Erstes Blatt Donnerstag7. November 1907 157. Jahrgang ♦ General-Anzeiger für Oberhessen «otaNonrdrnS «nd Verlag der vrühl'schen Univ.-Vuch- und Steinörutferel 8. Lange, kedattlon, Erpedirion und yruckerei- Schulstrsßr ?. gie '.ieulrge Mmnmernmsaht Seilen. io ii] lebe"' wiesen worden. Rußland. ■ -achte« i, wie t hier i wie :ad in «führte ;r gut ■n des c gute io der haben nd up da die ldwirt le Ge- lolität dwirt- Saat- ^eäar- hmen. eizens, letzten zurürk- reunde schließ- XV )ie Gü-e m( Rauf luch für schöner rc- In tarnen^ werden inte gt» ig imi> Schaden werden, minbet Ülte9Uttg Karlamel'lsvo^chau. Je näher der Termin des Parlamentszusammentritts .:*aiiriicft, desto wünschenswerter ist eine Klärung der iituatünt nach beiden Seiten hin, sowohl die Haltung, i;e die Regierung zu den verschiedenen Tagesfragen ein» ^nehmen gedenkt, wie die Stellungnahme der Parteien untereinander, sowie zu den verschiedenen Regierungs- Allagen. Kurz nach dem Zusammentritt des Reichstages soll auch der preußische Landtag seine Session beginnen, odaß wir diesmal ausilahmswei.se früh in die parla- nentacifclx Hochflut hineingeraten werden, zumal speziell in preußischen Abgeocdnetenhause wichtige Vorlagen noch poiitijcfye Herabsetzung der Parlamentsdräten in Frankreich. In der französischen Kammer wurde gestern ein neuer Gesetzvorschlag eingebracht, betr. die Herabsetzung der Diäten für die Abgeordneten auf 9000 Francs, sowie einen anderen Gesetzvorschlag, bas Gehalt von Beamten auf ein Maximum von 9000 Francs zu bestimmen, mit Llusnahme desjenigen für den Präsidenten der Republik, für die Minister, Gesandten Und die Generalgouverneure in den Kolonien. Die hierdurch erzielten Ersparnisse sollen in die Arbeiterpeusions- kasse fließen. Der Gesetzentwurf stützt sich darauf, daß die Mehrzahl der Wähler Gegner einer Erhöhung der Diäten sind. Dieser Antrag ist einem Ausschuß über- Bez» gHpretS» monatlich 7k>PP viertel- jährlich Mk. 2.20 durch Abhole- u. Zwerg ft eilen monatlich 66 Pj.. durch die Post All. mertcl» jährt ausjcht Beüellg. ßetlerurrett: lokal 16 'UU auSivärtS 20 Piennrg. Lerankio örtlich für den poltttjchen Zetk E Anderten, j rtfuiUe» ton und .VermuchleSE P Wulko. für .Äradl u. Land' und .Gerichts» fnal- E pee, iüi den Anzetaenteil £> Beck. Berlin, 6. 9too. Die Kaiserin hat, wie Wolffs Telegr. Bur. hört, auf dringendes Ersuchen des Königs und der Königin von England nun doch noch zugesagt, den Kaiser nach England zu begleiten. — Der Preußische Landtag wird auf den 26. November einberufen. — Die erfte Sitzung des Reichstags findet am 22. November nachmittags 2 Uhr statt. Aus der Tagesordnung stehen die Berichte der Kommission für Petitionen. Hannover, 6. Nov. Wie der Hannoversche Courier erfährt, hat Preußen nunmehr auch mit der sächsischen Staatsbahnverwaltung Verhandlungen eingeleitet, die auf den Beitritt Sachsens zur preußisch- h e s s i s ch e u Wagengemeinschaft abzielen. Hamburg, 6. Nov. Wie das „Fremdenblatt" erfährt, ließen einzelne Steuerbehörden in verschiedenen deutschen Städten anfragen, in welcher Form eine höhere Belastung der Tabakindustrie und des Handels am wenigsten schädigen würde. Köln, 6. Nov. Gegen die „Köln. Volksztg." ist ein Verfahren wegen Majestätsbeleidigung eingeleitet worden. Die Staatsanwaltschaft findet die Beleidigung des Kaisers in einem Artikel der überschrieben ist „Erja>tz Eulenburg" und in dem eine Meldung der Berliner Neuen Gesellschaftlichen Korrespondenz kommentiert wurde. Gestern fand in der Redaktion eine Haussuchung nach dem Manuskript des Artikels statt, die jedoch ergebnislos verlief. Die Angelegenheit wird, wie die „K. V. Z." mitteilt, sehr dringend betrieben._____________________________ rr. 26Ä ,schein täglich juü*’ Sonnlagt. Dtehene, Anzeiger ben hn Wechsel mit m hessischen Landwirt ie Lietzener Kamlttin- lüiter viermal m hei ‘ od)e beuteleqt und prtmrtl ivöchenklichdas rtlsblatt füt den Kreis sitzen pernwlecb-An» >11101. d. SiebaCnon 112 ierfag u. Gypebthon 51 iflbitflt tür Te pf leben: ! «nKtfl«« Wietzen, rnnahme «« Anzeigen |üi tue LageSnuiiiilier oorrnlttagS 1U Uhr. Mohamedaner, 12 Sozialdemokraten, 28 Linke und 2 Wilde. Der Spezialkommission bei der Hauptingenieur-Verwaltung sind die Arbeiten zum Bau eines lenkbaren Luftschiffes übertragen worden. Das Gewebe für das Luftschiff soll ausschließlich russischer Produktion sein. Der Vttitor ist bereits im Bau und wird in vier Monaten sertiggestellt sein. In nächster Zukunft wird eine besondere Halle für die Zusammenstellung des Luftschiffes errichtet. Warschau, 6. Nov. In den letzten acht Tagen sind mehr als 600 Personen in Warschau verhaftet worden. Infolgedessen ist die Ueberfüllung in den hiesigen Gefängnissen so groß, daß die Regierung in Petersburg von den Warschauer Behörden telegraphisch ersucht worden ist, alle bereits zu Zwangsarbeiten verurteilten Häftlinge sofort nach Sibirien abzufchieben. Heute kam aber eine telegraphische Antwort, daß es unmöglich sei, diesem Ersuchen nachzugeben, weil auch alle Gefängnisse in Sibirien überfüllt sind. Vorläufig soll also ein Teil der Gefangenen nach der Stadt Kielce gebracht werden. Diese Stadt ist nämlich in ganz Russtsch-Polen die einzige, in der das Gefängnis noch nicht überfüllt ist. Helsingfors, 6. Nov. Zu der ordentlichen Sitzung der Kadettenpartei sind hierüber 200 Vertreter ein» getroffen. Heute sand eine geheime Sitzung statt. dienst, zur Verfügung stehen. Jedenfalls ist aus solche Leise dem Vereinsgesetz eine wesentliche Schärfe genommen und dadurch erscheint die Annahme im Reichstage gesichert. Es gewinnt somit den Anschein, als wenn es gelingen werde, den Block weiter zusammen zu halten und namentlich die große Aussprache bei der ersten EtatSlesung dicd ja zeigen, ob Fürst Bülow mit Glück operiert hat. Sonst dürsten'vor Weihnachten nur noch einige kleinere Vorlagen, die zum Teil von der vorigen Tagung iroch übrig sind, zur Erledigung gelangen, darunter namentlich der Entwurf betr. die Bestrafung von Majestätsbeleidigungen, Sicherung der Bausorderungen, vermehrter Schutz der Heimarbeit usw. Die Flottenvorlage wird voraussichtlich erst Ende Januar an das Haus gelangen, allzu großen Schwierigkeiten dürste sie aber kaum begegnen, da es lediglich schisssbautechnische Gründe (mb, die diese Vorlage diktiert haben, und die Kosten halten sich in mäßigen Ocenz-en. Alles in allem steht dem Parlament reiche Arbeit öcvor und es wäre erfreulich, wenn man ohne lang ausgedehnte Debatt en zumZ iele käme. J’Ull Soll r brrnn/ •le au*' tat) dz! n9 übr» lean NO ior der Weihnachtspause zur Beratung gelangen. Neben btr!r,n Lehnrbksoldungsgesetz ist es die Polensrage, die einen Obholz»bhasten Kampf in der parlamentarischen Arena im Ge- beim «lge haben dürste. Der Etat selbst, sowie die Vorlage j >«||t die Beamtengehälter sollen erst nach der Weih- e Eigi«! Mchtspause herankommen, was wohl aus Rücksichten gegen» >egel jf, Lber dem Reichstage zurückzuführen ist. Auch im Reichs- in jtiße wird die parlamentarische Arbeit sofort mit Hoch- iTi? r11^ einsetzen, denn Fürst Bülow legt'Wert darauf, dem Mröil fk'chStage ^rei wichtige Entwürfe vorzulegen, neben 1‘onberet Im Etat die Börsennovelle und das Reichsvereinsgesetz. Lfn.’-Sl Bereits in den letzten Tagen haben wieder mehrfach ■Ä'fy Besprechungen des Reichskanzlers mit verschiedenen Partei- ^ringeiid züh^rn stattgesunden, denn gerade in den ersten Tagen nb ver- lach dem Zusammentritt hat der Block gelegentlich der i öfter- Inden letztgenannten Vorlagen seine Feuerprobe zu be- lehen, und es liegt aus der Hand, daß Fürst Bülow - dlle seine Geschicklichkeit ausbieten wird, um feiner Politik iim Siege zu verhelfen. Leicht wird ihm das nicht sein, pn die Bürsennovelle hat bei der Rechten nicht wenige Begner, die durch das Zentrum eine ganz bedeutende Unterstützung erfahren. Allerdings soll der Entwurf weit- »chende Zugeständnisse an die Rechte enthalten, um diese Lir die Vorlage zu gewinnen, während anderseits die Linke »ich gleichsatls mit den nicht unbeträchtlichen 23er» »Ljfernngen, die der Entwurf trotzdem vorsieht, begnügen dürfte. Auch hinsichtlich des Reichsvereinsgesetzes scheint man in der kritischen Sprachenfrage zu einer Milderung klommen zu sein, um die Zustimmung der Linken zu Geiuinnen. Wie verlautet, soll nämlich ein Verbot von Ansammlungen wegen Gebrauchs einer fremden Sprache jnuc dann erfolgen, wenn nicht genügend Beamte zur lieber» Petersburg,?. Nov. Bis 12 Uhr mitternachts lagen Reibungen über 425 Abgeordneten wählen zur Duma vor. Unter den Gewählten sind 195 Rechte und |[ Monarchisten, 128 Oktobristen und Gemäßigte, 8 friedliche Erneuerung, 37 Kadetten, 15 polnische Nationalisten, sechs tvachuug vorhanden sind, die der betreffenden fremden 0 toar. Sprache mächtig sind; eine gewisse Willkür seitens der reifen, Lehörden ist zwar auch bei dieser Moderierung der Be- ' nicht Kimmungen nicht gänzlich ausgeschlossen, aber die Regie- er- _cr* jnmg muß doch in ihrem eigensten Interesse dafür sorgen, 5w,rR daß in den gemischtsprachigen Bezirken genügend Unterbeamte, insbesondere für den Außen- und Ueberwachungs- ist, nautisch weniastens, als „eine Reihe von Vvriä>ristrn bestimmt worden, die von einer Anzahl gelehrter Pedanten auf- genellt und von einer Anzahl anderer geehrter Pedanten genehmigt worden sind, wonach sich die Durchführung kriegerischer Operationen vx richten hat, von denen die erwähnten Peoanten sich tatsacylich feinen Begriff machen können." Diese Äegrifisdenimmung ist natürlich eine übertriebene und etwas ins Lächerliche gezogene Verattgememerung, aber jüc praktische Zwecke ist sie nicht allzu ungenau. Denn während bei Einzelwesen dem Gesamtrecht durch die dahinter stehende Macht nachorücklich Geltung verschifft wird, gibt es bei ganzen Völkern keine solche Macht. Ein Kriegiühruwer wird ohne Furcht vor Einmischung einer arideren Nation so viele Geie^e übertreten, als es ifjiH beliebt, solange seine Ueuertreiungen keine Beeinträchtigungen Hervorrufen. Sollte düs der Fall sein, so ist er dem Protest oder der Gewalt der betreffenden Nation ausgesetzt. Er ist beinahe immer imstande, die wirkliche Gefahr zu berechnen und herauszufinden, wo er sich in acht nehmen muß und wo er das Gesetz ungestraft übertreten kann. Tas internationale Recht ist eben nur wir Ham, solange es aus den Schwächeren Anwendung findet. In der Theorie beruht bas internationale Recht hinsichtlich seiner W.rkung auf der öffentlichen Meinung. In der Praris in Der W.ri der öffentlichen Meinung ein unoedeutender Faktor. Wenn die Flotte Der Vereinigten Staaten z. B. im Kriege das internationale Recht gröblich verletzte, so wäre die öiientliche Meinung in ben_ Vereinigten Staaten auf Seiten der Flotte und nicht auf Seiten des Völkerrechts. In ahitlicher Weise luäre die öffentliche Meinung in England ein bedeutend mächtigerer Faktor als irgettd eine Rücksicht auf den Buch^aoen des Gesetzes. Im russisch-japanischen Kriege _ wurde an beide Kriegführende Kohle geliefert. Die Ungesetzlichkeit der Kohienlicse- rung an Rußland njurue ganz bcdeureud erörtert, aber rs wurde fein Wort darüber gesagt, daß zu ganz derselben Zeit Kvhle an Japan geliefert wuroe. Tte öffentliche Meinung kümmerte sich dabei nicht im gerütgsten um das imeruatiouale Recht, sondern nur um ihr eigenes Interesse. Jti demselben Kriege argwöhnten die Russen, daß die Malacca Maschmenteile sur.japanische Torpedoböolszcrstörer und sonstiges Kriegsmaterial, be- lüruerte. Plötzlich zeigten die verdäckuigcn Ki,^-n den amtlick>en engliichen großen Pseil für derartige Sendungen. (Tas Schiff wurde trotzdem weggenommen und später auf die gebieterischen britischen Forderungen wieder freigegeben. Die Engländer waren sehr erregt, aber die öffentliche Meinung würde durchaus nicht fo rührig für das internationale Recht eingetreten fein, wenn die Japaner unter ähnlichen Umständen ein Schiff weggenommen hätten, von dem man argwöhnte, daß es wichtige Kriegsbedürfnisfe für d.e ru,fische Flotte befördern wollte. Als bei Der Doggrroank die russische baltische Flotte einige britische Fischerboote in Grund und Boden schoß oder beschädigte, geriet Die össentliche britische Meinung in Fieberhitze. We-'.n düs etwa .der britischen Flotte passiert wäre, würde man den Vorsall sicher mit sehr kaltem Blute angesehen bauen. Das internationale Recht kann natürlich derartige Vorgänge wohl kaum legitimieren, wirb sich aber auch in Zukunst wohl oder uoel damit abfinden müssen. Kein Admiral euer Kapitän wird einem Erlaß gehorchen, der ihm befiehlt, einen _ verdächtigen Gegenstand in der Nacht erst genau zu untersuchen, bevor er auf ihn feuert; dies hieße nur eine Prämie dafür aus,ehen, daß man Torpedoboote ats Fischerfahrzeuge vermummt, übrigens eine beliebte Aufgabe für Friebensmannöver. Auch andere Punkte des intcrnatronalen Rechts schließen sehr verwickelte Probleme in sich. Sollen bei einem Bom- barcement unöefeiiigkr Städte die nichlkampfenden Bewohner uerfelben vorher erst aufgesordert werden, sich zu entfernen? In neunundneunzig von hundert Fällen wird dies die Men.ch- lichkeit fordern; aber im hundertsten Falle wird sich ein Kapitän, dem sich die Möglichkeit zur Zerftörung bietet, der aber keine Zeit zum Warten Hai, unbehinoert durch die Vcen^chliaLeit durch fein Gesetz von dem Bombardement abhalten lassen. Der See-. ossizier, der die Pflicht gegen sein Land voü erfüllen will, muß jede Gelegenheit zur Schadiguna oder Vernichtun-g des Fein- oes benutzen und darf sich durch reine juristischen Erwägungen Darin beirren lassen. Er darf )emie ungesetzliche Handlung sechst dann nicht unterlassen, wenn etwa Ber.oicke-ungen daraus entstehen könnten. Sein Land kann seine Handlungsweise, nachdem sie geschehen, stets verwerfen. Er mag dafür bestraft oder nicht beistraft werden, er muß in jedem Falle feine Pflicht tun und den Feind zu vernichten suchen, was er nicht tun würde, wenn er sich an das Gesetz hielte. In eine derartige Lage zu kommen, mag für den Seev.sizier «ehr peinlich fein, wenn er sich aber nach der am Anfang dieses Artikels gegebenen Definition des internationalen Rechts richtet, wird er nicht verfehlen, seinem Land zu dienen, so unzulänglich dies auch sonst sein mag. Zum Obsiegen am geeignetsten ist diejenige Nation, die nur darauf bedacht ist, jede Gelegenl)eit zum Siegen sofort zu ergreifen. Tas mag ein schlechtes Gesetz sein, aber ist gesunder Menschenverstand. Haereticus. Ans Kradr und Land. Gießen, 7. Nov. 1907. ** T ie Großherzoglichen Herrschaften werden mit ihren Gästen voraussichtlich am Samstag, 9. d. M., Jagdschloß Wolfsgarten verlassen, und, wie die „Darmst. Ztg." meldet, zum ständigen Aufenthalt ins Neue Palais übersiedeln. Der Finanzausschuß der 2. Kammer trat am Mittwoch vormittag züsammen. Ueber die RegiermigZ- uoclnge betr. die Nachweisungen an Domunialvermögen 1901/02, beschloß der Ausschuß, von dec Regierung über verschiedene Posten ^lufklarmig emzuholen; and) bez LandeS- kreditkassenrechnung für 1901/02 soll um nähere Auskunft ersucht werden. Ueber die Regierungsvorlagen, betr. die Strasanteile des 9lufsichtspersonals uub die Fürsorgekasse für die Beamten der Landgemeindeu, (Referent 9lbg. Dr. Dfann) lüurbe in eine vor läufige Besprechung eingctreten und die Bvrlage bann biS zilv Beraliing mit der Regierung zurück- gestellt. Ueber die Vorstellungen dec Bürgermeister betr. der Ureis vermessungSämter und des K c c i s g e o m e l e r w e s e n s referierte Adg. ülloithan, dec Aiisschuß beschloß, über die Angelegenheit am Donnerstag mit der Regierung eine nähere Beratung abzuhalten. Ec entschied sich aber schon heute süc die Beibehaltung dec K r e i s v e c m e s s u n g s a m t e r un^ AnsLan-. Wien, 6. Nov. In Parlamentskreisen verlautet, Ministerpräsident Beck werde, falls bis abends die Krifis nicht beigelegt ist, demissionieren, oder das Parlament auslösen und sofort Neuwahlen ausschreiben. P a r i s, 6. Nov. Tie Polizei ist auf die S p u r e i n e r A n a r ch i st e n b a n d e, die in Frankreich und im Auslände falsche Silber- und Goldmünzen in Umlauf bringt. Es ist gelungen, ein Mitglied dicfer Bande, namens Mo- rial, zu verhaften. Dieses Mitglied operierte im Auftrage der Bande in Antwerpen. Konstantinopel, 5. Nov. Vorgestern kam es in Aleppo infolge derVrotteuerungzu einer Demonstration. Eine Volksmenge wollte die Geschäfte plündern. Der Mali und die Gendarmerie, die intervenierten, wurden mit Steinen empfangen. ES gab einige Verwundete. Da Aleppo von Truppen entblößt ist, hat der Wall die Entsendung von Truppenverstärkungen verlangt. Nach Angabe der Pforte ist die Ruhe später wieder hergestellt worden. Chicago, 6. Nov. Auf dem deutsch-atl. Kabel. Die Führer der Tele g r a p h i st e n -Ge w e r k s ch a s t bc- schlossen, den Aus stand auszugeben. AülernatiouulkS Zicchl uub SkeLneg. Der Jntc-rnationale Friedenskongreß, der Anfang September in München tagte, hat in einem Schreivcn an die Haager Kvnfe- renz u. a. betont, daß das Endziel Der Konferenz nicht die Reglementierung dcS Kriegs, sondein seiner Ersetzung durch eine vollständige Organisation des Völkerrechts, durch einen allgemeinen Vertrag über ein dauerndes obligatorisches Schicdsgcrichi .sein müsse. Jnzwischcn ha't sich die Haager Friedenskonscienz mit der Einsetzung eines Prisengerichts, mit dem Begriff der K'onterbanDe und son,eigen wichllgeu Teilen des interliationalen Rechts beschäftigt. Heuer diese Punkte, wie über das. internationale Recht überhaupt, soweit es fich aus den Seekrieg bezieht, herrscht große Verwirrung. Sehen wir uns an der Hand der soeben erschienemm äuj^rft interessanten und originellen „Ketzereien über Scemach t" von Fr. T. Jane «Leipzig, Friedrich Engelm-n.. , die in England wie in Deutschland die verdiente sei/r v < i .uiiig gefunden haben, das internationale Recht etwas (Uu Das internationale Recht November -5 '<3 e: 1907 S Ä K tv Nov. ■ 4- 6,6 * C. am — 4,1 * C. 2» S" 5,2 4,0 3,1 4 2 still 6. 6. 7. 72 94 95 NE | SSW still -b 3 Ä 751,0 750,6 751,8 A L ** Oeffentliche Leschalle. Tas L e s e z i m nr e r und die Ausleihe der Lesehalle muß infolge der Einführung der Kanalisation auf einige Tage geschlossen bleiben. ** Die Gießener Freiw. Feuerwehr begeht am nächsten Samstag, den 9. November, ihr 52jähriges Stiftungsfest, Sonnenschein KtarerHimmel Israelitische Religionsgcsellschaft. Gottesdienst. Sabbatieier am 9. November 1907: rN'eitag abend 4.25 Uhr. schwer Verlebten erfturt sich den zufolge aus dem Umstande, daß der Kessel Deas durchschlagen hat, wodurch auch Leut-' ge»Vs,en worden sind. * Eine Gedächtnisfeier für Sfietceroloflifrtic ^eob.id/tiiugr* der Station Gießen. gestellt. Der Ausschuß wird sich am Donnerstag in Gegenwart der NcgierungSvertreter mit dein KreisoermessungSwesen und dec Vorlage über die Fürsorgekassen für die Landgemeinde- beamten beschäftigen. ** Lehrerpersonalien. S. fc & der Großhcrzog haben genehmigt, daß der erste Hau^tlehrer an der Bau- gewerk- und Gewerbeschule zu Bingen Franz T ö t g zu Bingen die Dienstbezeichnung „Direktor" zu führen hat. — Erledigt ist die mit einem evang. Lehrer zu besehende 4. Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Lich. **JnderGescllschaftsürErd-undLänder- künde hält heute abend Oberleutnant Filchner aus! Berlin einen Lichtbilder-Vortrag über seine Expedition nach Nordost-Tibet. ** Dielinksliberale Versammlung in Frankfurt a. M. am nächsten Sonntag nachmittag, in der die Llbgg. Konrad Hausmann, Müller-Meiningen, Naumann und Wiemer über die liberalen Einigungsbestrebungen sprechen werden, erregt, wie uns der Vorstand des freisinnigen Vereins mitzuteilen ersucht, auch in hiesigen liberalen Kreisen großes Interesse. Eine Anzahl Eintrittskarten stehen für hiesige Interessenten zur Verfügung und es wird gebeten, sich deshalb an den Schriftführer des Vereins, Stadtv. Eichenauer zu wenden. bisherigen Nachrichten die übcr ihm liegenden zahlreiche unbeteiligte die Schlacht bei 4- 6,5 — 1,0, — 4,4 werte befindet sich in einem schrecklichen Zustand und dürste schwerlich mit dem Leben davon kommen. Die vier Uebel. täter wurden von den gesamten Bauern der Ortschaft ver: folgt und im Wald aufgestöbert. Ztvei der Wüstlinge wur. den von den ergrimmten Verfolgern an Ort und Stelle mit Harken erschlagen, während es den beiden andern gelang, zu entkommen. Der Pope des Ortes hat, als er von dem gräßlichen Vorfall erfuhr, die sofortige Schlachtung der Schweine angeordnet, aber strengstens verboten, daß einer der Ortsinsassen von dem Fleisch dieser „menschenfressenden" Tiere genießt. Kleine TageSchronik. Ein folgenschweres Automobil-Unglück, bei dem der Gastwirt Emil Schulz getötet wurde, der tfufeur Richard Suckow einen schweren SchLdelbruch erlitt, und der Chauffeur, sowie zwei weitere Personen gleichialls leichtere Verletzungen davontruaen ereignete sich unweit Pichelsberge bei Berlin. Unweit vom ^ceschloß in Pichelsberge, an der ziemlich abschüssigen Kurve der Chaussee nach Westcnd, fuhr das Auto mit rasender Geschwludlqteil Tie Folge davon war, daß der Kraft,vageii gegen einen Baum «ließ und sich überschlug. Tie Insassen wurden in weitem Boa en nm die Chaussee geschleudert, das Automobil stürzte in den Chaussee- graben, wo es zerschellte. Der Stellenbesitzer Neuhauser aus Alland (Schles.) tarn betrunken nach Hause und geriet mit seiner Frau in Streit. Er ergriff eine brennende Petroleumlampe und schleuderte sie geaen die zur Seite springende Frau. Das Zimmer stand schnell in Flammen. In kurzer Zeit brannte die Besitzung ab. Aus den Flammen wurde nur die Frau gerettet. Neuhauser and drei Kinder im Alter von 4 bis 9 Jahren verbrannten Die Frau erlitt lebensgefährliche Brandwunden. In Schmilau bet Natzeburq ermordete der Kbjähriae Privalier Prahl, ein früherer Bieriahrer in Altona, seine gleich, alterige Frau. Ter Mörder wurde verhaftet. viach einer aus der Pariser Presse in die deutsche Presie über, gegangenen Nachricht soll auf dem Dampfer des Norddeutschen 2loyd KronprmzesUn Ceetlie" die Tochter des ehemaligen Al a r s ch a l l s B a z a t n e während der Nacht von einem Steward über fall en und mißhandelt worden sein und dann rn San- lauder gelandet sein. Wie der Norddeutsche Lloyd müteilt, ist die .Kronprinzeisin Cecilre" ausschließlich in der Newyorter Fahrt beschaUlgt, kann also gar nicht in Santander landen. Auch ist von den^gmizen Vorfall dem Norddeutschen Lloyd nichts bekarmt. Gießener Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung für Hessen am Freitag den 8. November: Allmähliche Trübtiug. Zunächst noch trocken. 5.-6. 5.-6. Samstag vormittag 8.30 Uhr. Nachmittags 3.80 Uhr. Sabbat-Ausgang 5.40 Uhr. Wochengoltesdieust: morgens 6 45 Uhr, abends 8.00 Uhr. Höchste Temperatur Niedrigste XSirctyltd^e Hadyrldptcite Evangelische Gemeinde. cr . l?.°""erstag den 7 November, abends 8 Uhr, im MarkuSsaal, Klrclsttrage 9: Übelst und e. Pfarrer Schwabe. Freuag den 8. November, nachmittag 4—6 Uhr: Miss was kram der Lukasgeiiteinde im Lukaskonfirmandenfaal. , Israelitische Retigionsgemeinde. Soltesvrenii in der Synagoge (Südaulage). Samstag den 9. November 1907: Vorabend 4.45 Uhr. Morgens 9.00 Uhr. Nachmittags 3.30 Uhr, Schrifterklärnng. Sabbatausgang 5.40 Uhr. roiU ihre anderweitige Organisation der Initiative der Regierung überlassen. Bezüglich der M ü hle n - U m sa tz - steuer lAntrag Braucr-Erck) wünscht dieNegierting die Gründe der Antragsteller näher kennen zu lernen; cs wurde deshalb die Aeschliißfafsiing ausgesetzt. Zur Vorstellung der KreiS- straßenmeister erkannte der Ausschuß, daß die Hammer für die Sache nicht zuständig ist. Es luirb den Petenten nahe gelegt, sich an die KreiSverwaltungcn zu wenden. Tie Beratung über die N e b e n b a h n a n t r ä g cHaas(Reinheim-Reichelsheim) und Wolf (Undenheim-Armsheim) wurde wegen Nichtanwesen- heit der Antragsteller ausgesetzt. Der Antrag Ulmann inbetreff deS Bahnhofs Vilbel wird sich durch die ungeordnete Unterstichung deS veränderten Bahnwegs erledigen. Tie Vorstellung betr. des BahnprojetiS Richen-Wimpfen wird für erledigt erklärt, da für Hessen kein Interesse an der Bahn besteht. Die Petenten Lokomotivführer Hoppe und Wagenwärter Nepp werden auf den instanzenmäßigen Weg verwiesen und die Vorstellung der Oberförster betr. der Burcaukosten und der Pferdehaltttng bis zum nächstjährigen Budget zurücl- p, res lau, 6. Nov Der Preußische Eisenbahnfiskus be& klagte die Breslauer Altersenfirma Nathan Friede berg auf Ersatz des ihm infolge der bekannten großen D e f r a u d a t io. neu m Eisenbahn altmaterial entstandenen Schadens m .Hohe von 157 197 Mk. Die beklagte Firma bestreitet diese Forderung und behauptet, die Schädigung betrage nur 15 000 VJiarf, die bereits bezahlt seien. Das Gericht beschloß Beweis» erhebung über die Höhe des Schadens München 6. Nov. Das Schöffengericht verar- tc'lte den ockannten Freidenker Josef Gontheimcr, der aus ofseMlicher Straße antiklerikale Flugblätter an das Volk st, während andererseits auch fl 'iiierböemeien stattüestludenhaben. J„des sind die legtcreii des «'s d,e ersteren, sodaß der nächste Wochenausweik ' Die lirn n hn, ^'-^crm'g des Metallbestandes zeigen wird, streb? l^.u'" unb B->»kstrmen sind nebenbei a.ifs eifrichste de- zufammen und lne'i^ lein und ziehen an Gelderii Alis üiefein u’n'3 flc nur aufspeiaern können er eüiheimischen unb von auswärts erschieitenen Geistlichkeit mit oem Erzbischof Ekiuan an der Spitze auschlossen. Die Feier in oer Gedächtnistapelle wurde durch den Choral „Ein feste Burg Eft unser Gott" eingeleitet, worauf Geh. Kirchenrat Dr. Pauk- Leipzig die Festrede hielt. Nach einem Gesäuge des Upsalaer Studentenchors übergab Rittmeister v. Linder als Vertreter seiner Mutter, der Stifterin, Frau Ekmau, die Kapelle der Stadt Lützen. Erzbischof Elmau und Geueralfuperinteudent Jacobi uah-- men daraus die Feier vor. Erzbischof Ekmau betonte u. a. : ,,Wir müßten mit Gustav Adolf bekennen, daß es Gottes Gnade fei, daß wir in geistlichen und weltlichen Dingen freie Völker seien. Gustav Adolf hat für Freiheit in Gottes Dienst und Leben gekämpft und gesiegt. Das Evangeliuin Christi möge rt1,a s- ✓ r, u c . - . ..v i uns so teuer fein, wie ihm und seinem Volke." Tie schwedischen m-jt i t diesem An laß wird eine größere ! Vertreter legten 150 Kränze am Grabstein nieder. Der Festzug öc|tlici;teit in der Turnhalle des Turnvereins, Nord-Anlage, kehrte in die Stadt zurück, wo später ein Festessen stattfand, abgehalten. Nach dem ausgestellten Programm zu urteilen pci ^C1H der schwedische Minister von Harmskjöld einen Trink,pruch stehen den eingeladenen Gästen, den Kameraden und ihren worin er aussührte, Schweden würde auf dem Schlacht- Familien ciniae unfcrhnrtpnhn 1 |Uöe Wohl keine entscheidende Nolle mehr fpielen, aber es gebe ♦♦ ® unterhaltende Stunden bevor. andere Gebiete, ans dem cs für die Entwicklung des Menschen- Tas Ehrenzeichen für N^itglieder frei- ge,astechtes Bedeutungsvolles leisten könne. Die anwesenden williger Feuerwehren wurde verliehen durch Ent- Tshweden würden mit Freude, Dank und Stolz auf diese Feier schließung S. K. H. des Großherzöas dem Julius Kö a ler Dein. Gustav Adolf-Verein wurden durch den schwediichen »n Friedberg t Tr Cavalli UN Auftrage des Apothekers Kervstedt in ° Vogelsb« rg, 6. Nov. Es ist Winter * W e r z a h l t d i e Lbo si e n i IN M o ltkc-H a r d e n- reckt warm "NI die Mittagszeit noch Prozeß? Ueber diese gewiß außerordentlich interessante i lb n L Äi te -nQd)? fanS- ral ^ermomctcr Frage schreibt man den Danz. N. N. von juristischer Seite I der^ Maldbäum/ hräinv- M ier Laubabfall „Nach der Rechtsprechung des Reichsgerichts (Urteil vom ^alobaumc begrünen. Der Wald prangte bis heute 13. 3. 84 Ent sch. X, 237 und 26. 2. 97 Bd. 29, 422) ist das da^Laub nickitvvn den 7^"" 'm Oktober vorliegende Privatklagcverfahrcu, trotzdem es sich in der Winter" saat es einen strengen Berufungsinstanz befindet (einstweilen) einzustellen. Die a irten ist vieles ckiemük-. ®ftterrc9cI- In den Gemüse- Staatsanwaltschaft hat ein neues Verfahren einzuleiten, in noch in den M8tof?n' blc oem der Privatcläger Moltke die Stellung des Nebenklägers berbrächte d r vorbei. Gestern Hut, und zwar ohne daß er sich noch besonders dem Ber- cnUvickelter Apsewwten Svä rieb^d^^?^"^ völlig st-hren auschließt. Die dlirch das Privatklageverfahren ent- geirrt ^'cll,luten' Opattrrcbe, die sich m der Zeit standeneu bisherigen Kosten können nunm«hr (trotz §§ 503 tz Ulrickistei» ß q?nh f m t . W- 2 496 Strafprozesses) nicht mehr dem Privattläger Linie M ü cke-U lr i cki ste i n' m Bahupro)ekt der Moltke auferlegt werden, da er nicht mehr Privatkläger, L-meiude Gros, M b'n Stores,en der sondern bereits Mbenkläger ist, auch die erwähnte Ein- Äesellscbait 'A-1 ^ rrn b m r“1 Ö°n bcV e,ic't6a^1Bau« )tc[(uiig des Bersahrens keine definitive Einstellung ist tthvie fic § 49ü St. P. O. voraussetzt. Nach der RechtspreLuug ^grenze Ober-Ohmen vermessen ivorden dC b” oef Reichsgerichts gilt für die Kosten bei der Nebenklage durch einen Jnaenieur a^ ttotrb s°^°"dez: a) Wird der Angeklagte verurteilt, so hat er die weitergesührt 9 1 C 3ir,na b,e ^rmesfung dem Nebenkläger erloachseuen notwendigen Auslagen zu R. B. Darmstadl ß „ tragen. (Urteil des Reichsgerichts vom 27. 4. 82 Entsch. von der 3. Batterie des'Art.-ReatS " r." V ^d. 6 237 vom 2. 10. 83 Rechtspr. 5, 572, vom 21. 10. 87 mittag ans seiner Sttibe Selb stmord n ft > ^cu c Rechtspr. 9, u24). b) Wird der Angeklagte freigesprochen, so Furcht vor Strafe. Er war eines Abende olm/urla".b?/^ x* b" Ankläger nicht lediglich in seiner Eigenschaft als zu spät in die Kaserne zurückqekehct I “b'e,So|tcn verurteilt werden (Rg. vom 1. 7. 98 Tagen Arrest verurteilt worden 9n dcni R omenl etI?l8Cn $b' 31- 230)' »nd zwar auch bann nicht, wenn er in Arrest abgeflihrt .oerden sollte^wa er^inen x " ™ vorliegenden Prozesse die Privatklage erhoben, die und schoß sich eine Kugel ins Her/- Srbwer-^volver -Staatsanwaltschaft hinterher aber die Verfolgung überwunden erlitt gestern abend die Frau be-= Reck,^ ? "c!' uommeu hat Er tragt lebiglich hier seine eigenen Aus- Reuling, bic mit ihrer verheiraten SR Z (R.G.-Cntsch. 13. 1. 87 Bd. 15, 190); Loewe Kom- war, Quitten einzukochen. Die Tochter goß^Wesiigeist zu S 880). § 3? ®' 907 Unb 32016 99 zu § 417 WammTn verbrannten das Gesi'cht uttbbte ÄJfifÖS MU & fa3 “ ° x 10 6111 e 11 gefressen. Aus fein, doch werden die Verletzten längere steit bir "b I Mlchaelowitsch Petroff war die zwanzigjährige Wiederherstellring bedürfen. V 3 6 5 ä“ ll)rer -Rerinosf bedienstet. Das hübsche Mädchen wurde 0 Marburg, 6. Nov. Laut heute heenhin^r o- K’t 3ctt von dem Knecht Wladimir mit Liebes- triku-larion an hiesiger Universität stellt sick,3 die^»^» antragen verfolgt, die sie aufs entschiedenste zurückwies. Vor der Studenten ohne bieXL ™ J ,8flOtrT Monaten hatte Wladimir versucht, sie zu verqe- Berechtigten auf 1671, nämlich 146 Theologen 83"^' e°in A^e ^ Notwehr hat Kajuschka dem Angreifer risten, 258 Mediziner und 874 Philosophen a>or wenigen Tagen war Wladimir Winter betrug die Zahl ber ©hibpnfL >. ' vorigen au^> dem Krankenhaus entlaßen worden, und sann nun und im letzten Sommer 1883 *' J ^00 auf schreckliche Rache. Mit drei Freunden drang er nachts ~ ... -__—— “ Kammer der Kachschka ein unb den vier Serien . Ue6,r v v^rmychte». m6^..lolcht, bas schlafende Mädchen zu überwältigen Düse Eilenden bot ficb eilt fi.v?rl;rttini9§lrbdt $ dem >-ck)oristtem war eine mehrer^ )tb(?rci Anblick. ftanben, die von Backwvrd narn (ä . ^lcv breite Oeffmma ent- Hl10 stützen waren wie S5eL?bo-d «mg. Mel^r? Pstt den gteltosben, d e in bcitxinhinnr \ tichlldt und er dnucrtn, ueMnbiger Gx ahr schwebten nm, •<. V ,v‘v>4 ^^8 843 194-055 114 311 45t 23 [1000] 62 239 63 607 702 60'81 321 484 525 46 7:' 2OO0?0 487 766 9'3 [5001 86 20 1 313 49 [3000] 99 612 89 802 998 2O?163 212 83 88 312 [10001 404 GS9 733 836 80 203'06 457 93.3 [500] 79 204.057 3G3 400 772 827 40 205019 122 35 220 37-> 5'm 790 [3000] 927 [10001 75 296061 109 74 322 24 47 480 671 8.31 [500] 2070=6 51 I 669 757 2O8051 [5*10] 3« 706 78 89 962 74 92 209212 312 [500] 51 [1000j 6'3 [500] 712 [3000] 94 249 351 580 [5001 81 88 617 804 [500] 1O59G4 661 99 743 106479 778 078 107077 219 589 [3000] 81 948 1 9 8031 306 4 5 581 616 [500] 773 =04 [1000] --- 97 199080 154 200 7 308 62 448 710 81 927 gleicher Weise des Schutzes dagegen, daß eine in Handwerks- mäßiger Routine erstarrte Rechtspflege dauernd Vernunft in Unsinn, Wohltat in Plage verkehre. Die „V o s si s ch e Z e i t u n 9" meint: Es ist beschämend für das deutsche Volk, daß um eines perversen Burschen willen der erste Beamte des Reiches und Staates vor Gericht erscheinen muß. Daß an dem irrtümlichen Gerede von der Homosexuellität des Fürsten Bülow nichts, rein gar nichts ist, wer Hütte je daran gezweifelt? Das „Be r l in er Tageblatt" schreibt: Es weht in diesen Tagen gegen die bedenkenlosen Skandalmacher ein scharfer Wind und man kann nur hoffen, daß dieser Wind uns von allen giftigen, verpestenden Miasmen befreien wird. Es ist absolut nötig, den Grundsatz wieder aufzustellen, daß das Privatleben auch des Gegners vor der Polemik verschont bleiben muß. M ü nchen, 7. Nov. In der bayrischen Abgeord- netenfam 111 er äußerte der Minister des Innern in Ueber- einstimmung mit dem Zentrum, daß die Negierung es ablehne, dem liberalen Anträge Müller-Meiningen auf eine Reform öer Reichsratskammer durch Schaffung einer berufs- slündigen Vertretung nahe zu treten, weil die Regierung darin eine Beeinträchtigung des Erncnnungsrechtes der Krone erblicft. . Bünde (Wests.), 7. Nov. Infolge dichten Nebels fuhr gestern abend im Bahnhof Holzl-au.en. ein Güterzug an] ernen rangierenden V i e h z u g. Ein Hilisbremfer wurde getötet und mel-rere Wagen entgleisten. Die Ausruumungs- arbcitcn waren bis Mitternacht beenoigt; bis dahin wurde oer Verkehr durch Umfteigen aufrecht erhalten. Mailand, 7. Nov. Der Eornere della Sera bestätigt in einer Meldung aus A d l s A b e b a , daß der G 0 u v e r n e u r Ilg beim Negus in Ungnade gefallen ist. Ter Negus hat das Eigentum des Gouverneurs ein gezogen. Wie weiter berichtet wird, hatte der Negus mit verschiedenen Würdenträgern Besprechungen in der Thronfolgefrage. Mailand, 7. Nov. Wie aus Neapel berichtet wird, liegt der Bautenrninister G i a n t u r c 0 i rn S t e r b e n. Der König hat das Dernisjionsgesuch des Ministers mit Rücksicht auf seinen Zustand zu unterzeichnen sich geweigert. London, 7. Nov. Die Konferenzen zwischen dem Handelsminister Lloyd George und den beiden Vorsitzenden der Eisenbahn-Gesellschaften, die gestern von 11 bis 9 Uhr abends dauerten, endeten mit der v ö l l i g e n B e i l e a u n a des Konfliktes. London, 7. Nov. Wie amtlich mitgeteilt wird, wird der deutsche Kaiser am Sonntag abend an Bord der „Hohenzollern" aus der Höhe der Insel Wight erscheinen. Das englische Geschwader unter Lord Curzon wird die Kaiserjacht empfangen und nach Portsmouth begleiten, wo der Prinz von Wales und der Herzog von Connaught den Kaiser als Vertreter des Königs Eduard begrüßen. Der Bürgermeister von Portsmouth wird eine Adresse überreichen. _ Kaiser Wilhelm wird die erste Nacht auf der Höhe der Insel Wight aus der Hohenzollern zubringen. -- - -- .. ----------- 235 85 574 610 [3000] 31 743 63 65 802 900 1 7 6030 50 98 528 [1000] 672 1 7 7051 641 97 728 1 7 8010 75 113 86 30005 [10 000] 61 108 530 812 30 31051 180 254 309 504 618 32029 [500] 40 125 66 [1000] 290 [3000] 58.3 691 804 911 43 33139 368 602 34177 213 47 350 ilOOO] 817 35060 361 406 16 633 916 36'13 4 11 780 817 [1000] 923 74 3'? 018 351 63 75 SO 780 99 e.r’ '001 38155 204 [1000] 742 [1000] 39129 75 704 71 <1'0091 819 952 " 1 J 1. Ziehung 5. KL 217. Kgl. Preuss. Lotterie. Ziehung vom 6. November 1907, nachmittngs. Nur die Gewinne über 240 Mark sind den betreffenden Nummern in Klammern beigefügt. (Ohne Gewähr.) (Nachdruck verboten.) 309 1367 406 ~12 41 48 872 [1M0] 1033 217 399 794 233l 541 6o7 951 3031 [3000] 153 [1000] 661 822 901 83 4293 [500] 351 76 576 609 712 829 66 [1000] 5,07 56 1000] 58 482 99 635 792 901 28 33 6218 474 89 6.33 744 KOO] 62 800 7012 35 182 296 338 592 [500] 8395 533 894 9016 71 311 34 [ 3000 ] 58 500 42 713 936 s1,?217 301 414 513 680 837 980 [500] 1 1107 58 246 [jOO] 318 aO [3000] 582 675 92 782 80 127 [1000] 1 2092 23 53 (500] 74 116 99 230 301 56 611 74 88 [500] 797 13'(3 «•>2 716 831 60 66 902 14152 273 522 673 810 933 15019 [500] 171 415 505 650 703 14 893 991 16,65 541 717 9*3 24 17051 314 566 [500] 72 628 710 74 18190 273 4'3 90 719 25 991 19033 229 32 33 39 [1000] 20146 656 21003 87 168 245 [1000] 78 468 6^5 788 846 80 961 98 22019 51 [500] 959 23073 215 449 ' 567 670 853 71 910 [1000] 49 50 87 24008 126 476 4 1 70 2 5 017 61 151 260 305 653 857 910 2 6'’l 65 996 27914 [500] 28186 268 86 99 579 630 40 [500] [3000] 73 29061 433 538 903 230058 336 40 412 90 55R 97 608 961 231124 241 [500] 76 313 89 421 40 60 232096 [500] 272 364 406 630 855 [500] 71 91 9=9 233030 219 72 366 67 487 739 Olt 234023 26 98 2 0 81 489 674 737 43 844 235006 210 78 514 736 997 [3000] 23633? 429 30 81 517 740 [500] 64 ooo5 902 2 3 7075 91 2R9 351 72 476 89 [500] 667 69 =20 238152 584 90 608 743 54 92 95 800 [3000] 954 81 239020 31 103 39 430 41 526 779 03 856 2401 «0 45 237 319 92 696 831 241039 124 [5000] 57 86 372 431 54 636 [500] 747 87 966 243'56 874 244003 107 281 617 978 245060 316 4.33 246025 [500] 43 146 419 82 ■279 863 [10001 247030 198 [3000] 491 672 [500] 996 69 443 671 S6S 902 249059 134 96 3.39 [500] 652 r 250.354 612 867 916 92 251076 142 279 [500] 654 796 [500] 97 2 5 2 663 [1000] 253022 73 201 40 74 [3009] 325 86 [3000] 443 [500] 617 737 254,71 263 [3000] 453 537 612 740 £'-L~55316 516 651 751 57 256217 [500] 85 116 62 530 257192 593 [500] 926 61 94 258063 117 71 77 [300] 256 418 59' [3000] 626 999 259*1)2 319 56 70 [500] 522 66 8.3 740 =13 26 97 933 260027 [500] 134 101 10 48 571 937 261039 87 155 60a [1000 ] 753 810 51 2 62989 201 63 [500] 539 56 610 763 803 90 915 74 263285 4.31 [3000 ] 671 91 99 790 954 34 -P- [3000] 234069 233 40 321 463 501 649 265.386 519 615 933 2 6 6 18 4 417 57 5 48 6.3 1 5 8 726 2 6 7 001 145 221 312 664 2o 8,06 79 [500] 238 481 516 65.3 772 874 974 13000] 85 2 6 9 0.31 121 [3000] 209 53 [500] 402 572 94 779 S9=> 270125 360 511 697 735 63 826 76 271081 103 554 2101,0 3(56 [1000] 457 599 65.3 9.3 94 797 21 1065 [500] 149 4S7 756 801 907 59 2120.31 130 297 611 70 785 811 44 213131 89 228 8« 3'5 72 [5001 499 5.35 684 861 214246 3’4 45? 534 658 [500] 7.3.3 [3000] 53 880 950 01 215,65 210 380 584 [.3000] 657 736 41 216^5 58 307 90003 330 525 633 746 [3000] 50 [,000] 912 91070 353 [1000] 477 86 704 74 88 [500] 830 [1000 ] 62 9 2047 260 791 901 15 83135 232 [1000] 300 462 669 [500] 788 91213 70 442 86 502 41 982 [3000] 9 5 033 87 133 533 [500] 624 [500] 894 96097 155 67 61 236 [3000] 641 808 13 59 950 [5001 93 97271 M 476 98195 223 280067 88 257 713 63 831 281165 [500] 253 384 617 40 77° k-22 .34 5 7 2 82000 111 291 517 924 28306R 330 -161 838 [1000] 9=2 284'95 359 "03 49 7b 721 44 56 880 952 [3000] 2 8 5 024 185 323 51 473 91 559 849 2 8 6016 167 421 [300] 636 CO [10001 83 '"7 oa 816 901 [3000] 287026 99 234 [1000] 49 62 65 6^» 7M SOI 969 742 =05 67 979 =6 272'83 89 220 41 416 713 936 27'3021 [500] 147 309 [500] 473 505 43 972 80 97 2741'0 41 [1° 0001 435 [500] 575 612 939 87 2 73145 795 [ 3000] [500] 2 7 6191 281 91 677 712 840 6 7 8 5 86 2 7 7208 4,j4 [10001 510 83 94 2 7 8 043 59 146 739 4 6 279197 370 432 1.3000] 605 180133 76 403 13 19 642 704 [1000] 26 31 18 1 814 63 [500] 182'71 665 900 11 [1000 ] 42 183117 63 24»! 502 6 671 717 22 923 48 184205 [ 3000 ] 848 425 1850100] 641 [500 ] 744 93 856 211011 182 87 504 51 98 655 212014 43 205 [8000] 39 405 97 0G8 213 61 148 361 92 489 579 874 214'91 845 633 787 2 1 5'44 534 670 [3000] 701 79 807 992 ( 500 ) 2 1 6233 333 [3 00] 69 77 6'2 27 73'7 93 [500 ] 535 650 85 2 1 8116 63 443 84 615 31 70R 2 1 9026 150 285 327 781 897 927 2 2 0139 73 356 62 [1000 ] 84 445 690 [1000] 755 940 221 115 271 [5001 352 57 707 23 87 847 50 2 2 2310 70 348 57 t 813 970 223 27 101 375 445 629 [1000 ] 81 782 890 2 2 4,71 474 783 961 2 2 5,23 349 79 [30001 514 9911 225128 320 47 [1000 ] 473 555 61 =29 948 227006 86 79 -21 *4 [500] 306 405 69 781 903 2 2 8 675 720 996 [500L 229105 766 8’4 41 974 2?0 90 343 93 712 [1000] 61 231591 [1000] 622 771 94 819 [3000] 38 55 2 3 21 2 378 659 [ 3000] 733 [500] 82« 929 [1000 ] 61 74 2 3 3072 149 263 707 995 2 3 4060 71 114 61 426 571 6?1 235,23 423 71 556 630 80 [3000] 750 [500] 972 2" 0030 94 100 273 [500 ] 508 78 84 651 829 53 931 69 91 237006 184 [10001 3«0 490 694 703 22 98 [1000] 931 238039 1.39 [500] 457 [5»0] 542 70 742 818 2 3 983» 92 404 699 808 28 36 [500] 65 78 978 240504 5 695 724 60 804 65 92 241005 494 597 964 [3000] 83 2 4 2,01 44 77 503 41 996 2 4 3 218 414 511/ 719 67 313 244-029 324 752 83 827 79 983 [500] 245335.' 549 7n9 24G15Ö 56 379 [1000] 623 23 [1000] 787 [lOOOjt 898 910 25 26 2 4 7031 [4 0 000] 24» 43 351 [10 OOO] [500] 501 826 60 64 916 248143 556 [3000] 80 708' 248 231 344 515 625 830 927 250016 [1000] 48 [1000] 53 250 [500] 733 25103» 121 216 465 37 703 11 [1000] 48 801 2 5 2052 799 .*39 968. 2 5 3056 102 561 835 36 88 2 5 4073 172 769 871 98» 2 5 5 318 465 691 875 917 [ 500 ] 256239 94 438 6,5 876 957) 84 2 5 7033 250 90 577 2 5 8035 88 399 566 660 835 59 99* 2 5 9 304 25 67 85 468 727 i 2 6 0098 202 439 791 261181 471 86 524 70 2 6 201» [500 ] 85 313 22 47 70 *02 687 263021 180 541 876 91L 23 264013 57 7 4 526 83 670 860 2 6 5 235 409 74 [ 30001 629 733 34 97 973 286.354 472 501 54 972 2 6 7 019 148 , - - - -------------------------- 15», [500] .306 30 92 422 88 90 520 935 [500] 45 48 84 1791»? 266 720 43 Ao u do n, g Nov. In einem! Aufruf, der von hervorragend den Persönlichkeiten, unter ihnen der Erzbischof von Canterbury, der Lordmawr u. a. unterzeichnet ist, wird die Forderung auf 91b* f dla T f ixn g ocr Mißregierung im Kongostaat erhoben. Die Unterzeichner des Aufrufes halten oie Zeit für ge- daß England die ganze Angelegenheit den Mächten unterbreite. Falls der Appell an die Mächte oljne Erfolg bleibe, Hof]en die Unterzeichner, daß die englische Regierung cs tunlich finden würde, unabhängig zu handeln und die weitere Mißachtung feder Humanität und die Be- orohung der Zwrli]atwn unmöglich zu machen. Paris, 7. Nov. In Luziers wurden bei der Explosion erner Pulvermine in einem Bergwerk vier Personen getötet. -onibriouöe wuroe ein Mann, seine Frau und seine Enkelin von ernem Nachbar ermordet und das Haus ausgeraubt. — In Bourbourg (Tepartem. 9torb) wurden die Kapuziner i n n c n ans ihrem Kloster vertrieben. Die Menge bereitete ihnen in den ftirdjen große Qt) mpatbie* kundgeb nngen. Toulon, 7. Nov. Das Torpedoboot Nr. 240, das sich kürzlich einer Reparatur unterzogen hat, hat wieder Ha v a r i e erlitten und mußte neuerdings ins Trockendock gebracht werden. Madrid, 7. Nov. Blättermeldungen zufolge hat bas1 spanische Königspaar den Wiener Besuch auf nächstes Jahr verschoben. S8L. 7581 400 12?» 163 75 203 [1000] 26 69 317 94 402 625 44 713 1075 UOOO' 153 '10001 293 367 435 [3000] 93 97 547 642 820 .0 13000.' 930 [500] 2611 40 70 3117 63 393 632 =37 I'Ou] 88 4117 299 335 523. 48 758 75 [500] 5119 736 48 971 G)G0 131 3’7 634 710 76 893 7499 [3000] 563 653 725 26 9S7 f 4:9 757 823 9002 55 652 [3000] 897 1U123 68 280 324 634 717 973 [1000] 1 1095 96 [500] 32t\ 41 630 752 943 12013 410 33 35 627 [1000] &07 [3000] 247 442 [ 5000 ] 643 827 [500] 913 40 91 14053 7o9 4)2 502 17 15091 145 206 615 761 16002 [500] 357 [3000 ] 93l [1000] 17014 63 73 193 370 536 766 887 18015 63 1500] 267 378 417 533 61 670 8=2 957 19326 673 921 ota^o°oa3 195 r50öl 2A° 92 654 783 05 869 [5000] 93 21013 80 194 331 474 22131 320 94 429 39 30 [500] 91 mV^2Ge2307° 89 242 92 343 6 63 76 2 4 069 205 316 83 404 338 723 28 [500] 310 25050 291 425 618 728 848 ^7-26212 319 761 27194 [500] 228 301 6 615 37 367 721 ?1?127 322 [5°01 633 61 29101 213 13000] 73 Märkte. te. Frankfurt a. M., 7. Slov. (Telegr. Orig.-Bericht des Anz.".) Amtliche Notierungen der heutigen V i e h m a r k t- pi eise. Zum Beilcmfe standen: 27 Ochsen, UO aus Oesterreich 0 Bullen, 0 aus Oesterreich, 97 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder, 00 ans Rumänien, 9U0 Kälber, 384 Schafe und Hänunel, 0 Ziegen, 0 Ziegenlämmer, 0 Schastämmer. Bezahlt wurde für das Pfund Schlachtgewicht: Ochsen: 1 Qualität 83-86 Dik., 2. Qualität 76—<8 Mk., 3. Qualität 68—72 Alk.: Bullen: 1- Lwall 00-00 2 Qual. 00-00; Hübe 1. Qualität 72-74 Mk., 2. Qual. 67—68 Mk., 3. Qual. 56—58 Aik., 4. Qual. 50—54 Mk., 5. Girnl. 00-00 Tif. ttalber I.Qual. 92-95 Pfg., Lebendgewicht o4—o< Pfg., 2. ^.ualltal 84—92 Pfg., Lebendgewicht 49-53 Psg., Schlachtgeiv. 6o— iO Pfg.; Schafe: 1. Qual. 80—82 Pfg., 2. Qual. 74—76 Pfg. — Markt lebhaft, fein Uebersland. Limburg a. d. L., 6. 9tov. .zruchlmarkt. Durchschnittspreise pro Malter. Roter Weizen 19,00 Mk., weiger Weizen 00,00 2)iE Korn 00,00 Alk., Gerste 00,Oo Mk., paiev 0.00 Mk., Grbjeirb OO Alk'' Harioheln 4,8u Mk. *' Griginal-Drahtineiouttgen. Berlin, 7. Vtovember. Der Ausgaiig des Prozesses Bülow-Brandt wird von der hiesigen Presje als elivas selbsloeriländliches angesehen und bietet wenig Anlaß zu auf- gereglen Kommentaren. Nur der Vorwärts behauptet, Bülow hätte als Ntenjch eine Schlappe erlitten. Die Leitung des Prozesses und das Urteil gaben mehreren Blättern Anlaß zu einer Parallele mit dem Prozeß Nioltke-Harden. Die „Deutsche Tageszeitung" schreibt: In der Person ihres Führers stand diese ganze Sippschaft moralisch verwtterter Individuen mit ihrer phanrastischen Veranlagung wie mit ihrer namenlosen Dreistigkeit vor den Schranken des Gerichts und wurde gerichtet. Die „Post" sagt: Fürst Bulow sagte jüngst, daß er den Prozeß gegen Bralldt aus Gründen der vs,entlichen Reinigung unternommen habe. Es wird allerseits mit hoher Freude empfunden werden, daß diese Reinigullg so gründlich erfolgt ist. Die „Germania" erklärt: Wir sind grade keine enthu- siastifchetl Verehrer des Reichsianzlers, aber sein unbestrittener Erfolg bei dem Prozeß bereitet uns doch aufrichtige Genugtuung. Ob zwischen dem Fürsten Eulenburg und dem Reichskanzler noch eine so ungeteilte Harmonie besteht, wie es nach der Verhaiidluiig fast scheinen könnte, wird man bikligerweise bezweifeln können. Die „Nakional-Zeitung" sagt: Man wird sagen können, daß der Prozeß so einwandssrei geführt worden ist, wie er nach unserer ^trasrechtspslege nur geführt werden konnte. Das Privatleben von hoch und niedrig bedarf in 40-' 850 923 101C19 25 281 [500] 98e3 102191 291 583 95 1O3003 194 [500] 3983™-i r45 94 9,19 1O40G3 368 622 794 105129 107019 ?J(, °5r 871 130001 818 106249 453 573 899 614 -fit? i nn “ (500] 36 743 965 1 08115 1500] 39 512 1« [INOOI 1OO°34 11000J 210 99 413 635 741 43 874 907 885 JA??,7? 338 lLOOO] 428 44 814 [1000] 993 111080 94 303 E 4"/30 004 778 fl05 13 [3000] 86 112127 34 509 Pr n-n ,56. t1,1063 106 290 627 704 114107 38 [Von? -1CW 9 115033 171 -175 721 72 99 [500] 827 63 IS^.a116000 293 369 62 523 784 816 [500] 117017 35 hfi *33 1 18,96 470 521 636 943 67 87 119165 tO 83 4=5 591 895 [1000] M 1 oo?1,02 491 637 73 781 920 121312 512 732 [500] hrniii r iF 274 346 476 91 632 [500] 123056 156 440 83 11« 1 oJ48 879 911 21 73 01 124167 303 »1 421 568 £17 5 »,1.*505° 189 8«9 436 516 755 813 126034 473 75 '»6 07 1 oo 110001 317 413 51 59 563 83-853 912 [1000] 87 902 58 [500] 389 753 883 96 -129107 267 663 799 636 52 130123 342 449 749 93 98 1 3 1 058 141 320 859 95 Irn/T153 24-H 410 642 49 708 78 [500] 845 973 ±33153 _ 292 650 68 951 13 4 058 144 [500] 538 920 1 3 5232 Vi ..36,2L3J4 f 1000J 941 137164 929 [500] 65 1 3 8 200 130012 279 311 46 473 696 [3000] 763 [500] 95 1500] 809 35 140177 [500] 210 82 685 956 1 4 1 039 48 213 350 95 321 484 525 46 72 82 623 [30001 R? qs 777 oea 911 [3000] 61214 339 521 773 [500] 98 904 [ 10001i'7 127 218 [5001 330 412 631 36 901 33 82 63250 51 300 9 4 6 {oOOj 91 555 765 847 [1000] 64301 51 [500] 59 5’1 ,'5t>gl 6 735 940 6 5019 [500] 69 197 2.1 77 79 331 43 [L 439 546 m 60017 t?« ’JJ 965 6 7 729 6 8050 172 90 3 69017 113 20 243 93 437 515 35 86 858 [50017<¥<»01»18 r\°nnl34^ 810 71121 41 29 352 414 623 61 1300] , ~l-3 [500] 71 4SO 96 [3000] 636 7’4 74036 [3000] 300 34 512 70 630 75005 163 75~ 291 7«-o ' 993 76233 333 715 77103 IS S“ 337 " 79^7 r« V" 110001 710 15001 63 --2 « 86081 iöOOj 97 170 452 634 851 810'5 107 ifi t»qq 3’7 6’°456 584467 47r?nnnf ?821r" T 24 337 740 83044*99 370 6*44 91= Ä50 n1 ^°J [3°°01 859 72 84010 120 208 21’ 4? 9 1'3,49 515 736 53 889 86155 [3000] 714 '^5001 r7 94 742 84 l500] 87056 260 449 «14 .üOOl o7 88137 97 215 89 321 433 Sß 513 »79 81 891.7 73 JOUOJ 224 346 73 559 93« 1 91 9O°33 93 203 23 364 408 571 [500] 717 820 27 936 75 fi’oooV q o7 1100-0j 81 638 711 [500] 63 554 929 [1000] 211 55^ 8 9^L3 482 08 ,90 [500] -93057 129 69 74 [500] 53< 8’7 fij [j00] 12 9 4006 170 343 [ 3000] 465 96138 531Sß-? 01 95208 43- 563 [500] 611 26 4P 608 86 7o3 910 [3°00] 74 9 7 143 [3000] 54 267 765 953 437 871 9 8003 182 383 627 2 9 838 903 2 9*72 -212 54 63 f500] 303 793 31517 63 83 631 92 [1000] 7-1 50 804 953 32049 (500] 109 262 553 753 82 841 I5- 79 550 [30°) 612 892 34285 839 [500] 940 lin/Fi3 ^a\419 67 760 tl(J0°l 825 85 913 [1000] Jß 165 270 ’42 17 436 ÜOOOl 337 37040 [500] 63 123 353 Mnnnl 58?r°4„91o?90 [1000]r 859 lSOO] 39340 65 562 <26 l100°l 50 56 77 S24 41 909 [500] 6-8n ^on353 [5°01 473 619 53 991 414Ü5 503 «14 [500] 904 j.O 42007 81 410 723 40 857 83 942 4'3013 ”49 4^ 67 332 33 b6 623 8=3 939 44027 103 82 253 303 13°00] 599 701 940 57 452=1 321 422 (1000] 753 72 Ab-09 16 363 403 78 80 520 714 [1000] 19 950 47015 Rnn? o?eÜ/ö°°° 647 812 62 i100°l 956 84 93 48078 112 300 376 639 881 933 49297 480 523 40 [500] 735 33 47 lOUU J ÖJO 5 IO"0 Sa 11? 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