jedem Kann, nui euip* äunsalö heueret itaob,[onit.!üet. t-Soutionitellen. Dole unter 023ti ywrerbeieiL schiller oentL Nachbllsr. rger Weg 65, L rchMMtno )erwad)i schul- : Knaben Mf Inta) gezm ittt D teilwcne M billigen unter Ä Slnieigenrl)^ liegen l® ischer . , seinem «flewf n braujendeö Iixwobl , («i „ ""»HW ' Mädchen, nitmädchen per ^Uefudji. (0287 b» Ä im Lüden, jefü^tT ^2190 l Solbäder QioiL Wecktragen ges. ldwlgsvian 3, •n Sie W! AZZ M Sä W Wi? ? ““ “'Wen 102288 ”«äu,x >td)t ^950« m hör ^'.welche auch £S> ■ ? und mü gerieben ijt »n^ultS Äo« 02341 Ä m Land derLeibgeslenier- r getrenm zu per- nchAd.-chml-l, ,|gw trnuxw ib KillderMu M Piebig [trabe 31 in das AM!» en von Tür« bernelnnen? SchrifüicheLi- L an 6. ülitBOff ilifte umf SA «ffd* OO g Ull° s ÄS)«*1”' IS 7. Jahrgang Erstes Blatt politijctyc Lagesscha«. Petersburg hatten fie auf. Bei Charkow sind In Grodno wurde ein waffneler ausgeräumt. ,9ioroo|"tie überfallen, deckung reoolutionärer der Auflösung der Le. die Augen zu streuen. Die , Gazeta de Madrid- veröffentlicht ein Dekret, durch das der König von England zum Ehrengeneralkapitän der spanischen Armee ernannt wird, als „Beweis aufrichtiger Freundschaft und herzlicher Hochachtung". • Der frühere rumänische Ministerpräsident Fürst Cantacuzena ist der reichste Alaun des Landes, bewohnt in Bukarest einen feenhaft schönen Palast und nehnt etwa 300 Güter im Lande nicht auSbleiben. König Eduard und König Alfons. Leu. P. IBittfo tüt ,Ltadt und Vanb' und e(Scrtd)to|aale; »rast । Heb. tut den tin- * netqentetl Öan« Beck Nr. . Erscheint tSgltch außer Sonntag«. Dem Gießener Anzeiger werden tm Wechsel mit dem Hessischen Landwirl die Siebener Zamitien. blätter viermal in der Woche deigelegt un zweimal wöchentlich do? Hüllblatt für den Kreis Siehrn. Ferusprech-An» schlußs.d.Rcdaktionl12 fein eigen, von denen einige von den Bauern verwüstet worden sind. Auch er gehört zu den Bojaren, welche ihre Guter verpachten und die Bauern ausschinden lassen. Er schreibt die Schuld an den Unruhen wie viele andere Großgrundbesitzer auf die Agitationen, welche die in Rumani gelandeten Matrosen dcS meuterischen russ. Knegssch .Poternkin* im Lande entfaltet haben. Auf die Frage, eS nut den Entschädigungen an die Pächter und Gruudher.. flehe, erwiderte der Fürst: Da sei nichts vom Ministerium Sturdza zu erwarten, denn dasselbe betrachte den Bauernaufstand und dessen Folgen als vis major (höhere Gewalt). Auch die Versicherungsgesellschaften weigern sich, die bei den Plünderungen durch Brand entstandenen Schäden zu bezahlen. UebrigenS können die meisten Bojaren den Schaden ertragen. DaS neue Ministerium läßt verkünden, daß die Nachrichten über den Umfang der Zerstörungen ungeheuer übertrieben waren, die Regierung habe nicht einmal nötig gehabt, das Standrecht zu verkünden. — Die verhafteten Matrosen des „Potemkin" aber wurden als unschuldig entlassen. „ Sie dürfen sich indes nicht mehr in den Dörfern Rumäniens a ufhallen. __ Neues aus Rußland. Der Terror lebt in fast allen Gegenden Rußlands wieder Bahnzüge geplündert worden. Bauk-Komoc von einer Horde Be- Dienstag 9. April 1907 Bezugspreis- mor al lich 7b viertel- jährlich ML. 2.20. durch Abhole- u. Rwetqftellen monatlich 6o ‘3t.. durch ine Besitzenden zu ermorden. ....... ... vereitS mehrere Wohnungen gekennzeichnet. Auch die Vorbereitung eines allgemeinen Vahn- Odessa wurde das HauS der Zeitung r „Swjet" berichtet von der Eni- upfbanden, die planen, gleich nach streiks ist aufgespurt worden. Biete Führer oer Reoornno- näre auS Rußland kamen nach der finnländischen Grenze, von wo sie AlleS leiten. Sßie die .Nowoje ©remja' meldet, befindet sich dir Universität Kiew völlig m den Händen der Revolutionäre. Die Studenten der Moskauer Universität cstehen auf ihrer Forderung,, daß das Verbot politischer Versammlungen aufgehoben werden müsse. In Petersburg erhängte sich ein 23jähr. Mädchen an feinen Zöpfen. Es hatte einen auf den Namen Doro- feeroa lautenden Paß bei sich, der aber gefälscht war. Der wahre Name ist unbekannt geblieben. ES geht das Gerücht, der Grund des Selbstmordes sei der gewesen, daß der Chef der politischen Polizei daS Mädchen mit unsittlichen Anträgen verfolgte, ihr mit dem sicheren Todesurteil drohte, wenn sie sich nicht in seinen Willen fügte. In Lodz streiken die Arbeiter einer grogen Fabrik. Es kamen mehrfach blutige Ausschreitungen vor, bet denen zwölf Arbeiter getötet und mehrere tödlich verletzt wurden. In L h a r b i n vernichtete eine gewaltige Feuersbrunst, die dritte im Laufe der letzten Woche, m einer Ausdehnung von zwei Quadratkilometern den hauptsächlich von Chinesen bewohnten Handelsteil der Stadt. Eine große Anzahl Chinesen kamen in den Flammen um. Tausende von chinesischen Familien sind obdachlos. Der Schaden wird auf über 5 Millionen geschätzt. Die Reichsduma beschäftigte sich am Montag wieder mit der A g r a r f r a g e. Em bäuerlicher Abgeordneter machte sich darüber lustig, daß das Grundeigentum als unverletzlich geheiligt fein falle und schloß nut der Drohung, daß das gereizte Volk, wenn es seine Feinde angreifen wurde, nichts übrig taffen und schließlich fern eigener Herr sem werde. Deutsches Reich. Berlin, 8. April. Der neue französische Botschafter Jules gambon ist heute zur Ueberreichung seines Begwubigungs- schreibens vom Kaiser empfangen worden. — In einem Erlaß des Ministers für Landwirtschaft ist die Bildung von Renten gut ern bu» zu einer Größe von einem halben Morgen (12.50 Ar) auch für Nichtlandwirifchaftliche Arbeiter für zulässig erklärt roorüen. Der Landkreis ^ort? mund will einen Versuch auf diesem Gebiete machen. Der Kreistag hatte über eine Vorlage zu beschließen, wonach in Attenderne ein vier Morgen großes Grundstück für bte Ansiedlung von Angestellten des Kreises im Wege der Rentengntsoiloung erworben wird. Diese Frage ist nach oen inngsteli Beehmwrungen im preußischen Landtag über Arbeitermangel und Seßhaftmachimg von Aroettem eine wichtige sozialpolststche Angelegenheit geworden, und die Einzelheiten dieses Vorgehens für die Ansiedlung nichtlandwirtschaftlicher Arbeiter dürften deshalb von all- gememem^Jmeresse^^sein.^ wirtschaftlichen Ausschusses über die den tsch-ame titanischen Handelsbeziehungen, welche in den nächsten Wochen In Berlin stattfinden sollen, werden wie die „Berl. Reuest. Rachr." hören, un wesentlichen sich nur mit den ZollabfertigungSfragen beschäfi.gen, über welche zwischen den deutschen und amerikanischen Uiiterhandlern auf der Januar Konferenz keine Verständigung, erzielt wurde. & kann als fest stehend angesehen werden, daß so gut wie keine Aussicht dazu vorhanden^ ist, daß der Bundeskongretz wesentliche Herabsetzungen des Dingley-Tarifes beichließen wird — Die Einführung der W e r t z u w a ch v st e u e r in Schöneberg bei Berlin wurde von der dortigen Stadtverorb- neten-Versammlung abgelehnt. Neustadt a. d. Hardt, 8. Apnl. Gestern war hier der £anb.8ooritanb d.s Bundes bet fiaiibwiiti: fut tu teilung Pfalz versammelt, unter Anwesenhett oe^ Bunbevvor- sitzenden Dr. Rösicke. Der Vorstand faßte eine Resolution, in der ausgesprochen ist, es sei Ehrenpflicht für den Bund der Landwirte, auf der ganzen Front an dem mit den Na11onallibe - raten getroffenen Wahlabkommen in der Pfalz festwerden, ist nicht gering. I- - . endet, was in Algeciras begonnen wurde. Die Politik nimmt Jeden, ob groß oder klein, mit offenen Armen auf, der kein Freund Deutsch» landS ist. Für den bloßen Austausch von Höflichkeiten wäre, worauf sogar die franz. Presse aufmerksam macht, der Zeitpunkt ungeeignet, da die spanische Königin ihrer Stieber» kunst entgegensieht und der junge Gemahl sich in fieberhafter Erwartung befindet. Aus Paris wird verkündet, es handele sich bei der Zusammenkunft nicht um neue Abmachungen, sondern um Befestigung der seit Algeciras zwischen Frankreich, England und Spanien getroffenen Sonder-Vereinbarungen, wonach Spanien bei dem ersten Anlaß einen Punkt des marokkanischen Gebietes besetzen kann. Die engl. Presse aber scheint ihre Weisungen aus dem aus» wärtigen Amte erhalten zu haben und bemüht sich wieder einmal durch harmlose Vorspiegelungen der Welt Sand in Tie SchiffahrtSabgaöeu. , Der Reichstag, der morgen, Mittwoch, wieder zu- , sammentritt, wird, soweit er selbst Arbeitsmaterial beibringt, in Gestalt von Anträgen und Interpellationen, e8 auf wenige Sitzungen verteilen müssen. Vieles davon ist nicht grade dringlich, aber wenn die offiziöse „Nordd. Allg. 3tg. meint, der Bedarf an Interpellationen fei bereits vor Ostern reichlich gedeckt worden, so ist dagegen Einspruch zu erheben. Man wünscht z. B. allgemein endlich zu erfahren, wie es um die Einführung von Schiffahrtsabgaben bestellt ist, und die Beantwortung der betreffenden nationalliberalen Interpellation, an die sich natürlich eine eingehende Besprechung knüpfen wird, ist vor Ostern bereits durch die Regierung zugesagt worden. Die Rücksicht auf Wünsche der Regierung kann den Reichstag keinesfalls zum Verzicht auf fein verfassungsmäßiges Recht, jederzeit Anfragen an bie Regierung au richten, veranlassen. Und darüber, ob Interpellationen erforderlich sind, hat allein der Reichstag zu bestimmen. Die „DreSb. N. Nachc.« melden: Nach unseren zuverlässigen Informationen ist -me definitive Einigung zwischen Württemberg und Preußen hinsichtlich der Schinahrisabgaben in den tehten Xagcn erfolgt. Württemberg wird im BundeSrat für die Einführung von Schiffahrtsabgaben stimmen. Die ,30 Silberlinge erhalt Württemberg in öorm eines erheblichen SB e 11 r a ge 8 $ u r Neck ar- Kanalisation. Wie man nicht nur aus Berliner emgeweih- len Streiten, sondern auch in Karlsruhe aufe Bestimmteste versichert, ist auch Baden entschlossen, umzufallen. Ter p^wnUche Wider st and desGroßherzo^s fei, fo wird uns mitgeteill und von ganz zuverlässig injornuerier Seite bestätigt, m it Erfolg bekämpft worden. Auch Baden soll für feine Zustimmung pinpn Soenialbeitraa zur Neckar-Regulierung erhalten. Augcrdem sollen gewisse oberrheinische Wünsche Badens erfüllt werden. Damit erscheint trotz aller Proteste das L-chickial der Schifsahrtsabgaben im Bundesrat besiegelt, auch im Falle der Dppofuion SachjenS. Diese Meldung wird indes, so bestimmt und hochtonig sie sich auch gibt, von Karlsruhe aus bereits dementiert. Die badische Presse verkündet: W ie unS verläßlich bekannt, stimmt die Meldung der „$r. N. N.*, soweit sie sich auf Baden bezieht, mit den Tatsachen n i ch t überein. Wohl sind noch Erhebungen im Gange, welche zur Klärung der Frage dienen sollen, aber jedenfalls befindet sich Baden zurzeit auf Lern ablehnenden Standpunkü Uebngens könnten Beiträge zur Neckar-Kanalisierung Badens Stellungnahme schon um deswillen nicht beeinflussen, als Baden die Slanalt|ierung des Neckars bekanntlich stets als eine rein wurttembergische Angelegenheit betrachtet hat. , n_ Aus Württemberg wird wohl em Dementi gleichfalls die Post Alk. 3.— otertd- fährt. auSfd)L Bestellg. rinnahm« oon Lnzci-e, füt die iaqe«numrnet biß vormittag« 10 Uhr. Zeilenpreis: total Id PI^ auswärts 20 Pienntg. Verantwortlich tüt den poltL und LiUyem. Marottanifches. Eine Kundgebung des Sultans, welche in der Hauptmoschee zu Fez verlesen wurde, hat folgenden Wortlaut: rihr habt Kenntnis erhalten von der Ermordung enieS iran- zösischen Arztes durch den Pöbel von Marakesch, sowie auch von der Ermordung von Franzosen m -retna und Tanger. Ihr wißt auch,- daß em Franzose in Fez verwundet wurde. Wir teilen (Sud) mit, baß die französische Regierung lehr aufgebracht Ut, unb daß ihre Erregung ihren Höhepunkt erreicht hat. ^^r hat sie auch einen Teil ihrer Truppen zusammengezogen und hat die ^tadt Udfchda besetzen lassen. Die französische Regie tun g ist hierbei in ihrem Rechte. Wir halten Euch zu wiederholten Walen nachdrücklichst auf die Folgen auf.nerkjam gemadst, die das Verhallen der Beoölkeruiiq haben könnte und Ihr habt unseren Ernialmiingen nicht Rechnung getragen. Tie gegenwärtigen Er- eifimjle sind durch Eure Schuld entstanden. Jetzt ivoUen ivir uns bemühen, diese Angelegenheit zu regeln und baiur, wenn es notig .st. (Äu t und Blut opfern, um zwischen der iranzostlchen Re- > fliernng und uns gute Beziehungen wiederherzustellen und der Besetzung Udfchdas ein Ende machen. Wir testen . Euch dieses mit, damit Ihr Euch von allen Unruhen fernhcsttet. Das von dem ehemaligen franz. SOhniftec Etienne in Paris gegründete Marokko-Komitee fordert die äie- gierung auf, in Marakesch auf einer Sühne zu bestehen gleich der, die Deutschland für die Ermordung eines seiner Vertreter während des chinesischen BoxeraufslandeS erhallen: öffentliche Hinrichtung deS Gouverneurs von Marakesch in Gegenwart eines französischen Vertreters und einer durch ihre Zahl imponierenden Militärabteilung. Aus Sradt und Land. Gießen, 9. April. •* Personalien. Se. Kgl. Hoh. der Großherzog haben den Lehramtsaffessor Gg. Lust zu Mainz zum Oberlehrer an der Oberrealschule zu Mainz, den Lehramtsastesior Andr. Käst er zu Offenbach zum Oberlehrer an der Oder- realschule zu Offenbach, den Lehramtsaffessor H. Klump zu Mainz zum Oberlehrer an der Oberrealschule zu Mainz, den Wilh. Reichelt zum 2. Landwirtschaftslehrer an der landw. Winterschule zu Darmstadt und den Gust. Bauer zum 2 Landwirtschaftslehrer an der landw. Winterschule zu Worms ernannt. Der Gerichtsasseffor Dr. Jak. Koehl aus Alainz wurde zum Regierungsassessor ernannt. ** Landwehrübungen in größerem Au äuge werden in biefein ^ubre wieder abgcbaiten. Bei den Regimentern oO, 81 8i, 88, ^15, 116 und 11/ werden je itoei äanttoef)ctoinyjgmen ausgestellt dagegen b i Den Regimentern 118, 16b und Lbo je Bei kr Bildim .nes Reseroereginientes aus dem -rrn^^n- Übungsplatz Darmpa. i . m 13.. b» 26. Setzt, wertz-n 2ani»«»r- mannichasten noch bewnders beiohlen. •• Der Gesangverein Heiterkeit hielt am L>ams- taa abend in seinem Veremslolal (Schipkapaß) eine Feier zu Shren mehrerer verdienter Mitglieder ab, den Herren Heinrich Seidewand, Daniel Kuhl und Eise wurde das Diplom als Ehrenmitglied und Schneidermeister Benzler ein Diplom für 2öjät)rige treue Mitgliedschaft überreicht. Ter Ehren- oorsitzende des Vereins, Herr Roll, gedachte dabei m einer ^spräche ihrer Verdienste um den Verein und sprach den Wunsch und die Bitte aus, daß sie dem Verein auch fernerhin Treue und Anhänglichkeit bewahren möchten. ' Der Männer-Turnverein hielt am Samstag im 9le|'taurant Andres seine Frühjahrs-Mitg l i e der. oeriammlung ab, die recht gut besucht war. Wie aus dem Bericht des ersten Sprechers Rechtsanwalt K^ausinann "i ersehen war, hat der Verein un vergangene.i Jahr wieder erhevlich zugenoinnien. Auch der Hallenbesuch hat sich be- üemenö gehoben. Der Turnrat wurde einstimmig wieder, gewählt, Vorstandswahl fand feine statt, da der Vorfiano König Eduard ist am Montag Nachm. tm span. Hafen Cartagena eingetroffen. König Alfons war ihm auf der Jacht /Seralba' entgegengefahren. . Bel dieser Begegnung ist ein eigentümlicher Widerspruch in der engl. unb in der span. Presse zu beobachten, ^ue engl. Presse mißt der Zusammenkunft gar feine politifche Bedeutung bei. Gegenüber der Feierlichkeit, mit der die kontinentale Presse sie bespricht, erklärt die .Daily Graphics es sei wohl nicht erst nötig, das engl. Publikum zu vergewissern, daß dieser Austausch verwandtschaftlicher Höflichkeit nicht das geringste mit der Politik zu tun habe. Dagegen legt die spanische Presse gerade den Hauptwert auf den politischen Charakter des Ereigniffes, ja sie ergeht sich, wie wir gestern schon meldeten, in stolzen Tiraden über einen Bund der Westmächte gegen daS kriegsbegehrliche Deutschland. Man könnte annehmen, daß in einem Lande, das im Rat der Völker für gewöhnlich zu schweigen hat, die Begeisterung über soviel Ehre von der Großmacht England einen Rausch heroorruft. Aber eS sind keine Wahngebilde, worüber die spanische Preffe etwas unvorsichtig plaudert. Die Wahrscheinlichkeit, baß in Cartagena bündnisähnliche Verträge zwischen England unb Spanien in die letzte Form gebracht In Cartagena wird voll- ' . Die englische * Karlsruhe, 8. April. Das Schlußresultat bei Sanb- wirtschaftskammerwaülen ist folgendes: 16 Vertreter beS klerikalen Bauernvereins, 11 Vertreter der liberalen landwirtschaftlichen Bezirksvereine und ein Vertreter des Bundes der Landwirte. Da noch 10 Vertreter der landwirtichastlichen Ver- bänbe unb vier Vertreter ber Forst- und Domänenbirektwn hinzu- kommen, ist eine Zentrumsmehrheit ausgeschlosieu. Stuttgart, 8. April. Die Regierung hat den Standen ein Gesetz betreffend die Errichtung einer Landwixtschasts- tamm er vorgelegt. _------------ Ausland. Kopenhagen, 8. Apru. längerer Verhandlung in der aus Mitgliedern des Folkeching und des Landsthmg zusammengesetzten Kommission über die Regelung des allgemeinen Wahlrechts für Männer und Frauen unter Anwendung der Proportionalwahlmethode für die Gemeindevertretungen, legten heute bet Setter ter Regierungspartei, sowie der Wortführer der gemäßigten Linken der genannten Kommission den Vorschlag zu einem UebereintonuTun vor. Dieser Vorschlag kommt in einzelnen Punkten den Wmi- schen der Freiwnseroativeu entgegen. Sv wird als Bedingung riir die Ausübi .ig des Wahlrechts ein einjähriger Auienthalt in der Kommune während des dein jeweiligen Steuer jähre vor- anfgehenden Jahres gefordert. Der Vorichlag fieht ferner der gu-äucn Steuerertö6ungen txiä älete«ni>um an b.e G m-md-- wählcr tz»r. Schli-tztich iuurM .auts d>- WAmtthod- zu Amts- täten verändert, indem die gröberen Gutsbesttzer, welche bisher die Hälfte der. Amtsratsmitglieder währen tonnten, nur meyr ein Drittel der Plätze besetzen dürfen. London, 8. Aptii. Tie Frauenrechtlerinnen be- schllissen, ihre Propaganda mit List iortzuietzen. linier anderem werden sie demnächst in Ültännertleibung ms Parlament einzudringen versuchen. P cräus (Griechenland), 8. 2Grll. A,et KönrS von Italien ist hier eingeiroffen. Bei der Ankunft in ^s Königs von GriechenianO richtete der Lurgermeister der Stadt eine Begrüßungsansprache cn i>en ftonig. Jiac^^in. {taten sodan.i bu Fwni der irhrencompagnie abgeschrnten hatten, begaben sie sich noch dem^königlidfen Palais^E^^^^^^^^^^ ietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Verlag u. Expedition 51 “ aibt.fi. Mr D-tz-fchm- 8o(ationsörud unb Derlag r«rvrMIchen Unto.-Bud)- und Stcinörulertl B. lange. Hcöatttei, «rpedMan und »ruderet: rchMrahe l. «uzeiger Gießen. —------------- 1 jeweils auf zwei Jahre gewählt wird. Bei Beratung der Sommerfestlichkeiten roitrbc u. a. beschlossen, am Himmel- sahrtstag einen Ausflug in den Ta u n us (Saalburg usw.) zu machen. Tas Anturnen findet am 21. April statt. Die neugegründete Tamcnriege und Gesangsriege erfreuen sich recht reger Beteiligung. Ehrendoktor. Ter neue Professor der protestantischen Theologie in Tübingen. Dr. Paul Wurster, bisher Prozessor der Theologie am protestantischen Predigersennnar zu Friedberg (i Hessen), ist von der -theologischen Fakultät unserer Landes- uniDciiiLüt zum Ehrendoktor der Theologie ernannt worden. § Staufenberg, 8. April. Gellern abend wurde hier ein großer Rohcitsakt verübt. Ohne Anlaß oder voraus- gcgangencn Streit überfielen drei hiesige Burschen einen Burschen von Ruttershausen und mißhandelten ihn so, daß er schwerverletzt und besinnungslos am Ausgange drs Ortes stundenlang liegen blieb. Hoffentlich ermittelt eine eiiergi|d)c Untersuchung die rohen Raufbolde. )( Garben heim, 8. April. Bei der Stadt Wetzlar besteht die Absicht, unseren über 800 Einwohner zählenden Ort (Goethes Wahlheim) einzugemeinden, zumal der neue Wetzlarer Güter- und Rangierbahnhof auf unser Gebiet zu liegen kommt. O Laubach, 8. April. Das in der Wildenmanns- gasse gelegene Haus der Müller'schen Erben ging nebst Garten zum Preise von 5000 Mk. an Schneidermeister Matthias Lamnr über. — Bei der heutigen Aufnahmeprüfung traten 2 0 Schüler in das hiesige Gymnasium ein, darunter zum ersten Mal seit dem S2jährigen Bestand der Schule ein Mädchen, die Tochter eines Gymnasial- prosessors. Da nur 11 Schüler ihren Austritt nahmen, isl nunmehr wieder die Zahl 100 erreicht. — Vom Rhein- Mainverband beabsichtigt das Hanauer Stadttheater am 1. Mai Moliöres „Der eingebildete Kranke* zur Aufführung zu bringen. R. B. D a r m st a d t, 9. April. Der Kammerherr Adolf v. Botsmann, Oberstleutnant a. D., ist gestern morgen, 78 Jahre alt, gestorben. Der Verstorbene war der Senior seiner Fanusie unb seit 1885 Ooervorsteher ritterschaftlicyen Anteus des Kaufunger Stiftsfonds. Darmstadt, 8. April. Den 6 0. Jahrestag seines Eintritts in das jetzige Leibgarde-Jnfanterie-Regiment Nr. 115 (1. Großh. Hess.) konnte am 1. April ds. Js. Oberst z. D. Frhr. Röder v. Diersburg in erfreulicher Gesundheit begehen. Der körperlich und geistig noch rüstige Jubilar gehörte diesem Regiment, besten Leibkompagnie zurzeit sein Sohu führt, lange Jahre an und machte im Verband desselben u. a. den Feldzug 1870/71 mit. Zuletzt war ec Bezirkskommandeur, trat dann in den wohlverdienten Ruhestand über und verbringt nunmehr im Hause seines Sohnes seinen Lebensabend. Offenbach, 7. April. Nachdem heute vormittag die feierliche Uebcrreichung der von der Bürgerschaft Offenbachs gestifteten Adresse an den von einer Jtalienreise zurückgekehrten Oberbürgermeister a. D. Brink stattgefunden hat, sind nunmehr die Proben zu der am Montag, 15. April, 9 Uhr abends, vor der Wohnung des Herrn Brink stattfindenden Serenade im Gange. Die Sängerschar wird zu einem Männerchor in der Stärke von ungefähr 500 Mann vereinigt sein. x Von der Westerwald?Querbahn,. 8. April. Auf der neuen Westerwaldbahn Herborn—Rennerod entstehen fortgesetzt Betriebsstörungen. So kam erst wieder Dienstag, 2. April, zwischen Schönbach—Erdbach ein Wagen eines Güterzuges zur Entgleisung, ivodurch alle fahrplanmäßigen Personenzüge bedeutende Verspätungen erlitten. Dazu hat sich leider Samstag nachmittag auf der im Ausbau begriffenen Endstrecke Rennerod-Westerburg eine neue Ent- glestung mit bedauerlichem Unfall gesellt. Unweit Höhn ist eine Maschine nebst Packwagen die steile Böschung hinabgestürzt, wodurch ihr Führer Dittart bedeutende Verletzungen und der Heizer Luh durch ausströmendes Wasser schwere Brandwunden erlitt. Die Maschine diente zur Beförderung der Bauzüge und hat sich tief in den Sumpf ein- gebohrt, so daß auch Materialschaden entstanden sein dürfte. vermischte». • Berlin, 8. April. In der heutigen VormittagS- ziehung der Preußischen Klassenlotterie fielen Mk. 40 000 auf Nummer 99130, Mark 10 000 auf Nummer 273 844, Mark 5000 auf Nummer 48939 und je Mark 8000 auf die Nummern 25 229, 69 347, 115 959, 125 486, 174820 und 222 656. Am Nachmittag fielen 50000 Marl auf 246 414, 16000 Mark auf 111580 und 257 835, zehntausend Mark auf 145 734 und 146 325; 5000 Mark auf 34 438, 140 918 und 265 959, 3000 auf 27 896, 57 916, 139 411, 148 250, 180 545, 255 098 und 277 370. * Kleine Tageschrouit. Der Zahnkünstler Dren ins InSennheim (Elsaß) erschoß die junge Frau des Buchdruckereibesitzers Knecht. Er halte iin Scherz die Waffe auf die Frau angelegt. Treyfus stellte sich selbst dem Gericht. — Ein Auto mobil des Konsuls Raben überfuhr aus der Chausiee von Flensburg nach Schleswig den Dienstknecht Tacke aus Tarp, der sofort getötet wurde. — Aus Flenenpaß (Arlberggebiei) wurden 30 sür den Straßenbau un Lechtal bestimmte dalmatinische Arbeiter von einerLawrueüberrascht; ein Arbeiter wurde getötet. — Ter Direktor Westheim der Baumwollfabrik Crespie in Vige- v an o (Provinz Pavia) wurde in seiner Fabrik durch unvorsichtiges Berühren der elektrischen Leituugsdrahte von 25 000 Bolts Spannung g eto re l. — Unweit des pienrontesischeii Städtchens Aequi begrub ein Erdrutsch ein Haus mit 8 Personen. Bisher ist es trotz eifriger Arbeit, woran auch das Militär teilnimmt, nicht gelungen, die Unglücklichen zu be'reien. GeriehtssaaL. R. B. Darmstadt, 7. April. Ungehorsam im Be- harrungssalle, Achtungsverletzung, Angriff gegen einen Vorgesetzten u. s. s. lauten die Delikte, wegen deren sich am Samstag der Dragoner G e i § aus Klein-Zimmerm von der vierten Schwadron des Leibdragoner-Regiments Nr. 24 vor dem Kriegsgericht zu verantworten hatte. Ter Angeklagte, ein äußerst renitenter, roher und unstäter Mensch, der trotz seiner Jugend schon ein erstaunlich langes Strafregister aufzuweisen hat, war nach verschiedenen Subordinalionsvergehen, Gehorsamsverweigerung vor versammelter Mannschaft rc. einfach von seinem Truppenteil entlaufen und nach Tieburg gewandert. Dort kam er dem ihm begegnenden Gendarmen so verdächtig vor, daß dieser die Vorzeigung seines Urlaubspasies verlangte, wozu der Gendarm durchaus berechtigt war. Ter Dragoner beantwortete das Verlangen des Gendarmen mit frechen und höhnischen Redensarten, sodaß sich der letztere genötigt sah, zur Festnahme des Widerspenstigen zu schreiten. Als er ihm die Säbelkoppel abschnallen wollte, setzte er >hm nicht nur passiven, sondern auch aktiven Widerstand entgegen, indem er um sich schlug, dem Gendarmen vor die Brust stieß rc. Ter Vertreter der Anklage nahm an, daß hierin ein vorsätzlicher, aggressiver Eingriff zu erblicken sei und beantragte deshalb eine Gesamtstrafe von drei Jahren und drei Monaten Gefängnis. Das Kriegsgericht nahm jedoch das aggressive Vorgehen des Angeklagten nicht für sicher erwiesen an, sondern hielt die Möglichkeit nicht für ausgeschlossen, daß der Stoß vor die Brust bei dem Widersetzen gegen das Abschnallen des Säbels unwillkürlich erfolgt sein könne. Ter Angeklagte wurde zu einer Gesamtstrafe von einem Jahr und neun Monaten Gefängnis und Versetzung in die zweite Klasse des Soldatenstandes oeiurteilt. Hamburg, 8. April. Ter Zeichner des Simplicissimus, G u l b r a n s s o n, hat gegen das tm W<5 rmann-Prozeß gegen ihn ergangene, auf drei Monate Gefängnis lautende Urteil Berufung eingelegt. Ter Rheder Wörman n Hal eine neue Beleidigungsklage gegen den verantwortlichen Redakteur der Franks. Z t g. angestrengt, weil in einem parlamentarischen Bericht des Blattes in einer Rede Erzbergers gesagt war, Wörmann habe die Kolo nial-Verw alt nng übers Ohr gehauen. Im amtlichen stenographischen Bericht stand dieser Passus nicht. Die Klage wird vor dein Schöffengericht zu Hamburg gus- getragen. Thorn, 8. April. Wegen Mordversuches verurteilte das Schwurgericht die Schneiderin Martha Korzinski und den Arbeiter Albert Majewski zu 3 Jahren Zuchthaus beziv. 5 Jahren Gefängnis. Beide wollten durch in Kartoffeln verbackenes Quecksilber Frau Majewski töten, um sich heiraten zu können. Kandel. Deutsche Reichsanleihe. Gegenüber Gerüchten, wonach die Vergebung einer Reichsanleihe Uuit 300 Mill. Mark bevorstehen soll, hört die „F. Z.", daß bis heute noch keine Besprechungen über die Deckung des für das Reich iwtwendigen Geldbedarfs stattgefunden haben. Man ist noch immer nicht über die Summe klar, die beschafft werden soll und über die Form, in der diese Beschaffung vorgenommen werden soll. Das gen. Blatt nimmt an, daß jedenfalls eine 4 prozentige Emission beabsichtigt ist, weil man nur solche in größeren Beträgen glaubt in Kapitalistenkreisen unter!)ringen zu können. Ob man sich für eine 4 proz. Anleihe oder für 4proz. Schatzanweisungen mit einer bestimmten Laufzeit entscheiden wird, steht ebenfalls noch dahin. Filter- u. bautechnische Maschinen-Fabrik Akt.-Ges. norm. L. A. Enzinger, Worms und Berlin. Das Geschäftsjahr schließt mit einem Reingewinn von 523 717 Mk. (i. V. 523 918 Mk.). Die Dividende ist wieder mit 18 Proz. festgesetzt worden. Rohmaterialien und Arbeitslöhne waren teurer und in der zweiten Hälfte des Jahres mußten -daraufhin die Verkaufspreise erhöht werden, was aber erst gegen Ende der Geschäftsperiode zur Durchführung gelangte. Wenn trotzdem das Gewinnresultat dasselbe geblieben ist wie im Vorjahre, so ist dies zum Teil auf erhöhten Absatz und auf verbesserte Fabrikationsmethoden zurückzuführen. Den Ankauf her Berliner Fabrik für Brauerei-Bedarfsartikel Gebr. Thelen glaubte der Vorstand als für die Gesellschaft günstig bezeichnen zu dürfen. Zurzeit bewegt sich der Absatz in amtlichen Abteilungen in aufsteigender Richtung und Aufträge können nur noch mit längeren Lieferfristen ausgeführt werden. An der Berliner Börse spielte die Politik eine Rolle, und zwar nicht zugunsten des Geschäftes. Die Begegnung in Cartagena, der Fratzenstreit für die Haager Konferenz, türkische Rüstungen, die englisch-französische Preßkampagne wegen Persien und Marokko, all dies erfuhr eine ungünstige Bedeutung. Die Börse sucht einen Zusammenhang damit auch in den zurückhaltenden Gelddispositionen der Seehandlung, die andauernd an 5 Proz. für tägliches Geld festhält. Das Geschäft war sehr ftill. Russen waren 72 Proz. niedriger auf Bombenfunde, sowie auf 'den kritischen^ Gang der Dumaverhandlungen. Banken waren etwas abgeschwächt; hingegen Montanwerke bis P 2 Proz. weichend. Im Verlauf des Geschäfts trat einige Erholung auch für diese Werte ein. Nur Phönix und Rheinische Stahlwerke blieben schwach. Am Kassamarkt herrschte ziemlich lebhaftes Geschäft. In Amerikanern war Zurückhaltung zu beobachten. Der Privatdiskont notierte 5 Vs Proz. Universitäts-Nachrichten. K. München, 6. April. Der Honorarprofessor der Numismatik an der hiesigen Universität, Dr. Hans Rig g auer, Konservator und Vorstand des Münzkabinetts, ist gestorben. Z. Ter Sondershäuser Verband deutscher Stndenten- Gesangvereine (S. 93.) wies während des vergangenen Wintersemesters einen Bestand an aktiven und inaktiven Mitgliedern von 1145 (gegen 1081 im Sommersemester) auf. Dem Verbände gehören jetzt 21 Korporationen auf 17 Universitäten und 2 technischen Hochschulen an. Davon sind zu Beginn des Semesters der „Akad. Quartettverein"-Berlin und der ,Akad. Liederkranz^-München, gegen Ende noch der Akad. Musikal. Verein Eheruscia-Hannover aufgenommen. Der Studenten-Gesangverein ,,Albingia"-Kiel weihte im Noveniber sein eigenes Haus ein, worauf der S. 93. insgesamt über 8 eigene Häuser verfügt. Die Vereine in Halle und Marburg werden demnächst ebenfalls den Hausbau beginnen. Der S. 93. der älteste Verband nichtfarbentragender studentischer Korporationen, feiert im nächsten Sommersemester sein vierzigjähriges Bestehen. Auf eine 25jährige Tätigkeit als ordemlrche Professoren an der Universität Halle a. S. können mit Beginn des Sonimersemesters 1907 die Geh. Regierungsräte, Zoologe Dr. Hermann G r e n a ch e r und Mathematiker Dr. Jacob V 0 l h a r d zurückblicken. Geheimrat Grenacher kam 1882 von der Rostocker Universität nach Halle. Er steht im 65. Lebensjahre. Pros. Volhard (geb. 1834 zu D ar inst a d tj wirkt seit 1882 in Halle. MS Nachfolger des verstorbenen Geh. KirchenratS Prof. Dr. Hilgenfeld wurde der außerordentliche Professor an der Universität Jena, Lic. theol. Dr. phil. Heinrich 93 ein e( zum ordentlichen Professor für neutestamentliche Exegese dorr berufen. Weinet (geb. 1874 zu Vonhausen in Hessen) erhielt seine Vorbildung am Gymnasium zu Büdingen und studierte in Gießen und Berlin, bestand 1S66 die erste, 1897 die zweite theologische Prüfung unb erwarb in Gießen 18^8 den philos. Doktorgrad unb die theol. Lizentiatenivürde. Professor 9Beine( gehört bekanntlich der modernen Richtung der Theologie an unb hat seinen Namen durch eine Reihe wertvoller Publikationen vorteilhaft bekannt gemacht. Arbeiterbewegung. FC. Butzbach, 8. April. Die hiesigen Zimmerleute erzwangen durch Arbeitsniederlegung eine Erhöhung des Stundenlohnes von 35 aus 38 Pfg. Der Ausstand dauerte nur einen Tag. Magdeburg, 7. April. Der Arbeitgeberverband der Holzbearbeitungsbetriebe beschloß, jeden Arbeiter, der am 1. M ai feiert, für drei Tage a u s z u s p e r r e n. Die Feienrden iverden erst am 6. Mai wieder zur Arbeit zugelaffen. Briefkasten der Ne-aktion. (Anonyme Einsendungen bleiben unberücksichtigt.) L. G. Muschlers Gesangschule in Steglitz bet Berlin ist uns unbekannt. Dagegen hat Musikdirektor a. D. Steinmann in Pankow bei Berlin, der Kapellmeister am Lpenchause war, Ruf als Lehrer im Rollenstudium. Eingesandt. (Für Form und Inhalt aiier uni er öieier Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion, dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Wie es gemacht wird! Eine hiesige Witwe hat ihr Haus seit etwa zehn Jahren bei der Frankfurter Gesellschaft „Neptun" geacn Wasserschaden versichert. Diesen Winter hatte sie durch einen Wasserrohrbruch einen Hausschaden, den der Bauverständige und Taxator fragt. Gesellschaft auf 84 Mk. geschätzt hat. Einige Zeit später kommt ein Vertreter der Gesellschaft unb erklärte der Witwe, wenn sie sich mit 50 Mk. zufrieden geben wolle, bann solle sie bas vorgelegte Schriftstück unterschreibet, andernsalls würbe sofort, trotz der großen Kälte, mit der Reparatur begonnen. Hierdurch war die Hausbesitzerin so in die Enge getrieben und eingeschüchtert, baß sie es vvrzog, die 50 Mk. zu nehmen, weil sie befürchten mußte, ihre Mieter würben kündigen, wenn bei der strengen Kälte Küchenfußböden aufgerissen und Decken durchgeschlagen würden. Nach Ausiatze der Handwerksmeister ist der Schaden nicht einmal für 84 Mk. herzustellen. Man ersieht hieraus, wie vorsichtig man bet Eingehung einer solchen Versicherung sein muß, und hält Einsender die,es für seine Pflicht, diesen Vorfall der Oefsentlichkeit zu Übergeben. X. * □ Grebenhain, 5. April. In Kürze soll in unsere, Gemarkung ein neues Eisenbahnbeamtengebäude füi 6 Familien errichtet werben unb unlängst sinb von ber Bahn- Verwaltung 2400 Quadratmeter Gelände zu 90 Pfg. pro Quadratmeter als Bauplatz angekauft worden. So erfreulich dies auch einerseits für die Gemeinde ist, so bedauerlich ist es andererseits, weil der vorgesehene Bauplatz weit vom hiesigen Ort entfernt liegt und somit den Interessen der Bahnbeamten und ihrer Familien keine Rechnung trägt. In bei Regel wirb doch zum mindesten in Ortsnähe gebaut unb nicht, wie hier geplant, an einen abgelegenen Punkt. Es wurde für bie Angehörigen der Beamten zu umständlich sein, wenn sie in ben hiesigen Ort wollten zwecks Einkaufs ber Bedarfs- und Wirisch astsartikel unb ebenso für bie Schulkinder, ba ber Bauplatz unterhalb bes Bahnübergangs liegt. Denn bie Kinber müßten, um zur Schule unb wieder nach Hause zu gelangen, täglich mehrmals bas Geleise überschreiten, Unglücksfälle sind bei der eigenartigen Lage des Bahnüberganges nicht ausgeschlossen. Zudem wird in absehbarer Zeit, weil die unhaltbaren Zustände nicht fortdauern können, der Holzverladeplatz auf der Station nach jenseits des Bahnüberganges verlegt werden müssen, hierdurch wird die Gefahr beim Ueberschreiten des Geleifes besonders für die Schulkinder noch erhöht. Andere Bauplätze in der Nähe d e s O r t s, die uack Lage und Güte den Vorzug verdienen, sind vorhanden und ebenfalls zu 90 Pfg., ja in mehreren Fällen noch billiger an» geboten worden. Im Publikum glaubt man daher, es würden zugunsten einzelner die Gesamtinteressen der Gemeinde Grebenhain und vor allem faiuch die Interessen der betr. Beamten- familieu nicht genügend berücksichtigt. Diese Ansicht teilt auch der Ortsvorstand von Grebenhain und hat deshalb die Hilfe des Ministeriums angerufen. Hoffentlich versagt die Kgl. Eiseübahndirektion zu Frank- furt a. M. dem Gellindekauf die Bestätigung. Gießener Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung für Hessen am Mittwoch, den 10. April: Teilweise heiter. Trocken. Kühl. Veränderliche Winde. Originat-Drahtmeidnngen. Cartagena, 9. April. Die spanischen Fürstlichkeiten bv- gaben sich mit mwßem Gefolge an Bord der britischen Königsjacht, wo sie von König Eduard herzlich empfangen wurden. Die beiden Monarchen hatten zwei längere Unterredungen unter vier Augen. Gleichzeitig berieten die Minister und Botschafter miteinander. „Heraldo" und „Liberal" drücken ihre Befriedigung darüber aus, daß Spanien seine schädliche Isolierung verlasse und mit den West Mächten eine Liga bilde. Die offiziöse „Epoca" bestätigt die intimen Abmachungen Spaniens und Englands. Tanger, 8. April. Der maroffan. Kriegsminister spricht in ein ein Briefe seine Verwunderung darüber aus, daß Frankreich es genügt Ijabe, Udschda zu besetzen. Was die von rriankreich geforderte Sühne anlange, so sei der Pascha h u M a r r a k e s ch zu alt, um Abhilfe zu l e ist e n. Es et daher wahrscheinlich, daß sein Sohn an seiner Stelle nach Tanger kommen werde, um dies zu tun. New York, 8. April. Carnegie hat, wie aus Pittsburg gemeldet wird, ein G es ch en k v 0 n 4 Millionen Dollar angekündlgt, deren Zinsen dazu bestimmt sinb, dem Earnegie- Jnftttut größere Ausgaben zu ermöglichen. Die Stiftungen für das Institut belaufen sich bisher auf 23 600000 Dollar. Im Sanken hat Carnegie bisher für öffentliche Zwecke 150 Millionen Dollar gespendet. Auf Teilzahlung kauft man reell, gut und billig bei J. JTTMANN, Giessen, Plockstrasse 14-16.4 G08th6SCillll8)0ffenbacha.M. M Cuiiivatoren, Eggen rc. empfiehlt empfiehlt, billigst 2217 Awgust üiPöii, Seltersweg 12 Katarrh Verschleimung beweis, zahlreiche , 21nerfennungen die Vorzüglich- kett von Drahtgeflechte, Stachelzaundraht Spaten, Macken, Rechen. Peru-Gnana, bestes Düngemittel Kartoffeln. 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