Dienstag F. März 190? L 57. Jahrgang Erstes Blatt fier s&ss Oll. ^dungrn der Ge» MijjionSroege ikc. Durern., 4,60 Fm. , . 8,65 , , ,58,12 , mte Holz, als auch rrt in den Llslnklea en vorschchsmÜW u 11M7 ge/iallft. ! Zecher dahier. inH HaiMbmWon - l/ht auf hiesig :öftnun$ Wfuiöeu uwnltn stßtizmg M Sbei'försterei Men iÜmgemvM i, den 6. März 1907 jmie u bis lä m lang, n-Licuiunev bis sm eii-LlaumieSbisllll ^ichien-DerdMugev >ituu, 58 Rm. Achten, M UA Z'tm. >ege- ^emerÄrenzeidaL .»^cheilholz, db W »»jtuu Liucheii-'^rugd ^en-Meu-tÜ-L-ünt ,laß des Dcdtorbenen „s Wilhelm je«!»«» jaliimg bt6.^l „„8 'L°r»°h">° bit leies ein Projekt, das meines WisienS schon einmal zur ^ed Friedrichs des Großen auftauchte. Sollte man nicht B. das Notariat, getrennt von Advokatur, als staatliche Institution, al8 Pflidttbehörde nut feften Bezirken gegen fireS Gehalt unD mit ausjchließtlchcm Anrecht des Staates aus die emgehLnden (gebühren einrichten können? . r , . ... Wäre es nicht erstrebenswert, zur Vereinfachung der Justiz- orgauijation und Verbilligung der Rechtspflege die Eiuzetstaais- Justizverwaltungen unter weiterer Einschränkung der Landesgesetzgebung ganz in einem einheitlichen Retchsorgan au'gehen zu lassen, die Gerichlssprengel ohne Rücksicht aus Grenzpiahle durch gan- Teiiijchland nach wirtschastlichen GesichlSpunkten, mit Ructfichr aut das ausgebaute Eisenbahnnetz und anderer Verkehrswege ei«- zilricyten? Die geplante Erweiterung der Anitsgerichtszustandig- teit iviiide vielleicht eine stärkere eigene Vertretung der Recht-' litchendetl und dantit eine weitere Verbilligung, wahrscheinlich aber zinil Schadeti des Rechlsiveieus, bedeuten. Tas wären greisbare und diskutable Vorschläge, die sich leicht im Sinn einer Reformierung der Rechtspflege überhaupt noch um weitere Anregiingen vermehren ließen, wie Adschasjung der Todes» strase, des Eides ic. . Wenn der vernünftigere Teil der tiojtalbemotratie sich entschlicht, praktisch initzuarbeilen, das Erreichbare ms Auge zu iahen und statt verschwommener Ideen nut positiven Vorschlägen hervorziltreten, dann ist em Zujaimneu geben nut lintsbürgerlichen Varteien nur eine Frage der Jen. Tie ganz Radikalen mögen dann ihren Phantomen tueücr nachjagen und sich nut halber nr- beit nicht begnügen. Seiten möchte ich em Rezept verschreiben: Arn billigsten wird die Rechtspflege, wenn man sie ganz abschasst 1 Tas schönste Adeljräuiein besucht ihn nacytlicherivede m jetney Kammer. Sv steigern Ruhm, Fürsten- unü Frauengunst seutar Äcut, seinen Stolz, sein Mannesbewußtzem, sein StMtdesbLwußt- seiu. Eine Jntrigue bringt jäh den Sturz. ^aS Welsrauiem entschließt sich, einen Adelsjunler zu heiraten, aus daß des ^acren Sohu dereinst nicht eines Narren Namen trage. Mit einem Stoße bricht die Wolfnarr-Herrlichkell zusammen Der Spielmann erkennt, daß er nur ein Spielzeug gewesen, ein Leere?: Schmuck, mit dem die Fürsten prahlen; erkennt, rote man chm, dem ehrlosen Spielmann, reinen ^entewert .^mißt Unb wie die von ihm einst gezüchtigten Adligen mit der Temche ihn mißhandeln, aus freiem Matze, wie dem Narrur eS gebührt, wie sein Fürst das zuläßt, gibt Wolfnarr, nach langer moralischer Wrechnungsrcde, sich selbst den Tod Tie biedere Naivität, mit der der klassische Fuhrmann L) ens chel unserer Bühne seinen Tramalikerberu! aripaat, btt Skrupellosigkeit, mit der das Technische inemandergesclMeitzt, dir wuchtige Primitivität, mit der alte Voraussetzungen, alle psychologischen Umroanblungen gepackt sind, bntwassnen jede trcküche Londe Ein Schwall markiger und gemütvoller Worte iirvmt von den Lippen des Heiden. Die Kunst der Schweigsamkeit ist dem Dichter Rittner nicht in die Wiege gelegt; zartesten Gefühle setzen sich um m tönende Worte. Die Persönlichkeit, die hinter diesem Werte fteljt, war es, die der Aui.uhrung ine Wethe geben tarnte. Der Eindruck, der Sutter den Figuren: des Stückes wurzelt.' hier hat ein einfacher, gerader Mensch ein bitter Erlebnis sich oom Herzen geschrieben. Die alte Phrase von Leuten, die ihre Feder „tu ihr Herzblut tauchen", roerUt fiar um zu Wahrheit Hinter allen nützen reell sich stsack VattneiMc Geradheit, mitlnersche Biederkeit, Rittnersche Schlichtheit, und eitel Lhinpathie für den Menschen gab miau den strömenden Wortm über Menschenwerr und Adelsdünkel, über Künstlertum und Neu.er> pack einen Adel, der auijeujub des Werkes lag. SUS tem heraus quoll auch wohl der rauschende B^ttall, der den Auto, überschüttele. Rudolf Rittner will seinem schauspieler, beruf entsagen, ober, wie er es ausfaßt: entkommen Mir verlieren mit ihm einen Menschendarsteiler, dem wir t.erc, starke, in aller Wucht noch crgreüenb schlichte ^ugrnbuckL camen. Taß er sich doch überwände und wieder tieunj&ycte zu leuue, verhaßten KHminrschLtulle! gerade solche Partei« zufrieden zu stellen sind, bas weiß der Eingeweihte nur zu gilt. Jetzt ist aber doch noch ein Sicherheitsventil gegeben. Ist die Rechtsversolgung nämlich mutwillig ober aussichtslos, bann wird das Armeurecht nicht gewährt, oder wieder entzogen. Liefe Bestimmung wird aber nicht rigoros, foubevn sehr loyal und entgegenkommend gehandhabt. Und das Publikum weiß es garnicht, das roir Anwälte solche Armenprozesie ohne einen Pfennig Entfchädigung, oft mit namhaften Auslagen, führen. Der Staat bezahlt uns garnichts hierfür. Wenn der SUieiit sich das Armeiirccht frivol erschlichen Hai, und er iällt mit feiner Sache durch, ober bie Sache wird für ihn gewonnen, aber der Gegner hat nichts, bann erhält eben der beit. Anwalt auch nach Beendi- qunq des Prozesies garnichts. Tiefe Rechtspflege war bann für )ie Beteiligten, auch für ben Staut unb Prozcßvertreter vollständig .unentgeltlich". Int Effekt tft also auch heute schon cm großer Teil der Rechtspflege gerade für b^jenigeu bet Rechtjucheiiden, die nicht die Aiittel haben, unentgeltlich. . v r„ Wird mm auch dieser Zwilprozeß spater tm Prinzip und für alle Perjoneii unentgeltlich, wie sieht das Bild dmm ans? Ter Staat bezahlt die Zeugen und die Parteien riskieren weder Auflagen noch Hollen, üb die Rechtsverfolgung schikanös ist oder nicht, »st einerlei. Wenn da jemaiib b00 Mk. schuldig ist, wird er sich hüten, es zu bezahlen. Er wartet einmal ruhig ab, ob's dem Gegner, der unperjchämt genug ist, fein Tarlehcn znruckzuverlangen, gelingt, den Beweis zu führen. Jnr fchltinmsten Fall braucht er nur die 5uO Alk. zu bezahlen, Rofieu gidlS nicht, vielleicht hat cr noch die Zinsen biS zur Zahlung profitiert. Wegen jeder Lupalte wird prozept, und zwar selbsioerständlich durch alle Instanzen hm- Durch, beim auch sur bie germgften Lachen muß bann doch bas Reichsgericht noch ba fein, auch wenn dieses fo groß werden mützie, rote ute ganze Halbmillionenfladt Leipzig. Ist jenmiiö mitzliedig, dann kann man thn durch fchikanow Prozesse zur Verzwelsluilg bringen, Abgeordnete können durch Parteigegner in andauernde Prozesse verwickelt werden und an Der Ausübung des Alandais dadurch vollslandig gehindert werden, alles ohne Kosten, ohne Risiko, ein fortgesetztes, harmloses Spiel. Der Staat, ben jetzt schon bie Rechtspflege-allein in bem heuten Hessen huuderliaujeiide Mark — Zuschuß kostet, ber bann aber aus dec uneutgelilichcn Rechtspflege überhaupt feine Einnahmen halte, bezahlt trotzdem dann alles, auch bie nach Legionen nicmenhcitt zn° gezogenen Lareiibeifitzer. über Jollen bie auch aus ihrer Haut heraus und für den lieben Herrn Fiskus sich umsonst über andere Leute ärgern unb ihre Zeit verlieren 2 Woher bet Staat das viele Geld nimmt ? Wer wird denn jo neugierig Jein, das ist ja dann -Lache beS FmanznilitisierS, und Geld gibis ja dann wahrschemlich auch nicht mehr. Ja, bann 2 Ich denke, das alles sind »Gegemvarts - Forderungen. . * Wie man nur so wüst träumen konnte. Im Wachwerden kehre ich nut Gedankenschnelle aus weltenfernen Ncbelgebiideu, bjc aber so trugkräftig waren, DaB man bie fchwersten Luuschlölier aus chnen auibauen konnte, nach imjerem Erbkiumpen mit Jemein Parasllen- gewirnmel zurück uub fehe zu meinem Erstaunen, dag die Erde immer noch nicht ein Kongreß von Heiligen oder eine uu|teDeluug uon Engeln ist. Für bie nächsie unabjeybave Zeit ist auch wenig Hosf- nung auf dieses Eben vorhanden. 9lun zu realen Verhälllulien 1 Ta sehen wir nun, daß auf dem Wege zu einer verbilligten Rechtspflege schon vieles geschehen tft unb andauernd wettere Erleichter- mißen angeflvebi werden. Mitte Januar 10U7 wurde aus Karlsruhe berichiet, daß dort »gemäß früheren Beschlußes der badt|chcn Auwaltskammer der Karlsruher Ailwattsvereui die Errichtung emer unentgeltlichen Rechtsauskunftsstelle für Unbemittelte im Ailwaliszimmer des Juslizgedäudes befchlosjeii Hal. Tort werden an naher zu beftinunenöen Tagen jeweils zwet Aiiwalte oon ö bis 8 Uhr abends für obigen Zweck zur Verfügung stehen. An ber Einrichtung beteiligen fidj sämtliche am Landgericht zugelasseiien Rechtsanwälte." Ferner war Ende Januar lf. Js. zu lesen, baß aus Anregung eines Krelshauplnlamis tu Dresden eme »öffentliche, uupatteu’cl)c, lofienloje Rechtsaiiskuiülsslelle tue Jedermaun aus bem Volk ge- grünöet werden fall. An ben DorbeieuenDen Verhatiblmigeu beteiligen sich Vertreter ber borngen slädtischen Behörden, der Handels- und Gewerbekaminer, verschiedener Uitietneljmet- und Arbeiierverbäiide. In der Verwaliung dieser Ausluuftsiielle Jollen auch Uiiteriiehmer uni) Arbeiter paritäti(d) vertreten fern . TaS sind dach positive Bestrebungen. Von s2liuegungen unb ■ Pläiieu solcher Art liest man aller Orten. Was soll inr Vergleich , dazu aljo »Uueiitgeltlichkeit ber Rechtspflege" heißen 2 Man stelle ; genau formulierte Forberungen auf. Soll etwa der Beruisrichler- : lianb verjchwllrben, der Anwaltssiand verstaatlicht werden. Lctz- Äünftler-Äouzert. Gießen, 5. März. Im Neuen Saalbau stellten sich unS am Sonntag abend drei junge Künstler vor, zroet Sänger und ein Pianist. Das Programm war recht vielseitig und bot im grotzen und ganz« nichts Unbekanntes, iß, verschiedene recht oft gehörte sadjen waren darunter Das ist sür ben Künstler schon eine Erschwerung, beim jo legt man viel eher einen kritisclsen Ataßstiab an feine Leistung alS an das Dargebotene. . Unter ben Liidern waren >L>chubert, Schumann und Wols vertreten, sowie Karl Loeroe mit einer seiner schönsten Balladen, dein allenglischen „Tom der Oieimer". Außerdem bürsten roir ■einige Szenen aus unseren besten Opern Höven, aus Webers „Freischütz", Wagners ,^LL>hengrin", das Liebeslied aus der „Wal- Terlamation, die ohne zu sctzarie Atzentuiecung docy bewirkte, daß am Ende des Sjaales jedes Wort zu verliehen war. Der drille Künitler, der Pianist, Herr I. Hahn, tit bekanntlich ein Einheimischer. Verschiedene seiner Darvitiungen waren uns dleseii Winter schon einmal geboten worden. . Ta- Brahms'sche Intermezzo ward von Herrn Hahn ausgezeichnet Liedergegeben. Dagegen konnte er in dem „esoirde de Vienne nicht Herrn Zilcher erreichen, technisch wohl, aber nicht in seinem Spiel. Von Chopin gab er uns ein Präludium und einen Ges-dur-Walzer. Zu dem schwermütigen Prsuche will der Ilalle Walzer schleckst pasien. Das ist ein eckst Cho putsche- ft mb, feine Tanzmusik, sondern richtiger Tan>. Recht aniprechend war auch das Scherzo von Mendelssohn. Herr Lahn itieit technisch votl- chmmen sicher. Dabei läßt cr die Unarten mancher Spieler, bie eigenen Variationen, fort. Nur mit dem Tempo müßte er etwa- sorgfältiger verfahren. ZuweUen rourbe er .denn gar zu hitzig. Auch stört es, daß während des Spiels sein Oberkörper jort- währenü in Bewegung ist. Der Künstler Halle die einzeln« Kompositionen eingehenv Jtubiert und lie richtig erjatzt. Nur fehlte ihm die rechte Ruhe für das öffentlick-e Auftreten, tote man siah. Dadurch benachteiligte er selost sein Spieü Im ganzen war der Abend recyt ^enutzreich Der finanzielle Erfolg blieb Den Künstlern leider versagt, beim das Konzert war nur schwach besucht. Zu erkläreii ist das allerdings bei der Hochflut von Kviizerten unb ähnlichen Veranstaltungen, die ui Gießen gegen Ende der Saison mit einemmal hereingebrochen ist. Rudolf Rittner als Dramatiker. Per tztar tm Reichstag. VIL R. Berlin, 4. März. Für den Abg. Erz berg er nahm bie Woche einen wenig günstigen Anfang. Der Pfeil, ben er in ber letzten Srsuiig gegen den Chef der Reichskanzlei v. 2 o e 6 e 11 entlaubte,Jaulte beute mit verstärkter Schwungkraft auf ben Schützen zurück. Es lag etwas wie ein Verdikt in Dein entschiedenen Beifall, mit dem Die konservativ-liberale Mehrheit bie Charakterisierung des. Erzberger sch en Verfahrens gegenüber den Unterhandlirngen mit Herrn d. Loebekl in ber Angelegenheit Püplau ausnahm. Der Ches Der Reichskanzlei wahrte gleichsam feine Ehre, berat eine von ihm niedergeschriebene Aktennotiz war vom Abg. Erzberger als unwahr bezeichnet worden. Da dieser heute in einem Zivilchen- ruf bei feiner Auffassung beharrte, zog Herr v. ~ocbdl em von Erzberger unterschriebenes und beeidigtes Schriftstück hervor, und an der Haiid dessen siellle er dem vereidigten den. unuereiDtgcen Erzberger gegenüber, bem Hause überlassend, wem von beiden es Glauben schenken wolle. Die Anspielung auf die bkolle des- Zentrumsmannes in dem jüngst verhandelten Pöplau-Prozetz war unser kennbar; bie Schärfe, die Herr v. Loebell in Den Ton seiner Worte fegte, tat ein übriges zur Erregung. Und die Fortsetzung des in seiner Art einzig dastehenden Streite» wird folgen. Bei der Stimmung im Hause fara'ol bie Jungfernrede deS Wetzlarer Abg. Behrens (roirtfuj. 23er.;, des christlich sozialen Getoerkscha,tsmar.iif./, genüge lutaujtung, obgieid) Oerr BehrenK gewiß einmal zu den guten Revnern des Reichstags zöchlen wird. , _ ,_r Stärkere Wirkungen erzielte Der polnische Heitzsporn Graf M i e l c z y n s k t. mit feinen Ausführungen Er griff Preutzens Regierung und Bchörden so heftig an, daß binueu einer halben Stunde zwei Ordnungsrufe vom Vizeprasidttiten Dr. Paasche über ben Grafen verhängt wurden. Wenn ber Polm Edelmann von dem Wunsch Preußens sprach, es möge in ber Ostmark zur Revolution kommen, damit mit SBatiengeroalc emgegni i cn werden könne, jo ist Das ein Produkt. sarmattiAw Phantasie. Jeder Kenner des Polentums weiß, was. von der Behauptung des Grasen Mielczynski zu halten ist, bie studierende polnische Jugend sei in heiliger Begeisterung für DLutschlanLs tlasiische Dichter entbrannt. Für französische Pikanterien rote da» zurzeit iu Berlin gespielte starke Theaterstück: „Haben eie nichts zu verzollen?" dessen Inhalt Graf Mielczynski erzählle mit einer matten Nutzanwendung auf bie konservativ-liberale „Paarung", scheint bei den Polen mehr Verständnis vorhanden zu fein. Graf Mielczynski gehörte einst einem preußischen Gardekürassier-Regt- ment als Leutnant an. Seine hell schiuellernde Redewetie mutz in Versammlungen von nicht geringer Wirkung auf die Hörer sein tu : Jö8t^ l frei. Man schreibt uns aus Berlin, 3. März: Rudolf Rittners, des hervorragenden Buhuenkunillers (denen Bekanntschaft uns zu vermitteln der verdienstvolle Gtetzener Theaterverein im Begriffe sieht D. Red.) L-piellnannsbrama „N a r r e n g l a n z" wurde vom ^chitlertheater am Samstag au|- gesührt. Das Stück hüllt sich in Den Mantel des 16. ^hrlwnderls. Am Hofe eines Kurfürsten lebt Lklfnarr als, kurfürstlicher Lpiel- mann und Hofnarr. Hohe Stücke, hält sein Derr auf lernen Narren. Ruhm und Ehre bringt fein Talent dem Furflluhvfe. Mehr als Dichter ist diejer Narr: em stöber, edler AcLNich. S°gt jedem die W-hrhell. sLLM unb « jenbetg. [1383 Kre heutige Dummer umfaßt 10 Setteu. ; RnentgeltlichLeit der Aichtspslege. von Rechtsanwalt Raab m Gießen. In einem ber jozialbeinokratijchen Wahl-Flugblätter erregte neulich bie fünfte ber .Gegeinvarls'-Foiberuiigeu mem befonberes fFachmleieffe. ,UneuifleUlid)teti ber Rechtspflege war ba zu lesen. , 21uf Den cvften Blick em be|ted)cnber Gebanke. Wariun sollte man nicht a. B. eme Gelbforderung auSklagen burfen, ohne wegen Un- pfänobairett des Schuldner» noch Kosten obenbrem zu erhalten? So einfach liegt aber bie Sache doch nicht. Sollte Nicht bie »Un* entgelttichleit Der Rechtspflege^ einer Ruß gleicherr, die man nach ^ujaglicher Mühe geknackt hat unb bereit Kein unbrauchbar, ober ,bie ioaav hohl tft 2 , Tas Wahlflugblatt faßte nicht, was mau unter jener „Oegen- ;warlL--Forderiina verstanden haben will und wie man fie m Die Uk$uUid)feU urnzujetzcn geben!i. Es tft also ber Phantafle bev gvoyie Spielraum gelosten, wie beim gerabe m foldjen uberucalen ,Po|iulateii ohne Pläzisieriing, losgelöst vom Bobeu des oiealen rind Lunächst Erreichbaren, ohne Skrupel über die finanzielle Trag- .weite der niagische Zauoer für die große Aiaffe der (Sieb auf en- uv.b ^triuflofcn liegt. Und doch gehören solche Fiageu felb|l für den beruiemäßig damit bcjdjättigicu zu ben ßtöüieu Pioblemeri. Jene ioUie man in erster Linie hierüber zu Wort kommen laflcn. Es ist aber bie Neigung leibet weit verbreitet, im Leben überhaupt, wie auch bei allen Parteien, daß metsiens Leute am längsten und lauieflen über bie Tinge reden, die sie am wenigsten verfteljen. In Den schwierigen Fragen, bie unser heutiger komplizierter Bvlks- ivirildjaflsmechaniSiiiuL und zu losen aufglbt, sollte man nur sehr norsichtig au Werke gehen uub bie organtiche Weilereulwidlung Über geiuQUjame Eingriffe, schmerzhafte Dpecatiouen unb gefährliche Experimente stellen. . r. Beim Wort »Rechtspflege- denkt da» Publikum wohl m erster Linie an bie Behandlung von Strafjachen. Obwohl diese den kleinsten Ziveig der getarnten Rechtspflege darstellen, hat die große Diofie gerade für Strairechtswejen gropeS Jntereffe, größeres Ber- fiänoui». Durch ÜaienbeteiUgung ist dieser Teil deS Rechtslebens ibeionöcr6 populär geworben. Soll nun bie Strafrechtspflege voll- [länDig unentgelttich Jem! Tie Sache tft schon jetzt, meine ich, lehr einfach gelöst. Ist bet Angeklagte em armer Leusel, jo bekommt der Staat auch jetzt jdjon teme Enljchadigimg sur seine Hollen unb Auslagen. Dec Prozeß Hubbe kostete bem he|fi|chen 'Staate LausenDe Mark, dem HudDe nur — seinen Stopf, foult war DOn ihm nichts zu holem Wenii aber ein reicher Mann m Stonflifi nut Dein Geietz kommt, dann müBte ber nach jozialdemolratiicheni 3.«jipt auch unentgeltlich abgeuilcilt roerbeu unb bem Staate eiit- kuiüe hier eme Einnahme. Schließlich müßte man auch bie Geld- ,nraten abschaffen, die dem Staate immerhin einige Emiiahmen zu- rveuDen. Wo soll baö hinführen? Ideal ist eine Geldstrafe, wie überhaupt jede Strafe Doch nie, von der Roheit bev Todesstraie garnicht zu reden. Unschuldige Angehörige werden burd) Verdienst. embuBc und VerinögenSverlust immer mitgenofien. Zur »Rechtspflege- gehört ferner das weite Gebiet der log. jreiwilligeii Gerichtsbarkeit (Siaufuerträge, Nachlaß- unb Ausem- cuideisetzuilgssacheii, Hypotheleuwejen ujw.). Soll and) bad uneiu» neltlid) sein 2 Sollte mau Nicht im Gegenteil bie zahlreichen Grund- slüds-Schtebungskäufe bet häufigerem Uinsatz unb grotzem Objekt jerft recht und progressiv besteuern, iwch viel stärker, als bisher f * 1 * * * ^Auch Verwaltungsstreitoerfahren, MilitärgertchtSbarkeit, Orrs- aerichts- und Standesamtsivejen, Konkursjachen ujw. gehören zur Stechispflege. Vor allem das große Gebiet der Zivilprozeßjachen. Soll auch hier alles kostenlos Jem? Wenn zwei Seftfadrikanteu einen Allllionenprozeß fuhren, weil der eine Konkurrent dem andern Doiiöirii, er habe zu Unrecht Jemen Sekt als den bei einer -Lchiffs- lauie penvendeteu auspojaunt, bann soll diejes Privawergniigen bie Aioci nichts kosten und das ganze Volk soll den Spaß bezahlen. Und uingekehrt: Sind nicht bet flemen Objekten die Gebühren des Gecichts und der Prozeßpertreter auch jetzt schon lächerlid) niedrig, so gilt ivie unentgeltlid) 2 Wer allerdings eme Akark euiklagt, unb bei Verlust ferner Klage, nachdem Zeugen hierüber gehört |uiD, die mud) nicht aus lauter Menjchelijreuudllchkeit srd) Itimöeulang uncnl- Seitiid) au§ Gericht stellen, das 10-, 20 fache und noch mehr im lergleid) zu fernem minimalen Interesse bezahlt, unb sich hierüber wundert, der gehört in eme andere Welt. Ist die Parier aber arm, dann wirb ihr schon heute bie RechtSverJolguug zunächst vollständig unentgeltlich gewährt. Weldjer Unfug geradezu nut Jem Armemecht heutzutage manchmal getrieben wird, und wie Jchwer auf 3 “sr Pitukil, L Llock) 0'/. Dorfstzende. faufT n5lQ‘163entnet . ^'“lilionsiueqc. 13(1 dtt unter, UÜS W3-3T.Z ■ - ’”W ■" *’ ° vezug»pret»r Xw & zk AM wl« A Ai A sIDIlKCIVLL ZlIHvlUvl blätter viermal in ber jg W Li W W W XäF VM brS oormittaa» lu Ubt. Woche beigelegt und ■ W 'V V V v ßeüenprct»; lofal zweimal wöchentlich dar XJP auS.oävlS 20 Pfennig. ZM General-Anzeiger für Gberheffen MW sibrrf« für D-p-ich-n: Rotationsbn(d und Verlag der vrühl'schen Univ.,Such- und Ltelndruckerei. B. lange. Bedattlan. «rpeditlan und Dräderet: rchulftratze T. Anzeiger Gieße«. lÜXC" 2C. j TargeÄrten wurden unS diefe Sachen von Herrn The u r e r, Tetwrist vom Stadttheater in St. Gallen, und Herrn Ztmmer- 3n a n n, Baritonist aus Stuttgart. Herr Theurer verfugt über eine gute Tenorstimme. Sie hat metallenen Klang und rst autzerjt lästig und durchdringend, ddoch mehr wirkend kann ich sie mir frcilid) in einem akustisch gebauten Theater vorstellen; denn fu dieser Stimme gehört belebendes Spiel. Di-e Szene des Ma^ ins dem „Freischütz" wurde besser torgetragen als vor Drei Wochen von Herrn Aiöeller» der auch stimmlich Herrn Theurer nicht trreichte. Ebenso gefielen Siegmunds Liebeslied und Lohcngrtns -vralscrzahlung. Doch bei dieser wollte am Schlüsse die Stimme Dohl nicht mehr ganz auSreidxn. Die beste Wirkung erzielte Herr Theurer, roenn andere Stimmen seinem Tenor als Iomter» ■gruiib dienen, sodaß ec die Schärfe verliert, wie roir cs bei ben Juiciten sahen. Derr Z immermann dagegen fonnte nicht )o gefallen. Seme Twnmlichen Mittel sind nicht schlecht, aber iwck) fehlt diesem Bariton >02 rechte Mark, der eherne Stiang. Auch war der Ansatz, be- ^ndcrs bei größeren Intervallen, zuweilen unrein. Die Lieder, 3bie er uns gab, waren so recht dazu angetan, ausdrucksvoll -gesungen zu werden, und ich glaube, daß Herr Zimmermann 'dazu fähig ist. Aber der Ausdruck kam ihm nicht von Herzen. Man hatte das Gefühl, daß Herr Zimmermann sich nur etwas mehr Mühe zu geben brauche, um bebeuteiü) Besseres i" leisten. Schromkem ^Was an ihm wieder recht anüenehm bytährte, war dte glänzende Kurjursten Gunst hall ex öüt llevermut ö^s aoci» ia . Derblndimg mN v^n raschen und energischen Handbeivegungen- die an die Gesten Bebels erinnern. t Staatssekretär Graf Posadowsky hielt heute den Augenblick für gekommen, auf die in der Etatsdebatte geäußerten sach? lichen Wünsche und Beschwerden einzugchen. Mit der Recht- fertigung der Diskontpolitik der Reichsbank vcr- pwchte er verhältnismäßig am wenigstens zu überzeugen. Bitteren Tones sprach der Staatssekretär von den gegen seine Sozial- 'Politik gerichteten „gehässigen und giftigen Angriffen", die ihn aber nicht irre machen könnten. Die Herren von der Rechten, denen diese Worte galten, blickten ziemlich verdutzt drein, während die Linke durch lebhaften Beifall dem Grafen dZosadowSk» gewissermaßen daS Vertrauensvotum er# neuerte. Ten Höhepunkt der Sitzung bildete die Rede des Abg. Frh. V Hertling, der den „nationalen" Katholiken im Wahlkampf sich zugesellte und deshalb das Recht nuf den „Ehrennamen" eines ZentrumsMannes, nach dem Urteil bahr. Zentrumskandidaten, verwirkt haben soll. Nun, nach seiner heutigen Rede dürfte Frh. b. Herkling aiuch jenen Kreisen als „rehabiliert" gelten. Er ließ die Zentrumssahne hoch ßar Winde flattern, so hock, daß „der ui katholischen Volkskreisen sich regende Zug tiefen Mißtrauens" Menthalbcn in Deutschland und wohl auch jenseits der Reichs- orenzen zur Kenntnis genommen werden wird. Die Ermittelung der geheimsten psychologischen Gründe zur Auflösung des Reichstags war eine rhetorische Glanzleistung, und die takt. Geschicklichkeit des päpstlichen Vertrauensmannes feierte den höchsten Triumph tn dem Hinweis auf die „Prätenswnen" der Nationallibcralen von 1878, die Fürst Bismarck scharf gegeißelt habe. Gegen die Liberalen brannte Frhr. v. Hertling ein satirisches Feuerwerk ab, beiläufig der junglibcralen Sturmkolonne gedenkend. WaS auch Fürst Bismarck dem Zentrum angetan, haben mag, so hat ers — nach Frh. v. Hertling -^nie gekrankt, wie Fürst Bülow, von dem die Partei hören mußte, sie beweise das Gegenteil von nationaler Gesinnung. Darüber ist Frh. v. Hertling tief niedergeschlagen, darum sagt er eine verhängnisvolle Erschütterung der deutschen Volkseinheit voraus, denn der katholische Volksteil stehe einmütig zusammen und es sei Illusion, von „konservativer Absplitterung im Zentrum" zu sprechen. Frh. v. Hertling erntete brausenden Beifall im Zentrum, auch als er erklärte, seine Partei werde keine Politik der Verärgerung treiben. „Mau soll nichts verschwören", könnte man nach den diplomat. gefeilten Wendungen des Frhn. R Hertling beinahe sagen in Bezug auf die Möglichkeit einer Wiederverständigung des Zentrums mit der Regierung^ Gewisse feine Winke hörte man mehr zwischen als aus den Worten yerauS. Abg. Dr. D a v i d-Mainz (S.) meinte, es sei dem Kanzler wohl peinlich, Zeuge zu sein der „ehelichen Szenen in den Flitterwochen des konservativ-liberalen Paares". Dr. D. sprach davon, daß Fürst BülowdienächsteReichstagSwahlalsKa nz- ler nicht mehr erleben werde. Sollte diese Prophr- tzeiung sich erfüllen, so würoe wohl die Freude nirgends größer sein als im Zentrum. Deutsche» Reich. Berlin, 4. März. Der Kaiser konferierte heute mit dem Reichskanzler und dem Unterstaatssekretär v. Tschirschty und begab sich später nach dem Justizministerium, uns den Vortrag des Geh. Justizrates Tr. Brunner über »das rechtliche Leben nach dem Tode bei den Germanen" zu hören und dann einer Einladung des Justizministcrs Dr. Beseler zum Frühstück zu folgen. — Der gestern abend beim Kaiserpaar zum Tee «geladene Professor Burg eß, der bisherige Inhaber der Rooseoeltprofesiur an der Berliner Universität, hielt dabei einen Vortrag über den amerikanischen Nationalcharakter. — Das „Militärwochenblalt" meldet: v. Moßner, ^General der Kavallerie, Gouverneur von Straßburg, ätLsuiiv deS Leibgarderegiments gestellt. Gaede, Generalleutnant, Kommandeur der 33. Division, Zunter, Generalleutnant, Kommandeur der 31. Division, v. Dresky, Generalleutnant, Kommandant von Metz, in Genehmigung ihrer Abschiedsgesuche mit der gesetzlichen Pension zur Disposition gestellt. Wänker von Danken sch weil, Generalleutnant von der Armee, zum Kommandeur der 31. Division, Blanguet, Generalmajor, Kommandeur der 2. Gardefeldartilleriebngade, zum Kommandeur der 33. Division ernannt. — Der Ausnahmetarif für Fleisch von frischgeschlachtetem Vieh erhält mit Gültigkeit vom 10. d. M., zunächst nur für den Binnen- und Wechselverkehr der preuß. und oldenburgischen Staatsbahn und der Milttärbahn, den folgenden Zusatz: „Im Verkehr mit dem Auslande werden die mit direktem, weißem Frachlbrie'e aufgegebenen Sendungen auf den Strecken Ser unter II genannten Eisenbahnen mit den Perfonenzügen oder Eilgüierzügen zu den Frachtgulsätzen befördert, soweit die Verwaltung nach den Betrlebsemrichtimgen und den Fahrplanbestimmungen die Benutzung dieser Züge für zulässig erklärt." — Im Abgeordneten Hause ist zuni Etat des Finanz- mlnisteriuins ein Antrag der Abgg. Herold (Zentrum) und v. Pappenheim (Kons.) emgelaufen, der die Regierung ersucht, dahin zu wirken, daß bei Einführung einer Wertsteuer des Grund und Bodens in den Gemeinden für Grund- stücke, welche dauernd land- oder forstwirtschaftlichen Zwecken zu dienen bestimmt sind, nur der Ertragswert zugrunde gelegt wird. — Die Diätenzahlung für den neuen Reichstag ist jetzt so geregelt worden, daß jeder Abgeordnete am 1. März 600 Mk. und am Schlüsse der Session 1000 Mk. erhalten wird, für die dreimonatige Tätigkeit von Mitte Februar bis Mitte Mai also 2400 Mk. Die Januar- und Februarraten sind also dem Reiche erspart geblieben infolge der Auflösung deS Reichstags. Die Auszahlung an die neuen Abgeordneten erfolgte im Sinne des Diätengesetzes, das die genannten Ratenzahlungen für den 1. März, 1. April und den Schluß vorschreibt. — Die Korrespondenz „Information" hat gegen Bebel die Beleidigungsklage bei dem Amtsgericht Berlin (Mitte) erheben lassen. Bebel hat gegenüber der der „Information" zugegangenen Nachricht von dem Sektgeläge der „Obergenossen" an Kaisers Geburtstag, die „Information" als „die Korrespondenz des Reichsverbandes zur Verleumdung der Sozialdemokratie", als die „Kloake" bezeichnet, „aus der die gegnerische Presse schöpft". Trier, 4. März. Die Regierung entzog dem kathol. Pfarrer Wegner in Sehlem die Ortsschulinspektion, weil er in der Schule den Kindern gegenüber sich in polit. Erörterungen erging. München, 4. März. In der vergangenen Woche fanden Versammlungen der Zentrumspartei zu dem Zwecke statt, einen neuen Verein der Zentrumspartei ins Leben zu rufen. Dieser Verein soll hauptsächlich die akademisch gebildeten Elemente der Zentrumspartel aufnehmen, politisch schulen und für die Agitation mobil machen. Durch einen höheren Jahresbeitrag sollen die bisherigen mittleren Zen- trumselemente vom Beitritt zum Verein abgehallen werden. Verfassung tu Mecklenburg! Neu-Strelitz, 4. März. Der Großhcrzog ließ heute den Landrat zu sich bescheiden und teilte ihm mit, daß er beschlossen habe, int Anschluß an die vom Großherzog von Mecklenburg-Schwerin in Aussicht gestellte V er- fassungsvorlage dem Landtage eine Vorlage zur Aenderung der Verfassung von Mccklenburg-Strelitz zugehen zu lassen. Schwerin, 4. März. Der Großherzog hatte für heute die sechs Landrüte seines Landes zu sich auf das Schloß befohlen und richtete an sie in Gegenwart des Staals- niinisteriums folgende Ansprache: Als ich im Jahre 1901 die Regierung meines Landes übernahm, hatte ich mir vorgenominen, in der Verfassungsfrage so lange keine Schritte zu tun, bevor ich ein Urteil über die bestehenden Verhältnisse gewonnen hätte. Mehr und mehr bin ich der Ueberzeugung geworden, daß die jetzige Verfassung des Landes den berechtigten Anforderungen der neueren Zeit nicht mehr genügt, und daß es das Wohl meines Volkes erfordert, auf eine zeitgemäße Umgestaltung^ derselben hiuzuwirken und somit das von meinem hochseligen Herrn Großvater, dem Großherzog Friedrich Franz H. begonnene, aber nicht zu Ende gebraujite Werk sortzuführen. Ich yabe deshalb schon vor längerer Zeit mein Staatsministerinm beauftragt, ein Gutachten über die Frage der- Reiormocduritigkeit der bestehenden Ständeverfassung vorzulegen. Dasselbe ist mir im vorigen Sommer überreicht worden. Nach eingehender Prüfung dieses Gutachtens bin ich in der Ansicht bestärkt worden, daß es an der Zeit ist, die Verfassnngsverhandlungen mit den Ständen wieder auszunehmen. Ich habe mich darauf zunächst des Einverständnisses S. K. H. des Großherzogs von Mecklenburg-Strelitz mit diesem Vorgehen versichert und nunmehr meinem Staatsministerium besohlen, die erforderlichen Vorlagen zu bearbeiten unö dieselben für einen im nächsten Jahre von mir einzuberufenden außerordentlichen Landtage sertigzustellen. Ich habe nun Sie, meine Hei.en Landräte, zu mir berufen, um Ihnen als den ersten von dieser meiner Entschließung Kenntnis zu geben. Dabei gebe nie ich dankbar des langen gesegneten Zusammenwirkens von Landesherrn und Ständen zum Besten des Landes. Auch verkenne ich nicht, daß für alle, die in überkommener Tradition mit den ständischen Verhältnissen eng verwachsen sind, der Uebergang in den neuen Verfassungszustand nicht ohne Opfer und Entsagung geschehen kann. Da es sich aber um das Wohl des ganzen Landes handelt, hege ich das Vertrauen, daß Sie enbenso wie ich dazu bereit sein werden, solche Opfer auf sich zu nehmen, und gebe mich der Hoffnung hin, daß Sie demnächst, wenn meine Vorschläge den Ständen zur Beratung vorgelegt sind, mir Ihre Unterstützung gewähren werden. Möge diese meine Ihnen kundgegebene Entschließung unter Gottes gnädiger Hülfe meinem ge- liebten Lande zum Segen gereichen. LarLamenrtarisches. — Ein Wadlprotest ist and) gegen die Wahl des de utsd)-sozialen Abg. Herzog (1. Kassel) cingegaugen. Mit Entrüstung stellt das Lieberiuannsehe Organ fest, daß der Protest von Vertretern der Delitsd)cn Reformpartei erhoben worden ist. polifjfctye CagesSchau. Englands türkische Absichten. Die „Welt am 'Montag" bringt folgende angeblich von unterrichteter Seite stammende Information: Wie uns initgeteilt wurde, beabsichtigt die e n g l i s ch e R e-- gierung bei dein vielleicht noch vor Ablauf des Frühlings ein- tretenden Ableben des Sultans Abdul Hamid die Besitznahme verschiedener- Teile des türkischen Reiches, und zwar sollen hierbei die Häsen D s ch i d d a und H o d e i d a in Arabien in Frage kommen. England scheint zur Sicherung seiner Position in Aegypten also das Role Ate erzürn Teil zu einem britischen Binnen m e e r ningeslalten zu ivollen. Eine Versländignng hierüber ist allein 9lnid)cine nach nut Frankreich und Italien schon anläßlich des Abkommens über Abessynien getroffen worden. Es ist nicht ansgeschlosjen, daß in diesen ZeUlauUen die Koweil'rage wieder (uifgerolit wud. Obwohl es den Anschem hm, daß die Tiplomaien der drei Lstmächle, A e h r e n t h a l, Bülo w und Iswolski, für das Ableben des türkischen Herrschers gewisse A b m achunge n unter einander getroffen haben, ist es doch nicht bekannt, wie die drei Kaiierinächle sich zu der m Aussicht genommenen Invasion der Weltmächte stellen werden. Ausland. London, 4. März. (Unterhaus.) Kriegsminister Haldane bringt em Gesetz zur Durchführung des Plaues ein, welchen er hinsichtlich der Errichtung einer Territorialarmee dargelegt hat, die die bisher bestehende Miliz, Ueomanry- und Freiwilligentruppen, in fid) aufnehmen foll. Das Gesetz sieht Grafschaftsvereinigungen vor, zu deren Obliegenheiten die Bildung und die Verwaltung der Tcrritorialtruppen innerhalb ihrer Grafschaft gehören sollen. Die Vereinigungen sollen unter der Leitung eines Armeerates handcln, welcher für die Kontrolle und Ausbildung der Truppe verantwortlich wäre. Das Gesetz enthält verschiedene Bestimmungen bezüglich der Bedingungen der Anwerbung, Ausbildung und Mobilisieiung, und gibt auch die Vollmacht zur Errichtung der sogenannten Spezial- kontingente. Der Minister sührt aus: Die Organisation einer wirklich starken zweiten Verteidigungslinie sei der denkbar beste Schutz gegen die auf die Einführung der Zwangsaushebung gerichtete Bewegung. Die Regierung würde an den Grundzügen des Planes festhaltcn; sie sei aber bereit, in eine Erwägung der Abänderung von Einzelheiten einzutreten. Paris, 4. März. In der Kammer vertraten heute Vigns und Chion-Ducrollct die Meinung, daß wegen der Unzulänglichkeit der Futtervvr rate ausländischer Mais zur Ernährung der Herden erforderlich sei. Der Abg. Empereur führte die Sache der Landwirte, die außerordentlich unter dem Mangel an Futtermitteln und infolge der Maul- und Klauenseuche des Viehes litten. Der Minister für Ackerbau, Ruau, bemerkt, die Verwaltung habe jede mögliche Erleichterung bei der Anwendung der Maßnahmen zur Bekämpfung der Maul- und Klauenseuche wegen der schwierigen Lage der Landwirte gewährt. — Der Deputierte Lucien Hubert wird auf Einladung der deutschen Kolonialgesellschaft am 15. März in Berlin einen Vortrag über die Ziele der französischen Kolonialpolrtik halten, mit besonderer Berücksichtigung W e st a f r i k a s. Madrid, 4. März. Der König von England ist heute abend hier aus der Reise nach Bad Viarritz eiu- getrosfcn. Bern, 4. März. In Biel wurde der sozialistische Arbeitersekrelär Reimann zum Stadtpräsidenten gewählt. Washington, 4. März. Der Abg. Randall hielt furz vor oer Derragung' ves snrngrcjyes enfe MSVe gegen die jetzige Tarifpolitik. Er erörterte dabei seine am 12. Febr. im Repräsentanteuhause eingebrachte Resolution, in der Präsident Roosevelt ersucht wird, dem Hause mitzuteilen, welche Abmachungen zwischen den Vereinigten Staaten und Deutschland bezüglich des Zolltarifes getroffen seien. Randall verlas ein Schreiben des Staatssekretärs Noot, in welchem dieser erklärt, seit dem Abschluß des modus vivendi seien keine Abmachungen mit Deutschland getroffen worden. Nack) dem jetzigen Stande der Dinge würde der deutsche M a x i m a l t a r i f gegen die amerikanische Einfuhr am 30. Juni 1907 in Kraft treten, wenn nicht in der Zwischenzeit etwas geschehe, um das zu verhindern. Aus StaSt und Land. Sprechstunden der Redaktion 11—1 Uhr von»., v27—i/28 Uhr abdS. Gießen, den 6. Marz 1907. • • Ruhestands-Versetzung. S. K. H. der Groß- Herzog haben den evang. Pfarrer Dr. Gust. Schöner zu Eschenrod auf fein Nachsuchen mit Wirkung vom 1. März in den Ruhestand versetzt. * * In Audienz empfangen wurde von S. K. H. dem Großherzog am Samstag u. a. Kreisamtmann Kirnberger von Friedberg. * * Zur Visitation und Firmung besucht derkath. Landesbljchof Dr. Siir je in in diesem Jahre die oberhessi- id)en Dekanate Friedberg, Gießen und Vitbcl. " Aerztliche 'Mission Der Vor trag, den am Sonntag abend Missionar Sparch im JohanneSsaal über „Aerztliche Mission" hielt, war aus allen Kreisen der Gemeinde sehr gut besucht. Ist doch auch ärztliche Mission unter uns nichts Fremdes, seil eine Tochter unserer Sladt einem Missionsarzt als Gattin nach dem fernen Sumatra gefolgt ist und durch ihren frühen Tod die allgemeine Teil- nal)ine geweckt hat. Man hat auch Verständnis dafür gewonnen, daß diese uneigennützige Arbeit der Aerzte im Dienste der Menschlichkeit etwas sehr Schönes ist. Wie notwendig sie ist, das zeigte m beredten und anschaulichen AuS- jührungen Missionar Spaich ans seiner reichen Erfahrung in Indien. Ec schilderte das Elend, das Unwissenheit, Aber- glanbc, Geisterfurcht über die Kranken bringen, besonders and) das furchtbare Los der vielen Aussätzigen. In China ist es besonders das Laster des Opiums gewesen, daS daS Volk ruiniert. 9ln 800 Mijsionsärzte flehen bereits am Werk, darunter aber nur 18 Deutsche. Diesem Mangel will der Stuttgarter Verein für ärztliche Rtission abhelfcn. Er hat u. a. die Errichtung eines Instituts für die Heranbildung von Niissionsärzten m Tübingen angeregt. Schon 60 000 Rik. find dafür gesammelt. Es sind aber noch weitere 40 000 Lik. nölig. Herr Spaich bat and) um Unterstützung au8 der Gemeinde Gießen. Pfarrer D. Schlößer ist bereit, Beiträge dafür anzlinehmen und zu vermitteln, auch laufende jährliche Beiträge für den Verein. "Die zollbegünstigte Einfuhr von Zuchttieren. Das Großb. Ministerium des Innern hat n. d. „Dannst. Ztg." die Genehmigung zum zollbegünstigten Bezüge von Zuchttieren ausnahmsweise allgemein, jedoch unter Vorbehalt jederzeitigen Widerrufs, aud) der Landwirtschaf t s k a m m e r für das Grobherzogtum, sowie deren Aus- ld)üssen für die Provinzen erteilt. * * Besitzwechsel. Das HauS des Forstmeisters Friedc. Bücking, Ludwig st raße 45, ging für 51000 Li. in den Besitz bcS Kaufmann Katz von Steinbach über, der seinen Wohnsitz hierher verlegen will. — Der Kaufmann Julius Drei)fuß von Watzenborn kaufte für 26000 M. die Hofceite Steinstraße 69, bisher dem Reisenden Jak. Althaus gehörig. Dreyfuß wird seinen Wohnsitz nach Gießen verlegen. "Hessische Vereinigung für Volkskunde. Ter dritte Liitgliederabend findet morgen, Liittwoch, 6. März abends 8'/^ Uhr, im Cafs Ebel statt. Professor Dr. Wünsd) ivird reden über „Die Hexe des Theokrit." Tie Mitglieder der Vereinigung werden die Gelegenheit gerne wahrnehmen, Professor Dr. Wünsch, den verdienten zweiten Vorsitzenden, vor seinem Weggang von Gießen noch einmal zu hören. Gäste (nur Herren) sind wie immer willkommen. (Siche Inserat.) " 91 e u e 6 Stadttheater. Die gesamte Ausstattung des Foyers wird laut Beschluß deS Vorstands vorn Thcatervercin gestiftet werden. Dazu gehören ein Lüster, vier Wandacme, zwei Marmorkamine mit Spiegeln, ein Büfett, ein Mittelsopha und eine Anzahl kleine Tische und Stühle. Die Kosten sind auf 3500 Li. veranschlagt. • # Die be kannte Berlitz-Schule, deren praktische Sprachnuterrichts-Liethode auch hier bestens bekannt ist, hält am nächsten Samstag eine Probe stunde ab, um Interessenten Gelegenheit zu geben, sich selbst von der Art der Unterrichtsmethode zu überzeugen. Q Grün berg, 4. März. Heute weilte Kreisamtmann Dr. Merck von Gießen hier und vernahm Zeugen über die Vorkommnisse bei der letzten hiesigen Bei- geordnetenwahl, gegen die Rekurs verfolgt worden tfl Hierbei soll es fid) herausgestellt haben, daß für die Zeche, die die Freunde und Parteigänger des Gewähtten nach der Wahl gemacht hatten in den betreffenden Wirtschaften über 240 M. bezahlt wurden. Ob sich sonst noch Unregelmäßigkeiten herausgestellt haben, ist bis jetzt noch nicht bekannt. fj Friedberg, 4. Liärz. Die Automobilpost von hier nach Ranstadt und Staden, die noch nicht ein Jahr besteht, blickt auf ein so günstiges Ergebnis zurück, daß man schon jetzt an eine Erweiterung des Betriebs denken will. Die Einrichtung wurde bei ihrer Gründung über die Grenzen Hessens hinaus als Neuheit lebhaft erörtert. Da die achlsitzigen Wagen stets stark besetzt sind, so will man jetzt einen zwölfsitzigen Wagen kaufen. Während bisher täglich drei Fahrten nach Ranstadt und Staden slattfanden, sollen demnächst 4 eingerichtet werden. Außerdem sollen täglid) 4 Fahrten nach Ockstadt neu eingelegt werden. Die 2lutomobilpost hat bisher immer tadellos funktioniert und erfreut sich bester Sympathie. — Alsfeld, 3. Marz. Einen höchst wichtigen Antrag brachten zwei Gemeinderäte in der Stadivecordnedmsitzung bei Beratung der Geldbeschaffungsfrage für wichtige Bauten e in. Sie wünschen die baldige Einjührungder Wertzuwachs steuer für die Stadt, mit der Begründung, diese SMkr 9Ww$ der jmanziell gerade nicht gut situiert^; hn üJtecuut B5/3 h B5/s D6/, > 1530 hr von Zucht« 3nnmt hat n. d. ollbtgünftigttn Be« 'nem, jtbodj unk’ der SioA\hroiiV , \ovo\t deren ÄuS- ! deS Forstmeister? ging für 6 1 000 'Dl. rlembach über, bei — Ter Kaufmann fte für 26000 M. er bem Reifenden neu Wohnsitz nach Bcrzehrnnge- und Berbrauchsgegenftände: Brot, Wecke, Ochienfteisch, Schweinefleisch, SUlbfleifcl), Hammel- fleisch, Frankfurter Würstchen, gemischte Wurst, Schweineschmalz, 8tierenfett, Kokosnußbiltter, Kaffee, Milch, Bohnen, Erbsen, Linsen, Gerste, Lieht, Neis, Gries, Hafergrütze, Nudeln, Handkäse, Heringe, Eier, Salz, Lorbeerblätter, Pfeffer, Nelken, Kümmel, Muskatnuß, Essig, Seife, Schmierseife, Soda, Stroh, Wichse, sowie ca. 1400 Ztr. gewaschene Nußtohleu, 30 bis 50 mm Durchmesser, und ca. 600 rm Tannen- Lchcityolz, ferner soll die L'ntleeruug der Senk- und Kchrichtgrubeu während der angegebenen Zeit im Verdingungswege vergeben werden. Versiegelte Angebote und — soweit tunlich — Proben sind kostenfrei bis zum Eröffnungstermine Mittwoch, den 20. März 1007, vormittags 10 Uhr auf der Kanzlei Großh. Staatsanwaltschaft dahier — Justizgebäude, Zimmer Nr. 43 — nicderzulegen. Bis zu diesem Termin werden auch Gebote auf die sich im Provinzial-Arresthaus ergebenden Lumpen, Küchenab- ftllle und das abgängige Lagerstroh entgegengenoi»unen. Die Vergebung erfolgt unter den tn Anlage A zu dem Minuterialerlaß vom 16. Juni 1893, das Verdlngungswcsen betreffend, enthaltenen allgemeinen und den von dem Unterzeichneten ausgestellten besonderen Bedingungen, welche auf der Kanzlei Großh. Staatsanwaltschaft eingesehen und gegen Erstattung der Schreibgebühren bezogen werden können. Für die Kolosnugbutter kann dec Zuschlag erst nach stattgcfundcner Prüfung der vorzulegenden Proben diirch den Anstaltsarzt erfolgen, im übrigen bleibt der Zuschlag 3 Tage vorbehalten. 3. 59 Fichtenabschnitte mit 14,64 Fstm. Inhalt. Die Zusammenkunft ist im Distrikt Geigersberg. Bellnhausen, den 4. März 1907. Löwe, Waldvorstand. Für das Lieferung der bis 31. März Gießen, den 4. März 1907. Der Großh. Ober-StaatSanwalt bei dem Laudgericht der Provinz Oberhessen. Theobald. Samstag den 9. März d. I., von vormittags ß/,10 Ui)c an, soll im Jnteressentenlvald Bellnhausen folgendes Holz öffentlich verkauft werden: 1. 17 Eicheuschnittholzstämme von 3l/2—7 m Länge und 40—63 cm Durchmesser, 15,50 Fstm. Inhalt. 2. 123 Elchcnabschnltte von 2—10 m Länge und 12—41 cm Durchmesser, 29 Fstm. Inhalt. Vergebung. Großh. Proviuzial-Arresthaus dahier soll die folgenden, für die Zeit vom 1. April 1907 1908 erforderlichen Sauerkraut in bekannter Güte empfiehlt 11143J Ludw. Loth, WaÜtorstr. W. Herr Johann 40. Lebensjahre. Um stille Teilnahme bitten die trauernden Hinterbliebenen: Emilie Anacker und Kinder. Gestern abend verschied nach kurzem, schweren Kranksein mein trrzer Gatte, unser füi sorglicher Vater Bekanntmachung. Mt Bezugnahme auf unsere Bekanntmachung vom 12. De- gember 1906 in ytr. 293, 294 und 2oö des Giegener Anzeigers machen vur alle darin zur Einreichung der Eutwancruugevlaue für ihre Grundstücke aulgeforüerlen Grundstückseigentümer, soweit sie die Plane »wch nicht oorgelegt haben, iwchlnaio daraus aufmerksam, dah die Frist zur Einreichung der Entwasfcrungsvlaue am 15. d. M. nUlauit und dag es uneriafjlich ist, bau bis zu bielem Zeitpunkte alle '4>mne zur Bor tage gebracht werden, bainit eine geregelte Durch- Liijruiig der Anschlüsse m den einzelnen Litauen ermöglicht wird nnb nach Herstellung der Straßen neue Ausbruche derselben nicht mehr nvuvendig werden, Giegen, den 1. llllarz 1907. Groscherzugliche Bürgermeisterei (Sieben Die Beerdigung findet Donnerstag Mittag 12 Uhr von der Kapelle des neuen Fiiedliotes aus statt. Bekanntmachnng. Samötag, 16. März 1907, nachmittags 2»/, Ubr sollen bei bem Turuchaus am Brand die städtischen Markttauben und die Keller unter dem Turmbaus für die Zeit vom 1. April 1907 bis dahin 1908 öffentlich meistbietend verpachtet werden. Gieben, den 2. März 1907. F r* e i b st re Ec. Kalbfleisch 45 Psg.m ir Volkskunde. Miltivoch. 6.9)16r| srsior Dr. Wünsch »kni." TirM- jenbeit gune * unten zweit^ }en noch lu immer M^nmen. «M2 8> lolution ißoot, in ^^doll 18 ’ivejft"« 'ft«. h t. ß81 190?. Jasö ft* tbK .Ucn Men bet LMission U\ unserer 61Qbl , ^nfn Sumatra : QUÖtmeine Teil. Qtnbm6 dafür fle. d bttMt im *•«. Ae not. anschauliche Aus. chen^Ersahtung in ^visseiiheit, ^btr. lringen, besouberS Wi 3n Lhiua Evesen, bas bas ileden bereits am ■«fern Mangel will 1 abhelfen. & hat : die Heranbildung Schon 60 000'M weitere 40 000 Alk. ützung aus bet De. ill bereit, Beiträge h lausende jährliche Ti- ®u!. 41,16 » 9)«flanbS r- Wj( deine Dich' getan W- beten pt°m ,„6 bttnnni ifU tal1 j, ab, um Jniee- ; .°n de-W de- mcilte Steismni- itn* ;ten 5*".”'« uednlg* 7^-» ' d°° f"= *8* ,wählten nach " 'Ä» erung ° Ahndung bei ft.» erörtert- ‘“Ä 1° verinisehte». "'Berlin, 4. März. Die N e i ch s b a n kn o ten fä lsÄ- ungen Grünthals, die Ende der neunziger Jahre viel Staub aufwirbelten, erfahren jetzt durch den Jahresbericht der Reichsbank eine überraschende Aufklärung. Als man die mü rasfinierlein Geschick ausgeführten Banknoteniälschungen Gruu- thals ausdeckle, wurden insgesamt für eine halbe Million gefälschte Reichrkassenscheule sestgestellt. Ein großer Tell der Scheine wurde bei der Geliebten Grünthals, Ella Goltz, gesunden. Jetzt stellt sich heraus, daß die Fälschungen Grünthals noch größer geivesen sind. In der Zwischenzeit sind noch für -rund dreiviertel Millionen Mark Falsifikate entdeckt worden. _ , . . * '(£ i n origineller Gaunerstreich ist am 4. ds. in Paris verübt worden. Der Zivil-Unterstaalssekretär des Krieges Cheron hat die Gewohnheit, nachts Kasernen zu Und eS sollen Erhebungen burd) einen Notar eingeleitet toerten. Hebet die Frage der Geldbeschaffung entstand ein-^ lebhafte Debatte. Schließlich wurde beschlossen, bei ber Landeshypothekenbank 275 000 Att aufzunehmen. Bei den in Frage kommenden ausge- sülirten dczw noch auszuführcnden Bauten handelt cs lieb um Ei Schlachthaus, Bolksschul- und Ober-Realschulgebäude, Kano- lisation, Elettrizitätswerk u. a. Lö D a rm st a d t, 4. Marz. Unter dem Protektorat c* ft der Großh erz ogin wird am Donnerstag den 14. Diärz in den Stäumen deS städtischen EaalbaucS ein Fünfuhr-Teea bend stattfinden, dessen ganzes Erträgnis rum Besten deS Lehrerinnen-PensionSfonds deS Alice. Frauenoereins bestimmt ist. Für eine auserwählte Unterhaltung durch musikalische, gesangliche und deklama- torische Vorträge werden erste hiesige Künstler, u. a. Hof- konzertmeister Havemann und talentierte Damen auS der Gesellschaft, wie Iran Geh. KabinettSratin Nom Held, Frau Dr. Merck u. a. Sorge tragen. Das GroßherzogSpaar Hal seine Teilnahme an der WohltätigkeitSveransialtung zugesagt. Offenbach a. M., 3. März. Aus der Zahl der gegenwärtig zur Stadt Offenbach in einem ArbeitSverhältmS stehenden Personen wurde ein au§ 15 Mitgliedern und 15 Ersatzmännern bestehender Arbeiter-Ausschuß gewählt, der n. d. ,Frkf. Zig/ etwaige Wün che und Be. schwerden, die sich auf das Arbeits Verhältnis beziehen, ent- gegenzunehmen hat. Wahlberechtigt waren 78 berufsmäßig vorgebildele, 291 nicht berufsmäßig vorgebildete und 78 er- werbsbeschränkte Personen. (Ein städtischer Arbeiter-Ausschuß besteht auch in Gießen, das in dieser Beziehung der Stadt Lffenbach vorangegangen ist. D. Red.). t'stn- „altfande"- , rt L»' ZS»" Frühjahrs | ttdäKhNi l Favorit Modenalbum 3 60 Ptg. Favorit Jugendalbum ä 40 Ptg. sind soeben eingetroffen. ■ l A.Sa!omon&Co. I Schulstrasse. (a‘/3 y Bekanntmachung. Wir bringen zur Kenntnis der Fmereffenten, daß Großher- mögliches StTeißQuit Gießen in Gemeintchaft mit Großherzoglicher Ltullur-Jnspekiion Gießen am 16. Atärz dü.Js. in der Gemarkung Gießen und Wieicck eine Bachfchau vornimmt. Die Zusammentmut finbet vormittags 10 Uhr an der Ge- markungs - Grenze Gießen—Rödgen (oberhalb der Strupp- oder Wiesecker-Atllhte) statt. Die Bachschauen haben insbesondere den Zwech darauf hin- tMvirken: Holzversteigernug. Fürstlich Sotmsische Obersörsterei Hohensolms. Donnerstag, den 14. März 1907, mittags l'/2 Ubr im Lokale von L. Schlierbach, Bieber. Diurikt Hctfbolz. Brennholz, Buchen: 174 Rm Scheit und Knüppel, 16 Rm Stockholz, 7000 Wellen (meist Stammwellen); Eichen: 310 Wellen: Sticjern: 6ö Rm. Reiser. Distrikt Gberstein. Kiefern: 6 Rm Stnüvvcl, 300 Wellen. Nutzholz. Eichen: 1 Stamm 11 m lang, 31 cm Durchm — 0^3 8m.; Fichten: 27 Stämme mit 3,86 Fm, 540 Stuck Reiser- slangen; Buchen: v Rm Scheit. LB5/» &) daß der wasserbauliche Zustand der Bäche den berechtigten Anforderungen genügt; o) daß die Anlagen und Bauwerke für die Ableitung und für die Einleitung des Wassers — wie Gräben, Kanäle, Wehre, Schleusen usw. — und die Anlagen der an den Bächen liegenden öffentlichen Wassergenossenschaflen den bestehenden Bor- fchristen entsprechend miterhalten und benutzt werden; c) bau ichädliche Stoffe, welche öffentliche Interessen gefährden, den Bachen nicht zugeMrt werden; und <0 daß keme gesetzwidrigen Anlagen und Bauwerke an den nicht schiffbaren Gewässern entstellen. < -Die Lellnahme an den Bachschauen und die Geltendmachung pon Wünschen und Beschwerden ist den Interessenten gestattet. Gießen, den 2. März 1007. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. _________ I- B.: Enrschmann._________________BV3 Nutzholz - Vertauf. überrumpeln und zu untersuchen. Da? maxfcte , sich em verwegener Strolch zu Nutzen, drang vorige Nacht in einen Schlassaal des 76. Infanterie-Regiments in der Chateaudeau- Koserne ein, ging von Bett zu Bett, den ertoad/enben Soldaten gnädig bedeutend, sie sollten nur ruhig weiter schlafen, und ging nack' einstündiger Inspektion leutselig jede Begleitung abwinkend, von bannen. Am folgenden Morgen stellte man fest, daß zahlreiche Uhren und Geldbörsen unter den Kopfkissen hervor gestohlen worden waren. * st le in e Tageschrouic Am dem Tominium N eugutv bei Lista (Posen» brannte iiüolge Unvorstchligkeit eines Bleh- rüttererS, der eine Laterne nnisließ, em Viehstall ab, wobei 171 Stück Mastvieh in den Flainmen umkamen. Der Schaden beträgt gegen 100000 Mk. — In Kronstadt (Rußiand) erkrankte tei feinen Forfchungeii an Bnbonenvest der Arzt des 1. sibirischen Regiments, Schreiber, und starb. Tie Leiche wurde verbrannt. — In der Grube D u d iv e i l e r (Saarrevier) stürzte infolge Versagens ber Bremse an einer Fördermaschine der Förderkorb nut 33 Mann in die Tiefe; zivei Mann wurden getötet, ein Mann wurde schwer verletzt. — In Koblenz wurde nach schwerem Kampfe mit mit Kriminalbeamten und Schutzleuten der ziverle Trierer Klrcheu- räuber Monteur Mostert aus Tüsfeldorf auf der Straße verhaftet, nachdem er durch mehrere Schüsse einen Schutzmann verwundet hatte. — In Magdeburg brach in einem Hause am Breiteweg G r o ß f e u e r aus, welches in den Warenbeständen eines Hut» geschältes und eines Möbelmagazius so reiche Nahrung iaud, daß das ganze Gebäude in wenigen Minuten in Flammen stand. Tie Bewohner der oberen Etagen konnten von der Feuerwehr nur mit Öil'e der Rettungsschläuche und Reltungsleiiern und unter großer eoembr gerettet werden. Zwei Feuerivehrlerite erlitten schwere Brandwundeii. Nach mehrstündiger Arbeit gelang es, das gerier auf seinen Herd zu beschränken. Tas Haus ist nahezu vollständig ausgebrannt. Alan vermutet Brandstiftung. — In Berlin hat sich der frühere Arzt I. K o t f ch a u aus Köln vergiftet. 5< mürbe wegen Betruges am eamStag verhaftet. In Köln, ivo er sich den Professor titel beilegte, wurde er aus dem Acrztestande ausgesioßen. ^Märkte. Gießen, 5. Marz. Marktbericht. Auf heutigem Wocbenmai kle kosteten: Butter pr. Pfd. 0.95—1.00 A k., Hühnereier 1 St. 8-9 Big. 2 Stck. 00—00 Psg., (tzauseeier 00—00 Psg., Enteneier 0 Pfg., Käse pr. Stck. 6—8 Ps., «äienmtte 2Stck. ö-G Psg., Erbsen p. P'd. 18-24Pfg., Linsen p.Psd.25-40P'g., Tauben vr.Pr.0,80-1,OOAik., Hühner pr.St. 1 Oü—1,60 Alk., Lgägue pr. Stück 0,80—1,80 M'k., Einen pr. Stiick 1,80—2,20 Mk., Ganse rr. Pfd. 00—00 Psg., Ochsenfleifch pr. Pid. 82—88 Pfg., jttch- und Niudsleifch pr. Pfund 80—82 Pfg., Schiveme. sleifch pr. Psmid 80—84 Psg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfund 88 Psg., Slalbfleifd) pr. Pfd. 80—84 Psg., Hammelfleisch pr. Pfund 61—84 Psg. Welsche per Pstmd —.— 5iartohelu pr. 100 Sig. 7,00—0,00 Mk., Zwiebeln pr. Ztr. 5,00-6,00 Alk., Alilch per Liter 20 Psg., Acpfel per Zentner 20 bis 25 Alk., tu Körben 00 Pfd., Slüsje 100 Stück 50—00 Pfg., Birnen per Pfd. Ack.0.20—0.25, per Ztr. 9—15 Alk., Weißkraut per Stück 15-30 Pfg., per Zentner 'Mk. 0.00-0.00. — Alarktzeit 8—2 Ubr. GrsginaL-Drahimel-ungen. Weimar, 5. März. Der Landtag nahm einstimmig das Gesetz betreffend Aufbesserung der Gehalter der gering besoldeten Staatsbeamten an. Budapest, 5. März. In Nllskolcz forderte daS gc« f a m t e Offizier korps, das sich durch einen Zeitungsartikel beleidigt fühlte, den RedaktcurKatona zum Duell. Brüssel, 5. Äiärz. Diebe drangen in dir Wohnung deS deutschen Konsuls Otto und stahlen Juwelen im Werte von 50 000 Franks. Berlin, 5. März. Zn bett angeblichen Differenzen zwischen dem Staatsinlnisteriiun und dcm Kultusmiiiister Dr. v. Studt hören mehrere Blätter noch von genau unterrichteter Seite, daß der Reformentwurs des höheren AtädchenschulwesenS überhaupt noch garnicht das Staaiöministcrium beschäftigt hat. In etwa 4 bis 6 Wochen frühestens wird sich der Ministerrat zum ersten Male mit der Angelegenheit befassen. Daß ber Kultusminister die Neuregelung des höheren Mudck-enschUi.oesens als sein Lebenslverk ansieht, cn dessen Erledigung er nut besonderem In. tcrejfe hängt, ist eben so sicher , wie die Wfickst des Ministers, nach Bevabschiedung des Ministers in den Ruhestand zu treten. — Gestern abend brach in einer Zelluloid-Fabrik em ® r o 6 i e u e v aus. Acht Personen gerieten in Lebensgefahr und ko inten sich nur mit knapper Not retten. Ter Schaden beträgt 50 UOO Alk. täglich macht das Blut die Runde durch den Körper s einzelnen Organen die zur Erfüllung ihrer Funktionen nötigen Strafte zuzufüyren. Diese Aufgabe wird dem Blut in und nach schweren und fieberhaften Mranibciten wie Typhus, Influenza, Ntafern, Scharlach, Lungenentzündurlgen usw., Blutverlusten, Ent- b.Körnigen ost sehr schwer und deshalb empfehlen oie Aerzte sofort ein zuverlässiges und rasch wirkendes Stärkungs' und Blut- ei jcugungdmütel, wie es das Bioson ist, zu gebrauchen. &lan lese hierüber nachstehendes amtlich beglaubigied Schreiben. ba/t Dresden, Zieche.ijlr. 1L HI, den 21. Aug. 06. 4000 Mal Das „Bioson" hat sich bei der Genesung meiner Frau nach 15wöchentlicher Ärantheit sehr gut bewahrt. Meine Frau betont nach Genuß Ihres „Bioson' Appetit und uahm auch an Straften bedeutend zu, was ich Ihnen gern bestätige. Ich werde Ihr „Bioson" hi meinem BetanntentreiS empfehlen. Es zeichnet niu aller Hochachtung! Gustav Hermann Börner. Amtlich beglaubigt. Dresden, am 29. August 1906. gez. Fuhrmann b. d. ÄgL Polizeidirettion Dresden. Bioson ist in Äpotheteu, Drogerien usw. das Pakec zu drei SDiart erhältlich. Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde vdeuhausen für daS Rechnungsjahr 1907 liegt vom 7. Alärz d. Js. ab acht Tage lang auf der hiesigen Bürgermeisterei zur Euisicht der Interessenten offen, Odenhaufen, den 4. März 1007. Großh. Bürgermeisterei Odenhausen. Sang.[1518 Bekanntmachung. Die Pläne über die beabsichtigte Errichtung einer oberirdischen Telegravhenlinie in Watzenborn und an der Landstraße von Langsdorf nach Betteubausen liegen bei den Kaiserlichen Postämtern in Gießen 1 und Lich von heute ab vier Wochen aus. Darmstadt, ben 4. Marz 1907. D6/» Kaiserliche Obervostdirektion. __________________ I. B.: Dingeldev- Holzversteigernng. Freitag den 8. März 1907 werden versteigert aus den Distrikten Rinmvege 7, 10 und 11, Steinberg 2, Dietzenkohl 3 und 4, Kirchgeheg ö, Fräuleinslust 6 und Gebrannteeiche 18: Stämme; Eichen 6 Stück von 11-34 cm mittl. Durchm., 4—8 in Lunge mit 1,23 Fm.. Fichten 7 Stück von 13—17 cm nu Dm., 13—15 m Länge mit Lö2 Fm., Hainbuche 4 Stück von 24—34 cm m. Dm., 2—4 m Länge mit 0,73 Fm., Erlen 3 Stück von 23 cm m. Dui., 6—7 m Länge mit 0,93 Fm., Aspen 4 Stück von 23—31 cm m. Dm., 3—7 m Länge mit 1,34 Fm. Terbstangcn: Fichten 292 Stück mit 13^0 Fm. Reis- ttangen: Fichten 310 Stück mit 0,68 Fuu Scheiter Rm.: Buchen 28, Birken 4, Eichen 15 1. Kl. (worunter 6 Ruu Rundscheit 2*/8 m lang), 8 2. Kl., ASpen 20 (Rundscheit), Fichten 10 1. Kl., 2 2. Kl., Erlen 6 2.Kl. Llntippel Rur.: Buchen 1A), Birken 12, EichenA LtidL 8 2. SIL, Kiefern 44. Fichten 14 1. Kl., 11 2. Stl., Erlen 24, Aöpen 48 1,KL, 6 2. KL Reiser Rm.: Buchen 665, Eichen 152, Birken 10, Erlen 10, Aspen 118, Kiefern 26 (nusgeknüppelt), Fichten 25 (auS- geknüppelt). Stöcke Rm.: Buchen 20, Eichen 28, Birken 2, Kiefern 40, Fichten 11 1.KL, 38 2. KL, Erlen 10, Aspen 16. Zusammenkunft vormittags 10 Uhr im Distrikt Kirchgeheg am Waldemgang. ,v _ , ytäbere Auskunft erteilt Forstwart Wißner, Londorf. Londorf, den 4. März 1907. B‘/e Frecherrliche Oberförsterei Rabenau. Schmieder. Mutz-u.Nrennholzverkauf. Llöuigl. Oberförsterei Krofdorf. Mittwoch, den 13. Mürz vormittags 10 Uhr kommen im Klinkel schen Saale in Odenhausen zum Berkanf: Schutzbezirk Salzböden Disttikt 60, Wieselnberg. Eichen: 4 Rm. Scheit und Knüppel, 170 Rm. Reiser. Hainbuchen: WO Rm. Reiser. As'ven: 1 Rm. Knüp- pcL Disttikt 61, Hohenichied. Fichtenholz 9er. 419—434 = 16 Strnnme IV. KL (Trocknis) mit Fstm., 123 Stangen ll., 245 Stangen III., 100 Stangen IV. KL, 1 Rm. Lttiüpvel, 32 Rm. stockholz. Eichen: 1 Rnu Kiilippel, 10 dint Reiser. Distrikt 73 a, Hagelschlag. Elchen: 7 SL mit 1A Fstm., 3 Rm. Schichtnutzholz, 2 Rm. KnupveL 13 Rm. Reifer. Buchen: 85 Nm. Scheit und Knüppel, o90 Rm. Reiser. Aspen: o Rm. Scheit und KnllppeL Fichten: < mit OH Fstm. Dl stritt 77 uiid 79, Hardt. 9er. 1—57, lo3—156, 160, 161, 164,100,172. 173, 176-179, 184, 185, 187, 193-199, 202—204, 207-2to — 143 Elchen- stamme von 13—24 cm Durchmesser mit 24 Fstm. NtttzhoLzverfteigerung im Gemeindewalde von ßLeiskircheu Frettag, den 8. März b. d. Zusamnienttuift vormittags io Uhr Dislrrtt „Scheid" 16 b. Ber ungünstiger Witterung finbet die Bersrelgerung in ber Wirtschaft der Witwe Lebuhardt zu bieiskirchen statt. Eichen: 6 Stamme I. Kl. = 20,97 Fm., 22 Stamme IL KL - 37,16 Fm., 34 Stünune UI. KL 28A18 Öm. und 16 Ruu Siutzholz. Radelliols: 1 Stamm L ÄL = 24w Fuu, 10 Stamme LLStL - 17,10 Fuu, 8 Stamme LU. SIL =* 4/50 Fnu, 9 Stämme IV. KL-1L8 Fm. unb L Stangen LS1L . . _. . Der Herr Forster Menger auf dem Kirschwäldchen bet Nauborn wirb bie Hölzer auf Berlangen den Kauflusngeil zeigen. Groß-Rechteubaw, Slreis Wetzlar, den 27. Februar 19077 Dav Bürgernieisteramt.fB1/» Erlen-Stammtzolz. Samstag, deu 9. L MtS., vormittags 11 Uhr werden auf hiesiger Bürgerinemerei 135 Eilen-Stämme von 19—28 cm Durchmesser und 4—14 m lang, zusammen 46,44 Fstm. (im Distrikt Hühnerliug lagernd) in Submission, unter den im Termin bekannt gemacht werdenden Bedingungen vergeben. Angebote sind bis zu genanntem Termine an uns ver» schlossen, nut Aufschrift versehen einzureichen. Allendorf a. d. Lumda, den 2. März 1907. Großh. Bürgermeisterei Allendorf a. d. Lumda. Rein. 1480 Manufaktur, Modewaren u. Damenkonfektion Gut möbliertes Zimmer Zimmer Edelslratze 9. mieten. v'/. LLalltorstrakc 2, II. 01350] Gejucht c»u Ottern [1235 'Diener ober gebrauchter 1536 Acrrcnutir gesunden. [01432 V Abznholen Schuyenstratze 18- Gin aniLWrb.tami itoibitVoßie erhalten. Bahnhofstr. 38, H. [01413 1300] Fraicksurter Str. 11. ss^/J Kennel, Riegelpsad. [0144U LbsUgebeu. 11 c r l: ä u f e. In ueviiiu'Tcn {■5 cl 1629] Braves, oibentlicUes DieiistmaSchcn zum Eintritt am 15. März gesucht. Frau Weinhändler Gevtzard, Westanlage 50. Zwei ordentliche, fititzige Jungen per sofort gesucht. [1515 G. Ut. Kramer, West-Anl. 28. Gießen, den 2. Niärz 1607. Der Großh. 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