Nr. 5 Srsch-tut tÄfiTt# anker SonnragS. Dem Gießener )lnzeiger werden im Wechsel mit dem Hessischen Landwirt die Gießener Kamillen» blätter mennal tn der Woche bciqclegt Rotationsdruck il Verlag der Brü h l'scheu Univers.-Buch-ru Steindruckerei. R. Lange. Redaktion, Ervednion und Druckerei: Schul ft ratze 7. Redaktion 118 Verlag u.Expcd.e^^öl Adresse für Deoeichen: Anzeiger Gießen. VrfteS Blatt. 156. Jahrgang Samstag 6. Jamrar 1666 ___ v " BezngSpreiSr O monatlich 7b Pf viertel- GietzenerAnM« 1 M General-Anzeiger v Amts- Md Anzeigeblatt fiir den Kreis Gießen MKZ ix I zeigenteil: Hans Beck. Die yeuLige Yurttmer umfaßt 14 Seiten. Das deutsche Weißbuch über Marokko tvird keine besonderen Enthüllungen bringen, keine Einblicke in die Motive der deutschen Politik gewähren. Wenn diese Mitteilung, die man wohl als eine vom Auswärtigen Amt beeinflußte ansehen darf, nervöse Erwartungen beschwichtigen soll, dann läßt sich dagegen nichts sagen. Aber was soll der Reichstag, was soll die Oesfentlichkeit mit einem Marokko-Weißbuch anfangen, das in die Motive der deutschen Politik einen Einblick nicht gestattet? Um die Ziele der deutschen Marokko-Politik richtig zu beurteilen, muß man notwendig von den leitenden Gründen dieser Politik unterrichtet sein. Tas französische Gelbbuch war in mancher Hinsicht vom deutschen Standpunkt aus zu beanstanden, es brach an sehr wichtigen und entscheidenden Stellen ab, z. B. wurde die Vorgeschichte des Sturzes Telcassös mit keinem Wort berührt. Trotz alledem gewährte das umfangreiche Material ein scharfes Bild von dem, was Frankreich in Marokko will. Was Deutschland in Marokko wirtschaftlich will und zum Teil verhindern will, das weiß ja die Oesfentlichkeit einigermaßen durch die Reden des Fürsten Bülow und zahlreiche amtliche und halbamtliche Auslassungen. Nach dieser Richtung kann also das Weißbuch schtoerlich viel neues bringen. Doch das ist noch immer ziemlich im Dunkeln, was Deutschland politisch mit Marokko zu tun hat. ES war eine der Ucberraschungen des französischen Gelbbuchcs, von den wiederholten feierlichen Erklärungen unserer Diplomatie zu lesen, daß Deutschland sich für die Selbständigkeit des Sultans „engagiert habe. „Scheitert die Konferenz", so soll der deutsche Botschafter in Paris gesagt haben, „so müssen Sie wissen, daß wir hinter Marokko stehen." Unzweifelhaft liegt in diesen Worten nicht ein wirtschaftliches, sondern ein politisches Programm von großer Tragweite. Man könnte aus einer derart entschiedenen Inschutznahme der Selbständigkeit Marokkos folgern, daß der Versuch ihrer gewaltsamen Antastung von französischer Seite Deutschland zu den Waffen rufen würde. Marokko mag wirtschaftlich noch so viel wert sein; die „Knochen eines pom- merschen Grenadiers" ist es ebensowenig wert, wie dies nach dem Ausspruch Bismarcks seinerzeit in der bulgarischen Frage der Fall gewesen ist Wie weit hat sich Deutschland Marokko gegenüber „engagiert", welcher Art sind die dem Sultan gegebenen Zusicherungen? die ihm den Rücken stärkten gegen die französischen Forderungen? Auf diese Fragen einige Auskunft zu erlangen, das wäre allerdings wünschenswert. Tenn, wie gesagt,'hier ist noch immer eine Lücke, die hoffentlich das deutsche Weißbuch über Marokko ergänzt. Klar ist, mit welchen Mitteln die deutsche Diplomatie es verstanden hat, die auf die Vereinsamung Deutschlands gerichteten Bestrebungen Englands und Frankreichs zu durch>- rreuzen. Tas Zustandekommen eines englisch-französischen Bündnisses hätte den Nevanchekrieg Frankreichs heraufbeschworen. 2tber Marokko als möglicher Kriegsfall, das steht auf einem anderen Blatt. Ter Gegenstand ist wahrlich nicht groß genug für eine solche Katastrophe. Mit jedem Tag, da die Marokkokonferenz näher rückt, vermehrt sich das Unbehagen, wächst die Unsicherheit der internationalen Lage. Es müßte schon ein Wunder sein, wenn bei den von allen Seiten angemeldeten Ansprüchen diese Konferenz ruhig und friedlich verlaufen sollte. Frankreich trifft ungeachtet aller Friedensversicherungen bemerkliche strategische Vorbereitungen an der deutschen Grenze, und daß auch Deutschland das Pulver trocken hält, wird nicht zu bezweifeln sein. Tie ganze Situation hat von ihrer Schärfe nicht das mindeste verloren. Aus Marseille wird telegraphiert, der Gouverneur General Marin habe sich mit mehreren Offizieren und dem früheren Marineminister Villanueva nach den Chafa- rinesinseln begeben, um die dortigen Verteidigungswerke zu prüfen und Stellungen für Batterien auszuwählen, deren Lau beschlossen worden ist. In maßgebenden deutschen Streifen Roms betrachtet man die Wahl'V iscontiVenostas zum Delegierten auf der Marokkokonserenz als f ü r T e u t s ch l a n d sicherlich vorteilhaft. Visconti sei stets ein überzeugter Anhänger des Dreibundes gewesen. Auch in Berliner leitenden Kreisen soll die Ernennung Visconti Venostas mit Befriedigung ausgenommen worden sein. Man schätzt dort diesen italienischen Staatsmann um seines ruhigen Urteils willen sehr hoch. Tas hohe Ansehen, dessen er sich sowohl in Italien als in Frankreich erfreut, kommt ihm bei Durchführung der ihm jetzt übertragenen Ausgabe wesentlich zu statten. Laut Informationen aus dem spanischen Ministerium des Aeußern wird angenommen, daß auch der spanische Botschafter in Paris Marquis del Muni zur Teilnahme an der Konferenz von Algeciras hinzugezogen werben wird, da er den französisch-spanischen Vertrag vom Oktober 1904 ausgearbeitet hat. Tie Einrichtung des Saales im Rathause von Algeciras, wo die Konserenz zusammentritt, ist beendet. Drei Tele- graphenämtcr sind eingerichtet. Ein direkter Draht verbindet Algeciras mit Paris. Tie Stadtvertretung hat mit der Ausschmückung der Stadt begonnen, um die fremden Vertreter würdig zu empfangen. Politische Tagesschau. Ter neunstündige Arbeitstag bei der Eisenbalm. Mit der (gestern gemeldeten) Herabsetzung der Arbeitszeit auf neun Stunden kommt die preußisch-hessische Eisenbahnoerwaltung der vielfach in Arbeiterkreisen verlangten Einführung de§ Achtstundentages bis auf eine Stunde entgegen. — Die Verkürzung der Arbeitszeit, oder, wie die ,Berl. Volksztg.* sich ausdrückt, die Verlängerung der Schonzeit des Arbeiters, ist unter allen Umflänbcn ein sozialer und Kulturfortschritt. Sie giebt dem Arbeiter die Möglichkeit, mit seinen Kräften für sich selbst, für seine Familie und für den Staat haushälterischer zu wirtschaften, als es ihm bei einer übermäßigen Anspannung seiner Arbeitsenergie möglich ist. Es liegt daher im Jntecesie des Staates selbst, wenn man darauf bedacht ist, die Arbeiter nicht über Gebühr anzustrengen. Die gestrige amtliche Mitteilung war ein wenig wottkarg in Bezug auf die Frage, ob nicht etwa mit dieser Herabsetzung der täglichen Arbeitszeit auf neun Stunden eine verhältnismäßige Verminderung des Lohnes verbunden ist. In diesen: Falle würde freilich die Maßregel in der gegenwärtigen Zeit der Teuerung ihren schweren Mangel haben. Wir hoffen, daß diese Befürchtung unnötig ist. Doch noch ein Wort. Die Arbeiter der Haupt- und Nebenwerkstätten haben nun den Neunstundentag. Wann werden die in den Stationen, auf den Bahnhöfen, auf den Strecken tätigen Beamten und Unterbeamten eine Verkürzung ihrer zum Teil noch übermäßig langen Arbeitszeit erleben? Aus allen Gerichtsverhandlungen über Eisenbahn Unfälle ersehen wir, wie schwer, wie verantwortungsvoll, wie anstrengend und aufreibend der Dienst der meisten dieser Angestellten ist! Und doch überschreitet dieser Dienst in den weitaus zahlreichsten Fällen die Dauer von neun Stunden täglich sehr erheblich, zum Teil sogar um drei bis sechs Stunden, ohne daß dazwischen eine ausreichende und regelmäßige Sonntagsruhe liegt. Auch muß der Dienst oft viele Schichten hintereinander in der Nacht abgeleistet werden. Wann wird diesen Tausenden und Zehntausenden von fleißigen Menschen innerhalb der Eisenbahnoerwaltung ein Neunstundentag erblühen? • gnm Rückgang des technischen Studiums, über den wir gestern kurz sprachen, schreibt man unZ heute von besonderer Seite: Es fordett die allgemeine Beachtung heraus, daß im laufenden Winterhalbjahr be- sämtlichen deutschen Hochschulen ein Rückgang des technischen Studiums festgestellt ist. Da im Zeitalter der Technik das Jntereffe für die exakten Wiffen- schaften unmöglich abgeflaut sein kann, bleibt nur übrig, eine Erklärung für diesen Vorgang in wirtschaftlichen Gründen zu suchen. Die Entlohnung der höheren Techniker ist in der Tat vielfach so unzureichend, daß diese Laufbahn nichts iveniger als verlockend erscheint. Zwei Fälle aus der Reichshauptstadt sind lehrreich. Die Direktion der städtischen Gaswerke schrieb unlängst zwei Stellen aus für Chemiker mit Hochschulbildung, die mit den besonderen Arbeiten in einer Gasanstalt vertraut fein müssen. Bedingung: diätarische Beschäftigung bei einem Monatsgehalt von 180 Mark. Die »Voss. Ztg." bemerkte dazu, daß es nicht wenig Chemiker und Ingenieure gibt, die nach beendetem Hochschulstudium froh sind, wenn sie eine Anstellung mit 15 0 Mark Monatsgehalt erlangen. Wie recht sie damit hat, beweist eine um mehrere Monate zurückliegende Verhandlung vor dem Berliner Gewerbegericht. Dort klagte ein Diplom-Ingenieur eine Gehaltsforderung ein gegen eine weltbekannte Elektrizitätsgesellschaft, von der er nach dreimonatiger unentgeltlicher Probeoienstleistung gegen ein Monatshonorar von 150 Mark beschäftigt wurde. Die Abmachung trat indeffen nicht in Kraft, denn der Diplomingenieur sollte plötzlich in eine andere Abteilung übertreten, wo man ihm 12 0 Mark Monatssalär zahlen wollte, obwohl dort das Anfangsgeha lt der Ingenieure nur 10 0 Mark betrage. Das sind doch Verhältnisse, von denen man sagen muß, daß sie ein Proletariat der Gebildeten entstehen lassen, im Vergleich zu dem der durch die soziale Gesetzgebung kräftig geschützte Arbeiterstand eine bevorzugte Stellung einnimmt. Was will es demgegenüber besagen, daß hier und da ein Höherer Techniker einen glänzend dotierten Posten bekleidet? Tie große Mehrzahl muß sich an einer Besoldung genügen lasten, die nicht entfernt einen Ersatz bietet für den Kostenaufwand und das Maß geistiger Arbeit, die der Besuch einer hohen Schule und das jahrelange Studium erfordern. Es ist zu wünschen, daß der vielgerühmte Aufschwung der Industrie auch einmal eine Wirkung zeitige auf die Besoldungsverhältnisse der höheren Techniker, denn die Leistungen der letzteren haben ein wesentliches Verdienst an diesem Aufschwung. Der Fall Pückler. R. Berlin, 5. Jan. Mit dem ^Tres.!,grafen* Pückler auf Klein-Tschirne wird sich dem Vernehmen nach das Parlament beschäftigen. Eine im vorigen Jahr von freisinniger Seite im Reichstag eingebrachte Jnterpe Nation in Sachen der Pückler'schen Aufreizung zum Klassenhaß war bekanntlich zurückgezogen worden, weil mittlerweile die Verurteilung dieses Agitators zu Gefängnisstrafe erfolgte. Man will nunmehr im preußischen Abgeordnetenhause an den neuen Justizminifter Dr. Beseler die Anfrage richten, ob auf feine Befürwortung hin die Umwandlung der Gefä ngn ißstrafe in Festungshaft verfügt worden ist. Die blutrünstigen Hetzreden des Grafen Pückler werden von allen Patteien mißbilligt, auch von den Antisemiten, was der reformparteiliche Abg. Bruhn, selbst ein Mann der derben Tonart, gelegentlich konstatierte. Der Fall Pückler wird wohl auch im Reichstag bei Beratung des Etats der Reichs- justizverwaltung zur Sprache gebracht werden. Hoffentlich ist Dr. Beseler weniger abgeneigt, dem Reichsparlament Rede und Antwott zu stehen, als sein Amtsoorgänger. Der Fall Pückler hat eine grundsätzliche Seite, die das ganze deutsche Volk angeht. König Eduard kommt nach Deutschland? Aus einer Londoner Quelle, die sich bisher in Sachen der? angebahnten englisch-deutschen Entente zuverlässig erwiesen hat,erfährt einer unserer Berliner Korrespondenten, daß man in dortigen Hofkreisen einen baldigen Besuch König! Eduards VII. in Deutschland für sehr wahrscheinlich hält. Ter Besuch soll bei einer besonderen Gelegenheit int nächsten Sommer stattfinden und ein Zusammen«, treffen des Königs mit unserem Kaiser unter Umständen ermöglichen, die für die guten Beziehung gen zwischen England und Deutschland von ein«i schneidender Bedeutung sein dürften. Es ist bezeichnend für die Aenderung der Stimmung in, England, daß gerade m der Umgebung des Königs ein solcher Gedanke jetzt ernsthaft besprochen wird. Aus Stadt m:d Land. Gießen, den 6. Januar 1906. ** T as Museum des Ob er h essisch en Ge- s ch i ch t s v e r e i n s ist am Sonntag, den 7. d. M., nachmittags 2—4 Uhr geöffnet Tie Besichtigung an diesem- Tage vormittags fallt aus. ** Römische und gern anische Siedelungen bei Gießen. Bei Gelegenheit der Meliorationsarbeiten in der Gemarkung Hungen fließen die Arbeiter in der Tiefe von etwa einem Meter auf Mauerreste. Eine Besichtigung an Ort und Stelle durch den Bezirksdenkmal-, pfleger Hauptmann a. D. Kramer ergab, daß man es mit römischen Gebäuderesten zu tim hatte. Tie Erde war durchsetzt mit Scherben von den verschiedensten röntk scheu Gefäßen, darunter Oberteile von sehr starkwandigen Ampboren, von Faltenbechern und Schalen. Die Fundstelle liegt südöstlich von dem 1884 durch Hofrat Kofler aufge* deckten Kastell Langsdorf. Auch im Süden von Gießen, westlich von Lang-Göns, wurde int Monat November eine germanische Siedelung aus der spät La ESnen Zeit etwa 200 v. Ehr. festgestellt. Zahlreiche Gefäßscherben, sowie Skelett-Teile wurden dem Boden entnommen. *• Die GüterabfertigungSstelle zu Großen- Linden ist an daS Bezirksfernsprechnetz angeschloffen worden. — Lang-GönS, 5. Jan. Am 4. d. Mts. hielt die hiesige, 81 Mitglieder zählende Ortsgruppe be5 deutschen Flottenvereins ihre jährliche Generalversammlung ab. Die beträchtliche Zahl der Mitglieder beweist, daß das Jntereffe für unsere Flotte in der Gemeinde recht rege zu nennen ist. Der hier in Urlaub weilende Oberarzt der Marine Dr. Mann hatte sich in dankenswerter Weise bereit erklärt, die Versammlung über die Zusammensetzung der deutschen Kriegsmarine zu unterrichten. Reicher Beifall lohnte den Redner, deffen Ausführungen den Anwesenden ein klares Bild über den Bau und die Aufgaben der einzelnen Schiffsarten boten. Die Versammlung wurde mit einem Hoch auf die beiden Schirmherren, den Kaiser und den Großherzog, geschloffen. /\ Friedberg, 5. Jan. Heute nachmittag 2 Uhr erschoß sich der Schornsteinfeger Ernst Walther von hier auf dem Weg zum nördlichen Burgeingang in Gegenwart mehrerer entsetzter Spaziergänger. Er wurde, da er noch Lebenszeichen von sich gab, von der sofort erschienenen polizeilichen Rettungsstation in das Hospital verbracht, starb aber auf dem Transport. W. hinterläßt eine Frau und drei kleine Kinder. Das Motiv ist in zerrütteten Familienoerhältniffeo zu suchen. tc. Frankfurt a. M., 5. Jan. Flüchtig gegangen ist der Buchhalter Graf, der einem Geschäft in der Savigny- straße seit November 1904 5000 Mk. unterschlagen hat. — Im Baugewerbe kriselt«. Außer der verkrachten Firma Philipp Welter sind noch folgende Bauflrmen in Zahlungsnöten geraten: Joseph Fischer, Peter Franz Stöffel, Joh. Kitzinger sen. und Albett von Hagen. Die drei erst- genannten haben Konkurs angemeldet. * Kleine Mil' il sinnen aus 5' essen und den N a cb b a r ft a a t e n. Von den größeren Städten des Reichspostgebietes marscbrert Frankfurt a. M. in der Eumahme und der Stückzahl der P o st» S e n d u n g e n bei Berechnung auf den Kopf der Einmobner fast durchweg an erster Stelle und wird nur im Briefoerkebr von Berlin überflügelt. Es verdient auch besonders bemerkt zu werden, daß selbst Leipzig mit seinem riesigen Bücher* paketverkehrhi nter Frankfurt zurücksteht. ^rotestversammlunl; g.gen die Habaksteuer- crhöhung. Frankfurt, 5. Jan. Die Abteilung III. des Deutschen Tabakverein 8 hielt gestern abend im TaunuSrestaurant unter dem Vorsitz von Kommerzienrat Georgi aus Gießen eine von Interessenten aus Hessen und Hessen - Nassall stark besuchte Versammlung ab. Von Neichstagsabgeordneten waren erschienen: Dr. Becker-Offenbach, Dr. Lukas-Hanau u. Heiligen- I Mbntaw- höher. Besonders senkircden, fr Dividendenträger. Märkte. ^diezuversichtliche H o f f- ine verfassungsmäßige Versammlung in Berlin SS2/t (Eisfalt IM chlesiscken Laura, Donnersmark Scliiffabrtsw-ertc waren ebenfalls m grter wamfrage unb man beoback'iet für Paketfahrt und Lloyd gute Hamburger Zu einer Zlasche Zett gehört der obige Zettkühler. Man kann sich ohne (Eis nun einmal keinen richtigen Zett vorstellen. Leider wird dabei vielfach übertrieben. Abgesehen davon, datz eine nicht zu kalte Temperatur dem menschlichen Organismus viel zuträglicher ist, möchten wir speziell vom Ztandpuntte des Geschmackes aus zu einer gemäßigten Temperatur raten, weil hierbei die Blume und der Charakter eines Zeltes erst richtig zur Geltung kommt. Daher ist auch eine genauere Prüfung verschiedener Zektmarken nur bei einer kühlen, n i ch t k a l t e n Temperatur möglich, wenn Sie unseren Rat befolgen, werden Sie auch zu dem Urteil kommen, datz den Vorzug in jeder Beziehung „ttupser- berg Gold" verdient. Diese Marke steht in Qualität, Geschmack und Bekömmlichkeit unübertroffen da. ZeMellerei Rupserberg, Mainz. Kk!!»Ml l sWliWWS C. H. StiicMh Marbnrgerstr. 27. Bringe zur bevorstehenden Saison mein Geschäft höflichst in Eriunerang, Uebernahme von Umzügen jeder Art per Achse und Bahn ohne Umladung-, Verpackung von Glas und Porzellan. Streng reelle und prompteste Bedienung, Ausführung der Auf träge unter voller Garantie u. Versicherung. irtrtb Hüttenwerte durchweg teträtfafu^ ; ermähnens wert sind von westdeutschen Gel- Harpen, Mühlheim, Nord st er n , von Eingesandt. Mr den Inhalt der unter Meier Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redakti"n bm Publikum geg>-nüber keinerlei Verantwortung.! Fühlt sich die Stadt nicht bei dem Gedanken beschämt, von dem Gießener Braunsteinbergwerk und seinen Beamten jährlich ca. 12 000 Mk. Stenern zu erhalten, ohne dafür einen an- ständiaen F n ß v f a d aut der Leihgesterner Straße, von Beginn der Wilhelmstraße bis zu der Grenze, wo bte Sorge der Kielsstraße dem Kresie obliegt, herznstetlen? Erstaunt 'ragt der Wanderer, wenn er an dieser Stelle steht, warum tft hier dcrFnßpwd mit Kohlenasche neu bestrent worden k Er weiß nicht, daß bte Stadt die Kreisstraße von Gießen bis zu dieser Grenze übernommen hat. Kopsschüttelnd fragt er sich jedoch, warum wird den Kindern der Beamten des Bergwerks, die zur Schule müssen, und den Arbeitern, die abends in der Dunkelheit von der wirbelt ermüdet zurückkehren, noch nicht ein anständiger Jußp'ad für die 12 000 Mk. Steuern bergerichtet, wenn sie sonst ans- die Beletichtunq unb Reinigung der Straße und die sonstigen Annehmlichkeiten städtischer Stenerzahler noch verzichten müssen^ sollen Kaffee und Tee meiden. Sie sollen auch nicht reinen Kakao trinken, sondern nur den wirklich nährenden Perdynamin-Kakao Buchse 2.50 Mk. in den Apotkeken« KirÄlicke N a ch r i ch 1 en. Katholische Gemeinde. Samstag, den 6. Januar 1906. Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr Gelegenheit zur heil. Beicht. Sonntag, den 7. Januar 1906. Erscheinung des Herrn. Vormittags von 6'/, Uhr an: Gelegenheit zur heil. Beicht. r um 7 Uhr: Die erste heil. Messe, vor und in bev-t selben Austeilung der heil. Kommunion^ , um 8 Uhr: Tie_ zweite heilige Messe. „ um 91/, Ubr: Hochamt. Nachmittags um 57, Uhr: Fest°Andacht mit Segen. Börsen-Wocheubericht von Baruch Strauß, Bankgeschäft. Im Hinblick auf den im Frühjahr in Kraft tretenben neuen Zolltarif und in Erwartung neuer Steuern wurden und werden andauernd enorme Mengen ausländischer Eneugrnsse in Deutschland eingeführt; diese Transaktion könnte die interessierten Kreise eines Tages bitter enttäuschen und eine recht nachteilige Wirkung auf unseren gesamten Handel und unsere Industrie ausüben. Die letztere ist überaus stark beschäftigt, die Berichte aus dem Kohlen- und Eisengebiet lauten glänzend und man sieht nut größter Zuversicht in die Zukunft. Aufträge kommen in Hülle und Frille vom Ausland wie vom Inland und speziell der Ausbau unserer Flotte wie des Eisenbahnnetzes bietet eine Hdfcrc Arbeitsreserve. Es bleibt also nur zu wünschen, daß die Verwaltungen der Gesellschaften in diesen glänzenden Zeiten auch die spätere Möglichkeit schlechterer nickst außer Acht lassen und in der Vergrößerung der Betriebe hausl)älterisch Maß Huluu. Wie zu erwarten war, erleichterte sich der Geldmarkt zum Jahresanfang und wird wohl bald wieder in normalen Bahnen sein, was einer günstigen Strömung an der Börse nur förderlich sein wird. Banken liegen sehr fest im Ciilklang mit der Gesamttenden/ und in der Erkenntnis, daß sie gute Resultate erzielt haben und neue Gesckjäfte in Aussicht stehen. Aniversttäts-TIackrichten. — Von sämtlichen deutschen Universitäten liegen nunmehr die näheren Angaben über die Besuchszahlen des lausenden Winterhalbjahres vor. Danach sind gegenwärtig 42 390 Studierende immatrikuliert, gegen 41 928 im Sommer und 39 816 im verflossenen Winter; gegen den Sommer also eine Zunahme von 462, gegen den vorigen Winter eme solche von 2674, eine Zunahme, die noch stärker ist, als sie für bte letzten Jahre schon festzusleUen war. Vor zehn Jahren, im Winterhalbjahr 1895,96, zählte man 29117 Studierende, vor zwanzig Jahren, im Winter 1885 86, waren es 27 245, und vor dreißig Jahren, im Winter 1875/76, wurden 16 694 Studierende gezählt; in diesen dreißig Jahren hat sich also die Zahl der deutschen Studenten mehr als verdoppelt, sie ist seitdem um 25 696 gleich 154 Prozent des damaligen Bestandes gestiegen! Vergleicht man den jetzigen Stand mit dem vor dreißig Jahren, so ergebt sich die stärkste Ztlnahme, auf fast das Siebenfache, bei Freiburg: München und Bonn siiid auf mehr als das Vierfache gestiegen; Berliii und Rostock auf das Vierfache; Kiel und Müller aus mehr als das Dreifache; Gießen, Mar- burg und Heidelberg haben sich verdreifacht; Halle, Straßburg, Jena und Erlanqeii' sind auf das Zweiundeinhalbsache gestiegen; Tübingen hat sich fast verdoppelt; Leipzig, Breslau, Göttingen, Würzburg, Königsberg und Greifswald weisen das Anderlhalbwche ihres früheren Bestandes aus. Kunst und 29i ensltzaft Rom, 5. Jan. Der preußische Gesandte am Vaiikan, Freiherr von Rothenbab n, überreichte gestern im Auftrage Kaiser Wilhelms dem Papste den Schlußband de? ans Reichsmitteln herausaegebenen Werkes Ü b e r d ie Sixtinische Kapelle. Nachdem der Gesandte dem Pav't das Werk als Geschenk des Kaisers überreicht batte, dankte der Papst in warmen Worten. Hierauf hielt der Referent des sixtinischen Werkes des Reichsamts des Innern, Geh. Sberregierimgsrat Dr. Kaufmann eine italienische Ansprache, worin er das Entgegenkommen der Päpste gegenüber der deutschen Wisienschast heroorbob und die Bedeutung der Herausgabe des sixtinischen Werkes betonte. Der Papst dankte dem Redner durch rotebexholten Händedruck und betonte u. a., daß der Vatikan ein Haus Aller sei, das den Forschern der ganzen Welt offen stehe. Der Papst ließ sich alsdann von dem Verfasser des Wertes, Dr. Steinmann, das Werk im Einzelnen oorlepen und erklären, worauf er häufig seiner Befriedigung Aus- brucfjia^ gnfc(üer(Qge 81t Leipzig erschien das vieraktiqe Lustspiel „Eine 9t a ch t in Florenz" von Paul Ern st. Das Stück beriiht auf einer Novelle eines unbekannten Florentiner Novellisten des Quattrocento ober beginnenden Cinquecento „Ippolito und Lionora", welche auch in den „altitalienischen Novellen" des Dichters übersetzt ist. — Frankfurter Qper. Die andauernde Erkrankung deS Herrn Hensel macht eine Umlegung in der Reihenfolge ber Mozart-Aufführnngen notwendig, sodaß der Zyklus nicht, wie beabsichtigt, in chronologischer Folge vor sich gehen wird. Ter Beginn der An führnngen am 10. Jannar bildet nunmehr anstatt ..Jdomeiieus", „Fiaaros Hochreit". Vermiidyte»« * Zu der Erdbeben-Katastrophe in Nicara- jgua (vgl. unsere gestrigen Telegramme) wird noch gemeldet.: Man befürchtet, da»; auch die Stadt Granada vernichtet worden ist. Das Unglück erfolgte mit fürchterlicher Plötzlichkeit. Ter Vulkan Momotomba spie auf einmal Flammen und Lava aus seinem Krater und ein heftiges Erdbeben erschütterte das Land in einer Umgebung von 18 Km. Tie Einwohner der Gegend in unmittelbarer Nähe des Vulkans flüchteten in wilder Verzweiflung. Ihr Bemühen, das nackte Leben zu retten,, war vergebens. Ter kochende Lavastrom verfolgte sie mit unheimlicher Schnelligkeit. Bald hatte er die fliehende Bevölkerung überholt und ihnen unter unbeschreiblichen Qualen den Tod gebracht. Bisher hat man den ganzen Umfang der Katastrophe noch nicht feststellen können, doch schätzt man die ums Leben ?,ekom menen auf viele Tausende. Es war zweifele os ein Unglück, daß man zu den größten Katastrophen der Weltgeschichte rechnen muß. * Ein Greisenduell? Ter frühere Präsident des spanischen Unterhauses Marquis Vega Armijo, ein Mann von 82 Jahren, forderte den bisherigen •rtssn. -sW«*8Säa& | ?teoooV«rrn,tflSuBTorben. M-. Ihm in auch ,-m «urfir.hT« nerf chrounbtn. — Aul Slnrenimq ber Ratferm roirb bie rin.” Ärtiflen Mustrr-Jnst iu.rS Iür (rrricbtung » Westend bei Charlottenburg _ e,n Prt [ c „ § b u r p beging in einem Ho«el ein P i e b e §- J a ö r 6 e I b ft m o r b. Die Leichen wurden als bie bc5 18 jährigen Volontärs Eduard Klemm aus fiiel, der bisher das .dortige Gnmnasii.m besuchte unb bes 23 jährigen Mabchens Marte (ober Wartha) Audreser atts Hamburg gebürtig, lestgestellt. — In q ch Jau stürzte das Hintergebäude eines am Markt gelegenen Hauses ein, in welchem 26 junge Mädchen beschäftigt sind; wahrend der größere Teil mit leichten Verletzungen und dem Schrecken davon kam, wurden fünf bts sechs Mädchen erheblicher verletzt. — Bet einem Hauseinsturz in dem italienischen Dorfe Genzago sind 14 Personen verunglückt. Der Einsturz erfolgte durch einen Erdrutsch — V ährend eines furchtbare» Hagel sturmes nn S ch w a rzen fOlecr sind mehrere Segelschiffe und ein holländischer Dampfer sainmt Besatzung verunglückt. — Einem Telegramm aus H u n t i n g t u n in Westindien zufolge sind 23 Arbeiter wahrend einer großen Expl os t n bei Bluesield getötet worden. n5bt.®ie6m. ®bcnfo roarm bit 3a6(enmatmoI6 nach, bah d>- Tabaktt-u.r d deutsche Tabakiubustrie mit 60 M'llwnen Mk ahrdch d fallen werbe. Eine selbstverständlich- F°lg° dieser Meh de lolluna werde eine Verteuerung van Tabak und Eigneren sein sodah auch der weite Kreis der Konsumenten von der Kteüer betroffen werde. Durch diese Verteuerung werd- sich naturgemäß duch der Konsum an Tabak und Cigarren.ver. mindern, sodaß manche Rabnten ihre Punktion emschranken unb eoent. Arbeiterentlaffungen vornehmen mußten. An die mit vielem Beifall aufgenommenen feff Darlegungen des Referenten schloß sich eine kurze D i s - lkus ion in ber Stern aus Frankfurt eme energischere . Vertretung ber Cigarettenindustrie durch den Tabakoerem ^'"Demgegenüber stellte SyndikatuS Schioßmacher fest, daß -er Passus, ber bie Cigaretteninbustrie betrifft, nach ein gehender Besprechung mit vier Fabrikanten ausgenommen roUrb®ie Resolution würbe in ihrer ursprünglichen Form einstimmig angenommen; sie lautet. ®rt Entwurf eines Gesetzes wegen Acuderung des Tabaksteuer- aefet?s bÄ Ä TaLkbau auf die Dauer keinen &n bringen, weil geeigneter Boden für d^r Anbaues nickst vorstindeu ist, dieser also nur aus Kosten ocr in"dem^G^etzentivurs vorgese^eErhähung deS Zoll- scbutzes unb die darin vorgeschlagene Mehrbelastung des Tabak:.' .würde aber die Herstellung von Tabaffabrikaten,, über dem Werte einer deutschen Tabakernte iw öehniahngen Turchschnittsbetrage von 17y4 MMionen OTarf .runb 400 Millionen Mark Werte erzeugt,-.em^bllch'^'gsw Die für die Rauch-, Kau- und SckMupftabasiabrikatimi vorgesehene Mehrabgabe würde, wenn sie auch geringer als dio- wnige für bie Zigarren- und Zigaretten-Jndustrie bemessen ist. namentlich für die seit der Steuererhöhimg von 1879 stark zurück- geganaene Rauchtabak- und Schnupftabakfabrikation eine geradezu ruinöse Wirkung haben. Die Erhöhung der Spannung zlw.sckwv der Steuer auf inländis-en und dem Zoll auf auslandisci)cn Tabak würde für die Zigarren-Jndnstrie große Derschi^ungen in der Fabrikation von Nord- und Mitteldeutsck)lland nach Süd- deutschland und die borge)ebene Mehrbelaftung einen sckMeren Rückschlag für dieselbe mit sich bringen. Da das deutsche Volk, welches zugleich noch rund 2st0 Mill Mark andere Mehrabgaben nufbringen soll, aus lange Zeit hinaus trieft in der Lage sein nzürbe, die sich auf mehr als 50 Mill. Mark beziffernden Mehrausgaben fürseinen ^abakgenuß ous- geben zu können, so würden ein erhcolicftr Ruckaang deS Tabak- Verbrauches, wie er nachgewiesenermaßen auch infolge der Steuer- erhöhung von 1879 eingetreten ist, und entsprechende Arbefter- eMlassungen unausbleiblich sein. Auch der zahlreick>c wirtsckwst- lich selbständige Existenzen ernährende Handel mit ^abaffabrikaten und die HilfSgewerbe der bevtfc(rcn Tabak-Jndustrie würden in entsprechendem Maße in Mitleidenschaft gezogen werden. Da die von den Verbündelcn Regierungen beim Rcichvlag in Antrag gebrachte Aen derung d e S Tabaksteuer- gesetzes somit in wirtschaftlicher und sozialer Hinsicht ungemein schädlichwirken würde, so hegen wir zum h o h e n R e i ch s t a g e ^d i e z u v e r s i ch t l i che H o f f- nung, daß er der Vorlage seine verfasiungsmaßige Zustimmung versagen werde. . Auch hinsichtlich des vvm Bundesräte vvrgelegten Zigarette n st e u e r ae se tze s, welches über den angezeigt erscheinenden steuerlichen Ausgleich zwischen ber Zigarette und den übrigen ,Tabakfabrikaten hinausgehend die Zigaretten-Jndustrie zu sckMer belasten, sowie in ihrer Entwickelung überdies durch technische Erschwernisse hemmen würde, wird dringend Ablehnung churck den hoben Reichstag gewünscht Morgen wird von der Abteilung III bc5 Deutschen Tabakoereins auch in Köln eine Versammlung abgchalten werden und einige Tage später von gesamtem Verein eine Gießen 6. Jan. Marktbericht. Auf heutigem WochenmaE osteten: Butter' vr. Vfd. 0.90—1.00 Mk., Hühnereier 1 St. 8—10 Vfq. 2 Stck. 00—00 Vfg., Gä'nfeeier 00—00 Big., Enteneier 0—0 Pfg., Kafe or. Stck. 6—8 Pf., Käsematte 2 Stck. 5—6 Pfg. Erbfen vr.Liter 21Pfg., Linienvr. Liter 32 Pfg., Taubenvr.Paar0,80-1,00Mk., Hühner pr.tot. 100—1 60 Alk., Hähne pr. Stück 0,80—1,80 A!k., Enten pr. Stuck l'80—o'20 Alk., Gänse vr. Pfd. 60—75 Pfg., Ccbfenfleiich vr. Pfd. 74—82 Pfg., Kuh- und Rindsieifch pr. Pfund 70—72 Pfg., Schweinefleisch pr. Pfund 80—86 Pfg., Scknveinesteisch, gesalzen, pr. Pfund 90 Pfg., Kalbfleisch pr. Pfd. 70—80 Pfg., Hammelfleisch vr. Pfinid 60—76 Pfg. Welfche per Pfund — — Kartoffeln vr. 100 Kg. 5 50—0 00 Mk., Zwiebeln pr. Ztr. 6,00—8,00 Mk., Milch per Liter 20 Pfg.', 9(ei)tef per Pfund 18 bis 30 Pfg., in Körben 00 Pfg., Nüffe 100 Stück 30-40 Pfg., Birnen per Pfd. Mk. 0.15—0.20, Weißkraut per Stück 10—30 Pfg., per Zentner Mk. 2.00-3.00. — Marktzeit 8—2 Uhr. • kc. Frankfurt a. M., 5. Jan. Heu- und Strohmarkt. Man notierte: Heu Mk. 3.60 bis Alk. 3.70, Stro^ Mk. 2.70—3.00. Alles per 50 Kilo. Tenden;: fest. und Bremer Käufer. . . m . Renten. Unter diesen stand.n besonders Russen int Bordergn'nd und avancierten ansehnlich in der Vorausfetzung, daß die Revolution niedergeworfen sei. , Für die übrigen Anleihen, speziell untere St an dar t- Werte dürste die Verbillig''ng des Geldes von Vorteil seini und den Kurs denselben erhöhen. • Oesterreichisch - ungar. 11 che Tr a n sp 0 r l wer t e waren gedruckt durch die neuerliche Verschärfung der ungarischen Situation. , r m m___ Südamerikaner m bestem Begehr, speziell Veue^ zuela, Pern und Cedulas P. Südafrikaner Goldminen gesckxiftÄos, doch beobachtet man in letzter Zeit in Paris und London Käufe guter, Herr Phil. Christ. Heller II Grossh. Bürgermeister! Um stilles Beileid bitten Lieh, den 6. Januar 1906. D7. Die Beerdigung findet Montag, den 8. d. Mts., nachmittags 3 Uhr in Lieh statt W x WWW M Die tieftranernden Familien Heller. Vogt. Zimmer. Heute morgen 72^ Uhr verschied nach kurzem, schwerem, mit grösster Geduld ertragenem Leiden unser innigstgeliebter Vater, Schwiegervater, Grossvater, Bruder, Schwager und Onkel Die Beerdigung findet Sonntag, den 7. d. Mts. vom Portale des neuen Friedhofes aus statt. Familie AloyH Spengler. Gießen (Mcestraße 20), den 6. Januar 1906 Todes-Anzeige. Heute mittag wurde uns unser herziges Söhnchen MoBf durch Tod entrissen, was wir Verwandten, Freunden und Bekannten mit der Bitte um stille Teilnahme mitteilen. K W K MT MkiWrr Arbeitsschweis Giches. Gartenstraße Nr. 2, Zimmer Nr. 2. Es können eingestellt werden: 1 Kunstschlosser, 1 Spengli- Deutschland tn Den duich StDüocr re. iltchen Drogcr en Ävaipereii ec. wo nichr erhäUlich Versand ab Fabrik 199 In Gießen bei Adolf Bieler, Markt 6. Neujahrswunsch! Dass ich es sage Kurz und gut: v"/. 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