rr. 305 Erstes Blatt 157. Jahrgang Montag 3« September 1907 B:d »nähme »an Anzeigen niiMipn* ~ . ... ; r ^Magz^a"uh^ Hotafioitsöritd und Verlag -er vrühl'schen Unto.-vuch- UN- Stein-ruckerei. 8. Lange. Heöaftion, Expedition und Druckerei: Schulstratzr r. 8«z°ig°nt-ü? H B-L BezugSpretsr monatlich 75Pf., viertel- jährlich Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch diePost Mt.2.— otertel- jährl. ausschll Bestellg. Zeilenpreis: lokal I5Pf., auswärts 20 Pfennig. Verantwortlich tüt den politischen Teil: E. Anderson; s. Feuilleton und .Vermischtes" P. Wittko; für .Stadt u. Land" und rschetnt täglich außer Sonntags. em Gießener Anzeiger erden im Wechsel mit m Kesfifchen Landwirt e Siebener Hamilien- kitter viermal in der röche beigelegl und oeimal wöchentlich das reisblati für den Kreis testen. Fernsprech-An- ;lnß f. d. Redaktion 112 erlag u. Expedition 51 breffe für Depeschen» Anzeiger Bietzen. politische Wochenschau. Gießen, 2. September. Die politischen Besuche wollen in diesem Sommer gar iti Ende nehmen. Auf die Begegnungen zwischen dem utschen Kaiser und dem Könige von England-, zwischen esem und dem Kaiser Franz Joses sind die Zusammen- nfte zwischen dem französischen Botschafter in Berlin, imboit, und dem Reichskanzler in Norderney und zwischen ttoni und Aehrenthal auf dem Semmering gefolgt, und eitere Monarchenbegegnungen stehen für die allernächste it noch bevor. Die Fama will sogar wissen, daß eine "gegnung zwischen dem deutschen Kaiser und dem Präsi- nten Falliöres geplant sei. Dieses Gerücht wird nun terdings wenige Mäubige finden, aber es zeigt doch, in -1(1)611 Gedankenkreisen man sich heutigen Tages bewegt, ne Besserung der deutsch-französischen Beziehungen hat ne Zweifel stattgefunden und die Feststellung dieser Tat- che verleitet nun manchen zu voreiligen Schlüssen. Am Samstag ist in Berlin eine seltene exotische Ge- ndtschaft eingetrosfen, um dem Kaiser im Namen ihres Meters ihre Reverenz zu machen; sie sollen gleiche itig im Auftrage des Negus Menelik dem Monarchen n Dank für die Entsendung jener deutschen Mission nach lessinien ausdrücken, die vor zirka zwei Jahren unter r Führung des damaligen Generalkonsuls Dr. Rosen in )dis Abebba eintraf, um dort wirtschaftliche Studien zu rchen. Trotz schön geschriebener Berichte, hat man von n effektiven Erfolgen dieser deutschen Gesandtschaft bisher ch nicht viel gehört, und es wäre erfreulich, wenn die genblickliche Gelegenheit dazu benutzt würde, engere Ve- chungen wirtschaftlichen Charakters anzuknüpfen. Das wohl auch außer dem Höflichkeitszweck die, wenn auch cht offen ausgesprochene Hauptabsicht der abessinischen ission. Es ist bekannt, daß England und Frankreich — 2 abenteuerliche Expedition des Russen Leontiew kommt cht in Betracht — schon seit Jahren sich bemühen, in Äthiopien festen Fuß zu fassen, nachdem die Rivalität aliens durch dessen unglücklichen Krieg mit Abessinien l;ig ausgeschaltet worden war. Infolgedessen herrscht am >fe von Addis Abebba ein lebhaftes Intrigenspiel, ohne ß bisher eine der Mächte einen nennenswerten Fortschritt verzeichnen hatte. Negus Menelik verfügt nämlich über ten sehr gewitzigten europäischen Ratgeber, den Schweizer g, der seit fast 30 Jahren im Lande weilt und uneigen- ,tzig mit der größten Energie die Interessen seines Herrn ihrnirmnt. Früher durch innere Kriege zerrissen, herrscht t zirka 20 Jahren im Lande Ordnung, seine Blüte schreitet üt und durch den erfolgreichen Krieg mit Italien hat das .nd auch nach außen an Ansehen gewonnen. Der wirt- .aftliche Fortschritt ist ein ganz beträchtlicher, der Aus- hrhandel wird auf 14 Millionen Mark beziffert rmd schränkt sich in der Hauptsache auf Rohprodukte; den ruptanteil hat die Kafseeausfuhr, aber bedeutend ist auch 6en dem Export von Fellen die Goldausfuhr, die zirka wi Millionen erreicht. Die Einfuhr nach Aethiopien ist .s 19 Millionen gestiegen, während sie sich vor ungefähr ict Jahren auf kaum eine drittel Million Mark bezifferte, er deutsche Anteil daran ist verhältnismäßig gering, er trägt ungefähr eine Million Mark, fast ebensoviel wie der anzösische, während der englische mit fünf Millionen miniert. Jedenfalls handelt es sich um ein Land mit hr aussichtsvoller Zukunft, und es ist begreiflich, daß lter den Mächten ein Wettrennen entsteht, dort als Erster irchs Ziel zu gehen; freilich besteht die Gefahr, daß erbei sich ähnliche Ereignisse abspielen könnten, wie Marokko, wenn die Mächte sich nicht beizeiten ver- indigen. Da wird es denn an unserem Auswärtigen Amte ui, nicht bescheiden zuzusehen, wie andere die Hauptbissen ?gschnappen und für Deutschland nur einige Brosamen mg lassen. Es herrscht zwar in der Wilhelmstraße das tgstliche Bemühen vor, nur ja nicht den Anschein zu erteil, als wenn man die Kreise anderer stören könnte, >er in diesem Falle hat niemand irgendwie verbriefte echte und leine Macht dürfte sich darüber beklagen, wenn eutschland verlangt, als gleichberechtigter Bewerber auf- eten zu können. Für die beutle Industrie wäre bessinien ein sehr gutes Absatzgebiet, zu welchen Zwecken die Anwesenheit der abessinischen Mission benutzt werden mite, und die Reichsregierung könnte bei einigermaßen schicktem Vorgehen in jenem noch wenig erschlossenen inde für uns etwas herausschlagen. Man weiß, daß rankreich nicht abgeneigt ist, Deutschland für weitere Zu- -ständnisse in Marokko anderweit Kompensationen zu ge- ähren. Während König Eduard noch zum Kurgebrauch in arienbad weilt, ist das englische Parlament am vorigen ittwoch mit einer Thronrede vertagt worden. Diese im irigen nicht sonderlich bemerkenswerte Thronrede hebt e freundschaftlichen Beziehungen zu den anderen Mächten rvor und weist auf die Bestrebungen des Königs zur rhaltung des Friedens hin. Zum Schlüsse gedenkt die hronrede des tiefen Eindrucks, den die gute Verfassung der rzlich ße. • sei.nt Heimatslotte auf den König gemacht ibe, u:id spricht dann von der Reorganisation der imischen Jedenfalls ein sehr zeitgemäßes Kapitel angesichts der Haager Konferenz und der dort von englischer Seite angeregten Abrüstung. Was die Thronrede nicht erwähnt, ist die Begegnung des Königs mit dem deutschen Kaiser. Auch die Sturmzeichen auf der grünen Insel finden in der Thronrede keine Deutung, aber wenn nicht alles täuscht, wird man in London schon sehr bald wieder in unliebsamer Weise an das irische Problem erinnert werden. Die blutigen Ereignisse von Belfast haben unter der Bevölkerung Irlands eine große Erbitterung wachgerusen, und die jung-irische Bewegung tritt aufs neue mit großem Ungestüm für die alten irischen Forderungen ein. „Sinn Fein", d. h. „wir selbst", ist das Losungswort und in einem großartigen Manifeste an das irische Volk wird ein neues Programm zur Verwirklichung der alten Forderung entworfen. Die Sinn-Fein-Leute weisen auf daö Beispiel von Norwegen, Ungarn und Finnland hin und fordern die Iren auf, in ähnlicher Weise vorzugehen, um die vorgesteckten politischen und wirtschaftlichen Ziele zu erreichen. Ergebnis der Steuerveranlagung irr Hessen für 1907. I. Das Ergebnis der Hauptveranlagung, das heißt der Veranlagung aller zu Beginn des Jah.es Steuerpflichtigen kann nach der „Darmstädter Zeitung" auch für 1907 als befriedigend bezeichnet werden; während int Budget von der Annahme ausgegangen war, daß der Hauptausschlag ein Steueraufkommen von 13100 000 Mk. erbringen würde, hat tatsächlich der Hauptausschlag ein Steuersoll von 13 329 737 Mark 75 Psg-, also rund 229 000 Mk. mehr erbracht. Dieses günstige Ergebnis der Hauptvcranlagung für 1907 ist bei dem mehr stabilen Charakter der Vermögenssteuer und deren Stellung als Ergänzungssteuer naturgemäß im wesentlichen auf den Ertrag der Einkommensteuer zurückzuführen- So war denn auch bei Veranschlagung des wahrscheinlichen Ergebnisses des Hauptausschlags im Budget für 1907 auf 13 100 000 Mk-- angenommen worden, die Einkommensteuer werde davon 9 850 000 Mk- und die Vermögenssteuer 3 250 000 Mk- Steuer erbringen. ^Demgegenüber hat aber die Einkommensteuer tatsächlich _ 10 058 348 Mark und die Vermögenssteuer 3 271 389 Mk- 75 Pfg. erbracht, so daß der gesamte Mel/rertrag des Hauptausschlags gegenüber dem im Budget eingestellten Betrag mit rund 208 000 Mk- (91 Prozent) auf die Einkommensteuer und mit 21000Mk- (9 Proz.) auf die Vermögenssteuer entfällt- Vergleicht man die Ergebnisse der Hauptveranlagung für 1907 in den einzelnen Provinzen, Steuerkommissariaten und Städten des Landes untereinander mit denen des Vorjahres, so ergibt sich, daß das gesamte Aufkommen an direkten Staatssteuern im Betrage von 13 329 737 Mark 75 Pfg. mit 5 693 039 Mk. 25 Pfg. auf Starkenburg, mit 2 599 676 Mk- 25 Pfg. auf Oberhessen und mit 5 037 022 Mart 25 Pfg. auf Rhein Hessen entfällt. Gegen das Vorjahr bedeutet dieses Ergebnis der Hauptveranlagung ein Mehr von 552 046 Mark 25 Pfg. Steuer oder eine Zunahme um 4,14 Proz., wovon Starkenburg mit 321 695 Mk- 50 Pfg. (5,65 Proz. mehr), Obcr- hessen mit 83123 Mk- (3,2 Proz. mehr) und Rheinhessen mit 147 227 Mk- 75 Pfg. (2,92 Proz. mehr- beteiligt ist. Von den Steuerkommissariaten zeigt Mainz I mit 2 212 303 Mk- Steuer das größte Steuersoll, hinter dem Darmstadt I um rund 274 000 Mk- zurüübleibt. T-as geringste Steuer- auskrmmen hat unter den Steuerlommissariaten Schotten aufzuweisen, in dem Jür 1907 68 883 Mk^ Steuer veranlagt ist. In sämtlichen Steuerwmmissariaten ist eine Erhöhung des Steuerertrags gegen das Vorjahr eingetreten, mit Ausnahme von Wörrstadt, der eine Abnahme um 4006 Mk- 75 Pfg. (2,44 'Prozent) Steuer auszuweisen hat- In absoluter Beziehung am srärrsten hat der Gesamtsteuerertrag des Steueriommisiariats Offenbach mit einem Mehr von 127 778 Mk- 25 Pfg. Steuer (8,61 Proz.) gegen das Vorjahr zugenommen, während in relativer Beziehung das Steuerkommiisariat Langen mir einer Erhöhung um 12,11 Prvz- an der Spitze steht. Der geringste Steuerzugang gegen das Vorjahr hat schließlich in absoluter und relativer Hinsicht im Steuerkommissar lat Oppenheim stattgefunden, dessen Steuersoll sich um 962 Mk- 75 Pfg. oder um 0,4 Proz. erhöht hat- Die zehn Gemeinden mit Städteordnung haben ohne Ausnahme eine Erhöhung ihres Gesamtsteuerertrags erfahren, die ziffernmäßig am grüßten in Offenbach mit einem Mehr von 108 919 Mark (8,96 Proz.), am kleinsten in Alzey mit 2499 Mk. 50 Pfg. (2,74 Proz.) ist. Prozentual ist die größte Zunahme ln Bensheim eingetreten, dessen Steuerertrag-sich um 16,14 Proz. erhöht hat, während die bevölkertste Stadt des Landes, Mainz, mit einer Zunahme um 1,46 Pxoz- in dieser Beziehung an letzter Stelle steht- Dagegen hat die Stadt Mainz auch jetzt noch den größten Gesamtfteuerertrag mit 1938 710 Mk. o'J Pfg. aufzuweisen, womit die zweitgrößte Stadt des Landes, Darmstadt, um rund 52 000 Mk- übertroffen wird, während Alzey bei einein Steueraufkommen von 91088 Mk- 75 Pfg. unter den Städten des Landes am wenigsten Steuer zu zahlen hat- Unterzieht man hiernach die beiden direkten Staatsiteuern im einzelnen einer näheren Betrachtung, so zeigt zunächst die Einkommensteuer bei einem Gesamtauskommen von 10058 348 Mk- gegen das Vorjahr ein Mehr von 505 130 Mk- oder von 5,02 Proi. Der wesentlichste Anteil an dieser Zunahme entfällt mit mehr als der Hälfte auf Starkenburg, die bei insgesamt 4 423 281 wtt- Einkommensteuer gegen das Vorjahr ein Mehr von 292 376 Mk- 50 Psg. (6,6 Proz.) aufzuweisen hat- Rheinhessen bringt demgegenüber bei einem verhältnismäßig hohen Einkommensteuersoll von 3 837 926 Mr. nur ein Mehr von 138 756 Mk- 50 Pfg. (3,61 Proz.), während das Steueraufkommen von Oberhessen mit 1 797 141 Mk- Einkommensteuer das Ergebnis deA Vorjahres um 73 997 Mi- übersteigt und hiermit eine größere prozentuale Zunahme (4,11 Proz.) als das von Rheinhessen erfahren hat- Während von allen Steuerkommissariatsbezirken Homberg mit 40 742 Mk- den geringsten Ertrag an Einkommensteuer liefert, steht Mainz I mit 1837 583 Mk> veranlagter Einkommensteuer nach wie vor in dieser Beziehung an egtet Stelle und übertrifft hiermit daS Stener- auftonrmeii von Darmstadt I um rund 320000 Mk. Eine Minderung im Ertrage der Einkommensteuer ist nur im Steuerkommissariat Wörrstadt eingetreten, dessen Steuersoll für 1906 von 97 041 Mk. für 1907 auf 94 686.50 Mk. und somit um 2354.50 Mk. (2.48 Proz.) zurückgegangen ist. In allen übrigen Steuerkommissariaten hat dagegen die Einkommensteuer gegen das Vorjahr zugenommen. Prozentual am größten ist diese Zunahme mit 14.59 Proz. im Steuerkommissariat Langen, am kleinsten mit 0.97 Proz. im Steuerkommissariat Oppenheim. Der absoluten Größe nach betrachtet hat dagegen das Steuerkommissariat Offenbach mit einem Mehr von 119 757 Mk. Einkommensteuer (9.5 Proz.) bei einem Gesamtaufkommen von 1 259 696.50 Mk. die größte Zunahme aufzuweisen. An zweiter Stelle kommt in dieser Beziehung das Steuerkommissariat Mainz I mit einem Mehr von 65 193.50 Mk. (3.55 Proz.), dem Worms mit einer Zunahme um 51335.50 Mk. (6.44 Proz.) an dritter Stelle folgt. Erst dann kommt das Steuerkvmmissariat Tarui- stadt I, das in den letzten Jahren regelmäßig die größte Zunahme an Einkommensteuer gebracht bat, in diesem Jahre aber bei einem Mehr von 45 769.50 Mk. (3.01 Proz.) an vierter Stelle steht. Die geringste Zunahme zeigt im übrigen der absoluten Größe nach das Steuerkommissariat Beerfelden, dessen Einkommensteuersoll sich von 73 341 Mk. auf 74 230.50 Mark oder um 889.50 Mk. (1.19 Proz.) erhöht hat. Von den 10 Städten hat Mainz mit 1594 976.50 Mk. das größte Aufkommen an Einkommensteuer aufzuweisen, dem Darmstadt mit 1 477 153 Mk. Einkommensteuer um rund 117 000 Mark nachsteht, während Alzey mit 68 205.50 Mk. den geringsten Ertrag erbringen wird. Gegen das Vorjahr hat in absoluter Beziehung die weitaus größte Zunahme unter den Städten Offenbach aufzuweisen, in dem ein Mehr von 104 027.50 Mk. (10.02 Proz.) an Einkommensteuer veranlagt ist. Hiermit übertrifft es mit rund 59 000 Mk. die in dieser, Beziehung an zweiter Stelle stehende Stadt Worms, in der sich der Ertrag der Einkommensteuer gegen das Vorjahr um 45 333 Mk. (7.25 Proz.) erhöht hat, während Darmstadt nur ein Mehr von 42 585-50 Mk. und Mainz sogar nur ein solches von 25 433 Mk.* 1 erbringen wird, so daß die im Steuerkommissariatsbezirk Mainz I eingetretene Erhöhung der Einkommensteuer um 65 193.50 Mk. mit über 61 Proz. auf die Landgemeinden dieses Bezirks entfällt. Die ziffernmäßig geringste Zunahme ist unter den Städten in Alzey eingetreten, das bei einem Soll von 68 205.50 Mk. Einkommensteuer ein Mehr von 2141 Mk. (3.13 Proz.) erbringt. Relativ die größte Zunahme an Einkommensteuer zeigt unter den Städten Bensheim, dessen Steuersoll sich um 19.42, Proz. erhöht hat, während die relative Erhöhung z. B. in Offenbach trotz dessen bedeutender absoluten Zunahme nur 10.02 Proz., in Darmstadt nur 2.88 Proz. und in Mainz sogar nur 1.59 Proz. beträgt, das hiermit denn auch in dieser Beziehung unter den Städten des Landes an letzter Stelle steht. Die Zahl der im Großherzogtum zur Einkommensteuer veranlagten Personen hat sich von 332 663 auf 341096 oder um 8483 erhöht. Diese Zunahme entfällt gleichfalls zum größten Teil auf Starkenburg, in welcher bei 153 112 Pflichtigen 5758 Personen mehr als im Vorjahr zur Einkommensteuer veranlagt sind, während in Oberhessen bei 77 152 Pflichtigen eine Zunahme um 1677 und in Rheinhessen bei 110 832 Pflichtigen nur eine solche um 998 zur Einkommensteuer veranlagte Personen stattgefunden hat. Unter den Steuerkommissariaten weist oie größte Zahl einkommensteuerpflichtiger Personen naturgemäß Mainz 1 auf, in dem 36 439 Personen zur Einkommensteuer veranlagt sind, was übrigens gegen bas Vorjahr einen Rückgang um 8 bedeutet. Die geringste ^Zahl zeigt in dieser Beziehung das Steuerkommissariat Homberg, das 2753 Personen zur Einkommensteuer veranlagt hat. Außer in dem bereite erwähnten Steuerkommissariat Mainz I ist auch im Steuer- tommiffariat Wörrstadt die Zahl der einkommensteuerpflichtigen Personen gegen das Vorjahr um 16 Pflichtige, zurückgegangem In den übrigen Steuerkommissariaten hat die Zahl der zur Einkommensteuer veranlagten Personen zugenommen. Am größten ist diese Zunahme im Steuerkommissariat Offenbach, in welchem bei 34 538 Einkommensteuerpflichtigen 1816 mehr als im Vorjahr zur Einkommensteuer herangezogen roerben.. Von den übrigen ©teuerfommiffariaten hat nur noch Darmstadt I eine nennenswerte Zunahme in der Zahl der zur Einkommensteuer veranlagten Personen (1333 Pflichtige) aufzuweisen, während sich im übrigen die Zahl dieser Personen durchweg um weniger als 500, am geringsten im Steuerkommissariat Alzey (5) vermehrt hat. Unter den Städten, ist die Zahl , der Einkommemi steuerpflichtigen mit 30 031 Personen am größten in Mainz, dem Darmstadt mit 26 606 Pflichtigen als nächste Stadt folgt, während Bad-Nauheim mit 1788 zur Einkommensteuer veranlagten. Personen an letzter Stelle steht, wobei übrigens nur die dauernd in Bad-Nauheim wohnenden Personen, nicht aber die berücksichtigt wurden, die nur während der Badesaison dort, im übrigen Teil des Jahres aber anderwärts wohnen. Kritische CagessehKN. Mittelstandsretter. Uebcr die pilzartig aus dem Boden 'emporschießenden Mittelstandsgruppen und --Griippchen, vor beiten sich der Mittelstand kaum noch retten kann, gießt das Münchener „Deut, chs Volksblatt" des Antisemiten Wengg, das selbst Die Mittelstandsretterei in Erbpacht genommen hat, neuerdings die volle Schale seines Spottes ans;, es schreibt unter anderem: Bedauerlicherweise ist es auch Tatsache, daß die Notlage breiter Schichten unserer Gewerbetreibenden und daneben auci) thre erstaunliche Unwissenheit und Naivität auf wirtschchtlichem Gebiete fic verleitet, oft genug erbärmlichen Charlatans, Lcywindlern und Dummköpfen nachzulaufen, wenn sie ihnen nur das Blaue vom Himmel versprechen und weis machen, daß ]ie ihre —age ohne eigene Anstrengung und ohne selber Opfer zu bringen, verbenern können- Nichts ist charatterlstischer für diese Tatsache als der. Verlauf der Mittelstandsbewegung, welche unter Dem Warnen Mittelstandspartei vor zirka fünf Jahren in München einsttzte und die Mittelstandssache in Bayern in geradezu unteilbarer Weise geschädigt hat- Einige gänzlich unwistende und och kure Persönlichkeiten stellten aus den Prograuimen der verianedenm Parteien kunterbunt zusauimengewürfelt ein „Mittelstandp.o- gwnm" zusammen, verunstalteten es noch nut einigen elenden Phrasen eigener Fabrikation und traten dann bannt an die Oettem- ttchkeit. Und das Wunderbare geschah: Es sand sich eine Menge Leute, welche sich der neuen „Partei" aüschlotz, die ihnen versprach, gegen Bezahlung von einer Mark pro Kvps und Jahr die Mittelstaridsfrage radikal zu lösen, ohne daß die braven Spießer dabei hinter den Maßkrügen und Tarollischen herooc- zugehen brauchten und es notwendig hätten, gegen die Judcn^ auszumucken. Der Verlauf der sanwsen Parteigrundung _ ist bekannt ; sie verkrachte nach wenigen Jahren und h.nterließ nichts als eine Unmasse von Schulden und eine Reihe skandalöser Prozesse, in denen sich die „Mittelstaudsretter" gegenseitig alle anderen Titel als den eines Ehrenmannes züerkamtten. * Von der freien Liebe der sozialdemokratischen Zukunstsgesellschast entwirft Hope Bridges Adams^Lehmann in de.i^Sozialistischen Monatsheften unter dem Titel Sexuelle Pädagogik folgendes Bild: „Ich glaube, die soziali ische , i wird zunächst die Wie der Tr. Breid ert in der Sitzu 9I.50 Elektriz. Lahmeyer . 82.30 3^7< Teudenz: fest. war, E' p . 195,20 . 220.00 . 30.40 . 111.40 . 224.50 . 141.00 . 169.20 . 139.00 . 200.40 . 92.10 30*40 4/6 Ungar. Goldrente . . 4-o Italien. Rente . . , 3% Portugiesen Serie I . do. Konsols do. 3% 3^7< 3% W/( Tendenz: fest. Berliner Wassermengen sind aber so reichlich, daß außerdem ein größeres Quantum Wasser an die Stadt Frankfurt abgegeben werden kann. Wasserwerks I Türkenlose 4-6 Griech. Nonopol-AnL 4 56 äussere Argentinier 3% Mexikaner . 456% Chinesen . . , . 209.00 . 114.50 Börse, . 166.20 . 126.10 . 224.80 . 66.50 138.90 2. Sept. Anfangskurse. Harpener Bergwerk. . Laurahütte . . . Lombarden E. B. . Nordd. Lloyd . . , Türkenlose . . . . s'ÄPENT/^j Aus Sta-t und Laszd. G i eßen, 2. September 1907. ## Tie Kanatgebühren-Ordnung, die vor einigen Monaten an der Stadtverordneten-Versammlung beslstossen worden ist, wurde, wie uns aus Darmstadt von gut unterrichteter Seite j.emeldet wird, vom Grohh. Ministerium nicht genehmigt. "Vorn Großhcrzoglichcn Hose. Prinz und Prinzessin Andreas von Griechenland haben Sonntag, 1. Sept., Jagdschloß Wolssgarten verlassen und von Frankfurt aus die Rückreise nach Griechenland angetreten. Die Prinzessin Edda zu Erbach-Schönberg ist am Samstag nachmittag wieder von Jagdschloß Wolssgarten abgercist. •* Pfarrpcrsonalien. Se. Kgl. Hoh. der Groß- Herzog haben dein Pfarrer Jak. Kraus zu Gießen die nengegründete 2. evang. Pfarrstelle an der Johannesgemeinde zu Darmstadt übertragen. ** Erledigt ist die mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstetle an der Geineindeschule zu Boben- han scn I. 2Bit der Stelle ist Organisten- und Lektorendienst verbunden. 93.25 82.30 91.40 9840 97 90 92 95 66*00 66.60 91.20 89.50 141*90 83*00 61.50 94.80 Carl Ludwig Leib Kirchsfrasse 2 Telephon 466 •* •• Kunsthandlung :: :: Vergolderei • Bildereinrahmungsgesdifift * * Umfangreiches Lager iv Bildern a a Warum Saaben vielte Miliionen "Ud Einzelpersonen die M y rrh o l i n - S e i ie seit ihrem We d e" lanae' E^sab?nno “rbot)tie,rt und festgehalten? Antwort läs Ermyrung ihnen bewlewn, daß es keine bessere ^chönve.ts- und zugleich auch Gesundheits-Seife für sie gibt. dVr Ech. Justizrat Jö cke l-Friedberg äußert, daß n sich mit der Genehmigung der Verträge auf die Erba des Wasserwerks Wiege. für die Gruppen Wasserversorgung in Frage kommenden Gemeinden, die sämtlich noch ohne Wasserleitungen sind, toür den für die nächsten 50 Jahre nicht mehr als 5000 Kubik- erste Jugend so gesund, so glücklich, so anregend, so voll Interessen, die dem Alter entsprechen, zu gestalten wissen, daß Nervosität und Frühreife verschwinden und physiologische Anfechtungen auf ein Minimum reduziert Iverden. Ich glaube, sie wird Krankheiten durch die nötigen Maßnahmen der Isolierung und rechtzeitiger und ausreichender Lehandlung oitcrottcn- Jch glaube, sie wird ein gewisses Alter und auch ge:oisse Krankheiten bestimmen, in denen das .Ociiqen und Gebären von Kindern verboten^ ist, als Schuß sür Minderiährigc und im Interesse der Rasse- Nach Uebcrschreitung dieser Altersgrenze wird sie das Eingehen und Auslösen von geschlechtlichen Beziehungen dem Individuellen Ermessen überlassen, ohne davon in irgenb einer Weise Kenntnis zu nehmen- Nur für den Falt, daß Kinder ans der Verbindung hervorgehen, wird sic das Paar für eine bestimmte Periode — etwa .3 bis 5 Jahre — als Eheleute betrachten und sie zur gemeinsamen Sorge für die Kinder an- haltcn- Nach Verlauf dieser Zeit wird cs ihnen frcistehcn, aus- cinanderzugeheu, mit dem Recht freier Vereinbirling über die weitere Kiuderversorgung: im Fall der Uneinigkeit wird das Gericht.entscheiden. Für Kinder, die ohne Eltern verbleiben, wird die Gesellschaft sorgen. Solche Kinder wird es wahrscheinlich sehr wenige geben, denn cs wird der Frau gestattet sein, eine unerwünschte Schwaugerschast innerhalb einer bestimmten Zeit , durch ärztliche Hülfe unterbrechen zu lassen " Ter Genosse : Lehmann merkt anscheinend gar nicht, wie er seinem Zukunftsbau selbst die Fundamente entzieht- Die Auslassung zeigt aber mals, zu welch abcrivitzigeu Phantastereien das sozialistische Qeri'indaktern au fr । , Telefonische Kursberichte des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für Bandel und Industrie, Giessen. Torfe R MMWWMÄ SSÜL» ffließen stationiert gewesene beritt We in der am 1. April i ? d L Eichenauer, do» Eisenbahndienst übe'rgetrtten und vom'l ift in 0,5 AeKSSfilS ®t'l'iHber3 ersetzt'worden ' " nachmittag ist ein aus de-$!u' 3L Aug. Heute Arbeiter, der im Maschsticubre stammender ungluckt. Er wollte bte bt »br lUtl9 IDar' vertriebene Maschine ölen Tieie . elektrisch be- tlje )in; der Arbeiter in ichon in Bewegung, erlitt, wohl durch die wIhth gebraeht hatte Er d-ue'rnswert'e'^^Mann^ r a t7wahl" stttumteu Sn "«^.heutigen Ge m einde- ä* m. Wi«S .mm.? i®* aigK” «"« fc“,'''s.'",«"‘ s SÄÄmsu*-**...... Hessen . . . . °/2 i0 Oberhessen . . . •1% Oesterr. Goldrente 4*/b% Oesterr. Silberrente Deutsche Bank Deutsch-Asiat. Bank* Diskonto-Kommandit. Dresdner Bank Kreditaktieu . Baltimore- und Ohio- Eisenbahn . . Gotthard bahn . . * Lombard. Eisenbahn Oesterr. Staats bahn . . , 141.30 Pnnce-Henri-Eiscnbahu 128*00 .......... 114.7; Elektriz. Schnckert . . 101.OC Esch weil er Bergwerk . . 213.00 Gelsenkirchen Bergwerk . 191.2C Hamburg-Ainerik. Paketf. 127JG Harpener Bergnverk. . . 195.60 Lanrahütte 221.00 Nordd. Lloyd .... 1H.5C Obcrschles. Eisen-Industrie 101.51 Berliner Handelsges. Darmstädter Bank 56l)m fonen die jährlichen Neberschüsse des t s 1 des Elektrizitätswerkes Verwendung s nden Neben dem Jnheider .-Quellgebiet liegt ein zur r”9 Hvs-Graß gehörendes Gebiet, das ebenfalls liefern tann. Wegen der Pachtung dieses Geländes, dav Fideikommiß ist und deshalb nicht verkäuilicb I r, Aktien 30 Jahre ist ebenfalls verhandelt worden bod) ^°^ham pUSxÄ; • • baM^ffnm“96 ^rÜber nodj uicht ganz abgcschlosseu ' ' Graü^ ÄW11”11' 'vegen der dem Pächter von Hof- Graß aus der Was,creiitiiahmc etwa entstchendeii Benack-1 v n vinzwlau^säÄ beantrao^tig ^regelt ist. Ter ^oJ Darmstädter Bank .* ' VeUräae die Genehmigung der brei Deutsche Bank . . . trnn5 ^^f^ ^^herdcr Quellengebiets und des 93er= Dortmunder-Union C. . imh 9^rlr^?nf-|Urt/ vorbehaltlich der späteren Beratung I Dresdner Bank . . . Unternehmen solle man btvß^au^Gcund' ®ln 0roßc§ Nentabilitälsbe^ecvniin" f oiuer genauen untersuchen bejchlic^eu und außerdem sei w meinen LandeskuÄSSIV“ Ausführung die allge- °llen Umständen fei Ä 'btffi? Erden. Unter Frankfurt. Man könne d?r^bauunaboes^s? aBaffer 011 unter der bestimmten Q oe- Wasterwerts nur Ministerium als^ oberste' £aköÄ'm 1^1r b-°6 baä Versicherung gebe daß bamit Ä.e bie bestimmte h'Mchen Kulturinteresseu mcht c ntrtt? Mtt der «k Lung der heute Oorgdeaten Sierfriin» r ^euehmt- aHen Umständen den Bau dÜ Werstes d sb.Ub"""' Untcr Ä S< -ÄugjäSrÄSSS 335 äs® PftJBWSW- es jetzt der Fall sei größere Opfer bringen, als »-'M-. den anderen Verträgen s»u??/ der Riedmuhle. Bei einer hiesigen Fomilie die Wäsche fortgenommen. Die sie die Nacht über im-Freien-getassen-hatte.- Jetzt hat man sie in einem alten Bergwerksschacht gefunden. Es iegt also ein Schabernack vor. Tie Ausnutzung der Wasserkräfte in Lberhessen. Gießen, 2. Sept. Eine für einen großen Teil unserer Provinz hochwichtige Angelegenheit wurde durch die Beschlüsse der am Samstag abgehattenen außerordentlichen Sitzung des Provinzial- tages einen bedeutsamen Schritt ihrer Verwirklichung näher gerückt, näi.ilich die Ausnutzung des Quellengebiets bei Inheiden sür Wasserlcitungszwccke. Wie aus früheren Mitteilungen des „Gieß. Anz." bekannt ist, besteht schon seit einiger Zeit das Projekt, zunächst die Jnheider Wasser- schätze sür eine Gruppenwasssrv'rsorgung nutzbar zu machen, die für eine Anzahl Gemeinden der Kreise Gießen, Büdingen und Friedberg bestimmt ist. Tie dort vorhandenen ist die außerordentliche Tagung zur Beschlußfassung über das Projekt cinberufcn worden,' weil die Frist für die Ge- v , z. nehmigung des mit dem Mühlenbesitzer Stoll abgeschlossenen | nügender Vertrags mit dem 1. Oktober d. I. wurde ursprünglich vom Kreis Gießen mit Stoll abge-,. schlossen und später dann von der Provinz übernommenen Im Zusammenhang mit diesem Vertrag, uvl wu ^hluu, der Ricdmühle bei Inheiden vorsieht, wird die Genehmigung zweier weiterer Verträge vorgeschüiijun, di^ mH । vu tujunenfn iiamcm Gemeinde Inheiden und der Gräflich Solms-Laubachschen zur Abstimmung geschritten. Ter Scrtraa'ioenen" he» «“* Verwaltung abgeschlossen worden sind und für deren Ge- kaufs der Riedmühle wurde gegen 3 Stimmen die b»W nehmigung keine besondere Frist vorgeschrieben ist. Der anderen Verträge wegen des Erwerbs des QuellenaebÄ "?ie Rigoros Hochzeit. Sonntag den 8. September: .Der Trou- Saftüre" ü,ltn9 2)611 91 September, abends 6 Uhr: „Tic . Schauspielhaus. nnrh^in ln^pnfn? r3e September*): FVwissensmnrm." Mitt- oocb den 4. September: .Erdgeist." Donnerstag den 5. Sept.: Hufarennebei. Samstag den 7. September: Zum ersten J ° Cq-n "?Cro^-1 e Stück in 1 Auszug von Henry Bern- c\n; nilQ "Ul’c:r ©wte Ilm als Antrittsrolle. Fernande: >err Georg ^engbach als Antrittsrolle, ©oimtag ben 1. September, lcicl)mittag5 halb 4 Uhr: „Robert und Berlrann" Abends 7 Uhr: ^.er -Ueb yioiüng den 9. September: „Heimat." Magda: Frt. Rarianne Wulf als Antrittsrolle. *) Anfang, wenn nicht anders bemertt, abends um 7 Uhr. Märkte. fc. Frankfurt a. M., 2. Sept. (Orig.-Telegr. des „Gießen, -lnz. ) Amtliche Notierungen der heutigen Fruchtmarklpreis e. .'Kerzen DR. 20.75—21.00, Kurhessischer DR. 20.75-21.00, La Plata Olk. 22.25—23.00, Kansas Mr. 22.25-23.00, Roggen (hiesiger) DR. 18.75—19.75, Gerste (Wetterauer) Mk. 19.50—20.75, Fanten- older DR. 20.25-20.75, Haier 20.50—21.00, Diais DR. 14.75-15.25. Weizenmehl Alk. 30.00—30.50, 00—00, 2. Qualität Mk. 28.00 ns Aik. 28.50, 3. Qualität Mk. 26.50—27.00, Roagenmehl 00 Dlf. 29.50-30.25, l.Qualität Dck. 28.50—29.25, Weizcnkleie Dik. 11.50. ns Aik. 00.00, Roggenkleie Mk. 13.00—13.50, Mmskeime Dik. 11.25 ns Mk. 12.50, Franken, Pfälzer, Nied Dik.00.00-00.00. Alles per LOO ftg. ab hier. fc. Frankfurt a. M., 2.Sept. (Tclegr. Qrig.-Vcricht des „Gieß. Llnz."). Atitll. 9iotierungeit der heutigetl Viehinarklpreife. Ztltn Verkaufe staudeit: 610 Ochsen, 157 aus Oesterreich, 86 Bttllen, 0 aus Oesterreich, 0 aus Dänemark, 1191 Kühe, Fersen, Stiere tmb Rinder, 0 aus Dänemark, 320 Kälber, 351 Schafe und Hammel, 00 Schafe aus Oesterreich, 0 Ziegen, 2034 Schweine. Bezahlt wurde für 100 Pfund Schlachtgewicht Ochseu 1. Qualität 81—85 DR., 2. Qual 76—78 Mk., 3. Qual. 68—70DR.; Bulleu 1. Qual. 70 bis 72 DR., 2. Qual. 67-69 DR.; Kühe 1. Qual. 70-76 Mk., 2. Qual. 71—74 DR., 3. Qual. 63-65 Mk, 4. Qual. 00-00 DR., 5. Qual. 00—00DR. Kälber: 1. Qual.92—95 Psg., Lebendgewichts—57 Pf., 2. Qual. 78—85 Psg., Lebendgewicht 45-50 Pfg., Schlachtgewicht 60-65 Pfg. Schale: 1. Qual. 84—00, 2. Qual. 78—80 Pfg., 3. Qual. 00—00 Pfg.; Schweine 1. Qual. 70—00 Pfg., Lebdgew. 55.00—00.00 Pfg., 2. Qu. 68-69 Pfg., Lebendgew. 54.50—00 Pfg., 3. Qual. 60—62 Pfg. Lebendgew. 00 Psg. Geschält: bei Kleinvieh inittelmäßig, Ueberstand bedeiltend; bei Kleiiivich fein Ueberstaud. U Mrsgittcri-SrahtmeLSnttgen. Königstein i. T., 2. Sept. Ein Radfahrer stieß mit einem Auto zusammen und wurde getötet. Es ist der 19 Jahre alte Lehning aus Kronberg. Weinheim, 2. Sept. Groß feuer äscherte die Seifenfabrik von Bechtold uno Förster ein. Köln, 2- Sept. In einzelnen Distrikten des Nuhrgebictes fanden gestern Bergarbeiter-Versammlungen statt, die einen ruhigen Verlauf nahmen. Ueberall wurden scharfe Resolutionen gegen das Knappschaftsgesetz angenommen. Rom, 2. Sept. Bei dem Automobilrennen in Brescia um den Florio-Pokal siegte Minoia auf einem Jsotta-sFraschini-Wagcn gegen Hemery und Henriot, die deutsche Benz-Wagen steuerten. SchwereUn fälle ereigneten sich bei dem Rennen. Baron de Martino wurde infolge Bruches der Steuerung gegen eine Steinmauer geschleudert und war sofort tot. Der Engländer Durlach stürzte mit dem Wagen und erlitt lebensgefährliche Verletzungen. Der deutsche Fahrer Hyronimus wurde mit gebrochenem Nasenbein vom Platze getragen. Brescia, 2. Sept. Bei der Autow ettsahrt stieß ein Gaggenauwagen mit einem anderen Wagen zusammen und wurde schwer b e s ch ä d i gt. Ter Mechaniker Diebold wurde schwer und der Fahrer Hyronimus leicht verletzt. Haag, 2. Sept. Tie Friedenskonferenz wird voraussichtlich am 21. Sept, geschlossen werden. Am 28. d. M. sollen die Schlußprototolle unterzeichnet werden. Antwerpen, 2- Sept. Tic Post des aus dem Congo kommenden Dampfers Albertville bringt Meldungen, wonach außer im Bezirk Uella in den meisten Provinzen Aufruhr herrsche, da die Eingeborenen sich weigern, zu arbeiten. Jni Bezirk Arnwimi wurde eine Proviant-Karawane, die unter der Führung eines Deutschen stand, von Eingeborenen angegriffen«. T-er weiße Führer und mehrere farbige Soloaten wurden verwundet- Paris, 2. Sept. Gestern waren drei neue Eisenbahn u n f ä l l e zu verzeichnen. Zwei Zusammenstöße ereigneten sich in Sotteville auf der Linie Paris—Havre und in Treux. Sie hatten nur Verwundungen und Mate- rialschaden zur Folge. Dagegen sanden bei dem dritten Unfall zwe.i Beamte den Tod. Kurz vor dem Bahnhof Nancy entgleiste aus unbekannter Ursache die Lokomotive eines Güterzuges. Der Maschinist und der Heizer wurden getötet, der Zugführer verletzt. Paris, 2- Sept. Ter spanische Ministerpräsident Maura erklärte dem Madrider Tcmps-Vcrtreier, das niemand an eine neue Marokko-Konferenz denke. Tic Beziehungen der Signatarmächte von Algeciras seien so befriedigend, daß sich alle nötigen Minderungen der Akte unschwer auf diplo- i" t i Hb eni Wcge vomich/ii Lncn- _ Lei der wechselnden Witterung treten bei Säuglingen sehr häufig Verdauungsstörungen auf, welche am sichersten dadurch ver- hütet und beseitigt werden, daß man an Stelle der bisher gereichten Milch eine eimvandsfrei, leicht verdauliche "Nahrung verabreicht. Eine solche ist das seit 40 Jahren altbewährte Nestle sche Kmdermchl, ivelches schon in Tausenden von Fällen Rettung gebracht hat. (ss^/s j' 5549 Gießen, den 2. September 1907. * x Hierdurch machen wir die traurige Mitteilung, daß meine liebe, unvergeßliche Gattin, unsere gute Amtier, Tochter, Schwester und Schwägerin Frau Katharina Schultheis geb. Mandler nach langem, mit großer Gedtild getragenem Leiden gestern abend im Alter von 27 Jahren sanst entschlafen ist. Um stille Teilnahme bitten Die trauernden ^unterbliebenen. Daubringen, den 1. September 1907. Die Beerdigung findet Dienstag den 3. September, nachmittags IVa Uhr, statt. ]06355 5547 _______ _ v Mpaket-Adrejsen «, tzrrma XL w nnh>«niöls.»ru 1 Uittersuchuna, Me7rUlsejw^ Ä äwndL uach der Einstellung v°rgen°u,m°n m.rd, Zuwiderhandlungen werden unnachsichtlich bestraft. Gießen, den Ä Äugu^lW^ Gietzen. ________I. L. Langermann. ____________£_L? ” Brillen- und Eber-Veritaus. Die Gemeinde Lick ^^Lm'^egc^schrtttÜ^^ÄiIgÄ^ neten Pullen sowie e.nen Ed r 6^September d. I., vormittags r-.ch, den ^Au°us. E e Bürgermeisterei. D ärmer.________ Mmmtmachung. Die Grummetgrasversteigerung vom 29. l. Alts, ist genehmigt. Ausgabe der Abfuhrscheine durch die zuständigen Zahlstellen von Dienstag, den 3. h Mts. Nb, letzter Abfuhrtermin: 17. k. Mts. Gießen, den 30. August 1907. Großherzogliche Oberförsterei Schistenberg. BVvl Trautwein._______ Ausschreibung. Die Ausführung der Erd- und Maurerarbeiten zurHerstellnug eines 19,25 iu langen Periouen- tnnncls ans Babnbos Eölbe ^Strecke Frankfurt a. Dl, Kassel) soll öffentlich vergeben iverden. Die Verdingungsunterlagen sind, soweit der Vorrat reicht, gegen post- und bestellgeldfreie Bäreinicndmta von 1.50 Mk. von uns zu beziehen, woselbst auch die Zeichnungen zur Einsicht ausliegen. Abgegeben werden letztere zu diesem Zwecke nicht. Die Angebote sind versiegelt und mit entsprechender Aufschrift versehen bis z. Eröfsttungstermin: Sonnabend, d. 14. September, vormittags UVi Ubr, nach hier etnzureichen. lhv9l/a Zuschlagsfrist: 4 Wochen. Voll- endungssrist: 8 Wochen. Marburg, den 30. August 1907. Königliche Eisenbahn-Bctrieböinspektion. 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