Nr. 7 trl^dnl K-Nch mit «»«nähme bcfl Sonntag*. Die ..Otetzener LamtlienbiStter" werden dem .Anzeiger^ viermal wöchentlich beigelegt, das '.Kreliblott für den Kreis Lietzen" zweimal wöchentlich. Ter „hessische Landwirt" erscheint monatlich einmal. Rotationsdruck und Verlag"der Brühl'sch« UniversttLt» - Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition und Truckerei: Sckiul- straße 7. Expedition und Verlag: e=t@ 51. Redaktion: HL. Tel.-Adro AnzcigerGießen. Zweites Blatt 157. Jahrgang Mittwoch 9. Januar 1^07 Giehener Anzeiger General-Anzeiger für Oberheftm Acruöu.gs neueste KolontuLrede. Berlin, 8. Januar. Leute abend fand aus Veranlassung der Freien Vereinigung don Gelehrten und Künstlern zur Besprechung von Kolo- nialsragen eine Versammlung statt, die unter anderem auch von vielen natwnalliberalen Abgeordneten besucht war. Sic wurde von Professor Schmal ler erössnet, der in seiner Eröffnungsrede betonte, daß es nötig sei, die drei Millionen wahlfähiger Manner, die nicht an den Wahlen tcilnahmen, zu veranlassen, daß sie ihre Pflicht gegenüber dem Vaterlande tun. hierauf hielt Kolonialdireklor Dernburg, von stürmischem Beifall begrüßt, eine längere Rede. Ec betonte zunächst, daß die Frage der deutfclzen Kolonien ganz unabhängig fei von der Stellung die man int deutschen politischen Leben als Partei- Politiker einnimmt. Es handele sich vielmehr für die deutsche Nation im gegenwärtigen Augenblick um die Frage: suhlt sich die Ration innerlich kräftig und stolz genug, eine einmal begonnene Kulturausgabe nicht anszugcben, fühlt sie sich reich genug, weitere Ausgaben zu machen, die nicht unmittelbar rentieren, »der will sie sich in Kleinmut, unter allerhand Aengstttchkeikcn und aeüeckr durch den Dampf, den die Kanoniere der Kolonialskcuroalc erzeugen, -urüct-iehen? Die allgemeine Aufgabe jeber Kolonim- tolint formulierte Dernburg sodann durch folgende Lhefe: Stolcm fation, ganz gleichgültig, ob es sich um Plantagenkolonien obrr um Ansiedeliingskolomeii handelt, heißt die Nutzbarmachung bes Bodens, seiner Schätze, der Flora, der Fauna und vor allem der Menschen zugunsten der Dirtscl-aft der kolonisierenden Ncttüm und diese ist dafür zu der Gegengabe ihrer höheren Kultur, ihrer sittlichen Begriffe, ihrer besseren Methoden verpsllchtet. — Der Kolonialdirektvr führte dann im einzelnen aus, roie die An- Wendung dieses Latzes oaS Bild des in Kolonisation genommenen Lam>e- von Grund auf ändert. Dies gilt zunächst von der Fauna und Flora der Kolonie, vor allem aber von ihrer Bevölkerung. Tauscntx von Jahren haben jene Eingeborenen gelebt vom Krieg und d« Sklaoenzagd, von Jagd und vom Tiersang, von bei oklaparorischen Gewinnung wilder Früchte, in den wenigsten Lütten von sehr mühelos wamsenden Pslanzenkulturen. Nun verlangen gewisse deutsche Kolomsatoren, daß innerhalb 30 Jahren oder einem ähnliä-en Zeitraum nun diese Menschen alle um» gewandelt werden, zivilisiert und produktiv werden nach europäischer Methode, handel treiben und konsumkrästig werden sollen. iI3mn man mit gewalttätiger Land eingreift in uralte LebenSge- wohnheiten, FamUienrechte, wenn man in aller Ehrlichkeit und mit allem Wohlwollen zu Felde zieht gegen den Aberglauben, Wenn man Rechtsbegriffe aufpsropst, wo daS entsprechende Rechts» empsinden fehlt, wenn mau deutsch verwaltet mit der Pünktlich» [tut dcS hohen RechnungShofs in Pots, a n, wenn man die Neger, deren Leistungsfähigkeit in den Tropen .13 durch die llngewohn» heit zur Arbeit, teils durch daS furchtbare Klima eine beschränkte ist, zu stark anspannt, und wenn man, — ich sage das mit aller Urberlegung — über manche üblen und grausamen Gewohnheiten nicht unter Umständen wegsehen kann, so kommt man natürlich in den Zustand des beständigen Konfliktes, Hier hilft nut langsame, verständige, überlegte Tätigkeit besonders befähigter und vorgebildeter Leute, deren Be» wegungssähigkeit nicht zu stark eingeschränkt werden darf. Nicht ji viel Vorschriften, keine Bureaukratie, sondern Männer mit gesundem Mensä>enverstand, freier Anschauung, die nicht zu viele Liele zugleich im Auge haben und den Druck der neuen Regierung nur da auSüben, wo es eben zur Erfüllung jener beschränkten Aufgaben absolut notwendig ist. Der Redner wies dann auf den Gegensatz zwischen früherer und heutiger Kolonisation hin, den er bann erblickt, daß man früher mit Zerstörungsmitteln kolonisiert habe, während man heule mit Erhaltungsmittcln kolonisieren könne. Als eine der wichtigsten hülfswissenschaften des Kolonisators bezeiäjnete der Kolonialdirektor die Technik. Von dem Bohrtechniker und dem Windmotor könnten wir mit Sickjerheit erwarten, daß sie das südwestafrikan. Schutzgebiet in denselben blühenden Zustand versetzen werden, in dem sich zurzeit die englische Staylolonic befindet. Dernburg kam dann auf die finanzielle Bedeutung unserer Kolonien zu sprechen. Er schätzt, daß wir in den letzten 22 Jahren jährlich durchschnittlich 30 Millionen für die Kolonien ausgegeben haben, und hält dem entgegen, daß sich daS deutsche Kapitalvermögen im gleichen Zeitraum um mindestens i 30 Milliarden vermehrt habe. Durch eine Reihe weiterer Zahlen- ' aufstellnngen suchte er das finanzielle Ergebnis unserer Kolonial- | Politik möglichst günstig zu zeichnen. Der letzte Teil des Dern- Sburgschen Vortrags befaßte sich speziell mit Südwestafrika, über dessen Entwickelungsmöglichkeiten er sehr optimistisch urteilt. Er ' beruft sich cuf das Urteil des Professors Hahn, der nach Bereisung der deulfchen Kolonie erklärt habe, große Teile dieser Kolonie seien nach allen Richtungen so gut und aussichtsreich Wie | die Kapkolonie. Dernburg schloß damit, cs sei notwendig, daß im £ gegenwärtigen Moment verständige Leute aufklärend und erlcuch- icnd wirken, und nicht nur selbst die Ueberzeugung von dem sittliclzcn und wirtschaftlichen Wert unserer kolonialen Arbeit gewinnen, sondern sie auch der neuen Generation mitteilen, damit Deutschland des Nutzens eines blühenden Kolonialbesitzes nicht verlustig gehe. Man möge helfen, die Kräfte zu lösen, die bereit leien, sich in den Dienst einer großen nationalen Aufgabe zu stellen. Die Rede wurde vielfach von Beifall unterbrochen. Hierauf ergriff Professor &an5 Delbrück das Wort; er wies auf die Zersplitterung der Parteien hin, die viele veranlasse, sich dem politischen Leben femzuhalten. Es sei nötig, das Volk über seine nationalen Aufgaben aufzuklären, denn seine nationale Aufgabe fei seine Ehre. Professor Dietrich Schäfer wies auf die Weltlage hin, die Kolonialpolilik bedinge, damit wir nicht von anderen Völkern überflügelt werden. Auch der deutschen Nation gebühre ein Teil an der Erde. Profesfor Max Schilling erörterte in längeren Ausführungen die wirtsckjaftliche Entwickelung und die Erwerbsfähigkeit der Kolonien und fordert zum Zusammenstehen nach außen hin au und zum Rillen zur Mackxt. Schilling führte aus, die Einführung eines unauljängigcn Kolonialamtes sei wünschenswert. Professor Brunner sprach die Hoffnung aus, daß Südwest- afrita ein Grundpfeiler der deutschen Kolonialmacht werbe. An und für sich würben die großen Schwierigkeiten, wie sie häufig in Deutschland sind, noch durch die Zersplitterung der Parteien • vermehrt. Es sei ein Gefühl der Erleichterung gewesen, als der Reichstag aufgelöst wurde. Wir wissen jetzt, was wir in nationalen Fragen oom Zentrum zu erwarten hatten. Tie Wahlparole müsse sein: .Erst das Volk, dann die Partei. (Großer Beifalls —■■■nm.« Professor Iastrow erklärte, daß'mit der Bewilligung der geforderten Summe die Sache nicht erledigt sei, sondern daß es auf jeden Fall einen Kampf gegen das Zentrum gebe. Redner griff aufs heftigste das Zentrum als antinationale Partei an. . Professor Albrecht Penck besprach die koloniale yragc als eine naturwissenschaftliche. . Profcffor Tr. Kahl Weist daraus hin, daß die Aullösung des Reichstages und das Budgetrccht nichts miteinander zu tun haben und daß die Wahlparole „Sujutz des Buvgelrechres' eine Fälschung sei. xie Versammlung nahm looann einstimmig eine Resolution an, in der es heißt: In der Erwägung, daß em großes Kolonialvolk, wie ba-3 beutjajc, an der kolonial- und Wettpolltik leünehmen muß, daß durch die späte Bildung des Deutschen Reiches als Nationalstaat das Volk erst in allerjüngsler Zeit an diese Aufgabe heran» getreten ist und infvlgedefsen weiteren Kreisen bn uns au> erlegte Pllicht noch oum Bewußtsein gekommen ist und Leutschlu.id eines Reichstages bedarf, der mit Entschlossenheit, die dus Bewußticin eines l)vhen Zieles gibt, verlangt, an Oitic fragen heranzutteten, beschließt d.c SBcr.ammluiig: eine Kommission einzusetzcn mit dem Austrage, ohne cm Mittelbares Eingreifen in das Paiteigetriebe das Verständnis jur Kolonial- und Weltpolitik in den Kreilen der Wählerschaft zu erweitern und zu vertiefen. Durch allgemeinen Zuruf Würbe Professor Kahl in die Kommission gewählt.__________ ________ Das Jubiläum dcS Kardinals Tr. v. Kopp. Breslau, 8. Jan. AuS Anlaß dcs 25 jährigen B i j a>o , s j u b i l ä u m s des Kordinal-Furstbisckjoss Dr. v. Kopp fand heute vormittag Fefi- goltcsdienst im Tom statt. Um 9 llhc begann das vockjaml im £uin. Dem Kardinal Kopp gegenüber auf einem besonderen Thron saß dec Kardiiialerzbischos von Köln, Dr. Fischer. Aus der Epistelscite die Bijchche. Bo/ der erslen Bank außerhalb d^S Chores waren vier Celiel ausgestellt für ben Vertreter des Kaisers, Kultusminister Dr. v. S tubt, für ben Verrreter der Österreichschen Regierung, Landcspräfident £>eiiwlb, für den Oberprasidenieil Grajen v. Zedlitz-Trutzschler, und für den tommanb. general v. Woyrslü. Nach Beendigung des Hochamtes hielt Kardinal Svpp eine Ansprache. , Um iVi Uhr begann die Grcrtulattonseuur im furitbiid-öflicjen Pvar der freisinnige Berliner Sladlülteste Kämpf. Ter sozialdemokratische Kandidat sür Leipzig- Stadt, Kaufmann Juluis Motteier, hat auf seine Kandidatur verzichtet. An seiner Stelle soll der Stadtverocdn. Hcinr. Lange als Kandidat aufgestellt werden. Eine am 8. ds. Mts. in Leipzig abgehaltene Wähleroersammlung der bürgerlichen Parteien wurde, wie daS ,L. meldet, von den Soztaldemokraten durch Tumulte gesprengt. In dem alten Wahlkreise Windthorst, Linaen-Ventheim- M epp en, ist vont ReichLverein der stellvertretende Kolonial- dlreltor Dernburg als Kandidat aufgestellt worden. Gegenüber den Beinerkungen der »Kreuzztg.^ über die Aufnahme des Sylvesterbriefes beS Reichskanzler- schreibt bic ,Nordd. AÜg. 3tg.': Eoroeit die Beobachtungen ber ,Kreuzztg/ richtig sind, enthalten sie eut uiiflünftiges Zeugnis, nicht sowohl für den Bries Bülow, als lür den alten beut|d)en Purleigelst, gegen ben er ge- rid)iet war. Tas Zen trum, gegen das der Brief wegen jeiiteS im Bunde mit der Sozialdemokratie beroiefcncn FraklionvegoismuS zur Emigung aller nationaleii Elemente mahnt, tft g e | d) m e t d) e 11, weil der Brief seine frühere fUluarbeit an den wichtigen Reichs- gesehen nicht verschweigt. Tie Freisinntgen, auf bereu wad)sendes Berstäudms für große nationale Fragen ber Reichskanzler hofft, sind umgekehrt beleidigt, weil der Brief and) von ihrem früheren Doktrinarismus spricht. Tie K o n j er v a t i v e n iollen gekränkt sein, weil neben der Anerkennung ihrer bc- währten nationalen Haltung der Bries unbedingt den notwendigen -chntz der Landivlrtidiait unb seine Sicherung in den Pandels» vertragen ertvähnl. Terartige Empsitidsamkeil id)citU uns zn beweisen, wie ivahr das Wort von „der dcutjchen Eigenart"' und dem „deiitschen Sd)tdjal" in dem Sllvesterbrieie ist, daß wir unsere Stelliing lieber nach den allgemeinen Gesühlen und Gegriffen, als nad) ben nationalen Gesichtspunkten und realen Interessen nehmen, hoffentlich wird das geiuube und unabhängige, vor allem aus die obcritcn Rclchsinleresien blickende Urteil, an welches der Reichskanzler appellierte, durch [old)e Sd)wächeii des FraktionS-Partei- geines sich nicht beirren lassen. ... .. _ ~ "-----_ —-- Deutsches Neich. Berlin, 8. Jan. Heule hörte der Kaiser die Vorträge des Chefs des Vliltlärkabinetts, deS Chefs des AdmiralslabeS unb des Chefs des Riarmekabinetts. Um 1 Uhr nahm der Kaiser an einer FruhstückStasel beim Offizierkorps des Kaiser Alcxander-Garde-Grenadier-Regitncnts 9ir. 1 teil. — Der ,Freis. Ztg." zufolge sind die Geh. LegationS- räte v. König und Rose zur Disposition gestellt worden. — Auf Beschluß des hiesigen Landgerichts I. ist auch das gegen den Bureauvorsteher W i 11 uba wegen angeblicher Auslieferung amtlicher Schriftstücke eingclcitet gewesene Strafverfahren eingestellt worden. Oldenburg, 8. Jan. In Landtagskreisen verlautet, der Großherzog habe em kaiserliches Versprechen erhalten, daß cm Kanal von der Unterweser über Clbcnburg* Törpen nach dem Torlmund-Eins-Kanal gebaut werben solle. 2io£oniaiyo#t» Paris, 9. Jan. Dem ,Temp§" zu'olge wird sich Minister Pichon veranlaßt sehen, rn Berlin zu ersuchen, daß dem deutschen Kotnmissar tu Garana m Home tun ausgetragen werde, daS über 5000 Seelen zählende, angeblich drei Kilometer südlich vom 10. ParaUellretS liegende, von dem intelligenten Stamme der Peuhl-Regcr bewohnte Tors Binder den Franzosen zu Überla ssen. Tie deutsch- französische Grenzkomimssion soll nämlich erkannt haben, daß das Dorf Binder und Umgebung, bad für die Verpflegung des französischen Tschadsee-Gebtctes sehr wickztig m, bisher nur infolge ungenauer geographischer Bestimmung als deutsches Gebiet bewertet wurde. Es wird hinztigefiigr, daß der dculsche Kommissar sich auf den bestimmten Befehl berufen habe, den Posten nicht zu verlassen. , padamentarif^c»« Berlin, 9. Jan. Tie p o Ini f che La n d ta gsf raktion ist arn Dienstag zu ihrer er ie» Plenarsitzung zufatnmenge- ireten. Der Vorsitz ist wieder dem hochbcia.'.ien'Abgeorünelen Szum an übertragen worden. Es ist der Schulstreik erörtert und dabei der Standpunkt eingenommen worden, uncr- ichütterlich auf dem eingeschiagenen Wege weiter zu gehen. L)eee und Lsotte. — Am 11. Januar begeht der Vnneiül der Kavallerie z. 2. unb Gcncraladjutant des Kaisers, Sibolf vo.i B lll otr, der seit seiner Verabschiedung in Potsdam lebt, die Seiet seines 7 0. Geburtstages. 1890 war er Generalleutnant der 25. Division in Darmstadt und erhielt 1896 das Kommando des 14. Armeekorps in Koblenz. Bülow ist ein Vetter des R e i ch s k a nzlers.______________________ —politiidK Tagesschau. Englands Ftottentaktlk. Die Verringerung des englischen aktiven Flottenbestandes um 25 v. H. wird angekündigt. Es tonnte den Anschein erwecken, als handle es sich hier um eine Art Abrüstung, die im Gegensatz steht zu dem Bestreben Deutschlands, seine Flotte auszubaiien. In Wirklichkeit ist England in der Lage, feinen JndienststeUungSplan zu beschränken, nachdem es nut der am 1. Januar ins Leben getretenen Organisation der Heuuatflolle den weitaus größten und an Gefechtswert bedeiltendsten Teil seines gesamten Kclegsschlffsmaterials in den europ. Gewässern zusammengezogen hat. Die Schlagfertigkeit der euglycheu Marine wird durch die Ueberfüljrimg des vierten Teiles der heimischen Geschwader zur Flollenreserve in (einer Weise beeinträchtigt, ioie denn durch ununterbrochenen Eisatzbau für die Einreihung moderner Schiffe anstelle veralteter Typen gesorgt wird. Es kann also aus der Berrmgeruiig öei aktiven Geschwader Englands fein Grnnd abgeleitet werden zu dec Forderung, Deutschland solle ähnliche Schritte tun. Thronwechiel in Persien. Wir erhielten foigenbe Brahma auiust: Teheran, 8. ^un. Der Tod oes Schahs trat um 5 Ui/r nachmsitags ein. Ter Thron,o.ger weilte mit den Ministern am Sterbelager. Die Vertreter der Mächte wurden am Abend Dun dem Tode bcnan-cichtigt. Der persische Thronwechsel w.rd sich sicherlich ohne Störung vollziehen. Tie Herrschaft gehi üu-.r aus Muzzuffer-ed-Dins ältesten Sohn Muhammed Ali Mirza, dec u.u 21. Juni 1872 geboren wurde. Mohammed Asi M.rza ist während der Regierung seines Vaters wenig exroorgerreleu. Europäische Lehe r unterrichteten ihn in den Sprüchen und ic bet,e.richt Lao Russische und das Französische zien.uch geläufig. Mit der Lil - ratur seines Vater^ndes h^t er sich eingehend beschäftigt u iein etwas ichwerblüt.gcs, luJjt besonders energisches Wesen; bou) sagt man ihm gewisse liberale Neigungen nach. Thronfolger wird sein elftähriger So-/n jyunein Ali Mirza. AusLan-. Haag, 8. Ian. Tie mederläudische Gruppe der interparlamentarischen Vereinigung erhielt vom deutschen Reichskanzler Fürsten Bülow die Mitteilung, daß er entschlosst., sei, alle auf die Verbrüderung der Völker gerichteten Bemühungen zu unterstützen, und daß die Teilnehmer an der nächsten in Berlin stattfindend en Konferenz auf einen warmen Empfang seitens der deutschen Behörden rechnen dürfen. Paris, 8. Jan. Auf der deutschen Botschaft fand heute ein Frühstück statt, an welchem u. a. teilnahmen: der französische Minister des Aeußern, Pichon, und der japanische Botschaster in Paris, Kurino. — Der Alterspräsident der Deputiertenkammer, Louis Paffy (Konservativ), erhob in seiner heutigen Eröffnungsrede in sehr lebhaftem Tone Einspruch gegen bte Abschaffung der Randumschrift aus den französischen Münzen: „Dien protöge la france“. Madrid, 8. Jan. Gestern wrirde zu Ehren des bayer. Prinzen Ludwig Ferdinand, der zum Ehren- chirurgen der spanischen Armee ernannt worden ist, ein Festmahl veranstaltet. Warschau, 8. Jan. In der Jerusalemer Allee haben Unbekannte zwei Detektivs erschossen. Eine hlnzu- kommende Patrouille gab auf die Täter mehrere Schüsse ab, durch welche ein Passant schwer verwundet wtirde. Wien, 8. Jan. Ter niederösterreichische Landtag nahm heute einen Dringlichkeitsantrag an, in dem die Negierung aufgefordert wird, unverzüglich einen Gesetzentwurf betreffend I bie Einführung der allgemeinen Volksversicherung aus- ' zuarbeiten und dem neugewühlten Abgeordnetenhause zur Beschlußfaffung zu unterbreiten. Hierauf wurde der Landtag geschlossen. Rew-Pork, 8. Jan. Große Sensation erregt ein Leitartikel des „Sun6, der ein Bündnis mit Deutschland als Gegengewicht gegen die englisch-japanische Allianz erörtert. Infolge der langjährigen Aufmerksamkeiten des deutschen Kaisers gegenüber der Union bestünden die besten Beziehungen zwischen beiden Ländern. Der Kaiser soll jedoch nach dem Sunprojekte erklären, daß er keinen Versuch Englands und Japans dulden wolle, das Sternenbanner vom Ozean zu vertreiben. Deutschland würde durch ein Bündnis mit Ainerika starke finanzielle Unterstützung finden. Solange die jetzige britische Regierung am Ruder sei, wäre ja allerdings eine anglo-japanische Aggression nicht zu befürchten. Aus StcrSt nn- Land. Gießen, den 9. Januar 1907. ** Personalien bei der Militärverwaltung. Der Garnisonsverwaltungsinspektor R ö s i n g e r ist von Gießen nach Perleberg, der Garnisonsverwaltungsinspektor Freiherr von Eberstem ist vom Truppenübungsplatz Bitsch nach Gießen versetzt worden. ** Vom Großh. Hofe. Auf allerhöchsten Befehl wurde am Dienstag abend im Großh. Hostheater das Lustspiel „Husarensieber" von Kabelburg unb Skowronnek gegeben, zu dem jrüber Großherzog mit einer Anzahl geladener Gäste, darunter der Prinzessin Dorothea zu Solms-Lich eingefunben hatten. — Zu bem am heutigen Mittwoch statlsindenden H o s b a l l werben außer dem Großh. Paare unb ber Prinzessin zu Solms-Lich tcilnehmen: Prinz unb Prinzessin Wilhelm von Sachsen-Weimar, Prinz Ernst von- Sachsen-Weimar, Landgraf und Lanbgräjin Ehtodwig von Hessen, Prinz unb Prinzessin Friedrich Karl von Hessen, Prinz und Prinzessin Leopotb zu Jsenburg-Birslein, Graf Ernst zu Solms-Laubach, bic hier ansässigen Diplomaten, sowie bie Spitzen der Zivil- unb Militärbehörben. •• Ordensverleih ringen. S. K. H. der Großherzog haben AUergnädigst geruht, zum "1. Januar dem Beigeordneten Jonas Weber III. in Offenbach (bei seinem Ausscheiden aus dem Amt) das Rittertreuz zweiter Klasse und dem Schlachthofoerwaller r. P., Ohly in Darmstadt, das Silberne Kreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen zu verleihen. •• Die HerbstÜbungen deZ 18. Armeekorps sollen, wie es heißt, m diesem Jahre in den Kreisen Friedberg, Büdingen, Offenbach und in dem vom Manöver 1904 nicht berührten Teile der Kreise Gießen (Gegend von Hungen) und Schotten (Gegend von Gederii) stattfinden. ** Zn seiner Komödie „Kollege Crampton", die am Dienstag im Gießener Theater zur Augührung gelangte, hat Gerhart Hauptmann nach fernen eigenen Angaven gelegentlich einer Vorstellung von Däulieres „Der Geizige" die Anregung empfangen. Der Dichter schrieb im Herost 1891 in seiner schlesischen Hesinat in wenigen Woo-en b;C fünfaktige Komödie vom „Slviltuc.i Erampton". toaä al8 ’ßttotii iche bienen kann, hic^ je be8 Lehrerjlandes ü Mittel. Wenn ein jolia roie in bei schon mehijcut eiget" in seiner Nummer lessische Regierung, nicht : bas gute Beispiel, bd r Lehrerbesoldung jüngi iillung jinben tonnen'? igen Monaten in Bat« Lehrerschaft und taj geioaltigen Schritt tot- )em Linweis aus Bader Hs Zähren den deutscha e, bie wohl von aller Reiche antdmt twri t, bet in fy\\m scho die eine ober bie anbei ijt, al8 bei uns. Tast i anbetet Länder lebk mmcr zu 3 Monat Ferdinand Schott Weinhandlung und Wcinstub n Bahnhofstrasse Ecke Woikengasse 27, Telephon 330. Gesalzenes Schweinefleisch 40Pfg. Frisches „30 „ Airchleche Nachrichten. Lvaugelische Gemeinde. Donnerstag, den 10. Januar, abends 8 Uhr, im MaikuS- saal, Kirchslraffe 9, Bibelslund c. (1. Tinwth.-Bries Kap. 6.) Pfarrer Schwabe. Freitag, den II. Januar, abends 5' , Uhr, im LulaSsaal: Vereinigung der konfirnuerlen iveiblichcn Jugend der Lukas- gerneindc. MclsabiMlMr »ild Allshlllnigsgeschlist Uaplanrgasse 18 Lieferung durch eigenes zuhrwerl. 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Schwanen. »Sfc- angen ff- h.r. der Stral Ter Star Eingesandt. (Für Form und Inhalt auct ..ncr i...... JhiCrif stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publitum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Wies eck. Tie von tocrrn Bürger..reister Sommcrlad unterzeichnete Erwiderung au, meinen letzten Artikel im Gießener Anzeiger, in der behauptet wird, dag verschiedene, ihm wohlbekannte Sorten mir als tieljiilicit gedient hätten, must ich entschieden zurüüweisen, und gleich',eil.g Bürgermeister Sommerlad bitten, seinen Lehütfen beiicre Jnstrultionen zu erteilen, buimi 50 komplette Herren-, Speise-, wohn- und Schlafzimmer, Salons, moderne Mchen- einrichtungen, Büffets, Vertikows, Salon-, Spiegel-, Bücher- und Aleider- schränke, Trumeaux und Spiegel. Tische, und Stühle, Schreibtische, waschkomsden und Nachtschränke. Selbstverftrtigte kompl. Betten, Sofas, Divans und Wsch- Garnituren. Linoleum, Teppiche u. Läuft?. 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Ter Bürzervereiu hat nun endlich Best?.'io uni seine Eingabe, und einem jeden Bürger sei es zur Krmuuis gebracht, dall man zum Erlangen einer ministeriellen Genehmig.ing volle - v Jahre zu warten Hit. Auch.wirst mir der öerr Bür n.meister vor, ia> hätte mehr alS der Völite der Sitzungen nicht 1 .igewohnt. Es haben nach meiner vberUäch- licheu Zählung im Protokoilbuch im letzten Jahr 14 Sitzungen wirklich statttzejunden, wovon 11 mit meiner Unterschrift versehen find. Einige Sitzungen sielen aus, weil sie in eine Jahreo- und Tageszeit u.ncgt waren, ivo es keinem der Mitglieder möglich war, ohne Schaden zu nehmen,^ ih-ien beizuwohnen, worüber auch der S?crr Bürgermeister die Säumigen zur Anzeige brachte, jedoch l)„tie Erosth. .'a '.jamt mehr Einsicht als der Sjerr Bürgermeister unb bedachte sie mit keiner --träfe. Ferner gibt verr Bürgermeister noch an, das; zwischen den von mir erwähnten Ge lündcankauf nur einige Tage ücrftridxn seien vom Ankauf des Geländes bis zum Beichlust, dast das Projekt unterbleiben solle. Dicrzu kann ich bestimmt sagen, dast wir das Gelände im Früh jahr au kauften und über den Befchlust, das Proielt fallen zu lassen, wurde erst im November verhandelt, und zwar aus dem Grunde, weit es einigen Eigentümern mit den staufnotuln zu lange dauerte und sie deshalb ihr Gelände anderweitig verlaust i- ttcn. Ium Schlüsse lehnt es rwch der Herr Bürgermeister ab, meiner wohlgemeinten Einladung, den Versammlungen des chst.rgervcreins beizuwohnen, ev bleibt also nichts anderes Übrig, alo die ^knamnilnngen wie seither auu) ohne den Herrn Burgerin.ister abzuhatten. Somit erachte auch ich ditse Angelegenlxit als ericdigr. erkläre mich aber aus Verlangen bereit, auch ttpiy. etwaige Anfragen der Aeuzeit zu erörtern. Als ^Nachweis des Vorstehenden dient des Protokoitbnch der Gemeinde Wieseck. B e ck e r, Gemeinderat und 1. Voriitzender des Dürgervereins'. «Nachdem beide Tei-e ausreichend zum Wort gekommen sind, müiicn i. ir iveiicrc Veröfientlichunaen in dieser Angelegenlicit in den Inseratenteil verweisen. D. Red.) der CL^ LIEBIG Gtestencr Wcttcrvienst. - Voraussichtliche Witternng für Hessen am Donnerstag, dcn 10. Januar: Meist trüb und neblig. Steine erheblichen Niederschläge. Mild. Schwache westliche Winde. 0169 Fische! Garant, nur lebend frische Wäret Bringe morgen zum billigsten Preise bestimmt auf den Lllarkl Schellfische im Ausschnitt, Pfund 40 Psg. 1-,,. bis öpiündige Pfund 35 Psg. Kabliaa im Ausschnitt, Pfund 35 Psg. 1',. bis --pfundige Pfund 30 Psg. (Schollen Piund 40—50 Pia. Backfische Pfund 20—25 Psg. Fritz Herr, Neustadt 13 3000000000 für reisende HOSPIZ Damen svang. Schwesternüaus, tiieseen, lohanneMtr. 3. ICniitt Ntt- rvitzscnsehttst. — In Berlin iit an dem Grabdenkmal Ludwig Erks aus dem allen Elifabethenlircbhos ans Anlas; des luO. Geburtstages des Wiedererweckers des deutschen Volksliedes die Inschrift erneuert worden. Sie lautet: Ludwig Gif, geb. 6. Jan. 1807 zu Wetzlar, gelt. 25. November 1883 in Berlin.' Ans der Vorderseite des Denkmals sieht man das aus meistem Marmor bestehende lebens volle Medail'.onbild des Vereivigten. L-anvcl nn- Verkehr, Volkswirtdciiaft. 4 °/0 Dar m slädter S t a d t a u l e i h e. Bei der gestern stattgehabten Enbrnisston auf 1, Mill. Mk. 4 n „ bis 1914 unfü d bare Anleihe der Stadt Tarmsmdt wrdnen von 4 Gruppen Offerten abgegeben. Tabet gab es sich, das; sowohl die Gruppe au bereit Spitze die Deutsche Bank steht, und eine zweite Gruppe mit der Nanonalbcmk für Deutschland an der Spitze Offerten abgaben, die qletchlauiend nut 100,71 % normiert waren. Welche der Gruppen den Zuschlag erhält, oder ob die Anleihe vielleicht beiden Gruppen je zur Hallte zugeteilt wirb, ist noch ungewiss. Zwei- S ch a ch t - S y sl e m i m M a 11 b c r fl b a n. Wir haben bereu* kurz über bie Konferenz berichtet, bie Dieser Tage unter dem Vorsitz be5 preustischen Haubelsmmisters slallge unben hat unb in ber über das Zwei-Schacht-Sh'tem beraten würbe. Erwähuenswerl ijt atiS ber Ltonierenz besonders, bau bie Negierung hervorhob, sie «volle nicht warten, bis etwaige Katastrophen |ic zum Handeln zwingen, sondern vorher handeln. Sie t|t ber Ansicht, dast bie Rücksicht ans Sicherheit unb Gesundheit der Arbeiter eine 'Ausnahme von den bergpolizellicheu Vorschriften, wie sie bisher in ber Zulässigkeit bes Eiu-Schacht-Systems tüt bie Kali-Industrie bestand, prinzipiell nicht mehr zulasje, unb dast sich int übrigen letzt ui ber Kali-Industrie nur bas wiederholt, was sich früher un Lieinlohlen- berabau abspielte, wo gleichialls bas Zwei-Schacht-Sysleiu erst nachträglich gegen ähnliche Proteste ber Jiibustrielleu eu,geführt wuibc. Tie Regierung Hal u. a. auch ieslge'tellt, bast in einem mit zwei Schächten arbeitenden sie-kallichen Kalliverk die Temperatur um 4-5 Grad niedriger sei, als in einem benachbarten privaten unter annähernd gleichen Verhältnissen aber mir mit einem Schachte arbeitenden Werke. foenn dieser Nachteil auch schon manchmal unangenehm empfunden worden ist, so hat man sich doch bis jetzt nicht entschliesten können zu der Berechnung nach der definitiven Anstellung über- zugehen Denn die Naclsteile einer ost nicht verschuldeten späteren Anstellung würden sich dann bis zur Erreichung der obersten ®c- halt-'stuse geltend machen, während derjenige, der einige Jahre öot’bem Durchschnittsalter, etwa durch Präsentation, angestellt würde seinen weniger glücklichen Kollegen gegenüber dauernd im Vorsprung bleiben müßte. Für die kommenden Generationen würde die Ungleichheit vielleicht geringer werden. Tenn die vesinitive Anstellung würde naturgemäß lebhafter erstrebt werden, als das in mandjen Fällen jetzt gescheht. Aber unter den bereits festangestellten Lehrern würde durch Einsührung einer anderen Berechnung des Dienstalters sicher eine große Unzufriedenheit entstehen. Es wird siä> deshalb empfehlen, an dem Bestehenden trotz mancher Unbequemlichkeiten, die der Regierung daraus er- wachsen, nichts zu ändern. .. Air hoffen, mit unseren Ausführungen das bestere Verständnis und die richtigere Würdigung ber Vorlagen gefördert zu haben. Möchten weitere Erörterungen der für so viele wichtigen Angelegenheit von dem Geiste ruhiger Besonnenheit und praktischer Klug- heil getragen sein. ___ ___ * K leine Tageschronik In Mülheim a. Nh. erschoß bei einer ©tied.gfeit zwischen einer Anzahl Burschen einer ber Beteiligten einen 24 jäi^gen Arbeiter Dee Filter wurde verhaltet. — Ein bei Ehr, an der Balm strecke Boppard— Eastellaun arbeitender Manu war mit Dvua..iitip^engungcn beschäftigt, als sich Plötzlid) ein Sprci.zschuß früher entiub, als man angenommen haue, und den Manu fd^redlid) zurichtete. — Straßburg (Elsaß) erschoß der 21jährige Sohn der Familie Erstein beim Revolverreinigeu aus Unvorsichtigkeit seine 16 jährige Sd)wcster. — Der Bergmann Josef Hampeis in Birkenfeld (Böhmen) warf i.i einem Ansüile van Wahnsinn seine drei ftinber aus dem Fenster unb ermordete bann kine Frau durch Messerstiche. Außer der Frau wurde «in Kind getötet, die anderen fdjroer verletzt. — In der Peterskirche zu Rom brach plöblid) einer der der Messe zuhörcuden jüngeren Priester in lautes Gelächter aus. Er tanzte u n b j a n g. Er war wahnsinnig geworben und wurde unter großem Zulauf des Volkes ins Spital gebracht. gegenüber der Engel-Apotheke. Tpcisc- und Brcnncrci- Kartoffeln hat große Posten günstig für prompt unb später abzngeben ß. M. Trepte, Arnsdorf Sa. SS9/i n 19 ^Uetzt )fu5h“\Cn* Clter bUtpA x^i. Achtung! Bringe morgen bestimmt auf dem Marktpl. einen Posten allerfeinst, fteelachs niim Berkans. Frischeste Ware! per Pfd. nlme Kops nur 30 Psg. Vochachtend Hugo Tbiclmanil, Schillerstr. 23 Sodener, Emser und Homburger Ps-StlllSKl V aus b. Germania-Drogerie von Karl iäeßbeJ leisten bei Verschleimung, Husten ii. Heiserkeit unschätzbare Dienste. (KokoS-Bntter) das Beste zum Backen n. Braten in Paketen ä 1 Pfund u. */, Pfund lose ausgewogen Pfund 60 Psg. 1 Pfd.-Dose per Tose 60 Psg. Feinster . 1183 Ofoiile™ E-B finnig lose ausgewogen Pfund 65 Psg. Adels LenhM Aachs. Juh. Jakob Dtatcruus _______Telephon 837._______ Prima gewaschene Nußkohlen „ „ Billhrazitkohlen , Nußkokö u Union-BrikcttS empsiehlt [49 I. Happel, .Holzhandlung. st»--- «“fs, genau niiiiil- *. einen Gehalt»! definit" nbeI tier dar- ilechnunS11 nur J Mcüiuuü -inneU' ' W •*r- K a Hein Hemtaf, eSesa 15. Januar ®WACE Die Eröffnung der vormittags 9 Uhr hier einzureichen. Bekanntmachung Gotlhestraße 46, pariere. 11 Liecum. mit Berth. 8*/, Uhr Der Vorstand. Fichten-Derbstangen mit 117,78 Fesüm, Orpheum Schanzenstrasse 18 Schanzenstrasse lb LooS Telephon 66 Bahnliotstrasse 59 Der (öroßh. Krersbaumipektor G o m d e t, Baurat. Angebote findet m Gegenwart etwa erschienener Bewerber statt. Friedberg, den 29. Dezember 1906. Tie Bedingungen, sowie die Ueberficht der Verteilung der einzelnen Lieferungen auf d'.e oerichiedenen Straßenstrecken liegen auf dem Bureau des Unterzeichneten, Haingrabenstr. 21, woselbst auch die Angebotsvordrucke zum SrlbsttostenpceiS zu erhalten find, zur Einfichl offen. Für jeden Straßenmeisterbezirk ist ein besonderes Formular zu verwenden. Die Angeboie |mö versiegelt, postfrei und mit entsprechender Aufschrift versehen bis zum 19. Januar 1907, 3 53,5 im Ausschnitt 25 Pfg. empfehlen tiolhek. IL Möbel des Konferenz- und Lehrerinnenzimmers. die Firma zu zeichiten berechtigt ist. Gießen, den 4. Januar 1907. . Großh. Amtsgericht. Gießen, den 5. Januar 1907. Großh. Amtsgericht. -..ÜA, Großen-Linden, den 8. Januar 1907. Großherzogl. Bürgermeisterei Großen-Linden. Leun. 1825 95 86 11 60 Gebrüder Berdux Bahnhofstraße. Slrbeitsveraebnnq. Die Mobtliarlieferung für den Neubau der höheren Mädchenschule soll Mittwoch, den 23. Januar d. I. vormittags 10 Ubr Spezialität: Lieferung für Gesellschasts-Esfen. — Anerkannt bestreuomuiicrtcs nnd ältestes Geschäft dieser Brauche am Platze, empfiehlt von täglich irischen Zufuhren: Alle eovten Fluss- und See-Fische sowie Kastgeflügel aller Art in anerkannt nurerstklassigerQualltätzu bitligsteii Preisen. Fische werden fachgemäß geputzt und aus Wunsch, wie alle übrigen Waren, frei ins Haus geliehen. 111 In ttonferven führe nur allerbeste Marken. ------- Kaufmännischer Verein. In den Monaten Januar, Februar uub Mürz d. I. findet wöchentllch einem Abend em Birken- » Eichen-Stockholz, Nadel- „ Eichen-Neing, Nadel- „ Rmtr. n Vergebung Von Ttrasp ;rnteri)altuttgs Materialien für das Jahr 1907» Zur Unterhaltung der Kreisilraßen des Kreises Friedberg »ollen die erforderlichen Materialien auf dem Wege des schriftlichen Angebots, wie folgt, vergeben werden: 61,2 „ 2120. Wellen 3910 n yiUUCl3 „ Die Zusanunenkunft ist an der Ecke Laubacher Straße und CdF* Delikatessen-,Fisch- ■ i»e u. Geflugel-Handlung la gr. Schellfisch 'H ff. Backfische per Pflind L7 Pfg. blütenheller Kabliau p=cW. Zo Pfg. SDtefie GruS Sand 956 Kbin. 475 Kbm. Stthmissionshoiz^erkanf. Aus den Freiherrlich von Schenk'schen Forstrevieren Rülfenrod und Sorge soll unter den für die Domanialwaldungen gültigen Bedingungen das nachstehend verzeichnete Holz auf dem Submissionswege verkauft werden. A. Revier Rülfenrod. 220 Fstm. Fichtenbaubolz aus den Distrikten Dicke Dörner, Nemväldchen, Buchwald und Steinberg. Gebote sind nur aus das ganze Camittuin zulässig und werden Gebote nach Ldlassen nicht angenommen. ^um grogen Teil Schnittholz. 35 Film. Eichenstaunnholz aus dein Distrikt Hahnbach (Keüers- wiefel. Zu Grubeicholz, Wagnerhvlz mib teilweise auch Schwellenholz tauglich. 50 Nm. Buchenscheiter I. Klaffe aus dem Distttkt Ranzberg. B. Revier Sorge. 65 Fstm. Kteserngr-ubenholz aus den Dislr. EbringSholz mit) Heinzenberg. ES wird benierkl, daß das Holz mit tiuube gemeffen, und das Lchalei» von der Foritvertnaltuna nicht überiwinrnen wird. Angebote mit der Aufschrift „Subimstwuoholzverkaufi' oerseven, sind nach Ltevieren ßctreimi und portofrei bis symestens den 26. Mannar, Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Großen-Linden für Ri. 1907 liegt vom 10. dS. Akts, an während 8 Tagen zur Einsicht und Ent- gegennahme etwaiger Einwendungen bei unö offen. Zllschneide-Schule. Unterricht im Zuschneiden der Damen- und Kinder« garderove, ioroir im Ei«riaiten, Aus stecken und Garnieren erteilt nach leicht faßlicher Methode, Begum eines Kursus täglich L. W einhardt, ausgeb. Lehrerin, Reisstangen „ 1,41 „ Eichen-Scheicholz, Birken- „ Eichen-Knüppelholz, ftzrrttag, 11. Januar 19U7 sollen die '^uoputzreiser von de« Baumeu an der Frankfurter Straffe u. am Scviffeubergcr LLcg uielstvietend versteigert werden. Zusammenkunft nachmittags 8 Ubr an der Veterinartliuik und nachmittags 4 tthr an der Wtrt- schast *8mn Schiffenbergertatt. Gießen, den 8. Januar 1907. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Sir. #(t nachmittags 6 Uhr bei der unteröeichneten Stelle einzureichen. Die Eröffttung der Angebote findet Pioutag, den 28. Januar, vormittags 11 Uhr in Gegenwart der etwa erschienenen Bieter aus dem Dienstziumrer der unterzeichneten Behörde statt. Die Foritwarte Förster Westrups zu Rülfemod sür das Revier Rülfenrod und Förster Berthold zu Burg-Gemünden für daS Revier Sorge zeigen auf Wunsch das Holz vor. Burg-Gemünden, 7. Januar 1907. Frecherrl. Forswerwalrung. Kull m flnn. melden. Gießen, den 6. Januar 1907. Großherzogliche Bürgermeisterei Gissten y. B: Eurschmann. Holzverfteigerrmg im Gießener Stavtwald. Donnerstag, den 10. Januar 1907, vormittags 9V? Ubr beginnend, werden in den Waldungen der Stadl Gießen im Distrikt Fcruewald versteigert: Hauptstraße. Gießen, den 3. Januar 1907. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. I. B-: Eurschmann. LockilMlirB in KMckgMliphie für Prinzipale und Angestellte statt. Die Teilnahme i|t für unsere Aiitglieder unentgeltlich. Nichtmitglieder zahlen 5 Alk. Beginn des Kursus: Donnerstag, den IO. Januar abends Loos HL Möbel des Zeichensaales. Loos IV. Schränke und Tische rc. des Lehrtnittelraumes. LooS V. Schranke und Tische rc. im Physik» und Samm» Holzverfteigernng. Montag de 14. Januar 1907 werden bei Herrn Wirt Mar Becker-Del.^rShain von vormittags 9 Uhr an auS den Distrikten Kaulhain, Börninger, Berg, Hain, Sohlwalü, Alter Haag, Ochsenstall, Hoherod, Lange Buchen, Wirberger Waldlache, Junge Buchen, Steinweg, Laubamdkovs. Beltershamer Wald, Steinkaute und Grauer Berg der Forstwartei Reinhardshain versteigert: 1 Fichtenstannn V. Äl. = 0,08 Fi.l 15 Fichtenderbstangen 1. Kl. — 0,83 lin, 114 Fichtendcrbstangen 11. Kl. = 2,91 Fm; Scheiter Km: 90 Buche, 37 Eiche (hierunter 5 Rm gut), 1 ‘ lsänulich rund, GO Km je 25 m lang 70 Buche, 4 Hainbuche, 43 Eiche, 3 Erik :«»3 0;äts Men l!ieb,Wtl1 b'-ee. > Dar mi, 5 a« biott ^lser.tz ®»«lp Bruchsteine Kieinschlag 93O Kdm. 8998 Kbm. lungsraum. ____ VT. Schiebetaseln, Abschlüsse und Tische rc. Loos VII. 400 Stühle und einige Hocker. . Zeichnungen, Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen bei uns zur Einsicht offen. Angebote auf Bordruck, der daielost erhältlich, snid bis zum genanten Zeitpunkt an uns einzureichen. Zuschlags frist drei Wochen. Zeichnungen fbruien nicht abgeben werden. Gicffen, den o. Januar 1907. B 7.1. Städtisches Hochbauamt. Gervel._ Bekanntmachung. In das Handelsregister Abt. B wurde eingetragen bezüglich der Firma Buderus'fche Eifenwerke Wetzlar, Zweiguiederlaffung Lollar: Die Prokura des Gustav Wmkelmann ist erloschen und den Kaufleuten Ewald Morhenn, Fritz Grau und Franz Püthe alle zu Wetzlar Gesamtprokura in der Weise erteilt, daß zwei gemeinschaftlich oder jeder allein in Gemeinschaft mit einem stellvertretenden Vorstandsmitglied oder einem anderen Prokuristen Bcrgcbung von löuuarbcitcn. Unter Hinweis auf den Dtinistettalerlaß vom 16. Juni 1893 werden nachstehende bei Erbauung eines Anitsgerichtsgebäudes in Laubach ovrkommende Bauarbeiren zur öffentlichen Berdingung gestellt: Glaserarbett Los I (60 qm Fenster u. s. f.) , LoS II (131 um Feniter u. s. fü Derputzarbett LoS 1 (2400 qm Wand- u. Deckenputz u. s. f.) r, Los II (2080 qm Waich- u. Deckenputz u. f. f.) Jnftallatiousarbeit (Wasserleitung u. Aborranlage) Knuulisation. Die Berdingungsunterlagen sind bei unS während der Dienststunden einzusehen mit Ausnahme Mittwoch, den 10. dis. Mts., wo dieselben von 8 Uhr vormittags bis 3 Uhr nachmittags int Solmier Hoi in Laubach offen liegen. Arbeirsbeschrechungen sind bei uns erhältlich. Termin der vostfrei, verschlossen unb mit entsprechender Aufschrift einzureichenden Angebote ist auf Mittwoch, den diö. 2)ttS., vormittags 11 UOr festgesetzt. äufchlagssttst 3 Wochen. lsfeld, den 8. Januar 1007. Gro'gherzogliches Hochbauaml. gut), 1 Birke 2 Aspe, 247 Kiefer Z), 40 Fichte; Llnüppel Km: 70 Buche, 4 Hainbuche, 43 trtche, 3 irrte, 5 ASpc, 1 Weide, 176 Kiefer, 24 Fichte; Knüppclrrisig Km: 182 Eiche, 12 Fichte (hiervon 6 Rm in ganzer Lange), gewöhnliches Reisig Rm: 357 Buche, 455 Eiche, 2 Erle, 12 Aspe, 22 Weide, 88 Kieier, 2 Lärche, 46 Fichte; Stücke Rm: 24 Buche, 18 Eiche, 70 Kiefer, 3 Lärche, 72 Fichte. Die 'Nmnmerik des zur Bersteigerung koimnenden HolzeS sind blau unterstrichen. Das Stauun- uttd Stangetcholz komull zuerst zum Ausgebot. Grünberg, 5. Januar 1907. Grogherzogliche Oberförsterei Grünberg. B*/i Schober. Tägiech grosse Vareete-Vorstellung mit stcts wechselndem Programm. Sonntags 2 Vorstellungen, nachmittags 4 Uhr, uni abends 8T/2 Uhr. Eintritt ä Person L Platz 60 Pfg., LL Platz 40 Pfg. ES lobet ergebenst ein 84 L/. Wagner. Bekanntmachung. 1. Die Firma Aron Heichelheim zu Gießen ist vom 81. Dezember 1906 ab erloschen. 2. Betr. Firma Julius Nattmann in Gießen: dem Kaufmann Heinrich Nan m Gießen ist Einzelprokura erteilt. 3. Betr. Firma Aktien-Brauerei Gießen: die Prokura des Kaufmanns Karl Hell ist erloschen. 4. Betr. Unionbrauerei, Inhaber Georg Bichler in Gießen: die Prokura des Kaufmanns Karl Hell ist erloschen. Eintrag zum Handelsregister ist erfolgt. EtSdtlslhkr Arbeiisüchivkis KicheZ. Gartenstraße Nr. 2, Zimmer Nr. 2. S» können eiugc,teüt werden: 1 lmidw. Knecht, Schlaffer, 1 Schmied, 1 Schreiner, 1 jüngerer HauSburjche, 1 Fahrbursche, 1 Verkäuferin, 1 siochfrau .vormittags und abends), 2 Laui'rauen. Lehrlinge: 1 Schmied, 3 Schlaffer, 1 Schreiner. Ire suche» tirbcit: B% 1 Schlaffer, 1 Heizer ob. Piaschintst, 2 Schreiner, 1 Strickerin, 1 Putzttau, 1 llaufinann, 1 Hausbur>che, 2 Arbeiter, 2 Lauikrapen, 1 Schretbgehilie. - B -Vc rkauf beginnt a- Bekanntmachung. In Gemäßheit Beschluffes der Stadrverordiienu-Versammlung vom L6. Funi 1879, wonach zur dauernden Erinnerung an die goldene Hochzeft deS Deutschen zlaijeroaares, Seiner Lla-emu des Kaijers Wilhelm 1. unb Ihrer Mafesuu der Kaiserin Augusta, ötm der Siaoi Gieße» eine Lliftuua zu Vunttru bedürittger Ehepaare, welch« bUt U>r goldenes (fbciubilaum erleben, errichtet worden ist, sorderu wfr alle dieienigen, welche im lausenden Jahre ein solches Fest zu begehen haben und Anspruch auf Zuwendung der zu 150 Alk. vemesseneu Stiftungsgabe erheben wollen, auf, sich bet uns zu öffentlich vergeben iverden. Loos I. lUbbel des Direktor-, Vorzimmers und Bib- Loos DaS Ga stirb mittelst Kais'elö von ■ rech unh LP den M.euik ivürdlgleil de fct)r Rolle de» Wi btt Ruliuriw Liuüsanlel. ÄiS 6nfl schloß -alle, fljlüdjit juwiö« w iJlatollo d< iansjft. Lau f Leicas Halle jiötiiapiel nichl itüUie, mit ftei ien'|Min Tanger, ur | Ä" Marotta l ; "lchl mehr nöl flamme find wdfchneidereien 6le allgemeine Frankreich hommfche ^Ottn zu müsse, 1 'Klagen, denn ! ;a5 Üaijcneich ^rn, machen kann seine Lrux ^r'ngsle erreich ^in ^lnlerautzf I ^hmen tznnne, ... Wir smd j »««-»äppelj \ kber Lj'""H" Ma i Z r-: SM । St"Ä;‘| Dcutschcr Iloltenvercin. Mittwoch, den 16. Januar 1907, abends 8'/, Ubr im oberen Saale des Hotels ^Großherzog von Heffen" deS Herrn Kontre-AdmiralS z. D. Rosendahl über: „Das deutsche Kiautschau und feine Bedeutung fitv Deutschlands Stellung in Ost-Asien". Eintritt unentgeltlich. Gäste, auch Damen, willkommen! (D®A WM" M