Nr. 803 • rf <6 eint t Aq 11J) aufiet 6oimtaq*. Den, lÄiebener Anzeiqer werben im TUechiel mit dem Hessischen Landwirt die (Siebener Zamilien- blätter viermal in der Woche beiqelegL IRotütion^bnid u. Der> laq bet Brühl 'schen Umoers.-Buch-u. Stein» bruderet. 9l Lang«. SUbafnon, Ornebtno» und Druc/eret: CAnfftrafte 7. Redaktion 113 Verlag u.Exoed SIbrefie für Tenelcben: Etnzetger Wietzen. Erstes Blatt Donnerstag 27. Dezember 1906 156. Jahrgang Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Stehen ee|*fl»pretit monatlich 7b viertel« ffihrhd) Dik. 2.20. durch yibhole- u. Zweigstelle« monatlich 6ö 'BI.; durch die Post Mk.2.— oiertel* jäbrL fluSldjL Bestell^ Annahme von Anzetge, für die Icqe^iuuiuiiei bis DOvnuilügS 10 Uhe, ZeilenoreiS: lokal 12 auöivärlS 20 Pi^. Verantwortlich tüt den poht und allqem, Teil: P. Witiko »ü, „Stadt und ßantr unb -(tiendjiSfaal*. Ernst Heb. für den An- setqentetl: van« Le Die ürutifle Hiummer umfaht 8 Seiten. tzine stoye Metynachtsöolschast aus Süöw.ftasriKa. Am 2. Feiertage erhielten wir folgende? Telegramm: Berlin, 26. Tez. Vom Kriegsschauplatz in Südwestafrika ist die amtliche Meldung emgegaagen, dah der Stamm der Bondelzwarts fi h unterweife. Zohanues Christian mit seinem nächsten Gefolge hat sich Lberstleutnant v. Estorfs in Heirachabis gestellt. Tie Zahl der Mauner betragt 120, die der abgegebenen Gewehre 105. Au den leitenden Stelle« hegt man die Zuversicht, datz nunmehr der Krieg rasch zu Ende gehen werde. (Line heilte vorliegende ausführlichere Meldung besagt noch folgendes: Zerslrente Banden und CtammeSangehörlge, die auf britischem Gebiet zuruckkehrcn. sind in die Unteiiverlung embezogeiu Rem Bondelzwart bar* Schußwaffen tragen. Tie Unlenvoifenen fotlen bei KeelmannShoop und Ralkiontein Lokationen erhallen und dort unter militäitscher Au'sichl m Lagent gehalten werden. Die Tuich- sührung der Unieriveriungsbesiimmungen ivird noch einige Zetl erfordern. Auch st e h e n noch einzelne Banden von anderen Stämmen, ivie Simon Copper und Fiedlmg, i m Felde. An leuenben Stellen hegt man in Uebeieuiflininumg mu bein Cbevlonunanbo in Sübwesiatrita die Zuversicht, daß nunmehr der Rueg rasch zu Ende gehen wird und die tolomfalorische Arbeit in den weuen von ihm berührten Gebieten wieder beginnen kann. Und ein drittes Telegramm meldet: Rach einem ans Reelmannshoop eingegangenen Telegramm vom 25. Dezember sind m HeuachabtS weitere 36 Männer mu 19 tlemtalibrigcn Gewehren emgeiroffen. Die ReichSregicrung lägt zu dem allen durch das osstz. W. T. B. folgendes verlautbaren: Tiefe günnige Wendung bestärkt zugleich die Ansicht, wie falsch die Haltung ber M ehr Heils Parteien im verflossenen Reichstage tvar. Der mit ber Wahrung des Budgetrechls der Volksvertretung motivierte Zenlrumsaiilrag, trotz jener Versicherung der verbündeten Regierungen imb des Rriegslommandos, eine b e ft i m m t e Zahl für die im Felde stehenden Truppeii im voraus gesetzlich vorzufchreiben, erfcheiiit nun erst recht als ungerechtfertigt und nur aus dem unsachlichen Bebür'nis einer parlamentaiischen Machtprobe erklärlich, dem sich die Regierung nicht lügen dorne. Der Festigkeit bet verbünbeten Regierungen ist es nächst ber geschickten Rrlegs- führung und bem lavieren Ausharren unserer Truppen zu banken, bog der Süden des Schutzgebietes gegen kleinmütige Bedenken uns erhalten ivorden ist. Die südafrikanische Nachricht ist so erfreulich, als sie der ReichSreglernng sehr gelegen ist. Denn sie dürfte allerdings Neranlasjung dazu geben, daß die neue Reichstagsmehrhell, ganz gleichgültig, aus welchen Parteien sie sich zusammen- setzt, die Rilltet beivllligen wird, die die Regierung fordern wird zur völligen Unterdcückuiig der schwarzen Eingeborenen. Jin übrigen aber — die Botschaft hört man wohl, allein eS fehlt der Glaube doch an eine rasche Beendlgung des Krieges, trotz alledem. Teiin es ist und allzu häufig bereits von leitenden Stellen mit Zuversicht vorgeredet werden, der Krieg werde rasch zu Ende gehen; er wütet immer noch und wann sein Ende kommt, ist, so meinen wir, heule so wenig abzusehen wie früher. Dazu ist jenes ungeheure ferne Land nebst seiner wilden Beoölkerimg doch zu unberechenbar. Wir freuen uns über diesen Erfolg, aber man hat es uns verlernen lassen, unsere Erwartungen und Hoffnungen ins Wette zu dehnen. Cuxhaven, 26. Dez. Heute vormittag ist der Postdampfer „Gertrud Woermann" mit 20 Offizieren und höheren Mililärbeamlen, sowie 480 Unteroffizieren und Mannschaften an Bord, von Deutsch-Südwestafrika kommend, hier eingelroffen. Für die Henngekehrten fand eine Weihnachtsfeier mit Bescherung statt. Berlin, 26. Dezember. Die im deutschen Kolonialamt ausgearbeitete Denkschrift über bie Eisen- bahn - Unternehmungen aller Kolonialmächte in Afrika und die Rentabilität dieser Unternehmen wird dem neuen Reichstage bald nach seinem Zusammentritt zugehen. Einem Wunsche eines Mitgliedes des alten Reichstages entsprechend wird die Denkschrift auch auf die asiatischen Bahnen ausgedehnt werden. Die Denkschrift kommt zu dem Schluß, daß Eisenbahnen für die Kolonien stets wirtschaftliche Vorteile gebracht haben, das Land besser aufschlosien, bei Aufständen gute Dienste leisteten und Ersparnisse gegenüber anderen Transportmitteln brachten und schließlich nach Jahren sogar Ueberschüsse abwarfen. Tie beiden dem alten Reichstage vorgelegten Kolonial-Denkschriften werden dem neuen Reichstage nicht mehr vorgelegt. — Dem Vernehmen nach wird gegen Jesko von Putt- kamer nach Abschluß der Voruntersuchung wegen der bekannten Paß-Angelegenheit Klage erhoben werden. «Der nciu y.jftiche Staatsl-uushaUseLat. Der Staatsvoranschlag für VJ07 ist diesmal etwas später fertiggcstellt worben, als in den vorhergegangenen Jahren. Er bildet eine ganz wilkommene Gabe, denn er enthält viel Erfreuliches und erbringt vor allem oen Beweis, daß sich Handel und Wandel in unserem Großherzogtum in einer aufsteigenden, günstigen Entwickelung befinden und dementsprechend auch unsere Staatssinanzen immer mehr gesunden. Die Voranschläge in den früheren Jahren wiesen bekanntlich recht erhebliche Defizits auf, so 1904 1070 421 Mk., 1905 752 038 Mk. und 1906 781 729 Mk. Bei Fortbestehen der alten Verhältnisse würde, wie der Vorbericht des Finanzmimsters betont, sich auch in dem vorliegenden Entwurf ein Fehlbetrag von 725 122 Mk. ergeben haben; auch wäre der noch vorhandene Vermögensbestand bei weiterer Heranziehung desselben zur Deckung von Fehlbeträgen in zwei Jahren aufgezehrt gewesen. Das Zustandekommen der Reichs- sinanzreform, die einigermaßen feste Verhältnisse in den finanziellen Beziehungen des ReickreS zu den Bundesstaaten geschaffen hat, und die erfreulicherweise andauernde Besserung unserer wirtschaftlichen Verhältnisse, die bei genauer Sck-ätzung eine wesentliche Erhöhung der Einnahmeanschläge und zwar gerade der bedeutendsten Einnahmeposten und eine stärkere Heranziehung der Einnahmequellen des Ausgleichsfonds zur «Bedang laufender Ausgaben zuläßt, sowie endlich die Erhöhung des Stempels für den Jmmobiliarbcsitzwechsel haben dem Finanzministerium eine Neuordnung und nachhaltige Gesundung der Finanzvcrhültnisse deS Landes ermöglicht. Der Finanzbericht betont, daß sich die fortlaufende Besserung unserer Erwerbsverhältnisse besonders in der Steigerung des Ertrages der direkten Steuern und der preußisck--hessisck>en Eisen- bahngemeinsck>ast ausspricht. Die Steuern konnten gegen das Vorjahr um 651 000 Mk. höher, anstatt 12 949 000 mit 13 686 000 Mk. und das Cr.rägnis der Eisenbahn um eine Million höher, anstatt 14 mit 15 Millionen in den neuen Voranschlag eingestellt werden. Da der vor vier Jahren gebildete Ausgleichsfonds schon im lausenden Jahre seine vorgesehene Höhe von 6 Millionen Mark erreichen dürste, schien es geboten, von den dem Fonds zufließenden Eisenbahnüberschüssen den Betrag von 630 000 Mk. adzuzweigen und zur Deckung lausender Verwaltungsausgaben zu verwenden. Ein den Einkünften bes Ausgleichsouds bei gleichzeitiger Zuführung des Reinertrags der Er bsckMsts steuer weiter zu entnehmender Betrag von 870 000 Mk. hinzugerechnet, also rund iVs Million, sollen künftig zusammen mit dem bisherigen Betrag von 2 Millionen Mark aus den mit dem Ausgleici)sfonbs verbundenen Einnahmen ^Eisenbahn- und Lotterieüberschüsse und Erbschaftssteuer) zur Deckung lausender Verwaltungsausgaben Verwendung finden. Da eine Vergrößerung der staatlichen Einnahmequellen durch Steuererhöhung „aus naheliegcnben Gründen vermieden" werden sollte, erschien ber Regierung eine Erhöhung bes Stempels für den Jmmobiliarbesitzwechsel „ganz wohl zulässig", umsomehr, als die gegenwärtigen Sätze dieses Stempels Himer den Abgabesätzen in den Nachbarstaaten erheblich zurückbleiben und sie auch im Vergleich mit der Stempelbelastung des beweglichen Kapitals niedrig zu nennen sind. Der kleine Grundbesitz soll dabei von der Stempel- abgabenerhöhung tunlichst befreit, dagegen die hohen Wertobjekte stärker zur Besteuerung herangezogen werden. Der Finanzminister sck-ätzt die hierdurch zu erreichende Mehreinnahme auf rund 1 lüO 000 Mk. ein. Auf Grund dieser wesentlichen Etatsveränder- ungen ist es möglich gewesen, in einer neuen Hauptabteilung „Nachträge", die Vorlagen einzufügen, in denen der Betrag von 1 004 877 Mk. für die Gehaltsaufbesserung derLehrer and die Wohnungsgeldzuschüsse für die Staatsbeamten angefordert wird, während die Mittel zur Aufbesserung der Vergütungen der Schreibgehülfen, wie zur Be- sckj-affung eines Dispositionsfonds zur Aufbesserung derBe- züge älterer Pensionäre in die einzelnen Abteilungen des Etats eingestellt sind. Der Voranschlag für 1907 schließt darnach, wie schon früher beridjtct, im Verwaltungsteil ohne Fehlbetrag in Einnahme und Ausgabe mit 59 557 593.54 Mk., im Vermögensteil mit 22 180 979.36 Mk., in Summa 81 738 572.90 Mk. und bas Vermögen selbst, b. h. der aus den früheren Ueberschüssen der Hauptstaatskasse noch vorhandene Kapitalbestand wird Ende 1907 sich mutmaßlich auf 1303171 Mk. stellen. Aus den Einzelheiten des Hauptvoranschlags ist noch folgendes zu erwähnen: Die I. Hauptabteilung, Reste aus früheren Jahren, gibt den üblichen Rechnungsausweis. In ber II. Hauptabteilung, Domänen bes Großherzoglichen HauseS, ist biesmal ber Etat ber Babeanstalt Bab Salzhausen ausgeschieben und in ber III. Hauptabteilung mit dem Etat ber Badeanstalt Bad-Nauheim vereinigt worden. Die Abteilung schließt mit einer Gesamteinnahme von 6 003 174 Mk. und einer Ausgabe von 5 000197 Mk., der Ueberschuß von 922 976 Mk. ist um 24 025 Mk. höher als im Voranschlag 1906. Für die Einnahme aus Bau-, Nutz- und Brennholz konnte im Fällungsetat von 415 000 Fm. und ein Preis von 9.70 Mk., also ein Erlös von 4 025 000 Mk. vorgesehen werden; für höhere Holzhauerlöhne mußten 30 500 Mk. mehr angesetzt werden. Als Einnahme aus Gütern in eigener Verwaltung wurden 40 000 Mk. weniger angesetzt. Der Etat der Weinbaudomäne schließt mit einem Ueberschuß von 33 100 Mk. gegen 31 900 Mk. irn laufenden Etat. Die III. Hauptabteilung, Staatsdomänen, weist eine Einnahme von 16 778 882 Mk. und eine Ausgabe von 1877 920 Mk., also einen Ueberschuß von 14 900 912 Mk. oder 958 422 Mk. mehr gegen den laufenden Etat auf. Hier fällt am meisten der Anteil Hessens an der Eisenbahngemeinschaft ins Gewicht, der mit 15 Millionen eingestellt werden konnte. Das Braunkohlenbergwerk „Ludwigshossnung" hat trotz der Abführung von 35 742 Mk. an den Erneuerungsfonds einen Ueberschuß von 46 888 Mk. und rentiert sich damit zu 4.91 Proz. Die Einnahmen der Badeanstalt Bad-Nauheim zeigen fortdauernd eine erfreuliche Steigerung, die Einnahme aus Badegeldern konnte auf 680 000 Mk. (45 000 Mk. mehr), die aus Kurtaxe und Eintrittsgeldern auf 273 000 Mk. (18 (XX) Mark mehr) erhöht werden. Amch für Bad Salzhausen erhofft man nach Uebertragung des Badehauses VII. aus Nauheim nach dort eine Erhöhung der Einnahmen. Der Gesamtetat schließt in Einnahme mit 1218 976 Mk. und in Ausgabe mit 1 118 976 ab, sodaß 100 000 Mk. zur Bestreitung allgemeiner Staatsbe- bürfnifie zur Verwendung bleiben. Die IV. Hauptabteilung, Lotterie, weist wieder die von Preußen zu zahlende Rente von 800 000 Mk. auf, die bekanntlich dem Ausgleichsfonds zufließt. Die V. Hauptabteilung, Direkte Steuern, Regalien, indirekte Auflagen zc., zeigt eine Uebcrschußsteigerung gegen den laufenden Voranschlag von 768 138 Mk. Die Gesamteinnahme beträgt 18 570 670 Mk., die Ausgabe 1899 969 Mr., also ber Gesamtüberschuß 16 6?0 701 Mk. Der Mehrüberschuß ist aus ben 651000 Mk. höheren birekten Steuern unb einer Mehreinuahme aus Stempel mit 170 000 Mk. (Gesamteinnahme 3 300 000 Mk.) gebilbet. Der Bericht erwähnt an dieser Stelle auch bie Aenberungen bezüglich ber Erbschaftssteuer unb weist auf bie Vermehrung der Steuerkommissariate hin; es war im Interesse der Aufrechterhaltung geeigneter Arbeitsverhältnisse und einer gründlichen, wie gleichmäßigen Steuerveranlagung dringend geboten, die Tätigkeit der Steuerkommissariate Darmstadt I, Mainz I, Offenbach unb WormS auf bie Städte zu beschränken, für bie abzutrennenben Gemeinben aber vier neue Steuerkommissariate zu bilden. Bei ben Hauptabteilungen VI. unb VII., Land stänbe und ©taatSmini- ft e r i u m , erhöht sich der Staatszuschuß um 14 580 bezw. 11570 Ml. In der VIII. Hauptabteilung, Ministerium be8 Innern, sinb bie Einnahmen von 4 877 031 Mk. in 1906 auf jetzt 5 218 947 Mk., bie Ausgaben von 16 029 563 Mk. auf 16 572 980 Mk. gestiegen, sobaß ber ZusckMßbedarf auf 11 354 033 Mark (mehr 201501) gestiegen ist. Ein Mehr n/irb hier verlangt bei ben Kapiteln: Zentralverwattung 27 415 Mk., Lokal- unb Polizeiverwaltung 46 931 Mk, Bilbung unb Erziehung, Kunst unb Wissenschaft 141 644 Mk., Oessentliche Gesundheitspflege unb Veterinärwesen 46 596 Mk., ein Weniger: Kirchen- unb Religionsgemeinschaften 500 Mk., Lanbeslultur und Landwirtschaft 52 130 Mk., Bergbau, Verkehr, Hanbel unb Gewerbe 11 938 Mk., Kreisbirektionen und Kreisat bedürfen hier infolge starker Mehr- sorderungen für Schreibgehülfen 29 701 Mk. mehr, für die Universität ist die Ausgabe von 1260 970 Mk. in 1906 auf jetzt 1 372 143 Mk., also um 111168 Mk. gestiegen, für die Technische Hochschule beträgt die Zujchußsteigcrung 20195 Mk. Für die höheren SckMlen belaufen sich die Einnahmen auf: 532 070 Mk. und die Ausgaben auf 2 439 398 Mk. Der Zu- schußbedarf auf 907 320 Mk., b. L infolge ber höheren Schulgelber, 46 666 Mk. weniger als 1906. Neugeforbert werden für 21 OberlehrersteUen, bauon 8 für Mainz, 5 für WormS, 4 für Offenbach, 2 für Darmstadt unb je 1 für Gießen unb Friebberg. Die Schullehrerseminarien unb Präpa- ranbenanftaltcn erforbern einen MehrzusckMß von 38 089 Mk., bie Volksschulen eine Gesamtausgabe von 2 303 600 Mk., b. t 22 000 Mk. mehr gegen 1906, natürlich abgesehen von ben 274 000 Mark für Erhöhung ber Lehrergehalte. Der umfangreiche Betrieb bes neuen Lanbesmuseums erforbert einen Mehrzuschub von 26 600 Mk. als Staatsbeitrag für bie Beschaffung neuer Schränke im Römisch-germanischen Museum zu Mainz sinb 15 000 Mk. bavon als erste Rate 7500 Mk. vorgesehen (als Beitrag des Reiches für bas leterc 30 000 Mk.). Der Zuschußbedarf für die Landesirrenanstalt Philippstal beträgt 20 900 Mk. mehr, der für die Landesirrenanstalt zu Heppenheim 18 300 Mk. mehr, für Eriveiterung der Gewerbeaufsicht durch Personalvermehrung ist eine Mehrforderung von 14 700 Mk. entstanden. Im Vermögensetat werden Ausgabeiorderungen von 2 520 627 Mk. für das Ressort des Ministeriums des Innern und zwar für Erweiterung des Kreisamtsgebäudes Heppenheim, Neubau eines Sch-ullehrerseminars Bensheim, und eines Gebäudes für die Landesbaugewerkschule Darmstadt, sodann zweite Raten für die Frauenklinik, die chirurgische und ophthalm alogische Klinik in Gießen, Gymnasium Offenbach, Irrenanstalten in Gießen und Alzey rc., verlangt. Das Ressort des Ministeriums der Justiz erfordert 1 751 950 Mk. und zwar 327 412 Mk. für Anlegung neuer Grundbücher, und 1424 538 Mk. für Neu- resp. Erweiterungsbauten in Nidda, Ober-Ingelheim, Butzbach, Marienschloß, Mainz und L a u b ach Im Ressort des Ministeriums der Finanzen endlich werden 10 365 803 Mk. erfordert, wovon 8 849 750 Mk. auf Eisenbahnzwecke, als: Umgestaltung der Bahnhofsanlagen Darmstadt, Bahnhöfe Lauterbach, Nidda unb Stockstadt a. M., Herstellung weiterer Wohnräume im Refibenzschtoß Darmstadt, Neubau von Steuerkommissariat I. und Vezirksiasse Darmstadt, ferner Bezirkskassen für Fürth, Ortenberg, Nidda rc. erfüllen. Heer tuifc Flotte. E i n großer Militär - Skandal verursacht einer Rieldung aus Ncm-Pork zufolge ungeheure Sensation ln Amerika. Dlitglieber der Art lllerie-Rom Mission werben beschuldigt, Veru-ntreuungen und Erpressungen m großer Zahl begangen zu haben. Im Waffen-Depot wurden große Abgänge konstatiert. Die beschuldigten Offiziers verrechneten Beträge für mcht effektuierte Waffenlieferungen unb steckten mit den Lieferanten unter einer Decke. Eine eingehende Untersuchung wurde eingeleitet. politiid>c Tagesschau. Die 500000 Francs. Der Osservatore Romano, bas offiziöse päpstliche Organ, erklärt zu dem bekannten Dementi der ^Rordd. Allg. Z *: Wir haben davon abgesehen, diese unwürdigeErfindung zu dementieren, weit wir glaubten, den gefunden Menschenverstand unb das Urteil unserer Leser dadurch zu beleidigen. Wir nehmen aber gern von diefem oisizrellen Dementi Akt unter Anerkennung deS Zartgefühls, von dem es eingcgeben ist. Dagegen hält die 9ieckar-Z. daran fest, baß bie Unterredung, welche ber Kaiser im Jahre 1893 den Wunsch des Papstes im Zusammenhänge mit ber Militäc-Voclage bem Fürsten Hohenlohe mitgeteilt hat, am 13. Januar 1893 in Karlsruhe flallgefiuiben hat, wohin der Kaiser damals den Fürsten Hohenlohe telegraphisch berufen hat. In der Buchausgabe dec Hohenloheschen Memoiren sagt der Fürst Hohenlohe (Band 2 Selle 497): „Wir besprachen die Lage tm Allgemeinen". In bem fürstlichen Üllanuskript, dcffen Inhalt der Oleckor-Z. übergeben worben sei, stehe bie von dieser Ztg. mitgeteilte Besprechung des päpstlichen Wunsches im Zusammcnhanae nut der Mlllläroorlage. • Liebermann und seine Banern. Kürzlich hatte sich der Abg. Schelde mann darauf bezogen, daß der antisemitische Abg. Liebermann von Sonnenberg nach der antisemitischen .Hess. Volksztg." von seinen Wählern gesagt habe: .Meine Bauern sind treu >vie die Hunde, aber dreckig wie die Schweine." Liebermann von Sonnenberg erklärte darauf, er habe gegen diese Verleumdung die Gerichte angerufen. Die .Hess. Volksztg." erwidert nun hierauf, daß sie in dieser Bemerkung Liebernianns einen neuen Beweis seiner Gedächtnisschwäche finde. „Der vieledle Herr hat nämlich offenbar seinen guten Willen mit der Tat verwechselt, denn ec meint, daß er gegen diese i n = same Verleumdung die Gerichte angerufen M; denn davon müßte doch wenigstens unsrem seinerzeit verantwortlichen Scbrist- leiixr durch Vorladung etwas bekannt geworden sein. Locher ist dies nicht gesch^n, imb so wird uns wohl der Hauptspaß ewig versagt bleiben. Herrn v. Lievcrmimn vor dcn Sa;ranken des Gerichts ein trauliches Stelldichein zu geben. Wie beklagenswert dies auch ist, Here o. Lieoerm<.nn htt sich, seinen Angreifer und seine Zuyörer in from.nen Wuhn gewiegt, als er Herrn Scheidemann in Aussicht stellte, einer derartigen Gerichtsverhandlung in Kassel beiwohnen zu können. Die Entrüstungspvse im Reichstag steht also einem Herrn Don den Qualitäten des Abg. Liebermann v. Sonnenberg schlecht an, der sich für infam verleumdet erklärt, vorgibl, die Beleidigungsklage angeslrengt zu haben, unb dennoch die ihm dazu gebotene Frist hat ruhlg verstreichen lassen. Jetzt sind nahezu vier Monate nach Beröfsent.ichung dcs Artikels ins Land geaanuen, oyne daß wir von einer jvlw^n Klage Kenntnis erhalten haben!" Iom Weltznuchtsleste. Gießen, 27. Dez. 1906. Die Weihnachtsglocken sind verklungen, die Feiertage find verrauschti Etwas wie Bedauern regt sich in uns, daß daS schönste Fest im Jahre wieder der Vergangenheit angehört. Je länger uns die Zeit vor Weihnachten dünkt, desto rascher fliegt die eigentliche Festeszelt an uns vorüber mit ihrem Glanz, ihrem Chrlstbaumzauber und ihren sonstigen Freuden. Die Feiertage brachten daS richtige Weihnachtswetter. Es fehlte ihnen nicht ihr ureigentlicher Rahmen, der Schnee, der am zweiten Festtage so reichlich fiel, daß alle Gießener Schlitten in Bewegung kamen. Wer sich trotz des heftigen Schneegestöbers hinauswagte zu einem Spaziergänge außerhalb der Stadt, dem breitete sich die ötalur gleich einem riesigen Schneefelde aus, und man fühlte sich wandelnd in einer der frostigen Landschaften des berühmten Sibirienmalers Wereschtschagin. Im übrigen waren die Festtage wohl die verschlafensten Tage des ganzen Jahres, und mancher Einsame, dem das Christfest kaum etwas anderes bot, als ein paar freie Tage, sang in seinen mehr oder minder engen vier Wänden em Loblied auf das Bett gleich dem französischen Poeten Guy de Maupassant, dessen zarteste unter seinen zahllosen Novellen ein Hymnus auf dieses wertvolle Möbel ist. Die kleine Garde war natürlich am frühesten munter und beschäftigte sich schon in den ersten Morgenstunden in der .guten Besuchs-Stube" mit den allerneuesten Spielsachen, von denen etliche heute schon die Weisheit lehren, daß alles im Leben vergänglich ist. Zwischendurch vergaßen sie nicht, bald von diesem, bald von jenem unter dem Chnst- baum zu naschen. Herrlich duftet eS in allen Räumen nach Tannen und Aepfeln, nach Lebkuchen und Pfeffernüßen und bald erfüllt der arme Hase oder das Reh im Bratofen mit Wohlgerüchen die Lust. Luise oder Babette, die reichbeschenkte und deshalb ausnahmsweise zufriedene Beherrscherin des HerdeS, hat endlich die Familienoberhäupter glücklich an den festlich gedeckten Kaffeetlsch gelotst und versucht, in das Tohuwabohu der Bescherung Ordnung zu bringen. Mama unterhält sich mit den Töchtern über die neue Samtbluse oder sonst irgend einen wichtigen neuen weiblichen Toilettengegenstand. Papa pafft im neuen Schlafrock in der Sofaecke eine neue Weihnachtszigarre und durchblättert die Bücher, die ihm das Christkind bescherte. Der kleine Stammhalter der Familie rangiert emsig seine neuen Eisenbahnwagen oder läßt seine marokkanische Raisuli-Truppe, das Neueste in Bleisoldaten, aufmarschieren. Ilse und Erica kochen auf der neuen Kochmaschine aus Kuchenkrümeln, Zucker, Schokolade und allerlei sonstigen schönen Dmgen ein undefinierbares Etwas. Am Nachmittag genoß man die Feiertage zumeist wohl mit Verwandten ganz im Familienkreise. So schwamm alles tn Glück und Zufriedenheit am Feste der Liebe. Urtb vielleicht am vergnügtesten sind in diesen Tagen die Tausende glückstrahlender Paare, die vor dem heiligen Abend graziöse Karten versandten, auf denen ihre eigenen Namen prangten und darüber daS bedeutungsvolle: .Als Verlobte empfehlen sich . . .' Zn der Kirche. = Kinzenbach, 2/. Dez. Unsere Kirche war ernt letzten Sonntag bis auf dcn letzten Platz gefüllt. Man hatte die Christfeier auf diesen Abend gelegt. Der Gesangverein „Fortuna" wachte sich durch Vortrag einiger Chörtz verdient. Ganz besonders fanden die vom gemischten Chor (Gesangverein und Mnderchor) borgetragenen Lieder: „Es ist eine Ros' entsprungen" und „Jesus Christus herrscht als König" Anerkennung Die Kinder wurden mit Weihnachtsbüchlein und Lebkuchen beschenkt. Dani gebiihrt vor allem Herrn Pfarrer Knieper, der von Krofdorf herüber- gelommen war und eine erhebende Predigt hielt. Zm Proviuzial-Siecheahaus. Wie alljährlich batte bic Provin^, oie Stadt Gießen und eine von privater Seite bei edlen Menichensceunden veranstaltete Sammlung die Mittel geliefert, um den 300 Pfleglingen des Siechenhauses eine rechte Festsreude zu veranstalten. Für die Veteranen der Arbeit litten wieder, wie sonst, unsere Industriellen für die Feiertage reichlich Tabak und Zigarren gespendet. Am Weihnachts-Montag nachmittags 4 Uhr veriammelten sich im Verwaltungsgebäude der Anstatt die Teilnehmer an der Feier, u. a. als Vertreter der Provinz Geheimerat Tr. Breidert, als Vertreter der Stabt Beigeordneter Curichmann, sowie die Mitglieder d:s Kuratoriums der Anstatt Geh. Justizrat Tr. Schäfer und Professor Tr. Biermer. Man begab sich unter Führung des Direktors in den großen Ätänncröuu, in desfen Obergeschoß ein großer Saal für die Feier hergerichtct war. Hell sttahlte in dessen Mitte der Weihnachtsbaum. Wohl hundert Männer harrten der Dinge, die sich da abspielen sollten. Das Harmonium fetzte ein und ein aus den Angestellten der Anstalt zusammengesetzter Chor sang das Lied: „Dies,ist der Tag", oem ilgj eine Tetta- r.iation und das Lied: „Tröstet mein Volk" anschloß. Schwester Leni verlas das Evangelium der irohen Botschaft, worauf der Chor „Ehre sei Gott in der Höhe" anstimmte. Ein alter Invalide mit ordensgeschmückter Brust erfjoo sich aus der Mitte der Versammlung, um den Veranstattern der Bescherung, besonders der Verwaltung und den Schwestern im Manien aller bestens zu danken. Er verwies in ferner Rede darauf, daß wohl heute ein jeder von ihnen an seine Lieben daherrn denke und mit Wehmut bedauere, fern von der »eihiut weilen zu müssen. Es sei dies aber nicht zu ändern und mit Ergeoenhert müsse man fein Geschick hinnehmen und Gott danken, daß man in diesem Hanse eine zweite Heimat und liebende- Fürsorge und Pflege gefunden habe. Tirektor Markwald wünschte darauf vergnügte und fröhliche Weihnachtstage, wahrend die Schwestern die Geschenke austeilten. In älyniiciicr Weise ivielten sich hintereinander die Besserungen in der Männerbaracke und im großen Frauenbau ab. Ueberall herrschte eine gehobene und festliche Stimmung und es war rührend anzusehen, wie die rüstigeren der Insassen eifrig bestrebt waren, den weniger rüstigen liebevoll zu helfen, ihre Geschenke fortzuschaffen. Tie in der Provinz zerstreut wohnenden Angehörigen der Bewohner der Siechenanstalt dürfen überzeugt sein, daß man den letzteren nicht nur am Weihnachtsabend, sondern zu jeder Zeit liebevoll und human entgegenkommt und soviel als möglich ihre Wünsche zu erfüllen sucht. Zn bet Kaserne. Durch die Weihnachtsurrauber war unsere Garnison sehr gelichtet, aber umsomehr war man bestrebt, den von der Heiinat 6-0131 gebliebenen eine Christbescherung zu veranstalten. Nach beendetem Festgottesdienst in der Stadtkirche und in der katholischen Kirche wurde zu Abend gegessen. Dann flammte in den Mannschafisstuben der Wechnachtsoaum auf. Tie Offiziere hatten sich eingesunden und nach einer passenden Ansprache wurden die Gaben verteilt, die die Kompagnie für ihre Angehörigen gespendet hatte. Der Bann der militärischen Disziplin wurde aber erst gelöst, als die bereitgehattenen Fäßchen Bier angesteckt waren und die Kameraden um die langen Tische gemeinsam Platz genommen hatten. Eifrig wurden die Zigarren und der Tabak probiert, toemjc der Weihnachtsmann feinen blauen Kindern in der Kaserne gebracht hatte. Zm Provinzial-Arresthaus wurde der Weihnachtsabend oiuu, et.xen oestgottesdtenst, bet dem der lichterstrahlende Tannenbaum nicht fehlte, begangen. _ Die Verwaltung war bestrebt, den Gefangenen durch eine verbesserte Kost eine Weihnachtsfreude zu machen. Zu ben Vereinen. Die Weihnachtsbescherung des i->-c,angvereins Enthusiasmus, eines Wohltätigkeitsvereins, sand, wie man uns schreibt, am Donnerstag abend im Hotel Viktoria statt. 32 Kinder umstanden den strahlenden Christ bäum. 'Nachdem der erste Vorsitzende den jugendlichen Sängerchor an ben Baum geiührt und dieser unter ihm Aufstellung genommen hatte, kamen unter ilSor an tritt der Vorstandsmitglieder die Kinder in den Festsaal. Während des Einzugs spielte ein Orchester von acht Mann. Hierauf kam durch den jugendlichen Gejangschoc der Choral: „Brich an du schönes Morgenlicht" zum Vorttag. Einigen Begrußungsworten des ersten Vorsitzenden folgte der Choral: „Kommt Ihr Hirten, Männer und Frauen". Die Festrede hielt sodann der aus Darmstadt hierher gekommene Mitgrunder Inspektor Wirthwein, deren Inhalt allen zu Herzen ging. Nun begann die Bescherung. Die Kinder erhielten Kleidungsstücke, Konfekt, Nüsse, Apfelsinen usw. 'Nach einem dritten Choral wurden die Kinder entlasten. Die Mitglieder und Gäste des Vereins unterhielten sich noch lange bei Musik, Gesangsvorträgen und Tanz aufs Beste. Von geschätzter Seite wurde zum Fonds für 190 r ein größerer Bettag gestifiet, der roieoer bei einer hiesigen Bank deponiert ist. Sehr zu bedauern ist es, daß vorbesagter Abend von der hiesigen Bürgerschaft \o schwach besucht war. Erfüllt der Verein doch nur Wohltat, u für Gießen und wäre sogar in diesem Sinne eine Vertretung der Stadt Gießen herzlich begrüßt tuorben, wenn sie zu diesem Abend, wozu alle eingeladen waren, entsandt worden wäre. L Klein-Linden, 25. Dez. Durch Vermittelung des Direktors i. P. Pascoe wurden unserer Bürgermeisterel von Herrn 5 er n i e namhafte Geldbeträge als Weihnachtsgefchenke übergeben und der Kleinkinderfchute und zwei hiesigen Wttwen aus- gehändlgt. S»aot uno tano« Sprechstunden btt V.ev. a - ; jua'v. > ... . <—V28 Uhr abdS. Gießen, den 27. Dezember 1906. *• Parlamentarisches aus Hessen. Die Geometer 1. Klasse hatten eine Vorstellung an die Zweite Kammer gerichtet, bei der Regierung dahin wirken zu wollen, daß die im Interesse der Kreise und Gemeinden vorzunehmenden Arbeiten auch von den Geometern 1. Klasse ausgeführt und den KreiSvermesiungSämtern künftig die Uebernahme von Privatarbeiten untersagt werden solle. Die Regierung hat hinsichtlich des ersterwähnten Ersuchens eine im gewissen Sinne entgegenkommende Anordnung bereits früher getroffen irnd wegen der Uebernahme von Privatarbeiten durch die KreisvermessungS- ämter neuerdings folgende Vorschriften erlaßen: .Arbeiten für Private dürfen von den Kreisvermessungs- ämtem nur am besonderen Wunsch der Jnteressemen und zwar aut Grund schriftlichen Auftrags derselben ausgeführt werden. Ten KreiLvermessilngsämlem ist es bei Disziplinarstrafe untersagt, sich für solche Arbeiten anzubleten oder anbieten zu lassen. Tie Gebühren für solche Arbeiten fließen selbstverständlich in die Staatskasse." Der Ausschuß beantragt deshalb, die Vorstellung für erledigt zu erklären. — Zu der V 0 rstellung der Mühlen- besitzer der oberen Wetter, bett'. Erlangung einer Entschädigung für die ihnen aus der Anlage der staatlichen Gruppenwasserversorgung erwachsenen Nachteile wird beantragt, die Angelegenheit vorerst für erledigt zu erklären, da die betr. Regierungsvorlage eine eventuelle Entschädigung der Mühlenbesitzer bereits in Aussicht gestellt hat. — Abg. Wolf beantragt die Erbauung einer Nebenbahn von Andenheim nach Armsheim. ** Aus dem Bureau des StadttHeaters. In der einmaligen Aufführung von Max Dreyers „Die Siebzehnjährigen" wird sich der erste Held des Stadttheaters von St. Gallen, Herr Bruno Eich grün, in der Rolle des Werner als Gast vorstellen. Herr Elchgrün ist für das nächste Jahr als erster Held in Aussicht genommen und wird seine Qualifikation außerdem noch in einer klassischen Rolle, der des Karl Moor in den „Räubern" am nächsten Sonntag zu erweisen haben. Die „Siebzehnjährigen", die nur einmal vor zwei Jahren von dem Frankfurter Ensemble hier gegeben wurden, sind in den Hauptrollen außer dem Gaste besetzt nut den Damen Tonecker und von Jagemanu sowie den Herrell Bakof und Kober. Die Vorstellung findet außer Abonnement statt, doch haben Dutzendbllletts und Gutscheine Gültigkeit. x Lollar, 25. Dez. Heute morgen 3 Uhr wurden die Einwohner unseres Torfes durch Feuerlärm ausgeschreckt. Es brannte die Scheuer des Landwirtes und Bahnbedicnstetcn Karl Moos. Durch das rasche Eingreifen der beiden hiesigen Feuerwehren gelang es trotz des Frostes und starken Windes das Feuer auf seinen Herd zu beschränken. Zwei Nachbar-Scheuern sind etwas angebrannt. Sämtliches Vieh, außer den Hühnern, wurde gerettet. Allem Anschein nach liegt Brandstiftung vor und, wie verlautet, ist man dcnr Täter auf der Spur. 0 Bad-Rauhe l in, 26. Dez. Vor einigen Wochen rourbc mit dem N e'u bau des Bade Hauses Nr. 9 be- gonnen. Es kommt an die Stelle der Babehäuser 7 unb 3, die im Herbst abgebrochen wurden. Vom Badehans 3 bleibt lisch der südliche Flügel zuili nächstjährigen Kurgebrauch stehen, um im Herbst 1907 entfernt zu werden. Badehaus 1 ist jetzt vollständig nach Salzhausen transportiert und dort im Rohbau ailfgerichtet worden; im Frühjahr soll es eröffnet werden. Das neue Badehaus 9 schließt sich westwärts an das vollendete Badehalls 8 Norb an uno erstreckt sich bis Badehails 1 nördlich vom großen Sprudel. Die Flmdamentierilngsarbeiten würben dieser Tage wegen des harten Frostes eingestellt. Hinter BadehaiiS 1 erstreckt sich an der Usa das Gelände für Badehaus 10. Hier sind die Erdarbeiten nahezu volleiidet, und es soll alsbald nut dem Fundamentbau begonnen werden. Nr. 9 soll bis Frühjahr im Rohbail vollendet fein, der innere Ausbau findet nächsten Sommer und Herbst statt, sodaß die Eröffnung un Frühjahr 1908 erfolgen kann. Auch Nr. 10 soll bis dahin vollendet sein. Tas zwischen BadehaiiS 9 und 10 liegende Badehaus 1 wird alsdann entfernt. Nach Abbruch des BadehaujeS 3, das den Blick vom Bahnhof nach den Sprudeln und dem Parke verschloß, bieten die beiden jetzt vom Bahnhof aus einen schönen Anblick. Friedberg, 26. Dez. Die Kreis sammel- waseumeisteret, die zwischen Friedberg und Ober-Wöll- sladt vor zirka 12 Jahren errichtet wurde, hat vor Kurzent einige bcDeutcnöe Verbesserungen durch maschinelle Einrichtungen und Trockenanlagen erhalten, wozu der Kreistag 18 200 Mk. bewilligte. Die Neueinrichtungen sollen eine raschere Verarbeitung der Tlerkadaver bezwecken und lästige Ausdünstungen verhüten. — Zwei wichtige Straßen- projekte find im Kreise geplant, nämlich Nieder-Erlen- bach—Dortelweil und Ober-Wöllstadt — NoSbach. Das letztgenannte Projekt interessiert 6 — 8 Gemeinden. Die Straße würde den Gemeinden eine direkte Verbindung mit den Taunuswaldungen abgeben, wo die Orte, die selbst keine Waldungen besitzen, ihr Brenn- und Werkholz holen. n. Rod heim b. Hungen, 24. Dez. Unter Teilnahme seiner ganzen Gemeinde wurde gestern hier die sterbliche Hülle des Bürgermeisters Georg Widders heim von Roberts häuf en zur letzten Ruhe gebettet. Mehr als 37 Jahre führte der Verstorbene die Verwaltung der Gemeinde mit größter Gewissenhaftigkeit, wie dies auch Pfarrer Stotz von hier in seiner ergreifenden Grabrede hcrvorhob. Bureauvorsteher Schiffnie legte im Namen des Großh. Kreisamts Gießen einen Kranz an dem Grabe nieder, desgleichen Bürgermeister Schäfer von hier im Auftrage seiner Amtsgenossen, und Gemeinderatsmitglied H. Reichardt für die Gemeinde Rabertshausen. Der Verstorbene wurde hier beerdigt, weil unsere Nachbargemeinde, die etwa 3/i Stunde von hier entfernt liegt, einen eigenen Friedhof nicht besitzt, ein Uebelstand, der sich bei der gestern herrschenden schneidenden Kälte wieder einmal recht bemerklich machte. -1- Frankfurt, 26. Dez. Die finanzielle Fundierung der hier für den Herbst 1907 geplanten Heimarbeit- Ausstellung ist als sicher zu betrachten. Für die Organisation der Arbeiten ist Dr. Petrenz berufen worden. Oertlich wird sich die Ausstellung beschränken auf das um Frankfurt herumliegende Wirtschaftsgebiet östlich des Rheins, emschl. der Gebirge Vogelsberg, Westerwald, Rhön, Spessart und Odenwald. Der Zweck der Veranstaltung ist, durch Abfassung von anschaulichen Einzelbeschreibungen unb durch Ausstellung von Anschauungsmaterial (Arbeitsprodukten, Karten, Bildern rc.) ein klares und objektives Bild von den wirtschaftlichen unb sozialen Verhältnissen ber Heimarbeit in dem genannten Bezirke zu geben. § Aus Kurhessen, 23. Dez. Die vielen kurhessischen lanb wirtschaftlichen Winter schulen werben in biesem Wmter von insgesamt 241 Schülern besucht. Es stammen hiervon 220 aus Kurhessen, 19 aus an bereu beutschen Lanbes- teileu unb 1 aus Rußlanb, § Marburg, 23. Dez. Der Magistrat hat eine Orbnung betreffs Erhebung einer Umsatz - undWohnungssteuer aufgelegt. vermischte». * Dem Hauptmann von Köpenick soll es im Strafgefängnisse in Tegel verhältnismäßig gut gehen. Er wird tn der Schuhmacherwerkstätte beschäftigt. Seine Führung wird als musterhaft bezeichnet, auch soll die Anstaltsleitung mit seinen Leistungen sehr zufrieden sein. Voigt erklärte, es gehe ihm jetzt besser, als vor dem Köpe- nicker Handstreich, wo er von Ort zu Ort gehetzt wurde. Bisher sind etwa 5000 Mark für ihn gesammelt worden und noch immer laufen Geldsendungen ein. Es ist eine große Bewegung im Zuge, um Voigts Begnadigung durchzusetzcn. Sie wird mit dem Hinweise darauf begründet, daß seine Ausweisung aus Mecklenburg ungesetzlich war. Das Gnadengesuch wird von einer- großen Anzahl hochstehender Persönlichkeiten unterschrieben werden. Voigt hofft selbst auf baldige Begnadigung. * Weihnachtsposten und Weihnachtszüge verunglückt oder beraubt. Auf der Strecke Ostrowo- Friesland ist von einem Zuge der Postwagen nachts in Brand geraten und total eingcäschert worden. Wie cs heißt, sind 2 67 Postkolli verbrannt. — Nachts ist bei starkem Nebel der Personenzug Augsburg— München zwischen dcn Stationen Kissing und Mering auf einen Güterzug aufgestoßen. Es waren nngefähr 15 Wagen des Gütcrzuges von diesem abgerissen und vor der Station Mering stehen geblieben. Aus diese Wagen fuhr der Personenzug nach Rlünchen mit heftigem Stoß auf. Drei Wagen des Pcrsonenzuges utü) fcchs Wagen des Gütcrzuges sowie die Lokomotive des Pcrsonen- zngcs ivurden stark beschädigt. Ein Reisender des Personenzuges, der Monteur Riffler aus München, wurde am Kopfe verletzt. — Eine von Feldoevifso (Ungarn) abgegangene Post wurde zwischen Petrowa und dem Vissotal von unbekannten Tätern angegriffen. Der Kutscher und der begleitende Gendarm wurden mit Beilen ermordet und 30000 Kronen geraubt. Die Schneespuren weisen darauf, daß Wallachen oder Zigeuner die Räuber gewesen sind. Hotel Grossherzog von Hessen I empfiehlt seine Säle für grössere und hleiuere .......— 1 Festlichkeiten, --~ ö frt S - S 8 <9- e Q 5 ® 8 D S T5.2LE E =1 e e ZD «. *ti "ft *tt 52 ar»>g*, «ft Q S ■35 3 3 2 -d»‘:3 «Eff- *3 3 es 0 e & ff^vi ■5® ft >-, "$» 2 ---:<3 Z2> C* ö C 2 OZ >b ö £* 6 2 « 0 GJ 0 EL CT LL» £§ ZZZ -r -b P «ft 3 E H «* E •j* &l fcg# t22- ee gee s nft O o P 3 3 Z> 3 S E 3 E E ZD 2 QjW ='*Q 2' «J^a -o e a>5§'.’§' § § o .2 °£ Z g E.2. N es CD J3* X 13 *?« »ti (£) 2 E G E N E*“CT CD ECO --L CDjQ a 5 P q a. c y e . s oE a £ ® -> bp^. Ü--S E 3 SA u *8" «i £ 1 "ft I « "ft ►“ rt» u D u - *“ .C> P z> w e W p .-b 3 SQ "C E §g <° Z e e1 © ° <3>Q E *2 P c_. 3 o . <0 N 2 52 E 3^*f « tz & E® E^n» 2ä re-* — '«* -3 CT E 0 KÖ^ß K ZZ •* *» E 3 O ®ä e •o o A _- _n — ö ZMssZ» i-. ei2*6“ S HZ y wo -x «"ftgcCxft i« 6i® o fff jO x-DN- © -L-b^Z.E 5^ 5-5 e e> X S-«- P Ä & © eCT d jQ^ d, id. 5 523 «**> ,£^e rfSBjg ZE« E -i, E , . TJ 2 .. E E a r* ^-» 5* E = E ^■5 L •— q q -«-> »> *• 5 o .X *8 ** E xr -oO p X" p j£ -R 3 ä 3 e 2-cS ‘6' p o -p E M “ q® 3 •o *“ v w ° e ä M jQ 3 — ö « r K 3 s *e sZGZZs^ « ♦* <3 JD E Z-E L »»1 =ö <3ä ZGZI I P - ‘ CPU apE P "ft 3 3 ~ q 2 -x3 5 'S" ** 3 "ft -tpjQ g Ä-M E c _ o ’3 £ ® >b N M g. Oq2 3 c5«h.Söou|?IS?’^-:S oi cd ® D;a E e’ ö p TL 5 »L u. «*3« 3 e Eo 3.2" gS^gj N-ZL E^5MEs« p 3 Z |Äi« 5es E, rs N e Bekanntmachung. Die NeichStagswahl betreffend. Die Liste der bei dec bevorstehenden ReichslagSwahl in der Stadt Gießen stimmberechtigten Personen liegt von Freitag, 28. Dezember, bis Freitag, 4. Januar 1007, b ide Tage e>nschließlia) (auch am Sonntag und NcujahrSlag», vormittag« von 9 bi« 12 Uhr und nachmittag« von 3 bi« 6 Uor auf dem Bürger- Mkisterei-Lureau — Zimmer i)tr. 9 — zu jedermann« Einsicht offen. Einsprachen gegen die Richtigkeit und Bollständigkeil der Liste sind bei Becmeivung de« AuSschlusic« binnen 8 Tagen, von Beginn der Offenlegung ab gerechnet, daselbst vorzubringen. Glesien, den 24. Dezember 19Ö6. ®u/u Grouven' *.* iieisterci GieHen. I. B.: Tursckimann. TcAilllg voll Pslasterarbeit. Die zur Herstellung de« Hofe« beim Neubau der höheren und erweiterten Mädchenschule erforderliche Pflafferardeit soll Samstag, den 5. Januar 1907, vorm. 10 Uhr öffentlich vergeben werden. ÄrbeitSbeschreibung und Bedingungen lugen bet un« zur Einsicht offen. Angeboie auf Bordrucl, der daselbst erhältlich, sind dl« zum genannten Zeitpunkt an un« einzureichen. — Zuschlagsfrist 14 Tage. Gieren, den 24. Dezember 1906. Städtische« Hochbauamt. Gerbel. B“/„ Birqebunls von Erdarbcitcn. Die Erdarbeiten kür die Herstellung von Baumgruben aui dem Landgras-Phtllpp-Platz sollen Samstag, den 5. Januar 1907, vorm. 11V, Uhr öffentlich vergeben werden. Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen während der Tienslstnnden bei uns zur Elnsicht offen. Än- gcboie auf vorgeichriebenem Formular, das daselbst erhältlich, sind spätestens bis zum Docgenaimteii Zertpuntt an uns einzureichen: Zuschlagsfrist 3 Wochen. Giesien, den 22. Dezember 1906. Stadt. Tieibauamt. Brallbach. 8"/" Wclilliiz soii wjW-MllkwiiMc» HkhI Lejutzc nnl Karten. Neujahr 190?. «ur Enthebung von Ncujahrs-lS tukwünschen bei dem be- vorstkheilden Jahreswechsel bitten wir, wie in den früheren Jahren, der Kleinkitider-Bewahranstalt eine Gabe spenden und einem der Unterzeichneten übermitteln zu wollen. Durch Beröffentlichung der Namen der ISever im ^Gießener Anzeiger,, noch vor JahreSschluß wird e« allgemein anerkannt, daß alle Genannien von Abstattung der Neujahrsbcsnche, sowie von Zusendung von Neujahrskarten befreit find und ihrerseits beide-nicht beaiiivruchen. Zugleich wirb bierourch der genannten Wohltatigleiis- anstatt mit ihren nahezu 260 Kindern eine sehr wünschenswerte Unter- -stünunq zu teil. M, Gießen, den 24. Dezember 1906. v hi Direktor Doering. Pfarrer Euler. Kirchenrat Dr. Naumann. J-abrikont Emil Schmoll. Pferdebositzer! ton Original-H-Sto5ien LLsi Fabrikanten: LEONHARDT & CO, Berlin-SchCnebero. . J IMT1-I J1I. K»ta!oa gr»tl»l Verlag von Emil Roth in Giessen. Gedichte von Reinhard Strecker in Bad Nauheim. Preis eleg. geb. Mk. 2.40. Blumen, die ich am Wegesrand Neben der Alltagsarbeit fand. Hervorgeblüht aus de« Lebens Grund An dunkeln Tagen, in fröhlicher Stund. Fiir Dich ein Slräußlein davon ich schnitt, Du gabst ja das Leben und lebst es mit. Mit diesen innigen Worten widmet Reinhard Strecker seiner in Mainz lebenden Mutter, der Frau Major Strecker, seinen Gedlchteband. Wenn der Dichter von Blumen spricht, trifft er das richtige; denn seine formvollendeten Verse sind Blumen deutscher Poesie, und seine Sammlung vereint sich zu einem Blütenstrausi, aus dem ein milder, zaner Hauch du'iet und dessen lebendigen Farben erfreuen. Eine edle Sprache und innerliche Empfindung verleiht den Dichtungen ihren Reiz, der noch erhöht wird durch vornehme Zeichnungen, die die talentvolle Hand von des Dichters Gattin verraten. Ter geschmackvoll ansgestattete Band eignet sich darum sehr gut als ein willkommenes Weihnachtsgeschenk. Aus der Atcnge des Schönen, das die Sammlung bietet, sei, um den Lesern eine Probe auch von dem dem Dichter eigenen fröhlichen Hunwr zu geben, nur das Poem: »Mein Lind!" herausgegrlffen: Mein Lind, mein Kind, wie klingt das durchs Haus! Wie jubelt das Wort aus dem Herzen heraus! Ich nehm'S auf den Schob und da hat es tm Nu Am Bart mich gepackt und kräht dazu. Und die blauen Aeugelchen lachen mich an. Daß ich nicht anders, als mulachen kann. Uiid was man mir draußen für Aerger gemacht, Es wird von der Seele heruntergelacht. Aus der ganzen Welt ich nichts fröhlicher find', Als so eur Lachen mit meinem Kind. &”/*• Khchbeslherllvg KlmliuSer-BtMhMjtalt 7 Am Louutag, oen 4. Advcut. land die Ehristbeschcrung unserer Anstalt durch die kirchliche Feier in der Johanneskirche, nachmittags 8 Uhr, und darnach durch die Gabenansteilung an die 256 Kinder in der Klemkmderschule statt. Nunmehr sprechen wir unseren herzlichsten Tank aus Allen, die durch Gaben und Arbeiten mancherlei Art es uns diesmal in bejoilders reichem Maße ermöglicht haben, unserer großen Kinder- schar samt ihren Angehörigen eine recht große Weiynachtsireude zn bereiten. Wir teilen wie üblich nachiolgend mit, welche Gaben an Geld uns zur Ehnstbeicherung gespendet wurden: durch Frau Professor Trews 108 Alk., Frau Rechtsanwalt Grüneivald 191 Alk., Frau Johanna Haas 47,50 Alk., Frau RechnungSrat Kalbfleisch 174 'Dir., Frau Professor Leist 83 Alk., Frau Kirchenrat Naumann 154 Mk., Frau Luise Lttens 41 Mk., Frau Marie Schwan 121 Ml., die Schwestern der Anstalt 150 Mk., ferner durch Fräulein omqcr und Steinbach, Lehrerinnen an der Höheren und Erweiterten Mädchenschule 143,45 Alk. die ihnen von den Kindern der Schule übergeben wurden, endlich von dem Stammtisch un .Prinz Karl" 35^ All. Für alle diese Gaben sagen wir besonderen herzlichen Tank. Möge die unserer Anstalt und ihren Kindern :n dieser Weihnachtszeit reichlich bewiesene Liebe und Wohltätigkeit Gebern und Slehmern zu großem Segen gereichen. Gießen, den 27. Dezember 19u6. . Ter Vorstand der Klelnkinder-Leioahranstalt. Tr. öiaumann, Kirchenrat. ▼ /» Bekleidungs-Akademie des Mneidcr-VmiilS, granffurt a. M. (9ltnt Zeil 63) Znschneide-Lehranstalt sür Herren- und Tamengarderoben, Wäsche u. s. w. Allgemeine beliebte Lehrmethode. Neue Kurse jederzeit. - Lehrplan gratis. SchmUmuster. O Lehrbücher zum Selbstunterrucht. 7230 StellungSzuweiS kostenlos. Die Direktion. Flaschenbier! ist brr Waschtag von her Zeit ab, wo die beliebte Original- Rlflel - Dampf -Waschmaschine in Gebrauch ist. Auf Wunsch eine Maschine zur Probe. 7353 J. Häuser, Nenstadt56. Ö Der höflichst Unterzeichnete bringt hierdurch einem verehrlichen Publikum leine als vorzüglich anerkannten Flaschenbiere in empfehlende Erinnerung: Münchener Angustinerbräu Frankfurter Henninger Lauterbacher Burgbräu Union-Brauerei Giefien Alleinverkauf: Schlitz er Gräflich Görtzsche Brauerei Sämtliche Biere werden auf das sorgfältigste abgelüllt und in großen und kleinen Flaschen frei ins Haus geliefert. Um geneigten Zuspruch bittet C^A Fr*. Ohnhokl Ludwigstraße 55 Bierverlag Ludwigstraße 55. KinderscJ}litten August Kröll 7303 Seltcreweß 12. K 79 V6 ,®etutrr«frtß, deu 8. Januar 1907, nach'«. 3 Uhr werden auf hiesigem Crtdgericbt die vor dem Namen des Heinr. Carls rind Ehefrau geb. Hell stehenden Grundstücke der Gemarkung Gießen 1/431/10 --- 490 qm Hofreite in der Slephansmark 1/43*/,, — 243 qm Grabgarlen daselbst 1/1188 */h = 68 qm Hofreite bei der Kirche 5/2014/io = 149 qm Hofreite im Günthersgraben 5/2016/10 = 110 qm Grabgarten daselbst 5,201 t/ig = 186 qm Grabgarten daselbst 5/201 ®/„ — 161 qm Hosreite das. 1/104 61/10e — 281 qm Hofreite aus dein Seltersweg 1/104 “/100 ---191 qm Hofreite das. 1/175 — 90 qm Hofraum auf dem neuen Weg 1/178 — 91 qm Hofreite daselbst 1 179 = 27 qm Schuppen dafelbst 1 1^0 = 282 qm Hofreite daselbst 1,181 — 66 qm Hofreite daselbst 1/182 — 416 qm Grabgarten das. öffentlich meistbietend versteigert werden. Auswärtige Bieter haben sich durch em Zeugnis ihrer HeimalS- behörde über ihre Zahlungsfähig- keu allszumeisen. Gießen, den 27. Novbr. 1906. Großh. OrtSgericht Gießen. Gros. [B”/n K 88/06 Donnerstag, den 3. Jannar 1907, nachm. 3 Uhr werden auf hiesigem Ortsgericht die vor dem Namen des Heinr. CarlS und Ehefrau geb. Hell stehenden Grundstücke der Gemarkung Gießen 1/43 ’/„ = 490 qm Hofreite in der Slephansmark 1/43 •/„ = 243 qm Grabgarren daselbst 1/1188 4/w = 68 qm Hofreite bei der Kirche 5/201 */H = 149 qm Hofreite im Günthersgraben 6/201 */w — 110 qm Grabgarten daselbst 5;201 7W = 188 qm Grabgarren daselbst 5/201 71, = 151 qm Hofreite das. 1/104 &1/i„ — 281 qm Hofreite aus dem Selrersweg 1/104 “/jp, ----191 qm Hofreite das. 1/175 = 90 qm Holrauiii auf dem neuen Weg 1/178 = 91 qm Hofreite daselbst 1/179 — 27 qm Schuppen daielbst 1 180 = 282 qm Hosreite daselbst 1/181 = 66 qm Hofreite daselbst 1/182 — 416 qm Grabgarten das. öffentlich meistbietend versteigert werdem Auswärtige Bieter haben sich durch ein Zeugnis chrer Hermats- behörde über ihre Zahlungsfähigkeit aiiszuweisen. Gießen, den 27. Novbr. 1906. Großh. LrlSgericht Gießen. Gros. |B”/„ K 78.06 . Donnerstag, de« 8. Januar 1907, nachm. 3 Uhr werdeir auf hiesigem Ortsgericht dre vor dem Nan,en des Heinr. Carls und Ehefrau geb. Hell stehendeii Gl-undsürcke der Gemarkung Gießen 1/43 7m == 490 qm Hofreite in der Slephansmark 1/487» == 243 qm Grabgarten daselbst 1/1188 7* = 68 qm Hofreite bei der Kirche 5/2017» = 149 qm Hofreite im Günthersgraben 5/2017t, = HO qm Grabgarten daselbst 5/201 71, = 136 qm Grabgarten daselbst 5/201 7W = 151 qm Hofreite das. 1/104 “/x» = 281 qm Hofreite aus den, Seliersweg 1/104 “/io, = 191 qm Hofreite das. 1/175 = 90 qm HofraliNi auf deiii neuen Weg 1/178 — 91 qm Hofreite daselbst 1/179 — 27 qm Schuppen daselbst 1 180 --- 282 qm Hosreite daselbst 1/181 ----- 66 qm Hosreite daselbst 1/182 — 416 qm Grabgarten das. öffentlich meistbietend versteigert werden. Auswärtige Bieter haben sich durch ein Zeugnis ihrer Heimaks-- behörde über ihre Zahlungsfähig, feit auszuweisen. Gießen, den 27. Novbr. 1906. Großh. Ortsgericht Gießen. Gros. IB37H K 91/06. sB'7„ Donnerstag, den 17. Januar 1907, nachmittags 3 Uhr iverden auf hiesigem Ortsgericht die vor dem 9lameit des Wilh. Schutz unö Ehefrau geb. Euler u. Otto Etiler stehenden Liegenschaften der Ge- marhuig Gießen 38,64 — 1429 qm Grabgarten am Hamm, 38/66 — 424 qm Hofreitedaselbst, 38/67 — 1384 qm Hofreite (Schneidntuhle) daselbst öffentlich meislbieteiid versteigert. Auswärtige Bieler haben sich über ihre Zahlungsfähigkeit ducch Zeugnis ihrer Helmalsbehöide auszuweisen. Gießen, den 11. Dezember 1906. Großh. Ortsgericht Gießen. Gros. K 11/06 sB'7„ Donnerstag, den 17.Jannar 1907, nachin. 3 Uhr wird aus hiesigenr Ortsgericht die vor ben Nameii von 1. Ockel, Ottilie, 2. Karl Christian, 3. Anna, 4. Minna, 6. Adolf Franz, 6. Tora stehende Parzelle der Gemarkung Gießeii 1/622 — 57 qm Hofreite im Tiefenweg zum Zweck der Aufhebiing der Gemeinschaft öffentlich meistbietend versteigert. Gießen, den 11. Dezember 1906. Großh. Ortsgericht Gießen. _________Gros._________ K 90.06 LBl7„ Donnerstag, den 17. Januar 1907, nachmittags 3 Uhr ivc.öcn aus diesigem Orlsgericvt die vor dem Nailieii des Job. Gg. Seipp stehenden Grsurdstricke der Ge- marklmg Gießen 3/112,3 — 143 qm Grabgarten a>n Breniiosen, stoßt an die Wiese 3/112,6 — 381 qm Hofreite das. öffentlich meistbietend versteigert. Ausivärtige Bieler haben sich über ihre Zahlnngs ähigkeil durch Zeugnis ihrer Heunatsbehörde anszuweiselu Gießeii, den 11. Dezember 1906. Großh. OrtSgericht Gießen. Gros. K 81/06 Donnerstag, den 10. Januar 1907, nachm. 3 Uhr, werden auf hiesigem OrtSgericht die vor dem Nansen deS Earl 9teffeldreher u. Ehefrau, geb. Schunk stehenden Grundstücke d.Gemarknng Gießen 2/38 = 617 qm Grabgarten im Gartseld 8/88,5 = 247 qm Hofreite das. öffentlich meistbietend versteigert. Ausivärtige Bieter haben sich über ihre Zahlungsfähigkeit durch Zeugnis ihrer Heunatsbehörde auszuweisen. Gießen, den 27. Novbr. 1906. Großh. OrtSgericht Gieße,r. Gros. Iß»/“ K 83/06 Donnerstag, de« S. Jannar 1907, nachm. 3 Uhr, werden auf hiesigem Ortsgericht die vor dem ylamen des Carl Nesseldreher u. Ehefrau, geb. Schunk stehenden Grundstücke d.Gemarknng Gießen 2/38 = 617 qm Grabgarlen im Gartseld 2/88,5 — 247 qm Hosieile das. öffentlich meistbietend versteigert. Auswärtige Bieler haben sich über ihre Zahlungsfähigkeit durch Zeugnis ihrer Heunatsbehörde auszuweisen. Gießen, den 27. Novbr. 1906. Großh. Ortsgericht Gießen. _________Gros. IBV* K 76'06 Donnerstag, de« S. Jannar 1907, nachm. 3 Uhr, werden auf hiesigem OrtSgericht die vor dem ylanicn des Carl Neffeldreher u. Ehefrau, geb. Schunk siebenden Grundstücke d.Gemarknng Gießen 2/88 = 617 qm Grabgarten im Gartseld 2/88,5 = 247 qm Hosreite das. öffentlich meistbietend versteigert. Auswärtige Bieter haben sich über ihre Zahlungsfähigkeit durch Zeugnis ihrer Heunatsbehörde auszu weisen. Gießen, den 27. Novbr. 1906. Großh. Onsgericht Gießen. ___________Gros. (B”/** Fluß- und Seefische /u Borsichtl Alan achte auf bte „Marke Kaminfeger"! Fabrikant: Carl Gentner, Göppiiigen. ‘|so 1 s 1 4 1- ■1 Mk. 4 Bit. 5 Pik. 10 Bit. 20 Mk. 40