156. Jahrgang Erstes Blatt Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen me vor- t. politifcbe Lagesdcbarr. Tie Londoner politische Weihnachtssensation ist, tote uns aus der engl. Hauptstadt geschrieben wird, die angebliche Kandidatur des Prinzen Arthur von Eon - naught für den serbischen Dhron. Zwar spukt solche Zukunftsmusik vorläufig nur in den Köpfen unzufriedener und in London epilierter Serben, verdient aber immerhin schon deshalb einige Beachtung, weil man auch in ernsthaften englischen Kreisen dem Gedanken nicht ganz abweisend gegenüber steht. König Eduard selbst soll den Plan als unter gewissen Samstag 29. Dezember 1906 Vezng-pr««», o monatlich 75 ty., vierteljährlich Dik. 2.20; durch Abhole» u. ^iveigfteden monatlich 6b Ps.; durch die Post 2)ik. 2.— otcrtel- jährl. au6fd)L Bestellg. Annahme von Anzeige» für die Tage4nuiiune» bis vormittags 10 Uhr. ZeilenpreiS: lokal 12 auSwärtS 20 Pig. Verantwortlich tüt den poltL und eiligem. Leit: P. Witiko, tüt »Stadt und Üan6* und .lAerichtßsaal'i Ernst Heb. htt den Anzeigenteil: fron8 Pei Nr. 305 Erscheint täglich Ouhet SonntaqS. Kem Gießener )lnzeiger werden im Wechsel mit dem hessischen Landwirt die Siebener Familien» blätter viermal m der Woche beiqelegL Rotationsdruck tu Verla« der Brühl 'lchen Unwers.-Buch-u. Stein- bmderet. flt Lange. Redaktion, Grnföman und ^Tur/rret: Gchntstratze 7. Redaktion e=$@ 118 Verlag u.Eroed.^ÄSbl Adresse für Tevet eben: Anzeiger Wicken. uns geschrieben: Die Sozialdemokraten haben mit einer lebhaften Wahlagitation begonnen und in zahlreichen Orten Wahlaufrufe und Flugblätter verteilt. Am Samstag und Sonntag finden Wahlversammlungen statt, in denen der Reichstagskandidat Schreinermeister Bu'sold und Frankfurter Sozialisten sprechen werden. Zwischen den Freisinnigen und Nati onalliberalen ist bisher keine Verständigung zustande gekommen. In Friedberg und Bad-Nauheim verlautet von einer Kandidatur Dr. Strecker, der die Naumcmnsche Richtung vertritt. Dr. Strecker ist durch die Volksbildungsbestrebungen über die Wetterau hinaus bekannt geworden. Sollte der Freisinn auf eine eigene Kandidatur verzichten, so kommen nur Graf Orio la und Busold in Betracht. ' , Von anderer Seite wird uns folgendes aus Fr red- berg geschrieben: Nachdem das Landeskomitee der hessischen Zentrumspartei den Beschluß gefaßt hat, unter feinen Umständen die Kandidatur eines Nationalliberalen zu unterstützen, find die ohnehin schon gefährdeten Aussichten be3 Grafen Oriola noch tiefer gesunken. Es ist nicht ausgeschlossen, daß eine B a n e r n - Kandidatur, etwa die des Landtagsabg. und zweiten Präsidenten der Landwirtschaftskammer B ä h r - Herrnhag AuA- sicht auf größeren Erfolg hätte. Aus dem Wahlkreis Bensheim ging uns folgende $ ^ie^ Aussichten des bisherigen nattonalliberalen Vertreters Haas, die ohnehin durch Rippel von der Wirtschi. Vereinigung sehr gefährdet sind, werden durch die Gegnerschaft des Zentrums auf ein Minimum reduziert, da Haas sein Mandat bisher nur mit der Unterstützung des Zentrums behaupten konnte. Ob er unter diesen Umständen eine Wiederkandidatur annehmen wird, scheint fraglich. Tie wirtschaftliche Vereinigung hat mit ihrem Kandidaten Rippel die Agitation mit aller Macht ausgenommen. Der Kandidat wird bis zum Tage der Wahl im Wahlkreise täglich Versammlungen abh.rlten. Ta er von der Wirtschaftl. Vereinigung und anderen polit. Gruppen durch rednerische Kräfte unterstützt wird, scheint es zu einem sehr lebhaften Kampf zu kommen." Tas von der Deutschen (nati.) Partei vorgeschlagene Zusammengehen der Teutschen Partei, der Demokraten, des Bauernbundes und der Konservativen bei den Reichstagswablen in Württemberg ist gescheitert. Tie offizielle Aufstellung Roerens als Kandidat für Sa arlouis-M erzig seitens der Zentrumspartei ist erfolgt. montanisrnus waren. Durch Geistesfreiheit ist Deutschland zu volitischer und kultureller Größe emporgestiegen und nur durch Geistesfreiheit wird Deutschland auf der eingenommenen Höhe sich erhalten. Unsere staatliche Souveränität muß vor feder fremden Einmischung geschützt fein, und mit aller Energie wenden wir uns deshalb gegen eine auswärtige Macht, die, wie ihr Abgesandter, der Kardinal Vmnutelli, noch jüngst auf dem Essener Katholikentage erklärte, sich das Recht anmatzt, in politische, soziale und bürgerliche Verhältnisse, soweit sie mit Religion zusammen- hängen, autoritativ einzugreifen. Heute schon haben diese Be- sttebungen, wie jüngst durch die Kvlonialdebatte im Reichstags bewiesen ist, zu dem für unser deutsches Volk tief beschämeirdenj Zustande geführt, daß eine ultramontane Nebenregierung besteht, die sogar der Rechtsprechung in den Arm zu fallen wagt. Die Wähler haben es in der eigenen Hand, an der Wahlurne die Zenttnmsherrschaft zu brechen. Mancher dieser Sähe nimmt sich eigenartig au8 in einem Blatt, das so oft die Weisheit und Staatskunst deS Zen-, trums gepriesen hat, aber bisher ist noch von keiner einzigen autoritativen Persönlichkeit ausgesprochen worden, daß die Regierung mit dem Zentrum gebrochen hat. Die Konservativem und der „Bund der Landwirte" halten, mit vereinzelten Ausnahmen, der agrarischen Interessen wegen am Zentrum fest, und so ist dafür gesorgt^ daß das Zentrum seine ausschlaggebende Stellung auch im neuen Reichstag behalten wird. Das Landeskomitee der Hess. Zentrumspartei hielt am 27. d. M. in Mainz nach dem „M. I." eine aus allen Teilen des Landes zahlreich besuchte Versammlung ab, in welcher nach einem Referat deS Justizrats Dr. Schmitt zu den Reichstagswahlen Stellung genommen wurde. Die fünfstündigen Erörterungen führten zu dem Ergebnis, daß die Versammlung sowohl in bezug auf die Auffassung der Sachlage, als auch in bezug auf die Stellungnahme gegenüber den anderen Parteien völlige Einmütigkeit bekundete. Das Landeskomitee war namentlich darin einig, daß neben der Aufrechterhaltung der grundsätzlichen Gegnerschaft gegenüber der Sozialdemokratie diesmal vor allem der Kampf ß ei gen die Nationalliberalen für die Zentrumspartei im Interesse der Verhinderung einer Blockmehrhcit auf das Tringendste geboten ist. Für die Mehrzahl der Wahlkreise wurde das taktische Vorgehen vereinbart, während für einige Wahlkreise Verhandlungen des Landesausschusses mit den Wahlkomitees zwecks endgültiger SteNungnah behalten bleiben. Der Sitzuna des Landeskomitces gingen mehrstündige Beratungen des Landesausschusses voraus. Die hessische Zentrumspartei wird, so schreibt das Mainzer Zentrumsorgan, im Verein mit den Gesinnungsgenossen im Reiche alles ausbieten, um die einflußreiche parlamentarische Stellung des Zentrums im kommenden Reichstage aufrecht zu erhalten. Aus dem Wahlkreis Friedberg-Büdingen wird er sich dieser gegenüber für die Ersahpflicht des Bewerbers als Selbstschuldner verbürge. Tie Unterschrift des gesetzlichen Vertreters und des Tritten, sowie die Fähigkeit des Bewerbers, des gesetzlichen Vertreters oder des Tritten zur Bestreitung' der Kosten ist obrigkeitlich zu bescheinigen. Uebernimmt der gesetzliche Vertreter oder der Tritte die in vorstehendem Absätze bezeichneten Verbind- lichkeiten, so bedarf feine Erklärung, sofern er nicht schon kraft des Gesetzes zur Gewährung des Unter- Halts verpflichtet ist, der gerichtlichen oder notariellen Beurkundung. c. Ein Unbesch oltenhettszeugnis, welches von der Polizei-Obrigkeit ober der vorgesetzten Dienstbehörde auszustellen ist. d. Ein selbstgeschriebener Lebenslauf. 5. In dem Gesuche ist ferner anzugeben: a. In welchen zwei fremden Sprachen (wahlweise von Französisch, Englisch, Lateinisch und Grie- chisch, und an Stelle des Englischen Russisch) der sich Meldende geprüft sein will. b. Ob, wie oft und wo der sich Meldende sich der Prüfung vor einer Prüfungs-Kommission bereits unter- zogen hat. 6. Ist bereits früher ein Gesuch um Zulassung zur Prüf- ung eingereicht worden, so bleibt dem erneuten Gesuche nur ein UnbescholtenheitSzeug- nis beizulegen. 7. Es ist nur zweimalige Teilnahme an der Prüfung gestattet, eine dritte Zulassung könnte ausnahmsweise von der Ersatzbehörde 3. Instanz genehmigt werden. Im weiteren weisen wir darauf hin, daß G e s u ch e u m Zulassung zu einer späteren, als derim Frühjahr des 1. MilitärpslichtfahreS — d. i. des Jahres, in welchem das 20. Lebensjahr vollendet wird — stattfindenden Prüfung, der Genehmigung der Ersatzbehörde 3. Instanz bedürfen und bei den Ersatz-Kommissionen des Aufenthaltsortes, nicht bei uns, einzureichen sind, welche die Gesuche der Ersatzbehörde 3. Instanz vorlegen werden. Ta die Erledigung derartiger Gesuche eine längere Zeit beansprucht, so empfiehlt sich im Interesse der Nachsuchenden, mit Einreichung derselben nicht bis zum äußersten Termin zu warten, sondern dieselben alsbald anhängig zu machen, andernfalls unter Umständen eine Zulassung zur rubr. Prüfung nicht mehr möglich ist. lieber die Anforderungen, welche an die zu Prüfenden gestellt werden, gibt die Prüfungs-Ordnung (Anl. 2 zur Wehr-Ordnung vom 22. November 1888 — Reg.-Bl. Nr. 68 von 1901) Aufschluß. Bezüglich les P r ü f un g Ster m i n s, sowie des Lokals, in welchem die Prüfung stattfindet, erfolgt weitere Bekanntmachung oder es ergeht besondere Labung zur Prüfung. Darmstadt, den 14. Dezember 1906. Großherzogliche Prüfungs-Kommission für einjährig Freiwillige. Ter Vorsitzende: v o n S t a r ck, Regierungsrat. Aor den Keicksickstswahten« Man schreibt uns aus Berlin: Es versteht sich von selbst, daß die Regierung eine ruhige Zuversicht bekundet. Der preußische Kultusminister v. Studt liebt es, in seinen Parlamentsreden den Satz anzubringen: „Im übrigen blicke ich voll Vertrauen in die Zukunft". Dem Sinne nach ähnlich äußern sich allenthalben die Herren von der Regierung auf die Frage nach dem mutmaßlichen Ausfall der Wahlen.. Die Regierung muß die starke Hoff- nung als Banner vorantragen, daß Zentrum, Sozialdemokratie und Polen erhebliche Verluste erleiden. Ob und wieweit sie davon überzeugt ist, daß es so geschehen werde, das steht auf einem anderen Blatt. Uns will scheinen, als ob neuerdings der feurige Eifer, mit dem im Anfang insbesondere die „Nordd. Allg. Ztg." in die Wahlbewegung eingriff, etwas nachgelassen habe. Möglicherweise hat die Regierung die Bemerkung gemacht, daß die „Ordnungsparteien" nicht sehr beglückt waren von den praktischen Ratschlägen, mit denen namentlich die Liberalen reichlich bedacht wurden. Ist das der Grund der Zurückhaltung, so ist die Erkenntnis zu begrüßen. Aussa'len könnte nur, daß auch die zu Beginn so überaus lebhafte Polemik der Offiziösen gegen das Zentrum im Ton sich merklich gemildert hat. Allerdings veröffentlicht heute die „Nordd. Allg. Ztg." den Ausruf des soeben gebildeten Antiultramontanen Reichsverbands, in dem es heißt: Zweck des Antiultramontanen Neichsverbandcs ist, die Be- kämpfung des Ultramontanismus durch Verbreitung von Aufklärung über ihn und durch Stellungnahme gegen ihn bei politischen und kommunalen Walpcn. Der Antiultramontane Reichsverband will das antiultramontane Ferment bilden in allen Parteien und in allen Konfessionen. Der Antiultramontane Reichsverband erblickt im Ultramontanismus nicht einen religiösen Gegner, sond-m ein in Religion sich hüllendes und die Religion ni'ü- brauchendcs toeltlich-vo.itisches Machtsystem, das unsere staatlichnationale Selbständigkeit und Kultur aus das allerschtoerste bedroht: ein System, das, toie fein zweites, religiöse, bürgerliche, politische, wirtschaftliche und wi'senschcrstiiche Freiheit unterbindet und bestrebt ist, unsere staatlichen und kulturellen Kräste internationalen Heittsch'stsoestrcoungen dienstbar zu machen. In der Verurteilung des Ultramontanismus weiß der Antiultramontane Reichsverband sich eins mit den größten Männern nichtkatholischen Bekenntnisses: Lessing, Goethe, Schüler, Freiherr v. Stein, Ranke, Bismarck, Treitschke, ebenso wie mit hervorragenden Katholiken: Franz Kaöer Kraus, Reinhold Baumstark, Kardinal Hol-emolz-e, die trotz unantastbarer Treue gegen ihre Religion die schärfsten Gegner des unreligiösen cntiihutonGicn und antiiuduccüen Ulu:a- Die heutige Kummer umfaßt 16 Seiten. Gießen, den 28. Dezember 1906. Betr. : Reichstagswahlen 1907. Das CEcr^ogliche Krcisamt Eicßcn an die Großh. Bürgermeistereien des Kreises. Finden während der OffenlegungSfrist Einsprachen gegen die Richtigkeit und Vollständigkeit der Wählerlisten statt, und werden diese Erinnerungen nicht sofort von Ihnen als begründet anerkannt und durch Berichtigung der Wählerlisten erledigt (wobei die Gründe etwaiger Streichungen oder Nachträge am Rande der Liste unter Angabe des Datums der Berichtigung von Ihnen kurz zu vermerken sind), fo haben Sie nach Ablauf der OffenlegungSfrist die Akten unverzüglich mit Begleitbericht an uns einzufenden, damit der KreisauSfchuß über die Einsprachen entscheidet. Finden keine Einsprachen statt, so erwarten wir bis Montag, den 7. yannar 1907 Fhrcn Bericht, daß die Wählerlisten, nach am 24. und 27. Dezember erfolgter ortsüblicher Bekanntmachung, vom 28. Dezember 1906 bis 4. Januar 1907, beide Tage einschließlich, offen gelegen haben, und daß Erinnerungen gegen die Richtigkeit und Vollständigkeit der Listen während der OffenlegungSfrist nicht erhoben oder von Ihnen erledigt worden sind. Berichte, roclrbe am 7. Januar nickt eingegangen sind, werden wir durch Wartboten abholen lassen. ______________________ Tr. Breidert________________________ Gießen, den 28. Dezember 1906. Betr.: ReichStaaSwahlen 1907. Das EroWr^ogliche Krcisamt Eichen an die Großh. Bürgermeistercicn dcS Kreises. Nach § 9 des ReichstagSwahlgesetzeS vom 31. Mai 1869 dürfen die Vorsteher, Beisitzer und Protokollführer bei bei Wahlhandlung in den Wahlbezirken und die Beisitzer bei der Ermittelung deS Wahlergebniffes in den Wahlkreisen fein unmittelbares Staatsomt bekleiden. Personen, welchen von der Postverwaltung baS 9(mt eines Vostagenten übertragen worben ist, besitzen ben Charakter eines unmittelbaren Staatsbeamten im Sinne ber genannten Vorschriften. WirernpsehlenIhnenbeshalbzurVermcibungvon Wahlanfechtungen, zu veranlaßen, baß Postaqenten bei ben beoor- stehenben Reichstagswahlen nicht mit ben oben bezeichneten Funktionen betraut werben. __________Dr Breidert.______________________ Gießen, ben 28. Dezember 1906. Betr.: Reichstagswahlen 1907. Tas Erohhcrzochche Kreisamt Eichen an die Großh. Bürgermeistereien des Kreises. Zur Auflage in bem Wahllokal bedürfen Sie eines Abdruckes deS Wahlgesetzes unb deS Wahlreglements in seiner neuen Fassung. Die Mehrzahl ber Großherzoglichen Bürger- mciftereien hat solche Abbrücke im Jahre 1903 burch unsere Vermittelung erhalten. — Etwaige Wünsche wegen Be- schaffung weiterer Abbrücke sind unS bis zum 7. Januar 1907 mitzuteilen. ______________Dr. Breidert.________________________ Bekanntmachung. Betr.: Tie Prüfung der Bewerber um die Berechtigung zum einjährig-freiwilligen Militärdienst im Frühjahr 1907. Diejenigen jungen Leute, welche beabsichtigen, sich der im Frühjahr 19 07 sta ttfinben ben rubr. Prüf- nng zu unterziehen, werden hierdurch aufgefordcrt, ihre dessallsigen Gesuche um Zulassung bei Meldung des Ausschlusses von dieser Prüfung spätestens bis zum 1. Februar 1907 bei der unterzeichneten Kommission einzureichen. Hinsichtlich der Anbringung der Gesuche wird im Speziellen das Folgende bemerkt: 1. Tas Gesuch ist bei der unterzeichneten Prüf- ungskommission nur dann einzureichen, wenn der sich Meldende im Großberzogtum Hessen seinen dauernden Aufenthaltsort hat. 2. Tie Zulassung zur Prüfung kann nicht vor vollendetem 17. Lebensjahre erfolgen. 3. Tas Gesuch muß von dem Betreffenden selbst geschrieben sein. Auch erscheint es zweck- dienlich, wenn stets dienähereAdresse angegeben wird. 4. Tem Gesuche sind folgende Papiere beizufügen: a. Geburtszeugnis (Auszug aus dem Zivilstands- Register, nicht Taufschein). b. T i e Einwilligung des gesetzlichen Der- t r e t e r s mit der Erklärung, daß für die Tauer des einjährigen Tienstos die Kosten des Unterhalts, mit Einschluß der Kosten der Ausrüstung, Bekleidung und Wohnung, von dem Bewerber getragen werden sollen; statt dieser Erklärung genügt die Erklärung des gesetzlichen Vertreters ober eines Tritten, daß er sich dem Bewerber gegenüber zur Tragung der bezeichneten Kosten verpflichte und daß, soweit die Kosten von der Militärverwaltung bestritten werden, Voraussetzungen diskussionsfähig bezeichnet haben. Der frühere serbische Gesandte am Hofe von St. James, Dr. Lujatovitch, ist der englische Mittelsmann der in Belgrad laut werdenden Wünsche nach einer neuen Thronrcgelung. Die üblen Eskapaden des Kronprinzen von Serbien haben den Wunsch nach geordneten Verhältnissen an Donau und Thein stark verschärft. Die Partei der Unzufriedenen in Serbien weist mit größer werdender Berechtigung auf das stetig fallende moralische Ansehen hin, dessen sich die Familie der Karageorgewitsch noch erfreut. Ein engl. Prinz würde, so rechnet man richtig, dem gesunkenen Prestige der serbischen Monarchie erneuten Glanz verleihen und Belgrad in Europa wieder hoffähig machen. Ob freilich die unumgnn- gigen Vorbedingungen zu einem derartigen Thron- und Dynastiewechsel — die friedliche Abdankung König Peters und seiner Söhne und die klare Ordnung der auf die Ermordung König Alexanders bezüglichen Verhältnisse — zu erreichen wäre, liegt auf einem anderen und mehr als schwierigem Felde. Prinz Arthur Frederick Patrick Albert von Connaught ist 24 Jahre alt und steht ä la suite des prcuß. Zietenhusaren- Negiments, dessen Chef fein Vater, der Herzog, ist. Er ist mit Lady Marjorie Manners verlobt. » Die schwarz-rote Gemeinschaft — international! Man schreibt uns: k. Die Auslösung des Reichstages läßt eine merkwürdige Tatsache scharf hervortretcn: dieJnternationalität der schwarz^ roten Gemeinschaft. Man sollte meinen, daß der Gegensatz zwischen Sozialdemokratie und Zentrum groß genug wäre, um die „Genossen" aller Länder die zentrumsfeindliche Schwenkung der deutschen Regierung mit freudiger Zustimmung begrüßen zu sehen. Aber davon himmelweit entfernt, zeigt sich dieselbe Sozialdemokratie, welche die französische Regierung wegen ihrer Kircl^enpolitik höchlich belobt, als die feindseligste Gegnerin der deutschen Regierung. Dies gilt nicht nur von der deutschen Sozialdemokratie, nicht nur von der französischen, in deren Namen Jaurös über die deutsche Negierung wegen der Reichstagsauflösung herfiel, sondern auch von den italienisch"!, „Genossen". Ihr römisches Blatt „Avanti" gehört zu den Bewunderern der antiklerikalen Negierungen Frankreichs, den Schritt aber, den die Reickisregierung gegen da- Zentrum tat, tadelt er aufs schärfste. Diese Jnternationalität der schwarz-roten Gemeinschaft ist überaus kennzeichnend. NeucS aus Rußland. — Im Dorfe ft lau bin bei Warschau erfolgte, als der Bauerwirt Boguta einen dort oufqefundenen, au5 der Stadt in einem Düngerwagen hingebrachten Koffer kaufen wollte, eine furchtbare Explosion. Der Händler und die Tochter des Bauern wurden getötet, dem Wirt beide Beine abgerissen, sein Haus stark beschädigt. — Der Kontrolleur der Warschauer Gasanstalten, Staroduboff, wurde in der Vorstadt Ozyste von mehreren Attentätern in seiner Wohnung erschossen. In Kertsch explodierte in der Synagoge eine Bombe. Bei der hierauf vorgenommenen Untersuchung entdeckte man in der Synagoge eine Geheim dru ckerei. Der Gouverneur beschloß daher, baS Verwaltungspersonal ber Synagoge mit Ausnahme bes Rabbiners abzusetzen, welch letzterer eine Verwarnung erhielt. Die übrigen Mit- glieber würben zu Geldstrafen verurteilt. — In Lodz wurde ein Arbeiter auf dec Straße erschossen. In den Arbeiterhäusern der Gesellschaft Heinze! und Kunitzer fand eine Haussuchung statt, wobei 5 0 Personen, darunter auch der Fabrikdirektor und der Hausverwalter, verhaftet wurden. In Odessa drangen 8 mit Bomben und Revolvern bewaffnete Anarchisten in die Raeumeder Zeitung „Rowostni" ein und raubten 6 55 Rubel. Es gelang ihnen, zu entkommen. — Zwischen den Stationen Kisiterinka und Raschitschewan wurde in dem nach Rostow gehenden Postzuge der Stationskasseneinnehmer von fünf mit Revolvern bewaffneten Leuten überfallen und beraubt Dank dem günstigen Terrain gelang es den Räubern zu entkommen. Wie aus Omsk gemeldet wird, ist ber Gouverneur des Gebietes Akmolinsk, Generalmajor Litwinow, in ber Nähe bes RegierungSgebäubes von 2 Unbekannten getötet worden. Die unter Golubows Leitung in Petersburg tagende Untersuchungskommission beendete die Prüfung der Getreide- lieferungs-Affäre Gurko-Littwall. Das Resultat soll unverzüglich dem Zaren unterbreitet werden, darauf dem Ministerkonseil und schließlich dem ersten Departement des Senates übergeben werden. Die ursprüngliche Verkehrssumme unterzeichnet vom Departementschef Litwinew betrug 80 000 Rubel. Später machte Gurko 800 000 Rubel daraus. Ausland. Paris, 28. Dez. Senat. Bei ber Beratung des Gesetzentwurfes, betreffenb die Ausübung bes Kultus, behauptet Laseases, ber Gesetzentwurf sei nicht nur für bie Katholiken, sondern für alle wahrhaft Liberalen unannehmbar. Die Katholiken nähmen keine Privilegien für sich in Anspruch, sondern wollten nur ein Gesetz, das ihnen gestatte, Katholiken zu bleiben; er wünsche, daß Frankreich hierin dem Beispiele der Vereinigten Staaten von Amerika, Brasiliens und Deutschlands folge. Nach einer sehr entschiedenen und mit großem Beifall aufqenommcnen Lede des Kultusministers Briand zu Gunsten des Gesetzes tritt der Berichterstatter ßecomte für die Vorlage ein. Die französische Republik dürfe kein Vasall des heiligen Stuhles werden. Die Regierung gewähre den Katholiken mehr als Deutschland den deutschen Katholiken. Trotzdem gestand der heilige Stuhl Frankreich nicht das Meistbegünstigungsrecht zu. Durch die Annahme der Vorlage werde ber Senat ber Regierung bie Waffen in bie Öanb geben, welcher sie gegen eine offene Auflehnung bedürfe. Lamarzelle wendet sich gegen die Vorlage, die den religiösen Grundsätzen widersprechen, und betont, die Katholiken seien dem Papste Gehorsam schuldig. Redner erhebt Einspruch gegen bie Ausweisung Mgr. Montaaninis, die er für unberechtigt erklärt. Clemenceau sagt, die Berechtigung werde sich bald von selbst Herausstellen. Lamarzelle sagt, bie Haltung bes Klerus zeige, baß bie Regierung den Gehorsam desselben gegenüber dem Papste nicht brechen werde. Tanger, 28. Dez. Kriegsminister Gebbas begab sich heute nachmittag mit seinem Stabe in feierlichem Zuge nach ber Moschee. Hier wurde ein Schreiben des Sultans verlesen, durch welches Raisuli wegen des vielen Schadens seines Postens enthoben und an seiner Stelle Ghazi Pascha, Gouverneur von Tanger, gleichzeitig zum Gouverneur von Fahs ernannt wird. Wie es heißt, lehnte Raisuli es ab, auf seine AmtSbestignisse als Gouverneur zu verzichten; er rüstet zum Widerstände und sandte seinen Harem in die Berge unter dem Schutze ber Kabylen vom Stamme BeniarioS. Aus Stadt und Land. Gießen, den 29. Dezember 1906. Man bestelle den Gießener Anzeiger, die größte und verbreitetste Zeitung in Oberhessen und im Lahngebiet. Bestellungen für das neue Vierteljahr werden bei allen Postanstalten, Zweigstellen, von den Zeitungsträgern und Briefträgern entgegengenommen. Den Postabonnenten em- vfehlen wir, umgehend das Abonnement zu erneuern, damit feine Unterbrechung in der Zustellung statt findet. ** Empfangen wurden am Freitag von S. K. H. dem Großherzog der amerikanische Botschafter Charlemagne Tower aus Berlin und der Botschaftssekretär A. Garret. Im Auftrage seiner Regierung überreichte der Botschafter dem Großherzog aus Anlaß der Beteiligung des hessischen Kunstgewerbes an der Weltausstellung in St. Louis 1904 ein kunstvoll her- gestelltes Diplom sowie eine Denkmünze. Beide Herren nahmen sodann an der Frühstückstafel teil. ** Finanzaspirant Frank, zurzeit bei der Hessischen Landeshypothekenbank zu Darmstadt beschäftigt, ist zum Verwalter des Fürstlichen Rentamts Braunfels mit dem Titel „Rentmeister" ernannt worden. Mit Frank wird der zweite hessische Finanzaspirant in die Fürstlich Braunfelssche Verwaltung übertreten, da auch der seit 1894 dieser Verwaltung ange- hörende Kammersekretär Jockel die Prüfung für die mittleren Stellen im Finanzfach in Hessen bestanden hat. ** Das Abbrennen von Feuerwerk, sowie das Schießen ist auf den Straßen und innerhalb der Hofreiten verboten, worauf mit Rücksicht auf die Silvesternacht be- sonders aufmerksam gemacht sei. Insbesondere wird auch vor dem Werfen von Feuerwerkskörpern auS den Fenster» gewarnt. Tie Händler für Feuerwerksförper seien auf die heutige amtliche Bekanntmachung des Großh. Polizeiamts hingewiesen. Die Reichstagswählerlisten liegen in ganz Hessen auch morgen (Sonntag) unb am Neujahrstag zur Einsichtnahme der Interessenten offen. ** Für bie Anlagenmusik am Sonntag vormittag H1/? llhr in der Südanlage ist folgendes Programm vorgesehen: 1. Ouvertüre zu „Frau ßuna* von Lincke; 2. Mari- tana-Walzer von Dellinger; 3. Einzug der Gäste aus „Tann- häuser^ von Wagner; 4. Armeemarsch Nr. 205. ** us dem Bureau des Stadttheaters. Noch- mals sei auf die morgige Räuber- Aufsi'hrung hingewiesen, in der Herr Bruno E i ch g r ü n vom Stavttheater in St. Gallen den Karl Moor spielen wird. Am Mittag geht als Fremdenvorstellung zu ermäßigten Preisen Benedix „Hochzeitsreise" und der burleske Schwank „De r gemütliche Kommissär" in Szene. — Zu der Abendvorstellung am 1. Januar, die die spannende Detektivkomödie Sherlock Holmes bringt, werden schon jetzt Vormerkungen entgegengenommen. "Fünfziger 1 89 6. Die WeihnachtS- und Schluß feier, verbunden mit der Feier der Geburtstage der im Dezember geborenen Fünfziger, fand am Donnerstag abend unter Teilnahme von 60 Altersgenossen im festlich geschmückten Saal des Hotel Schütz statt. Hell leuchtete der mit 50 Lichtern geschmückte Tannenbaum im Raum und nachdem bie Festgenossen durch den Vorsitzenden A. Tickore begrüßt und die Geburtstagskinder beglückwünscht waren, nahm der Jüngste derselben, Professor I). Eck das Wort zur Festrede. Er gedachte der Erinnerungen, die ein jeder Mensch an seine Jugend hat, und demerkte dabei humorvoll, daß es meistens die dümmsten Streiche seien, bie dem Gebächtnis am festesten anhaften. Begeistert schilderte der Redner die allen gemeinsamen Erinnerungen aus der großen Zeit 1870/71. Er gedachte des Milliardensegens, ber zum Unsegen wurde, und die deutsche Energie und Tatkraft, wie fleißiges Arbeiten und Schaffen unS dann wieder weiter vorangeholfen habe. Infolge ber rapiden Vermehrung unserer Bevölkerung erwuchs die Sorge um Beschäftigung, um Erwerb, um Brot für die vorhandene, sich fortgesetzt steigernde Kraft der Nation zu schaffen, und so entstand die soziale Frage, über deren Lösung schon so ungemein viel gestritten worden ist. Diese Frage, die im Grunde genommen dahin geht, jedem Menschen )U einem zufriedenen Dasein zu verhelfen. Man möchte bedauern, daß man schon 50 Jahre alt geworden ist, aber man muß sich auch gleichzeitig darüber freuen, daß man erst dieses Alter erreicht hat und daß es den Fünfzigern noch möglich sein wird, mitzuarbeiten an der Lösung der sozialen Frage. Professor D. Eck sprach bie Hoffnung aus, daß wir es bald erleben möchten, in Deutschland unter lauter zufriedenen glücklichen Bürgern leben zu können und schloß seine Rede mit einem begeistert aufgenommenen Hoch aus das deutsche Vaterland und seine Bewohner. Oder-Staats- anwalt Theobald gab ein Gedicht von Friedrich v. Truß (Möbius) in hessischer Mundart zum Besten, worauf die Weihnachtsgeschenke durch eine Verlosung zur Verteilung gelangten. Musik, Gesänge und humorvolle Reden hielten die "Altersgenossen noch lange zusammen. Eine Tombola, bei ber 50 von Teilnehmern ber Feier gestiftete Gewinne zur Ausspielung kamen, brachte einen erheblichen Betrag ein, der für einen Wohltätigkeitszweck Verwendung finden wird. Die Fünfziger von 1906 haben als solche aufgehört zu existieren, an deren Stelle werden 1907 hoffentlich zahlreiche Nach-' folger treten und so die in Gießen eingeführte schöne Sitte der Fünfzigerfeier weiter pflegen. Brand. Heute morgen 6 Uhr entstand im Dach, 'locf eines Hauses in ber Grün be rg erstraße ein Brand, der aber von den Hausbewohnern und Nachbarn gelöscht werden konnte, ohne weiter um sich zu greifen. Ein Balken, der im Fußboden der Küche unter dem Herd hinzog, hatte sich entzündet und glimmte jedenfalls schon tagelang, ohne öafj es bemerkt wurde. Im Bodengelaß neben ber Küche mar heute früh das Feuer aus dem Fußboden herausge- treten und hatte Nahrung an einem Schließkorb mit Wäsche gesunden. Da alles luftdicht abgeschlossen war, waren die Latten ber Bobengelasse unb Dachsparren stark angekohlt. Der dicke Schnee auf dem Dach trug zum dichten fiuftab- schluß bei und verhinderte so ein Durchbrechen des Feuers. " Verletzt. Gestern morgen wurde ein Arbeiter von Lollar mit einer Schußwunde im Leid in die chirurgische Klinik eingeliefert. Ein Kroate hat dem Mann die Verletzung am Abend vorher im Streit beigebracht unb ist bann flüchtig geworben. ** Groben Unfug verübten einige (^hiben^en am Abend des zweiten Feiertages in einem hiesigen Restaurationslokal. Die offenbar ziemlich angeheiterten sechs Herren kamen um 11 Uhr in das Lokal und verursachten dort Lärm. Nach den von uns eingezogenen Erkundigungen warfen sie sich schließlich mit Bier- untersätzen und Gläsern. Der an einem anderen Tisch sitzende Schauspieler Kober wurde dabei getroffen und trug eine ziemlich stark blutende Wunde in ber Nähe der Schläfe davon. Die Verletzung scheint für den davon B^rosi-nen ^freulidpttoeife keine nachteiligen Folgen zu haben, da Herr Kober inzwischen schon wieder aufgetreten ist. Der Vorfall rief bei den zahlreichen Gästen des Lokals begreiflicherweise lebhafte Entrüstung hervor. Die meisten Gäste verließen das Lokal, wodurch dem Wirt ein erheblicher Schaden entstand. ** Größere Weihnachtsgaben hat auch diesmal wieder der frühere Besitzer des Gießener Vraunsteinbergwerkes Herr F er nie durch Vermittelung seines Bevollmächtigten, Direktor Pascoe, hier und in mehreren umliegenden Orten an Wohltätigkeitsanstalten usw. gespendet. So erhielten bedürftige Bergmannsfamilien in Watzenborn-Steinberg reiche Gaben. Die Kleinkinderschule in Lützellinden erhielt 100, eine Bergmannswitwe in Hörnsheim 40 Mk. usw. O Lollar, 28. Dez. Wegen Verdachts der Brandstiftung wurde ein hiesiger Einwohner R. verhaftet; er ist verdächtig, bie Hofreite des Landwirts Moos angezündet zu haben. k HopfmannSfeld, 28. Dez. Der junge Landwirt Eifer hier stürzte bei den Fütterungsarbeiten vom Scheunen- gerült kopfüber in die Tenne. An den Verletzungen starb er. Offenbach, 28. Dez. Rentner Friedrich Krumm, der in der letzten Sitzung der Stadtverordneten zum unbesoldeten Beigeordneten gewählt worden, bat, nach der „Offenb. Ztg/, gestern der Bürgermeisteret mitgeteilt, daß er aus Gesnndheitsrück- sichten die Wahl nicht a n n e h m e n könne. Es ist also demnächst eine neue Beigeordnetenwahl notwendig. Frankfurt a. M., 28. Dez. Die Wählerlisten zur Neichstaqswahl ergeben für den Wahlkreis Frankfurt (Stadt) rund 84500 Wahlberechtigte gegen 73 232 bei den Wahlen im Jahre 1903 und 61161 im Jahre 1898. — Wegen Ueberfullung der hiesigen Irrenanstalt wurden heute früh 34 unheilbar Irre in die Irrenanstalt Weilmünster gebracht. vcrmisch-es. * Die neuesten Eisenbahnunfälle. Ein Eisenbahnzusammenstoß fand in der Nähe von Dundes (England) statt; 13 Personen wurden getötet. — Ferner erfolgte zwischen Turin und Alessandria ein Zusammenstoß zweier Personenzüge. Die beiden letzten Wagen des einen Zuges wurden vollständig zertrümmert. Sieben von Urlaub heimkehrende Soldaten wurden schwer verwundet. * Heftiger Frost und Schneestürme werden aus allen Teilen Frankreichs und Englands, wie der Schweiz mit der gebräuchlichen Hinzufügung von Verwehungen der Straßen und Eisenbahnen, von Verunglückungen gemeldet. Selbst in gewissen Bezirken Südfrankreichs, nicht etwa der Berge, sondern der Ebene, liegt der Schnee über 10 Zentimeter hoch; im Norden und im Zentrum erreicht er oft fast einen Meter. In den Vogesen und im Nord-Departement fanbert Entgleisungen und auch direkte Hinderungen des Bahnverkehrs durch die aufgehäuften Schneemassen statt. In England sind an vielen Orten die Telegraphendrähte zerrissen; Mehrere Todesfälle durch Erfrieren wurden gemeldet ; schwere Stürme wehen an der ganzen Küste. Das Unwetter ist schlimmer als seit vielen Jahren. * Kleine Tageschronik. Aus Hillesheim in ber Eifel wirb gemeldet, baß sich dort dieser Tage seit dem Jahre 1888 wieder der erste Wolf gezeigt hat. Es wurde Jagd aufi ihn gemacht. Tie unheimlichen Gäste verirren sich nur in harten Wintern ab und zu vereinzelt in die Gebirgstäler der Eifel unb Vogesen, sonst sind sie seit längerer Zeit schon dort ausgerottet. —; In dem Torfe B r e m a n bei Essen e r s ch o s s e n D i e b c , die bei dem Wirt Stratmann einen Einbruch verübt hatten, diesen, als er durch das Geräusch erwachte. Sie sind entkommen. — Fn Berlin wurde eine Frau Schmidt mit der Petroleumlampe in der Hand plötzlich von Krämpfen befallen. Sie stürzte besinnungslos zu Boden, die Lampe kam zur Explosion und das Petroleum ergoß sich über die Kleidung der Frau, welche in wenigen Sekunden in hellen Flammen stand. Frau Schmidt wurde in saft hoffnungslosen Zustande dem Krankenhaus zugeführt. — Ein Projekt, Venedig durch eine Brücke mit dem Festlandc zu verbinden, bildet zurzeit den Gegenstand von Erwägungen int Gemeinderat. In der Bevölkerung Venedigs macht sich eine starke Strömung gegen die Ausführung dieses Planes bemerkbar, da man der Meinung ist, daß die Schönheiten Venedigs hierdurch beeinträchtigt würden. Man hat eine Protestversammlung einberufen. «sterichtssaal. Posen, 29. Dez. Vor dem Oberkriegsgericht des 5. Armeekorps stand der Leutnant Wilhelm L. vom 7. Königs- Ereiiadierregiment in Liegnitz, der vor einiger Zeit vom hiesigen Kriegsgericht wegen Mißbrauchs der Dienstgewalt und Berübung widernatürlicher Handlungen in acht Fällen zu e i n e m I a h r Gefängnis verurteilt worden war. Das Oberkriegsgericht bestätigte das erste Erkenntnis. V e r l i n . 29. Dez. Ein 28 Jahre alter L e h r e r in Deutich- Wvmcrsdorf stand unter der Anklage, sich gegen eine Anzahl seiner Schüler vergangen zu haben, vor der 4. Strafkammer des Landgerichts 3. Vor der Verhaftung hatte sich der Angeklagte die Pulsadern ausgeschnitten. Der Gerichtshof nahm an, haß der Angeklagte bei den ihm zur Last gelegten Straftaten! in einer krankhaften Störung der Geiststätigkeit gehandelt habe. Auf Grund des § 51 erkannte die Strafkammer auf Freisprechung, gastfrei nnd Oerkchr, Volkswirtschaft. . 0 u,d er Berliner Börse. Bei fester Grundtendenz war das tvescba't sehr gering. Nüssen verkehrten noch immer in sehr guter Haltung. Koblenwerte werden von rheinischen Kavitalislen vegelnt. Hiergegen waren Elsenattien leicht abgeschiväebt. Mülheimer -oenuverk wurden verlangt, da das ganz unsichere Gerücht von einer Angliederung an Gelsentirchen noch immer umgeht. Später rauröe oie Haltung sehr referoirt und Amerikaner avgeschwächt. Geld anl kurze Termine war lehr q sucht. Giessener Wetterdienst. „A Do.ans-ichtlichc Witterung für Hessen am Sonntag dem o0- -r ezember: Al eist trüb. Leichte Schneefälle. Fortdauer des mäßigen Frostes. Veränderliche Winde. Danksagung Giessen, den 29. Dezember 1900, Familie Unverzagt 7663 Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem uns betroffenen, schweren Verluste sowie wie für die überaus zahlreichen Blumenspenden sagt innigsten Dank. K * ■N' 09273 Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei unserem schweren Verluste sowie für die überaus zahlreichen Blumenspenden sagen innigsten Dank. Hiermit die traurige Mitteilung, dass es Gott dem Allmächtigen gefallen bat, meinen teuren Gatten, unseren innigstgeliebien Vater, Grossvater und Schwiegervater Herrn Eiarber Schmiedemeister nach langem, schweren Leiden im 68. Lebensjahre zu sich zu nehmen. Um stille Teilnahme bitten Die trauernden Hinterbliebsnen- Lollar, Krofdorf, Oberbruch bei Dremmen, den 29. Dezember 1906. Die Beerdigung findet Montag, den 81. Dezember, 3 Uhr nachm. in Ldllar vom Sterbehause ans statt M s W'U Utz M.v ran j 1 ■ 1 Wetter Bed. Hinimel gen. Herberg. Höchste Temperatur am Qiicbriflfte „ 0,88 C. 4,6° C. 28. Dezember 28. Cum.ne 14 (7) 10 (7j 1 d . Anm.: Tie m Mlonunent flcfcijien Zifterii geben an, wie viel der TodesläUe ui der beuehenben Strantbeii auf von auSrvarlS nach (Bieuen gebrachte Rranfe kommen. Metcorolofliscbe Beobachtungen der Station Gießen. Lctaiinlmachuiist. In der Zeit vom 22. bis 29. Dezember 1906 wurden in hiesiger Stadt gefunden: 1 Spazierstock, 1 Teil eines goldenenManschetten- knopis und 1 Herrenuhr (gesunden am 23. November 1906); verloren: 1 goldener Kneifermit Anhängekettchen, 1 goldene? Armband (rotgold) und 1 Gesangbuch mit Schloß (gezeichnet .Elise Engelhardt"). Tie Empfangsberechtigten der gefundenen Gegenstände belieben ihre Ansprüche alsbald bei uns geltend zu machen. Gießen, den 29. Dezember 1906. ölötnitlkfl fbrrliftt der (tchcsfällr in ttr Klatt Littzkv 51. Woche. Vom 16. bis 22. Dezember 1906. Einwohnerzahl: angenommen zu 29 500 linkt. 1600 Mann Militär) Lterbttchteitsziffer: 24,66 nach Abzug von 7 Ortsiremden: 12,33’/co. Kinder ES starben an: Zusammen: Erwachsene: im »om 1. Lebenchahr: 2.—Io. Jahr Original-Orahtmel-ungen. (sd.) Fraiitsurt a. M-, 29. Dez. Wärter durch gegangen ist aus dem hiesigen ^cmplbahnhos g-rau Katharine Heine, die vor zwei. Monaten von dec Straf, tannncr wegen Verbrechens gegen das keimende Leben zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt worden war. Sie sollte gestern nach einer anderen Strafanstalt gebracht werden, verstand eS aber, ilyren Begleiter zu täuschen. Man glaubte, daß die Heins sich nach Darmstadt gewandt habe, jedoch blieben die alsbald dort angssiellten Ermittelungen ohne Ergebnis. ~„ Köln, 29. Dez. Nachrichten aus Sud-Sch antung besagen, daß dort das Räuberunwesen stark zunimmt. Banoen von mehreren hundert Mann l-aoen den Regulären förmliche Schlachten geliefert. Meistens waren die Räuberbanden siegreich. Sie fütb mit ausgezeichneten Waffen neuester Aunstruition versehen. Die Regierung geht scharf gegen die Banden vor. Zahlreiche Räuber wurden hingerichtet. Madrid, 29. Dez. Die Zeitungen von Castellone veröffentlichen schwere Beschuldigungen gegen die Schwestern des dortigen Mosters. Sie werfen ihnen vor, eine ganze Anzahl von Personen gewaltsam in dem Kloster zurückzu halten. Unter anderem wird der Fall einer Pensionärin anaeführt, für deren Wiedersreilassung die Schwestern 40QC0Ü Pesetas verlangen. Nom, 29. Dez. Verschiedene b;im Vatikan akkreditierte Gesandte, darunter die von Spanien, Oesterreich, Rußland und Belgien haben dem Vatikan die Antworten ihrer Regierungen a u s d i e Note des Papstes über die Ausweisung Montagninis aus Paris zugestellt. Man glaubt, daß alle Antworten in einer einfachen Empfangsbestätigung der Protestnote bestehen und keinerlei Kommentar enthalten.. Der Vatikan, welcher zuerst beabsichtigte, die Noten der Mächte zu veröffentlichen, hat infolgedesten diesen Plan aufgegeben. Wien, 29. Dez. Mit der bekannten Wechselgeschichte der Prinzessin Luise von Koburg hatte sich das Zivil- Landesgericht zu beschästigen. Es verhandelte die Klage des Grasen Rudolf Fcstelic gegen die Prinzessin wegen einer angeblichen Sch u l d von loOCOO Fr. Die Vertreter der Prinzessin machten geltend, daß sie bei Ausnahme des Darlehens nut 55 000 Fr. in bar erhalten habe. Das Verfahren gegen den Grasen Fcstetic wegen Wuchers wurde zwar eingestellt, die Prinzessin aber nur zur Zurückzahlung von 55 000 Fr. binnen 14 Tagen verurteilt. Budape t, 29. Dez. Mehrere Blätter wissen zu berichten, daß bse hohe katholische Geistlichkeit mit dem latho- lifcheu Hochadiil Ungarns eine Bewegung einieiten wollte, um einen Teil der aus Frankreich ausgewiesenen Ordens geistlichen in Ungarn anzusiedeln. Ein Wiener Geistlicher kam angeblich nach Budapest, um die Vermittelungen zwischen der ung. Geistlichkeit und dem Papst zu besorgen. Dian ivollte etwa 300 000 Ordensgeistliche hier ansiedelm Der Pmn scheitertean dem Widerstande einiger freisinnigen Geistlichen. Schließlich einigte man sich, höchstens einige hundert französische Geistliche in ungarischen Klöstern und Stiften unterzubringen. Dagegen begann man Gelder zu sammeln, um den Geistlichen, die in Ungarn angesiedelt werben sollten, anderweitig ein Heim zu schaffen. Belgrad, 29. Dez. Ein allgemeiner Postbeamtenstreik steht in Serbien in Aussicht. Gegen 400 Postbeamten verlassen ihre Posten, weil ihnen ihr Gewalt zu gering ist. Sollte die Regierung die Lage der Postbeamten nicht verbessern, so werden sie am serbischen Weihnachtsfest, wo der Verkehr am größten ist, die Arbeit einsiellcn._ _ Die nach- Aor7fn sind Sonntag;, den 30. Dezbr. von siebenden taVltilU 12 Uhr miltay;» bis 12 Uhr nachts sicher anzatreiren. IDm/j. Dr. Geyer, Seltersweg 64. — Dr. Klein, Ost-Anlage 8*. _____________l>r. Zin*.««er, Goethestr. 10.__________________ bunntag 4—0 Uiir 206 Nur EEigeü-tapoilteke offen. Dezember 1906 ^Barometer au' 0° reduziert Temperatur der Lickt Absolute Feuchtigkeit Relative Feuchtigkeit Windrichtung 28. 2*» 736,0 - 1,2 4,0 96 W 28. 9" 737,4 -2,5 3,7 98 W 29. 7» 739,0 — 3.3 3,5 1 98 NW Altersschwäche 1(1) 1(1) — — Wochenbelierkrankung 1 (I) 1 (1) — Pyänue lLuberkulose 1 5(2) "4 (2) 1 1 Lnngenenlzundung 3(1) 1(1) — 2 Aderverhartung 1 1 — — Krebs 2 (2) 2 (2) — --rr Bekanntmachung. 7651 1 1 Gegründet 1826, Telephon 202. Orten ver - 9 8 4 von 9 des LMislhcr ArheitöNErscis Eieße« Gartenstrabe Nr. 2, Zimmer Nr. 2. soweit nicht höhere Strafen — Gefängnis drei Monaten bis zu zwei Jahren — nach § Reichsgefetzes vom 9. Juni 1884 verwirkt sind. 2. An bewohnten oder von Menschen besuchten ist das Abbrennen von Feuerwerkskörpern boten. Zuwiderhandlungen werden nach § 367 Ziffer 8 des Neichsslrafgesetzbuches mit Geldstrafe bis zu 150 Mark oder mit Haft bis zu sechs Wochen bestraft. Wenn Eltern, Vormünder oder andere Personen, deren Obhut Kinder unter 12 Jahren oder sonstige unzurechnungsfähige Personen anvertraut sind, es an der erforderlichenAufsicht haben fehlen lassen und diese Personen während der Zeit, wo sie ohne solche Aussicht waren, eine derartige Uebertretung begangen Halen, so werden nach Artikel 44 des hessischen Polizeislrasgejetzes die zur Beaufsichtigung verpflichteten Personen beim ersten Falle polizeilich verwarnt, im Wiederholungsfälle bis zu einem Drittelt der auf die Uebertretung selbst gefetzten Strafe belegt. Gießen, den 10. Dezember 1906. Großh. Ponzeiaml Gießen. Herbera. KrkamilmaHmig. Betreffend den Verkehr mit Feuerwerkskörpern. Wir sehen uns veranlaßt, die nachstehenden Bestimmungen zur allgemeinen Kenntnis zu bringen mit dem Anfugen, daß die Schutzmannschaft angewiesen ist, Zuwiderhandlungen un- nachsichtlich zur Anzeige zu bringen. 1. Wer Feuerwerkskörper — Frösche, Kraters, Schwärmer usw. lagern und vertreiben will, hat dazu die Genehmigung der Polizeibehörde einzuholen. DaS Gesuch muß schriftlich elngereicht werden und die Namen und Sorten der betreffenden Feuerwerkskörper, sowie die Angabe der größten Gewichts in enge, bis zu welcher die gleichzeitige Lagerung bezw. Verwendung der Feuerwerkskörper beabsichtigt wird, ebenso die Bezeichnung des Orts der Lagerung enthalten. Die Abgabe der Feuerw erkskörper an Personen, von denen ein Mißbrauch derselben zu befürchten ist, insbesondere an Personen unter 16 Jahren ist verboten. Zuwiderhandlungen gegen diese Bestimmungen werden nach § 367 Ziffer 5 des Reichsstrafgesegduchs mit Geldstrafe bis zu 150 Mark ober mit Haft bestraft, tzrtrattMmuHutttz. Betr.: Störung der öffentlichen Ruhe in der NeujahrSnacht. Da sich erfahrungsgemäß in der Neujahr snacht und am NeujahrStage häufig Ruhestörungen und Un- gl ückss alle ereignen, bringen wir zur Verhütung von solchen in Erinnerung, daß das Abbrennen von Feuer- werkskörpern sowie dar Schießen auf den Straßen und innerhalb der Hofraiten verboten ist. Insbesondere warnen wir nachdrücklichst vor dem im verflossenen Jahr beobachteten Wersen von Feuerwerkskörpern rc. aus den Fenstern auf die Straße und sogar auf die Passanten. Gleichzeitig machen wir die Händler mit explosiven Stoffen, Feuerwerkskörpern rc. darauf aufmerksam, daß das 31 b geben solcher Stoffe an Personen, von denen ein Mißbrauch zu befürchten ist, insbesondere an alle Personen unter 16 Jahren, verboten ist (Verordnung für das Großherzoglum Hessen, betreffend den Verkehr mit Sprengstoffen, vom 21. September 1905, § 26), und daß Zuividerhandlnngen gegen diese Vorschrift nach § 367 deS Neichsstrafgesetzbuchs mit Geldstrafe b iS zu 150 Mark oder mit Hast bestraft werden. Wir werden eine strenge Ueberwachung des Verkaufs von FeuerwerlSkörpern eintreten lassen und für die Regel jeden Verkauf auch an Personen über 16 Jahre zur Anzeige bringen, da der Verkäufer nach den Umständen annehmen muß, daß leldiglich Unfug mit den Sachen getrieben werden soll. Gießen, den 28. Dezember 1906. Großh. Pouzeiarnl Gießen. Herberg. Zufchneide-Schule. Unterricht im Zuschneiden der Damen, und Kinder- aarderove, sowie im Eiurichlcn, Ausftecken und Garnieren " teilt nach leicht süßlicher Mctqode, Beginn einrS fiursus täglich Ij. Weinhardt, ausgeb. Lehrerin, (Sjoetbefiraßc 4G, parteecc.7657 Geschäfts-Empfehlungen U1--I Mteft Vrühl'iÄe Universiläir-Druclerel, Si-Lkll. Der Doranichlag der Gemeinde Lber-Hörgcru sür^daS Rechnungsjahr 19u7 liegt vom 81. Dezember 1906 an acht ^age lang nur dem Bureau der Großh. Bürgermeisterei zur Emficht der Interessenten offen. Ober-Hörgern, den 29. Dezember 1906. (Lroßh. Bürgermeisterei Lber-Horgern. Holler. >Lö können ernge^ellt werden: 3 Schlossen, 1 Schmied, 2 Wagner, 2 Schreiner, 1 Küfer, jüngerer Haukbursche, 1 Tienswiädchen. Lehrlinge: 1 Schmieds 1 Schreiner, 2 Installateure, 1 Schreiber. (sd juchen Arbeit: D"/„ 1 Schmied, 1 Schlößer, 1 Heizer od. 'Maschinist, 1 Hicksarbeiler, Wagner, 1 Schreiner, ö Wasch- oder Pug'rauen, 1 ’Jiaurer, em Arbeit er, 1 Knulmaiui, 2 Lanurauen, 1 LchreidgehMe. Zur Wcbllliz non iTicuiaijr^lSiiiitioiiiiidjen tad) Seiitr null Starten, Naifliht W, haben bis jetzt nachvcrzeichnete Herren und Damen der Kleinkinder* Bewahranstalt Gaden zngewendet: 1. rrahnarzt G. W. Koch. 2. Metzgermeister Adol Möhl und Familie. 3. Rentner C. Schwan sen. 4. Prokurist ^lhelm Koser und Familie, ö. Kaufmann Fritz Nassauer und ö"tau. b. ^ckstofter' meifier Stohr Witwe. 7. Weinhandler Küchel und drQu. 8. utabt- rat Jean Kirch und Frau. 9. Fabrikant Stadirat H^rm. Eichenauer. 10. Uum.-Rentamlinann Wetmer und Frau. 11. ^. Hofrat Pro sesfor Dr. Naumann. 12. Ludwig Fielt. 13. Kaufmann ^^rlch Leidet. 14. Pfarrer Frees. 15. Lehrer M. Warner. 16. Real- gymnasiallehrer Albach. 17. Fabrikant tfriebr. ^eonh. Beider sen. 18. Tnettor Toermg. 19. Gymnasiallehrer Hanmann. zO. Siommer- lienrnt Heichelheim. 21. Karl Fetzer. 22. Lchreinermetzter Weigel. 23. Kanzlei-Jnfpektor Frank und Frau. 24 Kirchenrat Dr. ^uman". 2Ö. Pfarrer Serida. 26. ^110^110^1^95.^6^ 27. Karl Plank Witwe. 28. Kommerzienrat Heyligenslaedt uiid Stau. 29. Proießor Dr. Winckler. 30. Beigeordneter Eurfchmann. öl. Direktor Pascoe. 32. Kaufmann Benner und Krumm. Hießen, 29. Dezember 1906. Der Vorstand der Klein kinder-Vewahranstalt. v2t>-121 pr. Nanmann, KirUienral. VmsMiijei Weiss- und Rotweine Schaumweine Rum, Arrak, Kognak empfiehlt Christian Wallenfels 17 Marktplatz 1?. MtUcr WimMlhlvcis Eicßes. Gartenstraße 2, Ztmmer Rr. 2. (DeschästSItunden von &—1 und von 3—6 Uhr.) 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