Nr. 286 157. Jahrgang Donnerstag, 5. Dezember 190? Erscheint täglich mti QuenoBme be8 GonnlagS. Dte ^«tehener ZamtlienblSNer- werden dem ,ynAetfler* viermal wöchentlich beigelegt, das „Kretsblatt für den Krds Gießen" zweimal wöchentlich. Der ..hessische Landwirt*' erscheint monatlich einmal. Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Gberhessen fRotattongbrud and ‘Berlag der Brü blichen llnioerfiiäld • Buch» and 6temörucfeteL fl't Lange. G'etzen. Redaktion. (Srpebttton and Drucferet; Schul- stratze 1 «Erpebttton and Verlag fcS&J 51. Redaktion:112. Jel.-91bt« 9Inxeiqer(StefeeTu Deutscher Reichstag. 65. Sitzung vom 4. Dezember. SCm Tische des BundeSrats: v. Vethmann.Holllveg. v. Einem, Frhr. v. Stengel, Tr. Nieder ding, von Schoen, Dernburg, v. Loebell u. a. Die Bänke des Sitzungssaales sind gedrängt voll. Präsident Graf Stolberg eröffnet die Sitzung um 1 Uhr Id Minuten. Etat und Flottengesetz. (Sechster Tag.) Preußischer Kriegsminister von Einem: Ich sehe mich veranlaßt, auf die gestrigen Ausführungen des Abg. Paasche zu ant- worten. Am 2. d. Mts., nach Schluß der Sitzung, habe ich hier mit dem Abg. Paasche eine, wie ich meine, vertraulich geführte Unterredung gehabt., Herr Paasche hat mir in dieser Unterredung mitgeteilt, daß er mit einigen Punkten meiner Ausführungen nicht einverstanden sei. Er hat gestern behauptet, mir Mitteilung gemacht zu haben, daß er in der nächsten Sitzung auf diesen Punkt zuruckkommen wollte., (Tr. Paasche: Sehr richtig!) Herr Paasck^ ruft: Sehr richtig! Wenn der Vizepräsident des Deutschen Reichstages behauptet, mir das gesagt zu haben, so glaube ich chm; aber ich muß auf das bestimmteste erwarten, daß er auch mir glaubt, wenn ich sage, daß ich diese Mitteilung nicht gehört habe. (Stürmisches Hört! Hört! rechts.) Meine Herren! Ich bin nach dieser Unterredung mit meinem vertrauten Freunde, dem Generalmajor von Wax, hier herausgegangen und habe ihm die Unterredung, die ich mit Herrn Paasche gehabt habe, mitgeteilt. Ich habe nichts davon gesagt, daß Herr Paasche mir gesagt hätte, daß er die Absicht habe, in der nächsten Sitzung auf diese Sachen zurückzukommen. Ich habe also, wie ich nochmals bestimmt er» Pare, nichts davon gewußt. Der Abg. Paasche hat gesagt, er müßte erwarten, daß die Chefs der Reichsämter hier bei der Debatte zugegen sein. Er hat gewiß recht. Aber auch ein Minister hat das Recht, krank zu sein. Ich bin gegen den Willen des Doktors hierher gekommen vor einigen Tagen und habe gesprochen. Ich bin gestern zuhause gewesen, einmal, weil ich glaubte, daß Herr Paasche gerade nach unserer Unterredung nichts sagen würde und weil die Geschäfte mich drängen. Die Chefs der Reichsämter haben hier im Hause ihre Zimmer. Ich kann meine Geschäfte hier nicht sämtlich erledigen. Aus diesem Grunde hatte ich gestern einen meiner Herren beauftragt, hierher zu gehen und mich kommen zu lassen, sobald irgendwie die Notwendigkeit vorliegt. Wenn der Abg. Paasche sagt, daß ich nicht da war, obgleich er glaubte, es mir gesagt zu haben, so hätte ich wohl annehmen dürfen, daß er einem meiner Herren einen Wink gegeben hätte, mich $u rufen. (Stürmische Zustimmung rechts.) M. H., ich habe es tief bitter empfunden, daß der Abg. Paasche es nicht getan hat, und ich habe es empfunden, weil ich glaubte, zu dem Abg. Paasche in einem freundlichen Verhältnis zu stehen. Der Herr Abg. Paasche mußte wissen und mußte sich sagen, daß auf das, was er vorbringen würde, der größte Wert zu legen fei, daß ichzurStelle war und gleich antworten konnte. (Sehr richtig! rechts.) Wenn jemand die Absicht hat, diese Tinge, um die es sich hier handelt, kräftig mitzubekämpfen, dann darf er unter keinen Umständen auch nur indirekt dahin wirken, daß derjenige, der an verantwortlicher Stelle steht, vielleicht als Drückeberger in der öffentlichen Meinung erscheint. (Lebhafte Zustimmung rechts.) Ich habe den stenographischen Bericht nicht hier; ich gehe also nach den Zeitungsberichten. Der Abg. Paasche hat bemängelt, daß so und nicht anders mit dem Grafen Lynar und dem Grafen Hohenau verfahren worden ist. Wer meine erste Rede gehört oder gelesen hat, der wird sich erinnern, daß ich gesagt habe: „Die jetzt tm Gange befindliche kriegsgerichtliche Untersuchung wird zeigen, ob in dem Fall des Grafen Lynar der 8 175 verletzt ist, und es wird dann eingeschritten werden." Ich habe also indirekt zugegeben, daß ein Fehler in der Behandlung dieser Angelegenheit vorliegt. Der Herr Abg. Paasche hat gestern nach dem, was mir zur Verfügung stand, gesagt, es hätten bei dem Grafen Lynar die Verfeblungen gegen seine Untergebenen offen klargelegen. M. H., das ist absolut nicht richtig! Es hat nur klargelegen der eine Fall mit seinem Burschen, den ich hier ausdrücklich und vollständig erzählt habe. Was nun den Grafen Hohenau anbetrifft, so muß ich bemerken, daß die preußische Armee kommandiert wird von Se. Majestät, dem König von Preußen. Se. Majestät der König hatte sich in den Bestimmungen ausdrücklich und frei Vorbehalten, selbst zu befinden, ob und wann ein Ehrengericht in diesem Verfahren gegen einen General statt- finden solle, vorzüglich aber gegen einen General ä la suite, der allein Sr. Majestät unterstellt ist. Wenn Se. Majestät in dieser Frage befohlen hat, das ehrengerichtliche Verfahren gegen den Grafen Hohenau auszusetzen, so habe ich nicht die Macht und kein Mensch in der Welt hat die Macht, dagegen etwas zu machen. Man muß sich damit beruhigen. (Hört! Hört! Unruhe links, lebhafte Zustimmung rechts.) Nach unserer Organisation, nach bei Stellung, die Se. Majestät der König als Oberbefehlshaber an der Spitze der Armee einnimmt, ist daran nichts zu ändern. Ich habe gesagt, die ehrengerichtliche Untersuchung läuft nicht weg. Ick teile hier dem Hohen Hause mit, daß beide Angeklagte sich gestellt haben. (Lebhaftes Hört! Hört!) Beide Angeklagten sindvor dem Gericht erschienen, sie sindalso habhaft, der Prozeß wird seinen geordneten Lauf nehmen. Der Abg. Paasche hat erwähnt, ich hätte nur von Buben aus Zivilkreisen und von dem Buben Bollhardt gesprochen, das sei nicht gleiches Recht für alle, ich hätte für die Grafen Hohenau und Lynar nur Worte der Entschuldigung gehabt. M. H.! Ich habe gesprochen von den Buben ganz allgemein, die unsere Soldaten verführen. (Sehr richtig! rechts.) M. H.! (mit erhobener Stimme und erregt auf den Tisch schlagend): O b e 5 Offiziere sind, ob e s Grafen sind, ob es Prinzen sind, sie mögen dieseWorte auf s i ch beziehen. (Stürmischer Beifall rechts.) Im übrigen habe ich nicht ein einziges Mal gesagt, „der Bube Bollhardt", sondern ich habe gesagt „der Zeuge Bollhardt". (Sehr richtig!) Das war fein Name. Ich habe gesagt, der Angeklagte Graf Lynar oder Graf Hohenau. Ich habe die Namen also genannt, genau so wie bei Bollhardt. Ich lehne es ab, daß ich b l o ß E n 1 s ch u.l d i g u n g e n für d i e beiden Angeklagten gehabt hätte. Ich habe ausdrücklich gesagt, daß sie sich stellen werden, und daß sie büßen — der Kriegsminister ruft es mit lauthallender Stimme — was s i e uns Boses angetan haben (Lebh. Beifall rechts), und was sie sich selber zuzuschreiben haben. Sind das Entschuldigun- gen? Ich glaube nicht. (Sehr richtig!) Am Freitag, den 29., als ich gesprochen habe, sind mir die kriegsgerichtlichen Verhandlungen vom 28. noch nicht bekannt gewesen. (Hört! Hört! rechts: Hört! Hört! links.) Ich möchte dabei bemerken, daß das Gericht in jenem Stadium der Angelegenheit vielleicht nicht einmal befugt ist, Mitteilungen zu machen; das Gericht hat es auf meine Bitte getan; ich habe das Gericht darum gebeten, um m der Lage zu jein, dem hohen Hause hier Mitteilungen zu machen. Wenn die Vernehmung durch den Kriegsgerichtsrat den ganzen Tag dauert, am nächsten Tag wieder, bann muß der Mann Zeit finden, Auszüge für mich zu machen; ich kann gar nicht verlangen, daß, toen.i gestern eine Verhandlung gewesen ist, ich sie am nächsten Tage schon hier habe. (Sehr richtig! rechts.) Ich habe also n .r gesprochen von den Verhandlungen, die stattgehabt haben cm 26. und am 23., und diese Verhandlungen vom 26. sind mir hier zu- gegangen kurz ehe ich sprach. Ich war vollkommen berechtigt zu sagen, nach dem, was mir vorlag, daß der Belastungszeuge allein der Zeuge Bollhardt war. Die andern Zeugen haben durchaus nichts Positives zugegeben, lediglich Gerüchte, und die meisten der Zeugen, ober mehrere — will ich lieber sagen, damit ich nicht zu wert gehe — haben sich extra auf Bollardt bezogen. Aber aus dem, was ich hier habe, kann man nicht einmal entnehmen, daß Bollhardt ihnen diejenigen Mitteilungen gemacht hat, die er Harden und die er in dem Prozeß unter Ausschluß der Öffentlichkeit gemacht hat. Ich war also berechtigt zu sagen: es ist noch nichts erwiesen, es liegen zunächst unkontrollierbare Gerüchte vor, der Belastungszeuge ist Bollhardt! Nun noch eins — ich habe es vorhin vergessen. Es liegt der ersten Verhandlung eine Vernehmung bei von dem MutfdM des Grafen Hohenau, der auch verschiedentlich angeführt ist. daß er etwas wissen solle. Der Mann ist 15 Jahre bei dem Grafen Hohenau gewesen, bis zu dem Jahre 1902, und dieser Kutscher hat gesagt, daß ihm nicht das geringste über diese Tinge bekannt sei und daß er niemals wahrgenommen hätte, daß sein Herr derartige Tinge triebe. Er hat außerdem, um zu illustrieren, wie Gerüchte entstehen, folgendes gesagt: Eines Tages, im Jahre 1900, glaube ich, hätte ihm jemand gesagt auf dem Exerzierplatz: „Dein Herr, den haben sie gestern ordentlich vorgehabt in Berlin." Darauf hat er gesagt: „Meine Herrenl Ich habe meinen Herrn gestern cwend mit seiner Familie von seinem Hause zu einer Gesellschaft bei der Prinzessin Alexandrine von Preußen gefahren und habe ihn von dort nach 11 Uhr abends abgeholt." Darauf hat der Betreffnde zu ihm gesagt: „Ja, ich kenne ja den Grafen Hohenau nicht, aber der Herr hat sich dafür ausgegeben, er wäre der Graf Hohenau." (Hört! Hört! rechts.) Ter Abg. Paasche hat Briese vorgezeigt, die der Graf Hohenau an den Bollhardt geschrieben hat. Ich frage nicht, w o der Abg. Paafche die Briefe herbekommen hat. (Hört! Hört! rechts.) Ich will auch nicht annehmen, daß es etwa diejenigen Briefe sind, die in der Vernehmung vom 28. d. Mts., die mir also am 29. noch nicht befannt war, der Herr Harden dem Gericht in Abschrift borgelegt bat. Herr Harden hat ein Bild des Grasen Hohenau gezeigt. (Hört! Hört! rechts.) Tie Briefe sind vom 2. 8. 06, 10. 8. 06 und vom 25. 5. 07. Es handelt sich dabei um Geld und anscheinend um Befürwortung eines Gnadengesuches. Auch ist die Abschrift eines nichtssagenden Briefes des Grafen zu Lynar vorn 12. 6. 01 überreicht worden. Meine Herren, ich kenne die Briefe. Ich könnte Ibnen eine ganze Menge Briefe zeigen, die ich an Untergebene geschrieben und in denen ia) diesen Untergebenen auch @elb gesandt habe. Ich habe das auch als Minister getan. Der General Wax ist mein Zeuge. Es sind auch eine ganze Reihe von Untergebenen, die Bilder von mir besitzen, in der prunkend- st e n Uniform ,«in Parade-Uniform, weil es die Leute so gern haben. Ich glaube, daß das doch nicht beweist, daß man homosexuell veranlagt i st. (Große Heiterkeit.) Wenn der Abg. Paasche etwa andere Briefe hat als diejenigen, die ich hier genannt habe, dann möchte ich an ihn die höfliche, aber dringende Bitte richten, sie schleunigst dem Gericht der er st en Gardedivision einzureichen. (Sehr richtigl) Tort können sie von großem Wert sein. Ich glaube, daß sie für den Reichstag weniger Wert haben. (Stürmische Zustimmung rechts.) Im „Berliner Tageblatt" steht, der Abg. Paasche hätte gesagt, — ich stelle das alles in Frage, ich habe den stenographischen Bericht nicht —, daß der Major von Hülsen hätte zugeben müsien, über die Verfehlungen des Grafen Hohenau und des Grafen Lynar orientiert gewesen zu fein, daß er auch von den Verfehlungen des Grafen Moltke gewußt hätte. Ich habe hier das „Berliner Tageblatt" mitgebrackst, in dem ganz genau angegeben ist, wie die Fragestellung bei Gericht gewesen ist. Die Fragen des Vorsitzenden lauteten: Herr Major, Sie sollen darüber vernommen werden, ob der Herr Privatkläger Graf Kuno Moltke wußte, daß in Ihrem bekannten Freundeskreise sich Herren befanden, die homosexuell veranlagt waren. Hat Herr Graf Moltke einmal irgend etwas mit Ihnen darüber gesprochen? — Nein, darüber ist nichts gesprochen worden, wenigstens hat in meinem Beisein. Exzellenz Moltke darüber nichts geäußert. — Haben Sie selbst vielleicht eigene Wahrnehmungen darüber gemacht? — Nein, ich habe mich nicht» darum gekümmert. — Justizrat Dr. v. Gordon: Haben Sie selbst etwas davon gewußt, daß sich Graf Lynar solche Verfehlungen hat zu schulden kommen lassen? — Nein. — Justizrat Bernstein: Meinen Sie nicht auch, Herr Major, daß der Graf Moltke etwas davon gehört haben muß, daß der Graf Hohenau ähnlicher Tinge schon lange vorher beschuldigt worden war? — Zeuge: Tas kann ich nicht sagen; mir selbst ist bezüglich des Grafen Hohenau nichts bekannt. Von diesem habe ich auch gerüchtweise nichts verlauten hören. Meine Herren! Der Major von Hülsen ist heute morgen einigermaßen erregt bei mir gewesen, nachdem er den Bericht im „Berliner Tageblatt" gelesen hat, in dem steht: er hatte zugeben müssen, die Armee hätte davon Kenntnis gehabt. Er hat mir ausdrücklich gesagt: Ich habe nie zuvor über b e n Grafen Hohenau, niemals über den Grafen Lynar sprechen hören. (Lebhaftes Hört! Hört! rechts.) Die Gerüchte — das hat mir Herr von Hülsen gesagt — über den Grafen Moltke sind einmal an mich herangetreien, ehe das Eingreifen Seiner Majestät erfolgte. Ich habe das auf das bestimmteste zurückgewiesen. Nachdem nun das Eingreifen erfolgt war, sind natürlich auch Gerüchte übet den Grafen Moltke zu mir gedrungen. Es ist also gerade daSGegenteilrichtigvon dem.waS in der Presse jetzt steht, daß der Major von Hülsen zugegeben hätte, die Armee hätte über diese Dinge Kenntnis gehabt. (Lebhaftes Hört! Hört! rechts.) Genau das Gegenteil ist richtig. Daß die Armee in einem großen Teile nichts davon gewußt hat, das habe ich neulich schon belegt, indem ich auf die verschiedensten Persönlichkeiten hingewiesen habe. Ich habe hier zwei Briefe bezw. Karten, ich will sie Ihnen vorlesen, von Männern, en deren Wahrheitsliebe und an deren Charakterfestigkeit auch nicht der geringste Zweifel besteht. Es schreibt mir hier der General der Artillerie von Dulitz, der etwa von 1901 bis 1902 die Adlervilla bewohnt hat: „Sie ist ein ganz solides Haus, daneben liegt diese ominöse Villa. Es war sehr hübsch von Ihnen, diese solide Adlervilla zu erwähnen. Wenn ich an unsere damaligen Nachbarn denke und an ihr so glückliches Familienleben, das wir täglich vor Augen hatten, so kann ich mir das Vorkommnis gar nicht erklären." Also, m. H.. ein Mann, der mehrere Jahre neben der Villa Lynar gewohnt hat, haue nicht den Eindruck von ihr, daß sie ein Freudenhaus sei. Er hat bei ihm ein glückliches Familienleben stets beobachtet. Ein anderer Mann, ein Freund von mir, mit dem ich seil meiner Jugend befreundet bin, der lange Zeit in Potsdam gestanden hat, etwa in den Jahren 1894 bis 1902, schreibt mir: „Hohenau war mir ein Freund, mit dem ich während einer gleichzeitigen Negimentsübung vielfach zusammen war. Er schien mir das Muster eines Edel mannes und Offiziers zu sein, der geliebt und hochverehrt war. Dieser Empfindung habe ick oft laut Ausdruck gegeben. Mit Lynar war ich besonders gut bekannt. Es sind auch nie bie leisesten Andeutungen zu mir gedrungen von den ihm jetzt zur Last gelegten Dingen. Wenn man solche Zeugnisse lieft, kann man nicht sagen, daß eine allgemeine Kenntnis im Heere vorhanden ist. Ter Abg. Paasche hat gesagt, hohe Offiziere hätten davon gewußt. Ich mochte den Herrn Abg. Paasche sehr dringend bitten, Namen dieser hohen Offiziere dem Gericht zuzu st eilen und zu nennen. Denn, meine Herren, wir wollen doch ausd em Schmutz heraus. (Stürmisches Bravo! und Sehr richtig! rechts.) Wir wollen doch diese Angelegenheit a u S der niederen Atmosphäre des Klatsches erheben. (Stürmischer Beifall rechts.) Wir wollen doch endlich Schicht mit der ganzen Geschichte machen. (Stürmischer Beifall.) Der Abg. Paasche hat auch den Grafen Moltke hineingezogen. Ich muß daran festhalten nach meiner Kenntnis der Persönlichkeit, daß diese schmählichen Dinge dem Grafen Moltke nicht bekannt waren. Wenn so etwas geschieht, bann muß dabei bie Disziplin zugrunde gehen. (sehr richtig! rechts. Dr. Paasche ruft: Leider wahr! Gelächter rechts.) Ich bitte Sie, Ihre Mitteilungen dem kommandierenden General des Gardekorps geben zu wollen, damit eine Untersuchung erfolgt, damit derartige bedauerliche schändliche Mißstände abgestellt werden. (Lebhafter Beifall rechts.) Es ist verschiedentlich gesagt worden, es fei bedauerlich, daß der Kriegsmini st er von diesen Dingen keine Mitteilung gehabt habe. Kein Mensch in der Welt kann es mehr bedauern als ich, daß ich nichts davon gewußt habe. Ter Kriegsminister schlägt erregt auf den Tisch und ruft, seine Stimme noch mehr erhebend: Tenn das versichere ich Sie, hätte ich davon gewußt, bann wären diese Lachen nicht passiert, oder ich stände nicht vor Ihnen! (Stürmischer Beifall.) Wir leben in einer Zeit des Klatsches (allseitige Zustimmung), der von Mund zu Mund getragen, leise weiter schleicht, sich um die Ehre feines Nächsten nicht viel kümmert (Sehr richtig!), aber vielfach nicht hervorzutreten wagt. (Sehr richtig!) Wenn er doch nur an die richtige Schmiede gebracht würde I Daß ich mit dem, was ich über den Klatsch gesagt habe, hier niemand in diesem Hohen Hause gemeint, das ist ganz selbstverständlich. Es ist gewiß Gold, was hier im Reichstage gesprochen wird, aber die Taten stehen höher, und ich möchte doch an jedermann die Mahnung richten, mitzuhelfen, daß wir aus dieser ekelhaften und schmählichen Affäre heraus- kommen I Hew Paasche, tun Sie es weiter! Tun Sie es nicht bloß mit Worten, hier im Reichstag! Tun Sie es durch direkte Anzeige! Ich würde Ihnen dankbar sein, die Armee würde Ihnen dankbar fem._ (Stürmischer Beifall rechts.) Ich kann nur wiederholen: wir mimen dafür sorgen, daß dieser Tratsch ein Ende nimmt, daß mit allen Mitteln Gesundheit ^geschaffen wird, daß, wo ein kranker Teil sich an einem sonst gesunden Körper befindet, er entfernt wird. Meine Herren, hel - f e n eie mit! (Stürmischer Beifall rechts, große Bewegung.) Präsident Graf Stolberg: Tie Vertagung des Reichstages wird beantragt von den Abgg. von Nor- mann, Bassermann, Dr. Müller-Meiningen, Liebermann von Sonnenberg, Schrader, von Payer, Frhr. von Gamp. Ich bitte, daß bie Herren, welche bie Vertagung beschließen wollen, sich von Ihren Plätzen erheben. Es erheben sich geschlossen die Parteien des Blocks. Präsident Graf Stolberg: Das ist die große^Mehrheit. (Große Bewegung: große Unruhe bei Zentrum und Sozialdemokratie.) Der Präsident erteilt das Wort dem Abg. Dr. Paasche zu einer persönlichen Bemerkung. Tr. Paasche (natl.): Nur ganz wenige Worte. Ich habe gestern, wie Sie mir zugeben werden, unter vollster Anerkennung der vornehmen Gesinnung des Kriegsministers mein persönliches Bedauern darüber ausgesprochen, daß ihm biejeniaen Dinge, die ich gekannt habe, nicht bekannt gewesen seien und daß er deshalb erklärt habe, die betr. Herren sind nicht schuld. Ich habe mir, weil es nicht meine Gewohnheit ist, bei einer so ernsten Sache wie diese aus dem Stegreif zu sprechen, wörtlich aufgeschrieben, was ich gesagt habe; daraus könnte ich Ihnen noch einmal vorlefen, daß es mir nicht im entferntesten eingefallen ist, dem Kriegsminister, den auch ich zu meinen Freunden gezählt habe, irgendwie zu nahe zu treten. Ich möchte bitten, daß man meine Woret nicht falsch auslegt. Der Reichstag, das ist die Stätte, wo daS Rechtsbewu-ßtsein des Volkes zum Ausdruck gebracht w i rd. (Bewegung.) Präsident Graf Stolberg: Das geht über den Rahmen einer persönlichen Bemerkung hinaus. Dr. Paasche (nl.): Das gebe ich zu. Aus dem Zentrum und au5 den Reihen der Sozialdemokraten rufen 20 Stimmen: zur Geschäftsordnung. In dem Tumult erteilt der Präsident schließlich dem Abg. Singer das Wort zur Gefchäftsorbnung. Abg. Singer (Soz.): Ich möchte zunächst auf Grund bet Gefchäftsorbnung konstatieren, daß der Vertagungsbefchluß um desw'llen n i d) t g ü 11 i g ist, nickst gülim fein rann, weil der Herr Präsident nicht die Frage der Unterstützung für den Vertagungsantrag gestellt hat. Ich bitte aber auch, bie Diskussion darüber zu eröffnen. Wir haben den dringenden Wunsch, uns über bie Vertagung zu äußern, damit bie Herren, bie Vertagung beantragt haben, begründen, weshalb sie eS getan haben. (Stürmische Zustimmung beim Antiblock.) Tie Geheimniskrämerei (Lärmender Chor des Antiblocks) — diese Art, wie die Geschäfte betrieben werden, — wie wir nun seit Tagen hier verhandeln — ich. glaube nicht fehlzugehen, wenn ich sage, ein Hauptgrund ist, daß allerlei Geheimnisse betrieben werden, daß hinter den Kulissen gearbeitet wird. (Lärmende Sintimmung deS Antiblocks.) Ta diese Abstimmung nach der Geschäftsordnung nicht als gültig betrachket werden kann, möchte ich den Präsidenten bitten, die Sache gestbäfisordnunasmäsng richtig zu machen, und daß er, nachdem Unterstützung erfolgt fein wird, die Herren auffordert, ihre Gründe a n z u g e b e n. in ÄST ^oz-): Auch ich stelle fest, welcher Widerspruch nnh Ergebnis ist bei 304 abgegebenen Stimmen 1 iunb frnnr. f-r9?9FVCr ?clbeiL Herren bom Block Iieat. Und ' r Ä4 die Vertagung, dazu eine Stimmenthaltung berlauaeu dak M/A Rechtes kann die Majorität Vertagungs an trag ist damit angenommen Der 2 was ‘G Wetter K Z bi ÜD §5 9 4 S Dezember = 4- 5,5 0 C. 00 'S =$ Ä 2” 926 7»6 5,0 4,1 4, 4. 5. Dezember 1907 4,3 2,4 2,1 742,2 740,3 736,4 13 3 3 3 97 5! 4 SO 10 60 4; 44 5; 81 5' N 6 62 45 15' 54 1L Bew. Himmel Klarer Himmel Berv. Himmel 51' 71 n [54 8! s& 25; 501 [54 in 23: 59; 62 79. 53 92 1( 86: 60: 11 10: Ui 291 83 34. 731 W 1! 98 21' 15' 13. V il; 21 1; 21 25. 61 tl' > 13 to , ... .........y v .i u ui ii i c ii. haistümg" Schluß 2^U^Or‘'C6m,ß b“ Wt °!'L°br°chM° Ber. 3. bis 4. 3. „ 4. $,4Uöb“lt (freis. Vp.): Nach § 53 der Geschäfts- h lbl3 \?nn eme Diskussion über den Vertagungsantrag nicht br SlX r s f\Cr ^ntra9.auf Vertagung oder auf Schlich hir.,1.b ? / b^- Unterstützung von 30 Mitgliedern, und baH fiel °l’nc R?otwierung und ohne Diskussion lha werden. Ich bitte also den Präsidenten' die unterstuhungvfiage zu stellen und danach zu berfahren. sZontr.): Wir haben bon zwei Rednern der Blockparteien Mitteilungen erhalten, die sich ganz wider- rXrV ? CJ!’- ^crfr .^icmcr bersicherte uns, es handle sich um höchst wichtige Politische Vorgänge; und Herr Bassermann sagt ’f,nf ..to=rtl Sörtl beim Z°ntr"n und Li uen Sozialdemokraten. Gemachter und Unruhe.) ®Snh9.m;rJ™rO66eJS0ek,?8Uns: Hbrtl Hörti Zentrum W6 Demokraten brechen in to,eudes Schreien aus, man ruft: ^ay wollen wir auch wissen!) Darüber wird Ihnen ja auch noch ^Enntnis gegeben Es ist das Recht jedes Mitgliedes, auch bet artei\^e^nQU?Ö ZU beantragen. Wenn Sie nament- . <-e c vJlim!nun9 Gruber haben wollen, so ist das Ihr gutes Recht: leocnfany aber darf niemand ein Vorwurf daraus gemacht werden, datz er im geeigneten Moment, wenn wichtige Gründe borliegen, SUto=rbtonmü^n.e5 bit Unt-Mhungssr-g- hatte _ ®a?.cr’nattn W • Die Unterstützungsfrage mutz auch nach meiner Auffasfang zunächst gestellt werden. Im übrigen ist bon Ktrm,,‘?xQfIne^i oar keine Rede. Die Sache liegt sehr einfach so: Meine politischen Freunde und alle die- lenigeu, die den Vertagungsantrag unterzeichnet haben, erachten im gegenwärtigen Moment die Erklärung des Kriegs- m i n i st er s für so bedeutungSboll, datz wir wünschen, das; zunächst die Weiterberatung ausgesetzt werde, bor allem auch * (?eficßry?fu..ntt' dcn Herr Bebel betont hat, weil wir den ^er/rf asUn9 Men unb tn bec Fraktion besprechen wollen. DasistderGrund. A Steueramtspersonalien. Dem Grofth. Salz- steueraupeher Paul zu Wimpfen wurde der Steuerausseher- bezrrk Wimpfen mit dem Stationsort Wimpfen und dem Großh SLeuerausseher Roth in Wimpfen wurde eine Steuer- anfseherstelle bei Grotzh. Salzsteueramt Wimpfen übertragen ^Pfarrpersonalien. S. K. H. der Großher- Ao g haben dem Pfarrverwalter Jul. Reu sch zu Groß- aelda die evaug. Pfarrstelle daselbst übertragen. o e r p ersonalieu. lieber tragen wurde dem ! Se^er Hch. Rühl zu Büdesheim Mr. Friedberg) eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Nieder-Florstadt - dem Schulamtsaspiranten Ferd. Werner aus Ktein- Krotzenburg eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Lorsch. Erledigt ist eine mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu .S>el-I persHain. Mit der Stelle ist Organisten- und Borleser- drenst verbunden. Ihrem Inhaber kann eine Ortszulage I bewilligt werden. . ^ Erledigt ist die Stelle eines Hilfsbeamteu berm Hypothekenbureau der Landes-Hypotheken- $ a?V’ ^^orderlich ist die Gerichtsschreiberprüfuug und Erfahrung rm neuen Recht oder langjährige Tätigkeit bei einem rheinhesstschen Notar mit guter Kenntnis des frau- zchrscheu Rechts. 1 berfangen, daß, wenn so hochwF gepo stischcErefaLOpo^ lwgm, ein großer Teil dieses Hauses bon der LtÄ L Gießen erVolksbad. Jmsttovember wurden 9351 Bäder ?qnßbSt qe0e5 91r7-6r £ftobcr 1907 und 9623 im November M oder im Durchschnitt pro Tag 312 Bäder gegen 266 im ^r Besu^ui einzeln Schwimmbad: 4332 Männer, darunter 893 zu 10 Psg. „ 962 Frauen, 192 10 ' Wannenbäder 1. Klasse 350 Männer, 113 Frauen," Brausebäder 1". Klasse 'ooo Männer, 4 »6 Frauen , m 2. „ 1065 163 ^^^Wstbäder sowie Massage zus. 156 Nfanner, 28 Frauen non 6 P-°stum besich^igü U°" 18° d°'!°nen benutzt unb das Bad I Katharina Büthe, geb. Kuierim, aus Bad-Naubeim zu Newyork - Schneidermeister Heinrich Sammet aus ..armstadt, 82 Jahre alt, zu Cincinnati, O. — Peter Schmidt aus Meutsch, 79 Jahre alt, zu Arlingtou, O. Lo Ensabeth Peterson, geb. Uhl, aus Leidhecken, 4d Jahre alt, zu Cameron, Mo. rrrfu He röst t a g e. Trotzdem wir schon einige Tage und besonders kalte Nächte und auch schon ettoay ^chiieesall hatten, will die Natur scheinbar hZfl' r0-hen. Man findet im Felde noch hausig C-rdbeerpslanzen in voller Blüte vor und das Gänse- hAnbr?’= frIeü,ec...blaue Glockenblume lieben noch. ! hie und da kühn ihre Häupter empor; 'in den Gürten und on Hausern sieht man noch blühende Rosen und andere Mumrn. Auch hast sici) das Laub au den Gesträuchen in Wald und Feld dieses Jahr sehr lange. Dst-s ist dem Prächtigen Herbst zuzuschreiben, der gleichsam gut machen wollte, was der Sommer vernachlässigte. Aber diese letzten Zeugen verschwundener Pracht werden auch nicht mehr , »”96 1t«nb Hatten und der Winter, der doch recht nahe sttz wird bald mit Schneegestöber seinen Einzug hallen ^Är Naturfreund bemerkt dies besonders barmt, bie'sstib- sich den bewohnten Stätten der Men^ cheu uahc.ru. draußen im Wold und Feld ist der frohe Lefang der Bogel verstummt und der Tob hat in der ^chou reiche Ernte gehalten. Das Herz des Natur- sreuudes wird angesichts dieses großen Sterbens in der 310^41’ mit stiller Wehmut erfüllt und seltsame Gedanken lt>m geweckt; Gedanken, die ihn an den eigenen ^lnnern und ihn mahnen, daß das eigene Leben ein reu Blumen gleiches, kurzes und vergängliches Dasein ist X Lauterb ach, 3. Dez. Bei dem kürzlich abgehal- ,renen Termin rn dem Enteignungsverfahren zur' Erwerterung des Bahnhofs kam eine Einigung zwischen rem Elsenbahufiskus und dem Hauptiuteressen- ten Henkel nicht zustande. Die Kommission schätzte das Gelände des Lagerplatzes Henkel auf 6 Mark pro Quadratmeter, während von H. 10 Mark gefordert werden. Unter- K^^bhung weiterer Sachverständiger werdeii demnächst die 'Berhaudlungen fortgesetzt werden. Sonder- W eihnachtsverkauf zu anNsergewöhnlich biliös» • W* Blockstrasse s 2 asq ' 1" tliche LesehaIle. Im November wurden "iteratu? 1098 qia0“0" fommcu aus: Erzählende -uieraiur iuJb, B^ltschnsteu 349, Juaendicbrliien 151 üirrc. dlchtungen 49, Literaturgeschichte 11, Länder- und Völkerkunde 59 «u">-rg-!ch'ch-e 12, Geschichte und Biograph.en lob KnZ ??te 2q0, Naturwitzenschast und Technologie 98, Heer» und Seewesen 3, Haus- unb Landwirtschaü 3, Gesundbeitslebre 15 "E PtMosophie 24, Staatswissenschaft 18, Sprachwissen- 92 Bände Nach auswärts kamen Torhänschens Sa® wegen Kanalisierung des 11 6 aQ'\1\U 11 Q-f v bc 111 Ankauf m i nd e rw e rtia e e ben D^r^nrf?l^L5U^^^^)^3C^)^58eI^ 11Derbcn deni Publikum unter ockeudsten Versprechungen Uhren zum Laus anaebolen ubrpn"nlew ’s’0 blc babct angepriesenen Uhren, die als „Präzisions- uhren, tLunderwerke der Technik" usw. bezeichnet werden be- h« estel,?urch MM« Se r Erfahrung gelehrt/ sind alle Zuftcherunocn "brlchtpasiendes wird anpandslos zurückgeuommen" nichts 17)16 ^ch'^udel und nur daraus berechnet, das leichtgläubige Publikum um so leichter zu täuschen. Auch die langen Garantie- ,lur S11’ bcn? Papier. An eine reelle Erfüllung einer ^01^16 fann utdü gedacht werden, da die Inhaber dieser in- und ausländischen Versandgeschäfte größtenteils Svekiilanten finh I ote »on dem Werk einer Uhr nicht bic ^OnX blbeii siw 6f?rh§ 1Uir bci1 Geldbeutel Leichtgläubiger abgesehen haben. < e ).^l) uor schweren Enttäuschungen bewahren will soll sich'! v°rd°n 6creir.^^ v°,r einem S Ä LeurteM ehi torl t Ä b rme ^austhung durch em glänzendes Aeuhece Utoen ( K emen oi'tänii|a||igen Fachmann wenden, der gewiß r , ? " '".r11"1"""" >‘u denselben Preisen lie em kam 11 *111 c 1 i£a gcftorbcnc Hesse n. Frau 25ns SiaOt nnO La»S. Gießen, 5. Dez. 1907. , ** Sachverstänbigeukammer. Die auf Grund des Retchsgesetzes vom 9. Jan. 1876, Betr. das Urheber- red)t an Werken der bildenden Künste und des Reichs- gesetzes vom 10. Jan. 1876, betr. beit Schutz der Photographien gegen unbefugte Nachbildung, gebildeten gemein« schaftlrchen künstlerischen und photographischen Sachverstän- drgenvereine für Württemberg, Baden und Hessen bleiben auch nach dem am 1. Juli d. I. erfolgten Inkrafttreten des Retchsgesetzes vom 9. Jan. 1907, betr. das Urheberrecht an Werken der bildenden Künste und der Photographie mit dem ihnen in § 46 Abs. 1 und 2 dieses Gesetzes mae- wresenen Wirkungskreise bestehen, erhalten aber die Bezeichnung „Sachverständigenkammer für Werke der bildenden Künste (einschließlich der Erzeugnisse des Kunstgewerbes I und der Bauwerke)" und „Sachverständigenkammer für Werke der Photographie". Dr. Spahn (Senk.): Auch ich chatte mich zur ®c= ch mochte bemerken, datz sich für den Ver- $r0Dtrf?Ö9?nr s? 9C’a"ltc Reichstag erhoben hat. (Lauter ^ndbabt J^lächtcr.) Es wird immer so ge° cn?rnntbtTff mVbeE Sitzung, datz, wenn Vertagung be- S . unb toenn fem Widerspruch dagegen erfolgt (Lärm Uno Sozialdemokratie), zur Abstimmung geschritten fordert wi^ ^^ollen Gründen die Unterstützungsfrage g?° bs!n V übrigens bereit, sie zu stellen. Aber ich stelle braucht? U6eC blC ö’ra0C ber ^ortagung nicht diskutiert zu werden Abg. Bebel (Soz.): In der Voraussicht, datz nach dieser Ab- b-ax tocitcr öie Vertagung beschlietzen wird 1^2” letzt den Wunsch aussprechen, datz der Präsident h H der heutiges Hand lungs- sA Leit§ rnorgeIi zugeht. Es. ist sehr wichtia datz wir den Wortlaut genau kennen. 8z a. ^6- Singer (Soz.): Wir haben ja leider die unbegueme Be- immung IN bet Geschäftsordnung, dich es in das Befteben de? -°lK-nt-n gestellt ist, einen Bettagungsantrag ohne Tisküsston über 3™' rt,Ct ,d’ st-«- hierbei den An tag, mH J » SertofluiiB namentlich al> zustimmen tCr Bc,m Zentrum und bei den Soz., Lachen beim i^bg-Dr Wiemer (fr. Bp.): Ich bin der Ansicht, daß ein Streit Mn G-I-Haftsorünnngstragen der Bedeutung des gegen- wärtigen Augenblicks nicht cntfhrirbf (Anr11TA lächter beim Anti-Block, großer Tumult.) Ich mochte bittenund bie Bitte auch an die Herren von der äutzerstcn Linken, davon - Abstand zu nehmen. (Gelachter der Soz. und des Zentrums ) ^u i flTnb bcn Mitgliedern, die den Antrag unter» 1 oeidjnet haben, Mitteilungen zugegangen von wichtigen politischen I mächtigte den Vorstand, in besonderen Fällen den %Y , Pflegungssatz von 4.50 Mark auf 3 Mark zu ermäßigen J - Sei der darauf erfolgten Ergänzungswahl des Vorst»- des wurden dte bisherigen Mitglieder wiedergewählt. htnzugcwahli wurden Leibarzt Dr. Happel und Kn»,! i merzlenrat tu vier- Darmstadt, Kommerzienrat Gail-»ft Prost B o 11 -Gießen. Die Versammlung schloß mst L' pa«f de^ Geh. Obermedrzmalrats Dr. Neidhardist ' b T für dessen umsichtige Geschäftsführung : Fürstin-u'l^a ckr'"-^ -®e?t 1905 Initiative L,-LLÜLNK heute nachmittag unter zahlreicher Beteiligung Zr E , ueueii Justizpala^es 9ftatt. 2e,‘ «U«t Fürstin Generalstaatsanw" i« j.ÄÄtSJBB&,L'Ü'L pF- <^t "u Zufluchtsort bestens bewährt habe, in deml -Strafanstalten entlassenen Frauen mit Staben «n vorläufiges Heim geboten und ihnen der L bürgerliche Leben erleichtert werden so,, .l.ach dem ^zahr eL'perichL haben bis jetzt 20 Mlealinae (17 pk Pfunden,1L |JSi 17c‘ Pflichten muffen, ent halbes Jahr in dem Heim rn hipir™« tuo fte besonders im Wäschereibetrieb und in der Garten' bchchüftigt werden. Nach bem erstatteten E 1906. Betrug die GesamLemnayme Mx M°rk Die "''maliges großes Geschenk von 15 U ..bart. Die ^Au^gaben, barunter namentlich die Bantosten $2orf- >° daß ein Ueberschuh v°i * 1 verbleibt, wovon noch 11OO Mark für bauficü I Zwecke verwendet werden sollen. Im neuen Sereinsinfc rb,Cs Düsenden Ausgaben auf 5200 Mark an assest bte Mitgltederbeitrage sind mit 4000 Mark und der Wä L reiertrag auf 1400 Mark angenommen. Vorsitzende K die Fürstin Erbach-Schönberg, Stellvertreterin Frau & ‘-ettutger. In den Vereinsausfchuß wurde anst-ll! L Ir' LfÄK - VÄZR .Sä Kä bete ußtlo s in einem Wagenabtech »3 ?. § ^nrer eigenen Angabe war er eingeschlafen. Während ^Clt 1.ül!rbcu lhm die Wertsachen, Uhr, Kette und meat7°e7°ich?"d 28° F"r£ ^lcn' Ueber drchen VeM b ’nm^CTb baß er ohnmächtig zusammen- irach.^ Auf ,einen Wunsch wurde er nach Köln beförbert w er ut ent Krankenhaus ausgenommen wurde da ü'ii icnt Zustand bedeEch verschlimmerte. ' M H. Fulda, 3. Dez. Der Buchhalter Lenze» inrSrrtn", .^"tor bcs Molkereidirckiors Backhaus mt forderte von diesem unter Bedrohung mit einem 'ft- v°w°r ans der Stelle 2 00 0 Mk., weil chm geling worden war, Backhaus versprach, das Geld nu® Z f ifprn?lm'neVU( tot°6 °ber statt dessen den Atiep |tater LIU und überlieferte ihn der Polizei MUMMMM dML'wL:-D. G as"Erp" ° s i° n'°"w d" w ®af!5au|"c '--r Bilinkttw-« Af-haffeLrg schwer' verwundet b^^tenstmädchen Roth ' Ereignisse ausgeschkoffen wird? (Sehr richrigl) Wo-iu iit x , m ^amNkonvent da? (Stürmischer Beifall b^m Antiblock.) Das ist Zramanlla! (Tosender Beifall beim Antiblock.) 4)68 miir^rfsrbCr~ lüicf,tin,e Interessen des Landes eine Vertaauna u iDurbc der «Lenwrentonbent einmütig eine solckie bei Arif?' c 08 toare ober -bann nicht diese häßliche Art und^L"- bn? die iktzige Majorität deö Hauses hinter h?' Nucken der anderen Mitglieder bi ” m e n t 5 g c f cb ä ff c treibt und sie in eine Situation f ?7 nbfalut nicht zu wissen warum wir vertagen wollen. (Sehr richii? : Datz man sich auf d.e Mitteilungen der Herren n^t berfn fatui, das beweisen die widersprechenden Erklärungen der öm” W'emer und Bassermann. Wer von fallen hat recht? (Grober ruft: Beide! Grotze HeiterkeitV M legen Wert darauf, datz das Land di? N a m e n kennen lerne, (Schallendes Gelächter beim BwU die in der gegenwartigeii Situation den Mut haben ei? ®eVo.nung zu beschließen, und damit nahezu die HöL des Hauses von der Kenntnis, die ihnen geworden ist m.a,, schließen, ^zch wiederhole in loyaler Weise: es ist bisher im m'? Inment für diese Dinge der Seniorenkonvent in Anspruch genoinm^ worden und nicht ein Privntkonvcnt des Fürsten Bülow. Der Präsident stellt die Unterstützungsfrage. An hpr ?i(b Mietet sich den Zuschauern auf der Srfaün, y11. oer Ei.egimg dieser Szenen halten die Abgeordneten vorne gedrängt. Vom Zentrum befinden sich nur die Inhaber borbereu Bankreihen auY ihren Plätzen. In ^r E le können h? ©ritEl bU^Q5Ui t[)T ^CU gelangen, und so kauert llun z^ ftHVn9 be.f5^e rta 9“ M^antrugk T eUntet- A,cr Präsident stellt nunmehr die Unterstükunasfran- nnmentMcn Abststnnmng. Es erhebt f d, her SntibS * ° T '5° ?bl« m m n Ae r f“ r ----- 169 Saufen, Hemmen und Frauronrbach, in der diese den K'reis- auS) chus; erfnchen, die Erbauung einer Kreisst raße von Fraurombach n a ch U e l l e r s h a u se n vorzunehmen Wunsch, für liniere Gemeinde eine selbständige Büraer- '"ct »«.«Ian9en. Der Gemeindemt wird sich ft, ümr der nächsten Sitzungen mit der Angelegenheit befassen | R. B Darmstadt, 3. Dez. Ter Hcilstätten- verein für das Großherzogtum Hessen hielt heute mittag rm Saal der Jitvalidenvcrsrcherunqsanstalt seine diesMhrrgc Wersammlmig ab; als Vertreter der Regier,tilg wohnte,, die Geh. Obermedizrnalräte Dr. Neid- y" d t und Dr. Hauser der Wcrsammlung bei. Herr Geh. ülegrerungsrat Dr. Dietz hieß die Mitglieder willst kommen, wobei er auch der Freude darüber Ausdruck gab, daß auch I. K. 5). die Frau Großherzogin dem Beretn beigetreten sei. Tic Mitgliederzahl habe im «erJ flostenen ^ahre in erfreulicher Weise zugenommen, wa« wohl mit als eine Frucht des Waudermuseums zur Bc- kampfung der Tuberkulose betrachtet werden könne; allein aus dem Kreise Offenbach seien 64 neue Mitglieder Bei» I getreten, dagegen zähle die. Stadt Offenbach, die die größten .lnforderungcn an die Heilstätten stelle, nur 10 Mitglieder bohrend Darmstadt deren 171 aufweise. Tie Elev- "'"'E'thetlstätte zu Winterkasten i. O. habe mit der! Verpflegung weiblicher Lungenkranke fortgesetzt günstige Orfolgc zu verzeichnen; es waren durchschnittlich ca. 80 Pfleglinge dort untergebracht, davon die meisten aus der Labak» und Z ig a rr e n-I n d u st r i e. Der Redner oeift dann auf die bisherigen Heilerfolge für Lungen-1 kranke hin und betont, daß in Hessen bis 1906 4613 Last ii/ntTO-rrtn ®e^a”bfUTtS genommen wurden, die rund lfte Million Ausgabe erforderten. Die Heilerfolge würden ' I ÄS» letn' h,en" bic Erkrankten schon im früheren kro""mtsstadtum llt sachgemäße Behandlnnq kämen. Das müsse dte Haupttätigkeit der Fü r s o r g e st e l l e n bilden von denen Hessen 21, ganz Deutschland 117 besitze. Nach “em ““8«"«««« Bericht erstattete Hofbankier Sander den Rechenschaftsbericht für 1906/07, wofür ihm mit Dank - Sntfatying erteilt wurde. Der Voranschlag für 1908 verst qooo"™ er'te Gesamteinnahme von 145 800 Mark, darunter 9000 Mark s»r Mitgliederbeiträge, und als Einnahme der Eleonorenheilstatte 135 000 Mark, Die Versammlung erst 5-l I 82 I SW I 2 91 SW 2 Höchste Temperatur am Niedrigste Meteorologische Beot^chN'chm' der Station Gießen. Kirchstr. 2. Tel. 466 7173 Carl Ludwig Leib Kunsthandlung Ver^olderei Bildereinrahmungs-Geschäft Grösste Auswahl in Bilder der ersten Verlagsanstalten Renovierung alter Gemälde. Donnerstag, 2. Januar 1908 nachm. 3 Uhr werden auf hiesigem Ortsaericht die vor dem Namen des Carl Wilhelm Gengnagel u. Ehefrau geb. Klingelhoefer in Gietzen stehenden Parzellen der Gemarkung Gietzen: 1/982 ==101 qm Hofraum mit Scheuer in der Neustadt, j 9838/w-49 qm Hofraum mit Oekonomlegebäude das., 1/985=156 qm Hofreite daselbst, l/985Vio=68 qm Einfahrt daselbst, 1/981=105 qm Einfahrt daselbst (von diesee Parzelle jedoch nur der Earl Wilh. Geng- nagel zustehende ideelle Anteil), öffentlich meistbietend versteigert werden. fB-l/n Gretzew den 20. Noveinber 1907. Gr. Ortsgericht Gienen. __________Gros.___ ZtrlwtaeFtiistateita ersetzt schnell und billig Wilhelm Schmitt Glasermeister, Kanzleiberg 7, ani Brand. 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(Nachdruck verboten.) 29 253 648 79 905 [500] 35 1107 220 78 404 51 2157 528 627 934 3038 79 510 68 775 934 4 128 991 5155 89 9t 439 501 661 761 83 888 6118 69 297 491 952 7141 310 5 526 [500] 8181 467 560 708 920 43 9254 [500] 306 483 51 687 814 42 10436 632 11116 480 737 54 1 2082 [ 500] 141 83 291 412 746 SOG 40 938 13001 147 363 440 555 732 85 969 14121 40 75 306 547 894 1 5087 [1000] 163 291 325 433 75 523 36 698 803 932 16020 272 [ 500] 301 [500] 46 620 39 50 675 710 17236 346 55 469 [3000] 92 593 923 1805" 37 203 22 [1000] 45 414 904 53 1 9302 9 32 60 536 658 20430 83 90 2 1 053 298 382 [3000] 94 571 655 [500] 747 [1000] 924 69 2 2112 200 36 381 95 406 816 40 90t 2 3004 18 [500] 267 413 46 73 530 826 24021 57 [1000] 224 44 [500] 498 539 87 684 708 886 2 5009 133 601 799 2 6076 144 417 566 624 702 807 981 2 7014 196 371 913 2 8004 138 240 47 446 526 828 996 29174 397 572 837 30173 [3000] 78 475 574 78 759 860 932 31’12 775 32197 216 396 417 71 658 772 [500] 830 900 [ 500] 19 62 3 3005 307 55 523 668 960 6 7 3 4023 33 53 314 417 88 746 35127 228 3 6102 215 328 410 526 38 [ 500] 71 642 716 976 37104 [1000] 494 736 71 [500 ] 97 38145 313 435 73 523 [500] 93 900 7 [500 ] 39232 339 576 727 90 925 40122 84 328 442 590 [500] 742 98 819 938 49 4 1097 225 40 [500] 78 585 888 990 4 2076 368 95 647 744 809 11 925 59 4 3134 205 331 [500] 536 61 632 896 4 4092 100 [3000 ] 352 415 63 835 4 5071 302 473 909 32 4 6 256 60 318 483 538 682 889 88 4 7 144 217 63 320 592 666 7. 48016 39 190 317 28 482 531 752 991 49119 77 326 50136 300 580 73 708 51177 | 500] 214 420 509 [500] 44 613 24 31 [3000] 773 84 884 926 5 2062 449 83 675 53021 190 339 64 571 605 5 4467 5 5062 175 315 28 456 81 505 665 5 6102 94 95 247 .325 84 401 708 809 [1000] 57052 195 216 481 690 736 833 912 89 5 8130 760 [lOOO] 803 59015 [ 500] 27 79 142 73 805 78 935 43 6O059 146 206 [1000] 37 442 90 [1000] 610 66 923 6 1 015 58 173 96 |3000] 443 846 6 7 6 2021 139 304 581 624 [1000] 706 38 56 68 968 6 3012 [1000] 38 299 316 74 433 668 746 62 68 69 920 6 4 089 296 460 70 693 6 5016 157 [1000] 291 52 1 707 848 6 6016 120 214 404 4 0 7 5 90 547 96 612 853 6 7017 160 362 620 818 962 [500] 68656 95 823 69116 23 285 310 449 753 829 738 177 510 109M 3794 [3000] 650 729 111082 244 56 569 90 701 [5001 945 [ 1000] 112054 113 52 56 77 233 518 50 91 7?6 [[WOO] Si 81 118084 95 722 83 [1000] 985 114035 298 397 703 948 51 115094 122 287_406 634 925 116113 88 231 648 717 117123 372 6741 82 881 118001 70 11000] 343 541 672 91 753 65 80 934 119061 153 60 6b -47 71 469 7O008 88 [ 3000] 168 697 7 1 484 612 7 2011 70 78 208 34 4 43 1 544 [1000] 634 952 7 3111 450 83 [500] [500] 641 53 978 7 4000 258 91 481 614 51 792 7 5 278 76300 422 29 [1000] 827 914 7 7066 [ 3000] 440 621 70 732 815 78001 [500] 281 539 [3000] 44 | 500] 614 37 90 [500] 748 877 97 79191 204 13 [500] 66 360 96 543 670 910 80096 548 632 711 15 810 6 7 81148 78 266 592 823 8 2 018 37 264 70 337 747 94 837 8 3016 93 [1000] 183 366 78 84 519 989 84112 359 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Reparaturen aller Systeme. padiimem» n. Toildttiittd aller Art. Große Auswahl, vorzügliche Fabrikate. Mler Seltersweg 39 ___________________Otto Schaaf. ______________7M8 Wstbkschemg Her MiMMr-BeWhMstalt Bittend treten nur auch in diesem Jahre heran an die Freunde und Wohltäter unserer Kleinkinder-Bewahranstalt und deren grotzen Kinderschar, uns mitzuhelfen zu einer frohen Ehristbescherung für unsere Kleinen. Es find 250 Kinder von 2y3 bis 6 Jahren, meistens aus Familien, die das ganze Jahr hindurch im Kampf ums Dasein stehen, aus denen nicht der Baler allein, oft auch die Mutter, sei s Frau oder Witwe, autzerhalb des Hauses dem Berdienste nachgehen müssen. Wir möchten den Kleinen und damit auch den Grotzen eine rechte Freude bereiten. Darum bitten wir um Gaben an Kleidungsstücken, Stoffen und dergl., besonders auch um (tzcldgaben, die uns die gleich- mätzigste Bescherung für die Kinder ermöglichen. Eine Liste zur Erhebung von Beiträgen nicht herum- was man beachten wolle. Bielmehr bitten wir, die uns zugedachten Gaben recht bald an die nachbenannten Borstandsdamen gelangen zu lassen: Frau Professor TrcwS, Molktestratze; Frau Rechtsanwalt Grünewald, Liebigstrntze 21; Frau Johanna Haas, Ostanlage 31; Frau Rechnungsrat Kalbfleisch. Ludwlgstratze 7; Frau Professor Leist, Molttestratze 32; Frau Klrchenrat Naumann, Diezstratze 15, Frau Luise Ottens, Roonstrahe 29; Frau Lina Schwall, Oftanlage36; Frau HJtQiie Schwan, Seltersweg 64. Auch die 3 Schwestern unserer Anstalt find bereit, Gaben anzunehmen; man wolle freundlichst beachten, datz dies die Meinkinderschulschwcstcru sind, wohnend Diezftratze 15. Gietzen, den 4. November 1907. Der Borstand der Kleinkinder-Bewahranstalt. Dr. Naumann, .Kirchenrat. - 23. Ziehung 5. KL 217. Kgl. Preuss. Lotterie. Ziehung vom 3. Dezember 1907, nachmittags. Nur die Gewinne über 240 Mark sind den betreffenden Nummern in Klammern beigefUgt. (Ohne Gewähr.) (Nachdruck verboten.) 125 216 [500] 29 601 [3000] 747 [1000] 75 952 83 1039 97 100 303 91 564 73 657 91 705 34 53 991 [3000] 2004 153 35 592 639 841 972 3099 [ 3000] 405 715 4013 95 116 278 307 63 494 580 699 817 5052 63 370 92 547 64 722 930 6148 266 330 [3000] 658 7 073 142 235 305 [500] 568 73 848 8000 109 21 55 [1000] 255 341 557 689 822 [1000] 72 9102 93 221 395 442 525 709 24 10316 27 438 601 [500] 729 [1000] 11167 296 [3000] 661 830 57 75 978 12355 413 724 48 13040 70 92 281 94 471 583 620 918 42 975 1 4092 114 294 319 635 93 808 93 911 [500] 66 1 5001 26 119 231 [1000] 394 581 90 716 844 937 16121 [500] 73 258 80 [500] 465 8 1 665 7 61 17 090 [3000] 156 232 319 82 443 83 561 743 49 987 18021 112 325 80 96 428 503 609 65 94 753 71 [1000] 800 967 1 9 103 [1000] 202 455 80 649 715 76 [3000] 846 907 20060 77 193 459 526 676 2 1 061 68 178 835 45 514 35 69 729 917 22253 340 [1000] 475 86 551 763 873 23025 191 252 78 422 556 77 773 24157 77 200 314 [1000] 45 752 850 2 5006 53 209 [500] 75 328 486 817 26220 491 531 [500] 27132 604 18 741 28168 261 726 971 29074 [1000] 323 434 600 50 75 805 87 [500] 977 30106 54 599 655 80 764 65 [ 3000] 896 3 1 053 287 569 728 807 [1000] 31 [500] 81 920 32318 549 721 73 33361 618 84 [500] 704 [500] 90 918 34347 70 450 [500] 52 53 628 787 832 3 5181 271 678 754 817 53 941 3 6032 [500] 455 [1000] 68 71 [1000] 606 37243 496 607 747 64 3 8 485 505 7 38 678 780 [500] 39069 153 211 66 [ 3000] 483 529 85 [500] 40021 37 70 191 481 823 4 1 095 184 276 362 471 80 531 84 619 914 4 2023 224 353 413 26 571 815 4 3165 394 441 71 739 809 [1000] 913 2 4 4 4 746 333 7 2 946 4 5449 600 46208 393 402 571 [1000] 600 2 47090 [500] 117 356 408 501 42 4 8050 118 81 203 584 92 923 4 9 033 341 841 [500] 47 50 154 391 587 642 735 989 [1000] 5 1 009 122 [500] 96 322 703 55 846 96 1 5 2391 630 36 770 5 3 592 [1000] 705 70 809 957 96 5 4020 108 2 7 232 [3000] 631 55081 [500 ] 58 90 231 [500] 49 346 717 900 47 8 2 5 6122 234 63 69 313 [500] 418 85 734 862 910 48 [500] 5 7 019 260 650 751 825 58043 58 73 74 [500] 236 390 95 577 5 9118 573 646 715 56 92 60129 216 66 70 349 443 [3000] 519 [500] 62 665 877 914 33 61641 73 832 62227 66 503 677 703 8 81 853 6 3 224 53 399 5-18 730 6 4037 103 210 401 535 94 746 65050 85 141 51 [500] 78 206 398 66112 [500] 42 483 [500] 557 785 98 6 7234 321 80 525 45 607 6 8326 417 556 83 87 602 787 945 69169 84 261 308 26 494 880 93 970 89 70042 284 360 464 614 78 765 849 7 1 076 643 705 [1000] 44 837 46 99 906 40 7 2111 316 419 66 502 655 86 [500] 793 836 7 3 205 12 310 658 78 940 7 4192 [500] 494 [1000] 500 624 59 69 734 40 822 24 [500] 953 7 5071 326 528 794 983 7 6072 [500] 143 357 590 710 86 806 54 [1000] 986 7 7149 311 651 7 8362 71 408 571 81 633 63 796 [1000] 863 7 9 398 475 89 95 [1000] 762 807 6 80049 165 221 479 [1000] 92 594 934 72 81039 156 262 8 2022 355 754 835 8 3 217 610 749 806 31 67 [3000] 996 84074 [3000] 389 [3000 ] 794 804 28 8 5082 90 13000] 139 57 [ 500 ] 362 606 998 8 6024 114 57 254 416 752 59 970 [5000] 8 7283 309 501 666 879 8 8 259 380 423 500 22 79 625 745 929 8 9133 51 264 401 515 24 71 620 98 903 9 32 49 [10 000] 78 [500] 90108 64 84 288 [1000] 319 [1000] 803 62 941 91283 402 4 2 63 538 649 713 93 9 2017 46 141 281 333 59 692 784 825 70 935 9 3192 214 55 473 [1000] 811 984 94041 [1006] 125 58 205 856 414 99 618 33 712 969 9 5 336 426 87 609 733 05 858 910 21 66 9 6012 136 [1000] 332 99 9 7173 538 675 842 69 913 51 98173 255 599 681 900 45 9 9 375 1OO076 113 71 215 95 323 412 26 84 [1000] 691 612 [1000] 13 [1000] 969 1 0 1 007 [500] 53 74 259 355 [500] 446 58 576 91 018 099 102052 160 209 451 604 99 745 73 840 969 1 03248 1500] 312 17 597 [500] 683 [1000] 725 23 820 1 04165 282 475 79 519 21 748 983 [500] 105017 159 90 337 43 659 839 59 1 0 6075 130 292 407 25 664 745 844 [1000] 107180 438 [ 500] 599 [3000] 621 [500] 39 49 738 81 922 1 08023 [ 3000] 89 433 35 82 1 09195 231 376 514 798 803 53 73 92 909 110181 871 98 546 710 958 94 1500] 1 11024 192 [500] 544 67 790 873 112079 130 259 97 [500] 334 99 437 581 885 113336 705 820 989 [1000] 114040 153 539 811 61 115004 176 474 559 608 116193 208 59 332 503 636 i 75 [500] 704 950 117031 130 294 371 455 679 [500] 118125 55 417 628 795 889 935 [500] 119323 64 03 [10001 708 816 948 120017 57 167 278 534 65 [ 500] 68 625 [500] 38 752 I 65 978 90 1 2 1 076 96 373 86 681 766 89 819 88 [ 3000] ! 122140 204 316 17 77 493 [1000] 519 53 97 [500] 742 827 939 68 78 1 2 3094 120 494 692 882 1 24137 24 7 76 343 84 412 70 615 1 2 5407 584 [500] 741 354 1 2 6025 402 [500] 530 612 18 1 2 7 088 134 90 235 398 492 507 45 =33 73 954 70 1 2 8020 141 402 622 32 11000] 87 790 853 63 988 98 1 29120 97 277 434 660 715 951 130 284 367 408 7 6 526 60( 814 1 3 1 396 496 I 13 2 085 227 73 892 405 65 501 Cv' '02 923 83 1 33188 ’ [5000] 256 [1000] 468 768 931 13 080 164 48° 532 769 113 5467 858 92 1 36129 67 671 83. -28 137000 100 4? 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(Nachdruck verboten.) 160074 176 309 12 429 [500] 81 16 1 003 33 96 481 583 162049 86 567 730 [10 000] 62 8S3 163.55 61 92 420 615 91 749 833 (1000] 63 096 1 64.060 71 96 183 -19 310 45 785 1 65190 352 582 035 75 749 61 852 935 ( 8000] 82 16 6310 770 055 SS 94 1 67049 121 502 666 951 16 8083 ?300JdS902°001 402 33 639 786 804 110001 169731 [1000] 87 705 860 989 409 702 43 50034 509 403 89 59 »13 5 1 269 39-1 402 (600] 29 85 572 694 98 727 831 92 5 2ISO 44 225 59 377 505 80 56 950 93 53260 [500] 413 601 784 54015 487 [3000] 630 [1000] 864 72 5 5173 252 466 513 770 91 805 [3000] 912 20 5 6015 118 243 583 [5000] 642 737 65 917 76 57132 90 703 610 763 902 21 74 5 8150 493 527 85 [500] 693 59083 380 471 544 801 67 948 67 6 0023 107 378 607 38 [500] 85 763 95 921 69 6 1 010 205 6 373 434 681 6 2000 222 SO 345 420 606 786 976 63348 [500] 87 468 [ 3000] 613 [6001 690 99 826 6 4087 120 509 691 849 900 [3000] 14 [500] 65153 [3000] 313 592 879 809 6 6036 117 7 7 491 617 68 70 713 47 819 [3000] 951 67075 [500] 367 91 [1000] 435 517 68140 213 18 57 [ 8000] 313 63 596 723 58 81 820 6 9097 111 229 362 681 815 50 7 0024 38 156 73 226 403 526 999 7 1 055 149 383 468 525 645 67 [5001 715 72145 299 315 491 528 615 67 77 78 84 778 909 92 7 3011 257 [ 500] 88 358 442 631 882 905 72 74032 847 88 971 7 5006 154 298 309 51 560 731 807 79 7 6242 [3000] 77489 [1000] 561 [1000] 714 31 [500] 859 78328 52 432 506 600 7 3 725 7 9091 256 60 400 654 93 637 713 17 955 80277 [500] 89 828 81315 486 521 47 674 [500] 928 82404 [500] 623 972 83191 341 67 [1000] 499 713 [3000] 812 20 8 4035 160 63 438 948 83 [ 3000] 85085 299 373 620 96 791 893 972 73 86354 462 663 700 97 [1000] 87'3T4 417 61 517 38 59 [500] 648 70 963 8 8034 37 150 96 454 642 736 [500] 88 98 805 908 8 9001 120 438 [3000] 541 90 650 774 96 90068 159 325 535 671 996 [1000] 9 1 381 572 616 748 92159 70 77 342 434 502 794 856 932 94 9 3167 373 84 97 169 [1000 ] 91 668 710 966 9 4047 305 32 91 485 [500] 846 991 9 5 048 59 215 20 4 7 62 380 519 51 637 770 9 6 256 528 33 9 7159 335 718 964 9 8116 260 65 703 880 907 9 9101 356 82 46 1 69 696 779 20 0670 110 53 663 824 997 2 01150 305 44' >--4 TOS 6T 202287 «7 584 203118 73 6ä>] 245 51“ 717 [1000] 97 890 905 2O4009 475 SO 13000] 42 2O5000 304 55 458 835 907 83 657 887 [1000] 966 207289 497 744 125 311 486 582 670 73 [500] 750 390 528 29 705 815 U Ä M Wringmaschinen Wäschetrockner jM M Wäschemangeln Bügeleisen empfiehlt billigst 73^ August Kröll, nur Seilers weg £ Haus- und Kiichen-fteräte-Magazin. 80.187 39 730 81144 352 96 407 531 623 85 732 902 4 8 2004 41 181 253 611 [500] 59 741 72 912 [3000] 745 88 8'" "---- ------- Tie so beliebten — echten Nürnberger Vebknchen oii3 der ältesten Lebkücynerei von Georg Goeb-Mrnberg empfehlen zu den billigsten Preisen e ' 614 670 715 42 60 961 108099 323 544 109221 594 677 739 835 947 11O029 37 77 239 636 839 111056 652 788 809 956 112 04 9 353 560 610 [500] 69 97 750 86 [500] 812 [1000] 73 113021 59 [1000] 60 82 86 104 510 35 660 114346 49 421 23 [3000] 746 [500] 941 1 15111 49 500 116294 [1000] 403 63 117261 876 97 983 118281 498 [ 3000] 546 872 1 190'37 114 73 550 622 706 13 986 92 120021 152 80 252 [500] 402 68 709 57 836 910 121490 589 122073 [1000] 202 514 [ 3000] 62 77 [500] 648 123242 61 465 719 853 926 124027 396 437 521 [1000] 12 5 083 177 375 686 797 884 1 26120 254 817 692 759 967 127040 119 270 5.4 610 77 900 128032 291 42g 77 571 741 94 861 959 129443 47 554 860 928 [1000] 130005 23 78 148 52 246 [ 3000] 589 611 67 771 86 831 45 95 1 3 1 007 68 100 92 450 500 658 756 834 [1000] 061 132158 223 388 587 SS 986 133100 [1000] 34 297 4 28 655 [ 500 ] 764 969 134083 199 302 4 99 476 89 541 50 816 937 73 1 3 5082 463 658 821 56 13 $050 563 722 819 971 137008 [1000] 86 259 578 693 90 i 138010 [lOOOi ^02 (lOOtf 581 TU 92 810 92 [500] 139033 81 [1000] 170 14O001 392 [ 500] 619 91 92 [100" 973 141002 [1000t 60 454 68 716 79 142013 90 95 274 7 »25 952 1 4 3 367 70 18000] 449 610 »47 [1000] 50 [50< 114019 530 608 80 --- Xi ----- •- 96 83479 579 oc.V. rcr *7 „V9 84 86 125 95 424 23 790 OSO 8o-16 98 304 3* 475 SOO 17 83 86136 208 931 87016 SO 18‘ ^i3fl8ea7o,5S 88?14 45 377 533 löOO] 624 [1000] 56 69 741 313 89182 342 [ 500] 81 996 8* 627 721 91021 126 260 300 630 62 [5P°] 7?° 832 82 92-207 437 530 663 741 93061 62 33 xä 1?» ?? r[3000] 743 823 46 936 94119 320 [1000] ?a3n?l oflL 5001 49 62 91 854 95190 472 547 680 56 805 33 929 9 6a24 68 1 736 9 7 055 203 318 34 4 0 433 98019 316 413 [3000] 23 [3000] 510 59 61 99010 251 64 985 18O000 473 512 35 [ 500] 734 [ 500] 49 97 115 16 446 644 75 711 54 861 ' --- -4. Ziehung 5. Kl. 217. Kgl. Preuss. Lotterie. Ziehung vom 4. Dezember 1907, vormittags Nur die Gewinne über 240 Mark sind den betreffenden Nummern in Klammern beigefügt. » (Ohne Gewähr.) (Nachdruck verboten ) 153 362 763 1171 201 702 815 955 ?018 43 15- 70 36’ 581 915 3018 [3000] 123 317 [3000] 576 [500] 662 4053 661 744 lbOO] 331 5037 70 205 405 790 [500] 6079 161 [500] 312 61 401 514 [3000] 607 [3100] 7178 419 LjOO] 73 533 639 72 959 8049 200 59 67 333 415 51 697 771 983 9 016 205 19 934 79 r„ 10004 173 94 249 69 625 99 698 £1000] 719 826 952 u5 11275 314 73 [500] 550 954 [1000] f*3 1 2130 802 538 648 1 3086 99 887 583 733 990 1 4071 166 [1000] 361 84 477 761 939 15613 718 48 812 914 97 16073 829 52 59 [1000] 577 718 36 892 1 7113 291 363 520 600 943 1 8053 310 26 404 632 19137 251 [1000] 535 53 654 991 20133 515 SO 818 914 [ 500] 211Ü 95 232 303 71 [1000] 708 17 85 2 2108 399 516 858 997 23 150 506 609 I^A^r24?7^?98 663 75 771 2 5006 266 851 670 701 39 930 [500J 26061 420 547 625 719 39 909 50 2 7147 »04 456 97 511 630 95 704 88 816 86 920 2 8133 418 ( 5001 570 643 [1000] 972 [500] 29046 106 232 499 511 690 713 83 T-n J?°223 377 402 llVOO] 757 3 1 091 221 3-9 467 544 loOOO] 736 3 2057 74 413 503 628 781 909 90 3 3 095 283 973 34103 435 517 833 bl 931 3 5096 270 989 [500] 3 6 237 319 27 489 524 735 [1000] 890 863 3 71-9 11000] 272 308 475 [1000] 554 72 92 675 901 38070 72 156 214 367 714 86 3 9045 127 65 299 [500] 303 520 82 612 759 40091 119 202 313 94 95 4 1 032 [500] 104 [500] 11 76 -79 302 405 68 683 772 4 2003 67 221 52 474 [500] 622 49 87 709 074 43312 546 [1000] 722 86 908 4 4314 433 559 936 4 5099 178 896 602 [1000] 861 85 46170 212 57 (5001 329 499 504 619 71 93 887 4 7 239 40 SO 662 98 48”3 409 68 823 921 60 4 9061 HO 36 60 222 [1000] 640 709 76 [10001 851 75 80 994 -------- -6 607 755 1 4 3 240 987 1 4 408-1 461 509 694 908 50 91 14 5005 • 26 30 871 93 1 33087 ISS 40 326 85 459 714 44 ga «1 03 902 184096 495 843 185037 503 [500] 636 1860^ 11,0 lLOO] ü9. 511 672 755 816 85 915 1 8 7098 l»0 49 565 6 0» 819 46 396 553 741 73 879 942 189164 Normal-Hemden Unterjacken Unterhosen ÄrüMle pÄ Westen Scaulterkragen iaadsciiiihe Leibbinden Kniewärmer empfiehlt billigst [a7/u Julius Schulze Kreuzplatz. 19OG93 [500] 112 219 974 191192 215 308 415 739 87"S 1 aV69 332 529 33 l100°j 58 628 63 733 87 19341° 753 194009 104 203 96 369 474 619 886 958 1O52" 779 Sß0 ISOOOJ 19 6482 005 SIS 87 933 [ 500] ?O,2<7 6(? 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