Mtkk ^ii)c 8“* vari. $5 „ §£~ ,^Wflltrin ,Sn ßewanites gte««C SÜLK«H • Bädciiea SS;"'“""». *‘c«iam. ociuüit « ßutcnjcuan. "teMc.ßci ^üsügr ifl^Me Aur- und Luch- 'm gesucht, iflfbott unter 022 WWx erdeten, id-cn K Wen Beujitlnen ' Wo. nm ob. Dame. |tei )t, Neuen Laue 5, Mhlist RMtt stermin cmvicble d°'°" Vwi. ;t obnc 2pcietu fsenthal n-Verintttloog 9t outen ?))ltttagstua^, •sgS nSSrlä lM K<« sniatbntfl • Stadt (chtiDi^ tötaui®1 t'bkg a-dnu^Mlglieder gs» « s-ZK"»-' ijssg 157. Jahrgang Erstes Blatt Nr. 3 Erstes Blatt 157. Jahrgang Freitag 4. Januar 1807 Erscheint täglich vezngSprei»: auver Sonntags. H »Ä TemGießenerAnzeiger 4 >4 ▲ k. A A A A AA ffH A A A Zk ZK A Abhole-u. ZwetgueUen sr;.r mt 11 ttlMAM®5™ die Siebener Familien. jgfc »1 5~j m.-'. t fecf Li Hfl Wf £3 6ä kl ^<4 9 £y!r E3| Annahme von Anzeigen blätter viermal in der V0Ä Br M W E.J Wl IsX KZ KJ vX _ W A >E1 W Hfl UZ HA ■ öl W wA |E für dte Tagesnummer slxus VIVHVWVI' S »mlroerlundtgvngrblall IV^ — v AW” ♦ xZZ Verantwortlich für für den Kreis Sieben. iHAttAVnb pR 11 At* den poliL und öligem. JRebatlion — U. Ql C11V HU' A IH V I U l l Verlag u.Exped.L^Kol V .Gerichtssaal*-. Ernst 2u>rcfie für Tepeschen: notattonsbrud u. Verlag der vrühl'schen Univ.'Vuch- und Ztelndruckerei. R. Lange. Redaktion, Expedition u. Druckerei: 5chulstrahe 7. «^'7 Anzeiger Gießen. aciguueu. yuu» -oea. 5te tzeulige Yummer umfaßt 10 Seiten. Zur Zvatzlblwegung. Gießen, den 4. Januar 1907. Nachdem von den Freisinnigen, denen sich die National sozialen angeschlvssen haben, dte Kandidatur Heutigen starbt akzeptiert morden ift, konnte gestern bereits dte erste gemeinsame Sitzung deS liberalen Ausschusses (tm Restaurant Kaiferhos) staltsinden. Sic war überaus gut besucht. Der Vorsitzende der National, liberalen Partei sprach den Vertretern der übrigen Parteien den herzlichsten Dank für ihre Milaufstellung des Kandidaten aus. indem er ausdrücklich anerkannte, daß sie dte durch das Echetlern der EtntgungSverhandlungen in Darmstadt und Alzey-Btngen heroorgerufene Verstimmung zurückgesetzt hätten hinter der Erwägung, daß das Interesse des Vaterlandes und unseres Wahlkreises gebiete, die kleinen Parteiunterschiede und die Mißstimmung zu übersehen und Schulter an Schulter kämpsend unfern Wahlkreis dem liberalen Bürgertum zu erhallen. Im Verlause der Sitzung wurde der gem.lnjamc Wahlaufruf festgestellt und eine Reihe von Anordnungen für die Wahlagitation getroffen, die infolge der Kürze bet Zeil und der 'Ausdehnung unseres Wahlkreises große Ausgaben an die milwirkenden Mitglieder der vereinigten Parteien stellen wird. Aber sie wird dennoch energisch und umfassend geführt werden. Da unfl nur noch wenige Wochen von dem Wahltag trennen, wird die für unsere Stadt geplante öffentliche Versammlung, in der der Kandidat über seine bisherige Tätigkeit im Reichstag Rechenschaft geben und zugleich fein Programm entwickeln wird, nicht schon in den nächsten Tagen, sondern erst später staltsinden. Dagegen hat die Agitation auf dem Lande, zunächst in der Rabenau, begonnen, und am Sonntag soll in Hungen eine große Wählerversammlung staltsinden. Vom Vorstand des nationalliberalen Vereins in Bingen ist ein Schreiben bei der nallib. Parteileitung cingegangen, in dem nntgeteilt wird, daß auch die Zentralleitung der nationalliberalen Partei in Berlin gegenüber den Nationalliberalen des Wahlkreises Bingen den Wunsch ge- äußert hat, sie möchten die freisinnige Kandidatur Schmidt-Elberfeld unterstützen. Der Vorstand des nationalliberalen Verein« in Bingen teilt weiter mit, daß der Verein, soweit er hierzu in der Lage sei, diesem Wunsche entsprechen werde und auf cm günstiges Resultat hoffe. e Im Kreise Friedberg ist als dritter Kandidat zur Reichstagswahl der Landtagsabg. Bähr-Herrn Hag von den Antisemiten aufgestellt worden, und — wie es heißt — wollen die Zentrum Sl eute feine Kandidatur unter- stützen, wodurch er für den Grafen Onola em gefährlicher Gegner würde. In dem Reichstagswahlkreis Friedberg-Büdingen wird den ,91. H. Vbl.' auch nach der Landlagsabg._ Jutz genannt, der von der VolkSpartei mit Hülfe der Freisinnigen und deS Zentrums in den Reichstag gesandt werden soll. In Offenbach wurde an Stelle des eine Wiederwahl ablehnenden seitherigen Abg. Dr. Becker Lehrer Dem von Neu-Isenburg als nationalliberaler Reichstags- kandidat aufgestellt. In einer VertrauenSmänncr-Versammlung der Zen- trumS pari ei wurde für den Wahlkreis Offenbach. Dieburg der Arbeltersekretär Joseph Becker aus Frankfurt einstimmig proklamiert. Die vereinigten Liberalen deS Wahlkreises Worms.Heppenhcim-Wimpfcn stellten Ingenieur Dr. phil. et jur. I. Kolmann auf. In einer in Wor m S abgehaltenen Vertrauensmänner. Versammlung des Bundes der Landwirte wurde be- schlossen, die Kandidatur Heyl zu unterstützen. In Frankfurt a. 2JL stellten die Nationalliberalen den Töchlerschuldirektor Keller, die Mittelständler und Sinti- leimten den Fabrikanten Kämpf auf. In Siegen-Wittgenstein-Biebenf opf stellten bieNatio- nallibsralen den Gewerken Jak. Kreutz als Kandidaten auf. Die Hirsch-Duncker'schen Oeiverfvercme hatten zugunsten der Kandidatur deS ArbeitersekretärS Ziegler eine Wähler. Versammlung nach Siegen emberufen. In ber Diskussion wurde seitens der nationalliberalen Wahlkrelsleitung em Einigungsversuch unternommen. Nachdem sich die Frei, finnigen bereit erklärt hätten, Kreutz gleich im ersten Wahl- gange zu wählen (wofür die letzteren in Hagen von den Nationalliberalen unterstützt werden sollen), möchte man die Ziegler-Kandidatur ziirückziehen. Die Freisinnige Volkspartci i|t sich natürlich einig in dem Kampfruf: Fort mit Stöcker! Um sicher zu gehen, daß die ,©töcfeiet* im hiesigen Wahlkreise endgültig und für immer abgetan wird, beschloß die Versammlung, von der Ausstelliing eines eigenen Kandidaten abzusehen. Die Liberalen haben die besten Hoffnungen. Erzberger wurde als Kandidat der Zentrumspartei auf- gestellt. ES handelt sich bei dieser wie den zahllosen anderen Kandidaturen Erzbergers nur um eine Zählkandidatur. In Fritzlar beschloß eine VertrauenSmänner-Versamm- lung des Bundes der Landwirte und der Konservativen, den bisherigen Abg. Liebermann von Sonnenberg (deutsch, sozial) wieder aufzustellen. In der von katholischer Seite nun aufgefteflten zweiten Kandidatur des Kommerzienrats von Boch in Mettlach für Merzig-Saarlouis ist eine Demonstration gegen Roer en zu erblicken. Boch versicherte, in teligiu|cn Fragen auf dem Boden des Zentrums zu stehen. Die an- oeren bürgerlichen Parteien Unterstufen Bvchs Kandidatur. Dte Eii.^ungsversuche zwischen Nationallibera- l e n und Bund der Landwirte in der P f a l z sind nunmehr endgültig gescheitert. In einer Konferenz des Bundes dec Landwirte wurde beschlossen, in sämtlichen sechs pfälzischen Wählt reisen eigene Kandu>atcn auszustellen. In Stettin starb der freisinnige Reichstags-Kandidat für Ujedom-Wollin, Rechtsanwalt Dr. Delbrück an Blut- Vergiftung nach dreitägiger Krankheit. — Im zweiten anhaltifchen Wahlkreise kommt die Einigung der bürgerlichen Parteien zu Stande. Die Freisinnigen zogen ihre Kandidatur zurück. Geinelnsamer Kandidat ist Kommissionsrat Traulmann. — Die konservative Partei des Wahlkreises Teltow-Beeslow - Storkow -Eharlottenburg hat Oberbürgermeister Boddin in Rixdorf als Kandidaten nn Reichstage ausgestellt. Der Verband der nationalliberalen Partei deS Wahlkreises hat beschloßen, diesen Kandidaten zu unterstützen. Als poln. Kandidaten für den Wahlkreis Hohensalza- Moligno-Strelno ist daS Herrenhaus-Mitglied von KoscielSk» in Aussicht genommen. In Posen teilte in einer Wählerversammlung der Führer ber Freisinnigen, Rechtsanwalt Placzek, mit, bie Frage eines Kompromisses mit den anbecen deutschen Parteien für die bevorstehenden RelchSlagsivahlen wurde verhandelt, und es bestehe begründete Aussicht, daß es in öer ganzen Provinz Pofen zu einer Einigung aller deutschen Parteien komme. Dem Vikar Dr. Nelke in Fordon, der als polnischer Kandidat im Wahlkreise Dirschau-Pceußisch- etargarb ausgestellt werden sollte, wurde durch Bischof Dr. Roscntrcter tue Genehmigung zur Annahme der Stanoihatur untersagt. ■ Tie Bulow'sche Wahlkundgebung ist, wie wir gestern bereits mitleütcn, vom Berliner Zentrums- organ, der ,Germania*, geschickt pariert worden; sie hat bie verstreuten Anerkennungen für bie frühere Haltung ber ,re- gietenben Partei* zu einem Strauß gebunden und laßt sich im übrigen die autoritative Feststellung sehr behagen, daß irgendwie bedenkliche Zugeständnisse dem Zentrum m religiösen und kulturellen Fragen nicht gemacht worden sind. Fürst Bülow wird vermutlich auf eine leidenschaftl. Erwiderung auS dem Zentrumsturm gerechnet Haden. Aber hier wird ihm mit ber eleganten Waffe der Satire begegnet. Man steht, Umgang bilbet. Die Zentrumsherren lernten vom Diplomaten Bülow. ,Mit Euch, Herr Doktor, zu spazieren, ist ehrenvoll und bringt Gewinn.* Zum Uebcrflug komm, heute die ,'ireuzztg.* und vervollständigt die Befriedigung des Zentriims. TaS führende Organ der konservativen Partei sucht auch gerade einen der zentrumsfreundlichen Sätze aus dem Bülow'fchen Manifest sich aus, den Satz, marin der Kanzler auf die Mitwirkung ber nationalgesinnten Elemente des Zentrums im neuen Reichstage hofft. Daran knüpft bie .Kreuzztg " an und bezeichnet bie konservativen Elemente im Zentrum als unentbehrliche Helfer der Rechten beider Verteidigung der kirchlichen Interessen gegenüber dem Liberalismus. Von einer liberalen konservativen Mehrheit, wie sie Fürst Bülow sich wünscht, ist die »Kreuzztg.* begreiflicherweise durchaus nicht entzückt. Die ,Nordd. Allg. Zig.* schreibt: Darum 8000 Mann? Schon zur Zeit des Hererofeldzimes war man erstaunt, daß gnen die Wilden eine größere Truppen- macht ausgeboteu luurbe; mau IvuUuluc fick) a«er iu-cy mehr darüber, daß die Gefechte trotzdem mit verhältnismäßig geringen deutschen Kräften geschlagen wurden. Alle Kolonialmächte erstaunen nicht über dergleichen. Daß dies bei uns geschieht, liegt teilweise wohl daran, daß man nocy immer nicht die Schwierigkeiten begriffen hat, mit denen unsere Soldaten in Südwestafrika zu kämpfen haben. Nicht die im Einzelfall gegenüberstehenden Feinde find dort die Hauptgegner, sondern die Ausdehnung undllnwegsamkeitdesLandes,diegeringeKultur und der Mangel an Lebensrnitteln und Wasser. Tie 8000 Mann, die augenblicklich noch als unumgänglich nötig für die Kolonie verlangt werden, verteilen sich auf ein Gebiet, welches IV2 m a 1 s 0 groß ist, als das Deutsche Reich. Eisenbahnen sind kaum vorhanden, feste Wege ebenfalls nicht. 2000 Mann stehen im Norden und müssen dort stehen bleiben. Würde man sie zurückziehen, so würden die unruhigen Elemente der Eingeborenen sosort die Oberhand gewinnen. 12 3 Ansiedler wurden im Hererolande ermordet mangels Truppen, sie zu schützen. Es bleiben für den Süden annähernd 6000 Mann. Diese Truppen kämpfen etwa 500 Kilometer von der Küste. Es bleiben nach Abzug der notwendigen strafte für die Etappen, Sicherung der Transporte ufw. rund 4500 Mann. Hiervon gehen aber noch Mannschaften für Telegraphen- und Heliographenstationen, für Sicherung der Proviant- und Munitionsdepots und für Herden zur Versorgung der Truppen mit frifdjem Fleisch ab. Ferner gehen 10 Prozent Kranke, Aerzte und Lazarett- personal ab. Dann ist es begreiflich, daß nur wenig fechtende Feldtruppe übrig bleibt. Tas ist eine alte Erfahrung aller Kolonialkriege, an dte auch wir uns noch gewöhnen müssen. Daher ist es nicht verwunderlich, wenn wir nur kleine Abteilungen von 1 bis 2000 und Kompagnien von 40 Gewehren an den Feind gelangen sehen. Die Ergebung der Bondelswarts brachte uns unbedingt dem Ende des Krieges näher. Aber selbst, wenn noch andere im Feld stehende Banden (Simon, Copper, Fielding, Morris, Stürmann) sich ergeben hätten, waren wir nicht in der Lage, die Truppen glei« zurückzuziehen. In der dem Sieidj^tage im November 1206 vorgelegten Denkschrift, die fdjon nut utr ^uociuvcrfmig des Aun.^moes rechnete, sind bereits die Gründe auLgeführt, weshalb die Truppen und eine Bahn nach wie vor zur Herbeiführung dauernd ruhiger Zustände im Lande notwendig seien. Wer die Truppen zu früh und zu stark vermindert, der versündigt sich an den braven Truppen, die heldenmütig den Feind bezwungen haben: er entreißt ihnen die Früchte aller Anstrengungen-, ebenso an den Farmern. Wer sollte an einer Fortsetzung des Krieges Freude haben? Am »oenigsten doch die Regierung! Was an Truppen zurückgezogen werden kann, wird zurückgezogen, daran kann kein Einsichtiger zweifeln, und doch gibt c» Leute, die allen Erklärungen znm Trotz und gegen alle bessere Einsicht mit parteipolitischem Starrsinn, die Frage erneuern: warum die bOOO Mann? " .......... Minister Ataun. S. K. H. der G r 0 ß h e r z 0 g ernannte dem W. T. B. zufolge den Präsidenten im Ministerium des Innern Braun zuni M i - nister des Innern mit Wirkung vom 1. Januar an. Die definitive Ernennung des seitherigen Miuisterialpräsi- benten jum Minister des Innern wird in allen fortschrittlich gesinnten Streifen Helfens lebhafte Befriedigung Hervorrufen. Ist doch der neue Minister einer der tüchtigsten und kenntnisteichsten Beamten des Lanoes, ein Verwaltungsbeamter von selvständiger liberaler Gesinnung, der die wirtschaftlichen Verhältnisse aller drei Provinzen in Stadt und Land durch eigene Anschauung genau kennt und schon früher als Chef der Miniiteriatabteuung lür Landwirtschaft, Handel und Gewcroe seine Hauptaufgabe in der gleichmäßigen Förderung dieser drei Stände erblickte. Dazu zeichnet ihn tiefes soziales Empfinden aus, dessen Anschauungen in Arbeitersragen, insbesondere im Versick;erui:gswesen und aus dem l^vUiete der Gewerbeimpettwn weit über Hessen hinaus Beachtung finden. Auch alle künstlerischen und kunstgewei.ouchen Bei^ccb- ungen haben in dem neuen Minister seither schon einen verständnisvollen Förderer gefunden und es ist zu erwarten, daß dies zum Segen des ganzen Lanoes in Zukunft in gleicher Weise ber Fatt fein wird. Braun ist überzeugter Liberaler, auiiiajiiger Förderer des direkten Wahlreck-ts und überzeugt von dem Werte der bürgerlichen Selbstverwaltung für das allgemeine Wohl, sodaß auf diesen für Hessen attuelicn Gebieten auf eine joerriwiyung der Volkswünsche im modernen fortschrittlichen Sinn gehofft werden darf. Die hohe Meinung, die Minister Braun von dem kommunalen Selbstverwaltungsrecht hat, trat in den letzten Monaten anläßlich des Falles E i ß n e r t augenfällig in Erscheinung, und fein bei dieser Gelegenheit erfolgtes ehrliches und rückhalUoses Bekenntnis zu wahrhaft konstitutionellen Grundsätzen trug ihm die offene und versteckte Gegnerschaft einflußreicher Kreise ein. Als, wie allgemein erwartet wurde, feine definitive Ernennung zum Minister bei Großherzogs Geburtstag ansblieb, wurde schon die Befürchtung laut, daß es diesen Streifen gelungen sei, das Vertrauen des Landesherrn zu Braun zu erschüttern. Die nunmehr erfolgte Ernennung zeigt, daß diese Befürchtungen grundlos waren und daß S. K. H. ber Großherzog nc^h wie vor gewillt ist, die Regierung in wahrhaft liberalem Sinne zu führen. Atinister Braun wird ihm dabei ein tüchtiger und eifriger Helfer fein und mun kann nur wünschen, daß seine Tätigtest an der Spitze des wichtigen Ministeriums des Innern reojt lange und erfolgreich (et * Aus Darmstadt wird uns zu dieser Ernennung von einem unserer Muarbeuer folgendes Geschlchichen erzählt, das sich bei der Aeujahrsicuel, zu welcher auch Braun geladen war, abgespielt hat: Ter Großherzog gratulierte bei dem nach der Tafel stalt- gehabten Cercle der neuen Exzellenz zu ihrer Ernennung, worauf der neue Almister in seiner bekannten fchlagiertigen Weise in hnmortsttschem Tone dankend ertvidene: „König l. Hoheit! Sowas muß man aber auch s ch r i t t 11 ch Haden". Der Stanöesiürft erwiderte hierauf, daß er die Ernennung dem etaatfciiiinifier mit dem Anurage nntgeteilt habe, ihn (Braun) davon zu benachrichtigen. ^Ties ist auch schon geschehen, Kgl. Hot.eu", erklärte Braun, .doch jchrtitlich wär itiirs lieber !* Ter Grogherzog versprach hierauf, bau dies selbiioerftändlich auch geschehe, doch ivenn er es nicht anders nie, ivolle er ihm seine Beitättgung vor all den Gälten betamit geben, was der Groß- Herzog Hut erhobener Summe in leutseligster Weise tat. Deutsches Reich. Berkin, 3. Jan. Der Kaiser und die Kaiserin empfingen heute abend den bisherigen italienischen Botschafter, Grafen Lanza, in Abichiedsaudtenz. Um 8 Uhr fand ein Diner bei den Majestäten statt, dem die Prinzen Adalbert und August Wilhelm von Preußen, Reichskanzler Fürst von Bulow, Graf Lanza, Staatssekretär von Tschirschky, die Mit- glieder der italtenifchen Bolfchaft und andere beiwohnten. __ Die in Bertin anwesende amerikanische Tarif- Kommission hat die Unlersuchimgen über die Wünsche und Beschwerden der deutschen Exporteure so gut wie beendet, sodaß die Herren als Tag ihrer Abreise den 17. Januar festgesetzt haben. Gemäß dem Uebereinfommen mit den deutschen Kommissaren werden bie amerikanischen nichts über das Ergebnis der Konferenz mitteilen. Sie legen ihren Bericht dem Präsidenten Roosevelt direkt vor und dieser kann dann darüber verfügen, wie ihm gut dünkt. Man nimmt an, daß er ihn dem Kongreß m einer befonberen Botschaft unterbreiten wirb. Tie Konferenzen sind glatt unb zufriedenstellend verlaufen. - Von unterrichteter Seite wird der Voß. Z. mitgeteut, bringen die Nachricht, baß den vom preußischen Landes kriegerverbande wegen Nichtannahme der sogenannten der Dienstjahre Mk. Mk. n n den mit rat der 1100 1250 1400 1600 1800 2000 2200 2400 2600 2800 ge° ein der Neue Skala Abgeordnetentages (Erhöhung der Beiträge aus 30 Psg. pro Jahr und Kopf) überhaupt keine Kriegerocreine. Es wurden nur einige wenige Vereine, die keine Zweifel ließen, daß sie dem Landeskriegeroerband nicht mehr angehören wollten, im vorigen Sommer aus den Listen gestrichen. Non rund 150 westfälischen Vereinen, welche sich ursprünglich den Kieler Beschlüssen nicht fügten, toten dies nachträglich über 100; von dem verbleibenden Rest scheint das gleiche zu erwarten zu sein. Stuttgart, 3. Jan. Die vereinigten Handelskammern des Landes haben in der heutigen Vorschlagswahl für die Ernennung der Vertreter von Handel und In- Frankfurt a. M., 8. Jan. Die .Franks. Ztg.*, welche für die Errichtung eines Wasscrbau m in iste r l ums für Preußen eintritt, kommt nach längeren Ausführungen über diesen Gegenstand zu dem Schlüsse, daß der Einrichtung eines Wassecbauministeriums keine Schwierigkeiten entgegenstehen. DaS genannte Blatt glaubt zu wissen, daß diese Auffassung in der Wafsecbauabteilung des Ministeriums bei öffentlichen Arbeiten geteilt wirb. Seitherige Skala ist eS nicht lange her, daß der „ssinkc", das heißt der keiner Verbindung angehörige, freie Student als Student zweiten Ranges angesehen wurde. Aber es nahte der Augenblick, wo sich der freie Student auf sich selbst besann. Und heute ist die Zeit gekommen, wo er sich aus der Defensive heraus zur Offensive herüberzugehcn beginnt, um seinerseits das Banner des Forstu/ritts im ai-demischen X.cbcn allen voranzutragen. An fast allen Universitäten ist es heute die Organisation der freien Studentenschaft, Finkenschaft oder Wildenschaft, die in unablässiger Arbeit die Nichtinkorporicrten — heute fast zwei Drittel aller Studierenden — vorwärts führt, um aus ihnen Kulturarbeiter im besten Sinne des Wortes zu machen. Jeder freie, das heißt nichtinkorporierte Student hat das Recht, sich in dieser Organiiation zu betätigen; das heißt, er kann bei der Wahl der Organisationsvorstände (Ausschuß, Präsidium) Mitwirken, ein Amt verwalten und die Veranstaltungen genießen. Jede Konfession, jede politische oder philosophische Weltanschauung, jede Auffassung des Zweikampfes ist da gleichberechtigt, ohne daß eine Vertuschung der Gegensätze angestrebt würde, nur „Achtung vor jeder ehrlichen Ucberzcugung!" Jeder soll Raum finden, seine Individualität frei zu entfalten, sich zu einer echten Persönlichkeit im höchsten Sinne des Wortes durchzubilden. Hier freie Bahn zu schassen, ist Aufgabe des Organisationsausschusses, der die allgemeinen Interessen der Nichtinkorporierten den Behörden gegenüber und nach außen hin zu vertreten hat. Daneben hat er dem Einzelnen Gelegenheit zu allseitiger Bildung, soweit möglich, zu verschaffen: Zu diesem Zwecke werden Abteilungen für Sport und Wissenschaft, für Kunst und Literatur eingerichtet, in denen jeder freie Student zwanglos verkehren kann. Es gibt keine bindende Mitgliedschaft, keine Beitragspflicht, keinen Komment. Aber auch die gesellige Seite wird gepflegt durch gelegentliche Bierabende oder Feste, auf denen es ebenfalls ganz zwanglos zugeht. Und schließlich fuhren gemeinnützige Aemter und Unternehmungen den jungen Studenten in die soziale Tätigkeit praktisch ein: Arbeitsvermittelungs-, Bücherverkaufs-, Bergünstigungsämter ober auch Arbeitsunterrichts- und Fortbildungskurse sind eS, in denen jeder zum Besten der Allgemeinheit wirten kann. Das ist wahrhaftig, als risse ein frischer Windstoß morsche Mauern ein, die unsere Studentenschaft von der Außenwelt und ihrem Leben, von gesundem Fortschritt fern hielten. Neues Leben blüht auf dem akademischen Boden. Die studentische Jugend bahnt sich neue Wege Führerin der kommenden Generation im wahren Sinne des Wortes zu werden. Glück zu auf diesem Wege! v. Hauck-Heilbronn. Aus dieser Vorschlagsliste ernennt König zwei Vertreter in die Erste Kammer. — Der Gouverneur a. D. von Bennigsen ließ wegen in der Kolonialbcoschüre ErzbergerS enthaltenen und Und das ist in punkto Geld, Tust d.i es für Weiil verscknvenden, So nur das gar sehr mißfällt. Erst bezahlt man, was man schuldet, Mags nun viel, mags wenig fern, Ehe man dem Bacchus huldigt Und die Gurgel schwenkt mit Wein. Lieber Freund, nun sei vernünftig Und laß ab vom bösen Zorn, Raufe keinen Wem mehr künftig, Wledrum holt ihn sonst Herr Born. Auch ein Eingeweihter/ x. Wetzlar, 3. Jan. Infolge Gebrauchs eines ladenen Hohlschlüffels zu Schußzwecken zog sich hier zwölf Jahre alter Knabe eine schwere Verletzung an rechten Hand zu. Aus Stadt und Land. Gießen, den 4. Januar 1907. - An der Neujahrstafel am Großh. Hofe nahmen u. a. noch teil Provinzialdirektor Geheimerat Dr. Br ei d er t nebst Gemahlin, Se. Magn. der Nellor der LandeSunivecsität, Geh. Medizinalrat Prof. Dr.Bostroem, und Oberstleutnant von Couta. "Die Wahlkommissare für die Reichstagswahlen in Oberhessen sind für den ersten Wahlkreis Gießen- Grünberg-Nidda Provinzialdircktor Geheimerat Dr. Bre idert zu Gießen; für den zweiten Wahlkreis Friedberg-Büdingen Kreisrat Fey zu Friedberg; für den dritten Wahlkreis Als- feld-Lauterbach-Schotlen Kreisrat Geh. Regierungsrat Schönfeld zu Schotten. ** Landesuniversität. Professor Dr. med. Moritz hat den an ihn von der Universität Straßburg ergangenen Ruf angenommen. "In die Klinik verbracht wurde heute morgen 4 Uhr eine auf dem Landgraf Philipp-Platz wohnende Frau, die an heftiger innerer Blutung litt. Dec schwierige Transport der leidenden Frau wurde von Mitgliedern der Sanitäts- Kolonne ausgeführt. -s- Lollar, 3. Jan. Auf welch sonderbare Art und Weise die Poesie manchmal ihre Blüten treibt, zeigt folgende Korrespondenz zwischen zwei hiesigen Einwohnern. Der eine Neues Lebe» auf akademischem Boden. Man schreibt uns: Durch unser akademisches Leben geht es loie ein frischer Wind. Die Zeiten, da die Ideale der Burschenschaften noch ihre werbende, mitreißende Glut besaßen, die Erziehungsgrund- ätze der Korps neue Hoffnungen erweckten, sind vorbei. Es kam eine Zeit des Stillstaiides. Tie Begeisterung der verschiedenen Verbindungen schrumpfte zu bloßem Formalismus zusammen; man ruhte aus auf den erworbenen Lorbeeren und merkte nicht, daß das Leben darüber Hinwegschritt. Man erschöpfte sich im itomment m leerem Standesgefühl und tönenden Phrasen; eine immer tiefere Kluft tat sich auf zwischen der Außenwelt, die mit der Zeit gehend immer neue Ideale suchte, und der akademischen Jugend, die in trockenem Studium verknöcherte oder im Verbindungsleben sich mit Vorurteilen vollsog. Was da nicht mitmachte, das galt für nicht vollwertig. Noch dustrie zur Ersten Kammer gewählt: Kommerziencal Melchior-Nürtingen, Geh. Hofrat v. Jobst-Stuttgart, Geh. Kommerzienrat Hägele-Geislingen und den Geh. Kommerzien- — Von der Dill, 4. Jan. Das plötzlich eingetretene Tauwetter hat das Austreten der Dill aus ihren Ufern im Gefolge. Frankfurt a. M., 3. Jan. Der Magistrat hat den Beschluß gefaßt, den Schillerplatz künstlerisch Umzüge st alten. Zur Erlangung von Entwürfen erläßt jetzt der Architekten- und Jngenieurverein im Auftrag der Stadt einen öffentlichen Wettbewerb. Es sind dafür drei Preise ausgeworfen: von 700, 500 und 300 Mk. Außerdem können zwei weitere Entwürfe zu je 200 Mk. angekauft werden. DaS Preisgericht bilden die Stadträte Kölle und Schaumann, die Architekten Seeger und Welb, ferner Prof. Luthmer, Prof. Varnesi und Regierungsbaumeister Schenck. te. Mainz, 3. Jan. Ein Musketier vom 68. Regiment, der vorgestern in Biebrich in Zivil an einer Vereins- Festlichkeit teilgenominen hatte, stürzte sich, nachdem ihn sein Feldwebel darüber zur Rede gestellt hatte, von der Köln- Düsseldorfer Landebrücke aus in den Rhein und ertrank. Lttrchllche Nachrichten» Evangelische Gemeinde. Sonntag Epiphanias, den 6. Januar. Landesmission sie st. Kollekte für die H e id e n m iss r o n. tiotksbfenfL In der Stadtkirche. Vormittags 91/, Uhr: Pfarrer Schwabe. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Markusgemeinde. „ ... Pfarrer Schwabe. Abends 5 Uhr: Pfarrer D. Schlosser. Montag, den 7. Januar, 'abends 8 Uhr: Vereinigung der konstrmierlen weiblichen Jugend der Matthäusgemeinde. .Mittwoch, den 9. Januar, abends 8 Uhr: Bereinigung der fonfirnuerten weiblichen Jugend der Markusgemeinde. Donnerstag, den 10. Januar, abends 8 Uhr, im Maikus- faal, Kirchstraße 9, A i b e l st u n d e. (1. Tunoth.-Brief Kap. 6.) Pfarrer Schwabe. Auch von den Schulverwaltern ivird bei jenen vergleichenden Gegenüberstellungen verschwiegen, daß sie neben der Vergütung freie Wohnung ober volle Mielentfchädiguug haben. Es wird ferner verschwiegen, daß eine Vergütung von 900 Alk. nur für die zwei ersten, den Vorbereitungsdienst umfassenden Jahre vor der Schlußprüsung in Betracht kommen, das Einkommen des Schulverwalters nach der Cchtußprüfung aber 1000 Alk. nebst Wohnung oder voller Aiielentschädlgung betragen soll. im 1. bis , 4. , , 7. , , io. , V 13. „ , 16. , „ 19. _ . 22. , - 25. , - 28. , als Gläubiger hatte dem anderen ein Fäßchen Mein pfänden lassen. Darüber wohl nicht sehr entzückt, sandte Schuldner folgende poetische Postkarte an den Gläubiger: „Es gilt Ihnen wohl um Wein, Doch bekommen Sie ihn nicht allein, Aus Frankfurt trinkt noch einer mit, Der reichlich seinen Alami versieht. Vier Fünftel des Weins gehört diesem allein, Ein Fünftel davon wird Ihnen dann sein. Der ganze Wert ist sechzehn Mark, Gewiß cm ganx geringer Quark. Von sechzehn Mark Frankfurt dreizehn erhält, Drei Mark ist dann Ihr bares Geld, Das Sie erhallen von dieser Geschicht, Und haben sich selbst geführt hinters Licht. Em Dritter, wenn er macht geltend sein Recht, So fällt die Sache für Sie aus ganz schlecht. Ein Eingeweihter/ Der Gläubiger hatte nichts eiligeres zu tun, als seinem Freunde auf dieselbe Art zu erwidern. Er schreibt ihm: „Lieber Freund, du tust dich irren, 's gilt mir nicht um sauren Wem, Doch muß es mich sehr genieren, Stets mit dir verwandt zu fern. Eines muß die Freundschaft enden Ju der IohauucSttrchc. Vormittags 9'/, Uhr: Pfarrer Euter. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Lukasgemeinde. Pfarrer Euler. Nachmittags o Uhr: Repetent Waas. Abends 8 Uhr: Versammlung und Bibelbesprechung im Konsirmaudensaal. „ Abends 71/, Uhr im Lukassaal: Vereinigung der konfirmierten männlichen Jugend der Lukasgemeinde. l'lontag, den 7. Januar, abends 8 Uhr: Bibelstunde im -ukassaal. Text: Phil. 1, 1 ff, Pfarrer Eule r. Freitag, den 11. Januar, abends 77, Uhr, im Lukassaal: Vereinigung der konfirmierten weiblichen Jugend der Lukasgemeinde. 8. 6. 9. 12. 15. 18. 21. 24. 27. 30. seinem Namen in Verbindung gebrachten Ausführungen gegen Erzberger das Verfahren wegen verleumderischer Beleidigung einleiten. Handel und verkehr, Volkswirtschaft. Deutsche Reichsbank. Der Ausweis betreffend die letzte Dezemberwoche hat den Erwartungen vollständig entsprochen, ja man kann sagen, er hat sie sogar übertroffen, denn die Bank ist mit einem Betrage von 572,65 Mill. Mk. in die Notensteuer gekommen, also noch höher wie am 30. September v. I. Gegen die dritte Dezemberwoche liegt eine Verschlechterung von 380,85 Mill. Mk. vor. Es handelt sich aber jedenfalls bei dem weitaus größten Teil dieser Entnahmen um kurzfristige Darlehen, die bald zur Rückzahlung kommen werden. Auch das Reich stellte wieder Ansprüche an die Bank mit 67,85 Mill. Mk. gegen 48,71 Mill. Mk. i. B. Um diese Summe haben sich die Effektenbestände erhöht. Der Metallbestand hat sich um 70,85 Mill. Mk. verringert, die Wechsel dagegen nahmen um 149,38 Mill. Mk. zu. Die Lombardanleihen sogar um 220,26 Mill. MÜ gegen 130,15 Mill. Mk zu. Der 9Lotenumlauf hat eine Zunalnne von 294,96 Mill. (252,47 Mill.) aufzuweisen. Die Giroeinlagen haben um 48,05 Mill, gegen 16,32 Mill. Mk. abgenommen. Von der Petr ole um in dustrie. Erst kürzlich haben wir die Bedeutung der europäischen Petroleum-Union für den europäischen Petroleummarkt besprochen. Die Union hat nun schon wieder eine Erweiterung erfahren. Es sind ihr die Gesellschaften des Standard Russe in Noworessisl, die Produktionsgesell- scyast Achwerdosf u. Co. in Grosny, die Pötroles de Grosny, die Potroles de Galieie und die Petroles des Roumani beigetreten. Wie die europäisckje Petroleum-Union die bedeutendsten der Pe- troleumshandelsgesellschasten mit sich zu bereinigen gesucht hat, so sucht sie auch immer mehr Petroleumsgewinnungsgesellschasten in ihren Kreis zu ziehen. Es schien somit die VereinheitlickMng sämtlicher Bestrebungen gegen die Standard Oil Co. der Venvirk- lichung näherzukommen. Jetzt tritt aber gegen die Standard Oil Co. und zugleich auch gegen die europ. Petroleumunion wieder eine neue Gesellschaf tauf. Der frühere Direktor der Petroleum-Produkte Akt.-Ges. w,nd Generalvertreter der Steaua Romana Josef Leis otöie der frühere Generaldirektor der Steaua Romana, Maxim Neumann. Haden in Gemeinschaft mit der Bankfirma Gebrüder Klopfer-München, Baron Otto v. Feilitzsch-München, u. a. die deutsche Benzin- und Aiohöl-A.-G. gegrünbci, oeren Aktienkapital auf l1/? Mill. Mk. festgesetzt ist. Damit ist aber die Bereinigung aller Gegner der Standard Oil Co. in der europäischen Petroleum- Union fürs erste illusorisch geworden. Newyork,3. Jan. Die B a u m w 0 l l p f l a n z e r verlangen, den Spekulanten der hiesigen Baumwollbörse solle die Postbenutzung entzogen werden, da Betrügereien vorgekommen seien, durch welche die Pflanzer um 4 0 M 111 i 0 n e n D 0 l l a r geschädigt worden feien. Die Baumwollbörse begünstigte die Terminspekulatiou, während tatsächliche Lieferungen nur selten abgeschlossen wurden. Märkte. ko. F r a n k s u r t a. M., 4. Jan. (Orig.-Telegr, des „Gieß. Anz.") Viehmarkt. Zum Verkaufe standen 00 Kalber, 00 Schafe und Hammel, 448 Schweine,OZiegen. Schweine: 1. Qual. 72—00 Pf Lebendgewicht 57.00—00.00 Pf., 2. Qual. 70—71 Pf., Lebendgewicht 56.00-00 Psg., 3. Qual. 60—65 Psg. Kälber 1. Qual. 00—00 Pf. Lebendgewicht 00—00 Pfg., 2. Qual. 00—00 Psg., Lebendgewicht 00-00 Psg., Schlachtgewicht 00- 00 Psg. Schale 1. Qualität 00—00 Pfg., 2. Qualität 00-00 Psg. Geschäft: mittelmäßig, Uederstand unbedeutend. laß nach Rückkehr deS Obersten von Deimling, der Die Ausführungen des „D. T. A." über die tägliche ArbeitS- ni.r vorübergehend in Südwestafrika weilt, Oberstleutnant ^it Lehrer sind Uebertretbungen. Es liegt indes wohl im äa,,», Interesse des Standes, sie zurzeit Nicht zu erörtern. Auch die ver- von Estorfs zum Kommandeur der dortigen Schutz- gleichenden Gegenüberstellungen mögen späterer Betrachtung vor- tkuppe ernannt werden wird. behalten bleiben. Durch tue, gelinde gesagt, sehr tendenziöse — Die „Nordd. Allg. Ztg.' schreibt: Mehrere Zeitungen Gruppierung und anderes Hinarbeiten auf den Effekt mindern sie — ■” “ Eindruck und Wirkung auch da, wo sie an sich nicht ganz unrichtig sind. Äm rc Ganz richtig sind sie nämlich in keinem Falle, schon deshalb, Kieler Beschlüsse Ausgeschlossenen über 150 west- weil sie, wie das ja gewöhnlich bei den Betrachtungen über die fälischen Kriegervereinen vom Mtnister des Innern das Recht Einkonimensoerhältnisse der Volksschullehrer geschieht, ben so sehr der Fahnenführunq entzogen sei, falls nicht die nach- wesentlichen Umstand verschweigen, daß jeder Lehrer entweder ganz frnnlirhp 9lnnahmp der Resckllüsie prfnlnp Die 9?nrhriAf in frric Wohnung, meist Mit Garten, oder volle Mietemschädigung rragttche 2innayme oer -öe ct)lu))e_ erfolge, iie Jta$riö)t ist hat, während der Beamte die Miere aus fernem Gehalt bestreiten unzutreffend. Ausgeschloffen sind vom preußischen Landes- ober für eine etwaige Dienstwohnung zahlen mitß. Leider wird kriegerverbande wegen Nichtannahme der Beschlüsse des Kieler durch Verschiveigung dieser wichtigen Tatsache das Urteil Un- kundiger sehr oft irre geleitet. 1100 1250 1400 1550 1700 1850 2000 2200 2400 261'0 vom 31. „ ab 2800 „ 3000 \ Der „D. T. A. schreibt: „Hat endlich ein Lehrer das volle Mrcn> >° »«•“* « Ein Blick auf die beiden Skalen zeigt, daß der Lehrer nicht erst nut »dein vollen Dienstalter", also nach 30 Diensljahrcn, 200 JJlarf mehr bezieht als seither, sondern schon nach 18 Trenstjahren und nicht mit durchschnittlich 56 Jahren, sondern im Anfang der ^i normalem Gange im ^nh?pdmnr h §I obgelegt. Der Durchschnitt der paar letzten 21 E'" -ehrer, der „das vo .e Tienllaltcr" erst mit 5Üh/r* '""b, uGl Ablegung der Schlußprüsung 4 bis das Normalalter gezahlt haben, oder er war vielleicht nach der Pruiiing sur einige Jahre ans dem Lehrerberns ansge- schieden und m einem anderen Berufe tätig. — Für solche Leser die de>r Berhaltmilen fern stehen, sei hier bemerft, daß das Bc> soldungsdieiistaller bei den Volksschullehrern von der Schlußprüsung s!.R^etXC(^nesu 1UIC bei den Staatsbeamten, von der definitiven Anstellung an. Auch das Miluarjahr soll in Zukunft naaj der Absicht der Regierung bet den Voltsschullehrern als Be° soldungsdienfljahr in Anrechimng kommen. ^0^ »D. T. A." behauptet, für die „vergleichsweise herauge» .ogenen Bea.n en" nut 2000-4000 Alk. sei m den 5 b.s 7 ieuersten Platzen em Wohnungsgeld von 942 Mk. vorgesehen, „mehr Woh° nungszulage, als em Vollsschullehrer während der ö ober 6 "lobte »or seiner definitiven Anilellung an Jahreseinkoinmen beziehi^ Wir entnehmen den vorileheuden Passus den, „D. T. A." wörtlich damit der Leser nicht etwa in der Zalil 942 einen Truckfehler ver- ffi.1’..*- Wirklichkeit i|t für jene Beamten m den 7 teuersten aft ergreift Partei gegen die heutige Frau. Der bekannte Nationalökonom Professor I. Laurenoe Laugblin führte neulich in einem Vortrag aus, daß der amerikanischen Frau Formensinn fehle. Nicht nur in der Kleidung und in den Gewohnheiten der Frau mache sich dies bemerkbar, sondern auch in der Art und Weise, wie sie ihre Studien treibe, wie sie denke, und wie sie spreche. Besonders bemerkenswert sei ihr Gang. Während die Engländerin, die Französin, die Deutsche mit einer gewissen Würde gehe, watschte die Amerikanerin und mache sich lächerlich. Allzu tragisch scheinen jedoch die Amerikanerinnen weder die Erklärungen der Geistlichen noch die der Professoren zu nehmen, denn Frau Stuyvesant Fish, eine der tonangebendsten Damen der oberen Vierhundert, die vor einigen Tagen aus Europa nach Newyork zurückkehrte, behauptet, daß die Amerikanerin in ganz Europa als Muster von Eleganz und Grazie gelte und getrost als „Krone der Schöpfung" bezeichnet werden könne. * Kleine TageS chronik. Der Mörder der Frau Med.-Rat Melitor in Baden-Baden wird am 6. Jan. von den englischen Behörden ausgeliefert werden. Englische Polizisten bringen den Rechtsanwalt Hau nach Hamburg, wo ihn badische Kriminalbeamte übernehmen und nach Karlsruhe transportieren. — Ein v-Zug überfuhr bei Ann en - bo r f (Prov. Sachsen) zwei Streckenarbeiter; einer war sofort tot. der andere ist tödlich verletzt. — In Windsheim (Franken) er'choß der Vrauereibesitzer Th":rauf den Direktor der Kredit- fnf e und verübte dann Selbstmord, indem er sich eine Kugel durch den Kopf schoß. Die Ursache der Tat ist der finanzielle Zusammenbruch Th'iraufs. — In Lemberg schoß sich der Oberstleutnant Karl von Rosseg, während er im Jn- spektions'.immer des 80. Infanterieregiments den Rapport entgegennahm, in Gegenwart der Offiziere und Mannschaften eine Kugel in den Kopf. Er war sofort tot. — In Valladolid (Spanien) ist es zu einem Streik der Leichenträger gekommen. Infolge einer Sargsteuer wurden die Toten ohne Särge beerdigt und mußten zum Kirchhof hinausgetragen werden. Tie Leichenträger weigern sich, ihr Amt weiter zu versehen. lüinft und Wissenschaft. — An der Hamburger Kunstgewerbcschule find, den „Hamb. Nachr." zufolge, von den neu geschaffenen fünf Lehrstühlen drei definitiv besetzt. Die definitiv Berufenen, die ihr Lehramt mit dem Titel „Oberlehrer" voraussichtlich im nächsten Frühjahr antretcn, sind: Hempel aus Dresden, für Raumkunst; W. Kleukens, der Mitbegründer der bekannten Steglitzer Werkstätten, dem der Großherzog von Hessen erst vor einiger Zeit in Darmstadt eine eigene Lehr- werkstätte hat cinrichtcn lassen, für Flächenkunst, und Franz Weise, zurzeit in Elberfeld, für Buchbinderei. Dem Senat zur Berufung empfohlen ist daS ehemalige Mitglied der Wiener Sezession, Bildhauer Richard L u k s ch für Plastik. — Im Reiche der Tantiemen. Ein Wiener Blatt berichtet von einem Besuch bei der Vühnenvertriebsfirma Felix Bloch Erben in Berlin. Der Seniorchef des Hauses, Herr Sli- winski, hat dem Besucher viel Interessantes erzählt. So z. B. daß er an Henrik Ibsen etwa 75 000 Mk. Tantiemen ab geliefert habe. „DaS weiße Rö ß'l" — man verzeihe die Aneinander« reihung — brachte seinen glücklichen Verfassern nicht viel weniger als 700 000 Mk. Und die „Lustige Witwe", deren Erfolg noch nicht erschöpft ist, wird ihren Vätern eine runde Million abwerfen. Im ganzen hat Sliwiuski seinen Klienten vom 1. Okt. 1905 bis zum 30. Sept. 1906 3 210000 Mk. verrechnet. ES find darunter recht hübsche Summen, die auS Paris her rühren, wohin der rührige Verleger neuerdings die Werke seiner Schuy- befohlenen zu exportieren versucht. Freilich beziehen die französ. Autoren ganz andere Summen von Deutschland als vice versa. Sliwinski sagt: „Tie Kriegsentschädigung, die uns Frankreich bezahlte, ist längst schon auf dem Wege deS Theaters an die Franzosen zurückbezahlt worden." Söktroroloflifrfie Beobachtungen der Station Gießen. Höchste Temperatur am 2.-3. Januar 07. = 4- 4,9e C. Niedriafte , , 2.—3. , 07. — 4- 1,4' C. Januar 1907 Baro neiev au- 0° reduziert Teinveraiur der Lust Absolute sieuchtigkeil Relative Feuchtigkeit Windrichtung Windstärke Weller 3. 2» 735.6 4,5 4,8 76 SW 6 Bew. Himmel 3. 9" 7 6,1 4.0 6,0 82 W 4 Regen 4. 7” 741,6 1,6 4,8 93 NW 4 Bed. Himmel Gießener Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung für Hesien am Samstag. 5. Januar: Abnehmende Bewölkung. Geringer Schnee. Vorübergehend kälter, Nachts Frost, mäßige nördliche Winde. FainMen-Nachrlchten. Gestorbene. Herr Ehristian Braun, Darmstadt. — Herr Georg Walter, Butzbach.—Frau Barbara Eidmann Wwe., Darmstadt. GrZginal-Drahtmeldungen. hfl. Offenbach, 4. Jan. Die Stadtverordneten- Versammlung w'hlte in ihrer gestrigen Sitzung den sozial- dnnokratiichcn Stadtverordneten, Fabrikant Philipp Weipert, zum unbesoldeten B e i g e o rdn et en. Der in der letzten Sitzung gewählte parteilos Privalier Krumm hatte aus Gesundhetts- rücksichten die Wahl nil’t angenommen. Madrid, 4. Ian. In Altcanto kam e5 wegen Einführung einer neuen Lebensrnittel st euer zu blutigen Zusammenstößen zwischen Gendarmen und Bevölkerung, wobei viele Personen getötet oder verwundet wurden. Wien, 4. Jan. Wie in Belgrad bestimmt verlautet, wird gegen den ehemaligen Gesandten Serbiens, den Historiker Mijatovic in London, die Hochverrats-Anklage wegen seiner offen betriebenen anti-dynastischen Propaganda erhoben werden. MijatovieS soll in contumatiam schuldig gesprochen und feiner Pension verlustig erklärt werden. Wien, 4. Jan. Es scheint, daß die serbischen Revolutionäre einen Battenberger auf den serbischen Thron erheben wollen. Der Plan soll bei hohen Damen, darunter die Königin Ena von Spanien, Unterstützung finden. Petersburg, 4. Jan. Vorbehaltlich der Genehmigung der Duma soll vom 1. Januar 1908 ab in Rußland die Einkommensteuer eingeführt werden. Nach dem Gesetzentwurf bleiben die Einkommen bis 1000 Rubel steuerfrei. Bis jetzt ruhen die Gesamtlasten lediglich auf dem Grund- und Bodenbesitz. Dagegen gingen die Kapitalisten völlig frei auS. B •/» Curschmann. Programme frei. Die Beerdigung findet Sonntag, den 6. Januar, nachmittags 3 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt. Die Beerdigung findet Sonntag, den 6. Januar, nach- mittags 2 Uhr, vom Sterbehaufe, Vahnhosstr. 7 aus statt. Statt besonderes* Anzeige! Tief erschüttert die schmerzliche Mttteilung, daß unser innigst geliebter Sohn, Bruder, Schwager und Onkel tS?iShe6m geometrischer Rechenaebilfe, im 25. Lebensjahre nach langem, schweren Leiden sonst entschlafen ist. 010 Tie tieftranernden Hinterbliebenen Familie Joh. Medebach. Kinzenbach, den 3. Januar 1907. TodeS-Anzeige. Gestern Abend 11 Uhr entschlief sanft nach langem Leiden unser lieber Vater, Schwiegervater und Großvater MichaeO OöbeS im 83. Lebensjahre, was wir Freunden und Bekannten tiefbetrübt mitteilen. 159 Familie Seger. Gießen, Neuen Baue. 5, den 4. Januar 1907. Bekannrni.ichnng. Die Lieferung deS Brotes für Stadtarme in der Zest vom IL April 1907 bis 31. März 1908 ist zu vergeben Angebote find bis spätestens 15. d. MtS. beim städtischen Armenamt, Neuen Baue 25, wo auch die Bedingungen eingesehen werden können, einzureichen. Gießen, den 2. Januar 1907. Die Armen-Demstation der Stadt Gießen. j i.'i ■'■■■ in » ecneimscncR —> , >- ---- — I di'echuikuui Bingen XuÄ Verübung von Maurerarbeit. Die Maurerarbeit für die Ueberwölöung des Stadtring- grabens zwischen Plock- und Goetbestraße soll Donnerstag, den 10. dS. MtS., vormittags 11 Ubr, öffentlich vergeben werden. Zeichnung, Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen während der Tienstsmnden bei uns auf Zimmer Nr. 1 zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind spätestens bis zum vorgenannten Zeitpunkt an uns einzureichen. — Zuschlag- frist 4 Wochen. Gießen, 2. Januar 1907. Städtisches Tiefbauamu B’/j Braubach. -TT heute Willems -katholischen trauernden Hinterbliebenen: Gertrud ana Marie Justen . Willems Osnabrück Januar 1907 ie Beerdi: D*/i Otto Schneider Maria Wiiiems , vom Sterbehause in Grünberg. zu rufen. zu sich findet statt Sonntag, den 6. Januar, nachmittags unseren guten Gatten, Vater, Gott dem Herrn hat es g< Grossvater, Schwiegervater, Schwage; Köln-Niehl, Giessen. ! Frisch geschosicnc Hasen emvlleblt 043 k' >fr. Klotz Ww., MäuSburg 47. ^5 anS Telephon 593 Franks.Ltr.89 geben. H Cur sch mann. B»/i B4A Orpheum Schanzenstrasss 18 Schanzenstrasse 18 Verkäufe. Steindors Diesenbach 586 h, 719 h. 116 h 857 h effenten offen. QBiefed, den 4. Januar 1907. Grobherzogliche Bürgermeisterei Wieseck. Sommerlo d. Ein gebrauchter ob. auch neuer Handwagen zu kaufen gesucht 1231 Blockstraße 10, vart. (yürbc u. Stühle werden schnell n. billig geflochten. JGlöcklc Seltersw. 81. «n norm. Parthier. Frisch qrschosisiirHas'-n empfiehlt Frau Ebel, Nitterg. Ml ie machen einen Fehler, wenn Sie nicht Ihren Kindern den garantiert reinen Medizlnal-Lcberthran der Germania »Drogerie Carl Seibe?, «iiönrr So^dsbcrcer Bullt 16 Monate alt, beide Eltern Herd' bucfitiere, steht au verkaufen bei Wilhelm SchäferI., Daubringen. 150 Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Wieseck für da? Rechnungsjahr 1907 liegt vom 7. Ianlrar 1907 an acht Tage lang auf dem Bureau der Grobh. Bürgermeisterei zur Einsicht der Inter- Bekmmtmlrchrmn. Zur Bekleidung armer Konfirmanden zu Ostern 1907 ist die Lieferung von 1. fertigen Knabenanzügen ans schwarzem Chevwt, 2. schwarzem Caschmir zu Mädchenkleidern, 3. farbigem Flanell zu Unterröcken |u vergeben. Angebote unter Beischluh von Mullern — auch zu dem Futter der Knabenanzüge —stnd spätestens bis 15. d. MtS. verschlossen mit entsprechender Aufschrift, die die Firma nicht erkennen lassen darf, versehen, an das städtische Armenamt, Neuen Baue 25, einzureichen. Giehen, den 2. Jammr 1907. Die Armen-Deputation der Stadt Gießen. Jagd-Verpachtung. Die Jagden der Gemeinden 1. Albsbanlen, 2. Steindorf, 3. Tiefenbach, beauem erreichbar von den Eisenbahnstationen Wetzlar, Albsbansen, Braunfels und Stockhausen aus, enthaltend hauptsächlich Rehwild und Hasen, sollen am Sonnabend, den 12. dS. MtS., vormittags 11 Uhr, in dem Geschäftszimmer des Bürgermeisteramts zu Braunfels öffentlich auf die Dauer von 9 bis 12 Jahren verpachtet werden. Dre Jagdbezirke haben eine Größe AlbSbauieu von 251 h, darunter RS h Wald, Erbteilunashalber ist eine gutgehende Wirtschaft in verkehrreichster Lage in Wetzlar sofort zu verkauf. Alles Rädere durch Carl Martell, Wetzlar 149___Buttermarkt 2. _ Billigt MfidlimW!! 365 m Babngleis 65 mhn hoch mit eis. Schwellen, 50 em Svur. 2 pass. Weichen 600 m Schienen ca.lSKaMetergew. 5schmiedeeif. Nollen- n. Kuacldretzfcheiben H) em Svur. 1 Lokomotive ea.45ZZ. 600 Svur 1905 gbt. mit Stellkeilen. 12Kippwagen600Svur, 4O$öoV<- kivvcr VIa cbm Inh. 60 cm Svur sollen wegen Lagerräumung sos. billig verkauft werden. Geil. Anfragen unter 154 an den Ofteßener Anzeiger erbeten. Gebrauchte ru kaufen Konzert- • gesucht. Schrift!. Angebote unter 046 I an den Gießener Anzeiger erb. Geräumt muss werden nnser grosses Lager, da wir im Laufe dieses Monats mit der Inventur beginnen. Um jeeSera Pegels erhalten Sie bei der Reichhaltigkeit unser es Lagers Schuhwaren für Kinder, Damen und Hei reu. Springmanns Schuhwarenhaus Glessen, Bahnhofstrasse 58 Die ständige Nachfrage nach demselben ist der beste Beweis, wie gerne alle Kinder ihn nehmen. Eine Probeflafche wird Sie hiervon überzeugen. | Frisch geschossene, schwere | sowie Neh im Ausschnitt Z u. sämtliches Mastgcflllgcl empfiehlt H W, Horm^nn | 152 Mänöburg 6. Zwiebeln, Kartoffeln 1t Nil 11011 öu haben morgen ll* Ilill Snmstagin der Markthalle. Frau Krumbach. 060 TW? Nähere Auskunft erteilen die Unterzeichneten. Braunfels, Albshausen, Stetndorf und Diesenbach, den 2. Januar 1907. D4/i Der Bürgermeister: Die Jagdvorsteher: Weber. Woerner, Boch, Maßengeil. AiiickM Uttiieverslchmlügsvtt'ein. Die Besichtigung der Pferde für Grünberg und Umgegend findet Samstag, den 5. Januar, vorm. 10 Uhr, dahier statt. (Sammelplatz Gießener Straße). Die Besichtigung der Pferde von den Orten der Rabenau findet Samstag, den 12. Januar, vorm. 10 Uhr, dahier statt. (Sammelplatz Gießener Straße). Auf § 21 des Statuts wird verwiesen. Grünberg, den 29. Dezember 1906. Der Direktor: G e o r q K e i l. o«,, Sonntagsverein für Mädchen. Die Vereinigung der Mädchen findet statt an jedem Sonntage zwischen 2 und 7 Uhr nachmittags im Saale der Kleinkinderschule, Diezstraße 15, die Mädchen können zu jeder Zeit kommen und gehen; von etwa 4 Uhr bis 5 Uhr findet gemeinsame Unterhaltung statt mit Gesang, Andacht, Ansprache, Vorträgen. D4/1 Gute unterhaltende Bücher und Spiele sind in großer Zahl vorhanden. Wir laden zur Teilnahme freundlichst ein. Der Vorstand: (___Dr. Naumann, Kirchenrat. ßttvrdnlsWk - Frl. ftntaiin Gießen, Süd-Anlage 7. Beginn des Unterrichts in allen werblichen Handarbeiten sowie Kunstarbeiten, Brandmalerei, Ticfbraud, Schnitzerei, Lederplasttk usw. * bä Donnerstag, den 3. Januar S3Ä7. Für Auswärtige ganze oder teilweise Pension im Hause. Lebensmittclbranche. ERSTKLASSIGE• 8ESTANERKflNfiTE*PRODUKTEota BRANCHE' FEINSTE MISüiUN&ENooooopopoBiLÜGSTE PREISE' Wwe vifitlarten in jcOcr DtUtbtgcn Sryrlslan ans hinten- forte, sowie mit Zirkeln aller studentischen Vereinigungen, liefert zu mäßigen preisen tzrühl'fcye UniversitäLs-vruckerei. Schulstrake l Täglich orosse Varie^-VorstellunD mit stets wechselndem Programm. Sonntags 2 Vorstellungen, nachmittags 4 Uhr, uni abends 8*/2 Ohr- Eintritt L Person I. Platz 60 Psg., n. Platz 40 Pfg. Es ladet ergebenst ein 84 ___________________________________L. er. Preuss. Lolteri8-Los8, Ziehung I. Klasse der neuen, 216. Lotterie und 11. Januar. vonpik7 für nach aussei halb 15 Pfg. extra, voirätig bei Ernst Legier | Ktrl. Prenss. Lotterie-Einnehmer 19 Inh. der J. Ricker’sclien Univ.-Buchhand lang Fernsprecher Nr. 82 Südanlage 5 I Dampfwaschanstalt Eiweiss Gegr. 1898 Friedrich Werner $cl,c^°" Krosdorser Straße 12 ReillillMls non oh HotelmWe jeder Art unter Garantie absoluter Schonniw. 141 Spezialität: Feine Damen- und Herrenwäsche. Nenplätterei. Abbolen und Rücklieferung durch eigenes Fuhrwerk. Nur Waschen nnd Trocknen 40 Proz. Preisermäßigung. Interessenten erhalten [146 John’s Volldampf-Waschmaschine === kostenlos und ohne jegliche Verpflichtung ===== auf Probe. Ludwig ÜCb’ÖEÜj Blockstrasse 10. Haas- und Küche offeräte-Mngazin. am 10. Lose zum Preise 5.— Mk. 4.— ’/„ für Der Wohlgeschmack der Puddings, Milchspeisen, Kakaos, Flammeris, Schlagsahne, Cremes, Kuchen, eingemachten I Früchte wird erhöht durch Dr. Oetker’8 Vanillin -Zucker. Dr. Oetker'S Backpulver ist daS beste! <££>3 ZabHan direkt von der See! ohne Kopf direkt von der See! Verkaufe SamStag auf dem hiesigen Fischmarkt eine große Sendung lebendfrischer Kabliau ohne Kops per Pfund 15 Psg. . ,r_ Mache die geehrten Käufer darauf aufmerksam, daß nur lebend- irische Ware zum Berkaus kommt. [153 Klees ans Elberfeld» Steind Brühl’sche Univ.-Buchbilligsten Preisen 3it vermieten Weft-Anlageül II. schöne 7-Zim.- Wohng. z. 1. Anril zu verm. [030 5 Zimmer Nähe deS Bahnhofs schöne S-Zimmerwolmung [77 per 1. Avril zu vermieten. ^Näheres Ercdncrstraste 10 I. | 4- Zimmer | Lichcr Straße 30 4-Zimmerivohinum auf sogleich oder 1. Avril zu vcrm. |7 Näh. H LaunSpach, Alicestr.22, p. j 3 Zimmer j Schöne 3-Zimmcrwohnung per 1. Avril zu vermieten. 017 Näheres Nieaelpfad 31 II. Verseht eclene | Einfamilienhaus 9 Zimmer, elektr. Virfit, Gas, Bad^ Garten, sehr rentabel, billig zu vermieten oder bei geringer Anzahlung zu verkaufen. 09____________Gr. Steinweg 9. Wilbclmst'-aßc 41 nnd z. 1. Avril oder früher geräumige, herrschaftl. e'egant ans- gestattete 6—8-Zlmmerwohnurm., Badezimmer, gr. Garten, nebst sümtl. reicht, ^nbebör zu vermiet. Näheres Gust. Belitz, Malermeister, Liebigstratze 83. 148 Stepbanstraße 14, 3. Stock 3 Zimmer und Küche, neuztl., mit Gas- u. elektr. Licht eingerichtet, zitm 1. Lsprft d. I. zu vermieten. Sillebrandstrane 14, 2. Stock 3 Zimmer u. .Küche z. 1. Februar d. I. zu vermieten. Licbigstrane 31, tot. 5 Zimmer und Badezimmer zum 1. Avril d. I. zu vermieten. Nicgclvfad 25, 2. Stock 3 Zimmer und Küche z. 1. Avril d. I. zn vermieten.___________143 Die Beletage des Hanse? Neuen Bcftie 25 ist, neu beraerichlet, am 1. Avril zu vermieten. Näheres durch Frl. Thaer, 61 Neuen Baue 25 I. Kl. Wohnung zu vermieten. 059 Schloßgalle 6. 7Wohl Zimrne-r' Eins. möbl. Zimmer mit Kost zu vermiet. Balmhofstr. 38, H. [055 Möbl. Zimmer sofort zn verm. 052_______Bahnhofstraße 12 ITT. 2 möbl. Zimmer v. d. Korridor zn vermiet. Grabenllr. 3. 09313 LAden etc. Kleiner Laden zu vermieten. 82]_________________Lindenvlatz 12. Pferdcftall für 3 Pferde, Hof- raum, inmitt. d. Stadt zu verm. Schriftl. Anfragen unter 011 an d. Gießener Anzeiger erbeten. Per 1. Avril 07 in gutem Hause Wohnmm 044 im Preise v. ea. 400 Mk. gesucht. Näh, hauptpostlagernd unter R. Parterrewohnung 4 Zimmer, von kleiner Familie zum 1. Avril gesucht. Schriftl. Angebote unter 050 an den Gießener Anzeiger erbet. 6)Ieine Beamtenfamilie sucht per 1. April oder später eine 3—1-Zimmerwobnung in ruhiger Lage. Schriftl. Angeb. u. 049 a. d. Gieß. Anzeiger erbet. Schön möbl. ^innncr leventl. Wohn- u. Schlafz.) in der Nähe der Unioerf. p. sos. gesucht. Schriftl. Angebote unter 041 an d. Gießener Anzeiger erbeten. (Offene Strllni Unsere Aqentur mit Bestand ist per sofort an eine geeignete Person, die das Jnkallo zu vergrößern imstande, [hv2/i zu vcrpbcn Gell. Offerten zu richten an die Subdirektion des „Neptun", Wasscrlcitungssckädcn- u.Unf.- Verf.-Eesell. Frankfurt a. M., Kronvrinzenstr. 38, Tel. 8514. CcMtMllilscn zmn alsbaldigen Eintritt sucht Maurer, Gr. Feldb.er.-Geomeler _________in Büdingen.______142 Selbst. Installateure, jttng. Jn- stall. u. Spengler, Jnstall.- Lcbrlinge gesucht. Schriftl. Meld. n. 042 a. d. Gieß. Anzeiger erbet. Kutscher gesucht. 83]_______Lobnkutfcherei Junker. tuSex Sätfrrbinfdie kann sofort, auch später eintreten. Karl Hofmann I, Bäckerei ______Nieder-Öbmen. [117 Suite von 15 bis 19 Jahren sucht für dauernde, lohnende Arbeit [158 Engen Kauffmann, Lamvensabr. Hansbnrsche Junger braver Bursche vom Lande gesucht. Jaeob MaternnS, _______Klinikstraße 22. 68 Tiichtiqe Büfilcrin sowie ein im Nähen gewandtes Mädchen als Zeichnerin können eintreten [120 Dampfwaschanstalt Edelweiß. Ordenti. Blädchen tagsüber gesncbt. [64 West-^lnlage 27, vart. Perfekte Koshin die sich auch auf feinere Küche verstehn wird für die Leitung einer Anstalts-Küche gegen sehr hohes Gehalt gesucht. Schriftl. Meldungen unter 145 an den Gießener Anzeiger erbet. wraves Dienstmädchen gesucht. ■u 03')]_______Bleichstraße 29 I, Suche für meinen kleinen Haushalt tüchtiges Mädchen mit guten Zeugnissen für Küche und Hausarbeit zum baldigen Eintritt. Frau Aus. Oppenheimer ________Walltorstraße 48. 151 Für leichte Hausarbeit wird tagsüber junges, williges Mädchen W7 gesucht, am liebsten vom Lande. Näheres Große Mühlgasse 5. (V)inbcrfr4itkinr Hausmädchen, Einp airqssräulein, Köchin, Mädchen für allein erhalt, gute Stelle für hier u. nach auswärts durch Frau Hntt<-"bcrger, 056________Seltersweg 67. MenWes Wlhcn für Küche und Hausarbeit per fo- fort gesucht. 156 Frau S. Herzberger, Kreuz 13. Mädchen für Hausarbeit per sofort gesucht. Wilhelm Ccfcl _______Marktttraße 2. 157 Suche für sofort ein tüchtiges Zimmermädchen 061 Fran Herr, Sonnenstraße 6. SaubcreLanffranfür vormltt. los. geß Näh.Schiffenb.WeglOIIT [M3 Vörfchiedcücs Ka«ssch'lling von 15000 Mark auf la. Objekt abzugeb. Umwandlung i. II. Hyp. kann erfolgen. Schriftl. Angebote unter 140 a. d. Olien. Anz. erbeten. BerasDechsel. BorwärtSstrebende Herren, die einen lohnenden Bertis ergreifen wollen, sucht alte, gut eingesuhrte Lebens- n. Unfall- Versicherungsgesellschaft als Bezirksverlreter ß'ir ländlichen Bezirk gegen hohe, feste Bezüge, Reisespesen und Penstonsberechtigtmg. Neulinge iverden einaearbeitet. Gest.Beiverbungen snh F.T.4322 an die C^ped. dH. Vl. >6"/" Gesucht Mann, der im Stande ist, gewandt mit dem Publikum zu verkehren. Die Stellung ift dauernd und wird deshalb nur mtf eine tüchtige Kraft reflektiert. Gest. Ost. mit. F. T. 4.321 an Daube &. Co , Frankfurt a. 6$. d"/" Lerne Maschinenschreiben innerhalb 8 Tagen. Honorar 5 Mk. 033] Roonstr. 30, Nebeng. Krankenvllege, Nachtwache, Massage^ Dampf-u.Heitzlustbäder^ — Hühneraugenschneiden — L. Kratz, geprüfter Heilgehils» und Masseur, Diezstr. 7 p. lLohnkutscherei Junker».[038 Mädchen empfiehlt sich imWaschen und Putzen. Klrchenplatz21I [057 Ein Student erhalten gegen Beaufsichtigung der Schularbeiten eines Quartaners. Zu erfragen in der Geschäfts- stelle deS Gießener Anzeigers. 054 errett Guitarren- Unterricht? Schriftl. Angeb. mit Preisana. unter 045 an den Gieß. Anz. erb, Schüler einer höheren Klaffe zur Beaufsichtigung der Schulaufgaben eines Vorschälers ge. sucht Wilhelmstr. 21L 14a