tr. T61 Zweites Blatt 157. Jahrgang Mittwoch 6. November 1907 Urlchetnt »glich mit Ausnahme de» Sonntag». $*• ^Otetzener FamtUenblStter- werden dem viermal wöchentlich de,gelegt, das ^Krdsblatt fflt den Krtts Giehen" zrvetmal wöchentlich. Der „hesfifche Canbolrr erscheint monatlich einmal. ietzener Anzeiger Grneral-Anzelger für Gberhefsen Rotationsdruck und Verlag btt Br üblichen UntDerfuät6 - Buch. und Stemdruckertl, R. Bangt, Kletzen. Redaktion, Exvedttwn und Druckerei- Schul- stratze ?. GrvediNon und Verlag. Mi» bL Redaktion: ^^113. Teü-Ad^ Än-eigerGletzen. I,«IW»I!l>W!IWWIIM»I»IIII WUII»! IMITWIII ■HIIH IUI JMBM— IZcmcikunge» zu btm Ziortlage des Kenn ^icfcfjor KurlUt. Herr Gurlitt behauptet, die Schule habe mit den aklge- lnen kulturellen Fortschritten nicht Schritt gehalten. Ich uiD.re ihm., jeder, der die Entwickelung unserer Lehrpläne Aczug aus die Unterrichtssächer und Unterrichtsstosse auch igctiiiuijicn feiuit, weiß, baß dieser Vorwurf zum allcr- noeiicn eine maßlose Ueöertreibung ist. Herr G. weist ossen- c nichts von der Rolle, btc heute die Naturwisse ti fcha,tcn unseren Schulen spiewn, nichts davon, daß man in unserem ^Iprachlichen Unterricht die EiUwickeluitg und das Wesen der laernen Kulturvoller in den ^ordergrurid 1x5 Unterrichts stellt, ch inchls von den methodischen Werkelt, z. B. Dettnwilcr, in un griordert wird, dast der Inhalt der arvliken Literatur ge- ■c durch bie Hinbezieyung zur Gegenwart fruchtbar gemacht tot. Und doch har Herr G. lateinische Unterrichtsbücher gerieben, ja, er berief sich gerade darauf, als er von der gcbltchcn Wertlosigkeit. der lateinischen Kultur sprach. Was aber höchst sonderbar ist, ist, dast eben derselbe tr Gurlitt vor 3 Jahren auf dem Kun,r.erziehungstag zu .uiiur folgendes gesprock-cn hat: „d^un, ich will auch, nicht eigene» Interesse, ,onoern aus Interesse an der Sache mit- Icn, wie nteirt Buch heistt: „Virtus romana" und es (lt dar, w i e der alte Cato seinen Sohn erzieht. Zechen und Römer litten eine sehr aus^eoel-nte didaktische .ecatur, bei der es sich nicht allein um den künstlerischen »tust, l'oiibent auch uni) sachliche Belehrung, um Bildung : Gesinnung und Kpustiguttg des Wttlens handelte." So •tlal 1904. Sein Buch istz nach seüten eigenen Worten für zstcre Änubcji geschrieben. Dann sprach £>ecr G. von Schule and Kirche. Bei uns Hessen und xxrr G. sprach doch zu Hessen, ist bie Schulleitung üh Unign nicht mehr in bcn Hunden der Kirche, sondern in .en btä Staates, und Fach mÜ nner iut/rcn die Aussicht cut. dlach Herrn G. nullte unsere Jugeno geistig erstickt roiu von dem religiösen Gedack-in.sVvss. Das kann nur mnü behaupten, der Mder die Lehrpläne noch tun Unter* uL&Hirieb tnnt Dast Herr G., wie mir erzählt wurde, sagte, uvt - r noch leine Frau hörten die Llindei Sprüche aus dem techtsmus und andere religiöse Stoffe ab, soiwcm sagte: •iiiauv in die Küche zu den Dienstm»udchen", ist m. E. so ge- luaäws, dast man diese Worte nicht aus dem Munde eines -üoeten MmrnrS erwarten sollte, icibft wenn Herr G. eher nicht gesagt hatte, „er wolle keine Mätzchen urack-en". hinsichtlich der Berücksichtigung der Gesundheit in der Schule t Herr G. ebenfalls matzws übertrieben. Er weist anschei- nb nichts von all den Bemühungen, den Aufenthalt in der hule so wenig gesundheitsschädlich als möglich zu machen ich Veiitilatwnseinrichtungen, Kon.truktion der Schulbank, Lage ■" d.richiedeuen Uuterrichtsuundcn, um Ueberanspannungen zu .'hüten, Unterbrechung des Unterrichts durch Pausen, Ein- jiiing von Turn- uno Spielirunden tm Freien, Anregung zu illspielen und dergl. durch die Schule. Ein Blick in unsere hckktassen hätte ihm zeigen können, daß wir keine Schwinb- i)t züchten. Die Verbreitung dieser Krankheck hat andere ..chcn. Es soll und tann allerdings nicht geleugnet werden, st unsere gesamten UuterrichtsjSchec eine Verminderung des hr- und Lirnslofses vertragen kennten, und wenn Herr Prof. sich hierüoer in sachlicher Weise ausgesprochen und positive Schläge gemacht hatte, dann wäre er des Beifalls der Facy- iu sicher gewesen. An der tatsuchlick-en Ueoerbürdung mancher Haler sind aber vielfach die Eitern schuld, teils dadurch, st gar mancher ungeeignete Junge mit aller Gewalt eine höhere hule besuchen, oder ganz durchlaufen soll, oder infolge des ngeizcs mancher Eltern, die ihre Kckrder in Rücksicht auf das i'gnis zu übergroßen Anstrengungen zwingen. An gar man» n 5crankheitsrr,chelnungen trägt auch das Privatleben der izettd schuld. Herr Prof. Gurlitt empfiehlt uns dann das glische Schulwesen. Es, ist nur sonderoar, daß die Engländer ost Pädagogen in unsere Schule schicken;, um unseren Schul- trieb zu studieren, daß diese Herren daheim die Ergebnisse ::r Reisen in Büchern, Zeckungen und Zeitschriften veranschau- uu, dast Mitglieder der engckfchen Schulbei-örde, Universitäls- o.ieiferen und Oberlehrer, mit größter Hochachtung und Be- iucrung von unserem deutschen Schulwesen sprechen und wie B. 1801 in Oxford den Beifall von Hunderten von Zuhörern finden, dast man in den englischen Schulen unsere Methoden nach- cchmt und dergl. mehr. Zum Beweise seien hier einige Sätze angeführt, die Verfasser dieser Zeilen vor 5 Jahren in einem hiesigen Programm veröffentlichte : In einem Vortrage, gehalten auf einem Volkshochschulknrsiis zu Oxford int Sommer 1901, jagte Herr Sadler, damals Mitglied der ed)ulabteilung (Educahon Department) u. a.: „Was, dem englischen Schnlivesen fehlt, i|t eine höhere intellektuelle Bildung des Turchschiilttsjchülers". Als das Beste der englischen Erziehung bezeichnete er die „klassische Bildung", fordert gleichwohl eine mehr dem modernen Leben entsprechende Bildung, welche der Jugend später aber nützen könne. „Die Pflege des Körpers durch ninnnig- iacbe Hebungen, Spiele, Hebung im Selbstbeherrschen sind hübsche Duige, aber das Studium der neueren Sprachen sollte doch eine gröbere Rolle tu der englischen Erziehung spielen" u. dergl. Man sieht, Herr S. will em Hinneigen des englischen Schulwcseiis nach dem deutschen, von deni er vorher in begeisterten Worten gesprochen hatte. In einer Sitzung der damals tagenden Genossenjcha'ten führte ein Mitglied des College Pembrake, Mr. Omen, aus: Es herrsche in England viel Erlegung wegen Unterricht im Haiidelswejen. Alan fordere, dast in dieser Richtung mehr geschehe, um in Zukumt der Ronfumn; des Auslandes (Amerika und Deutschland) besser begegnen zu können. Er selbst meine, was not tue, sei nicht so sehr technische Bildung, als eine auf breiterer Grundlage ruhende moderne a l l g e m e n e Btldun g. Alan sieht, die Engländei sind mit dem bei ihnen üblichen mangethasien Unterricht nicht mehr zufrieden und sind bereit, ein gut Teil der bisher auf leibliche Hebungen verwandten Zeit für geistige Ausbildung zu vordem. „ Das Empor blühen unseres Handels und unserer Industrie ist nicht zum geringen Teil unserem Schulwesen zu verbauten und das Zurückbleiben dieser Seiten des englischen Volkslebens ist teilweise die Folge der Vernachlässigung geistiger Bildung in der Schule. Wurde mir doch erzählt, daß in einer Londoner Weltjirma die ganze deutsche Korrespondenz damals in den Händen eines jungen Deutschen war, der als Volontär in dem Geschäft arbeitete, um Englisch zu lernen. Nach dem Berichte im Giest. Anz. soll Herr Gurlitt nun gegen die übermäßige Betonung der Grammatik vorgegangen sein. Von anderer Seite ist mir fein Standpunkt als ein radikaler bezeichnet worden. „Fort mit der Grammatik!" Hätte Herr G. vor 20 bis 30 Jahren so geredet, so hatte es einen Sinn gehabt. Heute aber nicht. Weist Herr G. nichts von der Verbreitung der sogenannten direkten Methode im Unterricht der neueren Sprack-en'? Weist er nicht, dast heute in den meisten Schulen die Grammatik so zurückgedrängt ist, dast man beinahe von einer Vernachlässigung der Grammatik reden kann? Ordnung lehrt dich Zeit gewinnen, sagt ein bekanntes Wort. Was ist denn die Grammatik im Unterricht anders als ein geordnetes Zusammenfassen der sprachlichen Erscheinungsformen? Bei der Zeit, die dem Betrieb des Sprachunterrichts zur Verfügung steht, ist c5 gar nicht möglich, eine oder mehrere fremde Sprachen in die Schüler zu bringen, ohne die Grammatik, die die Spracherscheinungen in einen Zusammenhang bringt, die Möglichkeit bietet, die assoziativen Fähigkeiten des Meiuchengeistes für die Erlernung der sonst kunterbunten kopfherumschwirrenden sprachlichen Einzelformen auszunützen. Ist es doch eine bekannte Erscheinung, daß durch blostes Hören und Sprechen im Alltagsleben erworbene Sprachkenntnisse viel leichter wieder verloren gehen, als solche, die mit Hilfe der Grammatik.erworben worden sind. Erziehung zu Selbstbewusttfein und Rationalsinn verlangte Herr G. Erfüllen wir das heute nicht? Selbstbewusttfein ist gewiß eine schöne Sache; aber es gibt auch hierfür eine Grenze und die scheint mir von Herrn Gurlitt nicht innegehalten zu werden, wenn er seine Kinder ermahnt, nicht nach dem Satze zu handeln: Mit dem Hute in der Hand kommt man durch das ganze Land! Es ist in unseren Schulen Grundsatz zur Selbsttätigkeit, zu eignem Denken anzuhalten, zu erziehen. Wird dies Ziel erreicht, so wird der junge Mann schon herausfinden, wo die Grenze der Autorität für ihn liegt, auch gegenüber so phrasenhaften Ausführungen und seichten Späßen und Irrtümern des Herrn Gurlitt. Dabei werden wir aber auch trotz Gurlitt dabei bleiben, die Jugend so zu erziehen, daß sie dem Alter, der Bildung und dem Vorgesetzten die gebührende Autorität einräumt, ohne knechtische Gesinnung, die unsere heutige Schule ebenso wie Herr Prof. Gurlitt verwirft, groß zu ziehen. L. Anm. d. Red. Wir haben auch dieser Zuschrift ans unserem Leserkreise Raum gegeben, weil sie die von Gurlitt behandelte Angelegenheit in einer anderen Beleuchtung zeigt. Stadt imO CanO. Gießen, 6. Nov. 1907 •• D i e ersten Herbstfröste hatten wir m den v begangenen Rächten; das Thermometer sank auf einige Grad unter Null, Pfützen und Wasserbehälter waren mit einer dünnen Eisschicht überzogen, Felder und Fluren deckte eine weiße Reiffchicht. Die noch blühenden Rosen und Blumen in den Garten sind zumtetl schwarz geworden. Gemüje, Sellerie und Lauch müssen jetzt schleunigst nach Hause gebracht oder emgegraoen werden. Dem Landwirt ist der Frost sehr roiUlommc», denn er ist das wirksamste fülitteL gegen die scharenweise auftretenden Schnecken, die heuer ans den frisch gesäten Kornfeldern und Wiesen fast noch mehr Schaden anrichten als die ÜKänje. In den letzten Wochen haben die Landwirte gegen die Schnecken vielsach Viehsalz gen reut Doch verursacht dies bei großen Feldern erhebliche Losten. ** Bezirks-Verein Nordwest. Mehrere Bewohner der Neustadt und angrenzenden Straßen, sowie des Stadtteils jenseits der Lahn harten vergangene Woch^ eine Vorbesprechung gehnlten und für Montag abend eine Versammlung in die Restauration Haubach einberujen. In ihr wurde ein Bezirks-Verein Nordwcst endgültig gegründet und Vorstandswahl vorgenommen. Für die diesmaligen Stadtveroroneten-Wahlen wurde beschlosien, keine besondere Liste a u s z u st e 11 e n, sondern erst das Erscheinen des vom Bürgerjchalts-Ausjchust herausHugeben- deu Zettels abzuivarten. Verein der nationallib. Jugend. Wie mut* nr ehr definitiv fest steht, wird Dr. Brun Huber aus Köln am Dienstag, 19. d. SJ)L, hier über die Pensions - Ber- sicherung der Privatangestellten sprechen Da dieser Vortrag für weite Meise des gewerblichen Mittelstandes das größte Interesse Ijabcn dürste und Dr. Brun- huber als vorzüglicher Kenner dieser Materie bekannt ist, so dürfte ein zahlreicher Besuch sicher zu erwarten sein. Ferner sei aus den 2. Vortrags- und Diskussionsabenb des Vereins hingewiesen, der morgen abenb 9 Uhr un Löwen stattfindet (siehe Inserat). *• Eine Sitzung der Stadtv er ordneten-Ver- sammlung finbet am Donnerstag nachmittag 4 Hhr mit folgender Tagesordnung statt: 1. Einführung des B e i- geordneten Reiter. 2. Bangesuch des Joh. Gg. Pfaff für ein Grlindstück bei der Veterinärklinik. 3. Tesgl. des Friedrich Weber für den Tiefenweg. 4. Desgl. des Ernst Plock für die Marburger Straße. 5. Desgl. des H. W. Rinn für die Plockflraste. 6. Tesgl. des Mojes Reuter für den Wismarer Weg. 7. Tesgl. des Fnedr. Benzler für den Aster weg. 8. Gesuch des Gg. Simon, betr. Heberbrückung des Untergrabens beim Elektrizitätswerk. 9. Pflasterung einer Straßenstrecke beim Theater. 10. Fleifchkessel in der städtischen Raserne. 11. Emvässerung des Haiises Lahnstraste 5. 12. Aichung der städtischen Wagen. 13. Miete für die Räume des Hochbanamts und des 9lrmenamts. 14. Tausch von Grundstücken mit der Gewerkschaft Gießener Braunfiein- bergwerke. 15. Tanschvertrag mit Rarl Nikolaus. 16. Bewirtschaftung des Waldschutzstreifens bei der Irrenanstalt. 17. Verlegung der Einmündung der Ober hessisch en Bahnen in den Bahnhof Gießen. 18. Eisenbahn Plücke —Ulrichstein. 19. Haltestelle G i e ß e n-9k o rd. 20. Erbauung einer Straßenbahn. 21. Tarif der Tienstmänner. 22. Sonntagsruhe im Hand els- gewerbe. 13. Sonntagsruhe tm Metzgergewerbe. 24. Fürsorge für uneheliche Schwangeree. 25. Zuschuß zur meines Feuilleton. — In drei in Wiesbaden gehaltenen Vorträgen befaßte sich Üer Tage der preußische Herrenhäusler Geh.-Rat Prof. Reinke - STicl, mit Häckel, den er heftig bekämpfte, und der modernen rturwissenschaft. Dort wurde auch bekannt, daß ein neuer inb, der „Keplerbund", gegründet sei, der eine Art christ- cher Naturwissenschaft betreiben will. In einem erbebriefe des Bundes heißt es: „Die Naturkenntnis bringt n' der Gott gefunden hat, zu immer dankbarerer Anbetung, c die größten Naturforscher bezeugt haben; und rechtes iciftcntum macht den Menschen kulturfreudig und schenkt ihm ien offenen Blick für die Dinge der Schöpfung. Diese Ge- icken müssen in unserer Zeit kraftvoller vertreten werden; *■" müssen uns gegen die Torheit wenden, welche geflissent- -) die christliche Weltanschauung als Überlebt hins.ellt und damit '- Grundlage unserer Kultur angreift, ohne eine neue, lebens- /ge Kultur begründen zu können; wir müssen eine Gegcn- ^mung schassen gegen den atheistischen Monismus, der sich e ein Bann auf immer breitere Volksschichten legt, obgleich er Iienschaftlich zur Genüge gerichtet worden ist. . . . Der große Honcni Kepler war ein lebendiger Christ. Und wie viel ver- nkl bie Naturkenntnis diesem Manne. Von ihm sagt der -mute Sprachforscher Max Müller: „Die Fackel der Phantasie dem, der nach Wahrheit ausfchaut, ebenso unentbehrlich als ' Lampe des ernsten Studiums. Kepler benutzte beide, und mehr ch, er hatte auch den Stern des Glaubens, um sich von ihm allen Dingen durch Nacht zum Licht leiten zu lassen. Keplers une ist für uns eine Verkörperung unsrer Gedanken . . . ir denken nicht daran, der wissenschaftlichen Arbeit eine mndene Marschroute vorzuschreiben. Dieser Vorwurf darf uns ht gemacht werden. Wir stehen auf dem Boden der Freiheit - Wissenschaft, wir sind begeistert für die reine Wahrheit. >r das eine wollen wir nicht, daß sich mit wissenschaftlicher beit und Propaganda zugleich eine Feindschaft und ein blinder B gegen das Christentum verbindet, welcher dieses angeblich 11 f Grund wisseuschastlicyer Ergebnisse" bekämpft. 9ticht wir d bie von Vorurteilen Beherrschten und Voreiugenommeneu, idcrn diejenigen sind es unter unsren Gegnern, welche die iffenjchaft ausspielen zur Befehdung des Christentums. Wir d überzeugt, daß sich beides sehr wohl miteinander verträgt: Ihaltloje absolute Freiheit der wifsenschaftlicheu Forschung, >le welche diese garnicht bestehen kann, und persönliches irchdrun'zensein von dem Walten eines lebendigen Gottes b der Straft christlichen Lebens auf dem Grunde der eigenen jahrung!' Die erste Mitgliederversammlung dieses seltsamen Bundes, den der reaktionäre „Rhein. Cour." freudig begrüßt, soll am 25. November in Frankfurt a. M. stattfinden. Geistiger Urheber ist Dr. Dennert, Oberlehrer in Godesberg. Geschäftsführer ist Konsistorialrat Mahling in Frankfurt a. M., Kassierer Pfarrer T e u d t in Frankfurt a. M. Unterzeichner des Aufrufs sind u. a. Professor Reinke, Konsistorialrat Kayser in Frankfurt n. M., die Generalsuperintendenten Werner-Kassel und Zoellner-Münster i. W., die Konsistorialpräsidenten Dr. Ernst- Wiesbaden und Steinhausen-Berlin, Tr. v. Studt, Staatsminister a. D. . ♦ — Hamburg, 5. Nov. Tie bekannte Juaend-Schrisistelleriii Elise A v e r d i e ck ist in fast vollendetem 100. Lebensjahre gestorben. ♦ — Wien, 5. Nov. Der Ausschuß des RaymundtheaterS hat heute das Entlassuugsgesuch des Direktors Lautenburg angenommen. Lauienburg Hal bie Tirekuonsgeschäsle sofort niedergelegi. LrtcNKri-ches. — Im Muthfchen Verlage, Stuttgart, ist ein Leitfaden, „Die Schwierigkeiten derGeschästskorrespondenz" von RegicrungSrat Bastian, Direktor der Hessischen Landes-Hypothekenbank in Darmstadt, soeben erschienen. Dieses Werkchen gibt mehr als sein kurzer Titel 'befugt. — In demselben schreibt ein erfahrener Fachmann für jüngere Fachgenossen und macht sie neben einem präziseren und auch sti'istijch reineren kaufmännischen Stil mit einer Reihe von Schwierigkeiten des Handelsverkehrs bekannt, deren Beherrschung einem jungen Anfänger erst nach jahrelanger Arbeit in dieser klaren Weise möglich wird. Der Verfasser behandelt diese Fragen (Bank- und Wechselverkehr, Wechselkorrc,pon- benz, Reick-sbaukausweis, Bilanz-Prüfung, Aktteukapitalserhöhung il a. mehr) in so glücklich uub lehrreich gewählten Beispielen, baß dieses Buch für jeden Anfänger im Bankgeschäft nur von größtem Nutzen fein kann. Hier spricht eben ein Praktiker zu Praktikern. Auch Studierende der Nationalökonomie werben mit Erfolg aus verschiebenen Kapiteln einen klaren Einblick in die Struktur banktechnischer und börsenmaßiger Geschäfte gewinnen können. Man kann nur wünschen, baß bei den hoffentlich bald erfcheinenben weiteren Auflagen bcs Buches verschiebene Rapitel noch erweitert, manche neu hinzu ko mm en werden. Ich beule de- sonbers hier an bie Kapitel über Krebitgewährung, Bilanzprüfung, an die Behanblung der Konversion von Anleihern an etwaige Erläuterungen des Knrszettels, Dr. W. I — Neue Revue nennt sich eine neue, vornehme Halb- mona lsschrif r für Politik, Wisseuscha't und Kunst, die in Berlin im Verlag der dienen Revue unter Mitwirkung hervorragender Politiker, Schriststeller und Gelehrter von Dr. Jojef Adolf Bondy imi) Dr. Fritz Wolff heransgegeben wird. Das erste Heft dieser künstlerisch illiifkiertcn Zeitschrift, der Pro*. Bruno Paul ein schönes und wirkungsvolles Geivaud gegeben hat, ist soeben eiicbienen und enthält u a. lolgenöe Beitrage: „HenrielteJaeoby" biejelvstanbige Fortjetzu.lg des vielgelesenen dionians „Jettchen (Sebeit* von Georg Hermann. — Szenen ans der imbefmuitcii Wagneroper: »Die Hochzeit", initgeteih von Richard Batka. — Tie Novelle „Branzilla" von Heinrich Mann. — Freiherr von Zedlitz-Neulirch: Die Block- politit' in der nächsten Reichstagsjession. — Ente eingehende Charakteristik des ösierreichischen Tronivlgers von R. v. B. — Ter japanische Munster Dr. jur. Reularv Raneto: Japan und die Vereinigten etnateiu — Generalleutnant von Pelet-Narbonue: Ter diiedergang von Frankreichs Wehrmacht. — Fritz Wolff: Deutsche Kunst. — HariS Benzmann: Loblied des heiligen HleronimuS. — Jojef Adoli Bonby: Unser Theater. — Pinto: Fmanzrundschau. tsiiie reichhaltige Rundschau: Leon Zeitlin, Christian Aiorgenftern, Aiax Hochdorf, Ebuarb Golbdeck. Humoilsttjches 2C. — Abbildungen neuer Werke des Bildhauers Htrgo Lederer, des Schöpfers des Hambniger Bismarckfiandbildes. — Die Neue Revue erscheint Anfang und Piltte jeden Monats. — Goethes Briefe an Frau von Stein. Herausgegeben von Julius Peterseu. Titel und Einband von H.^Vogeler. Tret Bände. Leipzig, im Insel-Verlag. Tcn edelsten Schatz deutscher Liebesbriefe und zugleich das bedeuteudfle Lebensdokumeut unsres größten Dichters vejaßen mir bisher zwar m einer philologisch unübertrefflichen, nicht aber in einer Ausgabe, bie unfern heutigen Ansprüchen an das äußere Gewand eines Buches genug täte. Eine schöne, handliche Taschenausgabe davon zn schaffen und so den koübaren Gehalt m em edles Geiäß zu füllen, >var eine banlbare Aufgabe, die der Jnjel-Berlag uuu erfüllt hat. Er luollte den Briesen nichts udii ihrem ursprünglichen Dull nehmen, und jo hat er sie m der krausen Orthographie beloben, ui der sie geichrteben ipitrden. Ter Herausgeber gibt eine schöne und inhaltsreiche Einleitung in die ganze Sammlung und am Schluß jeden Bandes das zum Verständnis nötige m Anmerkungen. — Tret Silhouetten: Frau von Stein mit dem Bildnis ihres Fritz, Goethe mit Fritz von Stein imö eine vor kurzem ausgefundeue Silhouette der Fiau oou Steiit aus Kuebels Nachlaß sind den Bänden beigegeben. Heinrich Vogeler hat m der Ausschmückung sein bestes getan. Der Preis für die drei schönen Bande darf als uugewöhniich niedrig bezeichnet werden. Welter s A Frankfurter Börse. 6. November, 1.15 Uhr. Beicbsanleihe Lerche und Schule 82. 93.40 Pnnce-Henri-Eisenbahii . flbcrliner Börse, 6 November. Anfanafskurse. 147.70 . 198 SchwtizerpiUett vvc/u^C^ta*** Nov. 4 2 2 Sonnenscher KlarerHinnr 192. 122. 198. 219. 108. 109 150. 124. 28 138. 8 SSW s Cauada E. R. . . . Darmstadter Bank . Deutsche Bank . . Dortmunder-Union C. Dresdner Bank . . Tendenz • fest. 200.- 114.— Harpener Bergwerk Laurahütte Lombardei! E. B. Nordd. Lloyd . . Türkenlose . . . 3^°/( 3% 3>i0/0 3% . 116 . 102 . 206. 223.80 60.25 138.20 do. Konsols do. Hessen Gelsenkirchen Bergwerk Hamburg - Amerik Paket?. Harpener Bergwerk. . . Laurahütte...... Nordd. Lloyd..... Obeiscbles. Eisen-Industrie 93.35 82.70 93.70 82.90 92 50 92.40 96 85 97.05 92 20 102.00 62 40 62.80 91 60 87.75 92.80 141 00 47.30 82 50 Elektriz. Lahmeyer . Elektriz. Schlickert . Escbweiler Bergwerk . ~ 2' dab- Apotheker Richard rorandf S «chweizerpillcn schon vor mehr als 25 fahren in den vandel gebracht sind, daß diele Pillen in den breiten Massen deS Boltes auherordentl. betannl sind, Berliner Handelsges. Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . Deutsch-Asiat. Bank Diskoiito-Koinmandit. Dresdner Bank Kreditaktien . . Baltimore- und Ohio- Eisenlahn . . . Gotthard bahn . . . Lombard. Eisenbahn Uesterr. Staatsbahn . recht hübsche Duette, wobei die Bühne recht effektvoll aus- gestattet war. Den größten Effekt machte aber die erst am Schluß sich zeigende Tatsache, daß die anmutig aussehende Dame in Wirklichkeit ein Herr ist. Eine fesche Wienerin, die allerdings besser tanzt als singt, ist Frl. Bella Schäker, die namentlich im Matrosenanzug recht niedlich aussieht. Ein komischer Musikant, Paul Galley, bietet dann in Gemeinschaft mit einer Dame eine köstliche Burleskszene, bei der die verschiedensten musikalischen Spässe das Publikum köstlich amüsieren. Sehr hübsch und dabei für hier neu sind die Kunststücke von Jean und Viktoria Crion auf dem Doppeldrahtseil, die elegant und sicher ausgeführt wurden, lieber ein recht witziges Nepertoir scheint der Humorist Herr Buschmann zu verfügen, wenigstens nach dem zu urteilen, was man an einem Abend von ihm zu hören bekonnnt, und eine Konzertsängerin, Frl. Eugenie Bokkart sucht durch einige gefühlvolle Lieder zu erfreuen. Die Lugginis zeigen dann eine Anzahl dressierte kaukasische Ziegen, die mancherlei Kunststücke ausführen, Pyramiden stellen usw. Den Schluß des Künstlerprogramms bietet dann Se re m i ssi m u s mit seinem getreuen Kindermann, der mit seinem Blödsinn das Publikum in die heiterste Stimmung versetzte und es auch nicht an einigen lokalen Anspielungen fehlen ließ. . 28 . 108. . 141. 8.3 6 C. 0 8 * C. äWetroroloniirfie Veobcrfhtnngen der Station Gießen. . 223. . 137 . 167. . 137. . 198. Gekängnisstrale von 3 Wochen und wegen der zwei mündlichen Beleidigungen aus je 20 Mark Geldstrafe. Die eine der beleidigenden Veröffentlichungen ahndete es nut 100 Mark Geldstrafe und die andere mit 30 Mark. Gleichzeitig wurde dem Verletzten bezm Beleidigten die Befugnis zugesvrochen, das Urteil, soweit es aus Strafe wegen öffentlicher Beleidigung erkannte, aus Kosten des Verurteilten in der Oberhessischen Volkszeitung zu veröffentlichen. Wegen Hehlerei freigesprochen. Ter I n st a l l a t e u r W. C z. in Bad Nauheim hat an einem Neubau ewige Metallabfälle aufgelesen und diese an den Alt- händler P. V. von Ober-Mörlen verkauft, wofür er einige Pfennige erhielt. E. wurde wegen T t e b st a h l s und V. wegen Hehlerei unter Anklage gestellt und die Sache dem Schöffengericht Bad Nauheim zur Aburteilung überwiesen, das E.. der geständig war, zri einem Tag Gefängnis verurteilte. Bezüglich des V. wurde an- genommen, daß er beim Abholen der ihm verkauften Metallabfälle em noch brauchbares Eisenstück entwendet hat, weshalb das Schöffen- gericht, da er wegen Diebstahls rückfällig ist, seine Unzuständigkeit aussprach und die Sache an die Strafkammer verwies. Aut Grund der Beweisaufnahme gelangte diese zum Freispruch. Es war ihm weder nachzuweisen, daß er von dem unredlichen Erwerb der von ihm gekauften Metallabiälle gewußt hat, noch daß er das Stück Eisen entwendet hat. Marktdiebstähle. Bei dem Besuche^ des Schotteiier Sommermarktes stahl die D. Sp. von Ober-Schmitten von verschiedenen Ständen, was sie gerade erhaschen formte, als: eine Schürze, einen Tamenqürtel, ein Stück Stoff, ein Portemonnaie und einen emaillierten Becker. Sie steht bereits das sechste Mal wegen Diebstahls vor Gericht, doch wurden ihr, mit Rücksicht auf ihre mangelnde Intelligenz, nochmals tnildernde Umsläiide zugebilligt, um sie vor dem Zuchthaus, das sie verwirkt hat, zu bewahren. Das Urteil lautete auf 5 Monate Gefängnis. Heimarbeit-Ausstellung in Frankfurt. 26. Rechnungen städt. Anstalten für städtische Zwecke. ** Auch der Trinkbranntwein ist teurer geworden. Man schreibt uns: Bei den heuer reichlichen Ernten und den guten Preisen für Getreide und Kartoffeln haben die Landwirte in diesem Jahre eine gute Einnahme gehabt, zumal auch die Preise sämtlicher Genußmittel in die Höhe gegangen sind. Unter andern hat auch der Trinkbranntwein eine Preissteigerung von 4 Pfg. für das Liter erfahren, was gewiß kein Fehler ist. Post-Personalnachrichten. Ernannt sind: Postsekretar Haag in Gießen zum Ober-Postsekretär; Ober-Telegra Phen- fefretör und Postsekretär Scdmidt in Büdingen 5um Postmeister. — Versetzt finb; die Postassisten Wamboldt von Geveril nach Berlin, Engemann von Bad-Nauheim nach Remschero; — Angenommen ist als Telegraphengehilsin Luise H o r n m Gießen: — Gestorben ist Postmeister a. D. Rappolt in ^auterback. _ "Das Kolosseum erfreut sich im steigenden Maß der Gunst des Publikums. Auch das gegenwärtige Programm bietet wieder viel Sehenswertes und ist recht abwechslungsreich, sodaß ein Besuch empfohlen werden kann. Zunächst erfreuen die ungarischen Tänzer des Viktoria- Trios, 2 Damen und ein Herr, durch ihre mit vielem Feuer getanzten Nationaltänze, worauf ein Akrobat, Herr Theo, unter Assistenz von Frl. Edith, geradezu staunens- werte Leistungen als Kopfequilibrist auf dem Trapez bot Das Künstlerpaar Berkang Noberti sang dann einige Arnsburg, 3. Nov. Das Rettungshaus zu Arnsburg konnte nach der „Darmft. Ztg." am 27. Oktober auf ein 60jähriges Bestehen zurückschauen und feierte dies kürzlich m bescheidener Weise in der Kapelle, die von Alters her als Vorhalle der Arnsburger Kirche das Paradies genannt wird Außer dem Vorstand waren Glieder der Häuser Solms-Lich Solms-Laubach und Solms-Rödelheim, andere Gäste, Nachkommen der Gründer der Anstalt, frühere Zöglinge und - Vertreter aus dem Kreis der Freunde anwesend. Auch Pfarrer Deggau vom Dia- komssenhaus Elisabethensüft, Darmstadt, das seit 30 Jahren Schwestern zur Leitung der Anstalt nach Arnsburg gegeben hat, war anwesend. Er konnte bei der Nachfeier Grüße und Segenswünsche überbringen. Ter Vorsitzende, Stiftsdechant Klingel Höffer von Lich sprach im Anschluß an Luc. 5 (Petri Fischzug) von dem Aegen, den der Herr dem Hause und seinen 459 Zöglingen in OO Sauren zugewandt, und was Gott an ihm. durch dessen Freunde und Gönner Gutes getan. Es war von sieben Männern als Herrn helfender und rettender Li.be eingerichtet worden. Unter den Gnindern find besonders Pfarrer Bichmaun (später Dechant) von Lich und Taubstummenlehrer Schäfer von Friedberg (später Direk- der Blindenanstalt) zu nennen. Otto zu Solms-Laubach hat Arnsburgs Pforten aufgetan und Haus und Garten zur Verfü- gung gestellt, welche Verleihung Graf Friedrich, langjähriger Vorfitzender des ^rstandes, vor 30 Jahren wiederholt hat. Nachdem man das Lied zu Ende gesungen, mit dem 1847 das Werk geweiht worden war, bezeugte Pfarrer Voller von Darmstadt oaß erzieherische Arbeit, im rechten Geiste getrieben, nie vergeblich gut erngeübter Mädchenchor, aus Zöglingen gebildet, verschonte die Feier mit Gesängen. Bei dem Kaffee, der in den Raumen des Rettungshauies eingenommen wuroe, hörte man noch manches gute 2Bort Dekan Hainer aus Hungen sprach von den allezeit guten Prüfungsresultaten und bewnte, wie die evan- gelische Kirche Ursache habe, sich dieses Werkes des Glaubens und der Siebe zu freuen. Besonders berührten die Herzen, als Bekenntnis ihres Lebens und Wirkens, Verse aus dem Munde der Schwester E. Br., der langjährigen verdienten Vorsteherin, die Ruhestand genießt. Ein Redespiel einiger Zöglinge bewies, daß man nicht gcfonnen ist, bei den Mädchen Kvpshungerei zu unterstützen. a - Kleine Tagcschronik. „ . Der 38 Jahre alte Rechtsanwalt Schwarz in Kö- nigs berg ist feit dem 29. Oktober unter Mitnahme der Akten ^nhhpr Arsch^unden. Schwarz war Verteidiger in dem bekannten in ^r mar auch politisch tätig und s o z i a l d e m o - n1 «in»,! b. I Parteiführer. Der Verschwundene ist seit wenigen Jahren verheiratet. 1 3>6°/0 Oberhessen . . . 4 26 Oesterr. Goldrente 4’/a 26 Oesterr. Silberrente 4 26 Ungar. Goldrente . , 426 Italien. Rente . . 326 Portugiesen Serie I . 326 Portugiesen „ III 4>6°/o russ.Staatsanl. 1905 4/6% japan. Staatsanleihe 4 26 Conv. Türken von 1903 Türkenlose...... 126 Griech. Monopol-Aul. . 426 äussere Argentinier . 3°/0 Mexikaner . . . 4>6% Chinesen . . . . Aktien: Bochum Guss..... Buderus E. W. ... Tendenz: schwächer. ** Der Gernhardtsche Zither- und Mandolinenchor veranstaltet am nächsten Sonntag, abends 8 Uhr im Hotel Einhorn eine musikalische Abend-Unterhaltung. Zur Darbietung gelangen auch diesmal außer den Zither- und'Mandolinenchören mehrere 4 und 5 stimmige Gesangsvorträge mit Zither- und Guitarre-Begleitung. Die Veranstaltungen des Vereins sind auch Nichtmitgliedern gegen Karte zugänglich. § Großen-Linden, 5. Nov. Die Herbstpferde. Musterung fand gestern hier durch einen Kavallerieoffizier statt. Es waren die Pferde von hier, Leihgestern, Allen- dorf, Klein-Linden, Bergioerk und Neuhof aufgetrieben. Von hier begaben sich die Offiziere um 10 Uhr nach Lang-Göns. > Alsfeld, 3. Nov. Vergangenen Freitag sprach hier auf Einladung des freisinnigen Vereins unter Vorsitz des Landtagsabgeordneten Rechtsanwalt Reh in sehr gut besuchter Versammlung Herr E l ö s s e r aus Darmstadt über die politische Lage in D eutsch land und die Blockpolitik. Der Redner streifte am Eingang seines Vortrages kurz das Ergebnis der letzten Reichstagswahlen und die hierdurch geschaffene politische Situation und ging dann zu einer eingehenden Erörterung der Blockpolitik über. Er sprach sich über die Möglichkeit, liberale Gesetze mit Hilfe der reaktionären Parteien zu machen, sehr skeptisch aus; andererseits aber stehe und falle Fürst Bülow mit der Blockpolitik, da für ihn eine Rückkehr in die Arme des Zentrums unmöglich sei. Deshalb müsse man ab- warten, wie groß seine Energie gegenüber den Konservativen fein würde. Redner behandelte dann das zu erwartende Börsen- und Vereinsgesetz und die auftauchenden neuen Steuerprojekte und forderte bei der Reform des Klassenwahlrechts in Preußen die kautelenlose Einführung des Reichstagswahlrechts. Der Vortragende schloß unter langanhaltendem Beifall der Versammlung, mit der Aufforderung, den alten freiheitlichen Traditionen treu zu bleiben, rüstig weiter zu arbeiten am Ausbau der Organisation und dadurch beizutragen zur freiheitlichen Entwicklung unseres Vaterlandes. Die 4. Strafkammer des Königl. Landgerichts I in Berlin bat unterm 10. Febr. 1906 für Recht erkannt: Angeklagte wird wegen Vergehens gegen das Gesetz f“?Ä ®ÄÄ“U*Me 'ur Mark Geld. Das Gericht stellt fest: U. Sirma. Richard Brandts Jiiid)f. in ^chaffhanwn tur Pillen gesetzlich geschützt ist und zwar em Weines Kreuz in Form des Eisernen Kreuzes auf kreisrundem, dunklem Grunde mit der Inschrift Apoih ker Richard Brandt's Teäefonische Kursbefehle des Giessener Anzeigers, mitgeteiB von der Bank für Hand und Industrie. Giessen. vblro?Cn16- 9?0D- 2" landwirtschaftlichen Kreisen nrntor^o k daß eine gute Schulbildung für's praktische eben notwendig ist, immer mehr Bahn. So mehren sich denn die sogenannten landwirtschaftlichen Winter- 3nf)t' ,D,C °"derseits ciuch in den meisten ber eiben die Schulerzaht ständig im Steigen begriffen ist. Kre5ra7 « Kf ° " d w irt schaftzsch „ le , die heule durch 2 5 t "ö(2...£mann ,m Bei ern des Lehrer. Kollegiums sow.e der V° er der Schüler mit einer Ansprache eröffnet wurde, trifft die? zu. Sie wird in ihren, gegenwärtigen ^.Schülern besucht, von denen Ib der O^er- läge und 18 der Untertiaffe angehören. Die meisten davon s amuien aus dem Kreise Büdingen, nur einer ist all§ den, h'" k9,e6Ürti9L Die Unterrichtszeit ist jo gelegt ball, 6l^Ülec 5" wohnen kann, wes- J Kostenaufwand erfordert. X Krofdorf, 5. Nov. Der Ausbau der neuen Sufep hpl Ätofbrorf bis zur Seemühle, an, des Gleiberg entlang hat ein volles Jahr beansprucht Man muß noch immer mit Schrecken an den vorigen Winter wo öfters Menschen und Tiere auf der Strecke to io 8e6lieBen finb. Hoffentlich wird die ü-wWrs ssttt ”-i- neuen'a lu^u He nehmpU ^r6citcn an unserer ift zu erwarten, daß sie wie vo"rm>i>v"°" Fortgang. Es her in Betrieb genommen ium ' Dezem- 12 500 i’Jiarl Zuschuß k Gingen leistet kleine Gemeinde. Unsere vielen eine ßrüBe„, wenn sie für die Folge ihre S® VetaJ m°b®"uC ft n ^^O^Hugo Sätet Preise Mk Ä Ö-SW«s" s» ~ KÄ' ÄÄ S£ e." ~ ,’äs *: IBl* AL ÄiteS etuttga^^treder F Anlaoe lu1'mA' Kapitalanlage und Bankverkehr. Brakt. und ELcrtpapieren ne^ EinsÜhruna9^in Hypotheken gart, Muthsche BerlagebuchLung «ret® 7art 2 mt®“1“' Neue Bücher. Eingegangen vom 26. Oktober bis 1. November. cn’olgt nach Auswahl. Eine Verpflichtung zur Besprechung und zur Aufbewahrung unverlangt eingesandter Bucher wird nicht übernommen.) L eit^16 b 18. Jahrgang der freien Bühne. ye,tSmb: S. Äscher. Prets vrerteliährlich 6 Mk. Berlin W «erwfrÄS'L ®in K"nischer Roman, oerim 415. do, Beuagsgesellschaft Harmonie. Preis 2 Mk Es werde Li ch t. Blätter für Aufklärung, Fortschritt 1- München, O. Th. Scholl' in Greiner, David, König von Israel. Schauspiel 1.20* ^f^U9en* HE a. S., Wischan u. Burkhardt. Preis oaß ihre Verpackung und ^usstat- luug seit vielen Jahren immer die gleiche geblieben ist,- ... b. daß es gerichtsnotorisch ist, daß die allgemein bekannte Ausstattung der Nebenklägerin, Firma Richard Brandt's Nachs. a ~ . allgemein zu einem besondere« B ^rZcn^nnfi^c (xb-lU zu )große // Brvcteimühlen verbesserte Volldampf- 6413 Kohicoier Engrospreisliste. (6634 M. M. M. I 1E1K3XE Marktplatz 21 Tel. 46 5 OOO = 15 000 ä ä L OOO = 20000 6472 Telefon 76 JVeustadt 56. Magazin. 16360 Kluß- und Seefische d. M. KchuiM Telephon 119. h ä 30 39 65 ä ä ä ä ä Id 69 Dutzend SO Pfg. L. Steinhäuser D mit drehbarem Fleischgesiell billigste und praktischste Näucherci für jede 1 OOO = 20 000 500 = 20000 200 -- 20 000 100 = 20 000 50 = 30000 30 = 90 000 10 = 90 000 mit 4 Holzfüßcn Mk. 26 mit 6 Giessern 10 S 20 § 40 8 ioo 0200 H 600 | 3000 | 9000 T5 5.C o'Ss; Sse ■5=.E iE®OOO 125000 radikal und sicher wirkend, stets irisch bei >6909 Adelt Bieler, Drogerie 5 Marktstrasre 5 jOunkelkammer 6*hotographische Arbeiten AdoK Bieier, fllarktstrasse 5. Versteigerung. Donnerstag, den 7. November^ vormittags 10 Uhr, werden aus dem Hof der neuen Kaserne ti Krümperpferde öffentlich versteigert. [DVit Krümper-Berwaltung Inf.'Reg. Kaiser Wilhelm per. 116. Fluh- rmo Lcefische, Maftgcstügel, anerkannt nur allerf. Qualität, ^ähBiiascbiwen. Neueste Verbesserimgeii ? Cröstte Laiierhastigkeil! Höchste Leistling! Zur Kiinststickcrci vorzüglich geeignet. 6747 II» Kraft, Neuenweg 46. Eigene Rebaraturtvcrkstättc. Zuvcöörtcilc stets ans Lager. 8 4 4 in grösster Auswahl empfiehlt Emil Schmidt, 16 Neuenweg 16. Obsibaumschnle. Hochstämme,Zwergobst,Stachel-u. Johannisbeeren, Himbeeren usw^ empfiehlt Christian Pfeiffer Gießen, Schiffenberger Weg. Bauuuvarte und Wiederverkäufer in Holzgeftcll zu Mk. 24, 28 und 32. WM MlktllilWtl! zu Mk. 26, 29 und 30, mit Korbtisch 2 DU. mehr. Iauchcpnmvcn, LLasserpumpen m Holz und Eisenkonstruktion, eiserne Schicbtarrcn, alle Einzelteile zu landwirtichast- lrchcn Maschinen empfiehlt 6850 L. Germer, Heuchelheim. ^Reparaturen gut u. billig. Alleiniger Fabrikant Job. Gottl. Hayswaldt, Braunschweig Magdeburg • Eger i.B. Tie Fürstliche Odstb-iumschule zu 2ich bst cnwficült alle Arten Obstbochstämmc, -®a in junner wüchsiger Ware mit vorzüniiSer Bewurzelung, [6440 sowie Lweraudft, Gr^ccve.t, vtmbcctcu Preisbuch loslemrel. ^-oergartner. Futterschneide- Maschinen zu Mk. 55, 60 und 65. Nübenschneider Tapisserie grosse Auswahl u. viele Heuheiten in gezeichneten und angefangenen Arbeiten, sowie alle Arten Stoffe und. Materialien. IN. ITlllll*. Denkmal u. $ empicliien in reicher Auswahl Brillier Stiill, Sclterswcg 83. [6816 Lrbcndsriiche Schellfische ausgc;ucht aUerfeinste Nordiecfische, keine minderwertigen Isländer, treffen heute ein bei 6805 Georg Wallenfels Hauswaldfs I Kaiser Otto Kaffee anerkannt bester Kaffeezusatz von unvergleichlich feinster Qualität. hervorragendemWohlgeschmack und grösster Ergiebigkeit. t__ empfiehlt [6052 C. G. Kleinhenn. Promoter Lerlcmdl nach eufca I Prompter Versand nach auswärts. Ä ® „tx £ O WWW Qütiiiger Blttiernkase in runder und langer Form gold- gelbe, hochfeinste Ware. Postkolli sortiert Mk. 3.— frko. geg. Nachn. Billigste und beste Bezugsauelle für Bahnsendung. [ss80/^ Walter Fischer, fiökrri, Buttstädt i. Tbür._____ Fiammbrikeüs zum Fcucrarrnacheu M^ohne Holz-W August SiröiS nur Seltersweg 12 Haus- und Küchengeräte ReasesgBaser* Jagdglaser J Operngläser Bedeutendstes und grösstes Unter- nehmen hatiel- und büddeutschlands WaMvö^eL Dompfaffen, Distelsinke, Hänflinge, Zeisige, cingelroffen i!oüt!hüiidlun^MmMc.^2 n _T, "1 durch Neubauten, Neueinrichtungen u. grosse B 6? TinnSußTrien HoHtrocknungsanlagen bedeutendverbessert * iUUUUMwMvu ivm u. erweitert. Daher höchste Leistungsfähigkeit Nur denkbar beste Qualitäten, Formenschönheit u. Preiswürdigkeit gehen Hand in Hand. Allgemein als Sehenswürdigkeit I. Hanges anerkannte, grösste existierende und übersichtlich arrangierte A TIC"0ft von ca. 300 konipl. mustergültig und stets liefer- fertig eingerichteten Wolinrüumen. ßßCJl iwilll fl — ohne ‘Kaufzwang -• unserer Fabrikations- und Aus- J0vmIvIIIIM 1611U Stellungsräume erbeten und erwünscht. direkt an Private zn Original-Fabrikpreisen. 10jä.hrige w VA skdlll Garantie. Lieferung franko Haus. Sonntags geöffnet von 11—1 L'hr. Fabrik- und Hauptausstellungshaus (Zentrale) Hcideibergerstrassc 129. • Filiale Itheinstrasse 39. Man verlange Preisliste mit Abbildungen. (Photogr. Aufnahme der einzelnen Zimmer.) für kompi. Wohnungs-Emrichtungen in allen Preislagen * * * * * poonieren und Damenkopfwaschen mit elektrischen Luft-Trocken- Apparat istdie gesündeste u. angenehmste Haartroknung. Ferner im Frisieren u. Jlanicuren in und äusser dem Hause empfiehlt sich bestens 16465 Frau Emil Koch, 62 Bahnhofstrasse 62 W ringmaschinen W äschemangeln empfiehlt billigst SCroSI nur Seltersweg 12 Haus- und Küchen-Geräte-Magazin. 63«i I Ziehung Ifii M 5.Wohifahrts- büsU - Lotterie zu Zwecken der Deutschen Schutzgebiete j 420 000 Lotte 12977 Geldpcw — A I Hauptgewinne bar ohne Abzug: I 7ZZLK-! Haushaltung eurpnehlt j. xxäuser, Eisenbandlung von den billigsten bis zu den seinsten empffchlt zu enorm billigen Preisen Kreuz 10 J. Kaan jr.a | Wohlfalirts-bse ä 3.30 Q Lud. Müller & Co. I in München, in Nürnberg, fe in Berlin C., Breitestr. 51 «eia Telegr.-Adr.: Glücksmüller. _ 11ur gegenüber der Engelapotheke. Tod ~ allen Hatten bringt sicher Ilelicia-Hattenkuchen. Haustier, unschädl. 6 mal präm. Mehr. 100 Anerkenn. Dose 0,50 u. 1,00 M. i. d. Hirsch-Apotheke, Apotheke zum goldenen Engel u. b. Otto Scnaaf. [<168 1 un verzinst. iessen erhöht hat. Januar 1908 , den 30. Oktober 1907. Nene Einlagen werden bereits jetzt mit die Zinsen bestehender Einlegen ir bringen hiermit zur allgemeinen Kenntnis, dass unsere FRANCK FRANCK SCHUTZMARKE. Soei?oec"Kep Seiden-Blonden Abend-Mäntel Staunen erregender ’mm Vertreter aus allen Ständen überall gesucht J. Häuser, Eisenhandlung 6308] Neustadt 56. Telephon 76, 6307 rinnen trfläre hv”/| toorben 2 Marktplatz 2 1834 besseres nicht zu finden! danebe Borten D R.-Patent Gröfstc Schonung der Briefe • Schnellstes einordoen ist entschieden die Beste. Probemaschine aus Wunsch bei Jauchcpumpen u. i empfiehlt billigst % Gibrohneflühe s^0/llni AW pun |idM bW i r C M llcn Sf ßjifit W un^ ilichi rte < Bin I ct D DC nbroi y! t I 1- .|q Berao P fee 1 kt ui Eleni Mcm «Md 1 D aciir tet eUc km ei 4 ve nne liier it c Rede sein kann. Außerdem aber muß betont werden, daß der Preis dieser Futtermittel namentlich im Kleinhandel vielfach nicht dem Preis des ganzen Maises entspricht, sondern oft zu hoch ist. — Es erscheint also hier ganz besonders gemeinsamer, genossenschaftlicher Bezug ain Platze. hilft ockiel 'M .. ö r H bt .‘■n sen Was nun die Bewertung dieser angeführten Maisabkömmlinge auf dem Futterrnittelmarlte betrifft, so sind sie nach den übereinstimmenden Ergebnissen aller diesbezüglichen Untersuchnngew- vorwiegend als Mastfuttermittel aufzufassen, während von einer spezifischen Eignung als Milchfutter unter keinen Umständen die Tb tityt Als gute, mit Erfolg erprobte Milchfuttermittel müssen gelten Amerikanische Biles Schlempe und Ungarische Schlempe, die RüL, stände amerikanischer und ungarischer Getreidebrauereien. Sie 39 rt durch Wasser beschädigte Ware beobachtet, die unter Um- L , i: tu. i..i-P.n» f z-i vtit Prä rnffh’ii A (fn h I P f P rvlitt ei' ?l QU6 Ä v- a!z probt tein. J nun inerten leicht ^lter. ch ttsss außer- at auf pißes Kohl-, itious- inikhr 1, unb loitrbe. die - d'k in t'i ber onnen. r'iinb» :bingt n_ luit Gras- r nach >g mit swegs hierzu dies mnien, leigen, M)len wird. L _ - F Wenn im Laufe früherer Ausführungen darauf aufmcmain gemacht wurde, das; wir heute in fast allen Z oeigen der ,land- mtschastlichen Ticrl/altung die Trockenfütterung als die einzige rimtige Art und Weise der Fütterung anschen migsen, so fragen dir uns wohl ganz unwillkürlich und wie soll das Walter verab- fcidjt werden? — Die Antwort hierauf lautet ganz nach Bedarf Nid Belicbeir des Tieres. Es ist demgemäß an der 3/iL Nch nach i'nrichtungeii urnzusehen, die es dem Landwirte ermöglichen, dein xierc auch im Stalle die Gelegenheit zu geben, ganz nach Be- licbcit fehlen Durst jn stillen. Solche Einrichtungen, die wir 013 Selbsttränken bezeichnen, sind nun in einet ganzen Reihe jno verschiedenen Systemen am Markte und es wird sich für den Lnidwirt mit noch fragen, ob eine Selbsttränke wirklich unbedingt vorteilhaft ist oder besser ,ob und welche Nachteile ihr an- >!iden dirett giftig wirken kann. Es sollten also diese Futteral nur unter Gehaltsgarantie und unter der Garantie für Me" Ware gekauft Werbern , ' Schließlich verdienen noch Fischfuttermehl und amerikanisches Marmehl als neue Futterstoffe hier Erwähnung. r Beide zeichnen sich durch außerordentlich hohen Nahrstoff- Mlt aus und zwar wird in der Regel 40—50 Prozent Fett und Licht in ihnen garantiert. r Fischfuttermehl besitzt jedoch einen so außerordentlich scharfen Lrucfi, daß nur bei ganz allmählicher Gewöhnung die Tiere es «imehmen. Fleischsuttermehl riecht ebenfalls etwas,doch nicht , stark wie Fischfuttermehl. Größere Gaben dieser Mittermittel »den sich jedoch als untunlich erwiesen, da die Milch beziv. das Hilclnett in solchem Falle leicht einen unangenehmen Bcigefchiilact klommt. Ganz besonders ist bei diesen Futtermitteln Wert aus Lre Unverdorbenheit zu legen. Lagern in feuchtem Raum oder Astige Feuchtigkeit bewirkt bei ihnen außerordentlich rasch ttes- Lnbc Zersetzungen, die dann giftige Erscheinungen bei der Ber- Uning zur Folge haben. — Nicht unerwähnt darf zum Wusse bleiben, daß namentlich von Seiten der Geflügelsachver- Undigen das Fischfuttermehl in Verbindung mit anderen Kohle- Mütreichen Futtermitteln als vorz-ügliches Hühnerfutter ernten mit ca. 38—40 Prozent Fett und Protenr in den Handel i 7 werden in der Regel ziemlich gleichwertig zusammengesetzt. berücksichtigen ist nur, daß auch bei il>nen, wie bei manchen >eren Getreideschlempen hie und da beobachtet wurde, daß bei kiebiger Verwendung die Milch leicht einen bitteren Geschmack fltnt Außerdem wurde in verschiedenen Fällen beim Trans- 111. .____smnrp sipiNiARrptt hie unter Um* meine kann. ' sarnrr I - zu- i 1 ganz s der , a, als p'gabe ' )keme \ ii ent» j :i£ der nacht, i äe zu littet« lbfall- | i uns ■ wert- i >e des i !s, ist | ietmng iis 28 j ucose" mittel ! Torfjett \ Fett- | zicka ickuiig jigfeit. i is als KM i förnm- j i über- ] lunger, einer i en dre >e der >iehach ost zu samer, gelten ■W Sie Als Vorwürfe werden der Selbsttränke folgende gemacht: 1. Die Tiere trinken zu viel Wasser; 2. Die Anlagekosden > a r-r - <-- -<- ..~K ZXwmav Q Sie il" mtu icyi. ijvvx) ..uv ।'*■ ----"77,”"’"°" ( <. Der Punkt 1 kann in einzelnen Fallen als berechtigt gelten C3 gibt tatsächlich Tiere, die sich das Wassertrinken als Untugend ouaewöhneii und der Ernährungszugand unter Einwirkung bcy zu großen Wasscrbalastes ost recht leidet. Es muß also von der kelbütränke verlangt werden, daß sie zeitweilig für einzelne Tiere außer Betrieb gesetzt werdeii kann. Was die Höhe der Anlage und Unterhaltungskosten betrifft, so wird sie noch immer be- bciitenb geringer, als wenn sie durch die rnenschlla-e Hand die Sirre zu größeren Zeiten tränken lassen, was hi'.'.sig bei unzuverlässigem Personal noch recht mangelhaft geschieht. Wenn nun zum Schlüsse noch mit wenigen Worten auf die 6t)jicme der Selbsttränke eingegangen werden soll, so möge hierzu plgendes bemerkt sein. Wir unterscheiden Selbsttränken mit Bechern an jedem Stande unb zwar einmal in der Form, daß sämtliche Becher von einem gemeinsamen Zuleitungsrohre aus gespeist werben. Dieser Form ber Selbsttränke wird der Vorwurf gemacht, daß mit dem wan- 1bembeii Wasser außerordentlich leicht Krankheiten sich von hierzu Tier übertragen. Um diesem liebel zu begegnen, sind bei ber an bereit Form der Bech ertränke gclr-cnnie Zuleitungen vom Haupt- bassin nach den Bechern hin angelegt und Rückstau des Wassers nnrb durch Ventile verhindert. Hierbei macht sich nicht selten der Uebelftand geltend, daß sich die große Zihl enger Zuleitungs- röhren leicht verstopft und Reparaturen häufiger werden. Ein System, bei dem die Z ileitungsrohre und Becher gänzlich verschwinden, ist das bei dem die Wasserleitung in verdeckter Rinne unter der Krippe erfolgt. Die Tiere gelangen zu dein Wasser, indem sie eine kleine eiserne, stark verzinkte Klapptüre aufstoßen. Um eine zeitweilige Unterbrechung des Wassergenusses herbeizuführen, genügt es. einen kleinen Riegel vorzuschieben, der dann die Tiere zum Wasserlaufe sperrt. Wünschcns- ivert ist es, daß bei diesem System eine Ablaufvorrichtung angebracht ist, so daß sich das Wasser langsam aber stetig erneuert. — Eine Selbsttränke, die ohne große Kosten anzulegen ist unb namentlich für kleinere Wirtschaften geeignet erscheint ist die, bei der die Krippen ein geschlossenes fortlaufendes Rohrnetz bilden und mit ganz geringem Gefälle versehen sind. In diese Trippen wird am oberen Ende von Zeit zu Zeit Wasser ein- treten lassen, die Tiere können nach Bedarf trinken und dann rnird das Wasser durch einen Ablauf am unteren Ende der Krippenrinne entfernt. A r Moden Obwohl der Landwirt den Grund und Boden bei seinem Gewerbe als etwas Gegebenes hinnehmen muß, so bildet doch die Kenntnis der Boden-Bestandteile, -Eigenschaften und -Arten die Grundlage für Bodenbearbeitung sowie Düngung und damit einen wesentlichen Faktor erfolgreicher Wirtschaftsführung. Dem von Prof. Dr. Gisevius, Direktor des landw. Universitäts-Instituts Gießen verfaßten 7. Band „Der Boden", der Bibliothek der gesamten Landwirtschaft*) Herausgeber Privatdozent Dr. Karl Steinbrück-Halle, Verlag Dr. Max Jänecke, Hannover) entnehmen wir die folgenden Ausführungen, die den Wert des Gesamtinhaltes für den Landwirt erkennen lassen: Bei dem Verhalten des Bodens gegenüber Düngemitteln lernen wir als eine weitere wichtige Eigenschaft die Auf- speicherungskrast für Pslanzennährftoffe (Absorplionskrast) kennen. Streuen wir Kainit auf Wiesen, so löst bei einer sofort folgenden Ueberstauung das Wasser die Kainitstückchen aus und läßt sie verloren gehen. Konnte der Kainit sich aber vorher in der Bodensenchtigkeit auslösen und in den Boden übergehen, so wird das Kali darin sestgehalten und aufgespeichert, ohne daß das Ueberstauungswasser das Kali wieder zu entsernen vermag. Durch die Ausspeicherungskrast werden also die Nährstosse bei Schneeschmelze oder bei Regengüssen vor dem Auslangen geschützt. Der Boden besitzt ein Ausspeicherungsvermögen für Kali, Phosphorsäure und für Ammvuiakstickstoss, wie er in dem schweselsauren Ammoniak, zum Teil auch im Stalldünger enthalten ist, nicht aber für den Salpeterstickstoss des Chilesalpeters. Dieses Düngemittel geben wir darum als Kopsdünger den wachsenden Pslanzen, die den Salpetersticksioss sosort verzehren können. Sehr vorsichtige Landwirte geben Chilesalpeter sogar in zwei bis drei Gaben mit je 10 bis 14 Tagen Zwischenraum, um der Gefahr des Auslaugens durch Plötzlich einsetzende starke Regengüsse möglichst aus dem Wege zu gehen. Eine zweite Eigenschaft des Bodens, die in Berührung mit Düngemitteln heroortrilt, ist die Tätigkeit, d. h. die Fähigkeit, Düngemittel schnell zur Zersetzung zu bringen und die Nährstoffe den Pflanzen bald nutzbar, zu machen. Solche Böden bezeichnet man als tätig, andere als untätig. Schwere und nasse Böden sind untätiger als leichte und trockene; Külkgehalt besördert die Tätigkeit, ebenso em Das Verhalten des Bodens zur Wärme beurteilen wir nach der Temperatur in der obersten Bodenschicht. Die Wärme regt dort chemische Vorgänge an, fördert die Keimung und spielt bei den Nachtfrösten (Spätfrösten im Frühjahr nnd Frühfrösten im Herbst) eine Rolle. Die von der Sonne ausgestrahlte Wärme erhöht die Bodentemperatur an seiner Oberfläche je nach dessen Erwärmungsfähigkeit und hängt hauptsächlich von seinem Feuchtigkeitsgrade ab. Bei nassem Boden muß das Wasser neben dem Boden erwärmt werden, ein Umstand, der um so schwerer wiegt, als einerseits 1 K'gr. Wasser vermöge der höheren spezisischen Wärme zur Temperaturerhöhung mehr Wärme verbraucht als 1 Kgr. Boden- körner, als ferner die Wärmeleitung nach tieferen Bodenschichten dadurch sehr verstärkt wird, daß das Wasser die Bodenporen erstickt und den sehr viel schlechteren Wärmeleiter Lust verdrängt. Die ausgenommene Wärmemenge ist dabei für seuchten Boden größer als sür trockenen, weil die Wärme von der kühleren Bodenobersläche nicht so stark wieder ausgestrahlt wird, und weil die Wärme auch tteseren Bodenschichten zugeht. Die Abkühmngssühigkeit ist dagegen bei trockenen Boden großer als bei seuchteil. Die wärmere Erdobersläche strahlt die Wärme nach Sonnenuntergang schneller aus, während aus den tieferen Schichten kein erheblicher Wärmenachschub kommen kann. Das ist besonders bei trockenen Humusboden der Fall, welche ein ganz besonders schlechtes WürmeleitungSvermögeu besitzen. Der Schutz accucn Nachtsröste, der dann in Betracht kommt, wenn die atmosphärische Lust sehr kalt ist und wenn keine Wolken die Ausstrahlung der Wärme hindern, kann durch verschiedene Mittel angestrebt werden. Kleine Saatbeete bedeckt man mit Zweigen, Stroh oder Decken, oder man gießt sie abends wiederholt sehr stark an, um die vorhandene Warme- *) Bibliothek der gesamten Landwirtschaft, herausgegeben von! Dr Karl Steinbrück. 7. Band: Der Boden. Bearbeitet von Professor Dr. Paul Gisevius, Direktor des Landwirtschaftl. ^nst^. tuts an ber Universität Gießen. Preis geheftet Mk 0,65, ^unben Mk. o,95. (Dr. Max Jänecke, Verlagsbuchhandlung, Hannover 1907.) 40 ii«1 zustelken, dürfte deshakd pir jeden Landwirt von Interesse! ein. Auch die Landwirte, die nicht in Mecklenburg ansäs ia j yje » nicht unter den dortigen ähnlichen Wirtschaft^ ber^Qmn^len arbeiten, dürften manche wertvolle Anreauna und Belehrung aus dem Buche schöpfen. ° Itikftr IClcitte praktische RatschlZge | Jd * u * |H< * t ra" M»tla menge und um die Wärmeleitung zu vermehren. Etwas größere Flächen, wie Weinberge, schützt man durch Anzünden nasser Gegenstände (Stroh, Reisig) von der Windseite her, um durch die schweren Rauchwolken die Strahlung zu verhüten. Bei Wässerungswiesen rieselt man, um die Fläche mit Wasser zu decken, oder man staut das Wasser in die Gräben ein, um die Feuchtigkeit zu vermehren. Die Verbesse- riing der Moorböden durch eine Sanddecke beseitigt auch die vor derselben stark anftretenden Nachtfrostschäden oder verringert sie ganz erheblich, weil Feuchtigkeit und Wärmeleitung sich verändern. Entwurf eines AbschäüttugsverfahrcnS fiiv Land und Rentengüter. -e diktie ^n. s 5°t und j-tiön hie & Wen heiiulni Len. Luch Aedakiwn. (£ c n fi Hetz. Rotationsdruck und Lertaa der B r üh t'schen Umversitäts-Buch- und Stemdruckerei. R. Lange. (Siefeen- Für diese kommen hier _ , head Zuchten wie Strub e's, Bese ler, Mette's, Kirsches-Square head in Betracht. Eine in neuerer Zeit aus Holland eingeführte Sorte „Wrlhelmina Weizen" hat sich ebenfalls sehr gut bewährt und mitunter Erträge gebracht, die denen des Square head Weizen nicht nachstehem Für weniger gute Weizenböden und besonders für höhere Lagen,'wo der Winterweizen leicht dem Auswintern ausgesetzt ist, haben sich sehr gut bewährt: Urtoba-Weizen, Mains stand up Merzen, Rrmpans Bastard Weiten und andere. — Da die Zeit der Weizensaat nahe gerückt ist, muß der Landwirt daran denken, sich Saatgut zu beschaffen. Die beste Gelegenheit hierzu hat er, solches in vorzüglicher Qualität zu erhalten bei den Sa a t b a u st e l le n der Landwirt- schastskammer für das Großherzogtum Hessen. Die Saad- Vermittelungsstelle derselben in Darmstadt, Neckarstraße 8, ist gerne bereit, die Vermittelung zu übernehmen. Von Oekonomierat P. Möller (Rostock i. M.). (Leipzig, Verlagshandlung Richard Carl Schmidt u. Co.) Die Bonitierung, d. h. die Wertschätzung von Grund und Boden, ist eines der schwierigsten Kapitel der Landwirtschaft, für das bis jetzt noch keine allgemein gütigen Grundsätze aufgestellt werden konnten. Es ist daher mit Freude zu begrüßen, wenn der Verfasser es unternommen hat, die in seiner engeren Heimat bestehenden Bonitierungsverhältnisse einer Durchsicht zu unterziehen und den Versuch zu machen, ein neues System der Wertabschätzung landwirtschaftlicher Güter auf'mstellen, das den zu wünschenden Vorzügen der Zuverlässigkeit, Genauigkeit und Einfachheit mehr entspricht, als die seither gebräuchlichen Verfahren. Durch diesen praktischen Zweck der Schrift ist ihre äußere Gestaltung naturgemäß von selbst gegeben; es werden zunächst die Vorzüge und Mängel der bestehenden Abschätzungsverfahren und die Grundsätze erläutert, auf die es zur Gewinnung eines zuverlässigen Verfahrens ankommt. Sodann wird int 2. Abschnitt nachgewiesen, in welch hohem Maß die Bonitierung von den tm Laufe der Zeit vorkommenden Kulturveränderungen und den im immerwährenden Fluß begriffenen Wirtschastsveränderungeu, von den agrar- politischen und wissenschaftlichen F-ortschritlen abhängig ist. Dadurch werden von Zeit zu Zeit Modifikatwnen der Boni- tterungsgrundsätze erforderlich. Eine solche Modifikation der mecklenburgischen Grundsätze bei Bonilieruitaen, die der Verfasser eingehend erläutert, stellt das von chm borge- I schlagene Verfahren bar. Er legt ihm die durchschnittliche Pachtrente sämtlicher Domänen des Landes zugrunde, die nach statistischen Aufstellungen, die sich auf über 100 Jahr I erstrecken, für die Wertermittelung zutreffender und znver- läftiger ist, als der vielfach schwankende Verkaufswert der Guter. Das vorgeschlagene Verfahren beruht zunächst auf enter- genauen Beschreibung des abzuschätzenden Gutes nach setner Lage, den klimatischen Verhältnissen, den Bodenver- haltntssen. Grenzen und Flächeninhalt, Fruchtfolge, Lage des Gutshofes, Gebäude, Inventar, Arbeiterverhältnissen, den allgemeinen wirtschaftlichen und den privatrechtlichen, sowte den öffentlich rechtlichen Verhältnissen, technischen Nebengewerben, früheren Werttaxen (unter Angabe der inzwischen vorgenommenett Verbes,erringen) und dem allge- I metnett Kulturzustand. Danach ist ein typisches Musterstück mittlererJBonität zu bestimmen und alles Land in auf- und absteigender Linie einzttschätzen. Die Bonitierung erfolgt nur zu dem Zweck, die Bvdengüte, relativ genommen, nad) bestimmten Wertangaben zu bemessen. Es geschieht dies durch die Angabe der Flächengröße, welche bei den berfthiedenen Bodenarten für bie br^ielung derselben Frucht- menge erforderlich ist. Diese Art der Bonitierung hat vor den bisher üblichen den Vorzug, daß sie genauer ist und sich mehr dem Wechsel der wirtschaftlichen Verhältn Le aupaßt. ®ie Werttaxe endlich, bie der Verfasser der Ertragsberech- nnng zugrunde legt, beruht auf der Durchschnittspachtrente de^ Landes, da diese sich den wirklichen Ertragsverhältnissen besser anpaßt, als der Verkaufswert, denn dieser ist zum großen Teil von anderen, nicht aus der Beschaffenheit des Gutes selbst entspringenden Verhältnissen abhängig. Das vorczeschlagene Abschätzungsverfahren, das durch einige ty- J?eifpiele. erläutert wird, wird beim An- und Verkauf gute Dienste leisten und auch bei Kapitalaufnahmen, Erbteilungen usw. ein zuverlässiges Hilfsmittel sein. Die genaue Bodenkunde des ihm gehörenden Feldes ist für den Landwirt an und für sich äußerst wertvoll, da er danach seine Wirt- fthaft einrichten kann. Sie nach dem in dem vorliegenden Buche vor^eschlagenen einfachen Bonitierungsverfahren fest- Die Weizensaat. Der Anbau des Winterwetzens, welcher bei uns im Großherzogtum Hessen in den letzten Bahren in einigen Gegenden, so in Rheinhessen zurück- gegangen war, hat in neuerer Zeit wieder mehr Freunde unter den Landwirten gefunden, welche seither ausschließlich Roggen gebaut, obwohl ihr Feld auch Weizenfeld war. Cs mag dies zum Teil den etwas höheren Getreidepreisen, die nunmehr wieder eljer ben Weizenbau lohnten, nicht zum Geringsten aber auch dem Vorhandensein neuer, ertragreicher Weizensorten zuzuschreiben sein. Die großen Fortschritte auf dem Gebiete der Pflanzenzucht brachten uns hochertragreiche Sorten, sowohl für die besten, wie auch geringeren Weizenböden. ‘ ' besonders unsere Square Strub e's, Beseler, pceujjif dttÄ Mr" i pjlkn § habei ; I die j c kni , |? lvird i il einse rplage x ölül ■ Vcreitt I jpccdjuni j Hlcrn [ta j q dem ixn ley Itn, un [t seine1 8i Siege - in die) sjner, bi ilerslützm teiib« 3u i die Lo h gteiti jimingti ijlt. Sb an in d kimnen vinnen. chmml in dann aihung . prache n chrden mnungei •ig muß < in de mle, in * zur ch dem ci und schert. Gingen to vienllich ib ja z «i|t bür, Wagen, d, zur jtoutj b herung imarbeit i Ende I Einiges über die Fällungszeit des Tte natürliche Reifezeit des Holzes ist kär Winter- Es fint da alle Fasern gehör^ verholzt und die Markstrahlzellen sind mit! beniemgpn festen Ltvffen erfüllt, welche die Bestimmung halben I L?. Frühling bei der Bildung der jungen Blätter und! Triebe verwendet zu werden. Im Winter g:ben sie dem astwasser, welches dem Holze verderbenbringend werden konnte, aus dem Innern des Stammes auf und vcr- buusten es gründlich und schnell- Beim Nadelholz ist öfter- der >safthieb^Negel, namentlich im Gebirge, ivo die Wälder wegen des hohen Schnees rin Wmter vielfach unzugänglich sind- Wird die Rinde gleich nach der Fällung abgeschätt, so ist für die Güte de^ Holzes nicyts zu befürchten; nur reißt es manchmal stark aus, wird aber leichter und daher für die Flößerei, auch für dre Bauzwecke geeigneter; es wird ferner tragfabiger, schöner in ber Farbe, die Insekten werden eher fern gehalten re- In wirtschliftlicher Hinsicht zeigen sich freilich Nachteile, namenb- 10) dort, wo die Wälder auf natürlichem Wege verjüngt werden »ollen, weil am pingen Holz, auf welches die alten Bäume ge- wvrien werden, und welches auch rwch die Aufbereitung und lener etämme auszuhalten hat, bedeutender Schaden geichieht. Nur die Forche muß im Vorwinter gehauen werden, lm ^asth.eb das Holz gerne blau wird und dann minder verkäuflich ist.