Nr. 157 Erscheint täglich außer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Hessische» Landwirt die Gießener Familien» blätter viermal in der Woche beigelegt und zwennal wöchentlich daß Krcisblett für ben Kreis w "V m w ™ w W 'vy w' «W kzs w on qh»m„;V Sl-tzen. F°ru!pr°ch-An- UM ** W T " VÄ| ” ▼ XW ~ Ichlutzs.d.RedaktionNg fUF KM .<:<-?/ kür den politi,eben Teil: KW General-Anzeiger für Gberheffen WZ bis n°rnut?°g?7ouhL Rotationsdruck und Verlag der vrühl'schen Uni".-Buch- uud Steindruckerei. R. Lange. Redaktion, Lrpedition und Druckerei: LchulftraKe 7. E.H-b^M°r>« ? ' u Anzeigentell: H. Beck. Erstes Blatt 157. Jahrgang Montag 8. Juli 1907 ^WWM M Ab A. ä Bezugspreis: V vF monatlich 75 Pf., viertel- Siebener Anzeiger M General-Anzeiger für Oberheffen politische Wochenschau. Es hat neuerdings den Anschein, als wenn wir die bisherigen Begriffe von Erb- und Urfeindschast unserer Grenznachbarn korrigieren müßten und als wenn die lebendige Gegenwart mit ihren mannigfaltigen Forderungen allen Haß dtzr früheren Generationen verscheucht hätte. Der alte traditionelle Haß unserer dänischen Nachbarn im Norden hat allmählich immer mehr und mehr dem Verlangen nach freundschaftlicher Annäherung Platz gemacht. Die letzten Reichstagswahlen haben zwar gezeigt, daß noch große nationale Gegensätze in der Nordmark vorhanden ;ind und daß das ehemals dänische Gebiet noch ziemlich weit davon entfernt ist, ein sicheres deutsches Grenzland genannt zu werden, aber die Verhältnisse haben sich doch unzweifelhaft gebessert. Die Bevölkerung ist noch dänisch, aber sie hat doch schon begonnen, sich auch innerlich zum deutschen Reiche zu bekennen. Auch jenseits der Grenze hat man sich endlich mit den Verhältnissen abgefunden und die jahrzehntelange Entfremdung zwischen den Höfen von Berlin und Kopenhagen ist einer herzlichen Freundschaft gewichen. Der Besuch unseres Kaiserpaares am däni- ,chen Hofe und der herzliche Empfang, der ihm dort zuteil geworden ist, haben auch jetzt wieder von neuem gezeigt, jap im Dänenlande von dem alten Hasse nichts mehr zu spüren ist. Aus die Bevölkerung unserer Nordmark wird diese Tatsache sicherlich nicht ohne Einfluß bleiben. Auch unsere Beziehungen zu England haben sich erfreulicherweise seit dem jüngsten Journalistenbesuche gebessert. Man hatte das wohl kaum zu hoffen gewagt. Die englischen Zeitungsschreiber, die sich sonst nicht genug tun onnten in gehässigen und lügenhaften Artikeln über uns, scheinen seit ihrem Besuche bei uns davon belehrt worden sein, daß wir im Grunde genommen doch nicht so chlimm sind, wie sie uns bisher geschildert hatten. Die nglischen Zeitungen enthalten sich neuerdings der bösen Ausfälle gegen Deutschland und das englische Volk, das ivie kaum ein anderes blindlings seiner Presse folgt, sieht nun die Sache ebenfalls mit anderen Augen an. König Eduard aber, der uns Deutschen wohl nie recht hold gewesen ist, obgleich er selbst einem deutschen Fürstenhause entstammt, hat, wie mau sagt, ein feines Empfinden für Jie zartesten Regungen der englischen Volksschule; dieses Empfinden mag es rhm eingegeben haben, der augenblick- ichen Volisstimmung Rechnung zu tragen und den äußeren -ahmen für das schöne Bild der deutsch-englischen An- mherung zu schaffen. Noch vor wenigen Wochen schien :s, als wenn König Eduard eine Koalition aller Mächte legen Deutschland zustande bringen wolle, und jetzt ist ;r selbst es gewesen, der den deutschen Küiser nach England -ingeladen hat, nachdem jahrelang ernsthafte Verstim- nungen zwischen dem Onkel und dem Neffen bestanden hatten. Dem Zuge der Zeit ist nun aber auch Frankreich gefolgt. Auch dort ist man anscheinend zu der Erkenntnis gekom- iien, daß ein festes Zusammenhalten der ersten europäischen Staaten über kurz oder lang eine unumgängliche Notwendigkeit sein wird. Ter alte Haß, der Deutsche und Franzosen u lange getrennt hatte, ist unzweifelhaft im schwinden ^earisfen. Mit der Annäherung zwischen Leiden Landern zeht es zwar noch langsam, aber man spürt sie doch schon. Auch die letzten Tage haben wiederum manche kleine Zeichen )ieser allmählichen Sinnesänderung unserer westlichen Nachbarn gebracht. UeLen des Zeitpunktes der Arichstagssttzungen )at, wie schon kurz mitgeteilt wurde, unser Reichstags- abgeordneter Köhler bem Präsidenten des Reichstags den Vorschlag unterbreitet, die Sitzungsperiode alle 14 Tage durch nie einwöchige Pause zu unterbrechen. Diesem in mehrfacher Hinsicht beachtenswerten Vorschlag hat Abg. Köhler folgende Begründung beigesügt: Langsdorf im GVßh., Hessen, den 5. Juli 1907. An, den Herrn Präsidenten des Deutschen Reichstags', Sr. Exzellenz Graf zu Stolberg-Wernigerode, Erlaucht in Berlin. Infolge der Wirkung des Gesetzes vom 21. Mai 1906, die ^Währung einer Entschädigung an die Mitglieder des Reichs- ags betreffend, ist eine wesentlich vermehrte Anzahl von Männern in den Reichstag eingetreten, die mitten im werktägigen, ärgerlichen und bäuerlichen Leben sich befinden, daraus sie hren gesamten Lebensunterhalt beziehen und denen nicht einig und allein, wie früher oft es der Fall war, die Erledigung wlitischer Ausgaben Hauptlebenözweck ist. Diese Erscheinung dürfte bei künftigen Neuwahlen in noch )iel einleuchtenderer Weise hervortreten. Aus dieser veränderten Sachlage heraus erwächst meines trachtens nunmehr für den Senioren ko nv ent des Reichstages rnd die verbündeten Regierungen die Verpflichtung, entsprechende Vorkehrungen zu treffen, die sowohl den Zwecken deS Reichs vie der einzelnen Mitglieder des Reichstages zu dienen gleicher- naßen geeignet erscheinen. Diese Gründe veranlassen mich, Hochgeehrter Herr Präsident, §w. Exzellenz die Bitte vorzutragen, meine vorliegenden AuS- ührungen dem Seniorenkonvente deS Reichstages und end« p rechend dessen Beschlüssen sie den verbündeten Regierungen zur weiteren Erwägung anheimzugeben. Wie verlautet, so beabsichtige man, um bestehenden Wünschen >er Abgeordneten auf zeitweilige Entlastung von den Geschäften res Reichstags entgegenzukommen, alle 14 Tage den Samstag, Sonntag) und Montag fr ei zu geben. Diese Maßregel würde jedoch nur den Abgeordneten zugute !ommen, die in engem K'reise um Berlin herum wohnhaft sind, vahrend den Abgeordneten aus dem übrigen Deutschland, aus Ostpreußen und ganz Süddeutschland alsdann höchstens der Sonntag zur freien Verfügung bliebe, während Samstag rnd Montag durch die Reise hin und zurück aufgcbraucht würden. Lenn Freitag- und Montagnacht können für viele der älteren rntz auch der inneren, .von Grundherr schwächeren Herren als Reisezeiten nur in sehr beschränktem Maße inbetracht gezogen werden. Aus diesen Erwägungen heraus möchte ich bitten, inssAuge zu fassen: Inder Reget 1. Beginn der Session Anfangs Novemberr 2. Schluß der Session M^tte bis Ende Mai; 3. Vierzehntägige Sitzungsperioden. Hierbei die Sitzung des Samstagsi der 2. Woche schon beginnend morgens um 10 Uhr: damit auch die entfernt wohnenden Herren möglichst am selbigen Tage und in der Nacht noch die Heimat erreichen könnten; 4. Alle 14 Tage eine Woche frei. Man nimmt an, daß eine Session 100—120 Sitzungstage umfaßt. Tie nachfolgende Aufstellung bringt den Beweis, daß bei der vorgeschlagenen Neuordnung annähernd diese Zahl ebenfalls ev- reicht werden kann. Ich stelle hiermit zum Vergleich beispielsweise die Zeit von Anfang November 1906 bis Mitte Mai 1907 und erreiche folgende Ergebnisse: 1906 November 6., 6., 7., 8., 9., 10., (Sonntag 11.), 12., 13., 14., 15., 16., 17 , 18.-25 frei, , 26., 27., 28., 29., 80., Dezember 1., (2. Sonntag), 8., 4., $>., 6., 7., (8. kath. Feiertag) . . . v 9.—16 . frei, „ 17., 18., 19., 20., 21. u. 22. . v 23. bis 6. Januar 1907 (W eihuachte n), 1907 Januar 7.—19. einfchl „ 20.-27. „ .... frei, „ 28. bis 9. Februar einschl. Februar 10.-17. einschl. . . . frei , 18. bis 2. wlärz einfchl. . . März 3.-10. einschl frei , 11.-23. einschl , 24. bis 7.April einschl. (Osterferien) April 8.-20. einschl. ..... 21.-28. „ .... frei # 29.-11. Mai einfchl. (9. Himmelfahrt) .... 12 SitzungStage 11 , 6 9 12 „ 13 v 12 „ 12 , 12 11 Zusammen 100 Sltzungslage, eventuell weiter: Mai 12.-26. einschl. (Pfinast- f e r i e n) » 27. bis 8. Juni (30. Frohn- leichnam) 11 r Zusammen 111 Sitzungstage. Da§ Ergebnis also wäre in diesem Beispiel: 1. Zeit der Session .... 5. November bis 11. Mai, 2. Sitzungen an...... 100 Tagen. Hierzu wäre noch zu benrerken, daß darum, weil den Mitgliedern ausgiebige Zeit (d. i. j e e i n e v o l l e W o ch e) zur Be- wältigung ihrer eigenen Arbeiten im hier vorgetragenen Falle verbliebe, die Eröffnung des Rerchslages schon Aniangs oder Mitte des Oktobers wohl auf keinen Widerstand fettens der Abgeordneten, soweit sie bürgerlichen oder bäuerlichen Kreisen angehören, stoßen würde. Auch wäre in diesem Falle eine frühere Erledig- u n g desBudgets und f r ü h e r e r S ch l u ß d e r S e s f i o n e n zu erwarten. Schließlich bitte ich noch besonders dem Umstande Ihre geneigte Beachtung zu schenken, daß es den Inhabern oon Doppelmandaten in Preußen, ja dem Herrn Präsidenten des preußischen AbgeordnetendauseS selber, möglich ist, am selbigen Tage abwechselnd an den Verhaiidlungen von Reichslag und Landtag teilzunehmen, wahreiid ein gleiches allen den Reichstagsadgeord- rieten, die Mitglieder der übrigen deutschen Volksvertretungen sind, durch die jetzige Gepflogenheit versagt ist. Schon allein um diese Ungleichheit auch nur zum Teile zu beseitigen, wäre es angebracht, den Niitgliedern der außerpreußischen Landtage alle 14 Tage wenigstens während einer Woche die Mög- lichkeit zur Teilnahme an den heimischen Landtagsverhandlungen zu verschaffen. Zu bemerken wäre außerdem noch, daß durch die etwa ein- geiührte freie Reichstagswoche gleichermaßen den Herren Mitgliedern des Bundesrats eine nicht zu unterschätzende Eittlastung zuteil iverden dürite. Uebrigens darf ich Eiv. Exzellenz noch bitten, diese Ausführungen säintlichen Herren Abgeordneten zur Kenntnis bringen zu wollen, damit die einzelnen Fraktionen Stellung zu nehmen veranlaßt werden, ehe der Seniorenkonvent seinen Beschluß faßt. politische Lagerschim. Die Strafprozeßreform. Fast jeder Sensationsprvz»ß in der letzten Zeit, auch der Münchener, hat deutlich die Unhaltbarkeit des heutigen Gerichtsverfahrens gezeigt, dessen Reform schon seit Jahren angestrebt wird, ohne haß die Dinge vom Fleck kommen wollten. Bor mehreren Jiahren war bekanntlich auch eine Kommission für Reformvorschläge eingesetzt worden, die laber infolge der wett- vuseinandergehenden Meinung m kein greifbares Resultat gezeitigt hat. Darauf war es für längere Zeit still geworden und Staatssekretär Nieberding schien die Angelegenheit nicht mit besonderer Eile zu betreiben, twtzdem im Parlament immer und immer wieder auf die Notwendigkeit einer Beschleunigung hingewiesen wurde. Mit einemm,ak kommen nun in einem oft zu offiziösen Auslassungen benutzten rhein. Blatte eingehende Mitteilungen über die Reformvorschläge, deren Gründlichkeit erkennen läßt, daß diese Mitteilungen aus amtlichen Quellen geschöpft waren. Wie sich nun herausstellt, scheint eine Indiskretion feiten# eines Beamten vorzuliegen, über den im Reichsjustiz amt die ganze Schale des Zornes anSgegossen wird; daß man sich darüber so ereifert, ist 'bezeichnend, denn es deutet darauf hin, daß Herr Nieberding sich noch immer nicht beeilen will, denn andernfalls hätte er den tioiliegenben Entwurf im Interesse der Sache schon längst der Oeffentlichkeit zur Kritik unterbreiten können, wie das schon mehrfach in den letzten Jahren bei Entwürfen, welche für die weite Oeffentlichkett großes Interesse hatten, der Fall ge- toefen ist. Mag die Indiskretion als solche nicht zu billigen sein, o wird sie aber doch das gute schaffen, daß die Oeffentlichkett ich mit den Plänen des Reichsjustizamtes befassen kann; über» )ieS ist ein Grund für die Geheimtuerei kaum ersichtlich, da dis .Vorschläge teilweisi einen .bedeutenden Fortschritt in sich beinem Airche rrnd Schule. h. Herb orn, Juli. Auf Veranlassung der Bezirkssynode wurde zum erstenmal am hiesigen theologischen Seminar ein Verwaltungskursus abgehalten, dec den Zweck hatte, den Geistlichen in weiterem Maße wie bisher Gelegenheit zu geben, sich mit den einschlägigen Verhältnissen der kirchlichen Vermögensverwaltung, insbes. des kirchlichen Rechnungswesens, sowie ferner mit den auf den Geschäftsverkehr mit den Behörden bezüglichen allgemeinen Einrichtungen bekannt zu machen. Die Leitung lag in Händen des Konsistorialsekretärs Keerl-Wiesbaden. Außer den 7 Kandidaten des Predigerseminars nahmen 14 Geistliche des Bezirks an diesem Kursus teil. Es ist mit dieser Einrichtung soweit uns bekannt ist, die nassauische Landeskirche allen anderen preußischen Kirchen vorangegangen. ^o ist es vor allem, zu begrüßen, daß die Strafkammern nickt mehr, wie bisher,, lediglich ans Richtern bestehen sollen, sondern daß auch zu diesen schössen hinzugezogen werden sollen. Es gibt vielfach Gegner der Hinzuziehung von Laien zur R^cht- fprechung, aber man wird nicht umhin können zu erklären daß gerade die Hlnznziebuna von Personen, di- im alltäglichen Erwerbsleben stehen, mehr Fühlung mit der Volksseele besitzen >als der Richter, der leicht durch die langjährige Berufstätigkeit zur Einseitigkeit geführt wird; einen Beweis hierfür bilden die hausig überaus strengen Urteile der bisher lediglich aus Richterir zusammengesetzten Strafkammern, während Entscheidungen von Schwurgerichten oft weit milder waren. Ebenso ist es ein bedeutender Fortschritt, wenn gegen die Urteile der Strafkammern Berufung gewährt wird. Der Tendenz, dem Laientum in der Rechtsprechung den , ihm gebührenden Pliatz einzuräumen, entspricht auch die Absicht, die Schwurgerichte in ihrer jetzigen Zu^ sammensetzung beizubehalten, während ein früherer Entwurf eine wesentlich andere Ausgestaltung .vorsah. Auch was man sonst 'aus den Mittellungen erfährt, klingt durchaus erfreulich, so enthält der Entwurf u. a. die bereits in der Wmtersession zugefagte Einschränkung des Zeugniszwanges, ebenso entspricht einem allgemeinen Wunsche die Milderung der Bestimmungen über Angabe von Vorstrafen der Zeugen. Desgleichen ist auch eine erhebliche Einschränkung der Eidesleistung zu begrüßen, namentlich die Einschränkung des Nachweises vor den Gerichten unterer Instanz. 92otwendig wäre indessen auch, daß die Reform manche Mißstände in der Verhandlungsführung selbst 'beseitigte, und auch eine Reform der Voruntersuchung brächte, insbesondere die Zulassung des Verteidigers bei den Vernehmungen des Angellagten. Alles in allem aber bringt der Entwurf anscheinend erheblichere Verbesserungen, wenngleich man vielleicht nicht allzufrüh frohlocken darf, da es immerhin auf die definitive Ausgestaltung der neuen, Bestimmungen ankommt. Ter Entwurf muß erst und) die einzelstaatlichen Regierungen beschäftigen und er dürfte schwerlich vor der Winter- fesfion 1908—1909 M den Reichstag gelangen. Hoffentlich wird der Entwurf in einer Form an die Volksvertretung gelangen,, daß er von dieser als ein hochbedeutsamer Fortschritt angesehest und akzeptiert werden kann. Aus Stadt mü» Land. Abdruck unserer durch Korrespoudenzzelchen keuutlich gemachten vrginalartikel ist nur unter genauer Quellenauqave (Gieß. Anz.) gestattet. Gießen, den 8. Juli. •• Lebensretter. Der Dachdecker Karl Schmitt in Mainz hat am 2. April d. I. einen Knaben vom Tode des Ertrinkens gerettet. Als Anerkennung hierfür ist ihm von S. K. H. dem Großherzog eine Geldprämie verliehen, worden. ** Das Ehrenzeichen für Mitglieder freiwilliger Feuerwehren wurde verliehen durch Entschließung S. K. H. des Großherzogs dem Hch. Hebbel VII., Karl Suhl, Hch. Streuber, Aug. Klaum, Karl Meuer I., Hch. Walther, Gg. Hebbel III., Gg.' Schmidt II. und Gg. Engel, sänltlich zu Ortenberg. ** EineSitzung des ProvinzialausschusscA findet am Samstag, 13. d. M., Dorrn. 9 Uhr mit folgender- Tagesordnung statt: 1. Ablösung der fiskalischen Jagdberechtigung in dem Pohlgönser Gemeinde- und Kirch- gönser Gesellschaftswald „Bo den h a rd t". 2. Die Entwässerungsanlage der Stadt Ortenberg; hier Einwendung der Gemeinde Lindheim gegen die Einleitung der Abwässer in die Nidder. 3. Rekurs des Leonhard Jünglinb Zu Usenborn gegen einen Polizeibeseht Großh. Kreisamts Büdingen wegen Un tau glich mach ung eines Brunnens. ** Sie Gießener Vi ehmärkte sind für das Jahr 1908 wie folgt festgesetzt: 14. und 15., sowie 28. und 29. Januar, 11. und 12., sowie 25. und 26. Februar, 10. und 11. März, sowie 31. März unb 1. April (1. April FrühjahrS-Pferdemarkt), 14. und 15., sowie 28. und 29. April, 12. und 13., sowie 26. und 27. Mai, 16. unb 17. Juni, 7. unb 8., sowie 21. unb 22. Juli, 4. unb 5., \o* wie 18. unb 19. August, 1. unb 2., sowie 22. unb 23. September (2 3. September Herbst-Pserbemarkt), 6. und 7., sowie 27. unb 28. Oktober, 10. unb 11., sowie 24. unb 25. November, 8. unb 9. Dezember. Die Markttage fallen immer auf Dienstag unb Mittwoch. Mit Ausnahme ber Märkte in den Monaten Januar unb Februar ist an jebem Markttage am Mittwoch auch Krämermarkt. ** Gewerbeinspektion. Wie bie Darmst. Ztg. erfahrt, werben als Gew er beinspektions-Ge hülfen aus bem Arbeiterstand in Tätigkeit treten: Bei ber Gewerbeinspektion Darmstabt ber Werkführer H. Spelt aus Darmstadt; bei ber Gewerbeinspektion Offenbach ber gelernte Portesemller Franz Mabr aus Offenbach; bei ber Gewerbe^ im Werte von mehreren tausend Ein von einem hiesigen Juli. Telefonische Kursberichte des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie, Giessen. L Fr« nk für ter BSörse, 8. Juli, 1.15 Uhr. Beichsanleihe 198.1 . 118.8 Obeiscliles. Eisen-Industrie 106.0 e 106.0 . 153.? 140.20 Pnnce-Henri-Eisenbabu . 134.0 215.20 Börse, 8. Juli. Anfangskurse. Vevantw. für FcuiUewn und allgem. Teil: In Vertr. Ernst Hes Darmkatarrh, etc. Schaaf konnte jedoch fein Alibi von der Kriminalpolizei wieder Gelsenkirchen Bergwerk . 194.5 Hamburg-Amerik. PaketL 134.2 -KinäermEhl Krankenkost Harpener Bergwerk Laurahütte . . . Nordd. Lloyd . Elektriz. Lahmeyer . « Elektriz. Schuckert . . Eschweiler Bergwerk . do. Konsols do. Hessen Oberhessen 3^% 3% 3^7° 3% Wfo 3M% . 174.70 . 130.00 . 225.60 . 72.20 Tausendfach bewährte Nahrung bei Brechdurchfall Diarrhöe Bochum Guss . . . . Buderus E. W . . . Tendenz: fest. Berliner Canada E. B..... Darmstädter Bank . . Deutsche Bank . . . Dortmunder-Union C. . Dresdner Bank . . . Tendenz: still. Berliner Handelsges Darmstädter Bank Deutsche Bank . Deutsch-Asiat. Bank Diskonto-Kommaudit. Dresdner Bank Kreditaktien . . . Baltimore- und Ohio- Eisenbahn . Gotthard bahn . . Lombard. Eisenbahn Gestern Staats bahn . O Vom Hoherodskops, 7. Juli. Das Jahresfest Vogelsbe rger Höhenklubs wurde heute unter zahlreicher Beteiligung sämtlicher Zweigvereine und eines nähme des neuen B a d eha uses findet Mon ta g, 8. Juli, -statt. Der Betrieb wird noch am selben Tage eröffnet. —' In den Parkanlagen wäre eine energische Vertilgung der Raubvögel sehr erwünscht, besonders der den Sing- vögeln so sehr schädliche „Dorndreher". Wurde doch dieser .'Tage beobachtet, daß der Torndreher sogar eine junge Rebhühnerbrut zerstörte. Harpener Bergwerk Laurahütte Lombarden E. B. Nordd. Lloyd . . Türkenlose . inspektion Worms der Kupferschmied und Siedemeister Jak. Qbersorstmeistcr Dieffenbach-Schotten hielt eine Bec.rüßungs- Werz aus Groß-Gerau. Ansprache. — Der Touristenverkehr auf dem Vogelsberg ist ** P f a r rp e r s o n a l i e n. Ernannt wurden Pfarr- dies Jahr trotz des bisher nicht sehr günstigen Wetters sehr feier teilnahmen. Heute ergießt sich ein gewaltiger Menschenstrom in unsere Stadt. Um 7 Uhr heute früh trugen auf dem altertümlichen Marktplätze mehrere 100 Sänger einige Lieder vor. Um 10 Uhr begann in drei verschiedenen Sälen der Wettbewerb, der sich ziemlich lange hinzog. Um 3 Uhr bewegte sich ein nichtendenwollender Festzug, in dem etwa 60—70 Vereine mit 3000 Mitgliedern vertreten tagte im Restaurant Seebode das Preisgericht, das aus folgenden Herren bestand: Komponist Fritz Baselt-Frank- furt, Großh. Hess. Musikdirektor Fritz Keiser-Mainz, Musikdirektor Professor Litterscheidt-Eoblenz, Musikdirektor Par- low-Frankfurt, Musikdirektor Leber-Fulda, Musikdirektor Albrecht Boede-Cassel, Komponist H. Rohde-Hofgeismar. Das Resultat ist folgendes: Klasse I. 1. Preis: ^Gemütlichkeit-Sonnenberg, 191 P. (500 M. und Diplom). 2. Preis: Bauerscher Gesangverein Gießen, 185 P. (300 M. und Diplom). 3. Preis: Frohsinn-Cassel-Wehlheiden, 183 P. (eine Weinkanne). 4. Preis: Liederkranz Cassel, 179 P. (ein Pokal). Ehrenpreis: Gemütlichkeit-Sonnenberg, 109 P. (ein Bild, die Marburger Universität). Klasse II; 1. Preis: er aus Mainz; bei der Gewerbeinspektion Mainz der Rad und zu Fuß waren die Gäste eingetroffen. Gastwirt Mispektion Gießen voraussichtlich der Obermonteur Friedr.I großen Publikums im Klubhaus abgehalten; auf Wagen, zu jMelch " " “ . *'■' /" — ' " ’ . ; Merkmeister Gg. Messer aus Mainz; bei der Gewerbe-1 Stein hatte das Klubhaus schön geschmückt. Der Vorsitzende 106.50 214.50 waren, durch die Stadt zum Festplatz. Die Festrede hielt Oberrealschuldirektor Tr. Knabe von hier. Mittlerweile 216.50 27.90 118.90 143.20 94.00 83.15 94.40 84.00 92.80 94.00 98.55 98.40 93 50 103 35 66.00 66.70 90.80 92.25 94.70 143.00 49.10 84.70 63.00 96.10 130.4 . 225.5 . 144.1 . 169.91 . 139.6 . 203.9 . 96.8 } . 187.0 4% Gestern Goldrente. . 4Vs % Gestern Silberrente 4% Ungar. Goldrente . . 4% Italien. Beute . . . 3% Portugiesen Serie I . 3% Portugiesen „ III 4%°/0 russ.Staatsanl. 1905 4%°/0 japan. Staatsanleihe 4 % Uouv. Türken von 1903 Türkenlose ...... 4% Griech. Monopol-Aul. . 4% äussere Argentinier . 3% Mexikaner < . . 4ü% Chinesen . . . . Aktien: vermischtes. • Vor der Entscheidung steht die Bewegung bei Privatangestellten für eine staatliche Pensions- und Hinterbliebenen.Versicherung. Zwei große Gruvpcn von Bcrufsvercinen vertreten zwei verschiedene Programme die einen den weitgehenden Ausbau des bestehenden Invalidem gesetzes, die andern die Einrichtung einer davon getrennten, selbständigen Sondcrkasse. Der Erfolg der ganzen Bewegung hängt davon ab, ob es gelingt, bis zürn Zusammentritte bei § Reichstages alle Angestellten auf ein Programm zu vereinen, das einmütige Billigung beim Reichstag und Regierung ftnben kann und sich in die begonnene Reform des ganzen sozialen Versicherungswerkes einfügt. Für die Entscheidung bedeutsan ist die soeben erschienene neue Schrift des Werkmeisteri l Verbandes zu Düsseldorf, welche die Eingangsworte als Tite > führt und Gutachten hervorragender Sachverständiger und Gesetzgeber über die Streitfrage enthält. Vorstände von Landesvcrsicherungsanstalten, Kommentatoren des Invaliden- gesetzes, Professoren, Juristen, Nationalökonomen, Versicherung?- Mathematiker, Sozialpolitiker, Reichstagsabgeordnete verschie. ; dener Parteien, sie alle sind vertreten. Ihre Stimme muß erheblichen Eindruck machen, weit sie alle zu dem gleichen Ergebnisse kommen. * ft I e i it e Tageschronik Tie Polizei verhaftete in Paris einen 18 jährigen jungen Mann, Sohn eines Juwelen* Händlers, der seinem Vater Juwelen im Werte von 200 000 Franks in der vergangenen Woche gestohlen hatte. — Güü l B ergmann § irau aus Hochheide bet Ruhrort stürzte sich wegen ehelicher Zwistigkeiten mit ihren vier Kmdern, die sie mit e einem Tuch zusantmengebunden hatte, in den Rhein. Mutter unb Kinder ertranken. Ausjllg ecs fern 2tLutzeöm!sreylflkrn der Sieht Eießkv. Aufgebote. Juni 29. Friedrich Lambn, Oberlehrer dahier, mit Margaret Agnes Kindhäuser in Münster. — Juli 1. Max Hopfner, Sattle, j in Hannover, mit Luise Göbel dahier. — 3. Dr. August Brüning, I Privatdozent für Chirurgie, mit Auguste Spengel, beide dahier. Friedrich Ost, Lehrer, mit Ella Müller, beide dahier. Eheschließungen. Juni 29. Andreas Block, Fuhrmann, mit Katharine Jung | geb. Bettner, beide dahier. — Jult 5. Robert Cohn, Liehhändlej in Issum, mit Sybilla Berlin, dahier. Geborene. Juni 23. Dem Erdarbeiter Antonio Molini eine Tochte« Frieda Helene Sibylle. — 24. Dem städt. Laternenwarter KonraW Will eine Tochter, Marie. — 28. Dem Hülisbremser Karl Baue» 1 eine Tochter. -- Dem Bäcker Ludwig Rcuß eine Tochter, LinM Helene. — 29. Dem Lokomotivführer Rudolf Potyka eine TochteM - Elsa Anna. — Dem Fabrikarbeiter Karl Schickedauz ein« Tochter, Marie. — 30. Dem Schuhmacher Heinrich Nau ein« Tochter, Anna Gertrude. — Juli 1. Deut Fuhrntamt Karl HorW eine Tochter, Luise. — Dem Schlosser Hemrich Lehrmund' ciil Sohn, Wilhelm Adolf Karl. — 3. Dem Tapezier Friedrich Bohlin« ein Sohn. Gestorbene. 1 r Juni 28. Bauer, ohne Vornamen, 3 Monate alt, Neustadt 48.' \ — 29. Heinrich Becker, 4 Monate alt, Eichweg 2. — Peter Becker f 69 Jahre alt, Invalide, Steinstraße 63. — Inti 2. Marie Schäfer, 9 Monate alt, Sonnenstraße 3. — Heinemann Chambre, 51 Jahrc < alt, Kaufmann, Nordanlage 7. — 4. Wilhelm Gibb, 32 Jahre all, ' Kaufmann, Bismarckstraße 40. — Eleonore Susanne Gerdes, geb. Busch, 26 Jahre alt, Rittergasse 17. — 5. Elise Becker, 4 Monat: alt, Eichweg 2. ' .• Assistent Lic. Gaul zu Darmstadt zum Pfarrvikar in Beeden- stark, besonderes Interesse widmen die Wanderer dem im iircfjcrt; Pfarramtskandidat Gi rein zu Tarmstadt zum Bau befindlichen Bismarckturm auf dem rausstein. Pfarrasslstenten au der Johannesk,emc,nde zu Darmstadt: h. Darmstadt, 6. Juli. Auf dem neuen S»iefzi;aus zum Piamn-siist. wurde der Zioil-Jnq-nieur Karl Martin Schaaf an der Ge amt- u. d. Martiusqcmelnde zu Darmstadt' Psarr- ; ., , . n ’ 1 !amtskandidat Bingel zu Vor.ns zum Pfarrassist, bei dem ^.r ha stet, der nach Zeltungsmeldungen verdächtig war, 'Kirchspiel Reichenbach (mit dem Wohnsitz in Gadernheim): bei cmem in Frankfurt auf der Zell wohnenden Herrn in Pfarramtskandidat Hartmann zu Vleichenbach zum ber Nachtzeit Brillanten nrA“‘1' ''r' x‘ r"Q [2. Pfarrassistenten an der unteren Gemeinde zu Offenbach; Mark gestohlen zu haben. jPfarramtskandidat Fran f zu Rimlos zum Psarrassistenten nachweisen, so daß er Prediger-Kirchhain gab dann ein aussührltches Referat s über den Stand das Obstbaues im K'reise Kirchhain, den er 1 im Gegensatz zu früheren Zeiten als einen erfreulichen bezeichnet. Noch besser würde es werden, wenn man dem Vorbilde anderer Kreise folge und einen Kreisobstbau- techniker anstelle. Verschiedene Redner schlossen sich dieser Ansicht an und betonten die Erfolge, die man mit dieser Einrichtung im Kreise Marburg sowohl, wie auch in den angrenzenden Darmstädtischen. Bezirken usw. gemacht habe. Auch einige anwesende Kreisobstbautechuiker fügten ein Bild ihrer Tätigkeit an. Bezüglich der Obstverwertung machte Oekonomierat Direktor Dr. .desse-Marbura aus die Erfolge der Marburger Obstverkaufs-Permittlunasstelle aufmerksam. Zum Schluß hielt Garteninspe^tor Huber-Ober- zwehren einen recht lehrreichen Vortrag über die Düngung der Cbftbäumc: die er dringend empfahl. Kalk, Phosphorsäure, Stickstoff, Kali und Wasser sei erforderlich. Im Am schluß an die Versammlung wurden die Goldammerschen Obstanlagen zu Hos Plausdorf besichtigt. -in Rimbach; Pfarramtskandidat Schott zu Altheim zum entlassen wurde. -Pfarrvikar in Babenhausen (1. Pfarrstelle); Pfarramts- Frankfurt, 6. Juli. Ein von einem hiesigen -kandidat Krämer zu Bullau Psarrassistenten Bankhaus am 24. Juni bei dem Postamt aufqegedener Wert- p (e^ u93'800 in E-senbahn. Groß - Ztcinheim: Pfarramtskandidat Metzger zu Obligationen der an ein Bankhaus m Lissabon adressiert 'Stockstadt zum Pfarrvikar in Westhofen; Pfarrassistent i|t unterwegs zwischen Köln und Vervlcrs, tute Müller zu Offenbach zum Pfarrvikar in Lampertheim die Bliiiter melden, verschwunden. Bei dem Uebergang (1. Pfarrstelle!: Pfarrassistent Unverzagt zu Neustadt in Köln soll er sich noch unter den Wertsachen befunden zum 1. Psarrassistenten an der unteren Gemeinde zu Offen- Haben. Ueber den Verbleib des Wertbriefes ist bis zur bach; Pfarramtskandidat Blank zu Gonterskirchen zun: Stunde noch nichts bekannt. Assistenten des Kirchspiels Sandbach-Neustadt (mit dem XX. Dorlar, 7. Juli. Vom schönsten Wetter begünstigt, Wohnsitz m Neustadt); .^1 arrom.e'kan du at^a er zu Ham- heute der Gesangverein Lahntal" unter starker SwfJ in'"-«hr.ges Stiftungssest. Der Fest, sselden zum Pfarrverwalter daselbst (1. Pfarrstelle). — Die war 111 unmittelbarer Rahe der Haltestelle vortreff- Schlußprüfnng im Juni 1907 haben bestanden Otto Bin gel, uch gewählt, er bot cme herrliche Aussicht in das breite -zu Worms, ftd). Blank von .Haarhausen zu Gonterskirchen, Lahntal bis nach Gießen. Es waren 18 auswärtige Gesang- Karl Frank zu Rimlos, Karl Gottschald von Ober- Vereine erschienen und so bewegte sich in Gemeinschaft mit 'stein zu Offenbach, Kurl Grein zu Darmstadt, Adam den hiesigen Vereinen gegen 3 Uhr ein fast endloser Festzug Hartmann von Laubenheim zu Bleichenbach, Karl durch die prächtig geschmückte Dorfstraße nach dem Festplatz. -Kramer zu Builan, Rud. M e tz g e r zu ^Ltoecstadt, Otto Dort angekommen trug der sestgebende Verein einen kräftig ?^^/bs^on ^erstern zu Alzeys Albr Ra b en au von vorbereiteten Begrüßungschor „Frisch auf ihr fröhlichen Sänger" ><-tockhau en zu Rodaen, ?xrieor. ec hott von öfteren sit v c ; 1 ,L, <. ^Wheim, Albrecht Thaer von Berlin zu Hamburg Zur « 5", ^Besetzung werden ausgeschrieben: die evang. Pfarrstelle zu ^usichnft^.40 Jahre 1867 1907 überreicht hatte, hielt der Dieder-Modau; die evang. Pfarrstelle^zu Berstadt; Ehrenvorsitzende des Vereins, Bürgermeister Braun aus bte neu gegründete 5. Pfarrstelle an der evang. Stadt- Krofdorf, die Festrede. Mit den Worten: „Grüß Gott mi igemeinde zu Darmstadt: die neu gegründete 2 Pfarrstelle Hellem Klang, hell durch Lied und Sang^ wies er auf die >an der evang. Johannesgemeinde zu Darmstadt; die Bedeutung des deutschen Männergesanges und die Geschichte evang. Psarrstelle zu Obe r-Rosbach. des Jubelvereins hin. Die zündende Rede schloß mit einem J'n Kolosseum ist am Samstag wiederum ein kräftigen Hoch auf S. M. den Kaiser. Rach den Gesängen fgrötzerer Programmwechsel eingetreten. Zunächst i|t es eine der Gesangvereine enllvickelte sich auf dem Festplatz ein unneue Glanznummer die den Gästen geboten wird. Carl und gemein lebhaftes Treiben, denn das herrliche Wetter lockte ^Mary Ohm leisten in ihren Tierd ressuren wirklich hervor- immer mehr Festbesucher herbei. ragendes. Da ist ein richtiges Zirkustreiben auf der Bühne = Herborn a. d. Dill, 8. Juli. Noch in diesem zu sehen: Große Hunde werden in allen Gangarten der Jahre mirb hier eine Provinzial-Jrrenanstalt der flohen Schule geritten und zwar von gar sattelfesten Affen, Provinz Hessen-Nassau errichtet. Sie wird den Namen Heilte sich auch als verwegene Kunstreiter und drollige Clowns imd Pflegeanstalt führen und vorläufig rund 800 Geistes- ,vorstellen. Em paar niedliche Ponys zeigen sich als erstaunlich kranken Aufnahme bieten. Mchickte Tierchen, während seiltanzende und musizierende x Marburg, 7. Juli. Anläßlich des gegenwärtig Maren das Zirkusbild vervollständigen. Zum Schluß vergnügt hier stattfindenden großen Gesangswettstreits, den der sich diese merkwürdige Tiergesellschaft in einer russischen Gesangverein .Liedertafel" veranstaltet hat, träg 'Schaukel. — Auch emo neue und nette Kostüm-Soubrette, unsre alte Hessenstadt ein festliches Kleid. Schon gestern 'Fräulein Sidy Ferry, findet viel Beifall. — Ferner übt die Abend trafen zahlreiche fremde Säuger ein, die an der Vor- Dyrolerg ruppe „D'Defregger" mit ihren guten ' 1 *' * * ^Gesangsleistungen und ihren einzigartigen Schuhplattltänzen, jdie hier wohl kaum in solch eigener, eleganter Form je zu ksehen waren, ihre Llnziehungskraft auf die Besucher au§. ** Beerenernte. In diefem Sommer ist eine reiche Beerenerute zu erwarten. Die Walderdbeeren bieten Zurzeit ihre süßen, aromatischen Schätze in selten gesehener Menge an^ Doch je mehr man pflückt und davon ißt, „es ^will fein Segen mehr im Erdbeeressen sein". Schon sieht -man Kinder mit den Henkeltöpschen dem erdbeerreichen Walde zueileii, um den daheivi Gebliebenen mit diesen Wohlschmeckenden Waldgrüßen eine kleine Freude zu bereiten. Die Himbeeren zeigen eine schwere Heber* ladung, und hie und da zeigen b-ie heranreifenden Beeren einen rosigen Schimmer wie jungfräuliches Erröten. Auch die Brombeeren bleiben in diesem Jahre nicht zurück 'und haben sich überschwenglich mit weißleuchtenden Blüten ^überzogen. Hoffentlich zeigen sie ebensoviele Früchte, um Üm Verein mit Erdbeeren und Himbeeren den Speiseschrank ider sorgenden Hausfrau mit wohlschmeckendem Gelee füllen sind zieren zu helfen. Der Hangelsteiu, der Großenlinder und die Abhänge und Niederungen des Schifsenberger -Waldes werden in ihren grünen Hallen bald Scharen von Ifleißigen Beerensammlern in sich aufnehmen. r. Eberstadt (Kr. Gießen), 6. Juli. Gestern abend Liederfreiind-Cassel, 199 P. (300' Mark und Diplom) zog em schweres Gewitter über unsere Gemarkung, nachdem 2. Preis: Cäcilia-Lich, 195 P. (200 Mark und Diplomst |ein starker Hagel niedergegangen war schlug der Blitz in 3. Preis: Gesangsriege des Turnvereins Kelsterbach, 188 P. ,eine Scheuer und^zündete. Der rasch herbeigeeilten Feuerwehr (ein Trinkhorn). 4. Preis: Eintracht-Hungen 186 P. ^gelang es, das Feuer zu ersticken. — Gestern beschloß der (eine Bvwle). 1. Ehrenpreis: Gesangsrüge des Turnvereins ^Gememderat in einer Sitzung, der auch Schulrat Kleinschmidt Kelsterbach, 104 P. (ein Pokal). 2. Ehrenpreis: Liederfreund- und Baurat Diehm von Gießen beiwohnten, einstimmig Cassel 114 P. (Diplom). Klasse Illa.: 1. Preis: Liedernächstes Jahr ein neues Schul Haus zu bauen. Ebenso kranz -Büdingen, 216 P. (200 Mark und Diplom), .soll auch eine neue Quellwasserleitung gebaut werden. 3. Preis: Concordia-Obertshausen, 208 P. (eine Bowle). -s- Nidda, 6. Juli. Wer heute früh über die alte 4. Preis: Harmonisch es Kränzchen, Schlitz, 188 P.' Nidda-Brücke an der Stadtmühle ging, wurde durch ein lein Pokal). 5. Germania-Bad Ems, 173 P. (ein Pokal)' an der dort stehenden Laterne angebrachtes, mit Blumen 6.Prei§: Liederkka nz-Leihgestern, 170 P.(einPokalsi ^geschmücktes Plakat überrascht, worauf zu lesen war, daß 1. Ehrenpreis: Concordia-Obertshausen, 124 P. (ein Bild), ^-die alle Brücke heute ihren 300. Geburtstags 2. Ehrenpreis: Sängerlust-Berkersheim, 121 P. (Diplom), .ferere. Und richtig, auf dem in die Mauer eingelassenen Klasse 111b.: 1. Preis: Kronberger Mannergesangverein Gedenkstein steht zu lesen, daß die Brücke am 6. Juli 1607 207 P. (100 Mk. und Diplom). 2. Preis: Frohsinn-Ober- ffertiggestellt wurde. Mancher Bewohner Dllddas hat heute lahnstein, 196 P. (100 All. und Diplom), 3 Preis' [mit mehr Aufmerksamkeit das alte Bauwerk betrachtet, über Liedertafel-Lollar, 193 P. (ein Trinkhorn), 4 Preis' !das die Truppen der Heerführer des 30jährigen und manch Arion-Kassel, 190 P. (ein silb. Humpen), 5. Preis: Concordia- sinderen Krieges gezogen sind. — Gestern abend hatten ivir Windecken, 188 P. (eine Bowle), 6. Preis: Männerqesanq- eme Reihe von schweren Wettern mit schwerem Regen, verein Mendorf a. Lda., 186 P. (eine Weinkanne), 7. Preis: dem auch zeitweise Hagel beigemischt war. — Gestern nahm Gesangverein Kirchhain, 179 P. (ein Bild). 1. Ehrenpreis: eine größere Anzahl Offiziere verschiedener Regimenter mit- Cronberger Männergesangverein, 123 P. (ein Pokal), 2. Ehren- Mannschaften hier Ouartier, sie waren auf einer General-preis: Frohsinn - Oberlahnstein, 119 P. (Ehren'diplom). mab§relj e begriffen. . . Klasse V. 1. Preis: Sängerquartett Hanau, 192 P. (150 Mk. , 8e. a b Ahausen, 6. Juli. Die behördliche Ab- und Diplom), 2. Preis: Silbersdorf'sches Quartett-Mainz, 184 P. (75 Mk. und Diplom), 3. Preis: Orpheus-Wetter, 116 P. (ein Bild). Ehrenpreis: Sängerquartett Hanau, 116 P. (ein Bild). Das Fest dauert bis Montag abend. ll Kirchhain, 6. Juli. Im großen Saal des Bahnhofshotels hielt heute der O b st b a u v e r e i n für den Reg.- Bez. Kussel unter dem Vorsitz des Oekonomierats Gerland- ftüssel seine 9. Wa n der v e rsa m m lu n g ab. Nach kurzen Begrußungsworten seitens des letzteren machte Garten- rnspektor Huber-Oberzwehren einige Mitteilungen über den Zweck und Nutzen dieser Wanderversaminlungen, die hauptsäKllch, belehrender: Vorträgen dienen. Bürgermeister Krofdorfer Ltraste 12 [1716] lepbon 187 tum Dreschen Futterschneid. Schroten etc, etc. zum Holzschneid. Buttern, Wasserpumpen etc, etc. Sehr grosse Anzahl i. Betrieb! Glänzde. Zeugnisse a.d.Praxis! Motorenfabrik Oberursel 1-G. 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Juli 1907, vormittags II.3/4 Uhr das Hontursver- fahren eröffnet. Der Rechtsanwalt Kaufmann zu Gießen wird zum Konkursverwalter ernannt. Konkurssorderungen smd bis zunr 25. Juli 1907 bei dem Gerichte anzumelden. Es wird zur Beschlußfassung über die Beibehaltung deS ernannten oder die Wahl eines anderen Verwalters, sowie über die Bestellung eines Gläubigerausschusses und eintretenden Falls über die in § 132 der Konkursordnung bezeichneten Gegenstände und zur Prüfung1 der angemeldeten Forderungen auf Dienstag, d. 6. August 1907, vormittags 9 Uhu vor dem' unterzeichneten Gerichte, Zimmer 18, Termin an beraumt. [B8/; Allen Personen, welche eine zur Konkursmasse gehörige Sache in Besitz haben oder zur Konkursmasse etwas schuldig sind, wird aufgegeben, nichts an den Gemeinschuldner zu verabfolgen oder zu leisten, auch die Verpflichtung auferlegt, von dem Besitze der Sache und üon den Forderungen, für welche sie aus der Sache abgesonderte Befriedigung in Aü- spnich nehmen, dem Konkursverwalter bis zum 25. Juli 1907 Anzeige zu machen. Gießen, den 6. Juli 1907. Großh. Amtsgericht Gießen. Eise Hellwig geborene Adoiph wovon wir teilnehmendenVerwandten,Freunden undBekanntenhierdurch Mitteilung machen. Spezialität: Rudolph-Patent-Päamnos mit bis jetzt unerreicht guter Stimmhaltung 10-20jährige Garantie - Freie Lieferung ßv. Monatsraten von 5—20 Mk. Höchster Barrabatt - illustrierte Kataloge gratis . Gespielte Pianos zu allen Preisen . Pianos zu vermieten Flslge! Pianinos Bettfevern - Reinigung. Die Federn werden gewaschen, getrocknet und desinfiziert. •BB" Aonkurrenzlos am Platze. 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Anzeiger auf Kosten des Angeklagten öffentlich bekannt zu machen. Die Richtigkeit der Abschrift der Urteilssormel wird beglaubigt und die Vollstreckbarkeit des Urteils bescheinigt. Gießen, den 29. Juni 1907. (L. 8.) gez. Dosch, Gertchtsschreiber Großh. Amtsgerichts. Für dis Abschrift: Müller, Rechsanwalt. Jtarmorioms l .......- Haupt-Vertretung von ßechstein Klavierspielapparate: »Kräftigungsmittel wie Ferromanganin, Ferrocarnin, Hae- marogen, Scotts Emulsion,Somatose, Sanatogcn usw. Laufen Sie stets Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: F. &?e8!wärs Pfarrer. Danksagung. Allen Denen, die uns bei den: plötzlichen Ableben unserer Tochter Etä a r i © tröstend zur Seite standen, soivie für die zahlreichen Blumenspenden sagen wir unseren herzlichsten Dank. Martin Ohr und Frau. ßr- Sm Garantiert neue MK „Holländer" 3 Stück 25 Pfg. neue Kartoffeln 10 Pfund 90 Pfg. [4514. L. 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