Samstag 5* Oktober Azr. 334 Drittes Blatt Erscheint tüflHO mit Ausnahme des Sonntags. 157, Jahrgang Redaktion. Expedition und Druckerei- Schul- straße 7. Expeditton und Vertag : bL Redaktiom^-ÄK IIL, Tel.-Adr.' An,eigerGLeHen. Rotationsdruck und Vertag der BrühNchen Untverfrtäts - Buch- und Gretndruckerei. R. Lange, Gießen. D»e „Gtetzener FamiNenbtätter" werden dem Anzeiger' viermal wöchentlich beigelegt, das *Krcfci>Mi |Öt den Kreis Eiehen" zweimal VSchentlrch. Der „tzesstsche Landwirt" erscheint monatlich einmal. polati$d?c CageAZeva«. ?in äußerst krasser Fall von sozialdemokratischer Vergewalt^iiug oird der „Voss. Ztg." aus Altona gemeldet: Der Schauernmnn L. in Altona hatte zwei erioachftne 5öhne, die ebenfalls dem Schauernrannsstande angehörten, mr mit dem Unterschiede, daß der Vater nicht organisiert, ,IC Söhne aber soziald emotrat isch organisiert waren. Als icr Streik der Schauert en te ausbrach, arbeitete der Vater nhig weiter, während die Söhne die Arbeit niederleg len. 5jC waren sehr empört üoer das Verhalten ihres Vaters, lnd als eines Abends der V ate r u n d d ie Mu t t e r von iuer Vereinsversammlung nach Haufe gingen, wurden sic ilötzlich von ihren Söhnen überfallen, geschla- ieu,zuBodeng'eworfenundgetreten. Die rohen gurscherl hatten sich am Montag vor dem Altonaer Schöffen- wricht wegen gefährlicher Körperverletzung zu verantworten. 9er Amtsanwalt betonte, ihm sei während seiner lang- ihrigen juristischen Praxis eine ähnliche frivole Handlmtgs- oerse noch nicht vorgekonnncn; er beantragte gegen die eiden Angeklagten, die bisher noch unbescholten waren, je cchs Monate Gefängnis. Das Schöffengericht verurteilte ie Söhne zu je vier Monaten Gefängnis. Einschränkung der Sonntagsarbert. Nach offiziösen Meldungen aus deni Reichsamt des Innern betreffen die Vorlagen, die der Bundesrat in dieser agiwg erledigen willst u. a. eine Einschränkung der Sonn- agsarbeit. Der § 105 d der Gewerbeordnung, dem die lrbeiten des Reichsamtes gelten, regelt die Ausnahmen n ununterbrochen arbeitenden Betrieben und in Gewerben, ie zu gewissm Zeiten ArbeitsHäufung bewältigen müssen. ?xl diese Regelung nicht möglich ist, ohne Berücksichtigung es ganzen Sonntagsruhe-Gesetzes, so sei daran erinnert, oas der Vertreter der Regierung in der 13. Kommission des Reichstags (Drucksachen des Reichstags von 1898/99) er- lärte: ,Mvor an Aenderungen und Erweiterungen der 5vnntagsruhebestrm7nungm herangetreten werden könne, nftffe das gesamte Gebiet der Sonntagsruhebestimmungen ucheitlich auf seine etwaige Revisionsbedürftigkeit nach- rprüft werden. Im Anscksiuß an diese Ausführungen gab er Vertreter der verbündeten Regierung die Zusicherung, atz Erhebungen über die Revisionsbedürftigkeit der Scnn- agsruhebestimmungen in die Wege geleitet werden sollten, .ad) deren Abschluß dem Reichstage ein entsprechender Gesetzentwurf zugehen würde." Dieses Versprechen scheint unerfüllt zu bleiben, denn )ie wir hören, wird jetzt, wo dre umfangreichen Erhebungen .ahezn abgeschloss-en sind, beabsichtigt, die Entschließungen es Bundesrats dem Reichstage lediglich zur Kenntnis- cahme mitzuteilen. Bleibt es bei diesem Plan, so ist lcher zu fürchten, daß int Handelsgewerbe der Kampf um •ie Sonntagsruhe mit verdoppelter Heftigkeit fortgesetzt oerden wird. Durch feine unglückliche Fassung hat das Lim 15 Jahre bestehende Gesetz Sonntagsruhe, soweit sie >as Handelsgewerbe angeht, zum steten Zantapfel inner- «rlb "der HandelsgehilseNbewegung gentacht. Dieser Zu- tand kann nur durch reichSgeietzltche Regelung der Sonn- agsruhe beendet werden. Die Benrngsenferer in Hannover. Das Denkmal des miverblichen Gründers und erfreu Führers der national!ioeralen Partei ist, wie bereits kurz ge- kieldet, am Donnerstag in Hannover bei wundervollem sonnigen Aetter und reger Anteilnahme der Regierung und der Bevöl- enmg enthüllt worden. Eingelecket wurde die Feier durch das vom Hannoverschen Rännergesangverein tiorgetragene Lied: „Selig sind die Toten." Darauf nahm Exz. Dr. B ü r k l i n aus Karlsruhe das Wort zu er Festrede, deren patriotischer Schtoung und tiefe Empfindung Ue Hörer in ihren Bann zog. „Es hätte", so führte der Redner aus, „keines Denkmals -edurft, um Rudolf von Bennigsens Namen vor der Vergangenheit zu schützen. Daß man ein solches aber jetzt schon fünf Zahre nach fernem Eingänge in der Reihe der stolzen National- nonumente vermißt hat, das müßte allerdings seine Freunde nä stolzer Genugtuung erfüllen. Das ganze Dasein Bennigsens varSehnsucht und Streben nach dem> großen Ideale der Einheit, icr Freiheit, des Ruhmes unseres Vaterlandes. Indem er in trubeliger Reaktionszeit wieder anknüpfte, an den tiefen Ernst der Bewegung von 1848, erwies er sich als eine jener provi- -enziellen Naturen, die mit genialem Instinkt in der Seele des Volkes zu lesen verslehen. Das ganze Deutschland sollte es em! 'Zu diesem- Zwecke rief er den Nationalverein ins Leben, rnd nach beendetem Kämpft um die deutsche Vorherrschaft die lationalliberule Partei, die bei unbedingter Zuverlässigkeit in rationalen Fragen die Mitte bilden sollte zwischen denen, oelche ihre Ideale in unerreichbarer Zukunft und den an- -eren, welche sie in unwiederbringlicher Vergangenheit suchen, llls dann der Kaisertraum verwirklicht, das Reich gegründet ft, da begegnen nrir unserem Helden — und ein Held ist, wer, Re er, seinem L-eben ein großes Ziel setzt — auf Schritt und Eritt als oen Helfer und Berater, als den unermüdlichen För- >ever der heiligen Sache seines Volkes. In den drei Dezennien, oelche jetzt dem Ausbau des Reiches geividmet werden mußten, ft 'bei allen wichtigen Fragen seine Mitwirkung von entschei- wnder Bedeutung, mochte es sich handeln um Fragen des llechtcs, der Wehrverfassung oder des Unterrichts, um finanzielle, oirtschastliche oder soziale Probleme. Mit erstaunlicher Leick)- igkeit wußte er sich fremder Stoffe zu 'bemächtigen; überall o-ußte er Bescheid traft seiner universellen Bildung; dazu war t ein Redner, der die männlichste der Kunst mit zwingender ^sewalt beherrschte, vorbildlich serner in seinem Oplimismus, vie darin, daß er nie einen Unterschied zwischen der Verant- ovrilichkeit des Volksvertreters und der des Ministers anerkannt yjt. Daß er nie selber in eine Ministerstellung gelangte^ ist tut ein neuer Beweis für die Unbeugsamkeit seiner jeder Stre- icrei abholden Gesinnung. Er war eine wahre Persönlichkeit rnd eine solche, die uns fein Rätsel auf gibt, eine kristall- yetle ssÄwsönlichkeit, an welcher der frivole Satz, daß die Poli- ik den Charakter verderbe, elend zuschanden wurde. Seine tzand blieb rein und fleckenlos sein Schild. Das hat ihn mm geborenen Parteiführer gemacht, aber einen Parteiführer ehr viel mehr als einen Parteimann. Sein Flug ging weit Iber das Gehöft der Partei lstnaus, und aus jedem seiner 13-ortc lveht der freie Geist des hochgerichteten, überlegenen Staatsmannes. Phantasie und Idealismus, verbunden mit einem >tc realen Verhälttnsse durchdringenden Verstände, das waren vvn re die Gxtuchelemrenle staalsmstnrrischer Begabung; die waren in Bennigsen in harmonischer Weise verkörpert. Die nationalliberale Partei darf stolz auf diesen Ihrigen sein. Aber solche Manner gehören nicht der Partei, nicht der Heimatprovinz, sondern der Nation, und auch ihr Denkwml gehört dem ganzen Volke. Es ist errichtet, daß^die Nachlebenden sich ein Beispiel nehmen, und sich in seinem Sinne zu betätigen sucherr. Er sei uns ein Vorbild in j>er beharrlichen Pflege unseres deutschen Gesamtstaatsgefühls, ein Vorbild namentlich für die Jugend in den Aufgaben der Well Politik, die für uns Deutsche die unabweisbare Kräftigung der Reichsgründung ist und neue große Anforderungen an die Deni- und Tatkraft des deutschen Volkes stellt. Aber auch eine Mahnung ist dabei nicht zu vergessen, daß alle reale Politik ohne den kostbaren Einschlag des unserem ureigensten Idealismus, trotz Mehrung und Wohlstand ein armseliges Gewebe bliebe am Webstuhle unserer Zeit." Der Redner schloß mit einem begeistert aufgenvmmenen Hoch auf "das Vaterland. Geheimer Regierungsrat Hurtzig übergab nunmehr als Vorsteher des Ausschilsses das Denkmal der Stadt Hannover, in deren Namen es Stadtdireklor Tramm dankend entgegennahin, und in längerer, die Verdienste Bennigsens um Provinz wie Stadt Hannover würdigender Rede getreue Obhut der Stadtverwaltung zusicherte. Ans FtaSt und Land. Gießen, 4. Okt. 1907. ** Privatdozent Dr. Kr o em er, der seitherige 1. Assistent des Professors Dr. Pfannenstiel, folgt einem an ihn ergangenen Ruf als Leiter der Kgl. Universitäts--' frauenklinik und Hebammenlehrer an der Charito in Berlin. ** Der Konsum--'Verein Gießen und Umgegend hatte lt. dem uns zugcgangenen Jahresbericht für 1906/07 in seinem 6. Geschäftsjahr zum ersten-- mal einen Umsatz von über 100 000 Mk. (109 000 oder 40 000 Mark mehr als im Vorjahr) zu verzeichnen. Die Ndit-' gliederzahl stieg von 520 auf 730. Die Bilanz vom 30. Juni 1907 ergab: Aktiva Kassebestand (bar und bei der Ge- werbebank) 22 571,27 Mk., Jmmobitienkonto 26 053 Mk., Warenvorrat 7938,43 Mk., Jnventarkento 1981 Mk., Anteil bei der GrößeinkausSgesellschaft 500 Mk., Ausstände 1139,86 Mark, zusammen 60183,56 Mk. Die Passiva bestehen aus Anteile der Mitglieder 9540 Mk., Reservefonds 2969,65 Mk., Spezialreservefonds 1265,11 Mk., Hypothekenkonto 19 200 Mark, Guthaben der Lieferanten 10 026,49 Mk., Reingewinn 12 905,90 Mk., außerdem verschiedene kleinere Konten, zusammen 60183,56 Mk. Die Geschäftsunkosten beliefen sich auf 8294,12 Mk., der gesamte Gewinn auf 21683,64 Mk. Eingetreten sind 229, ausgetreten 19 Mitglieder. Die Haftsumme der Mitglieder beträgt 21960 Mk. Der Reingewinn soll wie folgt verteilt lverden: 5 Proz. Rückvergütung 8096 Mark, Zinsen 130 Mr., Reservefonds 2000 Mk., Spezialreservefonds 1634,90 Mk., Verwaltung 1045 Mk. Die Generalversammlung findet am 13. Oktober im Gewerkschafts- Hans statt. ** Der kaufmännische Verein hat für das Winterhalbjahr ein besonders reichhaltiges Programm ausgestellt. Das heute im Neuen Saalöau stattfindende 35. Stiftungsfest wird durch die Mitwirkung der bekannten Leipziger Qrrartett- und Konzertsünger (Direktion Eyle-Schmidt) und der Regimentskapelle verschönt. Ein Ball und am Sonntag eine Nachfeier auf der Liebigshöhe schließen das Fest ab. Das Winterfest wird am 1. Februar im Cafo Leib stattfinden. — Die Vortragsordnung sieht sieben durchweg interessante Vorträge vor. Zweimal spricht der hier bestens einge'führte Dr. Pohlmeyer aus Berlin, einmal über Gerhard Hauptmanns Dichtungen, das andere mal über Freiherr von Stein und die Wiedergeburt Deutsch- latrds. Ein bunter Abend des bayrischen Hosschauspielers Max H o f p a u e r wird im Stadttheater stattfinden. Ferner spricht Professor Dr. Gothein von Heidelberg über Handelshochschulen, Dr. Eisenhans von Heidelberg über die Betätigung des Charakters, Dr. Walter von Lund über Norwegen (mit Lichtbildern) und Hauptmann Härtel über daS Luftschiff und Luftschiffreisen (mit Lichtbildern). ** Der Vorstand des Gießener Konzertvereins bittet uns folgendes zu veröffentlichen: Zur Erläuterung unserer in gleicher Nummer erscheinenden Abonnementseinladung seien uns ein paar Begleitworte gestattet. Tie Erbauung des neuen Theaters und der neuen Aulader Universität, welch beide Räumlichkeiten uns von den maßgebenden Körperschaften in dankenswerter Weise für unsere Konzerte zur Verfügung gestellt wurden, setzen uns in Stand, unsere Konzerte fortan im wesentlichen im Theater und in der neuen Aula abzuhalten; im kommenden Konzertjahr wird voruussichtlich nur ein Konzert noch in der Stadtkirche stattfinden, alle anderen teils in der Aula, teils im Theater. Infolge hiervon mußte eine ganz neue Platzanordnung getroffen werden. Dieselbe ist derart gestaltet, daß die im Theater zu- einandergchörigen oder nebeneinanderliegenden Plätze auch in der neuen Aula uni> soweit irgend tunlich auch in der Kirche räumlich zusammenliegen. Dabei haben wir den Gedanken, der im Saale des Gesellschaftsvereins durchgeführt war, im wesentlichen auch in der neuen Aula beibehalten: Die Eckplätze im Mittelgang werden im wesentlichen den Logenplätzen deS Theaters eittsprechcn als erste Plätze. Wir können hier auf Einzelheiten nicht näher eingehen: die Pläne liegen bei Herrn E. Challier dahier, ^Neuenweg, für jeden Interessenten zur Einsicht auf. Die neuen Konzerträume haben es ermöglicht, in Zukunft alle Abonnementsplätze zu numerieren; unnumerierte Plätze werden in beschränkter Zahl nur noch im Einzelverkaus und im wesentlichen für Studierende ausgegeben. Also alle Abonnementsplätze sind in Zukunft numeriert. Wir hoffen, daß wir hiermit einen lange gehegten Wunsch aller Musikfteunde erfüllt haben; wir dürfen dies umsomehr hoffen, als diese Ginrichtimg getroffen wurde, ohne die seitherigen Preise zu erhöhen: Der seitherige unnumerierte Platz ist einfach in einen Platz IV numeriert verwandelt, zum gleichen Preise wie die seither unnumerierten Plätze. In dieser Taffache wie ferner in der ganz erheblichen Vermehrung des seitherigen schon numeriert gewesenen Platz III zum alten greife liegt tat* sächlich sogar eine erhebliche Verbilligung gegen seither. Wir geben uns aber der Hoffnung hin, daß unsere Freilnde, welck-e bisher einen I. oder II. Platz gehabt haben, nicht zu einem billigeren Platz abwandern werden, daß vielmehr mancher neue Freund uns gewonnen werde, der nuninehr die billigeren Plätze, die alle gut sind, nicht mehr um deswillen zu scheuen,braucht, weil sie früher unnmneriert waren und er Gefahr lief, keinen guten Platz mehr zu erhalten, wenn er nicht sehr zeitig sich einen solchen jedesmal sicherte. Fügen wir noch hürzu, daß es uns gelungen ist, eine vorzügliche Künstlerschar, das Orchester des Zoologischen Gartens in Frankfurt a. M. für 1907/08 zu verpflichten, daß wir, wie unsere Einladung zeigt, Künstler ersten Ranges für unsere Konzerte wieder gewonnen haben, so dürfen wir die Bitte aussprechen, unsere Konzerte so gut zu besuchen, wie sie es verdienen. Wir bitten also unserer Abonnements- einladnng zu mtsprechen; eö genügt dabei, anzugeben, selche Platzart (I., II., III. oder IV. Platz) gewünscht wird, sowie besondere Wünsche durch Bezeichnung des theaterplanmäß gen Platzes zum Ausdruck zu bringen, da die Platzanordnung des Theaters zur Grundlage der gesamten Platzverteilung gemacht worden ist. ** Die Lehrer Hessens wollen zu dem zu errichtenden vierten Lehrerseminar für das Großherzog- tum Stellung nehmen. Es sollen deshalb in den drei Provinzen außerordentliche Versammlungen abgehalten werden, auf deren Tagesordnung der Vortrag steht: „Wohin gehört das 4. Lehrerseminar?" ** Teilweise entrahmte Milch. Bei den in letzter Zeit vorgenommenen polizeilichen Milchrevisio- nen wurden von verdächtig erscheinender Milch Proben entnommen, deren chemische Untersuchung ergab, daß eine teilweise Entrahmung der betr. Milch stattgefunden habe und als verfälscht im Sinne des Nahrungsmittelgesetzes zu betrachten sei. Anzeige ist erhoben. x Hungen, 4. Okt. Heute nachmittag 21/2 Uhr kamen Exz. Braun, Etz. Gnauth, Geheimerat Dr. Breidert, Ministerialrat Freiherr von Biegeleben, die K'reisräte Fey und Dr. Böckmann, Oberoaurat Schmick, Baurat Dr. Eser, die Herren Oberingenieur Müller, Ingenieur Birnbaum, Ingenieur Sprengel und einige andere Herren auf der Fahrt zur Besichtigung der Gruppeuwasser- l e i t u n g von Bad-Nauheim aus per Automobil hier an. Im Gasthaus zum „Solmser Hof" hatte sich der Gemeinderat der Stadt Hungen zum Empfang der Herren zusammen- gcsunden. Nach einer Ansprache ^es Herrn Bürgermeisters Fendt wurde im „Solmser H>of" ein Mahl eingenommen. Die Weiterfahrt in d^r Richtung Villingen, Laubach, Lauter erfolgte um 4 Uhr. Die Stadt Hungen hatte Fahnenschmuck angelegt. Laubach, 4. Okt. Ein Jagdpächter der städtischen Jagd erlegte gestern abend im Distrikt Senges einen Katz i t a l h i r s ch, einen ftarfen Zwölfende r. Der Hrrsch hatte stark aufgesetzt, die Stangen des Geweihs messen nahe 1 Meter, daS Gewicht des erlegten Tieres ist etwa 2 Ztr. Friedberg, 4. Okt. Die Direktion der Geweröe- Akavemie konnte nunmehr die Stadtverlwetung auf Grund kontraktlicher Vereinbarung ausfordern, mit dem längst getzlaiiten Neubau zu einem Studiengebäude des Polytechnischen Instituts im Frühjahr nächsten Jahres zu beginnen. Die Detaispläne werden im Wintersemester von den Studierenden der Akademie ausgearbeitet werden. MH-»«—.--m I ' »iv-.r-an.i ac- —h— u ■ hii n «.mrMiMifa.» «, AttLVerjssLcrts-LLtrctzrLctzrrn. — Beim zahnärztlichen Institut der Umoerfuät Leipzig wird eine besondere Abteilung für technische Zcchnheilkrmde und Orlhovoillie eingerichtet. Als Direktor dieser Avteiluitg ist der Dresdener Zahnarzt Pfaff berufen worden. P'asf steht uu 37. Lebensjahre, hat in Gießen, Leipzig und Berlin strtd'.ert und ist Herzog!. Ateinmgifcher Hofzahnarzt nnb Großherzogl. Clöen- bnrgifcher vo'rat. MSM ms 10 2lüL§rsa:ursretMrs vrr Zran ^lkM. Aufgebote. September. 28. Johannes Weber, Schneider dahier, mit Helene Elifabethe Hof in Aliew-Bufeck. 30. Adolf Fuchs, Kaufmann, mit Marie Kall wasser, beibe dahier. 30. Johann Naudenbusch, Knecht, mit Anna Renket, beide dahier. Oktober. 1. Otta Uhlenhant, Tabakspmner, mit Marm Reitz, beide dahier. 1. H.llnar Krause, Streckenarbeiter, mii Karol ine, gen. Luise Kleh, beide dahier. 1. Hugo Elsoffer, Rechlsariivalt, mit Johanna Rothenberger, beide dahier. 2. Wilhelm Balser, Schneider, mit Anna Moos, beide da- hier. 3. Atoritz Schorseh, Kaufmann dahier, mit Helene Haa§ ur Darmstadt. Eheschließungen. September. 28. Wilhelm Muhl, Bürgermeistereigehülfe, mit Luise Klaus, beide dabier. 28. Heinrich Kern, Sergeant, mit Anna Pfeffer, beide dahier. 28. Ernst Hermann Laglöhner, nut Anna Hansel, beide dahier. 28. Hans KoeLlschcm, Hanptmann und Kom- pagniechef, nut Mathilde Kempff, beide dahier. Oktober. 1. Ludwig Stein I., Bäcker in Grün berg, mit Elisabelhe Johannette Wilhelmine Ida Schillinger m Niedcr-Gemünden. 3. Wilhelm Schneider, Bizefeldwebest mit Maria Reith, beide dahier. S. Dr. Hermann, v. Jhenna, Alllseumsdirektor in San Paulo, mit Wta Buff dahier., 4. Christel Schridde, Sergeant undHütfthoboist, mit Marie Staubach, beide dahier. I Geborene. Septöniber. 22. Dem Schuhmacher Kaspar Döring eine Tochter. Anna Maria. 22. Deni Raiüuiami Siegmund Jacob ein Sohn, Manfred. 22. Dem Feldwebel Georg Dietrich Scheuer ein ! Sohn, Riidols Ludwig Karl. 25. Tein Laboraiiten Siathaiiael Otgoso eme Tochter, Magdalena Elsa. 25. Dem Tienstmann Kasvar Eisenbach eine Tochter. 27. Dem Hülisheizer Heinrich Schneider eine Tochter. 27. Dem Weißbinder Konrad Keil ein Sohn,^Wilhelm Georg. 27. Dem Werllührer Christian Rumpf em Sohn, Wilhelm Fritz. 27. Dem Kunsihaiidler mw Vergolder Karl Subroig ! Leib ein Sohn. 28. Dem Oberpostassisteiiten Gustav Adolf Georg Weimar ein Sohn. 28. Der Witwe des Fuhrniannes Heinrich Koch eine eheliche Tochter, Wilhelmine. 28. Dem Steinmetzen und Bild-- haiier Paul Schober cm Sohn, Franz Paul. 29. Dem Fuhrmann Öeinrich Wagner eme Tochter, Frieda Christiane. Oktober. 3. Dem Sattler Georg Götz eine Tochter, Elisabeth Margarete. Gestorbene. September. 23. Theodor Brück, 73 Jahre alt, Möbelfabrikant, Schloßgasse 16. 28. Johann Georg Krehbast, 63 Jahre alt, Tag- lohner,' Schisset,berger Weg 52. 29. Martin Haas, 2 Jahre alt, Frankfurter Straße 30. 29. Koiirad Malis, Straßenkehrer, 71 Jahre alt, Tiesenweg 18. Oktober. 3. Hans Heninch Böhringer, 2 Wochen alt, Ost-An läge 18. wrwLI-V-“" r^Hr,IUdÖ?lc^wertt rugnte, bisher wurden ihnen mehr all 238 Millionen Mark zurüttgewahrt. v . 3Eoeser, Gartenstr. 30, erbeten. va/fl isch Marinaden jtirat Geringe, Bisiuarckiieringe, Marinirte Heringe, Rollmöpse, holl. Voll-Heringe Stück 5 Pfg. stets frisch 57^ Jfakob Maternus Boethesehüle,ßffenbacha.K Privatrealschule, verb. mit Vorschule u. Pensionat. Reifezeugnisse berecht. z. einj.-freiw. Militärdienst, Mäss. Pension s i) r s., gut. Verp kl eg. u. gewissh. Beaufsicht. Prosp. d. d. Direkt. Postpakt-Mressen mit zirma iwr,. dtlUüft vrühl'sche UnwersttAr-vruckerei. Sieben. 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