s r y 2 2 L2 s d ff -v SZ «*n ~ « s r! -V r, - —« <■> r rf 5 Jf ? J.S 11 "Hä L5 SD?” = 3 10 dsU*D§1il ''^ 2§'»«22ä er »s §ääa er . L- - - Es “ s » • Erstes Blatt 156. Jahrgang Montag 5. Februar 1906 Gießener General-Anzeiger Amts- und Anzeigeblait für den Kreis Eichen Bezugspreis: monathef) 75Pf., viertel« jährlich Tlf. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 6o Pf.; durch diePost Mk. 2.— viertel- jährl. ausschl. Bestellg. Annahme von Anzeige« für die Lagesmunuier bis vormittags 10 Uhr, Zeilenpreis: lokal 12 Pf^ auswärts 20 Pfg. Verantwortlich für den polit. und atlgem, Teil: P. Witt ko: für »©tobt imb Land* und .Gerichtsaal*: Ernst Heb; für den Anzeigenteil: HanS Beck. Nr. 30 Erscheint täglich außer Sonnrags. Dem Ä,ebener Anzeiger werden im Wechsel mit dem besflschen Landwirt die Siebener §amilien> blätter viermal In der Woche beigelegt. Rotationsdruck u. Verlag der Brü h l'scheu Umvers.-Buch-u. Stein- druckeret. 9L Lange, vredaktion, Exveditüm und Druaeret: Schal st ratze 7, Redaktion e^£> 112 Verlag u.Expeb.^^51 Adresse für Deveschen: Anzeiger Gießen. Die üenlige Kummer nmsaßt tO Setten« Dr. WallauS Wahl. non zeigte Pctschmrost i besonders hoch schätzen rage derRhapsobie — so merkwürdig es Zwei antisemitische Reichstagskcindidateir, wahrlich auch auf gegnerischer Seite nicht bitter befehden, mehr kann man verlangen! In einer eigenen nichtssagenden Kvmposition zeigte Pctschnikoff, Frankfurter Künstlergesellschaft am Samstag den 60. G eburts lerne bedeutende Fingerfertigkeit. <$hn§ Hf?" 1 ~ • - - - - - - - lernte ich Hermann Z i l ch e r in dem Vortrage hongroise von Franz Liszt, und - ...........v_ auch klingen mag — in der Art wie er die beiden letzten Nummern des Herrn Petschnikoff begleitete. In der Rhapsodie der jede technische Schwierigkeit beherrschende und seinem geistigen Dortrage untertan machende Künstler, in der Begleitung der sich an jeden Gedanken des Solisten, gewissermaßen denselben sckon vorausfüblend, in denkbar seinsinmgster Weise anschmiegcnde Begleiter, kurz eine ganz ausgezeichnete Leistung. Ihm gehört die Palme dcS Abends. der beim Grobherzog zu suchen hatte, geht leider cm3 der amtlichen Hosnachricht nicht hervor. Noch mehr aus dem Häuschen geriet aber ein hessischer Anhänger der ,.D t s ch. Z t g.". Er schrieb diesem Blatte eine entrüstete Epistel. Tie verantwortlichen Minister, so meint er, hätten „die Pflicht, den Großherzog darauf aufmerksam zu machen, wie sehr der Empfang von sozialdemokratischen Neichstogsatzaeordnelc eignet sei, den Blick einfacher Leute für politische Verhällrnff .u trüben und das Ansehen der Sozialdemokratie zu fördern." Tcr Herr kommt dann auf die sattsam bekannten und hüben und drüben heilig erörterten Ullrich-Gänge zu parlamentarischen Diners zu sprechen und schließt mit den schönen Worten: „Fürwahr, es wäre Zeit, daß die jetzt maßgebenden Herren in Hessen Staatsmännern Platz machten, die mehr Weitblick, mehr politischen Sinn und mehr Verantwortlichkeitsgesühl bc- sätzen!" Gin sonderbarer Kauz, dessen obige Ausführungen, um seine eigenen Worte zu gebrauchen, in den bürgerlichen Kreisen Hessens mit sehr ungeteilten Gefühlen ausgenommen werden dürften. Wenn der Sozialdemokrat Gramer es mit seinen Anschauungen vereinbaren kann, zu Hcke zu gehen, so wird es wahrlich kein Vernünftiger unserem Gott sei £anf gänzlich vorurteilslosen, unvoreingenommenen und unbefangenen, wahrhaft ü der den Parteien stehenden Landesherrn verargen, wenn er neben anderen auch diesen Mann empfängt. Im Gegenteil, man wird sich dieses unbeeinflnßbaren geraden Sinnes und offenen Herzens unseres Großherzogs aufs neue herzlich zu freuen habe, der keine Parteiunterschiede in seinem Hause anerkennt, der immer nur ein Mensch sein will unter Menschen, der, wahrlich mit Recht, in einem zu ihm kommenden Sozialdemokraten keinen Feind des Vaterlandes erblickt. Wäre der Mann vor den Pforten des Fürstenpalastes zurückgewiesen worden, dann hätte dieselbe sozialdemokratische Presse, die jetzt ihren Genossen schmäht, ihr Gift gegen den hessischen Thron gespritzt. Und der steht uns allen doch ' zu hoch dazu. Wenn sie jetzt gegen den eigenen Parteifreund vom Leder zieht, dann lassen wir ihr gern das Vergnügen. Wenn m jener Zuschrift an die „Disch. Zig." auch davon bic Siebe ist, baß „bie Fürsprache der Sozialdemokraten bei den Ministern von Bedeutung" sei, so ist das barer Unsinn, und die „Gefühlsblüte sozialdemokratischer Bestrebungen" wird weder vermindert noch vermehrt dadurch, daß unser Landesherr sich einmal über gärtnerische Tinge mit einem zu ihm kommenden Manne unterhält, der zu'ällig der sozialdemokratischen Partei angehört. Die Sozialbemolratie ist ihm ja wohl nicht aii die Stirn geschrieben, sie färbt auch nicht so schnell ab, und es ist wohl anzunehmen, daß Herr Gramer den bei einer Audienz nun einmal üblichen Formen sich ohne weiteres unterworfen hat. Es liegt also durchaus kein Grund für die Bürgerschaft vor, sich über diesen Gang zu Hofe zii entrüsten, im Gegenteil, man sieht daraus wieder einmal, wie wenig tief die sozialdemokratischen Anschauungen selbst bei prominenten Männern dieser Partei sitzen. Die Parteiorqanisation des Wahlkreise? aber beabsichtigt Stellung zu Gramer-3 Audienz zu nehmen wegen dessen „gröbticherVerletzung von Partei-Prinzipien", wie der „Vorwärts" sich ausdrückt: Der Aermste, nun gehts ihm an den Kragen! tag Wilhelm Steinhaufens. Der Künstler wurde zuerst vom Vorsitzenden der Künstlergesellschaft, Professor Erich Körncc begrüßt. Der Redner feierte den Sechzigiährigen als Schaffenden, als Menschen und Freund und überreichte ihm das von Thoma ausgeführte Diplom, das feine Ernennung zum Ehrenmitglied der Gesellschaft festsetzt. Sodann sprach Professor Karl Budde- Marburg im Namen des.Dekans der thwl. Fakultät der Universität Halle, und kündigte Steinhansen an, daß Halle ihn zum Ehrendoktor der Theologie ernannt habe, wobei er in Jeiner Weise bcS Künstlers Zugehörigkeit gerade zu dieser Fakultät begründete, weil es ihm durch ein Menschenalter vergönnt gewesen sei, dassWort Gottes durch seine Bilder zu predigen. Auch wies der Redner darauf hin, daß die Marburger Fakultät dem Gefeierten ihre höchste Auszeichnung nur deswegen nicht selber erwiesen habe, weil Halle ihr mit dieser Absicht zuvorgekommen sei. Nachdem noch der Oberbürgermeister namens der Bürgerschaft gratuliert hatte, dankte Steinhaufen für die Ehren, die ihm zuteil geworden, und für die Freundschaft, die ihm bezeugt wurde. Er sprach mit tiefer Bescheidenheit von seiner Knust, von der Art seiner Entwicklung, von seiner Kindheit, von seinem Leben und richtete an die jüngeren Künstgenossen Worte der Lehre und des Rates. znsuchen. Sie wurde gewährt, und es ging dann Cramer als Vorsitzender dieses Verens zum Großherzog. Hat man je Schrecklicheres vernommen? Die Fraktion, der er angehört, hat — so schreibt der „Vorwärts" — im Reichstage es ausdrücklich ausgeschlagen, einen wichtigen Posten im Präsidium damit zu erkaufen, daß sie den dafür vorgeschlagenen Genossen verpflichtet, zu Hose zu gehen. Eramer als Mitglied dieser Fraktion, setzte sich über solche Kleinigkeiten hinweg, aber noch mehr: er ging zu Hose und ersuchte den Großherzog um ein. Stück Einschränkung der städtischen Selbst-Verwaltung." Ein Wehe über den argen Frevler! Der Mann muß hingerichtet werden! Ter Bericht der MahlprüsungSkommission über die Anfechtung des Mandats des Kreisrats Tr. Waklau, gewählt für Alsfeld-Lauterbach-Schotten, ist jetzt im Drucke erschienen. Die Kommission hat einige W ahl- — Dem Frankfurter Maler Wilhelm Steinhaufen, der, wie wir mittcilten, am 2. ds. seinen 60. Geburtstag beging, ist ein interessanter Artikel in Heft 9 des „Künstwart" (München, Georg D. W. Eallwey) vom Herausgeber Aven^rii's gewidmet. Unter den Künstbeilagen bringt das Heft des Selbstbildnis Steinhaufens und drei andere Bilder Les Meisters. Außerdem bespricht in dem Hefte Bartels Frenssens neuen Roman ...Hilligcnlei", und aus dem in Dresden mit Erfolg ausgeführten Werke ,,Der Jude von, Konstanz" von Wilhelm von Scholz ist ein großer Teil des ersten Aktes mitgeteilt. — Hermann Sudermanns Schauspiel „Das Blume n b o o t" wurde für das Berliner Lessiug-Thcater zur Auf- führung erworben. — „Oedipus und die Sphin r", Tragödie von Hugo non H o lmannsthal, ist in vornehmer Ausstattung bei S. Fischer, Verlag, Berlin, soeben in Buchform erschienen. Ketttische Tagesschau. Tie seiudlicheu Brüder und die nächste Gießener Neichstagswahl. Vom Neichstagsabg. Bruhn geht der »Staatsb. Ztg.* ein Schreiben zu, dem mir folgendes entnehmen: „Unter Führung der hessischen Landtogsabg. H i r sch e l und Kohler soll der „Landesverband der Nefonnpartei für Südwest- deutscblaub" den Austritt aus der Reform Partei und den Anschluß an die Teutfchsoziale Partei beschlossen haben, und zwar mit der Begründung, daß die N e s o r in p a r t e t in den letzten Jahren Hessen vernachlässigt habe. Wenn die Herren Hirschel und Köhler sich bis dabin überhaupt noch zur Ne orrnparlci rechneten, so trifft der Vorwurf den oie Herren gegen die Reforrnpartei erheben, sie selbst; denn sie, insbesondere Herr Hirschel, waren bie Träger der Verantwortung für bie Organisation und Agitation der Reforrnpartei tm Groß- Herzogtum Hessen., Herr Hirschel bat zwar den Vorsitz von dem Landesverband für Südwestdeutschland, der im September 1903 nach, einem von mir in Frankfurt a. M. gehaltenen Vortrags begründet wurde, übernommen, tm übrigen sich seit der Zeit u nr u ich t s b e f ü m m e r t. Demzufolge ist der Verba n o auch völlig untätig gewesen. Nachdem Herr Hirschel in ein enges wirtschaftliches Verhältnis zum Bunb der L a n b iv i r t e getreten ist, kann sein Ucbevfritt zu der mit dem Bunde der Landwirte engliierten Deutschsozialen Partei nicht weiter verwundern. Tie Angriffe auf die Deutsche Reformpartei hätten die Herren aber besser unterlassen: denn bamit treffen sie sich selbst. Wilhelm Bruhn, Mitglieb bcs Reickstags, 2. Vorsitzender der Deutschen Reformpartei/ Dem „Gieß. Anz." aber ging heute folgender Brief des Reichstagsabg. Zimmermann au5 Dresden zu: Eine sehr geehrte Schriftleitung bitten wir mit Bezug auf den Bericht „A ntisemitische Reichstagskaudibatur" in Nr. 24 Ihres w Blattes um Aufnahme folgcnber Notiz: Die b e u t s ch e N e f o r m p a r t e i wirb, wie uns bie Parteileitung mitteilt, im Kreise Gießen-Grüntzerg-Nibba bei der nächsten Neichstagswahl einen eigenen Kanbibaten aufstellen. Herr Laud- togsatzg. Bürgermeister Ph. Kohler kommt für bie Kaiidibatur nicht in Frage, nachdem durch seinVer- schulden i. I. 1903 der Wahlkreis der Reforrnpartei verloren gegangen ist. Auch sein nunmehriger ll e b e r t r i 11 zu seinen früheren intimsten Feinden, den D e u t s ch s o z i a l e n, ändert an der Tatsache nichts, daß er v o n G e s i n n u n g s g e- nossen in Stabt unb Laub als ungeeigneter Beiverber um ein Reichtagsmandat bezeichnet worben i st. Die Reformvartei wünscht in UebereinOimmung mit ben Wählern, daß der Kreis, ganz abgesehen von der Tiätenfrag^ int Reichstag wirklich vertreten wird. Hochachtungsvoll Tie Leitung der D. Ref. P. Zimmermann, M. d. R. Also werden sich in dem Wahlkreise Gießen bei der nächsten Neichstagswahl die beiden antisemitischen Grüppchen Allerlei aus der y sstschcn Politik. Gießen, 5. Februar 1906. Heute vor acht Tagen, in früher Morgenstunde des 29. Januar, entriß der Tod unserem Lande den ersten Staatsmann. Vor sieben Jahren hatte Rothe den Posten des Vrovinzialbirektors von Nheinhesten verlaßen, um das Portefeuille bes Staatsministers zu übernehmen. Er war damals bereits ein Mann, der an der Grenze der 60 stand. Aber mit außerordentlicher Frische griff er in die Zügel der Regierung, und als sich bann bei zunehmendem Alter auch bet ihm eine Ermüdung einstellte und den Wunsch in ihm rege werden ließ, nunmehr auszuruhen, da bannte ihn seines Fürsten Wunsch abermals an die verantwortuugsreiche Stelle, von der ihn nun der Tod erlöste. In der Kammer hat dem Verstorbenen der Präsident Haas in tiefer Ergriffenheit einen Nachruf von herzlicher Trauer und Dankbarkeit gewidmet, und die parteipolitische Preffe des Landes hat des Tahingegangenen unvergleichliche Verdienste um sein Vaterland in aufrichtigem Leide gewürdigt. In der liberalen Preße aller Schattierungen kam der Schmerz um Roche'S Hinschetden am lebhaftesten zum Ausdruck. Die klerikalen Blätter des Landes hoben besonders hervor, daß er ein entschiedener Anhänger des konfessionellen Friedens gewesen ist. Selbst das sozialbemokr. „Offcnb. Abendbl." hat manches Rühmenswerte an dem Verblichenen gefunden und voller Hochachtung anerkannt, daß er »für die preuß. Schncmzbärtigkeit nicht zu haben mar” und daß er »die Regierung liberaler als fein Vorgänger geführt bat*. Die demokr. »Wormser Volksztg." bemerkte, baß Staatsminister Nothe »dem Heß. Ministerium den seltenen, aber darum um so ehrenderen Ruf erwarb, liberaler zu fein als die Heß. Volksvertretung^. Nur derHeylSpresse blieb es unter den bürgerlichen Nlallern vorbehalten, an unserem ersten Ctoatsmanne noch über bas Cßrab hinaus zu mäkeln. Die „91. Hess. Volksdl." schlugen der Wahrheit ins Gesicht mit der lächerlichen Bemerkung, die die noch vor einem halben Jahre etwa mit dem Brustton innerster und echtester Ueber- zeugung zur Schau getragene Gesinnung kraß verleugnet, „daß Nothe den radikalen Stimmen mehr Gehör schenkte und mehr nach links regierte als den bürgerlichen Parteien lieb war." Hier wurde also der fast völlig isoliert dastehende- Baron v. Heyl nebst feinem einzigen unb gänzlich unbeachtlichen Preßanhang mit „den bürgerlichen Parteien" kurzer Hand identifiziert! Sehr spaßhaft ist nur, daß bie „Wormser Ztg/ genau das Gegenteil davon sagte! Sie kombinierte sich unter komischer Nichtachtung aller Tatsachen eine Aehnlichkeit Rothes mit dem Standpunkte ihres Herrn und Meisters und behauptete schlankweg, baß Roche „einer konservativen Weltanschauung huldigte", von der' freilich niemand sonst etwas gemerkt hat, und am wenigsten wohl fein eigener Landesherr, und er meint, baß Roths nur „einem Drängen von außen Nech- nunfl trug, als er sich veranlaßt sah, dem direkten Laubiagswabl- recht eine Gass? zu bauen." Dabei ist es bekannt genug im ganzen Lande, daß Nothe feine Lebensaufgabe sah in der Durchführung des allgemeinen gleichen und geheimen Wahlrechts; daß wir das direkte Landtagswahlrecht in Hessen immer besessen haben, weiß die kluae Wormserin gar nicht! — Tas Vaterland wird das Gedächtnis Karl Rothes allezeit in höchsten Ehren halten, der in seiner hoben Amtsstelluug eifrig darauf bedacht war, Luft und Sonne nach Kräften und unparteiisch unter allen Ständen zu verteilen in der Erkenntnis, daß sie alle dem Staate gleich nützlich und not= wendig sind. Uetzer einen beim Darmstadter Hofe antichambrierenden „Genossen" haben sowohl sozialdemokratische wie bürgerliche Blätter bitter geklagt. Wir haben mitgeteilt, daß vor einigen Tagen S. K. H. eine Deputation der Garten-Vorstadt- Vereimgimg am Dohlen Weg, bestehend aus dem Präsidenten Prof. Olbrich, dem Mitglieb des Reichstages Gramer re. empfing. Mit bitterem Schmerz schrieb der „Vorwärts" dazu: Es gibt nur einen Reichstagsabgeordneten Gramer: Balthasar Gramer, Gattwirt zu Darmstadt und — Cozialbemokrat. Was GLeszener Aonzeröverenr. Gießen, 5. Februar 1906. Mit Griegs G-moll-Sonate für Klavier und Violine eröffneten die Aussührenben des vierten Künstlerabends, die Herren Hermann Zilcher aus Frankfurt a. M. und Mer- ander Petschnikofs, toenn ich nicht irre, in Berlin lebend, das gestrige Konzert'. Grieg, im Jahre 1843, nicht 1867, wie das Programm irrtümlicherweise sagte, zu Bergen in Norwegen geboren,, ist ein Komponist von ausgezeichneter Begabung, seine Werke sind voller Poesie, er spricht aber mehr oder weniger einen lokalen Dialekt. So auch in seiner G-moll-Sonate, welches Werk in echt nordischer Empsindungsweise, mit vielen finnigen und charakteristischen Einzelheiten ausgestottet ist. Tie Sonate lvurde von beiden Herren sehr gut wiedergegeben. Insbesondere zeigte sich hier ^Petschnikofs als ein ungemein temperamentvoller Geiger, dessen Spiel mir, das will ich gleich bemerken, in dieser Sonate am besten gefiel. Herr Zilcher schloß sich ihm ganz vorzüglich an, so daß ein int großen Ganzen recht gutes Zusammen- fpiel entstand 10 Preludes von Chopin, zusammengestellt von Zilcher, bildeten die 2. Nummer. In diesen Pr6- ludes zeigte sich Zilcher als ein ungemein feinsinniger Musiker. Ties ließ er sowohl in der Zusammenstellung als auch in her Ausführung erkennen. Im allgemeinen schwärme ich nicht für solche Zusammenstellungen, aber hier vergaß ich meine Unlust. Einzelne schwermütig klagend, andere neckisch scherzend, dann kvieder eleganten glänzenden Inhalts, bieten sie nahezu eine Charakteristik der kompositorischen Tätigkeit Ehopin's. Eine vorzügliche Leistung war der Vortrag des Herrn Zilcher. Bach, einer der genialsten Tonkünstler aller Zeiten, folgte. Ans der zw e i t e n S o^n a t e, für V io sine allein al Sarabande, fi1* Double, c) Tempo di Bourröe. Bach's Sonaten gehören in technischer wie geistiger Beziehung zu dem Schwierigsten, was in dieser Art für bie Violine geschrieben ist. Herr Pctschnikoff wurde diesem nn. E. wicht ganz gerecht. Tie Sarabande und Tempo bi Bourräe Panten meinem Empfinden nach nicht mit der ihnen innewohnenden Kraft zum Vorttag. Eine etwas zu süße Tongebung störte, während die Akkorde manchmal rauh erklangen. In der Eavatine tarn Gui war der weiche nicht sehr große Ton Petschnikoffs eher IBB Platze, nur störte hier die nicht ganz einwandfreie Intonation. Berlin, 4. Febr. Eine gutbesuchte Protestversammlung gegen die Bill et steuer nahm nach Reden Prof. Joachims, Fuldas und anderer einstimmig eine Resolution an, in der gegen diese Maßnahme, bie geeignet sei, einerseits die glückliche Fortentwicklung des blühenden Theater- und Musiklebens ernstlich zn schädigen, anderseits Tausenden dcn Bestich der Kunststätten,wesentlich zu erschweren, Einspruch erhoben wird und der Magistrat und die Stadtverordneten ersticht roerden, einen solchen kulturfeindlichen Gedanken aufzugeben. Frankfurt, 4. Febr. Im Steinernen HauS beging diel —- Der Lehrer-Sängerchor Gießen veranstaltete am SamStag einen Liederabend im Saale des Hotels zum Einhoni und trat damit zum drittenmal seit seiner Gründung mit bestem Erfolg vor eine größere Zuhörerschaft. Dieser wohlgeschulte, unter zielbewusster Leitung stehende Mannerchor hat sich die Pflege des Volksliedes zi>r dankenswerten Aufgabe gemacht. Es war beim auch recht beachtenswert, was auf diesem Gebiete zu Gehör gebrockt wurde. Besonderen Vcisall sanden eine,Reihe hessischer Volkslieder. Sie nrren bei aller Schlichtheit der Melodien von überraschender Klangschönheit. Mehrere Lieder für Sopran, sowie Duette für Tenor^iind Baß und einige Musikvorträge füllten den übrigen Teil des Abends aus. Einige mit Eosckick dargestellte Szenen aus dem unvenvüst- sichen „Tatterich" bildeten ben Schluß. — Der Saal erwies sich für die große Zuhörerschaft als gänzlich unzureichend. Bekanntmachung, 93 e tr.: Rotlaufseuche zu Lang-Göns. Die Notlaufseuche unter dem Schweincbesiand des Konrad Wilhelm Wagner zu Lang-Göns ist erloschen und die Gehöftsperre aufgehoben. Gießen, den 3. Februar 1906. Großherioasicheö > rei°amt Gießen. I. V.: Dr, Merck. Uebrigens hing diese Audienz, wie das „Offenb. Adendbl." mittcilte, ^ein wenig mit „Wvhnungsreform" zusammen. Vor den Toren Darmstadts, am „hohlen Weg", liegt ein Gorten- gelände, vielen Besitzern gehörig, banmter auck armen Teufeln. Professor Olbrich ging gern da hinaus spazieren. Seit Jahren hat er fabuliert, wie schön es wäre, ba draußen eine Gartenstadt erstehen zu lassen. Und bei dem Fabulieren blieb es nicht; schließlich steckt er die kleinen Besitzer mit seiner Idee an — und am Ende nimmt Balthasar Gramer, der ba branden auch ein ererbtes Fleckchen besitzt, die Sache in die Hand, ein Verein oder eine Genossenschaft der Grundbesitzer wird gegründet, die den Plan verfolgt: das ganze Gelände soll zusammengelegt werden zu einemiStück; vorher wird der Wert jeden Stückes Land festgesetzt. Dann soll die Stadtverwaltung bestimmt werden zur Festsetzung eines Bebauungsplanes, zweckmäßig geformte Bau- grundstücke sollen herausgeschnitten, das Straßengclände soll unentgeltlich abgetreten werden. Jedes Haus mit (Obst-, G'müse- und Blumen-) Garten soll zimschen 14 bis 24 000 Mark kosten, davon ein Viertel bis ein Drittel für Grundwerte. Die Regel soll das EinsamUienhaus bilden, wozu aber gehörte, daß mindestens 700 Mark für die Wohnung pro Jahr aufgewendet werden können. Doch der Grundbesitzerverein hat Widerstände in der Darmstädter Gemeindeverwaltung zu fürchten, und da beschloß er denn, den Großherzog für seine Bestrebungen zu gewinnen, ________ — .........._____o_ _ Olbrich und Cramer wurden ersnckt, bei ihm eine Audienz nach-' b e e i n f l u s s u n g e n der Behörden .zugunsten Wallaus zn V> drniMnerrn gfftmocTL Mr unznsäsNgr amrucye Wahl- beemflussungen wird folgendes erklärt: daß firei Samt mann Werner dem Kriegerverein zu Langenhain eröffnete dre Ucberlieferung der vom Kaiser gesafteten ^hiienschleife könne nur erfolgen, wenn der Kriegerverein Wallau wähle: dafi der KrcisschnlinspeN r des St*rei|e§ Lauterbach, Andres, die Lehrer seines Kreise5 v.r,ammclte und sie ermahnte, für Wallau stimmen; d s Kreisrat Schönfeld ans Schotten im Kreise Schotten für seinen Kollegen öffentlich amtierte; endlich: daß ein Flunblatt verbreitet wurde, bas die Bürgermeister von 34 Ortschaften mit ihrem Namen unter» widmeten Es soll Beweis erhoben werden, in welcher Weise Kreisrat Schönfeld agitiert hat und in welchem Um- fanne hessischen Bürgermeistern Polizeigcwalt znsteht. Man behauptet wohl mit Recht, do - die hessischen Bürgermeister ja so gut wie keine Poli^eigewalt haben. Zlusland. Kopenhagen, 3. Febr. @3 ist nunmehr bestimmt, ifcafj die Leiche deS verstorbenen Königs mit der Eisenbahn nach Noskilde gebracht werden soll. Mit dem Zuge werden sich der König und seine Gemahlin und die übrigen Mitglieder der königlichen Familie, sowie die fürstlichen Gäste dorthin begeben. London, 4. Febr. Der „Dbferoer' erfahrt, das; Balfour und Chamberlain im Verlaufe eines intimen TinerS, welches zur Besprechung der gegenwärtigen Lage der uniomstischen Partei am Freitag Abend veranstaltet worden war, nicht zu einem Einverständnis gelangen konnten und daß infolgedessen die Opposition endgiltiq in zwei oder §ar drei Gruppen geteilt sein werde. Wie das Blatt ferner berichtet, wird der ehemalige Minister Long wahrscheinlich Balfour in der unionistischen Parteileitung ersetzen. Rouen, 4. Febr. In der Kathedrale kam eS jgestern abend anläßlich der Inventaraufnahme zu Ruhe- störungen. Auch gegen den Erzbischof Fueet, welcher 'der republikanischen Gesinnung verdächtig ist, fanden feindselige Kundgebungen statt. Cettin je, 6. Febr. Die auswärts verbreitete Meldung, wonach Fürst Nikolaus an König Peter die Bitte richtete, Serbien solle für Montenegro acht Batterien Schnellfeuergeschütze bestellen, damit Montenegro mit Serbien eine politische Allianz schließen könne, wird hier von amt» licher Stelle als vollkommen grundlos bezeichnet. Tokio, 4. Febr. (Reuter.) In einer Sitzung des Budgetausschusses erklärte heute der Vertreter der Regierung auf eine Anfrage, es werde erwartet, daß der Tonnengehalt der Flotte in dem Finanzjahr 1907/08 auf 400 000 TouS erhöht werde._______________________ Rußland. In der Citadelle zu Warschau wurden neuerdings II Mitglieder des Anarchistenkomitees kriegsgerichtlich erschossen. Petersburg, 4. Febr. Ter Minister deS Innern -entsandte den Ministerrat Ssawitsch nach Homel zur Fest. Stellung der Ursachen der dortigen Brände itnb Unruhen. — General Grodekow reiste gestern Abend in Be- tzleitnnq zweier Generalstabsobersten und eine? Adjutanten nach Chardin ab. Die Blätter wollen zuverlässig wißen, Grodekow sei zum Stadthalter deS fernen Osten? ernannt junb werde wahrscheinlich auch den Oberkommandierenden General Lenewitsch ersetzen. , Die Helsingforser Blätter enthalten den Entwurf für I)ie neue finische Volksvertretung. Danach soll der Landtag auS einer Kammer mit wahrscheinlich 200 Mitgliedern bestehen. Die Mitglieder deS Landtags sollen auf drei Jahre gewählt werden. Für die Wahlen sollen außer den im Wahlgesetz festgelegtcn Bestimmungen noch folgende Regeln gelten: Wahlberechtigt sind alle sinischen Bürger, sowohl Männer als Frauen, welche über 21 Jahre alt sind. Bon der Wahl auSgeschlosien sind diejenigen Personen, die sich nicht im Besitz der bürgerlichen Rechte befinden. Wählbar sind alle Personen mit 25 Jahren, in Ausnahmefällen mit dem vollendeten 24. Jahr. Sin Frotcst gegen den prcuß. Schulgesehenlwurf. unglückte wurde mit einem Wagen nach Birklar verbracht. Höchst a. d. Ridder, 2. Febr. Auf der feit einem Vierteljahr eröffneten Nebenbahn Stockheim-Vilbel gab eS hier heute morgen eine größere Verspätung, Die Lokomotive hatte einen wichtigen Maschinenteil verloren, der die Weiterbewegung unmöglich machte. Der Zug hatte zwei Stunden Aufenthalt, bis eine Neseroemaschine von Friedberg herbeigekommen war. Die Reisenden, deren Ziel Frankfurt war, wurden mit dem nächsten Zug über Friedberg befördert. (Kl. Pr.) § Friedberg, 4. Februar. Der Frühjahrspferde- markt ist auf den 27. und 28. Februar festgesetzt. Damit ist eine Verlosung und Prämiierung verbunden. Darmstadt, 3. Febr. II. KK. HH. der Gro ßh erzog und die Großherzogin begaben sich heute mittag zum Luncheon nach Schloß Heiligenberg. — Prinz Ludwig von Battenberg wird morgen Schloß Heiligenberg wieder oerlaffen. (Darmst. Ztg.) R. B. Darmstadt, 3. Februar. Wegen eines in der verflossenen Nacht verübten Verbrechens im Sinne des § 174 Pos. 2 Str.--G.-B. wurde heute der Schutzmann Repp dahier in Untersuchungshaft genommen. R. B. Darmstadt, 4. Febr. Die Stellungnahme deS Rektors unserer Technischen Hochschule, Geh. Baurat Pros. Gutermuth, zu Gunsten der konfessionellen Verbindungen und des Klerikalismus hat in der hiesigen Studentenschaft eine tiefgehende Erregung hervorgerufen und beginnt jetzt auch die Aufmerksamkeit der politischen Kreise zu erwecken. Der Rektor hatte sich nicht damit begnügt, auf dem allgemeinen Kaiserkommers der Studentenschaft die katholischen Verbindungen als vollkommen berechtigt hinzustellen und der Allgemeinheit der Studentenschaft wegen ihres Aus- schluffes die schwersten Vorwürfe zu machen, sondern er hatte auch dem Kommers der beiden katholischen Korporationen .Naffovia^ und ^Moenania" in Begleitung zahlreicher anderer Profefforen einen Besuch abgestattet und dabei in längerer Rede feine vollsten Sympathien den beiden Korporationen ausgesprochen. „Er beglückwünschte sie zu ihren Prinzipien und ermutigte sie, daran festzuhalten, da sie ihm die sichere Gewähr dafür bieten könnten, daß sie schließlich alle Eingriffe der Gegner zu schänden machen würden", so schreibt ein Teilnehmer des Kommerses über die Rede deS Rektors. Die Erbitterung in der Studentenschaft über diese völlig einseitige und unmotivierte Parteinahme zu Sanften des Kleri- kalismuS kam auch gestern abend auf dem im Kaisersaal abgehaltenen Kaiserkommers des Darmstädter S. C« in schärfster Weise zum Ausdruck. Aiich hier war neben den Profefforen v. Rösler und Berndt der Rektor Prof. Gutermuth wieder erschienen. Die Begrüßungsrede auf die Profefforen und Dozenten hielt ein Chargierter der „Rhenania^, der sein tiefes Bedauern darüber aussprach, daß zu dieser echt nationalen Feier der studentischen Korporationen so wenig Piofefforen erschienen seien. Er hoffe jedoch, nicht annehmen zu muffen, daß der jüngst wieder vom Zaun gebrochene Hochschulkonflikt die Veranlaffung dazu sei. Bei aller schuldigen Hochachtung der Profefforen und ihrer Stellung als Lehrer der Studentenschaft gegenüber müsse er doch die Erklärung abgeben, daß sich die Studentenschaft auf feinen Fall eine Gesinnungsknechtung gefallen lassen werde. (Lebhafter Beifall.) Man sollte von ihr nicht etwas verlangen, was sie nicht zu erfüllen gesinnt und in der Lage sei. Er bracht« t»1*! ^och ausdrücklich nur auf diejenigen Professoren auS» r 7 Milfft ' c,lbc -'M ’ibfii 7 »»«b,‘ "ibern. "^blten $ „7* «- s.ch K? «ni !' re"'bt C'11"'01'» ?n und all)ine b Cln tCQcIvoJ i ^'flCr* *6»"be mb L 3ui- 6 Ö"b es eint» h ‘ Slim,"Wq rite"1 l'nbcit iiitsex""1'»- lalit'or«tion$?"*9 M, bi§^jfJU 'M L8ne1ttt'1 £bi«n ««lärcOeä 5® mderk nW^- o5™™t 1 mit WrÄ0x mjortianen'ff,- cet Unfll Hid) IckteV LStnQ’!' Letaler konz-rticrw im ei"- NN Konzert im sLU ÄtSftt mnÄL'^Ü-ne nbenb feierte der ,C,9C§ ^llstunqsfest. ,ro- ocrllei das M in unreine waren zahlreich Heute morqen kurz vor cr ein im 77. Lebensjahr Bedauernswerte litt in man wiederholt bemerkte, mde geistiger Umnachtung 'ch Kaffee mit feiner Fa. m Birklar der an der rdenden Holzversteigerung : Stratze au§ und fiel fo Bein brach. Der Ver- nach Birklar verbracht, br. Auf der feit einem hn Stockheim-Vilbel fiere Verspätung, Die tkaschinentett verloren, der )/e. Der Zug Hatte zwei lemaschine von ^Eege en, deren UÄ ^raulfck übet Friedberg bt* Bet FrühjahrSpserde- Februar festgesetzt. Damit ,q verbunden. lll.Hö. derGrofiherzog n sich heute mittag zm erg. - Prinz Ludwig Schloß Hciligenberg wieder (Darmst. Zig.) ar Wegen eine? in dec che'n? im Sinne des jj M )er Schutzmann lbepp genommen. Die Stellungnahme der fckule, Geh. Baurat Pros, konfessionellen Ver- hat m W Jeaung beroorgeru en nmtit dm-h J > w nle"'Ä<««.** zu niachen, «nro0vationen andere- 5f9lflhl!9 hnbei in langer« llct ® * d!" b-'d-" ' tjjrinjip« «- VX * l'7 «tn, ? M -I- * b«6 l'e fp 14«'“ übet d.° M, ,5aig t® Ms %„ n bH ihine 5“ ^iferl««1 । auf dem ,s,adter S. C. W-SZ , i Ec hoste 1 qfllin gu eien. ,. r «om o\ '.finren nnb 11L, fr M lZcoiestow' „ififie w gegenüber ' l|benU" melde- löo§ ll( ‘i >„ * «.#<■ Kieidlig» * die auch Verständnis für die Rechte und die Bestrebungen der akademischen Jugend befäften. Magnifizenz Guter mut d feierte darauf zunächst in längerer Rede die hoben Tugenden Kaiser Wilhelms II., und vermied es sichtlich, auf die scharfe Erklärung des Vorredners näher einzngehen. Er streifte sie mit insofern, als er die Ueberzeugunq aussprach, daß in Darmstadt ein Hochschulkonflikt völlig ausgeschlossen sei. Auch er wolle nur die Freiheit der akademischen Jugend nach allen Seiten hin gewahrt wissen. Die Hauptsache sei, daß die Professoren zu den Schulern und die Schuler zu den Professoren volles Vertrauen hätten. Auf dieses .geaenfcitiqc Vertrauen" brachte der Rektor schließlich ein dreimaliges Hoch aus. Daß diese Rede des Rektors seine einseitige Stellung- nähme weder entschuldigt, noch verbessert hat, liegt auf der Hand. Es ist deshalb für nächsten Dienstag eine allgemeine Stu denten-Versammlung einberufen worden, in der die ganze Konfliktangelegenheit einer eingehenden Er- örteruna unterzogen werden soll. Offenbach, 3. Februar. Spurlos verschwunden ist die 11jährige Schülerin Sukanna S., die Tochter eines Hanauer Goldarbeiters, die hier bei ihrer Tante im Hause Bettinastraße 58 wohnt und die Mädchenschule in der Kaiserstraße besucht. Die Kleine ist gestern früh 6 Uhr mit den Schulbüchern weagegangen, aber in der Schule nicht eingetroffen und auch nicht nach Hause zuruckgekehrt. Auch in Hanau befindet sie sich nicht. Es ist nicht ausgeschlossen, daß an dem für sein Alter kräftig entwickelten Mädchen ein Verbrechen verübt worden ist. Hanau, 3. Febr. Wie die Polizeidirektion bekanntgibt, kommt bei dem in der Herberge zur Heimat verübten Mordversuch auf den Kriminalschulzmann Trott der Heizer Wilhelm Flaudergan auSKöln nicht als Täter in Betracht. Flaudergan befand sich zur Zeit der Tat in Köln. Der Attentäter ist mit den Papieren Flaudergan? gereist. Die Paviere sind Flaudergan anfang Januar in Köln beim Kohlenausladen gestohlen worden. In der Begleitung des Unbekannten besindet sich Metzger Karl Huber aus Trippstadt. Jedenfalls reist der Täter jetzt nicht mehr unter dem Namen Flaudergan. Die ausgesetzten Mk. 300 Belohnung werden jetzt dem zugesichert, der den unbekannten Täter ermittelt. — Der Schnellzug, der um 3/J2 Uhr nach Frankfurt fährt, schleuderte bei Station Wilhelmsbad den 17jährigen Kaufmannslehrling Friedr. Becker von hier zur Seite, er erlitt schwere Verletzungen an Kopf und Brust. Man verbrachte ihn in bewußtlosem Zustand in das Landkrankenhaus, wo er kurz nach seiner Einlieferung starb. Es liegt Selbstmord vor. (Frkf. Ztg.) Märkte. fe. Frankfurt a. M., 5. Febr. (Orig.-Telegr. des „Gießen. Anz.") Amtliche Notierungen der heutigen Frucht markt preise. Weizen Alk. 18.50-00.00, Knrhessiicker Mk. 18.50—00, La Plata Mk. 19.00—20.00, Kansas Mk. 18.50—19.25, Roggen thiesiger) Mk. 17.00 —17.25, Gerste lWetterauers Mk. 17.25—18.00, Franken- leider Alk. 18,25—18,50, Haler 16.75—17.75, MaisMk. 13.50—13.75, Weizenmehl 27—28.00, M. 00—00, 2. Qualität Mk. 25.00 bis Mk. 26.00, 3. Qualität Mk. 22.50—23.00, Noggenmehl 0 Alk. 24.75—25.75, 1. Qualität Alk. 22.25—23.25, Weizenkleie Mk. 9.50 bis Mk. 10.00, Roageukleie Mk. 11.00—11.50, Maiskeime Mk. 12.00 bis Mk. 12.50, Frauken, Psälzer, Ried Aik. 17.50—18.00. Alles per 100 Kg. ab hier. ff. Frankfurt a. M., 5. Febr. (Telegr. Qrig.-Ber-cht des „Gieß. Anz."). Amtliche Notierungen der heutigen Psi markt- vreile. Zum Verkäme standen- 463 Ochsen, 138 <" - Oestreich, 47 Bullen, 00 aus Oestreich. 840 lli'sie, Fersen, 1 \ und Rinder 0 aus Oestreich, 302 Kälber, 298 Ochale und stmnel, 1316 Schweine, 0 Ziegen, o Zieaen-, 0 Schaflämmer. erahlt wurde si'ir 100 Psimd Schlachtgewicht Qcbicii 1. Qualität 75—77 Mk., 2. Qual €9—72 Alk., 3. Qual. 65—67 Alk. Bullen l.Qual. 65 bis 67 Alk.. 2. Qual. 61—63 Mk.; Kühe l.Qual. 68-69 Mk., 2. Qual. 62—64 Mk., 3. Qual. 45—46 Mk, 4. Qual. 41—43 Mk., 5. Qual. 00—OOMk. Kälber: l.Qual. 86—90Psiz., Lebendgewicht 52—54 Pf., 2. Qual. 81—86 Vlg., Lebendgewicht 48—51 Plg., 3. Qual. 60—65 Plg., Schlachtgewicht 60—65Pla., Schale: l.Qual. 74—76, 2. Qual. 68—70 Plg., 3. Qual. 00—00 Plg.; Schweine 1. Qual. 79—80 Plg., Lebdgew. 61.50—00.00 Plg., 2. Qu.78 00 P'g., Lebend- gew. 61.00 Plg., 3. Qual. 71—73 Pla., Lebendgewicht r 0—00 Plg Geschält bei Hornvieh schleppend, Ueberstand unbedeutend, bei Kleinpieh gut, kein Ueberstand. Aus Holland kamen 3 Waggons aeichlachte'e Schweine. Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Vo aiis^chtliche Witterung in Helsen für Dienstag, den 6. Februar 1906: Zeitweise heiter, schwacher Frost. Zähere« ^urrh hip ß'ipvpnpr ••UoffpvfnrtP. Gr!grnal-->rctzht,nel-nrkgett. Berlin, 4. Febr. Dem „Vorwärts" zufolge richteten die Preußischen Mitglieder des sozialdemokratischen Partei- Vorstandes eine Petition an die beiden Häuser des preuß. Landtages, in der es heißt, der Landtag wolle beschließen, die Regierung aufzufordcrn, so schleunig wie möglich b"n beiden Häusern des Landtages einen Gesetzentwurf vorzu- legen, durch den alle Staatsbürger ohne Unterschied des Geschlechts, die das zwanrigste Lebensjahr zurückgelegt haben, das allgemeine, gleiche, direkte und geheime Wahlrecht für die Wahlen zum Landtage erhalten, und daß diese Wahlen auf Grund der Verhältnisse des Wahlsystems statt- sindcn. — Die Spur des Mörders, der am 4. Dez. im Grünewald den Kellner August Giernoth ermordet und beraubt hcsite, ist jetzt von der Kriminalpolizei fest- gestellt. Der Täter ist der Lederarbeiter Karl Rudolf Hennig. Auf seine Ergreifung war eine Belohnung von 500 Mk. ausgesetzt. — Tie Morgenblätter melden: Unter dem Verdacht, Frau Gordi in Reinickendorf ermordet zu haben, wurde die Schwiegertochter der Getöteten, die 28- jährige Martha Gordi in Friedrichsberg verhaftet. Ihr Sohn Max Gordi ist der Mittäterschaft verdächtig. Triest, 4. Febr. Eine sozialdemokratische Versammlung nahm eine Resolution zu gunsten des allgemeinen, direkten, gleichen und geheimen Wahlrechts an. Nach der Versammlung durchzogen die Teilnehmer demonstrierend die Straßen. Vor dem Kvffeehause „Municistio" kam es zu Reibereien; aus dem Kaffeehause wurden Tassen und Teller auf die Demonstranten geworfen. Die Polizei zerstreute die Ruhestörer. Ponte Resina, 4. Febr Vormittags war der Vesuv in lebhafter Tätigkeit Der Lavastrom ergoß sich auf die Südwestseite und bedroht die Eisenbahnstrecke. Wien, 5. Febr. Graf A n d r a s s y wurde gestern nach- Bcknmstmachunk. Die unferm 29. November 1905 angeordnete Sperre 6er Landmann st raße wird hiermit aufgehoben. Die tmterm 29. November 1905 angeordnete Sperre der Wolfstraße wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 2. Februar 1906. Großh. P-'izei"mt Gießen. ___________________I. V.: Rotb.___________________ Bckmiittiiiachung. In der Zeit vom 27. Januar bis 3. Februar 1906 wurden in hiesiger Stadt gesunden: 1 Portemonnaie mit Inhalt, 1 wachslederner Damcngürtcl und 1 goldene Brosche mit Photographie; verloren: 1 silberne Tamemchr mit Goldrand ohne Kette und 1 goldene Damenuhr (Remontoiruhr) mit Monogramm A. K. (Schwertlilienverzierung). Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegenstände belieben ihre Ansprüche alsbald bei uns geltend zu machen. Gießen, den 3. Februar 1906. Großh. Gießen. _______________________I. V.: Roth._______________________ Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Garbenteich für das Rechnungsjahr 1906 liegt vom 6 ds. Mts. an acht Tage lang zur Einsicht der Jntereffenten auf dem Bürgermeisterei-Bureau offen. Ga r be nteich, den 3. Februar 1906. Großherzogliche Bürgermeisterei Garbenteich. 812]_____________________Kissel._________________________ Nntzholz-Versteifterunft. Freitag den 9. nnd Samstag den 10. d. Mts. kommen in den Gemeindewaldungen Frankenbach folgende Holzsortimente zur Versteigerung: Freitag den 9. Februar im Distrikt Eichenhardt und Gnuzerberg 7. 1) Eichenhardt: 23 Eichen-Stämme mit 27,38 Fstmtr., zu Schreinerholz sehr geeignet, 2) 5 Rmtr. Eichen-Scheit, 8) 4 Buchen-Stämme mit 2,94 Fstmtr.; 4) Gunzerberg 7: 108 Eichen-Stämme mit 46,31 Fstmtr., 5) 18 Stangen I. Klasse, 6) 16 Rmtr. Eichen-Schichtholz, 7) 29 Nadelholzstämme mit 32,75 Fstmtr. Samstag den 10. Februar im Distrikt Schliuk und Läusel: 1) 329 Nadelholzstämme mit 115 Fstmtr., 2) 108 Nadelholzstangen I. Klasse, 3) 205 „ II. „ 4) 810 ,, III. ,, 5) 1615 „ IV. „ 6) 4 Eichen-Stämme mit 0,66 Fstmtr., 7) 3 Eichen-Stangen I. Klasse, 8) 39 Rmtr. Nadestchichtholz. Ter Anfang beginnt an beiden Tagen morgens 10 Uhr am 9- in der Eichenhardt und am 10. in der Schlink. Frankenbach, am 3. Februar 1906. Der Bürgermeister: £>5/2 Schneider. Ansgsfprungene Händr | beseitigt überraschend schnell Dvcrrneyers Herba-Ser?) Zu hab. l. all. Apothek., Drog. «. Parfüm, p. St. 50 Pfg. u. hv1/. Arbeitsvergebnng. Die nachstehenden Arbeiten zur Erbauung einer höheren und erweiterten Mädchenschule sollen Mittwoch, den 21. Februar d. I. vormittags 10 Nhr öffentlich vergeben werden. Berputza'beiten im Innern. Los I darunter ca. 720 qm Deckenputz auf massive Wände „ 1714 „ Wandpuh „ 356 „ Rauputz Los II darunter ca. 1232 qm Deckenputz aus massive Decken „ 2765 „ Wandputz Los III darunter ca. 1055 qm Deckenputz aus massive Decken „ 2942 „ Wandpntz Los IV darunter ca. 1040 qm Deckenputz auf Holzdecken „ 2530 „ Wandputz „ 452 „ Rauputz Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen mährend der Dienststilnden bei uns zur Einsicht offen. Angebote aus Vordruck, der daselbst erhältlich, sind bis zum genannten Zeitpunkt an uns einzureichen. — Zuschlagsfrist 3 Wochen Gießen, den 5. Februar 1906. Städtisches Hochbauamt ____________________Gerbet._________________b^4 Holzsttbmis ss o n. Nachverzeichnetes Holz aus den Waldmrgen der Gemeinde Staufenberg soll auf dem Submissionswege vergeben werden. von 30—39 Kiefernstämme Durchmesser 0,80 fm von 1. 2. 3. 1. 2. 3. 4. 5. 4 34 26 412 1 Es von n H cm n ir- cm n n 4 7 15 Großherzogliche Bürgermeisterei Staufenberg. Stephan. Fichtenstämme u II n Lärchenstamm 25—29 12—25 B. 40—49 30—39 25—29 12—25 [ 28 cm können Angebote auf das gesamte Holz, als auch getrennt nach vorstehenden Klassen gemacht werden. Das Holz lagert in den Distrikten Mark, Maistrauch, Eichwald, Strackeloh, Birken und Lahnkopf. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis Martini 1906 gestattet. Sonstige Auskunft erteilt Forstwart Zecher dahier. Offerten sind verschlossen mit der Aufschrift „Holzsubmission" bis zum 12. Februar 1906, nachmittags 3 Uhr, auf hiesiger Bürgermeisterei einzureichen, wo alsdann Eröffnung stattfindet. Zum Eröffnungstermin sind sämtliche 3nb= mittenten eingeladen. 822 Staufenberg, am 3. Februar 1906. Durchm. 4,45 fm n 45,09 „ „ 23,97 „ „ 121,13 „ Durchm. 2,75 fm ,, 3,22 „ M 4,37 , mittag in halbstündiger Audienz vom Kaiser empfangen) Rach der Audienz erklärte Andrassy den anwesenden Vertretern der Presse, daß der Kaiser den von ihm im Auftrage der koalierten Linken unterbreiteten Vorschlägen nicht z u g e st i m m t habe. Andrassy ist nachmittags 5 Uhr nach Budapest zurückgekehrt. Algeciras, 4. Februar. Dem beute hier veraiutaltelen Sti ergefecht, das bei herrlichem Wetter vor flch ^ging, wohnten der Herzog von ^llrnodovar, mehrere auswärtige Diplomaten in den besonderen Logen und die weilten Fremden, die anläßlich der Konferenz hierhergekommen waren, bet Sechs Stiere wurden aetöiei. Peking, 4. Februar. Puanschikai verabschiedete den Direktor im Unterrichtsministerium Tcney. Eine starke Gegnerschaft veranstaltete kürzlich gegen Teney eine Knnd- gebuna, weil er 9lmerifoner ist. Der Bopkott gegen Amerika hat wieder begonnen. Auch die Verabschiedung des Zoll- direktarS Drew wird, weil er Amerikaner ist, gefordert. Hongkozig, 4. Fcbr. E'ne bewaffnete Bands plünderte das .Haus des Missionars Dr. B a 11 i c in Fati. (Canton). Tie Insassen wurdm gebunden, Kleider, Taschenuhren und Silber int Werte von m"hreren tausend Dollars! geraubt. Rach dem '.'"berfatl wurd^ die Hilfe des chinesischen Wachtfchiffes nackiaesucht. Das Gesuch wurde verweigert. Tie Ausländer des Eanton-Tistriktes sind wegen unzureichender Volirei um ihre S'^'"rbe'<- besorat. Te!efcr8?sch?* E^'?^7*sber-’C''ie des Giessener Anzeigers, mitireteüt von der Bank für Handel nnd Industrie. G’f'qqpn. ‘Frankfurter ?‘örse 5 Febmar, 1.15 Uhr. Wo Reichsanleihe . . 101.4*1 3% do. . . 89.50 3xA°l0 Konsols .... 101.65 3% do.....MO 3^°/0 Hessen 99.95 Oberhe’sen . . . —.— 4°n Oesterr. Goldrente. . 100.75 41/a 9t? Oesterr. Silberrente 101.50 4 % Uncar. Goldrente . . 97.20 4% Italien. Rente . . . 103 !) 3°t> Portugiesen Serie I . 68.20 3% Portugiesen „ III 68 60 4Ja°'rt russ.StaatsAnl. 1905 91.70 4A° a japan. Staatsanleihe 95.25 1 % Conv. Türken von 1903 92.50 Türkenlose .... . . 147.80 4 % Griech. Monopol-Anl. . 53 -0 \% äussere Argentinier . 92.30 3% Mexikaner .... 67.6-5 l%°lo Chinesen . . . 98.80 Aktien: Bochum Guss 250.00 Buderus E. W 135.50 Tendern t ziemHch fest. V'lektriz. Lahmeyer . . 145 00 E'ektr'z. Schnckert . . . 134 40 Fschweiler Bergwerk . . 264 00 Gelsenkirchen Bergwerk . 230.60 TTamburtr- Amerik. Paketf. 165 50 ’ rarpener Bergwerk. . . 217.Sil T.aurahfitte......240.00 Nordd. Lloyd 128.20 Gberschles. Eisen-Industrie 133 25 Berliner Haudclsges. . . 175.25 ParmstXdtcr Bank . . . 151.00 VeufThe Bank . . . 242 70 Deutsch-Asiat. Bank . . 184.10 Diskonto-Kommaudit. . . 190.20 Dres lner Bank ... 167.1g Kreditaktien 212.30 Ba'timore- und Ohio- Eisenhahn 115.20 Gottbardbahn 199.00 Lombard Eisenbahn . . 25.20 Oesterr. Staatsbahn . . . 143.20 Prince-Henri-Eisenbahn . 134.60 Berliner Börse, 5 Canada E. B 174.00 Darmstädter Bank . . . 151.00 Deutsche Bank .... 242.70 Dortmunder Union C. . . 93.80 Dresdner Bank .... 166.80 Tendenz: ruhig. Februar, Anfangskurse Harpener Bergwerk . . 216.90 T.aurabiitte 249.50 Lombarden E. B . 25.00 Nordd Lloyd 127.60 Tiirkenlose 147.7C Bämiz nm 31. Aktiva. JH, Warenvorrat 4371.79 Kassenvorrat 1722.92 Mobilien nach Abschreibung 10.29 Debitorien 2629.54 8734.54 Dezember 1905. Passiva. JH, Auf genommene Kapitalien 1800.— Guthaben der Mitglieder 1490.— Reservefonds 1321.71 Betriebsrücklage 1321.71 Dividenden 2801.12 8734.54 Die Zahl der Mitglieder betrug Ende 1904 149 Während 1904 gingen zu 6, 155 Während 1904 gingen ab 5 Daher Stand der Mitglieder Ende 1905 150 Großen-Linden, den 31. Dezember 1905. Konsumverein E. G. m. n. H. 823 Der Direktor: Der Rechner: Der Lagerhaltern Jobs. Hankel. Ph. Pirr III.Gg. Muhl. Holzverfteifterung. Versteigert werden Freitag, 6. Februar l. F., aus den Abteilungen Zcllcnrod 9, Schiffenberg 30 a und Brmv hossberg 43: Stämme: 8 Eichen von 38—47 cm Durchm., 6 bis 12 m Länge — 9,87 fm (Schnittholz): 19 Buchen von 34—55 ein Durchm., 5—10 in Länge — 24,44 fm ^Schnitt- holzl: 9 Kiefern von 23—30 rm Durchm., 8—12 in Länge — 4,77 fm; 4 Fichten von 12—18 cm Durchm., 9 bis 14 in Länge — 0,84 fm; Derbstaugen: 5 Fichten; Nutz- scheiter: 99 rm Kiefer (3,5 m lang): Nutzknüppel: 9 rm Kiefer (3,5 m lang); ferner: Scheiter: 85,6 rm Buche, 7 rm Esche, 9,4 rm Eiche, 2,4 rm Birke, 144 rm Kiefer; Knüppel: 81,4 rm Buche, 1,4 rm Esche, 5 rm Eiche, 158,6 i in Kiefer; Neiftgwelleu: 5280 Buche, 1090 Eiche, 2040 Kiefer; Stöcke: 118,6 rm Buche, 1,6 rm Esche, 14,9 rm Eiche, 49,2 rm Kiefer. Das zur Versteigerung kommende Eichen-Schnittholz ist mit einem blauen Kreuz bezeichnet. Beginn der Versteigerung Dorrn. 9V2 aus der Kreisstraße Gießen—Hausen an der Sackschneise. Weitere Auskunft erteilt der Großh. Förster Schlag zu Baumgarten. Gießen, 4. Februar 1906. Großherzogliche Oberförsterei Schiffenberq. Trautwein. b% WeLsrbinderarbeiten. Die äußeren Mauerflächen des cvang. Gemeindehauses an der Kirchstraße sollen verputzt und die Gesimse mit Zementmörtel gezogen werden. Pläne, Kostenanschlag und Bedingungen können bei Herrn Architekt Stein eingesehen werden. Angebote sind dem Unterzeichneten bis zum 8. d. M. einzureichen. ' B1/? Gießen, den 1. Februar 1906. Der Evangelische Gesanükirchenvorstand. Dr. Naumann. 0751 ] Badewanne,g.erh.,sow.2 sch. ^Drlcnnbersu v c vL D| biil n [. 15111 796 Marktplatz 21. I. A.: 801 Konkursverwalter [818 August Kil bänger. I. LöSermann. (£,ine Aushilfsköchiu empl. sich. Näh. Grünberg. Str. 7. [0768 b12/, Anfang 8 Uhr. Eintritt 40 Pfg. gesucht. 83/ Große MMM DaS Kommaudo. legt. j Möbl. Zim.Tn.Qr* Sektbude Bayrischs Bierhatte k Grosze Partie gebrauchte 824 12»-, Ml Dr§7-zum Einkaufspreis werden schnell u. billig auöge'nhrt empfiehlt [604 bei 0ö72 MlGOchM rrhijicbciu- Tie auf Montag den 5. Febr. festgesetzte Monalsoersammlung wird auf S Tage später ver- Fcemde können nur durch Mitglieder eingeführt werden. Gcheimkarten sind bei Herrn Beck, Crednerstraße 40 rmd Friseur Zutt, Ludwigstraße, zu haben. v,. Fenster, Türen, gut erhaltene Oesen iiüii Herde, smie Brennholz billig abzugebcn. Näheres Gasthof zum Löwe», Neuen- weg 28, auch Bleichstraste 11, Heinrich <5arl6. Fräulein in d.20erJ.,im Kochen O sow.in all.Hmlsarb.ers..sucktSt. als Haushalt, am liebst, b.alt. Hern ob. Dame. Schriftliche ^Angebote unter 0720 an den Gieß. Anz. erb. Friedrich lagaus 10 Weideugafse 10 Bacndei'kcnneister Krauskopi 13 Brnchstratzc 13 00'£^ÖQC3‘053-0-£Z L Versteigerung. DieuStag, 6. Februar d. 3d., nachmittags 2 Uhr versteigere ich Neustadt 55 dahier gegen Barzahlung: [816 1. 10 Handelswagen, 1 Tintenfaß nut Hirschgeweih, woll. Unterkleider, ca. 4 Pfund Wolle, 5 Korsetten, Regenschirme, Plüsch- und andere Möbel. 2. 1 Lyra-Zither. Die Versteigerung zu 2. findet bestimmt statt. 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Eichen-Knüppel, 2 Nm.Fickten- Knüppcl, 450 Buchen-, 860 Eichen- und 410 Fichten- Wellen, 2 Nm. Buchen, 33 Nm. Eichen und 9 Rm. Fichten-Stöcke. 815 Der Anfang ist in: Pohlheimerrvald um 10 Uhr vormittags. Watzenborn-Steinberg, den 4. Februar 1906. Großh. Bürgermeisterei Watzenborn-Steinberg. ______________________Hirz.___________________ Holzverfteigerung. Dienstag, den 13. Februar, vormittags lO^/z Uhr, werden auZ den Distrikten Lindes und Heegwald der Forstwartei Stornfels versteigert: Scheiter, Buche: 188 Rm. 1. Kl., 31 Rm. II. Kl.; Knüppel, Buche 214 Rm., Eiche 32 Rm. (6 Rm. 2 m lang), Aspe 13 Nm.; gewöhnlich Reisig, Buche 708 Nm., Elche 264 Rm.; Stöcke, Buche: 64 Nni. Zusammenkunft bei Nr. 417 in Distrikt Lindes. Das mit Kalk bespritzte Holz wird nicht versteigert. Weitere Auskunft erteilt der Großh. Forstwart Jakob in Stornfels. B5/s Eichelsdorf, den 4. Februar 1906. Großh. Oberförsterei Eichelsdorf. ; Mann. 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