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Tie Verteuerung der ersten klaffe. In dein Organ deS Bundes der Landwirte lesen wir: Eine weitere Verteuerung und Steigerung der Abwanderung auL der ersten klaffe wird die Tarifresorm bei den dentfchen Ersen- bahnen am 1. Mai ohne Zwerfel zur Folge Haden. Der Sag rur die Toppetrerse wird delarrnllich von 12 auf 14 Pfg. für das Stile- Nieter erhöht. Dazu kommt noch, daß infolge der Teilnng der Rnctfahrkarlen in zwei einfache Karlen die Reichssteuer zweimal zu enirichlen ist. Bei den hohen Sätzen für bie erste Klasse sind hohe Steuersätze bald erreicht. Die Steuer wird so in vielen Fällen aul das Doppelte gesteigert. Zum Beispiel kostet eine Rüdiahr- karte erster Klasse von Berlin nach Straßbiirg jetzt 105,10 Mk., Englische Blätter wollen wissen, der Bernd), Den aie Kaiserin-Mutter von Rußland bem Londoner Hose abgeslaltet hat, habe auch dazu gedient, die Lerheiratnng des zweiten Sohnes her Kaiserin, deS Großfürsten Michael Alcxandrowitfch, jüngeren Bruders des Zaren, mit einer Stichle deS britischen Künigspaares, der Prinzessin Viktoria von Schleswig-Holstein vorzudereilen. Tie Prinzessin ist die älteste Tochter des Prinzen Christian von Holstein aus feiner Ehe mit der Prinzessin Helene von Groß, britannien, einer jüngeren Schweiler des Königs Edward \ II. Von ihren beiden Bindern fiel dec eme, Prinz Christian Viktor, im Burenkriege, der andere, Prinz Aldert, sieht in preußischen Diensten als Rittmeister bei? Potsbamer Leib- garde.Hufaren, uiib ihre Schwester, bie Prinzessin Luise Auguste, war an ben Prinzen Aribert von Anhalt vermählt; von ihm geschieben, hat sie ihren Mädchennamen wieder angenommen. Tie Prinzessin Viktoria vollendet im nächsten ilionate bereits ihr 37. Lebensjahr. Ter Großfürst Michael Alexandrowiisch tll aber fast neun Jahre jünger als die Prinzessin. — Im übrigen ist die Prinzessin Viktoria ebenso ivie ihre Mutter, bie Prinzessin Christian, eine in England |\()t populäre Erscheinung, bie selten bei einem Wohltätig- leilssesie fehlt. Sie ist bekannt für ihre Katzenliebhaberei und hat ihren vierbeinigen Lieblingen in bem Parke des Wohn- ntzeS ihrer Eltern eme richtige, mit allein Komfort ansge- stattete Katzenoilla eingeuchlet. — Es wirb adzuwarten fein, ob das VeiloblingSgeriichl sich bestätigt. Zu dieser Frage äußert sich ein Mitarbeiter des Türmers (Verlag von Greiner und Pfeiffer, Stuttgart) sehr drastisch wie folgt: Dienstmänner und Leute ähnlicher Wirkungskreise tragen die Angabe ihres Berufes an der Kleidung, nebst einer Nummer für ihre Person. Der Gerichtsbote ist durch seine Uniform hinreichend gekennzeichnet; aber die Amtsrichter find an ihrer Tracht nicht mehr zu unterscheiden. Will man wi,sen, welcher von ihnen ettva der Herr Amtsrichter Müller ist, so muß man schon den Boten fragen, und er wird sagen: Der Derr dort mit dem Vollbarle, oder wie er sonst aussieht. Ich meine, mit Werken der Kunst sei es hinsichtlich ihrer Würde das gleiche. Der Maler schreibt auf seine Bilder nicht, roaS sie darstellen, und auch seinen Namen bringt er nicht rote eine Firma an. Hingegen unter auflageweise hergestcllte Drucke wird beides regelrecht gesetzt; aber auch hier fertigt man die wertvolleren ersten Abzüge vor der Schrift. Noch niemals ist es den Menschen in den Sinn gekommen, u- gehen durch bie Abwanderung in die niederen SUafien erhebliche Einnahmen, ohne daß das Reich einen großen Nutzen davon hätte. 6ine Rede deS Ministers v. Möller in Amerika. Ter frühere preußische HandelSnunmer v. Möller hat bie erste Gelegenheit in Amerika, wo er im Auftrage bes Kaisers zur Teilnahme an ber Feier bev Pittsburger Universität eingetroffen ist, bazu benutzt, um einer wirtschaftlichen Annäherung zwischen Deutsch l an b unb ben Vereinigten Staaten bas Wort zu reben. Tie Feitlichseiten für bie beutschen Delegierten zur Carnegie-Feier begannen mit einem Tiner, bas Generalkonsul Bünz gab, um bie deutschen Gälte mit ben amenfan. Behörden und angelegenen DeutiH-Anierikanern bekannt zu machen. Bet dieser Gelegenheit legte Herr v. Möller bar, wie sehr ben beutschen Kaufmann baS zögernbe Eingehen Amerikas auf die Wünsche bezüglich bes Handelsvertrages oer- stimnien müsse, um jo mehr, da biefcr Kaufmann weniger Die Beseitigung bes Tingley-Tarifs als jene ungerechtfertigte Handhabung des Tarifs wünsche, welche es ihm unmöglich mache, bie Kosten feiner Exportware genau und somit reell zu berechnen. Diese ohne Umschweife gemachte Erklärung fand doch großen Beifall, weil sie mit unanfechtbarer Begründung vorgebracht wurde. Ebenso überzeugend sprach Möller über bie Notwendigkeit ber beutschen 1000101^^0^» liehen Zölle. Er schloß mit einem Hoch auf Roosevelt. Deutsche» Reich. B e r l i n, 5. April. Der K a i f c r hatte zur heutigen Abend- tafel den Fürsten von Monaco geladen. — Der preuß. „Staatsanz." verössentiicht eine Bekanntmachung des Landwirtschaslsrninisters, nach welcher die Einfuhr lebender Wiederkäuer, Schweine, Milch, Nahm, von frischen uiu) frisch gesalzenen Hauten, frischen Hörnern, Klauen der Wiederkäuer, frische Klauen der Schweine, von tierischem Dünger, unbearbeiteter Wotle, Haaren unb Borsten aus Belgien und den Niederlanden verboten ist. Das Verbot erfolgt auf Grund des Gesetzes betreffend ine Abwehr und Unterdrückung von Viehseuchen. Gestattet bleibt Die Einfuhr überseeischer roher Wolle, die die vorgenannten Lander nur im Wege des unmittelbaren Durchgangverkehrs berührt. — Als den technischen 9lat, der den Kolonialdirektor Dern- burg auf seiner Reise in die Schutzgebiete begleiten wird, bezeichnet man den Regierungs- und Baurat Balzer aus ber Kolonial-Abteilung. . Essen, 6. April. Die Hauptversammlung des Vereins deutscher Eisen- und Stahl-Industriellen nahm einstimmig einen Beschluß an, wonach sie die Veranstaltung von Weltausstellungen als überlebt bezeichnet und nur Provinz» und Fachausstellungen als berechtigt erachtet. Die Versammlung verwarf entichieden den Gedanken einer We l t» ausstellung in Berlin im Jahre 1913. Dresden, 5. April. Der konservative Verein forderte in einer heute abgehaltencn Versammlung nach einem Bortrage des Oberbürgermeisters Beutler eine Ergänzung des Programms der deutsch-konservativen Partei. Ter Verein wünscht u. a. die Beibehaltung des gegenwar- tigenReichstags-Wahlrechtes und denAusbauder sozialen Gesetzgebung. München, 5. April. Der Zentrumsführer Dr. Schädler soll jüngst in einer Veriammlung gesagt haben, aus den jetzigen heillosen politischen Verhättnisien sei nur dann eine Rettung möglich, wennderRcichskanzlcr im Sommer krank werde und beim Wiederzusammentritt des Reichstages ein anderer Kanzler im Amte sei. Zur Huu^ersupt in Ruülirud. N. C. Es |mb immer dieietben Bilder, dlejetben Schilderungen aus den Hungeidouein, Wiede»Iwlungen über basfeibe Tema: puiiger und Berzwelftung. Aus allen herzzerreißenden Klagen, die zu uns herilbe»d»iugeii, hort man immer wieder Denselben Aolschrel Heraus: .Wir haben alles auigezehrl, was miizuzehrei» war!" Der Vevolliiiächligte der allg. X'anö|cl)a>dsberichten herauszufuideu. »Tie Armut", heißt es in einer Schilderung aus Alingrclieii, »ist unbeichreibllch. Tie vor Hmiger abgezehrten Kinder machen den Eindruck lebendiger Alurnien. Ihre Beivegungeli stud innfliiun, bie Augen leblos, die Kleider zerriffen” . . . Aus dem Siamaraicheu wird bas Elend 1 n einer Bauernh utte geichildert: »Inder kaltenHütie drängt sich die Familie zuiammen; nue find mir noch in Kleiderietzen gehüllt; die tUluuec liegt krank am dem ungeheizten Oien, öliemanb ift da, um euvas zu kochen 00er zu baden, und es ist ja auch nichts dazu vorhanden, ^er Baier jagt: „3d) will schon gar nicht mehr m bie Huue gehen. Tie Kinder bitten um Brot, unb es gibt dod) nichts zu eßen ! Eine weitere Meldung aus Satiiara berichtet davon, wie bie Bauern, um ihr letztes Buch zu bewahren, ihren Nahrungsbedarf am em Minimum befchrauken, nur um etwas faules -Stroh oder anderes tmzuretchendes Biehiutter taufen zu können, unö das ld)led)t genährte Bieh krepiert doch. Unb die Faniilic ijungert. Uebcr die Schimerigkeuen, mit denen die Landjcha'ten bei den iiiappen Alittelii der Berpflegungshille zu tärnpfeu haben, gibt cm Bericht aus bem Kreist Kainyjdml (Gouv. oatatoiu) eine Lor- stellimg. Tas Landschaitsamt dieses St reif cs hatte 841-00 JibL, die von der Regierung zur Berpflegungshme augewtejen waren, zu verteilen. Es konnten nur die m äußerste Not geratenen Hungern- öen berüdfiditiflt werben. Tas L'andschaftsarnt zog nur Denjenigen Leit der Bevölkerung m Betracht, ber ohne Hille bem völligen Hunger unb ben nut ihnen verbundenen Ertränkungen preisgegeben war. Alle, bie sich noch irgendwie jelbiibehelicn können, bie noch etwas zu verkaufen hatten, wurden aus bem Verzeichnis der Verpflegten gestrichen. Unb doch, trotz dieser grau|omcn CiivarmS- rüdsichteu, reicht für ben Kreis Kamyidim bie angeroieiene Stmune nicht aus unb bas üanbidjaüsami steht sid) genötigt, um weitere 123 OOO Rubel nachzusiichen. . Auch manche Kuriosa sinken sid) in ben ernsten Jictiianbsbc- richten. So hat die Registrierung ber Notleidenden unter Den Altgläubigen eines Tories tut Ntshnt dloiugorobjdjen aöerglaubiiche treten müßte? Man komme mir nicht mit ber als Ausrede üblich gewordenen Phrase: der nwderne Verkehr erfordere es so. Tie Einwohner eines Ortes kennen ihre öffentlichen Gebäude wie ihr eigenes Haus und bedürfen keiner solcher Ausichciften auf ujnen. Dem Fremden, der zum erueitinoi es au„uchen null, hebt sich das Gerichtshaus oder Posthaus schon von weitem von den gewöhnlichen Wohnhäusern _ ab,^ und wenn er so nahe herantommt, daß er eine große Lchnst oben an ihm zu lesen vermag, kann er auch eine etwa neben der Tür aufgehangte Tafel erkennen, welche ihm anzeigt, daß er am geluchten Crte ist. Nur so ist das Bauwerk >elber etwas für sich, die erste Vorbedingung jedes ästhetischen Wertes. Bei den romanischen Völkern ist dies noch in Kraft. — Ein anderes ist es natürlich um W e i he 1 n s ch r i f- ten uiid überhaupt solche, die m i t I nh a l t u n dFa >, ung aus dem Gedanken des Werkes hervorblühen gleich sonstigem Schmucke. ... . - , Auch die Inschrift Teatro, welche häufig tu kleineren Liadten Italiens an der Frontseire des Theaters, vrangt, muß man hierher rechnen, wenn man sie rechr verstehl: >ie ?^t.te zu den Deiiecteyien Mitgliedern der Komumen Oper zu Äori'.n gehört. Die Leiche wurde nach Gotha übergeführt, wo jic verbrannt werden iolL pie heutige Fummer umfaßt 16 Seiten. Schatten bommerder Krcigniffe. ES ift erstaunlich, mit welcher Zähigkeit und Stonjequen; bald bon London, bald von Paris au» internationale „Streitfragen" aus- Tapet gebracht und derart um Deutschland herum gruppiert werden, daß dieses nicht umhin kann, zu notorilchen, wenn auch durch Üyre Tendenz gekennzeichneten Unrichtigkeiten immer wieder Stellung zu nehmen. So wird die Oeffenttichkeit, aus deren nationale Leidenschaft man rechnet, an die „Allerwelts-Aktivitat" Deutschlands gewöhnt und in stetem Mißtrauen gegen diese Macht erhalten. Wäre es nur die englische und die französische Sen sa t ion s presse, die sich an solchem Treiben beteiligen, io konnte man die Sache auf sich beruhen lassen. Wenn aber Blätter, deren Beziehungen zu den leitenden Persönlichkeiten in London und Paris ioeltbefannt sind, bei jeder Gelegenheit und mit Geivalt Deutschland in den Vordergrund schieben und ge» will ermaßen als dasjenige politische Element darstellen, mit dem sich in Güte zu verständigen die anderen Staaten ihre liebe 91ot hätten, so ist das ein für den Bestand der internationalen Verträglichkeit nicht unbedenkliches Verfahren. Der der französischen Regierung nahestehende „Temps" verkündete, wie wir meldeten, mit gesuchter Selbstverstiuidiichkeit, Deutschland habe sich einerseits in Marokko, andererseits über Bagdad mit Frankreich und England zu verständigen, dafür würden der d-utschen Poittik im Orient Konzessionen gemacht werden. Tatsächlich hat Deutschland weder das eine nötig, noch bedarf es des andern. In Atarokko ist sein Ziel, daß Frankreich niemals freie Hand im Sultanat bekomme. Im Orient sttebt Deutick^ land nur größtmöglichen Einfluß auf den Handel an und muß hierbei allerdings s.ch mit Energie dagegen wehren, daß Enaland die Behern:schung des ganzen Orienthande»s und seiner Vertthrs- straben an sich reißt. Dalstn aber würde es kommen, wenn Teutich- (anb die letzte Teilstrecke der Bagdadbahn von Bagdad bis Kvweit als „engltidie Jntevestenftrede" anerkennen und sich mit einer englischen Kontrolle darüber einverstanden erklären würde. Als bas Bagdadvahnprojelt Gestalt gewann, ist die den Engländern von Deutschland angebetene Beteiligung abgeleljiit worden. Von einer „Fernbattung" Englands kann also nicht die Rede (ein, ebenioioenig davon, daß Deutschland beabsichtige, am Persischen Golf „Fuß zu fassen" im Sinne des LanderwerbeS. Diele gefliijentlich verbreitern Darstellunaen sollen wohl nur dazu dienen, Deutschland eines llloyalen Verhaltens zu bezick). Ligen, für England das Vorrecht berzuleüen auf den Bau der Teilstrecke Kvweit-Vagdad, und am Ende die deutsch-turkiiche Jn- tercssengemeiliichast in Mißkredit zu bringen oder gar zu sprengen. Tic gegen Deutschland treibende Kraft ist boc allem der indiiche Staattsekretär Lord Curzon, der dem britischen Handel das Aeo- nopel in ganz Sud^oestaften zu sichern trachtet. Jetzt, nachdem in erster Linie deutsches Kapital unb deutsche Arbeit bas Bagbad- balyuprojelt zu einem ansehnlichen Teil ausgcsuhrt haben, erhebt man Einspruch durch Feststellung der 9totiDeni>igEcit, (ich nut England zu „verständigen", d. I). die engli|che uiid sranzöiiime Presse eröifnet in aller Seelenrui-e, daß nur bei Jnttrnationali- lierung des Unternehmens eine Fortsührung bis zum Pcr|i,chen Goli durchführbar erscheine. t _ rr,. Tas 9iccot ist aui deutscher Seite m Gestatt der Konzsiswn, doch es wäre gegen eine finanzielle Beteiligung Englands an dem Bahnbau auch fetzt nichts einzuwenden, da sranzoiiicheS Kapital gleichfalls beteiligt ist an dttsem rein wirtichafllichen Unternehmen. Aber nach den Erfahrungen^ m Marokko kann man jicl) eine Vorstellung machen von den 'Schwierigkeiten, eine allgemein besricd.gende Form für die SnternatLonaUi ierung der Bagdadbahn zu füllen. Deutschland d-rf sich aus der führenden Stellung nicht vervrängen. las «en, im eigenen Jntereife und m Rücksicht auf die Turlei. England aber wird zweifellos für |ia) den überragenden Ein.luß in Anspruch nehmen wollen Tie Streitt frage ist jedenfalls aufgeworfen, und da der Bau der Bahn noch Lange nicht bis Bagdad vorgeschritten ist, bleibt hinreichend Zeit, gegen Deutschland alle Heoei in Bewegung zu setzen. Mit Geplänkel in der Presse fangt es an, Intrigen gegen ben deutschen Bot.chafter in Konstantinopel folgten, in der offiziös inspirierten „Körn. Ztg." wurde der engliiche Vorwurf als lächerlich bezeichnet, Deutsa)land wolle sich in Kieinaften zum Schaben fremder Interessen betätigen: vielleicht ist die Zeit des diplomimischen 9»otenn-echfelS und der Tag einer Bagdadbahii-Kon,erenz nicht allzu fern, denn die Friedensversainmlung im Haag wird am Lauf der Dmge wohl nicht viel ändern. Nr. 80 Erstes Blatt 157. Jahrgang Samstag 6. *007 a,scheint täglich »wwf A Ak jflk. 'VEff o mok ultet)75neU außer Sonntag». äÄÜ' ▼ CNy |Q ▼ jährlich Mt. 2.20, durch —•»ÄtAfeAitAf f| tt^AtAAi*KÄSS bem hesflfchen Landwirt M W M W kÄM ßUr M B HZ 9 EH XA 9 jährt. auefdiL Benellg. die 6it6tner «amillem ® W k MM H SK Gf A Ä II M H U W »miadm.o- »nzeige, Loch" "g'un1 W V I । V I ! V V zweimal wöchentlich das mW OJ aus wart» rio p'«nnig» KietsblaU für öen Kreis ch * w ztl* < < ** . V«»aniw»rliich tüs £“ General-Anzeiger für Gberhefsen WM B.P6d,en' Hotationsbrufl unb Verlag ber Srüheschen Univ.-Vuch- unb Stetnbruderei. B. lange. Bebaftleu. «spebMon unb Druderet: Schulftrotze 7. /.ck «urcht erregt Die altgläubigen Bauern gerieten unter den Em- Nutz eines Kirchenvoriefers, der ihnen wers machte, da,; dreie Registrierung ein Werk von „Dienern des Antichrist" sei. Tie abergläubischen Bauern beschlosseii daher, man sollte ihnen ihre .Handschriften' zurückgeben. Es kostete viele Mühe, die Emge- fchreckten eines Besseren zu belehren. Und auch nach der ihnen gewordenen Ausklärung gingen noch viele Bauern kopsschuttelnd nach Hause. _____ Ausland. London, 5. April. „Daily Graphic" schreibt zur Abrüstungsfrage, es sei ganz unerträglich, daß so viel Zell verschwendet und so viel Erregung erzeugt werde über ein Projekt das durchaus keine Aussicht habe, verwirklicht *u werden, und das nur eiligst aufgeworfen sei, um taktischen tnnerpoliitschen Interessen zu dienen. Deutschlands Stellung sei aanz verständlich; es sollte eingeräumt werden, daß [eine Einwendungen nicht ohne Bedeutung sind. D e u t s ch l a n d sei überzeugt daß es nur wirksam seine Interessen wahren könne, wenn es eine möglichst starke Militärmacht unterhalte. Deutschland wünsche ferner nicht an den Pranger gestellt zu werden vor den Steuerzahlern von ganz Europa als einzige Macht, die durch ihre Hartnäckigkeit verantwortlich ist für Llie Lasten des bewaffneten Friedens, aumal andere Mächte, besonders Rußland und Frankreich, ebenso dachten Wie Deutschland. , , — Die wieder aufgenommenen Verhandlungen zwischen Deutschland und der Kap-Kolonie, für welche die Anwesenheit des Kap-Premierministers Jameson m London erwünscht war, beziehen sich auf die Verpflegu n a s k o st e n für die aus Deutsch-Südwestafrika wahrend des Aufstandes übergetretenen und dort internierten schwarz e n Rebellen. Die Kap-Kolonie verlangt eine ziemlich b e - deutende Summe an Verpflegungskosten, btt Deutschland aus völkerrechtlichen Gründen zu zahlen sich weigert, wogegen die Kap-Kolonie geltend macht, daß die Internierung auf besonderen Wunsch Deutschlands erfolgt sei. Es heißt, auch der Gouverneur von Südwestafrika, v. Lindequist, würde zu diesen Verhandlungen in London erwartet. Paris, 5. April. Oberst Baron Stoffel ist hier im Alter von 84 Jahren gestorben. Sein Name wurde unmittelbar nach dem Kriege von 1870 in Frankreich sehr viel genannt. Er war als Oberstleutnant im Jahre 1866 vom Kaiser Napoleon IH. zum Militärattache bei der ftanzösifchen Botschaft in Berlin ernannt worden und lieferte in dieser Stellung feiner Regierung eine Reihe eingehender Berichte über das preußische und deutsche Heerwesen, dessen Ueberlegenheit er vollauf erkannte. Hätten diese Informationen die gebührende Beachtung gefunden, so mären die Staatsmänner Napoleons 1870 wohl Nicht so leichtfertig zum Kriege gegen Deutschland entschlossen gewesen; aber nach dem Sturze des Kaiserreichs wurden die Berichte Stössels zu einem großen Teile noch uneröffnet in den Tuilerien vorgefunden und erst unter der republikanischen Regierung durch den Druck bekannt gemacht. Stoffel nahm am Kriege 1870/71 tätigen Anteil, besonders an der Verteidigung von Paris, schied aber 1872 aus dem aktiven Dienst. W i e n , 5. April. Der Ministerpräsident und der Unterrichts- Minister empfingen heute eine Deputation ruthen. Professoren, die ein Memorandum betreffend die Errichtung einer selbständigen ruthenischen Universität in Lemberg überreichten. Der Unterrichtsminister erklärte, diese Frage nur im Zusammenhänge mit anderen Wünschen nach neuen Hochschulen regeln zu können. Der Ministerpräsident meinte, seiner Anschauung nach sei schon im Rahmen der bestehenden Einrichtungen die Möglichkeit gegeben, die kulturellen Anforderungen der Ru- thenen durch Errichtung von Dozentenstellen und Lehrstühlen Rechnung zu tragen. Budapest, 5. April. Täglich mehren sich die Beweise, daß der Bauern-Aufstand von langer Hand aus den Kreisen der intelligenten Bevölkerung, von Beamten, Lehrern, Geistlichen und den Gemeindevorstehern vorbereitet worden ist. Gestern ist deshalb der Direktor des Gymnasiums in Slatina, Popescu, verhaftet «worden, da gegen ihn schwer belastende Momente vorliegen sollen. Sofia, 5. April. Der Untersuchungsrichter beendete am 4. April die Untersuchung betreffend die Ermordung Pet- k o w s. Der Hauptbeschuldigte ist der Attentäter Petrow. Als Anstifter werden ferner angeklagt: Jkonomow, Herausgeber der „Balkanska Tribuna" und der Redakteur dieses Blattes Gerow, sowie die früheren Beamten der landwirtschafUichen Bank Cbranow und Bojadschiew. Das bulgarische Strafgesetz sieht für alle Angeklagten im Falle der Verurteilung Todesstrafe vor. Die Witwe Petkows erhob Zivilklage auf 100 000 Frcs. gegen die Mörder ihres Gemahls. Aus Statt und Land. Gießen, den 6. April. ** Zum Jubiläum der Landesuniversität. Dir haben gestern von der Versendung von Einladungen gesprochen, die indeß nur an die Ehrengäste gerichtet worden sind. Einladungen an weitere Kreise gelangen heute und am Montag zur Versendung. Das ihnen beizufugende Programm enthält übrigens ein paar andere Bestimmungen, wie z. B. eine gesellige Vereinigung im Philosophenwalde am Nachmittag des 1. August und eine am 3. August stattftndelide Wiederholung der Festvorstellung. — Es dürste ferner unsere Leser interessieren zu erfahren, daß die künstlerisch schöne Schrift mit der Hand geschrieben und dann durch Aetzung auf Metall zur Vervielfältigung hergerichtet worden ist, beides eine Leistung der Werkstatt von Klingspor in Offenbach. ** Das Konzert, das Herr Organist Otto Gör lach Morgen abend um 8 Uhr in der Stadtkirche mit seiner Ehorschule geben wird, wird vielen sehr willkommen sein, die schon einmal im Gottesdienst und bet den Aufführungen des Klrchengesangvereins mit Vergnügen dem frischen Gesang dieses so wohlgeschulteu Knabenchores gelauscht und gewünscht haben, einmal etwas mehr davon zu hören. Dazu ist denn morgen Gelegenheit geboten. Was sonst noch im Programm verheißen ist: öie Vorträge des Herrn Görlach auf der Orgel, der Konzertsängerin Frl. Mathilde Kempsf mit ihrer schönen Altstimme, des Cellisten Herrn Krauße, ist nicht minder geeignet, recht große Erwartungen rege zu machen. Da auch der Ertrag den Chorschülern, von denen nicht wenige jetzt fonfirmiert werden, was ihren Eltern doch recht große Ausgaben bringt, zu gute kommen soll, so darf man einen recht zahlreichen Besuch des Konzertes erhoffen. * * Todesfall. Frau Siebert, die bei dem am 4. L Mts. vorgefallenen Zimmerbrand durch Brandwunden stark verletzt wurde, ist heute morgen in der Klinik infolge der Verletzungen gestorben. * • Ein Jubiläum, und zwar seltener Art, feiern heute Ratsdiener Ochs und Friseur Stier. Ratsdiener Ochs ist heute seit 25 Jahren, vom 6. April 1882 an, ständiger Kunde bei Herrn Friseur Stier. Herr Ochs hat während dieser Zelt kein anderes Friseurgeschäst in Anspruch genommen. Zu der gestrigen Selbstmordnotiz sei mit- geteilt, daß der Student Zorn nicht mehr Student niet), vet. war und bereits im vorigen Semester ans der Liste der Studentenschaft gestrichen wurde. • • Die Erlaubnis zur Führung des Grotzh. Staatswappens in den Fahnen erhielten die Kriegeroer eine Zitzenhain, Schadenbach, Bernsburg, Seibelsdorf, Merkenfritz, Gettenau, Hainchen, Petterweil, Ober-Wöllstadt, Stammheim (Germania), Saasen, Höckersdorf und Breunges- Landwirtschaftliches Fest. In Ober-WidderS- heim findet am Sonntag, 26. Mai ein großes oberhes s. Volks- und Bauernfest statt. Die Festrede hält der Rcichstagsabg. Liebermann v. Sonnenberg. Außerdem halten noch Ansprachen die Slbgg. Köhler, Böhme, Raab, Lattmann nsw. ** Zur Verlegung der Bahnstrecke Frankfurt- Bebra bei Elm. Seit den letzten großen Dammrutschungen, die voriges Jahr bei Elm stattfandcn, traut man dem Eimer Bahn- hos nicht mehr recht. Die Eisenbahnverwaltung plant deshalb die Verlegung der Strecke zwischen Schlüchtern und Flieden. Dieser Tage hat Eisenbahnminifter Breidenbach die Bahnhofsver- hältnisse und das Verlegungsprojekt einer Besichtigung unterzogen. Tie Bahnstrecke soll, wie schon früher mitgeteilt wurde, von Schlüchtern nordwestlich durch einen langen Tunnel den Distelrasen, der Rhön und Vogelsberg verbindet, durchstechen und zwischen Wallroth und Flieder in das Tal der Fliede treten. Da hierdurch die großen Windungen der jetzigen Strecke zwischen Schlüchtern, Elm unD Flieden in Wegfall kommen, so wird die Strecke erheblich abgekürzt. Außerdem kommen erhöhte Betriebssicherheit und Materialersparnis in Betracht. Das neue Projekt sieht für Flieden einen großen Bahnhof vor. Allerdings wird das ganze Projekt viele Millionen erfordern, sodaß bis zu seiner Verwirklichung noch einige Jahre verstreichen dürften, der Bahnhof Elm würde bann nur noch für die Strecke nach Bayern dienen. , ** Sprachliche und orthographische Schnitzer. Ein geschätzter Leser unseres Blattes schreibt uns: „Die gestrige Nummer Ihres geschätzten Blattes brachte über das diesjährige Aushebungsgeschäft eine Notiz, in der der Einsender besonders auf die „meTruben aus. . ." hinwies. Er gab im Anschluß daran der Hoffnung Ausdruck, die jungen Vater- mndsverteidiger möchten später mit der Waffe besser umzugehen verstehen, als mit der Orthographie. Zum Glück schließt ja auch eine schlechte Rechtschreibung gute Soldateneigenschuften nicht aus, und die jungen Stieger können tu der Tat kaum ein leuchtenderes Soldateiworbild finden, als den Verfasser des köstlichen Brieses an sein „libes malchen", den alten Marschall Vorwärts. — Ich .möchte nun die Aufmerksamkeit der Leser Ihres Blattes auf zwei Sprachdenkmäler lenken, die in trefflicher Weife zeigen, daß wir Gießener uns von den „Rekruden aus. . ." nichts „zu gefallen zu gelassen brauchen", und daß sie uns mit ihrer Rechtschreibung nicht in den Schatten stellen können. — Wenn man durch die Wiesen nach dem Philosophenwald geht, findet man am Waldrande eine Tafel mit der Aufschrift: „Das Befahren und Reiten auf den Spazierwegen im Philosophenwald ist verboten". Dieselbe Bekanntmachung findet man auch an der Triebseite des Philosophenwaides. — Betritt man aber von der Grün- berger Straße aus an der Kirschenallee den Trieb, so kann man folgende Warnung lesen: „Das Fahren und Reiten von Zivilpersonen sowie das Viehtreiben auf dem Regiments- Exer cier platz ist verboten. — Das Radfahren auf dem Exer- e i r platz ist Civilpersonen nur in der Zell gestattet in welcher keinerlei mili t a i rasche Hebungen auf demselben abgehalten werden. — Zuwiderhandlungen werden nach Ma s gäbe der Lokal-Reglements vom 12. August 1887 bestraft." Hoffentlich versäumen die Berfas,er des demnächst erscheinenden Jiibiläumsführers nicht, die zahlreichen Fremden, die zur Universitätsfeier nach Giepen kommen werden, auf diese sprachlichen Sehenswürdigkeiten allerersten Ranges aufmerijam zu machen. Tun diese doch durch ihre Klarheit, Quellenmäßig leit (mUit a i risch) und Vielseitigkeit (Exer- e i e r - und Exer c i r platz) jedem zur Evitens dahr das roier hir in Giessen in der liechtStatt Hessens Wonnen!" Aus einer Zuschrift der Rekruten, die in dem „Rekruden"- Wagen hierherkamen, fei,übrigens mitgeteilt, daß der orthographische Fehler nicht ihnen zur Last fällt, fondern einem Malermeister, der ,ür sie das Schild anfertigte. ** Die Frühjahrs-Aussa atim Bollsbrauch. Der Landmann rüut feinen Pflug zurecht, und die Frühjahrsbestellung nimmt ihren Anfang. Das Erntewerk beginnt. Volkssitte und Boiksbrauch haben auch hierbei ihre Eigenart noch nicht eingebüßt. Der erste Pftugstrich wird in vielen Gegenden mit einem „In Gottes Warnen" eingeleitet. In der Oberpfalz, im Egerland und in Franken stellt man eine Schüssel mit Milch oder Brot mit Ei zwischen den Rädern auf bie Erde und fuhrt darüber hinweg, damit der Acker gute Frucht trage. Brot und Ei, „das Pflugbrot", wird den Armen geschenkt. In Westfalen ichneidet bie Hausmutter ein Brot auf der Mitte des Pfluges mitten durch und gibt eine Hälfte den Knechten, die andere den Zugtieren. Dem Thüringer Bauern werden beim ersten Ackergang die Taschen mit Krachen vollgepfropft, und heimgekehrt wird er samt seinem Pfluge von »er Bäuerin mit Waiier begossen. Der Donnerstag, als der Tag des Frühlings- und Erntegottes Donar, gilt noch heute als der beste Säetag. Mancherlei Bolksglauoe, d^r zweifellos aus der altgermanischen Zell stammt, findet sich bei der Aussaat selbst vor. Beim Säen bannt der Landmann, wie er meint, die Vögel dadurch von seinem Getreidefeld, daß er still,chweigend den Samen auspreut. Daher nimmt er wohl ein Stückchen Holz, einen Stein oder etwas Brot in den Mund. Sollen aber die Aehren nicht vom Brande heimgesucht werden, so raucht der abergläubische Säe- mann seine Tabakspfeife beim Ausstreuen des Samens. ** Die Presse in Hessen. Unser Großherzogtum besitzt in der Stadt Mainz die Mutter alles Zeitungswesens, denn ohne die Erfindung Gutenbergs gäbe es auch keine Zeitungen. Auch bei uns hat sich das Zeitungswesen recht kräftig entwickelt, denn in Hessen erscheinen heute neben 121 politischen Blättern 86 Zeitschriften der Fachliteratur. Von den enteren entfallen auf die Provinz Oberhessen 28, auf Starkenburg 61 und auf Rheinhessen 32 Zeitungen. Ihrer politischen Richtung nach sind 62 regierungsfreundlich. Davon 22 in Oberhessen, 29 in Starkenburg und 11 m Rheinhessen. Wildliberal sind 9 (Oberhessen 1, Starkenburg 3, Rheinhessen 5), nationalliberal 8 (Oberhessen 1, Starkenburg 3, Rheinhessen 4), freisinnig 4 (Starkenburg 2, Rheinhessen 2), Zentrum 9 (Starkenburg 3, Rheinhessen 6), sozialdemokratisch 3 (in jeder Provinz ein Blatt), em Organ des Bauernbundes erscheint in Oberhessen. Ihre Parteirichtung nicht angegeben haben m dem von uns als Quelle benutzten neuesten Zeitungs- latalog 28 (Oberhessen 2, Starkenburg 17, Rheinhessen 9) Wöchentlich einmal erscheinen von den mitgezählten Zeitungen 4 (Oberhessen und Rheinhessen 1, Starkenburg 2), 2 mal 38 (Oberhessen 10, Starkenburg 24, Rheinhessen 4), 3 mal 32 (Oberhessen 8, Starkepdurg 17, Rheinhessen 7), 4 mal 4 ije em in Oberhessen und Rheinhessen, 2 in Starkenburg), 6 mal 29 (7 in Oberhessen, 8 in Starkenburg, 14 in Rheinhessen), 13 mal wöchentlich erscheint nur eine Zeitung in Rheinhessen. Die Fachzeitschriften vertreten folgende Branchen: Baufach 3, Schulfach 3, ferner 3 Frauenzeltungen, Handel und Verkehr 11, Maschinenbau 2, Landwirtschaft und Viehzucht 9, Tekorationskunsl 6, Rechtspflege 7, Weinbau 5, konfessionellen Interessen dienen 6, je eine Zeitung besteht für Geschichte, Belletristik, Forstsach, Medizrn, Elsenbranche, Holz- handel, Kriegsivlssenschaft, Musik und Waisenschutz. X Münchholzhausen, 6. April. Nächsten Sonntag m 8 Tagen feiert der Landwirt Peter Kinzenbach von hier mit seiner Frau geb. Kern das goldene Hochzeitsfeft. Der Goldbräurigam steht tm 73. uno feine ®affin tm 71. Lebensjahre. Beide erfreuen sich noch geistiger Frische und der vollen Gesundest. kp Friedberg, 5. April. Der 22. hessische Oberlehrertag nahm heute unter äußerst zahlreicher Beteiligung seinen Anfang. Aus allen Teilen Hessens waren die akademisch gebildeten Oberlehrer hier zusammcngeströmt. Um 4 Uhr trafen die Teilnehmer in Bad-Nauheim am neuen Verwaltunas- aebäude zusammen, und von hier aus begann unter Leitung des Assessors Sprengel die Besichtigung der Quellen, Knr- und Badeanlagen, der neuen Waschanstalt und der Maschinengetriebe. Besonderes Interesse bot der Durchgang durch den 500 Meter langen F<.rnheizkc.nal. Abends fand im K.isinosaal in Friedberg eine Begrüßungsfeier statt, die zahlreich besucht war. Oberlehrer Prätorius hieß die Gäste, besonders auch die Herren aus den anderen Bundesstaaten, wlllkommen. Professor Beck-Mainz dankte der Ortsgruppe Friedberg für den freundlichen Empfang. Bei deklamatorischen und humoristischen Darbietungen nahm die Feier einen schönen Verlauf. Morgen mittag ist die Hauptver- fammlung. (Ausführlicher Bericht folgt.) sd. Darmstadt, 5. April. Erne lebhafte Auseinander- setzung entstand in der gestrigen Sitzung der Stadtverordnetenversammlung zwischen dem Oberbürgermeister und einigen Stadtverordneten einerseits und dem Stadtv. Rodnagel andererseits, der als Geh. Oberschulrat Referent im Ministerium m der Abteilung für Schulangelegenhesten tft. Als der Stadtv. Säng sich darüber beschwerte, daß noch allzuviel Lehrer st eilen noch nicht definitiv besetzt seien, während schon im vorigen Jahre die definitive Besetzung zugesagt wurde, erbat sich der Stadtv. Rodnagel den Schutz des Oberbürgermeisters in dieser Angelegenheit, mußte aber erfahren, daß auch der Oberbürgermeister mit der dermaligen Behandlung der Anstellungssrage durch die Regierung nicht zufrieden sei, zudem die Stadt Darmstadt besonders große Opfer bringe. Von verschiedenen Seiten wurde eine Aende- rung der betr. Bestimmungen deS Schulgesetzes angeregt und Stadtv. Rodnagel gab diese Notwendigkeit zu. k. Wiesbaden, b. April. Der bekannte Inhaber der Champagnerfirma Matthäus Müller, Müller-Gottschalk, ist heute früh das Opfer eines RevolverattentatS geworden. Er ist von einem Angestellten des Hauses namens Bouffier durch mehrere Reoolverschüsse schwer verwundet worden. Bouffier war über 22 Jahre bei der Firma als Buchhalter beschäftigt und hatte sich großer Beliebtheit bei seinen Chefs erfreut. Aus bisher nicht aufgeklärten Ursachen erhielt er jedoch plötzlich seine Entlassung. Aus Verzweiflung un d Ver b i t t er im g hierüber hat er das Attentat begangen. Zur Kauaisteuerfrage sind uns eine ganze Reihe Einsendungen auS unserem Leserkreise zugegangen, von denen die nachstehenden hier wiedergegeben seien: Erwiderung. In dem gestrigen „Zur K a n a l ft e u e r- betitelten Artikel, der offenbar in gewaltigem Zorn gefchrieben worden ist, sind einige Irrtümer, die eine Widerlegung geradezu herausfo^dern. Nicht der Hausbesitzerstandpunkt hat die Herren Stadtverordneten veranlaßt, die Erhebung eines einmaligen Beitrages zu den Kanalkoslen abzulehnen, ebenso auch die Erhebung der laufenden ilanalgebüliren von dem Hausbesitzer allem, sondern die Ansicht, daß die Kosten für allgemeine Vorteile einer städtischen Einrichtung auch von allen, die einen Genuß davon haben, zu tragen sind und die Erwägung, daß die innere Einrichtung im Haüse dem Hausbesitzer schon Ausgaben auferlegt, die wahrlich hoch genug sind. In vielen Häusern betragen die Kosten für den Hausanschluß an bie Kanalisation 1000 All. und darüber. Wäre hierzu bie einmalige Erhebung eines Beitrages von ivieber gegen lOuu Mk. gekommen, so würbe es manchem Hausbesitzer schwer fallen, das Gelb aufzubringen, namentlich wenn auch noch ein anderer Poften „Straßenbaukoften" in der Luft schwebt. Tas hätte für viele gegen 3000 Alk. und mehr ausgeniacht. Wie in der Stadtverordneten - Versammlung richtig bemerkt wurde, ist der Kanalbau eine Anlage für bie Gegenwart und die Zukunft. ES ist darum finanzwirtichaitlich durchaus richtig, die hohen Kosten nicht allein der durch die bieiigen besonderen Verhältnisse schon stark genug l elafteten Gegenwart auiznerlegen. Durch Erhebung der Kanalgebuhren, ivie beschlossen, werden die Kosten von den uns nachfolgenden Generationen mit aufgebracht. Ter Herr Einsender schreibt: .Nach dem Emkonimen eures leben soll man bie Kanalsteuer bemessen, nicht nach bem Wert semer Wohnung." Er scheint babei als Gegner immer nur an bie Hausbesitzer zu denken. Wie viele ober besser gesagt, wie wenige Häuser sinb beim remes Eigentum bes Inhabers? Dennoch soll ber Inhaber zahlen. Daun fragt er: »Soll nun ber Mieter, ber infolge- dessen (b. h. weil er eine größere Wohnung mietet, als er sie für sich braucht) Aftermieter halten muß ober aus anberen Gründen Pensionäre zu sich nimmt, deren Teil Kanalsteuern auf bie Miet« schlagen?" Sonderbare Frage! Soll beim ber Hausbesitzer die Kanalsteuer für bie Afterrnieter bezahlen, bie seinem Hause keinen Vorteil, solidem durch stärkere Abnutzung ber Wohnung, größere Unruhe im Haus, stärkeren Wasserverbrauch nur Lasten bringen? Es zieht hier mancher Bieter burch Aftervermietung größeren Gewinn aus einem einzigen Stockwerk als ber Besitzer aus seinem mehrstöckigen Hanse. Auch hat er kein so großes Risiko als der Hausbesitzer und sogar weniger — Aerger. Ter Herr Einsender möge sich nur einmal genau unterrichten über bie Lasten unb Unannehmlichkeiten eines Hausbesitzers; bann mag er ruhig ben Mieteroerein gründen, vielleicht nimmt er bann in das Statut einen Paragraphen mit auf zum Schutze — der ivemg benetbensroerten Hausbesitzer. -1- * In der gestrigen Stadtverordnetensitzung wurde der meines Erachtens unüberlegte Beschluß gefaßt. Die Kanalgebühren einfach von den Mietern zu erheben, indem man 5 Proz. Der Wohnungsmiete zuschlägt und dies als besondere Kanalgebühr-Steuer ein* * treiben will. Sollte dieser Beschluß Gesetz werden, so werden, das glaube ich ganz bestimmt, die Herren Hausbesitzer am allerwenigsten Freude daran erleben! Es werden eine ganze Menge pensionierter Beamten, Offiziere rc. einfach von Gießen fort« ziehen. Kleine Beamte, Arbeiter, Gewerbetreibende, die keine Häuser besitzen, werden einfach in die umliegenden Orte ziehen und die Herren St^dtrclle können an den vielen leeren Wohnungen in Gießen das Rcsuftat ihres famosen Gesetzes erkennen! Wie gerecht diese Steuer wirken wird, haben sich die Herren wahrscheinlich gar nicht klar gemacht, denn sonst hätten sicher viele nicht dafür geftimmt*! Nur einige Beispiele will ich anführen : Eine arme Witwe, die keine Unterstützung annimmt und sich kümmerlich mit Zimmervermieten ernährt, soll jetzt 30—50 Mk. Kanalsteuer bezahlen. Der Geschäftsmann, der gezwungen ist, einen Laden zu mieten und hierfür 1000—2000 Mk. Miete bezahlt. Denen Geschäft vielleicht aber auch erst ebensoviel Reinertrag^ abwirft, soll von Diesem bescheidenen Einkommen noch extra 50, 100 und wehr Mark Kanalgebühren entrichten — das ist einfach unmöglich. Ich möchte Den Herren deshalb dringend ans Herz legen, ihren Beschluß zu reoiDieren, damit untere Stadt, und nicht zuietzt die Hausbesitzer, vor großem Schaden bewahrt bleiben. A Mit Staunen las ich gestern abend den Bericht über die Stadtverordnetenversammlung. Mit Ausnahme von drei Herren, Die ihre Ausführungen im Sinne der Allgemeinheit machten, han- Deiten die meisten andern nur als Hausbesitzer. Herr Gabriel moajte sich überlegen, ob die von ihm vorgeichlagene Skala, Die alles bis jetzt D^gcwesene übertrumpft, wirtlich luert war, Überhaupt in Erwägung gebracht zu werden. Weicher Arbeiter zahlt eben iwch bis 250 Alk. DJiiete, keine 10 Prvz.: sie zahlen alle resp. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei unserem schweren Verluste, sowie für bie zahlreichen Blumen- svenden und für die liebevolle Pflege der evangeuschen Schwestern sagen innigsten Dank Die trauernden Hinterbliebenen. In deren Namen: 2427 H. Sauer und Familie. LM L GieM ; einsach &ie rS".y wird, habest ÄJ* erftü« l ^{{SL-2000 ft V !^AS- LstzK , c,^ M- io'M’ Uh6 fr)« WÄ.» > , ....H iatere z Ch ^rO! ” «tue« YZ> I»c ÄiÄ. KöK •584; <35 Ä'Ä?“ /«Sei den 64,: I > "t mÄ ' r* b-™-51 ’ bl besonders "wurde em-Aend^ SK?-***’ “““'«-•ottH.i; «'Doloetattentait ten beg Hauffs namtn,1 1 schwer verwund«, I1>rt b-i dir Firma oll L großer Beffeblhut bti I )t ausgeklürlen Ursch° \ "g- ^uS '■Berjroeiflun: Attentat begangen, I age raus unserem Leflckeii I Vtt wredergegeben sein euer* betitelten älrtild >en worden ist, sind ernte i i herausiordern. die Herren Liadtve«^ maligen ÄeitrageS zu le '■ : ILrhebung der laujenöi Ilern, sondem die Aiisic ’ lile einer städtischen & Äennß davon Haden,; ie innere ^tnrichtmig r n auferlegt die roobik ' ragen die Kosten für itn llif. und darüber. ! träges von wteöer gegen i chein Housbesttz/r iflro« ich wenn auch nvch tm : Lust schwebt. Lai Mi gemacht. immlung neblig beme: x die (Stgenroati unD h Hid) burdjaus richtig,li h öi« Hiestgen befoti" ©MflllOatl (XXXWr t schlossen, twfct; ■Wien mit au/..- Einkommen ein«0 nach dem Wett sw« immet nur an W1 J -saat, wie wenige PL- - ? Dennoch soll der v- ; ber Mieter, btr i«W L ma mietet, als er sie - ^i er aus anderen Sm- inalfleuetn aui bte -x benn der HausdeM - d,e seinem Hause s ng der Wohnung, ZSch Frankfurter Börse . 101.80 96.80 220.60 Bricfkcrften Oer Uedaktion. 2444 2445 Curschmann. Qualitäten bet Emil Fischbach lL'/. 12067 126.50 139.90 . 6. April. 1.15 Uhr. Elektriz. Lahmeyer . . Elektriz. Schnckert . . Escbweiler Berit werk Gelsenkirchen Bergwerk Börse, 6 . . 176.25 . . 136.70 . . 229.50 . . 75.50 . 145.30 Berliner Handelsges Darmstädter Bank Deutsche Bank . Deutsch-Asiat. Banki . Diskouto-Kommandit. . Dresdner Bank . . Kreditaktien . . . . Baltimore- und Ohio- Eisentahu . Gotthardbahn . . Lombard. Eisenbahn . Uesten. Staats bahn . . Pnuce-Henri-Eisenbahn April. Anfangskurse. Harpener Bergwerk. Lanrahütte • - Lombarden E. B. Nordd. Lloyd . > • Türkenlose . 3^e/e 3% •Wlo 3% 3K°f0 Beichsanleihe do. Konsols do. Hessen (Auounme Einseudungen bleibe» nuberückflchtigt.) Vermieter in G. Verbringt der Mieter m bie von ihm gemieteten Räume Gegenstände, deren Verbleiben in denselben einen versteigert werden. Großen-Buseck, am 4. April 1907. Großh. Ortsgericht Großen-Buseck. Schwalb. 4 XA °i0 russ.Staatsanl. 1905 4^° o japan. Staatsanleihe 1 ?0 Conv. Türken von 1903 Tttrkenlose..... versteigert werden. Großen-Buseck, am 4. April 1907. Grosth. Ortsgericht Großen-Buseck. Schwalb. Uiiiveriitäts«'21ad?rid)ten. Der Würzburger Universttätsproiessor der Augenheil- funbc. Orü, lehnte den Ru' nach S trän bürg ob. 3/4°Io Oberhessen . . . 4 96 Gesten. Goldrente. . 4l/5°6 Gesten. Silberrente 4 % Ungar. Goldrente . . 4% Italien. Rente . . . 3?6 Portugiesen Serie I . . 159.30 136.90 . 230.20 . 169.75 . 172.90 . 145.80 . 213.90 . 27 60 . 142.30 . 136.- Fimmel immer noch verbSltni'SmSßig sehr schöne und warme Frühlingstage genießen, kommen auS dem südwestlichen Europa Meldungen von neuem Winter. In ganz Miltelfrankreich herrschten heftige Schneefälle am 4. d. Mts., und ferner herrschte an der ganzen spanischen Küste starkes Schneetreiben: dort sind Nachtfröste einqetreten, die an Früchten und jungen Gemüsen Schaden anrichteten. • E i n netter Druckfehler findet sich in der Heimatkunde von München und Umgegend, die in der Volksschule einqesübrt ist. Es beißt da bei der Beschreibung des imposanten Siegestores: .Auf dem Tore steht ein 51/. Meter hohes Standbild, die Bavaria, auf einem von Löwen gezogenen Viergespanns In München geht eben nichts ohne Bier! * Kleine Tageschronik. Au? Eob lenz wird berichtet, daß ein au? Irankstirt stammendes Liebespaar (ich im SRhem ertränkt hat. Tie Le'cken wurden bei Rhens geländet. — In Karlsdorf ('Baben) hat die Feststellung eines Defizits im dortigen R a i s f e i s e n - V e r e , n große Erregung hervor- aentfen. Angeblich aus Mißerfolgen bet den Geschälten der dem Verein angegliederten Tabaks -Genossen schalt erwuchs ihm ein ungeheures Defizit, das nunmehr durch eine Umlage aui die einzelnen Vereine gedeckt werden soll. Roch bestehen Zweu'el darüber, ob nur die Mitglieder der Tabaks-Genossenschaft oder sämtliche Vereinsmitglieder herangezogen werden sollen — In Baran o w i h bet Soraü Schief.) ist in einem Arbeiter-Wohnhau'e das Deckengewölbe einqestürzt, wobei eine Witwe mit ihrer 40jäb- rigen Tochter und einem 13jährigen Enkelsohn veischüttet und g e - tötet wurden. — Die 15 jährige Richte des Kommer.ztenrats Steinthal, Elle Levy, welche bet dem gemeldeten Berliner Autoinobilunlall schwere Verletzungen davongetragen halte, ist ihren Verletzungen erlegen. — Ein zweiter S i m p l o n t u n n e l soll demnächst gebaut werden. Ter Stollen dazu ist bereits vorhanden. Im Juni wird der Bundesversammlung zu Bern das Kredu- begehrcn im Betrage von etwa 28 Millionen zugehen. — Em Telegramm aus Portsmouth meldet: Aul dem S ch l a cd t s ch t f f Dreadnought ereigneten sich während der letzten Vermchs- lahrten zwei K e s s e l r o h r e x p l o s i o n e n. Tie erste, tut Goli Arauci, machte einen Kessel lür den Rest der Wahrst unbrauchbar: die zweite ereignete sich aul der Heimreise vor Trinidad -rre> Heizer ivurbeit schwer verbrüht. — In Bad Mergent hei m wurde eine neue Heilquelle entdeckt, die nach dem König von Württemberg .König Wilhelm-Quelle" genannt werden soll. — Eine teilweise Grenzsperre wegen der MetzerV o ck e n - epidemie wurde von den Regieriingen Frankreichs und Murern- burgs verhängt. Die Metzer Reisenden diirlen nur bie ÖJrenje überschreiten, wenn sie vorher frisch geimvlt worden sind. Bet einer weiteren Ausbreitung der Seuche will man zur vollständigen Quarantäne schreiten. — Set Schwarza (Thür.) überfuhr em aUq die 17 jährige Tochter und das 4 jährige Löhnchen des Muhlen- besitzers Nestler. Ter Zustand der Geschwi'ter ist hoffnungslos. . 131- . 113.30 . 230 50 . 199.20 . 208.70 . 223.- auferfegt Beleidigung eines Schutzmannes. Ein hiesiger Kau fm a nn war einmal von einem Schutzmann angezeigt worden, weil er bei Glatteis auf dem Trottoir geschliffen hatte. Seit dieser Zeit hatte er es auf den Schutzmann gefaßt und rief ihm immer „Schleifer" und „Prosit Rcusahr" zu. Eines Abends bemerkte derselbe Schutzmann, als CT in einem CasS Feierabend bot, daß der Kaufmann einen Hund bei sich im Cafe hatte. Da dies verboten ist, teilte er ihm mit, daß er ihn zur Anzeige bringen werde. Aus Aerger hierüber hetzte der Kaufmann feinen Hund auf die Schutzleute. Bei dem Verlassen deS Lokals hielt er dem Schutzmann sein Zigarrenetui bin und bot ihm eine Zigarre an. Tiefer lehnte es jedoch ob, sich eine zu nehmen. Daraufhin rief der Kaufmann mit lauter Stimme zu den Anwesenden: „Sehen Sie, meine Herrn, diesen armen Menschen, diesen armen Staatsbeamten, wie er mich um eine Zigarre anbettelt". Mit Rücksicht auf die Schwere des dem Schutzmann gemachten, völlig aus der Lust gegriffenen Vorwurfes wurde der Angeklagte, der vom Erscheinen in der Hauptverhandlung entbunden worden war, da er sich zur Zeit in Heidelberg aushält, zu einer Geldstrafe von 30 Mk. event. 6 Tagen Gefängnis verurteilt. Auch erhielt der Beleidigte die Publikationsbefugnis zu- gesprochen. Ein teurer Hase. Eines Morgens fanden einige Leute auf dem Felde tn der Nähe von Heuchelheim einen zu Todeerschöpften Has t n. Als sie näher zusahen, bemerkten sie, daß er firn in Drahtschlingen verfangen hatte. Während sie mit dem Hasen weiter gingen, begegnete ihnen auf ber Straße ein Junge, ber Sohn eines borstigen Spenglers und rief: „Ach ben wollten wir uns ja braten!". Der Verdacht fiel auf dessen Vater. Nach anfänglichem Leugnen gestand er auch zu, mehrere Drahtfchlmgen on dem Gartenzaun befestigst zu haben. Er habe dies iedoch nur getan, um das Raubzeug abzuhalten, nicht um Hafen zu sangen. Er erhielt wegen Jagdvergehens eine Geldstrafe von 4 0 M l event. 8 Tagen Gefängnis. Hofreite- und Mobiliai-Versteigerung. Mittwoch, den 10. d. M., vormittags um 9 Uhr beginnend, sollen die zum Nachlasie der verst. Karl Wallen,tem Eheleute dahier czehöriqen Hofreiten bestehend in 2 Wohnhäusern mit Stallung, Schlachthaus und Laden, in welchem seit vielen Jahren eine Metzgerei mit gutem Erfolg betrieben worden ist, ferner alle zum Metzgereibetriebe gehörigen Werkzeuge und Gegenstände, 1 vollständige Ladeneinrichtung, Ladentheke mit Marmorplatte, Eisschrank, Dezimalwage mit Gewichten; mehrere vollständige Betten, Kleiderscyränke, Sophas, Kommoden, Schränke, Tische, Stühle, Spiegel, 1 Sekretär, 1 Regulateur, Kleidungsstücke, Weißzeuge, Porzellan, Glaswaren, Gold- und Silbersachen, Nippsachen, Küchengeräte und vieles andere, meistbietend gegen bare Zahlung 96.50 85.65 96.60 85.60 94.90 95 10 99.30 98.80 94.55 10-’.75 67.20 6810 90.60 92.50 93.60 141.— Griech. Monopol-Aul. 50.80 4% äussere Argentinier . 85.30 3°/0 Mexikaner ■ • 65.70 4>st70 Chinesen . . Aktien Bochum Guss . . . Buderus E. W Tendenz: fest. Berliner Canada E- B. . • • Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . Dortmunder-Union C. Dresdner Bank . . Tendenz: fest. Telefonische Kursberichte des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie. Glessen. Arbeiterbewegung. Magdeburg, 5. April. 80 "Arbeiter der Maschineusabiik Buckau, früher H. Röhrig L König, legten heute die Arbeit niebAa mbnrg, 5. April. Wie hiesige Blätter Mitteilen, wurden heute im Haien und ans den Schiffen Flugblätter verteilt mit der Unterschrift -Das Exekntivkornitec", in welchen die deutschen Arbeiter aufgefordert werden, die für bie englischen Arbeitswilligen bereitqefteUten K as e r ne n sch if f e s ch l e u n i g st zuverlas s e n, da diese in den nächsten Tagen in die Luft fliegen wurden. Tie Leitungen legen dem Vorfall nur die Bedeutnng einer nicht ernst gemeinten Trohiing bei. - Tie Vorstände deS Vereins Ham- biirger Reeder und des Schiffsmaklerverems beschlossen, ihre Mst- alieder nm Zeichnung eines Garantlefonds in Hohe von 500000 Mk. zur Deckung des durch den Ausstand der « ch a u e r l e n t e entstandeneil Schadens zu ersuchen. Von diesem Garantlefonds ollen die Reeder 400000 Mk. aufbringen im Verhältnisse zu ihrer Tonnage. t , M unchcn, 6. April. Beim Vorstand des allgemeinen deutschen Arbeitgeber-Verbandes für das S ch u e i b e r g e ro e r b e ist vom Hanvtoorftand der christl. organisierten Gehilfen em Annäherungs- vorschlag einaclauie». Mühlen-Versteigerung. Samstag, den 13. d. M., nachmittags um 3 Uhr, soll auf hiesigem Rathause die in hiesiger Gemarkung gelegene Scheidemühle mit guter Wasserkraft, in welcher eine oute Kundenmüllerei betrieben wird, mit etwa 20 Morgen Acker und Wiesen, freiwillig meistbietend unter den bei der Versteigerung noch näher bekannt zu gebenden Bedingungen Bekanntmachung. Am Montag, den 8. April ds. IS. nachmittags 2V, Uhr wirb im städtijcbcn «oipital, SclterSweg 11, eine Partie Mobcl, Küchengeräte, ttleidcr, Wäsche und Wcmzcug tifferstlich meistbietend versteigert. Giegen, den 4. April 190/. Armcnami. Märkte. Wicken 6 April. Alarktbericht. An' heutigem Wochenmarkte kosteten: Butter pr. Pfd. 1.00-1.10 Mk. Hühnereier 1 St. 6-7 Vfg.. 2Stck. 00-00 Psg.. Gänseeier 00-00 Vfg., Enteneier OPg., Käse pr Sick. 6—8 Pf., Käsen,atte 2Sick. 5-6 Psg., Erbsen p.Pfd. 18-24Pst^ Linsenv.Psd.25-4OPsq., Tauben pr.Pr.0,80-l,00Rlk., Hühner pr.Sl. 1 00__i 60 Alk., Hähne pr. Stück 0,80—1,80 Mk., Enten pr. Stuck 1 80—2'20 Mk., Gänse vr. Pfd. 00-00 Psg., Lchsensteisch pr. Pfd. 82-88 Pfq., Kuh- und Rindfleisch pr. Pfwid 80-82 Pfg., Schweinefleisch vr. Pfund 70-80 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen pr. Pfund 84 Psg., Kalbfleisch pr. Psd. 80-84 Pfg., Hammelfleisch pr. Pfimd 6t—84 Pfg Welsche per Pfund —.— Kartoffeln pr. 100 Kg. 7L0—8,—Mk.^ Zwiebeln pr Ztr. 5,00-6,00 Alk., Rlilch per Liter 20 Pfg., Aepfel per Zentner 20 bis 2o Alk., m Korben 00 Pfd , Rüsse 100 Stück 50—00 Pig., Birnen per Pfd. Mk.0.20—0.2o, per Ztr. 9—15 Mk., Weißkraut per Stück 15—30 Pfg., per Zentner Mk. 0.00—0.00. — Marktzelt 8—2 Uhr. fc Frankfurt a. föL, 5. April. Heu- und Stroh- markt. Man notierte: Heu Mk. 3.20 bis 3.40, Stroh Mk. 3.00, bis Mk. 3.10. Alle? für 50 Kilo. Tendenz fest. Hamburg-Amerik. Paket!. 137.— Harpener Bergwerk. . . 208.50 Lanrahütte...... 224.50 Nordd. Lloyd.....12^.70 Gbeischles. Eisen-Industrie 109.75 l^o^nung^n0 7:3inmtcrrL 5 Wohnungen von 5 Zimmern, 4 Wohnungen von 4 Zimmern, 2 Wohnungen von 2 Zimmern, 4 möblierte Zimmer, 2 Werkstätten. Zu mieten gesucht: 40 Wohnungen von.1—7 Zimmeru. Oelfarben in allen Nüancen, rasch und bart trocknend, sowie alle Materialien zum Anstreichen und Wichsen der Fußböden in hervorragenden (Schote auf die diesjährige Loheinte der Gemeinden Dorlcholzhausen---69, Ebm:sgöns — 90, Groh-Nechten- bach — 120, Hochelheim - 30, .Kletn-Nechtenbach — 30, Lützellinden — 90, yiiebertlecn — 30, Oberkleen — 300, Reiskirchen = 1Ä, Bolln- lirchen — 120, Volpertshausen — 45 und Weidenh amen — 75 Ztr. iinö oerfchlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen bis zum 13 d M., vorm. 10 Uhr, zu welcher Zeit Eröffnung errqlßt, biet- her einäureichen. Die VerLaufsbedingungen können hier eingesehen ^b^^^Groß-Rechtenbach, ben 2. Avril 1907. Das Bürgermeisteramt._______________ , . Der Vermieter kann in diesem Kalle ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist kündigen, d. h. sofortigen Auszug deS Mieters verlangen. VorailSietziing ist dabei, hast ungeachtet einer Abmahninig durch ben Vermieter der vertragswidrige Gebrauch von dem Tlietcc fortgesetzt wird, und daß dadurch die Rechte des Vermieters in erheblichem Maße verletzt merben; dies trifft insbesondere zu, roenn der Mieter durch Veniachlässigung der ihm obliegenden Sorgfalt die Sache erheblich gekährdet. derartiges dürfte im vorliegenden Falle anzmiehnieii sein. Wenn dem Mieter nicht gehörige Gegenstände mit oder ohne sein Wißen in die von ihm gemieteten Ränmlichkeiten verbracht werden, so trifft den Vermieter hierfür keinerlei Verantwortung; er haftet auch insbesondere nicht für cm etwaiges Abhandenkommen derselben. Anders ist dies jedoch dann, wenn Sie ausdrücklich die Pflicht uir Aufbewahrung übernommen haben. § 688 ff. B. G.-B. Wenn die Verwahrung u n e n t g e 111 i ch ^erfolgt, bann haben Sie nur für diejenige Sorgfalt ei muff eben, die Sie in Ihren eigenen Angelegenheiten aiiwenden, tonn Hasten Sie für j e b e 6 Verschulden. § 690 B. G.-B. W. in Gießen. Am 11. Februar d. I. haben Sie, nachdem Sie Ihre Wohnung zum 1. Avril gekündigt hatten, einen neuen Mietvertrag gegen einen Mietzins von 4n0 Mk. abgeschlossen. Ihre Abstcbt ging wohl dahin, ban bie’er neue Vertrag am 1. April d. I. in Kraft treten tolle, an welchem Tage der alte Mietvertrag ablief. 6me rückwirkende Krast des Vertrages vorn 11. Februar nut erhöhtem Tlietprctfe mürbe nach Ihrer Angabe nickst ausdrücklich vereinbart. Demgemäß dürste annmehincn fein, daß Sie nur 90 Mk. für das 1. Quartal 1907 zu zahlen haben. Die Entscheid buna wstd im wefentlichen davon abhanaen, daß Sie event. beschwören können, daß Sie dnrch denVertragschlnß vom ll. ^ebr. 1907 beu früheren Beitrag nicht a n f h e b e n, sondern daß Sie erst nach A b l a n f des alten Vertrages in das neue Mietverhältnis em- netcn ivcIHcn. Kiesiencr Wetterdiettst. ynrau6fld)tlid)C Witterung tflr Hcsfcn am Sonntag den 7. Avril: Meist trüb. Geringer Regen. Etwas wärmer. Mäßige südliche Winde. tädtischer WsHnnngsimchiveis kiestn Garteustranc 2, Zimmer 2. IGeschästsstunden von 8—1 und von 3-0 Uhr.) 3% Portugiese!! „ III knflrGtt ntfe 300 Mk und darüber ausgeben, und dafür soll et ' W 20 MI KanalLften zahlen? Einsender dieses zahl e^n - iebwNch 18 84 Mk. städtische Steuer, und für bie Kvnalnatwn . 20 Mk Bc rag: großartig. Denn dann Herr Eichenauer memL in Gießen seien t>:.e Mieten furchtbar gedruckt unv ,. 0 Mächte ich ' i?m r-ten einmal Nachfrage zu halten m tfybeiterTreifen, tn denen 1 Är fast ein Viertel seines Einlommens als Miete zahlen muß Iel t find sSmt iche Dobnungsmieten ganz raprd gestiegen, 2—3 Mark für Ncine Wohnungen. Rach icdem Umzug steigen die Preise 7mmer wieder. Der Hausbesitzer hält sich ganz beionders rn bie Heincrfn Wohnungsmieter, denn er weitz ganz genau, bafe er es bekommt, was er fordert, weil ein Mangel an kleinen ^^oHcut ich ist der Stadtvorstand doch so einsichtsvoll und wird d-n sehr gedrückten Arbeiterstand gänzlich mit Beiträgen für Kanalisations^wecke verschonen, denn das Heranziehen zum Zahlen L.-ior t fthan brr Hau^beiincr. Ein Arbeiter.___ Schöffengericht Gießen. Gießen, 5. April. Lottericvergchen. Ein in Breinen wohnhafter Lotteriekollekteur schickte einem hiesigen Reisenden Lose einer in Hessen nicht zu- gelassenen Lotterie zu. Da der Reisende wegen Unterschlagung flüchtig ging, wurden die für ihn ankommenden Briepchaften beschlagnahmt und so bekam die hiesige Staatsanwaltschast Kenntnis von der Zusendung der Lose. Der Angeklagte, der schon über dreißig Mal wegen Lotterievergehens bestraft ist, bestritt, sich einer strafbaren Handlung schuldig gemacht zu haben. Er habe in Bremen mit dem Reisenden den Vertrag geschlossen, diesem Lose für sämtliche Klassen der betreuenden Lotterie zu liefern. Er habe durch Zusendung der 2ehe nur feiner Vertragspflicht, zu deren Erfüllung er zivtlrechtsich hatte gezwungen werden können, genügt. Eine Verletzung des Art. 2 des hessischen Lotteriegesetzes, das ein An bieten der Loie zum Erwerbe verlange, könne hierin nicht liegen Denn erworben hätte der Reisende vertraglich die Loje in Bremen: dort hätte er sie auch für die ersten Klassen erhalten. Dies sei nicht verboten. Tas Gericht hielt den Beweis, daß der Angeklagte sich eines Lotterievergehens schuldig gemacht habe, nicht für angebracht und fprach ihn daher frei. Ein angenehmer Kollege. Ein G a st w i r t aus L. fing in ber Wirtschaft eines Kollegen einen Wortwechsel mit ben übrigen Gästen an und suchte mit ihnen Händel. Da es zu einer Schlägerei zu kommen drohte, suchte der Wirt den Ruhestörer zu entfernen. Nachdem er mehrmals zum Verlassen des Lokals aufgeforbert worden war, ging er endlich weg. Plötzlich war er wieder an der Türe und trat mit dem Juße bie Türfüllung ein. Außerdem hatte er sich mit einer Latte versehen und schlug damit durch die halb geöffnete Türe seinem Kollegen wuchtig auf den Arm. sodann verübte er noch auf der Straße in erheblichem Maße ruhestörenden Lärm. Auch warf er der Wirtsfrau, die ihn beruhigen wollte, die gemeinsten Schimpfwörter an den Kops. Nachdem er in der heutigen Verhandlung zunächst alles in Abrede gestellt hatte, beauemte er sich zum Schlüße zu einem Geständnis. Mit Rücksicht auf die an den Tag gelegte Roheit und Brutalität des Angeklagten glaubte das Gericht von einer Geldstrafe absehen zu müssen und verurteilte ihn wegen Körperverletzung im Sinne des § 223, 223 a, 228 Str.-G.-B. zu einer Gefängnisstrafe von vier Wochen, wegen Sachbeschädigung itz 303 Str.-G.-B.) zu einer Geldstrafe von 20 Mk. event. 4 Tagen Gefängnis und wegen Ruhestörung zii einer Geldstrafe von 10 ?JZf. event. 3 Tagen Hast: außerdem wurden ihm die Kosten des Verfahrens einschließlich der dem Verletzten als Nebenkläger erwachsenen notwendigen Auslagen Bekattutmachuttg. «r>aö der Armenkasse Gießen gehörige Haus Maigafsc 7, zum Allcinbewohnen geeignet, ist zum 15. April 1907 neu zu vermieten. ~ .. .___ Gießen, den 3. Avril 190/. . Tie Armen-Teputation der Stadt Gtetzen. „ Curschmann. B® /< Vermischte». • Nachwinter. Wahrend bei un5 zu Lande ein , ....... ______, «erinaeS Sinken der Temperatur zu verzeichnen ist unter I graben fürTte Wohnung mit sich bringt, so ist hierin ein verständigem Steigen de§ Barometers, während wir bei bedecktem! tragswidriger Gebrauch nn Sums des § oo3 B. O.^. zii etbltcen. Mriginal-Oraktinelduttgen. London, 6. Avril. Arn 6. Mai treffen hier 150 Franzosen au§ Paris und verschiedenen Provinzslädten ein. Dieser Besuch ist von dem Verbände des internationalen Handels m London organisiert word-n z>l dem Zweck, bessere Handelsbeziehung e n zwiichen den beiden Ländern herbeizuführen. Arn Tag« der fÜnkunst der französischen Gäste findet ein großes Bankett statt. Verschiedene Minister, die auS Anian des KoloniackongreffeS in London weilen, werden an dem Danke« teilnehmen. Arn 15. Mai werden die französischen Gäste vom König empfangen werden. Paris, 6. April. Ter Abg. PressensS hat den Minister beä Aeußern, Picbon, benachrichtigt, daß er ihn nach dein 'lijieber- zusammentritt der Kammer über die Haager Friedenskonferenz interpellieren werde, um Auskunft darüber zu erhalten, ob die französische Regierung beabsichtige, den Vor- chlag England? betr. die Abr ü ftung äh unter ft ü tzen oder eine widernatürliche Allianz mit D e u t s ch l a n d und Rußland einzugehen, um den AbrüstungSantrag im Haag zum Scheitern zu bringen. Tr 0 ppau, 6. April. Der aus Graz fommenbe Personen- z u q fuhr infolge Versagens der Bremse bei der Einfahrt in den biefiaen Bahnhof mit großer Kraft auf den die Einfahrtsgleise abschließenden Prellbock. Mehrere Wagen wurden stark bc^ schädigt, ein Reisender tätlich und neun mehr oder mmber chwer verletzt. . x , 9)1 0 § f a u, 6. April. Ter Akadenne-Senat beschloß, wegen der renitenten Haltung der Studentenschaft die Universität am 13. Mai zu schließen und kemerlei Eramina abzuhalten. New york, 6. April. Ein Orkan hat die Brücke in Alexandria im Staate Louisiana zerstört, wobei eine Anzahl Personen u ms Leben kamen und viele verletzt rourben. Ferner rourben über hundert Häuser durch den geroaltigen Sturm demoliert. __________ Ms-1 Uhl - Dai Infanterie o. lorps, wurde zur Tispositr Kommandeur 13. 'üimeeU' v.(teoy\ V ernannt. E zu den Os o. Uslar, von Ulm, fanteriebrig Spmmanöei v. Salisch ils General direkte Reich die konserva Richlung al den ©teuere, dativ-liberale " Von ^rzog haben amtmanns D tzlied des vt HGrl sehende Leh schürf. 3), M.S( fk .Slnjeifl^ XJ ür r (Di h, «tadtvewl «enverjammli £ z" Stelle °er Beit des f Aerer Ctadt ‘ S&flg Mpen" dq? Aminen iOfl ^..^usangsdr JS durchaus TS/M 5»Ö t Ä.® schicht >al 3,11 et » A> ®*,8r$ big 5 b« « M» W «leit mit 8« He Sleuerf»« » ‘“J? iiürzen werd? M®ein dai Mpruch 5e9' Einkommei sind fast noch, den Sonieröati viel mehr hm rotnn die me nnberührt blei Die Weh wird, ja wohl tragsjähig'eu mal Detrounid Steuer schm der richtige Z denden schemt trüge der Zni die Betriebe i segnete Jahr« ftatl zu Bert« deren Lösung Bülow kann Eintritt 40 Pfg, Anfang: 4 Uhr. • empneiuu Emil Fischbach. 2395 ärztlich emp'oljlciicn Kainit 2364 unter Gehaltsgarantie. C. C. Pfeiffer, Walltorstr.71. Lassen Sie fiel) nicht durch audereReklamen beirren! Grane Haare Kopf unö Wart, erhalten ihre natürliche Farbe in kurzer Zeil waschecht nur wieder durch den Wein-Verkauf Job. Brcuning dk Co., Wein- gutsbesitzer, empfiehlt Weifiwein Qu von 45 Pfg. an. Notwein „ „ 60 „ „ Niederlage: Karl Jekel Marburger Sir. 25 02054 unter Leitung ihres Musikdirektors Herrn C» Kransse Gesellschaft „Atoca“. Wir beehren uns hiermit, Freunde und Gönner zu der Sonntag, den 7. April, abends Th llbr im Bereinslokal Zum schwarzen Walfisch, Brandgafie 3 statt findenden = Abend-Unterhaltung = bestehend auS Konzert u. humoristischen Vorträgen, ganz ergebenst einzuladen. 0*2260 Eintritt frei. Der Vorstand. Neuer Saaäbau. (Steins Garten) Sonntag, den 7. April Grosses Konzert ausgeführt von der Kapelle des Grossh. Hess. Inf.-Regts. Kaiser Wilhelm Nr. 116 Gartenmöbel, Rollschutzwände, Eisschränke, Eismaschinen, Gas-, Spiritus- und Petroleum- BCocher, Fliegenschränke. „Heinzelmännchen“ X lieber EtuerungsersparniB. August KröBB, Seltersweg 12 Haus-, und Küchen-Geräte-Magazin. 2387 la weiße Kernseife bei 5 Pfd. 29 Pf., bei 10 Pfd. 28‘/2^f. la gelbe Kernseife bei 5 Pfd. 28 Pf., bei 10 Pfd. 27-/. Pf. Jäkel) Maternus Elke Klinik- «.Frankfurter Str. _________Telephon 337. 12100 .Alle Sorten ^Gemüse-Konserven Obst-Konserven 2? Philosophenwald Sonntag, den 7. April 1907 Grosses Konzert ausgeführt von der Kapelle des Inf.-Regts. Kaiser Wilhelm (2. Gr. Hess.) Nr.llß Ce/4 unter Leitung des Gro^sh. Musikdirektors Herrn C. Krausse. Lonys Bierkeller Sonntag, den 7. Avril 1007 -------- Grosse Tanzmusik --------- bet gutbesetzter Streichmusik. Es ladet ergebenst ein [02299 L. Wagner, Eintritt 40 Ptfg. Achtung! Anfang 8 Ehr Abend«. Achtung! Obst-Konfitüren Marmeladen S empfiehlt 1417 pa»,r Negenerator giftfrei u.unschädlich von Aug. Schwelugruber, Berlins. 254 (i.()ovmer|ir. 81. Gegründet 1882. ä Flacon 3.50, Probeflacon Mk. 1.50. Verstattung 30 Pf. und Paletporto.____________ Zur Kiitziluirsöüiigiiiig empfehle Chilesalpeter Peru Guano [Füllhornmarke) Tho masmehl Ferdinand Schott Weinhandlung und Weinstuben Bahnhofstrasse Ecke Wolkengasse 27, Telephon 330. Ariadne-JT'aixrräd.erB Franko-Zusendnng. 5 Jahre Garantie. Konkurrenz-Fahrräder M. 44, m. Pneumatik M. 54, Ariadne-Fahrräder M. 70, M. 75, M, 78 bis M. 116, Pneumatikdeck. M. 2.25, Schläuch. M. 105, Ariadne- Pneumatik 12—18 Monate reelle Garantie. Decken M. 425, M. 4.75, M. 5 bis M. 7. 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In dem Konkursverfahren über den Nachlaß der August Röder Eheleute von Dorf-Gill ist zur Abnahme der Schlußrechnung des Verwalters, zur Erhebung von Einwendungen gegen das Schllißoerzeichnis der bei der Verteilung zu berücksichtigenden Forderungen — und zur Beschlußfassung der Gläubiger über die nicht verwertbaren Vermögensstücke — der Schlußtermin auf SamS- tag, den 27. April 1907, vormittags 8i/i Uhr vor dem Großherzoglichen Amtsgerichte Frankfurter Str. 39 Dunkelkammer zur Verfügung. Telefon 593 sowie Ausführung aller Photograph Arbeiten. Ausverkauf. tlörbe u. Stühle werden schnell Xj u. billig gestochten. I. Glückte Seltersw.81.vorm. Parthier. Mieter-Versammlung. Am Montag Abend 8'/- Uhr im Saale des Lenz'schen Felsenkcllers. TageS°Ordnung: 1. Der Beschluß der Stadtverordneten-Versammlung betreffend die Kanalsteuer. 2. Gründung eines Mieter-Vereins. Alle Mieter, besonders Geschäftsleute, Handwerker, Beamte und Arbeiter Müte werden modern il billig garniert, alte Sachen werden rate neu aus- gearbeitei. Näheres 02241 'Hchlohgaffc 6 ün Schubladen. yrnii dcl Haosb sihrr, 6ir|ti. Zu der am DienStag, den 9. April d. F. abends 6y2 Ubr stattftndenden General-Versammlung lm Lenz'schen Felsenkeller, Bahnhofstraße, laden wir unsere Mitglieder hiermit ergebenst ein. Auch Nichtmitglieder, die dem Verein beizutreten wünschen, sind willkommen. Tagesordnung: 1. Vorstandswahl. 2. Referat durch Herrn Rechtsanwalt Raab über Zweck und Ziele des Haus- befitzervereinS. 3. Freie Aussprache über Kanalgebühren. Photographische Apparate sowie sämtliche dazu erforderlichen Utensilien und Chemikalien kaufen Sie sehr gut und vorteilhaft in der GermaniaaDro^erie Carl Seibel Kindergarten beginnt wieder Montag, den 8. 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M. nach-, mittags 2VZ Ubr sollen dahier Walltorstr. 6 (Darmstadter Haus) eine Partie Schuhwaren, mehrere Stämme Werkholz, 2 Nahmasch., 1 Kassenschrank, 2 Gaslllitres, 1 Büffet, Haus- und Küchengeräte aller Art u. v. a. zwangsweise gegen bar versteigert werden. Die Bersteigerung findet voraussichtlich teilweise statt. 2441 Giegen, den 6. April 1907. Seipel, Gerichtsvollzieher. In Heuchelheim steht ein der Gemeinde gehörender fetter Bulle zum Verkauf. Reflek- tonten wollen schriftliche Angebote auf Lebendgewicht bis 10. ds. Mts., abends 8 Uhr, bei der unterzeichneten Bürgcr- meisterei einreichen. [2424 Heuchelheim, 5. April 1907. Großherzogl. Bürgermeisterei Kreiling. ECartofffeSn.. Feinste Speise- u. Satatkartoffeln per 100 kg von 6 Mk. an, Saatkur totieln srübe und späte [2151 empfiehlt zu billigst. Tagespreisen «I. Blankei, Neuen Baue 7. ia sranzös. Kopfsalat sowie alle Sorten der Saison entsprechendes [2150 Obst und Gemüse täglich frisch empfiehlt J Hankel ^bit=, @emüfe= u. Ue -QUllKei Karioffelhandlg., Reuen Baue 7. Privatreu^chule. verb.mitPenslonat. Die häusl Aufgab. iW Sitjtitr jimIreichiW-KM Inh.: Heinrich Hess Telephon 508 1637 Roonstrasee 31 dnEt M ^rNeiniguug und Jnüandbalttmg alter und neuer EutwSfferungSauiaacn in und auficr Abonnement Prompte Bedienung. Reiestmaen. LMtifcher Arbeitssalhiiicis Gieße». Gartcuttraste 2, Zimmer S. PS fBmteu eingestellt werden: 2 landw. Arbeiter, Ziegeleiarbetter, Rohr-, Bau-und Maschinenschlosser,! Schmied,2 Wagner, 1 Buchbinder, 2Sattleru.Tapezierer, 1 Holzdreher, 5 Bau- und Möbelschremer, 2 Schuhmacher, zwei Schneider, 3 Installateure, 1 Handlanger, Erdarbeiter, 1 Schriftsetzer, 6—8 jugendliche Fabrikarbeiter, 1 Stall- u.l Fahrbursche, 2 Laufsrauen, 1 DiensMiadchelt, 2 Haubburschen. Leorlmge: 3 Schloiser, 1 Spengler, 1 Wagner, 1 Schreiner, 2 Bäcker, 1 Schuhumcher, 1 Schneider, 1 Friseur, 1 Glaser. Hs suchen Arbeit: B6/, 1 Näherin oder Flickerin, 1 Putzfrau, 1 Arbeiter, 1 Lauffrau, 1 Bureaugehtlfe. 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