Freitag 6. Juli 1906 L 56. Jahrgang Erstes Blatt AurlanH. b Deutsches Reich Aus SLUSt uuo LUN0. r gehört zu werben. BezugHpretSr monatlich 7bM., vierteljährlich Mk. 2.20; durch Avhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Bst; durch diePost Mk.2.— viertel- jährl. ausschl. Bestellg. Annahme von Anzeigen für bie Tagesnuininer bis vormittags 10 Uhr. Zeilenpreis: lokal 12Pst auswärts 20 Pjg. Verantwortlich iür den polit. und allgem. Teil: D. Witiko- tüt .Stadl und Land^ und .GerichtsiaalE; Ernst pest; mr den Anzeigenteil: Sans Beck. Die Abstimmung über diese Resolution wurde aus- aefekt. Stuttgart, 5. Juli. Nach dreitägigen Debatten über die Personentarifreform hat die Kammer der Abgeordneten heute sich für einen von dem Frhrn. v. Wöllwarth gestellten Antrag ausgesprochen, der die Einführung einer weiteren, vierten, Wagen klasse mit dem Fahrpreis von 2 Pfg. per Kilometer in den Personen- und beschleunigten Zügen befürwortet und zwar bereits vom 1. Oktober an. * Altona, 6. Juli. Der Anarchist Rosenberg, dessen Abreise von Amerika nach Europa kürzlich gemeldet worden ist, wurde hier verhaftet. Detmold, 6. Juli. Die Staatsregierung beschloß aus Anregung des Fürsten Leopold wegen der anhaltenden Verteuerung der Lebensinittel die beschleunigte Aufbesserung aller Beam tenge Halter im Fürstentum. Nr. 156 Erscheint tLgttch außer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem KeMscheu Landwirt die Siegener Kamillen» blätter viermal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck u. Verlag der BrühNchen Univerf.-Buch-iuStein- druckerei. 9t Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstratze 7. Redaktion 112 Verlag u.Exped.e-Ebl Adresse für Depeschen: Anzeiger Gieße«. Gießen, den 6. Juli. ** Personalien. S. 2 ö- der Großherzog habe« dcn Geometer 1. Kloss- Gg. Wogner au8 Grebenau m.t Wirkung von: Tage des Dienstantritts an zum Kataster- mißbEcheiu barauf eine drin g^nde Inter- p-llatron üb-rbl- zur Bestrafung der vorder Regierung ergriffenen Maßnahmen. ^IC w » Utsdann unterbrochen. ägyptische Gewitterwolken. Im englischen Unterhaus- machte am Donnerstag der Staatssekretär des Auswärtigen Sir Edward Greg, Alit- t-ilung bezüglich der vor kurzem vollzogenen Hinrichtung der vier wegen Ermordung emeS englischen Osnzrers -um Tode verurteilten Egypter und über die S.ay in Egypten. Das ganze letzte Jahr hmdu-ch herrscht- m Egypten -in- fanatische Stimmung, d,e im flotten Wachsen begriffen war. Diese Stimmung ist »>cht auf Egypten beschränkt gewesen, sondern hat sich auf d,e nörd- lichen Gebiete Afrikas sortgepflauzt. Aus diesem Grunde ist es geschehen, daß vor kurzer Zeit die Besatzung> Egypt^enS verstärkt werden mußte. Wir sind möglicherweise am Bor. abend weiterer Maßnahmen, die sich zum Schutz der Europäer in Egypten als notwendig erweisen. Wenn das Haus etwas tut, um der Autorität der Regierung m Egypten zu schaden, oder sie zu zerstören, so werden Sie stch emer s e h r e r n st e n L a g e gegenübersehen. Wenn wir etwas sagen das die Autorität der egyptischcn Regierung schädigen konnte, so könnte sie sich jeden Augenblick gezwungen- eh-n, andere Maßnahmen zu ergreifen, das heißt, unkonstitut Maßnahmen/die wir im Fall- der Not °°gr°.s°n müssin Dje Rede des Staatssekretärs wurde unter große Bewegung des Hauses und unter tiefem Schweigen In den Wandelgängen der Duma zirkulierte ein Gerücht, wonach der Minister Stolypin geäußert haben , sollte, Kaiser Wilhelm habe dem Zaren dringend ab- geraten, ein parlamentarisches Regime einzuführen oder ein Kabinett aus den Mehrheitsparteien zu entnehmen. Der Korrespondent des „Lok.-^AUz." hatte daraufhin mit dem Minister eine Unterredung, in welcher Stolypin betonte, daß die ganze Geschichte aus blanker Erfindung beruhe. Bei der Entrevue in Björkö seien zwischen dem deutschen Kaiser und dem Zaren die innerpolitischen Angelegenheiten Rußlands mir keinem Worte erörtert worden. Werter erklärte der Minister, er sehe die augenblickliche innere politische Lage durchaus nichu. als gefährlich an. Die Schimpfereien und die hetzerische Tätigkeit -Nadins ve- rührten und interessierten ihn nichts im Geringsten. Der Minister sprach sehr ruhig und selbstbewußt, sodaß man nicht den Eindruck gewinnen konnte, daß das Ministerium dieser Tage bereits seine Koffer packen werde. Rach einer Meldung aus B j e l o st o k vom 4. d. M. ist das Stadthaupt Malinowsky vom General- aouvernenr seines Amtes enthoben worden, well er beabsichtigte, eine außerordentliche Sitzung der ntadtduma einzubrrusen, um den Bericht des Generals von Bader über den Pogrom zu widerlegen. _ Die „9öowoje Wremja" erfährt, vag die Revolutio- einen großen E i s e n b a h n er aus st a n o v o r - geometer ernannt. e ... ** Ein unentgeltlicher Fortbildungskurs für findet vom 23. Ji.li bis 4. August hier statt. Es Das Depeschenbureau Herold meldet heute: ' London, 5. Juli. Rach einer Meldung aus Söul hat die - iavanische Besatzung der koreanischen Hauptstadt den Kaiser von Korea zum Geiangenen gemacht, weil er der Japanisierung seines Landes entgegenardertet. Der Kaiser von ^rea wird in seinem eigenen Palcus durch spanische Truppen ieftaebalten. Die Japaner begründen diesen Gewaltakt damit, daß dies der einzige Weg sei, um der unaufhörlichen Wühlarbeit gegen ^avan ein Ende zu machen. v,Ä, . Gestern kam über Shanghai die Alarmnachricht, in Lbina fei ein großer Aufstand losgebrochen, 80 000 Mann qut bewaffneter Aufrührer sollen INI Felde stehen. Ml fronen zerstört und eine Stadt eingenommen haben. Was sich da im fernen Osten zujarnrnenbraut, das ist eme lewere Gefahr für die Kulturwelt. Wenn sich die Dinge dort wirklich bedrohlich gestalten, wird man wohl oder übel schwere Ge- schütze aufsahren müffen. ES muß für e,neu entsprechenden Schutz der Gesandtschaften, der Konsiilate und der deusichen Missionen gesorgt werden. Sicher werden m diesem Falle auch die übrigen Mächte jo handeln muffen; vielleicht >,t es dadurch allein möglich, die Gefahr zu bannen und unfere Leute vorerst wenigstens lebend herauszubringen. Jedensalls wird man nicht lange zusehen dürfen. Bestätigen sich die Alarmmeldungen Nicht, so mag man sie immerhin als eine ernste Warnung nehmen — Vorsicht ift hier mehr als irgend anderswo sehr am Platz Denn un Osten zieht sich ein Gewitter zusammen — wehe den Kulturstaaten, wenn sie es übersehen, diesem Gewitter rechtzeitig zu begegnen. Die gelbe Rasse ist der Feind emer friedlichen europäischen Zukunft!__ rchen Staaten" ihre Absicht dnrchzuführen Diese Verhand- langen seien noch im ersten Stadium. Wir haben uns dcnaus beschränkt, Material zu sammeln. Er, der Mmister konne nur darauf Hinweisen, was er früher gesagt habe datz vom badischen Standpunkt aus d.e Bedenken unb Nachteile aeaen die Abgaben überwiegen. Wir haben er- klärt - Wir wollen die Sache eingehend und nach allen Seiten prüfen und wir wollen auch allen wirtlchastüch Beteiligten Gelegenheit geben, sich zu -»'Jern Es fragt sich aber auch, ob die Schiffahrtsabgaben für sich «Cem ober durch verschiedene Staaten erhoben werden können m d welche Akte der Gesetzgebung notwendig sind, um die Beteiligten z v nqen Schiffahrtsabgaben zu zahlen. Die Regierung sei der ^Ansicht, daß^ohne Reichsgesetz der Artikel bt der Reichs, oerfasfuiig nicht geändert werden könne. Für das badische Gebiet könne eine Schiffahrtsabgabe nicht -Mg-tührt werden olme einen Akt der LandeSge etzgebung und ohne Staats v Araa Jedenfalls habe der badische Landtag oder der SSigsB’Sss ■ Einführung^von.Aß- Hebung berSchrsfahrts ga M noch mit B c st.i m m u n g en b er R ch y e -\a\\«’10 erträgt b,ciec ö"oe ""^Gleichzeitig verbreitet Reuter aus Alexandria fol- gende Meldung vom 5. ds. Mts. «üfiliere unt Als ein Soldat des Regiments der Dublmer Fettere um Mitternacht nach bem in der Vorstadt Mets d^ndüch^ ~ zurückkehrte, ivurde ihm em Zeichen gemacht, at Enigeborenen-Eafö vorüberritt Er *^°na Darauf wurde er von dr ei E jngebor neu an je Diese zogen ihn von seinem Esel, wendeteN ih ernstlichen unb traten gegen.beit Set b, sodatz ei eine morden. Schaden davontrug. Zwei der ^"6reüe f nChmen rohe Es sind vorbestrafte Leute. In der etzten Zett neyme G e w a l t ä t i g k e i t e n hier a u l s a l l e n o u. _________ , — Die Wirren in Rußland. In der Duma verursachte die Mitteilung, - b Dumaabgeordnete Ssedel'Nikotv^ßes Polizei- Erklärung, er sei Abgeordneter, von mehreren P 5 beamten geschlagen worden s«, M°ße Twgun^ Madjin erklärt, daß, falls em derartiger Bo 9 81J .. f ein änziges Mal ereigne, die Sozialisten.die zu Worte kommeii lassen wurden. ^l» irgeu c geortnetec von der Polizei geschla^n od g Knister, werde die .Arbeitsgruppe für dre ^^^^nen nicht die es wagen würden, vor der Duma zu Dor- aufkommen. Mehrere Abgeordnete Ssedelgang wie folgt: Einige Polizisten spr ch. - getöft nikvw auf dem Wege zur Versammlung, Zp qj,it tie’b wurde, an. Ec ernstderte darauf. seine Duma" Trotz dieser Erklärring durch uchte man lerne Taschen und bie Polizei nahm ihm einem Mvol«r den er stets bei sich trägt, da ihm die Rea or angedroht haben. Dann schlugen ihn dre Po-iL wundeten ihn an den Seinen unb Unq unb Minister des Innern kerne Untersuch Bestrafung der Schuldigen zujagt, ertönen bie missionieren'." (Große Unruhe.) Der PrastdE Linke, ruhig zu bleiben und nicht das -veM . Macht tieter des alten Regimes nachzuahmen, y GietzenerAnzelger General-Anzeiger v Amis- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen Die heutig« Wummer umfaßt 12 Seiten. "pötttÜche^agesseha». Rumor in Dftaften. Berlin, 5. Juli. Der Kaiser ist heute in „ (Norwegen) eingetroffen. Am nachmittag wurde der norm. Ministerpräsident Michelsen in Audienz empfangen. Karlsruhe, 5. Juli. In der heutigen Sitzung der Zweiten Kammer führte Minister Schenkel m Beantwortung der Interpellation Obkircher, betreffend die Schiff- fahrtsabgaben, aus: Neue Tatsachen seien seit dem ersten Tage der Verhandlungen über diese Frage nur m einer Beziehung eingetreten. Seit jener Zeit ist zwischen den am Main beteiligten Staaten el" Vertrag abgefchloffenw«», f vQm 23 yult ölS 4. muguu giei i *««. durch welchen die von Preuyen «nd Bayern beabsichtigt - o Professor Bostroem: Pathologische Anatomie Kanalisierung des Mains beschloffen ^itDemonstrationen), Prof. Geppert: Intoxikationen (mck Dieser Staatsvertrag ist unter der Voraussetzung ^bgeschlofstn t Jesionek: Klinik der .yaut- und word-n, daß feine Wirksamkeit erst bann beginnt, “ >(■ Kossel: Slntiologie unb Be- Schiffahrtsabgaben auf dem.Voll-Rhcm erhoben' von Infektionskrankheiten (mit Demonstrationen),. Wir haben dem Vertrag unter dem Vorbehalt gUgefümmt, M3 >> Ohr-und Nasenkrankheiten, Prost baß baburch unser- Stellung hinsichtlich der Einführung von Pfannenstiel: Gebnrts- Schiffahrtsabgaben auf dem Rhein nicht verändert werde. » Alogische Klinik; geburtshilfliche Operatwns- Natürlich habe die preußische «eg.er.mg nachben. ^ b ^-^unb^yn^o W P °pp ert: Chirur. Absicht der Schiffahrtsabgaben s-stg-legt hab-, in dem Kanal- ey Prof. Sommer: Klinik der psychischen und gesetz nnd dem Vertrag, betreffensi d.e M°mkanalist un«, ^^'^^eiten, Prys. Vossius: Augenklinik An- i-w - PiiX " nimmt am kommenden Sonntag feinen diesjährigen S^mmerausflug. Als Ziel ist Butzbach gewählt, das neben seinem interessanten mittelalterlichen Stadtbildern und beit sehr anschaulich wiederhergestellten ronnfchen Grenzbefestigungen Heuer die Ausstellung hessifcher ^rächten ^E^äWfkn^sest. Der g-sanglich- Teil des festes hat besondere Beachtung gefunden und insbesondere durch die am Samstag und Sonntag zum Vor- frla aetanaenben Masseuchöre wird dem Fest eme besondere Anziehungskraft gesichert werden. Am Samstag Ä Hngcn bie vereinigten Gießener Asangvereiue Mendelssohn-Bartholdys „Wer hat dich da schöner Wald und Das deutsche Lied" von W. Gernhardt, am Sonntag .-.rAmTftrrn hir bcreüünten Bundesvereine „Die Weihe des öffentlich. - An die Einwohnerschaft Gießenv ergcht die Bitte durch recht reiche Schm u ck un g der Hausden am Sonntag hier weilenden über 600 aktiven Mitglredern des Lahnta?sängcrbuiides und de^onstigen ausnmrtig n Festgästeu ilsre Sympathie zu^ erweisen, dcum. auch m dieser Einsicht Gießen seinem alten Ruf als Zestsradt Eyr dieser »iniiu-r^p i Marburgerstraße Alice praße, Bahnhofstraße, Neustadt, ^estplatz. London, 5. Juli. Bei emcm Bankett zu Ehren des amerikanifchQi Unabhängig le itstages war W. Bryan, der Kandidat für die Präfideiitschaft der Vereinigten Staa^n, der Hauptredner. Er befürwortete die Erledigung mter» .nationaler Streitfragen durch schiedsgericht- " li ch e s Verfahren anstatt mittels Kr i e g e s. Er schlug näre einen großen Eisenvayner ajsiuuu vu j Lmd möge prinzipieU einwilligen, Streitsachen ct ei tcn. Die Truppen der hiesigen Garnison weigern iuteriiationalen Schiedsgeriäst zu unterbreiten, ohne sich, Poli^eidienst zu tun. . A sich jedoch zu verpflichten, das schiedsrichterliche Urteil un- Wegen revolutionärer Pr.opag and a verur- i.r ^n. teilte das Kriegsgericht ^ Warschau vier Ange- Paris, 5. Juli. Herr und J-rau Longworth, geb. klagte, darunter einen Qfsizier^iMd drei Soldaten zu ^osevelt, sind gestern hier euigetroffen und heute vom lebenslänglicher Verbannung nach ^ibirieü, önm -^tiUeric- ^ ^^nten Falliöres im Elysee empsanaen woroen. Offiziere zu 3 Fahren, einen Angeklagten zu 4 Jahren /j>qence Havas" wird aus London gemeldet: Zwangsarbeit. Fünf Angeklagte, darunter em OssiKie., Bevollmächtigten Frankreichs, Englands und wurden frei gesprochen. . , m v Italiens sind bezüglich der Abfassung eines Vertrages In Kronstadt hat die kriegsgerichUiche Verhandlimg Abessynien zu einem Einvernehmen gelangt, gegen den Admiral R o s ch d j e st we n s k i^begönnen. Der _ ber Budgetberatung in der Budgetkommission Admiral trägt noch ein Pflaster auf der fUrn. Lne mit- Mehrzahl der Mitglieder dagegen aus, daß angeklagten Offiziere bekennen sich unschuldig d\b3 cjH Lic au» Anlaß der Marokko-Angelegenheit ge- wenski sagt, er allem trage die ^ld. Die ihm zuge- außerordentlichen Aus gab en m yoye von 200 schriebeuen Worte: Handeln Sie, al» ob ich nicht cui Bordi ranc = das Budget von 190/ eingestellt wäre, habe er, da er sehr schwer verwundet war,„mechanich I Vielleicht sei mit der Halste dieser Ausgade das gesagt, mithin den Besehl zum Kanips nick^. genügend aus- st^dqet von 1906 zu belasten und dafür etn Nachtrags- qesprvcheii. Seine Zustimmung zur Kapitulationhabe er zu fordern. Die Mehrzalfl nahm sodann die Steue r - durch mechanisches ^vpsnickc'! zu e'-'.ennen g.-gi b-n. s f n n g en für Erbschaften von 10000 Francs 7 I und auswärts und dieErhöhungderBesitzwechsel- ab gäbe von auf dcn Inhaber lautenden, ber^glick)en in Bergen Werten an, ferner die Steuerzuschläge auf Aosynth, mukh und Likörweine. e Handel 4 % Oesterr. Goldrente. Berliner Börse, 6 Juli. Anfangskurse. Cauada E. B. . . 240.10 126.50 . 144.50 . 130.00 . 253.10 . 218.70 98.75 100*70 100.40 95.75 103.15 70.00 70.75 89.00 95.35 95.20 14640 53.60 91.00 70.35 97.80 . 88.25 . 99.81 . 88.15 do. Konsols do. Hessen . . Oberhessen Das neue ft c Eisenbahnunglück. Bei So bkow (Polen) ist gestern nacht ein Zusammenstoß zwischen einem Militärzug und einem von Kielce kommenden Güterzuge er- solgt. Soweit bisher bekannt, wurden drei Zugbeamtc und fünf Soldaten getötet, mehr als 50 Personen verletzt. r ntr^cI1eil^ers.Y(lnc<§rf)^nuir- Aewyork bat sich eine Gesellschaft gebildet, um den Niagarafall zu ii b e t b r ü cf c n Sie besitzt ein UnternehmuNgskavital von 20 Mill. Mk., und will die Brücke über den nördlichen Teil des Talles führen. Die Brücke ioll derart angelegt werden, daß sie dem Eisenbahnverkehr dienen kann. Elektriz. Lahmeyer . . Elektriz. Sehuckert . . Eschweiler Bergwerk . 208.00 . 34.80 . 126.40 . 146.90 Hnrpener Bergwerk. Lanrahfltte . . Lombarden E. B. Nordd. Lloyd . . . Türkenlose . . . Berliner Handelsges Darmstädter Bank . . Deutsche Bank . Deutsch-Asiat. Bank Diskonto-Kommandit. . Dresdner Bank . . Kreditaktien . . . . Baltimore- und Ohio- Eisenlahn . Gotthardbahn . . . . Lombard. Eisenbahn . Oesterr. Staatsbahn . . Prince-Henri-Eisenbahu - OmntbuSverkehr zum Lahntal-Sängerfest. Die OmmbuSgesellschaft wird von SamStag nachmittag ab bis Montag abend die wegen der Linie B Bahnhof-Grün- bergerftraße nicht wie bisher durch die Bahnhofstraße, sondern ber Festbesucher wegen durch Neustadt Westanlagen und um- gekehrt verkehren lasten; auch werden Ertrawagen vom Festplatz zum Bahnhof eingestellt. Die Linie nach dem Schiffen- bergerwald wird am kommenden Sonntag nicht gefahren. * DaL diesjährige Dünsbergwett urnen wird, wie in der gestrigen Sitzung des AuSschustes der Gießener -L.urnerschaft beschlosten wurde, am Sonntag, 9. September, abgehalten werden. (X) Großen-Buseck, 6. Juli. Im Anschluß an den *n Nr. 153 des ^Gieß. Anz.enthaltenen Bericht über das schone gemeinsame Fest der beiden hiesigen Gesangvereine sei noch mitgeteilt, daß die neue Fahne des Gesangvereins Sängerkranz allgemeine Bewunderung erregte. Sie wurde non der Bonner Fahnenfabrik augesertigt. + LaunSbach, 5. Juli. Zu dem am 8. Juli hier stattfindenden I. BundeS-Turufest des Turnerbundes Lahn-Dünsberg haben sich 47 Wetturner angemeldet. k. Frischborn, 5. Juli. Gestern weilte der Großh. Staatsanwalt aus Gießen hier zwecks Vernehmung der Zeugen in einer Anzeige wegen Meineid. Wie verlautet ist die Anzeige grundlos und gegen den Anzeiger dürfte ein Verfahren wegen falscher Anschuldigung eingeleitet werden. b. Äffen beim b. Friedberg, 5. Juli. Heute Mittag mürbe der 56jährige Ortsbürger Heinrich 5Ö öfter ro eil er non hier wegen Sittlichkeitsverbrechens verhaftet und nach (Stegen mS Provinzial-Arresthaus gebracht. W. hat schon roegen deS gleichen Delikts eine zweijährige Gefängnisstrafe verbüßt. 138.70 236.20 82.80 157.70 Professor Drude Gme erschütternde Kunde erhielten wir heute vormittag ouS Berlin. Sie lautet folgendermaßen: ,Der Direktor deS Physikalischen Instituts der Universität Berlin, Professor Drude, hat seinem Leben freiwillig durch Erschießen ein Ende gemacht. Die Tat geschah in nervöser Ueberreizung, die durch Ueberanstren- gung hervorgerufen sein dürste. 2Btr können es kaum fasten. Dieser Mann von so außerordentlicher Lebensfreude und so ungewöhnlicher Schaffenskraft hat sich selber den Tod gegeben. .... Hier bei uns in Meßen hat er sich so heimisch, so wohl gefühlt wie ein alter Gießener. Er schlug die ehrenvollsten Rufe nach Leipzig, nach BreSlau und Tübingen unbedenklich aus, und selbst als die Berufung nach der größten und bedeutendsten deutschen Universität, der in der Reichshauptstadt, kam, da zögerte er lange, und eS bedurfte der schmeichelhaftesten Lockungen von Seiten der allmächtigen Erzellenz Althoff (ber man ja jetzt auch starke Nervosität nachgesagt Hot), bis Drude sich endlich entschloß, dem der ganzen Drudeschen Familie so lieb gewordenen Gießen auf immer Lebewohl zu sagen. Tort, so sagte er sich von vornherein, erwarte ihn, wenn auch ein glänzendes . 169.75 . 139.10 . 236 20 . 177.60 . 182.30 . 157.9p, . 209.20 . 114.70 .' 34*60 . 144.10 . 152.00 Wo 3%' Wo 3% Wo Wo Gelsenkirchen Bergwerk . _______ Hamburg-Amerik. Paketf. 160.90 Harpener Bergwerk. . . 208.00 Laurahutte...... 232.00 Nordd. Lloyd.....126.70 Oberschles. Eisen-Industrie 126.70 RB. Darmstadt, 5. Juli. In der heute Nach- rnittag abgehaltenen Sitzung der Stadtverordneten gedachte der Vorsitzende, Oberbürgermeister Marmenweg, mit Worten herzlicher Freude ber glücklichen Geburt mi“n9^ten Hohenzollernsprofsen in Berlin. '^lc,^erfamtP^un9 beschloß einstimmig die Absendung eines Glückwunschtelegramms an den Kaiser. — Wetzlar 5. Juli. Die bevorstehende Umgestaltung des Bahnhofs Wetzlar bringt der Gemeinde Garbenheim einen wesentlichen Vorteil. Tie dortige Gemeindevertretung bemühte sieh feit Jahren um eine Haltestelle an der Teilstrecke Lollar-Wetzlar. Sie sollte schließlich unter der Bedingung gewährt werden, daß ein Zuschuß von 9000 Mk. durch die Gemeinde gewährt würde. Nun liegt der hiesige Bahnhof ausschließlich auf Niedergirmeser Gebiet und der vorgesehene Umbau kann nur. in der Richtung nach Garbenheim erfolgen. Die Konigl. Eisenbahndirektion hat der Gemeinde Garbenheim ohne jegliche Beihülse derselben eine Station für Personen- unb Güterverkehr telegraphisch zugesagt. Als Gegenleistung wird nur die Aufhebung eines Feldweges über 1ün)ic bic ^fuhr von Material von dem „Würzberg" gegen Vergütung verlangt. s. Marburg, 5. Juli. Dem 3jährigen Kinde des Uhrmachers Nahler wurde heute Nachmittag durch einen Kohlenwagen einHändchen glattweg abgefahren. — Heute hielt das Infanterieregiment Nr. 116 in der Gegend bei Caldern eine Schießübung ab. Ein Teil der Truppen passierte unsere Stadt. X Darmstadt, 4. Juli. Am 2. Juli wurde durch den Generalaüwalt des Reichsvcrbaudes der deutschen lanbto. (Sknonenfcfiaften, tztzh. Regierungsrat Haas-Darm- ftabt, der zweite Sommerkursus der deutschen landwirtschaftlichen Genossen schaftsschule e^ftnet. Während der im vergangenen Winter veranstaltete halbjährige Lehrgang, der die Heranbildung von Anwärtern für die Stellen von genossenschaftlichen Berufsbeamwu ^mn Zwecke hatte, einen schulmästigen Charakter trug, werden die Lehrgegenstände in diesem Sommerkursus für im Dienste befindliche Beamten in Bortragsform behandelt: c§ soll in dem auf vier Wochen begrenzten Kursus den Beamten Gelegenheit geboten werden, ihre Fachkeuntnisse |u vertiefen. Die zahlreiche Beteiligung bewies wiederum, kür wie notwendig die Einrichtung der Genossenschaftsschule erachtet wird: außer Revisoren fanden sich auch andere im Genossenschaftswesen tätige Herren zu diesem Lehrgang ent. Während die Bormittagsstunden den Borträgen ne» hnbmet sind, werden wöchentlich mindestens zwei Rach Mittage durch Diskussion ausgefüllt. Für die übrigen Nachmittage sind Besichtigungen genossenschaftlicher, land- tmrtschaftlicher und gewerblicher Betriebe vorgesehen Die Bortragsgegenstände umfassen das Gebiet des' landwirtsch. Gen offen schaftswcsen s (-Organisation. Geschäftsführung, Re- ^ston, Buchführung, Benvaltungslehre usw l und werden Dirrdi Borträge über genossenschaftliche Ira gen. allg. Rechtsrunde, landwirtschaftliche Handels und Warenkunde, Innbro. Kreditwesen usw. ergänzt. ?J1§ Lehrkräfte ftiugieren neben ben Beamten des Reichsverbandes und des Hessischer Ber- b^ndes verschiedene auswärtige Spezialisten auf dem Ttete des Genostenschaftswesens. Einkommen und eine vieles und viele überragende Position, eine schier erdrückende Arbeitslast. Aber er hat sich schließlich doch zur Uebersiedelung nach yedm bestimmen lasten, und es ist schlimmer gekommen, als er e8 sich hat ahnen können. Ueberarbeitung hat ihn mürbe gemacht und krank, so krank, daß er, ungeachtet seiner Fa- ntirie, seiner ihm in allen Stunden, und auch in seiner Arbeit ftets treu und hilfreich zur Seite stehenden Gattin, in unglückseligem Momente Hand an sich selber legte . . . Von den näheren Umständen wissen wir noch nichts, die Berliner Abendblätter werden ja wohl Einzelheiten mitzuteilen in der Lage sein. Vrof. Paul Drude war einer der liebenswürdigsten Menschen, denen man auf dem Lebenswege begegnen kann, ein Mann von ursprünglich heiterstem Temperament und ein Monn, der sich wahrlich nicht so leicht unterkr-egen ließ. Taz" ein Gelehrter, der trotz seiner verhältnismäßig jungen Jahre (er war am 17. Juli 1863 geboren, stand also noch vor der Vollendung seines 43. Lebensjahres) drauf und dran war, sich als Pkwsiker Weltruf zu erwerben A/s Herausgeber der 1790 von Gren begründeten „Annalen ür Physik^, von denen jährlich drei dicke Bände in zwölf Heften erscheinen, hatte er sich in Gelehrtenkreisen längst hohe Anerkennung erworben, er hatte sich aber auch durch diese Redaktion eine Bürde auferlegt, die in Berlin, wo er mit ganz neu angestellten Assistenten, an ungewohnter Stätte, also unter den schwierigsten Verhältnissen, zu arbeiten hatte, £>cn tatkräftigen Mann, der seinen Körper durch allerhand Sport ganz besonders widerstandsfähig gemacht hatte, im Verein mit allen den mannigfachen anstrengenden Berufsarbeiten zerbrach. Stettin, 6.. Juli. In Lampelhagen bei Neuqardt brannte cm Schafstall mit 50 Schafen nieder. Der Hüte- l u ii g e Hoppe kam i n den Flammen unt. ~ ®rc(r6 Juli. Der Nachtwächter Brühl in Klein- Krufchen brachte seiner Ehefrau während des Schlafens ^H^esse-rstiche in den Hals so schwere Verletzungen bei, daß die Frau starb. Der Täter erhängte sich. Dresden, 6. Juli. Wie das „Dr. J."'amtlich meldet, ernannte der Koni g anläßlich seiner Anwesenheit in Kiel Den Prinz en Heinrich von Preußen zum Ge- u o l der Infanterie in der Sächsischen Armee und zwar ä li |uitc deS 2. Grenadierregiments Nr. 101 Kaiser Wilhelm, König von Preußen. Frankenthal, 6. Juli. Der prakt. Arzt Dr.Faendler wurde von der Strafkammer wegen SittlichkeitSver- gehen, begangen an Patientinnen, zu zehn Monaten Gefängnis verurteilt. V arj §, 6. Juli. In Südfrankreich herrschten gestern heftige Gewitter, die in Feldern und Weingärten großen Schaden anrichteten. In Toulon wurde cm Gemeinderatsmitglied in seinem Weinkeller vom Al'tz getötet. In Flenrat suchten 10 Schulkinder, nie eben die Schule verlassen hatten, unter einem Baum ^0)1113 vor dem Regen. Ein Blitzstrahl tötete vier nnb verletzte die übrigen sechs so schwer, daß Befürchtungen für ihr Leben bestehen. Wahrscheinlich hat das Unwetter auch ans See großen Schaden verursacht. Rom, 5. Juli. Der König, erhielt heute ein Tcle- gramm des Herzogs der Ab ruzzen, in üiclchem oic|cr ihm meldet, er habe den von Menschen nie be - trete n en höchsten Gipfel des Ruwenzorr erstiege ii. (Der int Mquatorialen Aftika gelegene Bergs. i)t ungefähr 5600 Meter hoch. D. Red.) d rsburg, 6. Juli. In Kronstadt mürben neuer» hing-? 8 0 Matrosen der 8. Flotten-Equipäge wegen revolutionärer Umtriebe verhaftet. — Wegen der immer mehr um sich greifenden Garung in der Armee wurden! 1 am tu die M anöver abges a g t. Gerichtssachl. H an nove r, 5. Juli. Das Schwurgericht verurteilte den E e r ichtssekretär H a m tinn wegen jahrelanger b c - Lr 1 • ’J d) ® r r e n e rt) c b u n g, Unterschlagung von Gerlchtokosten in ,9 Fallen und wegen Amtsverbrechen seit 1897 unter Annahme mildernder Umstände zu insgesamt 4 Jahren Gefängnis. W i e n, 5. Juli. In St. Pölten wurde heute vor dem Kreis- gcricht eine E n 1 f ü h r n n g s g e s ch i ch t e verhandelt. Seit dem April 1900 war der 14jährige Franz Szepam ans Zell Universitäts-Nachrichten. ™ — Xer, $r,ot'efi°r on der Universität Utrecht Tr. 2llbert Jtaratb (ent geborener Wiener, Schüler Billroths) ist unter Ver- "'es Charakters als Geb. Hostat mm ordentlichen Professor der Chirurgie und Direktor der chir. Klinik an der Universität eeibefbetg als Nachfolger Pros. Czernys ernannt worden. Vas neue gk-kramr an ber Rnperto-Carola übernimmt Professor Naratb mit 1. Oktober. Vermischtes. Brandstiftungen. In Mühlberg im Landkreise (hfurt, steckte der 14jährige Schmiedelehrling Düker das Haus seines Meisters in Brand, wodurch zwei große Anwesen ein- geäschert wurden. Als Grund gab der Brandstifter an, daß itim seine Lehrzeit nicht gefiel. — Infolge einer Brandstiftung brannten drei Dörfer in der Nähe des piemontesischen Städtchens (Snneo nieder. Der verbrecherische Urheber, der den Racheakt gegen ein Dammbaukonsortium vollführen wollte, beging Selbstmord. — In Verzuolo wurde ein Lagerhaus mit aufgespeicherten Kokons durch Feuer zerstört. Der Schaden beträgt eine halbe Million Lire. Darmstädter Bank . . Deutsche Bank . . . Dortmunder-Union C. . Dresdner Bauk . . . Tendenz: schwächer. Folgende Personalnachrichten wurden nn§ von der hiesigen Universitätskanzlei zur Verfügung gestellt: Karl Ludwig Paul Drude wurde 1863 zu Braunschweig geboren. Er studierte Physik, Mathematik und Natur- Wissenschaften an den Universitäten Freiburg i. B., Berlin und Göttingen. Am 11. Juli 1887 promovierte er in Göllingen Von Ostern 1887 bis Ostern 1892 war er Assistent am phyükalischen Institut in Göttingen (Abt. für theoretisch Physik). Im Januar 1890 habilitierte er sich für Physik an ber Universität Göttingen. Im Februar 1894 wurde er Titular-Profeffor in Göttingen und folgte im August 1894 einem Rufe als Extraordinarius nach Leipzig. Am 24. Mär' 1900 folgte er einem Rufe als ordentlicher Professor an unsere Landesuniversität. Wahrend seines Wirkens an unserer Alma mater lehnte er drei ehrenvolle Rufe nach Tübingen, Leipzig unb Breslau ab. Zum Dank brachte ihm die Studenten- chast am 13. November 1902 einen Fackelzug, an welchem 'ch Im Nel'en Saalbau ein großer Festkommers anschloß. Am 25. November 1902 wurde er mit dem Ritterkreuze 1. Klasse deS Verdienstordens Philipps des Großmütigen au§- geä^chnet. Am 1. April 1905 folgte er dem Rufe an die Universität Berlin. Märkte. C rr V 1 b n 5. Juli. Der heutige Viehmarkt war «i Ä! V'en. Im ganzen waren strka 400 Schweine und bl otiiä Jtntbüien aiügetrieben. Der Handel auf dem Rindvieh- nmrrt war ruhig, da außer .Handelsleuten wenig Kauflustige er* V'enen waren; der Platz war nach drei Stunden völlig geräumt. 4,ie 'Breile hielten sieh auf der seitherigen Höhe. Aus dem Schweine- mnrn war die Nachfrage recht lebhaft und die Ware wurde fast ^'ullich abgelebt. Während für Ferkel und Läufer wieder sehr höbe greife gefordert und gezahlt wurden, waren die Einlegschweine verhältnismäßig billig. ^^rnnnurt a. 9)1., 6. Juli. Mrig.-Telegr. deS .Gieß. Jüte 6m ar Pt. Ium Verkaufe standen 00 Kälber, »0, Schafe und Hammel. 186 Schweine: 1. Qual. 73—74 Pfg Lebendgewicht 57.00-57.50 Pf., 2. Qual. 71-72 Ps., Lebendgewicht OO.50-O6 i°/0 Chinesen .... Aktien: Bochum Guss..... Buderus E. W . . Tendenz: schwächer. Frankfurter Börse. 6. Juli, 1.15 Uhr. Beichsanleihe . , 99.75 verschwunden. Er wurde endlich in einem Kloster aufgefunden wohin ihn ferne Lehrerin Büchel gebracht hatte. Die Büchel leugnete jede Schuld. Sie wurde aber überführt und wegen Un- äud)t und Entführung eines Minderjährigen zu sechs Monat schweren Kerker verurteilt.________ Gicßcncr landwirtschaftlicher Wetterdienst. _ ^^auösichilichc Witterung in Hessen für Samstag den 7. ^ttu 1906: JuN ach st noch trüb, dann Aufheiterung. Etwas warmer wie heute. Schwache westliche Winde. __________ Näheres durch die Eichener Wetterkarte.____________ (D r i gi h a b T>r a b t tn c lö it tt ge tt« Berlin, 6. Juli. Das NeichSmarineamt teilt mit, baß ihm von einer angeblich für den kommenden Herbst geplanten neuen Flottenvorlage nichts bekannt ist. Bochum, 6. Juli. Der Arbeiter Budenberg zerschnitt fiel) bie Pulsadern, zündete seine mit Terpentin be- gofienc Kleidung an und stürzte sich dann aus seiner im 4. Stock befindlichen Wohnung auf den Bürgersteig, wo er mit zerschmetterten Gliedern liegen blieb. - •'Öaniburg, 6. Juli. Der Kaiser sandte an den ^cnat anläßlich hes Brandes der St. Michaelskirche ein Beileidsschreiben folgend"n Wortlautes: „Dem Se- ”°« Bevölkerung Hamburgs spreche ich mein leb- nafte<3 bedauern aus über den Braud und die Zerstörung ber formvollendeten St. Michaelskirche. Möge dieses ehr^ würdige Wahrzeichen der Stadt bald in früherer Schönheit nach altem Borbilde wieder erstehen." — Das „Berl. Tglb." meldet aus Hamburg: Aus dem dem ausgebrannten > der Michaelskirche benachbarten Grabgewölbe mei> ben letzt die Gebeine geschafft, darunter die des Erbauers Der Kirche, ^onntn. Die (Scheine sollen in der wiederauf- gebauten Jmche wieder beigesetzt werben Der Kirchenvor- eröffnet am Samstag offiziell die Sammlung für ben Wiederaufbau der Kirche in früherer Gestalt. — Der einlaufende Schnellzug zermalmte im Bahn- !^e. Wilhelmsburg den Lademeister Semps, als dieser die Gleife überschreiten wollte. bewegt sich durch folgende Straßen: Nur kurze Zett! kurze Zett! Aitanz am 31. Dezember 1905 Springmanns Schulden. Alle Schuhwaren MllMNI! 116 [Giebtschönste Wäsche j bis Nr. 35 l18 und l50 2.20 1 Posten farbige Kinderstiefel bis Nr. so 275 Mk., 31-35 [4158 Mk. das Paar » » 5. Dachdeckerarbeit Mk. 945,60 'ichtigung jederzeit. [4167 160 das Paar und . das Paar billig au verkaufen. [4177 H. Kühn, Papierhandlung. 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Schriftl. Angebote unter 04830 an den Gießener Anzeiger erbeten. Sprmgntanns Schuhhaus Gießen, Bahnhofstraße 58 Voranschlag und Bedingungen liegen bis zu obigem Termin auf Gr. Bürgermeisterei Treis a. d. Lda. zur Einsicht der Interessenten offen. Treis a. d. Lda., den 3. Juli 1906. Großh. Bürgermeisterei Treis a. d. Lda. Benner. 1 Posten farbige Damen-Halbschuhe . . . . Schwarze und farbige Damen-Lederhausschuhe Wichsleder-Damen-Spangenschuhe Echte Ziegenleder-Damen-Spangen- und Halbschuhe 1 Posten Damen-Stiefel 1 Posten farbige Damen-Knopf- und Schnürstiefel 1 Posten Damen-Chevreauxstiefeln 2.50 bis Nr. 35 325 Arb eitsv erfteigerung. Behufs Erneuerung eines Steges über die Lumda und Mühlgraben zu Treis a. d. Lda. und Erneuerung der ge- schieferten Dachflächen des Kirchturms daselbst, sollen nachstehende Arbeiten und Lieferungen, Donnerstag, den 12. Juli 1906, vormittags 10 Nhr, auf Gr. Bürgermeisterei ^reis a. d. Lda., durch öffentliche Versteigerung in Johanna Rothenberger Hugo Elsoffer Rechts an walt Verlobte do. Braune Kinder-Spangenschuhe echtes Ziegenleder la. Weißenfelser Schulststiefel 2^~2* Spar- md Leih-W za Haagca (Eingetragene Genossenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht/ Fendt. Ehr. Jokel. Gustav Kohlheyer. Im Auftrage: Der Zug- und Ordnungs-lusschuss. K?. Loos, I. Vorsitzender. ;.ft Eine Anzahl Stoff-Fähnchen Titel II veranschlagt zu Akkord vergeben werden als: Titel I 1. Trägerlieferung veranschlagt zu KlHkl ZsmelDliMWDklimf beginnt Samstag, den 7. Juli. Moderne braune Kinder-Knopf- und Schnürstiefel Ar. 27—30 Mk. 3,60 27—30 31-35 fKine Wiese HeugraS zu ver- pachten. Daselbst find einige Kntscherröcke billig zu verkaufen. 04859z Wetzsteingaffe 7. Es empfiehlt sich möglichst auch die Vormittagsstunden für den Einkauf zu benutzen, da der Andrang nachmittags am größten ist. Walltorstraße, Lindenplatz, Schulstraße, Neuen Bäue, Ludwiqsplatz Neuenweg, Krcuzplatz, Sonnenstraße, Schulstraße, Marktplatz, Mäusbura Seltersweg Sudanlagc, Blcichstraße, Alicestraße, Bahnhofstraße, Neustadt nach dem Festplatz. Dekorationz- Artikel als: Wappen, Plakate, Guirlaudeu, Lampions, Papierfähncheu, Stoffsähuchen re. re. in diversen Preislagen empfiehlt PupierhaMW E. Jung Marktplatz 6. [4161 25-26 2.30 27—30 3.15“ Mk. Pfg. 628 322 33 283 594 55 15 600.— 123 564.83 11 600.74 84 009.78 1 146 692.23 116 3 113 3 Alsfeld. Der diesjährige Pferde- und FoMemrmrkt in Verbindung mit dem Prämienmarkt findet am 30. Juli l. Js. statt. An Prämien kommen insgesamt Mk. 1500 für Pferde und Fohlen hessischer und nichthessischer Züchter und Händler zur Verteilung. Beginn der Prämiierung 8 Uhr morgens. Anmeldungen an die Geschäftsstelle des Hess. Landes- Pferdezucht-Vereins in Darmstadt, Neckarstraße 10, bis zum 26. Juli. Anfragen wie Bestellungen auf Stallungen an unterzeichnete Bürgermeisterei. Mit dem Markt ist eine Verlosung von auf dem Markte anzukaufenden Fohlen, Zuchttieren und Maschinen verbunden. Der Loseoertrieb liegt in den Händen der Lotterieagentnr Georg Kurtz jr. in Alsfeld. Großherzogliche Bürgermeisterei Alsfeld. 4,10 31-35 3.60 l90 Mk. Besonders erwähnenswert sind: Ein Posten Kinderschuhe und Kinderstiefel das Paar 75 Pfg. u. 1 Mk. Kinder-Segeltuchschuhe mit Garnitur Nr. 25—29 „ fl>3 „ u. I25 „ Auf bequeme Teilzahlung KflöbeB Herren-, Damen- n. Kinder-Garderobe Manufakturwaren etC. [a“/8 J. Jttmann Kredit-Haus Giessen Blockstrasse 11—16 Nr. 21-26 Mk. 1,60 werden bei dieser Gelegenheit Extra billig verkauft. .... Lohns 26. Lahntal-Sängerbundesfest 1906 zu Giessen. Der am Sonntag, den 8. Inti, mittags 2 Uhr, vom Walltor aus ab- marschierende Fes 15 011.74 1 146 692.23 Mitgliederbestand Ende 1905. Die Zahl der Mitglieder betrug Ende 1904 Während 1905 gingen ab.... . 4160 Während 1905 gingen zu . . . Daher Stand der Mitglieder Ende 1906 . Hungen, den 4. Juli 1906. Der Vorstand der Schweinefleisch 45 Pfg. [B6/, Noeder's ßstel- iinii Fm!ienhtti>e find dauerhaft. Giessen, Willi. Dürbeck Spezialgeschäft [3012 der Ofen- u. Herd-Judustrie. 1 4157 Die Beerdigung findet von der Kapelle des neuen Friedhofes Samstag den 7. Juli, nachmittags 6 Uhr, statt. im 88. Lebensjahre. Giessen (Hammstrasse 4), 6. Juli 1906. Im Namen der Hinterbliebenen: fieorg Schwan. Heinrich Schwan. Todes-Anzeige. Gestern nachmittag 4Vs Uhr entschlief nach kurzem Leiden unsere liebe Mutter, Schwiegermutter, Grossmutter und Urgrossmutter Fran Ludwig Schwan Wwe. Gießem Unsere verehr!. Mitglieder werden gebeten, zahlreichst an dem Festzug des Lahntal-Sängerbundesfestes sich zu beteiligen. — Zusammenkunft Sonntag mittags 1 Uhr in der Restauration zum »Vater Jahn", Ost-Anlage. [D8/, Der Ausschuß der Gießener Turnerschaft. Helm. Restaurant zuaRolantek (in nächster Nähe des Festplatzes) Während des Säugersestes [04865 Grosses Tiroler- Konzert Bayrische Bedienung im Nationalkostüm Große angenehme Gartenwirtschaft. Eintritt frei! Emil Sieck, Nord-Anlage 1. Einladung. Anläßlich der Samstag, den 14. d. Mts., stattfindenden Jubiläumsfeier des Herrn Rektor Hahn wird sich der Schulfeier, nachmittags 1 Uhr in Steins Garten ein Festesten (trocknes Gedeck 2 Mk.) anschließen. Anmeldungen hierzu werden bis zum 9. Juli an einen der beiden Hauptlehrer erbeten. [4164 Der Festausschuß. Gcbäudeab-ruch. Das Anwesen Teltersweg 50 soll alsbald auf Abbruch vergeben werden. Näheres durch den Architekten H. Meyer Westanlage 6 dahier. 4174 König!. Preuss. Klassen-Loiterie Ziehung 1. Klasse 9. und 10. Juli y10 Los V8 Los 1 y4 Los | y2 Los | ^/^ Los i Mk. 4 |-51kn- -Mk71O j Mk~20 \Hk. 40 | Bchülker, Miuiilij PmitzisAer 2itttrit»6ioitjiiff. Gießen, Ncuen-Bäue 11. 3504 Eingang zmn Lotteriekontor auch durch den Hausflur. Ankauf getrag. Kleider, Uniformen, Stiefel, Wäsche re. 511 hohen Preisen. (Bin Dienstag am Platze.) Offert, unter F. M. Z. 7288 an die Expedit, d. Bl.|gs3/7 Geräumige 6°Zinrlnerwohnung m. Badez. »i.all.Znbeh., Gaseinr., zum alsbaldigen Bezug zu verm. 3955s Griinberger Straße 3. 5 Zimmer Crednerstratzc 14 Parterrewohnung, 5 gr. Zimmer nebst Zubehör, Garten u. Bleiche wegzugshalber 1. Oktob. zu verm. Näheres daselbst._________[4077 5'Zmnnerwohng- nut all. Zub. zn verm. Näh. Bleichstr.31,p. [i097 Jii meinem Hause Löberstr. 17 ist per Oktober der nullt. Stock 5 Zrminer nebst Zubeh. zu verm. 4169]______________Karl Hahn. 5-Zmunerwohnung zu verm. 1933] Bahnhoistrage 39, p. Freundl. 5°Zinuner-Wohinmg, 2 Treppe»», Mädchenzimmer fomic Gartcnantell per 1. Oktober zu vermieten. H. L»»blinski, 04841 ] Ecke Stein- it. 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Schön, Schlossermeister. Maurer, ^darbkitet uni) Taglöhmt können einlrelen bei 4072 Birkeustock & Schneider. 10 tülht. Maurer sowie [4176 3 Handlanger per sofort gesucht. Stunden!. 45 H. Emil Schön, Banmiternehmer Erdarbeiter bei hohe»»r Lohn für dauernde Arbeit gesucht. [4166 Hermann Bender Tiefbau-Geschäft, Bleichstraße 3. Tüchtige [04861 Steinbrucharbeiter für dauernde Beschäftigung gesucht Basaltwerk Helbertshausen d. Mar Nichtige Arbeiter ß sofort gesucht. Liebigstraße Gl. Arbeiter der auch »nit Pserderr umgehen kann, gesrrcht. 4152 Gotthilf Röhrte,Marburgerstr. 7 20-25 GrhrStiftt werden sofort eingestellt. Städtisches Ticfbauamt B4/t diene» Baue 22. Tüchtige 14163 Mm ober grauen für Berkaus geg. Provision gesucht. I. Jttmann, Plockstr. 14 16. Schiffsjungen sucht I. Brandt, Altona, ________Fischmarkt 20. [4156 Jong. Hliushorsche gesucht, gesucht. Konditorei A. Geißner 4170]_________Selters»veg 22. Schreineriehrüng < esucht für die Bail- und Alöbel- schreinerei. Gr.Alühlgasse 5. I04868 Tüchtige [4162 für Manufalturwaren - Abteilung sofort gesucht. I. Ittmann, Plockstratze 14/16. (Cin sauberes Dleustmadchen bei gutem Loh» gejucht. , H. Prieß, Bäckermeister 4165]________________Ebelstrabe 2. (Sine nichtige, penekte « BaigSies’ira sofort gesucht. [4168 Bad-Nauheim, Weinbergslr. 4. o-uverl. Laufmädchen gesucht. 'V 4172] Wilhelmslr. 21, I. WestekleWgleriMü inld eine tüchtige Waschfrau finden dauernde Beschäftigung. Llimosiuuschsiisliiltkdetivciji. Aeiterco Lieustuiaöcheu, das auch Liebe zu Kindern hat, sofort gesucht. 4151 Meldungen erbeten an Haus- frauen-Berein, Süd-Aiilage 7, pt. Wege»: Erkrankrmg des Kinder- ’näöfXn/t iuitgeß Mädchen das Hausarbeit versteht, zur Aus-- Hilfe gejucht, cd. für banernb. [4116 Fran Pros. Strack, Ost-Aul. 33. Wegen Verheiratung meines Mädchens suche für September tüchtiges Mädchen für Küche und Haus. [4104 Frau Prof. Fromme, Bleichstr. 20. WWlWOW Junges Mädchen aus g. Fam. »velches Weißnähen und Bügeln gelernt, sucht Stelle i« bess. Hause als Hausmädchen. Cnerien an Diartha Schneider, Fulda, 4165| Bretlerhalle 13, erb. Ein im Kochen u. all.Häusl.Arb, erfahr. Frl. sucht Stellg. als Stütze, ev.zur Führg.e.Haushalt, bei einer einzeln. Person nach hier od.ausw. Schriftl. Angebote unter 04856 an den Gießener Anzeiger erbeten.. Bess. Mädch., das im Koch. u. all. Harlsard. erfahren ist, sucht Stelle zu sofort. Eintritt. Näheres bei Frau Schäfer, Sonnenstr. 3. |048” Verschiedener» Wascht mit Schwan v. Ausländer deutsche Stunde. Schriftl. Angebote in. Honorar, Sprechstunde, Bertis unter 04860 an den Gießener Anzeiger erbeten. Jung, sticht. Geschäfts»»., 26 I. alt, welch, b. jetzt infolge Geschäfts- eisers u. seines wiederholteir Orts- Wechsels keine besondereGelegenh. gehabt hat, sich um eine Lebens- gefährtin zu bemühen, sucht auf biefem Wege (da hier fremd) die Bekanntschaft einer Dame zwecks Heirat. Hauptbedingung: Strebsames u. liebenswürdiges Wese». Briese mit Bild u. Angabe der näheren Verhältnisse unter 04857 an den Gießener Anzeiger erdeten. ffiefdjäftSmaim sucht 200 Mark zu leihen gegen Sicherheit und pünktliche Rückzahlung. Schriftl. Angebote unter 04858 an den Gießener Anzeiger erbeten. G Oberhessischer eschichtsverein Sonntag, den 8. Juli Sommerausflug nach Butzbach. Abfahrt 3" — Rückkehr IO38 Gäste sind willkommen. [v6/. D et* 1 Da^ open Vidi 9?ab< Deta 25. ' beid straße sollte werde Koni treff' 2 daß 2 - -mge fiel )fte )ut| ■»rbe s.ijs Ci süm Äezi 6ttt Ächte» sich c 5 a n jtn 1. LI Pasta Hande gelles in d tourl 9M öcrj Schm Ä Kochte upur daß bi aufs A< in Stet und iß In, Berlin, Taters nicht g Meis Manu nicht leeres Nutte St Mark ausgese A, für b bahnt ^eisesai heit zu der «Re- $ »4il Ivrickt" hlh Wital ötäi Ä bex' temde iU ho , j Seil« blue e jtöbern. deu Bi einfache 'bre Sc g«5tig. ^ureaui etivoS? Polmer61 . *) D Äeacf ffl1 d N'i. !pen tz ^s°l h? wat SS ft” »4 m um e" h'er b