betrelfenden 48445 534 51 810 903 49311 516 729 955 50 160 303 4 4 419 515 765 [400] 51-195 6>3 82 [400] 85 5 2’20 413 85 510 905 60 99 5 3 038 250 4-3 871 7t) 54190 276 85.3 419 543 700 853 97 911 43 5 5 020 49 202 98 342 473 549 650 887 93 960 56012 79 159 212 692 891 57350 450 941 5?09t [400] 14= 233 [400] 372 737 1 3 8 288 537 941 13 9 085 110 37 48 93 712 902 14 0090 421 620 342 1 4 1 038 101 533 643 [ 3000] 755 56 800 937 43053 2._ 57 420 538 54 605 60 740 45395 532 630 851 4-2,0 = 1 564 699 842 90 47004 40 42 110 248 632 789 [400] 831 121’1 252 94 332 529 753 855 13216 14053 91 — 16035 in Klammern bei gefügt. (Nachdruck verboten.) 873 1165 75 401 69 717 832 35 2 2113 [400] 826 1 31119 30 293 441 682 133160 236 301 14 40 93 29415 534 680 746 847 30307 31195 313 44 80 742 890 32006 275 624 41 „„„ 67 [5-X10] 33006 69 459 572 771 34013 167 4-33 724 939 65 81 35109 292 423 1400] 503 835 3 6092 615 873 926 63 37123 210 377 980 38123 365 94 452 555 751 596 39a00 681’4 506 777 975 60000 297 650 973 7 0 043 51 369 505 718 71 814 931 85 7 1Hd 467 oOl 703 31 87 863 998 72120 843 76 508 [500] 25 93 771 953 73020 46 99 119 265 396 476 566 650 97 851 939 47 76 80 [400] 74'91 306 122 502 16 [500] 36 759 7dO75 189 241 421 96 605 781 76172 2 60 411 7 7 035 4 3 349 4,2 533 66 73® 90 826 44 78015 52 228 327 461 657 961 80 616 i 400] 798 816 53 80 995 „ _ „ 40300 7 23 31 415 822 47 721 34 8'20 76 097 41043 119 257 3=9 409 94 616 22 722 89 384 933 42111 235 447 -----—' 429 44011 216 161 70 [500] 319 583 619 757 9= ---- 101139 883 89 986 116027 [ 50001 342 7 0 4 45 oiv ----- 117102 394 540 833 979 118056 435 716 SS7 906 8 74 79048 [10001 327 570 605 834 87 80164 3-f4 431 525 62 00t [400] 8'27 45 77 0 3.110 43 72 304 891 969 82641 946 83022 104 9 233 50 433 521 40 935 84059 245 449 573 600 52 59 731 77 [400] 806 93- 65 [400] 850-20 50 61 520 636 89 885 86032 556 636 66 . 37 840 939 73 87039 98 315 13000] 597 737 860 9-6 88193 119110 287 657 707 95 99 12 0 236 300 533 631 '.36 92 1 2 1 051 174 358 77 93 487 536 122091 484 542 600 830 93 097 12oOM 114 89 311 51 670 936 51 124-1*11 82 566 758 818 96 l^ao90 92 34 83 624 SOS 992 126148 74 205 390 400 [1000] aOO 67 784 843 128467 510 97 809 134021 71 3 35162 [400] 681 721 96 1 3 6070 113 88 415 [400] 668 754 56 82 933 [400] 96 300 80 971 143055 308 650 924 91 _ 476 508 [400] 736 59 [400] 820 952 [500] 145128 97 363 70 82 434 1 46182 427 72 556 614 725 1 4 7121 402 650 790 805 937 8 9 055 400 14 594 9 0045 135 53 [-100] 259 346 52 431 852 91143 93 -17 45 303 502 13 651 92163 232 366 63 87 639 2-2 53 JjO [4001 93156 530 790 9 4 065 157 277 450 614, 843 64 .- 9 43 9 5054 37 76 213 24 307 506 690 74a 4. 81. 979 110001 9604? 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