Zweites Blatt Tr. N Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- straße 7. Expedition und Verlag: «O öl. Redaktion:^^ii2. Tel.-Adr^AnzeigerGreßen» Montag 7. Moder 1V07 a, a Rotationsdruck und Verlag der Vrüh?ichen Universität? - Brich» und Eteindruckeret. Q R. Lange, Gießen. E^cheinl tllgllch mit Ausnahme des Sonntags. Die ..Aietzeiver Fmniliendlälter" werden dem Anzeiger^ vierrnal wöchentlich beigelegt, das 'xreirdlati für den Kreis Stehen" zweimal wöchentlich. Der „Hessische Landwirt" erscheint monatlich einmal. H57. Jahrgang shuw: L?eer und Flotte. Hamburg, 5. Okt. Heute nachmittag lief auf der Werst von Blohm und Boß in Anwesenheit des Öftere biirgermeisters von Dresden, Geheimrat Beutler, als Vertreter des Kaisers der kleine Kreuzer „Ersatz Komet" glücklich vom Stapel. Beutler hielt die Taufrede. Der Oberbürgermeister taufte das Schiff auf den Namen „Dresden". Mit einem dreifachen Hurra aus den Kaiser schloß die Feier. gegangen. (Rufe: Hort, hört!) Wir müssen uns diese Vorgänge ins Gedächtnis zurückrufen, um den Beloeis zu liefern, daß dieser Wahlkreis d er Sozia l- demokrat ie ausgeliefert wurde durch deine Lüge, durch die falsche Behauptung, daß der Liberalismus gegen das Zentrum die Sozialdemokratie unterstütze. (Sehr richtig.) So lange die Zentrums siührnng in den Händen des klugen Herrn Spahn lag, hat man die Konflikte vermeiden Tannen, und da hat die Regierung sich einrichten müssen, mit den Herren, die schließlich auf dem Gebiete des Heeres und der Marine das notwendigste bewilligten, weiter zu regieren. Als anstelle der gescheidten und klugen Politik des Herrn Spohn sich ein typisches Draufgängertum breit machte und Erzberger und hinter ihm die infolge der Diäten nunmehr regelmäßig erscheinenden Bayern in den Vordergrund traten, ist der Konflikt *.m Ausbruch gekommen. Da iöiirbc der Druck so stark, daß der Reichskanzler zu dem Entschluß kam, • den Reichstag aufzulösen. Wenn wir zu- rückschauen, so bin ich der festen Ueüerzeugung, daß in dem Augenblick, als die bekannte Rede Dornburgs gegen Roeren diese enorme Resonnanz fand, der Entschluß entstand, Neuwahlen stattfinden zu lassen. Es wird das Verdienst des Reichskanzlers sein, daß er die Neuwahlen gewagt hat, daß er auch in dieser Frage auf sein sprichwörtliches Glück vertraut hat, das ihm auch wieder geholfen hat. Tie Neuwahlen nahmen für uns einen unerwarteten Verlauf. Wir waren vielfach Skeptiker und freudig überrascht. An diese Niederlage der Sozialdemokratie hat wohl auch bei uns kaum jemand geglaubt. Tie Ursachen der Niederlage waren viele. Auf der einen Seite das starke Mißbehagen über den Uebermut der Sozialdemokratie. Tas hat sich geltend gemacht. Es handelte sich um nationale Fragen, und um, das instinktive Empstuden her Volksmassen, daß die Mehrheit des Reichstages falsche Lahnen geht. Tas ist bis in die weitesten Kreise eingedrungen, und so sind viele abgeschwenkt. Der Uebermut und die ganze Arroganz in den Reden der sozialdemokratischen Führer und in der Presse machte sich geltend, und ebenso der Sauherdenton in der „Leipziger Volkszeitung", oder auch im „Vorwärts". Ich erinnere an die Kritik des verstorbenen Eugen Richter: „ein Strolch noch im Sterben" (Pfuirufe), dem stellt sich würdig an die Seite die Kritik, über Kardorff: „ein grauer Sünder ist in die Grube gefahren usw." (Pfuirufe). Man miag über Richter und Kardorff denken wie man will, beide Männer haben ihr ganzes Leben in den Dienst der vaterländischen Politik gestellt und bchde haben bis zum letzten Atemzug ausschließlich im öffentlichen Leben gewirkt unter Zurück'itellung ihrer privaten Interessen. (Beifall.) Wir zollen auch dem Gegner ehrliche Anerkennung bei allen Gegensätzen in den policischen Anschauungen. (Erneuter Beifall.) Solche Tinge rächen sich, schließ-', lich! Wir haben gesehen, wie bei diesen Wahlen ein großer Teil der Arbeiterschaft sich von den Sozialdemokraten abgetoenbet hat. Tas war schließlich eine Aufgabe der deutschen Patrioten, eine Sorge, die auch unsere Parteitage durchzogen hat. Man glaubte, die Industriearbeiter schäft sei der sozialdemokratischen Verführung verfallen. Man fürchtete, die Entwicklung^ wird den Gang nehmen, daß die Arbeiter ausschließlich in der Sozialdemokratie ihre Vertretung suchen und dadurch Deutschland in' schwere Konflikte hineingeführt wird. Tieie Sorge ist zum Teil von uns genommen. Ich bin weit davon entfernt, übermütig zu sein über das Resultat dieser Wahl, aber eins hat sich gezeigt, daß eine ehrliche liberale und soziale Politik in der Lage ist, uns Tausende von Arbeitern zurüHugewiilnen, die schon im sozialdemokratischen Lager waren. (Sehr wahr.) Das hat sich vor allem gezeigt in Sachsen, das ausschließlich dem sozialdemokratischen Heerbann verfallen schien und nun eine Reihe bürgerlicher Abgeordneter entsandt hat. Auch die Landtagswahlen haben gezeigt, daß in Sachsen jetzt ein anderer Wind weht. Tas ist mit das Erfreulichste gewesen und diesen Gesichtspunkt dürfen wir für unsere zukünftige Politik nicht außeracht lassen. Nun zur Wahl selbst. Wie hatten wir mit dem Wahl- sch w i n d e l zu kämpfen. Man hat über-all das Wort ausgespielt, es handle sich nm das allgemeine gleiche Wahlrecht. Was hat tber Bebel erst in Essen gesagt. Tas allgemeine Stimmrecht anzutasten, ist heute ziemlich unmöglich. Es zu nehmen, wäre em Versuch, bei dem die Existenz des Reiches auf dem Spiele stehen könnte. Hier hat Bebel also klipp und klar gesagt, daß es unmöglich ist, das Reichstagswahlrecht wegzunehmen, und doch wurde mit diesem Argument gegen die Blockparteien gekämpft. Also der Wahlschwindel ist ohne weiteres klar. Tie Wahl hatte auch den Erfolg, das Ansehen Teutschlands in der internationalen Welt wiederum festzustellen und gar manchen Zweifel aus dem Wege zu räumen, der in anderen Staaten im Laufe der Jahre laut geworden war, ob das Reich Bestand haben werde angesichts der immer mehr anschwellenden internationalen sozialdemokrat. Bewegung. Dem ist mit einem Schlage abgeholfen. Es hat sich gezeigt, daß der deutsche Philister wohl einmal ein paar Wahlen verschlafen kann, wenn ihm aber das Wasser in den Hals läuft, sich die Zipfelmütze vom Haupte zieht. Ter liberale Mann hat sich bei den letzten Wahlen nicht gescheut, in die sozial- demokratisckfen Versammlungen zu geben und mit den sozialdemokratischen Führern und Herren zu diskutieren. ^iationüßißerahr Parteitag. Erste allgemeine Vertreterversammlung. er Fall sein werde, könne man heute noch nicht sagen, ?,och sei ein naher Termin für diesen Personenwechsel licht unwahrscheinlich. Als Nachfolger des Herrn von Tschirschky wurde Graf Bernstorfs genannt. Graf Bern- 'torff, der jetzt Generalkonsul in Kairo ist, hat lange Jahre xr deutschen Botschaft in London als Legationsrat angehört. Posen, 7. Okt. Hier verlautet, daß nach Vollendung des Residenzschlosses der Kronprinz sein Hoflager in Posen aufschlagen werde und zwar als Kommandeur des Regiments Königsjäger zu Pferde. Wiesbaden, 7. Okt. Der nationalliberale Parteitag ist gestern geschlossen worden. Vorher gelangte noch eine Resolution Stresemann über die Pensions-Versicherung der Privatangestellten zur Annahme. schiedene Redner, darunter Sembat und Graussier, protestierten in heftigen Worten gegen die Marolkoexpe- dition, die, wie sie behaupteten, von finanziellen Gesellschaften ins Werk gesetzt worden sei. Sembat sagte, die Marokkoexpedition sei ein zweites Fas cho da. Ein Redner drückte die Befürchtung aus, daß Deutschland die Gelegenheit wahrnehmen werde, um einen europäischen Krieg zu veranlass en. Marseille, 6. Okt. Unter mehreren Rekruten von Dijon sind bei ihrer Ankunft auf dem hiesigen Bahnhofe gestern Verhaftungen vorginiommen worden; auch wurden sie in Eisen gelegt. Sie hatten unterwegs Kundgebungen veranstaltet, ferner die Fenster der Eisenbahnwagen zerschlagen und die Sitzbänke zerstört und sonstigen Unsug getrieben. Petersburg, 6. Okt. Der englische General French trifft in der nächsten Woche in Petersburg ein. Sein Besuch ist auf 2 bis 3 Tage berechnet. Soviel bisher verlautet, soll der General in offizieller Mission kommen. London, 6. Okt. Mit dem lenkbaren Militär- Ballon soll der „Daily Mail" zufolge eine Fahrt von Farnborough nach Windsor ausgeführt werden, wenn K a i s e r W i l h e l m a l s G a st i m k ö n i g l i ch e n S ch l o ß weilt. Das Luftschiff soll den Herrschern dort vorgejührt werden. Es soll um das Schloß kreisen, sich langsam in den Park herablassen und nach der Besichtigung durch die königlichen 5)errschasten wieder aufsteigen und nach Farnborough zurücksliegen. — DaS „Bert. Tgbl." meldet aus New York: Aus Befehl des Präsidenten Roosevelt verständigte der Kriegs- etretär Taft die japaliijche Regierung^ die Vereinigten Staaten hielten unverändert an der Ausschließung der japanischen Arbeiter fest, es sei denn, daß Japatl sich bereit erklärte, auf einen vejonderen Vertrag über die Ausschließung emzugehen. Der Kongreß wird sich demnächst mit der gesetzlichen Regelung dieser Frage befassen. Marokko. Madrid, 6. Olt. Die Neibungen zwischen Frankreich und Spanien wegen der marokkanischen Angelegenheit werden immer ärger. In scharfen Worien rügt die spanische Presse aufs neue die Wictzcleien von Casablanca und erklärt unumwunden, daß Spanien nicht geneigt sei, Vorschubdicnste zu leisten, wenn Frankreich gewillt fei, das Algeciras-Abkommen zu übertreten; cs solle die Verantwortung dafür allein übernehmen. „Liberal" erhebt entrüstet Einspruch dagegen, daß spanische Häfen zur Verhütung des marokkanischen Waffenschmuggcls von Frankreich bewacht werden sollten. Paris, 5. Okt. Die „Agence Fournier" veröffentlicht aus London folgende Meldung, die noch der Bestätigung bedarf. Einem amtlichen CommuniquH zufolge sei es wegen deL Konfliktes zwischen dem General Drude und dem spani- chen Truppen-Kommandanten sehr wahrscheinlich, daß die panischen Truppen aus Bkarokko zurückgezogen werden und daß das französische Militär allein in Nkarokko verbleiben würde. Durch diese Zurückziehung würden jedoch die spanischen Interessen in Marokko keine Einbuße erleiden. Tanger, 6. Okt. Der Panzerkreuzer „Scanne d'Arc" ist mit dem Gesandten Negnault an Bord heute vormittag in Rabat eingetroffen. Anslano. Wien, 6. Okt. Die passive Resistenz unter den Eisenbahnangestellten dauert fort. Auf dem Norbwestbahn- hofe kamen heute die Güterzüge mit 8 bis 10 und die Person en ^üge mit 3 bis 4 Stunden Verspätung an. Auch die Abfahrt der Züge verspätete sich. Mit noch größerer Verspätung treffen die Züge der Staatseisenbahngesellschaft ein. Heute vormittag begaben sich Abordnungen der Eisenbahnbediensteten der 'Nordwestbahu und der Staatseisenbahngesellschaft zu ihren Direktoren, um ihre Einwendungen gegenüber den Zugeständnissen der Verwaltungen vorzubringen. Es verlautet, daß die Verhandlungen der Bediensteten der Staatseisenbahngesellschaft mit ihrem Direktor einen sehr befriedigenden Fortgang nahmen. B u d a p e st, 6. Okt. Trotz aller offiziellen Dementi sind die Aiagazinarbeiter der ungarischen Staatsbahn in die passive Resistenz eingetreten. Ebenso- wollen heute die Metallarbeiter der Bahnhos-Werkstätte den Streik beginnen. Haag, 6. Okt. Die Haager Friedenskonferenz hat die ersten beiden generellen Artikel des Entwurfs zum obligatorischen Schiedsgericht mit 30 Stimmen gegen 6, darunter Deutschland, angenommen. Paris, 6. Okt. Doktor Ferrvul ist gestern zum Bürgermeister von Narbonne gewählt worden. Ferroul hat bekanntlich während der Winzertnsis eine führende Rolle gespielt. _ — Gestern abend sand einMeetinggegendre Marokko-Expedition statt, worin bekanntlich der aus- aewiesene spanische Sozialist Iglesias das Wort ergreifen sollte. Paul Lafargue führte den Vorsitz und erhob ener- ^ischeu Einspruch, gegen die Ausweisung Iglesias. Ver- M. H. Goslar und Wiesbaden! In Goslar war die Sig^» natur: Zentrum war Trumpf, und das Mißbehagen, daß dem so war, lagerte auch vor allem auf unseren Reihen. (Zustimmung.) Unsere Parteitage waren vielfach erfüllt von Er-- örtenmgen über die Finanzreform und über das preußische Schulgesetz. Wir hatten vielfach unerquickliche Erörterungen, in denen die Geister hart aufeinander platzten. Und doch lagerte auch auf dem letzten Parteitage die Ueberzeugung, daß wir einig auseinandergehen müssen. Und das hat die offene Aussprache in Goslar uns auch gebracht. Und als über Nacht die Neuwahlen kamen, hat sich gezeigt, daß wir die Schwierigte-twa überwunden haben. So vermochten wir siegreich in diesem Wahlkampf vorwärts zu gehen. Heute stehen wir im Zeichen^der Blockpolitik. Unerwartet sind die Neuwahlen gekommen. Sie haben eine Niederlage ber Sozialdemokratie gebracht, einen Dampfer auf den sozialdemokratischen Uebermut (Lebh. Beifall!), der sich in jenen Zeiten des Goslarer Parteitages geltend machte angesichts der Erfolge der Sozialdemokratie bei den Wahlen 1003. Der Uebermut wurde gedänwft. Die Wahlen haben uns nicht gebracht eine Niederlage des Zentrums, aber da dessen Alliierter -ufs Haupt geschlagm wurde, war auch der Einfluß des Zmtrarns gebrochen unb die Blockpolitik ist geboren worden. Eine schmerzliche Veränderung hatte uns die Wahl in Wiesbaden gebracht. Das ist kein Ruhmesblatt in der Geschichte des Zentrums unb in den pistsöa- lichen Lebensermneruugen des Herrn Müller-Fulda. ^Veisall.) Von Fulda ist damals das Flugblatt ergangen, für die Stichwahl keine Stimme für die liberalen Abgeordneten, weit jede Stärkung des Liberalismus die Gefahren eines neuen ltulturkampses bringe! Dann auch jenes Flugblatt au5 Hanau, worin es heißt, daß die Nationalliberalen die Parole ausgegeben haben ^sollen, in allen Wahlkreisen gegen das Zentrum und für die Soziale demokratie. Ich brauche hier nur entgegenzuhalten die Tatsache, daß die Zentrumsabgeordneten in Köln nsw. nur durch die Unterstützung der Liberalen gewählt worden sind. Da nun Herrn Müller- Fulda Unwahrheit vcrgeworfen wurde, hat er diesen öffentlichen Vorwurf auf sich sitzen lassen und ist der Klage aus dem Wege fegcnen Wohnungen oder auch Menschen in Mitleides gezogen werden können. ä-iarktc. Haus. .Gegen 3 Uhr trafen hier etwa 100 Turner ein und juchten sich zur kurzen, Nast ein sonniges Plätzchen auf. Aber bald wurde der Marsch über Crumbach, Fellingshausen nach Rodheim fortgesetzt. Dem Lahn-iDünsberg-Turner- bund gehören 10 Vereine mit etwa 800 Mitgliedern cm. Der stärkste Verein des Bundes ist der zu Wicseck, dem der zu Rodheim solgt. rat Lich bewilligten 100 Mk. wurden direkt nach Herbstein abgesandt), von Bürgermeister Kühn in Ober-Bessingen gesammelt 20 Mk. Der Gesamtbetrag der bei uns eingegangenen Unterstützungsgelder steigt damit auf 529 0,3 8 Mark. Indem wir hiermit die Sammlung schließen, danken wir allen, die dazu beigetragen haben, daß wir einen so erheblichen Betrag zur Linderung der Not in Herbstein Dorthin abliefern komrten. Stadt und Land haben in gleichem Maß dazu beigctragen, und damit wiederum die Genieinsamkeit ihrer Interessen erwiesen. — Der Restbetrag i wird heute an den Hilfsausschuß in Herbstein abgehen;! iveitere Gaben bitten wir dem Hilfsausschuß in Gießen (Schatzmeister Fabrikant Klingspor) zu überweisen. Bei dem Hilfsausschuß für die Abgebrannten in Herbstein gingen ferner ein: Fräulein A. Bansa, durch Pfarrer D. Schlosser 3 Mk., Sammlung in der Gemeinde Oppenrod durch Bürgermeister Balser 11 Mk. < 3 ^..Haydns Jahreszeiten. Der geinischte Chor des Sangerkranzcs wird in diesem Winter (1. Dez.) Haydns Jahreszeiten zur Ausführung bringen. An Solisten sind gewonnen: Frau Küchler und Herr Schmidt aus rZ-rankchrt a. M., sowie Herr Appun aus Hanau; ferner! -wird die KLpelle des Kaiser Wilhelm-Regiments mitwirken. Crne Wiederholung des Werkes ist für den 2. Tez. mit derselben Besetzung im neuen Theater als B o l ks v o r st e l \ lun g vorgesehen. 1 Durch einen Zusammen |t oß zweier Straßenbahn- wagen bet Ohlsdors unweit Hamburg wurden 9 Personen zumleü schwer verletzt. In D r e s d e n trug sich ein furchtbares F a m i l i e n d r a m a zu. Cm Bruder des Kellners Rogler geriet in dessen Wohnung I lni Schwägerin und bereu Schwester m Streitigkeiten, ui i eien Verlauf er die Schwester der Frau Rogler durch einen Schuß ! «fr rU» ^lr ^e-^evc l>urch ivcitere Schüsse schwer verletzte. Er selbst stürzte sich daraus aus dem 4. Stock aus die Straße und erlitt lebensgefährliche Verletzungen. Im Prozesse Hau sanden neuerdings Vernehmungen an Ort und Stelle statt, ivegen des Verhaltens des Barons v. Lindeuau. ^eni^Verhor ivohnten auch die Verteidiger Tietz und Gönner bei. -ler Ozeandampfer der White-Llar-Lmie „Cedric" ist m New- i) o r t angetornmen und ineldei stürmisches Wetter. Unterwegs ClCclnc drahtlose Meldung von dem Cunarddampsel „umbria" worin der Kommandant der „Umbria" mitcilte, einen chterllchen Stur m erlebt zu haben. Riesenwellen stosseii über die Decke der „Umbria" und schwemmten d^ ,** 2l u s dem Bureau des SLadtthcars. Ta Zweifel bestehen wegen der G u t s ch e i n e, so sei ausdrücklich darauf hingewiesen, daß die Einrichtung der Gutscheine nach wie vor in Kraft ist. — Jeder Abonnent, der verhindert ist, einer Vorstellung beizuwohnen, kann bis 12 Uhr des Aufführungstages das betreffende Abonnementsbillet zurückgeben und gegen eine kleine Gebühr einen Gutschein in Empfang nehmen. Solche Gutscheine berechtigen zum! Besuche einer beliebigen Abonnementsvorstellung, sei es | Dienstags, Mittwochs oder Freitags. Selbstverständlich muß j t)er Gutschein an dem Tage, an dem er benutzt werden I soll, gegen ein entsprechendes Tagesbillet umgetauscht werden. *6 Tas Kolosseum erfreute sich am Sonntag eines außerordentlichen Besuches. Nicht nur, daß im Saale kein Blätzchen mehr zu haben war, es mußten auch zahlreiche Schaulustige auf den Genuß des empfehlenswerten Oktober- Programms verzichten. ÜUKft unö Wissenschaft. ... - /lus Fra n tfurt a. M. wird uns unterm 5. bs geschrieben: Nun ist also „offiziell" der Winter eröffnet, benn !?.. orauksurt gibt es genau so wie bei der preuft scher Ci,enbahnverwalL''.ng einen offiziellen Beginn des WinttrL Diesen bezeichnet aber nicht etwa der Anfang der Spiei- $f:t mcbcn Katern, die bereits am 1. September wieder i9cc Pforten offnen, sondern das erste „Museums- kouzert", d. h. das erste der Konzerte, die von der ait berühmten, Museums-G'esellschaft vor Der elegantesten Gesell- faja t von Frankfurt alle 14 Tage am Freitag im großen Saale des Saalbaues veranstaltet werden. Dem dies- jährigen Eröjsnungskonzert sah man mit besonderem Untere,,e entgegen, weil diesmal ein „neuer Mann" die Batttuo m .Händen hatte. Herr Willem M e n ge l b e r g aus Amster dam, der nach der Dirigenten losen, der schrecklichen Seir (im vorigen Winter gab es nur Gastdirigenten) für dieses ^zahr als Dirigent der Konzerre c^wählt ist. Der ueiu Dir.gent, der ein aus klassischen (Bach, Beethoven unb finden sich in sehr ärmlichen Verhältnissen. — InNieder - Seemen entstand in der Hofreite des Schreiners Winter eme Feuersbrunst. Wohnhaus und Stallungen wur- I ein Raub der Flammen, denen auch große Holz- und ^ullervorräte zum Opfer sielen. Der Schaden ist verhältnismäßig groß, da Winter nur gering versichert ist. ke. Gl a u b e r g, 6. Okt. Das neunjährige Töchter^ ch c n der Eheleute Lotz fiel, als es Gänse aus der Nidder treiben wollte, in den Fluß und ertrank. ? Vetzberg, 6. Ott. Las am 1. Oktober um die Mittagszeit über das Lahntal dahinziehende Gewitter hatte auch die Bewohner unseres Dörfchens in großen Schrecken verletzt. Unjcrc alte ganerbliche Burgruine ist dabei betroffen worden. In den schon so oft von Sturmesbrausen umtobten! Die Braut als Mörderin. Junge Mädchen als^Mörderinnen sind nicht alltäglich- [^Wen. $ie 22iaynge Tochter Berta des öürgern^fv , in wie kurz von uns ; wurde, eingestanden, am 14. Mai d. I. ihren Bräuti^ den 35chlMgen Ingenieur Preßler in Chemnitz, ermord//" haben, um die ihr testamentarisch vermachte Summe von 1 oon Mark M eTÜnigm. Ueber i>re sensationell« 'JTmrbaffäre ? tnt Ncotiv an die Ernwrdung des Grafen Komarvwskri in 9t, big enmtert, liegt folgend- Darstellung vor: Am 14. Mai wurde in Chemnitz in feinem ntnFii;«.. Zimmer der 35 jährige Oberingenieur Preßler kurz vor fT" e vochzert erschlossen aufgefunden. Die Kugel war ihm durch? Muiid in das öirn gedrungen. Der Revolver, aus hem k abgefeuert war, lag neben dem Toten. Die 61 na hm e i neu Selbstmord an. Schon damals behaut j bw Dirtm des Ingenieurs, der Revolver habe sich vorbei rm Befitz des Toten befunden, doch achtete man auf diese nicht Mel In dem Nachlaß des Toten befand sich eüi ment, das die Braut Preßlers, die 22jährige Toch^ des^damaligem Bürgermeisters Beier aus bei tyvciberg in wachsen, zur U n iversaler b in einstw^ _ .. Inzwischen ist der Vater der Berta Beier gestorl^n ' tfraidein Beier selbst wegen Urkunde nfälschuna izrerberg m U n t e r s u ch u n g s h a f t. Im Laufe der UntlJ uchung traten Momente zutage, nach denen das Mädchen " 0 W rrl 5 lhres Verlobten in Betracht kam. feftgestellt wurde am Mordtage von Freiberg zuni BeR ihre., Bräutigams nach Chemnitz gekommen. Scherzend fL fie zu ihm, ite habe eine Ueber raschung öom%? ntarft wrtgebracht, er müsse sich'aber die Angen binden lassen. Als der nichts Schlimmes ahnende Bräutza" aus den vermeintlichen scherz seiner Braut einging und sich h Augm verbinden lietz, erklärte sie ihm, er solle nun den M n aufmachen. Kaum! war das geschehen, so steckte ihm di Braut den Revoller zwilchen die Zähne und drückte los. Vreiiu war aus der Stelle tot. Weitere Einzelheiten muß erst di Unterfuchung erg^cn Wie man annimmt, hat das Müdcbe> nach der Tat. loOOO Mark, die im Besitz und in der s2ßOb !r?ns ^är-aiili5.ant? .n??rcn' an sich genommen. Festgcste'i dpi Mörderin bei rhrem Be>uch ein gefälschtes Testamen nacf) bem der Brantigani seiner Braut im Fall fernes Todes sem ganzes Vermögen vermachte. Die Mörderin, die auch iwd) andere schwere Verbrechen bp ^?nrnPnabrCn Z schon erwähnt, den Mord an ihren Verlobten bereils emge,landen. 1 nud) bc.n Frieden der Welt gefördert. W unf er ^fester Wille, in nationalen Fragen fest zu st eben zur Regierung Dadurch fordern wir viel mehr.den Weltftieden, ,rJe, längsten Beratungen der Haager Konferenz. (Große Bnder rst cs nicht gelungen, den Zentrumsturm zu erfchuttcr-n. Es zaigt fich eben, mie gewaltig die Organisationen \ ^n'fckvumS rm -^aufe der Jahre geworden find, Organisationen, die nicht nur auf politischem Gebiete sich bewegen. rn - x” Zentrum hat seinen Besitzstand vermehrt durch das -o n n i Nis mitder Sozialdemokratie, — ein Bündnis, num letzt im Zentruni so wenig hören will. Älliil spricht viel e cijt voti der Flottenrede Spahns, als von der r^reuiufchaft mit der Sozialdenwkratie. Auch hier ist Bebel unser öarviizenge. Gr sagt, die Sozialdemokratie habe 12 t i ch w a h l e r f o st g e d e n Z c n t r um sarbeiternzuver- oante^n. (Lebhaftes Hört! hört!) Nun, die Sozialdemokratie s'ty Miä) revanchiert. Sie bat, wenn sie die Wahl hatte zwischen Liberalen oder Zentrum, oder Konservativen oder Antisemiten, den Ultramontanen und den Lllitisemiten den Liberalen vorgezogen So ist uns alter Besitzstand verloren gegangen. Wir hätten ohne diese Taktik Miseren Besitzstand über die 55 vermehren können. Tas war nun nicht zu erreichen, und wir werden den Scheiden das nächste Dial hoffentlich durch eigene Agitation gut machen. (Beifall.) Im Großen und .Ganzen aber haben mir gute Fortschritte gemacht. Wir haben vor allem wiederuvi unsere Stimmenzahl um Hunderttausende vermehrt, wie auch schon 1903. Tas ist ein Zeichen für die wachsende 2S erbe Fra ft der liationalliberalen Partei. (Lebhafter Beifall.) Tas ist ein Zeichen, daß jene kritischen Zeiten, in denen wir große Schwierigkeiteir in wirtschaftlichen, zum Teil in sozialpolitischen Fragen zu überwinden hatten, im wesentlichen hinter mis liegen, und daß wir ein großes, neues Eroberungsgebiet vor uns haben. Die Sozialdemokratie und das Zentrum ver- siigen über eine gewaltige Organisation, denen wir nichts gleichwertiges an die Seite stellen tonnen. Da ist vieles bei uns zu bessern. Deshalb haben wir auch zu viel schwankenden Besitzstand. Wir verlieren von den Mandaten, die wir haben, immer viel zu viel. Es geht immer viel zu viel herüber und hinüber. Tas muß geändert werden.. Wir müssen u ns du r ch ganz Deutschland organisieren, um mit einem festen Organisationsapparat in die Erscheinung treten zu können. Wir haben neue gute und große Ziele gewonnen auch für das Parlament. Wir erkennen aber an, daß sich die n a t i o n a l l i b e r a l c Jugend in voller Kraft in unseren Dienst gestellt hat. (Lebh. Beifall!) Aus Sta-L und Gießen, 7. Ott. 1907. ** In Audienz c mpfangen wurden am Samstag von S. K. H. dem Großherzog u. a. der Rettor der Landes-Universität Prof. Dr. Leist, der Geh. Hofrat Prof. Dr. Naumann, der Univ.-Sekretär Geh. Kanzleirat Schäffer und der Univ.-Sekretariatsassistent Erle. ** Hilfe für Herbstein. Seit unserer letzten Ber- öffenllichung gingen bei imferec Geschäftsstelle noch ein: Ungenannt 1 Mk., Dr. Schliephake 10 Mk., von der Bürger i meisteret Lich gesammelt 25.20 Mk. (die von dem Gemeinde-! Kochstiftung. Der Verein Hess. Zahnarzte hat der U n i v e r s i t a t Gießen zur dritten Jahrhundertfeier nachträglich den Betrag von 2000 Mk. als ,^Kochsllftung" überwiesen. Tie Zinsen dieser Stiftung sollen wissenschaftlichen Zwecken des künftigen zahnärztlichen Universitätsinstituts gewidmet sein. [j Klein-Linden, 6. Ott. Heute fand das Ernte- d^anksest unter sehr starker Beteiliginig der Gemeinde statt. -Lee Gottesdienst wurde durch die Gesangsvortrüge des ae- mischten Chores und die Vortrage des PosalinenchoreS, der auch die ^horale begleitete, sehr verschönt. Der Altar war mit den Früchten der Gärten und Felder hübsch geschmückt. = i? jeck, 6. Oft. ForsthauS Waldhaus, inmitten dcS Krochorfer Waldes gelegen, galt heute als Ziel für i ben ^urngang des Lahn-Dünsberg-Turner- bunoes. Ter Sammelpunkt war Bahnhof Lollar- Abmarsch mittags 12 Uhr. Anfangs nur eine kleine Schar, toufy* die Zahl der Teilnehmer von Dorf zu Torf. Ver- S toarcn ^Kbct: Launsbach, Wißmar, Hausen, Mainzlar, naubnngen. Wie,eck und , , - b< ni Borin ritt \r‘- 7“ ,wv,‘ |U U|1 Uün ^"'rmesorc , ___________ ber Jugendkapelle S ging eS ufen cm Blitz hernieder und riß wohl zentner- Udenhausen hinüber in mn Wißm L , ' J Gtc,n^ |nnö b,m alten Gemäuer heraus. Ter erst , namentlich im , > auSgebcfferte Burgturm ist an feinem *"** ä -» « »-E -tt- Grünrn gen, 6. Ort. Unser Städtchen prangte heute im Festichmuck, galt es doch, mit der Kirmes das neu erb oute stattliche Schulhaus cinzuweihen und ferner ^Bestimmung zu übergeben. Im Sommer vorigen Zahres war mit dem Neubau begonnen worden, der jetzt mit einem Kostenaufwand von ca. 60 000 Mk. vollendet ist und Mitte Oktober mit Beginn des Winterhalbjahres ui Benittzung genommen werden soll. Bei der heutigen tyeter firfammette sich um i/23 Uhr der J^stzug, bestehend den Berrretern der Kreisschulksmmisfion Gießen, der Baubehörde, ben Orts-, Schul- und Kirchenvorständen, den Gesangvereinen, dem Kviegerverein und den beiden Schul- tlosfen. Der Zug begab sich durch ben Ort nach dem alten Schulhau.e. Lehrer Momberg er sprach Worte des Abschieds t)on ber langjährigen Bnbungsstätte der Gemeinbe ow Schulkinder sangen „2lch bleib mit deiner Gnadet ^cach dem Gesang „Unfern Ausgang segne Gott" bewegte sich der Festzug nach dem Neubau. Das Vaterlandslied „Wo ein Altar steht" wurde vom Män.lergesanaverein vorae- tragen. Dann hielt Schulrat Kleinschmidt- Gießen die A^eiherede. Er wies auf den Besuch der ausländischen Schul- manner hin, die vor einigen Wochen im Kreise mehrere so auch bte hiesige besichtigten. Sie sprachen bezüglich der schonen Schulhausbauten ihr Erstaunen und ihre ^etvunderung aus und erklärten, daß im Kreise Gießen Ek schntfrenndliche Bevölkerung wohnen müsse. Scl ul- rae Kleinschmidt hob baiin dn§ Entgegenkommen üer Stadt Grimlngen und das Verdienst des Baurats Tiehin und des StraßenmcisterS Mohr hervor. Tas neue Schulhaus solle eine Alan^- und Pst'egesratte der Religiosität und Vater- landslicbe und guier deutscher Zucht und Sitte werden in der auch der Jugend die Kenntnisse und Fertigkeiten uocrmuwlt werden sollten, di- zum praktischen Leben er- forderlich seien. Hierauf sang der JMeimfche Gesangverein „Mach Die 4.ore weit" und ioer Mannerchor „Nun preiset alle Zolles Barmherzigkeit". Straßen meister M o h r dankte oen Bauyanv werkern. Baurat Diel) m - Gießen wies darauf > yiu daß das Haus auf historischem Boden siebe, neben der ^ah^Hunderte alten Linde, die das Sinnbild und Wappen Grüningens ist und bereit Bild man auch über dem Eingang öum.Schulhaus angebracht habe. Er schloß mit dem ; Wunsche: Moge bas Haus ein Segen sein für das zu- iunftige Geschlecht, damit es seinem Wahrzeichen gleiche mögen die Manner zäh und je ft sein wie das Holz des Baumes, bie Frauen lieblich wie der süße Duft der Linden- , blute. Regierungsrat Welcker überbrachte bie Glück- I Umusche des Provinziald.rektors Geheimerat Dr. Breidert und sprach die Freuoe der tlrcisschulkommissiön aus, daß I früh et er Schüler, Bauunternehmer Heinrich Sames eine Stiftung von o00 M?. zur Beschaffung von Lehrmitteln uoerwtesen habe. Bürgermeister Gilbert öffnete hierauf das Hauszur Besichtigung, und nun ergoß sich die zahlreiche Zuschauermenge in die Räume des Gebäudes. 4n dem Schulsaal der 1. Klasse gedachte Lehrer Momberger in a.anrbaricit des hochherzigen Stifters dec Lehrmittel, die Redner znm ^eil in einem ebenfalls von H. Sames geschenkten Schrank untergebracht hatte. Die Lehrmittel besteben 8 Jahre Insassen blieben unverletzt und fuhren im Wagen nach Schloß nnoen nni bhr r*-" ' Zuchligungen vorgenommcn werden sollen, an den dort zu über- sullicher Besserung unlergebrachten Mädchen, sind wiederholt Zöglinge bu^mchen. Auch neuerdings ist wieder eine Anzahl ausgebrochen. 1^ Ncadchen wurdcii von einem Gendarmen im Walde bei Drosedow aufgegrissen. Amtlicher Teil Allgemeiner Deutscher Versicherungs-Verein in Stuttgart Bekanntmachung Gegründet 1875. Auf Gegenseitigkeit. 8S17/6 der Aus' [6335] Reelle Preise. Coulante Bedienung! Bahnho fsi^ake 27. Aktien ohne Börsennotiz. [D7/io Vabnbosstrafe 27. fn7/„ bei [6354 erhältlich. Neuester vervollständlgter 07544 verlegt habe. 075131 Lrammstraße 15. 6336] KaMGelnche IW WKWZW Gesamtvarsicherungsstanu ber 700C00 Versichei unger. Monatlicher Zugang ca. 6000 Mitglieder. franko Provision ioun au verkaufen. crLBZetterdabrr, Ztordantage 3. klinik Frankfurter Straße 85 einzusehen. Gießen, den 1. Oktober 1907. 4% J nach Vereinbarung. 10. Oktober---- — —...... . -- . mit Wirkung von diesem Tage in das Eigentum der Beteurgten. Die Ueberweisung erfolgt unter _ folgenden Bedingungen: 1. Meliorationsarbeiten können auf den neuen Grundstürken A. Conrad, Glicrwaclifmeister i. P., feriinbergegstraasc 60 B0~ Vertreter aus allen Ständen überall gesucht Heute und morgen Fasclochsenfleisch 48 Pfg. [B7/, GeöNnel vis 9 Uhr abends. Nicht üverfehek! Wollen Sie bitte, daß mein Medizinal - Lebcrthran in bekannter bester Qualität wieder frisch eingetrosien ist. Derselbe ist in Probeflaschen von 50 dfg. an sowie auch tose ausgewogen erloschen. Gießen, den 3. Oktober 1907. Großherzogliches Amtsgericht. B7io 07546] Tasclbirncn und Aepfcl zu verk. Settersweg 81, II, Ums. GrLginaL-DrcrhtmeLdLLrrgcn. sd. Darmstadt, 7. Okt. Der Groß Herzog und Prinz Heinrich sind heute vormittag 7 Uhr 44 Mm. -u den Beisetzungsfeierlichkeiten nach Karlsruhe ab- M^chttche NachrLchSe^, Evangelische Gemeinde. Montag den 7. Oktober, abends 8 Uhr: Bibelstuitde im Koufirmandettsaale der Johannesgeineinde. Pfarrer Ausfeld. B2/10 Joseph Hers | Bankgeschäft, p Neue Baue 23. W in 5 und 9 Pfund Kisten 28 Psg., in 20 Pfund Wannen 25 Pfg., ausgewogen 35 Psg. per Pfund. Hochachtungsvoll a7/10 Vermietung von Schrankfächern in meiner Stahlkammer unter Selbstverschluss der Mieter. An- und Verkauf von Wechseln auf das Ausland (Divisen), sowie Diskontierung von prima Bankakzepten zu vorteilhaften Sätzen. Entgegennahme von Bareinlagen, und vergüte ich bis auf Weiteres <8erM)ts?aaL. Bamberg, 5. Okt. Das Schwurgericht in Bayreuth ver- itrf eilte den Schreiner Heinrich Grün berg aus Lichtenfels, der feine Frau aus dem Krankenbett ermordet und die Leiche ins Wasser gcivorten hatte, zu zwölf Jahren Zuchthaus. enthaltend die Fahrzeiten der auf den Stationen Gießen, Frankfurt a.M. Gefiel, Marburg, Friedberg Lollar, Londorf, Zronhausen Wetzlar, Loblenz, Köln, Fulda, Alsfeld Gründerg, Gelnhausen, Nidda, Schotten Hungen, Laubach, Lich, Stockhelm u. Gedern ankommenden und abgehenden Lifenbahnzüge, sowie die Fahrzeiten der vieberthalbahn zum preise von 20 pfg. in der Geschäftsstelle des Gieß. Anz. vorrätig, kann auch durch die Austräger bezogen werden. !♦ FuLterLieserrwg sirr die medWislhe Jettrivürklimk iu Gießen. Für die Zeit vom 1. November 1907 bis zum 31. Oktober 1908 soll die Lieferung von Heu, Stroh (Handdrusch), Hafer, Weizenkleie, Melasse, Oclkuchcn und Hundekuchen für die medizinische Veterinärklinik vergeben werden. Z. Verkauf vom Dimgcr. Der in der Zeit vom 1. November 1907 bis zum 31. Oktober 1908 gewonnene Dünger soll nach dem Gewichte, so wie er sich in der Grube findet, an den Meistbietenden verkauft werden. Reflektanten werden ersucht, ihre Angebote an die Direktion bis zum 15. Oktober d. Js. einzureichen. Die Bedingungen sind in der medizinischen Veterinär- 5- und Giäbriß, zu verkaufen. Ziegelei Faber, Leihgestern. Unter Garantie der Stuttgarter Mit- und Rückversicherungs-Aktiengesellschaft. Kapitalanlage über 50 Millionen Mark. Haftpflicht-) msisS Lebensversicherung. Prospekte, Versicherungsbedingungen, Antragsformulare, sowie jede weitere Auskunft bereiiwilligst und kostenfrei durch Echte Fmks. KmWen, st. Wieuer Wiirsichen zum Sieden per Paar 15 Pfg., ff. Ktlikaieß Ledemur-t, bochfeiufte empfehlen gereift Die Rückkehr erfolgt heute , gegen abends mittelst -Sonderzuges. Karlsruhe, 7. Okt. Heute vormittag 8.47 Uhr ist der König von Sachsen hier eingetroffen. Er wurde am Bahnhofe vom Großherzog, dem Prinzen, Max und dem preuß. Gesandten v. Eisendreher empfangen. Rom, 7. Okt. Gestern fanden hier wie in anderen großen italienischen Städten antimilitaristische Versammlungen statt, deren Teilnehmer meist aus Erste allgemeine Vertreter Versammlung, halbwüchsigen Burschen bestanden. Es kam nirgends zu Zwischenfällen. Brüssel, 7. Oktober. Einem Blatt zufolge werden alle Wertgegenstände und Juwelen der v e r st o r b e n e n R ö n i g i n der Belgier unter den Hanuner gebracht werden. Diese Berstelge- rung erfolgt aut Betreiben der Gläubiger der Prinzessin Luise. Unter den Juwelen befindet sich u. A. ein Diadem, das der Königin anläßlich ihrer silbernen Hochzeit vom Lande geschenkt worden war. Paris, 7. Okt. In Oran sind zwei neue Pest fälle vorgekommen. Ministerpräsident Elemeneeau ordnete deshalb Bekanntmachung. In das Handelsregister Abt. A. wurde bezüglich der Firma Wilh. Hild in Gießen eingetragen: Die Firma ist .AiomniOTiOobructc ms Meer. Biele lleuie an Bord ertrank en. «^ie drahtlose Verbindung mit der „llmbria" brach dann ab, so bnf’ der „(Scbric*' feine Nach rieht mehr erhielt. 2! an erwartet mit £pamumg die Ankunft der „Umbria". täglicher Kündigung 1 monatlicher 6 12 Eröffnung von laufenden Rechnungen, An- und Verkauf von Wertpapieren an allen in- und ausländischen Börsen, Einlösung von Zins- u. Dividendenscheinen, Verwaltung und Aufbewahrung von Wertpapieren, Gewährung von Krediten, Beleihung von Wertpapieren u. Waren unter günstigsten Bedingungen. Eröffnung von provisonsfreien Scheck- und Depositenrechnung zu kulanten Zusätzen. Ausstellung von Kreditbriefen für In- und Ausland. An- und Verkauf von Kuxen, Obligationen, sowie ,Br reisend» HOSPIZ Damen evang. Schwesternhaus,) tiieeseu» Joh&noMStr. 7. (im remrafstger Saamr Ziegenbock prima Exemplar, 8 Monate alt zu verkaufen. 6329 Georg Schudccrer, Qinnnergc’ schatt, Läaewerk Gießen. Hochachtungsvoll Lows RHOer Schreineriiaelster. Geschäfts-Verlegung. Meiner werten Kundschaft zur gefälligen Mitteilung, daß ich vom 1. Oktober ab mein Geschäft nebst Wohnung von Ludwigstt. 14 ».uh ScMfienbergerweg 22 (Neubau) AHM-WiMM. Morgen DienStag, den 8. Okt., abends 8V2 Uhr, großes Spansau-Efsen wozu alle Freunde und Bekannte höchlichst cinladet Aiticrt Kappmatnsi. Eich»« Mikikr-Nelei«. Mittwoch, 9. Oktober ds. Js., abends 9 Nhr im Saale des „Hotel Einhorn" Oeifentliche Mieter-Versammlung Tages-Ordnung: Berichterstattung über den Verlaus der Kanatgebübrenangelegenheit. — Die Steuervorschlüge des Herrn Rechtsanwalt Raab. — Bespreck-ung über die bevorstehende Stadtverordnetenwahl. — Verschiedenes. 6337 dieser Versammlung sind alle Mieter freundlichst eingeladen. die Aufrechterhaltung der seitherigen strengen BorftchlS- maßregeln an. New-P ork, 7. Okt. Nach einer Meldung aus Waterburg im Staate Eonneticut stürzten 600 Personen, die auf einer Tribüne einer öffentlichen Versammlung bei* wohnten, infolge Zusammenbruches in den unter der Tribüne lausenden F l u ß. Soweit bekannt ist, ist eine Person getötet worben, zahlreiche andere sind verletzt. Newyork, 7. Okt. Der Jahreskonvent deS deutsch amerikanischen Nationalbundes nahm ein Anerbieten des Zeitungsherausgebers Hearst an, auf seine Kosten im nächsten Jahr 10 Vertreter der; deutsch-amerikanischen Presse nach Deutschland zur Errichtung eines Bureaus zu schicken, das ait der Besserung der deutsch-amerikanischen Beziehungen arbeiten soll. Tiefenweg 19 Thea Schäfer Tiefenwey 19 Bestattuugsgescliätt „Ruhe Sami“ Separates Lager in Metall-, Eichen- n. Tannen-Särgen Frische Trauben Aus heute eintreffenden Zufuhren empfehlen wirr Hochfeinste Z^tbullen Vogelsberger-Nasse IV2 Jahr steht 1 zu verkaufen bei Georg Schmir, Wißmar 39, Kr. Wetzlar. O Zwei gute, zngfcste [07409 Detr.: Feldbereimgung in der Gemarkung Borsdorf. Nachdem Großh. Ministerium des Innern, Abteilung für Landwirtschaft, Stentel und Gewerbe, durch Verfügung vom 26. September d. I. den Zuteilungsplan der Gemarkung Borsdorf für vollziehbar erklärt hat, bestimme ich als Zeitpunkt ~ Jühruna des Zuteilungsplans (Eigentumsübergang) den Iber 1907 und überweise hiermit die Ersatzgurndstücke Gießener Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung für Heften am Dienstag den 8. Oktober: Kleist trüb, Regenmlle. Etwas kälter. Westliche Winde. Konsyite± Giessen und Umgegend. Unfern Mitgliedern zur Nachricht,^ daß der Bericht über das sechste Geschäftsjahr fertiggeftelll tftunb nt beiden Verkaufsstellen, Afterweg 6, Bahubofstraße 31, zur Verteilung gelangen. Wir bitten, nach Durchsicht den. Bericht an besreundeteDamiuew zu geben und sie auf die Vorteile! unseres Vereins aufmerksam zu machen. [6315 __Der Vorftaud. Meine Wohnung besindet sich von heme ab Lrtdwrgstraße 6 II. o74,o Frau Schott, Weißnäherin. Gleichz. empfehle nach zum Amerr u. Aufarbetten von Steppdecken Junge Frau empfiehlt sich im Anfertigen von Damen- u. Ämter* kteidern. Auch können daselbst 2 vis 3 junge Mädchen das Nähen und Ztrschneiden erlernend Näheres Lcchgesteru, 074361__Bahnhofttraße 17., Wer gibt einem schreibgewandtem jun geil Mann auf einige JUtonnte' Beschäftigung in fchriftt. Arbertew resp. im '.'tachtr. v. Buchern? Schr. Ang, u. 07477 a. d. Gieg. Anz. erb. Junge, lucht. Leute suchen gut-i gchendc Wirtschaft zu mieten. Kaution vorhanden. Schristl. Angebote unter 07401 an den Eiegener Anzeiger erbet. 1L500 Mark von Selbstdar- leiher (gerichtliche Taxe 21000 M.js nach auswärts von pünktl. Zrns- zahler zu lechen gesucht.—Schrift!.^ Angeb, unl. 6347 an den Gietz.Anz.. evut n erhaltenes «vViu 5U taufen gesucht. Schriftliche Agebote unter 6339 an den Giehener Anzeiger erber., Foükrners^iikMfki! gejucht. 07536] von Benares, Koloffeum. Einige gebrauchte, große LS- Saal-5.''ülicfen *^53 LU taufen aesuckt. Schrtftl. Anfragen unter 07439-; an den Gieß. Anz. erbeten. Grotzh. Direktion der medizinischen Veterinärklinik. Vergebung von N^anrerarbeit. Dre Maurerarbeit für die Herstellung einer Stützmauer an der Nordanlage zunächst der höheren Mädchenschule soll Freitag, den 11. dsö. Mts., vormittags 11 Vs Nbr öffentlich vergeben werten. Die Verdingungsunterlagen liegen während der Lienststunden bei uns zur Einsicht auf. Angebote aus Vordruck, der daselbst erhältlich, sind spätestens bis zum vorgenannten Zeitpunkt verschlossen und mit entsprecherlder Aufschrift versehen an uns emzureichen. Zuschlagssrist 3 Wochen. Gießen, den 5. Oktober 1907. BVio Städtisches Tiefbauamt. I. V.: Köbler. Germania-Drogerie, Carl Seibel. Telefon5 93. J-ranksurterstr. 39. gepiäück.te W iutertafelüpfel: Goldparmäne, graue Reinette, grüne Reinette, roter staüiüiU, grüner llallwlll, 5 Sorten 100 Pfd. in 1 Korb 15 Mark. Korb Selbstrostenpreis 1.50 Mk. Körbe nehme z. Selbstkostenpreis ftartto zurück. Versand unt. Nachnahme. [623S Ät. Neugartcn, Fritzlar, auch fermerhin vorgenommen werden.^ 2. Tie beteiligten Grundeigentümer müssen sich eine Veränderung der Zuteilung gefallen lassen, die infolge ter Ausführung von Meliorationsarbeiten, der Anlage von^Wegen, Gräben und dergl. innerhalb ter Zeit ter Ausführung dieser Arbeiten nottvendig lverden. Ein hierdurch bedingter Älb- und Zugang von Gelände wird dem neuen Eigentümer nach dem Bonitätswert vergütet bezw. zugeschrieben. B ü d t n g c n , den 30. September 1907. Ter Großherzogliche Feldbereinigungskommissär: __Tr. Go ertz, Regierungsassessor._______________ KekamNmaHimg. Betr.: Abhaltung der Biehnrärkte. Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntnis^ daß der Auftrieb zum Biehmarkt von Dienstag den 8. Oktober 1907 ab bis auf Weiteres um 7 Uhr vormittags zu be- ginnen hat. Gi e ßen, den 6. Oktober 1907. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Reinhart. Ein kl. Woliulrauö 2stöcklgmtt Mansarde und Garten in guter Ein «pelreauji A*age zu verlausen. 16343 Näheres der Bitz K. Klees, Südanlase 18. 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Am Sonntag vormittag entschlief sanft nach längerem, schwerem Leiden mein lieber Bruder, unser guter Onkel n,Die Beerdigung findet Dienstag, den 8. Oktober, nachm. Uhr von der Kapelle des alten Friedhofs Die Beerdigung findet Dienstag den 8. Oktober, nachmittags 3 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt. 6353 07470] Schön möbliertes Zimmer zu vermieten Licherstr. 23, II. aus statt. 634! 0344] Geräum. 3- Zimmerwohn. tm 2. Gwck mir 2 LLans.-Räumen Mu. all. sonn. Zubeh. versetzungs- tialber sowrt zu vermieten. Ludwig Kohlermann, Bleichstr. 12. In meinem Neubau, Schvttstr. 15, ©icfeeib einige 3-Zimmerwohn. öer Oieuzclt entpr. elugerichl., mit u. Gartenaul. z. verm. Archtt.Pfannenschmtdt, Langgöns. 07399 Allen Verwandten und Bekannten die schmerzliche Nachricht, dass unsere unvergessliche tieusorgende Mutter, Schwester, Grossmutter,’ Schwiegermutter und Tante Frau Katharine Schmidt Ww. geb. Wolhab im Alter von <4 Jahren nach schwerem Leiden sanft dem Herrn entschlafen ist. Familie Rotte. „ Judt. „ Keitz. Giessen (Bahnhofstr. 34), 6. Oktober 1907 B-gvfifs kä xsssj ——_ b35o Samstag den 5. d. Mts., nachmittags 2 Uhr verschied sanft nach schweren Leiden, im Alter von 58 Jahren, meine langjährige Wirtschafterin Främein die mit seltener Treue und unermüdlichem Fleiss" meinem Hauswesen vorgestanden hat. 41/ rRl6 i?cr|d.1f“ng finde,t visnstag, den 8. Oktober, nachmittags /4 ühr lu liessen von der Kapelle des neuen Friedhofs aus statt. Herr Friedrich Schlicht Bahnsteigschatiner i. P. Schöne 3-Zimmerw. (mittlerer Swck» au ruhige Familie z. verm. 07538) W. deiner, Baiser-Allee 48. Sieget LerSieH! bietet sich gewandten Herren durch dre Uebernahme memeS Ätuster- u. Umgegend, jährlicher Beroienst ca. 2büu Mk. Auch als Nebenbeschäftigung zu betreiben. ^achkenntmsfe find nicht erforderlich. 6342 Nähere Auskunft erteilt, am Dienstag von vormittags 10 Uhr an. Ad. Schrocder, z.Zt. Hotel Swütz. Vertreter, hoher Verdienst, sofort Braunschweig 201. Reics vtaiittheM Gießen. Direktion Hermann Steingoetter. Dienstag d. 8. Oktober 1907: 2. viWlLL-LdüW..Vl»i-8lejillii6. Anfang 8 Uhr MiAfchc Kecchhkt. Schauspiel in 4 Aufzügen nnÄ Henrik Ibsen. Weitem abend ift unser jüngstes Söhnchen W schlafen.3V* 3,tonalcn nach kurzem Leiden fonft ^leses zeigt tiefbetrübt an 07556 Familie F. Brunke. Heute nachmittag 3 Uhr entschlief nach langem, schweren Leiden, unsere innigstgeliebte Mutter, Schwiegermutter, Gross- mutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Moses Oppenheimer Ww Johannette geb. Schönthal im 82. Lebensjahre. Dienstag, den 8. Oktober, abends 8% Uhr pünktlich im Saale des Hotel Einhorn: L öffes^Edher* Vortrag, Herr Dr. Viktor PohLmester, Berlin: Gerhard KaupLmanns Dichtungen eine kritische Würdigung. Eintrittskarten sind zu 30 Pfg. abends an der Kaffe zu haben. v„ Kausmümlischer Verein und Ortsgewerbeverein. Sturmer zu verm. 0,363s I. ^«.olte, Dammstr. 43, III. Saubere Schlafstellen billig zu verm. 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