Montag 6. Mai 1907 157. Jahrgang Erstes Blatt Nr. 105 taeit* außer Sonntag». Dem Dietzen ei Anzeiger werden hn Wechsel mit dem hessische« Landwirt die Siebener Zavülten- blätter viermal tn der Woche beigelegt an zweimal wöchentlich da? Kreisblati für den Kreis Sieben. Fernivrech-An- schiuß s. d. Redaktion 112 vertag u. Expedition N. Adr-H- *k ®wefha» Hofafionsörttd und verlaq der vrSbl'Icheu Uuiv..vuch< und Stelndruckerel. H. lange. Beöotttei, trpeöttton und vnickerei: Schulftratze 7 Anzeiger Gic tzcu. _'_______________________ n , —w» ,(Send)to|aal"; Ernst Heß, hn den An- * jetqentetl: HanS Beck jährlich Mk. L2S-, durch Abhole- il Zweigstellen monatlich 85 Pi.; durch diePost 9)tf.3.— Dtertd- jährl. ausschl. Bestellg. Annahme von Anzeige» für die £ofleBnuinmn< ber Vertretung der Stände setzte. Andere kleinere Städte Wolf ist ebenjallls erfreut, daß die Regierung bie' haben ein gleiches historisches Recht wie Alsfeld, ^riebbcrg 3uf^üf[e für ine drei Nebenbahnlinien gewähren wolle, irr unb Binaen nie besessen. Wenn daher im Jahre 1904 die stehe aus dem Standpunkt, daß bei der Erbauung .neuer Neben-, Vertreter dieser drei Städte gegen di- Zeitigung des LstL'ZL A gestimmt haben, so geschah daS m der Erkenntnis, von welcher liessen das dichteste Eisenbahnnetz in Deutfchllanb Bedeutung dieses Wahlrecht für die betreffenden Städte ist. I besitze, dürfe mau doch noch nicht den Schluß ziehen, daß mau nun. Unb die Regierung hat Recht, wenn sie auch jetzt berück- hinsichtlich bes Banes von Nebenbahnen durchaus ein lang-, sichtigt, daß die Entwicklung ‘>ef°"‘EcS und darum besonders zu unterstützenden Städte und ihre Finanzminister Dr. Gnauth ist mit bem SSorrebner barirt, Interessen am wirksamsten selbstverständlich nur von Mannern einverstanden, daß unser Großherzogtum auf dem Gebiete ber vertreten werden können, welche die Bedürsnlffe dieser Städte Eisenbahndichtigkeit sowie bezüglich der Zahl der höheren Schulen,, aus eigener Anschauung kennen. Gin Ab^eor^ie^r. melleicht §lz ,7m" wert entfernt von der Stadt wohnhaft, in den -öcrhmtnmen Hessens an den steigenden Ueberschüssen aus der Eistn-1 eines Dorfes erzogen und ausgewachsen, wird natürlich selbst bahngemeinschaft mit Preußen, die während bes Jah«s 189$ h >im besten Willen Gleiches Nicht leisten. Es verdient üb- 10 622000 Mk betrug und 1905 auf 14 500 000 Mk. stiege rig-n- daran ermn-rt iu w-rden daß selbst s. Zt. „ausdrücklich den drei Städten ihr gutes Recht zu Nettoznnnhme nur 485 000 Mk. betrage. Daher fei eine groß« gestand". ! Vorsicht bei der Prüfung jedes neuen Projektes sehr geboten^ Di- Beehrung der Z°h- d°r .Kneten zur zweien Kammer ist freilich em Punkt, der Bedrnken erregen kann, wie er nicht faaen lHeiterkeil., für ihn seraber ber -tag; die Bestimmung, daß erst dreifahnger Besitz des Hess. Burger- glücklicher, an welchem er mit ruhigem Gewissen dem Hau,_> reckteS mir Wahl berechtigt und ein paar ähnliche der weitere neue Bahnprojektc in Vorschlag bringen könne. Wenn heroorgerufen haben. Der verstorbene Staatsminister Rothe Abg. Reinhart spricht dem Finanzmimster für seinq hatte s. 3. erklärt, daß 55 Abgeordnete die für Hessen l)ö$|t grtiäamgen seinen Dank aus. , rulästiae Rabl sei und daß die Regierung ber Erhöhung auf Abg. Braun macht verschiedene Ausführungen zu dem 60 Abgeordnete nicht zustimmen könne. Mit an dieser ent- »atan»iett r, daß der Bahnbau Pfung- schiedenen Erklärung der alten Regierung scheiterte, rote stM—Gernsheim nod) immer nicht verwirklicht werde. Dann gebt, neiaat 1905 die bereits von der zweiten Kammer genehmigte d« Redner auf dieLöhne der Eise nbahnarbelter nateo N^rlaae fliehe den Eingang dieses Artikels). Jetzt verlangt ein und behauptet, daß pü grotzen U^chusse der Vorlage (stehe Den 9 ' sondern 8 Abaeord- hessischen Eisenbahngememichaft hauppachlich aus den ntebng^ die neue Regierung selber nicht nur d, sonoern « Avgeoro der Bahnarbeiter herrührten. nete mehr. Dagegen kann man füglich emwenben: Unser ^bg Dr. F r e n a y besprüht Das Bahnprojekt B e n s b e i m—i Reaierunasavvarat, ber auch für einen größeren Staat hin- Zinbenfels und empfiehlt die möglichste Beschleunigung des ä T'S »sä«* ohnehin stark genug in Anspruch. Dazu kommen noch Die ^lbg. Dr. H c i d enr e i ch legt seine Ansichten bezl. der Neber" Kosten des Landtags, die bei der Redewut der Abgeordneten bahnbauten im Odenwald näher dar. . ' irhmer ins Gewicht fallen. Selbstverständlich gmgen diese Abg. Präs. Haas bedauert zunächst, daß die Cbennralblmte : Qn.-tPn nnth in die Höbe wenn 8 Mandate geschaffen würden, Reichelsheim—Fürth anscheinend nur wenig Gegenliebe bllMi Kosten noch in Die poge, wen müalick d e Geleaen» Finanzministerium finde. Redner pLaibiert bann baiur, bau )id) * deren Trager natürlich auch so oft wie möglich Die ipeiegen l o.ß öfeeren Kommunalverbände mehr für Die wirtschafte ' beit beim Schopfe packten, uni der Well und namenllich iyren i ^^^^ben ihrer Bezirke interessieren möchten; aud) btc Streue ' gnxhiern den Beweis zu liefern, daß Apoll auch ihnen die sollen mehr als Unternehmer bei den Bahnbaulen austre'.en. Gabe der R^de und den »bitteren" Mund der Kritik unDlhic be*. ^o^nat^D»^e^eBe5 .eien nolhg unäulans. Ire heutige Kummer umfaßt 1V Seilen. Iie hesfische Aahlrechtsrevistou. »Gießen, 6. Mai 1907. Delegierten der Industrie, und der Landwirtschaft, des I Polemik geschenkt hat. Tadiirch mürben Die Tagungen Der Handels und des Handwerks, sowie die vornehmsten zweiten Kammer immer noch mehr verlängert, daS Budget Kapazitäten auf allen Gebieten. Frisches SUit fämc noch später zustande, wie gegenwärtig, und die Diäten wird der erstem Kammer wahrlich nicht schaden, unb eine roücöen zu einer Summe auflaufen, die bem Steuerzahler Erweiterung ihrer Rechte kann dem Sänke unter Um=> r^er manchen ehrlichen Seufzer über unsere „teuere Volks- tänben sogar von V ort ei käme doch d^e, geiftige Dcrfccjung« erpreßte. Rein, 55 Abgeordnete wären gewiß niSd)t D° °b°r d.- R-gi-cung °us r-.fstch .-w°g°n-n urteilen und richtig einzuschätzen vermögen, dann vor- Gründen der Gerechtigkeit auch diesmal unbedingt an btt. aussichtlich in ganz anderer Weise als bisher zur Geltung., Vermehrung der städtischen Abgeordneten festhalten wird, und gern ergriffe sie gewiß die Gclegenhell, dann auch hat sie dem Lande auch drei neue Abgeordnete zu bescheren durch gesetzgeberische Maßnahmen das Ihrige beizutragen sich entschloßen. Immerhin wird auch dieser Umstand,, zum Gesamtwohle und zu kullureller Förderung. her so weise allen Seiten Rechnung tragen will, mit dazu Dies« Bereicherun g der Ersten Kammer bedeutet führen, daß die Opposition einsetzt. Doch: „Zeigt einen aber für sie in ihrer gegenwärtigen Gestalt immer- Weg mir an auS diesem Drang, hülsreiche Mächte!" hin ein Opfer, da 8 freilich recht klein ist im Verhältnis zu I Die W a h lkr e i s e in teil un g wird wohl diesmal den ihr in Aussicht gestellten Rechten, nanilich in den Einzel- weniger zu Beanstandungen Anlaß geben. Im Jahre 1904 heilen des Budgets und des Finanzgesetzes müzusprechen. wollte man, daß z. B. m Rheinhessen der Wahlkreis Bingen Wir sind keine sonderlichen Freund« der gegenwärtigen Ersten 13 800, der Wahlkreis Kastel 25 000 und der Wahlkreis Kammer, von ihr aber zu verlangen, daß sie zum Mesier Ober-Jngelheim25400Einwohner zahlen, und daß ferner unserer greifen und sich selbst den Bauch aufschlitzen soll«, ist doch Stadt Gießen 2 in ihrer Mehrheit sozialdemokratisch wählende Torheit. Wir möchten b ie Mehrheit sehen, die einfach, weil Landorte zugeteilt würden. Solche Fehler hat man jetzt die Gegner es fordern, dem Gegner die Waffen ausliefert: geschickt vermieden. Allendorf a. d. Lahn, Großen-Linden, Sohn, da hast du meinen Speer, meinem Arm ist er zu Heuchelheim, Klein-Linden und Lang-Göns sollen jetzt im schwer". Wir haben wiederholl jedoch darauf hingewiefen, wesentlichen mit Butzbach zusammen wählen; Großenbuseck, welche Gefahren für die Erst« Kammer felbst in den bis- Lollar und Wieseck aber mit Grünberg und einer Reihe herigen Zuständen ruhten, wie sie der Stagnation Tür und bäuerlicher Ortschaften. Die Stimmung des Landes käme Tor öffnet, wie sie vielfach zur alleinigen Trägerin der 23er- Q(j0 durch diese und eine Reihe ähnlicher geschickter Zusammen» antwortung gemacht und für alles Mißlingen zur Rechen- legungen durchaus klar zum Ausdruck unb die Vorherrschaft schäft gezogen wurde, wie die Regierung ihr gegenüber in einer einzelnen Partei bliebe für alle Zeiten ausgeschlossen- eme unerwünschte Abhängigkeit geraten mußte. In ihrem Was will man also? Es würde jedenfalls eine Tat on-; eigenen Interesse muß sie also ihrer Auffrischung zu- erkennenswerter Selbstlosigkeit für alle Teile in ziemlich stimmen. Daß sie dabei fteilich nur fo weit gehen wirb, als gleicher Weise sein, wenn sie dem vorliegenden Entwurf zu- e§ ihr konservatives Gewißen zuläßt, das unterliegt ja keinem stimmen, der — daS mögen sich alle Eiferer gesagt sein Zweiftl. Sie wird auch nie und nimmer für ein Wahlrecht laßen — einen kolossalen Fortschritt gegenüber den bestehen-- l'timmen, daS bi« Herrschaft im Staate ben Maßen überweist, den Verhaltniffen bebeutet. Die Opponenten sollten sich barum Darum bestand eben für die Regierung daS Problem barin, fagen, daß sie, wenn sie ihrem Widerstande zum Siege vereinen Weg zu finden, auf dem sowohl der Staat, als auch helfen, wahrscheinlich an ihrem eigenen Leibe erfahren, wie die Parteien unb die Interessen der Städter und Ländler, recht ber Franzose hat, wenn er sagt: Qui trop einbrasse, wie überhaupt der einzelnen BerufSklaßen zu ihrem Rechtes mal etreiut — Wer alles will, kriegt gar nichts! hätte dem Vorbeugen müssen. Tatsache )02 tatsächlich Beschwerden der Londoner bejm. in für Hün- In Hün- und nicht sei ferner, daß im August 1902 tatsächlich . . .. Regierung an die hiesige gelangt sind, über die Kriegführung Dominiks. Ferner sei Tatsache, daß dem Oberleutnant Dominik im September 1903 amtlich eröffnet worden ist: es könne ihm nicht der Vorwurf erspart bleiben, daß er nicht energisch genug Deutscher Reichstag. e r l i n, 4. Mn. fdb zu streichen. Wg. Dohrn (Frs. Vgg.) begründet diesen Antrag, feld haÄ)le eä sich um eine katholische Missionsschule um eine Kolonialschule. Aibg. Dr. Arendt (Kvus.) erklärt, in Hünfeld Eugelpvrte würden an der katholischen Missionsschule Hand- toeder, Landwirte usw. für die Kolonien ausge- bildet; die Anstalt wirke sehr ersprießlich und deshalb sei die (Eingegangen sind das Han.de.lspro v iso riummitden tzS^reinigten Staaten, ferner Nachtrags- resp. Er- gänzungsetat, darunter auch die Teuerungszulage für Beamte, ferner Hilfskassen-Gese & Auf der Tagesordnung steht die WeiLrberatung des Etats für das Reichs-Kolo utalamt. Bei dem Titel Trvpeninstitut in Hamburg kommt die Errichtung einer Kolonial-Äkademie resp. -Universi- jtäi in Hamburg zur Sprache. Die Abgg. Frech, von Hertling uni> von Richtho fen >tTzT ; M der Leute.M jetzt unschuldig vexprwckl 'mb. (Lachen rechts.» Ich wär nach' Bem "Makertal^daS mir zugtng, durchaus berechtigt? den Fall vorzubringen. Der Kolonialbirektor legt keinen Wert auf die Aeußerungen bes Herrn von Keubell, ich fasse sie anders auf. Hier steht Auffassung gegen Auffassung. Für mich ist die Sache noch nicht erledigt, ich muß verlangen, daß erst mal festgestellt wirb, ob die Sachen wirflich vorgekommen sind. Der Reichskanzler gibt Herrn Dominik doch ganz offen einen Rüffel, also muß er doch Wohl von der Schuld Dominiks überzeugt sein. (Lachen bei den Freisinnigen.) Sie haben gar keinen Grund, die Sache von sich abzuschütteln, denn Ihre Redner haben den Fall Dominik auch ist die Debatte zu ziehen. Abg. Lcdebour (Soz.)' kommt auf den gestern von ihm erwähnten Fall des Oberrichtetv Meyer zurück und polemisiert gegen die gesttigen Aeußerungen des Kolonialdirektors. Ich glaube, ba5 ganze Haus stimmt mft darin zu, daß ein solcher Mann nicht mehr Beamter sein kann. Ich höre keinen Widerspruch--(Schallendes Gelächter.) Selbst ein Mann wie Puttkamer soll ja wieder in die Kolonien als Beamter gehen. (Abg. Dr. Müller-Meiningen ruft: Ich höre keinen Widerspruch. — Stürmische Heiterkeit.) Den geschichtlichen Verkehr mache ich Herrn Meyer nicht zum Vorwurf, ich habe schon oft die Beamten gegen unberechtigte Vorwürfe in Schutz genommen. Man sollte deshalb nur verheiratete Beamte in die Kolonien schicken, benn---(Große Heiterkeit.) Entweder ziehen Sie solche Dinge ins Lächerliche, oder Sie heucheln Moral. (Lärm rechts.) Vizepräsident Kaernpf: ruft den Abg. Ledebour zur Ordnung. Abg. Ledebonr (Soz.)' versucht, Wetter zu reden, doch wird er von dem fortwährenden Ge- lädjter der Rechten unterbrochen, worauf er ruft: Lassen Sie doch daS alberne Lachen! Vizepräsident Kaempf: ____, Ich rufe Sie zum zweiten Male zur Ordnung und Hwqje Me auf die Folgen eines dritten Ordnungsrufes aufmerksam. , Wg. Ledebour (Soz., fortfahrend): Ich bedauere, daß es gerade ein liberaler Präsident tg, so mit der Redefreiheit umspringt. Vizepräsident Kaempf: Ich kann nicht dulden, daß Sie dem Präsidenten so ekkoa- zurufen. Ich rufe Sie deshalb zum dritten Male zur Ordnung und frage das HauS, ob es den Abg. Ledebour Wetter reden lasten will, oder nicht. (Große Bewegung, eS ertönen laute Rufe: Nein, nein! Dann wieder andere Ja, ja!) Ich höre Widerspruch, ich muß darüber abstimmen lasten. Ich frage also daS HauS, ob es dem Abg. Ledebour das Wort entziehen will. Wer dafür ist, bitte ick. sich zu erheben. Jetzt erheben sich die MttgNeder der Blockparteien, mtt Ausnahme des Abg. Naumann (freif. Vgg.). Die Mitglieder de» Zentrums, der Sozialdemokraten und der Polen bleiben fitzen. Da diese letzteren stärker als die Blockparteien vertreten find, erklärt Vizepräsident Kaempfr Das Bureau ist sich einig, daß die Minorität steht, der Herr Abg. Ledebour hat ha5 Recht, Wetter zu reden. Abg. Ledebour (Soz.)' bollenbet nunmehr unter großer Unruhe und Nuaufinercksamkeit seine Ausführungen. Kolonialdirektor Dernburg: Ich habe in keiner Weise etwas von dem zurllckznnehmev, was ich gestern gesagt habe. Daß Herr Meyer die Frage unrichttg beantwortet hat, ist psychologisch begreiflich. ES ist nicht sehr angenehm, über derartiges befragt zu werden. DaS hat aber mit der Bestrafung der Akwaleute gar nichts zu tun. Neber daS deutsche Beamtenrecht hat sich Herr Ledebour fett gestern auch nicht bester informiert. (Wegen der großen Unruhe im Hanse Blethen bie wetteren kurzen Ausführungen des Redners unverständlick. Es hatten sich nämlich Gruppen aus den Blockparteien gebildet, ^ie offenbar den Fall Ledebour eifrig debattierten.), Wg. von Oldenburg (kons.)? Die konservattve Frattion steht im Fall Puttkamer auf bem Standpunkt des Kolonialdirektors. Das Urteil ist nicht rechtskräftig. Man kann also nicht darüber debattieren. Eins will ich nur sagen. Ich habe die Ueberzeugung, daß der Gouverneur von Puttkamer über Dinge, welche zehn Jahre zurück liefen, nicht so verfolgt worden wäre, wenn sein Vater nicht der beste Minister gewesen wäre, den Preußen jemals gehabt hat. (Großer Lärm links.) Heute früh las ich in einem Blatt daS folgende: .Die ekelhafte systematische Ehrabschneiderei gegenüber Leuten, die einer der wichttgsten Aufgaben Leben, und Gesundhett opfern, muh endlich einmal ein Ende nehmen. . . Dieser Hexensabbat der ntebrtg, sten Parteisuckit und Heuchelei muß aufhören." Das ist auch meine Meinung. ^Lebhafter Beifall rechts, Gelächter links.). Vizepräsident Kaempf verkündet, daß ein Antrag MMer-Metningen-Dr. Semler auf Vertagung eingelaufen sei. Wg. Dr. Wiemer '(fress. _ Vor der Abstimmung über diesen Anttag bezweifle sch die Beschlußfähigteit des Hauses. Das geschieht, um darzutun, daß das Haus beschlußunfähig ist, und daß nur in einem beschlußunfähigen Hause die Beschlußsaffung über die Wortentztehuug -eS Abg. Ledebour so ausfallen konnte, wie sie ausgefallen ift - Vizepräsident Kaempf schließt sich dem Zweifel an. Die Sitzung muß daher abgebrochen werdend Nächste Sitzung: Montag 2 Uhr. (ErgänzungS- etats für die Beamtenbeihilfen; Fortsetzung des Kolouraletat s.) Schluß 4% Uhr. AoLonialpoft, — Berlin, 5. Mai. Die früher so unruhigen Ovambv- stä m m e haben sich in letzter Zeit völlig ber u h i g t; aber bie infolge reichet Niederfeyläge guten Ernten haben durch freu* schrien großen Schaden erlitten. Unser atter Feind Nachale ist feit einiger Zeit schwer krank, bie freundliche Gesinnung Kambonbes gegen uns besteht bagegeu noch. iDü TageSztg.) — Berk in, 4. Mai. Die Absicht, ben Gouverneur von Puttkamer auf seinen Posten nach Kamerun zu rückte hren zu lasfen, ist nuumehr aufgegeben worden, da Kolonialdirettor Dernburg hiergegen ftarte Bedenken habe. Rrveiterbewegung. B e r l i n, 4. Blai. In der Neuen Welt nahmen gegen 400 aus- gesperrle Holzarbeiter ben Situationsbericht über die augenblickliche Lage des Lohnkampies entgegen. Berbandsleiier Stusche qab bekannt, daß tu Leipzig, Görlitz, Halle, Barmen, Dresden und Bernall eine Einigung mit ben Arbeitgebern erfolgt sei, wodurch öic Aussperrungen zurückgenommen wären. In Berlin werde luahrjchemlich am Montag der Friede geschloffen werden. £ o n b o n , 4. Mai. Die Vertreter ber Arsenalarbetter in Woolwich hielten eine Versammlung ab, in der beschlossen wurde, eine Pelltioit an ben König zu senden, um gegen bie massen- hasten Arbeiter entlass un gen Einspruch zu erheben. Bei bem Könige wird eine Audienz uachgesucht werden, um ihm die Petiton zu überreichen. Inzwischen Hal der Krtegsmintster eine Untersuchung angeftellt, um feslzustellen, ob es nicht angängig sei, von weiteren Entlassungen bet' Arbeiter Abstand zu nehmen. 91 c io i) oit, 4. Mai. Der Ausstand ber Newyorker und Btocklyner Ha f c n a r b e i t e v hat eine große Ausdehnung angenommen. Starke Polizeiabteiltuigen bewachen den Hasen. Die Zahl der Ausslundigen beläuft sich aus 5000, es sind größtenteils Italiener. MM M altem Eilen uni) Banmaterialien Giesssen, den 6. Mai 1907 Todes-Anzeige Margarete Schmidt im 73. Lebensjahr. gestern 73 Jahren zu sich zu nehmen Alter von 3160 Herrn Spenglermeister Heinrich Kaiser den 4. Mai 1907 Grünberi 3152 L. Steinhäuser 17 Neuen Baue 17 Die trauernden Hinterbliebenen: Johannette Fuhr geb. Koch Helene Buchacker geb. Fuhr Minna Schmitt geb. Fuhr Bichard Buchacker Ludwig Schmitt und 9 Enkelkinder so zahlreich und hiermit Allen auf Giessen (Hnndsgasse 4) und Elberfeld, den 6. Mai 1907, Die Beerdigung findet Mittwoch den 8. d. M., nachm. Uhr von der SlopeUc des neuen Friedhofs aus statt. Die trauernden Hinterbliebenen. I. d. N.: Elisabeth Kaiser geb. Kreuder, Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei unserem schweren Verluste sagt innigsten Dank Im Namen der trauernden Hinterbliebenen Lina Seibel geb. Lind. Um stille Teilnahme bitten Die tieftrauernden Hinterbliebenen. I. d. N.: Familie Lehrer Bert, Die Beerdigung findet Mittwoch, den 8. Mai, nachm. 7»4 Hhr von der Laxeile des neuen Friedhöfe aus statt. Londorf, Pfungstadt und Giessen (Roonstr. 30), den 5. Mai 1907. Es hat Gott gefallen, unsere liebe, herzensgute Schwester und Tante Die trauernden Hinterbliebenen I. d. N.: Karoline Georg V/we. geb. Noll Die Beerdigung findet Dienstag, 7. Mai, nachm. 2 Uhr in Londorf statt, abend 11 Uhr nach kurzem, schwerem Leiden im n Giessen (Teufelslustgärtchen 28), den 6. Mai 1907. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 8. Mai, nachmittags 2V< Uhr von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt. 3153 im 71. Lebensjahre. Dantksagtmg» Für die uns bei dem schweren Verluste meines lieben Gatten, unseres guten Vaters, Schwiegervaters und Grossvaters des Todes-Anzeige. Gestern nachmittag V22 Uhr entschlief sanft in Folge eines Schlaganfalls mein innigstgeliebter, treuer, unvergesslicher Gatte, unser guter, liebevoller Vater, Schwiegervater und Grossvater Herr Martin Fuhr Schuhmachermeister Reise nach VerWasserkante (Bremen—Hamburg—Helgoland—Kiel) unter Fahrung der Kreisgruppe Mainz des Deutichen Flotten^ Vereins vom 12. bis 19. Juni er. Preis Att. 110.— einschließlich Horels, Verpflegung re. Anmeldungen erbeten an das zs/< Reis eb ureauL. LMnhopLCo., G. m. b. H., Mainz Tantsagnng. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei den, Hinscheiden unseres lieben SohneS, Bruders, Schwagers und Cntelö Karl Hermann Weller sowie für die zahlreichen Kranzspenden und die trostreichen LZorte des Herrn Pfarrers Hellwig sagen herzlichen Dank Familien Weller II. und Schwalb. Wieseck, den 6. Mai 1907. 3165 la. Apfelwein mvfiehlt die Kelterei von [3087 Georg Schäfer, Licher Sir. 9. Bekanntmachung. Der Entwurf des Voranschlags der Stadt Gieheu für das Rechnungsjahr 1907, vom 1. Avril 1907 biß Ende Marz 1908, sonne die Boranschläge des Ttadtcrwcitcrungoionds, des Elektrizitätswerkes und des Gas und Wasserwerkes für dtetelbe Zett liegen nach Borschrist des Artikel 83 der Städte Ordnung vom 6.—14.9)1« auf dem Bürgermeisterei-Bureau — Zimmer 15 — wahreich der gewöhnlichen Geschästsstundcn zur Emncht der Betetltgten offen. Gießen, den 4. Mai 1907. Grotzherzogliche Bürgermeisterei Gietzen. Meeu m.______________________B4/» stunden durch die Garnisonverwaltung vorgezeigt werden können, sollen an den Meistbietenden abgegeben werden. Schriftliche Angebote find bis Mittwoch den 8. d. M., vormittags 11 llbr, bei uns aus Zimmer Nr. 3. einzureichen, woselbst auch die Abgabe-Bedingungen einzusehen sind. Gietzen, 4. Mai 1907. B*/s Städtisches Hochbauamt. Gerbel. __ I. Mlemiii 10 Psd. 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Es ladet ganz ergebens! ein [3172 Albert Rappmann, Direktor. (4 , ) (2 , ) Weißbrot (4 Vsd.) Weißbrot VM ufzüqe aller Personen u. Lasten* besonders Electr. Betrieb ca 20oo Am Freitag den 10. Mai, abends 8 Uhr tm Saale des Schützeagartens Grosses Konzert zum Besten des Lottehauses veranstaltet von Kammersänger Hans Buff-Giessen, vom Hoftheater in Dresden, unter gütiger Mitwirkung von Fräulein Signe von Rappe, Hofopernsängerin, Mannheim, HofkapeU- meister Hermann Kutzschbach, Mannheim u. Hofschauspieler Karl Blankenstein, Dresden. Reihenfolge der Vorträge: 1. a) Wonne der Wehmut, b) Neue Liebe, neues Leben, Ludwig von Beethoven, c) Der Sänger, Franz Schubert. Herr Buff-Giessen. 2. a) Der du von dem Himmel bist, c) Freudvoll und leidvoll, c) Ueber allen Gipfeln ist Ruh, d) Mignon^Franz Liszt. Fräulein von Rappe. 3. a) Harfnergesang, b) An den Mond, c) Ganymed, d) Rastlose Liebe, Franz Schubert. Herr Buff-Giessen. 4. a) Nähe des Geliebten, b) Haidenrösiem, c) Erlkönig, Franz Schubert. Daher Stand der Mitglieder Ende 1906 . 111 Der Vorstand: J.Briegel, Direktor. F. Stumpf. H. Wallbott VUL 1'ieren. Dam rettet und bi eigentlich JMtt in e inze Mert. Wg. La- beiaumten L "sein Luh achte, haüe! ?.?en, ba ( "ch in ymitgliei)! ^at hiervon Wen. lieber die W aus W" (• ^chm des Lirniiwirtslhiiitlilhell Mjiimvcreuis EarbMeich eingetr. Genossenschaft mit unbeschr. Haftpflicht. W nut bct '?ei dz.7.' wte jy#’ o hqqi Grossh. Hess. Hoflieferant Seltersweg 91 OtSSSSgl lich «» P Menhaufen Loumifsion ( Momchchul — Haupt-Vertretung von Bechstdn zzzzzzz Klavierspielapparate: Pianola zu Mk. 1250, Phonola zu Mk. 950 4 106 5 tfL £ 3460,83 555,— 760,98 1069,30 702,91 6549,02 ■WO für Anthrazit-, Braunkohlenbriketts, Koks usw. PS. in Betrieb._____________Präzisio nsmotore für Gas, Benzin, Spiritus usw. M 1(1 ®ie M' Anzeig^ Ntildla" "wöch-°^ Spezialität: Rudolph-Patent-Pianinos mit bis jetzt unerreicht guter Stimmhaltung 10—20 jährige Garantie. — Freie Lieferung cv‘ Monatsraten von 5—20 Mk. 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Massenet a) Idyll, L Akt b) Arie des Werther, 2. Akt c) Lied und Szene der Lotte. 3. Akt d) Liebesduett 3. Akt. Fräulein von Rappe und Herr Buff-Giessen. Den Konzert-Flügel stellt die Musikalienhandlung von W. Rudolph in Giessen in Hebens würdiger Weise zur Verfügung. / Preise der Plätze: Sperrsitz 3— Mk., 1. Platz 2— Mk 2. Platz 1.— Mk. Vorverkauf in der Schnitzlerschen Buchhandlung. I gibt blendend X weisse Wäsche' , neu sn Änlomatisehe Kohlenbesehieknag D. R. G. M. an -- /» "1 (2 Pfund) Kornbrot bei: F. Weig, Gmnmgen 25 «z Jakob Appel, Krofdorf . . 25 Hemr. Bmz, Allendort/Lahn 22 „ Karl Zinßer, Allendorf/Lda. 24 1 RiLogramm (4 Pfund) Kornbrot bei: gdwb Appel' Arostwri. 50 Louis Süßmulh, Steinberg 50 |emu SB">ä, Siaenbotf/S