Die „Nordd. Atta. Ztg." schreibt: Mit bejohberer Befriedigung sind die Rotationsdruck und Verlag der vrüdNch« UnioersuätS Buch- und Sreindruckeret. 9L Sange, Dießen. pciitiid)€ Cögcsfd>atu LipioruateagehLUer und Mmistergeljälter. Ter deutsche Botschafter m Washington, Freiherr Speck von Sternburg, roitb eine Erhöhung seines GchalteS, daS bisher lOO OOO Mark betrug, um 20 000 Mark erfahren, damit er hinter den Botschaftern der übrigen Großmächte in Nordamerika n-.cht zurückiteht. In Madrid und Rom erhalten Graf Monts und Herr von Radowig 100 000 Mark, und in Konstantinopel, Pans und Wien Baron Marschalt, Fürst Di« „Gletzever Somiücnblärtet * werden dem .Anzeiger^ viermal wöchentlich bcrgelegt, daS ,,21mUDtrtllnbignnQsblaU für den Kreis Sietzen" zweimal wöchemiich. Der „hesflsche taibolrf* erscheint monatlich einmal. Redaktion, Expedition und Druckerei: Sckml- strabe 7. Expedition und Verlag: 61. Sebaltü)n:€=4@112. reU-Ädr^ LnzeigerD reden. „Bundes der Landwirt c", bte „Tagcsztg.", daß die k v n - ervative Partei es ablehne, b e in Liberalism us Schlepperdienste zu leisten. Dabci hat soeben der bish. Reichstagsabg Stau sie r in dcm Pfalz. Wahlkreise fcomburg- kusel, Mitglied des Bundes der Landwirte, soeben seine Kandidatur nieder gelegt, um einem anderen gemein» amen bürgerlichen Kandidaten, da er den Liberalen nicht genehm ist, zum Siege über den sozialdemokr. Gegner zu verhelfen! Mso, wenn cd sonst nützlich ist, leisten auch die „reine n" Agrarier b e m Liberalismus „SchlepVcrdienstc". Für das erbauliche Schauspiel eines Wahlkampfes aller gegen alle macht die „Kreuzzlg." in erster Reihe die Nation all ioera! en verantwortlich, die „Tagesztg." mißt oct Regierung die Hauptschuld an dieser Entwicklung bci.^ Tic Meinungsverschiedenheit mag aus sich beruhen. Aoer vor 14 Tonen noch war die Liechte Feuer und Flamme gegen die „unpatriotrsche Handlungsweise" des Zentrums. Radolm und Gras Bsedel 120 000 Mark. Die Vertreter des Deutschen Reiche» in London und St. Petersburg, Gras Wolff»Metternich rote Herr von Schoen, haben lährlich 150 000 Mark. Die Gehälter dec deutschen Gesandten schwanken zwischen 24 000 und 60 OOu Mark. Da der Reichskanzler Fürst Bülow für seine Tätigkeit mit 100000 Mark entlohnt wird, ergibt cs sich, daß er schlechter dasteht. al$ die meisten der ihin untergebenen Botschafter, denen allerdings in derMehrhelt bejondereReproientaliouSkoslendadurch zusallen, daß sic nach völkerrechtlicher Anschauung nicht nur ihren Heimatstaat, sondern auch die Person ihres Souveräns vertreten und deshalb den Monarchen, bei dem sie akkreditiert sind, seine Fainilie und feinen Hof zu empfangen haben. Dabei überragt der Reichskanzler nut seinen 1O00O0 Mark alle übrigen deutschen Minister ganz bedeutend. DaS Gehalt des ^errn von Tschirschki) und dcS Grafen PosadowSky beläuft sich auf 50000 Mark, während bte Staatssekretäre der Post, Krätlc, des Schatzes, Freiherr von Stengel, und der Manne. Admiral von Tirpitz, je 44 000 und der des RnchSjuilizamteS, Dr. Rieberb'.ng, 30 OOo Mk. haben. Tie preußischen Minister erhalten 36 000 Mark im Jahre. Ebensoviel bekommt der Vorsitzende deS bayerischen StaatSimmsteriumS, Freiherr von Podewils; d:e übrigen bayrischen Minister werden mit 25 200 Mt. entlohnt, mit Ausnahme deS KriegSiuinisterS, der 30 000 Mark erhält. Im Königreich Sachsen stellt sich das Minister- gehalt auf 26 uOO Mk., wird aber beim Mangel emei Dienstwohnung um 4000 Pik. erhöht, und in Württemberg gibt es Miniitergehälter von 23 000, 21 000 und 18 000 Pik. 18 000 Mk. ist auch baß, was die Minister m Baden beziehen. Bei den übrigen deutschen Staaten verringert sich bte Höhe ber Mmrstergelder gradweise. Bei unS im Groß- Herzogtum Hessen sind für den leitenden StaatSmimster 24 000 Bit. ouSgesetzt, für die anderen beiden Potttfeuille- Träger nur 14 ouO Mk. Der hessische Gesandte in Berlin i)at 10 UOO Mk. Gehalt und 14 500 Lik. Repräsentations- Felder. Im Großherzogtum Sachsen ist das Gehalt des leitenden StaatSu.inisterü mit 16 000 Mk., in Oldenburg ungefähr ebenso hoch angesetzt (bte Olbendurgstchen Refforl- mimster bekommen 12 OOo Lik.), ;n Sachsen-Memingen mit 12 000 Dik., in Schwarzburg-Londershaufen und Reuß j. L. mit 11 500 Mk., und am allerwenigsten beziehen wohl die oirigicrenbcit Minister in den beiden Fürstentümern Lippe, nämlich jährlich 9000 Mk., also etwa da« gleiche w»e beim Militär ein RegimenlStouimcin^eur. Der Liebccrouran eines Erzherzogs. iPon uinerem ‘-Wiener Korrejpoude neu.) Wien, 51. Dezember 1906. Erzherzog Ferb. Karl, nach dem Tove des Erzherzogs Otto der einzige Bruder des öslrerchischen Thron, olc,ers, i,üt sich bei seinem lästerlichen Oheim eine neu£ fckrlmtg^ jung ieiner Beurlaubt ng uom militärischen Dienste des isube Duai nächsten Jahres erwirkt und wird vorausjichtltcy wieder aus Reisen gehen, um sein Herzelell) jecn von oer yeimat zu vergeisen. Denn der Erzheryog trägt sert mehre-- ^en Jahren eine tiefe Leioenscha4 rm Herzen iur die j^one rochier Berta des Poo,ejsor an der Wiener techn. Hochschule und L.ioscats Czuöer. Et rernte Die junge Dame im Herbste 1903 in Prag teunen, und seit dieser Zeit ist er unaouchig vestrebt, den Widerstand des Kaisers gegen oie von chnc .Lhnlchst geruüu$a)te Berheiratuiig mit Fräulein Gzuber zu „lechen. Alle Bemühungen )einer Stiefmutter, ujn Don .einem Entschlüsse abzubringen, baeben ebenso vergeblich, iüie die ernten Bor',teitunge?. des Kaisers und der anderen Erzherzoge. Er habe, so ertlürte immer wieder de-. Prinz, ^ruulem vi'.über ein Hciraisverjprechen gemacht und tonne und wolle als itaüai-er jein Wort nicht brechen. Auch oer Versuch, ihn von jeiner Leidenschast durch eure längere Verbannung ms Ausicuid zu heilen, erwies sich als eqolß- lvs, und wie jetzt erst betanni wird, unternahm der t£ry uerzog in Paris |ogax einen Selb st Mordversuch. Als er enolieb nau) Oesterreich wieoer zuruck Ley ne, galt jein erfter Besuch der Angevetecen, mit welcher er unadlässig m Korrespondenz gestanden hatte. Ihre Litern beschen eine in Hietzing bei Wien, wo oer Erzherzog in den letzten Wochen täglich zu Gast war. Nun hat man ihn wieder aus meisen ge|u)iai, au er hier zweifele man nicht daran, baß er seinen Wiiien sas.ießiich evensv durchsehen w^roe, wie an Bruder, der zuiunsiige osteeicyische iraitci. Wchrimein- ud) wird Kaiser Franz Joses bte yochangesthene Familie c-yaber den Adel veptechen und dann seine Einwilligung :zeben. ,___—------- Sonderkandidaturen!" Das oisizürse £■ rgan Oe. Reick ^regierung hat damit wahrlich recht. Aber vielleicht gerade bat rufbin rriib bas Zentrum sich erst recht angelegen sein lassen, in möglichst vielen Wahlkreisen mit katholischer Minderheit Sonderkanbibaten aufrnstellen, dadurch die Stimmen zu zersplirlern und entweder selbst in die Stichwahl zu koinnien oder in dieser den Ausschlag zugunsten des oppo- j sitionelleu Kandidaten zv geben. Dem üvcrrasclxndcn Wahlcrfolg des Zentrums bei der Ersatzwahl in Altena-Iserlohn im Sommer v. I. lag diese Taktik zugrunde. Damals war es die konservative „Kreuzztg.", weluw bas Zentrum beschwor, eine Dalli! nicht etwa zu perallg em einer, i, von der am Ende die S o z i a 1 b emo kr a ti e den größten Nutzen haben würde. Diesmal aber wird für die Konservativen das Recht beansprucht, im Interesse ber Selbft- erhaltung sich nöligenjalls mit dem Zentrum zu verbünden, in dem das konservative Prinzip trotz allem noch eine größere Zahl von Vertretern habe, wahrend es der Regierung hauptsächlich um eine Stärkung des Liberal ^nnS zv. tun sei. Hier wird also Der Trennungsstrich zwischen bürgerlichen Parteien gezogen und damit der Stimmenzersplitterung ebenso Vorschub geleistet, wie durch Ausstellung von Sonderkanoibaturen seitens des Zentrums. Dtc ydlorbb. 2111g. Ztg." schreibt ferner: „Die dreisteste uno uiwerfchamteäe aller W a hl 1 ügen, die glücklicherweise durch d e tatsächlichen Zuständ' poftroenbenö widerlegt werden kann, leistet sich der „Vorwärts", indem er seinem gläubigen Konveuulel vorzureden sucht, die diesmaligen Wahlen ständen im Zeichen des Hungers. Darum macht er.rov. die „Köln. Ztg." aus.ühct, seit einiger Zeit fettgedruckte Rechnungen aus, die die Belastung des deutschen iari-etlers durch Die indirekten Steuern bis zu seiner Erjcl)öp.ung txnitellen sollen, und er fälscht die soeben veräfsenllichten Ergebnisie der preuß. Einöotnmensteuerftatistil dahin um, baß sie wiederum berocii'c, wie wenig sich im besten Jahre her standarb of life des beutichen Arbeiters gehvber. habe. In seiner neuesten Numcker jammert bad Blatt über bie Fleischnoi, sogar b;3 Pierbejlcijch wcroe dem beurfdien Arbeiter nicht mehr unversteuert gegönnt, bie arme Bevölkerung des Chemnipcr Bezals müise sogar Esels- und HnnbJleisch es-en. Wenn nun tat'ächlich im Saute oe5 Sammers das Gespenst einer Unterernährung des Volkes auch zeitweilig ausgestiegen in, und die iberiorgung unseres Volkes mit billigerem Fieych nach wie vor eine der wichtigsten Ausgaben oleiden muß, so sind doch, wie jede Hausfrau we-ß, inzwi'ichen oie Preise gefall n. die Hochkonjunktur der deutschen Arbeit abu i#ält an, Die äußerst günstig auf die Löhne 5uruarouft. Ar die indirekten Steuern, ine nach einer mechanischen Theorie bei Statistik den Arbeiter hoher belasten als den Wohch^oend>.re.!, . uibeu ihre Kompensatwu in höherem Lohn. Sircde Steuern vezahll bet ungelernte Arbeiter saft gar nicht, wen.gnens wird in Preußen bie direkte Steuerlast von dem wo ch ha den deren Tritte. Der Bevölkerung getragen, 4,45 Proz. ber Bevölkerung bringen <0 Proz. des gesamten Stcuerauikommens auf, unb babei stehen 32 Proz. ber Bevölkerung in Der niedrigen Steuerklasse von 900 bis 3000 Mark. Es ist also einfach eine Wahllüge, daß der Staat den rutschen Arbeiter auspowcre, ber Ltaul, der un Gegenteil dem deutschen .Arbeiter durch seine Sozialgesetzgebung eine große wirt!Gastliche Sicherstellung bereitet ha.." * In einer Broschüre, betitelt „Bülow's Bluff oder die vt e i ch s t a g s a u s l o s n n g" (Friedr. Rvlhbarlb, Leipzig, 1 Mark) vertritt der Verfasser Eduaro Gvldbeck die Ansicht, daß die ReichZtagsa.ufwsuug in jedem Sinne inopportun gewesen sei unb oaß sie a.s der Ve-such bercadjtet werden müsse, der Konsolldi^rung eines antiabsolutistischen Volks- und Parlamentswilleus oorzubeugen. Der Autor läßt es an satirischen Ausfällen lutd) Lütt» und rechts nicht fehlen. Mit besonderer Befriedigung sind die aus einer Anzahl von Wahlkreisen [emmencen Nachrichten über ein gemeinsames Vorgehen ber Konservativen und Liberalen zu veiueichncil. In Königsberg und Breslau wächst die Aussicht, tmrckt eine gcschwssene Aktion ber genannten Parte-en, ber Sozialdemokratie die Mandate abzui'.ehinen. In B r o m - berg ist die Er'allung des Sitzes für das Deutschtum wahr- chcinlich. Auch im WesthaveUanb m c.n günstiges Wahl- resultat wohl zu erwarten, wenn der Führer ber NationaUide- raten, Bassermann, sich zur Uebernabme ber ihm von den bürgerlichen Parteien migeooteueii Kandidat.ir entwstießt. S?ofient« lich findet bas m diesen unb anderen Wahlkreisen gegebene gute Beispiele noch weitere Nachfolge. In vielen Fällen qi dazu allerdings Sclbstvirieugnung und eine gewisse nicht überall leichte Zurückstellung des Parteicgoismus hinter bem größeren allgemeinen Interesse erfvrocr irn. In einer Anzah. von W ’.b.trvnen bestes die dringende Gefahr, daß durch Cie 21 uffte 1 - lang von Sonderkandidaturen, die von vornhereut auSsichisws imb, die Sozialdenwiratle v.nb das Zentrum gegeneinander in die Stichwahl kommen, während bei richtiger Taktik ein Mitglied der Parteien, die am 13. Tezemvei zusammen- gehalten haben, gegen das Zentrum oder die SozialDemokratle in Stichwahl gebracht werden Eönntc. An alle, die es angehr, richtet sich daher die Muhnung: Keine gefährlichen Weiteres aus Oer ZSavlb.wcgung. Im Wahlkreis AlSseld-Lauterbach hat ti, wie uns geschrieben wird, in den weitesten Kreisen freudiges Aussehen erregt, daß man in einer Wahlkrcisverfammlung des Bundes ber Landwirte beschlossen hat, allen £anb- mitten unb B u n d eS mi t g li eb er n zu empfehlen, daß sie für bie Kan bibatur Wallau eintreten. Daß mit diesem Beschluß des Bundes ber Landwirte die Kandidatur deS Dr. Wallau nicht schlecht runoiett ist, steht außer Frage. Tie Freisinnigen Alsfelds erließen einen Wahlaufruf zu Gunsten der Kandidatur des Rechtsanwalts Reh. # Oberlehrer Dr Strecker in Nauheim hat aus gesundheitlichen Rücksichten es abgclehnt, eine Kwividatur zu übernehmen. In» ReichStagSwahlkreise Bingen.Alzey haben bie Sozialdemokraten als Kandidaten den Gastwirt Reichert in Finthen ausgestellt. Tcr Ehrenbürger Marburgs, Rentier Siebert, wurde als nationalliberaler Reichstagskandidat auf- gestellt gegen den Abg. von Geclach. Aus dem Wahlkreise Wetzlar wird unS geschrieben: Der .Wetzt. Anz.' bringt die Botschaft, daß ein gewisser ®e- werkschackssekretäi Kremser auS FranOiirt a. M. sich bereit erklärt 6dbe, alS durchiallender Zählkandidat der Sozialbemokiane für den KietS Wetzlar-AUenkirchrn sich auifteOen zu lasten. Immerhin ist eS eine Eure für einen Kreis, wenn Manner em.-r Partei, der mau niil Geivißheit lagen kann, daß sie in den nächsten Jahrzehnten au' Erfolg nicht zu rechnen hat, sich um ein Mandat bewerben. Man sollte glauben, wenn man den gelunden patriotischen Boden unseres Kreiies leimt, daß eine valeriandstose Partei uns am kiügsten für immer Ledeioohl sagte. Aber roeu gekehlt. So Ute Herr Urem'er auf bie wenigen Arbeiter, welche zu einer wöchentlichen Abgabe von 45 Pfg. pro Woche gebimben worden sind, rechnen, so werden seibst sie noch nicht alle lur ihn eintreten. Auch scheini Herr Kreinser mit seinen S bi» 8000 'JJIL Einkommen jäbvltd), welche dem ehrlich dardeuden Arbeiterstande ausgetogen weiden, nicht zufrieden zu lein; feinem Vorträge in Lauiervach vom 21. Tezeinbei pitoige dürstet er nach den Diäten und will sich nicht zufrieden geben. Nun, Herr Kremser steht noch In jungen Jahren und ha» el verstanden, sich zu einem schönen Einkommen zu verheilen, so Fann er, follfl ihm da« Glück lacht — unb bie Ardener ihn noch freuet vergöttern, immerhin noch zu etwa- bringen. Nut mcht zu einem ReichSlagemanbat; denn vorläufig wirb ex bie Glocke be- ReichSkagSpräsibenten nicht zu hören bekommen. Tie Konservativen und RationaNiberalen des KreiseS Wetzlar haben ein Kompromiß dahin ab- aeschtossen, daß die Konservativen bei der bevorstehenden ReichStagswahl für den naiwnalliberalen Bürgermeister Kraemer- Kllchen schon bei der Hauptwahl eintreten, wäbcend die Skationalliberalen bei der nächjten LandiagS- tvaql 1908 keinen besonderen Kandidaten ausftellen, sondern sofort für den koriservativen Kandidaten stimmen. In einer Versammlung der freisinnigen Vertrauens Männer auS bem Wahllreis Höchst-Homburg-llsin- geu >uurde Stadtverordneter Goll-Fruntsurt cuijtimmig alS Kandidat ausgestellt. Eine Bertrauenstnannerversammlung des Bundes der Landwirte beschloß, bie Kandidatur des Generals a. T von Kloeden im vierten na »säuischen Wahlkreis zurückzu- Ziehen und im Wahlkreis Wiesbadeit-Langenschwaldach-Rid dcsheim die kotiservallv-nationalliberale Kandidatur Bartling, im Wahlkreis Weilburg-Limburg-Diez den bisherigen Abgeordneten Buchsieb uub im Wählt:eis Herborn-Dilluii- buig-Retinervd nicht den nalionailioeralen Amtsrichter Dr. Lohniann, sondert» den christlich-sozialen Zentrumsvasallen Burühardt zu unterstützen. In den übrigen Wahlkreisen sollen Zählkandidale.'i ausgestellt werben. Tie Vertrauensmänner der nationalliberalen Partei haben sich für bie bevorstehenden Reichstagswahlen im Wahlkreise Fulda - HerSfeld - Schlucht ern auf ben Amtsrichter Hengsberger (Fk.) in Schlüchtern als gemeinsamen Kandidaten geeinigt. Zentrumskandidat ist der bisherige Abg. Richard Müller-Fulda. Dte Christlich-Sozialen stellen im Wahlkreis Limburg-Diez ben Gewerkjchaftssetretär Schmidt aus Dillenburg auf. Sie hoffen ihren Kandidaten mit ZentrumS- hülfe ducchzitbringen. Für Heilbronn hat Pfarrer a. D. D. Naumann bie Kandidatur abgelehnt, indes eine solche für Kolmar angenommen. In einer VertrauenSmänner-Versammlung dec konservativen Partei, der freisinnigen Vollspactei und der Nativnallibecalen wurde an Stelle des nicht wieder kandidierenden Grafen Arnuu-Muskau Rechtsanwalt Basser- mann, dec Führer der Älationalllberalcn, einstunmig al» gern ein samec bürgerlicher Kandidat für Rothen- burg-HoyerSwerda aufgestellt. Der General-Sckretäi der nationallib. Partei, Breithaupt, erklärte für Baffermann, daß dieser die Kandidatur annehmc. Das polnische Z e n t r a l w a h l k o m i t e e veröffentlicht feinen Wahlaufruf unb macht bekannt, daß es eigene Kandidaten auiftellen will in 15 Wahi kreisen bei Provinz Posen, 13 W^hl- kreisen ui Wcstpreußen, im Wahlkreis Lutow-Laaenburg in Pvm- mein üt Ostcrode-Neidcnburg in Ostpreußen, in ftuttoroiß, Beuthen, Tanwwitz, Pleß, Oppeln. Glciwitz, Rakwor. Kojel unt Rosenourg in OdcrWiestea. In Westfalen wird d e Nominierung ber Kandidaten dem dortigen Wahlkomitee überlassen. 9 Es wirb uns aus Berlin geschrieben: Tie „Nakionalztg." bemerkt zu den Aussührungen der „Kreuzztg."', baß sich bie Konservativen in manchen Wahlkreisen mit b e m Zentrum verbünden müssen: „Fragt sich nur 'wch. roieroeit die durchweg evangelische Wählerschaft der Konservativen der begeisterten unb begeifternben Wahlparole „Für bc.5 Zentrum" folgt! — In ber Zentrumspresse wird allgemeiner Fuvel herrschen, daß man sür den „Kampf gegen das persönliche Regiment ' urb gegen die „koloniale Schuldenwirljchas^ einen solchen Bundesgenossen gefunden hat!" Das wird, wie auch uns scheint, kaum zu umgehen sein, daß bei diesen Bündnissen die Konseroatioen mit den 3entrumsmäniurn in dasselbe Horn blasen. Das Zentrum verlangt von seinen Verbündeten mehr, als etwa ein wohlwollendes Hinweggehen über bie letzten, bie Entscheidung herbeiführenden Vorgänge. Dabnrch werden aber die Konserva- hoen genötigt, sich vielfach in Widerspruch zu setzen zu ihrer bisher eingenommenen Lalttrug. Erfreut ist das Organ des Nr. 1 Zweites Blatt 157.Iahrgana Mittwoch S. Iaiinar 1907 firfdjeinl Ii,IIch mit SluinaSme de« Sonntag«. Giehener Anzeiger General-Anzeiger Derrtjche» UeLch. Berlin, 1. Jan. Heute abeno fand Familientafel bei den Majestäten statt. Hlcrauf begab sich bte gesamte .österliche FamiUe nach dem Schausptelhause. Gegeben wurde Walleusieius Lager" und die .Piccolomini". — Mit bem geuhgen Tage ist bie Uebersiedclirng des kaiserlichen Hos- .aoers vom Reuen Palais nach Berlin erfolgt. — Großadmiral v. Köster wurde in Genehmigung reines Abschiedsgesuches mit der gesetzlichen Pension zur DiSposittou gestellt. Derselbe ist in Anerkennung der bem Kasten geleisteten Dienste auch ferner m der Marinerangliste zu jähren. „ „ m . Stettin, 1. Jan. Hier werden gegenwort'g Verhandlungen darüber geführt, das alle Schloß sür die Hofhaltung eines der jüngeren Prinzen des Kaiserhauses auszubaue r. , « Zur Nntsrwersung der Bonvelfwarts. Tie ,Rocdd. Allg. Ztg. schreibt über die Untecwe.funq der Bondelswarts: TaS ,Deutsche DolkSblatt^ gibt dir Mmeilung . -- ungenannten Gewährsmannes wieder, daß man m i.a ,chon feit drei Monaten von der Uebergade Johan.. mit den Boadels gemunkelt, unb daß er selber vor etwa für die tt ihren gö i® ei Ter fiKhrmei New-Ack »tx’ Oorlo k!MS' ,,'Mibtr' turg ba Sorfmun ntebtat lar eü^l'rnb 6et|ifiiebin Mrs. Storer begab sich hrmn cuf das Gebiet der Politik und vera-alatzte den Erzbischof Jreland zmn Eintreten für die Wehl Mac Kinleys zmn Präsidenten. Sie ließ ferner mit ihren ein Konlerv"tormm, bildeten Längecnuien ans uw. Sie würde katholisch. Nicht nötig ist, zu sagen, daß auch der gehorsame Gatte bekehrt war. ft- fint"1 ® jipb i’-amr iffenW’1 66,(0-00 Obfn^n *-00 4 ,*-00 F ynbebeuttn NS uniere $ Fra Universitäts-Nachrichten. —-Gestorben sind: am 30. Dezember 1906 der Germanist, ord. Professor an der Uinversilut Königsberg i. P r., Geh. Regierungsrat Di. Oskar Schade im 81. Lebensjahre, und am 31. Dezember der Ordmarms des römischen Rechts au der Universität Jena, Geh. Justizrat Dr. Burkhard Wilhelm Leist ün Atter von 86 Jahren, der allste Jenaer ReatschuUedrer. Eisettbah r-Uufätte und Verkehrsstörungen. Aus der Ottersberger llnglüasitutte h^rrictst ein wüstes Chaos von total ineinander verschobenen Lokonrottven und Waggons, fünf Leichen von Zug- und Postbeamten wurden geborgen, eine sechste ist unter den Trümmern sichtbar, aber nocb nicht zu erreichen, da sie zioischcn den Trümmern eingellcmint ist- Dazwischen liegen viele Kabaver von Tieren. Eine Menge schwerverletzte Tiere mußte abgestochen werden Der Postwagen, der )o]ort nach dem Zusammenstoß in Brand geriet, ist total ausgebrannt. Die Aujcäumungsurbeiten sind «chwieiig, weil die LokomoUven fest incinandergesäwben sind. Etwa zwölf Gücec- wagen such total zertrümmert, 60 Stück Rindvieh tourben getötet. Das EisenbalMunglück hat für die Hamburger $jaru uttskreise, namentlich für die Banken, große geschäftliche Störungen un Gefolge, da von den Hamburger Bauten und Bankiers e*ni j,ro^c ^äadl von Wertpapieren, die zur Ultimoregulierung nach Baris, £onbon, Brüssel und Älntwerpen bestimmt waren, mit bet Lost des verunglückten Zuges expediert worden sind. Der rL der vernichteten Papiere wird an der Börse schätzungs- weiie aus 15 bis LU Millionen Mark angegeben. Da nach amt- liujcn Plitreiluugen wohl sämtliche Essetten Dernicblct smd, wird über )ic die Sperrfrist verhängt und nach bereit Ablauf werden die Papiere durch neue ersetzt, sodaß ein direkter Schaden nicht entsteht. Ein Personenzug Lübeck — Travemünde stieß mit einem Rangierzug zusammen und entgleiste. Die Lowmyllve des Per- E-jniet reichen Mitteln ihren BeÜamy in den Kongreß wählen, vergaß aber, daß ’ic ihm einen Sitz im Parlament mir mit Hülfe jenes „Boß" Cox von Cincinnati verschasst harte, der später auch den Schwicgersoyn dcs Präsidenten Roosevelt zum Abgeordneten machte. Jedenfalls vergaß Bellamy, sich vor den nächsten Wahlen mit dem Hut in dec Hand beim Boß zu melden, und Storer wurde bei Ausstellung der Liste neuer Kandidaten — vergessen. Also mußte Frau Storer Bellamy eine neue Laufbahn öffnen. Mae Stinleü legte dem Senat die Ernennuirg Storers zum ersten Beirat des ötaatoiefretärg des Auswärtigen zur Bestätigung vor. Die Senatoren lachten. Ter Präsident fragte, ob er auf Zustimmung der hohen Körperschaft rechnen tonne, wenn er Storer auf einen fremden Posten des diplomatischen Dienstes stelle. Senator Foreaker legre die Hand über vcn lächelnden Mund und ließ sie über den 5tinnbart herabgleiten; „Ja, aber der Posten muß so „jremb" wie möglich sein!" Frau Storer nahm ifr-.cn Mann als Gesandten nach Belgien. Weiler zeigt der Brieiwea-iel, wie äioosc^ttt als Bundespräsident erwägt, ob er diesen Mann einer klugen Frau zum Marineminister machen solle. Schließlich schickt er ihn als Botschafter nach Wien. Dort ist seine fyimii für den Erzbischof Jre- tand tätig. Nach Washington kommt die Nachricht, daß im Vatikan einer der an sie gerichteten Brille gelesen sei, in denen Roosc- ieit gleichfalls Jreiand als Kuroinal sehen möchte. Der Präsident verlangt telegraphisch Rückgabe aller seiner Schreiben, die nom Erzbischof sprechen. Er erhält keine Antwort. Bellamy ober richtiger die Botschafterin. Srorer wird abberufen und aus dem diplomatischen Dienst entlassen.___________ Unterrockspotttit. ffitr . c. 0 0 J f' inl Dezember 1906. rxtiAft , Ja J*cn ^a*LÖcnr -Roosevelt und bexn um ^ängft ihn noch am Wiener »ofe vertretenden Botschafter Storer zeigt uns, wie in Warhington Zertgeschichre gemacht Mr. Bellamy Storer ist der Mann seiner Frau. Diese wurde als P. urie Longworth und Kind jener Familie geboren her durch verrat h.-ute des Präsidenten älteste 'Toch.cr angehört' ‘2T^tcr ^?Ete nc ihre -van- einem exzentrischen alten werrn .1 f*.r * t»*«. am .... .. .... .. r. ‘ ' 'J*4bdH dce Gatten o.er Jahre etnqnbcr gegmabcriicoenoe Häu er bewohnt hatten ,re Henn ^wrer. einem Dilettanten au, mancher^ Gebieten, der wohlhabend genug war, um sich - oberflächj .^ 77 V mrb Literatur zu bescpftigen. Als Eheleme b^ satten bie Stovers das BLuicum chrer Vaterstadt, gründellw 1607^*« die Hi.A?"’ ksan Hie Ick eMaS in 6^ tir,b fort gib feiirW öow «er- btmN ffitflbtuil1 mit dem g-rreniab fStn Tai stattgefur Au! rat des jawnient piirb tat handelt teiitseben fcmnten, dikalseiit Silvester- und Aeujayrsjetern. Gießen, 2. Januar. Die Neujahrsnacht verlief im allgemeinen ziemlich ruhig (ruhiger als in den letzten 30 Jahren), hier und da wurde in Hosen und aus Häusern geschossen, dagegen war .-er sonst auf der 'Ltrciße übliche Unfug mit Froschwerfen sehr gering. Es kamen femerlet Unfälle und auch größere Aus- nhre'.tungen nicht vor. Verhaftungen wurden gar keine notwendig und Anzeigen wurden auch nur wenige erhoben. Auch von außerhalb liegen uns bis jetzt keine Meldungen vor, die auf einen besonders lebhaften Verlauf des Jahreswechsels schließen lassen. Die ungün|tige Witterung, die allgemeine Teuerung nnd die allerorten von der Polizei getroffenen Vorsichtsmaßregeln scheinen im gleichen Maß dazu beigetragen 'Zu haben, den in früheren Jahren oft so häßlich sich breit wachenden Neujahrsunfug auf ein Minimum zu beschränken. Möge dieser friedliche Beginn des neuen Jahres ein gutes Omen für seinen ferneren Verlauf sein! Von außerhalb empfingen wir u. a. folgende Neujahrs- Nachrichten: sd. Darmstadt, 1. Jan. Das Großhierzogspaar besuchte am Montag abend die Silvesterandacht in der'Hoskirche im Restdenzschllig und nahm bann int kleinen Kreise das Souper um 10 Uhr. Am 1. Januar früh erschienen zur Neujahrsgratu- i-ition Prinz Ludwig vun Battenberg, der preußische, der englische und der russische Gesandte, die Hosstaaten, die Spitzen der staat- lichen, städtischen und mllitärijchen Behörden. Am Äbcud wohnte das Großherze-gspaar der V-rsiellung im Ho scheu ter bei. Die 'N enja h r snacht verllcf hier so ruhig, wie feu Jahren nicht, ^as Treiben auf den Straßen und in den Wirtschaften und ^.ases war lebhaft, doch kamen keinerlei bemerkenswerte Exzesse bvi. In der Grasenstraße wurde ein Mann durch einen uiu gesiihrlichen Mes erstich verletzt, den er sich im städtischen Krauken- yause verbinden ließ. Berlin, 1. 3an Wie üblich, erfolgte heute morgen großes Wecken. Dem Zuge schloß sich trotz des lerchten Schuellalles bei -jrofiroctlcr eine große Menge an. Alsbald begann die Aniahrr öer zunr Gottesdieufle und zur Cour geladenen Fürsilichkeiten und Würdenträger. Inzwischen trafen der Kaiser un Automobil, die Kaiserin von Potsdam hier ein. Nach der Ankunft nahmen die Majestäten die Neujaluswüiische entgegen. Gegen 10 Uhr vormil^ tags begaben sich die Majestäten und die Fürstlichkeiten zur Schloß- fapelle, Lberhoiprediger D. Dryander hielt die Festpredigt. Unter den Klängen der Musik begab sich der Hof in den Weißen Saal, ivo das Laiferpaar vor den Stufen des Thrones, die Prinzen rechts, die Prinzessinnen lrnks »eben d?m Thronhimmel Amstellnng nahmen. Wahrend int Lustgarten die Leibbalterie des 1. Gardesetdartcklerie- regiments Salut schoß, begann die Gralulationscoui. der Eour empfing der Lasier die Bolschasier, dann den Reichskanzler u d das Staatsminifterrum. Gegen 1 Uhr begab sich der Kaiser nach dem Zeughaus, wo in der Ruhmeshalte die Paroleausgabe fiamanb. Gegen 2 Uhr begab sich der Kaiser ms Schloß zurück. Nach der Frühslückslasel empfing der Kaiser das Direktorium der Köuigl. Porzellaumanuiaktur und fuhr nachmittags bet den Botschaftern vor. (sc.) Frankfurt a. M, 1. Jan. Ais 2 Uhr morgens nur 7 Verhüllungen! Das wär' mir auch noch eine Silvesternacht! Die Polizei war aber auch in zu imponierender Stärke ausgerückt. Auf Zeil und .staiserstraße, dem Zentrum des Neu- jahrsuaiistrummels, stand Schutzmann an Schutzmann An den 2traü.«Übergängen hielten die Berittenen. Das flößte Respekt ein. Allerdings, wo sich ein „Hartmann" sehen ließ, da nur§ um ihn geschehen. Ein Schlag mit der Fault oder dem Stock, und er hatte das Zeitliche gesegnet. Die „Knallerei" luar wieder schouderhall. Ein Wunder, daß dadurch in einer so picht ge- Dingten Menge, wie sie sich auf Zeil und Kaisetstraße hirtim- tneb, nicht mehr Schaden augerichtet wurde. Hier und da verbrannte sich einer die Finger, nun, dafür waren ja die Rettungsstationen da. Etwas wollten diese doch auch zu tun haben. Aber auch der „friedliebende" Burger, der sonst so beweglich über die teuren Zeiten jammert, hatte wieder oiel überflusftaes Geld für allerhand „platzendes" Zeug. Als die Glocke zwÄfe schlug, da erreichte der Licht- und Knallspektakel aus jedem Fenster heraus den Höhepunt,.. Em donnerndes „Prosit Neujahr und bann setzte man sich hin und trank Punsch und Grog „bis zur Abfuhr". ________________________ *Nv ”4^ Ausland. Sonbon, L Jan. In Pietermaritzburg befürchtet man Linen abermaligen Aus stand der Zuluneger, die \.iiu D.aiznln die Ablösung von Natal und eigne Verwaltung, wie jte die Basutoneger besitzen, verlangen. Saunders, der' Kommissar für Zululand, ist in Marchburg arigekom- L-en, um über die Lage zu berrchten. Paris, 1. Jan Präsident Falliöres empfing heute oas diplomatische Korps. Ter italienische Botschafter Tor- uielli als Doyen des drplomatischeit Korps nchlLte eine Mspräche an den Präsidenten, in der er sagte, das Werk der Eintracht und des Friedens schreite in glücklicher Weise ohne Unterbrechu.lg fort, erleichtert durch die wachsende Gemeinsamkeit der Anschauungen und Urteile bei allen Nationen, Präsident Fälliges gab in seiner Antwort seiner Befriedigung über oie erleuchtete Art Ausdruck, mit ber das diplomatische Korps an dem Fortschritte der Zivilisation mitarbeite und schloß mit dem Wunsche, daß das neue Jahr der Verwirklichung des Werkes der Eintracht und des Friedens günstig sein möge, das das gemeinsame Ideal Frankreichs und der durch das diplomatische Korps vertretenen Länder sei. Madrid, L Jan. Die Hinterlegung des Oriainals der Akte von Algeciras fand am 51. Dezember im Beisein des diplomatischen Korps statt. Bei dem späler solgenoeu Bankette toastete der Ministerpräsident auf die fremden Souveräne und Staatsoberhäupter, der deutsche Botschafter v. Radowitz aus den König und die Königin von Spanten, sowie auf das Gedeihen der fbanifdien Nation Ter König verlieh aus diesem Anlässe der Mutter des verstorbenen Herzogs von Almodovar den Titel „Herzog in von Algeciras". Pe king, 31. Dez. Die Hungersnot, welche infolge oec durcy übermäßige Reo ?nfälle herbeige führten Mißernte im Norden bei Provinz Anhui, im östlichen Teci des l^uvernements Hvnan, im fndL Teil des Gouvernements Schantung und im ganzen Norden von Kingsu herrscht, i|i viel schlimmer, als solche in den letzten vierzig ^ayren norgefommen sind Bier Millionen Men- schcn smd dem Ver sch mack) ten nahe. Zehntausende Lesinden sich auf der Wanderung. Di. Gefahr wird ver- tueyrt durch die Tätigkeit von geheimen Gesellschafien denen s'ch das Volk toilhg anschließt, um Reis zu erhalten. Bet dein Vizekonig find wiederholt Bittschriften wegen be- geh ein i en Ge seil; ch asten eingereicht worden. 50000 Flucht- hnge )inb in bejammernswertem Zustand in Nanking an- gekommen. Die Behörden sind außer stände, dem Elend wirk,am abzuhellen. Ausländische Hilfe ist willkommen Heute wurde em Edikt erlassen, wodurch die Landtaxe in der Provinz Schantung zeitweilig ausgehoben wird, da die Bevvtterung wegen der Hungersnot nicht in der Lage ist sie zu bezahlen. d 1/1 Vermischte». " Eine Nichte Napoleons III., die Marquise Horny, wird in einer von ihr ersonnenen egyptlschen Pantomime vor dem Publikum des Moulin Rouge-Theaters zu Paris erscheinen. Ein von der Kaiserin Eugenie an die Marqllise gerichtetes Schreiben, das bestimmt ist, sie von dieser Schaustellung abzuhalten, bheb erfolglos. Der bona- partistische Adel will trotzdem versuchen, das Auftreten der Blarquise zu verhindern. Ein Opfer des Vogt'schen Kassenraubes in der Köpenicker Affäre ist Poltzeiinspektor Jäckel, cm alter Beamter^ Er ist wegen seines Verhaltens an jenem denkwürdigen Tage im Zwangsverfahren pensioniert worden. Alle seine Beschwerden wurden im Aufsichtswege zurückgcwiesen. Jäckel klagt jetzt wegen der gegen feinen ■JMen verfügten Pensionierung im VerwallungSstreitver- ahren. * Kleine Tageschronik. In Madrid ist ein Skan- >aT, bei in militärifdjen Kreisen Aussehen erregt, ausgedeckL roorbpi. Es bandelt sich um große Geldunterschlagungen, ne im M ilitark 1 ub sestgesiellt worden sind. Man. spricht von 300 000 Pesetas. Der Schatzmeister des Klubs soll mit dicser Summe bereits seit dem 19. Dezember flüchtig sein. Alle Naai,orichnugen nach ihm waren bisher er>o.glos. — Bei Grand- (Kanton Freiburg) wurde ein Einsiedler in feiner Zelle erfckilagen ansgcfunden. Offenbar liegt ein Ra u b mo rb vor. söEzuzes und einige Güterwagen wurden tzstz BFschUnn imtaö» geschleudert. >Der JÄHrer deS Personenzuges erlitt ein. rbops- Derlehung. Äuf >em Eisenacher Hauptbahnh.ff entgleiste ein Güter- zug. Ter Zugverkehr aus Mailand, Basel und Frankfurt noch Berlin cr.oDet bedeutende Verspätungen. Insolge Nebels übersah in Mannheim dos Personal eines Personeiizi.ges ein Signal und der Zug geriet in cm totes Gleis, auf dessen Ende die Lokomorive ans dem Gleise gesckleuoeri wutdi. Personen wurden nicht verletzt. Am 1.^ Januar sind zwischen Orlau und Reichs- waldau (Schics.) zwei Gütcrzüae zusammenaestoßen, wobei ein Lokomotivführer schwer verwundet wurde. Mchrcre Waggons sind zertrümmert. Am 30. Dezember sanden in den Vereinigten Staaten von NordamerikasünfEisenbahnkatastrophen stait, wobei iw ganzen 17 Personen getötet und mehr als 50 verletzt wurden. Dcn letzten vorliegenden Meldungen über das Eisenbahnunglück der Baltimore and Lhioeisenbahn bei T er- raolta zufolge sind bei dem Zusammenstoß 38 Passagiere getötet, 50 verwundet worden. Ans StnSt nnd Land. Gießen, den 1. Januar 1907. Gedenket der hungernden Vögel! ” Gendarmeriekorps. S. K. H. der G r o ß h e r z o g haben am 1. Januar d§. Js. den Kommandeur von Gcoß- herzogl. Gendarmerlkorps, Oberstl. Freih. v. Normann, zum Oberst, sowie den Major Schmidt zum Cberfileuinant vom Gendarmerie-Distrikt Oberheffen ernannt. "'Auszeichnung. S. K. H. der Großherzo haben dem Architeklen Nrerßner zu Darmstadt den Charakter als .Professor" v.rlichen. ** D e r freisinnige Verein hält heute abend behuss Stellungnahme zur ReichStagSwahl eine außerordentliche G e n e r a l v e r f a m m l u n g ab. Angesichts der Wichtigkeit der zu treffenden Entscheidung tfi wohl eine zahl« reiche Beteiligung der VeremSulitglieder zu erhoffen. ** Vom Gendarnrerie-KorpS. Vom 1. Januar a^b werden von den Gendarmen beim Dienst innerhalb der Ltalion und zur Nachtpatrouille Mützen getragen. ES märe llic die Gendarmen eine Erteichterung gewesen, wenn sich diese Einordnung auch auf die Sommermonate bezogen hätte. "Explosion. In einem Hause der Rodheim er Ztraße explodierte am 30. v. M. auf bis jetzt unauf- geklärte Weise ein Ofen. Zum Glück war niemand in dem Zimmer und der verursachte Schaden war nicht sehr bedeuiend. Ständchen. Am Silvesterabend brachte der unter Leitung des Lehrers Becker sichende (Äefangveiein Heiterkeit fernem Mitglied und Kneipwirt Jean Arnold zu feinem 50. (Seburtatag ein wohlgelnngenes Ständchen dar, wodurch sich viele Zuhörer angcianuiielt hatten. ** Der hefsifcheFechtverein Wai > enfchutz, Zweig- vorem Gießen, feierte gestern abend seine Weihnachts- Bescherung. Um 9 Uhr begrüßte der 1. Vorsisiende, Herr Stöver, die zahlreich Erschienenen. Er erwähnte, daß der Verein and) diesmal wieder eine große Anzahl Walfenkinder be» chercn könne, dank der zahlreich cmgelauseneu Gaben. Im 9lair.cn des Vereins danke er aücn ireiroiUiqen Gebern. Bevor man ziir Bescherung der 45 Kinder schritt, ermahnte Herr Wagner sie, nicht nur gegen Ellern und Vormünder, sondern auch gegen ihre Lehrer und alle anderen Personen gehorsam, höflich und bescheiden zu 'ein. Nach der Bescheiung sorglen Vorträge von Mitgliedern, Verlosung und Tanz für die Uiuerl)nUiHtg. ** Der »König der Radfahrer", Herr Jos. B arluli, ist in Gießen eingetroffen und wird heule abend fliehe Inserat- iber seme Reiseerlebnisfe emen Vortrag hallen. Herr B.bat ich <ür einen Preis von 100000 Frcs. zur Ausgabe gemacht, die Reise um die Erde mit feinem Fahrrad ohne Geldmittel zurückzulegen, indem er in Städten, wo sich Radsahrvereme und sonstige Sportvereine bcsinden, durch Vorträge und freiivilllge Unter- sintzinigen ferne« Lebensunterhalt friste. Mit welchen Gefahren eine derartige Weltreise verbunden ift, ist daraus ersichtlich, daß B. in Sibirien, von 19 Wollen verfolgt, sich auf eine Telcgraphenstanoe küchtete, daselbst 5 Stunden unfreiwillig zuvrmgen mußte und während dieser Zeit 5 dieser Bestien durch Schüsse tötete. B. besitzt 317 Medaillen als Tourist und 21 Staatsmedalllen. Er hat feine Reise am 18. Januar 1900 in Mailand angetieteu und beludet sich benmad) übet 6 Jahre auf feinet Tour. k Harbach, 31. Dcz. Gegen bte hiesige Bürger« meistermahl, bei der der Landwirt G. Münch gewählt wurde, ist von der unterlegenen Partei Neklamation beim Kreisamt erhoben worden. Mainz, 31. Dez. Der Rückgang de§ Fleisch, konsums infolge der hohen Flelschpr-nse ist aus einer soeben erschienenen Aufstellung deS Schlachthofdirektors fest- gestellt. In der Zeit vom 1. Januar bis 1. Dezember 1906 wurden hier 64 629 Schlachtungen oorgenommen gegen 71056 in dem gleichen Zeitraum des schon rückgängig gewesenen Jahres 1905. Der Rückgang betrifft alle Gattungen. 4 Tagen die Nachricht erhielt, daß die Sache perfekt sei. Lemnntelt hat man von der dnterroerfung allerdings schon leit längerer Zeit. Das Gemunkel war die Folge der mehr- "achen Verhandlungen mit den BondclswartS, worüber im Reichstage bet verschiedenen Gelegenheiten, so am 3. Dc- zeutter, durch den stellvertretenden Kolonialdirektor Nllt- teilungLN gemacht wurden. Dagegen war in Berlin niemand in der Lage, den Termin der Unicrweriung vorherzuseben. Es ist daher reine Erfindung, wenn baS »Deutsche Volls- blatt* unterstellt, bi- Regierung habe die Sache schon längst gekannt, daS heißt mit der Kenntnis zurückgehalten. Die Unterwerfung ist vielmehr ohne Säumen veröffentlicht worden. UebrigenS möchten wir darauf Hinweisen, daß außer den ge- meldeten Unterwerfungen seitdem keine weiteren erfolgten. ES hat sich also erst die Hälfte der im Feld siebende n H o t t e n t c t i c n ergeben. ____________ Neves aus Nu bland. In bet Neujahrsnacht versuchte eine Gruppe junger Leute, die als Matrosen verkleidet waren, in den im Odessaer Hafen liegt oben Dampfer „Gregorius" einzudringen, um ihn in die Luft zu sprengen. Bll rem Wechsel von Schüssen wurden rin Sckutzwächter umd ein Angreiicr verwundet. Die An- greifcc fluchteten fick' uni'- Zurücklassung ihrer Verwundeten. Am Ufer wurden eine.Höllenmaschine und verschiedene Sptengistoffe vorgesunden. Nach an bereu Meldungen wurden zwei Mann getötet Auch soll ein zweites Schiff im Odessaer Hafen von einer Bombe schwer beschädigt worden sein. Andere Bombcn- Attcntate gegen Schiffe wurden entdeckt. Einer der „Helden" des Pogroms von Siedlce, Gendarm ericoffizier Trafjmanko, der erwiesenermaßen bei einer jüdischen Familie mehrere hundert Rubel und Jmvclcn geraubt nnd einer Frau dcn Kops mit dem Säbel gespalten hat, wurde zu fünfzehn Jahren Gefängnis verurteilt. Nach einer Meldung aus Lodz stellen die Militärbehörden den Bankhäusern und Großhandel Lfirmen Schntzwachen bis zum 8. Jan. Die wiederhergestellten Arbeiterverbände organisierten in zwölf Bezirken UntersiÜtzungsverbände für L.e Ausgesperrten. Die franz. Arbeiteroerbc.nde lehnten eine Geldhülfe, um die sic ersucht worden waren, drahtlich ab, weil die Fonos durch die Streiks in Frankreich erschöpft seien. In dcn letzten Arbeiterkämpfen wurden vier Arbeiter, zwei Arbeiterinnen und ein Bäcker tätlich verwundet. Wahrend der Besetzung eines national gesinnten Arbeiters wurde aus dem Hinterhalt auf den Trauerzug gcsckwffen; bei der ansgebrock^nen Panik rourbcu viele Personen verletzt. Die Petersburger und die Moskauer Polizei verhafteten in den letzten Tagen eine Reihe von Terroristen, mricfc mehrere Gewaltakte geplant hatten. Man sand unter den beschlagnahmten Papieren eine Liste mit den Namen von 27 höheren Beamten, die dem Tode geweiht waren. Dura- diese Arreste soll ein auf mehrere Minister geplantes Attentat verhindert worden fein. Auf Befehl des Kaisers wurde der Kammerherr F ü r ft P a u l Dolgoru - i, ein hcrvorrag'»ndes Mitglied der Partei der Volks- ftciheit, aus den Listen des 5?ofressorts gestrichen. Die Ehe des Fürsten Georg Moximillanowitsch Romanowski, Herzogs von Leuchtcnberg, mit der Tochter des Füllten Nikolaus von Montenegro, Fürstin Anastasia Romanowsky, ist geschieden worden voi vei Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei unserem schweren Verluste sagen wir innigen Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenne: Heinrich Karber. Lollar, den 1. Januar 1907. 79 i l ___________________________ WM- ■ I entschlafen ist. Frankfurt a. M. (Herderstr. 36), den 2. Januar 1907. Die Beerdigung’ findet am Donnerstag, dem 9. Januar, vormittags 10 Uhr, vom Portale des israelitischen Friedhofes in Giessen ans statt. Die tieftranernden Hinterbliebenen: Rosette Herrscher, geb. Hecht Ludwig Herrscher und Fran, Offenbach a. M. Eduard Hecht und Frau. Tief erschüttert die schmerzliche Mitteilung, dass unser innigst- gelieDter Sohn, Bruder, Schwager, Onkel und Neffe Max Herrscher im 20. Lebensjahre unerwartet nach nur eintägigem Krankenlager sanft (Stehen, Quelkhorn, den 2. Januar 1907. Echte Davoser Die Beerdigung sind et Freilaa, den 4. Jamrar 1907, nachmittags 3 Uhr, vom neuen Friedhof auS statt. zum neuen Jahr! Heinrich Heuling und Frau Mineralwasser-Fabrik, Alren-BrrscL. Donnerstag, von 3. Januar 1907, nachmittag 3 Uhr, lassen die Kruder der verstorbenen Kari Ulm Ebeleute aui hiesigem CitS- fiericht öffentlich erbteilung-halber retividin versteigern: Flur 28/257 — 153 qm, Hofteite, LaggLrten in den hintersten Scküeßgätten jß1’,*2 28 258 = 473 qm Grabgarten das. 28'259 — 111 qm Hofteile das. Giehen, den II. Dezember 1906 Großh. Ortsgericht Gießen. GraL VersteiaerANg. DienStaa. den 8. Januar l. I., nachch. 3 iwr sollen im städtischen P'andlr.kar iLeltersweg 11) dahier die wegen rückst. Qrrskranren- kane Beiträge, GZnö- u. Waffer- getd und clcktr. ^tromgeld ge- psändcien Gegenstände: Möbel aller Art, 2 Pferde, 2 Wagen, Kassenschränke, mehrere Paar Skhafiemtiesel 1 Wascdmaschine u. v. a. versteigert werden. [ei^er erberen LichereKllfiitckilliilsc! Zmn Anl-'getcrmiu emvse-le 1. Htzpolbeken 2. „ ä 4*/,% Für Geldgeber ohne Cgefeu. J. Bosenthal Hhootbckev-Vcrrnittlnng' Bismartkstr. 10, L [78 Achtung! | Wer Stoff zum Anzug zu Weihnachten bekommen hat, der wende sich zum Aniertigen nach Maß an Karl Bender, Schneider, SelterSwcg 8, IL Blorkstraße 8, 2. Eftagc moderne 7 - Zunmerwohnurm nri Badezimmer per L Avril 1907 zu vermieten. Hä Näheres Plocksrr. 2, Laden. Aucesrrahe 20 ti: bet 3. ?"ioc 6 Zimmer mit Zubehör, rrn- ußi halber an ruoige Familie i. Avril zu oermieten.(71 Ludwlgstrahc 32 ITT st Zimmer und 2 Mansardenz:m. nebst Zubeb. vr. 1. Anril zu nenn. Räh. Bcchnhofstrak^ 2C, H w yandel «nd Verkehr, Volkswirtschaft. Di» Börse zu Ja hrcsschluß. Die Börse beschloß dar *W)t 1906 bei großer Zurückhaltung, da die Geltw erb ül tu isse r.od> immer ungefiart sine». Im allgemeinen hätte man aber doch etwas mehr Zufriedenheit zeigen können, da alle Ultimogeschöfle im ganzen glatt verliefen, wenn das Mißtrauen mit Bezug auf ^('roporr nickt gar so groß wäre. Tic Erleichterung am offenen Geldmarkt machte an dcn deutschen Börsen weitere Fortschritte. ES sind einzig nur noch die Zweifel betreffs Newhork, die eine gewisse Mutlosigkeit hervorriefen. lieber unsere heimischen Geldverhältniffe far.rt man sagen, daß eine Wendung zum bessern sehr bald ein. treien wird. DieS zeigte sich auch dadurch, daß für Bankaktien unb Jndustriewertc einige Kauflust zu beobachten war. Auch die hem- ischen Anleihen waren etwaS höher. Die 3Vr Proz. um 0.30 Droz., die 3 vroz. desgleichen. VerbandsächsischerZigarrenfabrikanten. Nack dem Zusammenschluß der Zigarrenfabrikanten in Nord-, Süd- und Westdeutschland geht man nunmehr in beteiligten Kreisen auch mit dem Plane um, einen Zusammenschluß der sächsischen Zs. garrensabrikanten in die Wege zu leiten. Unter Vorsitz deS beut- schen Tabakverein- haben bereits Vorbesprechungen in dieser Frage stattgefunden. AuS der Kali-Industrie. Der neugewählte Aussichts- rat des KalishndikatS wird in den nächsten Tagen schon 311- sammentreten, nm über wichtige Fragen zu verhandeln. Besonders wird laut B. B. C. über die Stellungnahme zu Sollstedt verhandelt werden. Ein neues, vorläufiges Abkommen mit den deutschen Kaliwerken werde voraussichtlich nur dann zu stände kommen, wenn eine Bindung der deutschen Kaliwerke für den Syndikats eintritt zu erreichen sei. Märkte. fe. Frankfurt a. M., 2. Ian. /Orig.-Telegr. de» »Gieß Piebwarkt. Zum Verkaufe standen 00 Kälber, 00 Schaft imb f'5mme(, lbk>2 Schweine,OZiegen. Schweine: 1. Qual. 72-00 Pi. Lebendgewicht 57.00—00.00 Ps_, 2. Qual. 70—71 Pf., Lebendgewicht r,6.00- 00 Pfg., fl. Qual. 60—66 Pfg. Kälber 1. Qual. 00—00 Pf., Lebendgewicht 00—00 Pfg., 2. Qual. 00—00 Pfg., Lebendgewicht 00 - 00 Pig., Schlachiaewicht 00—00 Pfg Schafe 1. Qualiwt 00—00 Pfg., 2. Qualität 00—00 Pfg. Geschäft: gut, Uebcrftanb unbedeutend. Schlff-nachrlchten. Red Star Linie. Der Postdampfer ^Daderland' der »Red Star Linie' in Antwerpen ist laut Telegramm am 81. Dezember wohlbehalten in New-Pork angekommen. Grlglnal-vrahtmeldungen. Berli n , 2. Jan. Das neue S chi l ler t heater in Cßorlottenburst wurde gestern abend in Anwesenheit der Staat»- und städtischen Behörden mit einer Aufführung der , Räuber" eröffnet. — Im Falle C6sar find in Beantworte ' g der von bei Kirchenvertretung der Neynoldi-Gemeinde in Dortmund an den König als Londesbischas gesandten Jm- wedia t-Eingabe die Akten eingefordert worden. Ta > ger, 2. Jan. Na ifuli ist als (befangener hier eingebracht worden Er wird beschuldigt, in Aufrusen an die verschiedenen Stämme den heiligen Krieg gepredigt zu haben. Firma Otto SchcLS-t, Se!terswefl39 ältestes Drogen-Spezialhaus am Platze. ------------- Gegründet 1833 ----------— En detail :: Fabrikation :: En gros Mediclnal- und technische Drogen, Chemikalien, Farben, Lacke, Materialwaren, Parfümerien und Toilettenmittel, Medicin. Verbandstoffe, Chirurgische Gummi-Instrumente, ===== Bedarfs-Artikel für Photographie, -—■ ■ = Detter tri Höchste Temperatur am 31. Dez. dir 1. Jan. Niedrigste 3 ge Januar 1907 07. = + 2,4'6. 07. = — 5,4'0. 740,7 741 0 733,9 06. 06. stellt hat, zur öffentlichen Kenntnisnahme: 1. Joh. Altensohn, Bcuchstr. 12, 3. Karl Bolding, Kaplansgasse 14, 3. H. C. Hießer jun., Grünbergerstr. 7, 4. ®. Hambach, Ederstr. 2, 6. H. Henkel, Walltorstr. 27, 6. A. Möhl, Bahnhofstr. 5, 7. K. Plank, Bleichslr. 29, 8. K. Neuling, Steinstr. 72, 9. Joh. Neusch, Wieseckerweg 3, 10. Fr. Rosenbaum, Löwengasse 10, 11. W. Schermann, Landgraf PhilippSplatz 10, 12. Ferd. Schmidt, Wetzfteingaffe 3, 13. K. Wefferlin, Liebigstr. 61, 14. Fr. Wiegandt, Neuenweg 31. Gießen, den 27. Dezember 1906. Großl). B. nr.-mmt Gasten. Herberg. Auszug aus vcm Gesetz, betreffend den Schutz der Brieftauben und den Brieftauben» verkehr, vom 28. Mai 1894. § 1. Die Vorschriften der LandcSgesetze, nach welchen das Recht, Tauoen zu halten, beschrankt tft, und nach welchen im Freien betroffene Tauben der freien Zueignung oder der Tötung unterliegen, finden auf Mllitärbrieftauben keine Anwendung. ————_ Lf- flNctcoroToflifrfie Beobachtungen der Station Gießen. Bekanntmachung. Betr.: Ausführung des Reichsgesetzes vom 28. Mai 1894 über den Schutz der Brieftauben und den Brieftaubenverkehr im Kriege. Gemäß 8 3 Absatz 2 und unter Bezugnahme auf die nachstehend abgedrucklen weiteren Bestimmungen deS rubrizierten ReichSgefetzeS bringen wir hiermit die Namen der Mitglieder öeö Brieftauben-KlubS-Gictzen, welch letzterer dem Verbände deutscher Bneftaubenliebhaber-Vereine angehörl und somit feine Tauben der Militärverwaltung zur Verfügung 2,3 6,1 94 W 4 Bed. Himmel 2.0 6,2 98 S 2 Regen 6,2 5,8 87 SSW 4 Bed. Himmel Adler* » 4./IS04 Dasselbe gilt von landeSgesetzsichen Vorschriften, nach welchen Tauben, die in ein fremde- Taubenhaus übeLgehen« dem Eigentümer deS letzteren gehören. § 2. Insoweit auf Grund landesgesetzlichen Bestimmungen Sperrzeiteu für den Taubenstug bestehen, finden dieselben auf die Reiseflüge der Militarbrieftanben keine Anwendung. Dir Sperrzeiten dürfen für Mllitärbrieftauben nur einen zusammenhängenden Zeitraum von höchstens je 10 Tagen im Frühjahr unb Herbst umfassen. Sind längere als zehntägige Sperrzeiten eingeführt, so gelten für Militärbrieflauben immer nur die ersten zehn Tage. § 3. Als Militärdriestauben im Sinne dieses Gesetze- gelten Brieftauben, welche der Militär- (Marine.) Verwaltung gehören und von derselben gemäß den von ihr erlassenen Vorschriften zur Verfügung gestellt unb welche mit dem oorgefchriebenen Stempel versehen find. Privatpersonen gehörige Militärbrieftauben genießen den Schuh dieses Gesetzes erst dann, wenn in ortsüblicher Weise bekannt gemacht worden ist, daß der Züchter feine Taube« der Militärverwaltung zur Verfügung gestellt hat. Drogerie Betr.: Die Statistik der Geburten unb Todesfälle. -n die Kr. Standesämter und ZZÜrgermeistereleu. Es wird daran erinnert, daß die TodeSjeugu.ffe unb Zählkarten au8 den Monaten November und Dezember In den ersten Tagen deS Januar, spätestens bil zvm 10. Iaaoar 1907, an das Großh. KreiSgesundbcitSamt einzuliefern lind» Fehlanzeige geschieht durch Einsendung einer durchstochenen Zählkarle. ES sind ferner beizulegen die genannten Urkunden auch über solche Todesfälle, welche sich noch fm Dezember ereignet haben, aber erst in das Sterberegister deS IahreS 1907 eingetragen worden sind. Endlich ist notwendig ein Nachweis über die Zahl der lebend geborenen Kinder au? dem Jahre 1906, getrennt n^ch männlichem nnb weiblichem Geschlecht, in Forrn eines der Zusendung beizuschließenden Zettels. Gießen, den 24. Dezember 1906. GroßhcrzoglicheS KreiSgesundheitsamt Dießen. Dr. Haberkorn. 0© Frachtbriefe00 mit Firmeneindruck * Sehr billig Brfihl’sche Dnivers,-Druckerei u u ernt i den iia^l)Uie>iial.'iit ________und Lii'enqieBerei._______ EngrosEie,chä,t (Ö12 such! duücru.' sgLi jungen Mann süriLouiptoir- Arbeiten euentL Ausoitse zumBcLiragen b. Aucher. Cif, uu Gehatts-Aiipr.a. d.G. Anz. ^CLreiMräeseilen solort geji'cht. 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