Die heutige Kummer umfaßt 10 Seiten. ein gemein- Pfg. im CaI6 ranstali 14 a. w s-Z- ÄtZ ankfurterstr. 11. essische le bersberg enmorgen •* Wellblechtunnels. Wir brachten in der ersten Aprilnummer eine vom 1. April datierte Mitteilung aus Oberhesien, wonach auf der Nebenbahn Stockheim-Lauterbach zum Schutz gegen die Schneeverwehungen Well blech Überdachungen emgeführt werden sollten. Ein in einem Ort, der an der Strecke Lauterbach-Stockheim liegt, erscheinendes Lokalblatt ist richtig auf diesen Aprilscherz hereingefallen und teilt — selbstverständlich als Originalnachricht — seinen Lesern ganz ernsthaft mit, daß die Eisenbahnverwaltung beabsichtige, die besonders gefährdeten Stellen durch Wellblech überdachen zu lassen, sodaß die Züge an diesen Stellen durch Tunnels führen. 4- Butzbach, 6. April. Die Ueberführung der ZuchthauSgesangenen von der hiesigen Zellenstrafanstalt nach dem Landeszuchthaus Marienschloß vollzog sich am 2., 3. und 4. d. MtS. mittels des Gefängniswagens von Gießen, der täglich drei Fahrten machte, ohne weiteren Zwischenfall. Gestern nun erfolgte die Ueberführung der Gefangenen von Darmstadt nach der Zellenstrafanstalt. In drei Personenwagen der 4. Klasse kam der Transport nut dem Personenzug um 7,12 Uhr hier an. Ein starkes Gendarmerie- und Militäraufgebot befand sich dabei und die Gendarmen schlossen vor dem Verlassen der Wagen je zwei Gefangene zusammen. Vor dem Fußtransport zu der etwa 500 Nieter entfernt lugenden Strafanstalt wurde vor den Augen der Gefangenen vom Militär scharf geladen. Einige Gebrechliche wurden mit dem GefängnlSwagen die kurze Strecke gefahren. Bei der Einlieferung des Transportes meldete der Führer, daß ein Gefangener namens Jochem kurz vor der Station Friedberg aus dem Zug entwichen und bei dem sofortigen Einhalten des Zuges schon entschwunden gewesen sei. Man glaubt die Spur deS Flüchtlings heute hier in der Stadt gesunden zu haben, zumal auch in nächster Nähe in Nieder iveisel bei dem Wirt »Zur Rose" eingebrochen worden sein soll. a Lauterbach, 7. April. Spurlos verschiounden ist seit Freitag mittag der 76 Jahre alte Auszügler Pl c itner von hier. Am Freitag nachmittag wurde der alle Manu zum letztenmal in der Bahnhofsstraße gesehen und er ist seit dieser Zeit nicht wieder zurückgekehrl. Die Annahme, daß er sich in der Nähe der Stadt em Leid zugefügt habe, oder daß er verunglückt sei, hat sich nicht bestätigt, vielmehr ist festgestellt worden, daß er sich am hiesigen Bahnhofe eine Fahrkarte gelöst und in Bad-Salzschlirf auSgesttegen ist. Er ist dann in der Richtung nach Schlitz weitergegangen. Nach oen obwaltenden Umständen ist anzunehmen, daß P. Selbstmord begangen hat. Z HartmannShain, 6. April. Unsere Station hat jetzt einen annehmbaren Personenverkehr, wozu wohl die Bewohner der benachbarten, preußischen Dörfer Völzberg, Llchenroth rc. zumeist beitragen. Man plant deshalb eine viermalige Automodilpo st Verbindung zwischen hier und Birst ein und man bringt der Angelegenheit großes Interesse entgegen. Hoffentlich kommt das Projekt zur Verwirklichung! ? Herchenhain, 6. April. Heute erhängte sich der hiesige Landwirt David Vierheller in seiner Wohnung. ü Bill in gen, 7. April. Die 12 jährige St. Ziegler bereitete das Essen, wobei sie dem offenen Herd- ■' ,vae. >'eneubtf kotier ,W AaäA Ler Konferenz entsenden. Die Marokko frage wird sowieso ja dazu beitragen, die Festigkeit des Dreibundes wieder auf die Probe zu stellen. Die Besetzung von Udschda durch die Franzosen wird doch wohl Wei> tewigen im Gefolge haben. Wir werden nicht umhin können, B zu sagen, da wir A gesagt haben; man mag das bedauern, aber man wird daran nichts ändern können, daß die Suppe ausgegesten wird, in die wir manchen Brocken hineintaten. — Zwischen der französischen und der deutschen Gesandtschaft in Marokko ist übrigens glücklich ein A b k o m m e n über diedraht - lose Telegraphie erreicht. Vielleicht führt diese befriedigende Abmachung zu weiteren Arrangements und bringt ein vollstän- Sonst machte noch die r u s s i s ch e D u m a von sich reden. Nach vielen zwecklosen Reden begab man sich endlich an die Beratung des Budgets und hier zeigte es sich tote richtig die Werte waren, die vom Ministertisch fielen und in denen den russilchen Volksvertretern das Zeugnis aüsgestellt wurde, daß sie eigentlich noch nicht fähig seien, eine verständige und sachgemäße Beurteilung des Etats vorzunehmcn. Am bemenenöwertesten waren noch die Ausführungen des früheren Ministers Kutter, aber auch sie bewegten sich meljr in den Bahnen einreißender Kritik als aufbauender Schaffensfreudigkeit. In einem Lande, in dem derartige Zustände herrschen, sollte jeder Volksvertreter dafür sorgen, in erster Lutte für Besserung zu wirken und das Volk endlich zur Ruhe kommen zu lassen. Das antisemitische Craait des „Verbandes echt russischer Leute" verlangte die schleunige Auflösung der Duma. Auch Führer der Rechten sprachen in demselben Sinne. Die Auflösung der Duma, hieß es, sei sicher, man müsse sie nur beschleunigen. Die Minister, so wurde u. a. ösfentltch erklärt, seien einer,etts feige, andererseits bestochen. Es heißt, die Rechte beabsichtige die Auflösung der Duma durch Swndalszenen zu provozieren. Minister- präsident Stolypin teilte dem Präsidenten der Reichsduma mit, die Regierung werde unmittelbare Beziehungen zwischen der Duma und den Semstwvs unter keinen Umständen zulassen. bien.' lM Mr! irtenzellt zuren so, Rechen !ll etc. isenmäher. imidt 3. die Unterwerfung abgelehnt und sich in die Kalahart-WM zurückgezogen hat. Man muß zunächst labroarten, welche Maßregeln ui Verbindung hiermit für erforderlich gehalten .werden Die unehmende Bedeutung unserer Kvlonien hat vorlausig die Reichs- unb Telegraphen-Derwaltung veranlaßt, von dem bisherigen Grundsätze, nur unverheiratete Beamte in die Schutzgebiete ju bet- etzen, abzugehen. So sind in neuester Zett zur Leitung der Postämter in Dar-eS-Salam und Tsingtau verheiratete B e - amte entsandt worden. Ebenso hat vor kurzem ein verheirateter Beamter die Leitung des deutschen Postamts m Konstantinopel, dem auch die Postämter in Beirut, Jaffa, Jerusalem und Smyrna unterstehen, übernommen. — Don internationaler Bedeutung ist die bevorstehende Flott en-Revue vor Cartagena, die das engl. und das span. Geschwader zu einer Verbrüderungsszene vereinen soll. Die Kgl. engl. Jacht „Viktoria and Albert" ist bereits in Toulon mit dem englischen Königspaar an Bord in See gegangen. Kurz vorher wurde dort in der Nähe der englischen Komgsiacht ein Deutscher verhaftet, der sich verdächtig gemacht batte. Er gab an, deutscher Professor zu sein, spricht aber schlecht französisch. Die Verhaftung gab zu allerlei Gerüchten Anlaß. Mit der vorzeitigen Veröffentlichung der Montag nini- Papiere hat die klerikale Partei Frankreichs dem franzö,i,chen Ministerpräsidenten Clemenceau einen unangenehmen Streich ge- pielt Welterschütternde .Tatsachen sind durch die bisherigen Publikationen indes nicht zutage gefördert worden. Wegen ter Veröffentlichung eines Passus ter Montagmni-Atten, welche die englische Botschaft betrifft, sott zwischen Clemenceau und dem englischen Botschafter Bertie eine Aussprache ftattgef unten haben. Die Angriffe gegen Clemenceau gipfelten darin, ihn als „gelte bedürftigen Lebemann" hinzustellen, der durch einen tiefen Griff in den Beutel zu „kaufen" sei. Clemenceaus Abwehr dieser nieterträd)tigen Verunglimpfung ließ an Deutlichkeit mcyts zu wünschen übrig. Ein anderes Dokument sott den niederland. Gesandten in Paris kompromittiert haben. Giornale b’ Italia teilte mit, daß der Vatikan beschtts,en hat, ein Weitzvuch zu veröffentlichen, welches Dementis und Berichtigungen bezüglich dieser Tokumentt enthalt. Die letzte Wendung der Assäre war übrigens die, daß man ebenso wie bei der Panama- und Dreysußanaelegenhett auch Deutschland hineinzuziehen versuchte. Auf einem Frühstück bei der deutschen Botschaft habe man eifrig die Partei teS Vatikans ergriffen!! Hoffentlich kommt es wegen einer so fürchterlichen Sünde nicht zum Kriege! — . . . In Rumänien scheint allmählich Ruhe emzutreten. Es ist festgestellt, daß revolutionäre Aufrührer Bmiern zu Greuel- taten veranlaßten und den letzten Funken in das Pulverfaß toarpen, das durch die miserablen rumänischen Agrarverhältnisse bis zum Rand gefüllt war. Wenn es dem greisen Sturdza, der Rumänien schon manchmal aus ähnlichen Kalamitäten rettete, gelingt, ten Bauernaufstand ganz niederzuwerfen, dann sollte die rum. Regierung aber auch allen Ernstes jene Reformen durchfuhren, die den berechtigten Schrei der Bauern nach ter Scholle verstummen politische Wochenschau. Das Hauptereignis der letzten Woche war die O Herunter-’ Haltung des deutschen Reichskanzlers mit Italiens Minister T i t t o n i im herrlichen ital. Küstenstädtchen Rapallo. Sie setzte unzählige Federn in Bewegung. Politische Berge schienen zu kreißen und förderten schließlich nur ein MäuSlein zu tage. Die Freunde des Dreibundes konnten jedenfalls wieder einmal mit vollen Backen dessen absolute Festigkett und die Gegner seine ebenso außer Frage stehende Wacklichkett preisen. ■Die Lobeshymnen, die der Reichskanzler römischen Journalisten über ten Dreibund im allgemeinen und Italien im betonteren zum besten gab, lassen cs uns nicht vergessen, daß Italien uns aus der Algeciras-Konferenz bös hat aussitzen lassen. Aber wir können «S verzeihen, wenn sich unser südlichster Dreibundgenosse auf den uub BeraMcr -r Kursus begta am W MIM. wird es Ihre Leser, insbesondere meine in ter Umgegend Gieycns nicht allzu selten vorkommenten Namensvettern intere,fieren, noch etwas näheres über das Schicksal dieser Erbmasse zu hören, von der tatsächlich kein Pfennig in die Hände der Erben gelangt ist. Als anfangs ter 80er Jahre des vorigen Jahrhunderts, ähnlich wie fetzt, verschiedene Zeitungen Mitteilungen über die Köhlersche Erbschaft brachten, erkundigte ich mich in meiner Familie über die Sache und erfuhr damals von meinem Großvater folgendes: Anfangs ter 60 er Jahre seien in teutlchen Zettungen Aufsorterungen der englischen 8iegierung schienen, wonach die etwa vorhandenen Erben eines im Jahre 1800 ver- "toebenen englischen Generals Köhler, ter aus Hellen stamm-', ich melden sollten. Die Sache wurde von verschiedenen Personen in die Hand genommen, ein allgemeiner Familientag ter „ycoijlcr berufen und von diesem ein Ausschuß gewählt, tem Die wetteve Durchführung der Angelegenheit übertragen wurde. Diesem Aus- chuß gehörte auch mein Großvater an. Es wurde nun in ten Kirchenbüchern aller Orte, in denen ter Name Köhler vertreten ist, nachgeforscht. Tatsächlich sei auch ter Geburtsort des Generals Köhler gefunden worden — ter Name ist mir in Berge, lenhett geraten —. Nach einem Eintrag im Kirchenbuch sei der Erblafser als junger Bursche seinem Vater, einem Schäfer, von ter iperte weg davvngelaufen und man habe nie wieder etwas von ihm gehört. Jedenfalls ist er kurhessischen Werbern in die £>ante gefallen und auf diesem Wege nach England gekommen. Der Ausschuß machte sich nun daran, die erforderlichen Auszüge aus den Kirchenbüchern fertigen und einen Stammbaum ausstellen zu lassen, als eines Tages sich zwei fremde Herren, angebliche Rechtsanwälte aus London, einfanden und den Erben vvrfchlugen, die Sache für sie in England zu vertreten. Da sie nur eine geringe Entschädigung für ihre Mühewaltungen verlangten, wurde man bald handelseinig, und ter Ausschuß, bestehend aus lauter einfachen, unerfahrenen Leuten (kleine Bauern und Handwerker), beging die schier unglaubliche Torheit, den beiden Herren alle Urkunden und Papiere nebst einer unbeschränkten Vollmacht aus- zuhändigen. Die beiten reiften ab, schrieben noch einigemal, um sich das mitgenommene Material noch in einigen Punkten ergänzen zu lassen und ließen dann nichts mehr von sich hören. Tie Erben hofften und harrten einige Jahre, dann tarnen die Ereignisse von 1866 und 1870, und in den erreaten Kriegs- zetten geriet die Sache in Vergessenheit. Vergleicht man mit dieser Schilderung meines Großvaters die amtliche Auskunft des deutschen Generalkonsulats, wonach die Erbschaft ansangs der 60 er Jahre ten Erben verabfolgt sein soll, so kann es keinem Zweifel unterliegen, daß die beiten Gauner, welche der Ausschuß bevollmächtigt hatte, die Erbschaft erljoben haben und damit verduftet sind. Ob ihnen oder ihren Erben wohl noch etivas abzujagen wäre? Lßach. ÄÄS*» Nl, G. p p •„Becker. “ “Mit, Violine«! D*" big cd Einverständnis zustande. Das wirtschaftliche Leben Deutschlands steht augenblicklich im Zeichen großer Lohnkämpfe. Schon am 15. Januar begann die Aussperrung der Tischler gesellen, denen andere Holzarbeiter folgten. Die Zahl der Ausgesperrten steigt von Tag zu Tag, sie beträgt etwa 18- bis 20 000 Mann. Die Kassen des Holzartetterverbandes beginnen sich bedenklich zu leeren und der Tag ist nicht mehr fern, an dem die Arbeitnehmer bedingungslos ihre Niederlage eingestehen werden. In einer dieser Tage in Dresden abgehaltenen außerordentlichen Generalversammlung des A r b e i t g e b e r s ch u tz v e r b a n d e s für das deutsche Holzgewerbe gab der Vorsitzende die Erklärung ab, daß die gesamte deutsche Arbeitgeberschaft den Schutzverband für das deutsche Holzgewerbe in jeder Beziehung unterstützen wolle. Die Versammlung beschloß, den Vorstand zu ermächtigen, eine Anleihe in Höhe bis z u einer Million aufzm- nehmen, mit der Maßgabe, ihm zunächst 300 000 Mk. zur Verfügung zu stellen. Auch im Schneidergewerbe Herrichen ähnliche Verhältnisse. Seit mehreren Wochen schon drohte die Arbeitgeber-Organisation angesichts ter fortgesetzten Forderungen der Arbeiterschaft mit der Generalaussperrung; am Abend vor Ostern ist diese zur Tatsache geworden und etwa 20 000 Schnei- tergehilsen sind in diesen Tagen ohne Arbeit. In einer von den vereinigten Gehilfenorganisationen in Köln einberufenen Schneiderversammlung wurde eine Resolution angenommen, die besagt, daß eine Beilegung der Differenzen nur dann möglich sei, wenn der Arbeitgeberverband den Beschluß, der den Ortsgruppen Verhandlungen mit der Lohnkommission verbietet, aufhebt. — In Hamburg ist infolge der Aussperrung von 5000 Schauerleuten und ihrer Ersetzung durch englische Arbeiter ein heftiger Kampf entbrannt, ter unter ter Hamburger Arbeiterschaft eine starke Trübung des von der Sozialdemokratie so gepriesenen Gefühls der internationalen Solidarität hervorgerufen hat. Es ist zu erbitterten Straßenkämpfen zwischen deutschen Arbeitern und englischen „Streikbrechern" gekommen und die sozial- demokr. Gewerkschastsblätter überbieten sich in Schmähartikeln gegen die sonst so viel gerühmten englischen Gewerkschaften. Der Verein der Hamburger Reeder und Schiffsmakler hat beschlossen, einen Garantiefonds von 500 000 Mk. aufzubringen jur Deckung der durch den Schauerleutestreik verursachten Kosten. Der Vertrag wird mit 25 Mk. auf die Tonne abgeschlossen. — Lohnkämpse in Offenbach sind soeben glücklich beendet. — Alle diese Kämpfe auf wirtschaftlichem Gebiete zeigen eine schroffe Vertretung des Klassenstandpunktes — eine höchst bedauerliche Erscheinung, die unserem wirtschaftlichen Leben viel Opfer an Geld und Arbettskraft kostet. Die Frage ter Schiffahrt sabgabe n wurde von neuem erörtert, weil es angeblich hieß, daß Württemberg seinen Widerstand gegen diese Abgaben aufgegeben habe. Die Nachricht war indes verfrüht. Ganz irrtümlich war die wettere Meldung, daß das Königreich Sachsen die ytotroenbigteit der Schiffahrtsabgaben eüigeschen habe. Die Verhandlungen sind offenbar noch in ter Schwebe. Mit Oesterreich jedenfalls haben Verhandlungen noch nicht ftattgefurtten. An ten Wiener maßgebenden Stellen ater besteht, wie es heißt, keinerlei Geneigtheit, auf einen derartigen Plan einzugehen. Der Karlsruher Stadtrat hat beschlossen, die non ter hessischen Handelskammer-Tagung am 17. März beschlossene Erklärung gegen die Schisfahrtsabgaben mit zu unterzeichnen. Aus S ü d w e p a f r i k a kam die Nachricht, daß Simon Kvpper der Haager Konferenz gebessert zeigt. Ueter Bülows und Ttttonis Vereinbarungen soll ein gemein» sames Protokoll ausgenommen worden sein, daS dem öfterr.-ung. Minister des Auswärtigen, Baron v. Aehrenthal, übermittelt worden ist. Dieser wird, heißt es, mit Tittoni in Venedig und mit KaiserWilbelm bald darauf im Mai in Berlin zusammen- treffen. Kaiser Wilhelm wird ferner im Laufe des Sommers zum Kurgebrauch in Bad-Hall weilen und dort voraussichtlich eine Begegnung mit Kaiser Franz Josef hoben. So meldete das Wiener offiziöse Fremdenblatt, das sich auch über dieHaager Konferenz ausgesprochen hat. Es meinte, die Teilnehmer der zweiten Friedenskonferenz werden von dem Bestreben erfüllt sein, die Kriegsgefahr zu verringern, mag die Besprechung der Abrüstungen aui dem Programm stehen oder nicht. Man mühe die humanen Ideen ter Friedensbewegung durch die Fortgepaltung der internationalen Rechte zur Geltung bringen. Das Blatt verweist dann auf die Sonderstellung Englands und Japans bei der 'Verhandlung der Seekriegsfragen, durch die das positive Wirken der Konferenz nur auf Einzelheiten beschränkt werde. Doch werde jeber noch so bescheidene Fortschritt eine unermeßliche moralische Tragwette haben. Oesterreich-Ungarn werde für alle Anregungen, Pie im Sinne dieser Ideen erfolgen, eintreten. Das Rund- ■fdjreiben Rußlands biete die hocherfreuliche Gewißheit, daß die gleichen Gesichtspunkte auch für Deutschland und Rußland maß- gebeni) seien uni) daß die herzlichsten Beziehung end e r Drei Kaiserreiche somit im Haag eine neue solenne Bestätigung erfahren werden. — In Konstantinopel sind die maßgebenden Kreise gegen die Einschränkungen der Rüstungen aus leicht begreiflichen Gründen; die mazedonische Frage ist nach wie vor ungelöst, England habgieriger als je, der Sultan kränker als je und wohl dem Tode verfallen. Doch wttl er einen Vertreter zu Aus Sradt und Land. Sprechstunden der Redaktion: 14 12—1 Uhr Botin., Vs 7—1/2 8 Uhr nachm., (mit Ausnahme von Samstag und Sonntag). Gießen, 8. April. — DaS Kaiserpreisrennen im Taunus. Eine RegierungSkommistion hat am Freitag die Strecke für das KaiserprciSrennen befahren. Hierzu waren u. a. vom Ministerium des Innern die Geheimräte von Gersdorff und Dr. Tüll erschienen. Umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen wurden in Aussicht gestellt, so vor allem der Bau von etwa dreißig Fußgängerbrücken in den Ortschaften. Zur Durchführung umfangreicher Sicherheitsmaßnahmen wird die Renn* strecke in zwölf Kommissariate eingeteilt, von denen jedes rund 10 Kilometer umfaßt. DaS Rennen beginnt morgens 6 Uhr und endet gegen 4 Uhr nachmittags. Der Kaiser wird am 16. April in Homburg eintreffen und dann die Rennstrecke im Automobil befahren. Auch Prinz Heinrich und der Großherzog von Hessen dürften demnächst die Taunusstrecke abfahren. Das Kaiserpreisrennen soll die größte automobilistische Veranstaltung in Deutschland werden. Ter Belgier Jenatzy weilt bereits zum Training in Homburg. •• Oeff ent liebe Lesehalle. Im März wurden 2621 Bände ausgeliehen. Davon kommen auf: Erzählende Literatur 13ö9, Zeiifchnilen 566, Jugendfchritten 236, Versdichlungen 57, Lttercuurgeschichle 5, Lander- und Völkerkunde 72, Kulturgeschichte 29, Geschichte und Biographien 92, Kunstgeschichte 12, Raturwissenscha't und Technologie 102, Heer- und Seewesen 13, Haus- und Landwirtschau 11, Gesundheitslehre 25, Religion und Philosophie 20, Ltaaiswisjenjchast 16, Sprachwissenschaft 3, Fremd- sprachliches 3 Bände. Stach auswärts kamen 129 Baride. ** Zur Kö hl er scheit Millionen-Erbschaft schreibt man uns aus Homberg: Sie brachten in ten letzten Tagen wiederholt Notizen über die Ervschaft des im Jahre 1800 zu Jaffa in Syrien verdorbenen englischen Generals Georg Frieteich Köhler, wonach ausweislich einet abgetxruciten Auskunft des deutschen Generalkonsulats zu London, die Erbschaft bereite, im Anfang ter 1860 er Jahre ten rechtmäßigen Erben zugesprochen sein soll. Vielleicht Nr. 81 Erstes Blatt 157. Jahrgang Montag 8. April 1V07 • tagll* Ä ö moLithd^b^otett* ▲ am AO UW 4 AAM ESS werden tm Wechsel mtl M M ■’ MW UM M M U MW Md dre Post Mk.L-meriel- ZI IKvllIvL rss zweimal wöchentlich da? auswärts 80 P'ennig. -M Eemral-Anzeiger für W°chch-n MW treffe tüt T-pÄch-n- 8o6°/o japan. Staatsanleihe 4 -6 Conv. Türken von 1903 Türkenlose ... . . 4-6 Griech. Mouopol-Anl. 4 -6 äussere Argentinier . 3°/0 Mexikaner . . 4^°/o Chinesen . . . Aktien: Ortskrankerrkafientag. (Original-Bericht des Gießener Anzeigers.) ^"Marburg, 7. April. Im Anschluß an eine kürzlich in Gießen abgehaltene Sitzung von Vertretern einer Anzahl Ortskrankenkassen der Provinz Hessen-Nassau fand heute hier im Restaurant Seebode ein großer Ortskrankenkassentag statt, der von rund 175 Delegierten der Ortskrankenkassen aus Hessen-Nassau, Waldeck und des Großherzogtums Hessen beschickt war. Sein Hauptzweck war, einen endgültigen Beschluß über die Ausdehnung der Freien Vereinigung der Ortskrankenkassen int Reg.-Bez. Wiesbaden auf den Reg.-Bez. Kassel und das Fürstentum Waldeck zu fassen. Der Vorsitzende der Freien Bereinigung, Herr Gerhardt-Wiesbaden, wies darauf hin, daß cs int Interesse der Ortskrankenkassen liege, immer größere Verbände zu schaffen, denn nur dadurch sei es möglich, an die Lösung größerer Aufgaben heranzugehen und Einfluß auf die Gesetzgebung zu gewinnen. Der Anschluß wurde dann einstimmig genehmigt und der neugegründete bezw. erweiterte Verband mit dem Namen „Freie Vereinigung von Ortskrankenkassen in der Provinz Hessen- Nassau" bezeichnet. Als Ort der nächsten Versammlung wurde Frankfurt bestimmt. Weiter handelt es sich um die Durchführung der Tarifgemeinschaft zwischen dem Zentralverband der Ortskrankenkassen int Deutschen Reiche und dem Verbände der Verwaltungsbeamten der Ortskrankenkassen gemäß der Beschlüsse der Düsseldorfer Jahresversammlung. Während Herr Heß- Wiesbaden Bedenken dagegen hatte und die Regelung der Anstellungsund Gehaltsverhältnisse der Beamten jeder einzelnen Kasse überlassen wollte, sprach Herr Gräf- Frankfurt unter allseitigem Beifall für Schaffung eines Tarifamts für den Verband und der in dieser Hinsicht ebenfalls angeschlossenen Freien Vereinigung der Hessen-Darm städtischen Krankenkassen. Zum Vorort wurde Frankfurt und als Vorsitzende die Herren Viebig und Leisner von dort bestimmt. Unter Verschiedenem brachte Herr Grä f-Frankfurt zur Sprache, daß in Preußen manchmal den Krankenkassendclegierten ihre Versammlungsdiäten streitig gemacht würden, bei anderen Instituten halte man es natürlich anders. Kürzlich habe auch das Berliner Landgericht in einem solchen Falle zu Ungunsten des Klägers entschieden und zwar mit der Begründung, daß solche Krankenkassenvertreter doch wohl mehr zum Vergnügen wie zu sonstigen Zwecken den Tagungen beiwohnten. In scharfem Redefluß protestierte der Redner gegen eine derartige Beurteilung von Leuten, die zwar meistens keinen sog. höheren Bildungsgang dnrchgemacht, aber desto mehr praktische Kenntnisse und Lebenserfahrung ihr eigen nennen, hauptsächlich in Bezug auf Krankenkassenwesen. Einstimmig wurde bann fol- ßenbe Resolution gefaßt: „Die heutige Versammlung der Ortskrankenkassenvertreter protestiert gegen die im Urteil des Kgl. Landgerichts zu Berlin vom 12. Januar 1907 enthaltene Bemerkung, daß Kassendelegierte meist mehr auf ihr Vergnügen bei dem Besuch der Jahresversammlungen der Kassenkongresse aus sind; daß sie ferner zu einfache, also zu ungebildete Leute seien, die auch die zur Tagesordnung stehenden Materien nicht begreifen unb verstehen könnten, b/i solche abfällige Zensuren bett Tatsachen widersprechen unb ben Gerichten gar nicht zustehen." Nachdem noch einige unwesentliche Punkte zur Sprache ge» l bracht waren, wurde dann der Ortskrankenkassentag geschlossen. Gerichtssaat. Kassel, 7. April. Als Vertreter des Vereins für Volksaufklärung ober als Agent der Berliner Gesellschaft Urania und im Auftrage des Kultusministers, von dem er persönlich empfangen sein wollte, führte sich int vorigen Jahre in wissenschaftlichen und Lehrerkreisen ein „Professor D r. 91 cf e r m a n n" in den ver- ichiedensten Städten Deutschlands ein, tim in den Schulen, Instituten, Pensiouateu usw. populäre wissenschaftliche Vorträge zu halten. Da er mit großer Sicherheit und Redegewandtheit auftrat, io erhielt er in einzelnen Fällen die Erlaubnis zu Vorträgen; man war aber nicht wenig erstaunt, als er nur mit einem großen, aber abgespielten Phonographen ankam unb erfahren mußte, daß die Kinder um bas geringe Eintrittsgeld geprellt worden waren. Alan ließ den Schwindelprofessor anfänglich laufen, erließ aber Warnungen in den Fachzeilungen, als der Schwindel sich auf dem flachen Lande breit machte. Dem „Professor" wurde bann auch halb das Handwerk gelegt, beim er wurde schließlich hier eilige- sperrt, da sich inzwischen herausgestellt hatte, daß man es mit einem vielfach mit Zuchthaus vorbestraften Doktor Philadelphia und amerikanischen Professor zu tun hatte, der wegen H o ch - ft a b e I e i e n und Heiratsschwindel von verschiedencn Gerichten steckbrieflich verfolgt wurde. Um die verdiente Strafe für diese Betrügereien zu erhalten, stand der Mann vor den Schranken des hiesigen Gerichts. Die Straftaten, die ihm dieses Mal zur Last gelegt werden, betreffen Heirals- und Kautionsschwinbel, die Betrügereien mit den wertlosen Vorträgen, Zechprellereien und unberediti gte Führung des Doktor- und Professortitels. Ter Gerichtshof hielt auf Grund ärztlichen Gutachtens den amerikanischen Schwindelprofessor für vollkommen gesund unb verurteilte ihn zu 2 Jahren 6 Monaten Zuchthaus, 4 Wochen Haft, 300 Mk. Geldbuße und 5 Jahre Ehrverlust. Magdeburg, 7. April. Tas hiesige Kriegsgericht verurteilte gestern den Unteroffizier Fiebelkorn wegen Mißhandlung Untergebener in 18 Fällen zu 8 Monaten Gefängnis. Em Mißhandelter, Musketier Slaubert an5 Halberstadt, halte sich 1904 t n- folge der Mißhandlungen erschossen. (B. T.) Sim plizis simus unb Wör m a n n. Die Privatbeleidigungsklage des Großreebers Aböls Wörmann gegen den verantwortlichen Redakteur des Simplizisfimus Olaf Caspar ®ul- branffen gelangte, nachdem bereits am 21. März ein Termin vor dem Schöffengericht in Hamburg stattgefunden hat, erneut zur Verhandlung. Es handelt sich bet der Klage um eine jener charakteristischen Zeichnungen Thönys aus dem Hamburger Schisserleben: am Ufer des Hamburger Hafens sitzt eine arme Frau und blickt auf das Wasser hinaus. Vor ihr kniet ein kleines Kind, zu dem sie sagt: „Wir können Vater heute nicht begraben, da Wörmann die Leiche nicht herausgibt, bis das Lagergeld bezahlt ist/ In diesen Worten erblickte Wörmann eine Beleidigung und stellte Strafantrag. Das Gericht verurteilte den Angeklagten zu drei Monaten Gefängnis und zur Tragung der Kosten des Verfahrens. In der Urteilsbegründung wurde heroorgehoben, daß es ich bet dem Bilde um eine maßlose unb ganz unbegrünbete Beleidigung handele. Mannheim, 6. April. In dem Zeugniszw angsverfahren gegen den verantwortlichen Redakteur der sozialdemokratischen „Volksstimme", G e cf, wegen Ermittelung des 23er- faffers eines Artikels in der Faschingsnummer „Schnupftabak" hat das Landgericht die Beschwerde gegen die Zeugniszwangshaft abge- iehut. Geck m u ß nunmehr die Strafe a n t r e t e n. Telefonische KursbericMe des Giessener Anzeigers, mitgeteflt von der Hank für und Industrie. Giessen. Handei nnb Verkehr, Volkswirtschaft. R. B. Darmstadt, 7. April. Die Bank für Handel unb Industrie (Darmstädter Banks hielt am Samstag mittag im Beratungssaal ihres hiesigen Bankaebäudes ihre 54. Generalversammlung ab, in welcher 14 350 Aktien mit 100 450 Stimmen vertreten waren. Der Präsident des Aufsichtsrates, Stadtrat a. T Kaempf -Berlin, wies zu Beginn der Sitzung daraus hin, daß der Vorstand der Bank im Jahre 1906 verschiedene Veränderungen erfahren habe. Die Herren Dernburg, Rumpf unb Levin schieden ans demselben aus, während die Herren H. Marks und G. v. Sim- fon neu in den Vorstand berufen und der bisherige Prokurist Boden- heinter zum stellvertretenden Direktor ernannt wurde. Der Präsident dankte ben drei ausgeschiebenen Herren und widmete befon- bers bem zum Kolonialdirektor ernannten Herrn Derndurg herzliche Worte des Tankes unb ber Anerkennung, der seine unermüdliche Tätigkeit unb seine ausgezeichnete Begabung in den Dienst bes Instituts gestellt unb dessen Wirkungskreis erweitert habe. Wenn die Bank mit Genugtuung konstatieren könne, daß Exz. Dernburg vom Kaiser zu der großen Aufgabe berufen wurde, an ber Spitze ber Kolonialverwaltung die weitere Erschließung unseres Kolonialbesitzes zu leiten, so müsse sie andererseits doch bedauern, diese Strait dem Wirkungskreis des Instituts entrückt zu sehen, deren Verlust dasselbe schwer empfinde. Es sei aber mit Tank anzuerkennen, daß sich die im Vorstand verbleibenden Kollegen ihren Aufgaben mit irischer Tatkraft gewidmet hätten: man dürfe ihrer Tätigkeit volles Vertrauen entgegen bringen. (Beifall.) Der Bericht des Vorstandes und des Aussichtsrats über das verflossene Geschäftsjahr wurde von der Versammlung zustimmend entgegengenommen und dann die aufgestellte Bilanz genehmigt, die in Einnahme und Ausgabe mit 593 814 057 Tlf. abschließt. Von dem sich ergebenden Gewinnsaldo von 13 071 558 Mk. werden 8 Prozent Dividende — 12 320 000 Mk. ausbezahlt unb 431 200 Mk. Tantieme an ben Aufsichtsrat verteilt, sodaß ein Gewinnvortrag von 320 358 Mk. verbleibt. An Gratifikationen für die Beamten (Teuerungszulage, Weihnachten, Abschluß), Ehrengaben an Beamte, Zuwendung an bie Pensionskasse (Mk. 230 000) und für wohltätige Zwecke sind 1906 1 178 678 Alk. verwendet worden, während die Handlungsunkosten insgesamt 6 098 743 Mk. betrugen. Bei ber erfolgten Wahl zum Aufsichtsrat würben die ausscheldenden acht Herren: Hermann Bachstein-Berlin, Generalkonsul v. Berenberg-Goßler-Hamburg, Geh. Kommerziell' rat Lanteron-Mainz, Richard Michalel-Berlin, Geh. Kommerzienrat Oppenheim-Berlin, Nikolaus Andreas Reinhart-Worms, Justizrat Dr. Schmidt-Polex-Frankfurt und Geheimer Kommerzienrat Heinrich Stein-Köln wiedergewä'hlt und als 19. Mitglied '-Berghauptmann Dr. Fürst-Halle a. S. neugewählt. Nachdem das Vorstandsmitglied Geheim. Oberfinanzrat von Klitzin § noch mehrere Anfragen aus der Mitte ber Versammlung beantwortet hatte, gab berselbe auf Wunsch noch einen kurzen lieber blick über bie ©efamtlage bes Geldmarktes. Gr hob dabei hervor, daß infolge der hohen Spannung auf bem Geldmarkt und des dadurch bedingten hohen Zinsfußes sich ein Zustand herausgebildet habe, der Mißtrauen erregen könne. Daß aber die weitergehenden Befürchtungen über bie wirtschaftliche Lage nicht gerechtfertigt seien. Es müsse zwischen Kapilalbilbung und Kapita!- bebari das richtige Gleichgewicht wieder hergestellt werden, unb das werde möglich sein, wenn Staat und Kommunen mehr Zurückhaltung übten. Ein Grund zur Befürchtung eines wirtschaitliche» Krachs sei nicht ersichtlich, die Industrie sei noch aut Monate, zum Teil auf Jahre, mit ausreichenden Aufträgen versehen. Wenn keine unvorhergesehenen Erschütterungen eintreten und ber Friede erhalten bleibt, glaubt der Redner mit gutem Gewissen die Ueberzeugung aussprechen zu können, daß em allmählicher Ausgleich sich anbahnen werde. Im Geschäftsgang der Bank dauerten die im Geschäftsbericht erwähnten ungünstigen Verhältnisse noch fort; es liege aber keineswegs ein Grund zur Beunruhigung vor. Tie Versammlung nahm diese Schlußerklärung mit Interesse entgegen. Arbeiterbewegung. ü nst er i. W., 6. April. Die hiesigen Schneiderfirmen beschlossen, die Aussperrung der Schneibergehülfen nicht durchzuführen. Berlin, 7. April. Auch im Dachdecke rgewerbe ist es jetzt zu der General - A ussperrung gekommen. Der Arbeitgeberbund für das Berliner Tachdeckergewerbe hat gestern nachmittag beschlossen, bie Gesellschast auizuforbern, spätestens am Dienstag früh die Arbeit zu den bisherigen Bedingungen wieder auszunehmen, andernfalls am Donnerstag die Aussperrung sämtlicher Dachdeckergesellen erfolgt. Ta die Gesellen nicht gewillt sind, >en streit abzubrechen, wirb am Donnerstag die General-Aus- perrung in Kraft treten. — Zwischen ben Arbeitgebern unb Arbeitnehmern ber Berliner Speicherelbetriebe ist es nach kurzem etreif zu einer Einigung gekommen. Die Arbeit wird wieder ausgenommen. Dresden, 6. April. Etwa 1500 Arbeiter ber Nähmaschinen- fabric unb Eisengießerei oorm. Seidel & N a u m ann, Aktiengesellschaft, sind heute gemäß einem gestern abend vom Metallarbeiterverband gefaßten Beschlüsse tu ben Ausstand getreten. Gegen JOO Arbeiter ber Freien Vereinigung Ten sicher Metallarbeiter haben ich bisher bem Streik nicht angeschlagen. Heute nachmittag wirb ber Verbanb ber Metallinbustriellen, Kreishauptmannschast Tresben bem die vom Streik betroffene Firma augehort, zum Ausstand 'Steilung nehmen. Tie Ausständigen verhalten sich ruhig. fBay i6, 7. April. Der Ausschuß des Nationalen Verbandes ber Arbeiter ber N a h r u n g s m 111 c l b r a n ch e hielt heute eine “üju111 ab, in welcher em endgültiger Beschluß betreffs des Qeit- Punktes des G e s a mt a us st a n b e s gefaßt wurde. Der General- .ner Uergfferk Hf enlose • . ,1^1 . .ijil . . 207- I Ä ■ üäSöS- *E.b' d. Lioyd. •;; > toktieu - ' Dore- und Ohio entihn ■ "Hahrungfur: k so*!®. - - Aniangs^ -1. ' etbahb "erd. , b?n «Ä ■n heilt?et^ huii'' ?LO S'Stz arbeit, * ;tl,uhung cL^n letreten8 i[qiW:, It elftn*en fybtn V iben. rtt"' ««te ardbahn • ■ ' > ard. Liseubahn • • ÄSS^'^ pril. M” übr- w :iz. Lnbmeyer - - 1 . , iz. Schnckert -eiler Bergwerk • • . S55Ä« ner Ber^ • ■ ■- biitte ■••■■’ jf ^Eisen-Industrie 1U, er Handelsges • tädter Bank :he Bank . ■h-Asiat Bank llto.Konimandit. uer Bank sl?ttirt|*»n iilt am 4mstt”ni' 'N Mit 100 450 : nsherige Prokurist "nk wurde. Tn A widmete bef:- n Herrn Dernburg bn Sbcr lerne A°bung m den fe 's erweitert habe. K- nne, baB Exz. Ternbic °". wurde, an der §c- SnÄllnicre§ ^loni: °°ch bedauern, dieses ■ zu sehen, deren 5kn-' ‘-anf anzuerkennen, b Jen ihren Ausgaben r urie ihrer Tätigkeit voll' Zeucht des Porste- weichaitsiahr wurde k genommen und bann' Mine und Ausgabe r 1 ergebenden Gewinns Dibenbe = 12 320 000-' j en Auisichtsrat verteilt,^ Hk. verbleibt. An 6t:: Zulage, L!eibnachten,: düng an bie Pension;!: • sind 1906 1178 878 ? blungsnnkoslen inegejr . m Wahl zum AuWlrt:1 permann Vachslein-Am ibmg, Geh. Kammern erlin, Geh.Komnierjien! Reinharl-Lwrms, juii Geheimer Sommerjienr: ; und als 19. Mitglied 1 ueugewählt Nack?: nanzrat van $tU^\uT ber Versaniinliina beai -d) einen finden liebe ' ßelbmartieä. ;pamnmg aus bcm 0; iiissiißes sich tm 3«fc I m könne. Das; M? ahtidiftWe N italbxlbvmg tw-^n: hergellellt i* '?■ kommunen I mq eines roirltefc ,f sei noch oui W<: czen versehen. Lm? sen unb der Friede M Gewissen die Uederieim 1Cr Ausgleich sich oubflt auerten die ini , VI. Reserve für die Mark-Noten der früheren Bank für Süddeutsch'and . ........ VII. Regulierungskor.to Filiale Hannover . . . . VIII Gewinn- und Verlust-Konto: Gewinnsaldo Bank für Handel und Industrie Bilanz per 31. Dezember 1906. 7,990,374 459,107;-)8 13,071,558,99 I. Geschäfts-Unkosten: Handlungsunkosten (einschliesslich der Tantiemen au den Vorstand und die Oberbeamten) ............. Steuern .... ......... Gratifikationen an die Beamten (Teuerungszulage, Weihnachten, Abschluss), Ehrengaben an Beamte, Zuwendung an die Pensionskasse (M. 2uO ,OUO.—) und für wohltätige Zwecke II. Abschreibung auf Immobilien und Mobilien . . III. Gewinn-Saldo ........... 19,000,000 — 10.500,000 - JL 154,000,000 29,500,000 78,498,271 42 19,956 58 315 334,670 47 139,600 3,250,000 13.071,558 99 593,814,057 45 JL 108.088.85C 9( 26,825,69(18 21,631,441.45 73,380.629 02 i 117,827,354-44 66,074,890 l> 44.174,191) 50 148,079,730 02 167,254,940'45 v!b M Ä 6,658,180 73 5,197,783 82 3,169,687 73 3,568,444 68 1,857,475 69 758,475 83 17,652 34 293,339 95 21,5-'1,040 77 13,071,558 99 13,071,558 95 bei der sowie in Braunschweig der Bremen der Dortmund den Herren r. Pr. Neustadt a. H. der Nürnberg der Osnabrück und , Wismar Nach dem Breslau Coln Dresden Hamburg der den den den der der den Pforzheim Posen Stuttgart RümeliN & Co., L Homburger, Hannover Heilbronn Karlsruhe Königsberg Mainz Mannheim München der Württembergischen Vereinsbauk dec König!. Württembergischen Hosbank G. m. b. H. der Vereiusbank in Wismar, Gesellschaft, Deutschen Natioualbauk Kommandit-Gesellschaft auf Aktien, Breslauer Diskonto »Baak, den Herren SaL Oppenheim jr. & Co., dem A. Schaaffhausen'schen Bankverein, der Deutschen Natronalbank Kommandit-Gesellschaft aus Aktien, den Herren Albert Kuntze & Co., der Vereinsbauk ru Hamburg, den Herren Zoh. Berenberg Gotzler L Co., den Herren Ephraim Meyer & Sohu, Herrn Veit Ostbauk für Handel und Gewerbe, Herren Schmitz, Heidelberger & Co., Herren Wingenroth, Soherr & Co., bet Dereinsbank, . der Bayerischen Bank für Handel und Zudustr e, Zweig- niederlaffung Mrnberg, Deutschen Natronalbank Kommandit-Gesellschaft aus Aktien, den Herren Fuld & Co., der Ostbauk für Handel und Gewerbe, der Württembergischen Baulanstalt vorm. Pflaum L Co., Herren Merck, Finck L Co., Bayerischen Bank für Handel und Industrie, Bayerischen Handelsbank, Herren Eduard Loeb & Co., Bank-Kommand t- Gesellschast, unserer Bank ausbezahlt. DacuU'tadt, den 6. April 1907. Bank für Handel und Industrie. Farcus. Hedderich, Lpremderg und Stargard i. P. Braunschweigischen Bank und Kreditanstalt Aktien- Amsterdam, für die Niederlande, bei der Amsterdamschen Bank, Wün bei der Wechselstubea-Aktien.Gesellschast „Mercur . 30. April 1907 werden die Gewmnanteilscheme nur bet den Niederlassungen Wank für Kandel und Industrie. Wir bringen hiermit zur Kenntnis, daß der Gewinnanteil für das Geschäftsjahr 1906 für die Aktien ä Mk. 1000 auf Mk. 80.— 1 r0 „ „ fl. 250 „ „ 34.28 1 U festgesetzt wurde. Die Auszahlung erfolgt gegen Einreichung der Gewmnanteilscheme Nr. 6 bezw. Nr. 2 sofort: bei unsere» Sofien in Darmstadt unb in Berlin (LchiMclPlntz 1-2), . unteren Filialen in Frankfurt a. M., Halle a. S., Hannover Ltetli» unb Straßburg i. Els., unferen Se|)ofiieufaflen in Cottbus, Forst i. Frankfurt a. O., Gienen, Greifcwalb, Guben, Latzr i. B., Leip^g, Ostcubach a. M„ Prenzlau, auch Harmoniums. - Monatliche Mietpreise 2- 12 Mark Jede Reparatur an Pianos und Harmoniums wird in eigener. Werkstätte fachgemäss und vollendet ausgeführt Klavierstimmen S Aufpolieren von Pianos. WiLH. RÖOOLPH Grossh. Hess. Hoflieferant Seltersweg 91 @8655681 Seltersweg 91 Flügel ”l?°- Pianinos <>- llarmoniums — Haupt-Vertretung von Bechstein Klavierspielapparate: Pianola zu Mk. 1250, Phonola zu Mk. 950 Spezialität: Rudolph-Patent-Pianinos mit bis jetzt unerreicht guter Stimmhaltung 10-20jährige Garantie. - Freie Lieferung c'i- Monatsraten von 5—20 Mk. Höchster Barrabatt - Illustrierte Kataloge gratis . Gespielte Pianos zu allen Preisen • Pianos zu vermieten Stets vorrätig: 25 Flügel \ von Bechstein, Blüthner, Berdux, 150 Pianinos | Kaps, Schiedmayer etc. 100 Harmoniums von Mannborg, Hofberg etc. . Paris fw b ««,8*1 bei, in JMeit ü8,jey,s W' •llan8tn ? Berlin Blätter über und in der 3 Wochenrundsc fernen Gebiet jein können, sich aber auch M^rr Ra M drMr1 grenzen W bar|laattn v drohlicher n Tätigkeit de ~ Zu Kaiser Fr (vergl. die , der fturfomn der Bezirksha deS deulschen - 3n . W man, wie jetzt zu dem Gnesen über, durch den Ak von dem Ged Kandidaten i Widerstand bljchoj deutjc ualitälensrag polnischen Gk " ®eg vreuerpla N bisher ü anLrstküt wo Steueroorlagei Ursache, daß Zungen der i Aejchlojjen j Wer durch unterbreitet ro( ^bessernden C ^'blich eng .^diesen Be Waffen. teiPiL "^cher iff t s«”"i Jw.il« un! 5 d ist w >* »v U,hch«>btJ ‘ wijtn h-d-n, jlck-d-iub- «**! ’X niroeifen. Aedebäche ung jchrankung dec Dauerredner u mhnheitm ve> losen Debatten gehandelt wer! laßt uns endll nach dieser Ri mit stiller Fre witzheit darübi sächlich im St auch gegen c:r sich zeigen, ob auch in Zukul die Gewähr b nicht von vos Borläusig sch' haben. Mak Wochen für mehr empfm sacht Handl Total-Ausverkauf wegen anderweitiger Unternehmung] Mein gesamter Lagerbestand von über 40000 Mk.> sowie schon früher abgeschlossene Ware von zirka 20 000 Mk., welche noch abzunehmen habe, werden zu ganz bedeutend herabgesetzten Preisen abgegeben. Kompl. Speise-, Wohn-, Herren- und Schlafzimmer, Salons, moderne Kücheneinri chtungen, Büffets, Vertikows, Trnmeaux, Salon-, Spiegel-, Bücher- und Kleiderschränke, Tische und Stühle, Schreibtische, Waschkommoden und Nachtschränkchen, kompl. einzel. Betten und Klein-Möbel aller Art. Sofas, Divans und kompl. Garnituren. Linoleum-Teppiche und Läufer, besonders grosses Lager in Gardinen, Sloars, Portieren, Plüsch-Tischdecken und Velour-Teppichen. Kaplansgasse 18 Telephon 399 Lieferung durch eigenes Fuhrwerk. Günstigste Gelegenheit für Brautleute Sämtliche Polstermöbel und Matratzen werden in eigener Werkstatt angefertigt ter Kronenberg Möbelfabrik-Lager und. 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