Freitag 8. Februar 11)07 (s-rstcs Blatt Kie heutige -Nummer umfaßt 10 Selten. dem des Zu. 157. Jahrgang flunmung.) Dbg. Gamp (ff.) erklärt, seine Freunde würden mit -ir. 33 Erscheint täglich außer Sonntag». Lem Siebener dlnzeiger werden im Wechsel mit dein Yessifchen Landwirt die Siebener $amlllcn- blätter öiemml in der «Loche beigelegt unb jjvrunol wöchentlich da» K tisblftll für den Kreis Sieben, rvuilpied) iUn- i^li'Ui.d.^teüaklion 119 Verlag n. (ispcbition 61 $13tefie 111 r Tepefchen: «uzeigcr Gicge». yi'liiiinitmn(l)iuiß. B etr.: NeichSiagSivahlen 1907. Mtt Znfainnienstellnng der Ergebnisse der engeren Wahl m dem 1 hessischen Wahlkreis am LamStag dem 9. d. MlS. in amlcUe deS Unlerzcichnelen der Großh. RegiccungSrol Weicker in Gießen beaufiragt worden. Ler Wahikomni'ssarr Tr. Br ei deck. Minister gern arbeiten, aber sic hätten die vossnung, dast er ihnen aus dem Wege, der zum Wohle der Lanbwittsckxrst führe, voran- gehe. WaS die hohen Flcischprelse anbcttcsse, so hebe er hervor, dost an der Schweineprobuktron vorwiegend k l e, n e L e u t e beteiligt seien, die von den HS h e r e n P r e i j e n in der Lat Vorteil hätten. Aber schon der jefcige Rückgang der Preise lasse befürchten, baß inan bald wieder an der Grenze angctangt sei, bis zu der die S ch w e i n e p r o d u k 11 o n i i ch lohnt. Tann werde die Probuktron wieder cingeschrLnti und die Preise st i e g e n wieder. Deshalb ine man gut Daran, dafür zu sorgen, 'baß d i e Lch weinepreise n i d) t g u tief f i n t e n. Der Redner spricht sodann über die hohen F l e i s ch b e s ch a u g e b ü h r e n und die Hertener- ung des Fleisches durch den Zwischenhandel. Abg. Gl atzet führt aus, seine poltlischen Freunde würden gern weiter für den Schuh der Landwirtschaft ein- irrten, tb seine Fraktion genau denselben Weg werde gehen tonnen, wie Ver LandwrrtschäflSminister, erscheine ihm iroeifd- yajt, er glaube aber, der Landwirtschallsminister werde auu> auf ihm gemachte Vorschläge achten und auf sie gern eingchcn. Tic lcussührungen über die Entschuldung des Q> r u n b b c» jlheS, wie sie der Minister gemacht habe, hätten etwas stark vureaukratrsch gellungcn. Das einzige Heilmittel für bie Land- mirrsäwll seien seinem Eraastens bic länblichen Genossen- schäften. Der laichwirtschaftliclZe Etat sei im Verhältnis zu den übrigen Etats kläglich bemessen. Für den Minister bleiüi hier noch manches zu tun. Abg. Wallenvorn (Ztr.) tritt gleichfalls für eine bessere Ausgestaltung dco landwirtschaftlichen Etats ein. Redner geht aus Einzelheiten des landwiltschafllichcn Betriebes ein. Abg. v. Bockeiberg (L) gibt für seine poln.ichen Freunde die Etliurung ab, baß auu> seine Partei cs für eine Hauptaufgabe ansche, bic Landwirtschaft widerstandsfähig zu erhallen. Wie weit seine Parteiireu.ide dem Minister auf seiner Bahn würden folgen können, werde man abwarten müsicn. Für absehbare Zeiten dürfte man an den jetzigen Zöllen wohl fcst- a alten müssen. Ten Auusuhrungen des Ministers über Viehzucht, Seuchenschutz sowie über bie jetzigen Preise nimmt Redner vollkommen zu. Eine der wichtigsten Fragen sei die landwirtschaft- ließe Arbeiterfrage. Redner bittet den Minister uni weitere Ausbildung der Ärbeiterzeutrale. Laudwrrlschaftsmrnister v. A r n i m erklärt in einer Erwiderung, er stehe auf dem Standpunkte, daß bic Zölle außer* orbeutlid) notwendig feien unb baß wir an ihnen festhalten mußten. Abg. Goldschmidt (frf. BpL) erklärt, er habe den Mi- nister so verstanden, daß er in den Zöllen nur eine vorübergehende Erscheinung sehe, die in der Erhöhung der Güterpreric ihren Ausdruck fänden. Aus diesem Grunde habe er die Zölle jctämpit Tie Verteuerung der Lebensmittel wird zur Erhöhung Dec industriellen Lohne fuhren, schon deshalb wird man von den hohen Zollen zurückkommen müssen. Wenn die Fleischpro- dultion im Verhältnis zur BolkSvermehrung gestiegen märe, so hätten wir nidji über die teueren Fleisil)prase -u klagen. Was für Fortbildungsschulen, Wuttcrschuren auf dem Larrbe usw. gebraucht wird, ro.rbe feine Partei gern bewilligen. Das Kranken- icriio,crungsgcsetz wünsckst Redner auch auf bie landwirtschast- 11(1)011 Arbeiter ausgedehnt ju sehen, jedoch durch ReichSgesetz, nicht durch Landesgesetz, wie der Abg. Gamp wollte. Minister v. Arnim erwidert dem Abg. Gamp, daß die Herabsetzung der Gebühren für Äesckwu von ausländischem Fleisch, wie sie letzt erfolgt ist, schon von vornherein in Aussicht genommen ivar. Ob es möglich fein werde, die Fleischbesck-augcbühren über« Haupt auf andere Schultern abzuwälzen, erscheint dem Minister zwcisclhaft. Ucbct die obligatorische x'rantawcriicbetung auf dem Üanbe schweben noch Unterßanblungen. Ter Weg der Landesgesetz- gebung erscheine ihm aber gangbarer, als der der Reichsgeietz- gcbung. Dem Abg. Goldschmidt erwidert der Minister, auf bie i?öbe ber Preise für einzelne Produkte habe ber Zoll leinen Einfluß. Abg. v. Dodelschwingh bankt dem Minister für feine Fürsorge für bie la:idwinschasüichen Arbeiter. hierauf wird bie Beratung auf Freitag vertagt. Die Nationalliberalen haben ihren früheren selb- ständigen Antrag, die Staatsregierung zu ersuchen, durch geeignete Maßnahmen auf dem Gebiete der inneren Kolonisation gegen die aus dem Landarbeitermangel sich crgejcnben Notstäiibc Abhülsc zu schaffen, in einem zum Ministergehall beim lanbmirt* fchaftlichen Etat gestellten Antrag umgewandelt. politiid)c Cngcsfcbau, Heber bie Ur,achen bet fo|ialbtmolraii|d)tu Niederlage veröffentlicht der bclannlc Marxist Kaiitßfi) in dec »Neuen ß< ,t* einen recht intercssautcn Artikel. Ec hebt barm hervor, daß das neue ßoltirgmic den Kleinbauern zunächst einen Gewinn gebracht, baß aber bic Preissteigerung der uibuimeUen Produkte den Prosit beöcutenb rcbuzuit habe. Dadurch iCicn diese Bauern der sozialdemokratischen Verhetzung unzugänglich gemacht worben, und baS um so mehr, als sie die Schuld an ber Steigerung zunächst den Lohukäinpfen beigemesfen hätten, die auf das Konto Der Sozialdemokratie geschrieben worden feien. Andererseits seien nicht wenige Klein hänblec durch daS ^ln- wachfen der Kons um vereine von der Sozialdemokratie abgestoßen worben. Koutsky übt bie schämte Ruhf an ber Wahlagitation feiner eigenen Partei. Er hasst zwar, baß für bic .Zwischenschichten», von denen die Sozial« bcmohalie diesmal im Stiche gelassen worben fei, bie Ec- nüchterung bald kommen werbe. L-b diese Hosinung in Erfüllung gehen wirb, bkibt abzuwatten, um fo uwhr, al» SlauUli) un weiteren Verlaufe felbst aubeulet, baß bie Sozial- öeinofratie für gcwisfe unzulängliche, oll unnütze, ja geradezu schädliche VeliiebSfoiiueii ruchis mehr tun könne, prüder» sich darauf befchränken müsse, die Exi II cnz d l cf er Dl111e lü qn b61e uie zu erleichtern unb für il)ie Rmbec ben unveimeiblicheu Ucbergang in0 Proletariat auS einem Abstieg ui einem Aufstieg zu ucrwanbeln. Die MittclstanbS- tciile, bie biejen Uebergaug nicht vollziehen wollen, werben aijo nach wie vor bie Sozialbcinoliaiic bekämpfen muffen. Gbuarb Bernstein, den bie radikale Lozialbcrnokralie ielbec so gut wie kalt Qcilcllt Hal, weil et sich ben Vcriianb noch nicht ganz von bem Diebel beS roten LoktruiacismuS Hüben ließ, ber visherige sozialutiiche Vertreter von Vrcslau- VLcll, vciöfsentlicht in ben ,Soz. Monats h.* eine Betrachtung über bie Uijachen bcr DlicbeuQQC ber Sozialbernolratie. Unbarmherzig beckt ec darm die Fehler seiner Partei auf und wendet sich msdcsondece gegen ben negierenden Standpunkt seiner Genossen bezüglich dec RolonialpolUit. rüiegt gegen bie deuischen Kolonien,* so Idjreibt er wort(id), .roeiicv mchis vor, als baß |ie ud) nod) nicht buogeiinäBig rrniieien, ’cib. ihreVcrivaliiingSko ien noch nicht decken, so wäre es oenueu- iiche P ' ennlg > nchjerei, die ihrer Erschlicgniig eimibeiien iSelöcc z u verweigern. So viel Mmel ha: das dciiiicyc tzienh schon, *ür einen Rulturjioecf — unb das m doch bas Ev- Idiließcn unfuUwicacr unb balbfulüuierict Länbec — lahilich erliche Millionen aui Vorfd)uü anszugebcii." Sehr eiuschicben macht ec auch gegen den — sich m die Partei einbiängenbcn — recht bedenklichen Doktrinarismus Front, und auch dos Wahlbündnis zwischen feiner Partei I unb dem Zentrum will ihm nicht gefallen. Man wird seinen I Ansichten über baL Fiasko ferner Partei hier unb da bu- TaL Auslaub »ft ganz allgemein befhevt, ben Eigenocdor, bvrch bie ßigenprobuliion zu sichern; selbst England ist bicicrn Ge- b.uilcn nicht abgeneigt, ich erinnere nur an bie Chamoeriainjchc Agitation. Wir haben also nut e.ncr juueßmcr.bcn Erichive- tuiig d.s Lzports zu teayicn. TcDhalb ist bie Vcoung hc imisu.cn SUmuniÄ eine absolute 'bUtuenbigteit. (LLvhastc Kom prcußijchcu ^vgcorüllktcnhuus. -it- Berlin, 7. Febr. Jin preußischen Abgeordnetenhause, bas der Reichstags- Wahlen wegen eine längere Paine hatte emtreten lasten, konnten Heine bie glücklich gewählten Inhaber von Doppel- maudatcn sich gegenseitig giütulieicn. Riäirner der Rechten unb der Linken taten die- mit schöner Harmonie, sie brücfien sich so kräftig unb herzlich die biedere Hand, wie eS sich für Mitglieder der neuen konservalrv-liberalcn Mehrheit deS Reichstags geziemt. Ob das verträgliche Derh.-tuiS von Dauer ist, ruht rm Schoß der Zukunft. LmslweUen fuhrt die angenehme Enipsindung, eine heiße üLahljchlacht hinter sich zu Haden, die Herren von der Scholle mit den.Asphalt- Mcn,chen- näher zufammen. Jeder entdeckt beim 'Anderen eine liebenswürdige Selle, regend eine .ganz gesunde* Llci- iiuug. Es verlieht nch von iclbii, bau bic Vertreter bet Re» giaimg auch ihrerseits joviale Vcglückiviinichrmgen mit den Abgcordneten auStaujchlcn, vor allem zu den Erfolgen gegen Die Sozialdemokratie. Früher waren Herren vom ßenlcmu gern gcichene Gülle auf der fRcgictiingsduabc; uiandje für die Entscheidung im Reichslag wichiige llnterhallring wurde mit Führern bcr anvichla.ggebenben Partei gepslogen. Jetzt nimmt daü Zentrum privatim wen i g 9l o l ij van b c r Regierung, cs verharrt in selbstbewußtem Schweigen. ES oll aber das Zentrum etliches zu hören bekoinmcn haben von Käufervalivcu, die ilpn lange wohlgesinnt waren, ov dec 'Wahlunlrrsiütziiug der eojinltiuiiohoue m Rheinland und Weiliaten. Dock) auch m bicirnt Falle weiß man nicht, ob bie Stimmung nicht halb »imichlageu kann, unb ob zunächst m Preußen Zentrum unb Konservative m halber Eintracht sich rvicbcrsinden . . . Von bei Eiilwicklmig der Dinge im Reichstag wurde natürlich viel gesprochen und manche iutercffanle 1 l)vfc ouf* gestellt. Laß die Slcllnng des Fürsten Bülow durch das Ergebnis bcr Wahl sehr beseitigt ift, ivac bie all» gimeine Auffassung. Es sind da bic Hoffnungen mehr al» eines Kanbidaien für den Kanzlerpolien zumchlc geworden und Znlrigucu durchkreuzt worben, bie sich euvas voreilig ber Fürbcrnng jener Wünsche annahinen, bas Feuerweit zu früh obbraunicn. Zinn Etat ber Landwirts chaft hielt der Nachfolger ' lodbiciskis, Herr v. A r n t in • (£r t e w e n, bie erwartete Pro- giainiiiivbc. Lern Hauptziel »st bic Entschuldung befl Grundbesitzes. Vom neuenZolltarif habe die La»d- ivirlfchast neben einigen, zum Teil überschätzten Vorteilen auch Nachteile. Der Mmisler hat seine erste Rede im alten' Reichstag gehalten. Auch heule crziclle ec Wirkung auf der Rechlen, wenn schon seine gelassene Wit zu sprechen Pod- btelSltS Frische unb Humor vermissen läßt. Die nQtionQllibcrQle Interpellation über ben sogenannten Vcems»Eclatz des KulluStnuilstcrS wirb t in vielte Beziehung einem proviwrisd-en ■fißati, hinter dem wir alle möglidjen passiven Bauten auiria,tcn müssen, die iiuftanbe sind, der cinörmgcubcn Flut S3iberitaiib zu leisten. 3di bin ber Ansicht, baß die Entschuldung eine ber. wichtigsten, Dielieidjt bie wichtigste Maßnahme aus bem Gebiete ber inneren Lvkonisatwn ist, die der Staat zu löten hat. (Sehr wahr! rechts.) In ebner sucht an einem Beispiel nach- wveifen, d tz der mwerschuldete Besitz von 100 fDiorjen Land buuyclt so Viele Menschen einußrcn könne, wie der verschuldete Besitz, und sährt bann sott: Das Znteressc des Staates in nun das Zille resse der jetzt lebenden Grundbesitzer. Die Früchte ber Entschuldung kommen erst ihren Enkeln und Urenkeln »u- gute, während die E.ilschuidung, besonders bic Eintragung ber rerschlltduiigsgrenze, den jetzt lebenden Grundbe^verii manche Äad>teile bringt. Der Staat muß daher im Interesse bet jetzigen Grundbcsitzic Lpjrr bringen. Lei bieser Gekegcnhstt möchte ich betonen, ixrß ich das Getetz vom vorigen Jahre vetr. die Gin* naguug einer Vcrsch^lbungSgrenze ais auSrcrchcnbc Gcuird.agc für bie Enlfd>ulduug niu.t an sehen lann. (Hört! hött!) — Vch komme dann auf bie Fratze der iiutcten Zlvlonisatio». Wenn auch ber Grotzgrunbbesitz zwerlekloS der Träger des lanbwirt>cha,t- lidicn Fortschritts ist, dem sie ihre hohe rrchnische Entroicklung dankt, )o liegt es doch auch im Jnteceiie deS Staates, uröglichft kchuidenfrere Grundbesitzer zu he' haben wir zu wenig sÄcinbesitz. H ^an'u»iltjch»fllkche j) öatte im preutz jch n Alfsito biutenl)aufe. DaS prcußisckie Abgeordnetenhaus begann am Donnerstag bie zweite Vcri.t.uig be5 Etatv. Den Reigen eröffnete ber Utai bir laiiDiüiriidiaillidiCU Verwaltung, bereu Einnahmen bewilligt würben. Bei den bauernben Ausgaben, Titel Minister, nahm zunächst bi.y Wort Landwiitsii^rllsminister v. Arnim: Ter vorliegende Etat gibt mir die wrltlomineiie GeiCgeuhell, mich dem hohen Hause öuiiulteUcii und über Oie allgemeine Lage bcr ßaiibijirtiu.r ,1 n.ch zu äußern unb zu einigen oer wichtigstcir landwirtschast- a.ikiit Fragen Stellung zu nehmen. Es i|t ent cm Jahr her feil Ur ßiiaugutiirung unser.s neuen Zolltarif. Dec Zolltarif hat ruf die Laiiowiitichuit zwciiittos legensreich gewirkt. Ich lann mich aber dein Ginbniä nicht ocrschUeüen, daß bie E r - Höhung bcr Arbeitslöhne imo die buraybicLteigcru ng i a ui 111 a> e r Preise bedingte Erhöhung ber Produk- Hills losten ein schwerwiegendes Gegenge w i ch t bilden gegen bic Borte ik e der etwas höheren Preise der lnndwirisd>aftiichen Produkte, i^-ehr richtig! cechtS.) Das zeigt sich sehr d.i liich, wenn man die hohen Güterprcifc detiachtet, bie wer gegenwärtig haben. Diese sinden in^der geßc jenen Dicntiibiiitat eine genügende Stütze nicht. (Sehr lichlig! rechts.) Ich halte daS ,ur ein höchst bedenkliches Moment, deiieu Un'iiLK nainentiidj in der erhöhten Nach,ratze nach Gtund und Boden liegt, bie ßcrvorgeruien ist burd) bie oer- fchicdciicn Anläufe des Staat.s und Privater zu An,icdelungs. zwcc.cn, foiuie durch bie Ankäufe d.r Inbuiirie. (Sehr riaji g! rcdjte.) Die Leute loinxn ger-ibczu gezwungen, Preise anzulegcn. 'Ärbcilcrmangcl zu decken. , u B Was bie Viehzucht anlangt,, so rst daS Quantum, ,das noch fehlt, damit unsere Landwirtschaft die heimliche Bevolle- rung mit Fleisch Vers erst, ein so geringes, daß bie Beftrebungen, uns in dieser Beziehung vom Ausland unabhängig zu machen, wohl Aussidst auf Erfolg haben. Nach der letzten preußliwcn Viehzählung von 190u ist in den letzten beiden Jahren t^r Eclnvcincbcstaird um 22. v. V- geiiicgen (Hört. hott, rechts), der Rindvichbcstand um 4y3 v. £). Die schwer ne preife sind, kann man wohl sagen, jetzt auf normaler Lohe, wenn auch drc Leinen vandelspreise nicht in dem Mage genauen find. Für unsere Lichzuck-l ist natürlich die Ausgetzaltung des Scucocn. fä-utzes von ausschlaggebender Bedeutung. Mtt d.r Elndamniung der Maul- und Rlaucnfeucfc haben roir in letzter Zett flunjligc Erfahrungen gcmadM; es ist uns gelungen, sie bei rhrem AuS- brecheu in Pommern zu lokalisieren. Die Novelle zum Bicy- icucheiigesco wild uns hoffentlich noch einen Schrllt weiter bringen. Es wird insbesondere darauf au kommen, die einzelnen Bciivcr für die im Interesse der Gesamtheit gebouncn SäMtzmatzregcln zu entschädigen. Drc Schutzrmp,versuche des Pros. Löiflcr in Ercissmaid haben leider zur Enlsteyung eines Seuchcirhcrbcs g> führt, hoffen wir sJiittel unb Wege zu finden, um drefe Berfuche ohne Gefahr für die Landwirnchast sottzusetzen. Ich komme nun zu den lairdwirtschalliicoen yiebcngcrocruen. Die Zuckerprodullion wie das Brennerergewerbe sind beide durch die Ltcuergesetzgebung zu hoher Blüte gelangt; beide Gewerbe hat aber auch die Steuergesetzgebung zur Ui'verproduktion veranlaßt und dadurch zum Teil ihre jetzige Uh)Lage verschuldet. Änsbesorrdere bie Lage der Zuckfctänßuiitie ill sehr ernst. ,abcn. In manchen Gegenden ................ jicr muß die innere Kolonisation einsetzen; in anderen Gegenden, wie in bcr Eifel, hat man Domänen auS den vielen kleinen Besitztümern znsammenfa>>en massen. Tie Kvlonisation wird infolge bcr teuren Preise des GrunbbesitzcS von Jahr zu Jahr immer schiviengcr; bic Land- banken schränken ihre Tätigkeit aus dreiem Gebiete immer mehr ein. Der Ärbeiteransredlung, die in diesen Fällen durchaus möglich ist — ich habe ielvst damit gute Ersahrungen gemacht — standen sie bisher ablehnend gegenüber. Es ist deshalb vor kurzem eine Veriügung an die Generalkvmmisjion ergangen, m Zutunst derartigen linnen Arbeilersteilen RentenbanLKribrr zur Veriügung zu stellen. Diese A n s i e d l u n g v o n A r b e r t c r n ist im allgemeinen mehr als jedes andere Drtttcl geeignet, ben Bezugspreis: ■ W A mi'iiiuhd)73i'k.vicitel- V hv Ma ▼ jä'nhrt) l'ir. 2.2U d.-rch SietzenerAnzeige Vf ansiv.'ai« tu V'cnmg. < A'ir 9 A DeraniivorlUch ’üt Eeneral-Anzeiger für Goerheffen <7 I • I I ,v')ciul)ieiatil" Ernst Eotationstrud und Verlag der vrühl'Ichen Unio.Guch- und SlelndruSerei. H. lange, «edattls», iTpeöifton und vruck-rel: Schulstraü« 7. pflichicn, aber seiner Darstellung fehlt, ronS sich ja üucb von selbst versteht, die volle offene Wahrheit. Ans leicht begreiflichen Rücksichten vermag er nur anzndenten und anzutippen, denn eine rücksichtslose Slvihf luüibc seine Slellimg in der Paitei untergraben. Man kann darauf begierig sein, ob die sozialistische Presse von dein Artikel Bernsteins Notiz nehmen oder, wie sie es sonst zu tun pflegt, sie einfach tot- zuschiveigcn bestrebt sein wird. • Tie politische Jugend. Die Organisationen dec polnischen Jugend haben in vielen (Legenden des Reiches bei der Wahl die Feuerprobe bestanden. Auf bürgerlicher Seite wenigstens darf, zieht man das ganze Reich in Betracht, die Hingabe der jungen Gene, ration an ihre politischen Ideale mit lebhafter Anerkennung vermerkt werden. Entfernt davon, auf den errungenen Lor. beern auSzuruhen, legen bereits in verschiedenen Städten die liberalen Parteien frischweg Hand an den weiteren SlnS- ban ihrer Jugendorganisationen, und sie tun gut daran, denn speziell für sie handelt es sich darum, den voi der Sozialdemokratie gewonnenen Vorsprung feuz'halten und bis zur nächsten Wahl zu erweitern. Es wäre ein Irrtum, ans der Niederlage der äußersten Linken zu schließen, daß deren länger bestehende und taktisch gründlicher durchgebkTdete Jugendorganisationen im Wahlkampfe versagt haben. Sie sind bis zum letzten Mann und nut äußerster Anilrengung tätig gewesen. Die von ihr in Berlin eingerichtete, eilt kurze Zeu bestehende Parteischule entsandte Lehrer und Schülerin die Agitation fast im ganzen Reiche. Tec Unterricht au dieser Schule ist, wie wir auS Berlin erfahren, wieber aus. genommen und dürfte mit verdoppelter Kraft durchgeführt werden. ES ist weiterhin die Bildung von Jngendschutz. ko m Mission en für jeden — angeblich unpolitischen — Jugendverein geplant. Diese Kommissionen sollen sich mit den Arbeltersekretariaten in Verbindung setzen und durch diese .moralisch unterstützt* werden. Im Vergleich hierzu erscheinen die Jugendorganisationen der bürgerlichen Parteien allenthalben noch wenig entwickelt, und bei uns existieren sie ja leider überhaupt noch nicht. DaS platte Land erwies sich allerdings erfreulicherweise auch diesmal als unüberwindliches Bollwerk gegen die Sozialdemokratie. Hier haben die bürgerlichen Parteien in vielen Dutzenden von Wahlkreisen mit Leichtigkeit den Ansturm der äußerlten Linken abgewiesen. Andererseits aber hat sich herauSgesleUt, datz eZ dem Liberalismus sehr wohl möglich ist, bei ständig tätiger Organisation und ununterbrochen lebhafter VersammlungSwirksamkeit in den Landbezirken größere Erfolge zu erzielen, auch da, wo er schließlich, wenn auch mit geringer Minderheit, unterlegen ist. Er hat außerdem mehrfach in .angestammten" konservativen Wahlkreisen gesiegt und agrarische ,2Uhiiei|ier*, wie die Herren Rettich, den emfiigcn Vorsitzenden der Zoll- lariskommljsion, Himburg, v. Ricpeuhailfeu, v. Böhlenboiff, aus dem Sattel gehoben. Es muß Aufgabe deS Liberalismus sein, in allen größeren Landorten speziell die politisch mündige Jugend in Verbänden anziigliedern. Damit wirb er feine Kampfkraft stärken. Auch, wo eS darauf ankommt, wie in manchem unserer hessiichen Wahlkreise, gegenüber dem Zentrum, dem die politische Jugend zlizuführen sich die kathol. Geistlichen, unübertroffene Oigam. satoren, in aller Stille, aber mit zähem Eifer angelegen sein lassen. Wer die politische Jugend hat, hat die politische Zukunft. Klcine Nachrichten vom nmcii Reichstag. Der Neichsanz. veröffentlicht eine amtliche Zusammenstellung des neuen Reichstags. Darnach sind gnvählt 60 (52) Konservative, 23 (22) Reichspartei, 4 Bund der Land- wirte, 1 Christlich-Sozialer, 3 Deulsch-soziale, 12 (15) wirt* schriftliche Vereinigung, 6 (6) deutsche Reformpartei, 106 (104) Zentrum, 20 (16) Polen, 55 (51) Ralionalllberale, 1 (1) Bauernbund, 13 (10) freisinnige Vereinigung, 2d (20) freisinnige Vereinigung, 7 (6) deutsche Voll spartet, 43 (7 9) Sozialdemokraten, 7 (9) Elsässer, 0 (2) Welfen, 1 (1) Däne, 7 (3) Wilde. Die eingeklammerten Zahlen geben die Partei- starke des aufgelösten Reichstages wieder. Der König von Sach)en gab seiner Freude über den Ausfall der sächsischen Stichwahlen auch in einem Tele. gramm an den Kaiser Ausdruck. Daraufhin ist vom Kaiser folgende Antwort eingegangen: -Ich danke Dir von Herzen für Deine treue Gesinmmg, welche auS Demen Worten svncht. Mit lebha'ter Geuugiuung habe Ich den Aussalt der Wahlen begrüßt und bin bcionbci* dankbar, daß die Bevölkerung Teines Landes gesunde oaiciläu- dlsche Gesimmng im Geiste der verewigten Herrscher Sachsens, Meiner oerchrien väterlichen Freunde gezeigt Hai. Unserer gemeinsamen Slrbcit tue das Deutsche Vaterland gebe Gott weiter seinen Segen." Fürst Bülow hat den bürgerlichen Wahl-KomiteeS von Danzig, Dresden, Frankfurt a. M. und München, die ihm die Wahlergebniffe mit Glückwün.chen übermittelten, mit herzlichen Worten telegraphisch gedankt. Der Parteivorstand der sozialdemokratischen Partei veröffentlicht im Vonvärts eine Erklärung, worin der Behauptung widersprochen wird, er habe für Württemberg und mehrere füddeutsche Wahlkreise eine besondere Stichwahl. Parole ausgegebcn und speziell Bebel habe in dieser Richtung geivirkt. Der Parteivo>itand habe im Gegenteil den Stichwahl- Plänen^der Parteigenossen in Württemberg, Straßburg und Fürth-Lchwabach eutgegengewirkt und es fei nicht feine Schuld, daß er fo wenig Erfolg damit halte. Der Straßburger Bischof Fritzen ist mit der Haltung dcS Zentrums bei den Stichwahlen unzufrieden. Ei äußerle sich bereits bei der Kaisers Geburtstagsfeier in bei Universität einem hohen RegierungSbramten gegenüber, er hoffe, ba§ Zentrum werde in der Stichwahl die Sozial, bemofrate» nicht unterstützen. Als dann später verlautete, das Zentrum werde wahricheinlich doch für die Sozial- demokraten emtreten, fragte die Regierung an, ob der Bi|cho, nicht feine damalige Crtlärung veröffentlichen ivolle. Ties sagte er auch eril zu, zog aber feine Zusage wieder zurück da mittlerweile die Slichwahlparole des Zentrums belanni gegeben worden war. Sämtliche Londoner Blätter beschäftigen sich in Leitartikeln mit dem Ausgang der deutschen Wahlen, der in England außer ordentliches Jnleresie erregte. Die Niederlage Der Sozialdemokraten wird als Ereignis von internationale! Bedeutung betrachtet und Fürst Bülow wird allgemein, selbst von radikalen Blättern zu dieser Wendung beglückwünscht. Es wird hervorgehoben, der neue Reichstag werde das gefügigste Parlament sein, mit dem die Negierung alles werde machen können. In diesem Zusammenhänge wird die nächtliche Rede des Kaisers ungünstig kommentiert, denn die Drohung, daß das deutsche Volk alles niederreiten werde, was sich ihm entgegen stelle, könnte sich auch auf das 'Ausland beziehen. Die „Morniug Post" schreibt, die mitternächtige Rede könne nur eine äußern aggressive auswärtige Politik einleiten und die N a ch- bain Deu 1 schlands müßten auf der Hut fein. Tie „Oe Ilerr. Volkszlg." in Wien meint: Ter Zweck, den Bülow mit der Maßregel der Reichstagsauslösung erzielen wollte, ist erreicht. Tie drückende Fessel des Zusammen, gehens des Zentrums mit der Sozialdemokratie im Reichstage ist gesprengt. Tas Zentrum ist gewissermaßen isoliert. Der Liberalismus erinnerte sich seiner nationalen Herkunft wieder, und ans diesem Grimde ging er gestärkt auS dem Wahlkampf hervor. Deutsches tteich. Berlin, 7. Februar. Nach einer hiesigen Zcitungs Korrespondenz soll der Kaiser Ende Mürz oder Anfang 'jfpril die Reise nach Madrid anzutreten beabsichtigen, um den Besuch Königs Alfons zu envidern. — Kolonialdireklor Der n berg verließ heute mit Urlaub Berlin und begab sich nach Oberhof, wo er bis zur Einberufung des Reichstages bleiben wird. — Au hiesigen amtlidjen Stellen wird zu der Meldung, daß die a in e r i k a u l s ch e T a r i f - K o ul ul i j s i o n die Grund ,;üge eines wirklichen Vertrages uild nicht eines Provi soriunis nut Deutschland veröffentlicht, er Härt, daß keiner- leiHandelsvertrags-Verhandlungen stangefunden hätten, weil dazu weder die anicrikaiiifche Konuiiisston noch die deutschen Herren, die nut ihr unterhandelten, Auftrag gehabt hätten. Die amerilaitischen koinmisfare hätten sich lediglich informieren loUeu und Bericht an den Senat erstalten. Wenn sie ihrem Bericht Ine Form eines Handelsvertrags-Entwurfs vielleicht auS Zweckiiiäßigkeitsgruuden gegeben hätten, so könne daraus noch nicht gefolgert werden, daß dieser Entwnrf das Ergebnis von deutsch.amerikanischen Verhandlungen sei. Ausgeichtossen fei es freilich nicht, daß die anierikaniiche Regierung den von der Kommission ver- össentlichten Euiwurf zur Grundlage wirklicher Verhandlungen niache Schwerin, 7. Febr. Im Mai tritt Herzog Adolf Friedrich, Major im 2. Gardcdragonerregirnent, von Deutsch ostafrika aus eine Durchquerung Afrikas an. Die Kosteil der zweijährigen Expedition, auf der den Herzog Männer der Wissenschaft begleiten, werden teilweise vom Reiche getragen. Frankreich und Rußland. Paris, 7. Febr. In der Siammer griff Rouanet heute sehr heftig die großen französischen ihebitinftitute an, kritisierte deren Geschäfts- gebahren bei der Ausgabe der russischen Anleihen und bezeichnete die Finanzen Rußlands als faul und morsch. Während bc5 russiscl-p-japanischen Krieges habe man für tu)). Fonds einen willkürlichen Kurs aufrecht erhalten können und sprach bann von neuen „Börsemnanövern" gelegentlich der neueften russischen Anleihe und von der „Hinrichtung" des Großfürsten Sergius. (Lärm.) Der Minister des Aeußern, P i ch v n , unterbricht den Redner und sagt: Das sei ein Pdord und nid)! die Ausführung eines Urteils gewesen (Beifall), ein verabschruungswürdiger, von dem öffentlichen Gewissen aller Länder verdammter Mord. (Lebhafter Beifall.) 9t o u a n n c t führt das Sinken der französischen Nentc auf Börsenmcmöver zurück und sagt, wenn es nicht vorher zu furchtbaren Krachs komme, würde das sranzös. Kapital naaj Frankreich zurückkehren, aber eine Stunde Schwäche könne die französische Industrie und die Republik verderben. Roch sei es Zeit, die Gefahr zu beschwören. Redner fordert den Finanzminister auf, auf den Schrei der Unterdrückten in Rußland zu hören, die die Finanzleute ins Verderben stürzen wollten. (Beifall auf der äußersten Linken.) Der frühere Minister des Aeußern D e l c a f f ö erhob gegen diese Worte lebhaften Einspruch. Rußland habe seine Unterschrift immer eingeiöst. (Lebhafter Beifall rechts und im Zentrum.) Der Sozialist M e s l i e r kritisierte in sehr heftigem Tone die Emission der russischen Anleihen in Frankreich und greift auch ben früheren Minister Rouvier an. Meslier bespricht sodann die Zusammenkun,t ides Fürsten v. Bülow mit dem Grafen Witte in Norderney, sowie ben damals abgeschlossenen, iür Dentschlaiid so vortesihasien russisch-deutschen Handelsvertrag und behauptet, baß die deutschen Finanziers den größten Teil des damals Rußland gewahrten Darlehens in Franrrcich an den Mann gebracht hätten. Der Minister des Aeußern, P i ch o n, ergebt entschieden Protest gegen die Steuerungen Mesliers über die französisch-russischen Beziehungen. Er ircue sich, zu sehen, d^ß die rufmaje Regierung den für die Anleihen gegebenen Garantien fonftitutouelle Garantien lstnzujüge. Picken erttärt rociter, die französische und die tumiuje Regierung untersuchten sich geacnieitig täglich in der auswärtigen Politik. Die französsicke Regierung sei entschlossen, bei ihrem Zriedensmerke zu verharren und dem r u f s. Bündnisse treu z u bleiben. (Beifall.) An» StaM rrnd Land. Gießen, den 8. Februar. *• Vereitelter Unglücksfall. In der Licher- straffe fiel am Donnerstag vormittag em Fuhrmann von seinem Wagen zwischen die P)erde und Räder, die die ihn zu übcrfnljrcu drohten. Dec gerade vorübergehende Tanzlehrer SL Schmidt sprang hmzi, und brachte die Pferde zum Stehen, sodatz dec Fuhrmann nut dem Schrecken davon inm. * Stadttheater. Es sei dararif hingewiescn, daff in Oer heutigen Vorstellung von „Johannlsseuer" Herr Weine» kraiiß den Hafflc spielt. Es lommt ihm zrigute, daß er den onprcußisch.n Tiatett, der für diese Rolle vorgeschricben ist, vorzüglich beherricht. Silberne Hochzeit feiern heute der Schneider- meister Retnhard Gceb und feine Ehcsiau Wilhelmine, geb. Getzlier. ---- Wicseck, 8. Febr. Unser Bürgermeister, Herr Plnt Son,merlad IV., erlitt gestern vormittag einen Schlaganfall. Erfreulicherweise hat sich das Befinden des Er. krankten bis heule vormittag bereits wesentlich gebessert. 4- Langd, 7. Febr. Bei der heute hier abgehaltenen B ü rg erin e i st e nv a h l wurde unjcc seitheriger Bürgermeister Ozlo Meyer mied er gewählt. Ta ein Gegenkandidat nicht ausgestellt war, erfolgte die Wiede,wähl einstimmig. = Wimpfen, 7. Febr Hcnte früh gegen fünf Uhr ist in dem altehrwürdigen Kloslergebüude, das feil Jahren die Realschule beherbergt, eine Feuerbrunst zum Ausbruch gefomuicn, durch die der »nächtige kaiserbau- komplex mit seinen intcrcfamten romantischen Partien zum größten Teil zerstört wurde. Bo», dem Bücher),laterial konnte n. d. Kl. Pr. die Hauptsache gerettet werden. Dagegen sind die gesamten Einrichtungen zu Grunde gegangen. Die Ursache des Feuers ist nach den Mntmaßnngcn auf einen Kamuidesekt zurückzusühren. Dacinstadt, 7. Febr. Die Stadtverordneten. Versammlung bewilligte in ihrer heutigen Sitzung 2000 9)1 n rf für die Hinterbliebenen der bei dem Gruden- imglück auf dec Zeche Reden Verunglückten. b. Frankfurt a. M., 8. Febr. Tie Ctadtverord. nete n bewilligten 1 2 5 0 0 0 M k. als TencrungSzutag« für städtische Beamte und Slrbeitcv, sowie 5 0 00 Mk. für die Lpser des Redener Grubenunglücks. Hanau, 7. Febr. Tie Stadtverordneten be- schlossen wegen der Teuerung eine A ii f b e s se r u ng ber Gehälter dec unteren Beamlcnklaffe und der Löhne ber 'lädlischen Arbeiter. (Fkf. Ztg. Zkibec d.e „Niue A.au" schreibt Dr. Richard Bahr im Türmer (Vertag von Greiner uni Piei,ser in Stuttgart): Ein neuer ^cauentypus ist bei uns im Werden. Kraftvoll, strebsam, tatendurstig in den höheren Schichten; xübrig und voll zäher Lebensenergie in ben mittleren; selbstbewußt, wo nicht gerade das namenlose Elend weitender ober parasitischer Hausindustrien Leiber und Hiriie zernrürbt hat, auch in ben unteren. Ein ganz junger Typus; recht ein Kind unserer Tage. Die Frauenberufs,rage ireilid) — man kann sie schlechtweg auch die Frauensrage nennen — ist erheblich älter. Die em lieht im Grunde schon im srühen Mittelaiter mit der anbebtiWtn städtischen Kultur. Es ist darnais eine männermoröenbe Zeit. Kr.ege an den Grenzen unb bie nie erlöschenden inneren Fehden dezimieren ihre dieiben; auch Haiibeisreisenoer sein ist in jenen Zeit- läujtcn äft des Mannes weiter- führen, ist einfach Handwerks Gebrauv) und Herkommen; audj Aerztinnen kommen vor, und die Nonnenklöster sind die Heimstätten weiblicher Schriftstellerei unb der feinen kunugewcrbilckM Arbeiten. Not unb Mangel, denen bie Beguinenhäufer vergeblicb zu steuern suchen, bleiben allerdings auch so; sie mehren sich noch, als um bie Wenbe bes 15. Jahrhunderts die Dcrialienben Zünfte den Weibern den Zutritt zu wehren beginnen und die riieformation ihren Kamps gegen bie mittelalteriickfe Leichttebig- feit und bie (freilich vieisach entarteten) Frauenhäuser ausnimmt. Dafür erwächst unter ihren Einflüssen — bent beutidjen Bürgertum, nicht betn uni die Hose icharwenzeuiden Sibel — ein neues Frauen- ideal: das der zart unb siUig inmitten eines behäbige», Aiuoejens ivaltenben Hausiran unb 9)1 utter. Ihm singen Misere klassischen Dickster, unb so fest prägt cd sich in bie Seeben Oer DeutickM, daß sie nur langsam, nur unter schmerzlicher Bewegung unb allerlei verwirrenden Begleiterscheinuligen sich von ihm loszii- ringen vermögen. Denn seit etwa vier Jahrzehnten ist das Ideal unhaltbar geworden. Nicht absolut, wie der lebeneirenibc Dok- trsiiarismus fanatischer Frauei.rcchtlerinncn uns glauben machen will, denen die Enllvickiung noch nia;t rasch genug geht und Familie und EinzelhauShalt unter allen Umständen veralte« Wirtschastsiormen bedeuten. Aber doch unhaltbar als das alleinig« Ideal, neben dem es für honette Leute von Rechts wegen kein anbcrcS geben dürfe. Fabrik unb moderne Gwgunternehmung haben eo z-crstörf, wer die Din^e ,erklärt zu haben glaubt, wenn er ein Schilagwort für sie findet, soll meinetwegen auch sagen: der Kapitalismus. In diesen rund gerechnet acht Lustren ist bie Famllie nämlich aus einem ProduktumSorgan eines ber Konsumtion geworden. Unsere Großmütter buken noch Brot unb nähten ihre Aeider; unsere Mütter schlachteten (wenig- steiis in ben Mittelstädten) noch jährlich ihre paar Schweine, unb das Wurstmachen stellte bann allemal bas ganze Hauswesen auf ben Kops; unsere Frauen und Schwestern aber lachen uns mü Recht aus, so wir ihnen zur Diätetik der peelen den Strickstrumps empfehlen. Weit mehr als das Handwerk Hat die Fabrik die Familie bepossediert. Ehebem konnte auch im städtischen Haus- (yalt bie Zahl der hei senden Hände nickst leicht zu groß fein. Wer von uns Slelteren, dessen Kindheitseriiinerungen etwa in die Tage von Sedan zurückreichen, erinnert sich nicht mit dankbarer Wehmut der alten Tante, die uns gebadet unb gekämmt hat, bie uns tagaus tagein dieselben Märchen erzählen mußte, und gegen die wir dann flegelhaft wurden, nachdem sie uns den ersten Schulranzen gepackt hatte. Die alten Tanten starben aus oder sind im Aus sterben; bet W.rkungsbereich der Fam.lie Hai sich verengt; was im Haushalt des bürgerlichen Durchschnitt zu verrichten ist, kann bie Hauchrau — wenn's not tut, mit Hck« einer bienenbeii Kraft — bequem leisten. Für bic Ueberzahliger und Uebriggebliebenen, hie Zaungäste fremden Eheglücks, biete: die heutige Kleinfamllie mehr feinen Raum. Was geschieht mü ihnen? Das ist bie moderne Frauen,rage in jenem (engeren: Sinne, in dem man sie auch» die soziale Frage der gebilbeten Stände gen nut hat Dem, der Frau aus unfein Schichten gebricht s »tum an Arbeit. Die bat uuniei D.e Hänoe rühren mui,en uni muß es erst recht, seit Maschine und Technik in immer weiterem Umfange bie absolute Körperkraft zu etfeßen begonnen haben unb bas auf Verzückung ausgehende Äiapital erkannt hat, um wieviel billiger sich bie unorganisierte unb unenblich fügsame weibliche Arbeit stellt. Aber b.e Bürgerstochter liegt brach, unb ihr ben Lebenssvielraum zu enueüent unb neue Ermerbsmbglichke.Un zu sichern, bemüht sich seit Ausgang sechziger Jahre eine wachsende Anzahl tapferer Frauen. In Berlin wird ber Lettevcrein begründet; in Leipzig tritt die erste deutsch^ Frauenkonsccen; juiannncn mit kr Absicht, „die weioliche Arbeit von ben Fesseln des Vorurteils zu befreien", sie zur „Pflicht und Ehre bei weiblichen Geschlechts" zu erklären; auch bie Behörden sangen allmahlia an bei der Eisenbahn, bei Post und Te.egcaphen yrawen anzu- ftellen unb den wirychasisichen Tatsachen, bie \o au, bie Berufs- iual)i der Frau hindrängen, gesellen sich geistige Strömungen, die dem männlichen Ziele zustreven. Aber im ganzen verbaust bie Entiv iillung doch recht langia.n; er ft mit bem neuen Jahchander: kommt — in ben Großstädten ungleich intensiver zu spuren ali in ben lleinen und mitteten Siedeiungen — bie eigentlich! Wendung. Unb nun jergeubvit sich ber gewissenhafte Hausvater nicht mehr U .5 Hirn uoer die beiden Probleme von bazumal: „Was soll unser Junge werden?" unb „Wie verheirate ia meine Tochter?"; sonbern er sieht beizeiten zu, auch Die Heranwachsende Tochter für Den Lebensiampf tüchtig zu machen unb |U einen Berus wählen zu lassen, der unter allen Umständen il/cem Dasein Inhalt gewährleistet. Du neue Frauentyp i|t im »werben vermischtes. lufammcn mit der Bewert.na der HauSte aenarbeit überhaupt. Tie ab.r iit eine Lache d ä Fühlen- und (KLuuenS, und all bie fckjöncn Redensarten von der „Arbeit nut unzucctmäßigilcn Mn. tcln" unD der „'JädÄanpanung an höhere 26irll^ ulSiormen" re erben nidjl roanteno mauxn tonnen, wer von ihrem Wert überzeugt in. (fcin huimonncy gesummter LauShalt iü ein Äiuiii» ruerf, b. 3 den Lebensinhalt und die Lcistungsiähigke.t al,er, die an ihm teiUyUbcii, uueiiDlid) zu steigern ueiuw-j. Und id kann nicht einmal jinben, bau b.e )virtiiUijlad)C teniroitflrnc mit loßnuAT Uneib.thicUteit dahin ginge, bicic5 Cnyaii mensch. iidxn itllhigcns za 4eritoten. Für bte graültüüti|d)cn Ind.i gemässen mag das gaiv^ enicyasttiche sdrinzur oct Hauswirt chau gegenüber dem heutigen Kelltel) in 1'0 und so vielen Fällen einen ruirlicuuit.iujiii und etbi a;en Forlschr.tt bedeuten; Datum wird es auch gat und näylid) jein, kommunale Feuerungsaniagcn zu idyaifcn unb -cpciicl/auen. Wasch- und Trockenhuaier, Ct« iiebungsichulen mit liinD:rbeivahranstalten. Aber ich glaube nicht, bdb der Tiaug naai bun t.jenen v.rb unb dem eigenen iopi dadurch in unic«.em k>oii criti.it werben whw, unb id) meine sogar, bau in oeii aieih.n der bciier gelohnten, durch die Ökivert« schuitstultur gcbubciun geiCintai *2iru eiter die Fauiiiicnw«rtschait uniiicr den $jaußgcinciniu>a,tcn nach dem Linstet etwa der von Frau Lutz lotuun propagierten einpimDiidje Lwnkarrcn- machen wird. _ In mand)em Stüd berührt sich ter Schlachtruf „Beruf unb Mutterschaft" auch mit dem, was sonst lvohi. auch „neue Ethik" genannt wirb. Ein geiahctichcs Stichwort, baS b.e Gemüter in Jur unb Wider leibeiiiamiilnb zu erhitzen pilcgt Ich neige zu OtunbiübliuA'c Mtide. Wir haben bas Maiui.ueib erlebt, das die gcschleu-tlidxn Tinge ttolj verachtete; wir ergeben jetzt die x.Dcite Phase, ba die lelbftunbig geworbene Frau iljr Liebes- leben nach eigenem Ermessen von alter Satzung |ta unb bod) im Ccuube nad) dein Muster btto Manne- -u geitudeii trautet. Las sind Ucbcroanflvctfüxinunoen. Wir Männer sinb ja v«el>ach durch diese ireien knuiDe Gegangen nach wissen, daß in ihnen bas L'lüd iwch fclteiier zu yauie ist, ato in den so gcringscyavig abgetanen legalen Eh.11. Derlei muß eben dnrchzekämp.t worben. Waü tausend zürne..be unb mvh.nieinende Sieten unb Auuätze nicht vermögen, baS schai,t bie O.nahc.ing einer einzigen Ltunbe, bie unser Herzblut rötete. Glicht ohne Hämpie unb Bitternis wird uns der neue Fraueittiipus geboren werben..... 2 ""'n ??'• yh ,M ""«Illis,,/ *• $"tt„ ■ werde.,. 1 ilf9angfn.: illl,9C11 auf ^U'gen L.d . ^ei dem tzrudg 1 ^iablDtror'l Ucrunfl6iulaJ e 6OUU «DU J id§. ’Jtorbneten U Wie sich brr ^nridtoberaf mit dem natürlichen der Mutterschaft kombinieren lägt, scheint mir gegenüber b?a Führerinnen der fortgeschrittenen Frauenbewegung, die darin b:n Hern deS ganzen Fraucnpriblems trblicen, burd'a.to eine Frage zweiter Crbnung. in den höheren Berus en wird sie von Falt zu jjad und auSschlietz. lich indwiduell »u beantworten fein; a Kg eichen natürlich davon, daß Söpjc wie bas ZwangLto.ibat der Lehrerinnen endlich abgt- schniit.n rccrb.n mujicn. Mittelstand aber wird bie 0:gci[tauSweicn zu verwalten, nidrf b.hinschtvände. Tie Frage hingt aas- engste ' ‘‘ T Aeivert rna der HauSte "enardrit überhaupt. Lache d.s Fühlen- und Glaubens, und all bie 1 der Löhne >, ___ U" J9 Von Greiner vr Werden. Jfafo, ridjten; _ xä^ng iy 11 > ielbftbüuubt, u x oier parmuuere auch in fc Ä'.nd unserer ir;i sie schlechtweg ca er. Die entließ ix er aiihedrubrn ich 'rdende M ft,, uiereu Fehden fr. in ist in jenen «r. unb bie pctiDt.: :m verderblicher u ü aus IDU «Dldti: r an in Nürnberg.., icr ihrer iLuu. i|j unb die ^ümte xjll Ahnet 30 oom i J t eiangen, müssen.1» ib sich durchs &J|| uib b.e ßünitt illl des Rannes rot id vertommen; cl | chstcr fuib bie fit. 1 I neu kuniigeivcrviiL' । iinenhäujec wjc. I io; sie mehiui ij I >erto die otnaLa. I in beginnen •' ■ I laltenidK W*1 I llenhäusere-iiiuivi I *)eufrid)eii • I - cm ncuti &«“’ I jelfäbifjcn iknweill I 11 uiticce tiaiiiicc 1 eben bei DeuM I )er fberoeaung is) | ch von ihm loi-H | eilten ist tw« > I - icüen6irenibe t<'l| UNS glauben n;y j| sch genug ged-' UniWidni oeialtt« tbüt als boi 11 Siechrs weg:» ü-W . ®wuuntetuc»e t ;u habe» li meinetrotg« and gcrechmi - m cüßinuttet bia - er schlachteten-/ L ihre Mut das ganze s . I n aber lachen I :den de» II f hd die Uab'-r‘ II leid)t |l eri'inerungen L-M sich nM uiü ■ St unb 0^ nat^eni i gtr.id^' y ■ ^■r die Ue^r^-' H yur « fei je De.:> H j» ut iMMi« . ■■ ignE A\'|[ teii.f u flM | äF* \ • Ein E tu den t als Falfchm ünzer! In Bonn wurde cm Stuben t bei der Pirattsgobunq falschen Äelbec- fe'tgenoininen. Eine Haiissnchiing förderte viel falsches (Äelo zu laqe, daneben pcnchiedcne OuBformen, die derart sinnreich toiifuuicit sind, daß nut einem Gusse acht vet chicdcne Geldsortcn, daiunter Zehniiiarlstücke herüestellt werden konnten. TaS falsche Geld ist derart täuschend nachgeinacht, daß die Fälschung nur mit Ml'ch erkennbar ist. Der Student mut, zahlreiche Mitschuldige haben, da einzelne oberrheinische Städte nut falschem Gelbe gleichsam überschwemmt sind. * Der Äaifer von einem Schneeball getroffen Am Brandeilbwrger Tor in Berlin war ein Automobil bj: Zicl- fdKibe für Schneebälle. Dabei flog ein Sä/ieeball dem Kaiser, n|.5 er im osicnen Wag,en biird) bad tiranbcid’nrgcr Tor fuhr, direkt inö Gesicht. Der Ä'aifer lachte unb brohte den unuorlL. tigvn Werseru mit den Fingern. Die Jungens machten siä) natürlich etwas ersd)irocken aus dem Staube. • D 1 e Operette eines ÄiüncheS. AuS Genf wird berichtet: Dec Vlbb6 I. Groß, ein Mönch deS St. Bem- baibtlofteis, hat eine Operette geschrieben, die in den nächsten Tagen in Genf ihre Uraufführung erleben wird. Sie hat ben Titel Le Bon Bieux Valais; alle Gesänge unb Musik- flüefe des fünfaktigen Werkes hat dec Blönch geschrieben, der auch die Lostiime entworfen bat, die von den Taistetlern getragen werden. Die Operette schildert daS Leben der alten Tmwohner des Lantons Wallis. •lieber einen drolligen Fall von falscher D e f d) l e d) t 6 v 0 r f p 1 e ß e l u u g wud aus Ton m u n d derichlet: In einem großen Waren Hause tat es eine »Rayon- d)efui* allen Kolleginnen au Energie und Schneidigkett zuvor, ihr Kommando verschaffte fid) durch Form und Ton unweigerlich Erfolg, wenn man auch zuweilen über einen gewissen uniuetblidjen Zug der Dame lächeln mußte. Sie wohnte mit einer Kollegin auS demselben Warenhause zusammen. EineS Tages wollten beide fid) von einer dritten Kollegin zu einem Spaziergang abholen lassen. Diese LMM ^öljmgmdjiiitü Wen. Gartcnstratzc z, Zimmer 2. lGefchäftoirunden von H—1 und von 3—6 Uhr.) ES sind zu vermieten: . , 1 Wohnung von 7 Zmmrern, 2 Wohnungen von 6 .nnmern, 6 Woininugeu von 5 Znuuiern, 6 Wohnungen von 4 .jinuueru, 3 Wohnungen von 3 Rimmern, 2 Wohnuuüen von 2 0u.r-.1crn, 1 unmduuertito unb 3 möbUextc Jimmer, 1 kleiner Laden, 1 Werkstatt. Zu mictcu gesucht: 24 Wohnnii.ieii von 1—7 Zimmern. Bekanntmachung. Nachdem aus Slntiag der 2inna Füll, gcuorcnc Zimmer oon Frankfurt a. SJ)2. Aufgebot-verfahren zwecks Todesextlärnng iorc5 Bruders Wilhelm Z inmer eingeleitet worden iit, so wird ülufgebotStermin zwecks Todeserklärung des Wilhelm Zunmer benimmt auf Dienstag, den 24. September 1907, vormittagc 9 Uhr. Wilhelm Zimmer ist geboren am 15. März 1872 zu Nonnenroth — Amtsgerichtsbezirk Hungen — als Sohn des Heinrich Zimmer IV. Er wanderte nach England au» und sind feit 1893 keine Nachrichten über sein Leben eingelangt und ist derselbe dabex als verschollen zu betrachten. Ter Verschollene wird aufgefordert, un Tlnfgebotstermine sich fpätefien» zu melden, widrigenfalls die Todeserklärung erfolgen wird. Ebenso werden alle, welche Aiiskunft über Leben oder Tod des Vexsd;ollenen zu erteilen vermögen, aufgeforbert, spätestens un AufgebotStermine dem Gerichte 9iiijcige zu machen; ebenso alle, welche au den Nachlaß des W. Znumer irgend welche Ansprüche als Erben zu besitzen glauben, andern- salls sie bei dem demnächstigen Erooerteilungsverfal)ren nicht »erücksichtigt werden. Hungen, den 26. Januar 1907. $ (üroßherzogliches Amtsgericht. Uiiivcv5itati»21ad?rid)teit. Professor Tr. Richard Wachs m u t h , Zivillehrer der Physik an der stgl. Rricnsafabeuuc m Berti n unb a. 0. Lehrer nn öer Bergakadcune ba|elb|i, folgt zum 1. April einem Auie als Dozent lür Physik und Lener der ohysikalischen Ablcituiig des PhyiNal. Berems in Franksurt a. M. ter wurde 1868 zu ‘Jlarburg a. d. Lahn geboten. ___________ Besucherin fand sich aber eine halbe Stunde eher ein. als verabredet worden roar. Tie ^olge davon war eine überraschende Entdeckung. Tie Rayonchesin roar gerade beim — Nasseren. Ter Anblick der berumliegenden Requisiten belehrte auf den ersten Blick darüber, daß Fräulein X. ein Mann sei. Ec hatte sich ein anderes Geschlecht deigelegt, um fein L ebeSverhältmS nut dem anderen Mädchen den Blicken der Maste zu entziehen. e Döse Folgen einer C I) e f ci g c. In einem Bier- band in Lasset versetzte kürzlich ein Ck.c dtnem andern eine Ohrfeige. Ter MißhandLte konnte fpäkt n", •: mchr hören ultd der Arzt stellte fest, da't durch bx Ohrfeigte das Trommel- fdl geplatzt war. Ter Täcer zur j&romcibung einer Entschodlgungci.age fieiipifllij 3000 • Eine Ä a l bm ihgcb n 11 bei: vi^enartige Mißgeburt ron einem Kalbe bescherte eine Kuh dem Lrkonomen Josek fUiartin in Edactsbrunn. Tc.^ Äato, ein auSgavall-scnes und gefuudc- Sticila.b, bc.rtzk nili.ab ssa'S fingen unb drei Rasen. Bon den Augcu s.nd nur yvoi vollkummLN auJgeblbai und mit Sehkraft bctMxii, wähvend von den übrigen uiet nur üöhlcn und Teckel vorhanden sind. Don Len bn\ Nasen ist edensalto nur eine normal, bie andrcen liefen faaxe bet Cberficfcr sind denen axues Lnndrs ähii.ia». Der Utucr2icfer ist gteich- falls normal. • Idee Ter Dichter begeistert sich für eine Idee, einen großen und erh wenen Geoanfcn, und dem Lver.e 00 wahren tfunidctd wcro intmer eute tunstterache vU>ee, em (uiifüctiid.'er otkr Lunstgedant: zu Gruixbe liegen. Äder das Bud, bie ^bce, welche dres.nal ui der Idee, der oede des itäuü lci-3 gelebt, entsprach nicht der Idee, dem Legriiie, welchen man mit bc.i von ougcnbliuiuoer Erregung und llcixttreioniig, wenn jeniünb feine Köchin mit der Behauptung anfährt, sie habe von der gaii-cn Kochkunst nicht die leneite Idee, nicht die blaue .lhnung, bloß well sie unterlassen Hut, eine Kieuiigkeil, einen Lxopien, ein Tröpfchen, ein wenig oder etwas — Utjuni „eine Idee mehr Essig" nn den Salat zu tun. — Armer Plato, dem die vsbcc die I/öd'ue Bornellung, der Pernnnstbegriif, ia das „Ur^ ui.b der Dinge selbst" war! — Nach Sarra-ins Einleitung zn seinem Berdeutschungs-Wö.tcrbuch, in der er l/icr somit nicht weniger als Bexdeutschungcn zusammenstellt, für welche das arme, hartgeauälte Fremdivort hcrhalten muß. * it leine Laaesü)r0 . . 1 In Hattingen wurde von zwei SUbcitern, die sich un Freien ifülü'cn fiel egt lioticn, einer erfroren au'gestuiden; der aiidere in wahifchkiulich zu retten. — In C 6 n a b r ü ct befd)lo{fcn bic Siadikol.cg'en den Lau eiuco Stnötll) eaiete mit einem Stoficuaununnb von GUO.OOu üJlarf. — In Hamburg nnube Der 24jährige Kunstmaler Ada m e tz, cm lehr begabler Meuich, beffeu lunitlerifcl)e Begabung durch Die finanzielle Unterstützung gefördert ivoibcn war, verhaftet. Es iiegi gegen Den Sluniiler, Dem von ferner (Sönnerm ivegen seines iicöerliüien Lebenswandels Die Unterstützung entzogen ivoiden war, der dringend: Berd acht vor, den int X)au)e seiner Wohltäterin verübten IS i n b r u d>, wobei ein Diener durch lstevolveri chu.se schwer verwundet worden war, verübt zu haben. — In Leißling ;iDtov. Sachsen) brau-en zwei Müdch-en auy Fr ankfurt a.M. ueim Schlittschuhlaufen au\ der Saate ein. Beide orte a n t c n. Ellte aiidere Schwester wurde von dein Bruder gerettet. — In Mutigen ist bi'r 19lährige loagerie-Zögling Graf Ludwig Dumoutin-Eclart beim uieitunln:tid;i in Der 5)o,reilbahn durch Scheuen seines P,:ck>:-5 gestürzt und an einer ir.dicneu ÄehiiTnerschullerung a.sba.d gestorben. — In Lains bn Imst in Tirol schnitt ein: irrsinnige Bäuerin während der Abweienheil der S?auftcuie zwei Kinder n ihres Saiwager» bic Hälse durch. Sie g:b an, auf Geheiß GotteS gcljuiibelt zu haben. Sie wurde in Die Irrenanstalt Voll oe- bradjt. ^cridißfaaL d. Mainz, 7. Fedr. Der Mäl'cr .veinrteft Velten aus Giesten, »u'etzt in Mick?lstadt wohnhaft, >?ar Ende vorigen Jahres in Worms bcfdwnig!. Er lebte dort in Laus unb Braus, wahrend feine Familie in Mickxustabt un größten Elend saß. In Sierra# verübte Der ÄngeNagte eine Äniahl non Zech« betrügercien und Diebstähle. So uiaclc er Zech- schulden unb verschtrand dann hei.-lliS 3:t zwei solcher ivelegen- heilen stahl er einet Wirtin dc. Concmonnaie mit 25 Mk. und einer anderen SBittoftau 10 Mk. aus Der Büffetkassc. Der oft bestrafte AngeNagte wurde heute von der Strafkammer zu 2 IahrenZuchthauS PcnirtcilL Es warben ihm Die (Sbren* redue auf 5 Jahr: aberkannt und Volizeiansficht verfugt. Wlärhe. ft- Frankfurt a. M., 8. Fcdr. 'Lrig.-Telegr. deS .Gieß. TTn«..'') Piehuiarkt. Zuu, 2 ex taute standen 00 Halber, 00 Sdinic 11. -Vömmrl, 771 Lchiveuie.O Ziegen. Gänveine: 1. Caial. 67— Ou m. Lcvendgeii icht 68'0 uO.0011 , 2. £ual. 6ö—ü6 i:'., Lebendgewicht cMu üo i-ifl., ß. CuaL 66—18 P'g. Falber 1 Caial. 00—00 iein nad) hat sie den Selbstmord aus unglück- liü)cr Liebe begangen, da sie in den Händen bic Photographie eines Mannes hielt. Newyork, 7. Febr. Än Boro des ameritanifchen Kriegs- schifscS Tenessei btorohte ein Matrose, bet gegen zwei Unteroffiziere ergrimmt war, diese mit ber Waffe, wurde aber von den Unteroffizieren und anbereit Mannsd)asten getötet, bevor er feine Drohung aus führen konnte. Eine strenge Untersuchung ist eingeleitet. — Rodeseller stiftete ber Verioaltung für offentlidicu Unterricht 3 2 Millionen Dollar zur Förderung bcs Unterrichts in den Vereinigten Staaten, ter har für den gleichen Zweck bereits früher 11 Millionen gespendet. Kranke. Warme jresehtHzte Lag* in Taunus. n _ .... , 1 nranie. •» arum j-n-nuuiB B, g Winterkur für 2rn Loaa'N.07.20 a«, T-.nnn» veiu.« 06 if! —_ ___lieh elnv richtete kleine Anetalt, MRS: Speilalh’llan»tal». Centml-Hei j - | <,-1 r TL» 1; V zung u Be . .>rhtung, gebeizte Liege 8 VÜ L <6! K U/ Gfiin I halle nnd Corridore. 8orn»me ö hS VX3J ■ W iu 05 fieltandlnn-r und VerpOetcung. niatkuren. M»>>< :iaance idr M nrferbero b le.) prvas.ekte franko. armtr.wwn Df. M. N-hnlze-KnlileyKi. ‘iwvenorzt. RUK Bekanntmachung. Derrcfieud: Lie össautliche Iuipiuus. ütui Ticuöll-.g, Dem 1 6cvruar 190<, ua^m'.tiag 2 uto 1 Uhr, wird im Imp'lolal (2djuloebaube, Ncuittxdt Ulf ci.i ^uipT crmiii abaehallen, in welchem biejenigeii Angehörigen von Inwfvstichrigen, welche Äunoraerung erholten Haven, Ujre minder terteutoo ber oawiung unteioicticn lasten tömiciL Dieselbe wird an cxiunn '2icmc nut Kalberlvuwye auS dem LandeS-Iuiviiniti.ul voroenommeiL Sie. i’.üwer nrnnen reu: gewaschen oder gebadei und mit irucher Leibwäiche zur önwiung ßt> braun werden. . SUt ßeui Darauf folgenden -tcrmtn, Tlcnotag, Dem 19. et- Oruar, von ;j—4 Uhr, sind Die am 12. tyebruar teeummexi zu. der geietzlicheu '.'iatofdiau wieder uorsuueliaL ,jn beiden Xermurcn tonneu terner ilinöcr. weiche wegen SiranEfctu biß zum ^ommer von der Imvinng iurüifgc..-?Jt werden wollen, dem ^nwiarzie zur Untersuchung vorgezeigt oder diesbezagtiche urjUiaje slttcite abgegeben iverdeii. , r Die ir.ii Großherzoglichen jretAseiitr.DbciUainte abgegebenen Jmpsscheme müssen dort wieDer abuehou roerdeu. teießen. den 6. Februar lvO7. Gro^oerzogliche yurocrmeiueret Gießen. te u r i w m a n n._________________ : übcrDiugmtg. DaS und Abschlagen des LolkLschulbadeS auf der Lahn soll Montag dcn lb. Februar b. >)., norm. 11 UUt öffentlich verdungen werden. . Llibenooeichreibung und L>edingungen liegen bei ttnS zur Einnchl eneiu ; Etwa 115000 cbm für das Rechnungchahr 107 sollen vergeben werden. L>eüingungen um) Unticuoiymuiicr tonnen von u;;,erer Slaiiolet. Heooeiia-üratze 07^ lax 60 r-M- -mrr l^c ^roeuung) ue- ;o>xen weroen. i^xomiung der mit eritivrechLnder xhuimiiu dll» lexjencn unb an mifer LechnijcheS tbureau enwiienoenocn oer'chlr .' nen hiigcujic ermißt am So. .l rbeuer, 2 Haus burschen, 1 l'upfrau nur haihe Zage), 1 Sienumaou/vn, 2 tuunrauau, 1 Waschfrau, 1 Lammadcherr. J 1 laichiuist, 1 Schreiner, 2 Schuhmacher, 1 SSafctx* unö 151.. Ute au, 1 Sixidertn, 1 stauinumt:, 2 •puueVutuijen, 1 Tahr- burnire. 4 Luus,rauen, l Lauiuioochen, 3 ÄureaugeMnen. Bcrdingnna. Die xum Auf« und Abschtagen beß Freibades sowie bet Schuv^ gtränber ui der Laan erwroerxiche dimmer- bczw. Lchrctucr- aroett toll totontag den ib. tyearuor d. norm, li1/« lu»r uiiciuiiu) bcramigen rociucn. . '\e io er Jiugumto unterlegen stnd woorend der 2 • ern nnrnden bei uns auf <;i«mner -lr. J em^uleben und Angebote auf Bordrnck vto -um nvnamucii Zetmiit Daiewu ein-urexchen. Zuichlagstritt 14 Tage. Gieuen, 7. Februur 100/. >-,tadtiiches Hochbauamr «erbet. Holzvertanf Aötttül. Oberförsterei Ärofvorf. Montag, ocu 18. Februar, vormittags 10 lUir kommen im frrennb id/uu ^2Q.e ui Kroiborf aus oeui Stonubczirt ttroidorf -tnn teutu’. ixlniri o b unö c Leichewald: i^ajen - Sma von 21—2/ cui um u,5 Fui-, 17 btin. friuuvp., vtrn. fnener 1L ML LTUwen = 66 vtm- 2c?eli w öinaoo^ 21 5iuu Swckh., 112 yiuu yieiier. Iriaueti = 1*» Viall von 12—16 cm Dm. mit 2^ tjuu, Iti Slft-.L, »j m,la. 11, 40 Lia- Ulf 1 biuu ümuip- 'M biuL ineuer 11 UL a^tltr. 17 und lö Duchwolli: C cL/ux - 30 dun. Lcyeit u. xnüoo., 422_mm ,/veif. LLu äl - u l-’.ul blatten iFeiaentzolzj, tiUu vinu Lchei: iuu .inu>u-, tou xul SioLtz-, 8uuu bleuer, vainvuchen jd ÖiuL Vlouen. £e Geschäfts-Empfehlungen ueteti tna.git Vlühl'Iche UlllversitStz-vrullerei. Sieben. Die trauernden Hinterbliebenen. Giessen, am 7. Februar 1907. D8/, findet Sonnabend, den 9. Februar, nachmittags 3l/8 Uhr von der Kapelle des alten Fiiedhofs aus statt. Die Beerdigung der verw. Fran Geh. Med.-Bat Clara Löhlein aufgehoben. [Be /, 912 Lollar, den 6. Februar 1907. Bestes Mefallpütz-I fl Wiescck, den 8. Februar 1907. 922 SS-7/» Holzverfteigernng ♦ yy v v i * Kreppelmshl B8/, ♦ •••©ooeeeeeeeeecosa© HZ ö 69 G la. Rindswärstciien empfiehlt (0828 Lusong 7 Uhr. MM e u <5 ♦ <> Ml tuten Fm., (Äietzcn, den 4. Febr. 1907. Grotzh. Amtsgericht. Julius Kosenbaum Tel. 319 Metzgerei Ktrchenpl.4 V ♦ X» r V <» «fr ö ♦ V 0 1 AeufuRMrfüfjrm. Las Hontutooetpiljrcn über den Siachlatz des am 4. April 1905 zu Lollar verstorbenen Schreinermeister Heinrich Kehler wird nach erfolgter Abhaltung des Schlußtermins hierdurch Bettenwald, die Kiefern und Eichen im Distrikt Krummstrauch, sowie ein Teil der Kiefern, Fichten, Lärchen und Eschen in den Distrikten Grauwinkel und Zuhaag werden bei der Beriteigeruna vorgezeigi. Alles übrige Holz kommt von ungemhr mittags 12 Uhr an in der Wirtschaft zum Frankfurter Hof in Göbelnrod zum AuSgebot. Die Nummern des zur Versteigerung kommenden Holzes sind blau muerstrichcn. Grünberg, den 6. Februar 1907. Groscherzogliche Oberförsterei Grünberg. Schober. Absolu. wancrdichte Stiefel schmiere, Lcderöi bestes ErbaltnngSmittel fürSchnh- werk, empfiehlt (889 Adler-Drogerie SelierSweg 39, Oho Schaaf. Apfessiärteii per Dtzd. 30, 40, 60, 70, 90, 100, 125 Pfg. ff. ^äufapfelsärcen per Dtzd. 120 Pfg. feinste Messina-Apfelfinen dünnschalig und süst, per Dtzd. GO Pfg. Hlessina-Citronen per Dtzd. 65 Psg. (Zitronen (nur der Saft zu verwendens p. Dtzd. 35 Vf. empfehlen a8/, Gebr. Bcrdus, Bahnhofstraße. Männer Tarn-Verein. Hierdurch laden wir unsere verehrt. Mit- Slieber nebst Damen zu unserem am Sonntag, en 10. Februar, abends präzis 7’/t Ubr staltfindendeu v8/, Maskcn-Kränzchen im Neuen Saalbau freundlichst em und bitten um zahlreiche Beteiligung. Fm klebrigen verweisen wir auf unser bAtndschr eiben. Der Vorstand. -Buoslyim! ist ein zartes, reines Gesicht, rosiges, tugendfrisches ^.uSsebcn, weitze, samntetwelche Haut und blendend schöner Lcütt. Alles dies erzeugt: Haabrakr filiriimilili-Srifr nur echt mit Schutzmarke Sterken Pferd ä bO Psg. bei (772 Adolf Bieter. Marktstr. o. Danisagnng. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bet der schweren Krankheit und der Beerdi.mng unserer lieben Tochter, Schwester, Schwägerin und Lame Katharina Rohrbach sagen allen Tetlnehmenden herzlichsten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen. Zur (605 KlMViem empfehle: Krcppclmcbl 5 Pfd. 80 Pf. „ lemjtes 5 „ 90 „ Zucker, fein gemahlen per Pfund 21 Pfg. Pstanzeubultcr Pfd. 00 Pf. Palmin Bitello-Margarinc reines Scoweinetchmalz per P,d. 04 Pfg. Fein. Backol Liier 72 P,g. „ Saiaiol „ 75 „ , Htmoccrmarmclade per P,d. 30 Psg. lOPfund-Eimer LL LOO. L.Stemr»äuseg* Neuen Baue 17. Das Beste , Lum Kreppelbacken verknuse solange Vorrat in I Psd.-Dosen per Dose 55 Psg. Lüvir Lenhard Nacht. Inh. Jakob Maternus Tel. 327. (8161 Franliurt. Str. Chemischt Fabrik Düsseldorf 11)1 Akhintt4tlbchjfL| per Pfd. 10 Pfg. garcurt. rein, y. Pfd. GO Pfg. 85acSe88 empfiehlt (71G €. üoth II Naclaf. Walllorstr.ö. — Leteph.322. DanlsastUttg Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei W dem Heimgänge unseres trcnsvrgenüen Gatten, Vaters, Bruders, Schwagers und Onkels §trrn $!jilipp Slrn'itiß XII, Scnhiirt besonders Herrn Pfarrer Hellwig für seine trostreichen Worte tun Grabe, für die liebevolle Pflege der hiesigen Schwester, dem Gesangverein Jugendgrund für seinen LZ erhebenden Gesang und für die vielen Blumenfpenden |&s sagen innigsten Dank Die liestrauernde GMttn: Luise Kreiling geb. Killer und Kinder & Montag, den 18. Februar d. F. werden aus öen Distrikten Bettcnwald, Grauwinkel, z'lrummstranch, Koppe, Zuhaag und Pfaffen- loch der Forstwarlei Harbach versteigert: Stäm m e: 3 Eichen III. SEI. = 2.67 Fm., 29 Eichen IV. Kl. --19.47 Fm., 21 Eichen V.StL = 0.12 Für, 89 Eichen VI. Kl.--10.77 Fm., 9 Eschen VI. Kl. - 151 Fm., 2 Buchen III. Kl. - 2.17 Fm., 3 Erlen VI. 5kl. - 1.53 Fm., 8 Vierern III. Kl. = 7.12 Fm., 58 Kiesern IV. — 41.42 Fm., 114 .Kiefern V. Kl. = 58.71 Fm., 2 Lärchen IV. Kl. — 2.03 Fm., 43 Härchen V. S£L -- 11.71 Fm., 1 Fichte I. Kl. - 3.97 Fm., 8 Fichten II. Kl. - 7.11 Fm., 6 Fichten III. K' - 7.41 Fstm., 47 Fichten IV. Kl. - 42.91 Fm., 216 F' V. SU. 48.05 Fm.; Dervstangen: 2 Lurchen I. Kl. — 0.21 321 Fichten I. Kl. - 24.12 Fm., 380 Fichten II. Kl. = 15.97 Fm. Zusammenkunft vormittags halb neun Uhr im Distrikt Bettenwald bei Saasen bei Stamm Nr. 1164. 9iur die Eichen int Distrikt Bain’sditr Sonntag, den 10. Februar karnevalistisches Kränzchen im Hotel Einhorn. v8/, Der Vorstand. mittel ■ Maskeu-Änzüge und Dominos in großer Auswahl zq verleihen. Jiöhaain FJcSSld Vv'eidengaese 1 (Caf6 Krämer) (457) MasKendiizüge, Clown & Domino, sowie Bcrruckcn billig zu uerL Sämtliche Karnevalartikel Franz Ktenker, Theater-Friseur 469) Seltersweg 16. 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(Maichiueuichreiben,der seine H ; breijtujr. zM-rzett in meiner H i, Zigarrensabnt zu meiner K Z vvuuen Zuiriedenhett be- H h standen hat, suche ich per B | 1. April 1907 Stellung als ■ v Eommis. Zn jcucv Aus- B 5, tunit bin ich gerne bereit, g ff Gefl. Augeoote unt. 886 an ö ß den Giegener Anzeiger erb. ^chueider 0624 । 1 tücht. Jloifutadjcr 1 lucht. iUciuuüciarbcitcr , (.dauernde rvefchuft. iosort gesucht. Aah. Arbeitsnalluv. ^eltcrßio. 65. Tagschucioer flciuüjt. 0827]___Gebr. Stamm. Tücht. ClajcrgcseUeil für dauernde Beschälligg. gesucht. G. Sttimitt, Giasermenier 0811] Franriurter Strage 41. Schäfer gesucht. Sckäscreigcscllschaft Saasen, yjtelbunaen erbeten an (909 P>tzl:ipp Bocher, Saasen. Omnibiis-Geseiiscnah Stallbn r scheg-W Tüchtiger Bmsche sofort gesucht.__Hess. Hof.—(902 Suche für ein hie.iges Engros- Geschäft einen tüchtigen, zuoerl. Pserdetucchl. | Hcinr. Simon, Alieeftrabe. Kiiechi für Frachtsuhr- werk uiiö Landwirtschaft sofort geiucht. (0805 tari Hua« I, Steinbach. 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Schwesternhaus, tiieeoeu. lohanneeeU I Langhaariger, schwarzer Tibet-Muff von d. Eisbahn nach Marburger Str atze verloren. Abzugebeti gegen Belohnung 915]Marburger Str. 35. Direktion Hermann Stelngoetter Freitag, den 8. Februar 1007 Li. Froilaj-Abonn.-Vorhlellung Johannisfeuer Schauspiel in 4 Akten von Herurann Sudermaiut. MWWM tü„ f)r. 0 'iilllldla» a Öliges «chkil. uni "widerliche 1908 qu tc^ bei eine 8,1)Qll§iiuicn «r ftoften d Wmen. $ ^cchitei sich tiüüüO Alk. di |°r dir Meg( l XlOen M, NjU, xl, "•Wien iu kn Ai- ^^>iv> ^^°"vrinz 8 i ■ 9 * dik u ^Sclbe"i € Sih9 ^nnvi h|6 e"lC5 1 d'i v.fi 7 Doii r SS*üin 4 km Dec n" |ptt. A«ch1 ,1 ui die * 2aiii)la!) Die 3»J Sjnid/cn des ,'j|ch(ieil •Hi c ni tj11 in ^uichiltch ElaipiM. Alle St, fciiinjuitg tk fcaibel, jur 6 Li.'igesuhrt. !'t! ü!ei 1'5 uiiüDiueisi 8i:alSbea hM Tic liiitdi, nuint: gajiiii gert'-ite [rithigiiiifl hie hjuiig ton* pjuitid.'t Sui tnij rji.h dbi kfiid wffixii kn^iitoi-1 bünöe l'djtil flitunijuiig u HMismec i ajuM. 2ut |,; üunbroirii utbei bei f.-iiJrflouiU ftl Sbner ):/ ntcunlo. und y )» fein frtiitclt der tag« dank gemeinen r juc Äesierstl lomiltu ot)i fobaj], wen SJIrbrbciaili hailimg be pnaiijftnl ß wird angrhi ötiese, 'Pi Häilhpcipier itr sjieichsp $k()veu\nat plmüe W ^chnl-Tiei jür i&mtlu an sülche sowie an , Weite I fiirnniiiiigen ■ kirdj/iflung I Lilrinsgrit ■ hie“! L?ci.rttti) b. to?k«ni . «tdai bei £-ttin fti 1äi«