Donnerstag 5* Dezember 1907 157. Jahrgang Erstes Blatt General-Anzeiger für Oberyessen i). tll 8 Professor Volbach zum letztenmal dirigierte. nach zu große Be- der 2. seiner 3»; il J tbrdlt Depetchenz AazetOe» Gtetze». Hess. Kam- noch rück- ift x » rd veza g 4p rrtii monuilid) 761 Nr. ; 1 r | d) r t n I lügNch . außer Sonntag-. t flem E'etzenei Anzeiger . nerben un Wechsel mil i fein hessischen Landwirt t |ie Siebener Familien wünscht. DieDeutscheTageszeitung schreibt: Es muß mit aller Schärfe ausgesprochen werden, daß Herr P a a s ch e in dieser Angelegenheit einen auffallenden und bedauerlichen Mangel an Beobachtung guter parlamentarischer Sitten ge- Die Blockparteien werden nicht umhin können, sich berief. Die Tägliche Rundschau meint, daß durch das Vertrauensvotum, das heute dem Reichskanzler von allen Blockparteien gegeben werden soll, der Schaden wieder notdürftig repariert wird. Sicher aber bleibe ein Riß bestehen. Wir können dem gestrigen Vorstoß des Herrn Paasche keine andere Deutung geben als die einer Hilfsaktion für den ihm verwandtschaftlich na he st eh enden Harden, von dem er auch sein briefliches Material bezogen hat. iBnahm« BMI Anzeige» L °>" ^~ct Rotafiott$br«e und Verlag 6er vrühl'schen Unlv.-Vuch- un» Steinbrutferet R. tauge. Redaktion, Expedition und Drudereb rchulftratze 7. etw oornitäluflv lu Llt)te ständigen Arbeiten erledigt und also für die bevorstehende Kammertagung vollständig „reinen Tisch" gemacht. Es wurden heut nur noch drei Berichte über Hundesteuerbeschwerden der Herren Schmidt II. zu Holzhausen, Schneider III. zu Morbach und König zu Wolf verlesen und genehmigt. Der Müller König ist seit langer Zeit in der Kammer als Beschwerdeführer über ihm von der Behörde angeblich zu Unrecht abverlangte Hundesteuer bekannt und dürfte demnächst sein zehnjähriges Jubiläum als Hundesteuer-Reklamant feiern. Der Ausschuß genehmigte schließlich noch den Bericht über die Beschwerde des Landwirts Winter zu H o ch - W e i s e l inbetresf der bei ihm ausgesühr- ten Feldb erein igung. Der Ausschuß hatte kürzlich eine Okularinspektion bei dem Petenten vorgenommen und seine Beschwerden als richtig anerkannt; nachdem aber das Schiedsgericht in der Sache sein Urteil gefällt hat, sieht er sich nicht mehr in der Lage, eine anderweitige Entscheid düng herbeizusühren. ** In Audienz empfangen wurde von S. K. H. dem G r o ß h e r z o g am Mittwoch u. a. Pfarrer Pichou von Wickstadt. ** Aus dem Militär-Wochenblatt. Brunner,^. im 1. Ob-er-Elsäss. Jns.-Regt. Nr. 167, kommandiert zur Dienstleistung beim Großh. Hess. Train-Bat. Nr. 18, in dieses Bar. versetzt. Erledigt wird am 1. Januar die mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehr er stelle an der Gemeinde- schule zu Ober-Klingen. Mit der Stelle ist Organistendienst verbunden. Dem Fürsten zu Löwenstein-Wertheim- Rosenberg steht das Präsentationsrecht zu. ** D i e L e h r e r i n n e n g e h ä l t e r. Tas Großh. Ministerium des Innern, Abteilung für Schulangelegenheitcn,^ Hal n. d. „Frkf. Ztg." einen Gesetzentwurf ausgearbeilet, wonach die Gehaltsvezüae sämtlicher hessischer Lchrerinnen mit Wirkung ab 1. April 1908 aufgebcsstrt werden sollen. Der dafür erforderliche Betrag ist bereits im neuen Staatsvoranschlag vorgesehen. ** Eine Sitzung des Provinzial-Ausschus- s e s findet Mittwoch, den 11. ds. Mts., nachmittags 31/2 Uhr mit folgender Tagesordnung statt: 1. Klage des Ortsarmenverbandes Storndorf gegen den Ortsarmenverband Liederb ach wegen Unterstützung der Kinder der Johs. Roth Eheleute. 2. Klage des Ortsarmenverbandes Sontra gegen den Ortsarmenverband Friedberg; hier Zahlung der Auwaltskosten. 3. Reklamation gegen die Bürgermeisterwahl zu Allertshausen. ** Das bereitsangekündigte Wohltätigkeit s k 0 n z e r t, das ui Form einer E i cy e n d 0 r f f - F e i e r am nächsten Sonntag in der neuen Aula der Universität stattsindet, hat, wie aus einem uns vorliegenden Ausruf hervorgeht, das Interesse und die Unterstützung weitester Kreise gesunden. Die Spitzen der Behörden, Universität, Schule und Bürgerschaft haben sich vereint, um bedürftigen Schulkindern mit dem Ertrag des Konzerts eine Weih- nachtSsreude zu bereiten und ihnen insbesondere Kleider und Schuhwert zu spenden, und jie werden, wie wir unsere Gießener Lennen, sich nicht vergeblich au sie gewandt haben. Die Anregung zu der Veranstaltung ging vom Gießener Lehrersängerchor aus, ihm schlossen sich bereitwilligst Mitglieder der von Lehrern geleiteten Gesangvereine Con- Berlin, 5. Dez. Das „Berliner Tageblatt" erführt über die Konferenz zwischen dem Für st en von Bülow und den Blockparteien: Fürst von Bülow ließ vor 1 Uhr die Parteiführer im Reichstag m sich bitten und erklärte, ohne auch nur mit einem Worte den Fall Paasche zu erwähnen, daß ihm die Uneinigkeit innerhalb des Blocks das sJi e g i e r c n unmöglich mache. Er Deutete dann mit klaren Worten an, daß er »genötigt sein könnte, dem Kaiser seinEnt- l a s s u n g s g e s u ch zu übersenden. Nur dann, wenn die Blockparteien ihm unzweideutig ihr Vertrauen ausdrückten, könne er bleiben. Nachdem der Reichskanzler eine Ansprache an die Parteiführer gehalten hatte, verließ er den Reichstag. Um 5 Uhr vereinigten sich dann, nachdem die Fraktionen zunächst getrennt beraten hatten, die Tel e- gierten der Blockparteien zur gemeinsamen Beratung. Es wurde beschlossen, daß heute bei Beginn der Neichstagssitzung Die geplante Kundgebung stattsinden sobe. Na- mens der Konservativen wird der Abgeoronele von N 0 r m a n n erklären, daß seine Partei an der Blockpolitik festhalten und möglichst alles bermdt.cn wolle, was die Blockparteien trennen könnte. Tann wird namenS der Nationalliberalen der AbgeorD- nete Bassermann eine ähnliche Kundgebung abgeben, woraus namens der f reif innigen Parteien wahrscheinlich der Abgeordnete Wiemer sich 'den Vorrednern anschließen wird. Dem „Berliner Lokalanzeiger" zufolge hat noch gestern abend eine Besprechung zwischen dem Kriegsrnmister von Einem und dem Abgeordneten Paasche statlgefundcn. Die Unterredung klang in die B^riicherung aus, daß man mit den Empfindungen der langen gegenseitigen Freundschaft voneinander scheide, da man überzeugt sei, daß jeder von seiner Stelle aus loyal gehandelt habe. Zur gestrigen Krise schreibt die „Kr e uz z eitu n g": Es hieß schon, der Block sei gesprengt; das brauap aber vorläufig doch noch nicht befürchtet zu werden. Vielleicht ist es sogar eine gute Lehre f ü r die Nationalliberalen, die nunmehr wahrnehmen müssen, daß das barsche Auftreten nicht dazu angetan ist, weder moralische noch materielle Eroberungen zu machen. Die konservative Fraktion hat, wie wir erfahren, keinen Anlaß gefunden, dem Block und dem Reichskanzler gegenüber ihre Stellung zu ändern, da sie an dem Ausbruch der Krise keine Schuld tragen. Die „P 0 st" schreibt: Es ist nun unbedingt nötig, datz die Blockparteien sich ohne Verzug auf der ganzen Linie sowohl über die akuten sachlichen Fragen wie übet das gegenseitige Verhalten zu einander einigen und diese Einigung kann mit einigem guten Willen wohl gelingen. Der Zusammenschluß,der Blockparteien istbisjetztnichtenggenuggewesen. Es wäre vielleicht die Bildung eines B l 0 ck a u s s ch u s s e s eres richtet sich aber niajt an die Nationalliberalen und gilt nicht Dr. Paasche, sondern dem Block in seiner Gesamtheit. Fürst Bülow hatte zu heute mittag die Führer der Blockparteien zu sich gebeten und ihnen erklärt, d a d ie not- wendige Einigkeit unter den Parteien des Blocks nicht vorhanden sei, könne er eine er- prießliche Arbeit nicht erwarten und werde er nicht mehr mittun. Die Parteiführer erbaten und erhielten ein Moratorium, eine Galgenfrist von 24 Stunden. Nach der Rede des Kriegsministers sollte die Blockmehrheit die Sitzung des Reichstags vertagen und bis morgen die Krise innerhalb des Blocks zum Abschluß bringen — denn um eine solche handelt es sich nach den Erklärungen der Parteisührer hauptsächlich, nicht um unlösliche Ncei- nungsverschiedenheiten zwischen Block und Regierung. Der Reia.)skanzler hat mit aller Bestimmtheit erklärt, falls bis zum Beginne der morgigen Sitzung die Einigung nicht erzielt ei, werde er d i e K 0 n s e q u e n z e n 5 i e he n. Das Weitere ist aus dem Verlaufe der heutigen Plenarsitzung bekannt. Um 5 Uhr traten bann die Biockführer zu einer gemeinsamen Verhandlung zusammen, als deren Ergebnis morgen zu Beginn der Vtenariitzuug der Block dem Kanzler eine einhellige Vertraue nskunogebung bereiten wird. Ob dann der Abgang des Herrn v. Rheinbaben oder vielleicht auch eines anderen Ministers die jo notwendige Solidarität innerhalb der Regierung außer jeden Zweifel rückt, wird m-n von einer nahen Zukunft erfahren. Die Germania schreibt: Tie äußeren Begleitumstände der Blockkrise sind so ungewöhnlich, daß sie in der ganzen politischen und parlamentarischen Geschichte des deutschen Reichstages keinen Präzedenzfall finden. Möge der Reichskanzler einstweilen seine Block-Hofsnungen noch nicht ausgeben, sondern Trost darin finden, daß es in der parlamentarischen Sprache auch noch das Wort Uinfall gibt. Wir werden vielleicht darüber Näheres erfahren. Tie „N a t i 0 n a l - Z e i t u n g" sag,: Man kann den Nationalliberalen die Schuld dafür, daß es so weit kam, nicht tu Die Schuhe schieben. Dem Zusammenstoß zwischen dem,Kriegs Minister von Einem unD Paasche ist eine viel, zu große Bede u t u n g beigelegt worden. Es handelt sich da höchstens um eine Episode. Uni aber in Zukunft euic Wiederholung solcher Zwischenfalle auszuschalten, halten wir es für uiibcbiugt notwendig, daß nicht nur zwischen den Blockparteien untereinander, sondern auch zwischen die,en und der Regierung eine engere Fühlung als bisher angebahnt wird. Es genügt nicht, daß der Reichsianzler die Herren einzeln zu sich nach Norderney bestellt hat, sondern daß er dauernd mit ihnen in Kon- Ale Heutige M,mmer umfaßt 14 Seiten. Stlmmuugsöäv aus Dem Reichstage. Berlin, 1 Dezember. Die Krisis. Herr Gröber, der feit einigen Tagen auf der vordersten Zentrumsbank saß, den Hohn und Spott, den er über den Block aus^ugießen gedachte, in feinen mächtigen Bart hinein- läck-elnd, ist um den schönsten Teil seiner Rede gekommen. Die Krisis, die feit Eröffnung des Reichstages den Block latent umschwebt, ist zum Ausbruch gekommen. Die Gewitterwolke, die mit der gestrigen Rede des Wg. Paasche gegen den preußischen ziiiauzminister und den Kriegsminister plötzlich schwarz viohend am Horizont des Reichstags aufzog, ist geplatzt. Unbestimmte Früchte schwirrten schon lange vor Beginn Der heutigen Sitzung in den Wandelgängen. Es hieß, der gieichskanzler habe erklärt, nicht mehr mitzutun und Block uiib Antiblock sich selbst zu überlassen; andere fügten hinzu, ec hätte den Nationalliberalen das Ultimatum gestellt, ihren Führer Dr. Paasche in öffentlicher Re ich s- tLgs-Sitzung zu desavouieren, und diese hätten es abgelehnt. Eins war sicher. Vor Eintritt in die Tagesordnung oder als erster Redner in der Fortsetzung der gestrigen Verhandlung würde Herr v. Einem das Wort nehmen, um auf den Angriss Dr. Paasches zu antworten. Brechend voll waren die Bänke des Hauses, das Publi- 6am, das ja stets erst die Tribünen stürmt, wenn am Tage vorher etwas los war, hatte die Bedeutsamkeit der gestrigen Vorgänge anscheinend nicht erkannt, einzelne Tribünen hären nahezu leer. Und bis zu Beginn der Sitzung, die der Präsident Gras Stolberg pünktlich mit dem akademischen V iertel zu eröffnen gewöhnt ist, auch die Bundcsratstische. Wit dem Glockenzeichen des Präsidenten betreten die Vertreter der verbündeten Regierungen die Estrade des Bundesrats. Der Zteichskanzler ist mdjt dabei, aber als erster der ÜTiegSminifter v. Einem, üne Blässe im Gesicht, die heute hohl nicht allein ein Symptom seiner schmerzhaften Krankheit ist. Rasch ist eine Rechnungssache erledigt, und der Präsident verkündet den Wiedereintritt in die Etatberatung Uno erteilt Herrn v. Eine-u das Wort. Eine Beisallssalve der Rechten nach der anderen be- gCeitete seine Worte, die er vielfach in Form einer Anrede an Dr. Paasche kleidete, den er für feinen Freund gehalten habe. In welchem Umfange die Vorwürfe des national- überalen Abgeordneten berechtigt waren, inwieweit es zu- tcisft, daß der verantwortliche Kriegsminister nicht informiert wird über das, was die Spatzen von den Dächern pfeifen und was in kriegsgerichtlichen Verhandlungen vorgeht, ließ sich nicht mit Sicherheit feststellen. Eine Verkettung zufälliger Umstände, die Krankheit des Kriegs- Ninisters, die ihn, wenn seine Anwesenheit nicht unbedingt erforderlich ist, selbst in diesen Tagen dem Reichstage fern- halt, ein offensichtliches Mißverständnis bei. seiner Unterredung mit Dr. Paasche, scheinen die Geschäfte des Antiblocks nitzubesorgen. Mit außerordentlicher Spannung folgte alles seinen ihm offenbar aus dem Herzen gehenden Worten. Als er mit der Aufforderung geschlossen hatte, daran nitzuhelsen, daß das Geschwür aus dem gesunden Körper der Armee und der Nation ausgebrannt werde, folgte dem tosenden Beifall der Rechten einen Augenblick Friedhofsstille. Dann verkündete der Präsident in geschäftsmäßigem Tone, daß die Abgeordneten von so und so den Antrag aus SertagungdesReichstages gestellt hätten. Er stellte bie Frage der Abstimmung und erklärte den Antrag mit großer Nöehrheit sür angenommen. Da brach es los. Schreiend, lachend, heulend fuhren Sozialdernok-.rnten und Zentrumsleute von ihren Plätzen auf. 20 Stimmen verlangten gleichzeitig das Wort zur Geschäftsordnung. Die persönliche Bemerkung des Dr. Paasche g, gen den Kriegsminister wird noch ruhig an- getjört Seine Erklärung, der Reichstag sei die Stätte, an der das Rechtsbewußtsein des Volkes zum Ausdruck gebracht werde, schnei.vet der Präsident, die Geschäftsordnung in der - Hand, ab. Dann melden sich die tertii gaudentes, Herr Singer und Herr Spahn, Herr Bebel und Herr Gröber. Der L Präsident hat eine Vorschrift der Geschäftsordnung, die iei: beim alltäglichen Vorgänge der Sitzungsoertagung unbe- •k achtet bleibt, übersehen unö hierin haken die Antiblockleule int ein. Sie verlangen zunächst die Unterstüyungssrage für den o? Dertagungsantrag und fragen bann nach den Gründen. Dem 3- niaendlick-en Führer der sreisinnigen Volkspartei, Dr. Wie- mer, eignet noch nicht bie Ruhe bes abtoägenben unb zurückhaltenden Politikers. Seine unbestimmte Andeutung u( von hochwichtigen politischen Vorgängen von denen den nß Unterzeichnern des Antrags, also dem Block, Kenntnis ge- b. worden fei, rüst einen Sturm hervor, unb bie Erklärung, bie nach ihm Herr Bassermann abgibt, daß man lediglich den Wortlaut der Rebe bes Kriegsministers abtoarten wolle, verbessert die Situation nicht, sondern macht ben Antiblock nur um fo mißtrauischer unb erregter, was ist bie Kamarilla! ruft Singer — unb bann glatten sich bie Wog^ ber Erregung. In namentlicher Abstimmung wirb §crcn Singer bestätigt, baß der Block immer nod) bie Kejr^ beit bes Reichstages bedeutet. Dann strömen die u04 Abgeordneten aus dem Saale, um sofort in den Fraktions- Ammern des Reichstages bie folgenschweren Ereignisse beraten Die ®ruc£erei des Reichstages begmrtt ober aiiaeärengt zu arbeiten, um ben im hohen Hause versammelt bleibenden Fraktionen bie Rebe des Knegsmi- aus den Fraktionszimmern, unb sie tragen eilte Mitteilung in bie Wanbelhalle, bie bie Sage grell beleuchtet. Es bestätigt sich danach, daß der Kanzler ein Ultimatum gestellt hat. •* 4körn. sten'sprech-An- Muh si d. Redaktion NS le verlast u Expedition 5| i t t soll Fi beamte fasten wallten, brachte er sich durch einen Sprima aus 51 (IC lau feu c 11 k tiii die Sol J)01 Ae m m ix li i« 01 V 51 an ic KO MIK im ®u tat iiei Heu för K üch i?n für lie itü Btli tine kt k Sie Sie Uri lllv Sol Wl p PDÖ wir k towta, Harmonie und Heiterkeit, sowie des ältesten der Gießener Münncrchöre, des „Liederkranz" an, so daß der Chor über 100 Sänger zählt. Es kommt selten vor, daß sich in Gießen cm so stattlicher Männerchor Hörer: läßt und es i>ars wohl erwartet werden, daß sich bei ähnlichen Ge- jlegenheiten die Gesangvereine wiederunr zusammen- schlreßen werden. Ferner stellten sich in entgegenkommendster Weise Frau Dr. Spohr und Frl. Holzapfel von hier, sowie Fräulein Annie und £err Adolf MUler aus Frankfurt in den Dienst des Unternehmens. Neben der Befriedigung ihres Wohltätigkeitssinnes werden also die Besucher auch einen hohen künstlerischen Genuß zu erwarten haben. x R e i s k i r ch e n , 4. Dez. Unser Schafhirte £. Schmidt, ber seines hohen Alters wegen seinen Dienst als solcher aufgibt, hat die Herde der Gemeinde seit ca. 67 Jahren gehütet. Schon als neunjähriger Knabe war er seinem Baker, der früher Hirte gewesen war, behilflich und mußte, nachdem er kaum aus der Schule entlassen und sein Baker gestorben^ war, selbständig die Herde hüten. Bei seiner hohen Rüstigkeit wird es ihm auch wohl noch vergönnt sein, das Fest seiner goldenen Hochzeit, das in aller Kürze kommt, zu feiern und dem treuen Hirten wird dabei wohl manche Anerkennung zuteil werden. . . ORuppertsburg, 3. Dez. Nachdem am Samstag dre Abnahme der Bahnstrecke von hier nach Dilling en durch 2 Regierungsbeamte erfolgte, geschah am 1. Dez. ihre Eröffnung. Beim Frühzug hatte sich Bürgermeister Lehr und der Gemeinderat eingefunden; ersterer hielt eine Eröffnungsrede, die mit einem Hoch auf unfern Großherzog schloß. Am Nachmittage wurde den auf der Strecke Beschäftigten ein Freitrunk gewährt. Am Eröffnungstage wurden auf der neuen Strecke 110 Fahr- billete gelöst. Falls eine genügende Benutzung nach Hungen erfolgt, hofft man die Einstellung eines Abendzuges zu erlangen. Kamps gegen die Alkoholgefahr. Nachstehend teilen wrr die ,n unserem Bericht über die Jahresversammlung de? Oberhess. Vereins für innere Mission erwähnte Er- klärung int Wortlaut mit: Die heutige Jahresversammlung des O b e r h e s s i s ch e u innere Mission fordert ihre Mttglieder uud Freunde auf, ihre Aufmerksamkeit und Mitarbeit eifrig dem 8iC 9 C 11 d " Al ko Holgesahr, wie er voll dem $ ^erfln gegen den Mißbrauch geistiger Getränke geführt i^her zuzuwenden. Es bewegt uns zi? dieser Öie Ao.ivendigkeu dieses erfolgreichen Kampfes, als S. fV Anregungen, welche die diesbezüglichen Verhandlungen Kongreß zu Eßen dafür gegeben haben. r ^biscn besonders auf die von dein genannten Verein yerausgegebenen .MaßigkeUZblätter" und die von ihm darin getriebene eifrige Werbearbeit, unter anderem auf den in der Oklober- nummer ergangenen Aufruf zur Milarbeit an die Lehrer-, hin Wir bitten unsere pJatglieber, den in unserem Lande bestehenden Kreisvereinen ues deutschen Vereins beitrelen und darin seine Bestrebungen eifrig unterstützen zu wollen. 1 1 reü zx Gro ßen-Lin d en, 5. Dez. Der Verein ü n r - rmn 5- § E i i s lfch e V e r e l n l g u n g für Volkskunde. Tie Mitglieder der Vereinigung seien nochmals auf den heilte abend tm Cafe Ebel slallfindenden zweiten Vortragsabend aufmerksam geinacht. Lehrer Boßler-Klein-Linden wird sprechen über yt e r t a u t - u n d S ch a l l d e u t u n g in O b e r h e s s e n." JzJJ: Deutung der Vogelstimmen und der Stimmen unserer vier- futzigLn Haustiere un Volksmunde, sowie die Deutung von Lauten und Klangen lebloser Gegenstände dürste von allgemeinstem Jnter- lAE fein und einen guten Besuch des Abends erwarten lassen. Gaste, auch Damen, sind willkommen. r die hiesige Ohrenklinik brachten verschiedene auswärtige Zeitungen Mitteilungen, die vielfach nnrichttg waren und wahres und falsches vermischten. Der Direktor der Ohrenklintt Prof. Dr. Leutert sandte deshalb an eine der bett. Zeitungen folgende Aufklärung und Richtigstellung: 1. Bis zur Einrichtung einer vrovisorischen Ohrenklinik hat das Grotzhcrzoglich Hessische Ministerium einen Zuschuß von 1.50 Mark pro Tag und Patient für 8 Patienten bewilligt, damit diese im katholischen Schwesternhaus in der 3. Vervflegungsklasse auf- .genommen werden können. Da der Verpflegungssatz ui der 3. Klasse Schwesternhauses 3 Mk. beträgt, so haben die Patienten selbst 1.50 JJlart pro Tag zu zahlen, was dem Verpflegungssätze in der chirurgischen Klmik entspricht. 2. Ich habe mich niemals bemüht meinem Institut em vorübergehendes Unterkommen in der neuen' Augenklinik zu verschaffen, da ich die Frequenz dieser Klinik aus eigener Anschauung kannte und daher voraussetzte, daß sie alsbald völliger Fertigstellung voll belegt sein wurde, was jetzt auch tatsächlich der Fall ist. Uebrigens wäre ein solches Provisorium . öud) aus mehreren anderen Gründen unmöglich gewesen. 3. Ich habe meine Tätigkeit hier nicht eingestellt, sondern nur meine Privatsprechstunde tn das katholische Schwesternhaus verlegt, wo nur betzere Raume als in der jetzigen Poliklinik zur Verfügung flehen uiid ich die aufgenommenen Kranken ständig beobachten kann, rs»; ■e\ zurzeit Verhandlungen wegen Unterbringung der Ohrenkttnik m der ;eht verlassenen Augenklinik; ich nehme daher an, daß die Stadt Gießen geneigt ist, diese Räume, falls sie sie kaufen wird, an den Staat bis zur Errichtung eines Neubaues für die Ohrenklmik zu verpachteii. - Zum Tode des Apothekers Dr. K. Lesch- vrano wird uns geschrieben: Nach schwerer Erkrankung lmnerhalb von 4 Tagen ist Dr. Karl Leschbrand, 73y2 Jahre (alt, früher Apothekenbesitzer in Berlin und Hamburg, seit 5 Zähren hier wohnhaft, in bie Ewigkeit ab gerufen worden. -Am Frertag wird seine sterbliche Hütte in Hamburg an der Sette seiner Gattin beigesetzt werden. Sei der ersten Feier mn Sarge waren, zugegen seine 3 Kinder, der Sohn, Ehef- »edakteur üer Rostocker Zeitung, unb bie Gatten der beiden Tochter: Gymnasraldire^ror Dr. Barges von Pasewalk i P Professor Dr. Scheffen von Duisburg. Ta der Entschlafene in vielen Gesellschaften und Vereinen Glesiens ein 8? 8er?1 gbsehenes Mitglied war, ein Virtuose der Gesellig- M emster wie zu scherzender Unter- chaltttng, so darf fuglrch ferner mit hoher Anerkennung auch f“ rmserm Anzeiger gedacht werden. Dr. Leschbrand der s«n gastlrches Haus in hervorragender Weise vielen gern öffnete, war ern lauterer, überaus liebenswürdiger, wohl- wollender Charakter; offen urrd gerade; ihm sah man als- bald aus den Gnrnd ferner treuen, aufrichtigen Seele, und EtmJJ? b=ßn SP™, wenn er die gemütlichen Ge- Mschaften freundlich belebte. Darum rufen wir chm, Herz- tuy um ihn trauernd, nach ein: Have pia et candida anima. o , ~ ~ie "Aeue R e v u e", Halbmonalschrift für das öffentli^ Leben, herausgegeben von Dr. Josef Adolf Bondy und .uwlfs, verosfentlicht in ihrem ersten Dezember-Heu unter anbei? mü?1 W Generalmajors von Zeppelin iiber setz? Vetter, den Erfinder des lenkbaren Luftschiffes, Grafen Ferdi s ^ppelm. Der französische General Bonnal, der wiede2 V bcut|d)cn Kaisers den deutschen Kaisermanövem gewohnt hat, gibt em ausmhrliches Urteil über die Craanifah? und das Alemchenmatenal der deutschen Armee ab. %cr ft? kapellmeister Dr Georg Göhler richtet einen schatten Angritt ffseomponl st e n D r. Richard ot rauft 1 Friedrich Kayßler, der bekannte Darsteller des Deiui'^ Katers-' in Berlin veröffentlicht „Gedanken eines Schauspiele?^ (ferner enthalt die „Diene Revue" u. a. folgende Beitraae' to» ' oennami: {»«.rieitt Jatoby-, die gortfetiunq bes „dettetien Sebert". - ^e-ülbimral z. D. von Valois- “‘ÄSSS“1-' “ &,W ä gegeben von H. Jlgenstem und H. Kienzl. (Conco^ia ZM Berlags-Anstalt, Seemann tobhnrt üt Berlin W. 30) ©Sh A Q dem Bureau des Stadttheaters wird uns «g^chrreben. dchchirmls sei auf das einmalige Gastspiel der Angewiesen. Die Anfrage "Aunuhruug am Freitag ist sehr rege ^^uhrrmgen dürften, auch von anderwärts auf Wirken Besuch zu rechnen haben. Es sind dies „Dell" am mittag als Schülervorftellung zu Volks- Vrelsen. Am Sonntag nachmittag findet eine letzte Aufführung vvu „Sneenntchen" statt, da bei der zweiten Llufsichrung das un*U rahlreiche Einlaßsuchende zurück- äfften Der Sonntag abend bringt die ft e i n c r t n her kleinen Preisen. tn- - ? f s eum. Am vierten Tage der internationalen als erstes Paar Sers gegen MreäQ) le Belge. Da beide^Gegner an Kraft und Technik 1DUrbe ? uicht leicht, seinen Gegner b/mgen, jedoch gelang es ihm, ihn Armourchzug zu besiegen. Da Herr ^auemT Denuinghoff nicht erschienen war, 6egen Schau mburg, eben- falls mrs der Brauerei Denninghoff. Ban der Beek spielte mit oem hiesigen Ringer und legte ihn nach 1% Mrnuten sanft wie ein Kind auf beide Schultern Nun kam der rnttressanteste Kampf des Abends, Illa de Noir 9£eger konnte abermals beweisen, daß Schutt über Kraft siegt. Nachdem man sämtliche Paraden ^.^^^^^^ugLampfes gesehen hatte, gelang es Illa ** fernen bedeutend stärkeren Gegner nach LO Minuten ^rrch Schulterdrehschwung zu besiegen. Heute Donnerstag ^arc bestimmt: Van ver Beek gegen ^toniüko Ha lr Dalli gegen Petersen und der pe Norr gegen Herne. ' ■ Hochzeit ' ab'er blieb a^'" mHteuen fünntc* Das'Geld "zm -ZNZWM^S nur an frei Taacn in bet bÄ“(rt SleStulap doktor^vor Geriäu mpnpn Dieser -Lage stand der Wunder« kommen aus seiner Tätigtest^M Einration verschwiegen haben crmijd?tc». ffitcrat-ifebe». L * Eine resolute Bau er in. Ein wegen einer stordermia — D a Z M e n s ch e II v r 0 b l e NI u n ü die H e r r e N t i e r Rbein^rfstvr'i Bauer, erschien vor dem Amtsgericht in von Sinne. Von E r n st H a e ck e l Neuer Svinnffm-t^r ^bem (Ostpr.) im Beistände^ i einer Ehefrau. Letztere führte bann $rei§ 1^°:- Diese neue Schrift des'unermüdlich schaffenden nahm dem Richter das Wort. Sic Jeueiger Proteffors verdankt ihre Entstehung einem ru Äna.Mannes wiederholt in einer ener- hallenen Vorkrag. Sie ist dem Andenken Linuvs aewidmet hrfinn J toafyt, daß der Richter ihr wiederholt das Mort imrr nt bic,cs 3°^rc5 l" Upsala geleiert 'wurde Jedoch^gebttck^ Al- aus dem SitzllNgssaale dMte Die schwed. Universitär ernannte bei diesem Anlaß Haeckel zum I anitraak? di?nun der Richter den Gerichtsdiener be- ^hrp bljar't L1”nac^;nl!s- Schon Lmnd hatte in seinen späteren sie ikwen au^ ^ni Zimmer zu führen, faßte Jahren unter die Ordnung der Primates oder Herrentiere uier S SpT den Worten: Gattungen: Mensch, Affen, Halbaffen und Fledermaus ntfanintenJ &Wr W ge^t bu. aU(^ • Der Klager erftritt auf diese gefaxt, und wie schon der 9kame besagt, an bie Sc'ber^ ? P Versaumnisurteil gegen den Beklagten 1 1 hnU9?nteI1\^^ Oibk einen kurze./ Uebettlick "'LerStellmig I Paar n7? dek z u k ö n n e n , wandte ein junai lü.ws^ ^pit^E^^.'^uui Dienschenproblem vonLimie bis auf die pesche übermittelte folgende List an: Eine De-Z junqilc Zett. ^Lr scyildert bann bie Entstehung bes Akenscheu nackt ttaoms den bei Berlin wohnenden Eltern des ^rnu» h ?m.ä9eit Lorschungsresi.ltaten und verteidigt feincn ^on^^u1 erbi^una^nft^ ^^s' ba6 Sohn gestorben sei. Die L besonders gegen bie Angriffe des Kieler Professors Remke^ un umgehend erbeten. Die Eltern dic preußischen Herrenhause, gegen Superintendent Faber und gegen frhilr^ n nhJ beerdigen wollten, besannen sich auf einen in tiT Ä.^ Wü'-bur« Ä ÖÄ Verwandten, baten diesen, alles ^für" die «SMrÄf* - * w ! H lr^e Nasen und ihre Verbesserung Die °Pa telegraphische Anweisung des erbetenen Geldes' ■“ - Sö Mrt einem Vorwort von Professor Gustav Eberlein -- Verlag^von Hans Baake (L. Abel) Berlin S. 14. 48 Seiten mit -^llusttttronem In dieser Schrift sind zum ersten Vialc die erstaunlichkn Erfolge der Kunst der narbenlosen Nasen- e^^nFt9 ifHmf wie die Nasenverbesserüng tot K? und das Auge des Mnsklers voraus- \z allgemeinen Wissenschaften, Antlnvpoloaie und^ Phpswgrromik, tn Berührung tritt. Ein besonderes Kapüel k ü nftr^rbC1n^h düisenform für den ausübenden B ü h N e n - fu_n It t er gewidmet. Den künstlerischen Wert dieser neuen Nchenbildungs-Methodc bezeugt das Vorwort von Professor Eber- Ames Lwachs Sb ** ®i(b“ bie Erwlge tes (.) Herbstein, 4. Dez. Der des Notzuchtsversuchs, gegangen an der Frau Döring zu Dirlammen, verdächtige Handwerksbursche wurde dieser Tage wegen Bet- telns v e r h a f t e t und im hiesigen Haftlokal interniert. Als selb, 4. Dez. Aus den gestrigen Wahlen zum Gemeinderat gingen folgende Kandidaten hervor: Heinr Braun l337 Stimmen), Ernst Klingelhöfser H96 St uu‘.l -istgenjiein und H Wilhelm Jakob (Soz., 188 St.), Georg Enders (159 St)' prtt^Ml^'Ä3o' vier^ljäktt^Mi- Uq -‘Xct'u“ 5"* ÖVJ1) □ 74 Bürger machten von ihrem Wahlrecht Gebrauch. ' 48: „Marx' a^n ScLLg" von irM * 4‘ Gemeinderat be- Idee" von Otto Eoroam. „Die Doppelmoral äusser BiÄ schloss tn ferner kürzlich abgehaltenen Sitzung, von dem ge- von an Ionas Lies Fr^" Planten Umbau des alten Schulhauses abzusehen und I ,^eu^Büch^^ ^owna) von Eouard Stucken, statt dessen einen Neubau zu errichten. " ' * + An gersbach, 4. Dez. Ter Vogelhandel steht deutschen Befreiungskriege Deutscklands 6L. hoher Blute. Kaum ist es den Händlern möglich, Bonn riJ^5' ^rgei'tcllt von Hermann Mü^l^ sämtliche Auftrage auszuführen. Erst kürzlich wieder wur- ling, Rich^Kt§tti von Karl Roch, der Vogelhandlung Möller eine Anzahl abgerichteter lterausgegoben von Paul Kitte? ^i^Lreferimg ^Kvmvlett Blutfrnken logen. „Dompfaffen" zu recht ansehnlichen .Ber- 30 Lieferungen ä 1 Mk. Berlin, Paul Käte?' P tt ln kaufsprersen nach Südtirol zum .Versandt gebracht. Q :^auCT oder Großgrundbesitzer? Gedanken f] Aus dem Sauerlande, 4. Dez. Wie ans Len- 30 Pfg^ Bauernpolttu. Darmstadt, Eduard Roetl-er. Prtts hausen bei Plettenberg gemeldet wird, ist man dort einem . Sanitätsrat D r. Ionas- Aerztestreik ein Aririvm k Snne 7'l ^er Spur, der als der Mörder der 15jährigen ^tt 2 Ausl. Liegnitz, Ty. ber . . _..T - V-- -- -----v ....... und. ^^oers e u t > cher Bergwerks-Kalender bem^nfta .»Sicherheit und verschwand in den Sauertänder MtenLs^V^s Z __ S9’ :.. = einem anderen auf offener Straße in bie Wange. DerDeutscher Flotten-Berein. Preis 50 Pfg Verletzte wurde in die Klinik gebracht, wo ihm die Kuael bis mit “k GI a-ub-{f e- Chronologisch geordnet ±s***’«a ssstiB »irr:'.'.'F.'r,7..'k- -»»■«■**&™is,ö1"ä.,3'381»o,£ La nd a u (Malz), 4. Tcz. Die Straikammer verurleilte den des Teufels. NackMlassene Är nhandler Eugen G e r sl von Edenkoben wegen J i Medard US, eines Kapuzieners. 4. Sb.; FrüdriÄ falschung zu drei Monaten Gefängnis und 1000 Mk Ge b° . -^upa^ Pioniere. Ein-' Geschichte aus t'm straie 17 000 Liier Wen, wurden c „gezogen. Geld- vorigen Jahrhundert. Berlin. Buchverlaq sÄs Teutiche hau" M oute Gar lo, 4. Dez. Ter Eer.ehishos verurteil,- in dem rette?'«kr«- CÄ: .M-rimilia» varde^ ÄlÄ $roje^ lisgen das Ehepaar Gcold wegen Ermord,„iq der d>7, Hermann Seemann Nachf.. Preis M Psa rirau Lewm den Augeklagien Geold zu lebenslänglicher Z w an q s- M ' Beiä^aa,>in-ch'a^Wielrausch. Teutschcr Roman. Berlui u 'ch d' b s "9e °s,t SUN, Tode. Regiere beteuerte ihre — - Elnr,2geicll,cha,t varnwnte. Preis 4 Mk. E^srtSÄr -* °»-nm»5 * s »»« MSsLK-ÄiA'L'S m 6-opm eines Briefes an einen amcriF. Freund, in dem augenblilltthe polituche Lage in Deutschland dem am erstand^ Derftandnis durch einen Rückblick auf die “ Ä Dergangenl-eit naher zu bringen sucht. Hermann Bang !!^ offen licht seme neueste Novelle „Am ftärffren"; Herma?' ^e'>e em Gedicht: „Unterwegs": Josef August Lux einen n Psycho.logiie des Schenkens, Willi Handl eine allgem^ r'r^,atC^?^TCL -tlerne Rundschau" fixiert in einem ÄS uber ,,Beleidigungsproze>sc" von Heimann und einem Wirtsckn?^ bericht von Phorchas einige Ereignisse aus dem sozialen kCb<,n: Dücherbesprechungen von Lskar Bie Ä^lred Gold und von Johannes V. Jensen ttetzlerer über 5011 teÄÄit. /-1864"j i0(8eR' tin R°b^ •©ine Automobil - Fernfahrt Newyork—Parts '• l*ium sind die kühnen Teilnehmer der Autonrobilfahrt Peking— ; taxt-s nach anstrengungsvollen und entbehrungsreichen Monaten > , n Ziele ihrer Fahrt, in Paris, cingetroffen, da taucht schon wieder kN Projekt ans, diesmal noch phantastischer, noch gefahrvoller, noch $ verwegener als die Fahrt durch China und das südliche Sibirien. •< S'er »Platin^, der schon die Fernfahrt Peking—Paris organisiert ■! lilt, bat ein neues Mittel gefimben, diese letzte Leistung des Auto- 4 Irobilismus zu überbieten: es gilt die Fahrt vcm Newyork nach v.^aris im Automobil, »ul* im Automobil, ohne Benutzung von Schiffen. Von 9tewyork über Chicago und St. Paiil führt die t Äoute des neuen abeliteuertichen Projektes nordwärts hinauf in die ‘.fc li iswüsten LllaSkas ; der Winter, wo alle Flüsse und das Polarmeer < Klgefroren sind, soll benutzt werden, um sich der Hilfe von Schiffen 4, ; i eiitschlagen, die zugesroreiien Flußläufe können als Wege bienen ei rind die Eisdecke der Behring-Straße wird das Automobil von X f nein Erdteil zum anderen tragen. Durch die Schneewusten Sibiriens führt der Weg dann über Tomsk und Moskau nach ^ans. Der Plan also ist gefaßt und einstweilen fehlen nur noch t die Automobilisten, die nicht davor zurückschrecken, die fromme i» Absicht in die Tat umzusetzen. * Eine kräftige Hochzeitspredigt hielt vor 60 Jahren ein Prediger in einem Dorfe des tuiirttem» hergischen Schwarzwaldes. „Ihr Schwarzwälder!" donnerte ;11, ex. »Eure Hochzeiten, was sind sie? Bon Anfang bis zu et; Ende unchristlich und unordentlich. Da schaut einer ein ' S: Mädchen an, sieht sie aber bloß von außen. Sie ist schön, icid), Eann schaffen und dergleichen; aufs Innere seht ihr nicht. Ihr fragt: Was hat sie für Vermögen, ist sie i: eine stattliche Person zum Arbeiten? und dergleichen. Aber ^xmrs Innere, ob sie christlich, ob wohl gesinnt, ob rein vor Gott? Das wollt ihr nicht wissen. Und eure Hoch- ' zeiten? Recht tanzen, recht 1846 er trinken und wüsttun, ^das sind sie und nichts weiter!"- k . * nervöser Herr hörte aus seinem einsamen Heimwege das Echo von Schritten hinter sich, und leise ^ Ahnungen von Wegelagerern und Halsabschneidern durch- zuckten sein Gehirn. Je schneller er marschierte, desto mehr ^beschleunigte der Manu hinter ihm seine Schritte, und ob- wohl der nervöse Herr die ungewöhnlichsten Kxeuz- und Querwege wählte, blieb ihm sein Hintermann auf den Fersen. Schließlich bog er in einen Kirchhof ein. „Wenn ex mir einem der schlimmsten „Fälle" erklärre der Bekehrte, daß Musik ihn so ergriffen habe. Die Wärter sind voller 'Lob für die Neuerung und behaupten, daß sie einen Glanz awen neuem Hoffen in die trostlose Oede des Sträflings- McfetnS tragen werden. Am 15. Dezember wird in dem YZefängnis von Brixton ein zweites Konzert für die Sträs- Ringe stattfinden. Kleine Tageschronik. ■ Aus Duisburg ist der Kapellm eiste r der städtischen Zrpelle Steiniger seit 8 Tagen verschwunden. Der Ftüch- Uge hat Wechselverbindlichkeiten in Höhe von mehreren hundert- Lausend Mark hinterlassen. Ein Teil der Wechsel ist gefälscht. 1 In Glogau wollte die 11jährige Tochter des Rittmeisters Schlebrügge ein Buch aus einem Bertikow holen und zog so ^heftig an der Schublade, daß die auf dem Bertikow stehende trennende Petroleumlampe ins Wanken kam und auf das Mäd^ W-chcn fiel. Das Kind erlitt entsetzliche Brandwunden am ganzen c“- Körper und starb nach einigen Stunden. Die kürzlich in der Kohlengrube Naomi in Dconongabella lPennsylvanien) verschütteten 60 Bergleute sind noch nicht aufgefunden. Herzzerreißende Szenen spielten sich unter w den Frauen und Kindern ab, die sich trotz schwerer Schnee- stiirme an der Einfahrt der Grube aufhalten, als Bergleute die Nachricht brachten, daß sich drunten ein Klopfen ver- - nehmen lasse, das immer schwächer werde. In R o st o k sind 60 Personen nach dem Genuß von Leber- - wurst teils schwer, teils leichter erkrankt. Zwei sind ge- ■' storben. Eine Untersuchung ist eingeleitet. i' An der italienisch-schweizerischen Grenze bei Cämpecologno k stürzte ein italienischer Zollwächter über eine 400 Meter hohe Felswand, als er im Gebirge Waren abholen wollte, die er M einem Schmuggler abgejagt hatte. Er war sofort tot. £ir. Im Januar d. Js. fand die Hochzeit des Attachees bei ßcber russischen Botschaft in Paris, Fürsten M e s ch t s ch e r s k i mit "der Tochter des reichen russischen Kaufmanns Fomcnko statt. Die Ehe gestaltete sich schon nach wenigen Monaten unglückliche bfc Die Fürstin kehrte mit einer alten Magd wieder nach Petersburg e zurück und scheint nach einem hinterlassenen Briefe Selbst- ümord begangen zu haben. Seit 5 Tagen sucht die Petersburger ic Polizei nach ihrer Leiche. ■ .... = Auttft und Wcffcnfcbah- — Photographische Aufnahmen des Merkur- .'Durchganges. Man schreibt uns aus Kassel: Der Privat- ae gelehrte Ernst Stephani hier hat auf seiner Sonnenwarte den ^Versuch unternommen, den Merkurdurchgang am 14. November ^photographisch zu fixieren. Owohl auch in Kassel am Morgen dieses Tages Regen und Nebel herrschte und dichte Bewölkung die "'Sonne zeitweise ganz unsichtbar machte, gelang es dennoch durch '^kleine Wolkenlücken mit dem Photoheliographen 25 Photographien av der Sonne während des Vorübergangs des Planeten aufzunehmen. 16 davon zeigen das kleine Planetenscheibchen deutlich und zu- gleich auf der Mine der Sonne, etwas nördlich vom Sonnen- ^öquator eine schöne große Fleckengruppe. Diese war am 9. Nov. )e; tun Ostrande der .Sonne aufgegangen und konnte am 9. und 10. November mehrfach photographier: wervm. Am 15. Nov., dem Tag nach dem Merkurdurchgang, war besseres Wetter, es konnten mehrere Photographien auf genommen und die Gruppe, deren einzelne Flecken ihre Form und Lage geändert hatten, ausgemessen werben. Sie bestand aus 4 größeren und 15 kleineren Flecken. Die vier größeren Waren von einer fast kreisrimden Penumbra umgeberu die einen Durchmesser von über 50 000 Kilometer hatte, also viernial so viel als der Durchmesser unserer Erde. Bei stärkerer Vergrößerung zeigte diese Fkeckengruppe die Form eines lachenden Gesichts, ähnlich dem Gesicht, das man im Vollmond mit bloßem Ange sieht. — Blinddarmoperationen. Die Zahl der Blind- dannentzündungen und auch die der Todessätte, ttotz operattver Eingriffe, hat bekanntlich in den letzten beiden Jahren zugenommen. Dr. Schßnwarth, der die Krankheit zum Gegenstände seiner Studien gemacht hat, veröffentlicht'deren Ergebnisse in der Münchener Medizinischen Wochenschrift. Als Ursache der Erkrankung wurde in den meisten Fällen Erkältung und Diätstörung angegeben, nur einmal Versetzung. Schömvarth beobachtete und operierte 100 Blindvarmkranke und zwar 23 im Frühstadium, 21 nach bereits eingetretener Eiterbildung, 7 im Zwischenstadium, 6 bei Bauchfellentzündung, 3 unter irriger Diagnose und 40 im gewöhnlichen Verlauf. Unter Frühoperationen versteht Schönwarth solche, die innerhalb der ersten 48 Stunden vorgenommen werden. In den 23 Fällen zeigte sich bei den Kranken heftiger Schüttelfrost, veränderte Temperatur, erhöhter Puls und Druckempfindung in der Blinddarmgegend, die oft auch auf die rechte Bauchseite übergeht. Bei biefeu Kranken war auch eine Spannung der Bauchbecke auffällig. Schönwarth glaubt, baß es an der 5)and der bekannten Erscheinungen immer möglich sei, den richtigen ZeitMnkt für die Operation zu wählen, und daß die Krankenhausbehandlung viel besser sei, weil sie es dem Arzt ermögliche durch ständige Ueberwachung des Kranken den Verlauf bezw. den besten Zeitpunkt für die Operation abzuwarten, während in der Privatpraxis in der Regel sofort zur Operation geschritten wird. — Heilung von Ges chwüren durch Röntgenstrahlen. Die Röntg en theorie hat in der kurzen Zeit ihres Bestehens ungeahnte Erfolge, besonders auf dem großen Gebiete der Chirurgie zu verzeichnen, so daß der Kliniker ohne die geheimnisvollen Strahlen bald nicht mehr auskommt. Beeläre in Paris hat neuerdings Versuche mit Röntgenlicht bei bösartigen Geschwüren gemacht und damit, wie die Klinisch-Therapeutische Wochenschrift mitteilt, beachtenswerte Erfolge erzielt. Er konnte überall da eine Heilung zustande bringen, wo es sich um Geschwüre im Zellgewebe der Haut und der Drüsen handelte. Bei eitrigen Formen beobachtete er unter Anwendung der Röntgenstrahlen eine völlige Vernarbung der erkrankten Stelle. Bei Hautgeschwüren im Gesicht aber versagte die Röntgenbehandlung, wenn die Erkrankung die tiefe Schicht der Leberhaut bereits überschritten hatte. Bei den Epitheliomen der Schleimhäute hat die Röntgenbehandlung gleichfalls gute Wirkungen zur Folge. Perthes heilte auf diesem Wege Geschwüre an der Unterlippe einer Frau nach einer einzigen Bestrahlung. Auch bei Epithelioinen auf der Zunge wurden Heilungen mit Röntgenlicht erzielt. Bösartige Geschwüre an den weiblichen Brüsten wurden durch Röntgenlicht gut beeinflußt, wenn sie noch unter der Haut beweglich waren; sie vergingen dann häufig schnell und dauernd. Ein Erfolg blieb aber aus, wenn die Erkrankung schon auf den Brustkorb und die Rippen übergetreten war. Boelöre nennt die Röntgenstrahlen ein vorläufig noch zweischneidiges Schwert. Eine ihrer größten Gefahren sei die Ueberschreitung, der Dosis, und hier könne jeder Arzt irren, ohne daß er sich dessen bewußt sei. _ Tie nützliche Dosis sei nicht nur nach dem Alter des Patienten verschieden, sondern es müsse auch mit dem wichtigen Faktor gerechnet werden, daß gewisse Organe gleichsam eine Jdionsynttasie gegen die Röntgenstrahlen besitzen. Weihnachtsschrifien für die Jugend. — Schöne alte Singspiele lieißt ein Lieder- und Bilderbuch, das im Verlag der Jugendblätter, München II, erschienen jst und dem man wünschen möchte, daß es in jede Familie, wo Kinder sind, Eingang fände. Es enthält 100 volkstümliche Spiel- und Tanzlieder, die Wilhelm Lehichosf den Kindern des Volkes abgelauscht hat. Jedes Singspiel ist nach Wort, Melodie und Spielweise treu wiedergegeben und außerdem mit einem farbenfrohen und humorvollen Büde geschmückt. Dos Buch bezweckt in erster Linie die Erhaltung der Volkskinder-- lieber, die nach Wort und Weise im Aussterben begriffen sind. Daneben aber dient es auch der Ettveckung und Pflege der Spiellust unserer Schuljugend, zu deren dLutz und Frommen nur einige, leichte Tonarten und nur einfache Tonsätze gewählt worden sind. Echte und rechte Mütter werden mit ihren Kindern aufs neue im Ringel tanzen und die alten Lieder „leiern" oder auf dem Klavier begleiten. Als Weihnachtsgabe scheint es uns ganz besonders geeignet. Es ist ein Bilderbuch für jung und alt, ein Liederbuch für Familie und Schule und im weitesten Sinne ein Hausbuch schlichter Volkslyrik für das Volk. — Thetta von Gumperts Herzblättchens Zeitver- t r c i b. Unterhaltungen für kleine Knaben und Mädchen zur Herzensbildung und Entwickelung der Begriffe. 52. Band (1907), herausgegeben von Berta Wegener-Zell mit 15 Farbendruckbildern und zahlreichen Abbildungen im Text, Preis Mk. 6 gebunden. Carl Flemming Verlag A.--G., Berlin W. 35. Tas älteste Kinderbuch. Erziehliche Beiträge ohne aufdringliche pädagogische Tendenz, die spielend belehren und fördernd anregen, eine große Anzahl von praktischen Beschäftigungstafeln, die den Kindern eine liebe Unterhaltung für langweilige Stunden sind und dabei Fleiß entwickeln, eine Fülle von Märchen, Fabeln, Tiergeschichten, alle darauf berechnet, die Liebe zu den Tieren zu wecken. Das ist so eine Andeutung des reichen Inhaltes des soeben erschienenen neuen Bandes dieses Kinderbuches, das noch heute, wie einst vor 50 Jahren bei den Großeltern, den Jubel der Kleinen wecken und als Weihnachtsgeschenk begrüßt werden wird. WittLerluren für LungeuLranLe. Der Geschäftsbericht des Deutschen ZeuLralkornttees zur Bekämpfung der Tuberkulose enthält in seinen Ausführungen für die Generalversammlung vom 23. Mai 1907 über den Stand der Tuberkulosebekämpfung im Frühjahr 1907 folgende Stelle über Win ter kuren. „Gegen die Winterkuren besteht leider vielfach noch immer eine große Wneigung. Sehr bedauerlich ist namentlich, daß auch viele Aerzte diese Abneigung haben, trotzdem erwiesenermaßen die Heilerfolge in den Lungenheilstätten im Winter ebensogut wie im Sommer sind. Es wird von den meisten Anstalten noch immer geklagt, daß im Winter sehr viele Betten leer stehen, während im Sommer die Bettenzahl nicht für alle sich meldenden Kranken ausreicht, so daß diese auf eine lange Wartezeit angewiesen sind. Im Winter, wo die Arbeit geringer ist, will der Kranke zu Hause sich schonen, um dann zu Beginn des Frühlings die Heilstätte aufzusuchen. Nichts ist verkehrter. Zu Beginn des Winters ist der Zustand vielleicht noch ein solcher, daß eine Heilstättenkur gute Aussicht auf Erfolg bietet. Wenn der Kranke aber erst monatelang in der schlecht gelüfteten Stube hockt, bei wenig geeigneter Be- löstigung, so ist diese Aussicht sehr viel geringer geworden, wem: nicht ganz geschwunden. Gerade die Wintermonate bieten die größten Gefahren und fordern am meisten den Schutz in einer Heilstätte. Wenn der Kranke dann diese gekräftigt im Frühling verlassen kann, so hat er die beste Aussicht bei der dann günstiger werdenden Witterung unter Beachtung der Ratschläge, die ihm in der Heilstätte erteilt sind, seine Gesundheit weiter zu kräftigen. Hat er die Wintermonate, während welcher ja in den meisten Berufen die Arbeiten weniger drängen, zur Kirr benutzt, so kann er mit dem Beginn der umf angreig)cren und besser gelohnten Arveitsgelebenheit die Tätigkeit wieder aufnehmen. Seines Kur wird nrcht beeinträchtigt durch die Furcht, daß er durch den Verlust der Arbeitsstelle oder in anderer Weise in seinem Verdienste dauernd Schaden erleide, eine Furcht, die nicht selten zu einem verfrühten Abbruch der Kur führt, mit dem Ergebnis, daß der scheinbar erreichte Erfolg in kurzer Zeit wieder stvegfällt. So sollte denn gerade im Winter jeder, der die Anzeichen einer Lungenkrankheit spürt, sich sofort ärztlichen Rat holen und, wenn ihm dann eine Heilstättenkur empfohlen wird, diese ohne Säumen beginnen. Alle aber müssen dahin streben, daß dieser Grundsatz überall in ihrer Umgebung beachtet wird. Denn an der wirksamen Bekämpfung der Schwindsucht zum Zwecke der Zu- rückdrängung der leider immer noch jo ausgebreiteten Krankheit hat die gesamte Bevölkerung ein großes Interesse." MiiikMLeiikbkrßtzl brr TsöksMk morrilniii eitern 47. Woche. Vom 17.—23. November 1907. Einwohnerzahl: angenommen zu 30 000 Unkt. 1600 Mann Militär.) Sterblichkeilsziffer: 27,72 °;oe, nach Abzug vou 7 Crtsfreinoen: 15,6 °/qo. Kinder Es starben cm: Zusammen: Erwachsene: 1. L im ebensjahr: vom 2.—15. Zahr Lebensschwäche 1 — 1 — Tuberkulose 1 (1) 1 (1) — — Rose 1 (1) 1(1) — — Bronchrtis 3 1 1 1 Inftuenza 1 — 1 Herzfehler 5(2) 5(2) — — Lchlagfluß 1 1 — — Gallenstein 1 <1) KD — — Bruch 1 (1) 1 (1) — — ^erung[ücfung 1 (1) 1 ll) — — Sumina: 16 (7) ■ 12 (7) 3 1 A n m.: Tie m Klamment gefetzten Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Ens;en gebrad^e Kranke fonuncu. Märkte. to. Frankfurt a. M., 5. Tez. (Tetegr. Ong.-Bericht des „Gieß. Llnz.".) Anrtliche Notierungell der heutigen Viehmarkt- preise. Bimi Verkaufe standen: 34 Ochsen, 3 aus Oesterreich 1 Bullen, ;o aus Oesterreich,' 55 Kiche, Fersen, Stiere und Rinder, 00 aus Rumänien, 725 Kälber, 206 Schafe und Hammel, 6 Ziegen, 0 Ziegenlämmer, 0 Schccklämmer. Bezahlt wurde für das Pfund Schlachtgewicht: Ochsen: 1 Qualität 79—83 Dtk. 2. Qualität 71—73 Mk., 3. Qualität 60—63 Mk.; Bullert 1. Qual. 67—59, 2. Qual. 63—65; Kühe 1. Qualität 71—73 Mk., 2. Qual. 65—67 Mk., 3. Qual. 50—54 Mk., 4. Qual. 00—00 Mk., 5. Qual. 00—00 Mk. Kälber 1. Qual. 92—95 Pfg., Lebendgewicht 54—57 Pfg., 2. Qualität75 —82 Pfg., Lebendgewicht 43-48 Pfg., Schlachtgew. 57—60 Pfg.; Schafe: 1. Qual. Schlachtgew. 78—00 Pfg., 2. Qual. 60—64 Pfg. — Geschäft bei Hornvieh gut, kein Uebersland; bei Kleinvieh lebhaft, Markt geräuntt. Limburg a. d.L., 4. Tez. Fruchtmarkt. Durchschnittspreise pro Malter. Roter Weizen (nass.) 17,56 Mk., weißer Weizen 17,33 Mk., Korn 15,05 Dik., Gerste 11,41 Mk., Hafer 8.00 Mk., Erbsen 0,00 Mk.,. Kartoffeln 4,80 'Mk. - - ---_ ■(' MrcHLLÄ-e Nachrichten, Israelitische Neligionsgemeiude. Hottesdremr in der Synagoge (SüdarUage). Samstag den 7. Dezember 1907: Vorabend 4.15 Uhr. Morgens 9.00 Uhr. Predigt. Nachmittags 3.30 Uhr. Sabbatausgang 5.15 Uhr. Israelitische Religionsgesellschaft. Gottesdienst. Sabbatfeier am 7. Dezember 1907: Freitag abend 4.00 Uhr. Samstag vormittag 8.30 Uhr. Predigt. Nachmittags 3.30 Uhr. Sabbat-Ausgang 5.15 Uhr. Wochengottesdienst: morgens 7.00 Uhr, abends 8.00 Uhr. Gießener Wetterdienst. BoranSsichtlichc Witterung für Hesteu am Freitag derv 6. Dezember: Wieist trüb. Leichte Regenfälle. Temperatur rote; heute. Westliche Winde. OriginabPra^tniclOunflen. Frankfurt a. M., 5. Tez. Die deutsche Kolonial-^ gesellschaft begann heute vormittag ihre diesiährtge Tagung'i mit einer außerordentlichen Hauptversammlung nuj großen Saal des zoologischen Gartens. Der Präsident, Herzog! Johann Albrecht von Mecklenburg eröffnete sie mit) dem Hinweis, daß die außerordentliche Hauptversammlung zus dem Zweck abgehalten werde, die neuen Satzungen der Gesell-? schäft zu beraten. Paris, 5. Dez. Nach einer Meldung des ,,.Journal"j hat der Major Fitzgerald ein neues Schnellfeuer-- geschütz erfunden, für welches er 5 Millionen Mark verlangt. Der Erfinder lehnte das Angebot des englischen Kriegsministers, das sich auf eine Million Mark belief, ab und er steht bereits mit verschiedenen anderen Regierungen^ in Unterhandlungen. Wie cs heißt, hat die russische Regierung 2 Millionen Mark geboten, während die Antwort der Vereinigten Staaten noch aussteht. Auch der deutscher Militär-Attachß hat großes Interesse für das neue Geschütz an den Tag gelegt. Paris, 5. Dez. „Echo de Paris" meldet aus Oran: Gerüchtweise verlautet, daß in der Nähe von Martimpre ein neuer Kampf zwischen Franzosen und Marokkanern stattgefundetl habe, wobei 15 Franzosen getötet oder verwundet worden sind. kommt. | Die Ausstellung von felbitgefertigten Arbeiten meiner werten Schülerinnen in, Blusen, Li leider» und Lrostümen finbet Sonntag den 8. und Mon-1 tag den 9. Dezember, von vormittags 11 Uhr bis nachmutags 5 Uhr, in meiner Wohnung statt. Zu regem Besuche lade besonders die verehrten Eltern, sowie Freunde und Bekannte ergebenst ein. 7430 Marie Sack, Lchem te SItiiltrhrfeS Ecke West-Anlage. Schangcnstr. 22 p. Ecke West-'Anlage., Ueber eine neue Methode zur Desinfektion der Mund- und Nachenhvhle gibt ein Pro« spett der Firma Bauer L (Sic., Berlin S.W. 48, welcher Oec heutigen Nummer beigefügt ist, Auskunft. b*5/ Giosssner — Fünftes Konzert -. Kolosseum ßfinher Zag ber WnatmnÄSäÄÄwfinbJXSi -v_an der 2?ctf genen Stomöto. Hallt Dalli acaen "Beterfen nnh =*,<< au nnnen Programm Unterem Llollegen feinem ein zu Djernueten. Vieuermen 42. 09266] Hunden donnerndes Hoch, Stammtisch »Frohsinn' Tcutcr zu Wiegenfeste dretsach das am * schallt Ao barm i 2üien gegen Herne. 2 Nachmittag 4 Uhr Preise der Gallerte 40 Big. gesucht. C. Rübsamcn Für unsere HvrwthAken- u. Dar- lehns-Abteilung tüchtige solvente Bezirks-Bertrerer gesucht. isP/19 Onerten uni er: 199 an Gebr. 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Sajiiiie 2^immrriy. ni umu 7462j ^Näheres Steinstrahe 76. ERSTER CHOR-ABENTD. Mittwoch, den 11 Dezember 1907, abends 5i/4 Uhr mit einer Haunt probe Dienstag, den 10. Dezember abends 5lA Uhr in der Stadtkirche. ======= f Packpapiere J 'g Stiörnpapirrt, | ö Pngnmrntpapitte s ■g in Bogen, sowie in großen » und kleinen Nollen, [ss8/,, 2, Z Wappen g N ®[« S. Abt, Kassel. ** Born erkauf m den ^tgarrenge,chanen von Lindau L Winterfeld, Weiler und , _ 3m vorderen Neuaurani mglich von 7 Uhr an: Konzert des Tamln Trckcllcrs <7 Damen. 1 Herr» bet gänzlich freiem Eintritt. -rmcncrs „^£ciiw lQb“ ^aebenü em Direktion Albert Rappmann Der Athlet und Ringkämpfer Lauer aus Gieren (Brauerei SenninaüDrh wrrd morgen Freitag Abend mitringen. llyoff) zu kaufen gesucht. 109263 Mavcr, Kaiser-Allee 27. Suche noch 1 dis 2 >jcntner scinite Süstrabmbutter für so- fort ob. später von oberhessischen oder norddeutschen Lllottereien, mn liebften aus Abschluh. Nur leistungsfähige Molkerei findet Berücksichtigung. 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